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                  <text>AMERIKA DIENST
"VON

*

1 8 . J u n i 1986

22

I N H A L T

HINTERGRÜNDMATERIAL

Strategische Modernisierungsprogramme
- Fakten des Weißen Hauses -

Chronologie der Ereignisse in Afghanistan
- Oktober 1985 - Mai 1986 -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK

Ausgewogenheit der Trägersysteme für DS-Raumfahrtprogramm
- Nationale Akademie der Wissenschaften empfiehlt Bau moderner
Raketen für unbemannte Projekte -

* * * * * *

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�AMERIKA DIENST
VON

Hintergrundmaterial

&amp;

18. Juni 1986

22

STRATEGISCHE

MODERNISIERUNGSPROGRAMME

- Fakten des Weißen Hauses -

WASHINGTON - (AD) - Die folgende Aufstellung von Fakten mit dem Titel
"Zusammenfassung derjenigen Strategischen Modernisierungsprogramme, bei
denen der Präsident den Kongreß um Ausnahme von den Sparmaßnahmen im Verteidigungsbereich gebeten hat" wurde am 3. Juni 1986 vom Weißen Haus veröffentlicht:
- Der Präsident hat heute den Kongreß aufgefordert, sämtliche Mittel für
sein Strategisches Modernisierungsprogramm und die Strategische Verteidigungsinitiative zu bewilligen.
- Er stellte fest, daß Einsparungen bei diesen Programmen unsere Verhandlungsposition in Genf schwächen würden.
- Die folgenden Programme seines aus fünf Teilen bestehenden Strategischen Modernisierungsprogramms wurden von ihm besonders erwähnt:

Führungs- und Kommunikationsmittel
- PAVE Paws und Frühwarnradarsysteme gegen ballistische Raketen.
Mobile Bodenstationen.

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�- Mobile Bodenstationen.
- Militärisches Satelliten-Fernmeldesystem (DSCS III).
- Stör- und abhörsichere Fernmeldesysteme.
- Satellitenprogramm MILSTAR.
- Flugzeug E-6A TACAMO.
- Bodenwellenfunknetz für den Ernstfall.

Der Tarnbomber und der weiterentwickelte Marschflugkörper.
Das U-Boot Trident II und die Rakete D-5.
Die zweite Tranche von 50 Peacekeeper-Raketen und die mobile kleine
Interkontinentalrakete (ICBM).
Die Strategische Verteidigungsinitiative.
- Er stellte fest, daß diese Programme entscheidend zur Abschreckung eines Atomkrieges beitragen und gleichzeitig lediglich 15 Prozent des
Verteidigungshaushalts ausmachen.
- Er verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, wonach die Sowjets eine Reduzierung dieser Programme als Zeichen des Verfalls der amerikanischen
Entschlossenheit auslegen würden, eine lebensfähige strategische Abschreckung aufrechtzuerhalten.
- Einzelheiten zu den vom Präsidenten erwähnten Programmen werden im
folgenden dargestellt:
- Führungs- und Kommunikationsprogramme
PAVE PAWS-Radarsysteme. Auf dem kontinentalen Territorium der Vereinigten Staaten (CONUS) werden zur Zeit vier Radaranlagen mit phasengesteuerter Abtastung vom Typ PAVE PAWS disloziert, die genaue Warn- und Auswertungsdaten im Falle von Angriffen gegen CONUS durch U-bootgestützte ballistische Raketen liefern sollen. Zwei Stellungen sind bereits in Betrieb, während zwei weitere PAVE PAWS-Systeme noch im Bau sind. Die betriebsbereiten Stellungen befinden sich auf den Luftwaffenstützpunkten
Otis in Massachusetts und Beale in Kalifornien. Die neuen Stellungen werden sich nahe den Luftwaffenstützpunkten Goodfellow in Texas und Robins in
Georgia befinden. Die neuen Radarsysteme werden 1987 betriebsbereit sein.
Frühwarnradarsysteme für ballistische Raketen. Das Frühwarnsystem für
ballistische Raketen (BMEWS) besteht aus drei Radargroßanlagen für frühzeitige Entdeckung und Warnung vor Angriffen mit Interkontinentalraketen
(ICBM) gegen den nordamerikanischen Kontinent, Europa und Großbritannien.
Diese Radarsysteme werden gegenwärtig verbessert, beginnend mit Thule in
- 2 -

�Thule in Grönland, das 1987 von Clear in Alaska und Fylingdales in Großbritannien gefolgt werden wird.
- Diese Radarsysteme sind permanent in Betrieb, um aus der Sowjetunion
oder China abgeschossene ICBMs zu suchen, zu entdecken und zu verfolgen.
- Die Radarsysteme werden gegenwärtig einer weitgehenden Modernisierung
unterzogen, die sich auf deren Computer, Darstellungsgeräte und die
Radars selbst erstrecken.
Mobile Bodenstationen. Durch.das Satellitenstationsprogramm für die
Mobilen Landstreitkräfte (Ground Mobile Forces - GMF) werden unsere
Streitkräfte unter Zuhilfenahme des Militärischen Satelliten-Fernmeldesystems (DSCS) mit mobilen, abhör- und störsicheren, zuverlässigen und
weltweiten Kommunikationsverbindungen ausgestattet. Mit den GMF-Stationen
können sowohl Hochleistungssprechfunk- als auch Datenübertragungsverbindungen überall da auf der Welt unterstützt werden, wo unsere Truppen stationiert sind.
- Fast 400 DSCS-kompatible GMF-Stationen sind bestellt worden, und die
Auslieferung an das Verteidigungsministerium hat bereits begonnen.
Das Militärische Satelliten-Fernmeldesystem (DSCS). Seit 1966 hat das
Verteidigungsministerium unter Zuhilfenahme von Satelliten ein weltweites
Kommunikationsnetz aufgebaut und aufrechterhalten, das als Militärisches
Satelliten-Fernmeldesystem bezeichnet wird. Heute besteht dieses Netz aus
sechs DSCS II und zwei DSCS III Satelliten in Umlaufbahnen um die Erde.
Vier der DSCS II Satelliten werden in Reserve bereitgehalten. Die neueste
Ergänzung dieser lebenswichtigen Fähigkeit besteht aus dem neuen DSCS III
Satelliten, der wesentlich störungssicherere und extrem überlebensfähige
Kommunikationsverbindungen bietet. Ein DSCS III Satellit hat die doppelte
Lebensdauer wie ein DSCS II (10 Jahre gegenüber 5 Jahren), besitzt eine
höhere Uberlebensfähigkeit gegen nukleare Einwirkung und eine vergrößerte
Leistungsfähigkeit gegenüber dem DSCS II.
Stör- und abhörsichere Fernmeldeverbindungen (JRSC). Zur Unterstützung besonders wichtiger Einsätze wurde vom Verteidigungsministerium eine
kleine Anzahl besonders ausgelegter Satelliten-Fernmeldestationen beschafft. Diese Stationen werden mit Hilfe der Satelliten des Militärischen Satelliten-Fernmeldesystems (DSCS) betrieben und können deshalb
weltweit von jedem beliebigen Stationierungsort betrieben werden.
- Heute sind über 20 solcher Stationen im Einsatz. Diese Stationen sind
mobil (obwohl sie größer als die Stationen der Mobile Ground Force
sind) und stellen abhör- und störsichere Fernmeldeverbindungen bereit.
Widerstandsfähigkeit gegen elektromagnetischen Impuls (EMP) und die
Fähigkeit, in einer unter atomarer Einwirkung stehenden Umgebung zu
funktionieren, gehören zu den Eigenschaften dieser Stationen.
Das Satellitenprogramm MILSTAR. Die MILSTAR-Satelliten werden neue
revolutionäre Fähigkeiten besitzen, wie etwa Widerstandsfähigkeit gegen
- 3 -

�Widerstandsfähigkeit gegen Laser-Waffen, Fernmeldequerverbindungen von Satellit zu Satellit, mobiles Führungssystem sowie bordeigene Schaltfunktionen, um Fernmeldestrahlen zu beeinflussen und die Benutzer verschiedener
Waffengattungen und militärischer Dienstellen mit hoher Geschwindigkeit
weltweit zu verbinden. Beispielsweise wird MILSTAR es einer gelandeten
Eingreiftruppe an irgendeinem abgelegenen Ort der Welt ermöglichen, vom
Führungsfahrzeug ihres Kommandeurs aus eine abhörsichere Fernmeldeverbindung mit einem höheren Befehlshaber auf See oder nationalen Kommandobehörden an einem anderen Ort herzustellen. MILSTAR wird außerdem in dem neuen
B-lB-Bomber eingesetzt werden, wodurch schnelle, abhör- und störsichere
Zweiweg-Verbindungen von jedem beliebigen Punkt der Erde zu allen erforderlichen höheren Kommandos hergestellt werden können.
- Die MILSTAR-Satelliten befinden sich zur Zeit mitten in der technischen Entwicklung und die ersten werden zum Ende dieses Jahrzehnts
einsatzbereit sein, während volle Einsatzbereitschaft in den frühen
neunziger Jahren erreicht sein wird. Der Satellit wird entweder durch
Raumtransporter oder Einwegraketen in die Umlaufbahn gebracht werden.

*

Das E-6A TACAMO-Programm. Die überlebensfähige Hauptkomponente unseres U-Boot-Fernmeldenetzes besteht aus einer luftgestützten Fernmeldeplattform mit der Bezeichnung TACAMO. Gegenwärtig ist über dem Atlantik
und über dem Pazifik eine TACAMO ständig in der Luft.
- Die heutigen TACAMO-Plattformen auf EC-130-Maschinen sind nicht nur
veraltet, sondern besitzen außerdem eingeschränkte Ausdauer und Reichweite. Das Modernisierungsprogramm wird diese Maschinen durch 15
neue, düsengetriebene E-6A-Maschinen ersetzen, die direkt von den
Boeing 707 AWACS-Flugzeugen abgeleitet sind.
- Die neue E-6A hat die erforderliche Reichweite, Nutzlast und Ausdauer,
um den lebenswichtigen Fernmeldeverbindungen für unsere mit Interkontinentalraketen ausgerüsteten U-Boote unabhängig von ihrem Standort
adäquate Unterstützung zukommen zu lassen. Zusätzlich wird das Fernmeldesystem selbst einer Modernisierung unterzogen werden, in deren
Rahmen der E-6A eine gesteigerte Uberlebensfähigkeit verliehen wird.
- Diese neuen TACAMO-II-Maschinen werden in den kontinentalen Vereinigten Staaten stationiert werden, mit vorgeschobenen operativen Stützpunkten an der Ost- und Westküste sowie auf Hawaii. Die ersten Maschinen werden 1989 ausgeliefert werden. Die Auslieferung aller 15
Maschinen wird Ende 1991 abgeschlossen sein.
Bodenwellen-Warnsystem (GWEN). Das Bodenwellen-Warnsystem ist ein
neues, bedeutendes militärisches Fernmeldesystem zur Bereitstellung eines
gesicherten Flusses lebenswichtiger Meldungen zwischen den höchsten militärischen Führern und unseren Truppen.
- Tatsächlich ist GWEN ein Zusatz zu dem öffentlichen Telefonnetz der
Vereinigten Staaten, um größtmögliche Sicherheit dafür zu gewährleisten, daß entscheidende Warninformationen, Alarmmeldungen und
Direktiven vom Präsidenten unsere nuklearen strategischen Truppen

•

*

�strategischen Truppen unter allen voraussehbaren Bedingungen empfangen
werden. Die Ausrüstung und die Funksignale von GWEN können nicht
durch den elektromagnetischen Impuls (EMP) beeinflußt werden, der von
nuklearen Detonationen in großer Höhe resultiert und durch den andere
Fernmeldesysteme, die nicht gegen EMP gesichert sind, gestört werden
können.
- GWEN besteht aus einem Netz unbemannter, landesweit verteilter Funkrelaisstationen, die im Niederfrequenzbereich operieren, ähnlich den
kommerziellen UKW/MW-Radiostationen. Ein Netz von 100-200 Relaistürmen ist bis Ende der achtziger Jahre geplant.

Bomber/Marschflugkörper
- Der Tarnbomber (Advanced Technology Bomber - ATB) ist ein gegen Radarstrahlen unempfindlicher neuer Bomber, der in der Lage sein wird,
die sowjetische Luftabwehrsysteme zu überwinden. Der ATB ist gegenwärtig in der Entwicklung und wird in den frühen neunziger Jahren einsatzbereit sein.
- Der weiterentwickelte Marschflugkörper (ACM) ist ein gegen Radarpeilung unempfindlicher, weitreichender Marschflugkörper mit hoher Zielgenauigkeit, der von B-52 und B-lB-Bombern getragen wird. Sein sehr
geringes Radarecho und seine Fähigkeit des Fluges in geringer Höhe
werden es ihm ermöglichen, alle voraussichtlichen sowjetischen Luftabwehreinrichtungen zu durchbrechen. Der ACM wird Ende der achtziger
Jahre einsatzbereit sein. Der Präsident hat kürzlich das Verteidigungsministerium aufgefordert, mit dem Kongreß zusammenzuarbeiten, um
die Einführung des ACM zu beschleunigen.

ICBM-Programme
- Der Präsident hat kürzlich das Verteidigungsministerium angewiesen,
Empfehlungen für seine Pläne auszuarbeiten, in diesem Herbst zusätzliche Peacekeeper-Raketen zu stationieren. Die sehr erfolgreiche
Peacekeeper-Rakete hat bis heute zwölf perfekte Tests absolviert und
wird dieses Jahr auf dem Lufwaffenstützpunkt F.E. Warren in Wyoming
ihre Einsatzbereitschaft erreichen. Ein vom Präsidenten eingesetzter
Ausschuß unter Leitung von Brent Scowcroft hat 1983 empfohlen, 100
Peacekeeper-Raketen so schnell wie möglich zu stationieren. Bis heute
wurden 50 vom Kongreß bewilligt.
- Die Scowcroft-Kommission hat außerdem die Entwicklung einer neuen,
kleinen und mobilen ICBM empfohlen. Die kleine ICBM wird diesen
Herbst in ihr volles technisches Entwicklungsstadium treten. Im Einklang mit der Direktive des Präsidenten hinsichtlich der einstweiligen
Zurückhaltung wird zu diesem Zeitpunkt das Verteidigungsministerium
seine endgültigen Empfehlungen in bezug auf Anzahl der Gefechtsköpfe
und Einführung unterbreiten.
U-Boot Trident und
- 5 -

�U-Boot Trident und D-5 SLBM
- U-Boot Trident. Das U-Boot Trident ist ein außergewöhnlich leises,
mit ballistischen Raketen ausgerüstetes U-Boot, das dazu dient, die
Uberlebensfähigkeit der amerikanischen seegestützten Abschreckungsmacht bis ins 21. Jahrhundert zu sichern. Gegenwärtig sind sieben
Trident-SSBN in Betrieb; die Seerprobung des achten begann im Mai.
Diese Schiffe sind heute mit Trident-I (C-4) Raketen ausgerüstet; das
neunte und alle weiteren werden die neue, leistungsfähigere Trident-II
(D-5) Rakete bekommen. Der Bau von einem Trident-SSBN pro Jahr ist
geplant.
i

- Trident II (D-5) Rakete. Die Trident II (D-5) Rakete wird eine höhere
Nutzlast als die gegenwärtige Trident I besitzen und wird die erste
unterseebootgestützte, ballistische Rakete sein, die zur effektiven
Vergeltung gegen sowjetische gehärtete Ziele in der Lage sein wird.
Die Trident II befindet sich gegenwärtig mitten in der Entwicklung.
Sie wird gegen Ende dieses Jahrzehnts auf dem neunten und allen folgenden Trident-U-Booten disloziert werden und wird später auch den ersten acht Tridents zugeführt.

Strategische Verteidigungsinitiative (SDI)
- Das SDI-Forschungsprogramm dient dazu, herauszufinden, ob und gegebenenfalls wie fortschrittliche Technologien zu einer wirksamen Verteidigung gegen Angriffe mit ballistischen Raketen beitragen können.
Wenn unsere Forschung erfolgreich ist, werden wir in der Lage sein,
den Frieden auf lange Sicht dadurch zu bewahren, daß wir uns zunehmend
auf Verteidigungssysteme verlassen, die niemanden bedrohen, anstatt
auf die Drohung von Vergeltung mit offensiven atomaren Waffen.
- Das amerikanische SDI-Programm wird in Übereinstimmung mit dem ABMVertrag durchgeführt.

* * * * *

�AMERIKA DIENST
'VON

Hintergrundmaterial

*

18. Juni 1986

22

CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE IN AFGHANISTAN
- Oktober 1985 - Mai 1986 -

Die bisher quartalsweise abgedruckte Chronologie der Ereignisse in Afghanistan wird in Zukunft in etwa halbjährlichen Abständen erscheinen.
Aus diesem Grunde finden unsere Leser hier das 4. Quartal 1985 mit den
bisherigen Entwicklungen des Jahres 1986 zusammengefaßt.

1. Oktober
Wie aus westlichen diplomatischen Quellen in Islamabad verlautet, haben Flugzeuge der sowjetischen und afghanischen Luftwaffe die Gegend um
Paghman, fünfzehn Kilometer nordwestlich von Kabul, in der vergangenen Woche fast täglich bombardiert und dabei am 24. September die Angriffe parallel zu einer großen Bodenoperation durchgeführt. (Mitte September behauptete Kabul, daß der seit langem bestehende Stützpunkt der Mujahedin
"dem Erdboden gleichgemacht" und die Opposition dort "niedergeschlagen"
worden sei.)
Fünf Ausländer, die lediglich als Srzte bezeichnet wurden, entkamen
Berichten zufolge am 15. September einem Hinterhalt in der Nahe von
Mazar-i-Sharif. Die sie begleitenden 39 Mitglieder der Mujahedin-Partei
wurden getötet.
6. Oktober

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�6. Oktober
Einem Zeitungsartikel aus Peshawar zufolge wird die islamische Vereinigung afghanischer Mujahedin, ein im Mai gebildeter Verbund von Parteien
der Widerstandsbewegung, eine Delegation zur Generalversammlung der Vereinten Nationen entsenden. Der Sprecher der Vereinigung, Gulbuddin
Hekhmatyar, sagte, daß die Vereinigung sich auch um Anerkennung durch die
Islamische Konferenz bemühen würde.
7. Oktober
Der UN-Generalsekretär Javier Perez de Cuellar erklärte bei den Sitzungen der Genfer Gespräche über Afghanistan im Juni und August, daß drei
der vier Entwürfe für ein Abkommen zu einer umfassenden Regelung praktisch
fertiggestellt seien, der vierte Entwurf, der sich mit dem Abzug sowjetischer Truppen und der Beziehung der anderen Abkommen untereinander beschäftigt, zögere sich jedoch hinaus, weil Kabul auf unmittelbaren Verhandlungen bestünde und keine "mittelbaren" Verhandlungen durch den Vertreter Pakistans wünsche. (Pakistan lehnte direkte Zusammentreffen ab,
weil es die von der Sowjetunion eingesetzte Regierung Babrak Karmals nicht
anerkennt). Die im Jahr 1982 begonnenen Genfer Gespräche sollen am 16.
Dezember von Diego Cordovez, dem stellvertretenden Generalsekretär für politische Angelegenheiten, der als persönlicher Vertreter des Generalsekretärs fungiert, wiederaufgenommen werden.
8. Oktober
Die im Umkreis von 50 Kilometer nördlich, westlich und südlich von
Kabul liegenden Stützpunkte und Operationsgebiete der Mujahedin wurden in
der vergangenen Woche angegriffen, offensichtlich, um die Hauptstadt vor
wiederholten Raketenangriffen und um Konvois vor Angriffen aus dem Hinterhalt zu schützen. Westliche diplomatische Quellen in Islamabad berichten, die Operationen seien auf die Gegend um Paghman und die Provinzen von
Wardak und Logar gerichtet gewesen. Sowjetische Flugzeuge bombardieren
auch Ende September vier Tage lang das Panjsher-Tal.
19. Oktober
Die Londoner Tageszeitung "The Guardian" berichtet von dem ersten bekanntgewordenen Austausch sowjetischer Gefangener gegen afghanische
Mujahedin, der am 24. August im Logar-Tal stattfand. Der Bericht aus
Islamabad bezog sich auf Quellen der Widerstandsbewegung, denen zufolge
zwei sowjetische Soldaten gegen sechs Mujahedin ausgetauscht wurden - einer der Soldaten war der Sohn eines höheren Beamten der Kommunistischen
Partei aus Kiew, der der Meldung zufolge den Austausch einleitete.
22. Oktober
Die Mujahedin haben vom 10. bis zum 13. Oktober wenigstens zwei MIGs
and vier Kampfhubschrauber abgeschossen, westlichen diplomatischen Quellen
in Islamabad zufolge, "eine ungewöhnlich große Anzahl" in einem so kurzen
Zeitraum. Die Treffer wurden südlich des Salang-Tunnels, in der Gegend
- 2 -

�der Gegend von Kabul und der nahegelegenen Logar-Provinz erzielt. Diplomaten und Sprechern der Widerstandsbewegung zufolge haben sowjetische
Flugzeuge über eine Woche lang die Zugänge zum Panjsher-Tal bombardiert.
24. Oktober
US-Präsident Ronald Reagan schlug in einer Ansprache vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen direkte Verhandlungen zwischen den gegnerischen Parteien vor, ein Anfang in einer Reihe regionaler Friedensinitiativen - er wies in diesem Zusammenhang auf Afghanistan, Angola,
Kambodscha, Xthiopien und Nicaragua hin, deren Konflikte seit Jahren zur
Verschlechterung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen beigetragen haben. Reagans Vorschlag der drei Schritte würde mit direkten Verhandlungen
zwischen den "gegnerischen Parteien" in jedem Land beginnen, auf die dann
amerikanisch-sowjetische Zusammenkünfte folgen würden, bei denen entschieden wird, wie die Verhandlungen "am besten unterstützt" und möglicherweise
"Garantien für bereits erzielte Abkommen erarbeitet" werden sollten. Der
dritte Schritt wäre die Wiedereingliederung der Länder in die Weltwirtschaft. Der Präsident sagte, sein Vorschlag zu einem Frieden in der Region, der die bestehenden Bemühungen um den Frieden unterstützt, sei ein
zentrales Thema bei seinen Gesprächen mit dem sowjetischen Staatsoberhaupt
Gorbatschow im November in Genf.
(Der afghanische Außenminister Shah Mohammed Dost sagt auf einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen am 28. Oktober: "Es ist offensichtlich,
daß diese Erklärung (des Präsidenten) weitere von Pakistan aus verübte bewaffnete Angriffe auf Afghanistan provozieren und einleiten soll").
(In einer Erklärung vom 28. Oktober von Radio Kabul, in der das Konzept von Verhandlungen zwischen "gegnerischen Parteien" indirekt zurückgewiesen wurde, heißt es: "Es bleibt niemandem verborgen, daß die regionalen Konflikte, von denen die Vereinigten Staaten sprechen, die Schöpfung
der aggressiven und interventionistischen Politik der Regierung dieses
Landes ist".)
29. Oktober
Die Führer der sieben Widerstandsparteien, zu denen die Vereinigung
der islamischen Mujahedin Afghanistans zählt, eine im Mai gebildete Koalition, sagten auf einer Pressekonferenz in New York, daß sie den Sitz bei
den Vereinten Nationen forderten, der von dem "Marionettenregime" in Kabul
innegehalten werde. Der Sprecher Gulbuddin Hekhmatyar sagte, die Vereinigung stelle "die einzig wahre Vertretung unseres Landes dar" und sie habe
"nichts mit den Russen zu besprechen ohne deren bedingungslosen, vollständigen Abzug" militärischer Truppen. In einem an den UN-Generalsekretär
adressierten Brief vom 24. Oktober baten sie ihn darum, ihr Streben nach
Anerkennung als Vertreter Afghanistans zu unterstützen und baten um eine
Untersuchungskommission der Vereinten Nationen, die ihr Land besuchen
sollte, um über die "zahllosen Greueltaten" zu berichten, die von den Sowjets und der Regierung in Kabul verübt werden.
31. Oktober

�31. Oktober
Radio Kabul zufolge wird beim Iran gegen zwei Angriffe an der Grenze
protestiert. Der Bericht behauptet, daß am 3. Oktober etwa 300 bis 400
Mitglieder der "Hezbollah und der Jamiat-e Islami-Banden zusammen mit einer Reihe von iranischen Revolutionsgarden in der Gegend von Qezaleslam
die Sicherheitsstreitkräfte der DRA angriffen". Die Übertragung gibt weiterhin an, daß der Grenzposten in der Gegend von Shershari in der Nacht
des 25. Oktober von Granatwerfern und rückstoßfreien Geschützen aus iranischem Hoheitsgebiet getroffen wurde, die zwei Menschen töteten und zwei
weitere verletzten.
4. November
Ein Sprecher des Außenministeriums in Washington berichtet, daß der
Gefreite der sowjetischen Armee, der am 31. Oktober das Botschaftsgelande
der Vereinigten Staaten betreten hatte, um Asyl zu suchen, dieses freiwillig wieder verließ, nachdem eer von den sowjetischen Behörden die Zusicherung erhalten hatte, daß er kein Verbrechen begangen habe und nach Hause
in die Sowjetunion zurückkehren könne. Alexander V. Sukanow, der 19jährige Posten beim Hauptquartier des afghanischen Radios in der Nähe der Botschaft, erklärte, er sei mit seinem Leben in Afghanistan unzufrieden. Der
Soldat erhielt die Zusicherung, es würden alle Anstrengungen unternommen,
um ihm in den Vereinigten Staaten Asylrecht zu verschaffen. Er entschied
sich nach zweimaligen Unterredungen mit dem sowjetischen Botschafter im
Beisein amerikanischer Beamter zum Verlassen der Botschaft.
12. November
Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten verabschiedet in Ergänzung voraufgegangener Arbeit des Senats eine Resolution, die "die Absicht
des Präsidenten unterstützt, die amerikanische Besorgnis über die sowjetische Präsenz in Afghanistan mit den führenden Männern der Sowjetunion zu
diskutieren...". Der Kongreß antwortete hiermit auf Präsident Reagans Ansprache vom 24. Oktober an die Generalversammlung der Vereinten Nationen,
in der er sagte, er werde während seines Treffens mit dem sowjetischen
Staatsoberhaupt Gorbatschow am 19. und 20. November eine regionale Priedensinitiative in Afghanistan und in vier weiteren Ländern vorschlagen
(siehe hierzu auch 24. Oktober).
13. November
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beendet eine dreitägige
Debatte mit einem protokollierten Mehrheitsbeschluß, der den Abzug "ausländischer Truppen" aus Afghanistan fordert und sich für die Wiederherstellung der Unabhängigkeit des Landes einsetzt. Die Abstimmung verläuft
mit 122 zu 19 Stimmen bei 12 Enthaltungen. Es handelt sich hierbei um die
siebte Resolution der Generalversammlung seit der sowjetischen Invasion
von 1979.

20. November

�20. November
Ein Sonderbericht zur Lage der Menschenrechte in Afghanistan, der zur
Vorlage bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorbereitet worden war, stellt fest, daß "die Lage der Menschenrechte in Afghanistan weit
davon entfernt sei, sich zu verbessern und sich im Jahr 1985 weiter verschlechtert habe". Von der Gemeinschaft der Welt und "den direkt beteiligten Parteien" wird die dringende Aufnahme von entsprechenden Maßnahmen
erwartet. "Jede verlorene Stunde gereicht der Bevölkerung und der Situation der Menschenrechte im Land zum Schaden".
Der Bericht wurde von Dr. Felix Ermacora, Professor der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, erstellt, der nach einer Resolution des
Wirtschafts- und Soazialrates von der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen zum besonderen Berichterstatter ernannt worden war. Der Bericht wird im Dezember vom Ausschuß für soziale, humanitäre und kulturelle
Fragen für eine mögliche Betrachtung und Verwendung in der Generalversammlung diskutiert werden (das Komitee billigte den Bericht am 6. Dezember).
Ernacoras Bericht nimmt indirekt Bezug auf das Regime Babrak Karmals
in Kabul und auf die Sowjetunion: "Die Regierung geht mit Hilfe ausländischer Truppen streng gegen Gegner oder verdächtige Gegner des Regimes
vor, ohne dabei Menschenrechtsverpflichtungen zu respektieren... Als Ziele dienen besonders die Zivilbevölkerung, die Dörfer und die landwirtschaftliche struktur".
Der Bericht vermerkt "Vorgehensweisen" wie "wahllose Massaker an Zivilisten, besonders Frauen und Kindern" und "den zunehmenden Gebrauch schwerer Waffen mit höchstmöglicher zerstörerischer Wirkung", ebenso wie "systematische Diskriminierung" nicht-kommunistischer
Parteimitglieder und das "Nicht-Akzpetieren von Mitgliedern der afghanischen Widerstandsbewegung als Kriegsgefangene. Um Zivilisten vor den Gefahren der Kämpfe zu schützen, empfiehlt Ermacora die Einrichtung "neutraler Zonen unter internationaler Beobachtung".
21. November
Nach den Genfer Gesprächen vom 19. und 20. November zwischen Präsident
Reagan und Generalsekretär Gorbatschow wurde eine gemeinsame amerikanisch-sowjetische Erklärung herausgegeben. Obwohl Afghanistan darin nicht
ausdrücklich genannt wurde, stellt die Erklärung an einer Stelle fest:
"Angesichts der Tatsache, daß der Gedankenaustausch hinsichtlich regionaler Fragen auf Expertenebene sich als nützlich erwiesen hat, kamen sie
überein, einen solchen Austausch auf regelmäßiger Basis fortzuführen".
Präsident Reagan wies in seinen Bemerkungen zur Herausgabe der Erklärung
darauf hin, daß das Problem der Zusammenarbeit bei der Lösung regionaler
Konflikte noch zu lösen sei. Generalsekretär Gorbatschow sagte anläßlich
einer Pressekonferenz dazu: "Wir haben im Prinzip nichts gegen die Diskussion nationaler Probleme hier oder dort oder dagegen, Wege zu finden, wie
wir dazu beitragen können, Dinge wieder ins Lot zu setzen. Gleichzeitig
betonen wir aber weiterhin, daß wir eben dies ohne Einmischung in die inneren Angelegenheiten irgendeines Landes tun werden".
Außenminister Shultz

�Außenminister Shultz berichtete Genfer Journalisten gegenüber, daß Afghanistan "in angemessenem Umfang" bei einer "sehr guten Diskussion über
regionale Probleme" behandelt werde. Ein höherer Beamter der Administration sagte in einem Informationsgespräch zu Genfer Journalisten, daß das
Problem Afghanistan "intensiver angegangen werden müsse, dabei jedoch weniger sichtbar, als das bisher der Fall war. Ich denke, daß hierfür Hoffnung besteht". Ein sowjetischer Sprecher sagte am 20. November gegenüber
Reportern, daß Moskau seine Truppen abziehen wolle und nach einem Weg
suche, das unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen auch zu tun.
23. November
In seiner wöchentlichen Radioansprache nimmt Präsident Reagan auf Afghanistan Bezug, indem er auf sein jüngstes Zusammentreffen mit Generalsekretär Gorbatschow eingeht: "In unseren Gesprächen nahmen regionale Konflikte eine wichtige Rolle ein, und wir werden sehr genau nach irgendwelchen Veränderungen sowjetischer Aktivitäten in der Dritten Welt Ausschau
halten. Eine weitere noch nachhaltende Abstimmung der Generalversammlung
der Vereinten Nationen hat gerade den sowjetischen Rückzug aus Afghanistan
gefordert. Im nächsten Monat wird eine neue Gesprächsrunde zu diesem Problem stattfinden, ebenfalls unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Wenn diese Gespräche Erfolg haben sollen, müssen die Sowjets einen Zeitplan für ihren Rückzug vorlegen und anerkennen, daß die Freiheitskämpfer nicht besiegt werden können". (Reagan nimmt Bezug auf die von
Diego Cordovez, dem stellvertretenden Generalsekretär der Vereinten Nationen, geleiteten Genfer Gespräche vom 16. bis 20. Dezember).
Anfang Dezember
Einem Bericht aus Kandahar zufolge wurden 20 sowjetische Soldaten wegen Befehlsverweigerung und Ablehnung des Angriffs auf Truppen des Widerstandes hingerichtet. Angeblich behaupteten sie, daß nur Truppen der Demokratischen Republik Afghanistan (DRA) gegen die Widerstandsbewegung
kämpfen sollten.
3. Dezember
Zeitungsartikel aus Islamabad berichten, daß afghanische Mujahedin
entweder am oder um den 25. November südlich des Salang-Tunnels zwei sowjetische Nachschub-Konvois getroffen haben, und in einem Angriff 16 Tanklastzüge und in einem weiteren 20 Lastwagen zerstört haben. Westliche
Diplomaten berichten über vereinzelte Kämpfe in der Provinz Paktia, bei
denen zwei afghanische Armeehubschrauber abgeschossen wurden sowie die
Wiederaufnahme schwerer Kämpfe in Kandahar, wo Mujahedin Teile der Stadt
besetzt halten.
11. Dezember
Radio Kabul berichtet, daß bei einer starken Bombenexplosion in der
Nähe des Ministeriums für Zivilluftfahrt und der technischen Hochschule am
8. und 9. Dezember 30 Personen getötet und mehr als 100 verletzt wurden.
12. Dezember

�12. Dezember
Die im Mai gebildete Vereinigung afghanischer Widerstandsparteien, die
Vereinigung islamischer Mujahedin Afghanistans, verkündete in Peshawar die
weitere Ausweitung ihrer Organisationsstruktur, um den Krieg in Afghanistan weiter zu verfolgen. In den Bereichen Politik, Information, Kultur, Gesundheit, Erziehung und Flüchtlingsangelegenheiten sind einem Kommunique zufolge Komitees gebildet worden. Der Sprecher der Vereinigung,
Gulbuddin Hekhmatyar, antwortete auf eine Frage, daß "unsere gegenwärtig
bestehende Verbindung wie eine Regierung aufgebaut ist. Endgültige Entscheidungen darüber sind noch nicht gefällt".
13. Dezember

i

Die Vereinigten Staaten haben erklärt, daß sie bereit sind, als Garant
einer verhandelten afghanischen Lösung zu fungieren, wenn das Abkommen den
Abzug sowjetischer Truppen aus dem Land umfasst. Der stellvertretende Außenminister John C. Whitehead sagt in einer in Washinton gehaltenen Rede:
"Wir haben den Generalsekretär der Vereinten Nationen schriftlich von unserer Bereitschaft informiert, eine angemessene Rolle als Bürge im Zusammenhang mit einem umfassenden und ausgewogenen Abkommen zu spielen". Unter Hinweis auf die am 16. Dezember unter dem stellvertetenden Generalsekretär Diego Cordovez wiederaufgenommenen Gespräche sagt er: "Wir haben unsere Bereitschaft bekundet, das Instrument der entworfenen Garantien anzunehmen, das Herr Cordovez den beteiligten Parteien und uns vorgelegt hat,
vorausgesetzt, daß die zentrale Frage des sowjetischen Truppenabzugs und
seiner Verbindung zu den anderen Instrumenten gelöst wird". (Die bis
jetzt geführten Verhandlungen sehen ein Abkommen zwischen Vertretern der
Regierung Pakistans und Kabuls vor, bei dem die Vereinigten Staaten und
die Sowjetunion als Bürgen fungieren).
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat zum ersten Mal seit
der sowjetischen Invasion von 1979 eine Resolution verabschiedet, in der
sie "tiefe Besorgnis" über die fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen in
Afghanistan ausdrückt. Die Abstimmung verlief mit 80 zu 22 Stimmen bei 40
Enthaltungen. Die Versammlung entschied auf der Basis des Berichts der
Menschenrechtskommission, erstellt von Dr. Felix Ermacora. (Siehe hierzu
auch 20. November).
15. Dezember
Etwa 400 Angehörige des Hazara-Stammes, die für Einheiten der DRAMiliz angeworben worden waren, laufen gemeinsam zur Widerstandsbewegung in
der Nähe von Ghazni über. Die Miliz war erst in jüngster Zeit aufgestellt
und mit Kalaschnikows ausgerüstet worden, die Mitglieder erhielten den
Lohn für sechs Monate im voraus. Kurz darauf legen 250 reguläre Soldaten
der DRA - zu der die Miliz gehört - ihre Waffen nieder, nachdem sie von
Mujahedin umzingelt worden waren. Ein Soldat der DRA wird getötet.
19. Dezember
Die in diesem Jahr dritte Sitzung der von den Vereinten Nationen un-

�Vereinten Nationen unterstützten direkten Gespräche über Afghanistan, die
am 16. Dezember in Genf begannen, werde für zwei bis drei Monate ausgesetzt, so der stellvertretende Generalsekretär Cordovez. Er berichtete
bei einer Pressekonferenz in Genf, daß seine gesonderten Gespräche mit den
Außenministern von Pakistan und des Regimes in Kabul über eine umfassende
Regelung eine "Wand des Mißtrauens" zwischen den beiden Parteien sähen,
die erst überwunden werden müsse, bevor Verhandlungen über das letzte ungelöste Hauptproblem fortschreiten könnten. Dieses Problem, das er als
"zentral und sehr wichtig" bezeichnete, ist der Abzug sowjetischer Truppen
aus Afghanistan und die Beziehung der drei anderen entworfenen Instrumente
oder Teile eines Abkommens. Er sagt, die drei Instrumente des Dokuments
zur Einigung seien praktisch fertiggestellt (Nicht-Einmischung und NichtIntervention, Rückkehr afghanischer Flüchtlinge, internationale Garantien). Er weist darauf hin, daß die Vereinigten Staaten angeboten haben,
als Garant für eine umfassende Einigung zu fungieren.
Die sechste und letzte Sitzung der Gesprächsrunde (die seit 1982 einmal im Jahr abgehalten wird) bezeichnete Cordovez als "sehr schwierig".
"Es wurde wiederum die Frage der Gestaltung der Gespräche aufgeworfen, die
ungelöst bleibt" und "es gibt große Meinungsverschiedenheiten darüber".
Kabul fordert wiederum, daß die Gespräche direkt mit dem Vertreter
Pakistans durchgeführt werden, aber Pakistan erkennt Babrak Karmals Regime
nicht an. Der Vertreter der Vereinten Nationen, der den Generalsekretär
persönlich vertritt, sagte, er habe beiden Parteien Vorschläge zur Gestaltung der Gespräche unterbreitet und er erwarte, daß die Gespräche Ende
Februar oder Anfang März wieder aufgenommen werden könnten.
21. Dezember
In Ghazni schössen Mujahedin einen DRA-Hubschrauber ab, wobei alle Insassen, zu denen ein Russe zählte, getötet wurden.
In Paktia griffen Mujahedin Einheiten der DRA in der Gegend von
Alikehl (Jaji) an und töteten oder verwundeten 25 Soldaten; bei dem Angriff wurden drei Mujahedin getötet. Die Sowjets üben Vergeltung, indem
sie nahegelegene Dörfer bombardieren.
22. Dezember
In der Provinz Panjsher greifen Mujahedin sowjetische Stellungen bei
Peshgor an und töten dabei 23 sowjetische Soldaten, beschädigen zwei Kettenfahrzeuge und zwei Lastwagen. Vier Mujahedin, einschließlich eines
ortsansässigen Kommandeurs, Mohammad Gada, werden getötet.
26. Dezember
Das Regime in Kabul verkündet eine Anzahl von Stellen auf Kabinettsebene, um den Eindruck zu geben, daß die DRA ihre Basis ausweitet. Aber
Informationen über sechs Stelleninhaber lassen klar erkennen, daß die neuen Gesichter so neu nicht sind. Eine Person, die zum stellvertretenden
Premierminister ernannt worden war, hatte bereits als stellvertretender
Minister für die Klein- und Nahrungsmittelindustrie gearbeitet, andere,
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�gearbeitet, andere, die zu Ministern ohne Geschäftsbereich, stellvertretenden Ministern oder Leitern staatlicher Komitees ernannt worden waren,
fungierten bereits in verschiedenen Ministerien als Vertreter des Regimes. Einer von ihnen, ein ehemaliger Leiter von Radio Afghanistan, war
früher der Vorsitzende der Gesellschaft für afghanisch-sowjetische Freundschaft.
Ein sowjetischer Hubschrauber wird angeblich in der Nähe von Charikar
in der Provinz Parwan abgeschossen, als es am 25. Dezember zwischen
Mujahedin und sowjetischen/DRA-Streitkräften zu Zusammenstößen kommt.
27. Dezember
Präsident Reagan bestätigte in einer Erklärung anläßlich des sechsten
Gedenktages der sowjetischen Invasion in Afghanistan wiederum die Unterstützung der Vereinigten Staaten für das afghanische Volk in seinem Kampf
gegen die Sowjets und das Marionettenregime der DRA.
Wie er sagte, haben die Vereinigten Staaten seit 1980 mehr als 430
Millionen Dollar an Hilfe für die jetzt in Pakistan lebenden afghanischen
Flüchtlinge gezahlt. Weiterhin hätten die Vereinigten Staaten im momentanen Zwei Jahresrahmen den tapferen Menschen, die in Afghanistan bleiben,
fast 25 Millionen Dollar Unterstützung zukommen lassen. Laut Präsident
Reagan sehen sich diese Menschen immer schwierigeren Bedingungen in ihrem
Land gegenüber, die weitgehend auf die verstärkten sowjetischen Angriffe
gegen Zivilisten zurückzuführen sind, die verdächtigt werden, dem System
feindlich gegenüberzustehen.
Westliche Diplomaten berichten, daß der Gedenktag in Kabul ohne größere Operationen dsr Mujahedin verging. Dennoch gab es weiter Raketenangriffe auf Darulaman - dem Gebiet der sowjetischen Botschaft, Wohngebiet
von Diplomaten und Standort des Verteidigungsministeriums. Eine andere
sowjetische Enklave, Microrayon, wurde in der Nacht vom 27. auf den 28.
Dezember angegriffen.
28. Dezember
In Herat schließen sowjetische und DRA-Truppen die Stadt ein und stoßen in der Nähe des Mawafaq-Hotels, ehemals ein erstklassiges Hotel genau
in der Stadtmitte, mit Mujahedin zusammen. Auf jeder Seite werden sechs
oder acht Kämpfer getötet oder verwundet.
31. Dezember
Mujahedin greifen einen Suchtrupp von sowjetischen und DRA-Soldaten in
der Nähe von Bagh-e-Omumian an und töten 25 Soldaten der Sowjets und der
DRA. Die sowjetische Luftwaffe bombardiert den Shikarpur-Bazaar im Stadtzentrum, wobei es zahlreiche Todesfälle gibt.
1. Januar
Mujahedin lauern einem aus 17 Lastwagen bestehenden Konvoi in der Nähe
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�der Nähe des Salang-Tunnels auf, der unter anderem gerade in der Sowjetunion gedrucktes afghanisches Geld transportiert.
3. Januar
Ein stundenlang andauerndes Gefecht im und um den Arg-Palast gibt zu
Gerüchten Anlaß, daß es eine Spaltung innerhalb der Partei gibt, ähnlich
wie beim Feuergefecht im vergangenen September, das zur Verstärkung der
sowjetischer Garden vor dem Palast führt.
6. Januar
i

Sowjetische Truppen beschossen das Quazi Beg-Gebiet in Kandahar; sechs
Zivilisten wurden dabei getötet und eine Reihe von Häusern zerstört.
7. Januar
Westlichen Diplomaten zufolge wurden in der vergangenen Woche vier Generäle der afghanischen Armee verhaftet, weil sie angeblich Informationen
über einen geplanten sowjetischen Angriff auf Ahmed Shah Masud, den berühmten Führer des Widerstands im Panjsher-Tal, weitergegeben hatten.
10. Januar
Die 16. Islamische Außenministerkonferenz in Fez in Marokko bekräftigte erneut ihre Verpflichtung gegenüber den Mujahedin und forderte den sofortigen, totalen und bedingungslosen Abzug aller ausländischer Truppen
aus Afghanistan. Sie forderte zudem dringliche Anstrengungen, um die Achtung vor den unveräußerlichen nationalen Rechten des afghanischen Volkes,
seine eigene Regierungsform zu bestimmen und sein wirtschaftliches, politisches und soziales System ohne irgendeine Einmischung oder Zwang von außen zu wählen. Der Delegation der Afghanischen Widerstandsallianz, geführt von Sayed Ahmed Gailani von der Nationalen Islamischen Front wurde
ein de facto Beobachterstatus zugewiesen.
12. Januar
Am sechsten Jahrestag der Einsetzung der afghanischen Geheimpolizei Khad - wurde sie in den Status eines Ministeriums, des Ministeriums für
Staatssicherheit, angehoben.
13. Januar
Eine Gruppe von Widerstandskämpfern, als Polizeioffiziere getarnt,
griff das Polizeihauptquartier der Provinz Kandahar an.
Eine Mujahedin-Einheit griff einen Militärbus auf der Straße zwischen
Stadt und Flugplatz an. Das Fahrzeug wurde in Brand gesteckt und rund 10
Soldaten wurden getötet, weitere 10 verwundet.

16. Januar
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�16. Januar
Mujahedin griffen in Paghman eine sowjetische Einheit an und beschädigten einen Panzer, wobei sie fünf Soldaten töteten. Ein sowjetisch-afghanische Einheit von 200 Mann durchsuchte ein Dorf in dem Distrikt und
verschleppte zwei junge Frauen, wobei den Berichten zufolge sieben weitere
getötet wurden, die Widerstand leisteten.
18. Januar
Das Regime verkündete, daß der Revolutionsrat um 79 neue Mitglieder
verstärkt worden sei. Viele davon seien keine Parteiangehörigen, doch
standen praktisch alle seit langer Zeit mit dem Regime in irgendeiner Weise in Verbindung.
19. Januar
Nördlich von Ghazni schössen Mujahedin zwei Flugzeuge ab, zerstörten
sechs Panzer und nahmen im Verlauf mehrerer Kampfhandlungen über eine Zeit
von acht Tagen acht Sowjets gefangen. Als Vergeltung führten sowjetischafghanische Hubschrauber gegen mindestens drei Dörfer Vergeltungsschläge
aus. zwei Moscheen wurden zerstört und eine große Zahl von Häusern dem
Erdboden gleichgemacht; über 100 Menschen wurden dadurch obdachlos.
20.-27. Januar
In Kabul richteten die Medien des Regimes ihre ganze Aufmerksamkeit
auf das Programm von zwanzig westlichen Journalisten, die am 20. Januar in
Kabul angekommen waren. Die Gruppe traf sich mit mehreren Ministern,
machte den üblichen Besuch in Bagrami, um ländliche potemkinsche Dörfer
vorgeführt zu bekommen und wurde dann zu einem eintägigen Besuch nach
Jallalabad. Am 26. Januar traf die Gruppe mit Babrak Karmal zusammen.
27. Januar
Mujahedin griffen den Flugplatz von Kabul mit Raketen und schwerem Maschinengewehrfeuer an; Berichten zufolge urde zumindest ein Zivilist getötet.
29. Januar
In der Nähe des Kunartals wurden zwei Hubschrauber durch Bodenfeuer
abgeschossen.
2. Februar
Ein Armeekonvoi wurde in der Nähe von Chamkani in der Provinz Paktia
angegriffen, wobei 15 Soldaten getötet bzw. verwundet wurden.
4. Februar
Mujahedin lauerten in der Nähe von Andkoi in der Provinz Fariab einem
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�Fariab einem Militärkonvoi auf; 10 bis 15 Soldaten wurden getötet, 17 gefangengenommen .
6. Februar
Mujahedin lauerten in der Nähe von Nahrin in der Provinz Baghlan einem
Militärkonvoi auf. Rund ein Dutzend Panzer und Panzerwagen wurden zerstört bzw. verlassen, sieben Offiziere und eine Vielzahl sowjetischer und
afghanischer Soldaten getötet.
7. Februar
über dem Logar-Tal wurde ein Hubschrauber abgeschossen und bei Rabatak
in der Nähe von Pul-e-Khumri ein Lebensmittelkonvoi überfallen.
«
10. Januar
Zusammenprall zwischen Mujahedin und sowjetischen Streitkräften in der
Provinz Farah bei der Grenze zu Iran. Berichten zufolge wurden 14 Panzer
und Panzerfahrzeuge zerstört.
Ein afghanischer Brigadegeneral, der der Polizeiakademie in Kabul zugeteilt worden war, lief zusammen mit seiner Familie zur anderen Seite
über.
18. Februar
Schwere Gefechte gab es seit Ende Januar in der Nähe von Nazyan in der
Provinz Nangarhar zur Grenze nach Pakistan. Sowjetische Streitkräfte, die
zunächst nur in Reserve gehalten worden waren, wurden später in direktere
Kampfhandlungen einbezogen, als sie versuchten, die Versorgungslinien der
Widerstandsbewegung zu unterbrechen.
20. Februar
Ein der Polizeiakademie in Kabul zugewiesener Oberst lief nach
Pakistan über.
Berichten der vergangenen zwei Wochen zufolge gab es wiederholt Hubschrauberangriffe gegen Dörfer in der Nähe der Stadt Herat. Mehrere Dörfer und deren Bewässerungssysteme sollen dabei systematisch zerstört worden sein.
22. Februar
Mujahedin um Kabul schössen nach dem 20. Februar innerhalb von drei
Tagen drei sowjetische Hubschrauber ab. Infolgedessen schössen die sowjetischen Flugzeuge, die den dortigen Flugplatz benutzten, verstärkt
Leuchtraketen ab.

23. Februar
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�23. Februar
Babrak Karmal flog nach Moskau, um dort, wie es hieß, am 27. Parteikongreß teilzunehmen.
26. Februar
Di&lt;; Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen veröffentlichte
ihren zweiten Bericht über die Lage in Afghanistan. Felix Ermacora, Leiter der Untersuchungen, kam zu dem Schluß, daß die einzige Lösung des Problems der Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan der Abzug der ausländischen Truppen sei.
De: Bericht schätzt, daß es 1985 rund 35 000 Tote bzw. Verwundete unter der Zivilbevölkerung gegeben hat. Er verwies darauf, daß die häufige
Brutalität der ausländischen Truppen zu den folgenden schrecklichen Vorkommnissen geführt hat: Massaker an rund 100 Zivilisten in dem Dorf
Lachapjr in der Provinz Nangarhar Januar/Februar 1985; nach einem Angriff
auf das Dorf Kho; in der Provinz Nangarhar am 27. Dezember 1985 wurden 16
Zivilisten gefesselt und aus einem fliegenden Hubschrauber geworfen.
6. März
Bei einem Mujahedinangriff in der Nähe von Baghlan wurden ein Divisionskommandeur der afghanischen Armee verwundet sowie ein Oberst und fünf
Soldaten getötet.
Einem Berich aus Jallalabad zufolge wurden 600 Jugendliche des
Afridi-Stammes an der Grenze zu Pakistan von den Sowjets ausgebildet und
ausgerüstet, um die Mujahedin zu bekämpfen. Bei ihrem ersten Kampf in der
Nähe von Nazyan in der Provinz Nangarhar stellten sich die Afridi jedoch
gegen die Sowjets und töteten, unterstützt von den Mujahedin, viele von
ihnen. Danach entkamen die Afridi über die Berge in ihr Heimatgebiet entlang der Grenze zu Pakistan südlich des Khaiber-Passes.
10. März
Sowjetische Bodentruppen, von Panzern und Hubschraubern unterstützt,
beendeten eine fünftägige Durchsuchung des Logar-Tales, angefangen bei
Kabul 3is hin nach Ghazni. Sie entdeckten geringe Lebensmittel- und Waffenvorräte, doch gab es keine Berichte über Kampfhandlungen mit den
Mujahelin.
14. März
Seit zwei Wochen schwere Kämpfe in und um Kandahar. Berichten zufolge
wurden vier Hubschrauber und zwei Düsenflugzeuge abgeschossen, ein afghanischer Major und bis zu 70 Askari (Soldaten des afghanischen Regimes) gefangengenommen.

16. März
- 13 -

�16. März
Eine zweitägige Anhörung zum Thema Afghanistan gab es in Oslo: zu den
afghanischen Teilnehmern gehörten die Kommandeure zweier der sieben größten Wiederstandsgruppen, die die Allianz in Peschawar bilden. Auch ein
desertierter sowjetischer Soldat, der sieben Monate lang in Afghanistan
diente, sagte als Zeuge aus. Er erklärte, die sowjetische Armee unterscheide nicht zwischen Widerstandskämpfern und Zivilisten.
20. März
Außenminister Shultz sagte in einer Erklärung zur Feier des afghanischen Neujahrstages am 21. März^ es könne erst eine Lösung der Krise in
Afghanistan geben, wenn die Rote Armee abziehe. Er erklärte, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, die Sache des heldenhaften afghanischen
Widerstandes so lang zu unterstützen, wie es nötig sei, um die Unabhängigkeit und Freiheit Afghanistans wiederherzustellen.
22. März
Abdul Hakami, Kommandeur der Mujahedin, wurde bei einem Hinterhalt im
Dorf Qarah Bagh getötet. Die Mujahedin griffen als Vergeltung eine Stellung der afghanischen Armee beim Dorf Qallah Kuhna an und töteten über 40
Soldaten.
30. März
Präsident Babrak Karmal flog Berichten zufolge zu medizinischer Behandlung nach Moskau.
31. März
Mujahedin griffen einen von etwa 40 Regierungssoldaten bemannten
Posten in einem Tal bei Khost an. Obgleich die meisten der Soldaten getötet wurden, gab es auch auf Seiten der Mujahedin große Verluste, da der
Posten mit Minen abgesichert war.
Ein sowjetischer Hubschrauber wurde durch Bodenfeuer bei Bazarak im
Panjsher-Tal abgeschossen; ein sowjetischer Offizier wurde getötet.
1. April
Ein sowjetischer Hubschrauber wurde in der Provinz Logar durch schweres Maschinengewehrfeuer abgeschossen. Alle vier Besatzungsmitglieder
wurden getötet.
2. April
In der Provinz Nangarhar wurden drei Hubschrauber abgeschossen.

4. April
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�4. April
Sowjetische and afghanische Einheiten begannen mit einem Angriff auf
Zhawar im Khost-Gebiet der Provinz Paktia unmittelbar jenseits der Grenze
im pakistanischen Waziristan, wo sich einer der Hauptnachschubwege der
Mujahedin befindet. Als stärkste Mujahedin-Basis bekannt und mit unterirdischen Bunkern und Flugabwehr ausgerüstet, hatte sie vorangegangenen Angriffen des sowjetischen und afghanischen Militärs widerstanden.
6. April
Eine Autobomoe explodierte am Nachmittag in der Nähe des Kabul-Hotels
und verwundete 22 Zivilisten. Das afghanische Regime machte die Mujahedin
verantwortlich, obgleich nicht wenige Afghanen der Ansicht waren, es habe
sich um einen ungeschickten Versuch des Regimes gehandelt, das Ansehen der
Mujahedin zu beschmutzen.
8. April
Beim Polytechnischen Institut im Südwesten Kabuls explodierte eine
Bombe und richtete an dem Gebäude Schäden an, ohne jedoch zu Verletzten
oder Toten zu führen. Die Bombe könnte von Mujahedin gelegt worden sein,
um eine Sltestenversammlung zu stören, die dort abgehalten wurde.
9. April
Unterstützt durch Mujahedin, die selbst von Peschawar hereikamen, töteten die Verteidiger von Zhawar rund 600 Infanteristen der Regierungstruppen oder nahmen sie gefangen. Die Truppen waren nach Bombardements,
die eineinhalb Tage gedauert hatten, mit Hubschraubern gelandet.
Flugzeuge bombardierten mehrere Dörfer in der Nähe von Maidanshahr in
der Provinz Wardak; im Anschluß führten sowjetische und afghanische Truppen, die mit Hubschraubern gelandet waren, Suchaktionen durch. Sie verlegten Minen in Feldern, auf Wegen und auf Pfaden, die zu den Dörfern führen.
10. April
Bei Kämpfen um Khost wurden ein Panzer zerstört und 30 Regierungssoldaten getötet. In der vergangenen Woche gab es schwere Kämpfe in diesem
Gebiet, wobei Berichten zufolge 9 Hubschrauber in der Provinz Paktia abgeschossen wurden. Bei einem Hubschrauberabsturz kam ein hoher sowjetischer
Berater um. Bei der Garnison in der Provinzhauptstadt Gardez kam es Berichten zufolge zu schweren Kämpfen mit den sowjetischen Truppen, die die
meisten Angriffe selbst leiteten.
Mujahedin griffen eine Stellung der Regierungsstreitkräfte nördlich
Kabuls an. Gewehrfeuer und Bomben auf die Dörfer und Berge der Umgebung
waren die Antwort. Über 30 Soldaten der afghanischen Armee liefen mit ihren Waffen zu den Mujahedin über.
17. April
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�17. April
Mujahedin griffen einen afghanisch-sowjetischen Posten nahe Charikar
an. Die Afghanen gaben auf und wandten sich selbst gegen die anwesenden
Sowjets. Vier Sowjets wurden getötet und zwei gefangengenommen.
Mujahedin griffen einen Militärposten im Haji Arab-Gebiet von Kandahar
an; 20 Soldaten wurden getötet bzw. verwundet.
19. April
Mujahedin überfielen einen sowjetisch-afghanischen Militärkonvoi bei
Mukur auf der Landstraße von Ghazfti nach Kalat. Reisenden zufolge, die
später durch dieses Gebiet kamen, lagen ausgebrannte sowjetische Panzerfahrzeuge und Lastwagen ein bis zwei Kilometer die Landstraße entlang verstreut.
20. April
Sowjetisch-afghanische Truppen, bestehend aus vielen afghanischen und
nur einem sowjetischen Regiment, nahmen Zhawar nach schweren Kämpfen ein.
Die Basis wurde überrannt, nachdem sich die Mujahedin angesichts schwerer
Artillerie und Luftangriffe zurückzogen, die allerdings auch die Sowjets
12 Hubschrauber und Flugzeuge kosteten. Auf beiden Seiten gab es Berichten zufolge Hunderte von Toten, wobei die Mujahedin rund 300 afghanische
Soldaten gefangennahmen.
21. April
Premierminister Sultan Ali Kishtmand flog nach Moskau, um dort Babrak
Karmal zu treffen, was zu Spekulationen über einen bevorstehenden Führungswechsel Anlaß gab. Offiziell diente der Besuch Kishtmands dazu, den
afghanischen Fünfjahresplan mit den Sowjets zu besprechen.
22. April
Sowjetisch-afghanische Truppenm zogen sich aus Zhawar zur Garnison in
Khost zurück.
Die Mujahedin, die noch immer in der Nähe gelegene Stützpunkte besetzt
hielten, rückten vor. Gefangene afghanische Soldaten wurden eingesetzt,
um die Minenfelder zu säubern, die die sowjetisch-afghanischen Truppen angelegt hatten.
23. April
Der Vorsitzende des Ministerrats in Afghanistan, Sultan Ali Kishtmand,
kehrte aus Moskau zurück, nachdem er dort Wirtschafts- und Handelsabkommen
sowie ein Wirtschaftsprotokoll mit der Sowjetunion für die Jahre 1986-1990
unterzeichnet hatte.
24. April

�24. April
Mujahedin nahmen in der Nähe von Sang Kot in der Shomali-Region nördlich von Kabul vier sowjetische Soldaten gefangen.
Mujahedin griffen bei Chamkani in der Provinz Paktia einen Militärposten an, wobei sie fünf Soldaten und einen Leutnant töteten.
Nach einer zweiwöchigen Unterbrechung ihrer Flüge gelang es der afghanischen Fluglinie endlich wieder, einen Flug nach Kabul durchzuführen.
25. April
Premierminister Keshtmand stand an der Spitze einer großen Delegation
nach Khost, zu der auch der ehemalige Geheimdienstchef Najibullah und Verteidigungsminister Nazar Mohammad gehörten. Das afghanische Fernsehen
zeigte, wie sie Orden an Soldaten verteilten, die an den dortigen schweren
Kämpfen teilgenommen hatten.
27. April
Babrak Karmal blieb in Moskau und erschien auch nicht bei den Revolutionsfeierlichkeiten am 27. April in Kabul, wo die Plätze der Ehrentribüne
von dem ehemaligen Geheimdienstchef Najibullah, Premierminister Keshtmand
und Politbüromitglied Noor Ahmad Noor eingenommen wurden. Die Hauptrede
hielt Verteidigungsminister Nazar Mohammad.
Mujahedin zerstörten zwei Hubschrauber auf der Landebahn des Mazar-iSharif-Flughafen in der Provinz Balkh. Bei Kämpfen mit der 18. Division
der afghanischen Armee wurden 14 ihrer Angehörige getötet.
1. Mai
Babrak Karmal kehrte nach fast einmonatigem Aufenthalt in Moskau nach
Kabul zurück. Am Flughafen gab es weder einen offiziellen Empfang noch
eine Zeremonie.
2. Mai
Babrak Karmal erschien nicht zur Eröffnung der dreitägigen Sitzung des
Zentralkomitees der Partei.
Mit ungewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen riegelten afghanische Truppen
in Kabul einen großen Teil der Stadt um den Arg-Palast, die Residenz des
Premierministers und Sitz des Zentralkomitees ab. Sowjetische Truppen bezogen an den wichtigsten Punkten in der Nähe des Palasts Stellung.
3. Mai
Am späten Nachmittag bezogen sowjetische Luftlandetruppen Stellung um
die sowjetische Siedlung Microrayon, das sowjetische Krankenhaus und die
sowjetische Botschaft. Mangelnde Informationen seitens des afghanischen
- 17 -

�des afghanischen Rundfunks und Fernsehens ließen Gerüchte über den Tod
Babrak Karmals aufkommen.
4. Mai
Radio Kabul meldete, daß der afghanische Präsident Babrak Karmal als
Vorsitzender der Kommunistischen Partei Afghanistans zurückgetreten sei,
jedoch den niedrigeren Rang als Präsident des Revolutionsrates beibehalte.
Premierminister Kishtmand verlas Karmals Erklärung vor dem Parteiplenum,
das einstimmig Dr. Najibullah, den Sekretär des Zentralkomitees, zum Nachfolger ernannte.
Bei gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie in den vorangegangenen Nächten bewachten zwei mit sowjetischen Soldaten bemannte leichte Panzer den
Arg-Palast bis in den frühen Morgen.
5. Mai
In Genf begann die siebente Runde der von den Vereinten Nationen unterstützten Stellvertretergespräche zwischen Pakistan und Afghanistan.

* * * * *

- 18 -

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'VON

AMERIKA DIENST
4

Wissenschaft und Technik

18. Juni 1986

22

AUSGEWOGENHEIT DER TRÄGERSYSTEME FÜR US-RAUMFAHRTPROGRAMM
Nationale Akademie der Wissenschaften empfiehlt Bau moderner
Raketen für unbemannte Projekte -

- (AD) - Mit "höchster Priorität" sollten die Vereinigten Staaten Ausgewogenheit zwischen Startgeräten für unbemannte und für bemannte Raumfahrtmissionen schaffen, um nach dem CHALLENGER-Unglück den Zugang zum
Weltraum sicherzustellen. Das fordert das Gremium für Weltraumforschung
des Nationalen Forschungsrates (NRC) der USA, des wichtigsten Organs der
Nationalen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie für
Technik. Der Vorsitzende des Gremiums für Weltraumforschung, Thomas
Donahue, brachte auf einer Pressekonferenz am 21. Mai 1986 die schon seit
Jahren bestehenden Besorgnisse über die Entscheidung zur Sprache, den Bau
von sogenannten Verlustgeräten für den Start wissenschaftlicher Satelliten, d.h. von nicht bergungs- und wiederverwendungsfähiger Trägerraketen,
auslaufen zu lassen.
Diese Entscheidung habe dazu geführt, daß seit den letzten Starts
wichtiger Forschungssatelliten wie z.B. der beiden VOYAGER-Sonden im Jahr
1977 mindestens ein Jahrzehnt verstreiche, bis die nächsten vergleichbaren
Missionen unternommen werden können, zu diesen zählten GALILEO, das auf
zehn Jahre aktiven Einsatz ausgelegte Hubble-Weltraumteleskop und das Projekt ULYSSES.
GALILEO, bestehend aus einem Orbiter für den Planeten Jupiter und vier
seiner Monde, dazu einer Sonde zur Erforschung der Jupiteratmosphäre, das

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Jupiteratmosphare, das Hubble-Teleskop und die deutsch-amerikanische Sonde
ULYSSES hätten in diesem Jahr vom Shuttle aus gestartet werden sollen.
Nach dem CHALLENGER-Unglück dürften sich die beiden erstgenannten Projekte
um mindestens 18 Monate verzögern. ULYSSES wird wahrscheinlich erst Mitte
1988 oder gar erst Mitte 1989 auf die sechsjährige Reise gehen können, bis
die Sonde die vorgesehene Bahn zur Beobachtung der beiden Polregionen der
Sonne erreicht. Donahue zufolge waren für die nächsten zwei Jahre insgesamt sieben komplette wissenschaftliche Missionen vorgesehen, eine Anzahl
weiterer in der Folgezeit.
In der vom NRC-Gremium veröffentlichten Erklärung wird u.a. festgestellt, daß Mitte der sechziger Jahre von den Vereinigten Staaten fünf bis
sechs wissenschaftliche Satelliten pro Jahr gestartet wurden. Ein Maßstab
für die Zuverlässigkeit und Aktivität des amerikanischen Raumfahrtprogramms vor 1980 sei die Tatsache, daß in dieser Zeit neun interplanetare
Geräte auf den Weg gebracht wurden, die noch immer wertvolle Daten aus dem
Weltraum übermitteln. Zu ihnen zähle die Sonde VOYAGER 2, die im Januar
1986 aufsehenerregende Fotos und Meßdaten vom Planeten Uranus zur Erde
funkte und sich jetzt auf einem Kurs befindet, auf dem sie in drei Jahren
den Planeten Neptun passieren wird.
In der Erklärung des NRC-Gremiums heißt es u.a.: "Seit 1974 blieb das
Jahresbudget für das zivile Raumfahrtprogramm nahezu konstant bei 7,5 Milliarden Dollar (inflationsbereinigt). Demgegenüber waren die Zuweisungen
Mitte der sechziger Jahre, auf dem Höhepunkt des APOLLO-Programms, dreimal
so hoch... Nach dem APOLLO-Projekt versäumte es die Nation, klare Ziele
für ihr Raumfahrtprogramm zu nennen. Dennoch versuchte sie, ein Aktivitätsniveau zu erlangen, das erheblich über der Grenze lag, die durch die
tatsächlich verfügbaren Mittel gegeben war.
Das große neue Programm in der bemannten Raumfahrt, das in den siebziger Jahren genehmigt wurde, war der Raumtransporter - als einziges nationales System für den Zugang zum Weltraum gedacht, von dem man letztlich
auch erwartete, daß es sich wirtschaftlich selbst trägt. Später stoppten
darauf basierende Schritte die Beschaffung von Einweg-Trägergeräten, noch
ehe der Raumtransporter ein bewährtes, zuverlässiges System geworden war.
Sie verhinderten die planvolle Entwicklung modernerer unbemannter Startsysteme und ermutigten zur Planung von zwei ehrgeizigen wissenschaftlichen
Missionen - GALILEO und ULYSSES. Der Raumtransporter sollte in einer Weise benutzt werden, die seine Leistungsfähigkeit bei den ersten Versuchen,
überaus wichtige wissenschaftliche Satelliten zu starten, einer harten
Probe unterziehen würde. Diese Entscheidungen führten dazu, daß unbemannte Raumfahrtmissionen samt Weltraumforschung von bemannten Geräten, insbesondere vom Raumtransporter, in einer Weise abhängig wurden, die für beide
Aspekte des Raumfahrtprogramms ernste Probleme verursachte..."
Donahue wollte diese Stellungnahme jedoch nicht als Gegnerschaft des
Gremiums gegen den bemannten Raumflug verstanden wissen. "Die meisten von
uns sind überzeugt", sagte er, "daß es im Orbit Funktionen gibt, die vom
Menschen im Interesse von Forschung und Technik sehr gut auszuüben sind,
beispielsweise in der Werkstofftechnik, in den Lebenswissenschaften, beim
Einholen, bei der Wartung, beim Wiederinstandsetzen von Satelliten. Der

�Satelliten. Der Raumtransporter wird in Zukunft gebraucht, um Menschen
zur Raumstation und zurück zu befördern." Jedoch sei ein bemanntes Raumfahrzeug wie der Space Shuttle für manche anderen Funktionen eben nicht
geeignet. Das gelte z.B. für den Start von Planetensonden, da die komplizierte Prozedur "die Sicherheit unserer Astronauten und den Erfolg wissenschaftlicher Missionen unnötig gefährdet".
In der Erklärung des NRC-Gremiums für Weltraumforschung heißt es wörtlich: "Als eine Sache von höchster Priorität in einem wieder mit Leben
erfüllten nationalen Raumfahrtprogramm, das eine realistische Unterstützung erfährt, fordern wir dringend die Aufstellung einer ausgewogenen
Flotte von Trägergeräten, die den(Zugang zum Weltraum für alle in unserem
nationalen Weltraumprogramm verlangten Aktivitäten gewährleistet. Die
Merkmale dieser Trägergeräte sollten vom Bedarf und den Erfordernissen aller potentiellen Benutzer bestimmt werden - Militär, Wirtschaft und Weltraumforschung. Wir empfehlen die rasche Anschaffung von Transport- und
Startsystemen, die den Einsatz von Menschen ermöglichen, wo diese gebraucht werden und besonders effektiv sein können, die aber ebenso die
Verwendung unbemannter Geräte als Träger der Wahl für andere Missionen zulassen. Eine Politik, die nur die Verwendung vorhandener kommerzieller
Einweg-Trägergeräte im Auge hat, wäre keine angemessene Reaktion auf diese
Empfehlung... Die Ziele der bemannten und unbemannten Elemente des Raumfahrtprogramms sollten nicht derart vermischt werden, daß der Nutzeffekt
von beiden verringert wird. Damit riskierten wir, unsere wissenschaftliche und technologische Führungsrolle im Weltraum zu verlieren."
In Forscherkreisen dringe man darauf, so Donahue, die NASA (US-Behörde
für Luft- und Raumfahrt) in Konstruktion und Auftragsvergabe für den Bau
von "Verlust"-Raketen einzuschalten, die große wissenschaftliche Nutzlasten zu transportieren vermögen. Ahnliches sei seitens des amerikanischen Verteidigungsministeriums bereits in Angriff genommen, um für
Nutzlasten, die der nationalen Sicherheit dienen, solche Träger zu entwikkeln. Die amerikanischen Luftstreitkräfte orderten zehn unbemannte Raketen in der Größenordnung des Shuttle-Trägersystems, von denen die ersten
im Jahr 1988 ausgeliefert werden sollen. Die 60 m hohe Rakete (TITAN 34
D7), die von der Firma Martin Marietta Aerospace gebaut wird, soll große
militärische Satelliten in Umlaufbahnen bis zu 36 000 km Höhe befördern.
Eine wichtige Basis für die unmittelbare Zukunft des bemannten Raumfahrtprogramms, verbunden mit der bestmöglichen Gewährleistung von Sicherheit für die Astronauten, wird der Bericht der Rogers-Kommission über die
Ergebnisse ihrer Untersuchung der CHALLENGER-Katastrophe sein, über langfristige Aspekte der Raumfahrt äußerte sich inzwischen die vom Weißen Haus
eingesetzte "Nationale Raumfahrtkommission" (National Commission on
Space), die am 23. Mai dem Präsidenten und dem amerikanischen Kongreß ihre
im Verlauf eines Jahres ausgearbeiteten Empfehlungen unterbreitete. In
dem 200 Seiten umfassenden Bericht werden eine erste Kolonie auf dem Mond
für das Jahr 2005 und eine erste Marskolonie für das Jahr 2015 anvisiert.
Bis zum Jahr 2030 sollte der Etat der NASA auf 40 Milliarden Dollar aufgestockt werden, empfiehlt die Kommission. Wissenschaft, Technik und
Wirtschaft auf der ganzen Erde würden von dem Bestreben profitieren,
menschliche Aktivitäten immer stärker auf Ziele im Weltraum zu richten.
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              <text>&lt;strong&gt;1. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Strategische Modernisierungsprogramme&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Fakten des Weißen Hauses -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chronologie der Ereignisse in Afghanistan&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Oktober 1985 - Mai 1986 -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ausgewogenheit der Trägersysteme für US-Raumfahrtprogramm&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Nationale Akademie der Wissenschaften empfiehlt Bau moderner Raketen für unbemannte Projekte -&lt;/em&gt;</text>
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