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VON

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BUSH ENTSENDET AMERIKANISCHE
STREITKRÄFTE NACH SAUDI-ARABIEN
Erklärung des Präsidenten

BUSH: TRUPPEN DIENEN DER
VERTEIDIGUNG SAUDI-ARABIENS
Pressekonferenz des Präsidenten

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�SONDERDIENST
10. August 1990

BUSH ENTSENDET AMERIKANISCHE STREITKRÄFTE
NACH SAUDI-ARABIEN
Erklärung des Präsidenten
WASHINGTON - (AD) - Präsident Bush hat amerikanische Militäreinheiten entsandt, "die in Saudi-Arabien
defensive Stellungen beziehen sollen", um der saudiarabischen Regierung nach der irakischen Invasion Kuwaits
Beistand zu leisten.
In einer weltweit übertragenen Fernsehansprache erklärte Präsident Bush am 8. August 1990, die amerikanische Politik sei von vier Prinzipien geleitet:
"Erstens streben wir den sofortigen, bedingungslosen und vollständigen Abzug aller irakischen Streitkräfte aus Kuwait an.
Zweitens muß die legitime kuwaitische Regierung wieder anstelle des Marionettenregimes eingesetzt
werden.
Drittens ist meine Regierung ... der Sicherheit und Stabilität am Persischen Golf verpflichtet.
Und viertens bin ich entschlossen, das Leben amerikanischer Staatsbürger im Ausland zu schützen."
Die Vereinigten Staaten suchen weder Konflikt, erklärte Bush, "noch wollen sie die Geschicke anderer Nationen
lenken. Aber die Vereinigten Staaten werden ihren Freunden zur Seite stehen. Die Mission unserer Truppen
ist rein defensiv."
Nachfolgend veröffentlichen wir die Erklärung von Präsident Bush im Wortlaut.

Als Nation obliegt es uns, herauszufinden, wer wir sind
und an was wir glauben. Gelegentlich sind solche
Entscheidungen nicht einfach. Heute bitte ich als
Präsident jedoch um Ihre Unterstützung einer Entscheidung, die ich getroffen habe, um für das Richtige
einzustehen und das Falsche zu verurteilen - um der
Sache des Friedens willen.
Auf meine Anweisung treffen heute Einheiten der 82.
Luftlandedivision und Schlüsseleinheiten der US-Luftwaffe in Saudi-Arabien ein, um defensive Stellungen
zu beziehen. Ich habe diese Maßnahmen ergriffen,
um der saudiarabischen Regierung bei der Verteidigung ihres Landes zur Seite zu stehen.
Niemand verpflichtet die amerikanischen Streitkräfte
leichten Herzens zu einer gefährlichen Mission. Nach
beispiellosen internationalen Konsultationen und
Sondierung aller Alternativen war dieses Vorgehen

unumgänglich. Lassen Sie mich die Gründe hierfür
darlegen.
Vor nicht ganz einer Woche, in den Morgenstunden
des 2. August, marschierten irakische Streitkräfte ohne
vorherige Provokation oder Warnung in das friedliche
Kuwait ein. Angesichts des von dem sehr viel kleineren Nachbarstaat geleisteten unbedeutenden Widerstands stürmten irakische Panzer in wenigen Stunden
blitzkriegartig durch Kuwait. Irak hält Kuwait jetzt mit
über 100 000 Mann, Panzern, Artillerie und BodenBoden-Raketen besetzt.
Diese Aggression erfolgte nur Stunden nachdem
Saddam Hussein zahlreichen Ländern in der Region
ausdrücklich versichert hatte, es würde keine Invasion
stattfinden. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für diesen
verabscheuungswürdigen und brutalen Akt der Aggression.

Seite 1

�Ein von außen aufgezwungenes Marionettenregime
ist inakzeptabel. Die Annexion von Territorium ist
inakzeptabel. Niemand - Freund oder Feind - sollte
unseren Wunsch nach Frieden in Frage stellen, und
niemand sollte unsere Entschlossenheit unterschätzen, der Aggression zu begegnen.
Unsere Politik ist von vier einfachen Prinzipien geleitet.
Erstens streben wir den sofortigen, bedingungslosen
und vollständigen Abzug aller irakischen Streitkräfte
aus Kuwait an. Zweitens mu ß die legitime kuwaitische
Regierung wieder anstelle des Marionettenregimes
eingesetzt werden. Drittens ist meine Regierung - wie
es seit Präsident Roosevelt bis hin zu Präsident Reagan bei jedem Präsidenten der Fall war - der Sicherheit
und Stabilität am Persischen Golf verpflichtet. Und
viertens bin ich entschlossen, das Leben amerikanischer Staatsbürger im Ausland zu schützen.
Unmittelbar nach der irakischen Invasion habe ich ein
vollständiges Handelsembargo gegen den Irak verhängt und zusammen mit zahlreichen anderen Nationen Sanktionen angekündigt, mit denen gleichzeitig
alle irakischen Vermögenswerte eingefroren und die
kuwaitischen Guthaben geschützt werden. Das Risiko
ist hoch. Der Irak ist bereits ein reiches und mächtiges
Land, das über die zweitgrößten Ölreserven der Welt
verfügt und über eine Million Soldaten unter Waffen
hat. Der Irak ist die viertgrößte Militärmacht der Welt.
Unser Land importiert heute fast die Hälfte seines
Ölverbrauchs und könnte sich einer gravierenden
Bedrohung seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit
ausgesetzt sehen. Viele Länder der Welt sind noch
abhängiger von Ölimporten und den irakischen Bedrohungen gegenüber noch anfälliger.
Unser Kampf für Freiheit in Europa war von Erfolg
gekrönt, weil wir und unsere Verbündeten unerschütterlich waren. Die Bewahrung des Friedens im Nahen
Osten erfordert nicht weniger. Wir treten in ein neues
Zeitalter ein. Dieses neue Zeitalter kann sehr vielversprechend sein. Ein Zeitalter der Freiheit, eine Zeit des
Friedens für alle Völker. Aber wenn die Geschichte
uns etwas gelehrt hat, dann daß wir Aggression widerstehen müssen, sonst wird sie unsere Freiheit zerstören. Appeasement - eine Beschwichtigungspolitik funktioniert nicht. Wie in den dreißiger Jahren sehen
wir in Saddam Hussein einen aggressiven Diktator, der
seine Nachbarländer bedroht. Vor nur 14 Tagen hat
Saddam Hussein seinen Freunden versprochen, er
würde nicht in Kuwait einmarschieren. Und vor vier
Tagen hat er der Welt den Abzug seiner Truppen
versprochen. Zweimal konnten wir beobachten, was
seine Versprechungen wert sind. Sie bedeuten nichts.
In den vergangenen Tagen habe ich mit den politisch
Verantwortlichen im Nahen Osten, Europa, Asien,
Nord- und Südamerika gesprochen und bin mit Premierministerin Thatcher, Premierminister Mulroney und
NATO-Generalsekretär Wörner zusammengetroffen.

Seite 2

Sie alle stimmen überein, daß der Irak nicht von seiner
Invasion in Kuwait profitieren darf.
Wir sind einer Meinung, daß dies nicht ein Problem der
Vereinigten Staaten, Europas oder des Nahen Ostens
ist. Hierbei handelt es sich um ein Problem, das die
ganze Welt angeht. Und aus diesem Grund hat der
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen unmittelbar nach
der Invasion den Irak einmütig verurteilt und den
sofortigen, bedingungslosen Abzug seiner Truppen
aus Kuwait gefordert.
Die arabische Welt hat durch die Arabische Liga und
den Golf-Kooperationsrat mutig ihre Verurteilung der
irakischen Aggression zum Ausdruck gebracht. Japan, Großbritannien, Frankreich und andere Regierungen der Welt haben einschneidende Sanktionen
verhängt. Die Sowjetunion und China haben alle
Waffenverkäufe an Irak unterbunden.
Am vergangenen Montag, dem 6. August, hat der
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum ersten Mal
seit 23 Jahren obligatorische Sanktionen gemäß Kapitel
VII der Charta der Vereinten Nationen verabschiedet.
Diese Sanktionen sind jetzt völkerrechtlich verankert
und kraft Gesetzes können dem Irak die Früchte seiner
Aggression bei gleichzeitiger gravierender Einschränkung seiner Möglichkeiten, irgendetwas von Wert insbesondere Öl - zu importieren oder zu exportieren,
verweigert werden.
An dieser Stelle gelobe ich, daß die Vereinigten Staaten ihren Teil zur Durchsetzung dieser Sanktionen
beitragen und den Irak davon überzeugen werden,
unverzüglich aus Kuwait abzuziehen.
Wir müssen uns jedoch vor Augen führen, daß der Irak
nicht auf den Einsatz von Gewalt verzichten wird, um
seine ehrgeizigen Ambitionen voranzutreiben. Der
Irak hat eine enorme Kriegsmaschinerie an der saudiarabischen Grenze aufgefahren, die ohne weitere oder
mit nur geringer Vorbereitung Feindseligkeiten auslösen kann. Angesichts der irakischen Geschichte von
Aggression gegen seine Bürger und Nachbarn wäre es
unklug und unrealistisch, davon auszugehen, der Irak
würde nicht wieder angreifen.
Nach Konsultationen mit König Fahd habe ich daher
Verteidigungssminister Cheney zur Erörterung der
gemeinsam zu ergreifenden Maßnahmen entsandt.
Im Anschluß an diese Gespräche hat uns die saudiarabische Regierung um Hilfe ersucht. Und ich habe
auf diese Bitte reagiert, indem ich die Entsendung
amerikanischer Luft- und Landstreitkräfte in das Königreich Saudi-Arabien verfügt habe.
Lassen Sie mich eindeutig feststellen, daß die souveräne Unabhängigkeit Saudi-Arabiens von entscheidendem Interesse für die Vereinigten Staaten ist.
Diese von mir gemeinsam mit der Führung des Kongresses getroffene Entscheidung entstammt der langjährigen Freundschaft und dem Sicherheitsgefüge

�zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien.
Die amerikanischen Streitkräfte werden mit denen
Saudi-Arabiens und anderer Nationen zusammenarbeiten, um die Integrität Saudi-Arabiens zu bewahren
und weitere irakische Aggressionen abzuschrecken.
Diese multinationale Streitmacht wird durch ihre Präsenz ebenso wie dank ihrer Ausbildung und Übungen
die saudiarabischen Streitkräfte bei der Verteidigung
des Königreichs verstärken.
Ich möchte keinen Zweifel daran lassen, was wir tun
und warum. Die Vereinigten Staaten suchen weder
Konflikt noch wollen sie die Geschicke anderer Nationen lenken. Aber die Vereinigten Staaten werden
ihren Freunden zur Seite stehen. Die Mission unserer
Truppen ist rein defensiv. Sie werden hoffentlich nicht
allzu lange benötigt. Sie werden keine Feindseligkeiten auslösen, aber sie werden sich selbst, das Königreich Saudi-Arabien und andere Freunde im Persischen Golf verteidigen.
Wir arbeiten rund um die Uhr, um irakische Aggression
abzuschrecken und die UNO-Sanktionen durchzusetzen. Ich führe meine Gespräche mit den politisch
Verantwortlichen der Welt fort. Verteidigungsminister
Cheney ist gerade von fruchtbaren Konsultationen mit
dem ägyptischen Präsidenten Mubarak und König
Hassan von Marrokko zurückgekehrt. Außenminister
Baker hat seine Amtskollegen in zahlreichen Nationen
einschließlich der Sowjetunion konsultiert. Und heute
reist er zu Gesprächen mit dem türkischen Präsidenten Özal nach Europa, einem getreuen Freund der
Vereinigten Staaten. Im Anschluß daran wird er mit
den NATO-Außenministern konferieren.
Ich werden die ölproduzierenden Länder auffordern,
alles in ihrer Macht Stehende zur Aufstockung der

*

Ölproduktion zu tun, um die Auswirkungen der gedrosselten Öllieferungen auf die Weltwirtschaft so gering
wie möglich zu halten. Und ich werde eruieren, ob wir
und unsere Verbündeten unsere strategischen Ölreserven anzapfen sollten. Auch Energiesparmaßnahmen können helfen. Die Amerikaner müssen überall
auf der Welt ihren Teil dazu beitragen. Und noch
etwas. Ich bitte die Ölgesellschaften, ihren Teil zu
leisten. Sie sollten Zurückhaltung üben und nicht die
heutigen Unwägbarkeiten zur Erhöhung der Preise
nutzen.
Uns zu unseren Prinzipien zu bekennen, wird nicht
leicht sein. Es wird Zeit erfordern und wahrscheinlich
viel kosten. Aber wir fordern von allen nur soviel wie
von den tapferen jungen Männern und Frauen unserer
Streitkräfte und deren Familien. Und ich bitte, daß in
den Kirchen im Land für diejenigen gebetet wird, die
sich dem Schutz und der Verteidigung der amerikanischen Interessen verschrieben haben.
Uns zu unseren Prinzipien zu bekennen, ist eine
amerikanische Tradition. Wie so viele Male zuvor,
kann es Zeit und außerordentliche Anstrengung erfordern. Vor allem aber erfordert es, daß wir uns über den
Zweck einig sind.
Wie ich zeit meines Lebens sowohl in Kriegs- als auch
in Friedenszeiten erleben konnte, haben sich die Vereinigten Staaten niemals beirren lassen, wenn ihr
Zweck von Prinzipien geleitet war. Und an diesem
Augusttag weiß ich, daß sie dem voll und ganz gerecht
werden.

Ich danke Ihnen. Gott schütze die Vereinigten Staaten
von Amerika.

* * *

*

Seite 3

�SONDERDIENST
10. August 1990

BUSH: TRUPPEN DIENEN DER VERTEIDIGUNG
SAUDI-ARABIENS
Pressekonferenz des Präsidenten
WASHINGTON - (AD) - Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Präsident Bush am 8. August 1990 die Faktoren
erläutert, die seinem Entschlu ß zur Entsendung amerikanischer Streitkräfte nach Saudi-Arabien zugrundelagen.
Dabei betonte der Präsident, daß dieser Schritt nach der Besetzung und Einverleibung Kuwaits durch den Irak
der Verteidigung Saudi-Arabiens diene. Er hoffe, die amerikanische Truppenpräsenz in Saudi-Arabien werde
"weitere Abenteuer gegen jeden anderen Staat am Golf abschrecken".
Das "übergeordnete Ziel" sei der Abzug des Iraks und die Wiedereinsetzung des "rechtmäßigen Regimes" in
Kuwait.
Nachfolgend veröffentlichen wir die Pressekonferenz von Präsident Bush im Wortlaut.

Frage: Wieviele amerikanische Soldaten haben Sie
nach Saudi-Arabien entsandt? Für wie lange verpflichten Sie sich, sie dort zu stationieren? Und warum
setzen Sie sie nicht ein, um die irakischen Truppen aus
Kuwait zu vertreiben?
Antwort: In einer Stunde wird eine diesbezügliche
Unterrichtung im Pentagon stattfinden, in deren Rahmen die Zahlen bekanntgegeben werden. Wahrscheinlich wird man aus naheliegenden Gründen in
bezug auf die Bekanntgabe detaillierter Zahlen gegenwärtig etwas zurückhaltend sein.
Wie Sie meiner Erklärung entnehmen konnten, sind
sie dort zur Zeit in einer defensiven Rolle. Es ist
deshalb nicht ihr Auftrag, die Irakis aus Kuwait zu
verleiben. Es gibt Wirtschaftssanktionen, die, wie ich
hoffe, effektiv zu diesem Ziel beitragen werden, und ich
weiß nicht, wie lange sie dort bleiben werden. Sie
kommen ja gerade erst dort an.
Frage: Ist dies eine zeitlich unbegrenzte Verpflichtung? Ich meine, könnte sich dies über Jahre hinziehen?
Antwort: Nichts ist zeitlich unbegrenzt, aber ich
mache mir darüber überhaupt keine Sorgen. Zur Zeit
beschäftige ich mich nur damit, sie dorthin zu verlegen
und dort zu tun, was ich in meiner Rede als notwendig
bezeichnet habe: die Verteidigung der Saudis und das

Bemühen, diese Aggression durch international konzertierte Maßnahmen zunichte zu machen.
Frage: Befinden wir uns im Krieg? Welche anderen
Staaten haben sich bereit erklärt, unseren Streitkräften bei der Verteidigung Saudi-Arabiens zur Seite zu
stehen? Ich nehme an, Sie haben auch andere GolfStaaten in unseren Schutz einbezogen?
Antwort: Wir befinden uns nicht im Krieg. Wir haben
Streitkräfte zur Verteidigung Saudi-Arabiens entsandt.
Was andere Staaten angeht, so werde ich Ankündigungen über die Maßnahmen anderer Länder den
Saudis überlassen. Ich gehe jedoch davon aus, daß
Margaret Thatcher nach Gesprächen mit König Fahd
erklärt hat, Streitkräfte dorthin entsenden zu wollen,
und es wird sicherlich noch andere Maßnahmen dieser
Art geben. Ich werde dies jedoch Saudi-Arabien
überlassen, denn es geht ja um dieses Land.
Frage: War denn Cheneys Mission zur Erlangung von
Unterstützung durch Ägypten und Marokko erfolgreich?
Antwort: Ich habe selbst zweimal mit Mubarak gesprochen und denke, daß wir uns in enger Übereinstimmung mit ihm befinden. Marokko unterstützt die
Saudis und unsere allgemeine Haltung zum Nahen
Osten sehr energisch. In dieser Hinsicht bin ich sehr
zufrieden mit der Cheney-Mission.
Seite 1

�I

Frage: Zur Zeit scheint mehreren Dutzend Amerikanern in Bagdad und vielleicht mehreren Hundert in
Kuwait sowie an anderen Orten im Irak die Ausreise
verwehrt zu werden. Angesichts der geschärften
politischen Sensibilität der Amerikaner gegenüber dem
gesamten Geiselkomplex, könnte da Saddam Hussein
nicht jetzt zu dem Schluß kommen, daß er gegenüber
den Vereinigten Staaten über die besten Karten verfügt?
Antwort: Ich fühle mich dadurch ermutigt, daß es
Ankündigungen gab, wonach diese Personen ausreisen können. Ich möchte also jetzt keine Spekulationen
anstellen. Natürlich möchte ich, daß sie das Land
verlassen. Was er jedoch tut, ist in gewissem Maß
unberechenbar. Ich möchte aber die Spannungen
dadurch nicht erhöhen, daß ich auf hypothetische
Fragen antworte, die über ihre Frage hinausgehen.
Frage: Ich frage mich nur, welche Zusicherungen Sie
vielleicht geben können, daß unsere Politik in diesem
Fall nicht von einem Geiselproblem bestimmt wird, wie
dies in der Vergangenheit der Fall war.
Antwort: Ich kann nur versichern, daß ich den Schutz
amerikanischen Lebens als grundlegenden Bestandteil meiner Tätigkeit und Verantwortlichkeit als Präsident betrachte.
Frage: Die Frage der chemischen Waffen. Berichten
zufolge wurden die Iraker dabei beobachtet, wie sie
Flugzeuge mit chemischen Waffen bestückten. Wie
groß ist Ihre Besorgnis, daß er sie gegen unsere dort
anwesenden Truppen einsetzen könnte?
Antwort: Nun, wann immer Sie es mit jemandem zu
tun haben, der chemische Waffen auf dem Gefechtsfeld eingesetzt hat, sind Sie darüber besorgt, und ich
nehme an, daß er sich angesichts der Weltmeinung
zum Einsatz chemischer Waffen der Tatsache bewu ßt
ist, daß dies nicht hinnehmbar wäre und sehr, sehr
ernste Konsequenzen hätte. Ich hoffe, daß keine
chemischen Waffen eingesetzt werden.
Frage: Ich habe von Gerüchten aus Dschidda gehört,
denenzufolge Saddam Hussein tot ist. Haben Sie
etwas derartiges gehört?
Antwort: Nein, das habe ich nicht.

Frage: Werden die Saudis die Pipeline stillegen...
Antwort: Diese Frage wird sicherlich angesprochen
werden, und ich weiß, daß die Saudis in völliger
Übereinstimmung mit den durch die Vereinten Nationen nach Kapitel VII verhängten Maßnahmen handeln. Wir haben jedoch in dieser Hinsicht nichts mit
ihnen vereinbart.
Frage: Es ist für uns schwierig, Informationen aus
Saudi-Arabien zu bekommen. Ein Grund dafür liegt in
der Tatsache begründet, daß es amerikanischen
Medienvertretern nicht erlaubt wurde, amerikanische
Truppen nach Saudi-Arabien zu begleiten. War das
Ihre Entscheidung oder die König Fahds?
Antwort: Das war nicht meine Entscheidung. Es
befinden sich aber zur Zeit zahlreiche Reporter in
Saudi-Arabien.
Frage: Sollte es Ihrer Meinung nach einen PentagonPool geben wie im Falle Panamas?
Antwort: Darüber müßte ich mit dem Verteidigungsminister sprechen. Ich bin froh, daß viele Truppen
ohne große Vorwarnung und deshalb ohne größeres
Risiko für Saudi-Arabien oder diese Truppen verlegt
werden konnten.
Frage: Gab es irgendeinen besonderen Faktor, der
sie dazu veranlaßt hat, amerikanische Truppen und
Flugzeuge nach Saudi-Arabien zu entsenden? Und
zweitens, in welchem Maß haben die Sowjets Ihre
Entscheidung unterstützt?
Antwort: Es gab meines Wissens keinen einzelnen
Faktor, aber als König Fahd um diese Unterstützung
bat, haben wir umgehend darauf reagiert. Ich kann
jedoch keinen einzelnen speziellen Anlaß nennen.
Wenn es einen gäbe, dann vielleicht den, daß die Irakis
weiter nach Süden vordrangen, als sie behaupteten,
sie wären auf dem Rückzug. Als sie bis zur Grenze
zwischen Kuwait und Saudi-Arabien vorstießen, während sie gleichzeitig ihr Wort gegeben hatten, daß sie
abziehen würden. Das hat unsere Besorgnis verschärft.
Frage: Wie stark haben die Sowjets ihren Entschluß
unterstützt?

Frage: Wissen Sie, ob die Saudis dem Beispiel der
Türkei folgen und die irakische Pipeline im Süden
schließen werden? Haben Sie von den Saudis oder
anderen ölproduzierenden Ländern Zusicherungen
erhalten, daß diese ihre Produktion erhöhen werden,
um die Engpässe wettzumachen?

Antwort: Die Sowjets haben sich meines Erachtens
sehr verantwortungsbewu ßt verhalten. Sie haben sich
den Vereinten Nationen bei dieser Resolution angeschlossen, und Jim Baker hat erst gestern nachmittag
oder abend erneut mit Schewardnadse gesprochen.
Wie Sie wissen, kann ich keine bessere Antwort verlangen als die, die ich erhalten habe.

Antwort: Ich glaube, die Venezolaner haben eine
bedeutende Produktionserhöhung angekündigt, und
ich erwarte, daß andere diesem Beispiel folgen werden.

Frage: Beabsichtigen Sie, allein durch wirtschaftlichen Druck den Irak aus Kuwait zu vertreiben? Sind
Sie bereit, mehrere Monate zu warten, denn solange

Seite 2

�!

könnte es dauern, bis die Wirtschaftssanktionen schwerwiegende Folgen nach sich ziehen?
Antwort: Wir haben diesen ersten wichtigen Schritt
zur Verteidigung Saudi-Arabiens unternommen. Die
Wirtschaftssanktionen werden sich schon sehr bald
auswirken. Weitere Maßnahmen werden ergriffen um
sicherzustellen, daß sie voll wirksam werden, und
dann werden wir abwarten und sehen, was geschieht.
Aber bis jetzt sind wir noch nicht so weit. Natürlich
machen wir Pläne für verschiedene Eventualitäten,
aber das ist immer der Fall und sollte klugerweise auch
getan werden.
Frage: Ich verstehe, daß es den einzelnen Ländern
überlassen werden sollte, ihre Absichten im Hinblick
auf die multinationale Streitmacht bekanntzugeben.
Meines Wissens wollten die Saudis aber eine arabische Komponente in dieser Streitmacht. Ist das wirklich der Fall, und wird es eine solche Komponente
geben?
Antwort: Sie haben uns das nicht gesagt, aber es
wäre überhaupt keine Überraschung, wenn es eine
arabische Komponente in dieser Streitmacht gäbe.
Frage: Aber gegenwärtig gibt es sie nicht?
Antwort: Ich möchte dazu keinen Kommentar abgeben - weil meines Erachtens die Bekanntgabe aller
Komponenten von den beteiligten Ländern erfolgen
sollte.
Frage: Würden Sie es nicht im weitesten Sinne als
arabisch definieren, wenn sie kein Land nennen wollen?
Antwort: Nein, ich habe Ihnen bereits gesagt, daß es
mich nicht überraschen würde, aber es wäre mir lieber,
wenn die Erklärungen von anderen kämen. Meiner
Ansicht nach ist es wichtig, daß der Schwerpunkt auf
Saudi-Arabien und auf dem Verteidigungscharakter
der Maßnahme liegt, die wir mit diesen Streitkräften
ergriffen haben.
Frage: Sie haben uns mehrmals von Saddam Husseins Lügen gegenüber anderen Staatsmännern und
den Vereinigten Staaten im Hinblick auf seine Absichten berichtet. Warum glauben Sie nun die Stellungnahmen der irakischen Regierung, sie würden Amerikaner gehen lassen, wenn es keine Anzeichen dafür
gibt?
Antwort: Ich bin nicht sicher, ob ich Ihnen glauben
soll. Ich hoffe, sie sagen die Wahrheit.
Frage: Liegen Ihnen Hinweise aus geheimdienstlichen oder irgendwelchen anderen Quellen vor, die auf
Bewegungen von Amerikanern oder anderen (...) hindeuten.

Antwort: Ich bin über den Transport einiger Ausländer
informiert worden und hoffe, daß es sich um Amerikaner handelt.
Frage: Herr Präsident, Sie haben heute morgen in
Ihrer Rede erklärt, daß weder die Marionettenregierung in Kuwait noch die Annexion von Territorium
akzeptabel ist. Gleichzeitig haben Sie jedoch darauf
verwiesen, daß die Stationierungen insgesamt defensiven Charakter haben. Die Frage ist, wie wollen Sie
Hussein zum Abzug aus Kuwait zwingen?
Antwort: In diesem Falle können Wirtschaftssanktionen, wenn sie in vollem Umfang angewendet werden,
sehr, sehr wirkungsvoll sein. Im Hinblick auf die
Ölvorkommen ist dies ein reiches Land. Sie sind aber
auch in gewisser Weise ein armes Land, weil er einen
Großteil der Ressourcen für die Militärmacht verschwendet, und es liegen Anzeichen dafür vor, daß er
den Engpaß zu spüren beginnt. Niemand kann auf
Dauer mit großen wirtschaftlichen Entbehrungen leben.
Frage: Dazu habe ich noch eine kurze Frage. Können
Sie - wollen Sie Präventivschläge gegen Irak ausschließen?
Antwort: Ich möchte hier keine Hypothesen aufstellen. Wir haben darauf geachtet, das nicht zu tun, und
ich werde darauf nicht antworten.
Frage: Herr Präsident, könnten Sie uns die genaue
militärische Zielsetzung dieser Mission erläutern?
Werden die US-Streitkräfte nur dort bleiben, bis Saddam Hussein seine Truppen von der saudiarabischen
Grenze abzieht?
Antwort: Das kann ich nicht beantworten, weil wir mit
diesen Truppen ein bestimmes Ziel verfolgen, das in
der Verteidigung Saudi-Arabiens besteht. Es geht also
um mehr als um die Frage von Panzern an der Grenze.
Umfangreiche Luftstreitkräfte, zum Beispiel.
Frage: Bereiten Sie sich auf einen längeren Landkrieg
am Persischen Golf vor?
Antwort: Ich bereite mich nicht auf einen längeren
Landkrieg im Persischen Golf vor. Jetzt findet dort
überhaupt kein Krieg statt.
Frage: Ich möchte nur fragen, ob Sie dem amerikanischen Volk erklären können, wie Ihre militärische
Zielsetzung im einzelnen aussieht?
Antwort: Mein militärisches Ziel gilt der Verteidigung
Saudi-Arabiens - das militärische Ziel. Unser übergeordnetes Ziel besteht darin, daß Saddam Hussein das
Land verläßt und das rechtmäßige Regime Kuwaits
wieder eingesetzt wird.

Seite 3

�;
Frage: Herr Präsident, können Sie uns sagen, was
den US- und den saudischen Truppen gegenübersteht? Sie haben Boden-Boden-Raketen erwähnt und
bereits auf die Fähigkeit der Irakis zum Einsatz chemischer Waffen hingewiesen. Mit was müssen Sie
rechnen? Und der zweite Teil meiner Frage lautet, ob
wir Saddam Hussein mißverstanden haben? Vor
einigen Monaten hat sich die Administration beim
Kongreß gegen Schritte verwandt, die auf Sanktionen
gegen den Irak abzielten.

Frage: Herr Präsident, hat diese Situation im Mittleren
Osten irgendwelche nationalen Auswirkungen auf die
Haushaltsverhandlungen, das Defizit, die Mineralölsteuer oder andere Bereiche?

Antwort: Ich werde die Frage zu Details des militärischen Problems nicht beantworten, weil wir darüber
vom Pentagon eingehend informiert werden - meiner
Ansicht verfügt man dort über die besseren Mittel, um
diese Details abzuhandeln.

Frage: Herr Präsident, die nationalen Sicherheitsexperten erklären, daß diese Krise einmal mehr die
Verwundbarkeit - die kontinuierliche Verwundbarkeit der Ölfelder im Mittleren Osten demonstriert. Deutet
das nicht darauf hin, daß diese jetzt von Ihnen entsandten Streitkräfte - oder zumindest Teile davon einige Zeit dort bleiben werden, um den Öltransport
sicherzustellen?

Zweifelsohne haben wir im Hinblick auf Saddam Hussein alles versucht, um herauszufinden, ob nicht eine
Möglichkeit für etwas bessere Beziehungen besteht.
Ich bedaure nicht, Gespräche angestrebt zu haben,
die zu einem besseren Verhältnis führen sollten. Aber
sie mußten in dem Moment beendet sein, als die
Aggression stattfand. Abertrotz der Tatsache, daß wir
alles versucht haben, um das Verhältnis in den letzten
Jahren zu verbessern, sind wir in bezug auf seine
Absichten sehr argwöhnisch.
Frage: Aber hat unser Geheimdienst versagt - oder
wußten Sie, was passieren würde? Wann haben Sie
erste Hinweise erhalten? Auf den Angriff auf Kuwait
und das übrige?
Antwort: Ich fühle mich nicht vom Geheimdienst im
Stich gelassen. Wenn man einen Angriff im Stil eines
Blitzkriegs um 2 Uhr morgens plant, ist es schwierig,
damit aufzuhören, insbesondere, wenn sie gerade das
Ehrenwort der Beteiligten erhalten haben, zu einem
solchen Angriff werde es nicht kommen. Meiner
Ansicht nach gebührt dem Geheimdienst Lob für seine
Informationen über die umfangreiche Aufrüstung. Diese
Informationen wurden den entsprechenden Stellen
übermittelt, aber es ging alles so schnell, daß es
schwierig war, es aufzuhalten. Ich kann unserem
Geheimdienst wirkich keinen Vorwurf machen.
Frage: Herr Präsident, Sie haben heute morgen
erklärt, unsere Soldaten würden auch andere Freunde
im Golf verteidigen. Betrachten wir die US-Streitkräfte
als Garant für den Frieden im Golf?
Antwort: Unserer Ansicht nach sollen sie SaudiArabien verteidigen, und ihre Präsenz wird hoffentlich
weitere Abenteurer gegen jeden anderen Staat am
Golf abschrecken.
Frage: Welche anderen Länder sind wir bereit, im Golf
zu verteidigen?
Antwort: Ich werde Ihnen keine Liste vorlegen, aber
wir sind sicherlich an der Freiheit und Unabhängigkeit
aller Länder im Golf-Kooperationsrat interessiert.

Seite 4

Antwort: Eine Operation dieser Art ist äu ßerst kostenintensiv. Ich habe bereits um Voranschläge der entsprechenden Kosten gebeten, aber wie diese auch
ausfallen mögen - wir müssen sie zahlen. Aber Zahlen
liegen mir noch nicht vor.

Frage: Sie können das so interpretieren. Ich möchte
nicht sagen, daß dies meiner Ansicht nach das Ergebnis sein wird, denn wenn es diesen Rückzug gibt, den
die Welt fordert, wenn die Sanktionen Wirkung zeitigen, würde man damit das Risiko künftigen Abenteuerfilms begrenzen.
Frage: Was Ihre Forderung an die ölproduzierenden
Länder, die Fördermenge zu erhöhen, betrifft - denken
Sie, daß sie dies sofort tun werden?
Antwort: Meiner Ansicht nach wird es sehr bald dazu
kommen. Ich weiß nicht, wie es heute ...
Frage: Können wires uns angesichts einer Wirtschaft,
die am Rande der Rezession steht, leisten, die Steuern
zu erhöhen oder die Ausgaben zu beschränken? Würde
damit nicht das Risiko für eine scharfe Rezession
steigen?
Antwort: Meiner Meinung nach ist es absolut erforderlich, zu einer Einigung beim Haushalt zu kommen,
und dazu werden zahlreiche Kompromisse und viele
prinzipielle Erwägungen erforderlich sein. Aber wie
Sie wissen, will ich meine Haltung zum Haushalt hier
nicht darlegen, nicht, weil ich mich nicht an eine
Übereinkunft gebunden fühle, sondern weil ich Ihnen
vermitteln möchte, sie sehr mir daran liegt. Aber das
möchte ich nicht hier und heute erörtern. Ich möchte
dazu nicht in dieser Pressekonferenz Stellung nehmen, weil hier die Sorge der Welt über den Mittleren
Osten im Vordergrund stehen soll. Aber ich fühle mich
als freier Mensch. Ich fühle mich nicht gebunden an...
Frage: Warum nicht?
Antwort: Darf ich meinen Satz zuende führen? Ich
fühle mich nicht an ein Abkommen gebunden, das
nicht länger gültig ist, was ich auch den Abgeordneten
im Kongreß erklärt habe. Wir haben eine Meinung
dazu gehört, hauptsächlich von den Demokraten im
Kongreß. Und jetzt wollen Sie die andere Meinung

�hören, aber das kann nicht heute sein. Sie müssen
dranbleiben.

Staaten haben eindeutig Position bezogen, und wir
bekommen dafür weltweite Unterstützung. Darüber
bin ich sehr erfreut. Aus großen und kleinen Ländern.
Die Reaktion der ganzen Welt war ausgezeichnet.
Und ich hoffe, daß es dazu führt, da ß Saddam Hussein
oder besonnenere Köpfe im Irak verstehen, daß dieses Verhalten einfach inakzeptabel ist und erkennen,
wohin das führt.

Frage Herr Präsident, um aut das Thema zurückzukommen, sind Sie der Ansicht, daß die infolge der
Probleme im Persischen Golf gestiegenen Ölpreise
unser Land in die Rezession treiben könnten?

•»

'

Antwort: Dazu liegen mir noch keine Informationen
vor. Ich hoffe, daß das nicht der Fall ist, und ich hoffe,
daß die Ölpreise wieder sinken, wenn klarwird, daß es
keine Engpässe gibt. Gegenwärtig gibt es auf dem
Markt - gottseidank - Öl im Überf lu ß. Wir verfügen über
eine Ölreserve für Strategische Zwecke, auf die wir
zurückgreifen können. Andere Länder haben etwas
Ähnliches. Und ich hege die Hoffnung, daß dieser
schnelle Anstieg der Ölpreise nicht permanenten
Charakter bekommt, und ich denke, wenn die Welt
Zusicherungen bekommt, daß es keine dramatischen
Engpässe gibt - oder Ölkrisen - die Dinge auf dem
Markt wieder ihren normalen Lauf nehmen werden.

Frage: Wenn ich das richtig verstehe, liefern wir die
meisten Nahrungsmittel an den Irak, mit Hilfe langfristiger und kurzfristiger Zahlungsbedingungen und Subventionen, auch Krediten. Das heißt, sie haben von
unseren Farmern zu vielleicht günstigen Bedingungen
Nahrungsmittel und viele andere Produkte bekommen, mit Hilfe des Landwirtschaftsministeriums. Könnten
Sie vielleicht auf die Auswirkungen unseres Embargos
eingehen? Was schulden uns die Irakis für diese
Nahrungsmittel?
Antwort: Ich weiß nicht, wieviel sie uns für Nahrungsmittel schulden, aber ich weiß, daß dieses Embargo,
wenn es Erfolg zeitigen soll, alles einbeziehen muß.
Wenn damit ein humanitäres Problem verbunden ist hungernde Kinder oder andere Probleme - dann werde
ich es überdenken. Aber ansonsten wird cieses Embargo
umfassend sein und auch Nahrungsmittel beinhalten.
Ich weiß nicht genau, wieviel uns der Irak für Nahrungsmittel schuldet. In normalen Zeiten sind wir
immer davon ausgegangen, daß Nahrungsmittel Getreide, Weizen - von anderen Wirtschaftssanktionen unberührt bleiben. Aber diesmal ist es allumfassend, und die UNO-Resolution spricht eine deutliche
Sprache.

Frage: Angenommen, wir erreichen das Ziel eines
Abzugs irakischer Truppen aus Kuwait, dann steht
Saddam Husein immer noch an der Spitze einer Armee
von Millionen Soldaten, die er auch einsetzen möchte.
Was wird langfristig geschehen, und wird es möglich
sein, Saddam Hussein die Macht zu entreißen?
Antwort: Wenn diese internationale Lektion Früchte
trägt, wird Saddam Hussein sich in Zukunft anders
verhalten. Und deshalb ist die konzertierte Aktion der
Vereinten Nationen so wichtig. Außerdem ist sie seit
23 Jahren nicht mehr dagewesen.
Wir sehen zwar vielleicht noch kein Licht am Horizont,
aber wir haben eine Grenze gezogen. Die Vereinigten

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