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Über uns

Die Entwicklung des Amerika Hauses

Berlin-Charlottenburg Amerikahaus in der Hardenbergstraße

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Deutschland in vier Sektoren unter den Siegermächten aufgeteilt. In West-Berlin wollen die USA über Kultur- und Informationszentren den deutschen Bürger einen Ort des Austausches bieten. Themen dieses Austausches sollten Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und die Kultur der USA sein. Ziel ist es u. a. auch Missverständnissen und Verdächtigungen gegenüber den USA entgegenzutreten.

Die Geschichte des Amerikahauses beginnt im Winter 1945/46, als amerikanische Soldaten Büchern und Zeitschriften in einer Passstelle zur Verfügung stellten und dadurch eine erste Lesestube eröffneten. Aus dieser wird schon bald eine kleine Bibliothek. Nicht nur Bücher werden dort verliehen, sondern auch Fotos ausgestellt, Schallplatten vorgestellt und Vorträge gehalten. Im Jahr 1947 bekommt die Bibliothek den Rang eines U. S. Information Center und heißt ab dann Amerika Haus. Das Veranstaltungsangebot wird dementsprechend erweitert und umfasst neben den Diskussionen, Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten auch Englischkurse, Filmvorführungen. Es entstehen außerdem weitere Lesestuben, eine Jugendbibiothek, ein Kunstattelier, ein Jazzclub und eine Lehrtischlerei. Sogar eine fahrende Bibliothek gehört zum Service des neuen Information Centers.

Zehn Jahre später zieht das Amerika Haus um und wird, im von Bruno Grimmek designten Gebäude in der Hardenbergstraße 22-24 in Charlottenburg, wiedereröffnet. Wieder erweitert sich das Sortiment an Angeboten und auch ein Fotoarchiv und eine Musikabteilung sind nun Teil der Bibliothek. Nach den Anti-Vietnamkriegs-Demonstrationen von Berliner Studenten vor dem Amerika Haus in den 1960er und 70er Jahren, antwortet das Amerika Haus auf die Proteste, indem sie den Dialog und Diskussionen über die amerikanische Innen- und Außenpolitik fördern.

Im Jahr 2006, noch zwei Jahre vor der Eröffnung der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz, zieht die Kulturabteilung aus dem Amerika Haus aus. Heute werden über viele verschiedene Einrichtungen Informationen über die USA in Deutschland vermittelt. Die neue Aufgabe der kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Verbindungen zwischen der Bundrepublik und den USA ist die Vertiefung der deutsch-amerikanischen Freundschaft und Partnerschaft.

Für mehr Informationen zur geschichtlichen Entwicklung des Amerika Haus Berlin klicken Sie hier.

An der Erstellung dieser Website waren im Rahmen eines Projektseminars des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt: Annika Gruetzner-Zahn, Madeleine Kurz, Franziska Lengauer, Nikolai Schmarbeck, Julia Hampel, Sabrina Wilke, Philipp Lock, Yannick Kavka, Giulia Eberhard, Adeline Krems, Raphael Jean Sturm, Viola Stöckle, Maren Splettstößer, Victoria-Katharina Geske, Viviane Adamoschek.

Das Projekt wurde von der Amerikanischen Botschaft beauftragt und begleitet. Die Dokumente aus dem Archiv wurden von der Amerikanischen Botschaft herausgegeben

Bildnachweis: Berlin-Charlottenburg Amerikahaus at Hardenbergstraße © Fridolin Freudenfett (Peter Kuley), bearbeitet von Annika Grützner-Zahn / Lizenz: CC BY-SA 3.0