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                  <text>AMERIKA DIENST
VON

4

10

1 2 . März 1986

t*.
I N H A L T

Dokumentation
Die Empfehlungen der Kommission zur Bekämpfung des
Terrorismus
- Vizepräsident Bush legt Bericht vor -

USA zur weiteren Bekämpfung des Terrorismus entschlossen
- Botschafter Oakiey vor Unterausschuß des Repräsentantenhauses(Auszüge)

Wissenschaft und Technik
Die Umwelt wurde sauberer
- Aber mehr Wachsamkeit gegenüber neuen Risiken
erforderlich -

* * * * * *

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�AMERIKA DIENST
'%r,oN$&lt;

Dokumentation

12. März 1986

10

DIE EMPFEHLUNGEN DER KOMMISSION ZUR BEKÄMPFUNG DES TERRORISMUS
- Vize-Präsident Bush legt Bericht vor -

WASHINGTON - (AD) - Der amerikanische Vize-Präsident Bush
hat anläßlich der Vorstellung des Berichts der Kommission zur
Bekämpfung des Terrorismus in Washington folgende Erklärung
abgegeben:
Amerikanische Mitbürger!
Am Ende des Jahres 1985 wurde die Welt durch einen neuen
brutalen Akt des Terrorismus schockiert. Bei den Anschlägen
ajf die Flughäfen von Rom und Wien gab es 114 Verletzte und 18
Tote, fünf davon Amerikaner. Eines der Opfer war ein elfjähriges amerikanisches Mädchen.
Vor diesen Anschlägen wurden wir im gleichen Jahr Zeugen
d=r Entführung des TWA-Fluges 847 und der Kaperung des Kreuzfahrtschiffes Achille Lauro. Bei beiden Gelegenheiten wurden
Amerikaner von internationalen Banditen brutal ermordet. Sold e schlimmen Anschläge sind Beispiele für einen wachsenden
Trend zum internationalen Terrorismus, wie er sich im letzten
Jahrzehnt entwickelt hat.
Besorgt über

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�Besorgt über die zunehmende Zahl amerikanischer Todesopfer
und über die wiederholten Drohungen von Terroristen gegen unsere Bürger, hat mich der Präsident im letzten Juli gebeten,
den Vorsitz einer Kommission zur Bekämpfung des Terrorismus
auf Kabinettsebene zu übernehmen.
Diese Kommission, die sich aus 14 hohen Regierungsbeamten
mit besonderer Verantwortung für unser nationales Programm der
Terrorismusbekämpfung zusammensetzt, hat während des letzten
halben Jahres eine Überprüfung und Auswertung der gegenwärtigen Politik und der Programme der Vereinigten Staaten vorgenommen .
Eine der erste n vo n uns entdec kten Tats achen beste ht darin, daß Amer ikaner den Terr orismus als eine s der schwe rwiegend sten Pro bleme für unser e Regierung anse hen, v on de rselben
Bede utun g wi e Haushalt sdefi zit und Rüstungs kontro lle. Sie
mcichten eine Bestä tigu ng da für, da ß die Ver einigt en St aaten
mit der wach senden Bed rohun g durch den Terr orismu s fertigwerden könn en, daß wi r eine Po litik u nd einen Reakti onsme chanismus besi tzen und d aß w ir da ran arb eiten, un ser Sy stem zu verbess ern. Di e Sorg e un serer Mitbür ger ist b erecht igt, denn der
Terr oris mus ist mi t al armie render Geschwind igkeit ange wachsen
Alle in i m Ja hr 198 5 haben s ich in der Welt 812 Zw ische nfälle
dies er A rt e r e i g n et, b ei de nen 926 Menschen getöt et wu rden,
daru nter 23 Amerik aner
Es ist klar, daß die wachsende terroristische Bedrohung
gegen amerikanische Bürger und Interessen im Ausland nach einer Stärkung unserer eigenen Programme sowie nach verstärkter
Zusammenarbeit mit ausländischen Regierungen verlangt. Obwohl
er. in den Vereinigten Staaten im vorigen Jahr lediglich sieben
terroristische Anschläge gab, besteht auch hier ein Potential
für zukünftige Probleme, und wir müssen deshalb gut darauf
vorbereitet sein.
Als Präsident Reagan unsere Kommission beauftragte, das
anerikanische Programm zur Terrorismusbekämpfung zu überprüfen, bedeutete dies nicht in erster Linie ein Mandat zur Korrektur bestimmter Mängel, sondern zur Neubewertung amerikanischer Prioritäten und Strategien, um sicherzustellen, daß die
gegenwärtigen Programme die zur Verfügung stehenden Mittel
bestmöglich ausnützen und um zu ermitteln, ob unser nationales
Programm zweckmäßig koordiniert wird, um die effektivsten Resultate zu erzielen.
Unsere Kommission hat sich von über 25 Regierungsbehörden
informieren lassen, hat 14 Operationszentren besucht, um unsere Fähigkeiten aus erster Hand zu studieren, ist mit über 100
Politikern, Militärs, Wissenschaftlern und Gesetzesvertretern

�und Gesetzesvertretern zusammengetroffen und hat Botschaften
und militärische Kommandobehörden in der ganzen Welt besucht,
wo Gespräche mit amerikanischen und ausländischen Beamten
durchgeführt wurden.
Ich persönlich habe mich mit vielen Mitgliedern des Kongresses, Spitzenvertretern von Fluggesellschaften und Medien
sowie früheren Kabinettsbeamten und Diplomaten getroffen.
Wir sind zu fo Igen dem Schi uß gekommen: die Politik und
das Prog ramm der V erei nigt en S taaten in der Terrorismusbekämp funa sind hart und ent schl ossen. Wir stellen uns standhaft all en Fo rmen des Terr oris mus entgegen, wo immer er sich
auch zut ragen mag. Wi r sind b ereit, zusammen mit anderen
Staa ten oder allei n zu han dein , um terroristische Akte zu verhjnd ern oder auf s ie z u re agie ren. Wir werden an Terroristen
kein erle i Zug estän dnis se m ache n. Gleichzeitig werden wir all
unse re M it.tel dafü r ei nset zen, um die sichere Heimkehr aller
Arier ikan er zu erre iche n, d ie a ls Geiseln festgehalten werden.
Unser nationales Programm ist gut geplant und es funktioniert. In fast jeder Bundesbehörde der Vereinigten Staaten
werden zur Zeit Antiterror-Aktivitäten durchgeführt. Bestimmte Behörden sind angewiesen worden, auf jede Drohung oder jeden Anschlag gegen unsere Mitbürger zu reagieren, sei es im
Ausland oder hier, in der Luft oder zur See.
Auf diesen gegenwärtig bestehenden Sicherungen aufbauend,
hat unsere Kommission dem Präsidenten im Dezember 1985 eine
Reihe von Empfehlungen vorgelegt. Der folgende Bericht für
die Öffentlichkeit beinhaltet diese nichtgeheimen Vorschläge,
die eine verbesserte Koordinierung zwischen Regierungsbehörden
zum Gegenstand haben sowie die Schaffung einer hauptamtlichen
Stelle im Stab des Nationalen Sicherheitsrates und eines Vereinigten Nachrichtenzentrums für Terrorismus fordern.
Die Kommission empfiehlt außerdem der Administration, mit
Nachdruck ein Gesetz zur Einführung der Todesstrafe für jeden
Terroristen zu unterstützen, der eine amerikanische Geisel tötet. Zusätzliche Vorschläge erstrecken sich auf verstärkte
Zusammenarbeit mit anderen Regierungen und skizzieren erweiterte Kommunikationsprogramme mit Familien von Geiseln, den
Medien und der Öffentlichkeit im allgemeinen.
Obwohl der Terrorismus eine komplexe und gefährliche Bedrohung darstellt, gegen die es keine schnelle oder einfache
Lösung gibt, glaube ich doch, daß die Empfehlungen unserer
Kommission zu einer bedeutenden Verbesserung von Amerikas Fähigkelten zur Terrorismusbekämpfung führen werden. Solange
sich solche schlimmen Anschläge ereignen, wird der Terrorismus
eine der höchsten Prioritäten dieser Administration bleiben.
Es folgen Auszug
- 3 -

�Es folgen Auszuge aus den Empfehlungen der Kommission:
GEGENWÄRTIGE POLITIK
Die amerikanische Position gegenüber dem Terrorismus ist
eindeutig: feste Gegnerschaft zum Terrorismus in all seinen
Formen, wo immer er sich auch abspielt. Mehrere Direktiven
zur nationalen Sicherheit sowie Erklärungen des Präsidenten
und leitender Beamter bestätigen diese Politik:
- Die amerikanische Regierung lehnt nationalen und internationalen Terrorismus ab und ist bereit, zusammen mit anderen Nationen oder^ wenn nötig, allein zu handeln, um Terrorakte zu verhindern oder auf sie zu reagieren.
- Die Regierung der Vereinigten Staaten betrachtet von einzelnen Personen oder Gruppen verübten Terrorismus als potentielle Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit und wird
sich dem Terrorismus mit allen zur Verfügung stehenden
Mitteln entgegenstellen.
- Staaten, die Terrorismus praktizieren oder aktiv unterstützen, v/erden dies nicht tun, ohne dafür die Konsequenzen zu tragen. Wenn es Beweise dafür gibt, daß ein Staat
einen terroristischen Akt gegen dieses Land inszeniert
oder plant, werden die Vereinigten Staaten Maßnahmen treffen, um ihre Bürger, ihren Besitz und ihre Interessen zu
schützen.
- Die amerikanische Regierung wird Terroristen keine Zugeständnisse machen. Sie wird keine Lösegelder zahlen oder
Gefangene freilassen, ihre Politik nicht ändern oder etwa
anderen Maßnahmen zustimmen, durch die weiterer Terrorismus ermutigt werden könnte. Gleichzeitig werden die Vereinigten Staaten alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel
nutzen, um die sichere Heimkehr der amerikanischen Staatsbürger zu erreichen, die von Terroristen als Geiseln festgehalten v/erden.
- Die Vereinigten Staaten werden hart gegen Terroristen vorgehen, ohne Grundrechte aufzugeben oder demokratische
Prinzipien zu gefährden, und sie ermutigen andere Regierungen, einen ähnlichen Standpunkt einzunehmen.
Die amerikanische Politik ist auf die Überzeugung gegründet, daß die Erfüllung der Forderungen von Terroristen noch
mehr Amerikaner einer Gefährdung aussetzen würde. Diese Politik der Konzessionsverweigerung ist der beste Weg, um die Sicherheit einer größtmöglichen Zahl von Menschen zu garantieren,
Unsere Prinzipien
- 4 -

�Unsere Prinzipien von Gerechtigkeit werden keine wahllosen
Vergeltungsschläge gegen Gruppen oder Länder zulassen. In allen Fällen, in denen die terroristischen Täter identifiziert
und aufgespürt werden können, wird unsere Politik jedoch darin
bestehen, gegen den Terrorismus vorzugehen, ohne Grundrechte
preiszugeben oder demokratische Werte zu gefährden. Wir sind
bereit, zusammen mit anderen Staaten oder, wenn nötig, allein
zu handeln, um terroristische Akte zu verhindern oder zu beantworten. Für eine erfolgreichen Abschreckungsstrategie mag
der wohlüberlegte Einsatz militärischer Gewalt zur Beilegung
eines Zwischenfalls ein notwendiger Bestandteil sein.
Die Gesetzgebung der jüngsten Vergangenheit hat die strafrechtliche Zuständigkeit des Bundes für internationale terroristische Zwischenfälle, von denen Amerikaner betroffen sind,
eiheblich erweitert. Terroristische Gewaltakte sind Verbrechen. Deshalb werden die Vereinigten Staaten alle Anstrengungen unternehmen, um gegen Terroristen zu ermitteln, sie festzunehmen und als Kriminelle strafrechtlich zu verfolgen.
EMPFEHLUNGEN ZU POLITIK UND PROGRAMM AUF NATIONALER EBENE
Nationales Programmdokument
Zur Zeit sind eine Reihe von Behörden und Dienststellen
innerhalb der Exekutive für die verschiedenen Elemente unseres
nationalen Programms zur Terrorismusbekämpfung verantwortlich.
Obzwar dies ein vernünftiger und angemessener Ansatz ist,
sollten diese verschiedenen Elemente jedoch in einem einzigen
Piogrammdokument dargestellt werden. Solch eine umfassende
Liste würde die schnelle Identifizierung derjenigen Behörden
und ihrer Mittel ermöglichen, die für bestimmte Aspekte des
Terrorismus verantwortlich sind.
Die Kommission ist überzeugt, daß solch ein Dokument notwendig ist, um ein Höchstmaß an Effektivität bei der Koordinierung der Aktivitäten von Dienststellen und Behörden sicherzustellen, die Bestandteil unseres nationalen Programms sind.
Zusammen mit dem Amt für Verwaltungs- und Haushaltswesen und
den Ministerien für Äußeres und Justiz würde der Stab des Nationalen Sicherheitsrates dieses nationale Programmdokument
durchführen.
Politische Kriterien für Reaktionen auf Terroristen
Da sich Akte des Terrorismus durch Zeitpunkt, Ort, Rechtshoheit und Motivation erheblich unterscheiden, ist eine durchgsngige Reaktion fast unmöglich. Die behördenübergreifende
- 5 -

�Die behördenübergreifende Gruppe für Terrorismus sollte jedoch
politische Kriterien aufbereiten und dem Nationalen Sicherheitsrat zur Genehmigung vorlegen, um zu entscheiden, ob und
wie Gewalt zur Vorbeugung, Reaktion oder Vergeltung eingesetzt
sollte. Durch diesen Rahmen werden den entscheidungstragenden
Gremien brauchbare Normen zur Verfügung gestellt, mit denen
jede terroristische Drohung und jeder Zwischenfall bewertet
werden kann. Die Benutzung dieses Rahmens würde außerdem für
die amerikanische Bevölkerung sicherstellen, daß die Antwort
der Regierung widerspruchsfrei formuliert wird.
Einführung einer neuen Position im Nationalen Sicherheitsrat
Im Nationalen Sicherheitsrat muß eine hauptamtliche Position mit Unterstützungsstab geschaffen werden, um die Koordinierung unseres nationalen Programms zu stärken. In enger Zusammenarbeit mit den für eine Führungsrolle bestimmten Behörden wird diese Stelle verantwortlich sein für:
- Teilnahme an allen behördenübergreifenden Gruppen
- Führen des nationalen Programmdokuments
- Unterstützung bei der Koordinierung von Forschung und Entwicklung
- Hilfe bei der Entwicklung von Reaktionsmöglichkeiten
- Überwachung der Durchführung der von der Kommission unterbreiteten Empfehlungen
Sprechen mit einer Stimme
Eine ein deut iqe K ommun ikat lon durc h er nann te Sprecher und
Koor dini erun g von öff entli chen Erk läru ngen wäh rend eines terrcri stis chen Zwi sehen falls sin d lebens wich tig. Im Hinblick
auf di e Koor dini erung öffe ntli eher Erk läru ngen sollten alle
Spre eher dur eh b ehörd enübe rgre if ende A rbei tsgr uppen mit besondere n Or ient ieru ngshi lfen vers orgt wer den. Oh ne Koordinierung
kenn ten sich ung enaue Info rmat ione n er gebe n, n achrichtendi enstli che Quel len k ompro mitt iert wer den und Freunde und Verbünd ete über all in de r Welt in Bed rang nis gera ten - und dies
zu e iner Zei t, i n der inte rnat iona le Z usam mena rbeit lebensrettend sei n ka nn.
Die Auswahl von Sprechern und die Richtlinien für öffentliche Reaktionen sind besonders wichtig, wenn man den durch
informationshungrige Medien während terroristischer Zwischen- 6 -

�terroristischer Zwischenfälle ausgeübten Druck in Betracht
zieht. Ein falsches Statement oder das Versäumnis, vor einem
Kommentar an Nachrichtenmedien rechtliche Probleme zu beachten, könnten die polizeilichen Ermittlungen oder eine mögliche
strafrechtliche Verfolgung gefährden.
Überprüfung der amerikanischen Personalbedarfs in besonders
bedrohten Gebieten
Es sind bereits Schritte unternommen worden, um die Sicherheit amerikanischer Anlagen zu verstärken und Personal in
gefährlichen Gebieten abzubauen. Bis heute sind diese Bemühungen jedoch noch nicht zwischen allen beteiligten Dienststellen umfassend koordiniert worden. Das Außenministerium
sollte die Botschafter in allen als besonders bedroht ausgewiesenen Gebieten anweisen, zu untersuchen, ob ein weiterer
Personalabbau bei amerikanischen Einrichtungen in Übersee möglich ist. Diese Überprüfung sollte gleichzeitig die physische
Verwundbarkeit der den Botschaften angeschlossenen Einrichtungen eingehend berücksichtigen. Das Verteidigungsministerium
sollte gleichermaßen eine ähnliche Untersuchung für seine militärischen Kommandos im Ausland durchführen.
EMPFEHLUNGEN ZUR INTERNATIONALEN ZUSAMMENARBEIT
Internationale Zusammenarbeit ist für die langfristige
Ausschaltung des Terrorismus von entscheidender Bedeutung.
Sie kann durch multilaterale sowie bilaterale Abkommen erreicht werden. Obwohl beim Abschluß multilateraler Abkommen
nur langsam Fortschritte erzielt wurden, sollten wir unsere
Bemühungen auf diesem Gebiet fortsetzen, um zu zeigen, daß
viele Nationen sich dem Kampf gegen den Terrorismus als einem
internationalen Verbrechen gegen die Gesellschaft verpflichtet
fühlen.
In Ermangelung eines multilateralen Abkommens sollte das
Außenministarium sich weiterhin intensiv um internationale Zusammenarbeit bemühen durch:
- allgemeine Resolutionen oder Abkommen in den Vereinten Nationen und anderen spezialisierten Organisationen auf den
Gebieten der Zivilluftfahrt, der Seeschiffahrt und des
Tourismus,
- verstärkte und auf größerer Basis ratifizierte internationale Konventionen zu Problemen wie Flugzeugentführung,
Geiselnahme und Schutz von Diplomaten,
weniger formelle
- 7 -

�weniger formelle Absprachen, mit denen der internationale
Konsens zu effektiven Aktionen gegen den Terrorismus veranschaulicht wird,
verbesserte Durchführung bestehender Abkommen zur Terrorismusbekämpfung.
Schließung von Lücken in Auslieferungsvereinbarungen
Die Vereinigten Staaten selbst werden bisweilen als sicherer Hafen für Terroristen benutzt. Die bestehenden Auslieferungsverträge mit anderen Staaten schließen eine Auslieferung
von Flüchtigen aus, die wegen "politischer Straftaten" gesucht
werden. Diese Klausel bildet augenscheinlich ein Schlupfloch
für Terroristen. Das Außenministerium sollte sich um Korrekturen der Auslieferungsverträge mit denjenigen Ländern bemühen, die demokratische und faire Rechtssysteme besitzen, um
sicherzustellen, daß Terroristen an das rechtlich zuständige
Land ausgeliefert werden.
Der Prozeß zur Schließung solcher Schlupflöcher hat in der
Form von Änderungsvorschlägen bezüglich des amerikanischbritischen Zusatzvertrages begonnen. Das Außenministerium
sollte sich energisch um die Zustimmung des Senats zu diesem
Vertrag bemühen und den Prozeß der Überprüfung von Verträgen
mit anderen Ländern fortführen, um zu gewährleisten, daß Terroristen der Prozeß gemacht wird.
Verhängung von Sanktionen bei Verletzung der Wiener Konvention
Es i st ei ne Ta tsac he, d aß b estimmt e Regierunge n de n Terrori smus akti v unt erst ützen . Diese La nder n utzen manc hmal ihre d iplo matis chen Vert retun gen als sie heren Hafen für Terroriste n od er al s Verstec k für der en Mate rial - eine dire kte Verletz ung der W iener Kon venti on. Das Au ßenmin isteri um s ollte
weit erhi n zus ammen mit ande ren Regieru ngen d aran a rbei ten,
Verl etzu ngen der W iene r Kon vent ion zu verhin d e m u nd a ufzudeck en. Eine Reso luti on de r Generalve rsamml ung de r Vereinten
Nati onen , die den Schu tz vo n Te rrorist en in diplom atis chen
Vert retu ngen verur teil t, kö nnte zu den Bemüh ungen der Vereinigt en S taate n bei trag en, d iese n Mißbr auch z u bekä mpfe n.
Bewertung und Verstärkung der Sicherheit von Flug- und
Seehäfen
Das Durchleuchten von Passagieren und Handgepäck vor dem

�vor dem Abflug sind grundlegende Faktoren unseres nationalen
Sicherheitsprogramms. Seit 1972 sind durch diese Maßnahmen
über 30 000 Schußwaffen entdeckt und 13 000 Verhaftungen vorgenommen worden. Die jüngsten Terrorakte gegen internationale
Luft- und Seefahrteinrichtungen zeigen aber die Notwendigkeit
für eine andauernde Überwachung und auf den neuesten Stand gebrachte Sicherheitsmaßnahmen. Dies gilt besonders für Häfen
und an Bord von Schiffen, wo keine internationalne oder bundesgesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen existieren.
Die behördenübergreifende Arbeitsgruppe für Sicherheit auf
See, die dem Verkehrsministerium untersteht, soll die Sicherheitsmaßnahmen und die potentielle Bedrohung für Schiffe, Passagiere und Mannschaften überwachen. Sie soll auch den gesetzlichen Rahmen überprüfen. Wenn es keinen angemessenen
Rahmen gibt, sollen in Zusammenarbeit mit den entsprechenden
Behörden Empfehlungen für eine neue Gesetzgebung gemacht werden. Darüber hinaus müssen Gesetze geschaffen werden, die eine eingehende Überprüfung von Personen, die auf Flughäfen oder
Terminals in Sperrbereichen arbeiten, auf frühere Straffälligkeit erlaubt. Schließlich sollten das Außenministerium und
die Küstenwache weiterhin durch die Internationale Seefahrtsorganjsation IMO an der Entwicklung international gültiger Abkommen arbeiten, um die Passagiere und Mannschaften der jeweiligen Schiffe zu schützen.
NACHRICHTENDIENSTLICHE EMPFEHLUNGEN
Aufbau eines Vereinten Nachrichtenzentrums für den Terrorismus
Die Sammlung, Auswertung und Verbreitung von Nachrichten
spielt bei der Bekämpfung des Terrorismus eine zentrale Rolle. Zur Zeit gewinnen einige Bundesministerien und Behörden
irnerhalb ihrer Kompentenzbereiche Nachrichtenmaterial; es
gibt aber kein vereintes Zentrum, das die Quelleninformationen
ais all jenen Dienststellen sammelt und auswertet, die sich
mit Aktivitäten zur Bekämpfung des Terrorismus befassen. Das
Hinzufügen solch einer zentralen Einrichtung würde unsere Fähigkeit verbessern, künftige terroristische Bedrohungen zu
verstehen und vorherzusehen, das nationale Krisenmanagement zu
unterstützen und eine gemeinsame Datenbank zur Verfügung zu
stellen, die den einzelnen Behörden leicht zugänglich ist.
Möglicherweise könnte dieses Zentrum ein Mittelpunkt für die
Entwicklung eines behördenübergreifenden Stabes von Nachrichtenexperten sein, die auf Terrorismus spezialisiert sind.
Verstärkte Sammlung

�Verstärkte Sammlung des von Einzelpersonen zusammengetragenen
Nachrichtenmaterials
Das mit Hilfe technischer Mittel gesammelte Material ist
ausreichend und wird zweckmäßig zusammengetragen. Gleichzeitig gibt es aber ganz klar einen Bedarf an bestimmten Informationen, die nur von Einzelpersonen erbracht werden können.
Eine Zunahme der von Einzelpersonen zusammengetragenen Informationen ist unerläßlich, um terroristische Vereinigungen und
deren Unterstützungssysteme zu durchdringen.
Austausch von Informationen zwischen Regierungen
Die nationalen Bemühungen um nachrichtendienstliche Information bauen sehr auf Vereinbarungen zu deren Sammlung und auf
Verbindungen mit vielen befreundeten Regierungen. Ein solcher
Austausch mit gleichgesinnten Regierungen und Polizeibehörden
im Ausland war äußerst nützlich und sollte zur Unterstützung
unserer eigenen Bemühungen um Informationen ausgeweitet werden.
EMPFEHLUNGEN ZUR GESETZGEBUNG
Die Ermordung von US-Bürgern außerhalb ihres Landes sollte zu
einem Bundesverbrechen erklärt werden
Im Augenblick ist es nach dem amerikanischen Gesetz kein
Verbrechen, einen amerikanischen Bürger außerhalb unserer
Grenzen zu ermorden - die Ausnahme bilden Diplomaten und einigt; Regierungsvertreter. Der Rechtsschutz für Diplomaten sollte erweitert werden und alle amerikanischen Staatsbürger einschließen, die Opfer des internationalen Terrorismus werden.
Das Außen- und das Justizministerium sollte den Kongreß auffordern, eine Gesetzgebung anzunehmen, wie z. B. das Gesetz
zur Verfolgung von Terroristen von 1985, die dieser Zielsetzung gerecht wird.
Anwendung der Todesstrafe für Geiselmörder
Qbowohl es Gesetze gibt, die die Anwendung der Todesstrafe
erlauben, wenn ein Todesfall bei einer Flugzeugentführung eintritt, so gibt es keine spezielle Gesetzgebung, die die
gleiche Strafe für Geiselmörder in anderen Situationen vorsieht. Das Justizministerium sollte Gesetze erarbeiten, durch
die bei jeder Person, die eine Geisel, unter welchen Umständen
auch immer, tötet, die Todesstrafe angewendet wird.
Bildung eines
- 10 -

�Bildung eines gemeinsamen nachrichtendienstlichen Komitees
Verfahrensweisen, denen die Exekutive folgen muß, um die
Geheimdienstausschüsse über nachrichtendienstliche Tätigkeiten
zu informieren, müssen gestrafft werden. Die Annahme einer im
vergangenen Jahr vom Kongreßabgeordneten Henry J. Hyde vorgeschlagenen gemeinsamen Resolution würde einen gemeinsamen Geheimdienstausschuß ins Leben rufen. Diese Resolution würde
die Anzahl der Personen beschränken, die Zugang zu heiklen Informationen haben und einen einzigen sicheren Verwahrungsort
für Geheimmaterial zur Verfügung stellen.
Bereitstellung zusätzlicher Anreize für Informationen über
Terroristen
Das Gesetz zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus
von 1984 sieht die Zahlung von bis zu 500 000 Dollar für Informationen vor, die den nationalen und internationalen Terrorismus betreffen. Manche glauben, daß diese Gesetzg?^
nicht ausreicht.
Das Außenministerium sollte zusammen mit dem Justizministerium und der CIA einen behördenübergreifenden Anstoß für
die Entwicklung eines unilateralen und/oder bilateralen Programms geben, um Einzelpersonen zu Informationen über die
Identität oder den Aufenthalt von Terroristen zu ermutigen.
Zusätzlich zu finanziellen Belohnungen umfassen weitere Anreize Strafverfolgungsfreiheit für frühere Vergehen und amerikanische Staatsbürgerschaft für die betreffende Person und ihre
engsten Familienangehörigen.
Ausgesetzte Belohnungen sollten sowohl an ausländische als
auch an amerikanische Personengruppen vergeben werden, und man
sollte in Betracht ziehen, die momentane Höchstsumme von
500 000 Dollar auf eine Million Dollar anzuheben.
Verbot von Ausbildungslagern für Söldner
Die internationalen Regeln für den Waffenhandel sind dahingehend verschärft worden, daß nun eine Lizenz notwendig
ist, um Ausländer im Gebrauch von Waffen auszubilden; auf nationaler Ebene gibt es dennoch eine Reihe von legalen Ausbildungslagern für Söldner und für Uberlebenstraining. Entsprechende Behörden sollten das Ausmaß, in dem Nicht-Amerikaner in
den Vereinigten Staaten im Gebrauch von Handfeuerwaffen und
Sprengstoffen ausgebildet werden, strenger überwachen und wenn
n'jtig, eine zusätzliche Gesetzgebung fordern.
Beendigung des
- 11 -

�Beendigung des Mißbrauchs des Gesetzes über Informationsfreiheit durch Terroristen
Mitglieder terroristischer Vereinigungen könnten das Gesetz über Informationsfreiheit benutzt haben, um Informanten
des FBI zu identifizieren, die Nachforschungen des FBI zu behindern und Regierungsmittel durch Anfragen zu blockieren.
Dies wäre eine eindeutige Verletzung des Gesetzes, die vom
Justizministerium überprüft und, wenn er sich bestätigt, von
der Legislative behandelt werden sollte, um das Schlupfloch zu
schließen.
Studium des Verhältnisses zwischen Terrorismus und dem
nationalen und internationalen Rechtssystem
Internationales und nationales Rechtssystem sind angemessen, wenn es um die Behandlung von konventionellem Krieg und
Verbrechen geht. Bei bestimmten Gelegenheiten tauchen jedoch
Fragen der Gesetzgebung und Zuständigkeit auf, wenn es um den
Terrorismus geht. Zum Beispiel gibt es Zweifelsfälle bei den
Umständen, bei denen militärisches Eingreifen bei der Bekämpfung des Terrorismus angemessen ist. Dieser Mangel an Klarheit bei den Beziehungen zwischen der Anwendung internationaler Gesetze und Rechtssysteme könnte die Macht der Regierungen
einschränken, schnell und wirksam zu handeln. Das Außen- und
auch das Justizministerium sollte die private und die akademische Forschung unterstützen, um herauszufinden, wie internationale Gesetze benutzt werden können, um Bemühungen zu beschleunigen - und nicht zu behindern -, einen Terrorakt zu beantworten.
Untersuchung darüber, ob bestimmte privatwirtschaftliche
Aktivitäten illegal sind
In einigen Fällen haben Einzelpersonen und Firmen Terroristen Lösegeld für die Übergabe entführter Personen oder gestohlener Gegenstände gezahlt. Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zur nationalen Politik, die sich dagegen wendet, Zugeständnisse an Terroristen zu machen oder ihnen Lösegelder zu
zahlen. Das Justizministerium sollte erwägen, ob Gesetze geschaffen und angewandt werden sollten, die solche Zahlungen an
terroristische Vereinigungen für rechtswidrig erklären.
EMPFEHLUNGEN ZUR VERSTÄNDIGUNG
Aufgrund des starken Drucks bei einer Geiselnahme bedrängen manche Familienmitqlieder von Geiseln höchste Regierungs- 12 -

�höchste Regierungsstellen um Informationen. So sehr dies verständlich ist, beinhaltet solch ein Verhalten die Möglichkeit,
die Rückkehr der Geiseln zu verzögern, indem man Terroristen
so die gewünschte Aufmerksamkeit der Medien zukommen läßt oder
sie in den Glauben versetzt, daß ihre Forderungen erfüllt werden. Darüber hinaus könnte die unbeabsichtigte Enthüllung
prekärer Informationen alle Bemühungen um die Freilassung von
Geiseln gefährden.
Die im Zuständigkeitsbereich der Konsularabteilung des Außenministeriums liegende Verbindungsstelle für Familien sollte
ein weitreichenderes Programm zur Verfügung stellen, das Besuche, Telefon-Standleitungen, Informationen über private Beratungsdienste und eine Kontaktperson für jede Familie, auch
wenn es nichts Neues zu berichten gibt, einschließt. Solch
ein erweitertes Kontaktprogramm wird den Familien helfen, zu
verstehen, daß seitens der Regierung den Interessen der Geiseln höchste Priorität zukommt.
Beginn einer Aufklärungskampagne für die Öffentlichkeit
Wege n de s Mangels a n Ve rstä ndni s und gegenwa rtig erhältlj chen I nf ormatione n üb er u nser nat ional es Progr amm z ur Bekf'mp fung des Terror ismu s so U t e n br eit a ngelegte Bemü hungen
unte rnom men werden, um die amer ikan ische Öffentl ichke it sowohl
über uns ere Maßnahm en u nd V orsc hläg e zu informie ren a ls auch
über die zah lreiche n Au swir kung en d es Ge brauchs von G ewalt gegen den Terr orismus , einsch ließ lieh des Todes un schul diger
Pers onen , der Zerst örun g vo n Ei gent um, E ntfremdu ng vo n Verbündete n un d mö glicher ter rori stis eher Verg eltungsa kte. Die Aufklär ungs bemü hungen würd en m it H ilfe von Publikat ionen , wie zum
Beis piel mit diesem Ber icht , sowie Semin aren und Ansp rächen
von Regi erun gsvertr eter n du rchg efüh rt.
Zusammenarbeit mit den Medien
Terroristen erzeugen absichtlich Sensationen, um die
Hauptaufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken - ein Trick,
der sich häufig die amerikanische Pressefreiheit zunutze
macht. Dieses Vorgehen kann durch enge Zusammenarbeit zwischen Regierung und Medien ausgeschlossen werden. Die Regierung der Vereinigten Staaten sollte den Medien während einer
Krise durch den Terrorismus rechtzeitig Informationen liefern.
D:e Medien sollten im Gegenzug dazu sicherstellen, daß ihre
Reportagen den höchsten professionellen und ethischen Maßstäben entsprechen.

* * *

* *

13 -

�AMERIKA DIENST
Dokumentation

12. März 1986

IC

USA ZUR WEITEREN BEKÄMPFUNG DES TERRORISMUS ENTSCHLOSSEN
- Botschafter Oakley vor Unterausschuß des
Repräsentantenhauses (Auszüge)

WASHINGTON - (AD) - Robert Oakley, Botschafter zur besonderen Verwendung und im amerikanischen Außenministerium mit
dem Problem der Bekämpfung des Terrorismus betraut, informierte am 28. Februar 1986 den für Rechtsfragen zuständigen Unterausschuß des Repräsentantenhauses in einer vorbereiteten Erklärung über die Maßnahmen der amerikanischen Regierung in
diesen Bereich: "Die Reagan-Administration ist entschlossen,
damit fortzufahren und die uns zur Verfügung stehenden Instrumente zu vermehren und zu verbessern."
Er betonte zugleich, daß in diesem Rahmen "alle unsere Bemühungen um internationale Zusammenarbeit und internationale
H:lfestellung von Bedeutung sind." Die vorbereitete Erklärung
von Botschaftor Oakley hat in ihren wesentlichsten Auszügen
folgenden Wortlaut:
Ein erster Blick auf die Statistiken zeigt, daß es im Jahr
IT'85 nehr als 800 Akte des internationalen Terrorismus gab.
Es gab 2 223 Opfer - 23 der Getöteten und 139 der Verletzten
waren Amerikaner. In den vergangenen zwei Jahren nahm der internationale Terrorismus - im Vergleich zu einem Jahresdurch-

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�einem Jahresdurchschnitt von rund 500 in der Zeit zwischen
1978 und 1933 - erheblich zu (um 60 Prozent).

Die terroristische Bedrohung im Ausland
Für dieser beunruhigenden Trend gibt es eine Reihe von Ursachen und Gründen. Eine Hauptursache für diesen Anstieg bildet der Terroiismus, der seinen Nährboden im Nahen und Mittleren Osten hat - hier stieg die ;'ahl der Vorfälle von 109 im
Jshr 1983 auf 378 im Jahr 1985. Innerhalb dieser Kategorie
gibt es eine Vielzahl von Fakto r en und Akteuren, nie israeiIsch-palä5t;nensische Frage Ist nur eine Komponente und umfaßt den lerrcr ismus, der von r &lt;dikalen Palästinensergruppen
ausgeht, die ((en Versuch unternahmen, den Friedensprozeß zu
störer'.
D?;neben g b t es den Terrorismus, der von dem politisch-religiösen Fanatismus Khomeinischer Prägung sowie von den Mordkcmpaanen Ghacafis gegen libysche Dissidenten ausgeht.
E J n i g e dei Ter rora kte wäre n Ve rsuche von Terr oris ten, die
Fi eil c i S S U P g vf.n Ge sinn ungs geno ssen oder Verw andte n zu erzwingen, d i e v&gt; eqen frü here r Ve rgeh en v erhaft et w urden . Die einzig
di rch cjängi ge P'orde rung der bei sein ehmer von Ameri kane rn im Libe non i s t die Frei lass ung von 17 d urch d en I ran i nspi rierten
Tr- rror i s t e n , i!ie i n Ku wait weg en d er dor tige n blu tige n Terrorangri ffe i m De zemb er 1 984 veru rtei lt wur den, bei dene n fast
100 M ensch en w erwu ndet ode r ge töte t wurd en. Ande re T erroris ten i wie etv a Ab u Ab bas, des sen Gruppe die Achi lle Lauro kapf rte , v e r such ten, pol itis ch g egen die V erei nigte n St aaten und
Ifr rae] St.i mmun g zu mac hen und glei chzeit ig d ie Fr eila ssung inh&amp;fti erter
innu ngsg enos sen zu e rreich en.
D:.e t c idlic hsten T erro rangri ffe de s Mittl eren Ost ens kamen
vcn de r A b u-N: dal-Gru ppe, die d as Zen trum ih rer Oper atio nen
1983 v orn I rak nach Sy rien verle gte. Anfang 1985 kon zent rierte
Abu N;.dal sein e Angri ffe gegen Jordan ische u nd gemäß igte pau st in ensi sehe Politi ker. Als dann M itte de s Jahres Syr ien
und Je rdan ien Gespräc he a uf höh er Ebe ne mite inander bega nnen,
wurd e Liby en ::u seine m wi chtigs ten He lfer un d seine Ziel e wandelt en sie h e:?neut. Die Entfüh rung d es ägyp tischen Flug zeuges
ne-ch M alta , WD bei zum ers tenmal auch weiblic he Passa gier e ar er ik anis che : und is rael ischer Staat sangehö rigkeit - he rausgesu ch t wu rden , um getöte t zu w erden, sowie die Ansc hläg e auf
den Fl ughä fen von Rom und Wien waren die ers ten groß eren Operat!on en H er \bu-Nida 1-Or ganisa tion, seit si e erhebl iche Unte T S tn tzun o vo n Libye n be kommt.
Auch westeuropäische
- 2 -

�Auch v/esteuropä ische Gru ppen wäre n aktiv. Die Rot e Armee
Frak tion gri ff amer i k a n isehe und NATO -Anlagen in d er B undesre;pu b.lik Deu t s c h 1 a nd an - wo bei mehre re Ameri kaner umk amen und ihre Ges innungs genos sen in F rankr eich und Belg ien führten
In Ita lien gab es geraauch in dies en Land ern A nsch läqe aus.
de; e rst in d iesem M onat eine Wie derbe lebung d er Ro ten Brigaden, nac hdem die Gr uppe dort erh eblic he Rucks chläg e ha tte hinnehm en m üsse n. In Spani en s etzt en di e baskis chen Sepa ratisten
ihre Kam pagn e fort. Im verg anae nen J ahr wurd e ein ame rikanisch er G esch ä ftsman n get ötet , äls ein e Autobo mbe i n Ma drid exp?.od iert e un d auch mehr als ein Dutze nd spani scher Ziv ilgardist en v erwu n d e t e.
In Lateinamerika stieg die Zahl der Terrorangriffe von 81
in Jahr 1984 auf 132 im Jahr 1985. 86 dieser Vorfälle betrafen auch die /ereinigten Staaten, einschließlich vier getöteter Marines und zweier Geschäftsleute in San Salvador.
Die L i ste ist kei nesw egs vo llst ändi g, ab er l ch z itiere
diese Vor komm niss e, u m di e Type nvie lfal t der Ter rori sten zu
AI lerd ings gibt es e inen gerne insa men Nenner,
i.'.lustrie ren.
Keiner vo n ih nen - gl eich , was sie oder ihre Hei fer vorgeben
Iche rom anti sehen Frei heit skämp fer, der en Ans n d i r g ndwe
e
schlage m an m it d em A rgum ent en tsch uldi qen k önnt e, s ie kämpften für e ine poli tisc h "g erecht e Sa che" . Was si e tu n, sind
kriminell e Ak te, wöbe i in viele n Fä llen absi chtl ich versucht
wird, so v i e 1e Un schu ldig e wie nur mögl ich - ein schl ießlich
jener, di e in kei ner 1 ei d irekte r Be zieh ung z u ih ren Klagen
stehen - zu t oten ode r zu verle tzen
Bedrohung der Vereinigten Staaten durch den internationalen
Terrorismus?
Man fragt uns oft: "Wird der Terrorismus im Ausland sich
auch hierher ausbreiten?" Es ist schwer, hierauf eine eindeut ge Antwort zu geben, weil es eine solche Vielfalt des Terrnrismus im Ausland gibt; aber alle damit beschäftigten Stellen der amerikanischen Regierung nehmen die Bedrohung sehr
ernst - insbesondere das Außen-, Justiz- und Finanzministerium.
Erst kürzlich stand Libyens Gadhafi erneut in den Schlagzeilen, drohte er doch wieder damit, den Terrorismus in die
Vereinigten Staaten zu tragen. Obgleich wir davon ausgehen,
daß dies eine Übertreibung ist, sollte man es nicht ignorieren.
Es gibt ein deutliches Vorgehensmuster, wie libysche
Aiienten im Ausland ihre eigenen Landsleute umbrachten, die
Gadhafi nicht mochte. Die neue Abu-Nidal-Verbindung bietet
L'.byen noch mehr Möglichkeiten.
Im vergangenen Jahr machte

�Jahr nachte das FBI erfolgreich den Plan einer Gruppe von
Libyern in unserem Land z u n i c h t e , und ein Mitglied der
libyschen Mission bei den Vereinten Nationen wurde aufgrund
seiner Verwicklung in terroristische Aktivitäten des Landes
verwiesen.
Plötz lic h taue hten S i k h - Terr oris ten, di e bis vor zw ei Jahwese n wa r e n , a u ß e " in Indien auch i n den Vereiren inakt i v
nigt en St aat en und ih Kanada auf . Wie bere its Mr . Webster
la ng e s dem F B I , gen lant e Sikh-Operat ionen hier zu
ai'ss atjte,
D:.e im ver gangen en J ahr in zwei Verke hrsflu gzeugen
vere iteln
aus Kanad e d ep onie rten Bombe n du toni erten a llerdi ngs be reits
in u nsere r N Ih e. Die Tragöd ie 1 er A ir Indi a-Masc hine w ar
n.i cht die e in;*.ige Rata stroph e dl eser Art de s Jahres 198 5. Der
Abst urz 1 et? tfin Ju n i , bei de m a l le H inweise auf e ine Bo mbe von
Sikh -"e er or lSt en s chli eßen 1 asse n, k ostete 329 Me nschen leben.
Die Verei nig tl!n St aate n, Kan ada, Gro ßbritan n i e n und Ind ien untern ehmen al In Ans tren gungen , um mög liehen Terror anschl äqen
drr Slkhs zu vn rzuk omme n.
Es gibt aber noch andere Gruppen, die in der Vergangenheit
amerikanischen Boden nutzten, um durch Aktionen gegen Vertreter eines anderen Landes ihren Anliegen Geltung zu verschaffen
- so etwa armenische Terroristen, die türkische Diplomaten angriffen und Angehörige der Jüdischen Verteidigungsliga, die
sowjetische D.plomaten angriffen. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit jedoch auf die Tatsache lenken, daß es in diesem Land zu
keinem Vorfall kam, in den ausländische Gruppen oder Regierungen verwickel; gewesen wären.
Ich moc hte auße rdem auf den U nter schi ed zwis chen t atsä ehlic her und po :e ntie H e r Bedr ohung sei tens Gruppe n, Bür gern r e n ,
ode c da uern d In die sem Land Ans äs sige n mi t stark en fam iliä O b eth nisc hen oder rel igiö sen B indun gen im A usland hinwei sen.
gle ich es e ine klei ne Z ahl v on Vo rfäl len gab, in die V ertr eter
die se~? Grup pen verw icke lt wa r e n , so h at d och ein e Komb inat ion
aus wir ksam er S traf verf olgun g und Dru ck s eitens dieser Gru Ppie rung en s elbs t, v on d erlei abzu sehe n, d azu bei getrag en, daß
s 01ch e ine te :r oris tisc he Ak t i v i tät b zw. deren F ortfüh rung
ver bind ert we cd en k onnt e. D iese Grup pen setzen sich z u ei nem
übe rwäl tige nden Tei 1 aus fri edlie bend en, Patriot ischen Bür gern
zus amme n. E s wä re e in F ehler und in g roße m Maß u n f a i r , wen n
die ame rika nisc he Ö ffen tlich k e i t , der Kon greß od er die Med ien
d i e eth nisc hen Grup pen in di esem Land als potent ielle Brut
st 8 tten des Ter rori smus vert euf el n wü rden
Es gibt eine Reihe von Gründen dafür, daß Terroristen aus
dem Ausland hier nicht aktiver sind. Einer besteht natürlich
in der hervorragenden Arbeit des FBI sowie anderer S t r a f v e r fnlgunosbebörJen. Ein zweiter ist die gute Arbeit der CIA und
- A -

�CIA und anderer Ä'mter, wenn es darum geht, im Ausland Informationen über potentielle Bedrohungen dieses Landes zu sammeln.
Ein weiterer Faktor ist die Tatsache, daß die geistige, politische und psychologische Atmosphäre, die einige der ideologisch motivierten Terroristen Europas zu nähren scheint, hier
nicht verbreitet ist. Schließlich ist auch ein Grund die gute
Arbeit, die e1wa beim Zoll und im Außenministerium geleistet
wird, potentielle Terroristen vnn unserem Land fernzuhalten.
Ein Resjl'pt dieser guten Arbeit ist allerdings, daß es
für Ter;oi i stc n einfacher ist, die Amerikaner im Ausland angieifen wollen. Millionen von Amerikanern arbeiten und reisen
ZL jerer zeit im Ausland. Die "ebäude, in denen wir arbeiten,
die Füughffen. die wir benutzen, all dies ist für Terroristen
leicht zueäng." ich, die symbolisch Uncle Sam selbst oder aber
irgencwelr.h3 tmerikanIschen Zivilisten treffen wollen. Die
Sicherheit in einigen Ländern läßt zu wünschen übrig. Es ist
schwer }b2uwäcien, ob sich die Situation hierzulande ändern
würde, wenn die amerikanische Regierung im Ausland stärkere
ArtitercormaGnahmen ergreifen würde. Wir haben zum Beispiel
eine Reihe wirtschaftlicher und politischer Maßnahmen gegen
Gsdhafi ergriffen, da die Vereinigten Staaten und Israel schon
seit, langem seine Ziele sind. Die Vereinigten Staaten sind
ai.cn Haupt.z le." einer ganzen Anzahl anderer Gruppen im Nahen
Osten und in l.ateinamerika.
Während es nicht ausgeschlossen werden kann, daß eine härtere Gangert rjegen Gaihafi oder andere Terroristen diese in
Urem Wunsch nach Durchführung von Aktionen gegen die Vereinigter- Staaten innerhalb unseres Landes bestärken könnte, gibt
er die oben erwähnten grundlegenden Hindernisse, die selbst
von dem irrat onalsten Terroristen beachtet werden müßten.
Ein Verlangen nach Rache verändert nicht notwendigerweise die
Grundbedingunnen: relative Schwierigkeiten für Terroristen, in
die Vereinigten Staaten einzureisen und dort zu operieren sow^e unsere Fähigkeiten, sie abzufangen.
Jedenfalls hat diese Administration eine noch energischere
Kampagne gegen den Terrorismus beschlossen, und sie wird sich
vr. m R; siko der Vergeltung im eigenen Land nicht davon abschreeken lassen. Dies ist der wichtigste Schluß aus dem von
der Kommission des Vize-Präsidenten zur Bekämpfung des Terrorismus vorgelegten Bericht, der vom Präsidenten gebilligt worden Ist und der bald der Öffentlichkeit präsentiert werden
wird. Er sch.'.ägt Maßnahmen zur Stärkung unserer Fähigkeiten
zi r Bekämpfung des Terrorismus im Ausland und in den Vereinigten Staaten sowie eine Fortsetzung der Politik der Verweigerung »on Zugeständnissen vor. Vor dem Terrorismus wird es
ktin Zurückwe chen geben.
Natürlich ist

�N a t ü r l i ch i st in d lesem Gesch äft ni chts s icher , und die
Terro eisten bes itzen d en Vo rteil der Üb errasc hung und der
8 ei de r Abwä gung u nserer Reak tion en auf
w e c h s e l n d e n Tak tik.
eine bestim Ute Situati on ve rsuche n wir deshal b, al le F aktoren
in Be tracht zu ziehen. Abe r wir können uns n icht zur Untätigkeit verdam men lassen aus F urcht, unser e Akti onen könn ten zu
weite ren 1:e rror istisch en An schlag en füh ren.
Im Ge gent eil, der
Preis des N icht stuns i st me istens höher als d er Pr eis dafür,
e t. w a s zu tu n. Viele e uropä ische Regier ungen haben lan ge gezög e t t , sich un:;e ren Akt Ionen gegen Libye n anzu schli eßen und dabei s ogar e in ? a che Kon troll en der in ih re Län der e In- oder
a u s r e isende n Pe rsonen zurüc kgewle sen, w eil si e siefi üb er den
m ö g l i chen V e r l ust von Gesch äften mit de n Arab ern s orgt en.
Vt.Tsp ätet i st i hnen je tzt k lar ge worden , daß sie n icht versr:hon 1; werd en u nd daß sie d urch d ie fal lenden Tour ismu seinkünft e, ges klag enen Si cherh eitsko sten u nd äng stlic hen potentiell en luv es :oren sow ie ei nen Ve rtraue nsverl ust i n ih rer eige^nen Offen tl ichkeit t euer für de n Terr orismu s bezahle n.
Internationale Zusammenarbeit
D ie Be kämpfu ng de s T e r r o r i s m u s in Ü b e r s e e wird k o m p l i z i e r t
durch solo he wir tscha f t l i c h e n Fak toren und durch u n t e r s c h i e d 1 i c h e allg emein polit ische und au ß e n p o l i t i s c h e S t a n d p u n k t e und
d i e s s o g a r im Fa 11 vo n A n s c h l ä g e n , bei denen A m e r i k a n e r d a s
Wir soll ten uns daran e r i n n e r n - und
H e u p t angri ffs/ie 1 sin d.
di es :. s E e
t w a s , das v on den M e d i e n und der Ö f f e n t l i c h k e i t o f t
übers ehen wird - , daß die p r i m ä r e p o l i t i s c h e und r e c h t l i c h e
Veran t w o r t lichke it fü r die B e k ä m p fung des T e r r o r i s m u s bei d e n
Re gie runge n der Lände r l i e g t , in denen t e r r o r i s t i s c h e A n s c h l ä ge st attfJ nden k önnen
Unsere Macht ist r e c h t l i c h w i e auch p o l i t i s c h b e g r e n z t .
Wir können zun B e i s p i e l m i l i t ä r i s c h e s W a c h p e r s o n a l i n n e r h a l b
u n s e r e s B o t s c h a f t s g e l ä n d e s oder a n d e r e r A n l a g e n s t a t i o n i e r e n .
W&amp;s die äußere S i c h e r h e i t a n g e h t , sind wir jedoch a u f die R e gierung des G a s t l a n d e s a n g e w i e s e n , genau so wie es im V e r a n t wortungsbereich dieser Regierung liegt, Reisende auf Flughäf e n , in G e s c h ä f t s - oder a n d e r e n Z e n t r e n i n n e r h a l b ihrer r e c h t lichen Z u s t ä n d i g k e i t zu s c h ü t z e n .
Wir k ö n n e n u n s e r e S t r e i t k r ä f t e zu S c h l ä g e n gegen T e r r o r isten m o b i l i s i e r e n .
U n s e r e F ä h i g k e i t , sie in b e f r e u n d e t e n
ocer n e u t r a l e n L ä n d e r n e i n z u s e t z e n , h ä n g t von der Z u s t i m m u n g
der G a s t r e g i e r u n g a b . Die A n w e n d u n g u n s e r e r r e c h t l i c h e n M ö g l i c h k e i t e n , T e r r o r i s t e n im Ausland zu v e r f o l g e n , wird e b e n s o
stark von der Haltung der d o r t i g e n R e g i e r u n g e n b e e i n f l u ß t . In
d i e s e n Z u s a m m e n h a n g sind A u s l i e f e r u n g s v e r t r ä g e w i c h t i g , die so
eng gefasst sein m ü s s e n , d a ß es für T e r r o r i s t e n keine S c h l u p f - 6 -

�keine Schlupflöcher mehr gibt.
Der Auslieferungsvertrag zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten, der dem S e nst g e g e n w ä r t i g z u r R a t i f i z i e r u n g v o r l i e g t , ist e i n B e i s p i e l
de f ü r .
W : r k r n ner: m i t viel en a nder an La n d e r n zusa mmen arbe iten und
tun d i e s c uch. um deren V e r teid 'gung gege n den Ter rori smus zu
och S ache der ande ren souv f r b e £ serr . letzt endli ch i st e '- jed
ve. r ä n e n R e g Leiunge n, zu ent sehe : den - o d er bisweil en n icht zu
er t s c h e '.den -. w i e in e iner bes timmt en Si tuati on z u ve rfahren
i s t . U id e s liegt of fe n s i c htli ch in u n s e rem I nter esse , daG
s i e sc oes t imnt un d w i r ksam han 'lein wie m öglic h, u m di e Bedroh i n g j m Aus land zu b e k ä mpfe n, a nstat t ihr Über grei fen auf die
Bei dpr Bekam pfun g de s TerVK r e i n i gten S1qate n z • J ulas
sen.
z
rc r i s m u s s in d u n s ere An stre ngun nen z ur Ve rwirk lieh ung internat i o n a ] er 7u s a n m e n s rbe Lt und Ber ;itst ellun g int erna tion aler
H i l f e v on e Tiinente r W i e '-itigkeit
JLE§ ATA-Programm
E;n w^cht ner Teil unserer 'usammenarbeit mit anderen
Staaten besteht in dem Hilfspro iramm zur Terrorismusbekämpfung
ff r zivile ^o .izeibehorden befreundeter Regierungen. Das Progi a:nm wird von Außenministerium durchgeführt, und während der
fest ;:wei Jahre seines Bestehens haben über 1800 Beamte aus 32
Ländern daran teilgenommen.
D e m eist en Le hrgän ge di eses Pro gram ms, das eine sehr
w&gt; rt volle Str uktur für die E ntwi eklu ng e ines bes sere n Arb e i t s •
v rh 83 tnis s e s mit ander en La nder n, d ie d er g leic hen Bedro hung
n , h i e t e t, we rden von Poli z e i behör den des Bunde s,
unte r! iegeIsta
oten und d er Ge mein den sowi e vo n pr of es s i o n ellen
E:.
n
z
e
der
du r c h g e führ t. Das Just izmi nist erium und
rein
Pnli zeive sluf oung en
tbehö
rde F AA h aben Unt erst ützu ng f ür di e s e s
•;f
a
h
r
d e Bunde
teilt
Eine e rste Pha se, das Semi nar f ür
Prog ramm b e r e tges fähig t. die
Führungsk r ä f t i?, b e Austa usch Ver eini gten Sta aten und das teilvon Idee n un d Ei nsic hten . Die
nehm ende Land zum
P
h
a
s
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werd
en b e n ü t zt, um s pezi f ische B e dürfzweitu un d dr Ltte
ieren
und
:
Ausb ildu ngsm aßna hmen für Beam te
n s s e z u \den :ifiz
s
in
den
V
ere inigt en S taat en d urch zuf üh r e n .
dt.'S Enpfä nger ^ande
M:t der B e w i l l i g u n g d e s A T A - P r o g r a m m s hat der K o n g r e ß
a u ß e r d e m eine B e d i n g u n g a u f g e s t e l l t , nach der t e i l n e h m e n d e
Länder im H i n b l i c k auf d i e E i n h a l t u n g d e r M e n s c h e n - u n d B ü r gerrechte überprüft werden sollen.
Der K o n g r e ß h a t das R e c h t ,
vorgesehene Teilnehmerstaaten abzuweisen.
D a s Büro für M e n s c h e n r e c h t e und H u m a n i t ä r e A n g e l e g e n h e i t e n ü b e r p r ü f t und b e s t ä t i g t j e d e s .and, bevor d e r K o n g r e ß durch d a s A u ß e n m i n i s t e r um über die T e i l n a h m e d i e s e s L a n d e s am A T A - P r o g r a m m in
- 7 -

�ATA-Programm in Kenntnis gesetzt wird. Sowohl das Außenministerium als auch der Kongreß sind bestrebt, Länder mit zweifelhaften Haltungen zu den Menschenrechten herauszufiltern.
In Fällen, bei denen die Interessen der Vereinigten Staaten
dies gebieten, haben wir außerdem die Möglichkeit, das Ausmaß
der Ausbildung auf diejenigen ausländischen Behörden oder bestimmten Tätigkeitsgebiete zu beschränken, die für die Sicherheit und den Schutz amerikanischer Bürger direkt und unmittelbar relevant sind.
In all unseren Lehrgängen spielen die Anerkennung und der
Schutz der Merschenrechte eine dominierende und vordringliche
Rclle, und wii wählen ausbildende Behörden - wie z. B. städtische Polizeiräfte - aus, die den ausländischen Teilnehmern
durch Worte urd Beispiele demonstrieren, daß ethische Normen,
Professionalismus und effektive Terrorismusbekämpfung Hand in
Hsnd gehen körnen und müssen.
Die Schritte der letzten beiden Jahre
Das Tempo unserer gemeinsamen internationalen Programme
urd anderer Initiativen beschleunigt sich.
- Wir haben die gegenseitigen Beziehungen zu unseren Freunden auf der ganzen Welt intensiviert und damit begonnen,
bilaterale; Bemühungen zur Bekämpfung des Terrorismus mit
denjenigen Ländern zu diskutieren, zu denen wir bisher
keine engen Verbindungen unterhielten,
- Wir haben zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt und
der Sammlung, Auswertung und Verbreitung von nachrichtendienstlichem Material über terroristische Vereinigungen
und ihre Aktivitäten im Ausland eine noch größere Priorität eingeräumt.
- Wir haben die Sicherheit unserer Botschaften und Konsulate
verstärkt und das Sicherheitsbewußtsein unseres Personals
verbesser-;; wir haben begonnen, enger mit dem Privatsektor
beim Austausch von Informationen über Bedrohungen im Ausland und Gegenmaßnahmen zusammenzuarbeiten. Das InmanGremium legte einen wichtigen und umfassenden Bericht darüber vor, was noch getan werden könnte, um die Sicherheit
zu erhöhen und gab einen zusätzlichen Anstoß, um eine Aufstockung der notwendigen Mittel zu erreichen.
- Präsident Reagan wies drauf hin, daß die verbesserte Sammlung nachrichtendienstlichen Materials, eine bessere Sicherheit und engere internationale Zusammenarbeit uns dabei geholfen haben, im vergangenen Jahr mehr als 100 ter-

�als 100 terroristische Aktionen abzuschrecken oder ihnen
vorzubeugen. Diese kommen zu den 23 verhinderten Anschlägen im Iniand hinzu, auf die Mr. Webster hingewiesen hat.
Wir sind in eine neue, positivere Phase eingetreten, indem
wir die staatliche Unterstützung des Terrorismus bekämpfen, zum Beispiel durch die Entscheidung des Präsidenten,
sowohl alle wirtschaftlichen als auch alle politischen
Kontakte ;:u Libyen einzustellen, andere Regierungen davon
zu überzeugen, sich uns anzuschließen und uns die Möglichkeit weiterer scharfer Maßnahmen für den Fall vorzubehalten, daß es durch diese gemeinsame Initiative nicht gelingen sollte, Gadhafi zu stoppen.
W:.r heben hart und erfolgreich in internationalen Organisationen wie z.B. in der Generalversammlung und im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gearbeitet und dabei festgestellt, daß der Terrorismus für alle Nationen eine große
Bedrohung darstellt und als Verbrechen angesehen werden
sollte. :n den entsprechenden Behörden bereiten Luftfahrt- und Marineexperten neue Sicherheitsmaßstäbe vor.
Wir ha ben von jung sten g esetzl iche n Ha ndhaben Geb rauch gemacht wie zum Bei spiel von de n Pr ogra mmen zu r Au ssetzung
von Be lohn unge n, d em Str afgese tz v on 1 984 und dem Auslandsh ilfß gese tz. Wir g lauben , daß es nützli ch i st, mehr
recht 1i che Han dhab en für Bemüh unge n ge gen den Ter rorismus
zu hab en. Wir unt erstüt zen zu m Be i s p iel die Vorl age S.
1429, die kürz lieh vom S enat v erab schi edet wu rde und die
Ermord ung oder and ere te r r o r i stisc he G ewaltta ten gegen
anerik anis che Bürg er im A u s l a n d zu Bun desverb rech en erklärt, W.ir unters tützen natür lieh auc h sehr die Verabschied ung der Ergä nzung zum Au slie feru ngsvert rag zw Ischen
den Ve rein igte n St aaten und Gr oßbr itan nien.
Präsident Reagan hat die Arbeit der von Vizepräsident Bush
geleiteten Kommission befürwortet, die alle Aspekte unserer Maßnahmen und Praktiken zur Bekämpfung des Terrorismus
überprüft und eine Reihe von Verbesserungen vorgeschlagen
hat.
Sj :hlußfolgerui ig_
Wir nehmen an, daß die Bedrohung durch den Terrorismus auf
internationaler Ebene wahrscheinlich noch ansteigen und uns
noch mindestens ein Jahrzehnt lang beschäftigen wird. Es gibt
zu viele Fälle, zu viele verschiedene handelnde Personen und
zu viele polirische, religiöse, soziale und nationale Brennpur:&lt;te auf de: Welt, die Individuen hervorbringen, welche be-

�welche bereit sind, Terroristen zu werden. Zu viele Gruppierungen glauben, daß sie einen für ihre jeweilige Sache günstigen politischen Einfluß nehmen können - was von den Medien auf
der ganzen Weit heftig hochgespielt wird - und es gibt Regierungen, die der Versuchung nicht widerstehen können, Terrorismus als eine hillige Art der Kriegsführung zu benutzen. Wir
sollten uns dadurch nicht entmutigen oder in Panik versetzen
lfssen, sondern einen klaren Kopf und auch unsere Entschlossenheit bewahren. Dies wird ein langer Prozeß sein; es gibt
keine Wunclerlnsungen oder -abhilfen. Während die Terroristen
je:doch ihre Aktivitäten verstärken, bauen wir auch unsere aus
und versuchen verstärkt, ihnen entweder allein oder mit anderen Regierungen zuvorzukommen.
Wir können bei der großen Anzahl terroristischer Anschläge, d:'.e im AusTand verhindert werden, über das niedrige Niveau
des Terrorismus in diesem Land beruhigt sein. Aber das große
Arwachsen der Zahl und der Brutalität internationaler terroristischer Zwischenfälle, das noch größere Anwachsen der Anzahl
von Toten und Verletzten, die durch Terroristen hervorgerufen
w:ird und die "atsache, daß die Vereinigten Staaten das Hauptargriff szäel bleiben, zeigt ganz klar, daß der Kampf sich verschärft, und wir können es uns nicht leisten, lässig zu sein.
Die Reagan-Administration ist entschlossen, dieses Problem
weiterzuverfo!gen, unsere Instrumente zu verbessern und zu erweitern. Die starke Unterstützung des Kongresses war und wird
auch weiterhin bei diesen Bemühungen extrem wichtig sein.

* * * * *

- 10 -

�AMERIKA DIENST
Wissenschaft und Technik

12. März 1986

10

Die Umwelt wurde sauberer
Aber me'nr Wachsamkeit gegenüber neuen Risiken erforderlich -

WASHING TOIJ - (AD) - Die amerikanischen Bundesgesetze zur
Verbesserun g der Luft- und Wasserqualität haben sich als wirkSeim erwiese n: Durch sie wurden die größten Probleme in bezug
auf Luft- u nd Wasserverschmutzung, wie sie in den siebziger
Jahren best anden, beseitigt. Zu diesem Schluß kommt der Jahresbericht 1935 des Präsidialbeirats für Umweltqualität (CEQ •
Council on Environmental Quality). Anläßlich der Veröffentlichung des Borichts am 18. Februar 1986 verwiesen jedoch Beiratsmitglie de' auf die Tatsache, daß sich eine Reihe neuer
Fragen erge ben hätten, für die noch in diesem Jahrzehnt befriedigende Antworten gefunden werden müßten.
Es gehe u.a. darum, wie Umweltprobleme in den Griff zu bekommen seien, die die Folge von Aktionen verschiedenster Art
von Einzelpersonen und von kleinen Firmen sind und sich ständig verstärken. Auch frage man sich, wie Risiken zu entschärfen seien, die sich aus der Einführung neuer chemischer und
biologischer Substanzen sowie neuer Technologien ergeben könnten. A. Alan Hill, der Vorsitzende des CEQ, befürchtet ferner, daß heute vorhandene Bestimmungen womöglich die Entwicklung von Produkten behindern, die moderner, sauberer, billiger

United States Information Service
Embassy of the United States of America

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�sauberer, billiger und sicherer als die heute gebräuchlichen
wären. Bei manchen Bundesvorschriften und Subventionsprogrammen sei die Gefahr gegeben, daß sie Initiativen für technologische Fortschritte blockierten, die auch mehr Sicherheit bedeuteten und so dem Umweltschutz besser dienen würden.
Das CEQ-Gremium hat im Rahmen des Gesetzes zur nationalen
Umweltpolitik die Aufgaben, Veränderungen im Zustand von Luft,
Wasser und Boden sowie der natürlichen Hilfsquellen als unabhängige Körperschaft zu überwachen und Empfehlungen zur Verbesserung laufender Programme und Maßnahmen, die Umwelt und
Ressourcennut'^ung betreffen, auszuarbeiten.
Als wichtigste Themen behandelt der Bericht folgende
Punkte:
Luftqualität
- Auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene sprechen alle
Anzeichen für eine weitere Verbesserung der Luftqualität
in den Vereinigten Staaten. Bei vier der sechs als "Kriterien" eingestuften Luftschadstoffen, für die gesetzlich
Höchstwerte festgelegt sind und eingehalten werden müssen,
wurden die bundesweit gültigen Normen erreicht. Es handelt sich um Staubpartikel in der Luft, Schwefeldioxyd,
Stickstoffdioxyd und Blei.
- Zwei Schadstoffe sind nach wie vor problematisch: Kohlenmonoxyd (CO), das allerdings mit Ausnahme einiger Großstädte nur ein Randproblem darstellt, und Ozon. Die Bundesprogranme zur Verminderung von Motorabgasen, welche
diese Schadstoffe enthalten, trugen merklich zu einer
ständigen Senkung dieser Art von Emissionen bei. Bis Ende
der achtziger Jahre dürften, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die nationalen Ziele in bezug auf alle sechs kritischen Schadstoffe ohne zusätzliche Bundeskontrollprogramme
erreicht werden.
- Die Anwendung des "Glockenprinzips", mit dem die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency)
Firmen erlaubt, sich über Industrieemissionen innerhalb
eines bestimmten Bereichs untereinander zu verständigen
und anteilmäßig zur Gesamtverringerung beizutragen, führte
bis Oktober 1984 bereits zu Einsparungen von schätzungsweise 200 Millionen Dollar bei Umweltschutzmaßnahmen. Bis
dahin waren schon 37 "Emissionsglocken" genehmigt, neun
weitere vorgesehen. Dieser Modus verlangt allerdings mehr
Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Betreibern
der Emissionsquellen.
Die neuen

�- Die neuen EPA-Bestimmungen über den hochstzulässigen Bleigehalt in Benzin, die ab 1. Januar 1986 gelten, verringern
diesen von 0,289 g auf 0,026 g pro Liter. Die günstigen
Auswirkungen der neuen Vorschrift auf den Gesundheitszustand von Kindern, die allgemeine Verminderung von Schadstoffen, v/erminderte Wartung und wirtschaftlicherer Betrieb von Kraftfahrzeugen werden für die Zeit von 1986 bis
1992 wertmäßig mit 1,5 Milliarden Dollar pro Jahr.veranschlagt. Dies entspricht etwa 1 Milliarde Dollar netto
pro Jahr, wenn man die höheren Kosten der Mineralölindustrie bei der Ölverarbeitung berücksichtigt.
- In Frühjahr 1985 kündigte die EPA ihre Absicht an, möglicherweise ab 1. Januar 1988 den Zusatz von Blei zu Benzin ganz ':u untersagen.
Wasserqualität
- Die Wasserqualität hat sich zwar seit 1972, d.h. seit Erlaß der Bundesgesetze zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung, in Oberflächengewässern nicht mehr verschlechtert.
Jedoch wurde noch nicht überall das erklärte Ziel erreicht, die Qualität wieder so zu verbessern, daß das Wasser zum Fi-schen und Baden geeignet ist.
- Für mehr als 193 000 km fließender Gewässer gelten noch
strengere Qualitätsansprüche, weil sie für Trinkwasser und
Nahrungsm .ttelproduktion benutzt werden. Alles in allem
entspricht die Qualität bei 84 Prozent der Seen und Rückhciltebecken sowie 64 Prozent der Wasserläufe den Anforderungen, ttechnet man Teilnutzung der Gewässer hinzu, erhöhen sich diese Zahlen auf 86 Prozent für fließende Gewässer sowie auf 94 Prozent für Seen.
- Wasserverschmutzung durch organische Schadstoffe aus kommunalen Abwässern ist dramatisch zurückgegangen. Der
meistverwondete Maßstab dafür ist das Ausmaß, in dem die
behandelten Abwässer noch organische Stoffe enthalten, die
nach dem Einleiten in freies Gewässer den darin gelösten
Sauerstoff reduzieren und so das Sauerstoffangebot für
Fische und andere Wasserlebewesen vermindern. Die Möglichkeit zur Abwasserbehandlung wurden stärker ausgeweitet
als es dein Bevölkerungswachstum entspräche. Von 1972 bis
1982 ging der Anteil der Sauerstoff konsumierenden Schadstoffbestandteile in den aus Kläranlagen in Wasserläufe
eingeleiteten Wassermengen um 46 Prozent zurück. Der
Fischbestand für die Sportfischerei kann in 23 Prozent der
Gewässer als reichlich, in 41 Prozent als normal bezeichnet werden. Gegenwärtig ist die Mehrzahl (67 Prozent) der

�(67 Prozent) der Wasserläufe für die Sportfischerei geeignet.
Die Verschmutzung von Grundwasser wird mit ein bis zwei
Prozent angenommen. Die größte Aufmerksamkeit findet dieses Problem bei Grundwasser in der Nähe von Deponien mit
gefählichen Abfällen, da die Auswirkungen auf die in der
Nähe lebende Bevölkerung und auf die Umwelt schwerwiegend
sein können. In mindestens 34 amerikanischen Bundesstaaten wurde Grundwasserverschmutzung durch giftige Chemikalien aus solchen Deponien festgestellt. Jedoch tragen
auch ungefährliche Abfälle und ganz andere Quellen, als
Abfälle es sind, zur Grundwasserverschmutzung bei.
Gefährliche Chemikalien
- Nach den Bestimmungen des 1984 erweiterten Gesetzes über
den Umgang mit gefährlichen und festen Abfällen ist die
EPA verpflichtet, auch "Verursacher kleiner Mengen" in das
Bundesprogramm einzubeziehen. Zuvor waren in den meisten
Fällen kleine Unternehmen (z.B. Tankstellen, Photostudios,
Lackierereien und Autoreparaturwerkstätten) sowie kommunale Behörden, Krankenhäuser und andere Institutionen, bei
denen nur kleine Mengen gefährlicher Stoffe anfallen, von
den Vorschriften des Bundeskatalogs ausgenommen.
- Unter dem "Superfonds"-Programm sieht die amerikanische
Regierung die Räumung der Deponien oder andere Notstandsmaßnahmen vor, sofern die Gefahr besteht oder droht, daß
gefährliche Substanzen in die Umwelt gelangen. Von der
Einführung dieses Programms im Jahr 1980 bis Ende 1984 unternahm die EPA 420 kurzfristig anberaumte Aktionen, um
von der Gesundheit und dem Wohlergehen der Bevölkerung
Schaden abzuwenden oder Umweltschäden zu verhindern. Die
Kosten beliefen sich auf ca. 95 Millionen Dollar. Im Jahr
1985 allein wurden 202 Räumaktionen mit einem Gesamtkostenaufwand von ca. 40 Millionen Dollar durchgeführt.
- Von zuständiger privater Seite durchgeführte Räumaktionen
müssen dem von der EPA vorgeschriebenen Vorgehen entsprechen und gewährleisten, daß sie für die öffentliche
Gesundheit und für die Umwelt zum mindesten das gleiche
Ausmaß an Schutz bedeuten wie Räumaktionen und korrektive
Maßnahmen, die durch das Superfonds-Programm finanziert
werden. Bis Ende 1984 beliefen sich die Gesamtkosten für
Übereinkommen, die mit verantwortlichen Parteien erzielt
wurden, auf 407 Millionen Dollar.
Die Effektivität

�Die Effektivität der aufgrund der EPA-Bestimmungen unternommenen Aktionen ließe sich, wie es in dem Bericht heißt,
möglicherweise noch erhöhen, wenn die vorhandenen kommerziellen Substanzen und neue Chemikalien, in bestimmten
Klassen eingeteilt, in ein integriertes Rahmenwerk von
Verordnungen eingebaut würden.
Die Verfahren zur Toleranzfestsetzung für alle Pestizide
werden gegenwärtig ganz erheblich verbessert. Als Toleranzwert gilt die höchstzulässige Menge eines chemischen
Stoffes, den Rohprodukte aus der Landwirtschaft noch enthalten dürfen, wenn sie den Weg von der Farm auf den Markt
nehmen. l'DB (Äthylendibromid) und einige andere Chemikalien werden von der Liste für Stoffe gestrichen, bei denen
bisher ke.ne Toleranzwerte vorgeschrieben waren.

* * * * * *

- 5-

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