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U.S. Information Service
Embassy of the United States of America

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20. Januar 1993

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IRAK

VERBÜNDETE ENTSCHLOSSEN, EINHALTUNG
DER UNO-RESOLUTIONEN ZU ERZWINGEN
Bush und Fitzwater zu Operation der Alliierten

CLINTON: BEZIEHUNGEN HÄNGEN VON
SADDAM HUSSEINS VERHALTEN AB
Stellungnahme des neuen Präsidenten

AMTSEINFÜHRUNG

AMTSANTRITTSREDE TONANGEBEND
FÜR ADMINISTRATION
Seit über 200 Jahren dieselben Themen

THEMEN BEI DER AMTSEINFÜHRUNG
GEBEN EINBLICK IN CLINTONS POLITIK
Zusammenhang mit Regierungsstil

AUSSENPOLITIK

WIRTSCHAFT, VERTEIDIGUNG,
DEMOKRATIE IM MITTELPUNKT
AMERIKANISCHER POLITIK
Anhörung des neuen
Außenministers Christopher

MARTIN LUTHER KING

MARTIN LUTHER KINGS TRAUM
LEBT WEITER
Erklärung seiner Witwe bei
Diplomatenempfang

bitte wenden

Um Übersendung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.:0228-339 2372
Telex: 8-85432

�MENSCHENRECHTE

JAHRESBERICHT ZUR WELTWEITEN
MENSCHENRECHTSSITUATION
Erfaßt 189 Länder und zeigt
Verletzungen auf

UMWELT

1993 JAHR DES ENGAGEMENTS
FÜR DIE UMWELT
Äußerungen Clintons deuten
auf Veränderungen hin

PASSIVRAUCHEN

US-STUDIE: 3.000 MENSCHEN
STERBEN PRO JAHR INFOLGE
VON PASSIVRAUCHEN
Kinder besonders betroffen

�IRAK

20. Januar 1993

VERBÜNDETE ENTSCHLOSSEN, EINHALTUNG DER
UNO-RESOLUTIONEN ZU ERZWINGEN
Bush und Fitzwater zu Operation der Alliierten

WASHINGTON - (AD) - In einer Würdigung des erfolgreichen Schlages der Streitkräfte der alliierten Koalition
gegen den Irak am 13. Januar 1993 erklärte Präsident Bush, "wir sind entschlossen, Saddam Hussein zur
Einhaltung der Resolutionen der Vereinten Nationen zu zwingen".
Vor Reportern im Oval Office des Weißen Hauses erläuterte der Präsident, die Operation sei durchgeführt
worden, da sich der irakische Präsident nicht an die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gehalten und weil
Saddam Hussein in nicht annehmbarer Art und Weise irakische Raketen verlegt habe.
Nachfolgend veröffentlichen wir die Stellungsnahme des Präsidenten im Wortlaut.
Sie wollten eine Frage zu der Militäraktion stellen. Ich weiterhin darauf bestehen, daß er sich an diese Resomöchtedazu nursagen, daßdieamerikanische Militär- lutionen hält. Wir haben gehandelt, und ich hoffe, das
koalition mit starken Verbündeten wiederum hervorra- wird ihn überzeugen, daß er es tun muß. Ich bin
gende Arbeit geleistet hat. Unsere Flugzeuge sind alle ebenso zuversichtlich, daß Präsident Clinton nach
sicher zurückgekehrt. Ich habe bisher noch keine dem 20. Januar dieselbe Haltung einnimmt.
Beurteilung der Schäden oder Ergebnisse der Einsätze erhalten. Aber sie taten das Richtige, und die Frage:... haben Sie irgendwelche Vorbehalte, dies so
Koalition hat richtig gehandelt. Und wie ich bereits kurz vor dem Ende Ihrer Amtszeit zu tun?
früher erklärt habe, sind wir entschlossen, Saddam Bush: Nein, absolut nicht. Ich bin bis zum 20. Januar
Hussein zur Einhaltung der Resolutionen der Verein- Präsident, und ich werde die Außenpolitik bestimmen
ten Nationen zu zwingen. Und wir meinen es sehr und diese Art von Entscheidungen treffen, solange ich
ernst damit.
Präsident bin. Wir werden das neue Team vollständig
auf
dem Laufenden halten. Und ich bin der AuffasIch kann voller Vertrauen sagen - und das ist meines
sung,
daß es dies sehr großzügig und wohlwollend
Erachtens sehr wichtig -, daß Gouverneur Clinton, der
kommentiert
hat. General Scowcroft steht in nahezu
neugewählte Präsident der Vereinigten Staaten, dertäglichem
Kontakt
mit dem Übergangsteam, das sich
selben Auffassung ist. Ich habe vor dieser Operation
mit
nationaler
Sicherheit
befaßt. Ich weiß ferner, daß
mit ihm gesprochen, und er hat mir dies mitgeteilt. Ich
Dick
Cheney
ebenso
wie
Larry Eagleburger konstrukhabe auch diesbezügliche Erklärungen aus Lrttle Rock.
tive
Treffen
mit
den
neuen
Leuten hatte. Wir werden
Es handelt sich hier um eine sehr wichtige Botschaft,
sie
weiterhin
sehr
gut
informieren.
nicht nur an unsere Koalitionsstreitkräfte, sondern
auch an Saddam Hussein, der die Resolutionen verletzt hat, daß wir voll und ganz beabsichtigen, in der
Zukunft ebenso zusammenzuarbeiten wie in der Vergangenheit.

Ich habe überhaupt keine Vorbehalte. Man muß tun,
was getan werden mu ß. Das sollte völlig außer Frage
stehen.

Frage: Glauben Sie, es wird funktionieren?

Frage: Wie ist es zu dieser Aktion gekommen, gab es
irgendwelche bestimmten Handlungen Saddams, die...

Bush: Man müßte zunächst feststellen, was 'funktioBush: Es war seine Weigerung, sich an die Resolutionieren' bedeutet, aber ich bin zuversichtlich und werde
nen zu halten und dann seine Bewegungen dieser
AMERIKA DIENST 3

Seite 1

�Raketen auf eine Art und Weise, die für die Koalition
der Vereinten Nationen unannehmbar war.

angegriffen. Bisher vorliegende Informationendeuten
darauf hin, daß der Auftrag erfüllt wurde.

Frage: Sind Sie bereit, den Befehl zu geben, weitere
Ziele zu...

Diese Aktion wurde im Anschluß an die Warnung der
Koalition vom 6. Januar 1993 eingeleitet. Dieser
Aufforderung zufolge sollte der Irak binnen 48 Stunden
Schritte unternehmen, um sicherzustellen, daß seine
Flugzeuge und Boden-Luft-Raketen keine Bedrohung
für die Flugzeuge der Koalition darstellen, die südlich
des 32. Breitengrades mit dem Auftrag operieren, die
Einhaltung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats
durch den Irak zu überwachen.

Bush: Ich werde bis zum 20. Januar ebenso handeln
wie in den vergangenen vier Jahren. Das heißt, ich
werde nicht dazu Stellung nehmen, was wir tun könnten oder nicht, aber ich gehe davon aus, daß Saddam
Hussein wohl bald verstehen sollte, daß wir meinen,
was wir sagen, und daß wir dem Nachdruck verleihen.
Ich habe nicht die Absicht, diesen Ansatz in den letzten
sechs oder sieben Tagen meiner Präsidentschaft zu Nach anfänglichem Einlenken im Hinblick auf die
ändern.
B edingungender Warnung vom 6. Januar verletzte der
Irak ihre Verfügungen und die Koalition handelt, um ein
Ich danke Ihnen. Ich bin sehr stolz auf die Piloten und Umfeld wiederherzustellen, das keine Bedrohung für
diejenigen, die die Piloten unterstützt haben. Wieder- die Flugzeuge der Koalitionsstreitmacht darstellt. Alle
um sehen wir, welche hervorragende Ausbildung wir Forderungen der Demarche vom 6. Januar bezüglich
haben und was für engagierte junge Leute dort drau- der potentiellen Bedrohung von Flugoperationen der
ßen sind. Ich muß sagen, daß ich mir Sorgen gemacht Koalitionsstreitmacht südlich des 32. Breitengrades
habe, als ich von vorzeitigen Veröffentlichungen dazu sind nach wie vor gültig. Wir werden weiterhin die
hörte, denn ich zögere immer und würde niemals das Aktivitäten der Iraker einer genauen Prüfung unterzieLeben eines jungen Fliegers durch vorzeitig durchge- hen. Es werden keine weiteren Warnungen ausgesickerte Informationen gefährden. Glücklicherweise sprochen, wenn der Irak erneut die Konditionen der
führten diese vorzeitigen Veröffentlichungen nicht dazu, Warnung vom 6. Januar verletzt.
daß einer unserer Piloten sein Leben verlor.

In gleicher Weise sollte die Regierung des Irak sich
bewußt
sein, daß die andauernde Mißachtung der
In einer Pressekonferenz zu den Angriffen der KoaliResolutionen
des UN-Sicherheitsrats und entspretionsstreitmacht gegen irakische Boden-Luft-Raketen
chende
Demarchen
der Koalitionsstreitmacht nicht
und der dazugehörigen Infrastruktur erklärte der Spretoleriert
werden.
Die
US-Regierung
stehtvoll und ganz
cher des Weißen Hauses Marlin Fitzwater: "Wir werhinter
den
vom
Präsidenten
des
UN-Sicherheitsrats
den weiterhin die Aktivitäten der Iraker einer genauen
Prüfung unterziehen" und fügte hinzu, Präsident Bush am 8. und 11. Januar abgebenen Erklärungen, die den
hat "die Entsendung einer Eingreiftruppe nach Kuwait Irak des tatsächlichen Bruchs der Resolution 687 des
verfügt, um unser anhaltendes Engagement für die UN-Sicherheitsrats und der Waffenstillstandsbedingungen beschuldigte und vor ernsthaften KonsequenSicherheit und Unabhängigkeit zu unterstreichen".
zen für die irakischen Aktionen warnte. Wir sind bereit,
Nachfolgend veröffentlichen wir die von Fitzwater zusammen mit unseren Koalitionspartnern zusätzlianläßlich der Pressekonferenz abgegebene Stellung- che militärische Aktionen zu unternehmen, wenn der
Irak weiterhin den Willen der internationalen Staatennahme:
gemeinschaft verspottet und nach wie vor seine interDie Vereinigten Staaten und ihre Koalitionspartner nationalen Verpflichtungen mißachtet. Im Einklang mit
haben heute militärische Aktionen gegen den Irak der obengenannten Stellungnahme hat der Präsident
unternommen. Flugzeuge der Koalitionsstreitmacht die Entsendung einer Eingreiftruppe nach Kuwait verhaben um 19.15 Uhr MEZ heute abend Boden-Luft- fügt, um unser anhaltendes Engagement für die SiRaketen und dazugehörige Infrastruktur im Südirak cherheit und Unabhängigkeit zu unterstreichen.
* *

Seite 2

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AMERIKA DIENST 3

�IRAK
20. Januar 1993

CLINTON: BEZIEHUNGEN HÄNGEN VON
SADDAM HUSSEINS VERHALTEN AB
Stellungnahme des neuen Präsidenten
WASHINGTON - (AD) - Dem neuen Präsidenten Clinton zufolge sind veränderte Beziehungen zwischen den
Vereinigten Staaten und dem Irak während seiner Amtszeit möglich, wenn der irakische Präsident Saddam
Hussein sein Verhalten revidiert und die Bedingungen der Resolution des UN-Sicherheitsrats für den Waffenstillstand am Persischen Golf vollständig einhält - er ist jedoch aufgrund des bisherigen Verhaltens des irakischen
Diktators höchst skeptisch diesbezüglich.

Bei einer Pressekonferenz am 14. Januar 1993 betonte Clinton, es gebe keine Unterschiede zwischen seiner Politik im Hinblick auf den Irak und derjenigen der
Bush-Administration und fügte hinzu, er beabsichtige
keine "Normalisierung" der Beziehungen zu Saddam
Hussein.
Clinton widerlegte den Eindruck eines Journalisten,
der aufgrund eines an diesem Tag in der New York
Times veröffentlichten Interviews mit dem neugewählten Präsidenten zu der Schlußfolgerung gelangt war,
Clinton könne sich "normale" Beziehungen zu dem
irakischen Revolutionsführer vorstellen, wenn dieser
die UN-Resolutionen einhalte.
"Ich wurde gefragt, ob die Welt mit Saddam Hussein im
Irak leben kann. Ich habe geantwortet, daß ich ihn
anhand seinen Verhaltens beurteilen werde - wie ich
bereits mehrfach gesagt habe", stellte Clinton fest.
"Genau dies hat auch die Bush-Administration getan.
Ihre Position lautete: 'Wir können die Beziehungen
zum Irak nicht normalisieren, solange er dort ist.'"
"Die Bush-Administration hat den Irak jedoch nicht
jeden Tag bombardiert. Der Entschluß zur Bombardierung erfolgte, weil Saddam Hussein die Waffenstillstandsvereinbarungen der Vereinten Nationen gebrochen hat. Das ist meine Position. Ich werde mein
künftiges Vorgehen von seinem Verhalten abhängig
machen. Ich beabsichtige keine Normalisierung der
Beziehungen zu ihm."

"Aufgrund seines Verhaltens kann ich mir solche
Gegebenheiten nicht vorstellen."
In dem Interview mit der New York Times deutete
Clinton seine Bereitschaft zu veränderten Beziehungen zu Saddam Hussein an, warnte den irakischen
Revolutionsführer jedoch, seine Entschlossenheit nicht
in Frage zu stellen, auf die vollständige Einhaltung der
UN-Resolutionen zu drängen.
Der neue Präsident erklärte, sollte Saddam Hussein je
neben ihm sitzen, würde er ihm sagen: "Wenn Sie
andere Beziehungen zu uns wünschen, können Sie
mit der Einhaltung der UN-Forderungen beginnen und
Ihr Verhalten ändern."
Clinton stellte in seinem Interview ferner fest, er sei
"nicht besessen" von Saddam Hussein, sondern
"besessen von den in diesen UN-Vereinbarungen
festgelegten Verhaltensnormen, und wenn wir auf
einem Sofa säßen, würde ich ihn zu einer Änderung
seines Verhaltens auffordern."
Der neue Präsident verwies mit den Worten "es war
das richtige Vorgehen" auf seine Unterstützung von
Präsident Bushs Entscheidung, am 13. Januar einen
Luftangriff gegen irakische Ziele in die Wege zu leiten.
Clinton fügte jedoch hinzu, seiner Auffassung nach
"haben wir in den vergangenen anderthalb Jahren
unterschiedliche Signale" an den Irak gesendet.

Clinton wartet Saddam Husseins Reaktion auf die
Auf die Frage, ob er sich Umstände einer Normalisie- Militärmission der Verbündeten ab und erklärte: "Wir
rung oder sogar Verbesserung der Beziehungen zu werden beobachten, was in den nächsten Tagen
Bagdad während seiner Amtszeit mit Saddam Hussein geschieht und sehen dann weiter."
an der Macht vorstellen könne, antwortete Clinton:
AMERIKA DIENST 3

Seite 1

�Clinton zufolge schließt er künftige Militäraktionen
nicht aus, einschließlich gegebenenfalls der Wiederaufnahme des Landkrieges gegen den Irak, um die
Einhaltung der UN-Resolutionen zu erzwingen.
Er betonte, die "Hauptsache ist, daß wir weder ihm
noch sonst irgend jemanden den kleinsten Eindruck
vermitteln, wir seien wankelmütig".
Clinton stellte ferner fest, "anhand der uns vorliegenden Beweise ginge es dem irakischen Volk besser,
wenn es eine andere Führung hätte". Es "ist jedoch
nicht meine Aufgabe, seinen Herrscher auszuwählen",
fügte er hinzu. "Ich habe immer gesagt: Ich bin ein
Baptist, ich glaube an Bekehrungen auf dem Sterbebett.' Wenn er andere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen wünscht,
muß er nur sein Verhalten ändern."
Wenn Saddam Hussein "nurdie Hälfte, oder sogar nur
ein Drittel seiner Zeit damit verbrächte, sich um das
Wohlergehen seines Volkes zu kümmern, die er für
den Zustand seiner Boden-Luft-Raketen aufbringt und
ob er Bush durch die Verletzung des Waffenstillstandsabkommens verärgern kann ... wäre er ein
besserer Herrscher und es ginge ihm langfristig sehr
viel besser", erklärte Clinton.
Clinton warnte Saddam Hussein vordem Versuch, ihn
auszunutzen oder seine Verpflichtung zur vollständigen Einhaltung der UN-Resolutionen zu unterschätzen. Als Präsident, so Clinton, "erwarte ich ... in
vielfältiger Hinsicht von zahlreichen Menschen im Inund Ausland auf die Probe gestellt zu werden. Ein Teil
meiner Aufgabe besteht in der Bewältigung dieser
Probe... Ich werde zu meinem Amtseid stehen und
nicht von meiner Position oder meinen Überzeugungen abweichen. Es handelt sich hier um Bestrebungen
der Vereinten Nationen, bei denen große Solidarität

*

Seite 2

*

herrscht... Wir können uns ein Scheitern dieses Unternehmens nicht leisten, nur weil die Vereinigten Staaten
nicht entschlossen genug sind."
In Kommentaren zu anderen außenpolitischen Themen forderte Clinton eine eindeutige Reaktion des
Westens auf die "ethnische Säuberung" in BosnienHerzegowina und warnte, der bosnische Konflikt berge
"potentielle Auswirkungen" auf Mitteleuropa und die
Republiken der ehemaligen Sowjetunion.
Er betonte, er würde Kriegsverbrecher im Stil der Nürnberger Prozesse befürworten, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit im ehemaligen Jugoslawien begangen haben.
Und "es gibt andere Dinge, die wir tun können", so
Clinton, "Ich möchte meine Optionen nicht vorwegnehmen, indem ich sie diskutiere, bevor ich eine Entscheidung treffe."
Im Hinblick auf Somalia stellte Clinton fest, er sei nie
der Ansicht gewesen, die amerikanischen Streitkräfte
würden Somalia bis zum 20. Januar verlassen, wie die
Bush-Administration anfänglich gehofft hatte. Er unterstrich jedoch sein Engagement für die internationale
humanitäre Mission zur Sicherstellung der Nahrungsmittellieferungen an die hungernde Bevölkerung des
Landes.
Clinton erklärte, er wisse nicht, wie lange die amerikanischen Streitkräfte noch in Somalia bleiben würden.
"Meines Erachtens werden jedoch noch mehrere
Wochen vergehen", stellte er fest, "und wir müssen
eine multinationale Friedenstruppe schaffen, die kleiner ist, die wir - vielleicht von der Küste aus - unterstützen. Ich bin immer noch der Überzeugung, daß die
Mission im großen und ganzen erfü llt werden kann. Ich
habe keinen Grund zu der Annahme, daß dies nicht
möglich ist."

*

*

AMERIKA DIENST 3

�AMTSEINFÜHRUNG
20. Januar 1993

AMTSANTRITTSREDE TONANGEBEND
FÜR ADMINISTRATION
Seit über 200 Jahren dieselben Themen
WASHINGTON - (AD) - Wenn Bill Clinton am 20.
Januar 1993 nach seiner Vereidigung als 42. Präsident
der Vereinigten Staaten von Amerika seine Amtsantrittsrede hält, wird die Welt auf Hinweise auf die
künftige Politik dieser Nation und ihre Beziehungen zu
anderen Ländern warten.

im Jahre 1793 bis zu den 8.495 Worten der von William
Henry Harrison 1841 gehaltenen Rede.

Seit der ersten Amtsantrittsrede, die George Washington im Jahre 1789 hielt, sind die Präsidenten reden ihm
zufolge "peinlich genau untersucht und aufbewahrt
worden".

Die Ausstellung in der Library of Congress ist noch bis
zum 21. Februar 1993 geöffnet. Sie umfaßt Auszüge
aus verschiedenen Amtsantrittsreden, unter anderem
den folgenden:

"Die Einheit der Nation durchzieht alle diese Reden wie
ein roter Faden. In den Amtsantrittsreden werden die
Bürger aufgefordert, ihre parteipolitischen Differenzen
zu vergessen und sich zu vereinigen." "Ein zweites
Thema ist die Tatsache, daß wireine von Gott geleitete
Nation sind, ein drittes unsere Verantwortung für die
Bewahrung dieses einzigartigen demokratischen
Systems."

Thomas Jefferson, 1801: "Manchmal wird gesagt, der
Mensch könne nicht einmal übersieh selbst herrschen.
Wie kann er dann über andere herrschen?"

"Amtsantrittsreden können ganz wesentlich den Ton
für die neue Administration angeben", erklärte David
Mason, Politologe der Heritage Foundation. Ein Beispiel hierfür ist die 1961 von John F. Kennedy gehalte"Die Amtsantrittsreden waren oftmals tonangebend für ne Rede, dessen Äußerung "Fragen Sie sich nicht,
die neue Administration", erklärte Andrew Cosentino, was Ihr Land für Sie tun kann - fragen Sie sich, was Sie
Direktor einer Ausstellung in der Library of Congress fürlhr Land tunkönnen" fürdas stand, was ererreichen
wollte.
über Amtseinführungen von Präsidenten.

Cosentino zufolge wiesen die Amtsantrittsreden seit
Beginn des 20. Jahrhunderts eine "zunehmende
Bewegung hin zu einem internationalen Blickwinkel
auf".
Zusammengenommen sind diese Ansprachen "eine
Chronik dieses Landes, von seinen frühesten Tagen
bis in die Gegenwart", so Senator Wendell Ford,
Vorsitzender des aus beiden Häusern des Kongresses
zusammengesetzten Ausschusses für die Amtsantrittsfeierlichkeiten, derfürdie Vereidigungszeremonie
verantwortlich ist.
Die Länge derartiger Ansprachen reichte von 135
Worten bei George Washingtons zweitem Amtsantritt

Abraham Lincoln, 1865, während des amerikanischen
Bürgerkrieges: "Mit Bosheit gegenüber niemanden,
mit Nächstenliebe gegenüber allen, mit Entschiedenheit und dem uns von Gott gegebenen Bewußtsein für
das Richtige wollen wir nach der Vollendung des von
uns begonnenen Werkes streben, um die Wunden
unserer Nation zu verbinden und ... einen gerechten
und dauerhaften Frieden unteruns selbst und mit allen
Nationen zu schaffen und in Ehren zu halten."
Franklin Delano Roosevelt, 1933, während der Weltwirtschaftskrise: "Zunächst einmal möchte ich hier
meiner festen Überzeugung Ausdruck verleihen, daß
das einzige, vor dem wir Angst haben müssen, die
Angst selbst ist - namenloses, unbegründetes, unberechtigtes Entsetzen, das die zur Umwandlung von
Rückschritten in Fortschritte notwendigen Anstrengungen lahmlegt."

* * * *

AMERIKA DIENST 3

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Seite 1

�AMTSEINFÜHRUNG
20. Januar 1993

THEMEN BEI DER AMTSEINFÜHRUNG
GEBEN EINBLICK IN CLINTONS POLITIK
Zusammenhang mit Regierungsstil
WASHINGTON - (AD) - Nach der Geschichte zu
urteilen werden die vom 17. bis zum 21. Januar dieses
Jahres stattfindenden Feierlichkeiten aus Anlaß der
Amtseinführung des neuen Präsidenten Bill Clinton
einen Einblick in den Stil und die Methoden der künftigen Regierungsführung im Weißen Haus geben, so
ein Experte für Amtseinführungen in den Vereinigten
Staaten.

seiner ersten Amtseinführung 1801 begann Jefferson
Brooks zufolge seine Reise jedoch nicht in Monticello,
da er bereits in Washington wohnte.

Bei seiner Amtseinführung 1801 "ging Jefferson einfach zu Fuß von seiner Pension hinüber zum Kapitol zu
den Amtsantrittsfeierlichkeiten", stellte Brooks fest.
"Als die Feierlichkeiten vorbei waren, ging er zurück zu
seiner Pension und aß zu Abend. Als die anderen
Die Feierlichkeiten bei der Amtseinführung und die Pensionsgäste ihn fragten, ob er, da er nun Präsident
Amtsantrittsrede eines neuen Präsidenten "sind für die der Vereinigten Staaten sei, am Kopfende der Tafel
kommende Administration tonangebend", erklärte sitzen wolle, sagte er sehr höflich 'Nein, ich setze mich
kürzlich Philip Brooks, Historiker beim amerikanischen an meinen gewohnten Platz'".
Nationalarchiv (National Archives). "Es tauchen immer
wieder bestimmte Themen auf, die einen Hinweis Jefferson "wollte die Idee in die Tat umsetzen, daß
darauf geben, wie die Administration in den nächsten seine Administration volksnaher sein und viel mehr
vier Jahren ihre Aufgabe angehen wird", erklärte er Zusammenhalt zeigen solle als die vorherige", so
während einer Pressekonferenz mit anschließendem Brooks.
Interview.
Clintons Busreise wird mit der Zeremonie "Ruf nach
Brooks, der zur Zeit dem Ausschuß für die Amtsan- Versöhnung" vor dem Lincoln-Denkmal enden, was
trittsfeierlichkeiten angehört, informiert den Ausschuß Brooks zufolge ebenfalls sehr viel historische Symbound die Medien über frühere Amtsantritte und stellt für lik enthält.
das Nationalarchiv Daten über Clintons Amtsantritt
Abraham Lincoln, der 16. Präsident der Vereinigten
zusammen.
Staaten, war das erste amerikanische StaatsoberEs ist ihm zufolge "von höchster Bedeutung", daß haupt, das der Republikanischen Partei angehörte.
Clinton beschloß, die letzte Etappe seiner langen Aus diesem Grunde "verknüpft die Zeremonie vordem
Reise in die Präsidentschaft mit einer Busfahrt in die Lincoln-Denkmal zwei große Strömungen der politiBundeshauptstadt Washington einzuleiten, die in schen Tradition Amerikas", so Brooks. Ihm zufolge
Charlottesville, Virginia, in Monticello, dem Heim des trug auch Lincoln entscheidend zur nationalen Versöhdritten amerikanischen Präsidenten Thomas Jeffer- nung und dem "Venbinden der Wunden der Nation"
son beginnt. Jefferson, der Verfasser der Unabhän- nach dem amerikanischen Bürgerkrieg bei.
gigkeitserklärung, wird oftmals als Gründer der DemoNach der Zeremonie vor dem Lincoln Memorial werkratischen Partei bezeichnet.
den Clinton und der neue Vizepräsident Gore mit ihren
Dieser Aspekt der geplanten Amtsantrittsfeierlichkei- Familien über die Memorial Bridge zur Zeremonie
ten unterstreicht die Bedeutung, die Clinton den "Jef- "Glocken der Hoffnung" gehen, in deren Verlauf unter
fersonschen Wurzeln eines Großteils der politischen anderem eine Nachbildung der Freiheitsglocke läuten
Tradition in Amerika" beimißt, so Brooks. Der Reise- wird. In diesem Moment werden - so Brooks - in ganz
weg des Busses ähnelt stark der Route, die der dama- Amerika, in amerikanischen Militäreinrichtungen in
lige Vizepräsident Jefferson im Jahre 1800 bei seiner Übersee und sogar im Space Shuttle "Endeavor" gleichReise in die Bundeshauptstadt Washington nahm. Bei zeitig die Glocken läuten.
AMERIKA DIENST 3]

Seite 1

�Auch die Wahl der Memorial Bridge zum Überqueren
des Potomac, des Flusses, der die Grenze zwischen
der Bundeshauptstadt Washington und der ehemaligen Hochburg des Südens, Virginia, darstellt, enthält
Brooks zufolge "ebenfalls sehr viel Symbolik". Sie
wurde zum Gedenken an die Opfer des amerikanischen Bürgerkrieges konstruiert und ist das Symbol
der Versöhnung zwischen den Nord- und den Südstaaten. Die Brücke verbindet das Lincoln-Denkmal
mit Custis Lee Mansion, dem Wohnhaus des berühmten Generals der Konföderierten, Robert E. Lee. Lincoln und Lee waren "die zwei Hauptfiguren" der beiden
Seiten im Bürgerkrieg.

der Rolle eines gewählten Führers der Exekutive ohne
monarchische Züge, der - so Brooks - eine "sehr
heikle" Aufgabe hatte, Vorsicht walten lassen. Während Washington "nicht vornehm tat, was zur damaligen Zeit für einen amerikanischen Bürger auch nicht
angemessen gewesen wäre", zeigte er "große Würde"
und verhielt sich so, wie es dem Amt des Präsidenten
geziemt, so Brooks.

Die Amtsantrittsreden der Präsidenten deuten oft an,
worauf die neue Administration in ihrer Politik Wert
legen wird, erklärte Brooks und verwies insbesondere
auf die Amtsantrittsreden der ehemaligen Präsidenten
Woodrow Wilson 1913, Franklin Roosevelt 1933, Harry
Die Tradition der Amtsantrittsfeierlichkeiten wurde im Truman 1949, John F. Kennedy 1961 und Ronald
Jahr 1789 von George Washington, dem ersten Präsi- Reagan 1981. Diese Reden legten laut Brooks "die
denten der Vereinigten Staaten begonnen.
von ihnen vorgeschlagene Tagesordnung und ihre
philosophischen Standpunkte" dar, die sie ins Weiße
Washington war sich bewußt, daß er einen histori- Haus brachten.
schen Präzedenzfall schuf, und mußte beim Entwurf

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Seite 2

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AMERIKA DIENST 3

�AUSSENPOLITIK
20. Januar 1993

WIRTSCHAFT, VERTEIDIGUNG, DEMOKRATIE IM
MITTELPUNKT AMERIKANISCHER POLITIK
Anhörung des neuen Außenministers Christopher
WASHINGTON - (AD) - "Wirtschaftswachstum, militärische Stärke und Unterstützung der Demokratie" werden
dem neuen Außenminister Warren Christopher zufolge einander verstärkende Säulen der amerikanischen
Außenpolitik während der Clinton-Administration sein.
"Eine pulsierende Wirtschaft wird die Stellung Amerikas im Ausland stärken und uns gleichzeitig erlauben, ein
starkes Militär beizubehalten, ohne innenpolitische Erfordernisse zu opfern", erklärte Christopher bei der
Anhörung zu seiner Bestätigung vor dem Auswärtigen Ausschuß des Senats am 13. Januar 1993.
"Darüber hinaus", so stellte er fest, "können wir alte Bedrohungen befrieden, neue verhindern und neue Märkte
für amerikanischen Handel und amerikanische Investitionen schaffen, wenn wir anderen helfen, auf den Ruinen
der Diktatur eine Demokratie zu errichten."
Christopher verwies ferner darauf, da ß es auch während des Anpassungsprozesses der Vereinigten Staaten an
die neuen Bedingungen auf der ganzen Welt "von Nutzen ist, die grundsätzliche Kontinuität in der amerikanischen Au ßenpolitik zu unterstreichen". Er stellte dazu fest: 'Trotz eines Wechsels der Administration wird unsere
Politik in vielen spezifischen Fällen konstant bleiben und danach streben, auf den Leistungen unserer Vorgänger
aufzubauen."
Nachfolgend veröffentlichen wir Christophers Eingangserklärung vor dem Ausschuß im Wortlaut.

Herr Vorsitzender, es ist mir eine große Ehre, zu Ihnen
als der vom designierten Präsidenten Clinton für das
Amt des Außenministers nominierte Kandidat sprechen zu dürfen. Es ist ein weiter Weg von Scranton
(North Dakota) mit seinen 300 Einwohnern, wo ich
geboren wurde und aufgewachsen bin, bis zu diesem
Anhörungssaal, und ich bin tief bewegt, unter diesen
Umständen hier anwesend zu sein.

kundungen erhalten. Freunde verweisen auf die schwärenden Konflikte dieser neuen Welt und betonen unsere eigenen begrenzten Mittel. Sie erklären mir, ich
hätte eine wichtige aber unerfreuliche Aufgabe übernommen.

Ich weiß ihre Besorgnis zu schätzen, aber ich bestreite
ihre Beurteilung. Ich bin der Ansicht, daß wir an einem
Punkt mit einzigartigen Aussichten angekommen sind.
Sie und die Mitglieder dieses Ausschusses haben im Das prägende Element dieses Zeitalters ist der Wanvergangenen Jahrzehnt einen führenden und klugen del, und ich gehe davon aus, daß viele dieser VeränBeitrag zur Außenpolitik unseres Landes geleistet. Ich derungen zu unseren Gunsten ausfallen. Der Kalte
möchte zu Beginn sagen, daß ich einem engen und Krieg ist vorbei. Vierzigjährige Bemühungen für kollekvon Zusammenarbeit geprägten Verhältnis zu Ihnen tive Sicherheit und Menschenwürde haben sich ausentgegensehe. Darüber hinaus erwarte ich Ihre Fra- gezahlt. Millionen, die unter dem unwürdigen Joch des
gen und werde versuchen, sie mit der rückhaltlosen Kommunismus lebten, sind frei. Die Welle demokratiOffenheit zu beantworten, für die Diplomaten so be- scher Bestrebungen wächst von Tibet bis Mittelamerika. Freiere Märkte erweitern den Umfang des Wohlrühmt sind.
standes. Der nukleare Alptraum nimmt ab - und ich
In den drei Wochen, seit der neugewählte Präsident möchte die Präsidenten Bush und Jelzin zu ihren
Clinton mich bat, sein Außenminister zu werden, habe erfolgreichen Verhandlungen über den START-Il-Vertrag
ich etwa ebensoviele Mitleids- wie Glückwunschbe- beglückwünschen. Wir haben heute die Chance, eine

AMERIKA DIENST 3

Seite 1

�neue Strategie zu schaffen, um die Ressourcen der
Vereinigten Staaten auf etwas anderes zu konzentrieren als die Konfrontation der Supermächte.
Weder der neugewählte Präsident Clinton noch ich
haben irgendwelche Illusionen bezüglich der Gefahren, die in vielen Veränderungen dieses Zeitalters
lauern. Das Ende des Kalten Krieges hat viele seit
langem schwelende Konflikte bloßgelegt. Die blutigen
Resultate treten im ehemaligen Jugoslawien und
andernorts zutage. Auch an rücksichtslosen und
expansionistischen Diktatoren wird es diesem Zeitalter nicht mangeln, Saddam Hussein hat diese Tatsache bestätigt. Es ist jedoch ebenfalls zutreffend, daß
wir heute vergleichsweise mächtiger und physisch
sicherer sind. Während wir also im Hinblick auf die
Gefahren dieses Zeitalters wachsam sind, nehmen wir
es dennoch mit einem unterschwelligen Gefühl des
Optimismus in Angriff.
Seit den späten vierziger Jahren hat unser Land nicht
mehr vor der Herausforderung gestanden, eine völlig
neue Außenpolitik für eine Welt zu gestalten, die sich
grundlegend verändert hat. Wie unsere damaligen
Vorgänger müssen wir eine neue Strategie zum Schutz
amerikanischer Interessen entwickeln, indem wir die
Grundlagen für eine gerechtere und stabilere Welt
legen. In dieser Strategie müssen die grundsätzlichen
Veränderungen zum Ausdruck kommen, die dieses
neue Zeitalter charakterisieren:
Das Aufbrechen seit langem unterdrückter ethnischer, religiöser und regionaler Konflikte, besonders im ehemals sowjetischen Block;

ziel unserer Außenpolitik machen. Zweitens müssen
wir unsere militärische Stärke bewahren, während wir
unsere Streitkräfte neuen militärischen Herausforderungen anpassen. Drittens müssen wir unsere Au ßenpolitik an dem Ziel orientieren, die Verbreitung der
Demokratie und Marktwirtschaft im Ausland zu fördern.
Während wir uns neuen Bedingungen anpassen, ist es
von Nutzen, die grundsätzliche Kontinuität in der
amerikanischen Au ßenpolitik zu unterstreichen. Trotz
eines Wechsels der Administration wird unsere Politik
in vielen spezifischen Fällen konstant bleiben und
danach streben, auf den Leistungen unserer Vorgänger aufzubauen. Beispiele dafür sind der Friedensprozeß im Nahen Osten, die entschlossene Durchsetzung
der UN-Sanktionen gegen den Irak, die Ratifizierung
und Durchführung des START-Il-Vertrags sowie die
anhaltende Notwendigkeit für amerikanische Macht,
eine Rolle bei der Förderung von Stabilität in Europa
und dem Pazifik zu spielen.
Herr Vorsitzender, wenn ich mit der Erlaubnis des
Ausschusses einen Augenblick von meinem Text
abweichen darf, so möchte ich meinen vorbereiteten
Äußerungen ein paar Worte hinzufügen.
Der Irak verletzt weiterhin die Resolutionen des UNSicherheitsratsund stellt den Willen und die Stärke der
internationalen Staatengemeinschaft auf die Probe.
Ich sage mit großer Entschlossenheit, Saddam sollte
nicht eine Sekunde lang daran zweifeln, daß wir, die
neue Administration, diese Probe bestehen werden.

eine weltweite demokratische Revolution, die
von neuen Informationstechnologien angetrieben wird, die die Macht von Ideen verstärkt;

Präsident Clinton wird auf der bedingungslosen Einhaltung der UN-Resolutionen bestehen. Wir haben
wiederholt klargestellt, wir stehen Schulter an Schulter
mit der gegenwärtigen Administration in unserer Entschlossenheit zu gewährleisten, daß Saddam Hussein
die unbeugsame Haltung der Vereinigten Staaten nicht
erneut falsch einschätzt.

neue und alte Herausforderungen im Bereich
Menschenrechte, darunter der Schutz ethnischer Minderheiten ebenso wie politischer Dissidenten;

Herr Vorsitzender, ich wollte aufgrund meiner Entschlossenheit, die - wie ich weiß - auch Präsident
Clinton in dieser Frage hat, heute morgen von meinem
Text abweichen.

der internationale Charakter von Handel und
Kapital;

das Aufkommen neuer sicherh«itspolitischer
Bedrohungen, insbesondere Terrorismus sowie die Verbreitung modemer Waffen und Massenvernichtungsmittel;

Obwohl in unserer Außenpolitik ein hohes Maß an
Kontinuität herrscht, erbt unsere neue Administration
jedoch die Aufgabe, eine Strategie für die amerikanische Führungsrolle nach dem Kalten Krieg zu definieren. Wir können es uns nicht leisten, uns von einer
globale Herausforderungen, darunter ÜberbeKrise zur nächsten zu hangeln. Wir benötigen eine
völkerung, Hunger, Dürre, Flüchtlinge, AIDS,
neue Diplomatie, die danach strebt, Krisen wie im Irak,
Drogenhandel und weltweite Bedrohungen der
in Bosnien und Somalia vorherzusehen und zu verhinUmwelt.
dern, anstatt sie nur zu bewältigen. Unsere UnterstütUm unsere außenpolitischen Ziele und Institutionen zung von demokratischen Institutionen und Menschendiesen Veränderungen anzupassen, hat der neuge- rechten kann zur Entschärfung politischer Konflikte
wählte Präsident Clinton betont, daß unsere Bemü- beitragen. Unsere Unterstützung für umweltverträglihungen auf drei Säulen ruhen müssen: Erstens müssen che Entwicklung und weltweiten Umweltschutz kann
wir die wirtschaftliche Sicherheit Amerikas zum Haupt- ferner dazu beitragen, menschliches Leid in einem

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AMERIKA DIENST 3

�Ausmaß zu verhindern, das unsere Intervention erfordert. Wir können nicht jede Krise vorhersehen. Präventive Diplomatie kann uns jedoch die Freiheit verschaffen, mehr Zeit und Bemühungen auf die Probleme zu verwenden, mit denen wir im Inland konfrontiert
sind.
Es reicht nicht aus, eine neue Strategie zu artikulieren.
Darüber hinaus müssen wir sie dem amerikanischen
Volk gegenüber rechtfertigen. Heute können es sich
die Gestalter der Außenpolitik nicht mehr leisten, die
Öffentlichkeit zu ignorieren, denn es besteht die echte
Gefahr, daß die Öffentlichkeit die Au ßenpolitik ignorieren wird. Das zentrale Ziel der Eindämmung sowjetischer Macht muß durch komplexere Rechtfertigungen
ersetzt werden, die in das neue Zeitalter passen. Wir
müssen zeigen, daß in diesem Zeitalter Außenpolitik
nicht länger nur das Ausland betrifft.

mente einschließlich der neuen GATT-Vereinbarung
und des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens
nutzen, das den Interessen amerikanischer Firmen,
Arbeitnehmern und Gemeinden dient.
In dem Bereich, in dem wirtschaftlicher Wettbewerb
ideologische Rivalitäten überlagert, ist es an der Zeit
für die Diplomatie, Zugang für amerikanische Unternehmen zu expandierenden Weltmärkten zu gewährleisten. Das bedeutet nicht, daß unsere Handelsziele
andere wichtige Anliegen wie Nichtverbreitung, Menschenrechte und umweltverträgliche Entwicklung in
der Dritten Welt übertrumpfen werden. Zu lange
haben wir jedoch Wirtschaftspolitik zum armen Vetter
der Außenpolitik gemacht. In all die Länder des
ehemaligen Ostblocks - Nationen, deren Volkswirtschaften und Märkte sich an der Schwelle zu Wachstum befinden - haben wir beispielsweise jahrelang nur
einen Angehörigen des auswärtigen Dienstes entsandt, um amerikanischen Unternehmen behilflich zu
sein. Im Falle Rußlands bedeutet dies einen Handelsvertreter für eine Nation mit 150 Millionen Menschen.
Andere Wirtschaftsmächte wie etwa Deutschland und
Japan stellen sehr viel mehr Personal für die Förderung ihrer Firmen, Industrien und wirtschaftlichen
Belange ab.

Praktikerder Staatskunst vergessen bisweilen, daßihr
Endziel darin besteht, das tägliche Leben des amerikanischen Volkes zu verbessern. Sie nehmen an, die
Außenpolitik sei zu komplex, um die Öffentlichkeit an
ihrer Gestaltung zu beteiligen. Das ist eine kostspielige Täuschung. Von Vietnam bis zu Iran-Contra
waren wir zu häufig Zeugen der katastrophalen Folgen
einer Außenpolitik, die von Experten ohne angemessene Offenheit oder Konsultation mit der Öffentlichkeit Die Clinton-Administration beabsichtigt, unsere Diplound deren Vertretern im Kongreß erdacht wurde.
matie zum Zugpferd der Bedürfnisse und Chancen
amerikanischer Industrien und Arbeitnehmer zu maDas Außenministerium kann sich weniger denn je ein chen. Wir werden uns nicht schämen, unsere hohe
Klienteldenken leisten, eine Krankheit, die von unge- Diplomatie mit unseren Wirtschaftszielen zu verbinbührlicher Rücksichtnahme auf die möglichen Reak- den. Wir werden unsere Missionen im Ausland bitten,
tionen anderer Länder geprägt ist. Ich bin seit langem mehr zu tun, um entscheidende Informationen über
der Ansicht, das Außenministerium benötige eine Marktchancen und Handelsschranken zu sammeln
"Amerikaabteilung". Diese Administration wird eine und aktiv amerikanischen Unternehmen behilflich zu
haben - und ich werde ihr Leiter sein.
sein, die im Ausland tätig werden wollen.
Ich werde heute nicht versuchen, die Außenpolitik der
nächsten vier Jahre in die Zwangsjacke irgendeiner
maßgeschneiderten Doktrin zu packen. Dennoch
müssen die Aktionen der Vereinigten Staaten in der
Welt von konsequenten Prinzipien geleitet sein. Wie
ich bereits festgestellt habe, gibt es meines Erachtens
drei Prinzipien, die Leitlinie für die Außenpolitik in
diesem neuen Zeitalter sein sollten.
Erstens müssen wir die wirtschaftliche Sicherheit der
Vereinigten Staaten mit derselben Energie und denselben Mitteln fördern, die wir zur Führung des Kalten
Krieges aufgewendet haben. Die neue Administration
wird in Kürze ein Wirtschaftsprogramm vorlegen, das
amerikanischen Unternehmen und Arbeitnehmern zu
Gewinnen auf den Weltmärkten verhelfen, unsere
Abhängigkeit von ausländischen Anleihen abbauen
und unsere Fähigkeit verbessern soll, unsere Verpflichtungen gegenüberdem Ausland wahrzunehmen.
Trotz unserer wirtschaftlichen M isere sind wir nach wie
vor die größte Handelsnation der Welt, ihr größter
Markt und führender Exporteur. Aus diesem Grund
müssen wir alle uns zur Verfügung stehenden Instru-

AMERIKA DIENST 3

Zweitens müssen wir eine starke Verteidigung aufrechterhalten, während wir unsere Streitkräfte an neue
und andauernde Sicherheitsherausforderungen anpassen. Als Ergebnis der Ende der siebziger Jahre
von Präsident Carter in die Wege geleiteten und unter
den Präsidenten Reagan und Bush fortgesetzten
Bestrebungen erbt unsere Administration die beste
Kampfstreitmacht der Welt. Aber die Welt hat sich
verändert.
Wir sehen uns mit einem Paradoxon konfrontiert: Der
Zusammenbruch der Sowjetunion versetzt uns in die
Lage, unsere Streitkräfte des Kalten Krieges zu reduzieren. Er hinterläßt jedoch auch die amerikanische
Macht als wichtigsten Halt für eine instabile Welt. Unsere Fähigkeit zur Bewältigung des Übergangs zu
einem stabileren System internationaler Beziehungen
wird von unserer durch glaubwürdige Stärke gestützten unermüdlichen Diplomatie abhängen. Der neugewählte Präsident und der designierte Verteidigungsminister Aspin haben umrissen, wie wir unsere Streitkräfte an die neuen Aufgaben anpassen müssen. Ich
stimme mit der Erklärung des künftigen Präsidenten
Seite 3

�Clinton überein, daß "wir beschließen, stets abzuschrecken, manchmal zu kämpfen und immer zu
gewinnen".

und die Institutionen der kollektiven Sicherheit - insbesondere die Vereinten Nationen - zu ermutigen, einen
größeren Teil der internationalen Arbeit zu übernehmen, um Aggression abzuschrecken, das Leiden zu
Ich habe einen Großteil meines Lebens mit der Prak- mildern und den Frieden zu bewahren. In diesem
tizierung unterschiedlicher Formen von Diplomatie, Zusammenhang werden wir mit Generalsekretär
Verhandlungen und Problemlösungen verbracht - von Boutros-Ghali und den Mitgliedern des Sicherheitsrats
dem Bemühen umdie Freilassung der amerikanischen zusammenarbeiten, um zu gewährleisten, daß den
Geiseln im Iran über die Reaktion auf städtische Unru- Vereinten Nationen die Mittel zur Durchführung dieser
hen und Brutalität der Polizei bis zur Tätigkeit als Aufgaben zur Verfügung stehen.
Rechtsanwalt über vier Jahrzehnte hinweg. Ich habe
argumentiert - und bin immer noch dieser Überzeu- Die Vereinten Nationen haben sich in jüngster Zeit sehr
gung -, daß Diplomatie ein vernachlässigter Imperativ vielversprechend bei der Schlichtung von Konflikten
ist. Meines Erachtens müssen wir neue Techniken zur und der Erfüllung ihres Versprechens der kollektiven
Beilegung von Streitfällen und Formen internationaler Sicherheit verhalten - in Namibia, Kambodscha, El
Schlichtung auf die Konflikte anwenden, von denen die Salvador und andernorts. Die Vereinten Nationen
Welt heimgesucht wird.
können jedoch kein wirksames Instrument zur Teilung
unserer globalen Last sein, wenn wir nicht die Last
Aus Erfahrung weiß ich auch, daß Nationen nicht auf ihrer Unterstützung teilen. Ich werde auf die Begleider Grundlage des guten Willens allein verhandeln. chung unserer ausstehenden Verpflichtungen hinarSie verhandeln auf der Grundlage von Interessen und beiten.
daher der Berechnung von Macht. Wenn ich über
unsere Erfahrungen im Kalten Krieg nachdenke, ist es Wenn unsere vitalen Interessen auf dem Spiel stehen,
offenkundig, daß sich unser Erfolg aus unserer Fähig- werden wir uns letztlich immer unsere Option vorbekeit ableitete, Diplomatie und Macht gleichermaßen halten, im Alleingang zu handeln. Wie der neugewähleinzusetzen - sowohl bei der Modernisierung unserer te Präsident festgestellt hat, sollte unser Motto in
Streitkräfte als auch den Verhandlungen über Rü- diesem Bereich lauten: "Gemeinsam können wir,
stungskontrolle, der Befürwortung von Menschenrech- allein müssen wir handeln".
ten sowie verdecktem und offenen Widerstand gegen
Eines unserer wichtigsten Sicherheitsprobleme in diesem
sowjetischen Expansionismus.
Zeitalter wird die Verbreitung todbringender - nukleaIn den kommenden Jahren werden sich die Amerika- rer, chemischer, biologischer und verbesserter konner mit beunruhigenden Fragen über den Einsatz von ventioneller - Waffen und deren Trägersysteme sein.
Gewalt konfrontiert sehen - Entscheidungen darüber, Der Golfkrieg hat das Problem eines fanatischen
ob man bei Grenzstreitigkeiten, Bürgerkriegen, offen- Aggressors schlaglichtartig beleuchtet, der Massenkundiger Invasion und in Fällen möglichen Genozids vernichtungswaffen entwickelt oder einsetzt. Wir müssen
intervenieren soll. Ob man für Zwecke eingreifen soll, unbeirrt mit anderen Nationen zusammenarbeiten, um
die sich maßgeblich vom herkömmlichen Auftrag unserer die Weiterverbreitung durch verbesserte NachrichtenStreitkräfte unterscheiden, wie Friedenssicherung, dienste, Exportkontrollen, Anreize, Sanktionen und
Friedensschaffung, humanitäre Hilfe, Evakuierung von gegebenenfalls den Einsatz von Gewalt zu entmutiAmerikanern im Ausland sowie Bestrebungen zur gen. Insgesamt gesehen wird diese Administration der
Bekämpfung von Drogenhandel und Terrorismus. Verhütung der Weiterverbreitung hohe Priorität einObwohl es kein Patentrezept für solche Entscheidun- räumen, während wir in eine zunehmend gefährliche
gen gibt, bin ich der Auffassung, daß der umsichtige Periode eintreten.
und sorgfältige Einsatz von Gewalt unter bestimmten
Umständen - und die glaubwürdige Drohung damit Drittens wird unsere neue Diplomatie die weltweite
generell - für den Erfolg unserer Diplomatie und Au- Revolution für Demokratie ermutigen, die unsere Welt
ßenpolitik unabdingbar ist. Obwohl am Rande immer umgestaltet. Die Förderung von Demokratie bedeutet
Meinungsverschiedenheiten bestehen werden, kön- keinen Kreuzzug, um die Welt nach unseren Vorstelnen - und müssen - wir meines Erachtens einen lungen neu zu schaffen. Vielmehr kann und sollte die
überparteilichen Konsens erzielen, bei dem diese Fragen Unterstützung von Demokratie und Menschenrechten
bezüglich des Einsatzes von Gewalt nicht länger wie im Ausland ein zentrales strategisches Dogma bei der
Verbesserung unserer eigenen Sicherheit sein.
bisher unsere Nation sparten.
Demokratische Bewegungen und Regierungen werWir können jedoch nicht auf jeden Alarm reagieren. Ich den nicht nur eher Menschenrechte und die Rechte
möchte dem amerikanischen Volk versichern, daß wir von Minderheiten schützen, sondern sind auch eher
sein Blut und Hab und Gut nicht dem Zugriff der zur friedlichen Lösung ethnischer, religiöser und terriübrigen Welt überlassen. Wir können nicht jede Krise torialer Konflikte geneigt und verläßliche Partner bei
zu einer Entscheidung zwischen Untätigkeit und Diplomatie, Handel, Rüstungsvereinbarungen und
amerikanischer Intervention werden lassen. Es wird Umweltschutz.
die Politik dieser Administration sein, andere Nationen
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AMERIKA DIENST 3

�Ein strategischer Ansatz zur Förderung von Demokratie erfordert, daß wir all unsere Mittel koordinieren,
einschließlich Handel, wirtschaftlicher und militärischer
Hilfestellung sowie Schuldenerlaß. Indem sie internationale und regionale Institutionen in die Arbeit der
Förderung von Demokratie einbeziehen, können die
Vereinigten Staaten ihre begrenzten Ressourcen
bestmöglich einsetzen und den Anschein vermeiden,
andere dominieren zu wollen. Im Informationszeitalter
kommt der Öffentlichkeitsarbeit besondere Bedeutung
zu - und aus diesem Grund werden wir die Gründung
von Radio Free Asia unterstützen, um sicherzustellen,
daß die Bevölkerung aller asiatischen Nationen Zugang zu unzensierten Informationen über ihre Gesellschaft und die Welt erhält.

und die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen verbessern können.
Die Clinton-Administration wird Amerika wieder an die
vorderste Front der globalen Anstrengungen zur Erzielung eines umweltverträglichen Wachstums stellen
und folglich werden wir unseren Kindern eine bessere
Welt hinterlassen. Wir sind der Ansicht, daß eine gute
Umwertpolitik eine Voraussetzung und nicht ein Hindernis für Wirtschaftswachstum ist.

Diese drei Säulen unserer Außenpolitik - Wirtschaftswachstum, militärische Stärke und Unterstützung für
die Demokratie - verstärken sich gegenseitig. Eine
pulsierende Wirtschaft wird die Stellung Amerikas im
Ausland stärken und uns gleichzeitig erlauben, ein
Demokratie kann nicht von oben nach unten aufge- starkes Militär beizubehalten, ohne innenpolitische
zwungen, sondern muß von unten nach oben aufge- Erfordernisse zu opfern. Darüber hinaus können wir
baut werden. Unsere Politik sollte geduldige, dauer- arte Bedrohungen befrieden, neue verhindern und
hafte Bestebungen ermutigen, anderen beim Aufbau neue Märkte für amerikanischen Handel und amerikader Institutionen behilflich zu sein, die Demokratie nische Investitionen schaffen, wenn wir anderen helermöglichen - politischen Parteien, freien Medien, fen, auf den Ruinen der Diktatur eine Demokratie zu
Gesetzen zum Schutz von Eigentum und Rechten des errichten.
einzelnen, einer unparteiischen Judikative, GewerkIch möchte kurz darauf zu sprechen kommen, wie
schaften und Freiwilligenverbänden, die zwischen dem
dieser strategische Ansatz sich auf die wichtigsten
einzelnen und dem Staat stehen. Amerikanische
Herausforderungen im Sicherheitsbereich in den neunPrivatorganisationen und Bürgerinitiativen sind besonziger Jahren auswirkt. Es gibt nichts Wichtigeres, als
ders gut für Hilfe geeignet. In diesem Zusammenhang
Rußland bei seiner Demilitarisierung, Privatisierung,
werden wir unverzüglich die Gründung des Bürgerwirtschaftlichen Wiederbelebung und dem Aufbau
korps Demokratie in die Wege leiten, um erfahrene
repräsentativer politischer Institutionen zu helfen. Die
Amerikaner in Kontakt mit Vertretern der Basisdemomutigen wirtschaftlichen und politischen Reformen
kratie im Ausland zu bringen und die überparteiliche
Präsident Jelzins sind unsere größte Hoffnung für die
Nationale Stiftung für Demokratie zu unterstützen.
Reduzierung des immer noch beträchtlichen Arsenals
atomarer
und konventioneller Waffen in Rußland und
Darüber hinaus müssen wir unsere institutionellen
anderen
Staaten
der ehemaligen Sowjetunion, und
Kapazitäten verbessert, um den Menschen rechtzeitidas
wiederum
erlaubt
uns eine Senkung unserer Verge und wirksame Hile zu leisten, die mit dem Aufbau
teidigungsausgaben.
Ein Zusammenbruch der russivon Demokratie und freien Märkten kämpfen. Zu
schen
Wirtschaft,
die
im letzten Jahr um 20 Prozent
diesem Zweck müssen wir das Amt für internationale
schrumpfte,
könnte
die
Demokratie auf fatale Weise in
Entwicklung (Agency for International Development Verruf
bringen
nicht
nur
in den Augen der Russen,
AID) einer Überholung unterziehen. Das Amt muß
sondern
auch
in
den
Augen
ihrer Nachbarn. Unsere
weniger Aufgaben übernehmen, den Umfang seiner
Administration
wird
zusammen
mit den G-7-Partnem
Aktivitäten einschränken und seine Bürokratie abbaudie
Unterstützung
für
Rußlands
Wirtschaftsreformen
en. Aus aufgeklärtem Eigeninteresse wie auch aus
erhöhen.
Diese
Hilfe
muß
an
Rußlands
Bereitschaft
Mitgefühl müssen wir Lehren aus den bisherigen Erfolgebunden
sein,
die
fürden
Übergang
von
einerzentragen und Mißerfolgen des AID ziehen, um seinen
len
Planwirtschaft
zu
einer
stärker
marktorientierten
künftigen Bestrebungen Nachdruck zu verleihen.
Wirtschaft erforderlichen schwierigen aber notwendiBei all dieser Arbeit müssen wir gewährleisten, daß gen Schritte zu gehen.
den mit der Durchführung der Außenpolitik unseres
Landes Beauftragten die erforderlichen Ressourcen Auch werden wir direkter und technischer Hilfe für die
zur Bewältigung dieser Aufgabe zur Verfügung ste- Bemühungen Rußlands zum Abbau seiner Waffen
hen. Ich möchte mit Ihnen zusammenarbeiten, um und zur angemessenen Entsorgung seiner nuklearen
sicherzustellen, daß sie übergeeignete Einrichtungen, Materialien, zur Bereitstellung von Arbeitsplätzen für
Ausbildung, Informationssysteme und Sicherheit ver- Verteidigungsfachleute im zivilen Sektor sowie zur
fügen. Femer müssen wir die Organisation unseres Unterbringung seiner aufgelösten Streitkräfte hohe
Außenministeriums und die Formulierung unserer Priorität einräumen. Wir müssen den demokratischen
Außenpolitik einer Oberprüfung unterziehen. In den Reformern in Rußland klarmachen, daß ihnen die
kommenden Wochen beabsichtige ich eine Abspek- demokratischen Nationen zur Seite stehen und ihnen
kung des Außenministeriums , damit wir nationale die von anderen Ländern bei der Lösung ähnlicher
Grenzen überschreitende Themen leichter bewältigen Probleme gemachte Erfahrung zur Verfügung steht.
AMERIKA DIENST 3

Seite 5

�Wir sollten ebenfalls eine ähnliche internationale Aktion zur Unterstützung der Ukraine, der anderen Mitglieder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, des
Baltikums und der Länder Mittel- und Osteuropas ins
Leben rufen.

heit verstärkt gerecht zu werden, beispielsweise bei
der Unterstützung friedenserhaltender Missionen von
Kambodscha bis Somalia. Jetzt mu ß Japan mehr tun,
um auch seiner wirtschaftlichen Verantwortung zu
entsprechen: Handelsschranken schneller abbauen
und seine Wirtschaft der Konkurrenz öffnen. Ein Drittel
In Europa bleiben wir weiterhin der NATO, dem erfolg- oder mehr der gesamten weltwirtschaftlichen Aktivitäreichsten militärischen und politischen Bündnis der ten entfallen auf Japan und die Vereinigten Staaten.
Geschichte verpflichtet, obgleich wir der Entwicklung Das verpflichtet unsere beiden Länder, gegenseitige
neuer Sicherheitsvorkehrungen zur Einbeziehung der Beschuldigungen zu vermeiden und dem Entstehen
aufstrebenden Demokratien des Ostens Rückendek- regionaler Handelsblöcke, die die Aussichten auf weltkung geben. Unsere Administration wird die Bemü- weites Wachstum schmälern würden, entgegenzuwirhungen der KSZE zur Unterstützung der Menschen- ken. Wir haben jedoch auch die Verpflichtung gegenrechte, der Demokratie, freier Wahlen und der histori- über den Unternehmen und ihren Arbeitern in Amerika,
schen Reintegration der Nationen Ost- und Westeuro- sicherzustellen, daß sie ebensolchen Nutzen aus dem
pas fördern. Auch kann ich Ihnen versichern, daß Wachstum der japanischen Wirtschaft ziehen wie die
diese Administration lebhafte Anstrengungen unter- Japaner es viele Jahrzehnte lang aus der Stärke und
nehmen wird, um in einer konzertierten Aktion mit Offenheit der amerikanischen Wirtschaft getan haben.
unseren europäischen Verbündeten und internationalen Gremien das Gemetzel in Bosnien zu beenden - ein In Südkorea wird unsere militärische Präsenz so lange
Gemetzel, das Tausende von Menschenleben gefor- aufrechterhalten, wie Nordkorea für diese Nation eine
dert hat und die Gefahr einer Ausbreitung auf dem Bedrohung darstellt. Und auf dem asiatischen Subganzen Balkan beinhaltet. Europa und die ganze kontinent umfassen unsere Interessen den Kampf
internationale Staatengemeinschaft müssen wirklichen gegen die Verbreitung von Atomwaffen, die Wiederwirtschaftlichen und militärischen Druck auf die serbi- herstellung des Friedens in Afghanistan, das Ende der
sche Führung ausüben, damit diese ihre grausame die Demokratie gefährdenden ZwistigkeKen zwischen
Politik der ethnischen Säuberung beendet.
Bevölkerungsgruppen in Indien sowie den Schutz der
Menschenrechte und freie Wahlen in Burma, Pakistan
In Asien werden wir mit zahlreichen Herausforderun- und andernorts.
gen und Chancen konfrontiert, insbesondere - wie der
neue Präsident Clinton während des Wahlkampfs Im Nahen Osten müssen wir den Elan der laufenden
betonte - mit einer komplizierten Mischung alter und Verhandlungen über den Frieden und regionale Franeuer Kräfte, die uns zum Überdenken unserer Politik gen erhalten. Es ist das große Verdienst von Präsident
gegenüber China zwingt. Einerseits gibt es eine Bush und dem früheren Außenminister Baker, daß sie
blühende Wirtschaft, die in zunehmendem Maße auf die Araber und die Israelis an den Verhandlungstisch
den Prinzipien der Marktwirtschaft beruht und vielen gebracht haben, und die Clinton-Administration verMillionen chinesischer Bürger ein nie dagewesenes pflichtet sich, auf der Grundlage dieses historischen
Maß an Wohlstand und ein Verlangen nach wirtschaft- Durchbruchs weiterzuarbeiten. Unsere auf Demokralichen und politischen Reformen gibt. Andererseits tie konzentrierte Politik unterstreicht unser besondekönnen wir die ständigen Berichte über den Export res Verhältnis mit Israel, der einzigen Demokratie der
gefährlicher Militärtechnologie aus China in Konfliktre- Region, mit dem wir eine starke und lebhafte strategigionen, über die weitverbreitete Verletzung der Men- sche Beziehung aufzubauen verpflichtet sind. Wir sind
schenrechte oder mißbräuchliche Handelspraktiken, auch der Überzeugung, daß Amerikas unerschütterlidie zu einem Handelsungleichgewicht in Höhe von 17 ches Engagement für das Existenzrecht Israels in
Milliarden Dollar zwischen unseren Ländern beigetra- sicheren Grenzen für einen gerechten und dauerhafgen haben, nicht ignorieren. Unsere Politik wird auf die ten Frieden von entscheidender Bedeutung ist. Wir
Förderung einer friedlichen Evolution in China vom werden auch in Zukunft das weite Feld der HerausforKommunismus zur Demokratie durch Ermutigung der derungen dieser Region in Zusammenarbeit mit Israel
Kräfte der wirtschaftlichen und politischen Liberalisie- und unseren arabischen Freunden angehen.
rung in diesem großen Land abzielen.
Wir werden im gesamten Nahen Osten und am PersiAnderswo in Asien entwickeln sich die Pazifikanrainer- schen Golf auf neue Rüstungskontrollabkommen hinstaaten zu einem globalen Zentrum für wirtschaftliche arbeiten, insbesondere was MassenvernichtungswafDynamik. 1991 belief sich unser transpazifischer fen anbelangt. Wir werden dem Iran und dem Irak
Handel auf über 316 Milliarden Dollar, was unseren gegenüber, die entschlossen scheinen, in der ganzen
Handel mit Westeuropa mit einem Volumen von 221 Region und sogar außerhalb Gewalt und Aufruhr zu
Milliarden gering erscheinen ließ. Besondere Auf- säen, wachsam sein. Auch in dieser Region werden
merksamkeit müssen wir Japan widmen. Dieses Land wir für Wirtschaftsreformen, dem Volk verantwortliche
hat kürzlich wichtige Schritte unternommen, um seiner Regierungen und größere Respektierung der Meninternationalen Verantwortung im Bereich der Sicher- schenrechteeintreten. Nach einem Jahrzehnt, indem

Seite 6

AMERIKA DIENST 3

�mehr als 1.000 Amerikaner von internationalen Terroristen getötet, verwundet oder entführt wurden, geben
wir den Terroristen oder den Staaten, die die Verbrechen gegen die Menschlichkeit unterstützen, keinen
Pardon.
Nirgendwo war der Marsch gegen Diktatoren und für
die Demokratie so dramatisch wie in unserer Hemisphäre. Es liegt in unserem eigenen Interesse, den
Ländern Lateinamerikas bei der Konsolidierung eines
Jahrzehnts harterkämpften Fortschritts behilflich zu
sein. In den letzten Jahren, als sich in dieser Region
die Demokratie ausbreitete und die Marktwirtschaften
liberalisiert wurden, haben sich unsere Exporte nach
Lateinamerika verdoppelt. In enger Zusammenarbeit
mit unseren Partnern in dieser Hemisphäre - Kanada
und Mexiko - sollten wir Mittel und Wege suchen, um
die Freihandelsabkommen auf die lateinamerikanischen Nationen auszudehnen, die ihre Wirtschaft und
ihr politisches System öffnen. Gleichzeitig erwarten
wir eine weitere Verständigung im Hinblick auf das
Nordamerikanische Freihandelsabkommen, so wie
bereits von Präsident Clinton skizziert. Auch müssen
wir die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zu
einem wirksameren Forum zur Lösung unserer regionalen Probleme machen. Auf Haiti unterstützen wir
entschieden die von den Vereinten Nationen und der
OAS unternommenen internationalen Anstrengungen
zur Wiederherstellung der Demokratie. Wir werden
das Embargo gegen Kuba fortsetzen, um weiterhin
Druck auf das Castro-Regime auszuüben. In El Salvador und Nicaragua fördern wir entschlossen die nationale Versöhnung und die volle Inkraftsetzung der
Friedensabkommen. In den Andenstaaten muß die
Macht der Drogenbarone gebrochen werden, damit
ihre und unsere Bürger von dem verderblichen Einfluß
des Drogenhandels befreit werden.
In Afrika fordert die neue Generation ebenfalls die aus
pluralistischen Demokratien und offenen Wirtschaftssystemen resultierenden Chancen. Die Menschen
dort verdienen unser Verständnis und unsere Unterstützung. Wir müssen ihre Bemühungen zum Aufbau
von Institutionen fördern, die die Afrikaner in die Lage
versetzen, die reichhaltigen Ressourcen des Landes
zu entwickeln und sie zu nutzen, mit ihren wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Problemen fertig
zu werden und die unterschwelligen Gründe für die
politische Instabilität anzugehen. Wir werden uns in
Zusammenarbeit mit dem Kongreß ebenso engagieren, unseren Hilfsprogrammen für das Ausland eine
neue Richtung zu geben, um umwertverträgliches
Wachstum und privates Unternehmertum in Afrika zu
fördern. In Südafrika werden wir aktiv denjenigen den
Rücken stärken, die - seien es Schwarze oder Weiße
- die Demontage der verhaßten Maschinerie der Apartheid anstreben und mit Entschlossenheit am Aufbau

*

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einer aus vielen Rassen bestehenden Demokratie
arbeiten.
An dem Tag, an dem mich der neue Präsident Clinton
zum Außenminister nominierte, habe ich bereits darauf hingewiesen, daß während meines Jurastudiums
General George Marshall und Dean Acheson meine
beiden Vorbilder waren. Es ist für mich eine große
Ehre, die Chance zur Ausübung des Amtes zu erhalten, das sie und so viele andere bewunderte Staatsmänner unserer Nation innehatten. Marshall und
Acheson waren Visionäre, die bei Anbruch des Kalten
Krieges erkannten, daß Amerika nicht sicher sein
kann, wenn es sich von der restlichen Welt abschottet.
Der Triumph der Freiheit in diesem großartigen Kampf
ist das Vermächtnis ihrer aktiven Außenpolitik, die
anderen unsere Werte vermittelte und unsere Interessen schützte.
Heute sehen wir uns, ebenso wie Marshall und Acheson zu ihrer Zeit, einem neuen Zeitafter und der
Herausforderung gegenüber, eine neue Außenpolitik
zu entwickeln, deren Aktivismus in den fortdauernden
Interessen Amerikas begründet sein muß. Sie muß
eine realistische Einschätzung der uns bedrohenden
Gefahren enthalten und von unseren gemeinsamen
demokratischen Überzeugungen geleitet sein. Und
damit sie im Ausland respektiert werden kann, mu ß sie
auf einen stabilen Konsens der beiden Parteien hier in
Amerika gründen.
Letztendlich wird die heute von mir skizzierte Sicherheitsstrategie daran gemessen werden, welchen Nutzen sie dem amerikanischen Volk bringt. Ihr Wert wird
nicht an ihrer theoretischen Eleganz, sondern an ihren
Ergebnissen gemessen. Wenn sie unseren Menschen mehr Wohlstand bringt und ihre Sicherheit im
Ausland erhöht, wenn sie den stabilisierenden und
adelnden Einfluß demokratischer Institutionen und
freierer Märkte erweitert, wenn sie bei der Erhaltung
unserer Umwelt für unsere Kinder hilft - wenn sie
derartiges erreicht, dann sind wir unserer Verantwortung gegenüber unserer Generation gerecht geworden, ebenso wie Marshall, Acheson und die anderen
Architekten der Nachkriegszeit der ihren gerecht wurden.
Sie waren es, die die hohen Maßstäbe anlegten, an die
wir uns jetzt bei der Neudefinition der Erfordernisse
einer weltweiten Führungsrolle der Vereinigten Staaten halten wollen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit beiden Parteien im Kongreß zum Aufbau
eines neuen Rahmens für diese Führungsrolle, eines
Rahmens, innerhalb dessen es gesunde Diskussionen
geben wird, innerhalb dessen wir aber auch einen
starken Konsens erreichen können, der uns bei der
gemeinsamen Verfolgung unserer nationalen Interessen im In- und Ausland dienlich ist.

* * * *

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�MARTIN

LUTHER

KING
20. Januar 1993

MARTIN LUTHER KINGS TRAUM LEBT WEITER
Erklärung seiner Witwe bei Diplomatenempfang
WASHINGTON - (AD) - Obwohl das häufig durch rassisch und ethnisch begründete Animositäten verursachte
Leid in vielen Teilen der Welt die Hoffnungen von_Dr. Martin Luther King auf eine bessere Zukunft überlagert haben
mag, ist seine Witwe, Coretta Scott King, der Überzeugung, daß "Dr. Kings Traum nie gestorben ist".
Bei einem diplomatischen Empfang im US-Au ßenministerium am 11. Januar 1993 betonte Frau King, sein Traum
sei "immer als helles Licht am Ende des Tunnels zugegen gewesen und hat Hoffnung auf ein besseres Amerika
und eine bessere Welt ausgestrahlt".
Sie verwies darauf, daß die Erinnerung an sein Leben und seinen Tod den Menschen überall "die Möglichkeit
bietet, seinen Lebensentwurf erneut zu studieren, Unzulänglichkeiten zu sehen und rechtzeitig die neuen
Maßnahmen zu planen, die notwendig sind, um seinen Traum von einer besseren Nation und einer besseren
Welt zu verwirklichen.
Nachfolgend veröffentlichen wir die kurze Ansprache von Frau King im Wortlaut.
Herr Außenminister, Mitglieder des diplomatischen
Korps, verehrte Gäste,
ich möchte dem Minister für seine Großzügigkeit bei
der Ermöglichung dieses Empfangs danken.
Wir haben uns hier versammelt, um den 64. Geburtstag von Dr. Martin Luther King, Jr. und den achten
gesetzlichen Feiertag zu seinen Ehren zu begehen.
1993 wird ein Jahr der Jahrestage sein, darunter der
25. Jahrestag seiner Ermordung, der 30. Jahrestag
des Marschs auf Washington, der 30. Jahrestag der
Kampagne in Birmingham, der 25. Jahrestag der
Gründung des King-Zentrums in Atlanta sowie der 10.
Jahrestag der Unterzeichnung des Gesetzes, mit dem
ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag geschaffen
wurde. Am Neujahrstag haben wir den 130. Jahrestag
der von Präsident Lincoln erlassenen Emanzipationserklärung gewürdigt.

er Aktionen und ehrenamtlicher Tätigkeit zugunsten
der Ziele, fürdie Dr. King sein Leben gab. Kein anderer
gesetzlicher Feiertag bietet ein größeres Potential
dafür, so viele Menschen unterschiedlicher ethnischer,
kulturellerund wirtschaftlicher Herkunft zusammenzuführen, um gemeinsame Probleme zu lösen und dies
in einem solch lebendigen Geist internationaler Brüder- und Schwesterlichkeit zu tun.
Traurigerweise wird Dr. Kings Traum heute in so vielen
Teilen unseres Landes und der Welt von einem Alptraum des Leides und unkontrollierbarer Ausbrüche
rassischer und ethnischer Animositäten abgelöst. Wir
brauchen nur das ehemalige Jugoslawien zu betrachten, die Republiken der früheren Sowjetunion, den
Sudan oder Somalia, Westjordanland und unsere
eigenen Städte.

Im vergangenen Jahr haben Sie, Herr Minister, eine
ähnliche Versammlung hervorragender PersönlichkeiSie und ich haben erlebt, wie der gesetzliche Feiertag ten daran erinnert, daß "unsere neue Weltordnung auf
zu Ehren Kings ein mächtiges Werkzeug wurde, um zerbrechlichen Fundamenten ruht". Wie recht Sie
Dr. Kings Traum zu verwirklichen. Unter der sorgfälti- hatten. Von Rußland bis Südafrika kämpft die Demogen Leitung der Kommission zur Begehung des King- kratie gegen den Strom. Das Amerika von heute ist
Feiertags wurde er zu einer Gelegenheit der rassen- eine Nation, in der Rasse gegen Rasse, Kultur gegen
übergreifenden und interkulturellen Zusammenarbeit Kultur, Klasse gegen Klasse, ethnische (Gruppe) gegen
und gemeinsamen Aktion in Städten, Bundesstaaten ethnische (Gruppe) steht. Amerika ist eine gespaltene
und sogarvielen anderen Ländern. Er wurde zu einem Nation, die sich in einer Welt befindet, die ebenfalls
Anlaß für Bildungs- und Fortbildungsmaßnahmen im über Rassen und ethnischer Zugehörigkeit zerbricht.
Hinblick auf Dr. Kings Überzeugungen und Methoden Trotz alledem ist Dr. Kings Traum nie gestorben. Er ist
sowie zu einer Gelegenheit schöpferischer, gewaltfreiAMERIKA DIENST 3

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�immer als helles Licht am Ende des Tunnels zugegen
gewesen und hat Hoffnung auf ein besseres Amerika
und eine bessere Welt ausgestrahlt.
Martin Luther King Jr. glaubte daran, daß Gott weiterhin durch die Geschichte wirkt "um Seine Wunder zum
Ausdruck zu bringen". Dr. King betrachtete die Geschichte als Werk unserer Beziehung zu Gott, von
Furcht bis zu Haß, von Egoismus bis zu Gemeinschaft,
von Bösem zu Gerechtigkeit, von der Ferne zu Gott
und dem Mitmenschen hin zur Vereinigung mit Gott
und den Mitmenschen.
Dr. King glaubte daran, daß die Geschichte keine
Probleme aufwirft ohne schließlich auch Lösungen
hervorzubringen. In seinem Buch "Why We Canl
Wart" schrieb Dr. King, "die Desillusionierten, die Unterprivilegierten und die Enterbten scheinen in Zeiten
tiefer Krisen eine Art von Genius aufzubringen, der es
ihnen ermöglicht, die geeigneten Waffen zu ersinnen
und zu ergreifen, um ihr Schicksal zu bestimmen.
Genau dies war die friedliche Waffe gewaltfreier direkter Aktionen."
Dr. King glaubte daran, daß die Geschichte seiner
Generation ein "unbeschreiblich wichtiges Schicksal"
auferlegt hatte, "einen Prozeß der Demokratisierung
zu vollenden, der unsere mächtigste Waffe für die
Anerkennung und Nachahmung der Welt war". Er
glaubte daran, daß künftige Generationen im Rückblick auf seine Zeiten der turbulenten, spannungsgela-

denen Tage erkennen würden, wie Gott durch die
Geschichte zur Rettung der Menscheit wirkte.
Martin Luther King Jr. hatte mehr als einen Traum. Er
hatte ein Programm und einen Plan für revolutionären
sozialen Wandel, der alle Völker einbezog, niemanden
ausschloß und Wirkung bei Institutionen und Nationen
zeitigte. Er hinterließ uns einen Konstruktionsplan,
dem wir folgen sollten. Jeder King-Feiertag bietet uns
die Möglichkeit, seinen Lebensentwurf erneut zu studieren, Unzulänglichkeiten zu sehen und rechtzeitig
die neuen Maßnahmen zu planen, die notwendig sind,
um seinen Traum von einer besseren Nation und einer
besseren Welt zu verwirklichen.
Dr. King hat gesagt, es gebe "diejenigen, die Geschichteschreiben. Es gibt diejenigen, die Geschichte
machen. Es gibt diejenigen, die Geschichte erfahren."
Einige von uns werden die Geschichte unserer Zeit
schreiben. Wir alle werden diese Geschichte machen
und erfahren. Wir sollten diesen Moment nutzen, um
die Dinge für uns, unsere Kinder und andere wirklich zu
verbessern. Es ist nicht zu spät. Durch unsere
Handlungen sollten wir es künftigen Historikern ermöglichen, ein großartiges Kapitel über unsere guten
Taten und Leistungen zu schreiben, das ein dauerhaftes und unbeugsames Engagement für den Plan, das
Programm und den gewaltfreien Lebensentwurf Dr.
Kings widerspiegelt - sogar bis ins nächste Jahrhundert hinein.

* * * * *

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�MENSCHENRECHTE
20. Januar 1993

JAHRESBERICHT ZUR WELTWEITEN
MENSCHENRECHTSSITUATION
Erfaßt 189 Länder und zeigt Verletzungen auf
WASHINGTON - (AD) - Der am 19. Januar veröffentlichte Jahresbericht der Vereinigten Staaten zu r Situation der Menschenrechte ist Teil des von der Vertreterin des Außenministeriums Patricia Dennis als "Doppelansatz" der Vereinigten Staaten im Bereich der
Menschenrechtspolitik bezeichneten Vorgehens.

beleuchten. Dadurch können ihr zufolge die Staaten
bei der "Entwicklung eines weltweiten Konsenses"
über die Praktiken einiger Länder helfen und den
moralischen Druck auf Wandel verstärken.

Dennis, Abteilungsleiterin für Menschenrechtsfragen
und humanitäre Angelegenheiten im Außenministerium, ist der Ansicht, ihr Land habe sowohl die "Fähigkeit als auch das Bedürfnis", diese Bemühungen zu
unternehmen, und hofft, daß dies auch in Zukunft so
bleibt.

Ermutigung der Demokratie, da "Menschenrechte in einem demokratischen Land eher
beachtet werden",

Sie fügte hinzu, der Bericht sei nun "die Grundlage für
viele Länder zur Beurteilung ihres Verhaltens gegenEin Ansatz besteht darin, so Dennis in einem Interview über anderen Staaten".
mit dem US-Informationsamt am 15. Januar 1993, in
Einzelfällen von Unterdrückung zu helfen. Dies um- Dennis betonte, die Bestrebungen der Vereinigten
faßt sowohl die Unterstützung des einzelnen bei der Staaten zur Verbesserung der Menschenrechtslage
Durchsetzung seiner Rechte als auch enorme huma- seien ein anhaltendes Bemühen der amerikanischen
nitäre Bestrebungen wie die gegenwärtig von den Diplomaten bei ihrem täglichen Umgang mit den MitVereinigten Staaten in Somalia unternommene. Der gliedern ihrer Gastgeberregierungen.
andere Ansatz beinhaltet, die Menschenrechtsbilanz Ihr zufolge konzentrierten sich unter der Bush-Adminianderer Regierungen auf der ganzen Welt zu verbes- stration die spezifischen Bestrebungen im Bereich der
sern - dies ist das Ziel des Jahresberichts.
Menschenrechte auf folgendes:

Sie erklärte, der Menschenrechtsbericht für 1992 erfasse 189 Länderund vergleiche die Menschenrechtsbilanz ihrer Regierungen anhand von international
anerkannten Normen, einschließlich der Allgemeinen
Deklaration der Menschenrechte. Der ursprünglich
vom Kongreß zur Erfassung der Menschenrechtssituation in den Ländern, die Hilfe von den Vereinigten
Staaten erhalten, zwingend vorgeschriebene Bericht
erfaßt jetzt alle Mitglieder der Vereinten Nationen.

Förderung der Rechtstaatlichkeit, "damit sie als
Rahmen für die Lösung schwieriger Probleme
dient", sowie
Förderung der Rechte des einzelnen, um "sicherzustellen, daß die Menschen dieselben
Freiheiten genießen, die" in der amerikanischen
Verfassung und der Bill of Rights verankert
sind".

Die für die Erstellung dieses Dokuments notwendigen
Informationen werden von amerikanischen Botschaften, internationalen nichtstaatlichen Organisationen,
nationalen Menschenrechtsgruppen und anderen
Quellen gesammelt.

Dennis nannte das internationale Hilfsprogramm für
Somalia ein Beispiel für das Engagement im Bereich
der Menschenrechte nicht nur von amerikanischer,
sondern von multilateraler Seite. Das zur Zeit in
Somalia laufende humanitäre Hilfsprogramm ist ihr
zufolge ein Meilenstein bei den "Bemühungen der
internationalen Staatengemeinschaft, eine Vielzahl von
Menschenrechtsverietzungen zu bewältigen".

Laut Dennis hatte der Jahresbericht den "unerwarteten" Vorteil, Menschenrechtsverletzungen vor dem
"Gerichtshof der Weltmeinung" schlaglichtartig zu

"Eine multilaterale Anstrengung erfordert stets mehr
Zeit als eine unilaterale", fügte sie hinzu. Durch
Projekte wie das jetzt in Somalia laufende wird die

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�internationale Staatengemeinschaft besser auf den
künftigen Umgang mit einer bestimmten Situation
vorbereitet.

In Afrika gibt es Dennis zufolge "eine gehörige Portion
Optimismus über die Konsolidierung der Demokratie
und demokratische" Prinzipien.

Dennis verglich auch die Umstände in Somalia mit den
ganz anders gearteten in Bosnien-Herzegowina, wo
"es viele neue Probleme im Bereich der Menschenrechte gibt und wir (die Völkergemeinschaft) viel Zeit
benötigen werden, um den effektiven Umgang damit
zu erlernen".

Sie erklärte, ethnische und religiöse Uneinigkeit sei
ebenfalls "eine treibende Kraft" hinter Menschenrechtsverletzungen in einigen Ländern, insbesondere in den
Staaten der früheren Sowjetunion, in denen es nicht
länger ein Unterdrückungsregime gibt, das die historisch bedingten politischen und wirtschaftlichen Feindseligkeiten unter Kontrolle hält.

Im Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 1992
nannte die Abteilungsleiterin des US-Außenministeriums auch positive Entwicklungen: mehr demokratische Regierungen, die Konsolidierung demokratischer
Regime in Lateinamerika und der fortdauernde,
"wenngleich zögernde" Fortschritt bei Menschenrechtsfragen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.
* *

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In den Vereinigten Staaten ist man der Meinung, daß
durch die Anwendung rechtsstaatlicher Prinzipien die
grundlegenden Überzeugungen und Wertesysteme
der Menschen geändert werden können, um solche
Konflikte aus der Welt zu schaffen.

* *

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�UMWELT
20. Januar 1993

1993 JAHR DES ENGAGEMENTS FÜR DIE UMWELT
Äußerungen Clintons deuten auf Veränderungen hin
WASHINGTON - (AD) - Die Vereinten Nationen beginnen, eine als "umweltverträgliche Entwicklung" bezeichnete Vision mit Inhalt zu füllen, und der neue
Präsident Clinton hat versprochen, die Vereinigten
Staaten zur führenden Kraft bei diesen Bemühungen
zu machen.

verlagern. Der Hauptteil von dessen Budget in Höhe
von 18,8 Milliarden Dollar wird für die Produktion von
Kernwaffen sowie Forschungsprojekte ausgegeben,
die sich beispielsweise mit der Verbesserung des
Wirkungsgrades von Kohle- und Kernkraftwerken
befassen.

Diese Vision erhielt beim einzigartigen Erdgipfel vom
vergangenen Juni in Rio de Janeiro Unterstützung, an
dem mehr Regierungschefs - etwa 120 der 179 Länder, die Mitglied der Vereinten Nationen sind - teilnahmen als bei irgendeiner früheren Versammlung.

Eine Studie des Energieministeriums kam im Dezember zu dem Schluß, daß sich die staatlichen Subventionen der Energiewirtschaft auf 5 bis 10 Milliarden
Dollar belaufen, was von der jeweiligen Definition des
Begriffs Subvention abhängt. Umweltgruppen sind
seit den Wahlen im November besonders aktiv mit
Forderungen, mehr für die Erforschung der Sonnenenergie und des Einsatzes von Erdgas anstatt für die
Kernenergie auszugeben.

Ihre Arbeit wurde von der Generalversammlung der
Vereinten Nationen fortgesetzt, und Ende 1992 hatte
sie eine Kommission für umweltverträgliche Entwicklung eingesetzt, die das ehrgeizigste jemals entwickelte Programm zum weltweiten Umweltschutz bei gleich- Ein Grund für die nachhaltige Unterstützung von Clinzeitiger Förderung der Entwicklung in der Dritten Welt ton und Gore durch diese Gruppen bestand in ihrer
beaufsichtigen soll.
Überzeugung, daß beide die Vereinigten Staaten in
eine Zukunft umweltverträglicher Entwicklung führen
In den Vereinigten Staaten wählten die Stimmberech- würden. Umweltschützer erklären, daß sie von Steltigten Bill Clinton zum Präsidenten, der im Wahlkampf lungnahmen Clintons und seiner Kabinettsmitglieder
unter anderem versprochen hatte, daß "die Vereinig- nach den Wahlen nicht enttäuscht worden seien. Seine
ten Staaten die Führungsrolle bei der Förderung Wahl für die Spitzenposition im Umweltbereich, die
umweltverträglicher Entwicklung übernehmen werden". Leitung des EPA, ist Carol Browner, die in Florida
Sein Vizepräsidentschaftskandidat AI Gore war einer bereits in der Umweltbehörde tätig und zuvor Assistender führenden Umweltschützer im amerikanischen tin im Senatsbüro von Gore war.
Senat gewesen und hatte sich häufig für die Notwendigkeit eines Abkommens mit der Dritten Welt ausge- Bei den Vereinten Nationen hat die Generalversammsprochen, um die Entwicklung anzukurbeln und gleich- lung im Dezember die "Agenda 21" verabschiedet, ein
zeitig die Umwelt zu schützen.
800seitiges Umweltschutz- und Entwicklungsprogramm,
das beim Erdgipfel ausgehandelt worden war. AmeriBis Ende 1992 hatte der neugewählte Präsident Clin- kanische Regierungsvertreter haben die Agenda 21
ton ein Kabinett zusammengestellt, in dem die Belan- als "außergewöhnliches Dokument" bezeichnet, weil
ge der Umwelt sehr gut vertreten zu sein scheinen. es nahezu alle Umweltprobleme aufführt und VorSeine Kandidaten für die Leitung des Bundesamts für schläge zu deren Überwindung enthält.
Umweltschutz (EPA) sowie die Ressorts für Energie
und Inneres sind als Befürworter des sparsamen Eine der in Agenda 21 enthaltenen Fragen, die beim
Umgangs mit natürlichen Ressourcen, verstärkter Erdgipfel und von der Generalversammlung besonEnergieausnutzung und des größeren Einsatzes er- ders eingehend diskutiert wurde, war die Macht der
neuerbarer Energieträger wie der Sonnenenergie Kommission für umweltverträgliche Entwicklung.
bekannt.
"Die Versammlung hat entschieden, daß der KommisClinton und die von ihm für das Energieministerium sion von den Regierungen auf freiwilliger Basis Infornominierte Hazel O'Leary erklärten bei einer Presse- mationen geliefert werden", erläuterte ein UN-Vertrekonferenz, sie wollten die Prioritäten des Ministeriums ter kürzlich in einem Interview. Der Grund für die
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�Freiwilligkeit der Berichte besteht ihm zufolge darin,
daß es ohne vereinbarte Definition von umweltverträglicher Entwicklung keine Möglichkeit gibt, den Fortschritt auf dem Weg zu diesem Ziel zu messen.

zum Jahr 2000. Eine zwischenstaatliche Wissenschaftlergruppe hat davor gewarnt, daß sich die Welt
erheblich erwärmen werde, falls Gase wie etwa Kohlendioxid, das durch die Verbrennung von Stoffen wie
Kohle, Öl und Holz produziert wird, nicht kontrolliert
werden. Eine Erwärmung könnte zu drastischen Klimaveränderungen führen, stellte die Gruppe fest.

"Was für ein Land umweltverträglich ist, mag für ein
anderes Land unterschiedlich sein. Es gibt keine
eindeutig definierten Normen dessen, was umweltverträgliche Entwicklung ist," erklärte er.
Der Vertrag wurde von Kontroversen begleitet, weil
sich die Vereinigten Staaten als einziges wichtiges
Die Hunderte nichtstaatlicher Organisationen, die beim Industrieland weigerten, sich auf ein rechtlich bindenErdgipfel vertreten waren, hatten mit dem Argument des Ziel für das Ausmaß der Treibhausgasemissionen
obligatorische Jahresberichte von jedem Land gefor- festzulegen. Die Bush-Administration bestand darauf,
dert, daß Fortschritte danach beurteilt werden könn- daß es zu viel wissenschaftliche Ungewißheit gebe,
ten, wie nah jedes Land an die Verwirklichung der um die Reduzierung des Einsatzes von Brennstoffen
Hunderte von Zielen herankäme, die in Agenda 21 zu rechtfertigen, auf die sich die Vereinigten Staaten
formuliert sind. Darüber hinaus wollten sie der Kom- und andere Industriestaaten so weitgehend stützen.
mission die Befugnis verleihen, Umweltprobleme an
jedem Ort der Welt zu untersuchen.
Darüber hinaus wurde die Bush-Administration beim
Erdgipfel scharf kritisiert, weil sie sich weigerte, einen
Die Entwicklungsländer wehrten sich jedoch erfolg- Vertrag zum Schutz von Weltregionen zu unterzeichreich gegen vorgeschriebene Berichte und erweiterte nen, die besonders reich an Tier- und Pflanzenarten
Vollmachten der Kommission. Ferner stießen sie auf sind.
wenig Widerstand mit der Forderung, daß die Kommission den Umfang der Hilfe beobachten solle, die von Amerikanische Regierungsvertreter hielten dem entden Industriestaaten an die Entwicklungsländer verge- gegen, der Vertrag schütze nicht die Rechte der Unterben wird, um diesen bei der Überwindung von Umwelt- nehmen, die mit den genetischen Ressourcen in dieproblemen zu helfen.
sen biologisch reichen Gebieten Produkte entwickelten.
In einem Kompromiß wurde Bürgerinitiativen das Recht
eingeräumt, an den Sitzungen der Kommission teilzu- Beim Rückblick auf den Erdgipfel erklärte der Leiter
nehmen und unabhängig von der Haltung der jeweili- des EPAunterder Bush-Administration, William Reilly,
gen Regierung Berichte über Probleme in einem Land im Dezember 1992, er habe den Punkt markiert, an
einzureichen.
dem die Umwelt mit den wichtigsten Themen verflochten wurde, mit denen Entwicklungs- und IndustriestaaDie Führung des Ausschusses soll bei einem organi- ten konfrontiert sind. "Er zeigte, daß Umweltfragen in
satorischen Treffen Anfang Februar am New Yorker Zusammenhang mit Bereichen wie Handel, Energie,
Sitz der Vereinten Nationen gewählt werden. Die Landwirtschaft und wirtschaftlicher Entwicklung beMitgliedschaft wurde auf 53 Regierungen begrenzt, die handelt werden müssen", schrieb er.
auf Rotationsbasis mitarbeiten werden.
Umweltfragen sind in den Vereinigten Staaten sicherDas erste inhaltliche Treffen der Kommission zur lich mit Handelsproblemen verknüpft worden. Die
Erörterung der Verwirklichung von Agenda 21 wird Bush-Administration hat im Oktober ein Freihandelswahrscheinlich im Mai oder Juni stattfinden. Danach abkommen mit Mexiko und Kanada zustandegebracht,
wird erwartet, daß die Kommission jährlich zusam- das von Reilly als "grünstes" jemals ausgehandeltes
mentritt.
internationales Handelsabkommen bezeichnet wurde.
Die Generalversammlung hat darüber hinaus begonnen, eine Forderung des Erdgipfels nach einem Vertrag auszugestalten, um die Ausbreitung der Wüsten
in unter Dürre leidenden Ländern zu bekämpfen,
besonders in Afrika. Sie beschloß einmütig, einen
zwischenstaatlichen Ausschuß zu schaffen, der im
Februar die Verhandlungen aufnehmen soll.

Der neue Präsident Clinton erklärte jedoch während
des Wahlkampfs, er sei etwas besorgt über die Auswirkungen des vorgeschlagenen und vom Kongreß noch
nicht verabschiedeten Abkommens auf die Umwelt.
Nahezu alle Umweltgruppen haben sich einer Kampagne gegen die Verabschiedung angeschlossen und
behaupten, das Abkommen werde in Mexiko Verschmutzungsreservate schaffen.

Darüber hinaus genehmigte sie die Einrichtung einer
multidisziplinären Expertengruppe, um den Unterhänd- Sie sind der Ansicht, amerikanische Unternehmen
lern bei technischen Fragen zu helfen.
würden nach Mexiko abwandern, um den strengen
Umweltschutzbestimmungen in den Vereinigten StaaÜber 150 Länder unterzeichneten beim Erdgipfel eiten zu entgehen. Vertreter der Administration haben
nen umfassenden aber nicht bindenden Vertrag zur
versucht, dieses Argument mit dem Hinweis zu widerBegrenzung der Treibhausgasemissionen, die Wärme
legen, das vorgesehene Abkommen gestatte es jedem
auf der Erde zurückhalten, auf das Niveau von 1990 bis
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�der drei Länder, in einem Verfahren zur Beilegung von Vertreter des Außenministeriums stellten unlängst fest,
Streitigkeiten Probleme zur Sprache zu bringen.
sie erwarteten, daß die neue Clinton-Administration
dem Anfang Januar bereits vereidigten neuen KonDie Vereinigten Staaten haben im Jahr 1992 drei greß erneut ein solches Gesetz vorlegen werde.
weitere wichtige internationale Umweltverträge unterzeichnet oder Maßnahmen zu ihrer Verwirklichung Ebenso verabschiedete der Senat im August einen
ergriffen. Zunächst verständigten sich Vertreter der Vertrag, der die Ausfuhr von Sondermüll in andere
Vereinigten Staaten und 92 anderer Länder im Novem- Länder streng regeln würde, aber den beiden Häusern
ber darauf, den stufenweisen Abbau des Einsatzes des Kongresses gelang es nicht, die Durchführungsvon Chemikalien zu beschleunigen, die die schützen- gesetze zu verabschieden.
de Ozonschicht in der Atmosphäre angreifen. Sie
vereinbarten, den Einsatz von Fluorchlorkohlenwas- Ein wichtiger Bestandteil dieses Vorhabens, das dem
serstoffen (FCKW) und Kohlentetrachlorid bis zum 1. Kongreß erneut vorgelegt werden müßte, um die
Januar 1996 einzustellen, vier Jahre schneller als im amerikanischen Gesetze dem Vertrag anzupassen, ist
die Definition von Haushaltsabfällen und der nach ihrer
ursprünglichen Zeitplan vorgesehen.
Verbrennung zurückbleibenden Asche als SonderDie Nutzung mehrerer anderer Chemikalien wird eben- müll.
falls wesentlich schneller eingestellt als zunächst vorgesehen, da sie alle die Ozonschicht schädigen, die In vieler Hinsicht erfüllen die amerikanischen Bestimden Menschen vor Hautkrebs und Starerkrankungen mungen den Vertrag jedoch bereits. So darf Sondermüll zum Beispiel nicht in andere Länder transportiert
schützt.
werden, es sei denn, die Regierung des jeweiligen
Ein Dauerfonds wird ferner den Entwicklungsländern Landes erteilt eine schriftliche Genehmigung für deren
helfen, Ersatzstoffe für ozonschädigende Stoffe zu Einfuhr.
erwerben oder herzustellen. Die Industriestaaten haben
für die Jahre 1993 und 1994 113 Millionen Dollar für Nahezu alle Transporte von Sondermüll gehen heute
zur Entsorgung oder Wiederverwertung nach Kanada,
diesen Fonds zugesagt.
beziehungsweise ausschließlich zur WiederverwerZweitens hat der amerikanische Senat im Oktober den tung nach Mexiko. Die Vereinigten Staaten unterhalVertrag zum Verbot von Bergbau und Bohrungen in ten Abkommen mit Kanada und Mexiko, in denen
der Antarktis für zumindest die nächsten 50 Jahre diese Lieferungen geregelt werden. Vertreter der
sowie zur strengen Regulierung weiterer Maßnahmen Administration haben erklärt, sie planten keine Ververabschiedet, mit denen das empfindliche Ökosy- handlungen über neue bilaterale Abkommen.
stem dort geschädigt werden könnte.
Als er im Dezember 1992 auf die Entwicklung der
Die Bush-Administration hat jedoch erklärt, sie könne amerikanischen Umweltpolitik im Lauf der Jahrzehnte
den Ratifizierungsprozeß nicht abschließen, solange sowie während seiner vier Jahre als Leiter des EPA
der Kongreß kein Gesetz verabschiedet hat, das dem zurückblickte, stellte Reilly fest, die Vereinigten StaaPräsidenten die Befugnis zur Durchführung der Ver- ten hätten weiterhin die weltweit strengsten Bestimtragsbestimmungen verleiht. Ein solches Gesetz ge- mungen und weniger Umweltbelastungen als je zuvor.
langte im Kongreß nie zur Abstimmung, weil einige
seiner Ausschüsse mit der Administration Meinungs- Am wichtigsten, so Reilly, ist die Tatsache, daß der
verschiedenheiten darüber hatten, welche Bundesbe- Umweltschutz verbessert wurde, während die Konjunktur einen Aufschwung erlebte. Er trat vehement
hörden welche Programme durchführen sollten.
dafür ein, die Entwicklungsländer sollten nicht befürchten, die Eindämmung der Umweltverschmutzung und
der Schutz der Umwelt würden ihr Wirtschaftswachstum gefährden.
* * *

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�PASSIVRAUCHEN
20. Januar 1993

US-STUDIE: 3.000 MENSCHEN STERBEN PRO
JAHR INFOLGE VON PASSIVRAUCHEN
Kinder besonders betroffen
WASHINGTON - (AD) - Das US-Amt für Umweltschutz (Environmental Protection Agency - EPA) ist zu
der Schlu ßfolgerung gelangt, daß pro Jahr bis zu 3.000
Nichtraucher an Lungenkrebs sterben können, weil sie
den Rauch derjenigen einatmen, mit denen sie zusammenleben oder -arbeiten.
Der Leiter des EPA, William Reilly, erklärte bei einer
Pressekonferenz am 7. Januar 1993, "Rauchen stellt
nicht nur eine Gesundheitsgefahr für Raucher dar,
sondern auch ein beträchtliches Risiko für Nichtraucher, insbesondere Kinder, die dem Rauch ausgesetzt
sind."

geschädigt worden zu sein, nun, da sie mit einem
umfangreichen, 530 Seiten starken Bericht bewaffnet
sind. Ein Vertreter des EPA stellte in einem Interview
im Anschluß an die von Reilly und Sullivan gegebene
Pressekonferenz fest, die Möglichkeit solcher Prozesse könnte sich als der Hauptgrund privater Arbeitgeber
und Restaurants für ein Rauchverbot erweisen.

Vertreter von Philip Morris USA, einem führenden
Zigarettenhersteller, erklärten anläßlich der von ihnen
am 6. Januar 1993 veranstalteten Pressekonferenz,
die EPA-Studie erbringe keinen "überzeugenden Beweis"
für ein erhöhtes Krebsrisiko aufgrund von Passivrauchen. Sie argumentierten ferner, die jüngsten und
Louis Sullivan, Gesundheitsminister und Arzt, trat umfassendsten Studien über die Auswirkungen von
gemeinsam mit Reilly bei der Pressekonferenz auf und Zigarettenrauch seien vom EPA nicht berücksichtigt
gab die Einführung einer Kampagne bekannt, mit der worden.
die Öffentlichkeit ermutigt werden soll, ein Rauchverbot in Betrieben, Büros und Restaurants aufgrund des In Beantwortung einer bei der Pressekonferenz mit
"Giftes" von Zigarettenrauch aus zweiter Hand zu Sullivan gestellten Frage erwiderte Reilly, Wissenfordern.
schaftler hätten 30 Berichte aus allen Ländern der Welt
studiert und seien zu der Schlußfolgerung gelangt,
Wie bei früheren Regierungsstudien, bei denen eine Passivrauchen würde Krebs erzeugen. EPA analyVerbindung zwischen Rauchen und Lungenkrebs sierte 11 amerikanische sowie sechs in Japan, vier in
hergestellt wurde, widersprach die Tabakindustrie China, vier in Hongkong, zwei in Griechenland, zwei in
vehement den Schlußfolgerungen, wohingegen nicht- Schweden und jeweils eine in England und Schottland
staatliche Gesundheitsorganisationen die Bundes- und erstellte Studien.
kommunalen Regierungen drängten, strengere Maßnahmen gegen Rauchen in öffentlichen Gebäuden zu Dr. Sullivan fügte hinzu, die von Philip Morris zitierte
ergreifen.
umfangreiche Studie sei vor nur sieben Monaten fertiggestellt worden und damit habe nicht genügend Zeit
Dieser seit vier Jahren erarbeitete jüngste Bericht hat zur Verfügung gestanden, um sie in der EPA-Studie zu
soviel Staub aufgewirbelt, daß einige seiner Erkennt- berücksichtigen. Dennoch stünden ihre Erkenntnisse
nisse zwei Tage vor seiner Veröffentlichung an Zeitun- voll und ganz im Einklang mit denen der anderen 30
gen durchsickerten und die Zigarettenhersteller und hinzugezogenen Studien, so Dr. Sullivan.
Gesundheitsorganisationen Pressekonferenzen veranstalteten, bei denen der Bericht einen Tag vor seiner "Ich kenne keinen Industriezweig, der so wenig glaubHerausgabe verurteilt, beziehungsweise gelobt wur- würdig ist wie die Zigarettenindustrie", stellte er fest.
de.
Dem EPA-Bericht zufolge sterben in den Vereinigten
Eine Besorgnis der Zigarettenhersteller ist die Mög- Staaten rund 434.000 Menschen pro Jahr an durch
lichkeit einer zunehmenden Anzahl von Prozessen Rauchen verursachtem Krebs, Herzkrankheiten und
von Personen, die behaupten, durch Passivrauchen Erkrankungen der Atemwege. "Rauchen ist die füh-

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�rende vermeidbare Todesursache in unserer heutigen
Gesellschaft", erklärte Reilly in seiner Eröffnungsansprache.
Ungefähr 140.000 dieser Todesfälle sind diesem Bericht zufolge auf Lungenkrebs zurückzuführen. Rund
3.000 sind Nichtraucher, die Tabakrauch inhalieren.
Sowohl der von Zigaretten aufsteigende als auch der
von Rauchern ausgeatmete Rauch enthält eine aus
über 4.000 Bestandteilen bestehende komplexe Mischung, die "zahlreiche bekannte oder vermutete
menschliche Karzinogene und toxische Wirkstoffe
enthält", stellt der Bericht fest.
Passivrauchen hat besonders negative Auswirkungen
auf Kinder, so der Bericht, und trägt zu 150.000 bis
300.000 Fällen von Erkrankungen der Atemwege jährlich bei wie Lungenentzündung, Bronchitis und Bronchiolitis unter weniger als 18 Monate alten Kindern.
Dies hat Schätzungen des Berichts 7.500 bis 15.000
stationäre Aufenthalte pro Jahr zur Folge.

Reilly bezeichnete diese Behauptung "als völlig unzutreffend". Die Studie über Herzkrankheiten sei noch im
Durchführungsstadium und nicht zur Veröffentlichung
bereit, erklärte er und fuhr fort, "wir verfügen über
entschieden bessere und überzeugendere Daten zu
Lungenkrebs als zu Herzkrankheiten".
Michael Eriksen, Leiter des Büros für Rauchen und
Gesundheit der amerikanischen Gesundheitsämter,
äußerte in einem Interview nach der von Reilly und
Sullivan gegebenen Pressekonferenz, der Prozentsatz der Raucher sei in den letzten 30 Jahren auf den
niedrigen Stand von 25 Prozent der Bevölkerung
gesunken.
In Osteuropa beträgt der Anteil der Raucher an der
Bevölkerung derzeitig 70 bis 80 Prozent. In den
Entwicklungländern liegt der Prozentsatz niedriger, ist
jedoch im Ansteigen begriffen.
"China hat die größten Probleme aufgrund seiner
riesigen Bevölkerung und der steigenden Zahl der
Raucher. Im Fernen Osten hat Rauchen den Tod von
Millionen Menschen zur Folge", erklärte er.

Darüber hinaus stellt der Bericht fest, daß Passivrauchen die Kondition von 200.000 bis 1 Million astmathischer Kinder verschlechtert.
Nur wenige Industrienationen - die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Australien - haben Eriksen
Der Bericht ging nicht auf das Verhältnis zwischen zufolge wirksame Antiraucherprogramme in die Wege
Passivrauchen und Herzkrankheiten ein. Einigen Artikeln geleitet. Noch weniger Länder hätten begonnen, sich
von Nachrichtenagenturen zufolge wurde eine solche über die Auswirkungen des Passivrauchens GedanStudie von EPA-Vertretern unterdrückt, weil das EPA ken zu machen. Frankreich bilde eine Ausnahme,
zu dem Schluß gelangt war, Passivrauchen bewirke seine Bestimmungen zum Schutz der Nichtraucher
über zehnmal mehr Todesfälle wegen Herzkrankhei- hätten jedoch noch keine Wirkung gezeigt, bemerkte
ten als aufgrund von Lungenkrebs.
Eriksen.

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              <text>&lt;strong&gt;1. Irak&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Verbündete entschlossen, Einhaltung der UNO-Resolutionen zu erzwingen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bush und Fitzwater zu Operation der Allierten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Clinton: Beziehungen hängen von Saddam Husseins Verhalten ab&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Stellungnahme des neuen Präsidenten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Amtseinführung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Amtsantrittsrede tonangebend für Administration&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Seit über 200 Jahren dieselben Themen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Themen bei der Amtseinführung geben Einblick in Clintons Politik&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zusammenfassung mit Regierungsstil&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Außenpolitik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wirtschaft, Verteidigung, Demokratie im Mittelpunkt amerikanischer Politik&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Anhörung des neuen Außenministers Christopher&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Martin Luther King&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Martin Luther Kings Traum lebt weiter&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erklärung seiner Witwe bei Diplomatenempfang&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Menschenrechte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jahresbericht zur weltweiten Menschenrechtssituation &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erfaßt 189 Länder und zeigt Verletzungen auf&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6. Umwelt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;1993 Jahr des Engagements für die Umwelt&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Äußerungen Clintons deuten auf Veränderungen hin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7. Passivrauchen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;US-Studie: 3000 Menschen sterben pro Jahr infolge von Passivrauchen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kinder besonders betroffen&lt;/em&gt;</text>
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