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                  <text>AMERIKA DIENST

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14. Dezember 1988

I N H A L T

{

INFORMATION
Neuer Handelsminister Ist alter Freund von Bush
- Porträt von Robert Mosbacher Bush benennt ehemalige Wohnungsbauministerin zur Handelsbeauftragten
- Porträt von Carla Hills -

HINTERGRUNDMATERIAL
Reagan: Gespräche mit Gorbatschow positiv und ermutigend
- Artikel zur Rede beim American Enterprise Institute Shultz; Sowjetischer Vorschlag behebt Ungleichgewicht in Europa nicht
- Artikel über Pressekonferenz mit Shultz Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- Verlautbarung des Außenministeriums zum 40. Jahrestag -

WIRTSCHAFT

i

Yeutter: Einigung über Agrarsektor bis April unerläßlich
- Erklärungen von Yeutter und Crosbie in Montreal -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Raumtransporter "ATLANTIS'' zurückgekehrt
- Zweiter Shuttle-Flug nach zehn Wochen Neuer Impfstoff gegen Rinderpest

* * * * * *

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46

14. Dezember 1988

NEUER HANDELSMINISTER IST ALTER FREUND VON BUSH
- Porträt von Robert Mosbacher -

WASHINGTON - (AD) - Bushs Favorit für das Amt des Handelsministers, Robert
Mosbacher, ist ein alter Freund des neu gewählten Präsidenten und hat den
gleichen Hintergrund einer wohlhabenden Ostkllstenfamilie und einer erfolgreichen Karriere im Ölgeschäft in der Gegend von Houston.
Das Amt des Handelsministers ist
Mosbachers erster Posten in der Regierung, aber der 61jährige gestaltet
seit langem im Hintergrund die Politik der republikanischen Partei mit
und hat sich einen Ruf als erfolgreicher Manager von Geldsammelaktionen
erworben.
Bei Präsident Fords erfolglosem
Kampf um die Wiederwahl gegen Jimmy
Carter im Jahr 1976 leitete er den
Finanzierungsausschuß, und in dieser
Eigenschaft war er auch für Bush im
gerade beendeten Wahlkampf tätig, wobei es ihm gelang, mehr als 75 Millionen Dollar aufzubringen. Er war
darüber hinaus Zweiter Vorsitzender
des nationalen Finanzausschusses der
Republikaner.

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Mit der Wahl von Mosbacher setzt
Bush einen Trend fort, im Rahmen dessen er mehrere andere Texaner für hohe Regierungsämter
nominiert hat.
Zwei hat er bereits in sein Kabinett
berufen - James Baker als Außenminister und Lauro Cavazos als Erziehungsminister.
Alle
Nominierungen
müssen noch vom Senat bestätigt werden.
Als
Handelsminister
wird
Mosbacher sowohl eine wichtige Rolle
bei der Durchführung des harten neuen
Handelsgesetzes spielen, das ausländische Märkte für amerikanische Produkte öffnen soll als auch bei der
Einführung des Freihandelsabkommens
mit Kanada, das nach der Ratifizierung durch Kanada in Kraft treten
wird.

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�Er bringt den Ruf eines hartgesottenen Geschäftsmannes mit, den er
sich in mehr als 30 Jahren als Leiter
des
Unternehmens
seiner
Familie,
Mosbacher Energy Co., erworben hat.
Mosbacher wurde in Mount Vernon
(New York) geboren und wuchs auch
dort auf. 1948, ein Jahr nachdem er
sein Examen in Betriebswirtschaft an
der Washington and Lee University abgelegt hatte, ging er nach Houston.
Ein paar Jahre später wurde er in
der New York Times mit den Worten zitiert, er "habe sich schon bei seiner
Ankunft in Houston verliebt". Er erklärte seinen Umzug:
"ich wollte
'Wildcatter'
(unabhängiger
Öl- und
Gasproduzent) sein und deshalb im Westen oder Südwesten leben."
Bush und er wurden Ende der fünfziger Jahre Freunde, und Mosbacher
sammelte erstmals Geld, als der künftige Präsident Anfang der sechziger
Jahre seine politische Laufbahn als
Kongreßabgeordneter begann.

Mosbacher, zu dessen geschäftlichen Interessen auch Immobilien und
Rinderzucht zählen, war Direktor der
Texas Commerce Bancshares in Houston
un der New York Life Insurance Company.
Es gehört zu den reichsten
Bürgern Amerikas,
Der begeisterte Segler Mosbacher
hat in zwei olympischen Segelklassen,
Drachenbooten und Soling, Medaillen
errungen. Über die von ihm und seiner dritten Frau Georgette veranstalteten Reisen und Parties wird oft in
den Klatschspalten der Zeitungen berichtet.
Das neue Kabinettsmitglied hat
vier erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder.
Sein einziger Sohn Rob
bewarb sich 1984 erfolglos um die Nominierung der Republikaner für einen
Sitz im amerikanischen Senat.

* * * * * *

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VON

Information

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14. Dezember 1988

BUSH BENENNT EHEMALIGE WOHNUNGSBAUMINISTERIN ZUR HANDELSBEAUFTRAGTEN
- Porträt von Carla Hills -

WASHINGTON - (AD) - Binnen zwei Jahren nach ihrer Ankunft in Washington
Mitte der siebziger Jahre war Carla Anderson Hills bereits Ministerin für Bauwesen und Städtebau und als mögliche Oberste Bundesrichterin und Vizepräsidentschaftskandidatin im Gespräch.
Jetzt ist sie von dem gewählten
Präsidenten George Bush zur amerikanischen Handelsbeauftragten ernannt
worden, einem der exponiertesten Regierungsposten in Washington.
Bush beschreibt Frau Hills - die
als eine von Washingtons "Superjuristinnen" gilt als "harte, sachliche
Anwältin", die aggressiv an der Erschließung von Möglichkeiten für die
amerikanische Wirtschaft im Ausland
arbeiten wird.
"Sie befürwortet freien und fairen Handel", erklärte Bush am 6. Dezember 1988. Er wird ihre Nominierung zur Bestätigung nach seiner
Amtsübernahme am 20. Januar 1989 an
den Senat weiterleiten.

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Bushs erste Entscheidung für eine
Frau in seinem Kabinett fiel inmitten
der im Rahmen des Allgemeinen Zollund
Handelsabkommens
(GATT)
in
Montreal stattfindenden Verhandlungen
der Handelsminister aus 96 Ländern.
Bei der aus Anlaß ihrer Ernennung
einberufenen Pressekonferenz erklärte
Frau Hills, sie werde nicht gemeinsam
mit dem derzeitigen Handelsbeauftragten Clayton Yeutter an den Verhandlungen teilnehmen. Sie lehne es ab,
ihre Ansicht zu den sich dort im Verhandlungsstadium befindlichen Themen
zu äußern.
In Montreal brachte Yeutter seine
Begeisterung über die Nominierung von
Frau Hills zum Ausdruck.
"Sie ist
eine ausgezeichnete Wahl.
Sie ist

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�eine außerordentlich talentierte Persönlichkeit und ich hege den größten
Respekt für sie", erklärte er.
"Carla verfügt dank ihrer Arbeit
im Privatsektor über einen umfassenden internationalen Hintergrund und
reichliche Regierungserfahrung - eine
wichtige Qualifikation für eine Position wie der des amerikanischen Handelsbeauftragten, der für die Entwicklung politischer Richtlinien und
Verhandlungspositionen zwischen den
Behörden verantwortlich ist", fügte
Yeutter hinzu.
Frau Hills ist geschäftsführender
Partner im Washingtoner Büro der
Rechtsanwaltssozietät Weil, Gotshal
und Manges und Vorstandsmitglied von
Corning Glass Works, International
Business Machines, Chevron und American Airlines.

Frau Hills war als Mitglied der
Ford-Administation erst die dritte
Frau im Kabinett. Bush und seine Berater haben erklärt, sie würden besondere Anstrengungen zur Berufung
von Frauen in die nächste Administration unternehmen,.
Frau Hills ist 54 Jahre alt, hat
vier Kinder und ist mit Roderick
Hills verheiratet, der unter der
Ford-Administration Vorsitzender der
Wertpapierkommission war. Ihren Aussagen zufolge wird sich ihr Ehemann der
heute
eine
Beraterfirma
in
Washington betreibt - von allen handelsbezogenen Geschäften zurückziehen, die mit ihrer Rolle als Handelsbeauftragte kollidieren könnten.

* * * * *

Frau Hills kam im Jahr 1974 aus
Los Angeles nach Washington, um die
Abteilung für Zivilrecht im Justizministerium zu leiten. Bei ihrer Nominierung zur Wohnungsbauministerin ein
Jahr später äußerten Senat und Industrie Opposition, da sie über keine
Erfahrung auf dem Gebiet verfügte.
Obwohl es über einige der von ihr
in die Wege geleiteten politischen
Maßnahmen geteilte Meinungen gab,
verdiente sie sich den Ruf, schnell
zu lernen und energisch durchzugreifen.
Solche Eigenschaften sind unabdingbar für die Position des Handelsbeauftragten. Yeutter hat die ganze
Welt bereist, um über kontroverse
Handelspraktiken und Richtlinien zu
verhandeln und übernahm in der amerikanischen Regierung die Führungsrolle, um die Regierungsvertretern
zufolge unfairen Handelshemmnisse für
amerikanische Waren und Dienstleistungen im Ausland abzubauen und den
amerikanischen Markt gegen solche
ausländische Produkte abzuschotten,
bei denen man unfaire Subventionierung vermutet.

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14. Dezember 1988

REAGAN:

GESPRÄCHE MIT GORBATSCHOW POSITIV UND ERMUTIGEND

- Artikel zur Rede beim American Enterprise Institute -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Reagan erklärt, wenn die Sowjets die vom
sowjetischen Staats- und Parteichef Gorbatschow am 7. Dezember angekündigten
einseitigen Truppenreduzierungen "sofort und vollständig" durchführen, werde
sich dies als für die Geschichte wichtig und "bedeutungsvoll" erweisen.
In einer Rede beim American Enterprise Institute in Washington sprach
Reagan über seine Gespräche mit dem sowjetischen Generalsekretär am 7.
Dezember in New York.

Der Präsident beschrieb den Meinungsaustausch - seine fünfte und
letzte Zusammenkunft mit Gorbatschow
seinem Ausscheiden aus dem Amt - als
"positiv und ermutigend".
Er bezog sich auf Gorbatschows
Ansprache vor der Vollversammlung der
Vereinten Nationen, derzufolge die
Sowjetunion
ihre Streitkräfte bis
1991 einseitig um eine halbe Millionen Soldaten verringern und ihre konventionellen Waffen erheblich abbauen
will.
"Zum
einseitigen
sowjetischen
Truppenabbau kann ich nur sagen, daß
sich dieser als für die Geschichte
wichtig und bedeutungsvoll erweisen
wird", erklärte Reagan.

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Reagan bemerkte weiter, er habe
Gorbatschow seine Zuversicht darüber
ausgesprochen, daß die von den beiden
Spitzenpolitikern bei ihrer ersten
Zusammenkunft 1985 in Genf aufgenommene Arbeit "unter der Bush-Administration fortgeführt wird".
"Das
heutige Treffen war eine Gelegenheit
zu Reflexion und Kontinuität", so
Reagan.
Die Gespräche umfaßten Reagan zufolge alle vier Teile der amerikanisch-sowjetischen Tagesordnung, Menschenrechte, Rüstungskontrolle, regionale Konflikte und bilaterale Fragen. "Wir haben insbesondere das betrachtet, was seit unserer letzten
Zusammenkunft in Moskau erreicht worden ist und was noch in Zukunft erreicht werden soll," fügte er hinzu.

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�Reagan erklärte, er habe die Bedeutung der Menschenrechte im amerikanisch-sowjetischen Verhältnis betont und Gorbatschow erklärt, daß die
Amerikaner die von ihm in der Sowjetunion begonnenen Veränderungen begrüßt hätten.
"Wir hoffen, daß zum Wohl des sowjetischen Volkes und für die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern noch viel mehr getan wird", so
Reagan.
"Ich denke, wir haben beide unserer Befriedigung über unsere Leistungen der letzten Jahre Ausdruck verliehen",
erklärte
der
Präsident.
Aber wir haben auch erkannt, daß in
vielen Bereichen grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zwischen unseren beiden Ländern bestehen und in
den kommenden Monaten und Jahren entschlossene Bemühungen auf beiden Seiten notwendig sind, um diese Meinungsverschiedenheiten auszuräumen."
In seiner Rede beim American
Enterprise Institute, einer konservativen politischen Forschungseinrichtung, legte Reagan eine umfassende
Beurteilung der Außenpolitik seiner
Administration dar.
"Ich bin stolz darauf, sagen zu
können, daß ich immer noch ein Antikommunist
bin,"
erklärte
Reagan.
"Und ich bin weiterhin auf die Idee
eingeschworen, daß wir unsere Überzeugungen laut verkünden und unsere
amerikanischen Ideale allen Völkern
der Welt vermitteln müssen, bis die
Festungen der Tyrannen zu Staub zerfallen."
Reagan erklärte, daß "Tyrannei
scheitert" und "Freiheit funktioniert" und daß "diese vor nur zehn
Jahren in so geringem Maße akzeptierten Tatsachen jetzt unstreitig sind".
"Die Experimente mit wirtschaftlicher Liberalisierung im Ostblock
und die zunehmende Freiheit in der
Volksrepublik China sind der schlagkräftige Beweis für die verzweifelten

Bemühungen der kommunistischen Welt,
einen Ausweg aus dem wirtschaftlichen
Sumpf im Sozialismus zu finden."
Reagan
verwies
ferner
darauf:
"Gleichzeitig
liefert der völlige
Fehlschlag der Sandinisten in Nicaragua ... eindeutige Beweise für die
dem Kommunismus eigene Unfähigkeit,
einer versklavten Bevölkerung etwas
anderes als Leiden zu bescheren."
Die Freiheitskämpfer Nicaraguas,
"die für die Seele ihres Vaterlandes
gekämpft haben, sind weiterhin die
beste Hoffnung für Freiheit und Demokratie in diesem Land", erklärte
Reagan.
Lateinamerika,
"einstmals
die
Hochburg der Despoten, ist jetzt zu
90 Prozent demokratisch", so Reagan.
"Das tapfere Volk von El Salvador hat
diejenigen gestürzt, die es mundtot
machen wollten, indem es sich in
großer Zahl zu den Wahlen eingefunden
haben." Er erklärte ferner, daß im
Fernen Osten "die Demokratie gewaltige Fortschritte gemacht hat", insbesondere in Ländern wie Südkorea und
den Philippinen.
Der Präsident bezeichnete sich
als Optimist: "Wir haben mit unserer
Politik des Friedens durch Stärke demonstriert, daß Frieden und Freiheit
sich durchsetzen werden, wenn wir
stark sind."
Reagan führte die NATO als bestes
Beispiel dafür an: "Wir müssen den
weniger begünstigten Völkern der Welt
zeigen, wie Freiheit und Demokratie
Freundschaft und gutes Einvernehmen
zwischen Völkern und Nationen schaffen."

Reagan erklärte, trotz seiner Ansicht, daß die NATO-Verbündeten ihre
Verteidigungslasten im Bündnis besser
verteilen könnten, "müssen wir uns
immer die reale Last vor Augen führen, die unsere Verbündeten tragen" niemals aber die Vereinigten Staaten
- "sie stehen wirklich an der Frontlinie des Westens".

�"Unsere
günstige
geographische
Lage hat die Kriege des 20. Jahrhunderts weit vom amerikanischen Festland ferngehalten, aber in Europa ist
die Erinnerung noch so frisch wie die
Erinnerung eines 50jährigen und die
Geschichten eines Großvaters", erklärte Reagan. "Ihre Soldaten, ihre
Kinder, ihre Häuser und ihre Zivilisation stehen jeden Tag auf dem
Spiel.
Das können und dürfen wir
nicht vergessen."

- 3

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14. Dezember 1988

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SHULTZ:

SOWJETISCHER VORSCHLAG BEHEBT UNGLEICHGEWICHT IN EUROPA NICHT
- Artikel über Pressekonferenz mit Shultz -

BRÜSSEL - (AD) - Der amerikanische Außenminister George Shultz erklärte am
9. Dezember 1988 in Brüssel, trotz der konventionellen Abrüstungsvorschläge
des sowjetischen Staats- und Parteichefs Michael Gorbatschow bleibe ein "sehr
asymmetrisches" Streitkräfteverhältnis in Europa.
Auf
einer
Pressekonferenz
im
NATO-Hauptquartier in Brüssel erklärte Shultz, die Welt solle "nicht verdaß auch nach dem "sehr
gessen
willkommenen" einseitigen Truppenabzug (im wesentlichen 10 000 Panzer
und 500 000 Soldaten), den der sowjetische Staatschef am 7. Dezember in
New York angekündigt hatte, immer
noch ein Ungleichgewicht bestehen
bleibe.
Shultz zufolge würde demnach die
Überlegenheit des Warschauer Pakts
gegenüber den Divisionen der NATO in
Europa von derzeit 2,99 : 1 auf lediglich 2,91 : 1 verringert, wenn die
Reduzierungen Gorbatschows in die Tat
umgesetzt würden. Außerdem würde die
Überlegenheit des Ostblocks bei Panzern . von derzeit 2,76 : 1 auf nur

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2,18 : 1 abgebaut, der Vorsprung bei
der Artillerie würde von 2,3 : 1 auf
1,74 : 1 schrumpfen und das Verhältnis bei Kampfflugzeugen würde von einer Überlegenheit von 3,2 : 1 auf
3,0 : 1 fallen, fügte der Außenminister hinzu.
"Daran können Sie erkennen, daß
die Reduzierungen
zwar willkommen
sind, doch wird Ihnen meines Erachtens ebenfalls auffallen, warum die
derzeit
bestehende
grundsätzliche
Asymmetrie
erhalten
bleibt," hob
Shultz hervor. Darum "begrüßen" die
Vereinigten Staaten und ihre 15 NATOPartner die Verhandlungen über konventionelle Stabilität
(KRK), die
voraussichtlich im kommenden Jahr in
Wien von der derzeitigen KSZE-Tagung
zur Überprüfung der Schlußakte von

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�Helsinki aufgenommen werden.
Am ersten Tag der zweitägigen
Konferenz des Nordatlantikrats verständigten sich die Außenminister auf
den Entwurf eines Vorschlags der
NATO, der auf den KRK-Verhandlungstisch gelegt werden soll. Die Minister fordern einen 50prozentigen Abbau der Panzer und andere Begrenzungen bei stationierten konventionellen
Streitkräften, sowie auch eine VorOrt-Inspektion der Reduzierungen.
Der amerikanische Außenminister
nannte die Vorschläge der NATO "konstruktiv und kreativ" und betonte,
daß diese "erheblich stärkere" Verringerungen fordere als die Initiative Gorbatschows.
Shultz nahm zum letzten Mal an
einer
NATO-Ministerkonferenz
teil,
nachdem er während seiner sechseinhalbjährigen Amtszeit als Außenminister 30 mal nach Brüssel gereist war.
Shultz erklärte:
"Das Bündnis
... ist in einer sehr guten Verfassung.
Es ist geschlossen; es ist
über die Abläufe informiert und gibt
seine Kenntnisse an die Öffentlichkeit weiter. Wir begrüßen nun die
von uns seit langem angestrebten Gespräche über konventionelle Rüstungskontrolle nach dem Konzept vom Atlantik bis zum Ural.
Auf die Frage, ob seiner Meinung
nach der "Kalte Krieg" zwischen Ost
und West nun angesichts der Veränderungen
in der Sowjetunion unter
Gorbatschow,
einschließlich
seiner
Initiative zum Rüstungsabbau, nun beendet sei, erklärte Shultz, dies hoffe er. In den vergangenen Jahren habe es "positive Entwicklungen" in den
Ost-West-Beziehungen gegeben, die an
den Tatsachen gemessen werden müßten,
meinte Shultz.
Er fügte hinzu: "Es gibt noch
immer Spannungen und unterschiedliche
Interessen. Und es gibt noch immer
jene
unbestreitbaren
Streitkräftestrukturen. Auch die Berliner Mauer

steht noch immer. Wenn es ein Symbol
für den Kalten Krieg gibt, dann ist
es diese Mauer."
Shultz verwies darauf daß sich
außerdem bei den Fähigkeiten der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion
sowie auch beim Osten und Westen ganz
allgemein ein "gewaltiger Wandel"
vollzogen habe, gemeinsam Probleme
anzugehen und "sie sorgfältig und
konstruktiv zu diskutieren und etwas
dagegen zu unternehmen".
Dieses geänderte Verhalten, so
Shultz, werde bei der Rüstungskontrolle, regionalen Konflikten und
Menschenrechten ersichtlich.
"All diese Sachverhalte haben
sich verglichen mit früher geändert.
Meiner Ansicht nach haben sie sich in
eine gute und positive Richtung verlagert, eine Richtung, die (uns) ein
wenig mehr Zuversicht gibt", erklärte
Shultz.
"Meiner Meinung nach ist
dies ganz ausgezeichnet."
Shultz hob hervor, daß die Geschlossenheit der NATO, ihre Fähigkeit zu Selbstverteidigung, Abschrekkung von Aggression und Friedenssicherung zu Rüstungskontrollverhandlungen geführt hat, wie beispielsweise die bevorstehenden Verhandlungen
über konventionelle Stabilität. "Und
wenn es eine Lektion gibt," die man
lernen müsse, "dann ist es diese,"
fügte der Außenminister hinzu.

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'V,oN *

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14. Dezember 1988

DIE ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE
- Verlautbarung des Außenministeriums zum 40. Jahrestag -

WASHINGTON - (AD) - Die nachstehende Verlautbarung ist Teil einer vom Büro
für Öffentlichkeitsarbeit im amerikanischen Außenministerium herausgegebenen
Broschüre aus Anlaß des 40. Jahrestages der Allgemeinen Erkärung der Menschenrechte.
Die Allgemeine Erkärung der
Menschenrechte nach 40 Jahren
Am 10. Dezember 1988 jährt sich
die Verabschiedung der Allgemeinen
Erkärung der Menschenrechte durch die
Vereinten Nationen zum 40. Mal. Die
Erklärung ist die erste umfassende
weltweite
Verlautbarung
über
die
Grundrechte des Menschen, und sie
schließt zahlreiche der von Amerikanern immer schon vertretenen Werte
ein. Die amerikanische Außenpolitik
stützt sich auf das Konzept, wonach
die Rechte des Einzelnen von der Regierung respektiert werden müssen.
Diesen Gedanken will die Allgemeine
Erklärung weltweit vorantreiben.
Die Erklärung gibt den Vereinigten Staaten und anderen Nationen so-

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wie auch Organisationen und Einzelpersonen Richtlinien an die Hand, an
denen sie die Behandlung von Bürgern
messen können. Der erste Absatz bezieht sich auf die "gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder des Menschengeschlechts".
Die
grausame Lektion des Zweiten Weltkriegs bewies, daß Regierungen, die
ihrem eigenen Volk grundsätzliche
Menschenrechte verweigerten, zur Anwendung von Aggression neigen, um
auch den Menschen anderer Staaten
diese Rechte streitig zu machen. Vor
dem Hintergrund dieser Überzeugung
zielten die einleitenden Sätze der
Erklärung gegen die "Mißachtung der
Menschenrechte", welche zu "barbarischen Vorgehensweisen" führte, "die
das Gewissen der Menschheit empörten".
Der damalige amerikanische

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�Außenminister George Marshall äußerte
sich in ganz ähnlicher Weise, als er
die Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Annahme der Allgemeinen
Erklärung drängte.
Marshall wörtlich:
"Die systematische und vorsätzliche Ablehnung der Menschenrechte sind der Ursprung unserer meisten
Schwierigkeiten."
Die
grundlegenden
Rechte
und
Freiheiten in der Allgemeinen Erklärung schlagen praktisch die Begrenzung der Regierungsgewalt vor, mit
der das Verhalten einzelner Bürger in
eine bestimmte Richtung gedrängt oder
kontrolliert werden kann. Die Allgemeine Erklärung nennt auch soziale
und wirtschaftliche
"Rechte", wie
beispielsweise das Recht auf eine
Ausbildung, das Recht auf Arbeit in
einem
Beschäftigungsverhältnis
der
eigenen Wahl, das Recht auf Eigentum
und das Recht auf Eheschließung mit
dem Partner der eigenen Wahl. Die
Vereinigten Staaten erkennen an, wie
wünschenswert diese Normen sind, gehen aber gleichzeitig davon aus, daß
sie von der Befriedigung der wesentlichen politischen, Bürger- und Menschenrechte einer wahrhaft freien und
demokratischen Gesellschaft abhängig
sind, ja sogar hieraus erwachsen.
Die Allgemeine Erklärung beinhaltet zahlreiche derjenigen Bürgerrechte, die auch in den ersten zehn Zusatzartikeln der amerikanischen Verfassung garantiert werden. Der philosophische Ausgangspunkt
ist der
gleiche, den auch unsere Gründungsväter übernommen haben, als sie zu ihrem obersten Prinzip erhoben, daß
"alle
Menschen
gleich
geschaffen
sind". Die Allgemeine Erklärung beinhaltet jedoch gleichzeitig Rechte,
die auf die heutige internationale
Staatengemeinschaft
eher
anwendbar
sind, zum Beispiel das Recht, Informationen auszusenden oder aus sämtlichen Quellen über internationale
Grenzen hinweg zu erhalten und das
Recht, sein Herkunftsland zu verlassen und dorthin wieder zurückzukehren.
Die Prämisse, wonach die in der

Allgemeinen
Erklärung
dargelegten
grundsätzlichen
Menschenrechte
auf
jedermann in der Welt, gleich in welchem politischen oder Wirtschaftssystem er lebt, anwendbar sind, ist ein
wesentlicher Bestandteil der Charta
der Vereinten Nationen. Die Charta
ruft zu einer "allumfassenden Einhaltung der Menschenrechte und grundsätzlichen Freiheiten aller" auf und
fordert deren "Beachtung, ohne Unterschiede im Hinblick auf Rasse, Geschlecht, Sprache und Religion".

Frühe amerikanische Erfahrungen
Amerikaner haben deutlich erfahren, daß friedvolle Beziehungen und
eine dynamische Wirtschaft in einem
Umfeld gedeihen, in dem die Rechte
des Einzelnen respektiert werden.
Ein wichtiges Prinzip, für das sich
die amerikanischen Gründerväter eingesetzt haben, war die zwangsläufige
Verbindung zwischen Demokratie, Freiheit und Menschenrechten, In der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten konstatierten sie, daß
Regierungen, die "ihre rechtmäßige
Macht aus der Zustimmung der Regierten herleiten", für die Menschen eingerichtet werden, um die unveräußerlichen Rechte des Menschen zu sichern
und zu beschützen. Diese Tendenz ist
in der heutigen amerikanischen Menschenrechtspolitik so deutlich wie
damals. Die derzeitige amerikanische
Menschenrechtspolitik beruht auf der
Überzeugung, daß auf lange Sicht die
Förderung der Demokratie in der ganzen Welt der beste Weg zur Unterstützung der Menschenrechte ist. Der vom
Außenministerium letztes Jahr veröffentlichte Länderbericht über Vorgehensweisen bei Menschenrechten sagt
hierzu folgendes:
"Es liegt in unserem nationalen
Interesse, demokratische Prozesse zu
fördern, um beim Aufbau eines Umfelds
in der Welt zu helfen, das für die
Achtung der Menschenrechte günstiger
und somit auch für Stabilität und
Frieden förderlicher ist. Daher haben wir eine zweigleisige Politik

- 2 -

�entwickelt. Diese ist insofern reagierend, als wir auch weiter ganz bestimmten
Menschenrechtsverletzungen
entgegentreten, wo immer sie auftreten. Gleichzeitig ist sie agierend
bei der langfristigen Arbeit an der
Stärkung der Demokratie."
Die gleiche Auffassung spiegelt
sich in der Allgemeinen Erkärung der
Menschenrechte wieder:
Artikel 22
bestimmt, daß "jeder das Recht hat,
an der Regierung seines Landes teilzuhaben", und führt weiter aus: "Der
Wille der Menschen soll die Grundlage
der Regierungsgewalt sein...."
Ein anderer wichtiger Aspekt der
frühen amerikanischen Erfahrung war
die Überzeugung, daß die Ideale der
Freiheit, Demokratie und der Menschenrechte nicht nur Amerikanern,
sondern der ganzen Welt zuteil werden
sollten. Dieser Glaube an den allgemeingültigen Charakter der amerikanischen Erfahrung gab eine Überzeugung wieder, die von vielen Amerikanern geteilt wurde, daß nämlich Amerika - als eine junge Gesellschaft
mit
einem
einzigartigen
demokratischen politischen System und weit
entfernt von europäischen Machtkämpfen - in der Lage war, der ganzen
Welt moralische und geistige Führung
anzubieten.

•

Der Glaube an die Allgemeingültigkeit der amerikanischen Erfahrung
durchzieht die wichtigsten Dokumente
der frühen amerikanischen Geschichte.
Der Gedanke des Schutzes der natürlichen Rechte des Einzelnen findet
sich auch in zahlreichen Verfassungen
von Bundesstaaten und in der Bill of
Rights der amerikanischen Verfassung.
Diese Dokumente verteidigen vielleicht auf das energischste und lebendigste den Gedanken der Menschenwürde, Demokratie und Freiheit. Die
Allgemeingültigkeit dieser Dokumente
wurde' als eine nahezu selbstverständliche Vorstellung
betrachtet, die
Thomas Jefferson in einem Brief an
James Madison im Jahr 1787 zu der
Feststellung veranlaßte, daß "eine
Bill of Rights das enthält, was den

Menschen gegen jede Regierung der Erde zusteht".

Multilaterale Bemühungen
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine moderne Fassung
von Jeffersons "internationaler Bill
of Rights".
In all den 40 Jahren
seit Verabschiedung der Erklärung haben die Vereinigten Staaten an führender Stelle daran gearbeitet, die
Einhaltung der Prinzipien dieser Erklärung in der ganzen Welt auszubauen.
Die Regierung der Vereinigten
Staaten beteiligt sich aktiv an multilateralen Bemühungen wie etwa der
interamerikanischen
Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten sowie an der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, im Rahmen derer die
Allgemeingültigkeit dieser Normen bekräftigt wurde.
Aber gerade durch die Vereinten
Nationen selbst - im Sicherheitsrat,
der Vollversammlung und ihren Ausschüssen sowie insbesondere in der
Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen (UNHRC) - haben die Vereinigten Staaten einen Großteil ihrer
multilateralen Anstrengungen konzentriert, um Menschenrechtsverbesserungen in der ganzen Welt zu erlangen.
In der Kommission haben die Vereinigten Staaten zahlreiche "thematische" Fragen initiiert oder unterstützt. So schlugen die Vereinigten
Staaten im Jahr 1983 zusammen mit den
Niederlanden und Irland vor, die
UNHRC solle sich einem neuen Tagesordnungspunkt mit dem Titel "Verwirklichung der Erklärung über die Beseitigung aller Formen von Intoleranz
und Diskriminierung aufgrund religiöser Überzeugungen" widmen. Im Jahr
1986 spielten die Vereinigten Staaten
eine führende Rolle bei einer Resolution, die das Amt eines "Sonderberichterstatters über religiöse Intoleranz" ins Leben rief, der ein besonderes Mandat zur Überprüfung von
Vorfällen religiöser Intoleranz auf

- 3 -

�der ganzen Welt besitzt und über diese Vorfälle der Kommission Bericht
erstattet und Abhilfemaßnahmen vorschlägt.
Ferner unterstützten die
Vereinigten Staaten die Einsetzung
weiterer Sonderberichterstatter, um
andere
menschenrechtsverletzende
Praktiken zu untersuchen, wie etwa
die Anwendung der Folter oder grausamer und ungewöhnlicher Bestrafung.
Zusätzlich zur Konzentration auf
diese "thematischen" Menschenrechtsfragen hat sich die Regierung der
Vereinigten Staaten energisch dafür
eingesetzt, daß internationale Gremien wie die Menschenrechtskommission
und die Vollversammlung der Vereinten
Nationen
auf
spezielle
Menschenrechtsprobleme in einzelnen Ländern
eingehen.
Im Lauf der Zeit haben
amerikanische Delegationen bei diesen
Organisationen
Resolutionen
eingebracht, in denen Regierungen aufgefordert wurden, Menschenrechtsverletzungen einzugestehen und zu behandeln, und sie haben die Notwendigkeit
energisch betont, daß die Menschenrechte überall zu gewähren sind.
Zu den wichtigsten Durchbrüchen
der vergangenen acht Jahre gehört die
Einsetzung eines Sonderberichterstatters zu Polen im Jahr 1982 sowie die
Erneuerung seines Mandats im folgenden Jahr.
Resolutionen, mit denen
ebensolche Berichterstatter zu Afghanistan und Iran eingesetzt wurden,
waren Anzeichen für die wachsende Bereitschaft der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen, sich mit
politisch unpopulären und schwierigen
Problemen zu befassen. Ähnliche Bemühungen wurden unter anderem für
Guatemala, Chile und El Salvador bewilligt, obwohl in Guatemala mit der
Zeit eine ausreichende Verbesserung
erzielt wurde, die es gestattete, das
Mandat des Sonderberichterstatters in
das eines Beraters für Menschenrechtsfragen umzuwandeln.
Ahnliche
Fortschritte werden in El Salvador
erwartet.
Die Vereinigten Staaten befassen
sich ferner unmittelbar mit den be-

troffenen Regierungen.
Bemühungen,
um die Erfüllung der in der Allgemeinen Erklärung enthaltenen Menschenrechtsnormen zu ermutigen, sind wesentlicher Bestandteil der Arbeit
amerikanischer Diplomaten in ausländischen Hauptstädten. An jeder Botschaft gibt es mindestens einen Diplomaten, der sich primär der Beobachtung
von und Berichterstattung
über Entwicklungen in diesem Bereich
widmet.
Beim Vergleich der Leistungen einer Regierung im Bereich der Menschenrechte mit den von der Allgemeinen Erklärung gesetzten Normen werden
von den Vereinigten Staaten auch solche Faktoren wie etwa die Haltung einer Regierung gegenüber Untersuchungen angeblicher Menschenrechtsverletzungen
durch
internationale
und
nichtstaatliche Organisationen, Beweise für Diskriminierung aufgrund
von Rasse, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Sprache und gesellschaftlicher Stellung sowie die Arbeitsbedingungen (das Recht auf Gewerkschaftsbildung und TarifVerhandlungen,
annehmbare
Arbeltsbedingungen
etc.)
berücksichtigt.
Allgemeine
wirtschaftliche und politische Faktoren besitzen ebenfalls großes Gewicht, aber die Allgemeine Erklärung
der Menschenrechte bleibt unverändert
bestehen - als die Norm, an der das
Gesamturteil gemessen wird.
In jedem Land, in dem die Menschenrechtsnormen der Allgemeinen Erklärung anscheinend
nicht erfüllt
werden, strebt die amerikanische Regierung danach, die Lage unabhängig
zu prüfen und Maßnahmen zu treffen,
die am besten zu einer Verbesserung
beitragen können. Dies findet häufig
in Form Gesprächen auf Diplomatenebene mit den betroffenen Regierungen
statt, bisweilen auf höchster Ebene.
Manchmal halten wir formellere Gespräche ab, wie etwa bilaterale Menschenrechtskonferenzen.
Häufig sind
Kongreßmitglieder
aktiv an diesem
Prozeß beteiligt.
Aber unabhängig
davon, ob Verbesserungen möglich erscheinen oder nicht, die amerika-

- 4 -

�nische Regierung wird ihre Ansichten
öffentlich oder vertraulich der betroffenen Regierung kundtun, wann immer es scheint, daß die Allgemeine
Erklärung der Menschenrechte nicht
eingehalten wird.

Die Beseitigung doppelter Moral
In den vergangenen 40 Jahren hat
die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte eine klare und objektive
Norm gesetzt, an der die internationale Staatengemeinschaft die Leistungen einer Regierung im Bereich der
Menschenrechte
messen
kann.
Es
bleibt jedoch noch viel zu tun, sowohl in bezug auf die Lage in einzelnen Ländern als auch im Hinblick auf
die internationale Gesamtsituation.
Zum Beispiel sind die Vereinigten
Staaten davon überzeugt, daß die
Richtlinien der Allgemeinen Erklärung
von allen Mitgliedern der Vereinten
Nationen in gleicher und fairer Weise
angenommen und angewendet werden, ohne Rücksicht auf das jeweils herrschende politische oder wirtschaftliche System. Dennoch scheinen heute
viele Länder doppelbödige Richtlinien
anzulegen und kritisieren relativ geringe Verstöße gegen die Menschenrechte insbesondere in Industrieländern auf das schärfste, während sie
die ernstlichen anhaltenden Menschenrecht sver letzungen
selbsterrichteter
progressiver Staaten oder Entwicklungsländer ignorieren. Die internationale Staatengemeinschaft neigt dazu, massive Verletzungen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
herunterzuspielen, nach der Theorie,
daß wichtige Bürgerrechte, die Würde
des Menschen und die Respektierung
der Gesetze geringere Bedeutung haben
sollten als zum Beispiel wirtschaftliche Entwicklung.
Die Vereinigten Staaten suchen
die Bedeutung der unparteiischen Anwendung "gemeinsamer Richtlinien" der
Erklärung für die ganze Menschheit
dauerhaft zu unterstreichen. Wir haben uns insbesondere bemüht, "doppel-

bödige Richtlinien" in der Behandlung
der Menschenrechte in internationalen
Organisationen und insbesondere in
der Kommission für die Menschenrechte
selbst auszuschalten - oftmals eine
schwierige Aufgabe.
Zum Beispiel
wollen wir die . Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen überzeugen, Chile dieselbe Behandlung zukommen zu lassen wie anderen Ländern,
deren Fall gerade geprüft wird. Dies
würde im Einklang mit den "gemeinsamen Richtlinien" stehen, mit denen
die Behandlung von Menschenrechtsfragen durch die internationale Staatengemeinschaft festgelegt wird.
Während einige Länder von der
Kommission der Menschenrechtsverletzungen bezichtigt wurden, sind gegen
andere Länder, die sich mehr zuschulden kommen ließen, keine Vorwürfe erhoben worden. Zum Beispiel hat die
amerikanische Delegation 1987 eine
Resolution vorgelegt, die ungeheuerliche Menschenrechtsverletzungen in
Kuba anprangerte - sie wurde mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt. Obwohl der UNHRC nicht auf der Basis
der amerikanischen Resolution von
1988 handelte, entschied er sich doch
zur Entsendung eines sechsköpfigen
Untersuchungsausschusses der Vereinten Nationen nach Kuba, um die dortige Situation der Menschenrechte zu
bewerten und der Kommission bei ihrer
Sitzung im Jahr 1989 Bericht zu erstatten.
Es gibt noch weitere "doppelbödige Richtlinien". Trotz der Tatsache,
daß der Entwurf und die Annahme der
Allgemeinen Erklärung eine der ersten
Amtshandlungen der neu gegründeten
Vereinten Nationen war, schienen einige Mitglieder ihre Prinzipien lediglich als Lippenbekenntnisse zu betrachten. Im allgemeinen trifft dies
eher auf Regierungen zu, die sich das
alleinige Recht der Entscheidung darüber vorbehalten, was für ihre Bürger
gut ist und ihnen nicht selbst die
Entscheidung darüber überlassen. Sie
wollen ihren Bürgern - wenn nötig,
mit Gewalt - ihre Entscheidungen aufzwingen.
Verfassungsrechtliche Ga-

- 5 -

�rantien für die Rechte des Einzelnen
haben geringe Bedeutung, wenn sie
allgemeine, ungenau formulierte Verbote beinhalten, die diese Rechte
tätsächlich verweigern, wenn die Regierung das will. Wie Richter Oliver
Wendeil Holmes sagte, sind diese
"Richtlinien" so gut wie "überhaupt
keine Richtlinien".
Trotz all dieser Probleme haben
die Sache der Menschenrechte und der
Rechte des Einzelnen in den vergangenen 40 Jahren Fortschritte gemacht.
Gerade wegen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte - die inzwischen in 70 Ubersetzugnen vorliegt sind die Unterdrückten sich eher ihrer Rechte bewußt als noch vor 40
Jahren.
Angesichts dieser breiten
Akzeptanz konnten sich diejenigen,
die sie verletzen, nicht länger darauf berufen, daß Kritik an Menschenrechtsverletzungen mit "Einmischung
in innere Angelegenheiten" gleichzusetzen ist. Und dieses Wissen wie
auch die Akzeptanz bedeuten, daß sich
diejenigen, die gegen Menschenrechte
verstoßen, jetzt aufgrund der heftigen öffentlichen Kritik kaum noch eine Strategie der Unterdrückung anwenden.

obwohl in diesen und in anderen Ländern noch viel zu tun bleibt, bis die
Richtlinien der Allgemeinen Erklärung
vollständig greifen.
Die Vereinigten Staaten verbessern auch weiterhin innerhalb ihrer
Grenzen die Situation der Menschenrechte, und es steht daher außer Frage, daß ihre Förderung ein institutionalisierter und grundlegender Aspekt unserer Außenpolitik bleibt.
Dies ist ein Thema, das weiterhin in
der Öffentlichkeit wie auch in beiden
Parteien weithin Beachtung findet.
Die Vereinigten Staaten verpflichten
sich zur Förderung der Menschenrechte
auf der ganzen Welt, gemäß den Grundsätzen, auf denen unser Land aufgebaut ist und wie sie für die gesamte
Menschheit in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte niedergelegt
ist.

Mit dem 40. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung hat es die Welt mit
ihren Bestrebungen um stärkere und
breitere Einhaltung der weltweiten
Richtlinien für die Menschenrechte
weit gebracht und ihre Vorteile kommen allen Menschen zugute.
Schutz
der Menschenrechte ist seit der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein wichtiges
Thema in der Außen- und Innenpolitik
der meisten Länder geworden. Freiheit hat mit der zunehmenden Unabhängigkeit von Kolonien weitere Verbreitung gefunden. Im Zuge dessen haben
auch sie die Richtlinien der Allgemeinen Erklärung anerkannt und politische Strukturen gebildet, die diese
Prinzipien widerspiegeln.
In jüngster Zeit sind viele Fortschritte bei
der Förderung der Menschenrechte und
Rechtsstaatlichkeit in der Sowjetunion und Osteuropa erzielt worden,
- 6 -

�AMERIKA DIENST
Wirtschaft

V,oN ^

14. Dezember 1988

46

YEUTTER: EINIGUNG ÜBER AGRARSEKTOR BIS APRIL UNERLÄSSLICH
- Erklärungen von Yeutter und Crosbie in Montreal -

MONTREAL - (AD) - Dem amerikanischen Handelsbeauftragten Clayton Yeutter
zufolge müssen sich die Vereinigten Staaten und die Europäische Gemeinschaft
innerhalb der nächsten vier Monate auf eine Reform des Welthandels mit Agrarprodukten verständigen. Ohne eine solche Einigung könnten andere Länder ihre
Unterstützung für die im Rahmen der vom 5. bis 9. Dezember 1988 abgehaltenen
"Zwischenbilanz"-Konferenz der Uruguay-Runde getroffenen Vereinbarungen wieder
zurückziehen, wie Yeutter Reportern in Montreal unmittelbar vor Beginn der Abschlußsitzung mitteilte.

"Wenn
bei
der
Landwirtschaft
nichts geschieht, wird selbstverständlich das gesamte Paket im April
erneut zur Diskussion gestellt," erklärte Yeutter.
Die Handelsminister aus 96 Mitgliedstaaten des Allgemeinen Zollund Handelsabkommens (GATT), unter
dessen Schirmherrschaft die Gespräche
der Uruguay-Runde stattfinden, einigten sich am 9. Dezember 1988 darauf,
in der ersten Aprilwoche des Jahres
1989 ein Treffen "auf hoher Beamtenebene" zu veranstalten, wie dem Abschlußbericht der Konferenz zu entnehmen ist.
"Die bei dieser Konferenz in
Montreal erreichten Ergebnisse ...
werden bis zu diesem Treffen ausgesetzt", wird in dem Bericht erklärt.
Ferner
wird
GATT-Generaldirektor

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Arthur Dunkel aufgefordert, "Konsultationen auf höchster Ebene" zu vier
Themenbereichen aufzunehmen - Textilien, Landwirtschaft, Recht an geistigem Eigentum sowie Schutzklauseln
-, damit beim April-Treffen Vereinbarungen in diesen Bereichen verabschiedet werden können.
Yeutter zeigte
sich zufrieden
über die in anderen Bereichen erzielten Ergebnisse:
ein Rahmenabkommen
über einen Ansatz für Verhandlungen
über multilaterale Regeln zum Handel
mit Dienstleistungen, ein verbessertes
und
schnelleres
System
zur
Schlichtung
von
Handelskonflikten,
einen Mechanismus
zur Überprüfung
handelspolitischer
Maßnahmen
der
GATT-Mitgliedstaaten
sowie
Vereinbarungen zum Abbau von Handelsschranken bei tropischen Produkten und zur
erheblichen Senkung von Zöllen.

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Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�' Was diese Woche geleistet worden
ist, bedeutet eine hervorragende Vorbereitung für die letzten zwei Jahre"
der Uruguay-Runde, erklärte Yeutter.
Sechs Verhandlungsmonate
seien in
diese eine Woche hineingepackt worden. Er hätte es vorgezogen, wenn es
den Handelsministern vor ihrer Abreise aus Montreal gelungen wäre, die
Vereinbarungen über die Bereiche, in
denen Einigung erzielt wurde, zu verabschieden. Dies sei jedoch an der
Weigerung einer Gruppe lateinamerikanischer Staaten gescheitert. Australischen Vertretern zufolge wurde
diese Gruppe von Brasilien, Argentinien und Chile angeführt.
Laut Yeutter liegen nach Ansicht
einiger dieser Länder viele der erzielten Vereinbarungen nicht im Interesse der lateinamerikanischen Länder. Es sei schwierig, ihren Bevölkerungen zu erklären, wie sie diese
Vereinbarungen ohne Einigung in der
Landwirtschaft verabschieden könnten.

Die Europäische Gemeinschaft sei
mit der Vorstellung in die Konferenz
gegangen, sie könne eine Vereinbarung
mit lediglich bescheidenen Reformen
im Agrarbereich erlangen. "Wir haben
gezeigt, daß wir nur geringfügigen
Reformen nicht. zustimmen würden,"
meinte Yeutter.
"Wir bedauern, daß die Europäische Gemeinschaft entweder nicht bereit oder nicht in der Lage war, bei
ihrer Haltung zu dieser Frage mehr
Flexibilität zu zeigen," erklärte der
kanadische
Handelsminister
John
Crosbie in einer am 9. Dezember 1988
veröffentlichten
Stellungnahme.
"Hätte sie dies getan, hätten die
Vereinigten Staaten vielleicht entsprechend darauf reagieren können.
Das wird mehrere Monate lang nicht
geschehen.
Dieses
Ereignis
in
Montreal könnte sich als genau die
benötigte Therapie herausstellen."

* * * * * *

�AMERIKA DIENST
VON

4

Wissenschaft und Technik

46

14. Dezember 1988

RAUMTRANSPORTER "ATLANTIS" ZURÜCKGEKEHRT
- Zweiter Shuttle-Flug nach zehn Wochen -

WASHINGTON - (AD) - Viereinhalb Tage umkreiste die am 2. Dezember 1988 gestartete Raumfähre ATLANTIS die Erde. Am 6. Dezember setzte sie kurz nach
Mitternacht MEZ in Kalifornien auf einem als Landebahn dienenden Trockenseebett auf.
Da es sich bei dem Flug um eine
militärische Mission gehandelt hatte,
war die Öffentlichkeit bei der Landung ausgeschlossen. Zehn Wochen zuvor waren bei der Landung der DISCOVERY 400 000 Menschen Zeuge der glücklichen Rückkehr des Raumtransporters
und seiner fünfköpfigen Besatzung.
Nach der CHALLENGERKatastrophe vom
Januar 1986 waren mit diesem Unternehmen die Shuttle-Flüge wieder aufgenommen worden.
Während des ATLANTIS-Fluges wurde
der Funkverkehr mit den Astronauten
aus Geheimhaltungsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt und keine Informationen über den Ablauf der Mission erteilt. Fachzeitschriften und
privaten
Raumfahrtexperten
zufolge
setzte die Besatzung einen Satelliten
einer neuen Generation in der Umlaufbahn ab, der mit hochempfindlichen

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Radargeräten ausgerüstet ist. Seine
wichtigste Aufgabe: Überwachung der
Einhaltung
der
Abrüstungsverträge
durch die Sowjetunion. Er soll als
erstes Gerät dieser Art in der Lage
sein, bei jedem Wetter und auch bei
Nacht detaillierte Bodenaufnahmen zu
machen.
Der nächste Start des Raumtransporters DISCOVERY ist für den 18.
Februar 1989 vorgesehen. Ob es dabei
bleiben kann, Ist jedoch nicht sicher, weil infolge eines Fehlers bei
den üblichen Überprüfungen vor einem
Start die erste Trägerstufe der Rakete beschädigt wurde, mit der die
Nutzlast - ein Fernmeldesatellit
aus der Umlaufbahn zu seinem "Standort" im All transportieren werden
soll.
* * * * * *

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�;eo ST&gt;

'VON

^

AMERIKA DIENST
Wissenschaft und Technik
14. Dezember 1988

46

NEUER IMPFSTOFF GEGEN RINDERPEST

WASHINGTON - (AD) - Der Rinderpest fallen in Afrika und Asien pro Jahr etwa zwei Millionen Tiere zum Opfer. In westlichen Industrieländern schon seit
geraumer Zeit kein Problem mehr, bedeutet diese Viruserkrankung von Rindern
und Büffeln für viele Menschen in Entwicklungsländern eine Tragödie.

Hunger und noch mehr Armut in
ganzen Landstrichen sind die Folge.
Denn die Tiere stellen häufig den
einzigen Familienbesitz
dar.
Sie
liefern Milch, Käse und Fleischprodukte, aber auch Häute und Leder für
Bekleidung. Bisher unternommene Versuche, die Krankheit auszurotten,
hatten relativ wenig Erfolg - zum
Teil deshalb, weil die verfügbaren
Impfstoffe zuverlässiger Kühlung bedurften, und weil eine tierärztliche
Überwachung unerläßlich war.
Alan Woods, der Administrator des
US-Amtes für Internationale Entwicklung (A.I.D.), informierte kürzlich
in Washington Reporter über einen
Impfstoff, der nicht speziell behandelt werden oder gekühlt aufbewahrt
werden müsse. Er sei leicht herzu-

United States Information Service
Embassy of the United States of America

stellen, gut transportierbar und einfach anzuwenden. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens von A.I.D. mit
der Universität Kalifornien wurde die
Vakzine in den letzten drei Jahren
entwickelt.
Professor Tilahun Yilma, Virologe
an der Universität Kalifornien und
Leiter des zuständigen Wissenschaftlerteams, hält das Präparat für Entwicklungsländer selbst unter schwierigsten Bedingungen, wie sie zum Beispiel in manchen Regionen Afrikas bestehen, für besonders geeignet. Sobald die Exportgenehmigung des amerikanischen
Landwirtschaftsministeriums vorliege, seien weitere Feldversuche an Vieh in kleineren eingezäunten Arealen in Afrika vorgesehen.
Aber es dürften noch 12 bis 18 Monate

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Telex: 8-85432

�vergehen, bis allgemeine Impfaktionen
aufgenommen werden können.
Bei Feldversuchen in den Vereinigten Staaten an 15 geimpften Rindern, die mit dem Virus in tödlicher
Dosis infiziert worden waren, überlebten die Tiere. Dagegen verendeten
vier nicht geimpfte Rinder sieben Tage nach der Exposition. Es handelt
sich um einen rekombinanten Impfstoff
aus zwei Genen des Rinderpest-Virus,
die auf Vaccinia-Viren (Pockenviren)
übertragen wurden. Diese Gene kodieren für Proteine des Rinderpest-Virus, die bei den geimpften Tieren
eine Immunreaktion zum Schutz gegen
die Erkrankung auslösen.

* * * * * *

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