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U.S. Information Service
Embassy of the United States of America

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43

GOLFKRISE

5300 Bonn 2

31. Oktober 1990

BAKER SCHLIESST MILITÄR EIN SATZ GEGEN
DEN IRAK NICHT AUS
Rede beim World Affairs Council in Los Angeles

DIE GOLFKRISE
Chronologie der Ereignisse vom 1. bis 15. Oktober
UMWELT

Um Übersendung von
Belegexemplaren
wird gebeten

KONGRESS VERABSCHIEDET UMFASSENDES
GESETZ ZUR REINHALTUNG DER LUFT
Unterzeichnung durch Präsident Bush erwartet

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.:0228-339 23 66
Telex: 8-85432

�GOLFKRISE
31. Oktober 1990

BAKER SCHLIESST MILITÄREINS ATZ
GEGEN DEN IRAK NICHT AUS
•V

Rede beim World Affairs Council in Los Angeles
LOS ANGELES - (AD) - US-Außenminister Baker zufolge sind die Vereinigten Staaten vordringlich an einer
friedlichen Beilegung der Golfkrise interessiert und nutzen gegenwärtig alle zur Verfügung stehenden diplomatischen Mittel, um einen Frieden ohne weiteres Blutvergießen zu erreichen, prüfen darüber hinaus jedoch auch
alle anderen Optionen. "Es darf kein Zweifel daran bestehen", erklärte Baker am 29. Oktober 1990 in einer Rede
beim World Affairs Council in Los Angeles, daß "wir den möglichen Einsatz von Gewalt nicht ausschließen, falls
der Irak weiterhin Kuwait besetzt hält".
Baker verwies darauf, daß die Vereinigten Staaten und 27 weitere Staaten Truppen oder Kriegsmaterial an den
Golf geschickt hätten, um die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zur Verurteilung der irakischen Aggression
gegen seinen Nachbarstaat zu unterstützen.
Baker stellte fest, daß die UNO-Sanktionen gegen den Irak bereits Wirkung zeigten, indem das Land keine
Einnahmen aus dem Verkauf seines Öls erziele und der Mangel an Ersatzteilen "seinen Tribut von der irakischen
Industrie und - was noch wichtiger ist - der irakischen Kriegsmaschinerie fordern".
Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede Bakers im Wortlaut.

Herr Stegemeir, meine Damen und Herren,
bevor ich beginne, möchte ich Sie wissen lassen, daß
ich Ihre Einladung mit einigen Befürchtungen angenommen habe.
Im vergangenen Oktober sollte ich eine Rede in San
Francisco halten, und dann gab es ein Erdbeben.
Letzte Woche kündigte ich einen Besuch in Kalifornien
an, um erneut eine Rede zu halten, und wieder gab es
ein Erdbeben.
Heute befinde ich mich nun in Los Angeles, und wenn
es nochmals einen Erdstoß gibt, so werden die Wissenschaftler in der Erdbebenstation von Berkeley
wahrscheinlich sagen: "Also, wir haben zwar keinen
stichhaltigen wissenschaftlichen Beweis, daß Bakers
Reden diese Erdbeben verursachen, aber... vielleicht
sollte man ihn das nächste Mal bitten, an einem Ort zu
sprechen, wo ein Erdbeben wirklich angebracht wäre
- etwa in Washington."
Nun, dies sind Tage gro ßer Erschütterungen, und über
eine der wichtigsten möchte ich heute zu Ihnen sprechen: die Lage am Persischen Golf. Als Mitglieder des
World Affairs Council sind Sie sich seit langem der
AMERIKA DIENST 43

Tatsache bewußt, wie uns weit entfernte Ereignisse in
unserem Land betreffen können. Ich möchte aber
heute an dieser Stelle feststellen, daß es selten ein
Ereignis wie die irakische Invasion Kuwaits gegeben
hat, das eine größere Herausforderung für unsere
Zukunft und die Zukunft zahlreicher anderer Staaten
darstellte.
In diesem Moment stehen viele Tausend Amerikaner
in den Wüsten Saudi-Arabiens auf Wacht. Vielleicht ist
Ihr Sohn oder Ihre Tochter - ein Marineinfanterist oder
eine Soldatin, ein Matrose oder ein Flieger, die in Fort
Ord, Camp Pendieton oder der Alameda Air Station
stationiert waren oder in 29 Palms ausgebildet wurden
- unter ihnen. Vielleicht kennen Sie einen Nachbarn,
dessen Arbeitsplatz von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts betroffen ist. Und sicherlich
zahlen wir alle einen höheren Preis an den Zapfsäulen.
Wir haben diesen Konflikt nicht gesucht. Aber er wird
nicht von allein verschwinden. Es handelt sich um
einen entscheidenden Kampf, in dem wir und die
internationale Staatengemeinschaft die Oberhand
behalten müssen.

Seite 1

�Was auf dem Spiel steht
Ich möchte Ihnen erläutern, was auf dem Spiel steht.
Erstens ist die irakische Aggression eine Herausforderung für den Weltfrieden. Wir leben in einer jener
seltenen Zeiten geschichtlichen Umbruchs. Der kalte
Krieg ist vorbei, und ein vielversprechendes Zeitalter
hat begonnen. Erst diesen Monat haben wir ein neues
in Frieden und Freiheit vereinigtes Deutschland begrüßt. Die Völker Mittel- und Osteuropas haben sich
durch demokratische, friedliche Revolutionen befreit.
Nach Jahrzehnten des Konflikts stellen die Vereinigten
Staaten und die Sowjetunion neue Regeln der Zusammenarbeit auf. Nach einer langen Periode der Stagnation werden die Vereinten Nationen zu einer effektiveren Organisation. Die Ideale der UNO-Charta werden
Wirklichkeit.
Dies ist jedoch auch ein Zeitalter voller Herausforderungen und Gefahren. Ethnische und religiöse Konflikte verschärfen sich. Atomare, chemische und biologische Waffen sowie deren moderne Trägersysteme
finden immer weitere Verbreitung. Terrorismus und
Drogen sind Geißeln ohne Grenzen oder Schranken.
Die Aggression Saddam Husseins erschüttert die Vision
einer besseren Welt nach dem kalten Krieg. Wie
Präsident Bush und Präsident Gorbatschow in Helsinki erklärt haben: "Keine friedliche Weltordnung ist
möglich, wenn größere Staaten ihre kleineren Nachbarn verschlingen können."
Der Rest der Welt versucht, in die Zukunft der neunziger Jahre zu gehen. Saddam Hussein jedoch versucht, uns alle in die dreißiger Jahre zurückzuziehen.
Und wir wissen, was das bedeutet: Den verlockenden
Weg zur Beschwichtigung von Diktatoren in der Hoffnung, daß sie keine weiteren Aggressionen begehen
werden. Den selbstzerstörerischen Weg, die Augen
vor der Realität zu verschließen, während kleine Staaten erobert und große Staaten bedroht wurden. Und
dann schließlich ein Krieg mit ungeheuren Opfern.
In den dreißiger Jahren wurden die Aggressoren beschwichtigt. Im Jahr 1990 hat der Präsident unsere
Haltung eindeutig klargestellt: Bei dieser Aggression
wird es kein Appeasement geben.
Während sich die internationale Staatengemeinschaft
bemüht, nach dem Ende des kalten Krieges einen
Neuanfang zu machen, scheint Saddam Hussein fest
zu einer Wiederbelebung des heißen Krieges entschlossen zu sein. Er vereinigt dabei seine althergebrachte Verachtung zivilisierter Herrschaftsformen mit
modernen Methoden derZerstörung: chemischen und
biologischen Waffen, ballistischen Raketen und - wenn
er dazu in der Lage wäre - Kernwaffen.
Welche langfristige Bedeutung können die umfangreichen Programme des Irak zur Entwicklung chemischer
und biologischer Waffen haben? Warum gibt der
Seite 2

irakische Diktator Milliarden Dollar aus, um Massenvernichtungswaffen zu bauen, einschließlich der Atombombe? Und warum hat er Bagdad zu einem Schlupfwinkel für internationale Terroristen gemacht? Sicherlich nicht, weil er diese Aggression - erst gegen den
Iran, jetzt gegen Kuwait - als seine letzte betrachtet.
Die irakische Invasion Kuwaits ist also eine eindeutige,
ja historische Herausforderung für den Rest der internationalen Staatengemeinschaft.
Wenn wir diese Aggression zunichte machen, werden
wir dazu beitragen, eine Welt zu definieren, die den
kalten Krieg hinter sich läßt und in der zivilisierte
Verhaltensregeln Bestand haben.
Tun wir das nicht, so könnten die vielversprechenden
Aussichten des Zeitalters nach dem kalten Krieg von
neuen Gefahren, neuen Unruhen und einer wesentlich
weniger friedlichen Zukunft überschattet werden.
Zweitens stellt die irakische Aggression eine regionale
Herausforderung dar. Zwar ist die Herrschaft von
Macht über Gesetz überall eine schlechte Politik, aber
im Nahen Osten ist sie besonders gefährlich. Ebenso,
wie der Zeitpunkt eines Ereignisses diesem größere
Bedeutung geben kann, gilt dies auch für den Ort. Wie
wir wissen, erzeugen bereits eine Reihe ungelöster
Konflikte, religiöser und sozialer Streit sowie ein erhebliches wirtschaftliches Gefälle Unruhe im Nahen Osten. Fügt man dem noch Massenvernichtungswaffen
und einen Großteil der Weltenergievorräte hinzu, so
erhält man eine explosive Mischung. Heute steht der
Nahe Osten wahrhaft am Scheideweg. Ein Weg führt
zum Frieden, der andere zum Krieg.
Wenn wir eine Lektion gelernt haben, so die, daß
niemand gegen die Auswirkungen der Konflikte im
Nahen Osten immun ist. Es gibt keine Hoffnung auf
Lösung anderer Probleme in der Region, wenn friedlicher Wandel künftig nicht zur Richtschnur im Nahen
Osten und am Golf wird. Aber Saddam Husseins Weg
ist nicht der Weg des Friedens. Sein Weg führt
unweigerlich in den Krieg. Und ich möchte folgendes
deutlich sagen: wenn er sein Verhalten nicht ändert,
wird es keine Hoffnung auf Frieden in der Region
geben.
Drittens stellt die irakische Aggression für die Weltwirtschaft eine Herausforderung dar. Offensichtlich müssen
wir mehr tun, um unsere Abhängigkeit von bestimmten
Energiequellen abzubauen. Aber was auch immer
geschieht - der Zustand der Weltwirtschaft wird in
absehbarer Zukunft vom gesicherten Zugang zu den
Energiequellen des Persischen Golfs abhängen. Weder
wir noch der Rest der internationalen Staatengemeinschaft kann es sich leisten, daß ein einzelner Diktator
diesen Zugang kontrolliert.
Denken wir nur an die Auswirkungen. Wenn die ganze
Welt durch den irakischen Würgegriff um die Energiequellen am Golf in eine tiefe Rezession gestürzt würde,
AMERIKA DIENST 43

�wären die amerikanische Industrie, die Farmer und
Kleinbetriebe besonders hart betroffen. Dasselbe gilt
für die demokratischen Reformstaaten Osteuropas.
Ebenso die anderen aufstrebenden Demokratien in
Lateinamerika, Afrika und Asien. Jeder würde tiefgreifende Rückschläge in seiner Fähigkeit erleiden, das
erforderliche Wirtschaftswachstum zu erzielen, mit
dem sich Vertrauen in den demokratischen Prozeß
schaffen läßt.
Wir alle würden durch diese wirtschaftliche Tyrannei
nur Verluste erleiden. Und wir alle wissen, daß Saddam Hussein seine wirtschaftliche Macht zugunsten
seiner weitreichenderen Ambitionen ausbauen würde.
Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft
Unter Führung der Vereinigten Staaten erkennt die
internationale Staatengemeischaft diese entscheidenden Prämissen. Präsident Bush hat für unsere Politik
vier Ziele definiert.
Erstens den unverzüglichen, vollständigen und
bedingungslosen Abzug aller irakischen Streitkräfte aus Kuwait gemäß der Resolution 660
des UN-Sicherheitsrats,
zweitens die Wiedereinsetzung der rechtmäßigen Regierung in Kuwait,
drittens der Schutz des Lebens amerikanischer
Bürger, die sowohl im Irak als auch in Kuwait
vom Irak als Geiseln gehalten werden und
viertens das Engagement für Sicherheit und
Stabilität am Persischen Golf.
Zur Verwirklichung dieser Ziele streben wir gemeinsam mit unseren internationalen Verbündeten eine
Isolierung des Irak an - politisch, wirtschaftlich und
militärisch.
Lassen Sie mich das, was wir bis heute erreicht haben,
in einen Zusammenhang stellen.
Auf diplomatischer Ebene hat der UN-Sicherheitsrat
nunmehr zehn Resolutionen verabschiedet, die letzte
davon erst heute. Mit jeder wurde der Druck auf den
Irak verstärkt. Die Verabschiedung der heutigen
Resolution des Sicherheitsrats bekräftigt die internationale Empörung über die Annexion Kuwaits durch
den Irak und ruft nach weiteren Schritten, die unter
Umständen erforderlich sind, um die irakische Aggression zunichte zu machen.
Zeit ihres Bestehens ist das Potential der Vereinten
Nationen als Kraft für Frieden und Stabilität niemals
deutlicher zutage getreten. Das ist zu einem nicht
unerheblichen Teil auf die einmalige Zusammenarbeit
zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion zurückzuführen - eine Zusammenarbeit, wie sie zu
Zeiten des kalten Kriegs undenkbar gewesen wäre.
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Darüber hinaus beruht es auf der Unterstützung der
Arabischen Liga und der Bewegung der Blockfreien
und auf der nahezu einmütige Haltung der internationalen Staatengemeinschaft.
Niemals in der jüngeren Vergangenheit haben soviele
Länder zusammen gehandelt, um Aggression und
Grausamkeit zu verurteilen.
Das Ergebnis ist die politische und wirtschaftliche
Isolation des Irak. Die Wirtschaftssanktionen gegenüber dem Irak zeitigen erste Auswirkungen. Der Irak
hat keine Öleinnahmen mehr. Der Mangel an Ersatzteilen wird seinen Tribut von der irakischen Industrie
und - was noch wichtiger ist - von der irakischen
Kriegsmaschinerie fordern. Die Sanktionen brauchen
Zeit, um zu greifen, aber wenn sie das tun, wird die
importabhängige irakische Wirtschaft einen hohen Preis
zahlen müssen.
Bagdad ist sich dessen bewußt, deshalb sucht es
verzweifelt Schwachstellen zu finden, die internationale Koalition zu spalten und die Sanktionen zu umgehen. Und deshalb müssen wir weiterhin fest zusammenstehen - bis Saddam Hussein es aufgibt, die
Sanktionen brechen zu wollen und wieder Mitglied der
zivilisierten Gesellschaft wird, indem er die Resolutionen des Sicherheitrats befolgt.
Auf militärischer Ebene haben wir zur Förderung der
Resolutionen des Sicherheitrats gemeinsam mit 27
anderen Ländern Truppen oder Gerät an den Golf
entsandt. Viele tausend arabische und moslemische
Soldaten stehen in Saudi-Arabien jetzt Seite an Seite
mit Amerikanern und Europäern. Und diese multinationalen Landstreitkräfte werden von starken multinationalen Truppen zur See und in der Luft unterstützt.
Zum Vergleich - im Koreakrieg stellten lediglich 14
Länder Streitkräfte bereit.
Wir müssen unsere militärische Mission eindeutig
darlegen. Unser militärisches Ziel besteht in der
Abschreckung eines irakischen Angriffs auf SaudiArabien, dem Schutz des Lebens amerikanischer Bürger
und der Gewährleistung der effektiven Verwirklichnug
der Resolutionen des Sicherheitrats. Ohne diese
Streitkräfte wären die irakischen Nachbarn unter
Umständen Angriffen ausgesetzt, wenn sie die Wirtschaftssanktionen durchzuführen versuchten.
Unsere Streitkräfte sind ebenfalls zu einer effektiven
und entschiedenen militärischen Reaktion bereit, wenn
die Situation dies erfordern sollte.
Saddam Hussein muß erkennen, daß die Geduld der
internationalen Staatengemeinschaft Grenzen hat.
Darüber hinaus muß er sich darüber im klaren sein,
daß ein potentieller Einsatz chemischer oder biologischer Waffen sehr ernsthafte Konsequenzen nach
sich ziehen wird.

Seite 3

�Der Präsident hat unsere Position eindeutig dargelegt:
Wir ziehen natürlich eine friedliche Lösung vor, die im
Einklang mit dem Mandat der Resolutionen des Sicherheitsrats steht. Wir schöpfen alle erdenklichen
diplomatischen Möglichkeiten aus, um ohne weiteres
Blutvergießen zu einer solchen Lösung zu kommen.
Dennoch werden alle Optionen in Erwägung gezogen.
Und es darf kein Zweifel daran bestehen: Wir werden
den möglichen Einsatz von Gewalt nicht ausschließen,
falls der Irak weiterhin Kuwait besetzt hält.
Seit der Invasion bin ich viel gereist, um unsere Verbündeten und Freunde zu besuchen und ihnen die
Botschaft zu überbringen, daß es unsere gemeinsame
Pflicht ist, diese Sache zu Ende zu führen. Und sie
haben reagiert. Unsere Freunde am Golf, in Europa
und Asien haben zusätzliche 20 Milliarden Dollar bereitgestellt, um sowohl die wirtschaftlich am stärksten
betroffenen Frontstaaten - Ägypten, die Türkei und
Jordanien - als auch unseren eigenen militärischen
Aufmarsch zu unterstützen. Wir sind zuversichtlich,
daß weitere Unterstützung hinzukommt, wenn der
Konflikt bis 1991 fortdauern sollte. Insgesamt leisten
54 Länder ihren militärischen oder wirtschaftlichen
Beitrag zu den Bestrebungen gegen die irakische
Aggression.
Wir haben also den Stein ins Rollen gebracht. Jeden
Tag bei Sonnenuntergang ist der Irak schwächer.
Jeden Tag, wenn die Sonne aufgeht, verpflichtet sich
die internationale Staatengemeinschaft zur Durchführung der Resolutionen des Sicherheitsrats. Früher
oder später - wir alle hoffen früher - muß auch der
irakische Diktator bemerken, daß er in ernsthaften
Schwierigkeiten steckt und daß diese Schwierigkeiten
täglich zunehmen.
Früher oder später, auf die eine oder andere Weise,
muß der Irak die Resolutionen des Sicherheitsrats
befolgen. Wenn er das tut, werden die Aussichten für
den Frieden am Golf und im Nahen Osten zweifellos
steigen. Wenn er das tut, werden sich auch die
Aussichten für eine friedliche Weltordnung verbessern.
In der Zwischenzeit widersetzen sich die Vereinigten
Staaten Versuchen, dem Irak seine Aggression zu
lohnen - auch wenn er den Sirenengesamg einer
"Teillösung" anstimmt.
Sollten Zweifel über die furchtbaren Konsequenzen
einer Teillösung aufkommen, möchte ich Sie zu einer
genauen Betrachtung dessen auffordern, was Saddam Hussein dem kuwaitischen Volk antut. Weil er
den Zugang zur wahren Geschichte Kuwaits kontrolliert, kann diese Geschichte nicht oft genug erzählt
werden.
Es ist eine Geschichte der Barbarerei in ihrer ursprünglichsten und schrecklichsten Form, der Vergewalti-

Seite 4

gung Kuwaits. Viele Berichte kann man kaum glauben. Zum Beispiel den Bericht eines Elternpaares, das
zwei kranke Kinder ins Krankenhaus bringen will. Auf
ihrem Weg dorthin mußten sie eine irakische Streife
passieren. Als sie um Gnade und darum baten, ihren
Weg fortsetzen zu dürfen, erschoß der irakische Soldat beide Kinder, er "heilte sie", um mit seinen Worten
zu sprechen.
Und denken Sie an den Zoo von Kuwait. Irakische
Soldaen ließen die Löwen und Tiger frei und nahmen
sie dann als Zielscheibe für Schießübungen. Sie
hatten jedoch nicht immer Erfolg. Ein Löwe entkam
und zerfleischte ein junges kuwaitisches Mädchen.
Auch unseren noch in Irak und Kuwait befindlichen
Mitbürgern hat er einen politischen und wirtschaftlichen Krieg erklärt. In strategischen Einrichtungen
werden über 100 amerikanische Staatsbürger als
menschliche Schutzschilde festgehalten.
Diese
Amerikaner sind gezwungen, auf von Ungeziefer verseuchten Betonböden zu schlafen. Sie werden tagsüber im Dunkeln gehalten und nur bei Nacht ins Freie
gelassen. Sie erhalten nur zwei Mahlzeiten pro Tag.
Viele von ihnen werden krank während sie diese
schreckliche Prüfung erdulden müssen. Der bloße
Gedanke an Amerikaner als menschliche Schutzschilde ist unerträglich.
Das Leben derjenigen, die Saddams Soldaten entkommen sind, ist genauso schrecklich. Ihre Tage sind
von Terror erfüllt. Nahrungsmittel und Wasser zu
beschaffen - und damit die grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse zu erfüllen - kann tödlich sein.
Wir alle leiden mit diesen Menschen - unschuldigen
Amerikanern und anderen Staatsbürgern, die in Saddam Husseins tödlichen Ambitionen gefangen sind. In
den meisten Fällen können wir diesen Amerikanern
unsere Sorgen und unser Mitgefühl nicht direkt übermitteln. Aber das mindert weder den Schmerz, den wir
angesichts ihrer Notlage empfinden noch unseren
Wunsch, alle Aspekte der irakischen Aggression zunichte zu machen.
Wir verstehen die Sorgen ihrer Angehörigen hier zu
Hause. Der Mut, den sie angesichts Saddam Husseins Manipulation bewiesen haben, ist beeindrukkend. Wir beglückwünschen sie zu ihrer Entschlossenheit und Haltung, ihrer Einheit angesichts allen
Unglücks. Wir werden auch sie nicht vergessen.
Diese Aggression betrifft nicht nur unsere Staatsbürger, sondern auch die kleine Gruppe amerikanischer
Diplomaten, die immernoch die amerikanische Flagge
über Kuwait wehen lassen. Ihnen werden Nahrungsmittel, Wasser und Strom verweigert. Aber der Mut hat
sie nicht verlassen. Seit dem 2. August habe ich häufig
mit Botschafter Howell gesprochen, zum letzten Mal in
der vergangenen Woche. Er und unsere anderen
Diplomaten in Kuwait dienen unserer Nation nach wie

AMERIKA DIENST 43

�vor in herausragender Weise. Sie schlagen immer
noch zurück.
Sie geben genausowenig auf wie wir.
Der Golf und die Rolle der Vereinigten Staaten in
der Welt

den die Augen davor verschließen. Kein Diktator darf
denken, wir seien taub gegenüber der Alarmglocke,
wenn unsere Prinzipien angegriffen werden. Und
niemand sollte glauben, daß die Vereinigten Staaten
auf ihre internationale Führungsrolle verzichten werden, weil der kalte Krieg vorüber ist.

Zu Beginn dieses Konf linkts mu ßten sich der Präsident
und ich ebenso wie alle anderen, die mit diesem
Problem konfrontiert sind, dieselben Fragen stellen
wie Sie jetzt: Warum müssen die Vereinigten Staaten
die Führungsrolle übernehmen? Warum müssen unsere
Kinder da draußen in der Wüste sein? Nun da der kalte
Krieg vorüber ist, können wir diesen nicht einfach
übergehen?

Ich darf Sie daran erinnern, daß das Engagement der
Vereinigten Staaten in der Weltpolitik aus der Überzeugung herrührt, die sich auf harte und schreckliche
Erfahrungen gründet. Wir sind nicht im Spiel, nur um
einen Schlag zu führen und dann nach Hause zu
gehen. Wir müssen uns für die Zukunft einen langen
Atem bewahren. Und was immer die Neinsager von
sich geben - unsere moralischen Prinzipien und materiellen Interessen machen uns zu einem Führer.

Meine Damen und Herren, dieser Kampf geht um die
Welt, in der wir leben wollen, die Nation, die wir sind
und das Vermächtnis, das wir unseren Kindern hinterlassen wollen.

Aus diesem Grund sind wir am Golf, und aus diesem
Grund müssen wir dort bleiben.

Der kalte Krieg ist vorbei, das ist richtig. Wir haben
über 40 Jahre lang gekämpft und Opfer gebracht, weil
wir keine Welt dulden wollten, die für Josef Stalin und
seinesgleichen sicher war.
Das amerikanische Volk ist nicht diesen langen, schweren Weg gegangen, um die Welt für Saddam Hussein
und seinesgleichen sicher zu machen.
Keine Nation darf denken, sie könne sich eine andere
Nation einverleiben, und die Vereinigten Staaten wür-

Werden wir den Mut und die Kraft haben, für das
einzustehen, was wir im Grunde unseres Herzens für
richtig halten? Ist Saddam Husseins Welt das Vermächtnis, das wir unseren Kindern hinterlassen wollen? Haben sich die Nationen der Welt umsonst
versammelt, um die Grundsätze der UN-Charta zu
verteidigen?
Ich glaube, Sie kennen die Antwort auf diese Fragen.
Es gibt eine Moral unter den Nationen. Aggression darf
kein Erfolg beschieden sein.
Die Vereinigten Staaten werden das richtige tun.

* *

AMERIKA DIENST 43

*

Seite 5

�UMWELT
31. Oktober 1990

KONGRESS VERABSCHIEDET UMFASSENDES GESETZ
ZUR REINHALTUNG DER LUFT
Unterzeichnung durch Präsident Bush erwartet

WASHINGTON - (AD) - Der amerikanische Senat und
das Repräsentantenhaus haben mit überwältigender
Mehrheit eine einschneidende Gesetzesvorlage verabschiedet, die mittels einer Reihe innovativer Maßnahmen die Verbesserung der Luftqualität zum Ziel
hat.
Die Gesetzesvorlage ist jedoch Schätzungen des
Weißen Hauses zufolge mit beträchtlichen Kosten rund 25 Milliarden Dollar - für die amerikanische Industrie verbunden, von denen ein Großteil erwartungsgemäß auf die Verbraucher umgelegt wird.
Der Gesetzentwurf wurde vom Repräsentantenhaus
am 26. Oktober 1990 mit 401 zu 25 Stimmen und vom
Senat am 27. Oktober mit 89 zu 10 Stimmen verabschiedet.
"Dies ist ein bedeutender Meilenstein bei der Erhaltung der natürlichen Ressourcen der Vereinigten Staaten und ich sehe der Unterzeichnung der Gesetzesvorlage gern entgegen", erklärte Bush im Anschluß an die
Abstimmung im Senat.
Der Gesetzentwurf stellt eine Erweiterung des Gesetzes zur Reinhaltung der Luft aus dem Jahr 1970 und das
Ende nahezu 10jähriger fruchtloser Versuche zur
Verschärfung dieses Gesetzes dar.
Das Abkommen sieht neue Kontrollmaßnahmen zur
Erlangung einer bestimmten Luftqualität in verschmutzten Gebieten vor, ruft Programme für vermehrten
Einsatz sauberer Brennstoffe in diesen Gebieten ins
Leben, verschärft die Abgasnormen für Automobile,
schafft ein Programm zu Verringerung des sauren
Regens und fordert das schrittweise Verbot von Produktion und Einsatz von Chemikalien, mit denen die
Ozonschicht der Atmosphäre abgebaut wird. Darüber
hinaus sieht es ein Programm zur Umschulung und
Abfindung von Arbeitnehmern vor, die ihren ArbeitsAMERIKA DIENST 43

platz infolge der Einhaltung des Gesetzes zur Reinhaltung der Luft verlieren.
Im folgenden die wesentlichen Bestandteile des Gesetzes:
Normen zur Luftqualität in verschmutzten Gebieten
Dem amerikanischen Umweltschutzamt (EPA) zufolge erfüllen derzeit 96 Gebiete der Vereinigten Staaten
die Bundesnormen für bodennahes Ozon - dem Hauptbestandteil städtischen Smogs - nicht. Ferner erfüllen
41 Gebiete laut EPA die Kohlenmonoxidnormen nicht,
und 70 Gebiete liegen unterhalb der Normen für kleine
Partikel (Staub, Schmutz, Ruß und Rauch).
Im Rahmen der Bundesgesetzgebung müßten sich
alle außer neun Bereichen bis November 1999 an
diese Normen halten, alle au ßer Los Angeles, Baltmore und New York bis November 2005, Baltimore und
New York bis November 2007 und Los Angeles bis
November 2010. Die Nichtbefolgung könnte zu einer
Kürzung bestimmter Bundesmittel führen.
Um stetige Fortschritte bei der Verwirklichung der
Bundesozonnormen zu erzielen, müssen alle mäßig
oder stärker verschmutzten Gebiete die Smogkonzentration innerhalb von sechs Jahren um 15 Prozent
senken. Danach müßten die stark oder mehr verschmutzten Gebiete alle drei Jahre weitere Reduzierungen um 9 Prozent vornehmen, bis sie den Bundesnormen entsprechen.
Luftqualitätsnormen für "mobile Einheiten"
Mobile Einheiten - Autos, Lastwagen, Busse und andere
Fahrzeuge - verursachen etwa die Hälfte des gesamten Smogs/der Ozonverschmutzung in den Städten
des Landes und sind für etwa 90 Prozent der Kohlenmonoxidbelastung verantwortlich.
Seite 1

�Ab 1995 müssen in den neun Städten mit der schlimmsten Ozonverschmutzung sauberere Treibstoffe verfügbarsein. In etwa 25 Städten mit den gravierendsten
Smogproblemen müssen die Autohersteller mindestens 150 000 Kraftfahrzeuge jährlich produzieren, die
mit alternativen, sauberen Treibstoffen fahren können.

von anderen Versorgungswerken und Industrieeinrichtungen ausgestoßen. Stickoxide fallen bei Kraftwerken, industriellen Verursachem, Pkw, Lkw und
Bussen an. Zur Zeit gibt es keine gesetzlichen Beschränkungen der Emissionen, die den sauren Regen
zur Folge haben.

Bis 1994 müssen 40 Prozent aller in den Vereinigten
Staaten verkauften Neufahrzeuge strengere Maßstäbe bei den Abgasen erfüllen - eine 30prozentige Reduzierung des gegenwärtigen Stands der Kohlenwasserstoffemission und eine 60prozentige Minderung der
Stickoxidemissionen. Bis 1998 müssten alle Neufahrzeuge den neuen Normen entsprechen. Frühere
Abgasnormen werden bis zu 50 000 Meilen oder fünf
Jahren beibehalten. Dieser Zeitraum würde nach der
neuen Gesetzgebung auf zehn Jahre oder 100 000
Meilen verlängert.

Das neue Gesetz sieht bis zum Jahr 2000 eine Reduzierung der Schwefeldioxidemissionen um 10 Millionen Tonnen pro Jahr und der Stickoxide um über zwei
Millionen Tonnen pro Jahr vor. Die Emissionen würden in zwei Phasen abgebaut. In Phase 1 müßten 111
Kraftwerksblöcke, die gegenwärtig die höchsten Schwefeldioxidmengen ausstoßen, diese Emissionen bis zum
Jahr 1995 auf einen bestimmten Anteil pro erzeugter
Energieeinheit verringern. Für Kraftwerke, die zur
Einhaltung dieser Grenzwerte Filter installieren, wird
die Frist zur Einhaltung der neuen Normen bis 1997
verlängert. In Phase 2 müssen die großen Kraftwerke
bis zum Jahr 2000 ihre Emissionswerte nochmals
verringern. Diese Frist würde bei Werken, die neue
Technologien zur reineren Kohleverbrennung einsetzen, bis zum Jahr 2004 verlängert. Das Gesetz legt
eine Höchstgrenze für den Gesamtausstoß an Schwefeldioxidfest, die nach dem Jahr 2000 von Elektrizitätswerken produziert werden dürfen. Die Elektrizitätswerke müssen darüber hinaus vom Jahr 1995 an die
Stickoxidemissionen um zwei Millionen Tonnen jährlich - etwa 25 Prozent - verringern.

Toxische Luftschadstoffe
Chemische Fabriken sind die größten Verursacher
industrieller Emissionen toxischer Luftschadstoffe und
für etwa 35 Prozent der Gesamtemissionen verantwortlich. Andere wichtige Verursacher sind die Papier-, Plastik-, Gummi-, Auto und Metallindustrie. Das
Gesetz zur Luftreinhaltung von 1970 verpflichtet das
EPA, Luftschadstoffe zu benennen, die den Tod oder
schwere Krankheiten verursachen und Emissionsnormen für diese Schadstoffe aufzustellen. Bis jetzt hat
der EPA für weniger als 10 toxische Schadstoffe Emissionsnormen aufgeteilt.
Das neue Gesetz setzt 189 solcher Schadstoffe auf
eine verbindliche Liste und fordert das EPA auf, Normen für alle Kategorien wichtiger Verursacher aufzustellen - diejenigen, die über 10 Tonnen eines jeden
aufgelisteten Schadstoffs oder über 25 Tonnen einer
beliebigen Kombination dieser Schadstoffe jährlich
emittieren. In den nächsten zehn Jahren müssen
umweltverschmutzende Betriebe die beste verfügbare
Technologie nutzen, um.- gemessen am Stand von
1987 - die Emissionen der wichtigsten toxischen
Chemikalien um 90 Prozent zu reduzieren.
Nach dem Einbau dieser Technologie müßte das EPA
noch schärfere Normen erlassen, falls das Krebsrisiko
über ein bestimmtes Niveau hinaus ansteigt.
Saurer Regen
Zwei chemische Stoffe, Schwefeldioxid und Stickoxide, bilden die wichtigsten Ursachen des "sauren
Regens". Diese Verbindungen steigen in die Luft auf,
vermischen sich mit Feuchtigkeit und fallen dann in
Form von saurem Regen oder Schnee häufig Hunderte von Kilometern von der Quelle entfernt. Etwa 50
Prozent der Schwefeldioxidemissionen in den Vereinigten Staaten stammen aus großen Kohlekraftwerken in neun Staaten des Mittelwestens, der Rest wird

Schutz des stratosphärischen Ozons
Das Gesetz sieht die völlige Einstellung der Herstellung und Anwendung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) und anderer die Ozonschicht schädigender chemischer Stoffe vor. Bis zum Jahr 2000 muß
die Herstellung der fünf zerstörerischsten FCKW-Typen,
der drei zerstörerischsten Halone sowie von Kohlentetrachlorid eingestellt werden. Die Produktion von
Methylchloroform muß bis zum Jahr 2002 eingestellt
werden.
Das Gesetz gestattet eine begrenzte Produktion von
Methylchloroform bis zum Jahr 2004 für den unerläßlichen Bedarf, falls kein sicherer und wirksamer Ersatzstoff erhältlich ist. Es gestattet ferner die begrenzte Herstellung anderer oben aufgeführter Stoffe bis
zum Jahr 2009 für den Export in Entwicklungsländer,
die das Montrealer Protokoll von 1987 (mit dem ein
internationales Programm zur Halbierung der ozonschädigenden Chemikalien bis zum Jahr 1998 eingeführt wurde) unterzeichnet haben.
Für eine andere Kategorie weniger gefährlicher chemischer Stoffe, gegenwärtig 33 spezifizierte FCKW, würden
die Produktionsniveaus bis zum Jahr 2015 eingefroren
und bis zum Jahr 2030 vollständig abgebaut. Eine
begrenzte Verlängerung ist für solche FCKW vorgesehen, die für medizinische Geräte oder den Export in
Entwicklungsländer vorgesehen sind.
* *

Seite 2

*
AMERIKA DIENST 43

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        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Golfkrise&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Baker schließt Militäreinsatz gegen den Irak nicht aus&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rede beim World Affairs Council in Los Angeles&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Golfkrise&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Chronologie der Ereignisse vom 1. bis 15. Oktober&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Umwelt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kongress verabschiedet umfassendes Gesetz zur Reinhaltung der Luft&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unterzeichnung durch Präsident Bush erwartet&lt;/em&gt;</text>
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