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dienet

Herausgeben U.S. Information Service
Embassy of the United States of America

Z 12462 C

29

27. Juli 1994

NAHER OSTEN

ISRAEL UND JORDANIEN GELOBEN
"DAUERHAFTEN" FRIEDEN
Die Washingtoner Erklärung

SICHERHEIT

DIE NATIONALE SICHERHEITSSTRATEGIE
DER USA
Eine Übersicht des Weißen Hauses

RUANDA

CLINTON ORDNET MASSIVE AUFSTOCKUNG
DER HILFE FÜR RUANDISCHE FLÜCHTLINGE
AN
Reaktion der Vereinigten Staaten

NICHTVERBREITUNG

EXPERTEN AUS DER EHEMALIGEN UDSSR
VERURTEILEN PLUTONIUMSCHMUGGEL
Amerikanisches Seminar über Nichtverbreitung

PRASIDENTENBIBLIOTHEKEN

DIE PRASIDENTENBIBLIOTHEKEN UND
-MUSEEN IN DEN USA
von Lester und Irene David

THEMENINDEX

DER AMERIKA DIENST
1. Halbjahr 1994

Um Übersendung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Deichmanns Aue 29
D 53170 Bonn

Tel.: 0228 - 339 23 72
Fax: 0228 - 33 41 02

�NAHER

OSTEN
27. Juli 1994

ISRAEL UND JORDANIEN GELOBEN
"DAUERHAFTEN" FRIEDEN
Die Washingtoner Erklärung
WASHINGTON - (AD) - Israel und Jordanien haben sich am 25. Juli 1994 verpflichtet, die Verhandlungen
entschieden voranzutreiben, um einen auf die Resoultionen 242 und 338 des UN-Sicherheitsrats und auf
"Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit" gegründeten Friedenszustand zu erlangen.
Bei einem historischen Treffen im Weißen Haus bekräftigten der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin
und der jordanische König Hussein das Engagement ihrer Nationen, einen gerechten, dauerhaften und
umfassenden Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten herbeizuführen.
Auf Bitte der beiden Politiker unterzeichnete auch Präsident Clinton die Erklärung als Zeuge und Gastgeber
ihres Treffens.
Nachfolgend veröffentlichen wir den Wortlaut der Washingtoner Erklärung.

A. Nach Generationen der Feindschaft, des Blutvergießens und der Tränen und nach Jahren der
Schmerzen und Kriege, sind Seine Majestät König
Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin entschlossen, dem Blutvergießen und der Trauer ein
Ende zu bereiten. In diesem Geiste trafen sich
Seine Majestät König Hussein des haschemitischen
Königreichs Jordanien und der israelische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Yitzhak Rabin
heute in Washington auf Einladung des Präsidenten
der Vereinigten Staaten von Amerika, William J.
Clinton. Diese Initiative von Präsident William J.
Clinton ist ein historischer Meilenstein bei den
unermüdlichen Bestrebungen der Vereinigten Staaten zur Förderung von Frieden und Stabilität im
Nahen Osten. Das persönliche Engagement des
Präsidenten hat die Einigung auf den Wortlaut dieser
historischen Erklärung ermöglicht. Die Unterzeichnung dieser Erklärung ist Zeugnis der Vision und
Verpflichtung des Präsidenten zur Sache des Friedens.
B. Bei ihrem Treffen haben Seine Majestät König
Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin gemeinsam ihre Verpflichtung zu den fünf grundlegenden Prinzipien ihrer Vereinbarung über eine gemeinsame Tagesordnung erneuert, mit der ein gerechter,
dauerhafter und umfassender Frieden zwischen den
arabischen Staaten, den Palästinensern und Israel
herbeigeführt werden soll.

AMERIKA DIENST 29

1. Israel und Jordanien streben die Erlangung eines
gerechten, dauerhaften und umfassenden Friedens zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten
und den Abschluß eines Friedensvertrags zwischen den beiden Ländern an.
2. Die beiden Länder werden ihre Verhandlungen
entschieden vorantreiben, um einen auf die
Resoultionen 242 und 338 des UN-Sicherheitsrats
und auf Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit
gegründeten Friedenszustand zu erlangen.
3. Israel respektiert die derzeitige Sonderrolle des
haschemitischen Königreichs Jordanien in den
moslemischen heiligen Stätten Jerusalems. Wenn
die Verhandlungen über den ständigen Status
stattfinden, wird Israel der historischen Rolle
Jordaniens in diesen Stätten hohe Priorität einräumen. Darüber hinaus haben sich die beiden
Seiten auf gemeinsames Handeln zur Förderung
der Beziehungen zwischen den drei monotheistischen Religionen geeinigt.
4. Die beiden Länder erkennen ihr Recht und ihre
Verpflichtung an, in sicheren und anerkannten
Grenzen in Frieden miteinander und mit allen
Staaten zu leben. Die beiden Staaten bekräftigen
die Respektierung und Anerkennung der Souveränität, territorialen Integrität und politischen Unabhängigkeit jedes Staates in der Region.

Seite 1

�5. Die beiden Länder möchten gutnachbarliche
Beziehungen der Zusammenarbeit zwischen
ihnen entwickeln, um dauerhafte Sicherheit zu
gewährleisten sowie die Androhung und den
Einsatz von Gewalt zwischen ihnen zu verhindern.
C. Der lange Konflikt zwischen den beiden Staaten
geht jetzt zu Ende. In diesem Geiste ist der Kriegszustand zwischen Israel und Jordanien beendet
worden.
D. Gemäß dieser Erklärung und im Einklang mit der
gemeinsamen Tagesordnung werden beide Länder
von Aktionen oder Aktivitäten Abstand nehmen, die
der Sicherheit des anderen zuwiderlaufen oder das
endgültige Ergebnis der Verhandlungen präjudizieren. Keine Seite wird die andere mit dem Einsatz
von Gewalt, Waffen oder irgendeinem anderen Mittel
bedrohen, und beide Seiten werden aus allen
Formen des Terrorismus entstehende Bedrohungen
der Sicherheit abwehren.
E. Seine Majestät König Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin haben die bei den bilateralen Verhandlungen auf der israelisch-jordanischen
Gesprächsschiene in der vergangenen Woche
erzielten Fortschritte zur Kenntnis genommen, bei
denen die Schritte zur Umsetzung der einzelnen
Tagesordnungspunkte wie Grenzen, territoriale
Angelegenheiten, Sicherheit, Wasser, Energie,
Umwelt und Nutzung des Jordantals beschlossen
wurden.
In diesem Zusammenhang stellten sie in Anbetracht
der Punkte auf der gemeinsamen Tagesordnung
(Grenzen und territoriale Angelegenheiten) fest, daß
die Kommission für den Tagesordnungspunkt
Grenzen im Juli 1994 Einigung in Erfüllung eines
Teils der ihr in diesem Tagesordnungspunkt übertragenen Rolle erzielt hat. Sie stellten ferner fest,
daß die Kommission für den Tagesordnungspunkt
Wasser, Umwelt und Energie vereinbarte, als Ziel
ihrer Verhandlungen die rechtmäßige Zuweisung
beider Seiten im Jordan- und Yannouktal gegenseitig
anzuerkennen und die ausgehandelte rechtmäßige
Zuweisung im Einklang mit vereinbarten annehmbaren Prinzipien von gegenseitig annehmbarer
Qualität vollständig zu respektieren und einzuhalten.
Entsprechend brachten Seine Majestät König Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin ihre tiefe
Zufriedenheit und ihren Stolz über die Arbeit der
trilateralen Kommission bei dem am Mittwoch, dem
20. Juli 1994 in Jordanien abgehaltenen Treffen zum
Ausdruck, bei dem der jordanische Ministerpräsident,
Dr. Abdessalam al-Majali, Gastgeber war und an
dem Außenminister Warren Christopher und sein
israelischer Amtskollege Schimon Peres teilnahmen.

Seite 2

Sie artikulierten ihre Freude über den Beistand und
das Engagement der Vereinigten Staaten in dieser
Angelegenheit.
F. Seine Majestät König Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin vertreten die Auffassung, daß
Schritte zur Überwindung der psychologischen
Barrieren und zum Bruch mit dem Erbe des Krieges
unternommen werden müssen. Während sie mit
Optimismus auf die Friedensdividende für alle Menschen in der Region hinarbeiten, sind Israel und
Jordanien entschlossen, ihre Verantwortung bezüglich
der menschlichen Dimension der Friedensschaffung
zu übernehmen. Sie sind sich bewußt, daß Ungleichgewichte und Unterschiede die Ursache von
Extremismus sind, der auf dem Nährboden von
Armut, Arbeitslosigkeit und der Zerstörung der
menschlichen Würde gedeiht. In diesem Geiste
haben Seine Majestät König Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin heute einer Reihe von Schritten zustimmten, die das jetzt in greifbare Nähe
gerückte neue Zeitalter symbolisieren:
1. Zwischen Israel und Jordanien werden direkte
Telefonverbindungen geschaffen.
2. Im Rahmen eines regionalen Konzepts werden die
Elektrizitätsnetze Israels und Jordaniens aneinander angeschlossen.
3. Zwischen Israel und Jordanien werden zwei neue
Grenzübergänge geöffnet - einer an der Südspitze
von Akaba-Eilat und der andere an einem von
beiden Seiten vereinbarten Punkt im Norden.
4. Zwischen Israel und Jordanien reisenden Touristen aus Drittländern wird grundsätzlich freier
Zugang gewährt.
5. Die Verhandlungen über die Öffnung eines internationalen Luftkorridors zwischen den beiden
Ländern werden beschleunigt.
6. Die Polizeikräfte Israels und Jordaniens werden
bei der Verbrechensbekämpfung zusammenarbeiten, wobei der Schwerpunkt auf den
Schmuggel und insbesondere den Drogenhandel
gelegt wird. Die Vereinigten Staaten werden zur
Beteiligung an diesem Gemeinschaftsunternehmen eingeladen.
7. Die Verhandlungen über Wirtschaftsfragen werden
als Vorbereitung auf die künftige bilaterale Zusammenarbeit fortgesetzt, einschließlich der
Abschaffung aller wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen.

AMERIKA DIENST 29

�Diese Schritte werden im Rahmen von regionalen
infrastrukturellen Entwicklungsplänen und im Einklang mit den israelisch-jordanischen bilateralen
Gesprächen über Grenzen, Sicherheit, Wasser und
damit in Zusammenhang stehenden Fragen umgesetzt und ohne das endgültige Ergebnis der Verhandlungen über in die gemeinsame Tagesordnung
zwischen Israel und Jordanien aufgenommene
Fragen zu präjudizieren.
G. Seine Majestät König Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin haben vereinbart, sich
regelmäßig, oder wann immer sie es für nötig
erachten, zu treffen, um die Fortschritte der Verhandlungen zu überprüfen und den Prozeß in seiner
Gesamtheit zu lenken.

H. Abschließend möchten Seine Majestät König
Hussein und Ministerpräsident Yitzhak Rabin nochmals ihren tiefempfundenen Dank an Präsident
William J. Clinton und seine Administration sowie ihre
Wertschätzung für deren unermüdlichen Bestrebungen zur Förderung der Sache des Friedens, der
Gerechtigkeit und des Wohlstands für alle Völker der
Region zum Ausdruck bringen. Sie möchten dem
Präsidenten persönlich für die herzliche Begrüßung
und Gastfreundschaft danken. Als Ausdruck ihrer
Wertschätzung für den Präsidenten haben Seine
Majestät König Hussein und Ministerpräsident Yitzhak
Rabin Präsident William J. Clinton gebeten, dieses
Dokument als Zeuge und Gastgeber ihres Treffen zu
unterzeichnen.

* * * * *

AMERIKA DIENST 29

Seite 3

�SICHERHEIT
27. Juli 1994

DIE NATIONALE SICHERHEITSSTRATEGIE DER USA
Eine Übersicht des Weißen Hauses
Das Weiße Haus hat die nachfolgende Übersicht im Zusammenhang mit der Übermittlung des Berichts über
die nationale Sicherheitsstrategie an den Kongreß am 21. Juli 1994 herausgegeben. In einem Begleitschreiben
verpflichtete sich Präsident Clinton zum weiteren aktiven Engagement der Vereinigten Staaten im Ausland mit
der Feststellung, die Vereinigten Staaten sähen sich jetzt mit "vielschichtigeren" Gefahren konfrontiert als vor
50 Jahren, als die Bedrohung durch den Kommunismus die zentrale Sicherheitsherausforderung darstellte.
Während der ersten 17 Monate hat die Strategie des Engagements und der Erweiterung dieser Administration
im Hinblick auf unsere Sicherheitserfordernisse bereits greifbare Ergebnisse gezeitigt:

Sicherheit
Auf Anweisung des Präsidenten beendete das
Pentagon die grundlegende Überprüfung, welche
Streitkräfte und Systeme unsere Nation in diesem
neuen Sicherheitszeitalter benötigt. Der Präsident
hat ferner einen auf fünf Jahre befristeten Verteidigungshaushalt vorgelegt, der die von der Überprüfungskommission empfohlene Streitkräftestruktur
finanziert, und wiederholt unterstrichen, daß er
gegen weitere Kürzungen ist, die diese Streitkräftestruktur unterminieren oder die militärische Bereitschaft der Vereinigten Staaten aushöhlen würden.
Im Januar 1994 berief der Präsident ein NATOGipfeltreffen ein. Bei dem Gipfel wurden die Partnerschaft für den Frieden und andere wichtige neue
Initiativen verabschiedet um sicherzustellen, daß die
NATO zur Bewältigung der europäischen und
transatlantischen
Sicherheitsherausforderungen
dieses Zeitalters vorbereitet ist und die Sicherheitsbeziehungen bietet, die die ehemals kommunistischen Staaten in das übrige Europa einbinden.
Inzwischen sind 21 Länder, darunter Rußland, der
Partnerschaft für den Frieden beigetreten.
Der Präsident hat weitreichende Maßnahmen zur
Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihrer Trägerraketen in die Wege
geleitet. Die Vereinigten Staaten haben offizielle
Verhandlungen zum Vertrag über ein umfassendes
Atomtestverbot aufgenommen und bahnbrechende
Verpflichtungen zur Beseitigung aller Nuklearwaffen
in der Ukraine, Belarus und Kasachstan erzielt.

AMERIKA DIENST 29

Am 3. Mai 1994 unterzeichnete Präsident Clinton
einen Präsidialerlaß über die "Amerikanischen
Maßnahmen zur Reform multilateraler Friedensoperationen". Diese Maßnahmen stellen einen ersten
umfassenden Rahmen für die Entscheidungsfindung
der Vereinigten Staaten zu Themen wie Friedensschaffung und Friedenssicherung dar, der an die
Realitäten der Zeit nach dem Kalten Krieg angepaßt
ist.
Wirtschaft
Der Präsident hat mit dem Kongreß an effektiven
Maßnahmen zum Abbau des Haushaltsdefizits und
zur Wiederherstellung des Wirtschaftswachstums
zusammengearbeitet. Diese Maßnahmen tragen zur
Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit bei und
stärken unsere Position bei Verhandlungen mit
anderen Nationen.
Der Präsident sicherte die Verabschiedung des
Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (North
American Free Trade Agreement - NAFTA), mit dem
die größte Freihandelszone der Welt und Hunderttausende von Arbeitsplätzen geschaffen werden. Die
Entscheidung für das NAFTA ist eine eindeutige
Bekräftigung des internationalen Engagements der
Vereinigten Staaten. Im Rahmen der Zusatzabkommen über die Umwelt und Arbeitsfragen arbeiten wir
aktiv am Schutz der Rechte von Arbeitnehmern sowie
der Verringerung der grenzüberschreitenden Luft- und
Wasserverschmutzung.
Die Administration hat eine Führungsrolle bei den
multilateralen Bestrebungen zur Erlangung der
umfassendsten Abkommen zur Marktöffnung bei den

Seite 1

�Verhandlungen der Uruguay-Runde des GATT über
den Welthandel übernommen. Der Präsident wird
mit dem Kongreß auf die Gewährleistung des
amerikanischen Beitritts diesem bahnbrechenden
Abkommen in diesem Jahr und der Gründung der
Welthandelsorganisation hinarbeiten.
Der Präsident hat das erste Treffen von Staats- und
Regierungschefs des Forums für asiatisch-pazifische
wirtschaftliche Zusammenarbeit (Asian Pacific
Economic Cooperation - APEC) einberufen und
Schritte zur Erweiterung unserer Verbindungen zu
den Volkswirtschaften der asiatisch-pazifischen
Region - dem am schnellsten wachsenden Gebiet
der Welt - unternommen.
Wir haben die Vereinigten Staaten zur Verringerung
ihrer Treibhausgasemissionen auf das Niveau von
1990 bis zum Jahr 2000 verpflichtet und zur Erlangung dieses Ziels einen nationalen Klimaplan
erarbeitet. Die Vereinigten Staaten haben darüber
hinaus auf internationaler Ebene eine führende Rolle
bei der schrittweisen Einstellung der Produktion der
die Ozonschicht am stärksten abbauenden Substanzen gespielt.
Im Rahmen des Montrealer
Protokolls über den Schutz der Ozonschicht tragen
die Vereinigten Staaten zu den Bestrebungen der
Entwicklungsländer bei, ihre Emissionen von die
Ozonschicht zerstörenden Chemikalien zu reduzieren. Im Juni 1993 unterzeichneten die Vereinigten
Staaten den Vertrag über die Artenvielfalt.
Die Administration hat international die Führungsrolle
bei Bevölkerungsfragen übernommen und konzentriert sich im Zusammenhang mit der bevorstehenden Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung
auf einen Plan zur Förderung der Familienplanung,
grundlegende Gesundheitsfürsorge und damit
einhergehende Entwicklungsstrategien, die den
Familien die Entscheidung über die Zahl ihrer Kinder
und den zeitlichen Abstand zwischen ihnen ermöglichen.

men in Rußland und den anderen neuen unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion beträchtlich
erweitert.
Die Vereinigten Staaten haben eine Reihe von
Initiativen zur Förderung der neuen Demokratien
Mittel- und Osteuropas in die Wege geleitet. Wir
haben unsere Besorgnis um ihre Sicherheit in der
Erkenntnis unterstrichen, daß solche Zusicherungen
eine Schlüsselrolle bei der Förderung demokratischer
Entwicklungen spielen.
Die Vereinigten Staaten haben die Hilfe für die neue
Regierung von Präsident Nelson Mandela in Südafrika verdoppelt, um den historischen Übergang zu
einer nichtrassischen Demokratie zu konsolidieren,
einschließlich eines auf drei Jahre befristeten Handels-, Hilfs- und Investitionsprogramms in Höhe von
600 Millionen Dollar.
In Zusammenarbeit mit der Organisation Amerikanischer Staaten haben die Vereinigten Staaten zur
Vereitelung des antidemokratischen Putsches in
Guatemala beigetragen.
Die Administration hat Bestrebungen zur Verstärkung
der UN-Sanktionen gegen die militärischen Herrscher
in Haiti angeführt mit dem Ziel, die Demokratie
wiederherzustellen und den demokratisch gewählten
Präsidenten Haitis wiedereinzusetzen.
Der Präsident hat die demokratischen Nationen der
Hemisphäre zu einem Gipfeltreffen eingeladen, das
in der Geschichte seinesgleichen sucht, um Zusammenarbeit bei der Unterstützung der Demokratie
auf der Hemisphäre sowie gegenseitigen Wohlstand
und umweltverträgliche Entwicklung zu erörtern.
Die Administration hat Maßnahmen zur Krisenverhinderung, einschließlich einer neuen Friedensschaffungspolitik in die Wege geleitet und eine Überarbeitung des Gesetzes über Auslandshilfe vorgeschlagen.

Demokratie
Die Administration hat die Unterstützung der Vereinigten Staaten für demokratische und Marktrefor-

*

Seite 2

*

AMERIKA DIENST 29

�RUANDA
27. Juli 1994

CLINTON ORDNET MASSIVE AUFSTOCKUNG DER HILFE
FÜR RUANDISCHE FLÜCHTLINGE AN
Reaktion der Vereinigten Staaten
WASHINGTON - (AD) - Präsident Clinton hat am 22.
Juli 1994 als Reaktion auf die humanitäre Katastrophe "eine unverzügliche und massive Aufstockung"
der Hilfe für ruandische Flüchtlinge angeordnet,
einschließlich einer ununterbrochenen Luftbrücke mit
dringend benötigten Hilfsgütern.
"Der Strom von Flüchtlingen über die Grenzen
Ruandas hinweg könnte inzwischen als die schlimmste humanitäre Krise einer Generation bezeichnet
werden", erklärte Präsident Clinton in einer aus dem
Weißen Haus übertragenen Fernsehansprache.
"Während die Amerikaner Zeuge dieser erschütternden Tragödie werden, müssen alle Amerikaner im
ganzen Land einen persönlichen Beitrag an Hilfsorganisationen zur Linderung dieses Leidens leisten."
Die neue Initiative der US-Regierung umfaßt weitere
100 Millionen Dollar, teils in Beständen an Nahrungsmitteln, Medikamenten und Zelten des Verteidigungsministeriums, teils in Transportkosten.
Clinton hatte zuvor rund 150 Millionen Dollar an
staatlicher Hilfe angekündigt.
Dem Präsidenten zufolge sehen sich die Vereinigten
Staaten und die internationale Staatengemeinschaft
in Ruanda und den Nachbarländern - Zaire, Tansania, Burundi und Uganda - wohin über 2 Millionen
Ruander geflüchtet sind, mit einer zweifachen
Aufgabe konfrontiert.
Die erste Aufgabe, so der Präsident, "besteht in der
unverzüglichen Milderung des Leidens", einschließlich der Kontrolle der sich rapide ausbreitenden
Choleraepidemie im Lager Goma in Zaire, wo
Berichten zufolge 1.300 Krankheitsfälle aufgetreten
und mindestens 1.000 Menschen bereits gestorben
sind. Der Präsident hat die Einrichtung einer neuen
Wasserversorgung in Goma angeordnet und stellte
fest, über 20 Millionen orale Rehydrationspackungen
befänden sich auf dem Weg dorthin.
Clinton verwies auf die Meldungen von Experten,
laut denen es pro Minute einen Toten in dem Lager

AMERIKA DIENST 29

gibt. Angesichts der dort dahinvegetierenden 1,2
Millionen Flüchtlinge gibt es im Lager keine Möglichkeiten zur Bewältigung der Katastrophe. Die oralen
Rehydrationspackungen ersetzen die aufgrund von
Diarrhöe und anderen Darmkrankheiten wie Cholera
ausgeschiedenen Salze und Zucker. Normalerweise
tritt der Tod bei Cholera binnen 24 Stunden ein, aber
die Patienten können sich in nur drei Stunden nach
Einnahme des Rehydrationsmedikaments erholen.
Die zweite Aufgabe, so der Präsident, bestehe in der
Bewältigung der Krise - die letztlich die Lösung des
Flüchtlingsproblems beinhalte, "Konditionen zu
schaffen, die eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihre
Heimat ermöglichen".
Präsident Clinton stellte fest, die Vereinigten Staaten
"machten der neuen Führung in Ruanda gegenüber
klar", daß die diplomatische Anerkennung und die
internationale Zustimmung "von der Einführung einer
auf eine breite Basis gegründeten Regierung, Rechtsstaatlichkeit und Bestrebungen zur nationalen Aussöhnung" abhängen.
Clintons Berater in nationalen Sicherheitsfragen,
Anthony Lake, erklärte vor Reportern, der Präsident
sei durch die Tatsache "ermutigt", daß die Ruandische Patriotische Front (RPF) Angehörigen der Hutu
hohe Ämter in der neuen Regierung übertragen habe,
durch die Durchsetzung des Waffenstillstands und
ihre Versuche, die Flüchtlinge zur Rückkehr zu
bewegen. Die Kämpfe zwischen den die Mehrheit
bildenden Hutus, die Ruanda bis April regierten, und
der Gruppe der Tutsi kosteten 500.000 Menschenleben. "Es ist eine aus brutaler Gewalt entstandene
Katastrophe", stellte Clinton fest, "die jetzt jede
Minute ein Menschenleben fordert."
Der Präsident hat das Außenministerium und die
Ständige Vertreterin der Vereinigten Staaten bei den
Vereinten Nationen angewiesen, "sofortige Maßnahmen zur Schaffung von Bedingungen für die sichere
Rückkehr der Flüchtlinge zu ergreifen, darunter die
Unterstützung der Vereinigten Staaten für die unverzügliche Entsendung eines Kontingents von UN-

Seite 1

�Friedenstruppen nach Ruanda". Lake fügte später
hinzu, an den Friedenssicherungsoperationen seien
keine amerikanischen Truppen beteiligt, sondern
vornehmlich afrikanische.
Präsident Clinton ordnete ferner Schritte zur Unterbindung des von Hutu-Extremisten betriebenen
Piratensenders an, der die Ruander zur Flucht aus
ihrem Land aufgefordert hat.

Auf Kritik, Washington habe zu langsam auf die sich
abzeichnende humanitäre Katastrophe reagiert,
antwortete Clinton, die Vereinigten Staaten hätten
die internationalen Hilfsbestrebungen seit Beginn der
Krise im Mai angeführt. Er erinnerte daran, daß die
Vereinigten Staaten Hilfsmittel im Wert von 15
Millionen Dollar bereitgestellt hätten, als die ersten
Ruander nach Tansania flohen - Mittel, "die zur
Vermeidung der Art von Problemen in Tansania
beigetragen haben, wie wir sie jetzt in Zaire beobachten". Amerikanischen Regierungsvertretern
zufolge befinden sich 460.000 Flüchtlinge in Tansania, 200.000 in Burundi und 10.000 in Uganda. In
Zaire halten sich 1,2 Millionen in Goma auf, 150.000
in Bukavu und 400.000 in Kamanyola.
Seit Mai haben die Vereinigten Staaten weitere 135
Millionen Dollar genehmigt, abgesehen von den vom
Präsidenten am 22. Juli angekündigten 100 Millionen
Dollar. Der Präsident stellte fest, amerikanische
Flugzeuge hätten seit Mai 100 Hilfseinsätze geflogen
und das Verteidigungsministerium habe 50 Schützenpanzer und anderes Gerät für ghanaische
Truppen der UN-Friedensmission bereitgestellt.
Dem Präsidenten zufolge werden mit der Regierung
von Uganda diplomatische Gespräche geführt, die
die Einrichtung eines Hauptquartiers in Entebbe für
Hilfsmissionen in der gesamten Region gestatten
sollen. Präsident Clinton hat das Verteidigungsministerium angewiesen, in Zusammenarbeit mit den
französischen und zairischen Behörden Hilfestellung
für weitere Flüge nach Goma und Bukavu zu leisten
und "Personal und Gerät zur Verfügung zu stellen,
damit diese Flugplätze 24 Stunden lang betrieben
werden können. Unser Ziel ist die schnellstmögliche
Lieferung von Nahrungsmitteln, Medikamenten und
anderen Gütern an die Notleidenden."

sarin der Vereinten Nationen (UNHCR) als notwendiger Bestandteil für eine Lösung angeführten Schutzzonen übernehmen, einschließlich des Betriebs des
Flughafens, der Wasseraufbereitung und sanitärer
Anlagen.
Lake erklärte vor Journalisten, die Vereinigten Staaten hätten vor dem 7. April, als das Flugzeug des
ruandischen Präsidenten abgeschossen und damit
der Bürgerkrieg in Ruanda ausgelöst wurde, 20
Millionen Dollar an Auslandshilfe für Ruanda gezahlt.
Als der Flüchtlingsstrom im Mai und bis zum letzten
Wochenende zunahm, seien weitere 78 Millionen
Dollar für Flüchtlingshilfe bereitgestellt worden. Am
17. und 18. Juli wurden aus dem Nothilfefonds des
Präsidenten und vom Amt für internationale Entwicklung (Agency for International Development - AID)
zusätzlich 35 Millionen Dollar zugewiesen. Und am
22. Juli gab AID einen weiteren Beitrag von 41,5
Millionen Dollar bekannt. "Insgesamt beläuft sich die
Nothilfe auf 150 Millionen Dollar", stellte Lake fest.
"Dies macht uns bei weitem zum größten Geldgeber
in dieser Krise. Diese Zahlen sind dehnbar, weil die
Menschen jeden Tag einen Beitrag leisten, aber
unseren Berechnungen zufolge machen sie rund 40
Prozent der internationalen Beiträge aus."
Der Stellvertretende Verteidigungsminister John
Deutch fügte hinzu, das Militär werde Transportkosten sowie Bestände an Nahrungsmitteln und Medikamenten im Wert von über 100 Millionen Dollar zur
Verfügung stellen.
Deutchs Aussagen zufolge versteht man unter dem
Betrieb des Flughafens auch die Stationierung von
Flugsicherungsgerät für die Luftbrücke, um den
24stündigen Betrieb der Flugplätze von Goma und
Bukavu zu gewährleisten, sowie die Sicherheit der
Landebahnen. "Wir werden eine logistische Basis in
Entebbe aufbauen, um diese Flugplätze zu bedienen.
Dazu zählt das Entladen von Gerät wie Gabelstapler,
Transportgerät wie Lastwagen und Kommunikationssystemen für alle eintreffenden Lieferungen."

Lake fügte hinzu, die amerikanischen Bestrebungen
"können nicht garantieren, daß jedes Leben gerettet
und jeder Bedarf gedeckt wird". Er stellte jedoch
klar, daß die Vereinigten Staaten "ihr Bestes tun
werden".

Laut Deutch wird der Luftwaffenstützpunkt in Entebbe
"alle Flüge, Güter, Einrichtungen für die Besatzungen,
Lagerhäuser, Feldoperationen sowie den Treibstoff
für alle Flüge kontrollieren" - eine breitgefächerte
Unterstützung, die den Fluß von Lieferungen und
Personal in die Region "entscheidend verbessern
wird". Zu dem in das Gebiet verlagerten Gerät gehört
die Beleuchtung für die Landebahnen, Radar, Speisesäle, Rohre und Pumpen für die Wasserversorgung
sowie Wasseraufbereitungsanlagen von dem amerikanischen Stützpunkt Diego Garcia.

Lake äußerte, die Vereinigten Staaten würden die
Hälfte der acht von der Hohen Flüchtlingskommis-

Deutch erklärte, das Hauptproblem "ist Wasser, um
den weiteren Verlust an Menschenleben zu verhin-

Seite 2

AMERIKA DIENST 29

�dem. Das bedeutet nicht nur die Aufbereitung von
Wasser, sondern die Gewährleistung, daß man es
den Kindern einflößen kann. Wir reden hier über die
Einrichtung einer Wasserversorgung für mindestens
1,2 Millionen Menschen" in Goma. Dies werde Zeit
erfordern, daher unternehme man unverzüglich
Schritte zur Bereitstellung von Gerät zum chlorieren
und Verteilung der 20 Millionen oralen Rehydrationspackungen.
Am 22. Juli 1994 erklärte der Abteilungsleiter für
afrikanische Angelegenheiten im Außenministerium,
George Moose, gegenüber Reportern, die US-Regierung habe "in den vergangenen Tagen und Wochen
regelmäßig mit der Führung in Ruanda - der RPF in Verbindung gestanden".
Er fügte hinzu, das Außenministerium werde David
Rawson, den ehemaligen amerikanischen Botschafter in Ruanda und derzeit Sondergesandten für
Ruanda, nach Kigali entsenden, um "unsere Kontakte zu erleichtern ... vor allem zu den ruandischen

*

AMERIKA DIENST 29

*

Behörden in Kigali, der Ruandischen Patriotischen
Front, zu den Vertretern der UN-Hilfsmission in
Ruanda (U.N. Assistance Mission in Rwanda UNAMIR) und den UN-Angehörigen, um die erforderlichen Bedingungen zur schnellstmöglichen
Rückkehr der Flüchtlinge zu schaffen".
Er forderte die neue Regierung in Ruanda auf,
"andere politische Elemente in Ruanda einzubeziehen, in Kigali eine Regierung auf breiter Basis sowie
kommunale Verwaltungen zu gründen, die den
anderen Ruandern ein Gefühl des Vertrauens vermitteln können". Er drängte ferner auf "die möglichst
baldige Entsendung von UNAMIR, insbesondere in
die Gebiete ... die infolge des Flüchtlingsstroms
entvölkert wurden".
Moose betonte, Rawson habe nicht "die Absicht, die
amerikanische Botschaft in Kigali wiederzueröffnen.
Seine Intention ist, direkte Gespräche und einen
Dialog mit den Behörden vor Ort zu führen. Seine
Empfehlungen und Berichte werden entscheiden, wie
schnell wir unsere Mission wiedereröffnen können."

*

*

Seite 3

�NICHTVERBREITUNG
27. Juli 1994

EXPERTEN AUS DER EHEMALIGEN UDSSR
VERURTEILEN PLUTONIUMSCHMUGGEL
Amerikanisches Seminar über Nichtverbreitung
WASHINGTON - (AD) - Der Diebstahl und Schmuggel selbst kleinster Mengen von hochangereichertem
Uran und Plutonium ist einem Regierungsvertreter
Kasachstans zufolge nicht nur "unklug, sondern
schlicht und einfach dumm".
Dies war die Antwort von Dastan Eleukenow am 19.
Juli 1994 auf Presseberichte, deutsche Behörden
hätten im Mai eine kleine Probe waffenfähigen
Plutoniums beschlagnahmt, das aus einem russischen Atomwaffenbetrieb geschmuggelt wurde. Der
stellvertretende Direktor des kasachischen Instituts
für Strategische Studien sprach auf einer Informationsveranstaltung für die Medien vor der amerikanischen Vereinigung für die Förderung der Wissenschaft (American Association forthe Advancement of
Science - AAAS), die in Zusammenarbeit mit dem
National Security News Service gefördert wurde.
Eleukenow und 11 weitere staatliche und zivile
Sicherheitsexperten der mittleren Ebene aus Belarus, Kasachstan, der Ukraine und Rußland nehmen
an einem von der AAAS geförderten zweiwöchigen
Kurs teil.
Jury Simatchew vom interministeriellen analytischen
Zentrum in Rußland hält Schmuggel für "eine äußerst gravierende Angelegenheit". Rußland erhöhte
ihm zufolge vor kurzem seine Sicherheitsbestimmungen in dem Bestreben, "den möglicherweise unerlaubten Export spaltbaren Materials" zu kontrollieren. Zollbeamte hätten ferner die Kontrollen an den
Grenzübergängen verschärft, stellte er fest.
Der Vertreter des ukrainischen Außenministeriums,
Eugene Scharow, stellte fest, sein Land wolle ein
verläßliches Exportkontrollsystem einführen, um den
erneuten Export oder Transport spaltbarer oder
radioaktiver Materialien aus einem Nachbarstaat
über ukrainisches Territorium zu verhindern.

AMERIKA DIENST 29

Ural Latypow, Forschungsdirektor im Zentrum für
Nichtverbreitung und Exportkontrollen im belarussischen Minsk äußerte, atomarer Terrorismus könne
nur eingedämmt werden, wenn die Zoll- und Strafverfolgungsbeamten der ehemaligen Sowjetunion
"perfekt" zusammenarbeiteten.
Er sprach einen
Vorfall an, bei dem Kriminelle, die Nuklearmaterial "in
einer Handtasche" nach Polen einschmuggeln
wollten, festgenommen wurden. Obwohl das Nuklearmaterial nicht mit Erfolg für die Produktion von
Atomwaffen hätte eingesetzt werden können, so der
Regierungsvertreter, würden seine hochradioaktiven
Elemente eine Gefahr für in seiner Nähe befindliche
Personen darstellen.
Bei der Organisation des Seminars wollte die AAAS
ein Programm anbieten, das sich auf die Formulierung der Sicherheitspolitik in einer Demokratie
konzentriert und sich die Expertise von Vertretern der
Legislative und der Exekutive zunutze macht. Die
AAAS, eine private Organisation, arbeitete mit der
amerikanischen Regierung zusammen, um den
Seminarteilnehmern die Gelegenheit zu geben, etwas
über die verschiedenen wesentlichen Aspekte der
Nichtverbreitungspolitik zu erfahren.
W. Thomas Wander, Direktor des AAAS-Programms
für Wissenschaft und internationale Sicherheit,
zufolge brachte das Projekt die "Klügsten und Besten" aus den Ministerien, Instituten und Medien der
ehemaligen Sowjetunion zusammen.
Von den
Teilnehmern werde nicht erwartet, daß sie das
amerikanische Modell der Rüstungskontrolle und
Nichtverbreitung übernähmen und in ihrem Land
ohne Änderungen "umgehend umsetzten", denn in
vielen Fällen befänden sich ihre Regierungen "in
einer Übergangszeit".
Wander zufolge könnten die Teilnehmer jedoch
Lektionen mit nach Hause nehmen, die die Vereinigten Staaten im Bereich der Nichtverbreitung
bereits gelernt hätten, und sie würden zweifelsohne

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�von den während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten geknüpften nationalen und regionalen
Kontakten profitieren. Die Teilnehmer an dem
Programm würden gebeten, in absehbarer Zeit
"analytische und technische Unterstützung" bereitzustellen, während ihre Länder mehrere internationale
Rüstungskontrollverträge umsetzen. Es liege in
jedermans Interesse, so Wander, "das verfügbare
Fachwissen zu erweitern und zu vertiefen", um sich
mit den unterschiedlichen Rüstungskontrollregimen
zu befassen, einschließlich der Chemiewaffenkonvention, dem Raketentechnologiekontrollregime und
dem Nichtverbreitungsvertrag (NW) von 1968.
In Zusammenhang mit dem Seminar organisierte
das US-Amt für Rüstungskontrolle und Abrüstung
(U.S. Arms Control and Disarmament Agency ACDA) spezifische Präsentationen zu Themen wie
der Initiative der Clinton-Administration über die
Beendigung der Produktion von spaltbarem Material,
der NW-Verlängerungskonferenz von 1995 und
Bestrebungen zur Nichtverbreitung. Zu den hochrangigen Rednern zählten Vertreter des ACDA, des
Außen-, Enegie-, Verteidigungs- und Wirtschaftsministeriums sowie des Nationalen Sicherheitsrats
und des Amts für vor-Ort-lnspektionen.
Latypow bezeichnete das Seminar als "äußerst
informativ" und erklärte, die AAAS-Initiative werde
"praktische Bedeutung" haben, weil sie zur Vorbereitung von Empfehlungen für den neuen belarussischen Präsidenten über Nichtverbreitung und
Exportkontrollen beitragen werde. Sein erworbenes
Fachwissen werde "direkt in die Erarbeitung" eines
Exportverwaltungsgesetzes für Belarus einfließen.
Yewtchen Scharow, II. Sekretär des Rüstungskontroll- und Abrüstungsdirektorats im ukrainischen
Außenministerium, stellte fest, er habe neue Kontakte, Wissen und "Aussichten auf Zusammenarbeit"
im Bereich der Nichtverbreitung vermittelt bekommen. Das Gelernte sei relevant für seine Aufgabe,
die ukrainische Politik zur Nichtverbreitung sowie
Export- und Raketenkontrollmaßnahmen zu lenken.
Latypow zufolge besteht die "wesentliche" Herausforderung für Belarus im Bereich der Nichtverbreitung im Ausmachen der für die Schaffung eines
effektiven Exportkontrollsystems
erforderlichen
"beträchtlichen Ressourcen", dem Abbau der Waffen

•

Seite 2

*

"auf das optimale Niveau" und der Durchführung der
Rüstungskonversion. Die Verwirklichung dieser Ziele,
erläuterte er, fordere mehr als "guten Willen".
Angesichts der Wirtschaftskrise in Belarus sei es dem
Durchschnittsbürger schwer verständlich zu machen,
warum Geld für die Verschrottung von Panzern
ausgegeben werden sollte, statt den Kindern in
Belarus zu helfen, die bei der Reaktorkatastrophe von
Tschernobyl kontaminiert wurden.
Scharow erklärt, der Beitritt der Urkaine zum N W sei
"für die Ukraine, die Vereinigten Staaten und die
übrige Welt von Bedeutung". Der N W sei dem
Parlament wiederholt zur Ratifizierung vorgelegt
worden, die Abstimmung sei jedoch wegen der
Sicherheitsgarantien verschoben worden.
Der
Regierungsvertreter bezeichnete die Ukraine aber als
"de facto" NW-Mitglied und äußerte, sein Land tue
"alles Erdenkliche", um die Nichtverbreitung und
"Frieden auf der Welt" zu stärken.
Vor dem Ende des Programms trafen die Teilnehmer
am 20. Juli mit Senator Richard Lugar zusammen.
Ellen Cooper, hochrangige AAAS-Kommunikationsbeamtin, erklärte, die Gruppe sei "sehr begeistert"
über das Treffen. Die Teilnehmer wurden über alle
Aspekte des Nunn-Lugar-Gesetzes informiert, das
den ehemaligen Sowjetrepubliken Finanzhilfe gewährt, um eine sichere Zerlegung der Nuklearwaffen
zu gewährleisten.
Vor ihrem Treffen mit Lugar sprachen mehrere
Teilnehmer ausführlich über die Notwendigkeit
zusätzlicher Finanzhilfe, und Latypow stellte fest,
Belarus müsse die Mittel zur Zerlegung von Panzern
finden, Exportkontrollsysteme schaffen und die
Rüstungskonversion durchführen.
Scharow zufolge begrüßt die Ukraine die amerikanische Hilfe durch das Nunn-Lugar-Gesetz, und er
erwartet, daß ähnliche kooperative Bestrebungen für
beide Nationen "von Nutzen" sein werden. Als
Reaktion auf diejenigen im Westen, die denken, die
Abrüstung nuklearer und konventioneller Waffen in
der Ukraine ginge zu langsam voran, erläuterte er,
der Prozesß erfordere beträchtliche Mittel seitens der
Vereinigten Staaten und anderer Länder, und in
Zusammenhang mit der Finanzierung stehende
Faktoren verlangsamten die Durchführung.

*

*

AMERIKA DIENST 29

�PRASIDENTENBIBLIOTHEKEN
27. Juli 1994

DIE PRÄSIDENTENBIBLIOTHEKEN UND -MUSEEN
IN DEN USA
von Lester und Irene David
WASHINGTON - (AD) - Im nachfolgenden Artikel stellen die Verfasser Präsidentenbibliotheken der Vereinigten
Staaten vor - ein einzigartiges System von Museen und Bibliotheken, in denen riesige Sammlungen von
Dokumenten, anderen historischen Materialien und Erinnerungsstücken verwahrt werden, die im
Zusammenhang mit den amerikanischen Präsidenten von Hoover bis Reagan stehen.
Lester David ist freiberuflicher Schriftsteller mit Sitz in New York.

Die Präsidentenbibliotheken der Vereinigten Staaten,
ein einzigartiges System von Museen und Bibliothekskomplexen, ziehen jedes Jahr Millionen Besucher aus dem gesamten Land.an. Mit Hilfe von
Ausstellungen, Tonbandaufnahmen, Erinnerungsstücken und offiziellen Papieren des Weißen Hauses
gewinnt der Besucher einen persönlichen Eindruck
von einigen führenden Politikern und bedeutungsvollsten Ereignissen der jüngsten amerikanischen
Geschichte.
Die Bibliotheken stellen ferner Bildungs- und Forschungszentren dar, in denen Gelehrte aus aller
Welt die umfangreichen Sammlungen von Dokumenten und anderem historischen Material studieren, die
in Zusammenhang mit der Karriere und Administration des Präsidenten stehen.
Am faszinierendsten für den Durchschnittsbesucher
sind die mehr als 200.000 Objekte, die einen Blick
auf das offizielle und Privatleben der Präsidenten der
Nation gewähren. Präsident Kennedys Schaukelstuhl steht in seiner Präsidentenbibliothek. Präsident
Roosevelts geliebte Modelle von Schiffen der USMarine sowie sein besonders ausgerüstetes Auto,
mit dem er über seinen Besitz Hyde Park fuhr,
können ebenso besichtigt werden wie Präsident
Eisenhowers Bilder und Elternhaus.
Zur Zeit gibt es in den Vereinigten Staaten neun
derartige Zentren, von denen sich jedes auf die
Administration eines Präsidenten konzentriert - von
Herbert Hoover (1929-33) bis Ronald Reagan (198188). Eine zehnte Präsidentenbibliothek mit ange-

AMERIKA DIENST 29

schlossenem Museum zu Ehren von George Bush
befindet sich noch in der Planungsphase.
Die Bibliotheken fallen in den Zuständigkeitsbereich
der Nationale Archives and Records Administration in
der Bundeshauptstadt Washington. Jede hat einen
eigenen Direktor und einen Stab von Archivaren,
Bibliothekaren sowie audiovisuellen und Museumsspezialisten. Die Gelder für die Anlagen und den
Bau der Museen werden von privaten Stiftungen und
Anhängern des Präsidenten aufgebracht, die das
Projekt später an die Regierung der Vereinigten
Staaten übergeben. Die Bibliotheken befinden sich
in dem Landesteil, der für den jeweiligen Präsidenten
eine besondere Rolle spielte.
Historisch gesehen zählen die Akten aus dem Weißen Haus zu den wichtigsten Materialien, denn sie
geben Aufschlüsse über die innen- und außenpolitischen Aktivitäten des Präsidenten.
Unter dem vom Kongreß im Jahr 1978 angenommenen Gesetz über die Unterlagen des Präsidenten
gehören alle nach dem 20. Januar 1981 erstellten
Aufzeichnungen der Regierung der Vereinigten
Staaten. Der Archivar ist angewiesen, direkt nach
Beendigung der Amtszeit des Präsidenten die Akten
in Besitz zu nehmen und in einer Bibliothek oder
ähnlichen Einrichtung zu verwahren. Die Papiere
Ronald Reagans waren die ersten, die unter dieses
Gesetz fielen.
Die Einrichtung des Bibliothekssystems ging auf
Franklin D. Roosevelt (1933-45) zurück, nach dessen
Überzeugung im Zusammenhang mit der Präsident-

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�schaff stehende Materialien wissenschaftlicher
Forschung zugänglich sein sollten. Ende der dreißiger Jahre machte er den Vorschlag gemeinsamer
Bestrebungen staatlicher und privater Träger zur
Errichtung einer Roosevelt-Bibliothek, dem der
Kongreß zustimmte.
Seine Freunde riefen eine gemeinnützige Gesellschaft ins Leben, die Gelder für den Bau der 1940
vollendeten Bibliothek beschaffte. Anschließend
stiftete Roosevelt seine Papiere, Bücher und Sammlungen der Regierung zur Verwahrung in dieser
Bibliothek.
Nachfolgend wurden acht weitere Präsidentenbibliotheken eröffnet: 1957 für Harry S. Truman, 1962 für
Herbert Hoover, 1962 für Dwight D. Eisenhower,
1971 für Lyndon Baines Johnson, 1979 für John F.
Kennedy, 1980 für Gerald R. Ford, 1986 für Jimmy
Carter und 1991 für Ronald Reagan. Die 1990
eröffnete Richard M. Nixon-Bibliothek wurde wie die
anderen Einrichtungen durch private Spenden
finanziert, wird jedoch nicht von staatlicher, sondern
von privater Seite erhalten.
Da Präsident Roosevelt diese Institutionen ins Leben
rief, ist es angebracht, daß wir unsere Präsentation
von Präsidentenbibliotheken mit der ihm gewidmeten
Einrichtung beginnen, der Franklin D. Roosevelt
Library and Museum.
Die Gedenkstätte für den 32. Präsidenten liegt auf
dem Hyde Park-Gelände mit Blick auf den Hudson
River, wo Roosevelt geboren wurde und aufwuchs weniger als 145 Kilometer von New York entfernt.
Die mit aus der Gegend stammenden Steinen
verkleidete Bibliothek erinnert an die alten Bauernhöfe des Hudson Valley. In etwa 180 Meter Entfernung befindet sich das alte dreistöckige Haus der
Familie Roosevelt. Die Besucher haben Zugang zu
vielen der 30 Räume, darunter auch Franklins
Schlafzimmer, in dem sein bekanntes langes dunkles
Marinecape hängt.
Zwischen Wohnhaus und Bibliothek liegt der Rosengarten, wo die Gräber von Franklin und seiner
Ehefrau Eleanor mit zwei Grabsteinen gekennzeichnet sind.
Am Museumseingang stößt der Besucher auf den
von Roosevelt im Oval Office benutzten Mahagonischreibtisch. Dahinter ist auf einer Holztafel der
Amtseid zu lesen, den er viermal als Präsident
ablegte.
Weitere Ausstellungsstücke sind das
Modell eines aus dem 19. Jahrhundert stammenden
holländischen Soldaten (ein Geschenk der niederländischen Regierung) sowie Briefe von Familienmit-

Seite 2

gliedern, Fotos, Redetexte, Regierungsdokumente
und offizielle Korrespondenz.
Die Besucher können das Original von Franklin D.
Roosevelts Erklärung zu Bedeutung und Ziel des
historischen Sozialversicherungsgesetzes lesen einem Schlüsselelement seines "New Deal". Es sah
für Arbeitnehmer und ihre Angehörigen eine Rente
vor und stellte einen Schutz für Familien im Falle von
Tod oder Berufsunfähigkeit ihres Ernährers dar. Das
im August 1935 erlassene Gesetz wurde mit den
Jahren beträchtlich erweitert.
Zu sehen ist auch die Botschaft Roosevelts an den
Kongreß vom 8. Dezember 1941, in der er nach dem
Angriff auf Pearl Harbor die Kriegserklärung gegen
Japan forderte, sowie ein an ihn gerichteter Brief
Albert Einsteins, in dem dieser ihn dringlich zur
Überprüfung der Nutzung atomarer Energie beim Bau
von Kriegswaffen auffordert.
1972 wurden zwei Eleanor Roosevelt gewidmete
Flügel angebaut. Eine Galerie zeigt eine Vielzahl von
Fotos der Präsidentengattin während und nach ihrer
Zeit im Weißen Haus sowie eine Auswahl von ihr
getragener Kleider. Den Forschern stehen über
40.000 Bücher, eine große Sammlung von Fotos,
audiovisuelles Material sowie die Privatsammlung des
Präsidenten von Gegenständen der Marine zur
Verfügung.
Die 1962 in West Branch (Iowa) eröffnete Herbert
Hoover Presidential Library and Museum umfaßt
das Landhaus, in dem der 31. Präsident der Vereinigten Staaten geboren wurde, die Schmiede
seines Vaters, die von ihm als Junge besuchte
Schule sowie seine Grabstätte. Zu den Museumsstücken aus seiner Amtszeit (1929-33) gehören
Dokumente seiner bemerkenswerten Fähigkeiten als
Verwalter von Nahrungsmitteln vor und nach dem
Ersten Weltkrieg, durch die er Tausende von Belgiern
vor dem Hungertod bewahrte, seiner Abrüstungsbestrebungen nach dem Krieg sowie seiner Arbeit an
der Verbesserung der Beziehungen seines Landes zu
Lateinamerika.
In der Stadt Independence, nahe der Westgrenze von
Missouri, steht die Harry S. Truman Library and
Museum in nur kurzer Entfernung vom Wohnhaus
des 33. Präsidenten der Vereinigten Staaten (194553). Während der letzten zehn Jahre seines Lebens
ging Truman fast täglich zu Fuß in sein Büro in dem
Gebäudekomplex - und versetzte oft die Besucher in
Erstaunen, indem er ihnen eine persönliche Führung
bot.
Er zeigte ihnen eine Nachbildung seines Büros im
Weißen Haus, wo seine auf Tonband aufgezeichnete

AMERIKA DIENST 29

�Stimme ihnen den Raum beschrieb, führte sie zu
dem Tisch, an dem am 26. Juni 1945 die Charta der
Vereinten Nationen unterzeichnet wurde und präsentierte die unter seiner Präsidentschaft zusammengetragene große Porzellan- und Gemäldesammlung
des Weißen Hauses.
Höhepunkte der Ausstellung von Briefen, Dokumenten und Fotografien sind zwei Ereignisse der Weltgeschichte von großer Tragweite: Das von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und China am 26.
Juli 1945 unterzeichnete Potsdamer Abkommen, das
die Japan im Zweiten Weltkrieg angebotenen Kapitulationsbedingungen darlegt, der Abwurf der Atombombe über Hiroshima am 6. August 1945 und drei
Tage später auf Nagasaki - der erste Einsatz dieser
Waffe im Krieg - sowie die während des Koreakrieges geschlagenen Schlachten.
Der Besucher erhält einen Blick auf das Klavier, das
Präsident Truman im Weißen Haus spielte, auf
Staatsgeschenke, das silberne Service vom
Schlachtschiff U.S.S. Missouri sowie Filme und Dias,
die im Laufe des Tages mehrmals vorgestellt werden.
Inmitten der Weizenfelder von Kansas, im Mittelwesten Amerikas, liegt die geschichtsträchtige Kleinstadt Abilene. In den Anfangsjahren der Nation war
sie die Hauptstadt des Viehhandels. Etwa anderthalb Kilometer vom Geschäftsviertel der Stadt
entfernt liegt das Eisenhower Center, eine Erinnerung an den 34. Präsidenten (1953-62), Dwight
David Eisenhower.
"Ike", der im Zweiten Weltkrieg den Oberbefehl über
die Streitkräfte der Alliierten in Europa führte, wuchs
hier in einem kleinen, bescheiden eingerichteten
Haus mit seinen Eltern und fünf Brüdern auf. Da er
dem Land verbunden ist, wählte er Abilene als
Standort der Bibliothek und des Museums aus, die
seiner Leistungen im Dienste der Vereinigten Staaten sowie als Alliierter Oberkommandierender
gedenken.
Der sich über fast neun Hektar erstreckende Komplex besteht aus fünf Gebäuden: der Bibliothek,
dem Museum, dem Heim der Familie Eisenhower,
einer Kapelle und einem Besucherzentrum.
Die Bibliothek mit ihren prächtigen Wänden aus
italienischem und französischem Marmor enthält
Millionen von Papieren, Büchern und anderen
historischen Materialien, ein Fotolabor sowie ein
Auditorium für spezielle Seminare und Vorlesungen.
Jenseits der weiträumigen Rasenfläche liegt das
Museum, ein imposantes Gebäude aus Kalkstein

AMERIKA DIENST 29

aus Kansas. Beim Betreten der Haupthalle sieht sich
der Besucher einer Reihe großer Bilder gegenüber,
die das Leben und die Karriere des Generals darstellen. In den fünf Galerien, die vom Mittelpunkt des
Museums ausgehen, befinden sich die Ausstellungsstücke, durch die sich der Besucher selbst einen Weg
durch Ikes Karriere von der Kindheit zum Präsidentenamt bahnen kann.
Nachfolgend einige Beispiele für das in den Galerien
Ausgestellte: Ikes Schulbank; die von ihm bei den
Football-Spielen in West Point getragene Uniform der Militärakademie, die er mit dem Rang eines
Leutnants verließ; die "Eisenhower-Jacke", die er
selbst entwarf, und die von ihm und den amerikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg getragen
wurde; ein Modell des von den amerikanischen
Streitkräften bei der Invasion in der Normandie am 6.
Juni 1944 verwendeten Landungsbootes der Infanterie; sein Befehlsfahrzeug; Eisenhowers handschriftlicher Bericht über das Ende des Krieges in Europa,
der besagt: "Die Mission der alliierten Streitkräfte
wurde am 7. Mai 1945 um 3.00 Uhr Ortszeit erfüllt."
Unterzeichnet "Eisenhower".
Nahe des Westteils des Zentrums liegt eine kleine,
konfessionsübergreifende Kapelle, die den Namen
"Meditationsort" trägt. In ihr wurden Eisenhower und
seine Ehefrau Mamie begraben. Ihre letzte Ruhestätte ist mit Bronzeplaketten gekennzeichnet. Einige
hundert Meter entfernt liegt das Haus der Familie,
eine einfache Fachwerkkonstruktion, in der die
Eisenhowers von 1898 bis 1946 wohnten. Die Möbel
und andere Einrichtungsgegenstände sind genauso
angeordnet wie zum Zeitpunkt des Todes von Eisenhowers Mutter im Alter von 84 Jahren. Im Besucherzentrum gibt ein Film einen Überblick über Eisenhowers Leben und Werk sowie über den gesamten
Bibliotheks- und Museumskomplex.
Die John Fitzgerald Kennedy Library liegt im
Süden von Boston (Massachusetts). Das strenge
weiße Gebäude mit seinem 23 Meter hohen Glaspavillon hat seit seiner Eröffnung im Jahr 1979 mehr als
3,5 Millionen Besucher angezogen. Das Denkmal für
den ermordeten 35. Präsidenten der Vereinigten
Staaten (1961-63) befindet sich in einer parkähnlichen Landschaft mit Dünengras, Kiefern und wilden
Rosen, die einen Blick auf das ruhige Wasser von
Boston Harbor gestattet.
Vor dem Gebäude steht das Segelboot, das Kennedy
so gerne durch die Gewässer nahe des Familienbesitzes von Hyannis Port in Cape Cod, südöstlich
von Boston steuerte. Im Haus können die Besucher
einen 30minütigen biographischen Film, "John F.
Kennedy 1917-1963" sehen, der von der Familie
Kennedy extra für diese Bibliothek produziert wurde.

Seite 3

�Häufig werden Auszüge aus den 64 von Kennedy
abgehaltenen Pressekonferenzen gezeigt, viele
davon Muster an Witz und Geist.
Die Mutter des Präsidenten, Rose, zeichnete ihre
Erinnerungen an Kennedys frühe Jahre auf, und
während des ganzen Tages läuft ein kurzer Dokumentarfilm über das Leben des verstorbenen Robert
Kennedy, der in der Administration seines Bruders
als Justizminister tätig war.
Mittelpunkt des Museums ist ein nachgebauter Teil
des Oval Office, wie es unter Kennedy aussah. Er
umfaßt eine Reproduktion seines Schreibtisches, der
auch von den Präsidenten Ford, Carter und Nixon
benutzt wurde. Der Schreibtisch sieht genauso aus
wie Kennedy ihn am 21. November 1963 zum
letzten Mal verlassen hatte. Sein von seinen Mitarbeitern vorbereiteter Terminkalender besagt, daß
er um 10.45 Uhr jenes Tages per Hubschrauber von
der Südseite des in 12minütiger Entfernung liegenden Luftwaffenstützpunktes Andrew nach Texas
fliegen sollte. Am folgenden Tag wurde Präsident
Kennedy auf seiner Fahrt durch die Straßen von
Dallas ermordet.
Neben den in der Bibliothek enthaltenen Dokumenten des Präsidenten können Forscherund Studenten
die Transkripte von über 1.000 mündlichen Berichten
lesen - Interviews mit den Männern und Frauen,
deren Lebensweg sich zu einem Zeitpunkt mit dem
John F. Kennedys kreuzte.
Auf dem Campus der University of Texas in Austin,
der Hauptstadt des Bundesstaates, liegen die Lyndon Baines Johnson Library and Museum.
Lyndon B. Johnson hatte von 1963 bis 1969 das
Präsidentenamt inne. In der fünf Stockwerke des
achtstöckigen Gebäudes umfassenden Bibliothek
lagern 35 Millionen historische Dokumente. In den
anderen drei Stockwerken befindet sich das Museum.
Zu den Ausstellungsstücken zählen Anstecknadeln,
Poster und andere Erinnerungen an Johnsons
Wahlkämpfe um einen Sitz im Repräsentantenhaus
und später im Senat. Emotionen werden bei den
Stücken wach, die die Übernahme der Verantwortung durch den neuen Präsidenten zeigen, während
eine erschütterte Nation den Tod John F. Kennedys
betrauert.
Johnsons Programm für sozialen Wandel wird
illustriert, das Engagement für Bürgerrechte und
Gesetze zur Bekämpfung der Armut umfaßt. Auf der
anderen Seite der Welt entflammte ein kleiner,
schwelender Krieg im südostasiatischen Vietnam,
der die Nation spaltete. Durch die Verschärfung des

Seite 4

Konflikts schwand Johnsons Popularität, und als sich
die Unzufriedenheit rapide vergrößerte, gab der
Präsident seinen Verzicht auf eine zweite Kandidatur
im Jahr 1968 bekannt. Die gesamte Geschichte
jener dramatischen Jahre wird gezeigt.
In der Nähe des Eingangs befindet sich eine Pylone
aus Granit, auf deren vier Seiten Zitate aus Johnsons
Reden eingraviert sind. Eines davon war sein Credo:
"Ich bin der persönlichen Philosophie gefolgt, daß ich
ein freier Mann, ein Amerikaner, Staatsdiener und
Mitglied meiner Partei bin - immer und ausschließlich
in dieser Reihenfolge."
Die Richard Nixon Library and Birthplace an
seinem Geburtsort Yorba Linda im südlichen Kalifornien wurde 1990 eröffnet. Der 48 Kilometer östlich
von Los Angeles gelegene 3,6 Hektar große Komplex
umfaßt drei im spanischen Stil erbaute, ein Bassin
umgebende rosafarbene Sandsteingebäude sowie ein
in der Nähe gelegenes einfaches, weißes, mit Schindeln gedecktes Bauernhaus, in dem Nixon geboren
wurde.
Zu der Ausstellung über seine Jahre im Weißen Haus
(1969-74) gehören Dokumente über die Entspannungspolitik gegenüber der Sowjetunion, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu China, die
Watergate-Affaire sowie der nachfolgende Rücktritt
des Präsidenten. Durch audiovisuelle Mittel erhält
der Besucher einen genauen Einblick in die während
der Nixon-Administration stattfindenden historischen
Ereignisse.
Eine außergewöhnliche Ausstellung gestattet dem
Besucher sich vorzustellen, er nehme während der
Amtszeit Nixons im Weißen Haus an einem Empfang
für 10 Staats- und Regierungschefs teil. Lebensgroße Statuen von Chou En-lai und Mao Tse-tung,
Leonid Breschnew und Nikita Chruschtschow, Anwar
Sadat, Winston Churchill, Charles de Gaulle, Golda
Meir, Konrad Adenauer und Yoshida Shigeru laden
den Besucher ein, einen Knopf zu betätigen und sich
die auf Band aufgenommenen Ansichten dieser
Persönlichkeiten über Nixon anzuhören.
In einem anderen Teil des Museums enthalten
Glasvitrinen Erinnerungsstücke aus dem Besitz der
ehemaligen First Lady Pat Nixon, einschließlich einer
hellblauen, perlenbesetzten Robe, die sie 1973 bei
dem Ball aus Anlaß der Amtseinführung ihres Mannes trug.
Nahe der Bibliothek liegt Nixons Geburtshaus, das
sein Vater selbst gebaut hatte. Darin befindet sich
das Bett, in dem Nixon geboren wurde, sein Kleiderschrank, Kinderstuhl und Klavier. Nixon, der mit
seinen drei Brüdern ein Schlafzimmer im Oberge-

AMERIKA DIENST 29

�schoß teilte, zeichnete seine Erinnerungen an jene
Jugendtage auf Band auf, das von den Besuchern
abgehört werden kann.
Die Gerald R. Ford Library and Museum ist die
einzige Präsidentenbibliothek, deren Forschungsabteilung, Archive und Ausstellungsflächen auf zwei
Städte verteilt sind. Die beiden in Michigan, seinem
Heimatstaat befindlichen Gebäude, liegen etwa 280
Kilometer voneinander entfernt.
Die Bibliothek, ein zweistöckiges modernes Bauwerk
aus Bronze und Glas, liegt auf dem nördlichen
Campus der University of Michigan in Ann Arbor, wo
der 38. Präsident der Vereinigten Staaten (1974-77)
Star des Football-Teams war. Zu ihren Beständen
zählen 15 Millionen Seiten Dokumentation, 213.000
Meter Film und 275 Fotos, einschließlich einer 1975
in Peking bei einer Truppenbesichtigung gemachten
Aufnahme mit dem Stellvertretenden Parteivorsitzenden Deng Xiaoping sowie eines Fotos der First Lady
Betty Ford, die barfuß mit einer Kinderballettgruppe
tanzt. Präsident Ford war ein Sammler. In der
Bibliothek befinden sich 69 Bände mit Fotos, Zeitungsausschnitten, Auszeichnungen und Briefen von
Prominenten, die Zeugnis seiner politischen Karriere
und seines Lebens mit Frau und Kindern geben.
Das Museum liegt am Westufer des Grand in Grand
Rapids. Das zweistöckige Gebäude aus Sandstrahlbeton ist in Form eines Dreiecks gebaut, und seine
91 Meter hohe Glaswand spiegelt den Fluß und die
Stadt wider. Die Museumstour beginnt mit einem
Film "Gerald R. Ford - eine wiederhergestellte Präsidentschaft". Unter den Ausstellungsstücken befindet
sich eine Nachbildung seines Oval Office, eine Wand
mit Karikaturen über den Gesetzgebungsprozeß in
den Vereinigten Staaten sowie eine Erörterung
seiner Amnestie für Richard Nixon.
Im Carter Presidential Center in Atlanta (Georgia)
können die Museumsbesucher an einer nachgestellten Stadtversammlung teilnehmen, bei der der
Präsident selbst die Fragen beantwortet. Durch
Knopfdruck wird ein Diskussionsthema ausgewählt,
beispielsweise Außenpolitik, Wirtschaft, Umwelt oder
das Leben im Weißen Haus. Durch weiteren Knopfdruck erscheint eine Auswahl von Fragen zu dem
Thema. Der Besucher wählt die Fragen aus, deren
Beantwortung er wünscht. Ein auf einem Fernsehschirm erscheinender Schauspieler richtet die Frage
an Carter, der auf einem großen Bildschirm seine
vorher aufgenommene Antwort gibt. Die von den
Mitarbeitern des Museums ausgearbeiteten mehr als
200 Fragen beziehen sich auf alle Bereiche von
Carters Präsidentschaft.

AMERIKA DIENST 29

Das Carter Center liegt etwa 160 Kilometer nördlich
der Kleinstadt Plains, in der Carter vor seiner Amtszeit im Weißen Haus lebte und derzeit immer noch
wohnt. In dem langgestreckten, niedrigen, modernen
Gebäude befindet sich auch das Carter Center der
Emory University in Atlanta, einer der führenden
höheren Bildungsstätten des Südens. Das Center
stellt eine Art 'Denkfabrik' dar, in der Akademiker und
führende Politiker Fragen erörtern, die für den ehemaligen Präsidenten Carter von Interesse sind.
Ansässig ist dort auch Global 2000 Inc., eine mit der
Erforschung von Krankheiten und landwirtschaftlichen
Problemen in der Dritten Welt befaßte Organisation.
Vor dem Eingang zu der Bibliothek befindet sich ein
großes Bassin; auf jeder Seite der in das Gebäude
führenden Eingangshalle hängen gerahmte Fotos von
Carter. Ein 30minütiger Film erläutert die Rolle des
amerikanischen Präsidenten. Eine Ausstellung zu
den großen Themen der Präsidenten des 20. Jahrhunderts - von Theodore Roosevelt bis Carter macht darauf aufmerksam, daß jeder Amtsinhaber mit
den gleichen Problemen von Krieg und Frieden,
Wirtschaft und Umwelt konfrontiert war.
Am Ende der Halle ist eine Nachbildung des Oval
Office unter Carters Amtszeit (1977-81) in Originalgröße zu sehen. Auf seinem Schreibtisch liegen
unter anderem seine Bibel, ein Esel aus Glas (Symbol der Demokratischen Partei) sowie eine Plakette
von Vizeadmiral Hyman G. Rickover, der für die

Entwicklung der amerikanischen
verantwortlich war.

Atom-U-Boote

In einer Rotunde sind Dokumente und Videokassetten mit den Hauptereignissen von Carters Präsidentschaft zu besichtigen - die Abkommen von Camp
David, der Panamakanal-Vertrag sowie die Normalisierung der Beziehungen zu China.
An der Westküste, 65 Kilometer nordwestlich des
Stadtkerns von Los Angeles (Kalifornien), liegt das 40
Hektar große Gelände der Ronald Reagan Library.
Der ehemalige Präsident (1981-89), einstiger Gouverneur von Kalifornien und Hollywood-Star, lebt jetzt mit
seiner Frau Nancy in einem Vorort von Los Angeles.
Die auf einem Hügel im West Simi Valley gelegene
Bibliothek bietet einen weiten Blick über die Landschaft und die Channel Islands. Das dem Stil der
spanischen Missionen im alten Kalifornien ähnelnde
Gebäude ist in Hufeisenform um einen Innenhof
gebaut. Es hat vier Stockwerke - zwei über der Erde
für die Bibliothek, das Museum sowie Büroräume und
zwei unter der Erde für die Lagerung von Dokumenten und Exponaten. Es stehen eine Präsidentensuite
mit Büros sowie Konferenzräume zur Verfügung.

Seite 5

�Die Bibliothek und das Museum enthalten die
Papiere der beiden Amtszeiten Reagans sowie
zahlreiche Ausstellungsstücke, einschließlich Staatsgeschenken und Videoaufzeichnungen von Reagans
Pressekonferenzen.
Derzeit wird die George Bush Presidential Library
geplant, die auf dem Campus der Texas A &amp; M
University, College Station, in Texas gebaut und
wahrscheinlich 1996 eröffnet werden soll.
* *

Durch umfassende Dokumentation, Bücher, Filme
und zahlreiche historische und kulturelle Ausstellungen ermöglichen diese in herrlicher Umgebung
gelegenen außergewöhnlichen Bibliotheken ein
besseres Verständnis dessen, was als das die größte
Herausforderung darstellende Amt der Erde bezeichnet wird - die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten.

* *

*

V

Seite 6

AMERIKA DIENST 29

�THEMENINDEX
27. Juli 1994

DER AMERIKA DIENST
1. Halbjahr 1994

Abrüstung

14

AIDS

17, 24

Arbeitswelt

8,9, 10, 11, 23

Außenpolitik

Sonderdienst (1 O.Jan), 2, 3, 4, 9, 12, 13, 18, 21, 22, 28

Auslandshilfe

9

Bevölkerung

9, 26

Bosnien

6, 7 , 8 , 9 , 10, 11, 12, 14, 15, 16, 22

Business Information Center

4

Chemiewaffen

13

Clinton-Bilanz

1

Clinton-Jahresbilanz

5

D-Day

22

Drogen

8

Eindämmung

11

Einwanderung

27

Exportkontrollen

14

Film

2,8, 13, 17

Friedensoperationen

19

Fulbright

5, 18

Fußball

17, 18, 19, 20

G-7

27

GATT

8, 15

Handel

7, 10, 20

Haushalt

7

4. Juli

25

Jacqueline Kennedy Onassis

20

Kongress

4

Kriegsverbrechen

15

AMERIKA DIENST 29

Seite 1

�KSZE

9

Lage der Nation

4

Landminen

20

Literatur

1

Martin Luther King

2

Menschenrechte

14, 16

Menschenversuche

2

NAFTA

26

Naher Osten

9,12,18,20,29

NATO

2, 21

Neue Traditionen

7

Nichtverbreitung

29

Richard Nixon

16

Nordkorea

13,22

Partnerschaft für Frieden

1, 23, 25

Porträt

1,4,19,25,26

Präsidentenbesuch

27

Präsidentenbibliotheken

29

Rassendiskriminierung

19

Raumfahrt

28

Ruanda

29

Rußlandhilfe

3, 5

Rüstungskontrolle

21

Sicherheit

29

Sport

21, 22

Südafrika

17, 18

Terrorismus

19

Umfrage

5

Umwelt

17, 19

UNO

13

USA-China

22

USA-Deutschland

6, 11

USA-Europa

23

USA-Ostasien

24

USA-Rußland

25

USIA

20,24

US-Militär

1

Seite 2

AMERIKA DIENST 29

�Verbrechensbekämpfung

19,26

Vereinte Nationen

1

Verteidigung

6, 12

Warfen

20

Wirtschaft

5, 23, 24, 28

* * * *

AMERIKA DIENST 29

*

Seite 3

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              <text>&lt;strong&gt;1. Naher Osten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Israel und Jordanien geloben "dauerhaften" Frieden&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Washingtoner Erklärung&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Sicherheit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die nationale Sicherheitsstrategie der USA&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Übersicht des Weißen Hauses&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Ruanda&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Clinton ordnet massive Aufstockung der Hilfe für ruandische Flüchtlinge an&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Reaktion der Vereinigten Staaten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Nichtverbreitung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Experten aus der ehemaligen UDSSR verurteilen Plutoniumschmuggel&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Amerikanisches Seminar über Nichtverbreitung&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Präsidentenbibliotheken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Präsidentenbibliotheken und -museen in den USA&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Lester und Irene David&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6. Themenindex&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Amerika Dienst&lt;br /&gt;&lt;em&gt;1. Halbjahr 1994&lt;/em&gt;</text>
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