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                  <text>&#13;
AMERIKA DIENST&#13;
Sonderdienst&#13;
&#13;
&#13;
14. August 1987&#13;
&#13;
REAGAN OPTIMISTISCH ÜBER ABSCHLUSS EINES ABRÜSTUNGSABKOMMENS&#13;
&#13;
- Fernsehansprache des Präsidenten -&#13;
&#13;
United States Information Service&#13;
Embassy of the United States of America&#13;
&#13;
Postfach 20 03 00&#13;
D 5300 Bonn 2&#13;
&#13;
Tel.: 0228-339 2035&#13;
Telex: 8-85432&#13;
&#13;
�WASHINGTON - (AD) - Präsident Reagan ist "optimistisch", daß die Welt&#13;
"bald Zeuge" der Vernichtung einiger amerikanischer und sowjetischer Kernwaffen sein wird.&#13;
In einet am 12. August 1987 landesweit übertragenenen Fernsehansprache&#13;
setzte der Präsident die Prioritäten für seine noch verbleibende Amtszeit und&#13;
erklärte, das bevorstehende Abkommen über den Abbau aller Mittelstreckenwaffen&#13;
unterscheide sich insofern erheblich von früheren Rüstungskontrollvereinbarungen, als bisher "lediglich obergrenzen für Waffensysteme festgelegt wurden".&#13;
Die Ansprache Präsident Reagans hat folgenden Wortlaut:&#13;
Liebe Mitbürger, ich habe bei&#13;
verschiedenen&#13;
Gelegenheiten&#13;
darauf&#13;
hingewiesen, daß ich vor Beendigung&#13;
der Anhörungen im Kongreß zur iranContra-Affäre keinen Kommentar dazu&#13;
abgeben würde. Diese Zeit ist jetzt&#13;
gekommen, und ich möchte heute abend&#13;
mit Ihnen über die Lehren sprechen,&#13;
die wir daraus gezogen haben.&#13;
&#13;
Diese vergangenen neun Monate waren&#13;
für&#13;
das Land&#13;
verwirrend&#13;
und&#13;
schmerzlich.&#13;
Ich weiß von ihren ureigensten Zweifeln an dem, was hier&#13;
geschehen ist. Ich hoffe jedoch, Sie&#13;
hegen keine Zweifel an meinem Engagement bei den Untersuchungen selbst.&#13;
&#13;
Seien Sie jedoch versichert, daß&#13;
dies heute abend nicht mein einziges&#13;
Thema sein wird. Ich möchte mit Ihnen auch über die Zukunft und unsere&#13;
Pläne sprechen, weil die Menschen&#13;
jetzt darauf warten.&#13;
&#13;
Bis jetzt hat es vier Untersuchungen gegeben - vom Justizministerium, der Tower-Kommission, der unabhängigen Beratergruppe und dem Kongreß. Ich habe drei dieser Untersuchungen gefordert, und die vierte -&#13;
&#13;
�die Anhörungen im Kongreß - voll und&#13;
ganz befürwortet und unterstützt, indem ich mehr als 250 000 Seiten der&#13;
Akten des Weißen Hauses zur Verfügung&#13;
gestellt habe, darunter meine eigenen&#13;
Terminkalender. Als mir bewußt wurde, daß ich nicht ausreichend informiert worden war, habe ich mich um&#13;
Aufklärung bemüht.&#13;
Einige&#13;
Antworten&#13;
gefallen&#13;
mir&#13;
nicht.&#13;
Berichten der Tower-Kommission und auch meinen Bemerkungen vom&#13;
vergangenen März zufolge hat sich unsere ursprüngliche Initiative mit den&#13;
Waffenverkäufen verkettet, und darauf&#13;
folgte die Verwicklung der Waffenverkäufe mit den Geiseln. Außenminister&#13;
Shultz&#13;
und&#13;
Verteidigungsminister&#13;
Weinberger haben beide vorausgesagt,&#13;
das amerikanische Volk würde sofort&#13;
annehmen, bei diesem gesamten Plan&#13;
handle es sich um ein Geschäft von&#13;
Waffen gegen Geiseln und um nichts&#13;
weiter. Leider sind ihre Vorhersagen&#13;
eingetroffen-.&#13;
Wie ich ihnen bereits im März&#13;
sagte, hat meine Sorge um die Geiseln&#13;
auf Bereiche übergegriffen, die davon&#13;
hätten unberührt bleiben sollen. Die&#13;
Vorstellung - das heißt, die Realität&#13;
- von gefangengehaltenen Amerikanern,&#13;
die ihrer Freiheit beraubt und ihren&#13;
Familien entrissen sind, hat meine&#13;
Gedanken belastet. Das war ein Fehler.&#13;
Liebe Mitbürger, ich habe lange&#13;
und oft darüber nachgedacht, wie ich&#13;
Ihnen erklären kann, welches Ziel ich&#13;
vor Augen hatte, aber ich habe zu&#13;
großen Respekt vor Ihnen, um Ausflüchte zu suchen. Tatsache ist, daß&#13;
ich nichts sagen kann, was die Situation zurechtrücken könnte.&#13;
Ich habe&#13;
eigensinnig&#13;
eine Politik verfolgt,&#13;
die fehlgeschlagen ist.&#13;
Das andere wichtige Thema der An-&#13;
&#13;
hörungen war natürlich die Umleitung&#13;
von Geldern für die Contras in Nicarauga.&#13;
Oberstleutnant North und Admiral&#13;
Poindexter glaubten, in meinem Sinne&#13;
zu handeln - und die demokratiche Widerstandsbewegung in Nicaragua am Leben zu erhalten. Ich war damals wie&#13;
heute der Überzeugung, daß die Sowjets daran gehindert werden müssen,&#13;
in Mittelamerika einen Brückenkopf zu&#13;
errichten.&#13;
Da ich mir die Sache der Contras&#13;
so sehr zu eigen gemacht hatte, war&#13;
die große Frage bei den Anhörungen,&#13;
ob ich von der Umleitung der Gelder&#13;
Kenntnis hatte.&#13;
Es war mir bewußt,&#13;
daß&#13;
die&#13;
Widerstandsbewegung&#13;
von&#13;
Drittländern und über Privatinitiativen direkt Gelder erhielt, und ich&#13;
befürwortete&#13;
diese&#13;
Bemühungen&#13;
von&#13;
ganzem Herzen, aber - und das möchte&#13;
ich ganz klar und deutlich sagen ich wußte nichts von der Umleitung&#13;
der Gelder.&#13;
Ich wußte noch nicht&#13;
einmal von der Existenz überschüssiger Gelder.&#13;
Aber&#13;
der&#13;
Schwarze&#13;
Peter&#13;
darf&#13;
nicht Admiral Poindexter zugeschoben&#13;
werden, wie er das in seiner Zeugenaussage vorschlug: er geht an mich.&#13;
Ich bin derjenige, der dem amerikanischen Volk gegenüber letztlich Rechenschaft ablegen muß. Der Admiral&#13;
hat bezeugt, mich schützen zu wollen,&#13;
aber kein Präsident sollte jemals vor&#13;
der Wahrheit geschützt werden.&#13;
Kein&#13;
Unternehmen ist so geheim, daß es dem&#13;
Obersten&#13;
Befehlshaber&#13;
vorenthalten&#13;
werden muß. Ich hatte das Recht und&#13;
die Pflicht, meine eigene Entscheidung zu treffen.&#13;
Kürzlich hat jemand gefragt, warum ich nicht entrüstet war. Manchmal war ich natürlich sehr verärgert.&#13;
Das wäre jeder - angesichts des ange-&#13;
&#13;
- 2 -&#13;
&#13;
�richteten Schadens und der verlorenen&#13;
Zeit.&#13;
Aber ich war immer der Ansicht, das beste Mittel gegen Wut und&#13;
Arger seien Taten.&#13;
Ich habe versucht, Maßnahmen zu&#13;
ergreifen, so daß sich diese Ereignisse weder in meiner noch in einer&#13;
zukünftigen Administration wiederholen können. Aber ich kann mich sehr&#13;
gut an den im vergangenen Februar&#13;
veröffentlichten Bericht der TowerKommission erinnern, demzufolge der&#13;
Fehler eher bei den Menschen als bei&#13;
den Verfahrensweisen lag.&#13;
Wir können jede der Welt bekannte&#13;
Vorsichtsmaßnahme ergreifen, das beste jemals von Menschen geschaffene&#13;
System aufbauen, aber am Ende sind es&#13;
die Menschen, die es in Betrieb nehmen müssen. Und wir werden nie frei&#13;
sein&#13;
von&#13;
Hoffnungen,&#13;
Eifer&#13;
und&#13;
menschlichen Schwächen.&#13;
Ich möchte Ihnen sagen, was ich&#13;
getan habe, um sowohl das System als&#13;
auch die damit arbeitenden Menschen&#13;
zu verändern.&#13;
Erstens habe ich eine neue erfahrene Arbeitsgruppe eingesetzt.&#13;
Ich&#13;
habe einen neuen Nationalen Sicherheitsberater, einen neuen CIA-Direktor und einen neuen Stabschef im&#13;
Weißen Haus.&#13;
Und diesen habe ich&#13;
mitgeteilt, daß&#13;
ich&#13;
informiert&#13;
vollständig informiert - werden muß.&#13;
Darüber hinaus habe ich das von&#13;
der&#13;
Tower-Kommission&#13;
vorgeschlagene&#13;
Modell übernommen, wie im Nationalen&#13;
Sicherheitsrat (NSC) die Organisation&#13;
ablaufen und das Personal arbeiten&#13;
soll, und ich habe jede aktive Beteiligung des NSC-Personals an verdeckten Aktivitäten untersagt.&#13;
Der von mir in Auftrag gegebene&#13;
Bericht über die geheimen Operationen&#13;
- 3&#13;
&#13;
unserer&#13;
Nation&#13;
ist&#13;
fertiggestellt&#13;
worden.&#13;
Es gab darin keine Überraschungen.&#13;
Einige Operationen werden weitergeführt und andere wegen&#13;
mangelder&#13;
Zweckdienlichkeit&#13;
eingestellt.&#13;
Ich&#13;
werde&#13;
ebenfalls&#13;
neue&#13;
und&#13;
strengere vorgehensweisen einführen,&#13;
wenn es um Beratungen mit dem Kongreß&#13;
und dessen Unterrichtung&#13;
über Erkenntnisse&#13;
künftiger&#13;
Geheimoperationen geht.&#13;
Wir werden, falls notwendig, weiterhin verdeckte Operationen durchführen, die jedoch alle legal und einem bestimmten politischen Ziel dienlich sein müssen.&#13;
Das Problem geht jedoch über Politik und Personalfragen hinaus. Die&#13;
wahrscheinlich&#13;
wichtigste&#13;
Lektion,&#13;
die wir aus den Anhörungen ziehen&#13;
können, besteht darin, daß Exekutive&#13;
und Legislative das gegenseitige Vertrauen aufbauen müssen.&#13;
Die Folgen&#13;
des Mißtrauens sind in Form von Lügen, Indiskretionen, Uneinigkeit und&#13;
Fehlern offen zutage getreten.&#13;
Wir&#13;
müssen Wege zur Zusammenarbeit finden&#13;
und uns darüber&#13;
klar werden, daß&#13;
Außenpolitik nicht in Ausschüssen gemacht werden kann.&#13;
Und meiner Ansicht nach kann man jetzt das zunehmende Bewußtsein beobachten, daß man&#13;
gemeinsam mehr erreichen kann.&#13;
Und darin könnte schließlich der&#13;
mögliche Segen der Iran-Contra-Verwicklungen bestehen.&#13;
Ich möchte mich jetzt jedoch dem&#13;
anderen Thema zuwenden, auf das ich&#13;
heute abend hier eingehen möchte die&#13;
Zukunft.&#13;
Diese Administration&#13;
hat noch 17 Monate vor sich, von denen ich möchte, daß es glückliche und&#13;
produktive Monate für das amerikanische Volk werden.&#13;
&#13;
�f&#13;
*&#13;
&#13;
Als Sie mich zum ersten Mal in&#13;
dieses Amt wählten, taten Sie das,&#13;
damit Amerika eine neue und andere&#13;
Richtung einschlagen sollte. Als Sie&#13;
mich zum zweiten Mal wählten, haben&#13;
Sie damit Ihren Wunsch nach einer&#13;
Fortsetzung dieses Kurses bestätigt.&#13;
Ich hege heute so leidenschaftliche&#13;
Hoffnungen für dieses Land wie 1981.&#13;
Bis zu dem Tag, an dem ich das Weiße&#13;
Haus verlasse, werde ich das tun, zu&#13;
dem Sie mich gewählt haben - die Nation zu den bei meiner Wahl vereinbarten Zielen zu führen.&#13;
Ich möchte Ihnen erklären, worauf&#13;
ich mich und meine Energie für den&#13;
Rest meiner Amtszeit konzentrieren&#13;
werde.&#13;
In meiner gesamten politischen&#13;
Laufbahn habe ich betont, wie notwendig es ist, daß der Oberste Gerichtshof das Gesetz interpretiert, nicht&#13;
aber das Gesetz macht. Während meiner Präsidentschaft habe ich mit&#13;
Stolz zwei neue Richter ernannt, die&#13;
diesen wichtigen Grundsatz verstehen,&#13;
Richterin Sandra Day O'Connor und&#13;
Richter Antonin Scalia.&#13;
Ich habe jetzt einen dritten&#13;
Richter ernannt - Robert Bork. Als&#13;
ich ihn für das Berufungsgericht der&#13;
Vereinigten Staaten benannt habe, hat&#13;
die amerikanische Anwaltskammer nur&#13;
die allerbesten Beurteilungen über&#13;
Richter Bork, einen hervorragenden&#13;
Wissenschaftler und Juristen, abgegeben.&#13;
Als Mitglied dieses Gerichts&#13;
hat Richter Bork mehr als 100 herrschende Meinungen begründet und an&#13;
weiteren 300 mitgewirkt. Der Oberste&#13;
Gerichtshof hat keiner einzigen dieser 400 Meinungen jemals widersprochen.&#13;
Es gibt einigen Widerstand gegen&#13;
seine Ernennung, da er juristische&#13;
&#13;
Zurückhaltung übt.&#13;
Das heißt, er&#13;
stellt weder eigene noch andere Meinungen über das Gesetz. Und so sollte es sein. Richter Bork wäre eine&#13;
bedeutende&#13;
intellektuelle Bereicherung für das Gericht, und ich werde&#13;
mich für ihn einsetzen, weil ich an&#13;
das glaube, was er vertritt.&#13;
Sobald der Senat im nächsten Monat aus der Sommerpause zurückkehrt,&#13;
sollte er Richter Borks Qualifikation&#13;
erwägen und dann über seine Bewerbung&#13;
abstimmen.&#13;
Diese Nation und ihre&#13;
Bürger verdienen eine mit neun Richtern vollbesetzte Richterbank, wenn&#13;
das Gericht sich im Oktober wieder&#13;
versammelt.&#13;
In den kommenden Monaten hoffe&#13;
ich ferner, ein umfassendes und verifizierbares Abkommen mit der Sowjetunion über die Reduzierung der Nuklearwaffen zu erreichen.&#13;
wir machen&#13;
echte Fortschritte beim weltweiten&#13;
Abbau einer ganzen Kategorie nuklearer Waffen - nämlich der amerikanischen und der sowjetischen Mittelstreckenraketen (INF).&#13;
Ich&#13;
habe&#13;
den&#13;
Sowjets&#13;
diese&#13;
Absicht erstmals im Jahr 1981 vorgetragen. Sie sind nicht weiter darauf&#13;
eingegangen und haben an einem Punkt&#13;
sogar den Verhandlungstisch verlassen. Aber wir haben uns nicht beirren lassen. Bis vor kurzem hat die&#13;
Sowjetunion darauf bestanden, einige&#13;
ihrer INF-Raketen zu behalten. Aber&#13;
Mitte Juli erklärte Generalsekretär&#13;
Gorbatschow seine Bereitschaft zum&#13;
Verzicht auf diese Forderung. Diese&#13;
Nachricht war uns in der Tat sehr&#13;
willkommen.&#13;
Wir sind so weit gekommen, weil&#13;
Sie mir im Jahr 1980 den Auftrag gegeben haben, unsere Streitkräfte wieder aufzubauen.&#13;
Ich habe dies getan. Heute sehen wir die Resultate.&#13;
&#13;
�Die Sowjets verhandeln jetzt mit uns,&#13;
weil wir aus einer Position der Stärke heraus verhandeln.&#13;
&#13;
r&#13;
&#13;
Dies wäre ein historisches Abkommen.&#13;
Bisherige&#13;
Rüstungskontrollabkommen haben nur eine Obergrenze für&#13;
Waffen festgelegt und sogar einen Zuwachs erlaubt; dieses Abkommen würde&#13;
die Anzahl nuklearer Waffen verrringern. Ich bin optimistisch, daß wir&#13;
bald Zeugen einer weltgeschichtlichen&#13;
Premiere werden - des Anblicks zweier&#13;
Länder, die tatsächlich Nuklearwaffen&#13;
in ihren Arsenalen zerstören.&#13;
Stellen sie sich vor, wohin das führen&#13;
könnte.&#13;
Wir sind auch bereit zu Fortschritten bei einem START-Abkommen,&#13;
das die interkontinentalen nuklearen&#13;
Streitkräfte um 50 Prozent reduzieren&#13;
und damit Tausende von Nuklearraketen&#13;
beseitigen würde.&#13;
Ich fordere die&#13;
Sowjets dringend auf, mit uns vorwärts zu gehen. Und ich sage zu Generalsekretär&#13;
Gorbatschow:&#13;
unsere&#13;
beiden Nationen könnten neue Beziehungen einleiten, indem sie umfassene&#13;
Abkommen über den Abbau nuklearer und&#13;
konventioneller Waffen unterzeichnen.&#13;
Was wir in unserem Verhältnis mit&#13;
der Sowjetunion suchen, sind Frieden&#13;
und Stabilität. Das ist es auch, was&#13;
wir im Persischen Golf und im Nahen&#13;
Osten insgesamt anstreben.&#13;
Stabilität in diese unruhige Region zu bringen, bleibt eines der wichtigsten&#13;
Ziele meiner Präsidentschaft.&#13;
&#13;
s&#13;
&#13;
In den vor uns liegenden 17 Monaten werde ich ferner eine verbindliche Gesetzgebung zur wirtschaftlichen&#13;
Gesundung empfehlen.&#13;
Meiner Meinung&#13;
nach hat das amerikanische Volk ein&#13;
Recht darauf, daß die Finanzen der&#13;
Nation verantwortungsbewußt verwaltet&#13;
werden.&#13;
Und dennoch herrscht bei&#13;
Vergabe&#13;
der&#13;
Haushaltshaltsmittel&#13;
&#13;
Chaos vor.&#13;
In den vergangenen Monaten gab es&#13;
zahlreiche Diskussionen darüber, daß&#13;
unsere Finanzen in Ordnung gebracht&#13;
werden müssen, aber gleichwohl war&#13;
das Ergebnis wie immer Untätigkeit.&#13;
Die Etatfestsetzung durch den Kongreß&#13;
ist weder zuverlässig noch glaubwürdig - mit anderen Worten - sie muß&#13;
korrigiert werden.&#13;
Wir müssen uns der Realität stellen - das einzige Mittel, diesen massiv defizitären Haushalt in den Griff&#13;
zu bekommen, ist die Verfassung. Nur&#13;
die Verfassung - das Dokument, aus&#13;
dem alle Regierungsgewalt entstammt,&#13;
das Dokument, das uns die moralische&#13;
Autorität als Nation verleiht - nur&#13;
die Verfassung kann Verantwortungsbewußtsein hervorbringen.&#13;
Wir benötigen dringend die Ermächtigung durch einen Zusatzartikel&#13;
zur Verfassung, der uns beim Ausgleich des Haushalts behilflich ist.&#13;
Mehr als 70 Prozent des amerikanischen Volkes wünschen diesen Zusatzartikel. Sie wollen damit der amerikanischen&#13;
Regierung&#13;
das verleihen,&#13;
was die 44 Regierungen der Bundesstaaten bereits besitzen - Disziplin.&#13;
Um geeignete Schritte in die Wege&#13;
leiten zu können, möchte ich Ihnen&#13;
heute abend folgenden Vorschlag unterbreiten:&#13;
Wenn der Kongreß einer&#13;
Abstimmung über unseren Haushaltsausgleich noch in diesem Jahr zustimmt,&#13;
erkläre ich mich bereit, jeden Punkt&#13;
auf der Liste der Ausgaben einzeln&#13;
auszuhandeln.&#13;
Wenn der Kongreß weiterhin den&#13;
Wünschen des Volkes zuwiderhandelt,&#13;
indem er eine Abstimmung über den Zusatzartikel&#13;
für&#13;
den&#13;
Haushaltsausgleich verhindert, dann wird der Ruf&#13;
nach&#13;
einer&#13;
verfassunggebenden&#13;
Ver-&#13;
&#13;
�Sammlung lauter werden. Für die Genehmigung zur Einberufung der verfassunggebenden Versammlung fehlen uns&#13;
nur noch die Stimmen zweier Staaten,&#13;
und in jedem Fall wird es der Wille&#13;
des Volkes sein, der ausschlaggebend&#13;
ist.&#13;
Und es gibt ein weiteres Gebiet,&#13;
dem ich mich und meine Zeit voll und&#13;
ganz widmen werde - die Sache der Demokratie.&#13;
Es gibt Amerikaner, die&#13;
immer&#13;
noch brennend nach Freiheit&#13;
verlangen&#13;
Mittelamerikaner,&#13;
das&#13;
Volk von Nicaragua. Seit zehn Jahren&#13;
sind überall auf der Welt Demokratien&#13;
im Entstehen begriffen.&#13;
Allein in&#13;
Mittel- und Südamerika sind zehn Länder hinzugekommen.&#13;
Die Frage ist wird Nicaragua je auf dieser Ehrenliste stehen?&#13;
Wie Sie wissen, bin ich dem demokratischen Widerstand - den Freiheitskämpfern&#13;
- und ihrem Streben&#13;
nach Demokratie in Nicaragua voll und&#13;
ganz verpflichtet.&#13;
Kürzlich hat es&#13;
wichtige Fortschritte an der diplomatischen Front gegeben - sowohl hier&#13;
in Washington als auch in der Region&#13;
selbst.&#13;
Meine Administration und die Vorsitzenden im Kongreß haben eine Initiative der beiden im Kongreß vertretenen Parteien vorgelegt, mit der&#13;
Schritte zur Beendigung des Konfliktes in dieser Region vorgeschlagen&#13;
werden. unser Hauptargument war, daß&#13;
das kommunistische Regime in Nicaragua endlich das tun sollte, zu dem es&#13;
sich im Jahr 1979 formell verpflichtet hatte - die Grundrechte des nicaraguanischen Volkes auf freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, freie&#13;
Wahlen und freie Wahl der Religionszugehörigkeit&#13;
zu&#13;
respektieren.&#13;
Stattdessen haben es die Machthaber&#13;
in Nicaragua vorgezogen, ihr Land der&#13;
Sowjetunion als Stützpunkt kommunist-&#13;
&#13;
ischer Expansion auf dem amerikanischen Festland zu überlassen.&#13;
Die Notwendigkeit für Demokratie&#13;
in Nicaragua wurde auch in dem Abkommen betont, das die fünf mittelamerikanischen Präsidenten am vergangenen&#13;
Freitag in Guatemala unterzeichneten.&#13;
Wir begrüßen diese Entwicklung und&#13;
versprechen der Demokratie und jenen,&#13;
die für diese Freiheit kämpfen, unsere Unterstützung.&#13;
Wir waren stets&#13;
bereit zu verhandeln - wir waren niemals bereit, jene im Stich zu lassen,&#13;
die für Demokratie und Freiheit kämpfen.&#13;
Es erfüllt mich mit besonderer&#13;
Freude, daß die diplomatische Initiative der Vereinigten Staaten wiederum&#13;
die Anfänge, gleich mit welchem Ausgang, einer auf zwei Parteien gegründeten&#13;
Außenpolitik&#13;
widerspiegelt.&#13;
Die jüngsten Anhörungen haben die&#13;
Notwendigkeit einer solchen Zweiparteienlandschaft&#13;
unterstrichen,&#13;
und&#13;
ich hoffe, daß dieser vorsichtige Anfang wachsen und gedeihen wird.&#13;
Dies sind einige der von mir gesteckten Ziele für meine noch verbleibende Amtsperiode als Präsident.&#13;
Ich bin der festen Überzeugung, daß&#13;
diese Zielsetzungen Sicherheit, Wohlstand und die Zukunft unseres Volkes&#13;
verbessern werden. Ich beschwöre den&#13;
Kongreß, bei der Verwirklichung dieser Ziele ebenso gründlich und energisch vorzugehen, wie er bei den&#13;
jüngsten&#13;
Untersuchungen&#13;
vorgegangen&#13;
ist.&#13;
Meine lieben Mitbürger, mir verbleiben noch anderthalb Jahre, bevor&#13;
ich diesen Schreibtisch räumen muß.&#13;
Ich werde nicht zulassen, daß sich&#13;
auf den Möbeln dieses Büros oder gar&#13;
an mir Staub und Spinnweben ausbreiten.&#13;
Es gibt noch viel zu tun, und&#13;
mit Ihrer Hilfe wird es uns gelingen.&#13;
&#13;
+ + + + +&#13;
&#13;
�</text>
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              <text>Digitalisat</text>
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          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
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              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
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          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
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              <text>Reagan optimistisch über Abschluss eines Abrüstungsabkommens&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Fernsehansprache des Präsidenten&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;</text>
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