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cimcrikci
dienet

U.S. Information Service
Embassy of the United States of America

7. Juli 1993

G-7

DER GIPFEL VON TOKIO
von Lloyd Bentsen

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V

USA ERWARTEN SUBSTANTIELLE GESPRÄCHE
BEI WELTWIRTSCHAFTSGIPFEL
Ausführungen eines hochrangigen
US-Regierungsvertreters

HILFE DES WESTENS KÖNNTE SCHLÜSSELROLLE BEI RUSSISCHEN REFORMEN
SPIELEN
Übersicht zur Rußlandhilfe der G-7

WIRTSCHAFT

BENTSEN: USA NACHDRUCKLICH FÜR
MARKTÖFFNUNG IM AUSLAND
Rede von Finanzminister Bentsen

BOTSCHAFTER

CLINTON ERNENNT RICHARD HOLBROOKE
ZUM BOTSCHAFTER IN DEUTSCHLAND
Erklärung des Weißen Hauses

4. JULI

CLINTON RUFT ZUR UNTERSTÜTZUNG DER
WELTWEITEN DEMOKRATIEBEWEGUNG AUF
Botschaft zum amerikanischen
Unabhängigkeitstag

bitte wenden

Um Übersendung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.:0228-339 2372
Fax:0228-33 41 02

�DROGEN

CLINTON MÖCHTE NACHFRAGE NACH
DROGEN DURCH PRÄVENTION
BEKÄMPFEN
Erklärungen von Clinton und Lee Brown
NEUE ZUSAMMENARBEIT BEI STRATEGIE
ZUR BEKÄMPFUNG DES DROGENMISSBRAUCHS
von David Clark Scott
KAMPF GEGEN DROGEN SOLLTE ZU
HAUSE BEGINNEN
von Peter Hakim

�G-7
7. Juli 1993

DER GIPFEL VON TOKIO
von Lloyd Bentsen
WASHINGTON - (AD) - Der folgende Beitrag des amerikanischen Finanzministers erschien unter dem Titel "Die
G-7 und Arbeitsplätze - Wie die Gespräche der G-7 mehr gute Arbeitsplätze im Inland schaffen können" am 4.
Juli 1993 in der Washington Post.

Die Außenpolitik wirkt sich immer stärker im Inland
aus. Wenn sich Präsident Clinton sowie die Staatsund Regierungschefs anderer Industriestaaten diese
Woche in Tokio zum 18. G-7-Gipfel versammeln,
werden sie sich auf einkommensrelevante Fragen
konzentrieren - Fragen wie Arbeitsplätze, die amerikanische Familien unmittelbar betreffen.

Deshalb ist es so wichtig, daß Präsident Clinton seinen
Plan zum Defizitabbau im Umfang von 500 Milliarden
Dollar vorgelegt hat. Vorher waren die Vereinigten
Staaten in keiner Position, zum Beispiel Europa zu
drängen, seine Inflationsängste zu ignorieren und die
Zinssätze zu senken, und wir waren in keiner Position,
Japan zur Ankurbelung seiner Wirtschaft anzuhalten.
Heute jedoch haben beide Häuser des amerikaniZur Debatte werden Themen wie Wirtschaftswachs- schen Kongresses sich bereiterklärt, populäre Buntum, Welthandel sowie die Bemühungen Rußlands zur desprogramme zu kürzen und die Steuern zu erhöhen,
Ausweitung seines Privatsektors stehen. Nicht zur um 12 Jahre defizitärer Tendenzen zu beenden. Die
Debatte stehen werden viele der Fragen, die im Zeit- endgültige Verabschiedung in diesem Sommer wird
alter des Kalten Krieges die internationalen Gespräche unsere Aussichten auf langfristiges Wirtschaftswachsbeherrschten. Anzeichen für diesen Wandel waren tum erheblich aufhellen.
erkennbar, als sich die Staatschefs der Vereinigten
Staaten und Ru ßlands dieses Jahr in Vancouvertrafen Präsident Clintons Initiative zum Defizitabbau hat bereits
und wesentlich ausführlicher über Hilfe als über Waf- mehr getan, als eine dramatische Senkung der amerifen sprachen. Vancouver war der erste Gipfel dieser kanischen Zinssätze zu verursachen. Sie hat die
Art, zu dem der Präsident der Vereinigten Staaten Aussichten auf kooperative Bemühungen zur Ankurseinen Finanzminister einlud.
belung des Weltwirtschaftswachstums bedeutend
verbessert.
In gewissem Sinne gestaltet das Ende des Kalten
Krieges unsere internationalen Beziehungen kompli- Beim Treffen der G-7-Finanzminister im Februar in
zierter. Die Demokratien des Westens haben keinen London - nach Bekanntgabe des Programms des
gemeinsamen Gegner mehr, der sie vereint, und die Präsidenten - waren die Vereinigten Staaten in der
Frage lautet, ob sie der amerikanischen Führung fol- Lage, die internationale wirtschaftliche Zusammenargen werden wie in der Vergangenheit. Werden wir beit zu fördern. Seither haben wir mehrere ZinssenVerbündete bleiben, wenn es um Fragen wie den kungen in Europa erlebt - erst in der vergangenen
Woche senkte die Bundesbank erneut den DiskontHandel geht?
satz -, und Japan hat einen ersten Schritt zur Belebung
Das hängt teilweise davon ab, ob die Industriemächte seiner Wirtschaft unternommen.
der Welt sich der Tatsache bewußt werden, daß
Wirtschaft kein Nullsummenspiel ist, daß alle Länder Gewiß möchten wir an beiden Fronten noch mehr
der Welt, wenn wir weltweites Wirtschaftswachstum sehen, und weitere kooperative Bemühungen zur
hervorbringen können, die Chance haben, sich ein Ankurbelung des weltweiten Wirtschaftswachstums
größeres Stück von einem größeren Kuchen zu si- werden in Tokio auf der Tagesordnung stehen. Die
chern. Dies hängt auch von der Führung ab.
amerikanische Wirtschaft mag sich nicht so schnell
AMERIKA DIENST 27

Seite 1

�erholen, wir wir alle es uns wünschen, aber sie stellt die
aller anderen G-7-Staaten in den Schatten. Dies ist
vielleicht weniger Anlaß zum Stolz als zu Besorgnis.
Schwaches Wachstum in anderen Ländern bedeutet,
daß sie es sich nicht leisten können, viele Waren mit
dem Stempel "Made in USA." zu kaufen.

nischen Wahlen in diesem Monat zu erzielen. Aber wir
sind entschlossen. Wenn der japanische Handelsüberschuß auf sein historisches Niveau zurückgeht,
könnte dies für die Weltwirtschaft vielleicht zwei Millionen Arbeitsplätze und weitere 60 Milliarden Dollar an
Exporten bedeuten.

Die Zahl amerikanischer Arbeitsplätze, die von Exportenabhängen, ist nicht länger marginal. Seit 1987 war
die exportgestützte Beschäftigung für rund ein Drittel
des Gesamtwachstums der amerikanischen Beschäftigung verantwortlich. In den siebziger Jahren standen
wenigerals 10 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts
mit dem Welthandel in Zusammenhang, heute sind es
über 30 Prozent.

Die Uruguay-Runde des GATT

Mit Hilfe der G-7 erwiesen sich die Volkswirtschaften
angesichts des Crashs als elastisch, und 1988 folgte
darauf ein kräftiges Wachstum. Wenn aus dem diesjährigen Gipfel ein Plan für kooperative Bemühungen
zur Beilegung von Spannungen und Steigerung der
Wirtschaftsleistung weltweit hervorgeht, werden unsere Bemühungen erfolgreich sein.

Die Entwicklungsländer

Ein erfolgreicher Abschluß der Uruguay-Runde des
GATT ist unerläßlich, um das Welthandelssystem zu
stärken. Der Präsident hat verdeutlicht, daß wir sie
rasch und erfolgreich abschließen wollen. Die von uns
angestrebte gegenseitige Abschaffung von Zöllen in
wichtigen Sektoren könnte im nächsten Jahrzehnt
weitere 1,4 Millionen Arbeitsplätze in den Vereinigten
Beim Tokioter Gipfel werden wir weiterhin Fortschritte Staaten schaffen.
erzielen. Das heißt jedoch nicht, daß der Gipfel
spezielle Aktionspläne hervorbringen wird, die in dem Rußland
Augenblick, in dem der Gipfel zu Ende geht, Millionen
Im vergangenen Monat konnte ich mich in Moskau aus
von Arbeitsplätzen schaffen. Darum geht es bei Giperster Hand über Fortschritte bei der Eindämmung der
feltreffen nicht; bei Gipfeltreffen geht es um langfristige
Inflation und der Staatsausgaben, bei der VerwirkliZusammenarbeit. Denken Sie zurück an das Treffen
chung marktwirtschaftlicher Reformen und bei der
der Finanzminister in London zu Beginn des Jahres.
Privatisierung von Industrien informieren, die sich einst
Alles, was wir am Ende des Treffens verkünden konnim Staatsbesitz befanden. Es bestehen dort enorme
ten, war ein neuer Geist der Zusammenarbeit. Erst
Chancen, und die Entscheidung des Internationalen
Wochen, sogar Monate später wußten wir, daß dieser
Währungsfonds aus der vergangenen Woche, einen
"Geist" in niedrigere Zinssätze in Europa und wirtersten Kredit von 1,5 Milliarden Dollar für Rußland
schaftliche Impulse in Japan umgesetzt wurde.
freizugeben, war ein erster wichtiger Schritt zu ihrer
Die Bedeutung der Zusammenarbeit der G-7 trat ebenso Verwirklichung. In Tokio werden wir weiterhin auf
deutlich im Oktober 1987 zutage, als die amerikani- Wirtschaftshilfe drängen. Kein Problem ist von grundsche Börse an einem Tag um 500 Punkte absackte. legenderer Bedeutung für die weltweite Sicherheit.

Wir werden uns insbesondere auf folgende Bereiche
konzentrieren:
Zusammenarbeit für weltweites Wachstum
Die Aussichten für Europa sind beunruhigend. Die
Arbeitslosigkeit dort erreicht nahezu 21 Millionen
Menschen, und die meisten Länder befinden sich in
oder nahe an einer Rezession. Die Aussichten auf
baldige Erholung sind ungewiß.

Wir können es uns nicht leisten, die einstmals so
bezeichnete Dritte Welt oder die Notwendigkeit zu
ignorieren, die Verschmutzung unserer Luft und unseres Wassers zu reduzieren. Der Präsident hat bereits
Mittel zum Schuldenabbau in Afrika sichergestellt, und
wir werden unsere Unterstützung für den weltweiten
Umweltschutz aufrechterhalten.
Die meisten Teilnehmer am Gipfel werden nicht die
Vollmacht haben, sich einseitig zu Veränderungen zu
verpflichten. Andere Entscheidungsträger müssen die
Unterstützung ihrer Amtskollegen und parlamentarischer Mehrheiten haben, ebenso wie wir nichts ohne
die Zustimmung des Kongresses tun können. Aber
alle teilnehmenden Staats- und Regierungschefs haben
die Pflicht, den von ihnen geführten Bürgern Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Beim Streben nach
diesem gemeinsamen Interesse wäre es nicht akzeptabel zu versuchen, den internationalen Status quo
beizubehalten, demzufolge einige Staaten auf Kosten
der anderen als die gro ßen Gewinner dastehen. Wenn
man das Wachstum der Weltwirtschaft erörtert, muß
man sich glücklicherweise nicht mit einem solchen
Ergebnis zufriedengeben.

Der Handel mit Japan gibt ebenfalls Anlaß zu Besorgnis. In den achtziger Jahren bestand das Handelsproblem in den amerikanischen Defiziten. Heute sind es
die weltweiten japanischen Überschüsse, und sie sind
chronisch und werden von Jahr zu Jahr größer. Getrennt vom Gipfel haben wir deshalb mit Japan Gespräche geführt, die dem weltweiten Markt für Exporte
zugute kommen sollen. Die Unterhändler haben vergangene Woche keine Einigung erzielt, und es wird
schwierig aber nicht unmöglich sein, sie vor den japa- Von all den Unterlagen, die ich zur Vorbereitung auf
den Gipfel gelesen habe, fühlte ich mich besonders
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AMERIKA DIENST 27

�von einigen 20 Jahre alten außenpolitischen Magazi- lung von gutbezahlten Arbeitsplätzen anführen - hatnen angezogen. Ich stellte fest, daß sich einige Dinge ten keine Anzeigen geschaltet. Das liegt daran, daß
kaum verändert haben. Die Diskussionen über Han- sie 1973 noch nicht existierten.
delsprobleme sind auffallend ähnlich.
Wenn daraus eine Lehre zu ziehen ist, dann die
Eines, was sich jedoch geändert hat, ist die Tatsache, folgende: Obwohl sich die Welt und mit ihr unsere
daß viele amerikanische Firmen, die Anzeigen in die- Wirtschaft verändert haben, trifft dies nicht auf unsere
sen Magazinen hatten, nicht mehr existieren. Sie Politik zu. Dieser Rückstand hat einige dieser alten
wurden übernommen oder stellten ihre Tätigkeit ein, Unternehmen geschädigt, und für die neuen war er
weil sie nicht weltweit konkurrenzfähig waren. Und nicht gerade hilfreich. Dies ist eine Lehre, die Präsieinige der stärksten amerikanischen Unternehmen - dent Clinton, der gewählt wurde, um einen Wandel zu
insbesondere die in der Spitzentechnik, die heute bewirken, mit nach Tokio nehmen wird.
unser Land beim Export von Waren und der Bereitstel* * * *

AMERIKA DIENST 27

*

Seite 3

�G-7
7. Juli 1993

USA ERWARTEN SUBSTANTIELLE GESPRÄCHE
BEI WELTWIRTSCHAFTSGIPFEL
Ausführungen eines hochrangigen US-Regierungsvertreters
WASHINGTON - (AD) - Einem führenden Vertreterder
US-Administration zufolge erwarten die Vereinigten
Staaten beim kommenden Wirtschaftsgipfel der sieben führenden Industriestaaten (G-7) in Tokio substantielle Gespräche.
Auf die Frage, ob die Auflösung der japanischen
Regierung die Vorbereitungen für den Gipfel erschwere, erklärte der Regierungsvertreter am 30. Juni, "es
wäre unehrlich zu sagen, daß [bei der Planung der
G-7-Gespräche] nicht einige ernste Schwierigkeiten
vor uns liegen".
Die politischen Veränderungen in Japan "haben es
schwieriger gemacht, wesentliche Fortschritte" bei den
zwischen Japan und den Vereinigten Staaten zur
Debatte stehenden Gipfelthemen zu erzielen, äußerte
er bei einem Informationsgespräch mit ausländischen
Journalisten im Foreign PressCenterdes US-Informationsamts in Washington.
Der Regierungsvertreter betonte jedoch, daß die Vereinigten Staaten und Japan Verbündete seien und die
"Gespräche des vergangenen Wochenendes in Japan
den Prozeß tatsächlich vorangetrieben haben". Er
bekräftigte, daß die Vereinigten Staaten in Japan
"langfristige, auf Gegenseitigkeit beruhende Interessen" verfolgen und eine weitere "Ausweitung des
Handels" mit ihren japanischen Partnern sowie die
"Reduzierung wirtschaftlicher Spannungen" und die
"Koordinierung wirtschaftspolitischer Maßnahmen"
anstreben.
Der Regierungsvertreter stellte fest, die Vereinigten
Staaten und Japan hätten "gemeinsame Interessen",
etwa im Hinblick auf den erfolgreichen Abschluß der
Uruguay-Runde von Handelsgesprächen sowie die
Hilfe für Rußland. Er fügte hinzu, die Clinton-Administration fühle sich insbesondere "sehr ermutigt durch
die japanische Entscheidung, ihre Auslandshilfeprogramme" mit dem Näherrücken des Wirtschaftsgipfels
auszubauen.

AMERIKA DIENST 27

Auf die Frage nach dem möglichen Schwerpunkt der
bevorstehenden politischen Diskussionen bei den
G-7-Gesprächen stellte er fest: "Ich erwarte voll und
ganz, daß die G-7-Länder den staatlich geförderten
Terrorismus" im Kontext der "internationalen Sicherheit" in "wesentlichen Einzelheiten erörtern werden".
Auf Fragen nach möglichen Diskussionsthemen, die
Präsident Clinton bei seinem Besuch in Südkorea
gegenüber der koreanischen Führung zur Sprache
bringen wird, antwortete der Vertreter: "Die Vereinigten Staaten werden ihre nachhaltige Wertschätzung
für den stattfindenden Demokratisierungsprozeß" in
diesem Land zum Ausdruck bringen. Die Administration wolle "mit Korea bei Sicherheitsfragen zusammenarbeiten und die sehr effektiven Beziehungen
fortführen, die in der Vergangenheit funktioniert haben". Darüber hinaus würden sich die amerikanischkoreanischen Gespräche auf "Nichtverbreitung" und
"Handelsfragen" konzentrieren.
Auf die Frage, ob die Vereinigten Staaten Beweise für
eine ausländische Beteiligung an dem Bombenanschlag auf das World Trade Center sowie an anderen
vermuteten Terrorkomplotten in New York hätten,
äußerte sich der Regierungsvertreter folgendermaßen: "Meines Erachtens haben die Ermittlungen in
New York bis heute keine Anhaltspunkte für Verbindungen ins Ausland ergeben."
Im Hinblick auf die amerikanische Politik zu BosnienHerzegowina stellte der Regierungsvertreter fest, die
Vereinigten Staaten seien nach wie vor der Auffassung, es wäre eine "wünschenswerte Maßnahme",
das Waffenembargo gegen die bosnischen Muslime
aufzuheben und sogar "Luftangriffe auszuführen oder
anzudrohen, um die Bewaffnung [der Muslime in Bosnien]
zu gestatten". Jedoch aufgrund des Fehlens von
Unterstützung für eine solche Aktion durch die Verbündeten oder die Vereinten Nationen "sind wir nicht
bereit, eine einseitige Aktion durchzuführen".

Seite 1

�Im Hinblick auf Südafrika wies der Regierungsvertreter
darauf hin, die Clinton-Administration sei bereit, bei
jeder künftigen "demokratischen und nichtrassischen"
Wahl Unterstützung zu gewähren, etwa durch "Ausbildung von Wahlbeobachtern", und man sei bereit,
Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, "um das Wirtschaftswachstum in Südafrika zu fördern".

Zu möglichen amerikanischen Plänen, in den Beziehungen mit Vietnam Fortschritte zu erzielen, erklärte
er, die amerikanische Unterstützung für Hilfe durch die
internationalen Finanzinstitutionen an dieses Land hänge
weiterhin "vom bestmöglichen Nachweis des Verbleibs
unserer Kriegsgefangenen und Vermißten ab".

* * * *

Seite 2

*

AMERIKA DIENST 27

�G-7
7. Juli 1993

HILFE DES WESTENS KÖNNTE SCHLÜSSELROLLE
BEI RUSSISCHEN REFORMEN SPIELEN
Übersicht zur Rußlandhilfe der G-7

rungsprogramm zufolge wird der IWF 4,1 Milliarden
Dollar in Form eines standardisierten Hilfsdarlehens
bereitstellen. Dieser Betrag wird phasenweise gewährt werden und ist an Fortschritte bei der Erreichung
bestimmter wirtschaftlicher Ziele und Bedingungen
gebunden. Weitere 6 Milliarden Dollar werden aus
Während der letzten Monate verlautete aus Kreisen einem speziellen IWF-Fonds vergeben, um den Wert
der G-7, der Gruppe der wichtigsten Industrienationen, des russischen Rubels zu stabilisieren, nachdem die
sie würden Rußland Hilfe in Höhe von 43,4 Milliarden Wirtschaftsreformen in Kraft gesetzt wurden.
Dollar zur Verfügung stellen; ein Großteil davon ist Teil
eines vorausgesetzten Übereinkommens zwischen Unterstützung für Strukturreformen
Rußland und dem Internationalen Währungsfonds über
Während der ersten zwei Phasen wird Rußland eine
einen Wirtschaftsreformplan.
Finanzierung benötigen, die es ihm gestattet, essenUngefähr 15 Milliarden Dollar der Gesamtsumme der tielle Waren und Dienstleistungen zu importieren. Diese
Hilfe stellen eine Stundung der im Jahr 1993 fälligen Finanzierung umfaßt 3,4 Milliarden Dollar an Darlehen
Schuldendienstleistungen dar.
der Weltbank zur Unterstützung der Entwicklung von
Energie- und Landwirtschaftssektoren sowie politiEin Großteil der verbleibenden Hilfe wird phasenweise scher Reformen auf Gebieten wie Privatisierung staatgewährt, wodurch Vertretern der Vereinigten Staaten licher Betriebe, 500 Millionen Dollar der Europäischen
zufolge die Kontinuität des Wirtschaftsreform- und Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) als
Demokratisierungsprozesses in Rußland gewährt wird. Kofinanzierung zur Unterstützung der Energiedarlehen der Weltbank, 300 Millionen Dollar der EBWE zur
Anfängliche Unterstützung für die Stabilisierung
Errichtung eines Fonds zur Unterstützung kleinerund
mittlerer
Privatunternehmen sowie 10 Milliarden Dollar
Der IWF wird im Rahmen seiner neugeschaffenen
an
direkten
Krediten und Garantien von den für ExportFazilität für die Umgestaltung des Systems (Systemic
kredite
der
G-7
zuständigen Behörden.
Transformation Facility) ungefähr 3 Milliarden Dollar
zur Verfügung stellen -1,5 Milliarden Dollar sind Bestandteil einer politischen Verpflichtung der russischen Bilaterale Hilfe der USA
Regierung zur Stabilisierung, und die verbleibenden Die Clinton-Administration hat 1,8 Milliarden Dollar an
1,5 Milliarden sollen der Eindämmung der Inflation neuer bilateraler US-Hilfe vorgeschlagen, von denen
dienen. Der IWF gab am 1. Juli seine Absicht bekannt, 1,3 Milliarden zur Unterstützung von Initiativen in den
unter der Fazilität für die Umgestaltung des Systems Bereichen Energie, Kemkraftsicherheit, Umweltschutz,
seine erste Teilzahlung an Rußland zu leisten. Die Unterbringung von Angehörigen des Militärs, SchafWeltbank wird zu diesem Zeitpunkt 1,1 Milliarden fung kleinerer Betriebe, Medizin, Handel und InvestiDollar an Hilfe bereitstellen.
tionenvorgesehen sind. Die verbleibenden 500 Millionen Dollar sollen einem neuen multilateralen Fonds
Umfassendes wirtschaftliches Stabilisierungspro- zur Unterstützung der Privatisierung russischer Indugramm
strien zugute kommen. Die Clinton-Administration
Einem Übereinkommen zwischen dem IWF und Ruß- hatte ursprünglich einen Privatisierungsfonds in Höhe
land über ein umfassendes wirtschaftliches Stabilisie- von 4 Milliarden Dollar vorgesehen, wovon die Hälfte

WASHINGTON - (AD) - Wenn es Rußland gelingt, die
wichtigsten Wirtschaftsreformen einzuleiten, wird dieses Land mehr Finanzhilfe erhalten als jedes andere
Land, seit die Vereinigten Staaten nach dem Zweiten
Weltkrieg den Wiederaufbau Europas unterstützten.

AMERIKA DIENST 27

Seite 1

�von den Regierungen der G-7 zur Verfügung gestellt
werden sollte, die andere Hälfte von den internationalen Finanzinstitutionen. Haushaltsschwierigkeiten in
Europa haben die Erwartungen an einen Fonds dieser

Größenordnung gesenkt. Regierungsvertreter sprechen zur Zeit von einem Pilotprogramm in Höhe von
vielleicht 2 Milliarden Dollar.

* * * *

Seite 2

*

AMERIKA DIENST 27

�WIRTSCHAFT
7. Juli 1993

BENTSEN: USA NACHDRÜCKLICH FÜR
MARKTÖFFNUNG IM AUSLAND
Rede von Finanzminister Bentsen
WASHINGTON - (AD) - Die Vereinigten Staaten verfolgen eine aktive Exportpolitik, denn "unsere Märkte sind
offen und andere Märkte nicht", erklärte Finanzminister Lloyd Bentsen am 30. Juni 1993 vor einer amerikanischen Handelsgruppe.
Dieser Aktivismus sei in den Verhandlungen über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen mit Mexiko
und Kanada, bei Gesprächen zur Schaffung eines neuen Rahmens für die Wirtschaftsbeziehungen zu Japan
sowie in den Bemühungen zur Beschleunigung des erfolgreichen Abschlusses der Uruguay-Runde unter Beweis
gestellt worden, die die Schranken für amerikanische Exporte senken werden, stellte Bentsen bei einem von der
Organisation Consumers for World Trade veranstalteten Abendessen fest.
Nachfolgend veröffentlichen wir Bentsens Rede in leicht gekürzter Fassung.

Ich danke Ihnen für diese Ehre. Bei Terminen wie
diesem weiß ich, daß diese Achttagewochen, die wir
gearbeitet haben, der Mühe wert sind. Es bedeutet für
mich sehr viel, wenn eine Organisation dieses Renommees feststellt, ich hätte etwas für dieses Land geleistet.

Unsere Handelspolitik der aktiven Exportförderung
beruht auf einer einfachen Prämisse: Die Weltmärkte
sollten ebenso offen sein wie unsere.

Um dies in die Perspektive zu rücken, sollten wir einen
Moment über Offenheit nachdenken. Wenn man es
als Anteil am BIP betrachtet, dann hat Japan unsere
Es ist mir ferner eine besondere Ehre, hier zur gleichen Märkte nahezu zweimal so stark durchdrungen wie die
Zeit geehrt zu werden, da Sie die Beiträge von Präsi- Märkte der Europäischen Gemeinschaft. Nach demdent Salinas würdigen. Ihm gebührt ein großes Ver- selben Maßstab hat Europa einen nahezu doppelt so
dienst für die mutigen Schritte, die er unternommen hohen Anteil an unserem Markt wie am japanischen
hat. Botschafter Montano, würden Sie Präsident Sa- Markt errungen. Hier stimmt irgend etwas nicht, und
ich sage Ihnen, was es ist: Unsere Märkte sind offen
linas bitte meine Glückwünsche übermitteln?
und andere Märkte nicht.
Es ist schon spät, und ich werde mich kurz fassen. Ich
möchte einige Minuten über unsere Handelspolitik Selbst in Bereichen, in denen wir irgendeine Art von
sowie darüber sprechen, was wir bei einigen wichtigen Schutz vor ausländischer Konkurrenz bieten, sind wir
Handelsthemen unternehmen.
immer noch weit offener als unsere wichtigsten Konkurrenten. Wir führen pro Kopf mehr Textilien ein als
Wir sollten einen Augenblick innehalten und uns die die EG, Japan oder Kanada. Ausländische Automobiljüngste Geschichte des Handels vor Augen führen. hersteller haben einen 24prozentigen Marktanteil bei
Seit 1959 hat sich der Anteil der Exporte an unserem uns, jedoch lediglich 12 Prozent in der EG und 4
Bruttoinlandsprodukt mehr als verdoppelt.
Prozent in Japan. Der OECD zufolge sind unsere
landwirtschaftlichen Subventionen wesentlich niedriSeit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben wir
ger als in Europa und Japan. Auch hier stimmt etwas
Handelsschranken als Preis des Wiederaufbaus in
nicht.
Europa und Japan grundsätzlich akzeptiert. Heute
wird der Rest der Welt ebenso wohlhabend wie wir, Es ist dieses Ungleichgewicht bei der Offenheit, das
einige Länder sogar noch wohlhabender. Es ist des- die Grundlage für unseren aktiven Ansatz im Exporthalb die Zeit gekommen, Veränderungen vorzuneh- sektor bildet. Die Tatsache, daß unsere Märkte schon
men.
AMERIKA DIENST 27

Seite 1

�so lange so offen sind, bedeutet, daß andere Industriestaaten, insbesondere diejenigen mit chronischen
Außenhandelsüberschüssen, wesentlich mehr tun
müssen, um ihre Märkte zu öffnen. Wir streben nichts
an, was wir nicht selbst bereits getan haben.

Das ändert überhaupt nichts an unseren Zielen. Wir
erwarten weiterhin von Japan, daß es seinen Handelsüberschu ß auf ein Niveau senkt, das mehr im Einklang
mit der historischen Entwicklung steht. Fernerverhandeln wir über Marktzugang.

Ich mochte Ihnen kurz skizzieren, was wir zur Verwirk- Wenn Sie dies von der Warte des Verbrauchers belichung dieser Politik unternehmen.
trachten, dann ist es meiner Ansicht nach an der Zeit,
daß Japan seinen Verbrauchern ebensoviel AufmerkErstens zu NAFTA: Ich bin sicher, viele von Ihnen samkeit schenkt wie seinen Unternehmen.
haben von der heutigen richterlichen Entscheidung
gehört, derzufolge wir vor der Inkraftsetzung von NAFTA Japan ist ein modernes Land. Sein BIP pro Kopf gehört
eine Umweltverträglichkeitserklärung benötigen. Ich zu den höchsten der Welt. Es ist höher als unseres.
möchte sagen, daß wir diese Entscheidung scharf Japan hat höhere Stundenlöhne in der Produktion.
ablehnen. Wir werden dagegen Berufung einlegen.
Wir sind darüber besorgt. Sie könnte zu einer unver- Aber schauen Sie sich den Lebensstandard an. Gestern
hältnismäßigen Verzögerung des NAFTA führen, und habe ich einige Zahlen aus einer gemeinsamen amedas möchten wir nicht. Darüber hinaus greift sie in die rikanisch-japanischen Preisstatistik gesehen. Sie beFähigkeit des Präsidenten zur Durchführung der legten, daß die Japaner nahezu 50 Prozent mehr für
Nahrungsmittel ausgeben als wir. Eine Packung FrühAußenpolitik ein.
stückskost ist fast 80 Prozent teurer als in den VereiWir streben effektive Zusatzvereinbarungen - zur Umwelt nigten Staaten. Ein Paar Bluejeans kostet 74 Prozent
und zu Arbeitsfragen - an, die das Abkommen stärken mehr. Der Studie zufolge zahlen Japaner 40 Prozent
werden. Ich kann sagen, daß ich mich durch die mehr für einen Laserdrucker, der auch noch in Japan
Behandlung des NAFTA im kanadischen Senat ver- hergestellt wurde. Die Liste ist lang. Ich kann Ihnen
gangene Woche ermutigt fühle. Ich hoffe, wir werden sagen, diese Preise sind nicht gerade verbraucherfreundlich.
bald in der Lage sein, dasselbe zu tun.
Das NAFTA ist von lebenswichtiger Bedeutung. Es
bedeutet Wirtschaftswachstum, mehr Arbeitsplätze
und höhere Einkommen. Kurzum, es bedeutet Wohlstand.

Es ist klar, daß dort Schranken gegen offenen und
freien Handel bestehen. Wenn es in Japan einen
verbraucherfreundlicheren Ansatz gäbe - die japanischen Verbraucher hätten mehr Geld, das sie für die
Verbesserung ihres Lebensstandards ausgeben könnEinige scheinen im Hinblick auf NAFTA etwas schwer- ten.
hörig zu sein. Wenn ich hinhöre, dann höre ich eine
Flut von Waren und nicht von Arbeitsplätzen nach Der Punkt ist, daß die Verbraucher überall profitieren
Süden rauschen. Die Arbeitsplätze sind in den Verei- werden, wenn der Marktzugang erweitert wird, wenn
nigten Staaten und dienen der Herstellung von Waren geschützte Märkte dem Wettbewerb geöffnet werden.
für den Export.
Die Zeit ist gekommen, daß wir diese Probleme in
Vor fünf Jahren hatten wir im Handel mit Mexiko ein Angriff nehmen. Hier stehen das Wachstum der
Defizit zu verzeichnen. Nachdem Präsident Salinas Weltwirtschaft sowie die Arbeitsplätze auf dem Spiel,
die Handelsschranken abgebaut hat, erzielen wir heute die damit einhergehen. Die Vereinigten Staaten köneinen erheblichen Überschuß in der Größenordnung nen nicht allein die gesamte Weltwirtschaft ziehen.
von 5 Milliarden Dollar. Unsere Exporte nach Mexiko Wenn zum Beispiel der japanische Handelsüberschuß
sind in den vergangenen 5 Jahren um 25 Milliarden auf das angemessene Niveau gesenkt wird, könnte
dies für die Weltwirtschaft ein bis zwei Millionen ArDollar jährlich gestiegen.
beitsplätze sowie zusätzliche Exporte von 60 MilliarFür mich ist das ein sicheres Zeichen, daß freierer den Dollar bedeuten.
Handel Wachstum und Wohlstand hervorbringt, und
meines Erachtens wird die überwältigende Mehrheit Das dritte Vorhaben, mit dem einige dieser Probleme
der Sektoren in unserer Volkswirtschaft vom NAFTA mit der Offenheit von Märkten gelöst werden und die
profitieren. Es handelt sich um ein Abkommen, das gut Weltwirtschaft angekurbelt wird, ist ein erfolgreicher
Abschluß der Uruguay-Runde von GATT-Gesprächen.
für den Verbraucher und gut für die Wirtschaft ist.
Der Präsident hat eindeutig festgestellt, daß wir dies
Zweitens haben wir mit Japan Gespräche über einen rasch und erfolgreich erreichen möchten.
neuen Rahmen für unsere Wirtschaftsbeziehungen
geführt.
Nun hat jeder eine andere Definition dessen, was ein
Erfolg ist. Im Hinblick auf das GATT möchte ich Ihnen
Diese Gespräche sind nicht so gut verlaufen, wie wir meine Definition darlegen.
uns erhofft hätten, aber es gibt dort nur eine Übergangsregierung, und das macht es etwas schwieriger, Meines Erachtens können wir von Erfolg sprechen,
derzeit konkrete Ergebnisse zu erzielen.
wenn wir die tarifären und nichttarifären Hemmnisse
Seite 2

AMERIKA DIENST 27

�für unsere Exporte abbauen. Wir streben die gegen- mit unseren Kollegen eine Reihe anderer Themen zu
seitige Beseitigung von Zöllen in den wichtigen Berei- erörtern, zum Beispiel Demokratie und Marktreformen
chen der pharmazeutischen Produkte, Elektronik, in Rußland. Wir sind führend bei den HilfsbestrebunFertigwaren und in anderen Sektoren an. Wir möch- gen für die Russen, und ich freue mich, daß der IWF
ten, daß unsere Dienstleistungsunternehmen, etwa heute für die Freigabe eines Kredits von 1,5 Milliarden
Banken und Versicherungsgesellschaften, mehr Zu- Dollar gestimmt hat.
gang zu Auslandsmärkten haben.
Meines Erachtens werden wir diesen Gipfel als ein
Wenn wir diese Runde abschließen können, bedeutet Ereignis erleben, das kurz an Förmlichkeiten und lang
das für die Amerikaner sehr viel. Präziser gesagt, es an Substanz ist. Die Entscheidungsträger werden viel
bedeutet Wachstum und Arbeitsplätze.
Zeit haben, um offen miteinander zu sprechen, einander besser kennenzulernen und zusammenzuarbeiWir gehen davon aus, daß unser Output im nächsten ten. Dieser Gipfel wird ihnen erlauben, sich auf die
Jahrzehnt um 1 Billion Dollar steigt und der Weltoutput derzeit wichtigsten Probleme zu konzentrieren, also
um bis zu 5 Billionen zunehmen kann. Das bedeutet die Wiederherstellung des weltweiten Wirtschaftswachsfür die vierköpfige Durchschnittsfamilie 17.000 Dollar. tums, die Öffnung von Märkten sowie die UnterstütEs bedeutet, daß aufgrund zusätzlichen Handels in zung des russischen Reformprozesses. Wir müssen
Verbindung mit der GATT-Runde weitere 1,4 Millionen nicht den Saal verlassen und irgendwelche bombastiamerikanischer Arbeitsplätze geschaffen werden schen Erklärungen abgeben, um Fortschritte bei diekönnen.
sen Themen erzielt zu haben.
Bevor ich zum Schluß komme, möchte ich darauf
hinweisen, daß ich nächste Woche mit Präsident Clinton zum Wirtschaftsgipfel nach Tokio reisen werde.
Wir treten in einer starken Position an, der stärksten
seit Jahren, weil wir unsere wirtschaftlichen Hausaufgaben gemacht haben. Unsere Führung hat dem
bereits dahinsiechenden G-7-Prozeß neues Leben
eingehaucht, und unsere Glaubwürdigkeit dürfteunsere Partner in der G-7 dazu ermutigen, weitere kooperative Schritte zu unternehmen, um ihre Volkswirtschaften anzukurbeln und Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen.

Wir sind uns bewußt, daß nicht jeder die Autorität
haben wird, um sich bei diesem Gipfel an Ort und Stelle
zu Veränderungen zu verpflichten. Unsere japanischen Gastgeber zum Beispiel werden 10 Tage danach ein neues Parlament wählen. Das bedeutet, daß
wir ein noch nachhaltigeres Engagement zur Führung
unter Beweis stellen müssen, um die von uns unternommenen Bemühungen zur Ankurbelung der Weltwirtschaft in die Tat umzusetzen.

Abschließend möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich mich
entschlossen hatte, mit dem Ende meiner Amtszeit im
Senat in den Ruhestand zu treten. Das war, bevor
Eine der Botschaften, die ich in jüngster Zeit ausge- mich Präsident Clinton bat, sein Finanzminister zu
sandt habe, lautet, daß wir, die Vereinigten Staaten, werden. Ich sah einen Präsidenten mit dem politiden Rest der Weltwirtschaft nicht allein mitziehen schen Mut, zu tun, was in dieser Stadt in den vergankönnen. Dies muß eine kooperative Bestrebung sein. genen 12 Jahren nicht getan wurde, und das ist:
Aus diesem Grund arbeiten wir so hart an der Öffnung Unsere Wirtschaft in den Griff zu bekommen und
von Märkten und der Umsetzung koordinierter und unsere wirtschaftliche Zukunft zu verändern. Ein Teil
kooperativer binnenwirtschaftlicher Maßnahmen. Wir davon ist sein energisches Engagement für die Öffmüssen diesen Prozeß solide fortsetzen.
nung von Märkten und die Verfügbarkeit von mehr
Waren
für mehr Menschen. Ich bin üoerzeugt, daß die
Der Gipfel wird uns allen - dem Präsidenten, mir und
von uns an der Handelsfront angestrebten Aktionen
Außenminister Christopher - die Gelegenheit geben,
dies bewirken werden.

* *

AMERIKA DIENST 27

Seite 3

�BOTSCHAFTER
7. Juli 1993

CLINTON ERNENNT RICHARD HOLBROOKE
ZUM BOTSCHAFTER IN DEUTSCHLAND
Erklärung des Weißen Hauses
WASHINGTON - (AD) - Präsident Clinton hat seine Absicht bekanntgegeben, Richard Holbrooke zum
Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland zu ernennen.
Nachfolgend veröffentlichen wir Auszüge aus der vom Pressesprecher des Weißen Hauses am 30. Juni 1993
herausgegebenen Erklärung.

Präsident Clinton hat heute seine Absicht bekanntgegeben, Richard Holbrooke zu seinem Botschafter in
Deutschland zu ernennen...
"Die Mitarbeiter, die wir heute unserem außenpolitischen Team hinzufügen, bringen außerordentliche
Leistungen und Charakter mit", erklärte der Präsident.
"Ich freue mich besonders, daß Richard Holbrooke
unserem Land als Botschafter in Deutschland dienen
wird. Während seiner Tätigkeit in der Regierung und
in jüngster Zeit als Manager im Privatsektor hat er
bewiesen, daß er über die für eine solch bedeutende
Position erforderlichen Begabungen verfügt."
Richard Holbrooke war seit 1985 geschäftsführender
Direktorder Investmentfirma Lehman Brothers in New
York sowie Vorsitzender des überparteilichen Ausschusses für die Erneuerung der Regierung, der von
der Carnegie-Stiftung und dem Institute for International Economics gefördert wird. Von 1977-1981 war er

Abteilungsleiter des Außenministeriums für Ostasien
und den Pazifik. Davor war er von 1962-1969 im
Auswärtigen Dienst der Regierung tätig, arbeitete in
Vietnam, im Stab des Weißen Hauses und gehörte der
Delegation bei den Pariser Verhandlungen über einen
Friedensschluß in Vietnam an.
Von 1970-1972 war Holbrooke Direktor des Friedenskorps in Marokko und diente von 1974-1975 als hochrangiger Berater im Ausschu ß des Präsidenten für die
Organisation der Regierung bei ihrer außenpolitischen
Tätigkeit. Auch war Holbrooke Chefredakteur des
außenpolitischen Magazins Foreign Policy, freier
Mitarbeiter bei Newsweek International und beriet
1976 im Wahlkampf das Team Carter/Mondale in
sicherheitspolitischen Fragen.
Richard Holbrooke hat einen Bachelor of Arts der
Brown University und war Gastdozent der Woodrow
Wilson School. Erist 52 Jahre alt und hatzwei Söhne...

* * * *

AMERIKA DIENST 27

*

Seite 1

�4. J U L I
7. Juli 1993

CLINTON RUFT ZUR UNTERSTÜTZUNG
DER WELTWEITEN DEMOKRATIEBEWEGUNG AUF
Botschaft zum amerikanischen Unabhängigkeitstag
WASHINGTON - (AD) - Mit der Feststellung, daß das Echo der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung heute
auf der ganzen Welt zu hören ist, fordert Präsident Clinton die Amerikaner auf, sich erneut ihren Idealen zu
verschreiben und die weltweite Bewegung für Demokratie und Freiheit zu unterstützen.
Nachfolgend veröffentlichen wir die Botschaft des Präsidenten zum Unabhängigkeitstag im Wortlaut.

Am Unabhängigkeitstag begehen wir die Geburt der
ersten und größten Demokratie der Neuzeit. Die in der
Unabhängigkeitserklärung verkörperten Ideale haben
unserer Nation als Leitlinie und den Völkern auf der
ganzen Welt als Inspiration gedient. Dieses Dokument
hat die Idee von Amerika exakt umrissen: daß die
Rechte des Einzelnen nicht von der Großzügigkeit der
Regierung herrühren, sondern aus der Hand des Allmächtigen stammen. Die Gründerväter gaben auf
immer ihre Bindung an die alten europäischen Klassenvorstellungen auf und verschrieben sich statt dessen dem Glauben, daß alle Menschen gleich sind.
Die herausragenden Männer, die sich vor 218 Jahren
in Philadelphia versammelten, um die Unabhängigkeit
unserer Nation zu erklären, riskierten ihre Ehre, ihr
Vermögen, sogar ihr Leben, um eine bessere Zukunft
für ihre Kinder und Enkel zu schaffen. Als Erben des
Vermächtnisses der Freiheit verdanken wir unsere
Freiheiten der Tatsache, daß die Gründerväter unserer Nation die Notwendigkeit für tiefgreifenden Wandel
erkannten und dementsprechend handelten.

Heute finden auf der ganzen Welt einschneidende
Veränderungen statt. Nationen, die seit Jahrhunderten nichts als Tyrannei kannten, verschreiben sich
plötzlich den Idealen von Freiheit und Demokratie.
Und überall, wo die Freiheit verkündet wird, ist das
Echo der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten
Staaten von Amerika zu hören. Die Worte von Thomas
Jefferson werden in Dutzenden von Nationen in Hunderten von Sprachen gesprochen.
Wir sind zu Recht stolz auf den Einfluß, den unsere
Überzeugungen auf die Welt hatten. Aber die Mission
Amerikas ist noch lange nicht erfüllt. Die Welt ist zwar
voller Chancen, aber auch voller Unsicherheiten. Wir
müssen uns der Aufgabe widmen, die Träume unserer
Gründerväter zu bewahren und der unvollendeten
amerikanischen Autobiographie unser eigenes Kapitel
hinzuzufügen. Indem wir die Veränderungen begrüßen, die die Welt von heute umgestalten, tragen wir zur
Schaffung einer schöneren, demokratischeren und
friedlicheren Welt bei. An diesem Unabhängigkeitstag
ermutige ich alle Amerikaner, sich erneut der Überzeugung zu verschreiben, daß unsere heroische Reise
immer nach oben führen muß.
Ich wünsche allen einen wunderbaren Tag.

* * * *

AMERIKA DIENST 27

*

Seite 1

�DROGEN
7. Juli 1993

CLINTON MÖCHTE NACHFRAGE NACH DROGEN
DURCH PRÄVENTION BEKÄMPFEN
Erklärungen von Clinton und Lee Brown
WASHINGTON - (AD) - Die Vereinigten Staaten sind bestrebt, "durch Prävention die Nachfrage nach Drogen
... zu ersticken", äußerte Präsident Clinton am 1. Juli 1993. "Das bedeutet mehr und bessere Erziehung, mehr
ehandlung und mehr Rehabilitation", erklärte der Präsident anläßlich der Vereidigung von Lee Brown als
irektor des Büros für nationale Drogenkontrollpolitik.
Der Präsident verwies darauf, daß er trotz haushaltspolitischer Engpässe die Mittel zur Eindämmung der
Nachfrage nach illegalen Drogen um 10 Prozent aufgestockt und "eine dramatische Erhöhung der Mittel zur
Polizeiarbeit in den Gemeinden" bereitgestellt habe.
Brown zufolge ist der Drogenmißbrauch ein "unversöhnlicher, unbarmherziger Feind", der häufig "ganze
Stadtviertel überwältigt" hat... Er "hat Amerika seiner Vitalität und Wettbewerbsfähigkeit beraubt und plündert
unsere Zukunft."
Brown erklärte, er werde frühere Versuche zum Abfangen von Drogenlieferungen in die Vereinigten Staaten
untersuchen und "die aufgeben, die nicht funktioniert haben", und er werde danach trachten, die "internationale Ablehnung des Drogenschmuggels... zu mobilisieren", insbesondere bei den lateinamerikanischen Staaten.
Nachfolgend veröffentlichen wir Auszüge aus den Erklärungen von Präsident Clinton und Lee Brown.

Zuviele junge Amerikaner werden ihrer Zukunft und
sehr viele ihres Lebens beraubt. Aus all diesen Gründen erfordert der Kampf gegen Drogen eine facettenreiche Offensive und den größtmöglichen Einsatz der
Ressourcen, die wir als Volk besitzen. Das haben wir
in dieser Administration zu erreichen versucht. Trotz
aller Haushaltskürzungen und eines fünfjährigen strikten Einfrierens der Gesamtausgaben im Inland steigen
unsere Haushaltsmittel zur Nachfragereduzierung um
Lee Browns Führungsrolle bei der Gewährleistung von 10 Prozent, und es gibt eine dramatische Erhöhung
Sicherheit für unsere Gemeinden und Bürger ist unü- der Mittel zur Polizeiarbeit in den Gemeinden sowie
bertroffen, und heute muß er diese Qualitäten und all eine eindeutige Verpflichtung, die Behandlung von
diese Erfahrung einsetzen, um die destruktiven Ver- Drogenabhängigen in das nationale Krankenversichelockungen illegaler Drogen in den Griff zu bekommen. rungsprogramm aufzunehmen, das unsere Administration in naher Zukunft vorlegen wird.
Wir wissen, daß die erfolgreiche Kontrolle von Drogen
nicht in einem Vakuum stattfindet. Es handelt sich hier Am wichtigsten ist jedoch, daß unsere Anstrengungen
um ein vielköpfiges Ungeheuer. Drogen verletzen nun durch Lee Brown koordiniert, zusammengefaßt
unsere Grenzen, wenn Schmuggler sie als illegale und geleitet werden. Das Büro des Direktors für
Fracht einführen. Unsere Gefängnisse sind überfüllt, Drogenpolitik wird nicht länger vom Rest der Regieund unsere Gerichte sind überlastet durch Konsumen- rung getrennt fungieren und lediglich die Rolle einer
ten und Händler. Verbrechen und Gewalt werden in Kanzel für Moralpredigten spielen. Von nun an wird es
große und kleine Gemeinden getragen, und dasselbe Hand in Hand mit den anderen Ministerien arbeiten,
gilt für Schüsse aus fahrenden Autos und willkürliche und damit wird unsere Effektivität gesteigert. Unser
Morde.
Ziel besteht darin, die Nachfrage nach Drogen durch
Präsident Clinton: Als ich Lee Brown zum Leiter des
Büros für nationale Drogenkontrollpolitik berief, bezeichneten ihn viele als eine hervorragende Wahl. Ich
meine, dies ist eine zutreffende Charakterisierung,
denn Lee Brown bringt dreißigjährige Erfahrung in
höchsten polizeilichen Positionen in einigen der härtesten Städte unseres Landes mit: New York, Houston
und Atlanta...

AMERIKA DIENST 27

Seite 1

�Prävention im Keim zu ersticken. Das bedeutet mehr
und bessere Erziehung, mehr Behandlung und mehr
Rehabilitation.

Bereichen der Prävention, Erziehung, Behandlung,
Strafverfolgung und Bekämpfung des Schmuggels
hinzuarbeiten. Die nationale Drogenkontrollstrategie,
die ich für den Präsidenten und das amerikanische
Gleichzeitig möchten wir den Nachschub abschnüren, Volk entwickeln möchte, wird Mittel dort einsetzen, wo
indem wir mehr Polizeibeamte einsetzen, indem wir die Probleme am schwierigsten sind. Sie wird Ansätze
den Gesetzen in unseren Gemeinden und an den mit erwiesener Effektivität unterstützen, etwa die PoAußengrenzen des Landes Geltung verschaffen und lizeiarbeit auf Gemeindeebene. Wir werden die Tatsawir unseren Freunden und Verbündeten helfen, das- che unterstreichen, daß Drogensucht ebenso ein
selbe jenseits unserer Grenzen zu tun. Wir verpflich- Problem der öffentlichen Gesundheit wie der Justiz ist,
ten uns, mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, indem wir die Verfügbarkeit von Behandlungsmöglichdie den Mut und den politischen Willen demonstriert keiten erweitern und deren Qualität verbessern.
haben, die Drogenhändler im eigenen Land zu verfolgen, die ihre Gesellschaften und ihre Volkswirtschaf- Wir werden unsere Bemühungen verdoppeln, in der
ten destabilisieren...
amerikanischen Jugend ein Wertegefüge zu verankern, das sie letztlich gegen die Verlockungen des
Die Pioniertaten, die Lee Brown bei der Polizeiarbeit Drogenhandels und die Flucht in die Drogenabhängigvor Ort in Houston und New York vollbracht hat, sind keit immun macht. Wir werden das amerikanische
heute legendär. Dabei lernten Beamte als Fußstreifen Volk davon überzeugen, daß seine Besonnenheit und
ihre Nachbarn kennen und engagierten sich bei der die seiner Kinder ebenso Teil des Amerikanischen
Prävention von Verbrechen ebenso wie bei der Ergrei- Traums ist wie der Besitz eines Eigenheims oder eine
fung von Kriminellen.
Collegeausbildung. Und dieses Heim und die Familie
gehen, wenn sie überhaupt jemals erworben wurden,
Dies ist ein Kampf, der uns gewiß alle über die Grenzen
rasch verloren, wenn sie in dem Alptraum der Drogenvon Parteien, Rassen, Regionen und Einkommen hinweg
sucht zu Treibgut werden.
vereinen kann. Wir kämpfen für unsere Familien,
unsere Kinder, unsere Gemeinden und unsere Zu- Obwohl die Drogenprobleme im Bewußtsein der Öfkunft. Jeder einzelne Amerikaner - täuschen wir uns fentlichkeit einen Teil ihres Einflusses verloren haben,
nicht - trägt auch persönliche Verantwortung, eine werden wir das amerikanische Volk auffordern, die
Rolle in diesem Kampf zu spielen. Jeder, der denkt, Kampagne gegen Drogen zum persönlichen Kreuzzug
Lee Brown oder irgend jemand sonst könne dieses zu machen. Und ich bin überzeugt, daß wir Erfolg
Problem für das amerikanische Volk anstatt mit dem haben werden. Wir werden frühere Versuche zum
amerikanischen Volk lösen, wird sich noch wundem... Abfangen von Drogenlieferungen untersuchen und die
aufgeben, die nicht funktioniert haben. Wir werden aus
Lee Brown: Herr Präsident, erlauben Sie mir zu
unseren Fehlern lernen und Fortschritte machen.
Beginn, meinen aufrichtigen Dank für die Berufung in
Ihr Kabinett als Direktor des Büros für nationale Dro- Wir werden eng mit unseren Freunden auf der Welt
genkontrollpolitik zum Ausdruck zu bringen. Durch die zusammenarbeiten, besonders mit unseren lateinaAufwertung des Postens zum Kabinettsrang haben merikanischen Nachbarn, umdie internationale AblehSie der Nation und der Welt Ihre Entschlossenheit nung des Drogenschmuggels und seiner kriminellen
bekundet, das amerikanische Volk im Innern ebenso Profite zu mobilisieren. Wir werden dies und noch
unmißverständlich zu schützen und zu verteidigen wie mehr tun. Aber eines werden wir niemals tun: Vor
im Ausland.
denjenigen kapitulieren, die uns in dem Glauben wiegen möchten, das Drogenproblem sei zu weitverbreiDies ist zu Recht der Fall. Denn die Drogensucht in
tet, zu tief verwurzelt oder zu kostspielig, um etwas
Amerika, die soviele ihrer Opfer unter unseren jungen
dagegen zu tun. Wir werden den Sirenenklängen der
Menschen, sogar unter Neugeborenen, fordert, hat
sich als unversöhnlicher, unbarmherziger Feind erwie- Legalisierung widerstehen und denjenigen, die mit
sen. Häufig hat sie ganze Stadtviertel überwältigt und Drogen handeln, eine bewährte Botschaft senden,
Straßen zu Schlachtfeldern gemacht. Sie hat Amerika indem wir sie ins Gefängnis stecken.
seiner Vitalität und Wettbewerbsfähigkeit beraubt und Wir werden Drogenhandel stets als schweres Verbreplündert unsere Zukunft.
chen gegen die Gesellschaft behandeln, und wir werden diejenigen, die den Klauen der Abhängigkeit entSo unversöhnlich der Gegner auch sein mag, in dieser
fliehen möchten, mit Mitgefühl und echter UnterstütAdministration hat er einen hartnäckigen Feind...
zung behandeln. Unser Ziel wird es sein, den DrogenIch verspreche, mit dem Kongreß und den anderen konsum in Amerika zu reduzieren, nicht, weil dies ein
Mitgliedern des Kabinetts auf die Schaffung einer leicht erreichbares Ziel wäre, sondern weil das Wohleffektiven, dauerhaften öffentlichen Politik in den ergehen der Nation dies erfordert und weil das gute
Gewissen jedes Amerikaners es verlangt.
* *

Seite 2

AMERIKA DIENST 27

t

&gt;

�DROGEN
7. Juli 1993

NEUE ZUSAMMENARBEIT BEI STRATEGIE ZUR
BEKÄMPFUNG DES DROGENMISSBRAUCHS
von David Clark Scott
Die von vielen hochrangigen Drogenbekämpfern in ganz Amerika verspürte Frustration bringt ein beispielloses
Ausmaß an Zusammenarbeit zwischen den Nationen der westlichen Hemisphäre sowie den Ruf nach einer
durchgreifenden Überarbeitung der Drogenbekämpfungsstrategie hervor. Der Beschluß der Clinton-Administration, den Kampf gegen den Konsum im Inland gegenüber Programmen zur Eindämmung des Drogenschmuggels und Vernichtung von Anbauflächen im Ausland zu forcieren, ermutigt auch andere Regierungen.
David Clark Scott ist Mitarbeiter von The Christian Science Monitor. Reprinted by permission of The Christian
Science Monitor. Copyright (c) 1993 The Christian Science Publishing Society. All rights reserved.

Drogenbaron Pablo Escobar ist auf der Flucht. Immer
mehr Kokain und Heroin wird sichergestellt. In Kanada
und den Vereinigten Staaten geht der Verbrauch illegaler Drogen zurück. Aber niemand feiert. Statt
dessen steigt die Frustration bei den führenden Drogenbekämpfern in ganz Amerika.

Marti Guillo, Sekretärderguatemaltekischen Kommission gegen Sucht und Handel mit illegalen Drogen bei
einer Kaffeepause während der CICAD-Konferenz.

Die 1986 gegründete CICAD ist die Unterorganisation
der Organisation Amerikanischer Staaten, die zum
Forum für die Koordinierung der Bemühungen zur
"Je mehr wir das Problem loszuwerden scheinen, Drogenbekämpfung in der Region wird. CICAD finandesto größer scheint es zu werden", erklärt Miguel ziert und unterstützt die Verteilung von Informationen
Angel Gonzalez Felix, Koordinator für Menschenrech- über nationale Drogenerziehungsprogramme. Sie hat
te und Drogenschmuggel im mexikanischen Ministe- beispielhafte Gesetze zur Beendigung der Geldwärium für Auswärtige Beziehungen. "Unsere Gefäng- sche und zur Kontrolle des Handels mit Chemikalien
nisse sind voller Drogenschmuggler. Wir hatten große entwickelt, die bei der Herstellung von Drogen verwenErfolge beim Abfangen von Drogenlieferungen aus det werden. Sie richtet juristische Zentren ein, um die
dem Ausland, aber Anbau und Abhängigkeit auf loka- Angleichung von Gesetzen und grenzüberschreitende
ler Ebene steigen. Das ist wie bei einem mit Wasser Zusammenarbeit zwischen Richtern und Staatsanwälgefüllten Ballon. Man drückt auf einer Seite, und die ten zu fördern.
andere Seite schwillt an."
"Die CICAD ist für uns ein sehr wichtiges multilaterales
Diese Frustration bringt ein beispielloses Ausmaß an Forum. Keine andere Organisation konzentriert sich
Zusammenarbeit zwischen den Staaten der westli- auf dieses Problem als hemisphärisches Problem",
chen Hemisphäre hervor. Sie führte beim 13. Halbjah- erläutert Eva Kmiecic, Generaldirektorin des kanadirestreffen der Interamerikanischen Kommission zur schen Direktorats für Polizei und Strafverfolgung.
Kontrolle des Drogenmißbrauchs (CICAD) Anfang März
1993 in Costa Rica zu Rufen nach einer durchgreifen- Aber bis noch vor drei oder vier Jahren hielten sich die
24 Teilnehmerstaaten der CICAD an Fragen von
den Erneuerung der Drogenbekämpfungsstrategie.
Souveränität und Korruption auf. Sie klassifizierten
"Dies ist wesentlich mehr geworden als ein nationales einander als "Produzenten"-, Transit"- oder "Verbrauoder regionales Problem. Der einzige Weg, um dage- cher-Staaten. Heute werden sie durch einen Gegner
gen anzugehen, besteht darin, sich zusammenzu- vereint, der keine Unterscheidungen dieser Art trifft.
schließen und die Strategie zu koordinieren. Es gibt in
Amerika kein einziges Land, das heute nicht sowohl Ein Land nach dem anderen berichtet über steigenden
mit dem Problem des Konsums als auch dem des Verbrauch harter Drogen. Die meisten lateinamerikaDrogenschmuggels konfrontiert ist", so Jose Eduardo nischen Staaten führen keine Statistiken, aber anhand
AMERIKA DIENST 27

Seite 1

�der beschlagnahmten Mengen, Anzahl der Festnahmen, Krankenhausberichte und einiger weniger statistischer Untersuchungen läßt sich der Trend belegen.

Vega Pinzon, Direktor des nationalen Rauschgiftbüros
von Kolumbien. "So gibt es zum Beispiel in vielen
Ländern keine Kontrolle chemischer Grundstoffe. Die
Verpflichtung dazu wird lediglich auf Diskussionsebe"Chile erklärte früher stets, es benötige kein Drogener- ne behandelt. Auf Handlungsebene gibt es nur leere
ziehungsprogramm", so der Generalsekretär der CICAD, Versprechungen."
Irving Tragen. "Letztes Jahr [1992] wurde die Regierung durch eine Studie schockiert, derzufolge 18 Pro- Aber die politische Macht und Verantwortung der CICADzent der Gymnasiasten in Nordchile bereits bazuko Vertreter ist im Wachsen begriffen, erklärt Alberto
(Kokainpaste) konsumiert hatten. Mit dem Schrump- LeStelle, der argentinische Minister für das Programm
fen des US-amerikanischen Markts stellen wir heute zur Verhütung der Drogensucht und den Kampf gegen
einen rapiden Anstieg des Verbrauchs in ganz Latein- Drogenhandel.
amerika fest."
"Ich hoffe, daß eines Tages Vertreter der DrogenbeExperten führen für diesen Trend eine Reihe von kämpfung auf Ministerebene hier teilnehmen werden.
Gründen an. Erfolgreiche Bemühungen zur Eindäm- Wenn Außenminister hier anwesend sind, die uneinmung des Drogenschmuggels in Mexiko und der Kari- geschränkte Macht über das gesamte Vorhaben habik haben die Drogenschmuggler gezwungen, ihre ben, dann weiß ich, daß wir auf dem Weg zu einer
Verteilungswege anzupassen. Mehr Flugzeuge lan- wirklichen Lösung sind", fügt LeStelle hinzu.
den in Mittelamerika oder werfen dort ihre Drogenlieferungen ab. Seit Mitte der achtziger Jahre haben die Lateinamerikanische Länder haben die Vereinigten
Drogenschmuggler begonnen, ihre Komplizen mit Staaten in der Vergangenheit kritisiert, weil sie den
Löwenanteil der Gelder zur Drogenbekämpfung für die
Drogen statt mit Geld zu entlohnen.
Unterbindung des Schmuggels und Programme zur
"Wir fangen an, das Problem des Konsums in wirt- Reduzierung des Angebots im Ausland anstatt für die
schaftlich schwachen und ländlichen Gebieten Latein- Reduzierung des Konsums im Inland ausgaben. Deshab
amerikas festzustellen, wo es kein Geld gibt, Men- fühlten sich viele CICAD-Mitglieder durch den amerischen jedoch heute harte Drogen nehmen. Dies ist kanischen Vertreter bei der Konferenz, J. Phillip McLean,
ermutigt, der einen Rückgang des Verbrauchs festAnlaß zu ernster Sorge", erklärt Gonzalez Felix.
stellte und versprach, die Nachfrage nach Rauschgift
Der Verbrauch steigt in Europa, was ebenfalls Einfluß weiter abzubauen.
auf die Verteilungsrouten hat. "In Lateinamerika gibt
es keinen internationalen Flug- oder Seehafen, der "Wir werden unseren größten Beitrag zur internationaheute nicht als Umschlagplatz für Drogen benutzt len Rauschgiftbekämpfung leisten, wenn wir Jahr für
wird", erläutert Juan Carlos Antoniassi, ein Verbin- Jahr den Drogenkonsum in den USA reduzieren. Die
neue Administration wird ihr Hauptaugenmerk dem
dungsoffizier von Interpol.
Konsum widmen", so McLean, der Stellvertretender
Maßnahmen zur Bekämpfung der Kokain- oder Hero- Abteilungsleiter für interamerikanische Angelegenheiinproduktion in Kolumbien, Peru und Bolivien haben ten im US-Außenministerium ist.
einige Anbauer und Laboratorien gezwungen, sich in
Nachbarländern niederzulassen. Das Wirtschafts- Mittlerweile leiten die Mitglieder der CICAD auf Anrewachstum in der Region steigt, und wenn die Nachfra- gung Mexikos eine gründliche Bewertung dessen ein,
ge in den Vereinigten Staaten und Kanada zurückgeht, was bis heute geleistet wurde und welche neuen
haben die Händler eine solch große Gewinnspanne, Strategien erforderlich sind, um die ausufernde Geißel
daß sie ihr überschüssiges Kokain zu niedrigeren des Drogenhandels zu bekämpfen.
Preisen in Lateinamerika loswerden und immer noch
"Viele Länder tun, was sie tun sollten. Tag für Tag
einen Profit machen können.
jedoch stellen wir den Einsatz immer raffinierterer
"Das Problem des Drogenschmuggels ist so ernst, es Systeme und Taktiken durch die Schmuggler fest.
zerstört unsere Länder, unsere Regierungen und unsere Was sollen wir also tun? Wir müssen unsere in den
Kinder. Wir müssen zusammenarbeiten. Es ist eine vergangenen sechs Jahren angewandten Strategien
Frage des Überlebens", meint die venezolanische überprüfen und für die Zukunft planen", meint der
Vertreterin bei der CICAD, Senatorin Sonia Sgambatti. mexikanische Vertreter bei der CICAD, Gonzalez Felix.
Trotz der Fortschritte bei der Entwicklung eines regionalen Konsenses erklären viele CICAD-Mitglieder, es
müsse noch viel getan werden, bis die Region in ihrem
Kampf gegen illegale Rauschmittel wirklich vereint ist.
"Sie können feststellen, daß die Zahl der Länder, die
sich des Problems annehmen, steigt. Aber es gibt
immer noch viel Heuchelei", äußert sich Gabriel de
Seite 2

Er führt die Notwendigkeit einer reibungsloseren Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Dienststellen an. Es könnte mehr in den Bereichen
Geldwäsche, Kontrolle des Waffenhandels und Finanzierung alternativer Entwicklungsstrategien getan
werden, anstatt bei Programmen zur Vernichtung von
Anbauflächen, erläutert er.

AMERIKA DIENST 27

�Das Umdenken bei der Strategie und der Trend zu
verstärkter Zusammenarbeit werden wahrscheinlich
einen Wandel in den Hilfsprogrammen der Vereinigten
Staaten und der Vereinten Nationen für Lateinamerika
erzwingen.
In der Vergangenheit sind Gelder vielleicht in die
Vernichtung von Anbauflächen oder ein Drogenerzie-

hungsprogramm eines Landes geflossen, nicht aber in
ein Nachbarland. "Eine der wichtigsten Dimensionen
des Drogenproblems besteht darin, daß es vor Landesgrenzen nicht haltmacht. Wir müssen unsere Hilfe
- technischer und wirtschaftlicher Art - ebenso grenzüberschreitend bündeln", erklärt CICAD-Generalsekretär Tragen.

* * * *

AMERIKA DIENST 27

*

Seite 3

�DROGEN
7. Juli 1993

KAMPF GEGEN DROGEN SOLLTE
ZU HAUSE BEGINNEN
von Peter Hakim
Ungeachtet dessen, wie viele illegale Drogen die Vereinigten Staaten jenseits ihrer Grenzen beschlagnahmen,
werden immerwieder neue ins Land geliefert, soder VerfasserdesvorliegendenArtikels. Er argumentiert, "unser
Krieg gegen Drogen wird zu Hause gewonnen oder verloren". Peter Hakim ist amtierender Präsident von InterAmerican Dialogue mit Sitz in der Bundeshauptstadt Washington.
Copyright (c) 1993 Peter Hakim. Aus The Christian Science Monitor.
Der Gebrauch und Mißbrauch von illegalen Drogen
scheint von der politischen Tagesordnung der Vereinigten Staaten verschwunden zu sein. Im Wahlkampf
des Jahres 1992 war er für die Kandidaten kaum noch
ein Thema. In den ersten Wochen seiner Amtszeit
nahm Präsident Clinton drastische Kürzungen beim

Mitarbeiterstab des Drogenbeauftragten vor, ohne auf
sichtbare Proteste zu stoßen, und wird noch eine
bedeutende politische Erklärung über Suchtmittel
abgeben müssen.

werden könnten. Die Inkraftsetzung dieser Vorschriften würde von den Vereinigten Staaten erfordern, sich
nicht länger auf die Strafverfolgung zu verlassen,
sondern in die Erziehung, Prävention und Behandlung
zu investieren. Eine Empfehlung sticht besonders
hervor: Die Vereinigten Staaten sollten ihre Drogenprobleme nicht länger außerhalb ihrer eigenen Grenzen zu lösen versuchen, sei es durch das Abfangen
von Drogenlieferungen oder durch die Vernichtung
des Nachschubs in den Ursprungsländern.

Was für ein Unterschied zu der Zeit vor einigen
Jahren, als Drogen die öffentliche Gefahr Nr. 1 waren,
als der damalige Präsident Bush eine seiner ersten
großen Ansprachen aus dem Oval Office nutzte, um
eine neue Drogenbekämpfungsstrategie bekanntzugeben, als er die Invasion in Panama teilweise auch
aus dem Grund begann, dem Drogenhandel und der
Geldwäsche dort ein Ende zu setzen, und als er zwei
Drogengipfel mit den Präsidenten lateinamerikanischer Länder anberaumte.

Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die von den
Vereinigten Staaten in Übersee geführten Schlachten
zur Drogenbekämpfung keinen Einfluß auf das Drogenproblem im Inland hatten und in Zukunft wohl auch
nicht haben werden. Trotz der für diese Bekämpfung
ausgegebenen Milliarden Dollar stellte der Bundesrechnungshof im Jahr 1991 fest, daß die in die USA
gelangende Flut von Drogen keinesfalls eingedämmt
worden war. Falcos Buch führt den Grund hierfür an:
"Eine relativ geringe Menge an Drogen kann unseren
gesamten... Markt versorgen. Ein 52 QuadratkilomeIllegale Drogen sind so leicht zu bekommen wie eh und ter großes Opiumfeld kann genug Heroin abwerfen,
je, und die im Zusammenhang mit ihnen stehende um die Nachfrage in den Vereinigten Staaten zu dekGewalt und Kriminalität ist ungebrochen. Es besteht ken. Vier Boeing 747-Transportflugzeuge ... können
die Hoffnung, daß sich die Gemüter in Zusammen- den amerikanischen Kokainverbrauch eines Jahres
hang mit dieser Angelegenheit soweit beruhigt haben, herbeischaffen. Wann immer eine Quelle zum Versiedaß klügere und effektivere Ansätze gewählt wer- gen gebracht wird, kann sie schnell durch eine andere
den können. Wenn das der Fall ist, dann ist das neue ersetzt werden."
Buch The Making of a Drug Free America (Times
Books, 1992) gerade zur rechten Zeit erschienen. Das "Das Abfangen von Drogenlieferungen an der Grenze
von Mathea Falco, der hochrangigen Beauftragten für hat kaum Auswirkungen auf die Straßenpreise... Nur
internationale Suchtangelegenheiten des früheren 10 Prozent des... Kokainpreises gehen an diejenigen,
Präsidenten Carter verfaßte Buch verweist auf eine die Kokapflanzen anbauen oder Kokain schmuggeln...
Reihe von funktionierenden Drogenbekämpfungspro- Selbst wenn wir in der Lage wären, die Hälfte des aus
grammen, die auf umfassenderer Ebene durchgeführt Südamerika kommenden Kokains zu beschlagnahAMERIKA DIENST 27

Seite 1

�men - eine sehr optimistische Prognose - würden die
Kokainpreise in amerikanischen Städten um weniger
als fünf Prozent ansteigen." Kurzum: Ungeachtet
dessen, wie viele Koka- oder Opiumfelder vernichtet
oder wie viele Herstellungseinrichtungen zerstört werden,
nehmen immer wieder neue die Produktion auf.
Ungeachtet dessen, wie viele Drogen konfisziert werden, werden immer neue verschifft. Nichts, das die
Vereinigten Staaten außerhalb ihrer Grenzen unternehmen können, wird viel zur Lösung ihres Drogenproblems im Land beitragen. Unser Krieg gegen Drogen
wird zu Hause gewonnen oder verloren.

oftmals mit regierungsfeindlichen Aufständischen
zusammen. Die Vereinigten Staaten sollten in dem
globalen Krieg gegen Drogen nicht aufgeben, sondern
den Ländern bei ihrem Kampf gegen die Gefahren für
Demokratie und politische Stabilität beistehen. Dieser
Krieg wird jedoch einen anderen Ansatz verlangen.
Washington sollten den Staaten beim Entwurf und der
Durchführung ihrer eigenen Drogenkontrollstrategien
helfen, und bei ihnen nicht auf die Übernahme amerikanischer Heilmittel dringen. Die Vereinigten Staaten
sollten insbesondere andere Länder nicht zu zwingen
versuchen, ihr Militär zur Drogenbekämpfung einzusetzen, da dadurch die zivile Kontrolle über das Militär
Diese Binsenweisheit ist jedoch kein Argument für die untergraben werden kann. Militärische und paramilitäVereinigten Staaten, den Kampf gegen den Drogen- rische Streitkräfte der Vereinigten Staaten sollten nicht
handel in Übersee aufzugeben. In vielen lateinameri- andernorts in Drogenoperationen eingesetzt werden.
kanischen Ländern unterminiert der Drogenhandel die
Aussichten auf eine demokratische Zukunft. Richter, Die Clinton-Administration sollte weiterhin in dem glogewählte Beamte, Angehörige des Militärs und Polizi- balen Kampf gegen Drogen engagiert bleiben, jedoch
sten werden mit Drogendollar gekauft und von den aus den richtigen Gründen und mit den richtigen TakDrogenbaronen gewaltsam eingeschüchtert.
tiken - nicht unsere eigenen Drogenprobleme zu lösen,
sondern anderen Ländern bei der Lösung ihrer ProbleKriminelle haben die Kontrolle übergroße Gebiete des me zu helfen.
nationalen Territoriums übernommen und arbeiten
* * * *

Seite 2

*

AMERIKA DIENST 27

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      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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          <name>Creator</name>
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              <text>Amerikadienst 07.07.1993</text>
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              <text>&lt;strong&gt;1. G-7&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Gipfel von Tokio&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Lloyd Bentsen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;USA erwarten substantielle Gespräche bei Weltwirtschaftsgipfel&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ausführungen eines hochrangigen US-Regierungsvertreters&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hilfe des Westens könnte Schlüsselrolle bei russischen Reformen spielen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Übersicht zur Russlandhilfe der G-7&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bentsen: USA nachdrücklich für Marktöffnung im Ausland&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rede von Finanzminister Bentsen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Botschafter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Clinton ernennt Richard Holbrooke zum Botschafter in Deutschland&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erklärung des Weißen Hauses&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. 4.Juli&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Clinton ruft zur Unterstützung der weltweiten Demokratiebewegung auf&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Botschaft zum amerikanischen Unabhängigkeitstag&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Drogen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Clinton möchte Nachfrage nach Drogen durch Prävention bekämpfen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erklärung von Clinton und Lee Brown&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neue Zusammenarbeit bei Strategie zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von David Clark Scott&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kampf gegen Drogen sollte zu Hause beginnen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Peter Hakim&lt;/em&gt;</text>
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