<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<item xmlns="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5" itemId="2113" public="1" featured="0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5 http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5/omeka-xml-5-0.xsd" uri="https://www.amerikahaus-archiv.de/items/show/2113?output=omeka-xml" accessDate="2026-11-04T01:24:03+00:00">
  <fileContainer>
    <file fileId="2124">
      <src>https://www.amerikahaus-archiv.de/files/original/3563669a3a0edb0b9e834ef59f5e6807.pdf</src>
      <authentication>0a7879d92f1884db40045d39d60d5023</authentication>
      <elementSetContainer>
        <elementSet elementSetId="4">
          <name>PDF Text</name>
          <description/>
          <elementContainer>
            <element elementId="52">
              <name>Text</name>
              <description/>
              <elementTextContainer>
                <elementText elementTextId="10657">
                  <text>AMERIKA DIENST
%

^

&lt;&amp;

27. September 1989

36

I N H A L T

DOKUMENTATION
Bush signalisiert Bereitschaft zur Zerstörung chemischer Waffen
- Ansprache des Präsidenten vor den Vereinten Nationen Mosbacher;

"Beachtlicher Wandel" in Polen

- Rede des amerikanischen Handelsministers HINTERGRUND
Regionale Fragen in den amerikanisch-sowjetischen Beziehungen
- Eine Übersicht des US-Außenministeriums Rüstungskontrolle in den amerikanisch-sowjetischen Beziehungen
- Eine Übersicht des US-Außenministeriums Das amerikanisch-sowjetische Memorandum of Understanding über
chemische Waffen
- Eine Übersicht des US-Außenministeriums START; Eine Rahmenvereinbarung zu Verifizierung und Stabilität
- Eine Übersicht des US-Außenministeriums ' Stand der Rüstungskontrollverhandlungen
/ - Wöchentliche Übersicht Umweltinitiativen der Bush-Administration
- Eine Übersicht des Weißen Hauses -

* * * * *

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�AMERIKA DIENST
Dokumentation
27. September 1989

36

BUSH SIGNALISIERT BEREITSCHAFT ZUR ZERSTÖRUNG CHEMISCHER WAFFEN
- Ansprache des Präsidenten vor den Vereinten Nationen VEREINTE NATIONEN - (AD) - Präsident Bush gab am 25. September 1989 in
einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen ein Drei-Punkte-Programm bekannt, um "die Welt von diesen wahrhaft furchtbaren" Chemiewaffen zu
befreien, wenn auch die Sowjetunion sich daran beteiligt. Bushs Plan zufolge
sind die Vereinigten Staaten bereit, innerhalb von acht Jahren 98 Prozent ihres Bestands an chemischen Waffen zu zerstören und sie innerhalb von zehn Jahren lOOprozentig zu vernichten, wenn alle Länder mit der Fähigkeit zur Hersteilung chemischer Waffen den Vertrag über ein vollständiges Verbot unterzeichnen.
Bush bekundete darüber hinaus, er sei "sehr zufrieden" mit den Fortschritten in den Gesprächen über die Reduzierung konventioneller und strategischer
Waffen zwischen Außenminister Baker und seinem sowjetischen Amtskollegen
Schewardnadse in Jackson Hole (Wyoming).
Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede des Präsidenten im Wortlaut.
Herr Präsident, Herr Generalsekretär, verehrte Delegierte der Vereinten Nationen: es ist mir eine Ehre, heute bei der Eröffnung der 44.
Sitzung der Vollversammlung zu Ihnen
sprechen zu dürfen.
Ich möchte zunächst dem ehrenwerten nigerianischen Diplomaten Joseph
Garba £u seiner Wahl zum Präsidenten
dieser Sitzung der Vollversammlung
gratulieren und ihm eine erfolgreiche
Präsidentschaft wünschen.
Ich persönlich freue mich auch
über diese Gelegenheit. Für mich ist
es eine Heimkehr. Die Erinnerungen
an meine Zeit hier in den Jahren 1971
und 1972 sind immer noch lebendig die Augenblicke der Menschlichkeit
und des Humors, die auch bei Unter-

nehmungen an höchster Stelle stattfinden.
Dazu möchte ich Ihnen eine Geschichte erzählen - aus einer der
zahlreichen
Sitzungen des Sicherheitsrats.
Ich kam 45 Minuten zu
spät zu der Versammlung, und die ganzen 45 Minuten wurden vom ersten Redner bestritten.
Als ich hereinkam
und meinen Platz einnahm, machte der
Redner eine kurze Pause und sagte
sehr höflich: "Ich begrüße den Ständigen Vertreter der Vereinigten Staaten und werde jetzt ihm zuliebe meine
Rede noch mal von vorn halten." In
diesem Augenblick gab es keine Gegensätze zwischen Bündnissen oder Ideologien mehr. Das am ganzen Tisch von allen Mitgliedern - vernehmbare
Aufstöhnen und das anschließende Ge-

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�lächter einte uns alle.
Heute möchte ich beginnen, indem
ich die gegenwärtigen Ständigen Vertreter würdige, mit denen ich zusammengearbeitet habe: Roberto Martinez-Ordonez, Blaise Rabetafika und
der Ständige Beobachter John Dube.

Kämpfer für den Frieden erinnern. An
einen Amerikaner, der an einer Friedensmission der Vereinten Nationen
und damit an einer Mission zum Wohl
der Welt teilgenommen hat. An einen
zweifellos tapferen Mann mit unbeirrbarem Engagement für das Ideal der
Vereinten Nationen:
Oberstleutnant
William Richard Higgins.

Es ist wunderbar, wenn man sich
umsieht und soviele bekannte Gesichter erblickt - Außenminister, Mitarbeiter des Sekretariats, Delegierte.
Und natürlich Sie, Herr Generalsekretär, der Sie Ständiger Vertreter Ihres Landes waren, und Sie Herr Stellvertretender
Generalsekretär
Abby
Farah, als damaliger Ständiger Vertreter. Ich freue mich, heute zusammen mit Ihnen an dieser historischen
Stätte zu weilen.

Ich fordere die Vollversammlung
auf, den Mord an diesem Soldaten des
Friedens zu verurteilen und bitte die
Verantwortlichen, der Familie seine
sterblichen Überreste, zu übergeben.
Und ich möchte, daß wir uns hier und
jetzt erneut auf die Sache verpflichten, der Oberst Higgins so selbstlos
gedient hat.

Die Vereinten Nationen wurden vor
41 Jahren auf den Trümmern des Krieges errichtet, und ihre Gründung wurde von großen Hoffnungen begleitet.
Und die Vereinten Nationen können
Großes vollbringen. Dabei sind sie
keineswegs unfehlbar.
Sie liefern
kein Allheilmittel für die Probleme
der Welt. Aber sie sind ein ungemein
wichtiges Forum, indem die Nationen
der Welt Konflikte durch Konsens zu
ersetzen suchen, und sie müssen ein
Forum für den Frieden bleiben.
Die Vereinten Nationen nähern
sich diesem Idealbild immer mehr an.
Und sie verfügen über die Zustimmung
der Vereinigten Staaten von Amerika.
In den letzten Jahren - und ganz sicherlich seit meiner Zeit hier - haben die von diesen Wänden widerhallenden Wortgefechte oftmals eine neue
Denkrichtung eingeleitet. Wir haben
eine begrüßenswerte Verlagerung - von
Fehden zu versöhnlichen Worten - beobachten können.
Die
UN-Friedenstruppen
haben
jetzt ihren Dienst aufgenommen, und
in all den Jahren haben mehr als 700
ihrer Mitglieder ihr Leben im Dienst
der
Vereinten
Nationen
gelassen.
Heute möchte ich an einen dieser

Die Gründer dieser historischen
Institution wollten, daß die Nationen
der Welt sich hier zusammenfinden, um
sich darauf zu einigen, daß das Gesetz und nicht die Gewalt regieren
sollte. Und die Vereinten Nationen
können bei den wichtigen Problemen
unserer Zeit eine entscheidende Rolle
spielen.
Denn heute gibt es eine
Idee, die die Welt beherrscht - eine
Idee von unbestreitbarer Macht. Und
diese Idee heißt: Freiheit.
Der Vormarsch der Freiheit läßt
sich überall beobachten. In Mitteleuropa in Ungarn - wo sich Staat und
Gesellschaft nunmehr inmitten einer
Bewegung zu politischem Pluralismus
und freier Marktwirtschaft befinden.
Wo die Zäune, die einmal eine unnatürliche Trennung zwischen Ungarn und
seinen Nachbarn im Westen bewirkten,
jetzt niedergerissen - und durch »neue
Hoffnungen für die Zukunft ersetzt
wurden - neue Hoffnungen auf Freiheit.
Wir beobachten die Verwirklichung
der Freiheit in Polen - wo die kommunistische Partei unter Respektierung des Volkswillens ihr Machtmonopol aufgegeben hat und auch in der
Sowjetunion, wo die Welt die Stimmen
der Menschen vernimmt, die keine
Angst mehr haben, ihre Meinung zu äußern oder auf dem Recht auf Selbstbe-

�Stimmung zu bestehen.
Aber der Vormarsch der Freiheit
bleibt nicht auf einen einzelnen Kontinent oder die Industrieländer beschränkt.
Wir beobachten auch größere Freiheit in Lateinamerika, wo die Diktaturen langsam zugunsten von Demokratien verschwinden.
Wir beobachten dasselbe auf dem
afrikanischen Kontinent, wo mehr und
mehr Länder in freiem Unternehmertum
die Rettung für ihre durch übermäßige
staatliche
Kontrolle
behinderten
Volkswirtschaften erblicken.
Ost und West, Nord und Süd: Auf
jedem Kontinent, an jedem Horizont
erkennen wir den Silberstreif einer
neuen Welt der Freiheit.
Natürlich ist das Werk der Freiheit noch unvollendet. Die Tendenzen, die wir wahrnehmen, finden nicht
überall statt. Einige Regime stellen
sich immer noch den Gezeiten entgegen. Manche der Regierenden verweigern den Menschen immer noch das
Recht, sich selbst zu regieren. Aber
jetzt wird die Macht der Befangenheit
und Tyrannei herausgefordert.
Niemals zuvor haben diese Regime so isoliert und allein dagestanden, so weit
vom stetigen Vormarsch der Freiheit
entfernt.
Heute werden wir Zeuge eines Zusammenbruchs von Ideologien, dem Untergang der totalitaristischen Idee
des allmächtigen Staates.

die Bill of Rights und damit Grundfreiheiten für jeden einzelnen vorgeschlagen. Rechte, die keine Regierung
verweigern
kann.
Dieselben
Rechte sind von dieser Versammlung
der Nationen mit dem Text der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
anerkannt worden, und sie stellen eine Maxime für alle Menschen und alle
Nationen dar.
Von unserem Standpunkt aus gesehen, von der Schwelle dieser neuen
Welt der Freiheit, läßt sich diese
Tendenz eindeutig ausmachen.
Wenn
diejenigen, die unsere heutige Geschichte schreiben, das 20. Jahrhundert als Zeitalter des Staates bezeichnen, muß das 21. Jahrhundert ein
Zeitalter der Emanzipation des Individuums sein.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Nichts kann dem Vormarsch der
Freiheit im Weg stehen. Es wird ein
Tag kommen, wo Freiheit auf der ganzen Welt als allgemein verbrieftes
Recht - jeder Rasse und jedes Lebensbereichs - betrachtet wird. Auch unter den schlimmsten Umständen, in den
schwierigsten Zeiten ist Freiheit immer lebendig geblieben - als ferner
Traum vielleicht, aber immer noch lebendig.
Heute ist dies nicht mehr nur ein
ferner Traum. Zum ersten Mal ist für
Millionen Menschen auf der ganzen
Welt eine neue Welt der Freiheit in
Reichweite. Jetzt ist die Zeit reif
für die Freiheit.

Für diesen Zusammenbruch gibt es
zahlreiche Gründe. Aber am Ende läßt
sich das, was wir heute wahrnehmen,
in einem Satz erklären: Für die Anhänger der Idee des Totalitarismus
war deren Triumph ein Gesetz der Geschichte. Sie haben jedoch nicht die
Liebe zur Freiheit beachtet, die in
die Herzen der Menschen geschrieben
ist.

Wie Sie sehen, besteht nunmehr
die Möglichkeit zur Schaffung einer
echten Staatengemeinschaft, die sich
auf gemeinsame Interessen und Ideale
gründet.
Eine echte Gemeinschaft,
eine Welt, in der freie Regierungen
und
freie
Marktwirtschaften
dem
Wunsch der Menschen nach Gestaltung
ihres eigenen Schicksals entgegenkommen: nach einem Leben in Würde und
freier Ausübung ihrer grundlegenden
Menschenrechte.

Vor zweihundert Jahren haben die
Vereingten Staaten - unser Kongreß -

Es ist an der Zeit, daß wir zusammenarbeiten, um dieses Schicksal

- 3 -

�in die Hände aller Menschen zu legen.
Wir stehen vor der Herausforderung, die Grundfesten der Freiheit zu
stärken, ihren Vormarsch zu fördern
und uns unseren vordringlichsten Herausforderungen zu stellen. Den globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: wirtschaftliches Wohlergehen, gesunde Umwelt und die großen
Fragen von Krieg und Frieden.
Zunächst zum Wachstum der Weltwirtschaft. In diesem Jahrzehnt sind
eine Reihe von Entwicklungsländern in
die Reihen der fortschrittlichsten
Volkswirtschaften aufgestiegen, und
jedes von ihnen hat es auf der Basis
freien Unternehmertums geschafft.
In den kommenden zehn Jahren können andere dazukommen.
Aber viele
Länder sehen sich Hindernissen gegenüber. Im Falle einiger Länder sind
es selbsterrichtete Hindernisse: unnötige Einschränkungen und Vorschriften, die sich als Hemmschuh für ihre
eigenen Volkswirtschaften und als
Hindernisse für den Außenhandel erweisen.
Aber es gibt noch andere Hindernisse für den Wandel, die auch nach
Taten verlangen. Allzuviele Entwicklungsländer kämpfen heute mit der
Last ihrer Schulden, die ein Wachstum
nahezu unmöglich macht. Die Länder
der Welt verdienen bessere Möglichkeiten, um die Kontrolle über ihr eigenes wirtschaftliches Schicksal zu
erlangen und ihren Bewohnern ein besseres Leben zu schaffen.
Der von den Vereinigten Staaten
mit dem Brady-Plan unterbreitete Vorschlag wird diesen Länder beim Abbau
ihrer Schuldenlast helfen und gleichzeitig Reformen für eine freie Marktwirtschaft fördern, mit denen Wachstum in Gang gesetzt werden kann.
In zwei Tagen werde ich eine Rede
beim
Internationalen
Währungsfonds
und der Weltbank halten. Ich werde
dabei eingehender auf die Maßnahmen
eingehen, die unsere Länder zur Lö-

sung des Schuldenproblems ergreifen
können.
Aber jetzt kann ich dazu
schon sagen, daß die neue Welt der
Freiheit keine Welt ist, in der einige Länder in Wohlstand leben und andere bedürftig sind.
Die Macht des Handels treibt den
Fortschritt
voran.
Offene Märkte
sind der Schlüssel für anhaltendes
Wachstum in den Entwicklungsländern.
Heute erwerben die Vereinigten Staaten über die Hälfte der verarbeiteten
Exportgüter, die alle Entwicklungsländer zusammen an die Industrieländer verkaufen. Es ist an der Zeit,
daß andere wohlhabende Länder es uns
gleichtun, um mehr Möglichkeiten im
Handel zu schaffen.
Meiner Ansicht nach werden wir im
kommenden Jahrhundert
lernen, daß
viele Länder der Welt ihr volles Entwicklungspotential kaum ausgeschöpft
haben. Freie Marktwirtschaft und ihre Früchte sind nicht nur einigen wenigen vorbehalten, sondern alle sollten davon profitieren.
über
die
Herausforderung
des
weltweiten Wachstums hinaus gibt es
noch eine andere Frage von globaler
Bedeutung:
die Umwelt.
Keine auf
einer Landkarte eingezeichnete Grenze
kann die fortschreitende Verschmutzung der Umwelt aufhalten. Bedrohungen für die Umwelt sind zu einem
weltweiten Problem geworden.
Wir
müssen einen internationalen Ansatz
finden, um der Umweltproblematik größere Dringlichkeit zu verleihen und
gemeinsam nach Lösungen für gemeinsame Probleme suchen.
Die Vereinten Nationen arbeiten
bereits daran. Am Problem der Erwärmung der Erde. Und es gibt Bestrebungen, um Öl- und andere Katastrophen zu verhindern, die unsere Meere
und die Luft, die wir atmen, verschmutzen.
Und dazu möchte ich Ihnen jetzt
sagen: Die Vereinigten Staaten werden ihren Teil dazu beitragen. Wir
haben uns zur weltweiten Abschaffung

- 4 -

�aller
Fluorchlorkohlenwasserstoffe
bis zum Jahr 2000 verpflichtet. Wir
haben Zusätze zu unserem Gesetz über
die Luftreinhaltung vorgeschlagen, um
innerhalb nur einer Generation saubere Luft für all unsere Bürger sicherzustellen. Wir haben den Import von
Elfenbein verboten, um Elefanten und
Nashörner vor den Wilderern zu schützen, die sie des Profits wegen ausrotten.
Und wir haben begonnen, gemeinsam
mit anderen Ländern Maßnahmen zu erarbeiten - mit den wichtigsten Industrieländern, Polen und Ungarn, um
den Umweltschutz zu einer gemeinsamen
Sache zu machen. Die Umwelt gehört
uns allen. In unserer neuen Welt der
Freiheit müssen alle Menschen der
Welt diese gemeinsame Zuversicht in
allen folgenden Generationen hegen
dürfen.
Das Wachstum der Weltwirtschaft,
die Erhaltung unseres Planeten - beides sind entscheidende Fragen. Wie
immer jedoch müssen Fragen von Krieg
und Frieden für die Vereinten Nationen übergeordnete Bedeutung haben.
Wir müssen uns bemühen, Massenvernichtungswaffen zu begrenzen - und
zu beseitigen. Vor fünf Jahren habe
ich der Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf einen amerikanischen Vertragsentwurf zum Verbot
chemischer Waffen vorgelegt. Seither
wurden Fortschritte erzielt, aber die
Zeit
wird
knapp.
Die Bedrohung
wächst.
Über 20 Staaten besitzen
heute chemische Waffen oder die Fähigkeit, sie herzustellen. Und diese
schrecklichen Waffen werden heute in
regionalen
Konflikten
eingesetzt.
Das ist unannehmbar.
Um der Menschheit willen müssen
wir diese Bedrohung aufhalten und abbauen. Ich möchte heute Schritte ankündigen, die die Vereinigten Staaten
zu unternehmen bereit sind, Schritte,
um die Welt von diesen wahrhaft
furchtbaren Waffen zu befreien, zu
einem Vertrag, der innerhalb von 10
Jahren nach seiner Unterzeichnung al-

le chemischen Waffen auf der ganzen
Welt verbieten und beseitigen wird.
Diese Initiative
wichtige Elemente:

enthält

drei

Erstens
sind
die
Vereinigten
Staaten bereit, in den ersten acht
Jahren nach Abschluß eines Vertrags
über chemische Waffen 98 Prozent ihres Bestands an chemischen Waffen zu
vernichten, wenn sich die Sowjetunion
dem Verbot anschließt. Ich bin überzeugt, daß sie dies tun wird.
Zweitens sind wir bereit, all unsere chemischen Waffen, 100 Prozent,
jede einzelne, innerhalb von 10 Jahren nach der Unterzeichnung eines
Vertrags über das vollständige Verbot
durch alle zur Herstellung dieser
Waffen befähigten Staaten zu zerstören.
Und drittens sind die Vereinigten
Staaten bereit, sofort zu beginnen.
Wir werden noch während der Arbeit an
einem Vertrag über 80 Prozent unserer
Bestände beseitigen, wenn sich die
Sowjetunion uns anschließt, die chemischen Waffen auf ein gleiches Niveau abbaut und wir uns auf Inspektionen einigen, um zu überprüfen, daß
diese Bestände zerstört werden.
Wir wissen, daß die Überwachung
eines vollständigen Verbots chemischer Waffen eine Herausforderung
darstellt. Aufgrund der Erkenntnisse, die wir mit unseren Erfahrungen
aus den jüngsten Rüstungskontrollabkommen gewonnen haben sowie aufgrund
unserer intensivierten Forschung in
diesem Bereich bin ich jedoch der
Übe rzeugung, daß wir einen Grad der
Verifizierung erreichen können, der
uns Vertrauen zum Abschluß eines solchen Verbots gibt.
Die Welt lebt schon zu lange im
Schatten
der chemischen Kriegführung. Lassen Sie uns ab heute gemeinsam handeln, um die Welt von dieser Geißel zu befreien.

- 5 -

Wir bemühen uns ebenso ernsthaft

�um die konventionelle Abrüstung. Aus
diesem Grund haben wir am vergangenen
Donnerstag, dem 21. September 1989,
bei den Wiener KSE-Verhandlungen neue
Vorschläge präsentiert - Vorschläge,
die unser Engagement unter Beweis
stellen, daß wir uns bemühen, sobald
wie möglich die militärischen Spannungen in Europa abzubauen und die
Völker dieses Kontinents ihrer gemeinsamen Bestimmung einen Schritt
näherzubringen:
einem
ungeteilten
und freien Europa.
Die Vereinigten Staaten sind davon überzeugt, daß offene und innovative Maßnahmen die Abrüstung fördern
und internationale Spannungen abbauen
können. Genau dieser Gedanke liegt
dem Vorschlag der 'offenen Himmel'
zugrunde, zu dessen Prüfung sich die
Sowjets nun bereiterklärt haben. Er
liegt dem Vorschlag der 'offenen Länder' zugrunde - der zum ersten Mal
die Reisefreiheit aller sowjetischen
und amerikanischen Diplomaten im jeweiligen Gastland vorsieht. Offenheit ist der Feind des Mißtrauens,
und jeder Schritt zu einer offeneren
Welt ist ein Schritt zu der neuen
Welt, wie wir sie anstreben.
Ich möchte noch kurz auf die
Treffen mit Außenminister Schewardnadse in den letzten Tagen eingehen.
Ich bin mit den erreichten Fortschritten sehr zufrieden.
Die Sowjetunion hat eine Reihe von Hindernissen für Fortschritte bei der Reduzierung konventioneller und strategischer Waffen aus dem Weg geräumt.
Wir haben Grundsatzvereinbarungen zu
Problemen von der Verifizierung bis
zu den Atomtests erzielt. Und wir
haben uns auf ein Gipfeltreffen im
Frühjahr oder Frühsommer des Jahrs
1990 verständigt.
Jedes dieser Ergebnisse ist für
sich allein schon bedeutend.
Sie
sind jedoch noch wichtiger als Zeichen der neuen Haltung, die zwischen
den Vereinigten Staaten und der UdSSR
vorherrscht.
Ernste
Meinungsverschiedenheiten bleiben bestehen, aber
die Bereitschaft, diese Meinungsver-

schiedenheiten konstruktiv und offen
zu behandeln, ist eine neue Tatsache,
die wir und die ganze Welt begrüßen
sollten.
Wir sind nicht in ein Zeitalter
ewigen Friedens eingetreten. Die Bedrohungen des Friedens, mit denen die
Staaten heute konfrontiert werden,
mögen sich verändern, aber sie sind
nicht
verschwunden.
Tatsächlich
tritt in einer Reihe von Regionen der
Welt ein brisantes Gemisch zutage:
Regime, die mit alten und unversöhnlichen Animositäten - und modernen
Massenvernichtungswaffen
ausgerüstet
sind.
Durch diese Entwicklung wird das
Risiko bei jedem möglichen Kriegsausbruch erhöht.
Regionale Konflikte
könnten den Weltfrieden in nie gekanntem Ausmaß bedrohen.
Die Bewahrung des Friedens ist
für uns alle hier in diesem Saal eine
persönliche
Herausforderung.
Die
Vereinten Nationen können ein Vermittler sein und ein Forum, das alle
miteinander
in Konflikt stehenden
Parteien auf der Suche nach friedlichen Lösungen zusammenführen kann.
Um des Friedens willen müssen die
Vereinten Nationen ihre Unterstützung
der gegenwärtig stattfindenden Friedensbemühungen
in
Konfliktgebieten
auf der ganzen Welt verdoppeln. Ich
versichere Ihnen:
Die Vereinigten
Staaten sind entschlossen, bei der
Beilegung regionaler Konflikte eine
aktive Rolle zu übernehmen. Bisweilen wird unsere Rolle bei regionalen
Streitigkeiten vollständig der Öffentlichkeit bekanntgegeben. In anderen Fällen arbeiten wir, wie viele
von Ihnen auch, ohne großes Aufsehen
- hinter den Kulissen. Immer jedoch
setzen wir uns für positive Veränderungen und dauerhaften Frieden ein.
Unsere Welt ist noch anderen, weniger geläufigen Bedrohungen ausgesetzt, die für Frieden und Stabilität
in der Welt jedoch nicht minder gefährlich sind. Drogen sind eine Be-

�drohung der Gesellschaftsordnung und
ein Quell menschlichen Leids, wo immer sie Fuß fassen. Die Länder, die
von dieser Geißel der Menschheit betroffen sind, müssen ihre Kräfte im
Kampf
dagegen
zusammenschließen.
Dies geschieht bereits. Ich möchte
insbesondere das Engagement und den
außergewöhnlichen Mut eines einzelnen
Landes hervorheben, nämlich Kolumbiens, in dem wir heute mit der Bevölkerung und ihrem Präsidenten, Virgilio Barco, zusammenarbeiten, um den
Drogenkartellen die Geschäftsgrundlage zu nehmen und die Drogenbarone ihrer gerechten Strafe zuzuführen.
Schließlich müssen wir unsere
Kräfte vereinen, um der Bedrohung des
Terrorismus entgegenzutreten.
Jedes
Land und die Vereinten Nationen müssen den Gesetzlosen der Welt eine
deutliche Botschaft zu übermitteln:
Geiselnahme und der Terror willkürlicher Gewalt werden von der Welt nicht
mit Zustimmung aufgenommen. Jegliche
Art von Terrorismus läuft allen Werten einer zivilisierten Welt zuwider. Täuschen Sie sich nicht: Terrorismus ist ein Mittel, das von keinem Zweck, sei er auch noch so gerecht, geheiligt wird.
Wie auch immer eine Herausforderung beschaffen sein mag, unsere Erfolgschancen werden durch Freiheit
erheblich verbessert. Die Stunde der
Freiheit ist eine Zeit der Hoffnung
für die ganze Welt. Denn, wenn sie
einmal in Bewegung gesetzt wurde,
entwickelt die Freiheit ihre eigene
Dynamik.
Am Tag meiner Amtseinführung habe
ich erklärt: 'Wir müssen nicht nächtelang die bessere Regierungsform erörtern. ' Wir wissen, daß eine frei
gewählte Regierung - Demokratie - am
besten ist.
Dies ist die schwer erkämpfte
Wahrheit unserer Zeit, die unanfechtbare Tatsache, die am Ende eines
Jahrhunderts harter Kämpfe und großen
menschlichen Leids Bestand hat. Dies
gilt nicht deshalb, weil all unsere

Meinungsverschiedenheiten
der Demokratie weichen müssen, sondern weil
die Demokratie all unseren Meinungsverschiedenheiten Raum gibt. In der
Demokratie findet die Vielfalt ihr
gemeinsames Haus.
Der Kern des demokratischen Ideals ist die Achtung - der Freiheit
des Glaubens, der Gedanken- und Handlungsfreiheit in all ihrer Vielfalt,
der Menschenrechte. Die Welt hat genug Ideologien erlebt, die versprachen, den Menschen in einer neuen,
besseren Form noch einmal zu erschaffen. Wir haben die kolossalen Tragödien und zerstörten Hoffnungen erlebt. Wir wissen jetzt, daß Freiheit
unbd Demokratie die Antworten sind.
Was die Menschen und Staaten möchten,
ist die Freiheit, nach ihrem eigenen
Willen zu leben und die Chance, in
Wohlstand und Frieden zu leben.
Zu Beginn meiner heutigen Rede
sprach ich über die Erhaltung des
Friedens.
Ich möchte mich nun der
Schaffung von Frieden widmen.
Wir
müssen denjenigen Menschen den Frieden bringen, die seine Wohltaten noch
nie erfahren konnten.
In meinem Amtszimmer im Weißen
Haus hängt ein Gemälde.
Es zeigt
Präsident Lincoln und seine Generäle
gegen Ende des blutigsten Krieges in
der Geschichte der Vereinigten Staaten. Draußen tobt zu jener Zeit eine
Schlacht. In der Ferne sehen wir jedoch einen Regenbogen, Symbol der
Hoffnung. Das Gemälde trägt den Titel "Die Friedensstifter". Für mich
bedeutet es eine dauernde Mahnung,
daß unser Kampf, der Kampf für den
Frieden, ein von der Hoffnung gesegneter Kampf ist.
Ich erinnere mich an die Zeit,
als ich selbst in diesem Saal saß.
Ich erinnere mich an den Respekt, den
wir, die wir stolz als Delegierte
hier anwesend waren, einander entgegenbrachten.
Ich erinnere mich der
fast endlosen Reden, der Sitzungen
des Sicherheitsrats.
Der Empfänge
und Defllees. Der formellen Treffen

- 7 -

�dieser Versammlung und der informellen Diskussionen in der DelegiertenLobby.
Ich erinnere mich auch noch an
andere Dinge, die über die Hektik und
die manchmal frustrierenden Erfahrungen des Alltags hier hinausgehen: An
den Herzschlag der Vereinten Nationen, die stille Überzeugung, daß wir
die Welt zu einem friedlicheren, einem freieren Ort machen könnten.
Was wir damals anstrebten, ist
nun in greifbare Nähe gerückt. Ich
frage jeden von Ihnen in diesem
Saal: Können wir den Vereinten Nationen nicht ein einheitliches Ziel
geben? Können wir nicht diese neue
Welt der Freiheit zu dem von uns angestrebten gemeinsamen Schicksal machen?
Ich glaube, daß wir es können.
Ich weiß, daß wir es müssen.
Mein feierlicher Wunsch ist heute, daß hier in den Vereinten Nationen dieser Geist Wurzeln schlägt und
daß alle Menschen und alle Staaten
die Stunde der Freiheit zu ihrer eigenen machen.
Ich danke Ihnen, Gott schütze Sie
und die Arbeit der Vereinten Nationen.

* * * * *

- 8-

�AMERIKA DIENST
Dokumentation

VoN^

36

27. September 1989

MOSBACHER:

"BEACHTLICHER WANDEL" IN POLEN

- Rede des amerikanischen Handelsministers -

WA1SCHAI - (AD) - Handels Minister Robert A. Mosbacher erklärte bei einem
Treffer mit imeriManischen unc polnischen Regierungsvertretern und Geschäftsleuten .im 39. S ptember 1989, sein Besuch in Polen sei "ein erster Schritt"
zur Verwirklichung von Präsident Bushs Plan, "die Dynamik des amerikanischen
Pri v/atF^kto. s mi' den Wachstu nschc'ncen des enstehenden polnischen Privatsektors zu kom vinie&gt;-en". Mosbach ^r stellte fest: "Ich bin seit einem Tag in Polen und habe mit eigenen Auge T gesehen, was für eine bemerkenswerte Zeit des
Wandels für diesem Land angebrochen ist."
Nachfolgend v-röffentliehen wir die Rede des Handelsministers im Wortlaut.

Ich bin seit einem Tag in Polen
und habe mit eigenen Augen gesehen,
was für eine bemerkenswerte Zelt des
Wandels für dieses Land angebrochen
ist. Bis vor kurzem wäre es undenkbar gewesen, daß wir heute zu einem
Treffen mit der ersten nichtltommunistischen Regierung in Osteuropa seit
40 Jahren zusammenkommen.
Die Chance, freie Gewerkschaften
zu gründen, wirkliche Rede- und Pressefreiheit ?.u haben, bei wichtigen
Wahlen
seine Stimme abzugeben und
zwischen
larteien
und
politischen
Vorstellungen zu wählen - all diese
Errungenschaften sind fundamental und
weitreichend.
Den Ereignissen des Sommers 1988
In Polen kommt eine wahrhaft histo-

rische Dimension zu - und ich beglückwünsche das polnische Volk und
seine politisch Verantwortlichen zu
der disziplinierten und weitsichtigen
Art und Weise, in der sie diese tiefgreifenden Veränderungen durchgeführt
haben. Die wirtschaftlichen Veränderungen sind gleichermaßen beeindrukkend. Bis vor kurzem wäre es undenkbar gewesen, daß ausländische Firmen
in Polen investieren und sogar zu 100
Prozent in ausländischem Besitz befindliche Unternehmen gründen können.
Und niemand hätte sich das Ausmaß
dieser Veränderungen vorstellen können:
dezentralisierter
Entscheidungsprozeß in der Wirtschaft, die
Gründung
von Privatunternehmen
und
der Weg zu echten Großhandelsmärkten
und Preisreformen.

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Dank all dieser Maßnahmen werden
wunderbare Möglichkeiten eröffnet
nicht nur für das polnische Volk sondern auch für Amerikaner und ebenso
für alle anderen.
Als Präsident Bush vor zwei Monaten Polen besuchte, bot er eine Politik der Hoffnung, Ermutigung und Hilfe an. Er verkörperte die von allen
Amerikanern
empfundene Freude über
die hier gemachten Fortschritte - und
ihre große Hoffnung auf weitere Fortschritte und zukünftige Reformen.
Der Präsident hat erklärt:
"Die
demokratischen Kräfte in Polen haben
um die moralische, politische und
wirtschaftliche Unterstützung des Westens gebeten.
und der Westen wird
reagieren."
Die Verwirklichung der sich hier
abzeichnenden tiefgreifenden Beformen
stellt
eine
große
Herausforderung
dar. w.^nn ;*in System der Planwirtschaft und Staatsbetriebe, das die
Verteilung anhand von Warteschlangen
vornimmt, durch t-ine dezentralisierte
Wirtschaft ersetzt wird, die dank
privater Anreize produziert und die
Warenverteilung über den Preis steuert. Dies wird sich als sehr schwierig erweisen.
Es geht kein Weg daran vorbei,
daß große Opfer erforderlich sind.
Und der Erfolg wird sich nicht über
Nacht einstellen. Aber mit Vertrauen,
Geduld
und
Durchhaltevermögen
wird der Erfolg kommen.
Präsident Bush hat den Schlüssel
zur Überwindung der Hindernisse genannt, die sich dem Erfolg in den Weg
stellen: Das Wachstum des Privatsektors.
Initiativen und Innovationen
des Privatsektors können vollbringen,
was keine staatlicher Hilfe oder Verordnung kann: Sie können die polnische Wirtschaft verjüngen.
Einzig
und allein die Kreativität der einzelnen Unternehmer und eine Marktwirtschaft können diese Aufgabe erledigen.

Dieser
Besuch
ist
ein
erster
Schritt zur Verwirklichung von Präsident Bushs Programm - die Dynamik des
amerikanischen Privatsektors mit den
Wachstumschancen des enstehenden polnischen Privatsektors zu kombinieren.
Wir möchten so viel wie möglich
zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums in Polen beitragen - und
zur Erweiterung des Handels mit den
Vereinigten
Staaten.
Unser Besuch
gilt
der
Kontaktaufnahme
zwischen
amerikanischen Firmen und polnischen
Unternehmen, die zur Triebfeder von
Innovation, Kooperation und dynamischer Wirtschaft werden sollen.
Bei unserem Besuch haben wir einen besonderen Auftrag zur Entwicklung des Handels zu erfüllen.
Ein
Teil unserer Delegation besteht aus
amerikanischen
Führungskräften
des
amerikanisch-polnischen
WirtSchaftsrats.
Beurt Servaas, der amerikanische Vorsitzende des Rats, ist Leiter
der Delegation, die mit ihren polnischen Kollegen und Regierungsvertretern zusammentreffen wird, um aus der
Sicht des Privatsektors zu erörtern,
was zur Förderung von Investitionen
und Handel zwischen unseren Ländern
getan werden muß.
Diese Delegation wird besser als
jeder Regierungsvertreter feststellen
können, was genau erforderlich ist,
um den Weg zu raschem Wirtschaftwachstum zu ebnen. Wir haben sie um
einen umfassenden Bericht und eine
Reihe von Empfehlungen gebeten, die
uns dabei behilflich sein sollen, die
Wege zu schnellstmöglichem Ausbau der
Wirtschaftsbeziehungen aufzuzeigen.
Für morgen erwarten wir die Unterzeichnung eines Abkommens, mit dem
enge und zunehmende Kontakte zwischen
polnischen und amerikanischen Firmen
und bilaterale Geschäftsverbindungen
in die Wege geleitet werden sollen.
Darüber hinaus beabsichtigen wir
die Unterzeichnung eines bilateralen
Abkommens, das darauf abzielt, den
Tourismus
zwischen
unseren
beiden

�Ländern zu fördern und amerikanische
Exporte im Touristikbereich sowie Investitionsmöglichkeiten in Polen erweitern soll.
Ein weiterer Teil unserer Delegation bestent aus einer Gruppe, die in
Polen ein Programm durchführt, in
dessen Rahmen pensionierte qualifizierte amerikanische FUhrungskräfte
in polnischen Unternehmen eingesetzt
werden. Diese Führungskräfte sollen
den polnischen Firmen amerikanische
Managementtechniken vermitteln.
Das
Programm staht unter der Schirmherrschaft des International Executive
Service Corps (IESC) und wird - wie
wir hoffen - zu zunehmender Partnerschaft im Bereich der Ausbildung
führen.
Einige bedeutende Abkommen mit
der Touristikindustrie sind bereits
ausgehandelt worden, wie beispielsweise
das
Gemeinschaftsunternehmen
Marriott-LOT und der Kauf von Boeing-Flugzeugen durch die Fluggesellschaft LOT. Ich hatte die Ehre, als
erster Gast in dem neuen MarriottHotel wohnen zu dürfen und sehe bereits den Erfolg unserer gemeinsamen
Bestrebungen.
Unserer Ansicht nach
wird unser bilaterales Abkommen die
gewerbliche Tätigkeit fördern.
Präsident Bush hat den Kongreß um
die Befugnis ersucht, private amerikanische Investitionen in Polen gemäß
dem Programm der Entwicklungsgesellschaft (Overseas Private Investment
Corporation - OPIC) garantieren zu
können und polnischen Exporten in die
Vereinigten
Staaten
Meistbegünstigungsstatus zu gewähren. Das heißt,
für über 4 100 Produkte aus Polen
wird kein Importzoll erhoben.
Wir freuen uns, daß das Repräsentantenhaus diesen Anträgen zugestimmt hat und sie jetzt dem Senat
zur Entscheidung vorliegen.
Sobald
die endgültige
Zustimmung erfolgt
ist, werden wir Investitionsmissionen
gründen und Handelsseminare durchführen, damit die Wirtschaft von diesen
beiden Programmen profitieren kann.

Das Hauptziel besteht im Wachstum
solider amerikanischer Investitionen
in Polen. Priscilla Raab, die Leiterin des amerikanischen Handelsentwicklungsprogramms, hat uns nach Warschau begleitet, um Wege zur Verwirklichung dieses Ziels aufzuzeigen.
Sie prüft von amerikanischer Seite
finanzierte Projektstudien, die zu
einer Vielzahl neuer Investitionen in
die polnische Wirtschaft führen könnten.
Die 24 Abkommen zu Gemeinschaftsunternehmen, die bereits zwischen
amerikanischen und polnischen Unternehmen unterzeichnet wurden, sind ein
weiterer Beweis dafür, daß amerikanische Firmen hier die Geschäftstätigkeit
aufnehmen
wollen.
Das
Marriott-LOT-Gemeinschaftsunternehmen
ist ein Beispiel dafür.
Curtis International, auch ein
Pionier im Beteiligungsgeschäft, hat
im Bereich der Film-Innovation erfolgreich das Hannah-Barbers-Gemeinschaftsunternehmen
abgeschlossen.
Curtis wird in den Bereichen Wohnungbau und pharmazeutische Industrie in
diesem Jahr neue Beteiligungsgeschäfte mit Polen gründen.
Auch 24 amerikanische Firmen haben genügend Geschäftsmöglichkeiten
in Polen ausgemacht, um dort Büros zu
eröffnen.
Johnson und Johnson hat
bereits im Juli seine Niederlassung
eröffnet. Auch Honeywell hat diese
Absicht und damit beläuft sich die
Zahl amerikanischer Unternehmen mit
Geschäftsstellen in Polen auf 26.
Ich möchte nicht zum Schluß kommen, ohne dieses herrliche Gebäude zu
erwähnen, das Zeugnis für die Tradition der Handwerkskunst
und das
künstlerische Geschick hier in Polen
ablegt. Dieses Geschick ist im heutigen Polen überall zu beobachten ebenso wie im 17. und 18. Jahrhundert, als das Wilanow-Palais erbaut
wurde. Aber den polnischen Künstlern
fehlt häufig das Material, das für
ihre ausgezeichnete Arbeit erforderlich ist.

- 3 -

�Aus diesem Grunde - und als Ausdruck der dauerhaften Freundschaft
zwischen unseren beiden Ländern - habe ich die Ehre, ein Geschenk des Nationalen Verbands der Farben- und
Lackproduzenten der Vereinigten Staaten zu Überreichen. Diese Organisation hat mich gebeten, ihr Geschenk
im Wert von 5 000 Dollar an Material
zu überreichen, das zur Beendigung
der
Restaurationsarbeiten
am
Wilanow-Pal.iis benötigt wird. Es ist
ihre - wie auch unsere - Hoffnung,
daß dieses Geschenk den polnischen
Künstlern helfen wird, ihr Bestes bei
der Erhaltung des polnischen Erbes zu
geben.

polnische Kultur sein wird
echte Villa Nova, Wilanow.

Niemand gibt sich der Illusion
hin, daß die Abwicklung von Geschäften in einem Polen leicht sein wird,
das sich a'if dem Weg von einer zentral gelenVten Wirtschaft zu einer
Marktwirtschaft befindet. Insbesondere der Mangel an harter Währung erschwert internationale Transaktionen.
Aber es wäre ein Fehler, sich nur
die Probleme und Schwierigkeiten vor
Augen zu halten und zu der Schlußfolgerung zu gelangen, es sei nicht an
der Zeit für Geschäfte. In den vergangenen Tagen konnten wir das große
Engagement und den Enthusiasmus des
polnischen Volkes bei der Wiederherstellung offener Märkte und auf dem
Weg zu einer von Unternehmergeist geleiteten Wirtschaft beobachten. Wir
stehen vor großen Chancen und Herausforderungen. Wir haben arbeitswillige Arbeitnehmer und vor Ungeduld
brennende Unternehmer von morgen gesehen.
Wir haben innovative Ideen
und den Wunsch zur Bewältigung der
Herausforderungen vernommen.
Wir hegen keinerlei Zweifel - und
auch Sie sollten keine haben -, daß
es in Ihrem Land ein enormes Wachstumspotential gibt, wenn der Geist
der Freiheit und des Unternehmertums
sich entfalten kann.
Sie haben die Chance, ein neues
Polen zu schaffen - das ein "neues
Haus" für das polnische Volk und die
- 4 -

Gott schütze Sie.

* * * * *

-

eine

�AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

27. September 1989

36

Regionale Fragen in den amerikanisch-sowjetischen Beziehungen
- Eine Übersicht des US-Außenministeriums -

Im Rahmen des Treffens von Außenminister Baker und seinem sowjetischen
Amtskollegen Schewardnadse hat das amerikanische Außenministerium am 23. September 1989 eine Reihe von Übersichten erstellt, von denen wir einige veröffentlichen.

Afghanistan

Mittelamerika

Die Vereinigten Staaten unterstützen die Mujahedin und ihre Bestrebungen, das unrechtmäßige Najibullah-Regime seines Amtes zu entheben. Eine politische Einigung sollte
auf der Selbstbestimmung des afghanischen Volkes basieren und das von den
Sowjets aufoktroyierte Regime durch
eine repräsentative Regierung ersetzen.
Die Sowjets haben die Bildung
eines politischen Prozesses in der
Hand.
Sie liefern jedoch weiterhin
Waffen, wie etwa Scud-Raketen und andere moderne Waffen in unbegrenztem
Umfang an das Na jibullah-Regime.

Wir sind auch weiterhin tief besorgt über die Aktivitäten des Ostblocks in Mittelamerika und seine Unterstützung kubanischer und nicaraguanischer Bestrebungen zur Aushöhlung
regionaler Stabilität.
Trotz der ausgesetzten amerikanischen Militärhilfe an die nicaraguanische Widerstandsbewegung und einer
angeblichen Aufgabe sowjetischer Waffenlieferungen an Nicaragua leistet
der Ostblock den Sandinisten weiterhin unablässig Unterstützung.

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Wir ermutigen Moskau, seinen Einfluß in Nicaragua, Kuba und anderen
Ländern geltend zu machen, um eine
friedliche Einigung in der Region
herbeizuführen und freie, faire Wahlen zu ermöglichen.

Naher Osten
Die Vereinigten Staaten begrüßen
sowjetische Bestrebungen zur Übernahme einer aktiveren und konstruktiveren Rolle im Friedensproseß des Nahen
Ostens. Wir haben Moskau ermutigt,
den Plan des israelischen Premierministers Schamir für Wahlen in den besetzten Gebieten zu unterstützen.
Ferner fordern wir die Sowjets zur
Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel auf, wenn sie eine
für alle Beteiligten konstruktive
Rolle spielen wollen. Darüber hinaus
arbeiten wir mit den Sowjets daran,
die Anstrengungen des Dreiparteienausschusses der Arabischen Liga im
Libanon für einen Waffenstillstand
und die Aufhebung des Belagerungszustandes zu unterstützen.

Kambodscha
Die Vereinigten Staaten und die
Sowjetunion sind sich über die Dringlichkeit einer umfassenden Regelung
für Kambodscha einig.
Die sowjetische Unterstützung für Hun Sen und
die mangelnde Flexibilität Vietnams
bei der Pariser Kambodscha-Konferenz
im Hinblick auf die Teilung der Macht
haben nur bedingt Fortschritte ermöglicht. Wir müssen weiterhin auf diplomatischem Wege alles tun, um ein
Abkommen zu erzielen.

* * * * *

- 2

�AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

27. September 1989

36

Rüstungskontrolle In den Amerikanisch-Sowjetischen Beziehungen
- Eine Übersicht des US-Außenministeriums -

Im Rahmen des Treffens von Außenminister Baker und seinem sowjetischen
Amtskollegen Schewardnadse hat das amerikanische Außenministerium am 23. September eine Reihe von Übersichten erstellt, von denen wir einige veröffentlichen.

Konventionelle Rüstungskontrolle

tionaustausch ab.

Dieses Thema nimmt sowohl bei der
Bush-Administration als auch innerhalb der NATO einen sehr hohen Stellenwert ein. 1986 hat die KSZE-Konferenz mit ihren 35 Teilnehmerstatten
ein innovatives Programm vertrauensbildender Maßnahmen erarbeitet, um
Offenheit und Berechenbarkeit militärischer Aktivitäten zu fördern. Der
Westen verfolgt
bei den laufenden
Verhandlungen
über
Vertrauens- und
Sicherheitsbildende Maßnahmen (VSBM)
unter anderem das Ziel eines umfassenden
Informationsaustauschs
über
die Stationierung von Soldaten und
Waffen in Europa und zielt darüber
hinaus auf einheitlichere Richtlinien
für die Beobachtung und Inspektion
von Manövern und besseren Informa-

Die 23 Mitgliedstaaten der NATO
und des Warschauer Pakts haben in
diesem Jahr Verhandlungen über Konventionelle
Streitkräfte
in Europa
(KSE) eröffnet, um die massive Überlegenheit der konventionellen Streitkräfte des Warschauer Pakts zu bekämpfen.
Dabei wird das Ziel verfolgt, Sicherheit und Stabilität auf
niedrigen konventionellen Streitkräfteniveaus vom Atlantik bis zum Ural
zu gewährleisten.

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Die NATO hat einige weitreichende
Vorschläge unterbreitet und arbeitet
hart an ihrem Ziel eines KSE-Abkommens in den kommenden sechs bis zwölf
Monaten.

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Verhandlungen
raumwaffen

über

Kern- und

Welt-

Diese Verhandlungen wurden 1985
aufgenommen und umfassen drei Hauptbereiche:
strategische Offensivwaffen (START), Verteidigung im Weltraum
(D and S) und Mittelstreckenraketen
(INF). Bei START verfolgen die Vereinigten Staaten das Ziel, das Risiko
eines Krieges zu reduzieren, indem
sie ein stabileres nukleares Gleichgewicht auf erheblich niedrigeren Niveaus schaffen. Beide Seiten haben
sich
im
wesentlichen
auf
einen
START-Vertragsentwurf geeinigt, wobei
noch einige wichtige Fragen gelöst
werden müssen. Die Vereinigten Staaten haben im Juni Maßnahmen zur Verifizierung und Stabilität vorgeschlagen, um den Verhandlungen neue Impulse zu geben und praktische Erfahrungen bei der Verifizierung sicherzustellen.

Die Vereinigten Staaten sind mit
der Durchführung des INF-Vertrages
bis heute zufrieden, wo sich Im Hinblick auf die sowjetische Einhaltung
Probleme ergeben haben, haben wir
diese zu unserer Zufriedenheit gelöst.
Atomtests
Bei den amerikanisch-sowjetischen
Verhandlungen über Atomtests (NTT)
werden
Protokolle über Verifizierungsmaßnahmen ausgehandelt, so daß
der Vertrag über Atomexplosionen zu
friedlichen Zwecken (PNET) von 1976
und der Schwellenvertrag von 1974
endlich ratifiziert werden können.
Die Vereinigten Staaten verfolgen
langfristig das Ziel eines umfassenden Atomtestverbots, aber erst dann,
wenn die nukleare Abschreckung kein
Erfordernis mehr für die nationale
Sicherheit der Vereinigten Staaten
ist.

Verteidigung im Weltraum
Die Vereinigten Staaten möchten
erforschen, ob eine effektive Verteidigung eines Tages zur Sicherung eines
stabilen
Streitkräftegleichgewichts zwischen beiden Seiten beitragen kann.
Die amerikanischen Ziele bei der
Verteidigung im Weltraum sind: den
Vereinigten Staaten das Recht zu erhalten, ihr SDI-Programm im Rahmen
ihrer im ABM-Vertrag eingegangenen
Verpflichtungen
weiterzuführen
und
sich gemeinsam mit den Sowjets stärker auf defensive statt auf offensive
Waffensysteme zu stützen, wenn sich
herausstellt, daß die auf beiden Seiten durchgeführte Forschung Verteidigungssysteme als machbar ausweist.

Fragen
Waffen

zum

Vertrag

über

chemische

Die Aufmerksamkeit richtet sich
gegenwärtig auf den vom damaligen Vizepräsident Bush bei der Genfer Abrüstungskonferenz 1984 vorgelegten Vertragstext, in dem der Einsatz, die
Entwicklung, Herstellung, Verbreitung
und Lagerung chemischer Waffen verboten wird.
Jedes Verbot chemischer
Waffen, das auf Akzeptanz der Vereinigten Staaten stoßen kann, muß umfassend, weltweit gültig und wirksam
verifizierbar sein. In dieser Hinsieht haben die amerikanisch-sowjetischen bilateralen Gespräche das
Ziel verfolgt, multilaterale Verhandlungen über ein solches Verbot zu
fördern.

INF
Die Verbreitung chemischer Waffen
Nach dem INF-Vertrag vom Dezember
1987 haben die Vereinigten Staaten
und die Sowjetunion einen weiten Weg
zur Beseitigung einer gesamten Kategorie nuklearer Waffen zurückgelegt.

Die Verbreitung chemischer Waffen
stellt die Vereinigten Staaten und
ihre Verbündeten vor eine stärker
werdende Bedrohung. Aus diesem Grund

- 2 -

t

«.

�sind
die
Außenminister
Baker
und
Schewardnadse
übereingekommen,
daß
Bestrebungen zur Eindämmung der Verbreitung chemischer Waffen mit Anstrengungen für einen Chemiewaffenvertrag einhergehen müssen.

Die Verbreitung von Raketentechnik
Die Bush-Administration räumt dem
Problem der Verbreitung von Raketen
und Raketentechnik höchste Priorität
ein - der Golfkrieg zwischen Iran und
Irak hat die Gefahren einer solchen
Verbreitung besonders vor Augen geführt.
Die Vereinigten Staaten und die
Sowjetunion haben drei Runden von Gesprächen zur Eindämmung der Verbreitung von Raketen und Raketentechnik
geführt.

* * * * *

- 3 -

�AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

V O N **

27. September 1989

36

DAS AMERIKANISCH-SOWJETISCHE MEMORANDUM OF UNDERSTANDING
ÜBER CHEMISCHE WAFFEN

- Eine Übersicht des US-Außenministerium -

Nachfolgend bringen wir eine der Übersichten des US-Außenministeriums, die
am 23. September 1989 in Zusammenhang mit dem Treffen zwischen US-Außenminister Baker und seinem sowjetischen Amtskollegen Schewardnadse veröffentlicht
wurden:

Hintergrund
Das von Außenminister Baker und
seinem
sowjetischen
Amtskollegen
Schewardnadse am 23. September 1989
in Jackson Hole (Wyoming) unterzeichnete
Memorandum
of
Understanding
(MOU) über chemische Waffen sieht ein
bilaterales
Verifizierungsexperiment
und einen Datenaustausch vor.

Verbots chemischer Waffen zu fördern. Dieses Ziel wird von den Vereinigten Staaten seit 1984 verfolgt,
als der damalige Vizepräsident Bush
der Genfer Abrüstungskonferenz, an
der 40 Nationen teilnehmen, einen
Vertragsentwurf zu diesem Thema vorlegte.

Ein Zweiphasen-Abkommen
Diese Vereinbarung wurde von den
Vereinigten
Staaten
vorgeschlagen.
Sie spiegelt das Bestreben der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion
wider, den Verhandlungsprozeß, die
Unterzeichnung und die Ratifizierung
eines umfassenden, wirksam verifizierbaren
und
wirklich
weltweiten

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Experiment
und
Datenaustausch
werden in zwei Phasen vorgenommen.
Phase I sieht vor:
Austausch allgemeiner Daten über
das auf beiden Seiten vorhandene

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Chemiewaffenpotential. Die Daten
für Phase I würden bis Ende dieses Jahres ausgetauscht.
Besuche von einschlägigen militärischen und zivilen Einrichtungen, die vom Gastland ausgesucht
werden. Die für Besuche vorgesehenen Einrichtungen sind Produktionsund Lagerungsstätten für
chemische Waffen sowie Chemiefabriken der Privatindustrie.
Die
Besuche im Rahmen von Phase I
werden ab 30. Juni 1990 beginnen.
Phase II wird beginnen, sobald
beide Seiten formell und gemeinsam
feststellen, daß die Möglichkeit der
Einleitung eines multilateralen Vertrags über chemische Waffen innerhalb
von vier Monaten gegeben ist. Phase
II sieht vor:
Austausch
detaillierter
Daten
über
das
Chemiewaffenpotential
beider Seiten.
-

Vor-Ort-Inspektionen zur Verifizierung der angegebenen Daten.

Jeder Seite wird gestattet, bis
zu fünf Inspektionen von angemeldeten
Einrichtungen vorzunehmen, die aus
einer von der anderen Seite bereitgestellten Liste ausgewählt werden sowie bis zu zehn kurzfristige Verdachtsinspektionen in nicht angemeldeten Einrichtungen.
Von den zehn in Phase II zulässigen Verdachtsinspektionen können bis
zu fünf auf jeder Seite innerhalb eines viermonatigen Zeitraums vor der
Einleitung eines Vertrags über chemische Waffen stattfinden. Bis zu fünf
zusätzliche
Inspektionen pro Seite
können durchgeführt werden nachdem
die Parteien ihren jeweils zuständigen gesetzgebenden Körperschaften einen Vertrag über chemische Waffen zur
Ratifizierung
zuleiten.
Verdachtsinspektionen werden im Einklang mit
den Gesetzen des inspizierten Landes
- im Falle von Drittländern mit deren
Zustimmung - durchgeführt.

Das MOU sieht vor, daß beide Seiten regelmäßige Treffen abhalten, um
Fragen über die gelieferten Daten zu
stellen und Problembereiche zu behandeln.

* * * * *

�AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

27. September 1989

36

START:

EINE RAHMENVEREINBARUNG ZU VERIFIZIERUNG UND STABILITÄT

- Eine Übersicht des US-Außenministeriums Nachfolgend bringen wir eine der Übersichten des US-Außenministeriums, die am
23. September 1989 in Zusammenhang mit dem Treffen zwischen US-Außenminister
Baker und seinem sowjetischen Amtskollegen Schewardnadse veröffentlicht wurden:

Hintergrund
Bei
Wiederaufnahme
der
STARTVerhandlungen in Genf im Juni 1989
präsentierte Präsident Bush eine aus
sieben
Einzelmaßnahmen
bestehende
Initiative, die auf die Stärkung von
Vertrauen und strategischer Stabilität sowie auf die Förderung von Fortschritten, insbesondere
im Bereich
der Verifizierung, abzielte.
Diese Maßnahmen sind ein deutliches
Signal
unseres
Engagements,
Fortschritte bei den START-Verhandlungen zu fördern sowie Stabilität
und Vertrauen schon vor Inkrafttreten
des START-Vertrags zu stärken.
In Genf haben die Vereinigten
Staaten den Sowjets diese sieben Maß-

United States Information Service
Embassy of the United States of America

nahmen in all ihren Einzelheiten dargelegt.
Die Sowjets waren jedoch
nicht bereit, dieses Thema erschöpfend zu behandeln, weshalb die Erörterungen dazu beschränkt blieben.
Als die sowjetischen Experten zu
den vorbereitenden Arbeitsgesprächen
für das Außenministertreffen in Washington eintrafen, legten sie den
Text einer Grundsatzerklärung zum Verifizierungs- und
Stabilitätspaket
vor. Nach Gesprächen zwischen beiden
Seiten wurde Übereinstimmung zum Text
dieses Dokuments erzielt.
Die Vereinigten Staaten sind über
diese grundsätzliche Übereinkunft befriedigt und sehen konkreten Fortschritten mit den Sowjets zu bestimmten Verifizierungs- und Stabilitäts-

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�maßnahmen nach der Wiederaufnahme der
Genfer Gespräche erwartungsvoll entgegen.

Die Rahmenvereinbarung
Der Vereinbarung zufolge besteht
der doppelte Zweck der Maßnahmen darin, Verifikationsverfahren
für den
START-Vertrag
zu erproben und das
Vertrauen zu stärken, um einen baldigen Abschluß des Vertrags zu erleichtern.
Zu den gegenwärtig diskutierten
speziellen Maßnahmen gehören:
-

Ein frühzeitiger Datenaustausch;

Die Beendigung der Verweigerung
telemetrischer Daten zu ballistischen Raketen, einschließlich der
Verschlüsse]ung;
Einrichtung
der
Vor-Ort-Überwachung von Ein- und Ausgängen bestimmter
Raketenproduktionsstätten;
Behandlung des Problems der SLBMs
mit kurzen Flugzeiten;
Untersuchung
von Verfahren
zur
Überprüfung der Anzahl von Gefechtsköpfen
auf
ballistischen
Raketen;
Vorführung
von sowie Datenaustausch über Techniken zur Identifizierung von Raketen (sogenanntes "Tagging").
Ferner wurde eine von den Vereinigten Staaten vorgeschlagene Vereinbarung über die gegenseitige Benachrichtigung von strategischen Übungen
unterzeichnet.

* * * * *

- 2

�AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

27. September 1989

36

STAND DER RÜSTUNGSKONTROLLVERHANDLUNGEN
- Wöchentliche Übersicht -

WASHINGTON - (AD) - Nachfolgend veröffentlichen wir die am 21. September
1989 vom US-Informationsamt (USIA) herausgegebene Übersicht über den Stand der
Rüstungskontrollverhandlungen bei mobilen Interkontinentalraketen, KSE, chemischen Waffen, Atomtests, Israel, Ägypten und MX.
USA verzichten
biler ICBMs

auf Einbeziehung mo-

Am 19. September 1989 gab Außenminister Baker bekannt, daß die Vereinigten Staaten auf die Einbeziehung
mobiler landgestützter Interkontinentalraketen (ICBMs) in die Rüstungskontrollgespräche mit der Sowjetunion
verzichten.
Der Außenminister fügte jedoch
hinzu, diese Position hänge von der
Zustimmung des Kongresses zur Finanzierung amerikanischer mobiler Raketen ab. Der Vorschlag wurde auch bei
dem Treffen zwischen Baker und seinem
sowjetischen Amtskollegen Schewardnadse in Wyoming vom 22. bis 23. September 1989 erörtert.

Vorbehaltlich der Zustimmung des
Kongresses werden die amerikanischen
Unterhändler in Genf Baker zufolge
die "entsprechenden Details für die
auf mobile ICBMs angewandten Obergrenzen sowie wirksame Verifizierungsmaßnahmen" ausarbeiten.
Mit diesem Vorschlag wird ein
Hindernis bei den START-Verhandlungen
beseitigt, er erschwert jedoch die
Verifizierung eines Vertrags, da mobile Raketen leichter zu verstecken
und als Ziel schwerer auffindbar sind.
Die Sowjetunion besitzt zwei mobile ICBMs - die SS-25 und SS-24 -,
während sich die zwei amerikanischen
Proramme - die schienenmobile MX und
die straßenmobile Midgetman - noch im

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Entwicklungsstadium
befinden.
Die
Position
der
Bush-Administration
hängt von der Bewilligung der Mittel
für diese beiden Programme durch den
Kongreß ab.

NATO
stimmt
AbrUstungsvorschlagen
bei konventionellen Rüstungen zu
Außenminister Baker gab bekannt,
daß die NATO-Partner Einigung zu den
"konkreten Vorschlägen zu Verifizierung, Informationsaustausch und Stabilisierungsmaßnahmen" erzielt haben,
die von den Vereinigten Staaten bei
den Verhandlungen über Konventionelle
Streitkräfte (KSE) am 21. September
1989 in Genf unterbreitet wurden.

Die
amerikanische
Chemieindustrie
beabsichtigt Eindämmung der Verbreitung chemischer Waffen
Der Verband der amerikanischen
Chemieproduzenten
(CMA) gab einen
fünf Punkte umfassenden Vorschlag bekannt, der darauf abzielt, die Verbreitung chemischer Waffen einzudämmen.
Die CMA, in der 90 Prozent der
amerikanischen Chemieproduzenten zusammengeschlossen sind, forderte seine Mitglieder zu folgenden Maßnahmen
auf:
Verfahren, mit denen festgestellt
werden kann, ob Aufträge für
"sensitive" Chemikalien (die möglicherweise für die Herstellung
chemischer Waffen eingesetzt werden können) für friedliche Zwecke
bestimmt sind;

"Zusammen mit den am 13. Juli
eingebrachten Vorschlägen werden damit die Entscheidungen voll und ganz
in die Praxis umgesetzt, die wir beim
NATO-Gipfeltreffen
anhand der von
Präsident Bush vorgeschlagenen Initiative zu konventionellen Streitkräften getroffen haben", erklärte
der Außenminister am 19. September
1989. Der von Präsident Bush in die
Wege geleitete Plan fordert die Reduzierung von Streitkräften und Gerät
vom Atlantik bis zum Ural im Rahmen
eines voraussichtlich bis nächstes
Jahr abgeschlossenen Vertrags.

freiwillige Bekanntgabe von verdächtigen Aufträgen für oder Anfragen nach sensitiven Chemikalien;
offizielle Routineüberprüfung der
Unternehmenspraxis bei Chemieexporten und Schärfung des Bewußtseins bezüglich chemischer Waffen
unter den Export- und Marketingfachleuten;

Offensichtlich hat Griechenland
auf weitere Einwände gegen die Anzahl
der für die Türkei vorgesehenen gepanzerten Truppenfahrzeuge verzichtet, die zuvor die Vorlage des NATOPakets verzögert hatten.

Kontakte mit Bundesbehören für
Exportkontrolle auf Betriebs- und
Managementebene, sowie

Die neuen Vorschläge enthalten
einen detaillierten Informationsaustausch über Truppen und Depotlagerung
von militärischem Gerät.

ein Referenzsystem innerhalb der
einzelnen Unternehmen, das alle
Exporttransaktionen
sensitiver
Chemikalien vermerkt, in das amerikanische
Regierungsbehörden
Einblick nehmen können.

Die Sowjetunion wird voraussichtlich in Kürze einen Vorschlag unterbreiten, der als Zeichen ihrer Zustimmung zu Obergrenzen für bestimmte
Arten von Kampfflugzeugen gilt, die
sie bisher verweigert hatte.

Richard Clarke, Abteilungsleiter
im Außenministerium für politisch-militärische Angelegenheiten und Leiter
der amerikanischen Delegation bei der
Canberra-Konferenz, lobte die "enthusiastische Unterstützung" der Indu-

- 2 -

�strie für einen Vertrag über ein Verbot von Entwicklung, Produktion, Lagerung und Einsatz chemischer Waffen.

schuß des Repräsentantenhauses gegenüber eingeräumt, daß Israel "eine
Art" Raketentest durchgeführt hat.

Er erklärte gegenüber den Teilnehmern der vom 18. bis 22. September
1989 veranstalteten Regierungs-Industriekonferenz gegen chemische Waffen, "die Geheimhaltung" zwischen den
Nationen, die im Besitz chemischer
Waffen sind, müsse aufgehoben werden
und Vertrauen in einen Vertrag über
ein Verbot chemischer Waffen "durch
eine Vielzahl unilateraler, regionaler und multilateraler Schritte" geschaffen werden. Darüber hinaus solle eine Gruppe technischer Experten
gebildet werden, die vor Abschluß eines Vertrags die wichtigsten Problembereiche erörtern.

Auf die am 20. September 1989 gestellte Frage, ob die Vereinigten
Staaten Israel zu dem Test um Stellungnahme gebeten hätten, antwortete
er: "Wir haben mit den Israelis bei
zahlreichen Gelegenheiten über Raketen an sich und ihre Verbreitung gesprochen."
Berichten der sowjetischen Nachrichtenagentur Tass zufolge
hat Israel am 14. September 1989 eine
ballistische Mittelstreckenrakete zur
Erprobung abgefeuert.

Die
internationale
Chemieindustrie
ä'chtet chemische Waffen
Die Chemieunternehmen, die für
ca. 80 Prozent der Weltproduktion
verantwortlich sind, gaben am 20.
September 1989 eine gemeinsame Erklärung ab, die ihre Abscheu gegenüber
chemischer Kriegführung und die Forderung nach einem Verbot chemischer
Waffen enthält.
Die bei der Regierungs-Industriekonferenz gegen chemische Waffen in
Canberra abgegebene Erklärung ist ein
Zeichen der Bereitschaft privater
Firmen zur Zusammenarbeit mit den nationalen Regierungen, um einen solchen umfassenden und verifizierbaren
weltweiten Vertrag zu erlangen.
Bei der Konferenz kamen zum ersten Mal Regierungen und Vertreter
der Chemieindustrie aus 67 Nationen
in dem Bestreben zusammen, den Weg
für einen Vertrag zu ebnen.

USA nehmen israelischen
zur Kenntnis

Raketentest

Der stellvertretende Außenminister für den Nahen Osten und Südasien, John Kelly, hat einem Unteraus-

Der Sprecher des Außenministerium, Richard Boucher, hatte zuvor erklärt, Israel sei sich der Tatsache
bewußt, daß die Vereinigten Staaten
die Verbreitung von ballistischer Raketentechnologie insbesondere im Nahen O.'iten ablehnen.
"Wir haben alle Länder, die ballistische Raktenprogramme durchführen, davon in Kenntnis gesetzt - einschließlich Israel", stellte er am
15. September 1989 fest.
Berichten zufolge landete die in
der Gegend von Jerusalem abgeschossene Rakete ein gutes Stück von der Libyschen Küste entfernt im Mittelmeer.
Die Vereinigten Staaten und die
Sowjetunion bauen im Rahmen des INFVertrags aus dem Jahr 1987 Raketen
dieses Typs ab.

Ägypten gibt das ballistische Raketenprojekt auf
Der Abteilungsleiter im Außenministerium für den Nahen Osten und
Südasien, John Kelly, erklärte am 19.
September 1989, daß Ägypten offensichtlich "die Zusammenarbeit " mit
Irak bei einem ballistischen Raketenprojekt beendet habe.
In einer Anhörung vor einem Unterausschuß des auswärtigen Ausschusses im Repräsentantenhaus erklärte

�Kelly, Ägypten und Irak hätten an der
Produktion der Condor 2-Rakete zusammengearbeitet.
Seiner Ansicht nach
habe "Ägypten die Zusammenarbeit bei
diesem Programm beendet".

Annäherung zwischen
bei Atomtests

USA

und

UdSSR

Die mit der Beilegung der Meinungsverschiedenheiten über die Verifizierung von unterirdischen Atomtests mit einer Sprengkraft von 150
Kilotonnen
befaßten
amerikanischen
und sowjetischen Unterhändler haben
Fortschritte bei einem Abkommen erzielt, das unterschiedliche Verifiziecungsmethoden zuläßt.
Dem Kompromiß zufolge würden die
Vereinigten Staaten den Detonationswert eines Atomtests überwachen, indem sie in der Nähe der Explosionsstelle ein Kabel in den Boden verlegen, gleichzeitig jedoch den Sowjets
gestatten, die von ihnen bevorzugten
seismischen Messungen des Detonationswerts vorzunehmen.
Das Thema Atomtests stand auch
auf der Tagesordnung für das vom 22.
bis 23. September 1989 abgehaltene
Treffen zwischen Außenminister Baker
und seinem sowjetischen Amtskollegen
Schewardnadse. Am 19. September hatte Baker erklärt, die Vereinigten
Staaten wollten neue Vorschläge unterbreiten, "um den nun 15 Jahre währenden Stillstand bei Atomtests zu
durchbrechen und damit den Weg für
die Ratifizierung von zwei Atomtestverträgen im nächsten Jahr zu ebnen."

* * * * *

- 4

�AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

27. September 1989

36

UMWELTINITIATIVEN DER BUSH-ADMINISTRATION
- Eine Übersicht des Weißen Hauses -

Nachfolgend veröffentlichen wir eine Übersicht zu Umweltinitiativen der
Bush-Administration, die am 18. September 1989 in Spokane (Washington) vom
Pressebüro des Weißen Hauses veröffentlicht wurde.

Gesetz zur Luftreinhaltung
Am 12. Juni 1989 verkündete der
Präsident Vorschläge zur Reduzierung
von Emissionen, die sauren Regen,
vermehrte Ozonbildung in Großstadtregionen sowie die Verschmutzung der
Luft mit Schadstoffen
verursachen.
Die Vorschläge, die in dem ersten von
einer
Administration
unterbreiteten
allgemeinen Gesetz zur Luftreinhaltung seit über einem Jahrzehnt enthalten sind, sehen eine Reduzierunge
der
S02-Emissionen
(Schwefeldioxid)
um 10 Milliarden Tonnen bis zum Jahr
2000, eine Reduzierung der Emissionen
von NOx (Stickoxid) um zwei Millionen
Tonnen sowie einen 40prozentigen Abbau der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen, die für den
Smog in Städten verantwortlich sind

sowie eine 75-90prozentige Reduzierung von Luftschadstoffen vor. Diese
Reduzierungen werden ferner dazu beitragen, die aus der Verwendung fossiler
Brennstoffe
herrührende
fortschreitende Erwärmung der Erdatmosphäre zu drosseln.
Der Vorschlag
fördert überdies den Einsatz alternativer Treibstoffe in einer Million
Fahrzeuge bis zum Jahr 1997. Alternative Treibstoffe werden neben der
Reduzierung von Substanzen, die zur
Ozonbildung beitragen, die Menge der
durch konventionellen Treibstoff entstehenden toxischen Aromate verringern. Der Präsident hat dem Kongreß
am 21. Juli 1989 ein umfassendes Gesetz zur Reinhaltung der Luft vorgelegt, in dem die am 12. Juni verkündeten Vorschläge enthalten sind.

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Vorschläge zur Reduzierung von Emissionen durch Kohleverbrennung ("Saubere Kohle"- Technologien)
Der Präsident hat für das Haushaltsjahr 1990 die Bewilligung von
710 Millionen Dollar für das Technologieprogramm "Saubere Kohle" vorgeschlagen, mit dem die Entwicklung
neuer Technologien zur Reduzierung
von S02~ und NOx-Emissionen gefördert werden soll, damit die Kohle
auch in Zukunft zu unserer Energieversorgung beitragen kann.
Treibstoffverbrauch von Kraftfahrzeugen
Die Administration hat eine Maßnahme zur Verschärfung der Norm für
den Flottenverbrauch von Automobilen
auf 27,5 Meilen pro Gallone gebilligt. Mit dieser Maßnahme werden die
Ölimporte
sowie
der Beitrag von
Kraftfahrzeugemissionen
zur Aufheizung der Erdatmosphäre verringert.

LuftSchadstoffe
Verbot von Asbest
Am 7. Juli ]989 hat die Umweltschutzbehörde (EPA) einen fast vollständigen Verzicht auf Asbest bis zum
Jahr 1997 verkündet. Mit diesem Verbot wird die Einfuhr, Herstellung und
Verarbeitung von Asbest, einem krebserzeugenden Stoff, der mit Lungenkrebs und Mesotheliom in Verbindung
gebracht wird, untersagt. Schätzungen der EPA zufolge verursacht Asbest
zwischen 3 000 und 12 000 krebsbedingte Todesfälle pro Jahr. Die Maßnahme ist das Ergebnis von über einem
Jahrzehnt der Gesetzesvorschläge und
Auswertung von Daten zu den Auswirkungen von Asbest und dessen Einsatz.
Normen für Benzolemissionen
Am 31. August 1989 hat der Leiter
der EPA Normen verkündet, mit denen
die für die von Benzolemissionen verursachten Gesundheitsrisiken verringert werden sollen. Diese Luftschad-

stoffnorm war seit Jahren umstritten,
und diese Maßnahme stellt einen bedeutenden Schritt zur Reduzierung der
Emissionen eines bedeutenden Luftschadstoffs dar.

Entsorgung von Sondermüll
Medizinischer Müll
Die EPA hat am 10. März ein Programm zur Ermittlung der Verursacher
medizinischer Abfälle verabschiedet,
um eine umweltgerechte Entsorgung zu
gewährleisten und Meeresverschmutzung
zu vermeiden. Das Pilotprogramm wird
in zehn Staaten durchgeführt.
Die
EPA wird dem Kongreß nach zwei Jahren
berichten, ob eine landesweite Einführung dieses Programms notwendig
ist. Verstöße können zivilrechtlich
mit Geldstrafen von bis zu 25 000 und
strafrechtlich mit bis zu 50 000 Dollar geahndet werden.
Das Programm
stellt einen ersten Schritt bei der
Einlösung des von Präsident Bush gegebenen Versprechens dar, die Entsorgung medizinischer Abfälle zu regeln,
die in der Vergangenheit an den Meeresstränden angespült worden waren.
Der Superfonds für Entsorgung
In dem vom Präsidenten vorgelegten Haushalt werden 315 Millionen
Dollar für die Verwirklichung eines
ehrgeizigen Zeitplans für die Entsorgung
von
Giftmülldeponien
veranschlagt. Die Administration hat sich
gegen Bestrebungen im Kongreß verwandt, die Mittel dieses Superfonds
auf 150 Millionen Dollar zu kürzen.
Überprüfung der Verwaltung des Superfonds
Im Februar schlug der Präsident
eine erhebliche Stärkung des Superfonds-Programms vor, um dessen Durchsetzung besser als bisher sicherzustellen.
Am 14. Juni 1989 schloß
Verwaltungschef Reilly eine auf Anweisung des Präsidenten vorgenommene
Überprüfung der Verwaltung des Superfonds-Programms ab und unterbreitete

�Initiativen für ein effektiveres Programm, einschließlich privater Kontrollen in hezug auf akute Gefährdungen, bessere Vollstreckungsmaßnahmen,
um Privatunternehmen zu Entsorgungsmaßnahmen zu veranlassen sowie verstärkte Forschung für bessere Entsorgungstechniken. Für die Überwachung
werden in der EPA 500 neue Mitarbeiter eingestellt, die sicherstellen
sollen, daß eine ordnungsgemäße Entsorgung vorgenommen wird.

Verbrecher.
Die Administration hat
mit New York eine Vereinbarung über
die Beendigung der Einleitung von Abwässern, Klärschlamm und Industriemüll Ins Meer bis zum Jahr 1991 unterzeichnet .

Die Atomwaffeneinrichtungen des Energieministeriums

Der Präsident hat für das Haushaltsjahr 1990 einen Anstieg der Mittel zur Erforschung weltweiter Umweltprobleme um 43 Prozent oder 191,5
Millionen Dollar vorgeschlagen. Zusätzlich zu dem Gesetz zur Luftreinhaltung und dem Technologieprogramm
"Saubere Kohle" werden die Vereinigten Staaten im kommenden Februar eine
zwischenstaatliche Konferenz über die
Klimaveränderung
(IPCC)
abhalten.
Die Vereinigten Staaten halten den
Vorsitz in der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Gegenstrategien (Response Strategies Working Group), vor
der Außenminister Baker in einer Rede
im Januar 1989 die Bedeutung koordinierter Bemühungen zur Behandlung der
Klimaveränderung betonte.
Die Vereinigten Staaten haben Diskussionen
über .iinen Rahmen für eine weltweite
Konvention zur Reduzierungen derjenigen Gasemissionen aufgenommen, die
für die Erwärmung der Erde verantwortlich sein könnten.

Der Präsident hat die erhebliche
Aufstockung der Bundesmittel zur Bekämpfung umweltbelastender Einflüsse
durch Atomwaffenfabriken im Bundesbesitz um nahezu eine Milliarde Dollar
beschlossen. Auf Anweisung des Präsidenten hat Minister Watkins ein auf
fünf Jahre angelegtes Umwelt- und Sicherheitsprogramm
für Atomwaffenfabriken angekündigt. Die Administration untersucht mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln mögliche Verletzungen anzuwendender Umweltgesetze, die eventuell in Bundeseinrichtungen vorgekommen sind.
Die nationale Energiestrategie
Der Präsident hat die Erarbeitung
einer nationalen Energiestrategie angekündigt, und das Energieministerium
hat landesweit fünf öffentliche Anhörungen veranstaltet, um Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit zu erhalten. Ein Element der Strategie wird
ein
Plan
zur
Herstellung
eines
Gleichgewichts zwischen der Notwendigkeit einer sicheren, ausreichenden
Energieversorgung und dem Schutz der
Umwelt sein.
Meeresverschmutzung
Mit seinem Haushaltsentwurf für
das Jahr 1990 hat der Präsident dem
Kongreß ein Gesetz zugeleitet, das
die Strafen für die illegale Einleitung von Abfällen ins Meer drastisch
verschärft. Das Gesetz verlangt die
Bestrafung von Zuwiderhandelnden als

Umweltschutz
Ebene

auf

internationaler

Weltweite Klimaveränderung

FluorChlorkohlenwasserstoffe (FCKW)
Am 3. März 1989 forderte der Präsident einen vollständigen weltweiten
Verzicht auf die Verwendung von FCKW
bis zum Jahr 2000, falls bis dahin
sichere
Ersatzstoffe
erhältlich
sind. FCKW verursachen den Abbau der
Ozonschicht.
Sondermüllexporte
Am 10. März 1989 forderte der
Präsident ein Verbot für den Export
von Sondermüll außer in solchen Fällen, in denen sich das Empfängerland
durch ein bilaterales Abkommen zu

- 3 -

�dessen ordnungsgemäßer Entsorgung bereiterklärt. Ein kleiner Teil des in
den Vereinigten Staaten anfallenden
Sondermülls wird exportiert, teilweise in Entwicklungsländer, deren Mangel einer angemessenen Entsorgungspraxis
zu
Umweltproblemen
führen
könnte.
Polen und Ungarn
Am 9. und 10. Juli 1989 kündigte
der Präsident technische Hilfe für
Polen und Ungarn an, um die Luftverschmutzung zu bekämpfen und die Wasserqualität zu verbessern.
Abkommen über Treibnetzfischerei
Die Administration
hat Japan,
Taiwan und Korea dazu veranlaßt, Abkommen über die Treibnetzfischerei
abzuschließen, mit denen der praktische Einsatz von Treibnetzen überwacht und die Gesetze über das Verbot
des
Fangs
amerikanischer
Lachse
durchgesetzt
werden
sollen.
Dank
dieser Abkommen können die Vereinigten Staaten den versehentlichen Fang
von Seevögeln, Robben, Walen und anderen maritimen Säugetieren zu quantifizieren. Jahr für Jahr wird illegal gefangener Lachs amerikanischer
Herkunft im Wert von mehreren hundert
Millionen Dollar auf dem Weltmarkt
gehandelt. Mit diesen Abkommen wird
das amerikanische Fischereiwesen für
die Zukunft vor solchen Verlusten geschützt, gleichzeitig wird die Meeresumwelt geschützt.

fallentsorgung ,
Wiederaufforstung,
Umgang mit Pestiziden.
Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume
Verbot der Einfuhr afrikanischen Elfenbeins
Am 5. Juni 1989 verkündete die
Administration ein Einfuhrverbot für
afrikanisches Elfenbein. Danach ist
die Einfuhr von afrikanischem Elfenbein aus allen Ländern der Welt illegal. Darunter fallen sowohl kommerzielle als auch nichtkommerzielle
Einfuhren. Bei Beschlagnahme solcher
Waren kann der Reisende mit einer
Geldstrafe bis zu 5 000 Dollar belegt
werden. Als Ergebnis dieser Maßnahme
ist der Preis für Elfenbein auf dem
Weltmarkt stark gefallen. Somit wurde der Anreiz für das Wildern von
Elefanten verringert.
Die WUstenschildkröte
Das Innenministerium hat die Wüstenschildkröte in einer Notmaßnahme
für Südkalifornien, Utah und Nevada
gemäß dem Gesetz über gefährdete Arten auf die Liste der gefährdeten
Tierarten gesetzt.
Panther
Das Innenministerium hat in Florida zusätzlichen Lebensraum für gefährdete Panther erworben.
Schutz von Lebensraum

Initiativen des Entwicklungsdienstes
Am 18. September 1989 kündigte
der Präsident eine gemeinsame Initiative der EPA und des Entwicklungsdienstes (Peace Corps) an. Mit Beginn des Jahres 1990 sollen Entwicklungshelfer als Teil ihrer Standardausbildung auch den Umgang mit einem
breiten
Spektrum
umweltpolitischer
Herausforderungen erlernen: Vermeidung von Gewässerverschmutzung, Ab-

Die EPA hat die Genehmigung für
den Bau des umstrittenen Two ForksDammes in Colorado verweigert, weil
dieses Bauvorhaben Tausende von Hektar wertvollen Lebensraums für freilebende Tierarten vernichtet hätte.
Entwicklung der Fischerei
Der Präsident hat einen Vorschlag
überstimmt, die Ausgaben von Mitteln

�im Rahmen des Wallop-Breaux Trust
Funds für Schutz und Entwicklung der
Fischerei zu kürzen.
ErÖlbohrungen vor der Küste

•

In seiner Februar-Ansprache vor
beiden Häusern des Kongresses schlug
der Präsident vor, die Vergabe von
Konzessionen für die Erschließung von
Öl- und Gasvorkommen in umweltpolitisch sensiblen Gebieten vor den Küsten von Kalifornien und Florida zurückzustellen.
Der Präsident rief
eine Arbeitsgruppe ins Leben, um die
mit diesen Konzessionen verbundenen
umweltpolitischen Bedenken untersuchen zu lassen und versprach, die Erschließung nur in solchen Gebieten
anzustreben, in denen Bohrungen in
einer umweltverträglichen Art und
Weise vorgenommen werden können. Die
Administration hat Bestimmungen veröffentlicht, denen zufolge die Vergabe von Konzessionen zur Öl- und Gasförderung in dem umweltpolitisch sensiblen Cordell Bank National Maritime
Sanctuary vor der kalifornischen Küste verboten werden soll.

Rückgewinnung
sourcen

und

Schutz

von

206 Millionen Dollar für die Erweiterung
amerikanischer
Nationalparks,
Forst- und
Wildschutzgebiete
vor.
Dies war die erste seit mehreren Jahren vorgeschlagene Erweiterung.
Wiederaufforstung
Der Präsident ist seit langem davon überzeugt, daß das Konzept der
Verwaltung unserer nationalen Ressourcen die Grundlage eines soliden
Ansatzes im Umweltschutz darstellt.
Als Teil dieser Überzeugung ist der
Präsident seit langem ein Befürworter
der Wiederaufforstung.
Sein persönliches Engagement beim Pflanzen von
Bäumen ist ein Zeichen für das Ausmaß
seiner Unterstützung kontinuierlicher
Bemühungen dieser Art auf Bundes-,
Staats- und Gemeindeebene sowie von
Aufforstungsprojekten, die auf privater und freiwilliger Basis durchgeführt werden.

Res-

Feuchtgebiete
Der Präsident fordert die Verankerung des Ziels, bei Feuchtgebieten
"keinen Nettoverlust" hinzunehmen, in
der nationalen Politik. Im Einklang
mit dieser Forderung wurde eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe gebildet, die gegenwärtig Empfehlungen
zur Verwirklichung dieses Ziels erarbeitet. Der Präsident hat eine besondere
gesetzgeberische
Vollmacht
vorgeschlagen, mit der Zinsen von im
Rahmen des Pittman-Robinson-Gesetzes
eingenommenen Geldern für den Kauf
von Feuchtgebieten gemäß dem North
American Waterfowl Management Act
verwendet werden können.
Erweiterung
bieten

von Parks und Schutzge-

In seinem
Haushalt
für 1990
schlug der Präsident Mehrausgaben von
- 5 -

* * * * *

�</text>
                </elementText>
              </elementTextContainer>
            </element>
          </elementContainer>
        </elementSet>
      </elementSetContainer>
    </file>
  </fileContainer>
  <collection collectionId="4">
    <elementSetContainer>
      <elementSet elementSetId="1">
        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
        <elementContainer>
          <element elementId="50">
            <name>Title</name>
            <description>A name given to the resource</description>
            <elementTextContainer>
              <elementText elementTextId="6534">
                <text>Dokumente</text>
              </elementText>
            </elementTextContainer>
          </element>
        </elementContainer>
      </elementSet>
    </elementSetContainer>
  </collection>
  <itemType itemTypeId="19">
    <name>Digitalisat</name>
    <description>Umwandlung eines physischen Dokumentes in ein digitales Medium.</description>
  </itemType>
  <elementSetContainer>
    <elementSet elementSetId="1">
      <name>Dublin Core</name>
      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
      <elementContainer>
        <element elementId="40">
          <name>Date</name>
          <description>A point or period of time associated with an event in the lifecycle of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="10652">
              <text>27.09.1989</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="51">
          <name>Type</name>
          <description>The nature or genre of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="10653">
              <text>Digitalisat</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="39">
          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="10654">
              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="50">
          <name>Title</name>
          <description>A name given to the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="10655">
              <text>Amerikadienst 27.09.1989</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="41">
          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="10656">
              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bush signalisiert Bereitschaft zur Zerstörung chemischer Waffen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ansprache des Präsidenten vor den Vereinten Nationen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mosbacher: "beachtlicher Wandel" in Polen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rede des amerikanischen Handelsministers&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrund&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Regionale Fragen in den amerikanisch-sowjetischen Beziehungen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Übersicht des US-Außenministeriums&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rüstungskontrolle in den amerikanisch-sowjetischen Beziehungen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Übersicht des US-Außenministeriums&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das amerikanisch-sowjetische Memorandum of Understanding über chemische Waffen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Übersicht des US-Außenministeriums&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;START: eine Rahmenvereinbarung zu Verifizierung und Stabilität&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Übersicht des US-Außenministeriums&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stand der Rüstungskontrollverhandlungen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wöchentliche Übersicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umweltinitiativen der Bush-Administration&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Übersicht des Weißen Hauses&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
      </elementContainer>
    </elementSet>
  </elementSetContainer>
</item>
