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                  <text>AMERIKA DIENST

2 6 . März 1986

12

I N H A L T

DOKUMENTATION
Weinberger;

Sowjetische SS-25-Rakete verletzt SALT I und II

- Vorwort zu "Die sowjetische Militärmacht 1986" -

Nitze;

Verbündete unterstützen SDI-Forschung

- Rede vor der Vereinigung für Verteidigungsbereitschaft -

Abrahamson;

Bündnisstaaten wünschen verstärkt Mitarbeit an

SDI-Forschung
- Pressekonferenz in Würzburg -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Wahrheit über Drogen - eine wirksame Waffe
- Neue UN-Konvention soll Zerschlagung der Händlerkartelle
erleichtern -

* * * * * *

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Tel.: 0228-339 2035
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�AMERIKA DIENST
VON

4

Dokumentation

26. März 1986

12

Weinberger:

Sowjetische SS-25 verletzt SALT I und II

- Vorwort zu "Die sowjetische Militärmacht 1986" -

WASHINGTON - (AD) - Verteidigungsminister Weinberger schreibt in seinem Vorwort zu "Die sowjetische Militärmacht 1986", daß die Sowjetunion
mit der Stationierung neuer Interkontinentalraketen vom Typ SS-25 im vergangenen Jahr "die Welt mit weiteren Beweisen für ihr intensives Streben
nach militärischen Offensivwaffen konfrontierte, mit denen sie ihre politischen Ziele gegenüber dem Westen zu unterstreichen in der Lage sind".
Die Stationierung der SS-25 verletze den SALT II-Vertrag und die Art und
Weise der Aufstellung liefe SALT I zuwider.
Das Vorwort hat folgenden Wortlaut:
Bereits bei seiner Einführung im Jahr 1981 hat "Die sowjetische Militärmacht" sofort die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen
und wurde als ein ausführlicher, ehrlicher und zuverlässiger Bericht über
militärische Entwicklungen innerhalb der sowjetischen Streitkräfte betrachtet. Der Bericht lieferte Informationen, die von den Sowjets selbst
nicht zugänglich gemacht werden. Aufeinanderfolgende Ausgaben haben detailliert die laufenden Entwicklungen auf militärischem Gebiet in der Sowjetunion beschrieben und stützten sich dabei auf die Meinung, daß freie
und informierte Menschen überall am besten die Vorzüge und Programme be-

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�Programme beurteilen können, die ihre Regierungen erarbeitet haben, um
der sowjetischen Herausforderung zu begegnen - einer Herausforderung, der
sich alle freien Nationen gegenübersehen.
Im Gegensatz zu den Bürgern der Sowjetunion können die Völker demokratischer Nationen ihr Recht ausüben und Entscheidungen ihrer jeweiligen
Regierungen in Frage stellen. Die Entscheidungsfindung in der Sowjetunion unterliegt jedoch keiner Überprüfung oder Erörterung durch die Öffentlichkeit. Die sowjetische Führungsspitze kann einen großen Prozentsatz des Bruttosozialprodukts für Verteidigungsprogramme ausgeben - ein
Preis, den keine westliche Nation zu zahlen bereit wäre oder sich in
Friedenszeiten aufbürden müßte. Die Gewinne, die sich daraus für das sowjetische Militär ergeben, können nicht übersehen oder ignoriert werden
und sollten im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Sicherheit der
freien Welt betrachtet werden. Um jetzt und in den nächsten Jahren ein
vollständiges und genaues Urteil über die sowjetische Herausforderung zu
ermöglichen, liefert die nun vorliegende Ausgabe von "Die sowjetische Militärmacht" Informationen über Trends beim sowjetischen Militär.
Mit der anfänglichen Stationierung mobiler Interkontinentalraketen
(ICBM) vom Typ SS-25 in einsatzfähigen ICBM-Regimentern im Jahr 1985 konfrontierte die Sowjetunion die Welt mit weiteren Beweisen für ihr intensives Streben nach militärischen Offensivwaffen, mit denen sie die politischen ziele der Sowjetunion gegenüber dem Westen zu unterstreichen in
der Lage ist. Die Stationierung der SS-25 verletzt SALT II und die Art
und Weise der Aufstellung läuft SALT I zuwider.
Die Einführung der neuen, in hohem Maße überlebensfähigen und mobilen
SS-25-Raketen der fünften Generation begann, als die Stationierung der
silogestützten SS-18 Mod 4 Interkontinentalraketen der vierten Generation
ihrem Ende zuging. Gleichzeitig wurden die Testabschüsse der auf Schienen fahrbaren SS-X-24-lnterkontinentalraketen der fünften Generation
fortgeführt. Vorbereitungen sind auch für Testflüge dreier Interkontinentalraketen der Zukunft im Gange, die auf den Fähigkeiten der vierten
und fünften Generation aufbauen. Bis Mitte der neunziger Jahre werden
fast alle der im Augenblick von der Sowjetunion stationierten strategischen nuklearen Angriffswaffen - Interkontinentalraketen (ICBM), unterseebootgestützte ballistische Raketen (SLBM) und bemannte strategische
Bomber - durch neue, ausgefeiltere strategische Kernwaffensysteme ersetzt
worden sein.
Gleichzeitig mit den offensiven strategischen Entwicklungen des Jahres 1985 ist die Sowjetunion bei ihren modernen strategischen Verteidigungssystemen weitergekommen. Die Konstruktion von neuen Uber-HorizontRadarsystemen und von Radargroßanlagen mit phasengesteuerter Abtastung,
die in der Lage sind, mit verbesserter Genauigkeit mehrere Ziele aufzufinden, wurde fortgeführt. In dem rings um Moskau in Stellung gebrachten
Raketenabwehr- oder ABM-System befanden sich zwei neue Klassen von silogestützten Abwehrflugkörpern im fortgeschrittenen Teststadium. Noch
wichtiger ist die Tatsache, daß weiterhin Forschungsarbeiten durchgeführt
- 2-

�Forschungsarbeiten durchgeführt wurden, die für die Errichtung eines landesweiten ABM-Systems notwendig sind. Im Jahr 1985 hat die Sowjetunion
weiter an modernen strategischen Veteidigungs- und Weltraumprogrammen gearbeitet, die sich hauptsächlich mit der Entwicklung von Hochenergielasern, wuchtabhängigen Waffen, Hochfrequenzwaffen und Teilchenstrahlwaffen
beschäftigten. Diese Programme haben bereits bodengestützte Laser im
Entwicklungsstadium hervorgebracht, die gegen Satelliten eingesetzt werden können. Bis Mitte der achtziger Jahre wird die Sowjetunion wohl soweit fortgeschritten sein, daß sie Laser zum Abschuß von Raketen im Flug
testen wird.
In den vergangenen fünf Jahren haben aufeinanderfolgende Ausgaben von
"Die sowjetische Militärmacht" das fortschreitende Wachstum und die Modernisierung der sowjetischen Streitkräfte aufgezeigt, quer durch das gesamte Spektrum der Strategischen Raketen-Streitkräfte, Land-, Luft- und
Seestreitkräfte und der Luftabwehrstreitkräfte.
- im Laufe dieser fünf Jahre sind die sowjetischen Landstreitkräfte erheblich ausgeweitet worden und das Konzept der Verwendung großer
Landstreitkräfte-Einheiten, die fast zweimal so groß wie Panzer-Divisionen sind, wird zur Zeit daraufhin untersucht, ob Operationen
schnell und in großem Stil durchgeführt werden können.
- Kampfpanzer vom Typ T 64, T 72 und T 80 wurden dem sowjetischen operativen Bestand von etwa 52 600 Panzern in einer Größenordnung von
etwa 2 300 Panzern pro Jahr hinzugefügt.
- Seit 1981 hat die Sowjetunion etwa 3 800 neue Jagdflugzeuge und Abfangjäger für ihre Luftstreitkräfte und 47 neue Uberwasserkampfschiffe für ihre expandierenden Seestreitkräfte produziert.
- Die Anzahl der stationierten, mobilen SS-20-Abschußeinrichtungen, deren Raketen mit drei Mehrfachgefechtsköpfen (MIRV) ausgestattet sind,
hat sich von 250 im Jahr 1981 auf 441 im Jahr 1985 erhöht, was eine
Zunahme von 750 auf 1 323 nukleare Gefechtsköpfe darstellt, wobei
weitere Gefechtsköpfe auf Nachladeflugkörpern zur Verfügung stehen,
die bereitstehen, Ziele in Europa, dem Mittleren Osten und Asien auf
Entfernungen bis zu 5 000 Kilometern anzugreifen.
Im Hinblick auf die Zukunft gibt es keine Anzeichen dafür, daß Moskau
den Prozentsatz der Mittel verringert, die für die sowjetischen Streitkräfte bereitgestellt werden, oder etwa die industriellen Fähigkeiten,
die für die fortlaufende Modernisierung der Streitkräfte aufgewendet werden: die Forschung und Entwicklung sowie den Diebstahl westlicher Technologie, die für Generationen von Waffensystemen benötigt wurden, oder
den Einsatz für verbesserte Bereitschaft, Mobilität und Ausdauer zur Unterstützung sowjetischer Truppen sowie die fortgesetzten Machtdemonstrationen außerhalb der sowjetischen Grenzen. Durch jede einzelne dieser
Maßnahmen wächst die sowjetische Militärmacht weiter an
•
Entwicklungen im
- 3 -

�Entwicklungen im vergangenen Jahr:
- Die Sowjets haben, zusätzlich zur Stationierung der SS-25, weiterhin
die schienenfahrbaren Interkontinentalraketen SS-X-24 getestet.
- Das vierte TYPHOON-Unterseeboot und das dritte Unterseeboot der DELTA
IV-Klasse, beide mit strategischen ballistischen Raketen ausgerüstet,
liefen vom Stapel und vergrößern die Zahl der leistungsfähigeren und
weitreichenden SLBMs mit Mehrfachgefechtsköpfen (MIRV) der sowjetischen Unterseeflotte. Zusätzliche Einheiten sind im Bau. Eine noch
neuere Klasse strategischer Raketen-Unterseeboote wird der Streitmacht wahrscheinlich Anfang der neunziger Jahre hinzugefügt werden.
- Zusätzliche Einheiten der neuen bemannten strategischen Uberschallbomber vom Typ BLACKJACK wurden gebaut, um an ausgefeilten Testflügen
dieses neuen Bombers teilzunehmen, die nukleare Marschflugkörper des
Typs AS-15 mit einer Reichweite von 3 000 Kilometern tragen wird.
Gleichzeitig wurden neue BEAR-H Bomber hergestellt, von denen etwa 40
gegenwärtig als Träger der AS-15 Marschflugkörper dienen.
- Die vermehrte Stationierung der strategischen luftgestützten Marschflugkörper wurde von ausgefeilten Tests see- und bodengestützter Varianten dieser Plugkörper begleitet. In den kommenden zehn Jahren
werden die Sowjets wahrscheinlich 2 000 bis 3 000 dieser nuklearen
Marschflugkörper stationieren und somit eine völlig neue Dimension
breitgefächerter, offensiver, strategischer und nuklearer Fähigkeiten
schaffen.
- Mit der fortgesetzten Stationierung der Boden-Luft-Rakete vom Typ
SA-10 und dem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium der neuen Luftabwehrraketen-Abschußeinrichtungen (SAM) des Typs SA-X-12 arbeitet die
Sowjetunion weiterhin an der landesweiten Stationierung fortschrittlicher Systeme, die nicht nur die Luftabwehrfähigkeiten gegen bemannte Bomber, sondern auch Fähigkeiten gegen Marschflugkörper und einige
Arten von Raketen besitzen.
- Der neue Flugzeugträger von 65 000 BRT der sowjetischen Marine, der
die halbe Verdrängung und Flugzeugtransportkapazität der Flugzeugträger der KIEW-Klasse hat, ist vom Stapel gelaufen und wird gegenwärtig
in Vorbereitung ihrer ersten Seeerprobungen Ende der achtziger Jahre
ausgerüstet.
- Beide Generationen sowjeticher Raumfahrzeuge sind bei ihren Testflügen mit neuen Mittellast-Startraketen, die bemannte Weltraumflugzeuge
in eine Umlaufbahn tragen können, zunehmend erfolgreich. Im Augenblick werden Tests an der Schwerlast-Startrakete durchgeführt, die
sowjetische Raumfähren und Weltraumstationen mit einer Nutzlast von
über 100 Tonnen in Umlaufbahnen bringen können.

Der Mach-2, ein

�- Der Mach-2, ein Uberlegenheitsjäger mit Allwetterfähigkeit vom Typ
Su-27/FLANKER ist einsatzfähig geworden und fällt zusammen mit dem
MiG-29/FULCRUM in die neue Generation hochentwickelter sowjetischer
Kampfflugzeuge.
In jedem Jahr hat Moskau im Rahmen seiner Kampagne, Technologie der
freien Welt auf legalem oder illegalem Wege zu erhalten, Tausende von
westlichen Ausrüstungsgegenständen und mehrere zehntausend nicht-geheimer, geheimer und gesetzlich geschützter Dokumente erhalten. Fast jedes
militärische Forschungsprojekt der Sowjets - gut über 4 000 jährlich Ende
der siebziger und über 5 000 Anfang der achtziger Jahre - profitiert von
diesen Dokumenten. Einige sowjetische Bewaffnungen und Ausrüstungen, denen eine Schlüsselposition zukommt, basieren wenigstens teilweise auf
Technologien der freien westlichen Welt. Als Beispiele hierfür mag die
look-down/shoot-down Fähigkeit der neuen Su-27/Flanker und Mig-29/Fulcrum-Kampflugzeuge dienen, die neuen Hubschrauber vom Typ Mi26/HALO,
die zum Transport von schwerem Gerät ausgerüstet sind, und die roll-on/roll-off Fähigkeit sowjetischer Handelsschiffe, die Operationen der Seestreitkräfte unterstützen. Die Aufnahme von Technologien der freien
westlichen Welt nimmt so sehr überhand, daß die Vereinigten Staaten und
andere freie Nationen faktisch die militärische Aufrüstung der Sowjetunion unterstützt haben. In der Erkenntnis dieses neuralgischen Punktes
haben die Nationen der freien westlichen Welt zusammengearbeitet, um sowjetischen Versuchen zum Erwerb westlicher Technologie entgegenzuwirken.
"Die sowjetische Militärmacht 1986" liefert eine neue, zuverlässige
Beurteilung der sowjetischen Entwicklungen in weltweiten, kriegsschauplatzgebundener und konventioneller Hinsicht, der diesen Entwicklungen
zugrundeliegenden Doktrin und der strukturen, die die sowjetischen
Streitkräfte unterstützen. Die diesjährige Ausgabe geht im einzelnen auf
die sowjetische Nichteinhaltung von Rüstungskontrollvereinbarungen ein
und auf die Bedrohung des Friedens, die durch die sowjetische Rolle in
regionalen Konflikten entsteht. Die Aggression der Sowjets oder ihrer
Vertreter in Afghanistan, Kambodscha, Angola, Äthiopien und Nicaragua
darf nicht außer Acht gelassen werden.
Schließlich berichtet "Die sowjetische Militärmacht 1986" über Maßnahmen und Programme der Vereinigten Staaten und über die Schritte, die
wir oder unsere Verbündeten unternommen haben, um der fortgesetzten sowjetischen Herausforderung zu begegnen. Der Bericht legt auch die zur
Modernisierung unserer nuklearen Abschreckung unternommenen Schritte dar,
die Fähigkeiten unserer konventionellen Streikräfte sowie unsere Forschungsbemühungen bei der Strategischen Verteidigungsinitiative. Wir
hoffen, daß eines Tages die Bedrohung einer nuklearen Massenvernichtung
drastisch abgebaut und schließlich ganz ausgeschaltet werden kann. Um
dieses Ziel zu verfolgen, müssen wir weiterhin alle notwendigen Schritte
unternehmen, um Frieden und Freiheit zu erhalten.

* * * * * *
- 5-

�«fc° s *&lt;

AMERIKA DIENST
Dokumentation

"VON"**

26. März 1986

12

NITZE:

VERBÜNDETE UNTERSTÜTZEN SDI-FORSCHÜNG

- Rede vor der Vereinigung für Verteidigungsbereitschaft -

WASHINGTON - (AD) - In einer Rede vor der Amerikanischen Vereinigung
für Verteidigungsbereitschaft hat der Sonderberater des Präsidenten und
des Außenministers für Abrüstungsfragen, Paul Nitze, am 18. März erklärt,
daß die Verbündeten die Beharrlichkeit Präsident Reagans bei der Forschung für die Strategische Verteidigungsinitiative sowie den amerikanischen Widerstand gegenüber sowjetischen Bemühungen in Genf, das SDIForschungsprogramm von vorneherein zu verbieten, unterstützen.
Die Rede Nitzes hat folgenden Wortlaut:
In den drei Jahren, die seit dem Beginn des SDI-Forschungsprogramms
verstrichen sind, haben Sie schon beeindruckende Fortschritte bei Ihren
Untersuchungen von Technologien erzielt, die für die strategische Verteidigung gegen einen Angriff mit ballistischen Raketen von Nutzen sein
könnten. Anläßlich dieses Essens zu Ehren derer, die heute abend für besondere technische Leistungen in bezug auf die strategische Verteidigung
ausgezeichnet werden, drücken wir unsere Anerkennung für den technischen
Erfindergeist und die Beiträge von Forschungsteams und Einzelpersonen
aus, die eine Schlüsselrolle bei diesen innovativen Forschungsbemühungen
spielen. Aufgrund der Anstrengungen ihrer wissenschaftlich-technischen
Gemeindschaft haben die Vereinigten Staaten gute Gründe für die Annahme,
daß die SDI-Technologie das Versprechen für eine machbare, überlebensfä-

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�machbare, überlebensfähige und kostenwirksame Verteidigung in sich
birgt. Sollte dieses Versprechen zur Realität werden, so werden die Vereinigten Staaten sich Elementen der Verteidigung widmen, mit deren Hilfe
ein sichereres und zuverlässigeres Mittel zur Sicherstellung von Abschreckung und weltweiter Sicherheit im 21. Jahrhundert zur Verfügung gestellt werden kann.
Technologische Innovationen, wie die von uns heute abend hier anerkannten, widerspiegeln den freien, offenen und wettbewerbsorientierten
amerikanischen Geist. Die Erzielung herausragender Leistungen in Wissenschaft und Technik, in der Kunst und im Staatsdienst hat lange Zeit unsere Bemühungen als Volk gekennzeichnet. Die gebündelte Wirkung unserer
außenpolitischen Leistungen, wie sie vorige Woche im Bericht von Präsident Reagan an den Kongreß skizziert worden sind und die Wirkung unserer
Technologie haben uns in unseren Bemühungen, eine gerechte und sichere
Weltordnung zu schaffen und zu erhalten, eine Führungsrolle einnehmen
lassen. Die Arbeit, die von uns heute abend geehrt wird, bildet eine der
Grundlagen für diese Führungsrolle in der Welt. Der fundamentale Unterschied zwischen unserer Arbeit auf dem Gebiet der Forschung für die strategische Verteidigung und ähnlicher Arbeit in der Sowjetunion wird zum
Beispiel in der seit langem von uns gespielten konstruktiven Rolle bei
der Suche nach Frieden und der Unterstützung von repräsentativen Institutionen in der ganzen Welt deutlich sowie in der defensiven Natur unserer
Verteidigungskonzeption und unserer Sicherheitsvorkehrungen.

Die Notwendigkeit von SDI
Unser Bedarf für das SDI-Forschungsprogramm läßt sich zusammenfassen,
indem wir uns kurz der Ursprünge dieses Programms erinnern. Die Rede des
Präsidenten vom März 1983 drückte seine starke Überzeugung aus, nach der
wir die Basis unserer gegenwärtigen Verteidigungskonzeption überprüfen
sollten, um herauszufinden, ob wir Aggressionen nicht dadurch abschrecken
könnten, daß wir der Verteidigung ein größeres Gewicht einräumen anstatt
uns so sehr auf die Androhung vernichtender atomarer Vergeltung zu verlassen. Diese Überzeugung reflektiert sowohl unsere Enttäuschung über
die Verschlechterung des strategischen Gleichgewichts seit der Unterzeichnung des SALT I-Vertrages als auch unsere Hoffnung, daß neue defensive Technologien negative Entwicklungen auf dem Gebiet strategischer Offensivwaffen abmildern können.
Die Vereinigten Staaten sind von der Annahme ausgegangen, daß die im
ABM-Vertrag festgelegte Begrenzung von Verteidigungsmitteln die Grundlage
für weitere Verhandlungen bilde, und diese zu bedeutenden Reduzierungen
bei den Offensivwaffen führen würde. Die Theorie war einfach: wenn beide
Seiten überlebensfähige atomare Vergeltungswaffen auf einem annähernd
gleichen Niveau besäßen und beide Seiten andererseits schutzlos gegenüber
den atomaren Fähigkeiten der jeweils anderen Seite wären, dann würde keine Seite einen Anreiz für einen Erstschlag besitzen, unter welchen Umständen auch immer. Wenn eine Seite einen Erstschlag auslösen würde.

�auslösen würde, dann könnte sie niemals hoffen, der Vergeltung des Gegners zu entgehen. Deshalb würden stabile und bedeutende Verringerungen
auf gleiche Fähigkeitsniveaus die Sicherheit beider Seiten verbessern.
Stattdessen zeigten die Sowjets jedoch wenig Bereitschaft, Maßnahmen
zuzustimmen, die zu sinnvollen Begrenzungen oder Einschnitten bei den im
Rahmen von SALT II ermöglichten atomaren Offensivpotentialen führen würden. Innerhalb des durch SALT I und SALT II gezogenen Rahmens dislozierten die Sowjets eine große Anzahl von mit Mehrfachgefechtsköpfen ausgerüsteten ballistischen Raketen von ausreichender Sprengkraft und Zielgenauigkeit, um die Grundvoraussetzung des SALT-Prozesses dadurch zu verletzen, daß eine reale Bedrohung für die Uberlebensfähigkeit des gesamten
landgestützten Teils des amerikanischen Vergeltungspotentials geschaffen
wurde. Das Wachstum der sowjetischen atomaren Fähigkeiten im allgemeinen
und die Asymmetrie der Gegenschlagfähigkeiten im besonderen stehen der
Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten fundamental entgegen.
Zusätzlich hat die Sowjetunion ein umfassendes Programm von Forschung, Entwicklung und Stationierung einer strategischen Luftverteidigung und einer ballistischen Raketenabwehr auf der Basis gegenwärtig existierender Techniken weitergeführt. Einige Ergebnisse dieser Arbeit, zum
Beispiel das Radarsystem von Krasnojarsk, stellen eine Verletzung bestehender Rüstungskontrollverpflichtungen dar. Außerdem unternehmen die Sowjets ein energisches Forschungs- und Entwicklungsprogramm zur Abwehr
ballistischer Raketen, das auf fortschrittlichen Technologien basiert.
Bezeichnenderweise haben sich die Sowjets jahrelang mit Forschungsund Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Laserwaffen, Teilchenstrahlwaffen, Radiofrequenzwaffen und Waffen mit kinetischer Energie für eine
landgestützte und raumgestützte strategische Verteidigung beschäftigt.
Dies sind einige derselben Technologiebereiche, in denen Sie das SDIForschungsprogramm untersuchen und gegen die die Sowjetunion eine massive
Propagandakampagne eingeleitet hat. Die sowjetischen Arbeiten in diesen
Bereichen erstrecken sich klar auf angewandte Forschung und Entwicklung
und nicht nur auf Grundlagenforschung, wie sie uns glauben machen wollen. Das sowjetische landgestützte Laser-System in Sary Shagan, zum Beispiel, könnte potentiell sowohl für eine Abwehr ballistischer Raketen als
auch für Antisatelliten-Operationen angewendet werden.
Wir sollten uns nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß die sowjetischen Offensiv- und Defensivfähigkeiten reale Bedrohungen für die
Sicherheit des Westens darstellen. Unsere Arbeit hinsichtlich SDI ist
weitgehend eine Reaktion auf das unverminderte Anwachsen dieser Bedrohung, insbesondere während der letzten 20 Jahre. In SDI sehen wir sowohl
neue Fähigkeiten als auch einen neuen Ansatz zur Korrektur des sich verschlechternden strategischen Gleichgewichts.
Unsere Zustimmung zum ABM-Vertrag basierte auf der Einsicht, wonach
jede Verteidigung - nach dem damaligen Stand der Technik - durch zusätz-

�durch zusätzliche Offensivsysteme überwunden werden konnte, zu geringeren
Kosten, als dies mit der zusätzlichen Bereitstellung von ausgleichenden
Verteidigungssystemen der Fall wäre. Heute gibt es jedoch neue Technologien, die unsere Ansichten über die Kostenwirksamkeit von strategischen
Verteidigungssystemen umkehren könnten. Das Zielüberlappungsexperiment
(Homing Overlay Experiment) stellt ein Symbol dafür dar, daß neue Technologien auf das Gebiet strategischer Verteidigungssysteme anwendbar sind.
Vor 15 Jahren war für eine ABM-Abfangvorrichtung ein nuklearer Gefechtskopf notwendig, um einen ankommenden Flugkörper beim Eindringen in die
Atmosphäre zu vernichten. Erst vor zwei Jahren demonstrierte das Zielüberlappungsteam die Fähigkeit, einen eindringenden Flugkörper durch präzises Abfangen und direktes Auftreffen zu zerstören.
Wenn die SDI-Forschung die Machbarkeit von überlebensfähigen und
kostenwirksamen Verteidigungssystemen beweist, dann werden die Vereinigten Staaten die Möglichkeit haben, die Führung des SDI-Programms zu überprüfen. Wenn wir an diesem Zeitpunkt angelangt sind, werden wir, nach
Konsultationen mit unseren Verbündeten, mit der Sowjetunion diskutieren
und, wenn notwendig, über Veränderungen im strategischen Verteidigungssystem im Einklang mit den Artikeln XIII und XIV des ABM-Vertrages verhandeln. Diese Möglichkeit enthält das Versprechen, daß das strategische
Gleichgewicht wieder in einer Weise stabilisiert werden kann, die die Sicherheit des Westens mit größerem Vertrauen bis ins nächste Jahrhundert
erhalten wird. Zusätzlich hat die Möglichkeit einer erfolgreichen SDIForschung eine wichtige Rolle dabei gespielt, die Sowjets an den Genfer
Verhandlungstisch zurückzubringen, wo wir versuchten und und immer noch
versuchen, strategisch bedeutsame Reduzierungen bei offensiven Atomwaffen
zu erreichen.

SDI und die Genfer Verhandlungen
Die Vereinigten Staaten haben sich voll und ganz dem SDI-Forschungsprogramm verpflichtet, das in völliger Übereinstimmung mit dem ABM-Vertrag durchgeführt wird. Bei den Genfer Verhandlungen über nukleare und
Weltraumwaffen wollen die Vereinigten Staaten das Verhältnis zwischen Angriff und Verteidigung diskutieren und gemeinsam mit der Sowjetunion herausfinden, wie ein gemeinsamer Übergang zu einem mehr auf Verteidigung
gestützten System erzielt werden kann, sollten sich Defensivtechnologien
als realisierbar erweisen.
In der vierten Verhandlungsrunde gab es in der sowjetischen Haltung
zum Thema Verteidigung und Weltraum keine nennenswerte Bewegung.
Gorbatschows Vorschlag vom 15. Januar enthielt keine Hinweise auf einen
Umschwung ihres Beharrens auf einem Verbot von SDI. Die Sowjets sind bei
dieser letzten Verhandlungsrunde nicht auf die Tagesordnungspunkte der
Vereinigten Staaten eingegangen und haben es vorgezogen, ihre eigennützigen und unannehmbaren Vorstellungen von "Angriffswaffen im Weltraum" und
"zielgerichteter Forschung" voranzutreiben. Sie würden gern die Fähigkeiten und die Forschung der Vereinigten Staaten durch Definitionstricks

�durch Definitionstricks unterbinden, ohne dabei Einschränkungen bei ihren
eigenen Waffensystemen und ihrer Forschung hinzunehmen.
Die Vereinigten Staaten können die eigennützige sowjetische Auffassung von "Angriffswaffen im Weltraum" nicht akzeptieren, die am Boden
stationierte Systeme einschließt, die so konstruiert sind, daß sie Objekte im Weltraum zerstören können und auch solche Systeme im Weltraum, die
Ziele im Weltall oder auf der Erde zerstören können. Dieser Definition
liegt ein subjektives Urteil über den Zweck, zu dem ein System konstruiert wurde, zugrunde. Die Sowjets haben klargemacht, daß sie sich selbst
alleine das Recht vorbehalten, solche Urteile zu fällen. Die Haltung der
Vereinigten Staaten besagt, daß ein Abkommen sich auf bestimmte Systeme
beziehen muß und daß Beschränkungen sich auf konkrete Fähigkeiten stützen
müssen, nicht auf subjektive Beurteilungen von Absichten.
Die Arbeit über Fragen der Verteidigung und des Weltraums in Genf
kann solange nicht vorankommen, bis die Sowjets ihre Definition aufgeben. Darüber hinaus kann die Arbeit bei START keine Fortschritte machen,
bis die Sowjets nicht die Verknüpfung zwischen einem Fortschritt bei den
START-Verhandlungen und einer vorangehenden Übereinkunft mit den Vereinigten Staaten über eine Abschaffung von "Angriffswaffen im Weltraum"
aufgeben.
Das strategische Verteidigungsprogramm der Vereinigten Staaten befindet sich in völliger Übereinstimmung mit dem ABM-Vertrag. Die sowjetische Vorstellung einer "zielgerichteten Forschung" ist eine künstliche
Kennzeichnung, die die Tatsache ausnutzt, daß die Vereinigten Staaten ihre Forschungsziele öffentlich vorstellen und sie somit "zielgerichtet"
erscheinen lassen. Die sowjetische Behauptung, daß ihre Forschung "fundamentaler Art" und ohne Absicht sei, entbehrt der Glaubwürdigkeit. Die
Sowjets lehnen es ganz einfach ab, das zuzugeben, was wir als den Charakter und den großen Umfang ihrer eigenen strategischen Verteidigungsaktivitäten kennen.
Die von den Sowjets in Genf aufgeworfenen Hindernisse werden die Vereinigten Staaten nicht davon abhalten, ihre SDI-Forschung fortzusetzen.
Wir werden weiterhin darüber diskutieren, welche Möglichkeiten uns SDI
für die Abschaffung der Drohung mit gegenseitiger Vernichtung bietet.
Indem wir den Sowjets und der Welt unseren Standpunkt klarmachen, werden
wir damit die sowjetische Propagandakampagne in Frage stellen, deren Ziel
darin besteht, Zweifel über die Absichten der Vereinigten Staaten zu wekken. Es ist in dieser Hinsicht wichtig, darauf hinzuweisen, daß befreundete Regierungen es unterstützen, daß der Präsident weiterhin der SDIForschung verpflichtet bleibt und daß die Vereinigten Staaten in Genf
sowjetischen Bemühungen widerstehen, das SDI-Forschungsprogramm als eine
Voraussetzung für den Fortschritt bei Gesprächen über nukleare Offensivwaffen abzuschaffen.

Der weitere

�Der weitere Verhandlungsrahmen
Bei den Vorbereitungen für das Gipfeltreffen im vergangenen November
äußerte der Präsident den Wunsch, Rüstungskontrollfragen in ihrem Gesamtzusammenhang zu behandeln. SDI ist ein sehr wichtiger Teilbereich des
Themas Verteidigung und Weltraum. Ich habe bereits an anderer Stelle
über START und INF gesprochen. Alle zusammengenommen bilden sie die Gespräche über nukleare und Weltraumwaffen (NST). Aber beim Gipfeltreffen
wurden auch andere wichtige Bereiche der Rüstungskontrolle diskutiert.
Die Abschaffung chemischer Waffen wird vom Komitee für Abrüstung in Genf
diskutiert, über die Begrenzung konventioneller Waffensysteme wird bei
den Verhandlungen über Truppenabbau in Europa (MBFR) in Wien gesprochen.
Vertrauensbildende Maßnahmen werden in Stockholm unter der Schirmherrschaft der Konferenz über Abrüstung in Europa (KVAE) verhandelt. Darüber
hinaus wird gegenwärtig über zahlreiche Fragen diskutiert, die mit Atomtests und dem Vertrag zur Nicht-Weiterverbreitung von Kernwaffen in Zusammenhang stehen.
Aber zusammengenommen machten alle Rüstungskontrollfragen nur etwa
ein Viertel der Tagesordnung beim Gipfeltreffen aus. Es wurde auch die
ganze Bandbreite anderer bilateraler Fragen behandelt sowie wichtige regionale Angelegenheiten, wie zum Beispiel Afghanistan, Äthiopien, Angola,
Nicaragua und der Südjemen. Darüber hinaus konnten Menschenrechtsfragen
und der Terrorismus nicht ignoriert werden und erhielten angemessenen
Raum. Man kam überein, daß es in diesem Jahr ein weiteres Treffen zwischen Präsident Reagan und Generalsekretär Gorbatschow in Washington geben sollte und dann wieder 1987 in Moskau. Wir schlugen Juni oder Juli
oder vielleicht auch den November nach der Wahl vor. Darauf haben die Sowjets nicht geantwortet. Wir hoffen, daß es ein Gipfeltreffen geben wird
und daß der Dialog auf dieser Ebene fortgesetzt werden kann. Aber eins
ist offensichtlich: daß wir nicht auf die Bereitschaft der Sowjetunion
zählen können, über ein Abkommen zu verhandeln, das auch unsere und nicht
nur ihre Interessen berücksichtigt.
Die Lehre daraus ist klar. Die Vereinigten Staaten müssen eine konstruktive und umfassende Außenpolitik haben. Die Erklärung des Präsidenten an den Kongreß vom 14. März legt genau eine solche Außenpolitik dar.
Ich empfehle dringend, daß jeder sie liest. Ich empfehle weiterhin, daß
Sie den vollständigen Text von Herrn Gorbatschows Ansprache zur Eröffnung
des sowjetischen Parteikongresses am 26. Februar lesen. Die Ansprache
dauerte sechs Stunden; es handelte sich um 45 000 Worte. Aber umso genauer man diese beiden Erklärungen liest, umso klarer wird der Kern dessen zum Vorschein kommen, was die kommunistische Partei der Sowjetunion
antreibt im Gegensatz zu dem, was die treibende Kraft für die lose Verbindung freier demokratischer Länder darstellt, die danach streben, eine
Welt zu erhalten, in der sie sich nach eigenen Wünschen frei entwickeln
können.

Zusammenfassung
- 6-

�Zusammenfassung
Wir müssen bereit sein, die Freiheit der Vereinigten Staaten und die
Interessen einer solchen Koalition entweder durch Übereinkünfte auf dem
Verhandlungswege über diejenigen Rüstungsbeschränkungen, die wahrhaft einem sinnvollen Frieden dienen, zu unterstützen, oder, wenn die Sowjetunion es so will, durch unsere eigenen Bemühungen, wenn entsprechende Abkommen fehlen. In jedem Fall können Frieden und Abschreckung nur durch
das gesichert werden, was wir selbst tun. Ein wichtiger Anteil dessen,
was wir selbst tun können, wird von Ihrer Gruppe repräsentiert und besonders von denjenigen unter Ihnen, die wir hier heute abend ehren.
Ohne das SDI-Forschungsprogramm wäre das Beste, worauf die Vereinigten Staaten hoffen könnten, die Fortsetzung des bisherigen zustands der
Abschreckung durch das primäre Vertrauen auf die Androhung einer verheerenden Vernichtung durch Kernwaffen. Ein Überhang an sowjetischen Vorteilen bei nuklearen Offensivsystemen bedroht die Stabilität dieser Form
von Abschreckung. SDI bedeutet für die Vereinigten Staaten eine Möglichkeit, die Anwendbarkeit einer stabileren und verläßlicheren Form von Abschreckung zu überprüfen, die nicht nur den amerikanischen, sondern auch
weltweiten Sicherheitsinteressen zugute käme.

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�AMERIKA DIENST
VON

Dokumentation

*

12

26. März 1986

ABRAHAMSON:

BÜNDNISSTAATEN WÜNSCHEN VERSTXRKT MITARBEIT
AN SDI-FORSCHÜNG
- Pressekonferenz in Würzburg -

WÜRZBURG - (AD) - Der Leiter der Organisation für die Strategische
Verteidigungsinitiative (SDI), Generalleutnant James Abrahamson, hat auf
einer Pressekonferenz, die nach der Tagung der Nuklearen Planungsgruppe
der NATO in Würzburg am 20. März 1986 stattfand, erklärt, "daß eine größere Anzahl von Bündnisstaaten an einer Teilnahme am SDI-Forschungsprogramm interessiert" ist. Nach Abrahamsons Worten "besteht ein großes,
wachsendes Interesse seitens vieler unserer Verbündeten, das uns mit Genugtuung erfüllt".
Im folgenden bringen wir die Pressekonferenz von General Abrahamson
im Wortlaut:
ABRAHAMSON: Ich freue mich darauf, Ihre Fragen zu beantworten. Jedermann hat ständig Fragen zu SDI. Es ist vielleicht besonders wichtig
zu betonen, daß ich hier vorhin einen kurzen Bericht über die jüngsten
technischen Fortschritte des Programms präsentiert habe. Dabei habe ich
die nächsten Schritte bei der Untersuchung des globalen Systems, das wir
mit SDI meinen, erwähnt und außerdem die Konzentration auf einige Gebiete
der kriegsschauplatzgebundenen Verteidigung angesprochen, an denen wir

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�denen wir meiner Meinung nach alle sehr interessiert sind. Es war also
lediglich ein Bericht über den neuesten Stand der Entwicklung für die Minister. Wir hatten uns vom ersten Tage des Programms an verpflichtet,
alle unsere Verbündeten voll auf dem laufenden zu halten, damit sie unsere Fortschritte verstehen können. Und selbstverständlich bedeutet unser
Angebot einer Teilnahme für sie ein noch stärkeres Mittel für das Verständnis dieses Prozesses. Ich möchte versuchen, es so auszudrücken zum Verständnis unserer Erfolge und Fehlschläge. Und nun werde ich gerne
Ihre Fragen beantworten.
FRAGE: (inhaltlich wiedergegeben) Könnten Sie uns etwas detaillierter über die kriegsschauplatzgebundene nukleare Verteidigung aufklären,
über ihre Funktionsweise, über Ihre Ideen in diesem Zusammenhang, welche
neuen Ideen Sie gegenwärtig entwickeln?
ANTWORT: Ich habe nicht versucht, all diese Details vorzustellen.
Ich denke, es ist wichtig, daß wir versuchen zu verstehen, wie einige der
Technologien, die wir gegenwärtig entwickeln sowohl bei einer Bedrohung
durch weitreichende als auch durch Kurzstreckenwaffen anwendbar sind.
Wir denken, daß dies lebenswichtig ist. Wir haben Planstudien durchgeführt, welche ein Mittel darstellen, um herauszufinden, welche Art von
System am besten gegen die Bedrohung durch Langstrecken- sowie Kurzstrekkenwaffen geeignet sein würde. Und zusätzlich zu diesen andauernden Arbeiten auf dem Gebiet der grundlegenden Technologie wird einer der wichtigsten nächsten Schritte darin bestehen, einige dieser Planstudien auf
Studien hier in Europa auszudehnen. Und wir glauben, daß dies von entscheidender Bedeutung ist.
FRAGE: (Zusatzfrage zu der vorhergehenden Frage über kriegsschauplatzgebundene Verteidigung.)
ANTWORT: Unsere Planstudien zeigen uns bis jetzt, daß wir nicht nur
an ein Kurzstreckenverteidigungskonzept im traditionellen Sinne denken
sollten, sondern daß wir unserer Meinung nach hier eine gestaffelte Verteidigung benötigen, so wie wir auch eine gestaffelte Verteidigung für
die Langstreckenbedrohung benötigen; denn gerade durch solch eine gestaffelte Verteidigung wird das wichtige Element der Stabilität eingeführt,
weil es eben die Zielbestimmung für die andere Seite zu einem solch
schwerwiegenden Problem macht. Und dies ist die Quintessenz dessen, wie
solche Verteidigungssysteme gerade in Krisensituationen zur Abschreckung
und Stabilität beitragen können.
Ein anderes Problem ist es, eine Staffelung für Kurzstreckensysteme
zu schaffen. In gewisser Hinsicht ist es leichter, da man nicht Tausende
von Kilometern überbrücken muß. Und wenn man mit Kurzstreckensystemen zu
tun hat, dann bedeutet die Erdkrümmung kein großes Problem. Andererseits
ist es in gewisser Hinsicht schwieriger, weil man in einem kurzfristigeren zeitlichen Rahmen arbeiten muß. Und man muß sichergehen, daß man eine solide Verteidigung hat. Ich glaube jedoch, daß die Technologiesprünge, die dafür notwendig sind, nicht so groß sein werden wie einige der
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�einige der Technologiesprünge, die für ein allgemeines, globales Verteidigungssystem notwendig sind. Sie sollen sich gegenseitig ergänzen - eines wird Teil des anderen sein, und es ist sehr wichtig, daß wir beide in
Angriff nehmen und dabei gleichgeartete Fähigkeitsniveaus anstreben.
FRAGE:

Welche Reichweite ist bei den Kurzstreckensystemen gemeint?

ANTWORT: Wir haben versucht, die gesamte Bedrohung in Erwägung zu
ziehen. Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Die für ein Interkontinentalsystem angewandte Technologie wird unserer Meinung nach auf die
gleiche Weise auch direkt für Systeme wie die SS-20-Mittelstreckenrakete
anwendbar sein. Wenn man Technologien auf verschiedene Art und Weise anwenden will, fangen die Schwierigkeiten da an, wo man es mit den eigentlichen Kurzstreckenraketen zu tun bekommt - wie die SS-21 und die SS-23
oder vielleicht zukünftige Versionen dieser Systeme.
FRAGE: Erwarten Sie, daß weitere Länder an SDI teilnehmen werden,
nachdem sich die Bundesrepublik Deutschland für eine Teilnahme entschieden hat?
ANTWORT: Oh ja. Es besteht ein großes, wachsendes Interesse seitens
vieler unserer Verbündeten, das uns mit Genugtuung erfüllt.
FRAGE:

Können Sie bestimmte Länder nennen?

ANTWORT: Ich denke, daß dies all die Länder sind, von denen Sie
solch einen Schritt erwarten würden, plus einige andere Länder, von denen
Sie solches vielleicht nicht erwarten würden. Ich denke, daß ein großes
Interesse besteht, wie es ja auch in den von uns für Regierungsbeamte und
Industrievertreter arrangierten Reisen durch die Vereinigten Staaten zum
Ausdruck gekommen ist. Sie kamen aus elf Ländern, und dies ist ein großer Teil derer, die wir eingeladen haben.
FRAGE: Haben Sie - wie wir auch - einen gewissen noch verbleibenden
Skeptizismus über SDI unter den Verbündeten erlebt?
ANTWORT: Natürlich. Kritiker und Skeptiker gibt es auch in unserem
eigenen Land. Aber ich glaube, wenn die Leute sich mehr mit diesen Fragen und unseren Arbeiten beschäftigen, statt auf die Definition des Problems und dessen Dramatisierung durch die Kritiker zu hören - erlauben
Sie mir diesen Seitenhieb -, dann sie Realität und Fortschritte viel besser verstehen und das Problem wird von selbst verschwinden. Die Beiträge
der Verteidigungssysteme für unsere gesamte Sicherheit werden jedenfalls
von den Leuten verstanden, in zunehmendem Maße akzeptiert und sogar unterstützt.
FRAGE: Erstens: Erfüllt die Übereinkunft, die zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnet werden wird, Ihre Erwartungen und, zweitens, was wird nach dem Abschluß dieses Abkommens substantiell und qualitativ anders sein, als in
der jetzigen Situation?
ANTWORT: Erstens
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�ANTWORT: Erstens möchte ich den Dingen nicht zuvorkommen - ich denke, daß die gestrige Pressekonferenz sowie die von Minister Weinberger
und allen deutschen Vertretern auf den verschiedenen Ebenen ausgedrückten
Verpflichtungen und Erklärungen unsere Absicht umschreiben. Ich denke,
es wäre falsch, wenn ich ihnen vorgreifen würde und werde deshalb auf das
endgültige Abkommen warten. Offengestanden bin ich sehr erfreut über die
Fortschritte, die wir auf diesem Gebiet erzielt haben.
FRAGE: Waren Sie in Ihren Gesprächen heute vormittag in der Lage,
den Verbündeten eine Vorstellung vom Preis einer Verteidigung am Kriegsschauplatz zu geben?
ANTWORT: Das ist wirklich eine berechtigte Frage, die mir fortwährend sowohl von den Kongreßabgeordneten der Vereinigten Staaten als auch
von anderen Leute gestellt wird. Die einzige Antwort, die ich darauf
wirklich geben kann, lautet, daß hierauf zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch
keine vernünftige Antwort möglich ist. Und im übrigen stellen auch andere Leute unvernünftige Vorhersagen an - Kritiker, die Kalkuationen aufstellen, und davon gibt es zur Zeit eine Menge - weil niemand im Augenblick schon die Forschungsergebnisse kennt.
Wichtig ist, daß wir ein Forschungsprogramm durchführen. Ein Ziel
dieses Forschungsprogramms - und das habe ich versucht, den Ministern
aufzuzeigen - war der Versuch, alles zu verkleinern und die Kosten aller
Einzelelemente der Systems drastisch zu verringern. Ich habe ihnen Komponenten gezeigt, die bereits in einem Ausmaß verkleinert worden sind,
wie Sie sich das wirklich noch kaum vorstellen können. Und weil ich noch
nicht weiß, wo all dies hinführen wird, kann ich Ihnen noch keine vernünftigen Zahlen nennen, aber ich kann bereits sagen, daß die Philosophie
des Programms darin besteht, Forschung in ein richtiges Verhältnis zu ihrem Preis zu setzen, was sich von dem, was wir bisher getan haben, ein
wenig unterscheidet. Und ich meine, daß dies eine gute Neuerung in unseren Bemühungen darstellt. Es wird eine Zeit kommen, wenn wirklich jeder
diese Kosten kennen und verstehen sollte. Aber wir sollten weit genug im
Programm fortgeschritten sein, daß Sie sich auf diese Schätzungen verlassen können, so daß sie an Bedeutung gewinnen, wenn es an die Entwicklung
und Herstellung geht.
FRAGE: Haben Sie bei den Verbündeten die Bereitschaft zur Beteiligung an den Kosten vorgefunden?
ANTWORT:

Ich denke, daß Sie denen diese Frage stellen sollten, nicht

mir.
FRAGE: Könnten Sie das Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und
der Bundesrepublik Deutschland in groben Zügen mit der anglo-amerikanischen Übereinkunft vergleichen?
ANTWORT: Zu meinem Bedauern kann ich das nicht. Das ist wirklich
verfrüht und es handelt sich um private Abkommen. Ich glaube, daß es das

�es das Wichtigste hierbei ist, daß wir alle auf der Grundlage gleicher
Prinzipien arbeiten, und mit Hilfe dieser Prinzipien soll versucht werden, ein Forschungsprogramm zu definieren, das für beide Seiten von Nutzen und für alle Beteiligten sicher sein wird. Und da wir es mit einem
Forschungsprogramm zu tun haben, in dem viele Ideen noch in verschiedene
Richtungen weiterverfolgt werden können, so sind doch alle Nationen daran
interessiert, daß auf eine vernünftige Art und Weise mit diesem Nutzen
umgegangen wird. Das ist das Thema der Übereinkünfte und wir versuchen,
konsequente Prinzipien in die Tat umzusetzen.
FRAGE: Ist das Abkommen auf die Phase der Forschung beschränkt oder
betrifft es auch die Entwicklungsphase des Programms?
ANTWORT: Das einzig gebilligte Programm ist ein Forschungsprogramm
und keines der Abkommen geht darüber hinaus, weil es darüber hinaus noch
kein definiertes und gebilligtes Programm gibt. Bedenken Sie, daß das
Forschungsprogramm auf eine wesentliche Entscheidung abzielt, die besagt,
daß es praktikabel ist, die beschreibt, was es uns kostet und auch versteht, wie es unserem Bedürfnis nach einer sicheren Welt am besten entgegenkommen kann. In diesem Sinne sollte es nur bis zu diesem Punkt gebilligt werden. Ich habe großes Vertrauen, daß wir an einem angemessenen
Punkt des Forschungsprogramms positive Antworten geben können. Aber alles, was wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben, ist ein Forschungsprogramm. Aber wir machen beträchtliche Fortschritte. Es ist wirklich sehr
befriedigend. Mein Vertrauen auf ein positives Resultat nimmt jeden Tag
zu.
FRAGE:

Können Sie uns Anhaltspunkte für diesen Fortschritt geben?

ANTWORT: Ich kann Ihnen zum Beispiel Einzelteile von Raketen und
elektronischen Komponenten zeigen, bei denen große Teile durch immer
kleinere ersetzt werden. Ich habe an anderer Stelle eine heutige Navigationshilfe vorgestellt, mit Ring-Laser, die recht schwer ist und wir
testen sie zum Beispiel in der F-15, und dann habe ich ihnen Versionen
derselben Art von eingebauten Meßgeräten gezeigt. Dann zeigte ich ihnen
die nächste Generation, eine automatische Instrumenteneinheit, die lediglich aus einer Reihe von faseroptischen Spulen besteht. Die Generation
danach arbeitet bereits auf ganz anderen Grundlagen. Wenn Sie die Größe
und fortschreitende Vereinfachung dieser Elemente betrachten, wird alles
sehr klar. Übrigens könnte diese Art automatischer Meßgeräte nicht nur
für Systeme der Strategischen Verteidigungsinitiative angewandt werden,
sondern auch in Raketen der Zukunft, taktischen Raketen, Flugzeugen, allen Arten von Fahrzeugen.
Das ist ein Anhaltspunkt für den Fortschritt. Es geht aber noch weiter. Sie wissen, daß wir zufriedenstellende Fortschritte bei einigen der
größeren Laser-Systeme gemacht haben, die wir weiterentwickelt haben, und
daß wir die bodengestützte Version eines sehr großen Frei-Elektronenlasers ausgewählt haben. Und wir haben jetzt mit dem begonnen, was wir ein
integriertes Experiment nennen, und all das zusammengefügt. Das ist das
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�Das ist das Verdienst des Personals des Livermore Laboratory in Kalifornien, das den leistungsfähigsten Laser der Welt entwickelt hat und das
uns gezeigt hat, daß sie einzelne Komponenten dieser sehr großen Laser
herstellen können. Das ist sehr befriedigend.
FRAGE:
wiesen.

Sie haben kürzlich auf große Durchbrüche im Programm hinge-

ANTWORT: Das Wort "Durchbrüche" wird manchmal falsch angewandt. Ich
habe es nur im Zusammenhang mit zwei oder drei verschiedenen Dingen verwendet. Wir haben erhebliche Fortschritte gemacht.
FRAGE:

(Nicht hörbar) ....

ANTWORT: Ich habe mit den Ministern, nicht den Ministern bei dieser
Zusammenkunft, aber mit vielen Vertretern unserer verbündeten Nationen
über diese "Durchbrüche" gesprochen. Durchbrüche wurden zum Beispiel bei
atmosphärischer Kompensation gemacht, bei der die Atmosphäre so umgewandelt wird, daß Laserenergie hindurchgehen kann. Ich nenne das einen
Durchbruch. Das haben wir in diesem Herbst geleistet. Die Arbeiten zum
Frei-Elektronenlaser und all jenen Komponenten, für die Art und Weise,
wie wir Elektronenstrahlen durchbringen und beschleunigen können; das
nenne ich einen Durchbruch. Und ich haben ihnen heute vormittag eine
ganze neue Art und Weise der Konstruktion von Infrarot-Detektoren gezeigt, die Kosten spart und sie gegen Radioaktivität resistent macht.
FRAGE: Könnten Sie vielleicht klarstellen, was Sie den Ministern
verdeutlichen wollten hinsichtlich einer möglichen Verwendung im Bereich
des Krigsschauplatzes? Wollten Sie damit sagen, Sie erwägten den Kriegsschauplatzaspekt und betrieben auch dahingehende Forschung? Oder wollten
Sie damit sagen: Wenn die Verbündeten derlei von uns wünschen, dann
könnten wir diese Forschung auch betreiben? Oder aber: Die Verbündeten
sollten sich selbst hierum kümmern?
ANTWORT: Soll ich mich nun für A, B oder C entscheiden? Wir betreiben bereits eine ansehnliche Forschung in diesem Technologiebereich, der
dieses Problem angeht. Außerdem haben sowohl ich als auch andere, die
von uns ausgeschickt wurden, gesehen, daß es auch in Europa umfangreiche
und sehr effiziente Technologie gibt, die zur Lösung dieses Problems wie auch anderer Probleme - beitragen kann, die wir nicht nur in Europa,
sondern auch in Israel und sogar in Japan einer Lösung zuführen wollen.
Beiträge können also von vielen unserer Verbündeten kommen. Wir machen
gewissermaßen die architektonischen Studien, analysieren das Geben und
Nehmen in dem Bemühen, den besten Weg zu finden, den wir bei der Verteidigung des Kriegsschauplatzes gehen können; dabei beabsichtigen wir,
durch die nächsten Schritte eine erweiterte und bessere Definition möglicher Systeme zu erhalten, die uns letztlich das gewünschte kosteneffiziente System erbringen werden. So viel zu Ihrer Kategorie A - wenn ich
das nicht verwechselt habe.
FRAGE:

Wenn Sie

�FRAGE: Wenn Sie davon sprechen, was sie den Ministern zeigten - bedeutet dies, daß Sie tatsächlich irgendwelche Komponenten mitbrachten und
auf den Tisch legten?
FRAGE:

Warum können wir davon nichts sehen?

ANTWORT:
kommen kann.

Weil es im Zimmer des Ministers liegt und ich es nicht beEs findet dort gerade ein Treffen statt.

FRAGE: Sie erwähnten Japan. Ich habe davon gehört, daß Japan aller
Wahrscheinlichkeit nach irgendeine Art von Beteiligung an SDI ankündigen
wird.
ANTWORT: Meine Politik hinsichtlich dieser Art von Fragen, in wieweit und wann und wo unsere Verbündeten einbezogen sind, ist die: Sie
sollten diese selbst fragen.
FRAGE:
ANTWORT:
FRAGE:

Aber sie gehen ganz offenkundig diesen Weg.
Das ermutigt mich sehr.
Sie sind ermutigt?

ANTWORT: Ja. Vielleicht haben wir später einige jener Komponenten
zur Verfügung, denn im Moment sind sie, wie ich schon sagte, im Zimmer
des Ministers. Ich glaube, alle waren erfreut. Ich war sicher darüber
erfreut, sie ihnen zeigen zu können, da es bei diesem Programm wirklich
sehr konkrete Fortschritte gibt. Ich bin höchst angetan von der Tatsache, daß der technische Fortschritt im Gegensatz zu all dem, was darüber an Negativem gesagt wurde, daß der technische Aspekte des Problems
das einfachste ist - viel einfacher als der politische Aspekt.
FRAGE: Können Sie uns eine Vorstellung von dem zeitlichen Rahmen geben, der für eine Entscheidung bei SDI vorgesehen ist?
ANTWORT: Ich bin froh, daß sie mich danach fragen, denn ich will
hier keinen falschen Eindruck erwecken. Wir haben gute Fortschritte gemacht und ich bin dadurch sehr ermutigt. Andrerseits ist dies ein sehr
komplexes Problem, und ich möchte Sie nicht mit den Worten verlassen, na,
morgen haben wir's - das wäre falsch. Was ich vor unserem Kongreß aussagte, ist, daß wir trotz einiger, ziemlich erheblicher Einschnitte, die
der Kongreß bei unserem Budget gemacht hat, in der Lage waren, durch die
bereits geleistete kreative Forschungsarbeit die Probleme zu meistern.
Ergebnis dieser Forschung ist eine Entscheidung und eine technische
Grundlage für den nächsten Schritt. Diese Entscheidung wird meiner Meinung nach in die frühen neunziger Jahren fallen. Das ist zeitlich der
entscheidende Meilenstein. Ich werde natürlich nicht sagen, es wird der
23. Januar 1992 um 12 Uhr Mittag sein. Das ist es nicht. Wenn wir weiterhin solchen Fortschritt machen, wenn er sich gar beschleunigt und es
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�und es die entsprechendenden Leistungen gibt, könnte das sogar früher der
Fall sein. Möglicherweise könnten wir über genügend Informationen verfügen, um eine verantwortungsbewußte und wirksame Entscheidung zu treffen.
Wenn wir andererseits bei unseren Mitteln beschnitten werden oder der
technische Fortschritt sich verlangsamt, so könnte es auch etwas später
sein.
FRAGE: Was würde Grundlage dieser Entscheidung sein?
Entwicklung oder was sonst?

Beschaffung,

ANTWORT: Bedenken Sie, daß es sich hier um ein Forschungsprogramm
handelt (TEILWEISE UNVERSTÄNDLICH) die Grundlage für ein technologisches Entwicklungsprogramm, das dann zu einer Dislozierung führt. Aber
wir hoffen, eine solide Grundlage zu haben. Es ist ja hier anders: Man
muß nicht plötzlich mit allem anderen aufhören und beim Bau eines neuen
Flugzeuges ganz von vorn anfangen. Man hat ja eine gewaltige technologische Grundlage, hat schon andere Flugzeuge gebaut. Es geht jetzt nur
um den Schritt, sie schneller oder höher fliegen zu lassen oder mehr
Elektronik einzubauen. Das haben wir ja schon getan. Deshalb treiben
wir die Forschung, um eine genügend breite Grundlage zu bekommen, auf der
eine Entscheidung hinsichtlich technischer Entwicklung getroffen werden
kann. Deshalb sage ich auch, wir könnten in einer Position sein, dieses
Entwicklungsprgraomm zu beginnen. Ich bin da sehr zuversichtlich - was
die Kosten angeht, was unser Wissen um die Gegenmaßnahmen anbelangt, die
getroffen werden könnten, also das militärische Aktion-Reaktion-Spiel,
das sehr schwierig ist; und wir nehmen uns viel Zeit, um zu verstehen, in
wieweit... es ist dies also eine Entwicklungsentscheidung.
FRAGE: Können Sie uns noch einmal den Gesamtbetrag nennen, der Ihnen
zur Verfügung steht?
ANTWORT: Wir haben im Haushaltsjahr 1985 1,7 Milliarden Dollar beantragt und haben 1,4 Milliarden erhalten. Für das Haushaltsjahr 1986
haben wir das Doppelte beantragt und erhielten 2,75 Milliarden; das also
ist für dieses Jahr unsere Programmgrundlage. Für das Haushaltsjahr 1987
beantragen wir 4,8 Milliarden Dollar.

* * * * *

I

�AMERIKA DIENST
Wissenschaft und Technik

26. März 1986

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WAHRHEIT ÜBER DROGEN - EINE WIRKSAME WAFFE
Neue UN-Konvention soll Zerschlagung der Händlerkartelle erleichtern -

NEW YORK - (AD) - Vor 550 Jugendlichen, Vertretern von Elternvereinigungen aus allen Bundesstaaten der USA sowie zahlreichen Gästen aus mittel- und südamerikanischen Ländern setzte sich Nancy Reagan auf der achten PRIDE-Konferenz in Atlanta, Georgia, mit eindringlichen Worten dafür
ein, die Lehren aus den durch Drogenmißbrauch entstandenen Tragödien zu
ziehen. Nur wenn der einzelne, und vor allem der junge Mensch, entschlossen sei, "nein" zum Drogenkonsum zu sagen und zu dieser Haltung zu
stehen, gebe es Hoffnung, daß Drogenmißbrauch von der Bildfläche verschwindet. Die Tagung steht dieses Mal unter der Schirmherrschaft des
amerikanischen Nationalen Instituts zur Bekämpfung von Drogenmißbrauch
und des US-Informationsamtes (USIA).
PRIDE ("Parent's Resource Institute of Drug Education") wurde ins Leben gerufen, um Hilfestellung bei Drogenproblemen zu geben und die Eltern
gefährdeter Jugendlicher zu beraten. Die Aktion entwickelte sich zu einer regelrechten Anti-Drogen-Bewegung. In allen Bundesstaaten schlössen
sich Eltern zu Gruppen zusammen, die inzwischen in mehr als 9 000 Gemeinden Basisarbeit leisten. Ein wichtiger Teil davon sind intensive Bemühungen, dem Drogenkonsum vorzubeugen - durch Aufklären, Informieren,
überzeugen. Ein Höhepunkt der diesjährigen Kampagnen werden die für den
22. Mai geplanten Demonstrationsmärsche von Jugendlichen und Erwachsenen
sein, die unter dem Motto stehen: "Sag 'nein' zu Drogen".
Umfassende Kenntnisse

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�Umfassende Kenntnisse über die zerstörerische Wirkung von Suchtstoffen für die körperliche, geistige und seelische Gesundheit sollten nach
Meinung des amerikanischen Justizministers Edwin Meese sehr viel mehr als
bisher vermittelt werden. "Die Wahrheit über Drogen ist eine Waffe, die
im Kampf gegen den Drogenmißbrauch noch viel zu wenig genutzt worden
ist... Je mehr wir, medizinisch gesehen, über Drogen wissen, desto gefährlicher werden sie. Wir müssen erkennen, daß wir in unseren verschiedenen Gesellschaften einfach nicht genug getan haben, um die Wahrheit
deutlich zu machen... Drogenkonsum ist kein passives Verbrechen ohne Opfer, das nur den angeht, der Drogen nimmt. Vielmehr haben wir gelernt,
daß keine Nation, die ihre Gesundheit, ihre Unabhängigkeit und ihre Freiheit schätzt, sich gegenüber dem aggressiven Vordringen der Narkotika
lange neutral verhalten kann. Der Vormarsch der Drogen hat psychologische, wirtschaftliche und sogar politische Auswirkungen, und er weist
Züge auf, die Aggression und Unterwerfung bedeuten."
Auf der Tagung in Thailand im März 1986 trafen sich Mitarbeiter des
amerikanischen Bundesamtes für Drogenbekämpfung, des internationalen Referats des amerikanischen Außenministeriums für Suchtstoffangelegenheiten, des US-Informationsdienstes und anderer Stellen, um Mittel und Wege
zu einer wirksameren Zusammenarbeit mit asiatischen Ländern bei der Bekämpfung illegaler Drogen zu erörtern. Das Endziel sei darin zu sehen,
so Meese, "in allen geographischen Schlüsselregionen die Kontrolle über
den Anbau und die Produktion illegaler Drogen, die in die Vereinigten
Staaten exportiert werden können, zu behalten". Die wichtigsten Schritte
in dieser Richtung seien Anbaukontrolle in den Herkunftsländern und die
Blockierung von Drogen auf dem Weg von den Ursprungsgebieten über Transitländer zu den Vereinigten Staaten.
Auf internationaler Ebene wolle man die Kontrolle von Suchtstoffen zu
einer vorrangigen Frage der Außenpolitik und diplomatischen Aktivität aller Nationen machen. Denn Drogen seien zu einem weltweiten Problem geworden. Deshalb forderte UN-Generalsekretär Perez de Cuellar für 1987
die Einberufung einer Weltkonferenz, um das Problem auf breitester internationaler Basis zu behandeln. Die Aufmerksamkeit solle vor allem denjenigen Ländern gelten, in denen Drogen konsumiert werden, sowie jenen,
die sie produzieren. Die frühere Gewohnhei, grundsätzlicht zwischen ihnen zu unterscheiden, trete immer mehr in den Hintergrund. Präsident
Reagan bringe nunmehr auch auf den Wirtschafts-Gipfelkonferenzen der sieben größten Industrienationen das Drogenproblem zur Sprache. Auch in
diesem Jahr werde das, anläßlich der Konferenz in Tokio, wieder geschehen. International koordinierte Fahndungsmaßnahmen seien von größter Bedeutung, um das Drogenkartell zerschlagen zu können.
Unter "Anbaukontrolle" versteht Meese die Unterbindung des illegalen
Anbaus von Drogenpflanzen sowie die Vernichtung solcher Anpflanzungen.
Die Zahl der Länder, die hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen zur
Zusammenarbeit mit den USA und der Annahme technischer Unterstützung aus
den USA bereit sind, stieg von zwei im Jahr 1981 auf 14 im Jahr 1986. in
den Vereinigten Staaten selbst werden seit Bekanntwerden illegaler An- 2 -

�illegaler Anpflanzungen insbesondere von Cannabis gemeinsam mit den Behörden der 50 Bundesstaaten massive Vernichtungsaktionen durchgeführt.
Als Folge ähnlicher Aktionen in anderen Ländern erfuhr z.B. die Marihuana-Produktion in Kolumbien, Belize und Jamaika sowie der Schlafmohn-Anbau
in Burma und Thailand erhebliche Einbußen. Jedoch müßte, wie Messe betonte, den Anstrengungen in diesen Ländern die Anbaubegrenzung in deren
Nachbarstaaten folgen. Andernfalls erreiche man nichts anderes als nur
eine Produktionsverlagerung.
Einen wichtigen Weg zur "Internationalisierung der Drogenkontrolle"
sehen die Vereinigten Staaten in Trainingsprogrammen. Das gelte, so
Meese, vor allem für eine Umstellung der Landwirtschaft zur Einführung
drogenfreier Anbauprogramme in den traditionellen "Drogenländern". Auch
gebe es noch viel zu lernen - beispielsweise über die Art der bei Vernichtungsaktionen einzusetzenden Chemikalien sowie über kriminalistische
und polizeiliche Maßnahmen, um Händlern auf die Spur zu kommen und ihrer
habhaft zu werden.
In den Vereinigten Staaten erfahre die Strategie der Drogenbekämpfung
mit ihren fünf Hauptpunkten "Erziehung und Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation, Vollzug der Gesetze, internationale Suchtstoffkontrolle und
Forschung" durch die von Nancy Reagan angeregten und geförderten Pr-:g...ime eine überaus wichtige Unterstützung, erklärte Meese. Mit Erleichterung sei zu vermerken, daß in den letzten paar Jahren z.B. der Marihuana-Konsum unter Oberschülern nicht nur nicht weiter zugenommen habe, sondern sogar zurückgegangen sei. Regelmäßiger Gebrauch werde heute von der
Mehrheit der älteren Oberschüler als schädlich, ja ehrenrührig angesehen.
Das reicht aber nicht aus, um der Drogengefahr Herr zu werden. So
sah sich jetzt das amerikanische Erziehungsministerium zu einem Appell an
alle Schulbehörden veranlaßt, sämtliche Rechtsmittel einzusetzen und auszuschöpfen, um Drogen und den Handel mit Drogen ein für allemal aus den
Schulen zu verbannen. Dr. ehester Finn, Unterstaatssekretär für Forschung und Verbesserung des Erziehungswesens, hob die besondere Verantwortung der kommunalen und einzelstaatlichen Behörden hervor, sich um
"harte" Lösungen zu kümmern. Die Bundesregierung kann nach der amerikanischenVerfassung in erster Linie nur beratende Funktionen ausüben. Wenn
jedoch sowohl von den Justizbehörden als auch von den Pädagogen mehr Aktivität erforderlich ist, dann muß sie eben praktiziert werden", meinte
Finn. Die Drogenerziehungsprogramme in ihrer gegenwärtigen Form hält das
Erziehungsministerium nicht für ausreichend, um "mit dieser Seuche unter
unserer Jugend fertig zu werden".

Schmutziges Kokain
Auf zusätzliche gesundheitliche Gefahren durch Kokain wies Ende Februar John C. Lawn, der Leiter der DEA, hin (DEA = Drug Enforcement Administration - Bundesvollzugsbehörde für die Drogenbekämpfung). Einem Bericht der "Washington Post" zufolge sieht Lawn in der Tatsache, daß die

�daß die Hälfte der Proben von beschlagnahmtem Kokain aus Florida Benzol
enthielt, "eine extrem gefährliche Situation". Seit der strengen Überwachung der Ausfuhren von Xther, der in Kolumbien zu 98 Prozent für die
Verarbeitung illegalen Kokains benutzt wurde, werde dort jetzt Benzol
verwendet. John F. Phelps, der Chef der Fahndungsabteilung von DEA, befürchtet, daß Kokainsüchtige und Personen, die regelmäßig Kokain nehmen,
dadurch ständig Benzol ausgesetzt sind. Ihre Zahl wird allein in den USA
auf vier bis fünf Millionen geschätzt. Benzol ist ein krebserregender
Stoff. Seit etwa zwei Jahrzehnten ist bekannt, daß es Leukämie verursacht.
Lateinamerika ist eine der "Drogenregionen", die die Vereinigten
Staaten sorgfältig beobachten. Von dort kommt das gesamte illegale Kokain, der größte Teil des Marihuana und mehr als ein Drittel des in den
USA konsumierten Heroins. Weitere 18 - 20 Prozent Heroin kommen aus
Burma, Laos und Thailand - dem "Goldenen Dreieck". Die Herkunftsländer
der restlichen 50 Prozent des Heroin, das seinen Weg in die USA findet,
sowie des größten Teils des in Europa konsumierten Heroins sind Iran,
Afghanistan und Pakistan ("Goldener Halbmond"). Daß unter solchen Umständen in der Drogenbekämpfung nur mit enger internationaler Zusammenarbeit überhaupt etwas zu erreichen ist, liegt auf der Hand.
Das amerikanische Außenministerium gibt pro Jahr ca. 60 Millionen
Dollar für internationale Programme zur Bekämpfung von Suchtstoffen aus.
Weitere Projekte werden - meist auf bilateraler Basis - vom Amt für internationale Entwicklung (A.I.D.) und einigen anderen amerikanschen Behörden finanziert. Von der UN-Weltkonferenz 1987 erhoffen sich die Mitarbeiter dieser Organisationen einen umfassenden Erfahrungs- und Informationsaustausch, der die Basis für wirksamere künftige Projekte abgeben
könnte. Denn immer deutlicher wird offenbar, daß es gar nicht nur um
Narkotika wie Heroin, Kokain und Cannabis-Produkte geht, sondern in zunehmendem Maße auch um sogenannte psychotrope Substanzen wie Amphetamine,
Barbiturate und Halluzinogene sowie die neuen "Analog"-Drogen. Letztere
sind den bekannten psychoaktiven Drogen sehr ähnlich. Jedoch reicht die
Veränderung ihrer chemischen Struktur aus, um sie als andere Verbindung
zu klassifizieren und so der Kontrolle durch die Behörden zu entziehen.
Mit diesem Problem befaßt sich jetzt DEA im Rahmen eines Notstands-Programms, das es der Behörde gestattet, jede dieser neuen Analog-Drogen sofort unter Kontrolle zu bekommen.
Ihre größte Gefahr ergibt sich daraus, daß durch einen noch so geringen Irrtum von Seiten des Chemikers, der sie herstellt, eine zwar sehr
ähnliche, aber doch veränderte Molekularstruktur entstehen kann, die gefährliche, ja verheerende Nebenwirkungen im Gefolge hat. So führt beispielsweise eine dieser Analog-Droge zu Symptomen, die der Parkinsonschen
Krankheit sehr ähnlich sind.
Auch zwischen Drogen und der Immunschwächekrankheit AIDS bestehen Zusammenhänge. Nicht nur die Verwendung verseuchter Injektionsnadeln kann
eine Ursache der Erkrankung sein. Vielmehr gebe es Anhaltspunkte, wie
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�Anhaltspunkte, wie kürzlich Jon Thomas
rium berichtete, daß Drogenkonsum ganz
bar anfälliger für AIDS machen könne.
dem individuellen Immunsystem zu tun.
Frage sei jedenfalls nötig.

vom amerikanischen Außenministeallgemein den Betreffenden offenMöglicherweise habe dies etwas mit
Sehr viel mehr Forschung zu dieser

Gegenwärtig wird von den für Drogen zuständigen UN-Kommissionen eine
neue Drogenkonvention ausgearbeitet - die dritte nach jener von 1961 über
Narkotika und der von 1971 über psychotrope Substanzen. Manche zweifeln
die Notwendigkeit einer weiteren Konvention an. Sie soll jedoch, so
Thomas, die bereits vorliegenden ergänzen, neue Fahndungs- und Vollzugsverfahren und neue "Instrumente" für die Bekämpfung des Drogenhandels berücksichtigen. Hierzu gehören beispielsweise die Beschlagnahme von Vermögen und Gegenständen bei Händlern, verbesserte Auslieferungsverfahren
und erhebliche Verbesserungen im Vollzugswesen auf der Basis internationaler Zusammenarbeit, bei gegenseitiger Information und Rechtshilfe.
Die Aufwendungen der amerikanischen Bundesregierung für die Bekämpfung von Drogenmißbrauch und Drogenhandel belaufen sich auf ca. 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr. Dabei sind aber weder die Aufwendungen für
Vollzugsmaßnahmen und andere Aktivitäten seitens der einzelstaatlichen
und kommunalen Behörden noch die Bemühungen solcher Stellen um Programme
zur Bekämpfung von Drogenmißbrauch und Vorbeugung in der Bevölkerung oder
in den Schulen berücksichtigt - von den zahlreichen privaten Initiativen
in Stadt und Land ganz zu schweigen.

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�</text>
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      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Weinberger: Sowjetische SS-25-Rakete verletzt SALT I und II&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Vorwort zu "Die sowjetische Militärmacht 1986" -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nitze: Verbündete unterstützen SDI-Forschung&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Rede vor der Vereinigung für Verteidigungsbereitschaft -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abrahamson: Bündnisstaaten wünschen verstärkt Mitarbeit an SDI-Forschung&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Pressekonferenz in Würzburg -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wahrheit über Drogen - eine wirksame Waffe&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Neue UN-Konvention soll Zerschlagung der Händlerkartelle erleichtern -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;</text>
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