<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<item xmlns="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5" itemId="1930" public="1" featured="0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5 http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5/omeka-xml-5-0.xsd" uri="https://www.amerikahaus-archiv.de/items/show/1930?output=omeka-xml" accessDate="2026-11-04T01:24:16+00:00">
  <fileContainer>
    <file fileId="1941">
      <src>https://www.amerikahaus-archiv.de/files/original/5ded67bbc1f8e2bf515e9caf6d1295aa.pdf</src>
      <authentication>962168b96ea90049235d556983093af9</authentication>
      <elementSetContainer>
        <elementSet elementSetId="4">
          <name>PDF Text</name>
          <description/>
          <elementContainer>
            <element elementId="52">
              <name>Text</name>
              <description/>
              <elementTextContainer>
                <elementText elementTextId="9669">
                  <text>und
Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

40

9. Oktober 1985

I N H A L T

DOKUMENTATION
Direktor Wick erläutert Arbeit des US-Informationsdienstes in
Deutschland
- Ansprache auf einer deutsch-amerikanischen Konferenz der
Stanford-Universität -

HINTERGRUNDMATERIAL
Drogenmißbrauch - ein internationales Problem
- Wichtige Programme des US-Außenministeriums bei der Suche nach
Lösungen -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Planet Uranus im Visier
- Intensive Beobachtungen durch Raumsonde VOYAGER 2 ab 4. November -

* * * * *

Um Übci/endun9 von
ßckgotcmploren
mi/d gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 B o n n 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�9. 0&lt;tober 1965

40

DIREKTOR WICK ERLÄUTERT ARBEIT DES US-INFORMATIONSDIENSTES
IN DEUTSCHLAND

- Ansprache auf einer deutsch-amerikanischen Konferenz der
Stanford-Universität -

WASHINGTON - (AD) - Im Rahmen einer von der Stanford-Universität veranstalteten Konferenz über deutsch-amerikanische kulturelle Beziehungen
erläuterte der Direktor des US-Informationsamtes (USIA), Charles Z. Wick,
am 20. September 1985 die Arbeit seines Amtes in der Bundesrepublik
Deutschland.

Er hob hervor, daß die Vereinigten Staaten und die Bundes-

republik Deutschland durch ihr gemeinsames kulturelles Erbe miteinander
verbunden seien und verwies auf eine ganze Reihe zwischenstaatlicher kultureller Bemühungen, bei denen gerade auch USIA eine herausragende Rolle
spielt.

Die Rede von Direktor Wick hat folgenden Wortlaut:
Es ist mir eine

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Es ist mir eine große Freude, vor dieser erlauchten Gruppe Deutscher
und Amerikaner zu einem Thema von so erheblicher Bedeutung zu sprechen den kulturellen Beziehungen zwischen unseren beiden Nationen.

Die Mitar-

beiter des US-Informationsamtes arbeiten mit großem Stolz und mit großer
Freude in diesem Bereich, und ich weiß, daß unsere Arbeit aus den Erkenntnissen und Impulsen Nutzen ziehen wird, die diese Konferenz mit sich
bringt.

Auf einer am Eingang der USIA-Zentrale in Washington angebrachten Tafel heißt es: "Telling America's Story To The World" - Die Darstellung
Amerikas in der Welt.
stark vereinfachend.

Dieser Satz ist schlicht und direkt, aber kaun zu
Nichts ist für unsere Freiheit und die unserer Ver-

bündeten wichtiger, als daß "unsere Geschichte" überall vollständig und
überzeugend erzählt wird.

Ein Teil dieser "Geschichte" umfaßt die Erklärung unserer Politik.
Ein zweiter Teil befaßt sich damit, wer wir als Volk sind, wie wir leben,
was wir geleistet haben, welches unsere rterte sind.
dessen ist eine sehr komplexe Aufgabe.

Die Vermittlung all

Es ist das, was wir "öffentliche

Diplomatie" nennen.

Ich möchte zu Beginn ganz allgemein etwas zur öffentlichen Diplomatie
sagen und dann einige der wichtigen kulturellen Bindungen zwischen unseren beiden Staaten beschreiben.

Zum Schluß würde ich gerne noch auf mei-

ne Überzeugung eingehen, daß unser Erfolg, unsere gemeinsamen Werte Deutschen wie Amerikanern zu vermitteln, für unser Überleben als freie Völker
und für die Sache des Weltfriedens von entscheidender Bedeutung ist.

Ich sagte, daß sich die öffentliche Diplomatie in zwei Kategorien
gliedern läßt: Vermittlung von Politik und Vermittlung von Werten.

Beide

Aufgaben sind eng miteinander verbunden, aber zwischen ihnen gibt es auch
eine ganz natürliche Trennung.

Im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gibt es für "Information" und "Kultur" verschiedene Abteilungen.
- 2-

Bei USIA beschäftigen wir

�beschäftigen wir uns mit beidem, aber die meisten unserer Posten im Ausland sind in "Informations"- und "Kultur"-Abteilungen gegliedert.

Politik und aktuelle Nachrichten sind Aufgabengebiet der Presse- und
Informationsabteilung.

Zu ihren Instrumenten gehören Pressekonferenzen,

Presseveröffentlichungen,

Tageszeitungen,

die

elektronischen

Medi

Hier geht es um die Darstellung der Fakten und die Erklärung von Politik.

Gestatten Sie mir einige Beispiele für die Informationsbemühungen von
USIA.
Im Jahr 1983 gab es in Europa Kontroversen und Mißverständnisse bezüglich des sogenannten "Doppelbeschlusses", der aus der Besorgnis des
früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt hinsichtlich der sowjetischen Raketenaufrüstung erwachsen war.

Die Sowjets starteten einen umfassender.

Versuch der Einschüchterung und der Fehlinformationen.

Posten des US-Informationsdienstes (USIS) in Europa - und insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland - bemühten sich intensiv darum, den
Europäern die Position und die Gründe der amerikanischen Regierung kl -&gt;rzumachen.

Wir legten dar, daß der NATO-Beschluß einer Modernisierung der

Nuklearstreitkräfte eine entscheidende Reaktion auf die massive sowjetische Aufrüstung mit auf Westeuropa gerichteten Raketen darstellte.

Es.

gab im Arsenal der NATO keine solchen Raketen, und trotz unserer langwierigen Verhandlungen mit ihnen weigerten sich die Sowjets, diesem Ungleichgewicht

ein

Ende

zu

bereiten.

Wie

Sie

wissen,

unterstützten

schließlich Deutsche wie Amerikaner die angemessenen Gegenmaßnahmen zur
Wiederherstellung des Gleichgewichts, das die NATO in die Lage versetzt,
den Frieden zu bewahren.

Derzeit gibt es viele Fehlinformationen und Mißverständnisse - und
sogar Desinformationen - hinsichtlich der Strategischen Verteidigungsinitiative des Präsidenten (SDI).

Auch hier scheut USIA keine Mühe, der

Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen.
Ich habe die

�Ich habe die Bedeutung der elektronischen Medien bei der Informationsarbeit genannt.
mühungen

Wir bei USIA sind stolz auf unsere bahnbrechenden Be-

in der Nutzung

des internationalen Satellitenfernsehens, um

'Amerika in der Welt darzustellen'.

Ich spreche von WORLDNET, womit wir

im November 1983 begonnen haben.
Über WORLDNET können Journalisten, in amerikanischen Botschaften oder
an anderen Orten in Europa versammelt, Vertreter der amerikanischen Regierung hören und sehen, wenn diese ihre Fragen beantworten.

Auch Ange-

hörige anderer Regierungen und Experten von außerhalb der Regierung nehmen teil, um die Nuancen amerikanischer Politik besser verstehen zu können.
An diesen Live-Interviews, die nicht geprobt werden und bei denen es
keinerlei Barrieren gibt, haben von amerikanischer Seite bereits Vizepräsident Bush, Außenminister Shultz und andere Kabinettsmitglieder sowie
viele unserer Chefunterhändler bei den internationalen Abrüstungsverhandlungen teilgenommen.
Am 5. Dezember 1983 führten wir mittels WORLDNET die erste 'extraterrestrische* internationale Pressekonferenz durch. Sie schuf die Verbindung zwischen den CHALLENGER-Astronauten, einschließlich Ulf Merbold,
Präsident Reagan in Washington sowie Bundeskanzler Kohl, der sich zu jener Zeit gerade in Athen aufhilet und über 70 europäischen Journalisten
aus acht Staaten, einschließlich der Bundesrepublik Deutschland. Präsident Reagan nannte die Sendung "eine tolle Konferenzschaltung" - und das
war sie wirklich.
Vergangenes Frühjahr expandierte WORLDNET zu einem täglich zweistündigen TV-Satellitenprogramm nach Europa und brachte die neuesten Entwicklungen der Wissenschaft, Kultur und Geschäftswelt Amerikas.

Hervorragen-

de Amerikaner, die nicht der Regierung angehören, nehmen an Interviews
mit Journalisten aus europäischen Hauptstädten teil.
Für jene unter

�Für jene unter Ihnen, die es nicht wissen, möchte ich auch noch erwähnen, daß wir unsere Sendungen der Stimme Amerikas nach Westeuropa nach
vielen Jahren der Stille wieder aufnehmen.

Wir sind uns -"twar nicht si-

cher, ob unsere Einschaltquoten mit "Dallas" zu vergleichen sind, aber
wir werden den Zuhörern ein Bild des amerikanischen Lebers bieten, wie
die meisten von uns es führen.

Bei all diesen Bemühungen leitet uns unsere unerschütterliche Verpflichtung zu offener Diskussion und freiem Informationsfluß.

Wir sind

der Ansicht, daß die Welt ein Recht darauf hat, die Fakten zu kennen.
Wir leiden nicht darunter, wenn amerikanische Regierungsvertreter sich
bereiterklären, die Fragen ausländischer Journalisten zu beantworten.

Im

Gegenteil - die Stärke unserer Argumente kann nur zunehmen, wenn sie dem
prüfenden Blick der Öffentlichkeit ausgesetzt ist.

Ich habe nun den "Informations"-Aspekt der öffentlichen Diplonatie
angesprochen; lassen Sie mich nun zum "kulturellen" Aspekt kommen.

Durch

ihn vermitteln wir, wer und was wir als Volk sind, wie wir leben, was wir
geleistet haben und was wir wertschätzen.

Als Arthur Bums amerikanischer Botschafter in Bonn war, hat er oft
darauf hingewiesen:

Wir haben eine Pflicht, auf die Unterschiede zwi-

schen unseren Demokratien und den gegen uns stehenden totalitären Staaten
hinzuweisen.

Botschafter Bums nannte diese Unterschiede in einer Rede,

die er in München hielt, in der für ihn typischen hellsichtigen Eloquenz
beim Namen.

Ich möchte Ihnen daher einen Absatz aus dieser Rede vorlesen.

"Das demokratische System macht es jungen Menschen möglich, alles zu
lesen und zu studieren, was sie nur wollen.

Es versetzt sie in die Lage,

sich selbständig zu machen oder für einen Arbeitgeber zu arbeiten, den
sie sich selbst aussuchen können.

Es erlaubt ihnen, das ihnen zur Verfü-

gung stehende Geld nach eigenem Gutdünken auszugeben, ob im eigenen Land
oder im Ausland.

Es gestattet ihnen ferner, eigene Gedanken zu politi-

schen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Fragen frei zu äußern, die sie für wichtig halten.

Und wenn sie mit irgendwelchen Aspek- 5-

�irgendwelchen Aspekten ihres Lebens unzufrieden sind, gestattet ihnen das
demokratische System - dieses, und nichts anderes -, ihrer Unzufriedenheit

durch Proteste, Demonstrationen

öffentlich Ausdruck zu geben.

oder andere Mißfallensäußerungen

Ein solches Privileg existiert in totali-

tären Gesellschaften mitnichten.

Wenn unsere jungen Menschen aber die

Vorrechte der Demokratie für selbstverständlich halten - so wie sie die
Luft als selbstverständlich ansehen, die sie atmen -, dann nur, weil sie
selbst niemals ohne das eine oder das andere leben mußten.

Ihre Brüder

in Osteuropa wissen es besser - insbesondere jene, die früher einmal
selbst in Freiheit gelebt haben.

Bedauerlicherweise vermochten wir diese grundlegende Wahrheit im Denken vieler junger Deutscher nicht hinreichend zu verankern - und leider
auch nicht im Denken vieler junger Amerikaner."

Botschafter Burns wies auch oft darauf hin, daß das enggespannte Netz
gemeinsamer Werte zwischen unseren beiden Völkern in den letzten Jahren
nachgegeben hat.

Das hängt teilweise damit zusammen, daß wir jetzt weni-

ger eng miteinander verbunden sind, als dies in den Jahrzehnten nach 1945
der Fall war.

Ich weiß, daß viele von Ihnen hier in diesem Saal an den Ereignissen
jener Periode beteiligt waren, als enge Zusammenarbeit und ein großes Maß
an harter Arbeit ein "Wirtschaftswunder" schufen, und aus dem politischen
Chaos des Jahres 1945 ein stabiler, demokratischer Staat erwuchs, in dem
die Rechte des einzelnen garantiert sind.

Der erstaunlichste Aspekt hieran war vielleicht die Tatsache, daß all
dies in einer Atmosphäre der Spannung geschafft wurde, die die ständige
Bedrohung durch den Osten hervorrief.

Jeder, der damals zwischen den

Ruinen des Jahres 1945 stand, wäre als kühnster Optimist angesehen worden, hätte er die erfolgreiche, freie und demokratische Bundesrepublik
Deutschland des Jahres 1985 vorhergesagt.
Und doch ist es

�Und doch ist es beunruhigend, daß einige der Jungeren unter uns Deutsche wie Amerikaner

- all dies

für selbstverständlich

zu halten

scheinen.

Wie Sie wissen, bemüht sich USIA zusammen mit der Regierung der Bundesrepublik Deutschland schon seit einigen Jahren darum, unter den jungen
Menschen in unseren Ländern wieder das Bewußtsein hinsichtlich der Werte
zu erneuern, die wir teilen.

Im Anschluß an vorausgegangene Bemühungen von Kollegen Ihres Auswärtigen Amtes und unseres State Departments wurde ich 1982 zum Vorsitzenden
eines interministeriellen

Lenkungsausschusses

für amerikanisch-dejtsche

Kontakte ernannt. Mein Pendant auf deutscher Seite ist Berndt von Steden.
Wir bemühen uns um verstärkte Kontakte auf allen Ebenen zwischen unseren
beiden Ländern, um dazu beizutragen, das "Informationsdefizit" wieder
auszugleichen, das zwischen uns entstanden war.

Bei USIA wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die si^h ständig um
diese Kontakte kümmert und die nun Teil unseres Büros für Ausbildungsund Kulturangelegenheiten

ist.

Es ist das einzige Büro innerhalb von

USIA, das sich der Förderung der Austauschaktivitäten mit einem einzelnen
Land widmet.

Eine der ersten größeren Aktivitäten der deutsch-amerikanischen Kontaktinitiative bezog sich auf die Feier des 300. Jahrestages deutscher
Einwanderung in die Vereinigten Staaten, die 1983 in unseren beiden Ländern abgehalten wurde.

Unter der Koordinierung durch USIA wurde in den

Vereinigten Staaten eine Präsidialkommission gebildet, um das Interesse
an diesem Ereignis zu fördern und zur Koordinierung der verschiedenen
Festlichkeiten beizutragen.

Ich war in dieser Kommission der persönliche

Vertreter des Präsidenten.

In der Bundesrepublik Deutschland

bereiteten USIS-Mitarbeiter mit

deutschen Kollegen auf Gemeinde-, Länder- und Bundesebene die Feiern zu
diesem 300. Jahrestag vor.

Ich selbst nahm an den Feierlichkeiten in

�Feierlichkeiten in Krefeld im Juni 1983 teil.

Dieser 300. Jahrestag erinnerte an ein bedeutendes Ereignis der amerikanischen Geschichte - an die mehr als sieben Millionen Deutsche, die
nach Amerika gekommen sind und die für unser Land Unschätzbares geleistet
haben.

Sie haben zusammen mit ihren Kindern und Kindeskindern - 60 Mil-

lionen Amerikaner sagen ja, sie seien deutschstämmig - dazu beigetragen,
jene Bande des gemeinsamen kulturellen Erbes zu knüpfen, die uns verbinden.

Die Feiern zu diesem 300. Jahrestag ermöglichten es uns, Aufmerk-

samkeit auf diese gemeinsamen kulturellen Werte zu lenken, und ich bin
stolz auf die Rolle, die USIA hierbei gespielt hat.

Als ein Ergebnis des Interesses, das der 300. Jahrestag hervorrief,
wird nunmehr an der Mall in Washington, ganz in der Nähe des WashingtonDenkmals, ein deutsch-amerikanischer Freundschaftsgarten angelegt.

Der

Garten wird durch über eine halbe Million Dollar an Privatspenden finanziert.

Er wird als lebendes Denkmal der Bindungen zwischen unseren bei-

den Völkern dienen.
Das Jahr der Dreihundertjahrfeier fiel mit dem ersten Jahr des internationalen Jugendaustauschprogramms

Präsident Reagans

zusammen.

Diese

Initiative schließt alle unsere Partnerländer des Wirtschaftsgipfels sowie einige weitere Länder ein, wobei das US-Informationsamt mehr Mittel
für den Jugendaustausch mit der Bundesrepublik Deutschland aufwendet als
für den Austausch mit allen anderen Ländern zusammen.

Das Kongreß-Bundestag-Programm ist gerade ein Jahr alt.

In diesem

Jahr haben 250 amerikanische und 334 deutsche Schüler im jeweils anderen
Land bei Gastfamilien verbracht und die Schule besucht.

Kann es einen

besseren Weg geben, ein anderes Land kennenzulernen - und anderen das eigene Land nahezubringen?

Unser Ziel ist, mit der Zeit rund 1000 junge

Menschen jährlich in das Kongreß-Bundestag-Programm aufzunehmen - 500 in
jede Richtung.
Im

vergangenen

Jahr

�Im vergangenen Jahr haben unsere gemeinsamen Jugendaustauschanstrengungen

sich

auch

auf

kurzfristige

Austauschorganisationen erstreckt.

Einzelprojekte

und

Zuwendungen an

Dies hat Aktivitäten wie den drei-

wöchigen Amerikabesuch von zwei deutschen Parteijugendgruppen zur Beobachtung der Wahlen in den Vereinigten Staaten ermöglicht.

Natürlich gedeihen auch die etablierten Austauschprogramme, wie das
Fulbright-Programm weiter, und ich freue mich, mitteilen zu können, daß
die amerikanischen Mittel für diese Aktivitäten erhöht worden sind.

Im

Jahr 1985 wird es über 700 deutsche und amerikanische FulbrLght-Stipendiaten geben. Der Beitrag der amerikanischen Regierung zu dieser Austauschtätigkeit beläuft sich auf 2,4 Millionen Dollar, und dieser Beitrag wird
von der deutschen Bundesregierung nicht nur in gleicher Höhe aufgewogen,
sondern sogar übertroffen.

USIA hat auch seit langem das Internationale Besucherprogramm durchgeführt, das einmonatige Besuche von deutschen Fachleuten aus Politik,
Journalismus, Wirtschaft und Bildungswesen vorsieht.

Im Rahmen dieses

Programms kommen jährlich über 60 Personen auf Einladung unserer USISStellen in Deutschland nach den Vereinigten Staaten.

Ich gehe davon aus,

daß einige von Ihnen hier in unserem Lande mit diesem ausgezeichneten
Programm in Berührung gekommen sind.

Ich habe in einiger Ausführlichkeit über unser Austauschprogramm gesprochen, weil ich überzeugt bin, daß es für sich genommen die wichtigste
Anstrengung in der öffentlichen Diplomatie ist, die wir in der Bundesrepublik Deutschland betreiben.

Es ist immer ein wahres Vergnügen, mit

Leuten zusammenzutreffen, die an solchen Austauschprogrammen teilgenommen
haben.

Sie kommen mit einem ganz anderen Verständnis für unser gemein-

sames kulturelles Erbe wieder und auch für Dinge, die uns als Völker
unterscheiden.

Auf jeden Fall wird ihr Einsatz für die deutsch-amerika-

nische Freundschaft größer.

Wenn wir uns den kulturellen Dimensionen der öffentlichen Diplomatie
zuwenden, dann möchte ich auch den Privatsektor erwähnen.
- 9-

Der Beitrag

�Der Beitrag von privater Seite ist wahrscheinlich kaum zu ermessen und
sicherlich größer als der der Regierung - und das ist auch richtig so.

USIA erleichtert viele Aktivitäten des Privatsektors.

So beantworten

beispielsweise unsere Stellen in der Bundesrepublik Deutschland fast 4000
Anfragen pro Monat von Deutschen, die an einem Studium in den Vereinigten
Staaten interessiert sind.

Im akademischen Jahr 1983/84 studierten über

3700 Deutsche an amerikanischen Colleges und Universitäten - die große
Mehrheit im Rahmen des privaten Austauschs oder aufgrund rein persönlicher Vereinbarungen.

In ähnlicher Weise reisen jedes Jahr die vielen Symphonieorchester,
Tanzgruppen und Kunstausstellungen über den Atlantik hin und her, ohne
daß die Regierung finanziell wesentlich dazu beiträgt.

Ich habe versucht, einen großen Überblick über die kulturelle Komponente der öffentlichen Diplomatie des US-Informationsamtes in der Bundesrepublik Deutschland zu geben.

Weltweit unterhält USIA 214 Posten in 129

Ländern mit einem Budget von 796 Millionen Dollar für 1985 - eine Steigerung um 75 Prozent seit 1981.

Kein Land, in dem wir tätig sind, ist wichtiger als die Bundesrepublik Deutschland.

Mit über 30 Amerikanern in neun Städten ist USIS-

Deutschland einer der größten Posten in der Welt.

Wir unterhalten weiterhin sieben Amerika-Häuser als Kulturzentren in
der Bundesrepublik Deutschland, von denen jedes über eine umfangreiche
Bücherei verfügt.

Wir entsenden einige unserer fähigsten höheren Beamten

zu USIS-Deutschland.
stand, hat

an

Tom Tuch, der von 1980 bis 1984 dort an der Spitze

dieser

Konferenz

hier

teilgenommen, und

ebenso Terry

Catherman, der im nächsten Monat als Botschaftsrat für öffentliche Angelegenheiten an unsere Botschaft nach Bonn gehen wird.

Ich darf hinzufügen, daß ich mit unserem neuen Botschafter in der
Bundesrepublik Deutschland, Richard Burt, kurz vor seiner Abreise nach
- 10-

�Abreise nach Bonn zusammentraf.

Ich weiß, er teilt meine Ansicht über

die Bedeutung des Kulturaustausches zwischen unseren beiden Ländern.

Unser Nachdruck auf Deutschland

ist durchaus gerechtfertigt.

Die

Bundesrepublik Deutschland ist heute einer unserer wichtigsten Verbündeten.

Sie hat die größte Bevölkerung aller unserer europäischen NATO-

Partner.

Sie führt die größte und bestausgerüstete Verteidigungsstreit-

macht in NATO-Europa ins Feld.
delspartner.

Sie ist unser größter europäischer Han-

Und vor allem teilt sie mit uns eine Überzeugung von der

Würde des Menschen und eine Achtung der Herrschaft des Rechts.

Die Erhaltung der Freiheit und des Friedens für uns selbst und unsere
Kinder hängt von der Lebenskraft der Partnerschaft unserer beiden großen
Länder ab.

Und echte Verständigung unter Regierungen hängt von dem Ver-

ständnis ab, das unter Völkern herrscht.

Dies gilt ganz besonders für

Demokratien, wo die Regierungen durch das Denken ihrer Bürger beeinflußt
werden, ja

dieses

widerspiegeln.

Ein einfühlsames Verständnis unter

Deutschen und Amerikanern für die Kultur des jeweils anderen herbeizuführen, muß unser gemeinsames Ziel sein.

Lassen Sie mich schließen mit einem Dank an das deutsche Auswärtige
Amt, an Botschafter Witte, an Botschafter van Well und Frau Dr. Linsmayer, wie auch an die Stanford-Universität, daß mich hierher eingeladen
wurde.

Ich weiß, daß die sorgfältige Analyse, die dieser Kongreß an-

stellt, dazu beiträgt, die Ziele zu erreichen, nach denen wir alle streben.

* * * * *

- 11-

�9. Oktober 1985

40

DROGENMISSBRAUCH - EIN INTERNATIONALES PROBLEM

- Wichtige Programme des US-Außenministeriums
bei der Suche nach Lösungen -

WASHINGTON - (AD) - Der Mißbrauch von Heroin, Kokain, Marihuana und
anderen gefährlichen Drogen verursacht

in den Vereinigten Staaten, in

Kanada, Westeuropa und zahlreichen weiteren Ländern schwerwiegende psychologische, soziale und gesundheitliche Probleme.

Außerdem machen sich

dort, wo diese Drogen produziert oder durchgeschleust werden, immer mehr
schädliche Auswirkungen bemerkbar.

Schätzungen aus dem Jahr 1984 zufolge

werden in den Vereinigten Staaten ca. 5,9 Tonnen an importiertem Heroin,
55 bis 76 Tonnen am importiertem Kokain und 7800 bis 9200 Tonnen - meist
importiertes - Marihuana konsumiert.

Aus den für 1984 verfügbaren Sta-

tistiken geht hervor, daß vor allem unter jungen Leuten der MarihuanaKonsum zurückgeht.
geringer.

Der Verbrauch von Heroin war im letzten Jahr etwas

Dagegen ist der Kokaingenuß weiterhin stark verbreitet, und

der Verbrauch anderer gefährlicher Drogen nimmt sogar zu.

Die illegale

Produktion von Opium, Heroin, Kokain und Marihuana übersteigt erheblich
den weltweit geschätzten Bedarf.
Quellen:

Opium

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Quellen:

Opium für die Verarbeitung zu Heroin für den Absatz auf den

Weltmärkten kommt vor allem aus drei Regionen - aus Mexiko, dem "Goldenen
Dreieck" mit Burma, Thailand und Laos, sowie aus dem "Goldenen Halbmond"
mit Iran, Afghanistan und Pakistan.

Der größte Teil des Opiums und neu-

erdings große Mengen des in Südost- und Südwestasien produzierten Heroins
werden von immer mehr Süchtigen in den Herkunftsregionen selbst konsumiert.

Kokain stammt in erster Linie von Cocastrauch-Blättern aus Anbau-

gebieten in Bolivien und Peru.

Kolumbien hat sich sowohl zum Raffinerie-

platz wie auch zum Durchgangsland für den Handel und zum Coca-Anbauland
entwickelt.

In weiteren südamerikanischen Ländern wird seit kurzem Coca

angebaut und Kokain raffiniert.

Auch Marihuana kommt aus vielen Quellen.

Als Folge einer Vernichtungskampagne bei Anpflanzungen kommt aus Kolumbien jetzt weniger als die Hälfte des in den USA konsumierten Marihuanas.
Auch der Hanfanbau in den USA selbst und die Produktion in Jamaika gingen
zurück.

Die restlichen Mengen stammen aus Mexiko, Belize und anderen

Quellen im Ausland.

Dank wirksamer Kontrolle an der Quelle ist auch das

Angebot an Methaqualon erheblich geringer geworden.

Rolle des amerikanischen Außeministeriums:
nationale Suchtstoffangelegenheiten"

Der "Abteilung für inter-

(Bureau of International Narcotics

Matters - INM), die von einem Unterstaatssekretär geleitet wird, obliegt
es,

die

internationalen

Maßnahmen

Rauschgiftkontrolle zu koordinieren.

der

amerikanischen

Regierung

zur

INM strebt eine Verstärkung der An-

strengungen auf diplomatischem Gebiet und im Rahmen der amerikanischen
Programme an, das Angebot an gefährlichen Drogen, die in die Vereinigten
Staaten gelangen, zu reduzieren.

Im Haushaltjähr 1985 hatte INM für bi-

laterale und multilaterale Suchtstoff-Kontrollprogramme 51 Millionen Dollar zur Verfügung.

Die Mittel werden verwendet für:

- Vernichtung von Anpflanzungen, Kontrollprogramme
- Unterstützung beim Rechtsvollzug
- Ausrüstungen und Material
- Aus- und Weiterbildung von ausländischem Personal aus dem Justizbereich
- Entwicklungshilfe
- 2 -

�- Entwicklungshilfe für den Aufbau wirtschaftlicher Alternativen zu
illegal produzierten Drogenpflanzen
- Technische Hilfe für Programme zur Eindämmung der Nachfrage nach
Drogen.

INM arbeitet mit den Koordinatoren für Suchtstoffangelegenheiten in
den Regionalreferaten des amerikanischen Außenministeriums und der amerikanischen Botschaften sowie mit dem Amt für Internationale Entwicklung
(AID) bei Projekten zusammen, die Entwicklungshilfe in Bolivien, Peru und
Pakistan mit Drogenkontrolle verbinden.

Gemeinsam mit dem "Bureau of In-

ternational Organization Affairs" innerhalb des amerikanischen Außenministeriums werden multilaterale Kontrollmaßnahmen mit Behörden der Vereinten Nationen koordiniert.
für Drogenbekämpfung

Mit dem Weißen Haus, dem amerikanischen Amt

(DEA), der amerikanischen Zollbehörde, der US-Kü-

stenwacht und anderen amerikanischen Behörden mit einschlägigen Aktivitäten im In- und Ausland besteht enge Zusammenarbeit.

Die Vereinigten Staaten sind der Ansicht, daß Drogenkontrolle, eine
im Rahmen von Verträgen wahrzunehmende Regierungsaufgabe, aLs internationale Verpflichtung behandelt werden sollte.

INM hebt hervor, daß Produk-

tions- und Transitländer aufgrund dieser Verträge die Hauptverantwortung
für die Kontrolle des Anbaus, der Produktion und Weitergabe illegaler
Suchtstoffe tragen.

Zur Unterstützung dieser Länder gibt INM den Pro-

grammen zur Kontrolle der Produktion und Unterbindung des Handels schon
am Herkunftsort höchste Priorität.

Programme:

Wenn einschneidende Blockierungen und selbst die Vernich-

tung von Anbauflächen in nur einem oder zwei Produktionsgebieten durchgesetzt werden, so bewirkt dies nicht mehr als einen vorübergehenden Rückgang des Angebots an Suchtstoffen.

Deshalb hat die Strategie von INM zum

Ziel, letztlich die Produktion in allen wichtigen Regionen gleichzeitig
zu kontrollieren, damit es zu einschneidender und dauerhafter Angebotsverminderung

kommt.

In wichtigen Ländern der Opiumproduktion

(Burma,

Thailand, Mexiko und Pakistan) und in Transitländern, wo Opium zu Heroin
verarbeitet

oder

durchgeschleust

wird, sind
- 3 -

INM-Drogenkontrollprojekte

�INM-Drogenkontrollprojekte eingerichtet.

INM unterstützt die Kontrolle

des Coca-Anbaus und Projekte zur Unterbindung der Kokainproduktion in Bolivien, Peru, Ekuador, Brasilien und Kolumbien sowie Projekte zur Kontrolle der Produktion und des Handels mit Marihuana in Mexiko, Jamaika,
Panama und Kolumbien.

Die Behörde unterstützt außerdem Gegenaktionen und

juristische Maßnahmen in anderen Produktions- und Transitländern in den
drei wichtigsten Regionen - Lateinamerika, Südost- und Südwestasien - und
hilft Dutzenden von Ländern durch die Finanzierung von Ausbildungsprogrammen für Angehörige der Justiz und des Zolls.
Multilaterale Bemühungen: Drogenmißbrauch ist nicht nur ein amerikanisches Problem. Betroffen sind alle Nationen, von den ärmsten bis zu
den reichsten - Länder, die Drogen produzieren und damit Handel treiben,
und Länder, in denen Drogen konsumiert werden. Die amerikanische Regierung hat von jeher den höchsten Kostenanteil für internationale Kontrollprogramme getragen. Ihre diplomatischen Anstrengungen samt wirtschaftlicher Unterstützung und multilateraler Aktivitäten, Produktionsländer zur
Mitarbeit zu gewinnen, zeigen immer größere Wirksamkeit. Im Jahr 1985
erkannten viele Regierungen, vor allem die der Herkunftsländer, im Drogenhandel eine starke Bedrohung sowohl ihrer nationalen Sicherheit als
auch ihres wirtschaftlichen und sozialen Wohlergehens. Die Auswirkung
der Gegenmaßnahmen gegen Drogenhandel bei den Produktions- und Verbraucherländern schafft neue Chancen für wirksamere bilaterale und multilaterale Programme. Die Regierung der Vereinigten Staaten verfolgt außerdem
Ziele der Suchtstoffkontrolle auf internationaler Ebene im Rahmen der
Vollversammlung der Vereinten Nationen, des UN-Wirtschafts- und Sozialrates und anderer UN-Behörden. Zu den UN-Behörden, die Kontrollmaßnahmen
für Handel und Gebrauch von Suchtstoffen und anderen psychotropen Substanzen anwenden und multilaterale Anstrengungen zur Unterbindung von
Produktion, Handel und Mißbrauch von Drogen unterstützen, zählen die
Suchtstoff-Kommission und deren Spezialabteilung für Suchtstoffe, das
internationale Direktorium für Suchtstoffkontrolle und der UN-Fonds zur
Bekämpfung von Drogenmißbrauch, der wichtige Projekte in der ganzen Welt
unterstützt.
* * * * *

�Wi/zen/chcift
und Technik
United States Information Service
Embassy of the United States of America

40

9. Oktober 1985

PLANET URANUS IM VISIER
- Intensive Beobachtungen durch Raumsonde VOYAGER 2 ab 4. November

- (AD) - Auf Uranus, den drittgrößten Planeten in unserem Sonnensystem, konzentriert sich während der kommenden Monate das Interesse vieler
Astronomen in der ganzen Welt.
schen Raumsonde VOYAGER 2.

Er ist das nächste Ziel der amerikani-

Im Jahr 1977 gestartet, passierte sie 1979

den Planeten Jupiter, 1981 den Saturn.

Über beide Großplaneten sowie

über deren Trabanten und das Ringsystem des Saturn lieferte sie, wie
schon zuvor VOYAGER 1, unschätzbar wertvolle Informationen, dazu aufsehenerregende Fernsehaufnahmen.

Unter der Einwirkung der Gravitationskraft des Saturn wurde VOYAGER 2
auf einen Kurs gebracht, der den für eine Vielzahl von Meßaufgaben programmierten

Roboter

jetzt zum Planeten Uranus führt.

tionskraft wiederum lenkt ihn in Richtung Neptun.

Diesen zweitletzten

Planeten unseres Sonnensystems wird er 1989 passieren.
von ihm Aufnahmen und Beobachtungsdaten zu bekommen.

Dessen Gravita-

Man hofft, auch
Pluto jedoch, der

vermutlich äußerste Trabant der Sonne, bleibt außerhalb des VOYAGER-Beob-

Postfach 20 03 00 Tel.:0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�VOYAGER-Beobachtungsbereichs.

Ihr

weiterer

Weg

führt die Sonde, wie

schon VOYAGER 1, in immer fernere Regionen, die nicht mehr zu unserem
Sonnensystem

gerechnet werden.

Aber solange die Bordinstrumente samt

Energieversorgung funktionsfähig bleiben, werden wir Meßdaten bekommen es sei denn, die Signale sind infolge der immer größeren Entfernung so
schwach, daß sie nicht mehr erfaßt werden können.

VOYAGER 2 wird am 24. Januar 1986 den Uranus im Abstand von weniger
als 100 000 km passieren.
Milliarden Kilometer.

Die Entfernung zur Erde beträgt dann fast 2,9

Das bedeutet, daß Funksignale, die die Sonde über-

mittelt, zwei Stunden und 45 Minuten zu den Empfangsstationen brauchen.
Da sie auf dem Weg durch den interplanetaren Raum abgeschwächt werden,
wurden Vorkehrungen getroffen, um sie verstärken und gut aufnehmen zu
können.

So hat man beispielsweise in Australien zwei große 63-m-Parabol-

antennen zusammengeschaltet, um ihre Empfindlichkeit zu verdoppeln.

Die Robotersonde hat offenbar ihren Flug durch den Raum jenseits des
Saturn gut überstanden.

Bereits seit Juli 1985 schickt sie Fotos von

Uranus zur Erde, allerdings noch in verhältnismäßig großen Zeitabständen.
Noch erscheint dieser Planet als kleiner, verschwommener Ball.

Die bläu-

lich-grüne Färbung ist auf den Methangehalt seiner Atmosphäre zurückzuführen.

Wenn am 4. November die intensive Beobachtungsphase beginnt, in

der sich VOYAGER 2 dem Uranus mit mehr als 65 000 km pro Stunde nähert,
funkt die Sonde für jeweils 36 Stunden alle fünf Minuten ein Foto.
schließend wird jede Aufnahmeserie noch einmal gesendet.

An-

Die Wissen-

schaftler hoffen, aus diesem Material einen Film herstellen zu können,
der Hinweise auf die atmosphärische Dynamik des Planeten zu geben vermag.

Sehr schwierig dürfte es werden, die fünf Monde des Uranus zu beobachten.

Der Grund dafür ist die Tatsache, daß die Rotationsachse dieses

Planeten der Ebene seines Umlaufs um die Sonne parallel ist, die Umlaufbahn seiner Monde also senkrecht dazu steht.

Dies ist ein ungewöhnliches

Phänomen und von keinem anderen Planeten bekannt.

(Über die Ausrichtung

der Achse von Pluto weiß man allerdings noch nichts.)

Da sich VOYAGER 2

aber dem Uranus in der Umlaufebene der Planeten nähert, hängt es von der

�von der jeweiligen Position der Uranus-Monde ab, ob sie überhaupt beobachtet werden können.

Denn das Trabanten- und Ringsystem wird ja mit ho-

her Geschwindigkeit in wenigen Stunden passiert.

Um dennoch möglichst

scharfe Aufnahmen zu erhalten, muß der Roboter mit seinen Kameras unter
Vorausberechnung

der Laufzeit der Signale während des Durchgangs durch

das Uranus-System sehr exakt gesteuert werden.

'Über diesen Planeten ist noch außerordentlich wenig bekannt.
wurde

er

schon

im

Jahr

1781

von

dem

britischen

Astronomen

William

Herschel entdeckt - aber erst 1977 brachten Fernrohrbeobachtungen
erste Hinweise darauf, daß Uranus von Ringen umgeben ist.
zu den Ringen des Saturn sind es dunkle Gebilde.

Zwar
z.B.

Im Gegensatz

Beobachtungen aus jüng-

ster Zeit lassen neben den bisher aufgefundenen Ringen die Existenz eines
weiteren Ringes zwischen den beiden inneren Monden vermuten.

Möglicher-

weise gibt es sogar mehr als die fünf Monde, von denen man heute weiß.

Aus der Dynamik der Atmosphäre hofft man auf die tatsächliche Rotationsgeschwindigkeit des Uranus Rückschlüsse ziehen zu können.

Der Pla-

net mit seinen 51 000 km Durchmesser - fast viermal mehr als der Durchmesser der Erde - könnte bisherigen Berechnungen zufolge eine Tageslänge
von 16, aber vielleicht auch von 24 Stunden haben.
relativ dicht.

Seine Atmosphäre ist

An Bestandteilen wurden die Elemente Wasserstoff, Stick-

stoff, Kohlenstoff und Sauerstoff festgestellt.

Es ist eine Art "kosmischen Billards", das VOYAGER 2 nach dem Durchgang am Uranus Kurs auf Neptun nehmen läßt.

Dreieinhalb Jahre später,

nach Überwindung von fast einer Milliarde weiterer Kilometer im interplanetaren Raum, wird die Sonde das System dieses Planeten in etwa 10 000 km
Abstand von seinem Innenmond Triton passieren.

* * * * *

- 3-

�</text>
                </elementText>
              </elementTextContainer>
            </element>
          </elementContainer>
        </elementSet>
      </elementSetContainer>
    </file>
  </fileContainer>
  <collection collectionId="4">
    <elementSetContainer>
      <elementSet elementSetId="1">
        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
        <elementContainer>
          <element elementId="50">
            <name>Title</name>
            <description>A name given to the resource</description>
            <elementTextContainer>
              <elementText elementTextId="6534">
                <text>Dokumente</text>
              </elementText>
            </elementTextContainer>
          </element>
        </elementContainer>
      </elementSet>
    </elementSetContainer>
  </collection>
  <itemType itemTypeId="19">
    <name>Digitalisat</name>
    <description>Umwandlung eines physischen Dokumentes in ein digitales Medium.</description>
  </itemType>
  <elementSetContainer>
    <elementSet elementSetId="1">
      <name>Dublin Core</name>
      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
      <elementContainer>
        <element elementId="40">
          <name>Date</name>
          <description>A point or period of time associated with an event in the lifecycle of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9666">
              <text>09.10.1985</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="51">
          <name>Type</name>
          <description>The nature or genre of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9667">
              <text>Digitalisat</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="39">
          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9668">
              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="50">
          <name>Title</name>
          <description>A name given to the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13571">
              <text>Amerikadienst 09.10.1985</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="41">
          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13572">
              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Direktor Wick erläutert Arbeit des US-Informationsdienstes in Deutschland&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Ansprache auf einer deutsch-amerikanischen Konferenz der Stanford-Universität -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Drogenmissbrauch - ein internationales Problem&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Wichtige Programme des US-Außenministeriums bei der Suche nach Lösungen -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Planet Uranus im Visier&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Intensive Beobachtungen durch Raumsonde VOYAGER 2 ab 4. November -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
      </elementContainer>
    </elementSet>
  </elementSetContainer>
</item>
