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                  <text>AMERIKA DIENST
'VON

4

7. Oktober 1987

35

I N H A L T

DOKUMENTATION
Präsident Reagans Proklamation zum Tag der Deutsch-Amerikaner

HINTERGRUNDMATERIAL
Reagan;

Kreative Diplomatie für Südafrika

- Zusammenfassung des Berichts an den Kongreß -

Die Geschichte der INF-Verhandlungen

»

- Eine Chronologie der amerikanischen Rüstungskontrollbehörde (ACDA)

Verhandlungen über Kern- und

Weltraumwaffen

- Überblick über amerikanische und sowjetische Vorschläge -

* * * * * *

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�AMERIKA DIENST
Dokumentation

7 . O k t o b e r 1987

35

&lt;

PRXSIDENT REAGANS PROKLAMATION ZUM TAG DER DEUTSCH-AMERIKANER

WASHINGTON - (AD) - In einer Feierstunde am 2. Oktober 1987 hat Präsident
Reagan den 6. Oktober 1987 zum Tag der Deutsch-Amerikaner erklärt. Die Proklamation hat folgenden Wortlaut:

Mehr Amerikaner führen ihr Erbe
auf eine deutsche Abstammung zurück
als auf irgendeine andere Nationalität,
über sieben Millionen Deutsche
landeten in all den Jahren an unseren
Gestaden, und heute sind über 60 Millionen Amerikaner - jeder vierte
deutscher Herkunft. Nur wenige haben
sich so vollständig in das multikulturelle Gefüge der amerikanischen Gesellschaft integriert und dabei doch
so einzigartige wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Beiträge
zum Wachsen und Gedeihen dieser Ver-

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einigten Staaten geleistet wie
Amerikaner deutscher Abstammung.

die

Die
Vereinigten
Staaten
haben
sich eine Fülle deutscher Traditionen, Institutionen und Einflüsse zu
eigen gemacht.
Ihr ethnischer Ursprung ist vielfach in Vergessenheit
geraten.
Beispielsweise sind Weihnachtsbäume
und
Broadway-Musicals
alltägliche Bestandteile der amerikanischen Gesellschaft.
Unsere Kindergärten, Universitäten, das System
der
Sozialversicherung
und Gewerkschaften gründen alle auf Modellen,

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�die ihren Ursprung in Deutschland haben.
Deutsche Lehrer, Musiker und enthusiastische Amateure haben klassischer Musik, Kirchenliedern, Chorgesang und Marschmusik in unserem Land
unauslöschlich ihren Stempel aufgedrückt,
zu den deutschen Beiträgen
in Architektur und Design gehören die
moderne Hängebrücke, Bauhaus und Jugendstil. Deutsch-amerikanische Wissenschaftler haben dazu beigetragen,
die Vereinigten Staaten in der Welt
zur Pioniernation in Forschung und
Entwicklung zu machen.
Die amerikanische Arbeitsmoral, ein wesentlicher Faktor beim schnellen Aufstieg
der Vereinigten
Staaten
zu
ihrer
überragenden
Stellung in Landwirtschaft und Industrie, hat dem Engagement der Deutsch-Amerikaner für hervorragende Leistungen viel zu verdanken.
Seit mehr als drei Jahrhunderten
haben Deutsche zum Aufbau, zur Kräftigung und Stärkung dieses Landes
beigetragen.
Aber in dem Maße, wie
sie genommen haben, haben die Vereinigten Staaten auch gegeben.
Es
ist gerade eine Generation her, daß
die Vereinigten Staaten den MarshallPlan entwarfen und umgehend in die
Tat umsetzten, der der neuen deutschen Demokratie dabei half, aus dem
Schutt des Krieges zu erstehen und zu
einem Leuchtfeuer der Demokratie in
Mitteleuropa zu werden. Die Berliner
Luftbrücke stellte die amerikanische
Verpflichtung
zur Verteidigung der
Freiheit unter Beweis, als Berlin,
das noch im Begriff war, sich vom
Krieg zu erholen, von den Sowjets mit
Abschnürung bedroht wurde.
Heute
ist
die
Bundesrepublik
Deutschland ein Bollwerk der Demokratie im Herzen des geteilten Europa.
Deutsche und Amerikaner sind zurecht

stolz auf unsere gemeinsamen Werte
wie auch auf unser gemeinsames Erbe.
Seit über drei Jahrzehnten ist die
deutsch-amerikanische
Partnerschaft
ein Eckpfeiler des westlichen Bündnisses, ihm ist es zu verdanken, daß
eine ganze Generation von Amerikanern
und Europäern in Freiheit aufwachsen
konnte, um die Früchte dieser Freiheit zu genießen.
Unsere Geschichte ist auf diese
Weise ineinander verflochten.
Heute
leisten wir gegenseitig Beiträge zu
unserem Handel, erfreuen wir uns gegenseitig an unseren Kulturen und
lernen wir aus den Erfahrungen des
anderen.
Der
deutsch-amerikanische
Freundschaftsgarten, der in naher Zukunft im District of Columbia eingeweiht werden wird, steht als Symbol
für die engen und freundschaftlichen
Beziehungen
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten.
Durch Gesetz Nr. 100-104 hat der
Kongreß den 6. Oktober 1987, das 304.
Jubiläum der Ankunft der ersten deutschen
Einwanderer
in Philadelphia,
zum "Tag der Deutsch-Amerikaner" bestimmt und den Präsidenten ermächtigt
und ersucht, eine Proklamation zur
Feier dieses Tages zu erlassen.
Aufgrund
dessen
erkläre
ich,
Ronald Reagan, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hiermit
Dienstag, den 6. Oktober 1987, zum
Tag der Deutsch-Amerikaner. ich bitte alle Amerikaner, mehr über die
Beiträge der deutschen Einwanderer zu
Leben
und
Kultur
der
Vereinigten
Staaten in Erfahrung zu bringen und
diesen Tag mit angemessenen Feiern
und Veranstaltungen zu begehen.
* * * * * *

�AMERIKA DIENST
%

^

Hintergrundmaterial

r&lt;o

7. Oktober 1987

35
REAGAN:

KREATIVE DIPLOMATIE FÜR SÜDAFRIKA

Zusammenfassung des Berichts an den Kongreß

WASHINGTON - (AD) - In seinem Bericht an den Kongreß am 2. Oktober 1987
erklärte Präsident Reagan, die Vereinigten Staaten benötigten eine Zeit der
aktiven und kreativen Diplomatie gegenüber Südafrika, damit die südafrikanischen Völker zu konstruktiven Verhandlungen zusammenkommen könnten, deren
Ziel die Schaffung einer demokratischen Gesellschaft sein müsse. Dem Präsidenten zufolge hätten weitere Sanktionen eine gegenläufige Wirkung.
Die folgenden Auszüge sind einem 3 000 Worte umfassenden Bericht entnommen, den der Präsident dem Kongreß gemäß dem Allgemeinen Anti-Apartheid-Gesetz
von 1986 vorlegte. Laut der dem Bericht beigefügten Zusammenfassung erklärte
der Präsident, seit der Verabschiedung des Gesetzes "sind keine entscheidenden
Fortschritte in Richtung auf eine Beendigung der Apartheid gemacht worden".
Nachfolgend drucken wir die Zusammenfassung im Wortlaut.
Gemäß Sektion 501 des Allgemeinen
Anti-Apartheid-Gesetzes von 1986 (im
folgenden das Gesetz genannt) legte
Präsident Reagan dem Sprecher des Repräsentantenhauses und dem Vorsitzenden des Senatsausschusses für Auswärtige Beziehungen einen Bericht über
das Ausmaß vor, in dem entscheidende
Fortschritte in Richtung auf eine Beendigung
des Apartheid-Systems
und
die Gründung einer nicht nach Rassen
unterscheidenden Demokratie in diesem
Land erzielt worden sind.
Der Bericht enthält ferner die Empfehlung
des Präsidenten bezüglich möglicher,
gegenüber Südafrika zu verhängender

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zusätzlicher Maßnahmen.
Der
Bericht
gelangt
zu
der
Schlußfolgerung,
daß
seit
Oktober
1986 keine entscheidenden Fortschritte zur Beendigung der Apartheid gemacht und keines der in Titel I des
Gesetzes umrissenen Ziele - die von
der Administration und dem Kongreß
geteilt
werden
- erreicht
worden
sind.
Ferner gibt die Reaktion der
südafrikanischen
Regierung
auf das
Gesetz
im
vergangenen
Jahr
wenig
Grund zu der Hoffnung auf eine baldige Umkehrung dieser Tendenz oder auf

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�bessere Ergebnisse
Maßnahmen.

durch

zusätzliche

Der Bericht nimmt eine Überprüfung der seit der Verabschiedung des
Gesetzes vergangenen zwölf Monate vor
und beschreibt die anhaltende düstere
Lage der Schwarzen in Südafrika, die
sich wachsenden Repressalien, Schikanierungen und - sogar im Falle einer
beträchtlichen Anzahl Jugendlicher Verhaftungen ausgesetzt sehen.
Die
Pressezensur wurde verschärft und illegale Überfälle südafrikanischer Sicherheitskräfte über die Grenzen hinweg auf die Nachbarländer führten zum
Verlust unschuldiger Menschleben.
Im wirtschaftlichen Bereich haben
die Sanktionen dem Bericht zufolge
nur minimal auf eine Unterbrechung
des
südafrikanischen
Außenhandels
hingewirkt, da es Südafrika immer
wieder gelungen ist, Ersatzmärkte für
seine Produkte außerhalb der Vereinigten Staaten zu erschließen.
In
den Bereichen, in denen einschneidende
Auswirkungen
beobachtet
werden
konnten, insbesondere in der Kohleund Zuckerindustrie, verursachte der
Verlust von Absatzmärkten in den Vereinigten Staaten zusätzliches Elend
unter den schwarzen Arbeitern, die
sich
zunehmender
Arbeitslosigkeit
ausgesetzt sehen.
Insgesamt war die
Wirtschaftsleistung
Südafrikas
aufgrund der geringen Investitionstätigkeit, ungünstiger internationaler Bedingungen und Dürren in den landwirtschaftlich
genutzten Gebieten eher
schwach.
Die Sanktionen haben ein
bereits bestehendes Problem nur verschärft.
Der Bericht beobachtet weiterhin
seit Beginn der jüngsten Unruhen in
Südafrika einen beträchtlichen Investitionsrückgang
amerikanischer
Unternehmen. Der Bericht verweist darauf, daß die schmerzlichste Auswir-

kung dieser Tendenz zum Abzug des Anlagekapitals im Verschwinden der von
den Unternehmen finanzierten Sozialhilfe-, Wohnungsbau-,
Bildungs- und
Ausbildungsprogramme
zu sehen ist,
die darauf ausgerichtet waren, den
Lebensstandard
und
die beruflichen
Möglichkeiten der schwarzen Südafrikaner zu verbessern.
Im politischen Sinne vermittelte
das Gesetz von 1986, das auf durch
Exekutiverlaß im Jahr 1985 verhängte
selektive Maßnahmen folgte, eine eindringliche Botschaft der Verabscheuung von Apartheid durch das amerikanische Volk.
Das unmittelbare Ergebnis war jedoch eine merkliche Verringerung
unserer
Fähigkeiten, die
südafrikanische Regierung von verantwortlichem Verhalten bei Menschenrechtsthemen und Zurückhaltung in der
Region zu überzeugen. Der vielleicht
einzige Hoffnungsschimmer während des
beobachteten Zeitraums war die schwelende Unruhe unter den Afrikanern, wo
das Thema der "Gewaltenteilung" zunehmend öffentlich diskutiert wird.
Während
dieses und andere zur
Diskussion stehende Themen noch meßbarer Ergebnisse entbehren, könnten
sie doch zum Vorläufer eventueller
Verhandlungen zwischen der südafrikanischen Regierung und der schwarzen
Führung werden, ein Ziel, das die
amerikanische Regierung zu unterstützen trachtet.
Aufgrund der Schlußfolgerung des
Präsidenten, daß die im Gesetz von
1986 verankerten Wirtschaftssanktionen zur Durchsetzung der vom Kongreß
und der Administration vereinbarten
Ziele
keine
ausreichende
Wirkung
zeigten sowie seiner Überzeugung, daß
zusätzliche Maßnahmen einen gegenläufigen Effekt haben würden, empfiehlt
der
Präsident,
zum
gegenwärtigen
Zeitpunkt von der Verhängung zusätz-

- 2 -

�licher Maßnahmen - einschließlich der
in Sektion 501(c) des Gesetzes erwähnten - abzusehen und ist weiterhin
der Überzeugung, daß die derzeitigen
StrafSanktionen gegen Südafrika nicht
den besten Weg darstellen, diesem
Land die Freiheit zu bringen.
Was die Vereinigten Staaten jetzt
benötigen, ist eine Zeit aktiver und
kreativer Diplomatie - sowohl bilateral als auch in Konsultationen mit
unseren Verbündeten und mit unseren
Freunden im südlichen Afrika -, die
auf die Ausschöpfung aller Möglichkeiten ausgerichtet sein sollte, um
die Völker Südafrikas zu konstruktiven Verhandlungen zusammenzubringen,
deren Ziel die Schaffung einer demokratischen
Gesellschaft
sein
muß.
Wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses ist die klare Aussage, für
welche Zielsetzungen und Werte sich
der Westen einsetzt, anstelle der
steten Wiederholungen derjenigen, die
er ablehnt. Dies war auch der Zweck
der von Außenminister Shultz am 29.
September 1987 öffentlich vorgenommenen Formulierung der Konzepte, die
von allen Südafrikanern angesprochen
werden müssen, um die Beilegung der
politischen Mißstände und die Schaffung einer gerechten, konstitutionellen und demokratischen Ordnung in
Südafrika
zu
unterstützen.
Diese
Aussage ist eine genaue Beschreibung
der Werte, für die der Westen eintritt und die er von den Südafrikanern bei der Gestaltung einer Zukunft
ohne
Apartheid
ausgehandelt
sehen
möchte.

* * * * *

- 3 -

�v-^os^

^7

AMERIKA DIENST
Hintergrundmaterial

C$

7. Oktober 1987

35

DIE GESCHICHTE DER INF-VERHANDLUNGEN
- Eine Chronologie der amerikanischen Rüstungskontrollbehörde

(ACDA) -

WASHINGTON - (AD) - Die nach dem Zusammentreffen der Außenminister Shultz
und Schewardnadse vom 15. - 17. September angekündigte "Grundsatzvereinbarung"
zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion zum Abschluß eines Vertrages über die Abschaffung von Mittel- und Kurzstreckenraketen bildet den
letzten Schritt in einer langen Folge von Maßnahmen und Verhandlungen beider
Länder zu den Mittelstreckenwaffen.
Die amerikanische Rüstungskontrollbehörde (ACDA) hat die nachfolgede Chronologie der mit INF im Zusammenhang stehenden Ereignisse veröffentlicht, die
zu den Gesprächen zwischen Shultz und Schewardnadse geführt haben.
Der historische Hintergrund
sowjetischen SS-20

Die

In den fünfziger und frühen sechziger Jahren stationierte die Sowjetunion gegen Westeuropa gerichtete Raketen der Typen SS-4 und SS-5. Bis
Mitte 1977 waren etwa 575 stationiert. Im Verlauf der fünfziger Jahre dislozierten die Vereinigten Staaten
eine
geringere
Anzahl
etwa
gleichwertiger Raketen - die Typen
Mace, Thor und Jupiter - in Großbritannien, Italien, der Bundesrepublik
Deutschland und der Türkei. Die Ver-

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einigten Staaten zogen diese Systeme
jedoch in den frühen sechziger Jahren
ab und verschrotteten sie. Wir waren
dazu
aufgrund
unserer
überlegenen
strategischen Streitkräfte in der Lage, die ein geeignetes Mittel zur Abschreckung sowjetischer Agression und
der Einschüchterung Westeuropas darstellten.
In den siebziger Jahren fanden
zwei
entscheidende
Entwicklungen
statt - die Sowjetunion erlangte nahezu ein strategisches Gleichgewicht
mit den Vereinigten Staaten und sta-

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�tionierte die SS-20 - durch die sich
die Lage veränderte.
Die im Jahr 1977 begonnene Stationierung der SS-20 bedeutete einen
qualitativen und quantitativen Wandel
für die Sicherheit Europas und ferner
eine Bedrohung für die Sicherheit unserer asiatischen Freunde und Verbündeten. Die SS-20 ist zielgenauer als
die SS-4 und die SS-5. Darüber hinaus ist die SS-20 mobil und kann
schnell
erneut stationiert werden.
Schließlich trägt die SS-20, im Gegensatz zu dem einzelnen Gefechtskopf
der früheren Raketen, drei unabhängig
zielgesteuerte
Gefechtsköpfe.
Bis
Juli 1987 hatten die Sowjets weltweit
441
Abschußvorrichtungen
für
ihre
SS-20 mit einer Gesamtzahl von 1 323
Gefechtsköpfen disloziert. Weiterhin
hatten die Sowjets 112 ihrer SS-4
stationiert.
Mit der wachsenden Zahl sowjetischer SS-20 und den zu deren Ausgleich fehlenden in Europa stationierten amerikanischen Raketen äußerten die europäischen Mitglieder der
NATO ihre Besorgnis, Moskau könne wenn auch fälschlicherweise - zu der
Auffassung
gelangen,
strategische
Streitkräfte der Vereinigten Staaten
würden von der Verteidigung des Bündnisses in Europa abgekoppelt.
Eine
solche Fehleinschätzung
könnte die
NATO-Strategien
der
nuklearen
Abschreckung und der flexiblen Reaktion
in Frage
stellen.
Die
Politiker
Westeuropas betonten die Notwendigkeit einer eindeutigen Reaktion der
NATO.

Auf einem "Gleis" sollte das Ungleichgewicht im Bereich der nuklearen Mittelstreckenraketen (INF) durch
Stationierungen in Westeuropa behoben
werden. Ab 1983 sollten im Verlauf
der nächsten fünf Jahre 572 amerikanische Mittelstreckenraketen längerer
Reichweite
(LRINF) - 108 Pershing
II-Raketen
und
464
landgestützte
Marschflugkörper (GLCM) - stationiert
werden.
Obwohl damit gegenüber den
sowjetischen SS-20 kein Ausgleich an
Gefechtsköpfen geschaffen würde, war
dies eine Reaktion, mit der sich eine
glaubwürdige Abschreckung aufrechterhalten ließ. Bis Dezember 1986 hatten die Vereinigten Staaten 316 LRINF
stationiert - 108 Pershing II-Raketen
und 208 GLCMs.
Auf dem zweiten "Gleis" wurden
die Vereinigten Staaten aufgefordert,
mit den Sowjets Verhandlungen aufzunehmen, um auf dem niedrigstmöglichen
Niveau
weltweit
ein
Gleichgewicht
amerikanischer und sowjetischer LRINF
zu erlangen. Ein Abkommen über LRINF
müßte
ebenfalls
amerikanische
und
sowjetische
Kurzstreckenraketen
(SRINF) auf weltweit gleiche Niveaus
beschränken, um eine Umgehung des Abkommens über LRINF durch eine Aufrüstung mit SRINF zu verhindern.
18. November 1981 Die doppelte Null-Lösung

12. Dezember 1979 Der NATO-Doppelbeschluß

In einer Ansprache zur Darlegung
der Grundzüge seiner Politik schlägt
Präsident Reagan einen Rahmen für erneute
Rüstungskontrollverhandlungen
vor, die sich auf die Notwendigkeit
eines einschneidenden Abbaus aller
Waffenarten konzentrieren.

Nach
eingehenden
Konsultationen
mit dem gesamten Bündnis einigte sich
die NATO im Dezember 1979 auf eine
"zweigleisige" Reaktion.

Als ersten Schritt fordert Präsident Reagan bilaterale Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und der
Sowjetunion über INF. Der Präsident

�verkündet seine doppelte Null-Lösung,
der zufolge die Vereinigten Staaten
und die NATO bereit sind, die Stationierung der Pershing II und GLCMs in
Westeuropa rückgängig zu machen, wenn
die Sowjets ihre SS-20, SS-4 und SS-5
verschrotten und damit eine gesamte
Kategorie nuklearer Waffen abschaffen. Der Präsident weist darauf hin,
daB die Sowjets in den vergangenen
sechs Jahren 750 Gefechtsköpfe auf
mobilen, zielgenauen
SS-20 stationiert haben, während die Vereinigten
Staaten keine neuen Mittelstreckenwaffen stationierten und 1 000 Gefechtsköpfe aus Europa abzogen.
November 1981 Die Sowjets stimmen
INF zu

Gesprächen

über

Vorschlag
INF

bei

22. September 1983 Vorschläge zu INF
Die Vereinigten
Staaten unterbreiten drei neue Punkte zu ihrem
vorgeschlagenen Inter imsabkommen:
Die Vereinigten Staaten wären bereit, nicht alle weltweiten sowjetischen
Stationierungen
von
LRINF mit amerikanischen Stationierungen in Europa zu kompensieren; sie würden sich jedoch das
Recht vorbehalten, zur Erlangung
eines gleichen weltweiten Niveaus
anderswo Dislozierungen vorzunehmen.
Die Vereinigten Staaten wären bereit, den Abbau der Pershing IIRaketen und GLCMs auf angemessene
Art und Weise zu verteilen, und
die Vereinigten
Staaten
würden
Vorschläge
zu
landgestützten
Flugzeugen in Betracht ziehen.
15. November 1983 Das INF-Angebot

In Genf werden zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion
Verhandlungen über Mittelstreckenwaffen
aufgenommen.
Die
Vereinigten
Staaten
unterbreiten
ihre doppelte
Null-Lösung.
29. März 1983 -

Interimslösung

Bei den INF-Verhandlungen schlagen die Vereinigten Staaten ein Interimsabkommen vor, dem zufolge die
NATO ihre geplante Stationierung der
LRINF-Raketen auf ein Niveau zwischen
Null und 572 verringern würde, wenn
die Sowjets weltweit ihre Stationierung von LRINF auf ein gleiches Niveau reduzieren.

Zunächst verweigerten die Sowjets
Verhandlungen
unter der Bedingung,
die NATO müsse erst ihre Pläne zur
Stationierung
der
LRINF
aufgeben.
Die Sowjets schlugen dann ein "Moratorium" für die Stationierung von INF
in Europa vor. Damit wäre ihr gerade
erst von der NATO als unannehmbar abgelehntes Monopol bei den LRINF-Raketen bestätigt worden. Die NATO lehnte diesen Schachzug ab. Erst nachdem
Moskau die Entschlossenheit der NATO
erkannte, bei fehlenden ausgehandelten Begrenzungen mit ihren Stationierungen fortzufahren, stimmen die Sowjets schließlich Verhandlungen über
INF zu.
30. November 1981 Aufnahme formeller INF-Gespräche

einer

In Genf unterbreiten die Vereinigten Staaten trotz ihrer weiterhin
geäußerten Präferenz für die Abschaffung aller LRINF das Angebot, beide
Seiten sollten sich weltweit auf eine
gleiche Obergrenze von 420 Gefechtsköpfen auf diesen Raketen einigen.

- 3 -

�November 1983 Beginn der Stationierungen der NATO
Die ersten INF-Systeme längerer
Reichweite treffen zur Stationierung
in Europa ein.
23. November 1983 - Die Sowjets verlassen die INF-Verhandlungen
Die Sowjetunion zieht sich von
den
INF-Verhandlungen
zurück;
die
Vereinigten Staaten bieten die Wiederaufnahme der Gespräche an, wenn
die Sowjets zurückkehren wollen.
22. November 1984 Neue Gespräche über Waffensysteme
Die Vereinigten Staaten und die
Sowjetunion
verkünden
ihre Bereitschaft,
erneut
Verhandlungen
über
Kern- und Weltraumwaffen aufzunehmen.
Sie erklären weiter, die Außenminister Shultz und Gromyko würden am 7.
und 8. Januar 1985 in Genf zusammentreffen, um "eine Einigung über das
Thema und die Zielsetzungen dieser
Verhandlungen" zu erzielen.
12. März 1985 Die Genfer Abrüstungsgespräche
Die Vereinigten Staaten und die
Sowjetunion nehmen geheime Verhandlungen über Kern- und Weltraumwaffen
auf.
Neben
anderen
Zielsetzungen
streben die Vereinigten Staaten die
Abschaffung oder den Abbau von LRINF
auf ihre kleinstmögliche Anzahl mit
weltweit und für beide Seiten geltenden Beschränkungen an.
1. November 1985 Amer ikanischer
Rüstungskontrollvorschlag
Als Reaktion auf einen kürzlich
unterbreiteten sowjetischen Gegenvor-

schlag legen die Vereinigten Staaten
bei
den
amerikanisch-sowjetischen
Verhandlungen über Kernund Weltraumwaffen in Genf eine neue Reihe von
Vorschlägen zur einschneidenden, ausgewogenen und verifizierbaren nuklearen Rüstungskontrolle vor.
Nachfolgende Punkte sind Hauptbestandteil
der
amerikanischen
Vorschläge zu INF:
Die Vereinigten
Staaten
treten
weiterhin für die vollständige Beseitigung
amerikanischer
und sowjetischer Mittelstreckenraketen längerer
Reichweite ein.
Als Interimslösung
schlagen die Vereinigten Staaten eine
Obergrenze für die Stationierung von
Abschußvorrichtungen
für
amerikanische LRINF in Europa von 140 Pershing
II und landgestützten Marschflugkörpern vor - die Anzahl, die bis zum
31. Dezember 1985 stationiert würde sowie einen Abbau der Abschußvorrichtungen für SS-20 innerhalb der Reichweite der NATO in Europa auf 140. Im
Rahmen dieser begrenzten Anzahl von
Raketenwerfern könnten die Vereinigten Staaten und die UdSSR über die
gleiche Anzahl von 420 bis 450 verfügen. Um ausgewogene weltweite amerikanische und sowjetische Obergrenzen
für Gefechtsköpfe längerer Reichweite
zu erzielen, reduzieren die Sowjets
die
SS-20
Abschußvorrichtungen
in
Asien - außerhalb der Reichweite der
europäischen NATO - in demselben Verhältnis wie die Abschußvorrichtungen
innerhalb der Reichweite der NATO in
Europa.
Angemessene
Einschränkungen
bei
Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite.
21. November 1985 Gipfeltreffen in Genf
Präsident

Reagan

und

Generalse-

�kretär Gorbatschow geben in Genf im
Anschluß
an
zweitägige
eingehende
Verhandlungen eine gemeinsame Erklärung ab. Zum Thema Rüstungskontrolle
vereinbaren sie die Verpflichtung ihrer
jeweiligen
Länder
zu
raschen
Fortschritten bei den Genfer Verhandlungen
über Kernund
Weltraumwaffen
und die vordringliche Beschäftigung
mit Bereichen, in denen Übereinstimmung erzielt wurde bis hin zu dem
"Gedanken eines Interimsabkommens zu
INF".
15. Januar 1986 Sowjetische Abrüstungsvorschläge
Präsident Reagan antwortet auf
den
Brief
von
Generalsekretär
Gorbatschow, der die jüngsten sowjetischen Abrüstungsvorschläge enthält:
Ich begrüße diese jüngste Entwicklung
und hoffe, daß sie einen hilfreichen
weiteren Schritt im Abrüstungsprozeß
darstellt".
Der sowjetische Vorschlag beinhaltet die Forderung nach einer Beseitigung amerikanischer und sowjetischer Mittelstreckenraketen längerer Reichweite in Europa im Verlauf
der nächsten fünf bis acht Jahre.
Die
britischen
und
französischen
Kernwaffenarsenale würden nicht gegen
amerikanische Waffensysteme in Eur~&gt;oa
aufgerechnet, sondern auf dem derzeitigen Stand eingefroren. Keine amerikanischen Nuklearsysteme können an
Dritte weitergegeben werden.
In einigen Bereichen dieses Plans
wird die bisherige sowjetische Position wiederholt:
Die Beseitigung der Nukleararsenale bleibt abhängig vom Verbot der
Forschung, Entwicklung und Erprobung
der von Moskau so genannten "Waffen
für einen Schlag im All", das auf die
Forschung der amerikanischen Vertei-

digungsinitiative in Technologien zur
Abwehr eines ballistischen Raketenangriffs ausgerichtet ist.
Der Vorschlag zur Verschrottung
der sowjetischen in Europa stationierten SS-20 umfaßt weder Begrenzungen für Systeme kürzerer Reichweite
noch das Problem der östlich des
Urals stationierten Raketen.
Diese
Raketen stellen eine direkte Bedrohung der amerikanischen Freunde und
Verbündeten in Asien dar und da diese
Raketen mobil sind, könnten sie rasch
auf europäisches Gelände
verlagert
werden.
24. Februar 1986 Erklärung des Präsidenten
Präsident Reagan gibt im Anschluß
an Konsultationen mit amerikanischen
Freunden und Verbündeten in Europa
und Asien
folgende
Erklärung
ab:
"Ein Bereich, in dem wir hoffentlich
unmittelbare
Forschritte
erzielen
können
sind die INF-Verhandlungen.
Heute haben unsere Unterhändler in
Genf einen konkreten Plan auf den
Verhandlungstisch gelegt, in dem die
Beseitigung der amerikanischen Pershing II, landgestützten Marschflugkörper und der sowjetischen SS-20 Raketen nicht nur in Europa, sondern
auch in Asien gefordert wird und mit
dessen Hilfe alle Raketensysteme dieser Art bis zum Ende des Jahrzehnts
von der Erdoberfläche entfernt werden
sollen."
2. März 1986 INF-Waffensysteme
In München erklärt der Sonderberater
für
Rüstungskontrollfragen,
Paul Nitze, der sowjetische Plan zum
Abbau von Mittelstreckenraketen längerer Reichweite in Europa würde das
französische und britische nukleare
Abschreckungspotential zunächst ein-

- 5 -

�frieren und dann beseitigen. Ferner
würde eine Klausel zur Unterbindung
der Weitergabe die bestehenden Kooperationsprogramme der Amerikaner mit
ihren Verbündeten unterlaufen.
Der
sowjetische Plan spricht weiterhin
weder die Stationierung der SS-20 in
Asien an, noch die Obergrenzen für
Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite, die zur Umgehung des Abbaus
von
Mittelstreckenraketen
längerer
Reichweite benutzt werden könnten.
Die Vereinigten Staaten lehnen,
Nitze zufolge, alle sowjetischen Bestimmungen über französische und britische Nuklearstreitkräfte ab, da es
sich bei den Genfer Gesprächen um bilaterale Verhandlungen zwischen der
Sowjetunion und den Vereinigten Staaten handelt. Der amerikanische Vorschlag fordert weltweit ausgewogene
Obergrenzen für Waffensysteme längerer Reichweite, um den Sicherheitsinteressen der asiatischen wie europäischen Verbündeten und Freunde und der
Einbeziehung
der
Begrenzungen
für
Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite gerecht zu werden. Als erster
Schritt wird die Reduzierung in Europa auf 140 Raketenabschußvorrichtungen für Systeme längerer Reichweite
jeder Seite gefordert, zusammen mit
entsprechenden
Reduzierungen
in
Asien. Die Vereinigten Staaten würden daraufhin ihre Mittelstreckenraketen längerer Reichweite parallel zu
entsprechenden Reduzierungen auf sowjetischer Seite abbauen.
11.
12.
Oktober
Gipfeltreffen in Reykjavik

1986

Bei ihrem Treffen im Oktober 1986
in Reykjavik
erzielen
die
beiden
Staatsoberhäupter
grundsätzliche
Einigung über die ausgewogene weltweite Obergrenze von 100 Gefechtsköpfen auf Mittelstreckenraketen längerer Reichweite für beide Seiten, von

denen keine
in Europa
stationiert
sein sollen. Die verbleibenden Mittelstreckenraketen längerer Reichweite würden im asiatischen Teil der
Sowjetunion, beziehungsweise auf amerikanischem Territorium stationiert.
Somit wäre Europa zum ersten Mal seit
den fünfziger Jahren frei von MittelStreckenraketen längerer Reichweite.
Die Sowjets rücken ferner ausdrücklich von ihrem bisherigen Beharren auf einer Einbeziehung der britischen und französischen Streitkräfte
in ein INF-Abkommen ab. Darüber hinaus erzielen die Vereinigten Staaten
und
die
Sowjetunion
grundsätzlich
Einigung über die Begrenzung von Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite als einem intergralen Bestandteil
eines INF-Abkommens. Generalsekretär
Gorbatschow besteht jedoch auf einem
"Paketabkommen", das ein Junktim zwischen INF und Reduzierungen strategischer Waffen sowie der Verteidigung
im Weltraum - insbesondere der Strategischen
Verteidigungsinitiative
herstellt.
Winter 1986 In Genf unterbreitete Vorschläge
Die Vereinigten
Staaten unterbreiten in Genf einen Vorschlag, der
die in Reykjavik bereits erzielten
Bereiche der Übereinkunft einbezieht.
Im November 1986 ergreifen die Sowjets ebenfalls erneut Schritte und
bringen einen Vorschlag ein, in dem
die
in Reykjavik
gemachten
Fortschritte teilweise ihren Niederschlag
finden. Die Sowjets bestehen jedoch
weiterhin darauf, daß es ein getrenntes Abkommen über INF nicht geben
darf.
28. Februar 1987 Gorbatschow koppelt SDI von INF ab
Generalsekretär

Gorbatschow

nimmt

�einen Kurswechsel vor und verkündet
die Bereitschaft der UdSSR zu einem
getrennten INF-Abkommen - eine Umkehr
der sowjetischen Position seit dem
Treffen im Oktober 1986 in Reykjavik.
4. März 1987 Amerika legt INF-Vertragsentwurf vor
Nach
der Ankündigung
Präsident
Reagans am 3. März 1987 unterbreiten
die Vereinigten Staaten einen INFVertragsentwur f bei den Verhandlungen
über Kernund Weltraumwaffen in Genf.
Der
amerikanische
Vertragsentwurf
spiegelt die Grundstruktur des von
Präsident Reagan und Generalsekretär
Gorbatschow bei ihrem Treffen im Oktober 1986 in Reykjavik erzielten Abkommens
wider
eine
ausgewogene
weltweite
obergrenze
von
100 Gefechtsköpfen auf Mittelstreckenraketen längerer Reichweite für die Vereinigten Staaten und die UdSSR, von
denen
keine
in Europa
stationiert
sein sollen sowie Begrenzungen für
Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite als einem integralen Bestandteil eines INF-Abkommens.
Die Sowjetunion legt am 27. April 1987 einen
eigenen Vertragsentwurf vor, der viele dieser Bestandteile beinhaltet.
12.
15.
April
Ministergespräche in Moskau

1987

Mitte April des Jahres 1987 kommt
Außenminister Shultz zu Treffen mit
Generalsekretär
Gorbatschow
und
Außenminister Schewardnadse in Moskau
zusammen.
Im Verlauf dieser Zusammenkünfte
schlägt Herr
Gorbatschow
die weltweite Beseitigung der amerikanischen und sowjetischen INF-Raketen kürzerer Reichweite vor.
(Die
Vereinigten Staaten haben keine Raketen kürzerer Reichweite stationiert;
die Sowjetunion besitzt mehr als 100
dieser Raketen).

Die Vereinigten
Staaten
ziehen
sich daraufhin zu eingehenden Beratungen mit ihren NATO-Partnern über
die Auswirkungen
einer
Null-Lösung
für
Mittelstreckensysteme
kürzerer
Reichweite auf die Sicherheit zurück.
Bei der Sitzung des Nordatlantikrats
am 11. und 12. Juni 1987 unterstützen
die NATO-Außenminister
den verifizierbaren
weltweiten
Abbau
aller
amerikanischen und sowjetischen Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite.
16. Juni 1987 Amerika schlägt formell Null-Lösung
für
Mittelstreckenraketen
kürzerer
Reichweite vor
Am
15. Juni kündigt Präsident
Reagan die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die weltweite Beseitigung amerikanischer und sowjetischer Mittelstreckenraketen kürzerer Reichweite an, vorausgesetzt sie
sei wirksam verifizierbar, integraler
Bestandteil eines bilateralen INF-Abkommens
und
beinhalte
die sowjetischen SS-12 und SS-23. Die Vereinigten
Staaten
unterbreiten
diesen
Vorschlag
zu
Mittelstreckensystemen
kürzerer Reichweite am 16. Juni in
Genf und bekräftigen erneut, daß die
Vereinigten
Staaten dem weltweiten
Abbau der amerikanischen und sowjetischen Mittelstreckenraketen längerer Reichweite den Vorzug geben würden.
22. Juli 1987 Gorbatschow
akzeptiert
Null-Lösung
für
Mittelstreckenraketen
längerer
Reichweite
Als Reaktion auf Gorbatschows Andeutung in einem Interview, die Sowjetunion gebe jetzt ihre Zustimmung
zum Abbau aller Mittelstreckenraketen
längerer
Reichweite
einschließlich
der 100 Gefechtsköpfe, auf deren Bei-

- 7 -

�behaltung sie zunächst beharrt hatte,
veröffentlicht das Weiße Haus eine
Erklärung, in der "Berichte über die
sowjetische Zustimmung zum erstmals
im November 1981 unterbreiteten Vorschlag des Präsidenten über die weltweite Beseitigung amerikanischer und
sowjetischer
Mittelstreckenraketen
längerer Reichweite" begrüßt werden.
Derzeitiger stand Verhandlungen
gelangen
dium

ins

Endsta-

Amerikanische und sowjetische Unterhändler setzen in Genf ihre Arbeit
an den Vertragsbestimmungen fort, mit
dem amerikanische und sowjetische Systeme kürzerer und längerer Reichweite weltweit abgebaut würden. Die Unterhändler richten ihre Aufmerksamkeit auf die Erlangung einer Verinbarung
über
die
gemeinsame
Sprache
eines
INF-Vertrages
einschließlich
der
erforderlichen
Maßnahmen
zur
wirksamen Verifizierung.

* * * * *

�AMERIKA DIENST
r/

^7

"V""

Ä

Hintergrundmaterial

&lt;

7. Oktober 1987

35

VERHANDLUNGEN ÜBER KERN- UND WELTRAÜMWAFFEN
- Überblick über amerikanische und sowjetische Vorschläge

- (AD) - Der folgende Abriß amerikanischer und sowjetischer Vorschläge bei
den Verhandlungen über Kern- und Weltraumwaffen gibt den Stand vom 1. Oktober
1987 wieder.

Verhandlungen über die Verringerung
strategischer Rüstungen - START

von der Lösung anderer Probleme ausserhalb der START-Verhandlungen.

Vereinigte Staaten

Sowjetunion
Allgemeine Haltung

Allgemeine Haltung
50prozentige stufenweise Reduzierung strategischer Offensivwaffen bis
auf einen beiderseitigen Gleichstand,
im Zeitraum von sieben Jahren nach
Inkrafttreten des Vertrages.
Das

Abkommen

ist

nicht

abhängig

United States Information Service
Embassy of the United States of America

50prozentiger Abbau strategischer
Offensivwaffen im Zeitraum von fünf
Jahren, mit nachfolgenden Verhandlungen über zusätzliche Reduzierungen.
Ein Abkommen über die 50prozenige
Reduzierung innerhalb von fünf Jahren

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�ist abhängig von Problemlösungen
der Verteidigung im Weltraum.

bei
Untergrenzen bei Gefechtsköpfen

Vereinigte Staaten
Trägersysteme
Eine Obergrenze von 1 600 für die
Anzahl der stationierten Interkontinentalraketen
(ICBMs), der stationierten
unterseebootgestützten
ballistischen Raketen (SLBMs) und schweren Bomber.

Untergrenzen von 4 800 Gefechtsköpfen
auf
ballistischen
Raketen,
3 300 Gefechtsköpfen auf ICBMs und
1 650 Gefechtsköpfen
auf erlaubten
ICBMs, außer silo-gestützten leichten
und mittleren ICBMs mit sechs oder
weniger Gefechtsköpfen.

Sowjetunion
Untergrenzen bei Gefechtsköpfen

Sowjetunion
Trägersysteme
Eine Obergrenze von 1 600 bei den
stationierten
AbschußVorrichtungen
für ICBMs und SLBMs und stationierte
schwere Bomber.

Eine Beschränkung von nicht mehr
als 60 Prozent der 6 000 Gefechtsköpfe, die in einem Bereich der Triade
vereinigt sind (Triade bezieht sich
auf ICBMs, SLBMs und schwere Bomber.

Vereinigte Staaten
Schwere ICBMs

Vereinigte Staaten
Gefechtsköpfe
Eine Obergrenze von 6 000 Gefechtsköpfen, einschließlich der Gefechtsköpfe
auf
ICBMs, SLBMs
und
luftgestützten Marschflugkörpern längerer Reichweite (ALCMs); und jeder
mit Freifallbomben und Angriffsraketen kurzer Reichweite (SRAMs) ausgerüstete schwere Bomber zählt wie ein
Gefechtskopf.

Sowjetunion

Bei schweren ICBMs müssen erhebliche Reduzierungen vorgenommen werden.
Die Gefechtsköpfe der schweren
ICBMs würden in die Untergrenze von
1 650 einbezogen.

Sowjetunion
Schwere ICBMs
Ein 50prozentiger Abbau vom gegenwärtigen Stand der Abschußvorrichtungen für schwere ICBMs, was den Sowjets zufolge 1 540 Gefechtsköpfe bedeutet.

Gefechtsköpfe
Identisch mit der
Vereinigten Staaten.

Position

der

Vereinigte Staaten
Wurfgewichte

Vereinigte Staaten

Ein

50prozentiger

Abbau

des

ge-

�genwäctigen Stands sowjetischer Wurfgewichte, durch direkte oder indirekte Begrenzungen zu kodifizieren.

Schwere Bomber
Identisch mit der
Vereinigten Staaten.

Position

der

Sowjetunion
Wurfgewichte
Die Sowjets haben erklärt, daß
sich eine 50prozentige
Reduzierung
beim Stand ihrer Wurfgewichte aus ihrem umfassenden Vorschlag zum Abbau
strategischer Waffen um 50 Prozent
ergeben würde und daß ihre Wurfgewichte dementsprechend nicht zunehmen
würden. sie weigern sich, diese Verpflichtung vertraglich festzulegen.

Vereinigte Staaten

Vereinigte Staaten
Verifizierung der Einhaltung
Sowohl vor als auch nach den Reduzierungen findet ein Datenaustausch
statt sowie Vor-Ort-Inspektionen zur
Verifizierung des Datenaustauschs und
zur Beobachtung der Beseitigung von
Waffen ebenso wie die Veranlassung
von Vor-Ort-Uberwachungen im Anschluß
an die Beseitigung der Waffen. Unbeschränkter
Gebrauch
von
nationalen
technischen Hilfsmitteln (NTM).

Mobile ICBMS

Sowjetunion
Verbot dieser Raketen
Verifizierung der Einhaltung
Sowjetunion
Mobile ICBMs
Diese Raketen sollen erlaubt sein.

Es herrscht grundsätzlich Übereinstimmung mit vielen Punkten des
amerikanischen Vorschlags zur Verifizierung der Einhaltung, aber die Sowjets müssen noch ihre Position zu
einigen wichtigen Detailfragen darlegen.

Vereinigte Staaten
Schwere Bomber
Jeder schwere Bomber zählt als
ein
Trägersystem
für
strategische
Nuklearwaffen
(SNDV).
Jeder
mit
Freifallbomben und SRAMs ausgerüstete
schwere Bomber
zählt als ein Gefechtskopf im Rahmen der Begrenzung
auf 6 000. Jede ALCM längerer Reichweite zählt als ein Gefechtskopf im
Rahmen der Obergrenze von 6 000.

Sowjetunion

Mittelstreckenwaffen - INF

Vereinigte Staaten
Mittelstreckenraketen
Reichweite - LRINF

lägerer

Weltweite
Beseitigung
amerikanischer und sowjetischer landgestützter LRINF (Reichweite: 1 000 - 5 500
Kilometer) durch einen stufenweisen

�Abbau im Zeitraum von drei Jahren
nach Inkrafttreten des Vertrages.

Sowjetunion
LRINF
Weltweiter
Abbau
amerikanischer
und
sowjetischer
LRINF
(Reichweite
1 000 - 5 500 Kilometer) durch einen
stufenweisen Abbau.
Die Sowjets bevorzugen Reduzierungen in einem Zeitraum von fünf Jahren nach Inkrafttreten des Vertrages, schlagen jedoch
vor, vorbehaltlich technischer Überlegungen
und
Umweltgesichtspunkte
würden sie einen Dreijahreszeitraum
akzeptieren.

SRINF
Weltweite
Beseitigung
amerikanischer und sowjetischer SRINF (mit
einer Reichweite von 500 bis 1 000
Kilometern,
einschließlich
sowjetischer SS-23 und Scaleboard-Raketen)
als integraler Bestandteil eines INFAbkommens. (Die Vereinigten Staaten
haben keine Raketen dieser Reichweite
stationiert).
Die Sowjets bevorzugen
einen Abbau innerhalb von zwei Jahren
nach
Inkrafttreten
des Vertrages,
schlagen jedoch vor, unter Berücksichtigung
technischer
Überlegungen
und Umweltgesichtspunkte einen Einjahreszeitraum zu akzeptieren.

Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten
SRINF
Weltweite
Beseitigung
innerhalb
eines Jahres nach Inkrafttreten des
Vertrages von amerikanischen und sowjetischen
landgestützten
Mittelstreckenwaffen
kürzerer
Reichweite
(SRINF) (mit einer Reichweite von 500
1 000 Kilometern, einschließlich
sowjetischer
SS-23 und
Scaleboard)
als
intergraler
Bestandteil
eines
INF-Abkommens.
(Die
Vereinigten
Staaten haben keine Raketen dieser
Reichweite stationiert).
Diese Verhandlungen haben bilateralen Charakter, und es ist unannehmbar,
Drittstaatensysteme
in
einen
amer ikanisch-sowjetischen
Vertrag
Dr ittstaatensysteme
einzubeziehen
oder bestehende Kooperationsprogramm
der Vereinigten
Staaten mit ihren
Verbündeten zu beeinträchtigen.

Beseitigung der Gefechtsköpfe
Vor dem Abbau ballistischer INFRaketen werden Kernwaffen und Lenksysteme vom Wiedereintrittskörper entfernt und den nationalen Behörden zurückgegeben.
Der verbleibende Teil
des Wiedereintrittskörpers wird gemäß
den vereinbarten Verfahrensweisen beseitigt.
Solche Verfahren
sollten
auf alle restlichen Wiedereintrittskörper Anwendung finden, einschließlich derjenigen, die durch einseitigen Beschluß aus bestehenden Kooperationsprogrammen
ausgenommen
worden
sind.

Sowjetunion
Beseitigung der Gefechtsköpfe
Identisch mit der
Vereinigten Staaten.

Position

Vereinigte Staaten
Sowjetunion
Verifizierung der Einhaltung

der

�Detaillierter Datenaustausch über
INF-Raketen und Abschußvorrichtungen
und die dazugehörigen Unterstützungseinrichtungen; Benachrichtigung über
Transporte von Raketen und Abschußvorrichtungen;
Grundinspektion
zur
Verifizierung der Anzahl von Raketen
und Abschußvorrichtungen; Vor-Ort-Inspektionen zur Verifizierung der Beseitigung von Raketen und Abschußvorrichtungen;
kurzfristig
anberaumte
Inspektion bekanntgegebener Einrichtungen bis die Raketen abgebaut sind;
Abschlußinspektion
zur
Sicherstellung, daß alle mit INF verbundenen
Aktivitäten in den bekanntgegebenen
Einrichtungen
beendet
worden
sind;
kurzfristig anberaumte Inspektion bestimmter Raketeneinrichtungen in den
Vereinigten Staaten und der UdSSR, in
denen
illegale
Raketenaktivitäten
vermutet werden.

Sowjetunion
Verifizierung der Einhaltung
Grundsätzliche
Übereinstimmung
mit zahlreichen Aspekten des amerikanischen Vorschlags zur Verifizierung der Einhaltung, bis hin zum Datenaustausch,
Grundinspektion
und
Vor-Ort-lnspektion, mit denen die Beseitigung der Systeme bestätigt wird.
Einzelheiten müssen jedoch noch vorgelegt werden.

Verteidigung im Weltraum

Vereinigte Staaten
Strategische Verteidigung:
Die Vereinigten Staaten haben den
- 5

Vorschlag
zur
gegenseitigen
Verpflichtung
unterbreitet,
sich
zum
Zwecke der Stationierung von im Rahmen des ABM-Vertrages nicht gestatteten strategischen Verteidigungssystemen bis zum Jahr 1994 nicht vom ABMVertrag zurückzuziehen; und im Verlauf dieses Zeitraums alle ABM-Verfügungen genau einzuhalten, während die
im ABM-Vertrag genehmigte Forschung,
Entwicklung und Erprobung fortgesetzt
werden kann.
Keine Einschränkungen
bezüglich SDI über die tatsächlich im
ABM-Vertrag vereinbarten hinaus.
Eine
solche Verpflichtung
wäre
abhängig von der Verwirklichung der
50prozentigen Reduzierungen auf 1 600
SNDVs/6 000
Gefechtsköpfe
mit
den
entsprechenden Untergrenzen bei strategischen Offensivwaffen im Verlauf
von sieben Jahren nach Inkrafttreten
des START-Abkommens.
Jede Seite hat nach 1994 das
Recht zur Stationierung fortschrittlicher strategischer Verteidigungssysteme, sofern sie dies wünscht, es
sei denn, die Parteien verständigen
sich anderweitig.
Jede Seite hat das Recht, sich
aus Gründen höchster Interessen oder
des materiellen Bruchs dieses, des
START- oder des ABM-Vertrages von dem
vorgeschlagenen
Vertrag
zurückzuziehen.
Um die Berechenbarkeit in Bereichen der strategischen Verteidigung
zu erweitern, haben die Vereinigten
Staaten ferner den jährlichen Austausch von Daten über vorgesehene
strategische
Verteidigungsaktivitäten, gegenseitige
Information
über
die jeweiligen strategischen Verteidigungsbemühungen, Besuche der angeschlossenen
Forschungseinrichtungen
und die Entwicklung von Verfahren zur
gegenseitigen Beobachtung der Erpro-

�bung
strategischer
Verteidigungssysteme
vorgeschlagen.
Alternativ
bleiben zwei der bisher von amerikanischer Seite vorgelegten Vorschläge auf dem Verhandlungstisch:
in
Reykjavik schlug Präsident Reagan die
gegenseitige Verpflichtung vor, sich
bis zum Jahr 1996 nicht vom ABM-Vertrag
zurückzuziehen.
Diese
Verpflichtung wäre abhängig von der 50prozentigen Reduzierung der strategischen Offensivwaffen bis Ende des
Jahres 1991 und dem vollständigen Abbau
aller
verbleibenden
amerikanischen
und
sowjetischen
ballistischen Offensivraketen bis zum Ende
des Jahres 1996. Jeder Seite stünde
es nach 1996 frei, fortschrittliche
strategische
Verteidigungssyteme
zu
stationieren,
sofern
sie
dies
wünscht, es sei denn, die Parteien
entscheiden anderweitig.
In seinem Schreiben an Generalsekretär
Gorbatschow vom 25. Juli
1986 unterbreitete Präsident Reagan
den Vorschlag, beide Seiten sollten
sich auf den Verzicht der Stationierung fortschrittlicher strategischer
Verteidigungssysteme
bis
zum
Jahr
1991 einigen.
Sollte die jeweilige
Seite nach Ablauf dieses Zeitraums
die Stationierung solcher Verteidigungssysteme wünschen, würde sie einen Plan ausarbeiten, wie beide Seiten vom Nutzen der strategischen Verteidigung und dem Abbau ballistischer
Raketen
profitieren
könnten.
über
den Plan würde zwei Jahre lang verhandelt werden. Sollten beide Seiten
nach Ablauf der zwei Jahre keine Einigung erzielt haben, stünde es jeder
Seite- frei, nach einer sechsmonatigen
Vorankündigungsfrist solche Verteidigungssysteme zu stationieren.

Sowjetunion
Strategische Verteidigung

Verpflichtung
auf
Gegenseitigkeit, sich nach Inkrafttreten dieses
Abkommens zehn Jahre lang nicht vom
ABM-Vertrag
zurückzuziehen
bei
gleichzeitiger genauer Einhaltung aller Verfügungen des Vertrages; beide
Seiten würden sich auf eine Liste
weltraumgestützter Vorrichtungen einigen, die bei Überschreitung bestimmter Leistungsparameter nicht im
Weltraum stationiert werden dürften.
Die in der Liste aufgeführten Vorrichtungen könnten aus jedem Grund im
Weltraum stationiert werden, wenn sie
diese Parameter nicht überschreiten.
Alle anderen, weltraumbezogenen Forschungsarbeiten müßten auf bodengestützte Labors begrenzt bleiben.
(Nach amerikanischer
Ansicht würde
dieser Vorschlag
Begrenzungen über
die tatsächlich im ABM-Vertrag vereinbarten hinaus vornehmen).
Als Alternative zu dem Verbot,
Vorrichtungen im Weltraum zu stationieren, die bestimmte Leistungsparameter überschreiten, haben die Sowjets die genaue Einhaltung des ABMVertrages so wie er "im Jahr 1972 unterzeichnet
und
ratifiziert wurde"
vorgeschlagen; die sowjetische Seite
hat keine Einzelheiten dieses Alternativvorschlags
angeboten.
Frühere
sowjetische Aussagen spiegeln jedoch
die Ansicht wieder, der ABM-Vertrag
nehme Begrenzungen bei SDI vor, die
entschieden
restriktiver
seien als
die von den Parteien im Vertrag von
1972 tatsächlich vereinbarten.
Einigung bei der Verteidigung im
Weltraum ist eine Voraussetzung für
Reduzierungen der strategischen Offensivwaffen.
Wenn eine Seite den
ABM-Vertrag nicht genau einhält, würde die andere Seite von den Verpflichtungen des START-Verträges entbunden.

�Vor Ablauf der zehnjährigen Verpflichtung, sich nicht vom ABM-Vertrag
zurückzuziehen,
würden
beide
Seiten Verhandlungen zur Erarbeitung
einer
gegenseitig
akzeptablen
Entscheidung über die zukünftige Vorgehensweise aufnehmen; die sowjetische
Position sieht ein Recht zur Stationierung ohne ein Abkommen nicht vor.

* * * * *

- 7 -

�</text>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt; Präsident Reagans Proklamation zum Tag der Deutsch-Amerikaner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Reagan: kreative Diplomatie für Südafrika&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zusammenfassung des Berichts an den Kongreß&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte der INF-Verhandlungen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Chronologie der amerikanischen Rüstungskontrollbehörde (ACDA)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verhandlungen über Kern- und Weltraumwaffen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Übersicht über amerikanische und sowjetische Vorschläge&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;</text>
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