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                  <text>Information
und
Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

7. August 1985

INHALT

DOKUMENTATION
Präsident Reagan:

Niemals wieder Einsatz von Atomwaffen

- Erklärung zum 40. Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs Reagan b i e t e t ständiges Moratorium f ü r Kernwaffenversuche an
- Pressekonferenz des US-Präsidenten vom 5. August 1985 -

HINTERGRUNDMATERIAL
Kostendämpfung für den Raumflug
- SDI-Chef Abrahamson f o r d e r t "Nationale I n i t i a t i v e "

* * * * *

Um Ubcr/endung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel : 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�7. August 1985

32

PRÄSIDENT REAGAN: NIEMALS WIEDER EINSATZ VON ATOMWAFFEN
- Erklärung zum 40. Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs -

WASHINGTON -

(AD) - Präsident Ronald Reagan hat i n einer

Erklärung

zum 40. Jahrestag des Abwurfs einer Atombombe auf Hiroshima b e t o n t , daß
a l l e Nationen der Welt dafür sorgen müssen, daß das Atom niemals wieder
a l s Waffe des Krieges Verwendung finden w i r d .

I n seiner Erklärung vom 6.

August 1985 hat der Präsident hervorgehoben, daß die Vereinigten Staaten
a l l e s tun werden, um eine f r i e d l i c h e r e Welt aufzubauen.

Reagan wies auch

darauf h i n , daß das Ende des Zweiten Weltkriegs den Beginn einer
spiellosen Freundschaft

bei-

zwischen den Vereinigten Staaten und Japan ge-

bracht habe.
Die Erklärung des Präsidenten hat folgenden Wortlaut:
I n dieser Woche gedenken M i l l i o n e n von Menschen auf der ganzen Welt
des 40. Jahrestages der ersten und einzigen Einsätze von Kernwaffen - Geschehnisse, die einen langen und schrecklichen Krieg beendet haben.

Mit

dem Ende des Krieges entstand eine beispiellose Freundschaft zwischen den

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�zwischen den freien Völkern und demokratischen Regierungen der Vereinigten Staaten und Japans.

Wenn wir also über die Bedeutung der Ereignisse

vor 40 Jahren nachdenken, dann dürfen wir und die Bevölkerung Japans
stolz darauf sein, daß wir gezeigt haben, daß selbst zwischen früheren
Gegnern im Kriege eine dauerhafte Versöhnung möglich ist.

Wir dürfen niemals vergessen, was die Kernwaffen über Hiroshima und
Nagasaki gebracht haben.

Und doch dürfen wir auch nicht vergessen, daß

die Aufrechterhaltung unserer starken nuklearen Abschreckung vier Jahrzehnte lang die Sicherheit der Vereinigten Staaten und die Freiheit unserer Verbündeten in Asien und Europa gewährleistet hat.

In Europa bedeu-

ten diese Jahre die längste Friedensperiode seit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Der Frieden hat uns nicht selbstgefällig gemacht, denn wir streben
weiterhin nach Hegen, um die Risiken eines Krieges noch mehr zu verringern.

Wie ich oft erklärt habe:

"Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen wer-

den und darf niemals geführt werden."

Dieser Jahrestag ist daher nicht

nur Anlaß zur Erinnerung, sondern auch zum Handeln.

Die Vereinigten Staaten werden jeden vernünftigen Schritt tun, um eine friedlichere Welt aufzubauen.

Erst vorige Woche habe ich der sowjeti-

schen Führung eine Einladung zukommen lassen, ein Team sowjetischer Experten nach unserem Versuchsgelände in Nevada zu entsenden, um einen amerikanischen Atomversuch zu beobachten und seine Stärke zu messen.
Angebot gilt ohne Vorbedingungen.

Mein

Den sowjetischen Experten wurde frei-

gestellt, alle Instrumente und Einrichtungen mitzubringen, die sie für
notwendig erachteten, um die Stärke des Versuches zu messen.
war einfach und klar:

Unser Ziel

Einen Prozeß in Gang zu setzen, der hinsichtlich

der Begrenzung von Nuklearversuchen das Vertrauen und die Zusammenarbeit
zwischen unseren Nationen wesentlich erhöhen könnte.

Ich hoffe, daß die sowjetische Führung diese Einladung im Geiste des
guten Willens annehmen wird, in dem sie ergangen ist.

Ich möchte auch an

die Führung der Sowjetunion appellieren, mit uns zusammenzuarbeiten, um
- 2 -

�zusammenzuarbeiten, um einschneidende, v e r i f i z i e r b a r e
ringerungen der Nukleararsenale

und gerechte

zu erreichen; die Fragen bezüglich

Verder

Einhaltung bestehender Rüstungskontrollabkommen zu lösen und einen kons t r u k t i v e n Dialog über M i t t e l und toege zur Verringerung des Risikos eines
unbeabsichtigten Krieges i n Gang zu bringen.
Wir müssen auch wachsam sein i n unseren Bemühungen, die Ausbreitung
von Kernwaffen zu verhindern - und h i e r müssen a l l e

Nationen die

tragen h e l f e n .

Nukleartechnologie

Jene, die aus dem Transfer s e n s i t i v e r

Last

i n Unruhegebiete der Erde Gewinn schlagen möchten, s t e l l e n eine Bedrohung
des Weltfriedens dar.

Hier miß gehandelt werden, und wir ermutigen a l l e

Länder, sich uns i n der Forderung nach umfassenden Sicherheitsgarantien
a l s Vorbedingung für den Nuklearexport anzuschließen.
Wir sehen der d r i t t e n Uberprüfungskonferenz

für den Nichtweiterver-

b r e i t u n g s v e r t r a g , die i n diesem Monat beginnen w i r d , mit Interesse entgegen.

Die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und a l l e Länder der Welt

müssen das i h r i g e t u n , um zu gewährleisten, daß das Atom niemals wieder
als eine Waffe des Krieges, sondern nur noch a l s Instrument des Friedens
verwendet w i r d .

- 3 -

�Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

7. August 1985

32

REAGAN BIETET STÄNDIGES MORATORIUM FÜR KERNWAFFENVERSUCH AN
- Pressekonferenz des US-Präsidenten vom 5. August 1985 -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Ronald Reagan hat e i n ständiges Moratorium f ü r Kernwaffenversuche angeboten, wenn die Sowjets b e r e i t wären, i h r
z e i t l i c h begrenztes Moratorium f ü r Kernversuche nach dem 1 . Januar 1986
i n e i n ständiges Moratorium zu verwandeln oder wenn sie b e r e i t s e i e n , b i l a t e r a l e Inspektionen der Versuche der j e w e i l s anderen Seite zuzustimmen.
Auf einer vom amerikanischen Fernsehen übertragenen Pressekonferenz am 5.
August 1985 betonte der Präsident, daß dieses Angebot für den Zeitpunkt
nach dem Abschluß der gegenwärtigen amerikanischen Versuchsreihe

gelte.

Diese Versuche seien durch die massive sowjetische Aufrüstung notwendig
geworden.

Reagan wies darauf h i n , daß eine Lösung a l l dieser Fragen an

den Konferenztisch i n Genf gehöre, denn wenn man zu einer Einigung über
eine wesentliche Verringerung und schließliche Abschaffung a l l e r Kernwaffen kommen könne, dann gäbe es auch keine Notwendigkeit mehr f ü r Kernwaffenversuche.

Der

Stellvertretende

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Tel.: 0228-339 2035
Telex: 08-85432

�Der Stellvertretende Sprecher des Weißen Hauses Edward Djerejian erklärte später vor der Presse, der Präsident habe mit seinem Angebot "keine neue Initiative vorgeschlagen".

Die Vereinigten Staaten unterstützten

seit langem das Ziel von Verhandlungen über ein Versuchsverbot im Zusammenhang mit einschneidenden und verifizierbaren Verringerungen der Kernwaffen, wesentlich verbesserten Verifizierungsmethoden, verstärkten vertrauensbildenden Maßnahmen und der Aufrechterhaltung einer wirksamen Abschreckung.

Im wesentlichen, so betonte der Stellvertretende Sprecher

des Heißen Hauses, gehe es um das Verifizierungsproblem und um den Vorsprung der Sowjetunion in der Entwicklung und Modernisierung von Kernwaffen.

"Wir dürfen nicht vergessen", so betonte Djerejian, "daß die

grundsätzliche Notwendigkeit für unsere Versuche aus der massiven Aufrüstung der sowjetischen Offensivkraft herrührt".

Der Präsident eröffnete die Pressekonferenz, die sich zu einem großen
Teil mit Fragen des amerikanischen Haushalts und der Gesundheit des Präsidenten befaßte, mit einer einleitenden Erklärung, die folgenden Wortlaut hat:
Ich möchte zunächst eine Erklärung abgeben.

Ich möchte diese Gele-

genheit benutzen, einen Blick zurück zu tun und auch einen Blick in die
Zukunft auf unsere Erwartungen für diesen Herbst.
tet sich zu einem Jahr des Fortschritts.

Das Jahr 1985 gestal-

Die Wirtschaft erfreut sich gu-

ter Gesundheit, Amerika lebt in Frieden und trägt dazu bei, die Grenzen
der Freiheit zu erweitern.

Wir können Vertrauen aus der Tatsache schöpfen, daß die Zinssätze
noch immer nach unten neigen, daß die Inflationsrate noch immer unter
vier Prozent bleibt und daß in diesem Jahr fast 600 000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Und jetzt, da die Batterien der Wirtschaft neu

aufgeladen sind, starten wir mit neuem Schwung.

Der Weg vor uns läßt ei-

nen starken Arbeitsmarkt erkennen, ohne neue Steuererhöhungen, die uns
bremsen würden und ohne dunkle Walken der Inflation am Horizont.

Aber es gibt
- 2 -

�Aber es gibt vieles, was wir tun können und müssen, um dieses Jahr zu
einem noch besseren Jahr zu machen.

Wir haben die Absicht, eine große

Herbstoffensive zu starten und uns an das Volk zu wenden und mit dem Kongreß zu arbeiten, um große und dringend erforderliche Reformen zu erreichen.

Wir werden unsere Bemühungen um eine Haushaltsreform, um ein Veto-

recht für Einzelposten - das A3 Gouverneure von Einzelstaaten bereits besitzen - und um einen ausgewogenen

Haushalt

intensivieren, um damit

schließlich dem Kongreß aufzuerlegen, daß er nicht mehr ausgibt, als er
einnimmt.

Wir können die chronischen Überausgaben des Kongresses nicht

mit dem Zuckerbrot freundlicher Appelle an gute Absichten verringern,
sondern wir müssen auch in der Lage sein, die Peitsche echter Disziplin
zu schwingen.

Wir werden auch den Gebieten der Landwirtschaft und des Handels besondere Aufmerksamkeit zuwenden, weil sie eine so große Auswirkung auf
den Haushalt und die Gesundheit unserer Wirtschaft haben.

Bis zum Tag

der Arbeit (2. September) werden wir alle Hindernisse für die Verabschiedung der Steuerreform aus dem Wege räumen.

Wir können uns nicht mit den

Ungerechtigkeiten und Erschwernissen der derzeitigen Steuersätze abfinden.

Wir müssen sie durch ein neues System ersetzen, das dem amerikani-

schen Volk niedrigere Hächststeuersätze und eine größere Fairness bietet.
Um unserer Zukunft willen gibt es keine höhere oder dringendere Priorität.

Von Seiten der Legislative erreichten wir nicht alle die Einsparungen, die wir angestrebt haben, aber wir haben an dem Prinzip festgehalten
- und es ist uns gelungen, daran festzuhalten, das ich als entscheidend
wichtig ansehe, wenn es um den Abbau des Haushaltsdefizits geht, daß wir
nicht das Einkommen der Menschen senken, sondern die Ausgaben der Regierung.

Es werden viele Bewilligungsgesetze anstehen, und ich bin ent-

schlossen, jedes von ihnen Zeile um Zeile genau zu prüfen, um, wenn notwendig, mein Veto einzulegen.

Was die Außenpolitik angeht, so haben wir die Woge der schrittweisen
sowjetischen Expansion, die vor fünf Jahren so deutlich zu erkennen war,
zurückgedrängt.

Unsere Bündnisse sind stärker und wir haben unsere Füh-

�unsere Führungsposition wiedergewonnen, wir arbeiten an der Lösung der
internationalen Schuldenlast, wir marschieren der Ausbreitung der Demokratie voran und wir suchen echte Fortschritte in entscheidenden globalen
Fragen von den Menschenrechten bis zur Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen.

In Genf sind wir in der besten Position seit über einer Generation,
um echte Verringerungen der Kernwaffen zu erreichen.

Alles, was wir

brauchen, ist eine ernsthafte Einstellung der Sowjets.

Ich sehe meinem

Zusammentreffen mit Generalsekretär Gorbatschow in Genf im November dieses Jahres mit Erwartung entgegen.

Und auch dieses:
zubauen.

Wir haben begonnen, unsere Verteidigung wieder auf-

Unsere konventionellen Streitkräfte sind stärker.

Der Kongreß

hat unser strategisches Modernisierungsprogramm unterstützt und unsere
Abschreckung ist stärker.

Aber wir müssen weitermachen und dieses Pro-

gramm abschließen.

Wir setzen auch unsere Forschung auf dem Gebiet unserer nichtnuklearen strategischen Verteidigungsinitiative

fort, die die große hbffnung

bietet, daß wir vielleicht eines Tages die Menschen dieses Planeten vor
der Drohung eines nuklearen Angriffs schnützen können.

Und wir haben ei-

nen Durchbruch erzielt, als der Kongreß die Bedeutung Mittelamerikas für
unsere nationale Sicherheit erkannte und der Hilfe für die Freiheitskämpfer zustimmte.

Die Sache der Freiheit ist die Sache des Friedens und ich möchte all
jenen im Kongreß, die für die Unterstützung der Freiheitsbewegung in Nicaragua , Afghanistan und Kambodscha, und für die Aufhebung des Clark-Gesetzeszusatzes gestimmt haben - der die Hilfe für die Freiheitskämpfer in
Angola verbot -, mein Lob aussprechen.

Wir haben also, wie ich gesagt

habe, gut angefangen, aber es bleibt noch vieles zu tun.

Die außenpolitischen Fragen und Antworten der Pressekonferenz haben
folgenden Wortlaut:
FRAGE:

Herr Präsident,

�FRAGE:

l-terr Präsident, eine Frage zu Südafrika.

Beabsichtigen Sie

die Fortsetzung Ihrer Politik des konstruktiven Engagements oder sind Sie
der Ansicht, jetzt sei bald die Zeit gekommen, Schritte - wie etwa Sanktionen - zu unternehmen?

ANTWORT:

Ich bin der Meinung, daß die Ergebnisse, die dieses kon-

struktive Engagement mit Südafrika gezeitigt haben, ein Fortführen dieser
Politik rechtfertigt.
Sicherlich sind wir alle der Meinung - und wir haben dies auch deutlich gemacht -, daß die Apartheid abstoßend ist...

Man sollte aber auch

das Positive betrachten, das unser sogenanntes "konstruktives Engagement"
bislang mit sich gebracht hat - in immer größerem Maß vollständige zweirassige Eriehung; dann die Tatsache der über 100 Millionen Dollar, die
die dortige amerikanische Geschäftswelt im Lauf der vergangenen Jahre für
Ausbildung und Unterkunft der Schwarzen beigetragen hat; schließlich das
Faktum, daß das Verbot gemischtrassiger Ehen nicht länger existiert; daß
rund

vierzig Geschäftsbereiche

für Geschäfte

freigegeben wurden, die

Schwarzen gehören; Schwarze in der Gewerkschaftsbewegung; verstärkte Aufhebung der Rassentrennung in Hotels, Restaurants, Parks, Sportanlagen und
dergleichen.

Ich kann gar nicht alles aufzählen; aber alles trägt zur letztendlichen Antwort bei.

Und nimmt man die Worte von Buthelezi, des Führers der

Zulu, die ja rund ein Drittel der schwarzen Bevölkerung Südafrikas ausmachen, dann zeigt sich:

Er spricht gegen den Gedanken der Feindschaft,

der Sanktionen und sagt, was auch wir sagen, daß derlei nur den Menschen
schaden würde, denen wir zu helfen suchen.

FRAGE:

Sie werden also Ihr Veto einlegen?

ANTWORT:

... Im Prinzip bleibt es bei dem, was ich schon sagte: Mei-

ner Meinung nach ist die Fortführung unseres derzeitigen Programms der
beste Weg, auf dem wir eine Hilfe für die schwarze Bevölkerung Südafrikas
sein können.
FRAGE: Aber der

�FRAGE:
che.

Aber der Ausnahmezustand geht jetzt schon in seine dritte Wo-

Ihre Regierung hat seine Aufhebung gefordert und doch gab es keine

Reaktion hierauf.

Was werden Sie tun, um der südafrikanischen Regierung

dies stärker zu verdeutlichen?

ANTWORT:

Ich glaube, wir haben schon einigen Einfluß ausgeübt, und

sie selbst haben Fortschritt in diese Richtung versprochen.

Jetzt aller-

dings sprechen Sie von einer Regierungsreaktion auf Gewalt, die für alle
Menschen dort schädlich war.

Wir sahen Gewalt zwischen Schwarzen ebenso

wie seitens der Polizei gegen aufrührerisches Verhalten. Man muß bisweilen auch die Tatsache von Aktionen anerkennen, die in dem Bemühen ergriffen werden, Gewalt zu verhindern.

FRAGE:

Würden Sie Ihr Veto gegen ein Gesetz einlegen, das bereits

vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde und das, wie es den Anschein
hat, auch im Senat durchkommen wird?

ANTWORT:

Lassen Sie mich warten, bis ich sehe, was auf meinen

Schreibtisch kommt.

Ich weiß, daß es hier Dinge gibt, die gerade in der

Richtung nützlich sind, von der ich gesprochen habe.

Ich weiß allerdings

auch, daß die Sanktionen nicht nur für die Schwarzen dort Schaden anrichten würden, sondern daß sie auch schlecht für die angrenzenden Staaten
wären, deren Volkswirtschaften hinsichtlich Handel und Wirtschaftsbeziehungen von Südafrika abhängen.

FRAGE:

Könnte man also mit Recht sagen, daß es in der amerikani-

schen Politik keine Änderungen geben wird, daß man die Zügel nicht etwas
strafft?
ANTWORT:

Das hängt davon ab, was Sie unter Änderung verstehen; wenn

Sie damit Sanktionen und dergleichen meinen - nein.

Aber es kann natür-

lich Fluktuationen im Gespräch und in den Beziehungen zu einer anderen
Regierung geben.

FRAGE:
- 6 -

Was halten

�FRAGE:

Was halten Sie von den konservativen Attacken gegen Außenmi-

nister Shultz, er sei nicht antikommunistisch genug?

ANTWORT:

Sie entbehren jeglicher Grundlage und sie sind zutiefst

lächerlich.

Ich habe völliges Vertrauen in Außenminister Shultz und in

die Tatsache, daß er die Politik betreibt, an die ich glaube.

FRAGE:

Sie wissen, Gorbatschow sagte, wir seien Barbaren gewesen,

die Atombombe abzuwerfen.
ANTWORT:

Was halten Sie davon?

Ich dachte immer, es sei barbarisch von Stalin gewesen, 20

Millionen seiner eigenen Landleute umzubringen.

Wir hingegen warfen die Bombe in dem Bestreben ab, das zu beenden,
was der größte Krieg in der Geschichte der Menschheit war.

Der Wider-

stand des Feindes und die Inselkämpfe, die zur Invasion Japans führten,
bewiesen uns, daß wir auf Widerstand bis zum Tode treffen würden.

Man

schätzte die Verluste bei weiterem Vorrücekn auf mehr als eine Million.
Und ich glaube, jenen, die damals diese schreckliche Entscheidung zu
treffen hatten, jetzt etwas anderes unterstellen zu wollen, ist lächerlich.

Schrecklich wie es war, müssen wir meiner Meinung nach doch auch sagen, daß dadurch die Welt eine Vorstellung von dem Schrecken der Kernwaffen erhielt.

Und das hilft uns jetzt vielleicht dabei, uns eines Tages

von ihnen zu befreien.

Dies müssen wir erkennen - und auch die Tatsache ,

daß die Präsenz unserer Kernwaffen als ein Mittel der Abschreckung uns
die längste Periode des Friedens - 40 Jahre Frieden - gebracht hat, die
es jemals gab.

FRAGE:

Hierzu noch:

Warum greifen Sie nicht Gorbatschows Vorschlag

eines gemeinsamen Moratoriums bei Nuklearversuchen auf?

ANTWORT:

Die Sowjetunion ist uns bei der Entwicklung und der Moder-

nisierung der Kernwaffen voraus.

Sie hat eben ihre Versuche beendet, ein
- 7 -

�beendet, ein paar stehen vielleicht noch aus, die sie womöglich noch vor
dem 6. - dem vorgeschlagenen Beginn - dazwischenquetschen werden.

Aber

sie hatte ihre Versuche mit der SS-24, der SS-25 und der SS-18 beendet,
die unserer MX vergleichbar ist. Und wir haben mit den Versuchen bei einigen unserer Waffentypen, die mit den ihrigen Schritt halten sollen,
noch nicht einmal richtig begonnen, geschweige denn die Tests abgeschlossen.

Deshalb kommtihr Vorschlag für ein beiderseitiges - erst einseitiges
- Moratorium für mehrere Monate nach Abschluß ihrer Versuche.
chen nichts mehr zu tun.

Sie brau-

Ihr Drängen auf ein beiderseitiges Moratorium

bedeutet, daß wir dann nicht mehr in der Lage wären, mit ihnen Schritt zu
halten.

Und wir haben hierfür ein Beispiel aus der Zeit Kennedys.

Damals ging es um Versuche bei ABM und dergleichen.

Wir bemühten uns

um einen Vertrag, die Sowjetunion weigerte sich; sie brachte ihre Versuche zu einem Ende. Als dann der Kongreß für uns grünes Licht gab, sagten
die Sowjets sofort zu Präsident Kennedy:

"Oh ja, wir sind jetzt bereit,

über ein Moratorium bei Tests zu sprechen."

Und aus diesem Grund haben wird gesagt:
suche durchführen - genau dieselben wie ihr.

"Wir müssen noch unsere VerIhr könnt gern jemand her-

überschicken und alle unsere Versuche beobachten."

Und wir würden gern noch Folgendes hinzufügen:

Wenn sie nach dem be-

grenzten Moratorium, das etwa im Dezember zu Ende gehen sollte, bereit
sind, es zu einem ständigen Moratorium zu machen oder wenn sie bereit
sind, mit uns übereinzustimmen und bilaterale Inspektionen bei den Test
der jeweils anderen Seite zu haben, so sind wir hierzu auch bereit.

FRAGE:

Sie sagten, alle unsere Versuche zu beobachten?

Sie würden

bis zu einem totalen Moratorium gehen, einem ständigen Moratorium bei allen unterirdischen Tests? Allen Tests?

ANTWORT:
- 8 -

Ich weiß

�ANTWORT:

Ich weiß n i c h t , ob wir i n der Lage wären, unsere b i s zum

Jahresende zu beenden.

Vtenn wir unsere abgeschlossen haben und sie keine

neuen unternehmen FRAGE:

Nun, sie sagen, wir h ä t t e n . . .

ANTWORT:
FRAGE:
ANTWORT:

Ja, das wäre gut.
. . . unsere i n Nevada abgeschlossen.
Oh nein.

Wir sprechen noch immer vom Typ MIDGETMAN, um

i h r e SS-24 oder SS-25 aufzuwiegen.

Und wir haben bis j e t z t noch nicht

einmal damit angefangen.
FRAGE:
ANTWORT:

Vtenn könnte das sein?
Das weiß ich n i c h t .

kreten Fakten zurückkehren.

Innerhalb eines Jahres?
Lassen Sie uns inzwischen zu zwei kon-

I n Genf s o l l t e n die Entscheidungen g e t r o f f e n

werden und nicht mit Moratorien dieser A r t .

Vfenden wir uns dem Bemühen

z u , e i n f ü r a l l e Mal die Anzahl der Kernwaffen zu v e r r i n g e r n , was hoff e n t l i c h zu i h r e r v ö l l i g e n Beseitigung führen w i r d .
überhaupt keine Notwendigkeit mehr für Versuche.

* * * * *

- 9 -

Dann gäbe es nämlich

�7. August 1985

31

KOSTENDÄMPFUNG FÜR DEN RAUMFLUG
5DI-Chef Abrahamson f o r d e r t "Nationale I n i t i a t i v e " -

-

(AD) - Zu den sich j e t z t abzeichnenden und zukünftigen S t a r t e r f o r -

dernissen i n den neunziger Jahren äußerte sich während einer

dreitägigen

Anhörung Generalleutnant James Abrahamson, Direktor der Organisation für
die Strategische V e r t e i d i g u n g s i n i t i a t i v e
ses

für

Wissenschaft

amerikanischen

und Technologie

Repräsentantenhauses.

(SDI) vor Gremien des Ausschussowie des Militärausschusses

des

Seinen

die

Worten

zufolge

Stationierung einer Abschirmung gegen nukleare b a l l i s t i s c h e

würde

Raketen "den

Shuttle-Unternehmen vergleichbare Flüge" e r f o r d e r n , die sowohl der gegenwärtigen als auch der vorgesehenen

rationalen

S t a r t k a p a z i t ä t i n etwa e n t -

sprächen oder sogar merklich darüber lägen.

In einer Diskussion betonte

Abrahamson außerdem die Notwendigkeit einer

"nationalen I n i t i a t i v e "

Senkung der Kosten für den Transport i n den Waltraum.

Ebenso wie das ge-

samte SDI-Programm müsse die Beförderung eines Verteidigungssystems
Raketenabwehr i n den Erdorbit

"kosteneffektiv"

sein.

zur
zur

Wir bringen nach-

folgend den Wortlaut der Erklärung Abrahamsons:
Das Thema ' Transport

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D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Das Thema ' Transport i n den Weltraum'
teidigungsinitiative

des

Präsidenten

von

ist

für die Strategische

außerordentlicher

Ver-

Bedeutung.

Der Transport i n den Vteltraum wird i n unseren gegenwärtigen Untersuchungen a l s k r i t i s c h e Technologie und wichtigste Kategorie für den Kostenanstieg i d e n t i f i z i e r t .

Dies wird durch die Folgerungen b e s t ä t i g t , zu denen

das von Dr. Fletcher geführte Team zum Studium der Verteidigungstechnologien gekommen i s t .
den unsere

Die r e l a t i v hohen Kosten für unsere Startsysteme wer-

Fähigkeit,

eine

finanzierbare

strategische

Verteidigung

zu

d i s l o z i e r e n , wesentlich beeinflussen.

Es i s t unsere A b s i c h t , f ü r v i e l e unserer technologischen Forschungsprogramme

den Raumtransporter

Wir gehen davon aus,

als

das primäre

Startgerät

zu benutzen.

im Rahmen der Grundlagenforschungen während der

Haushaltsjahre 1987 bis 1991 den Raumtransporter i n einem Umfang zu nutzen, der i n etwa einem Flug pro Jahr e n t s p r i c h t .

Wir nehmen a n , diesem

Erfordernis am besten gerecht zu werden, wenn wir innerhalb dieser
j e w e i l s zweimal die Hälfte des Frachtraums belegen.
sich ändern.

Zeit

Diese Schätzung mag

So könnte beispielsweise für unseren ersten STS-Flug (Space

Transportation System) im Haushaltsjahr 1987 der gesamte Frachtraum benöt i g t werden.
spielsweise

Außerdem werden zahlreiche SDI-Sekundärexperimente wie b e i das

überaus

erfolgreiche

Hochpräzisions-Nachführexperiment,

das während eines der jüngsten Shuttle-Flüge durchgeführt wurde, i n Erwägung gezogen und bei künftigen Shuttle-Unternehmen m i t g e f ü h r t .

Wir

planen

die

SDI-Forschung

im

Hinblick

auf

ausreichenden

Fort-

s c h r i t t und technische R e i f e , so daß e i n k ü n f t i g e r Präsident ebenso wie
der Kongreß Anfang der neunziger Jahre entwicklungstechnische

Entschei-

dungen f ü r e i n Verteidigungssystem für die Vereinigten Staaten und unsere
Verbündeten

treffen

können.

Vfenn diese

Entscheidungen

zu

technischen

Entwicklungen führen s o l l e n , e r f o r d e r t dies zweifellos zusätzliche Transporte i n den Vteltraum.
die Erfordernisse

Es i s t schwierig, j e t z t schon zu sagen, wie groß

wären; grob geschätzt könnten s i e , beginnend mit dem

Haushaltsjahr 1992, fünf Raumtransporterflügen pro Jahr entsprechen. Diese Flugerfordernisse sind mit den Anforderungen vereinbar, die den L u f t s t r e i t k r ä f t e n f ü r die Zusammenstellung der Missionsmodelle auf nationaler

�auf nationaler Ebene und für das Verteidigungsministerium im Zusammenhang
mit STS-Einsätzen eingeräumt wurden.
derungen d e f i n i e r t

Je besser unsere Entwicklungsanfor-

werden können, desto e f f e k t i v e r

werden auch unsere

Fluganforderungen r e v i d i e r t und mit den verantwortlichen Organisation koordiniert.
Vorausschätzungen einer möglichen SDI-Dislozierung sind nur v o r l ä u f i ger Natur und ihrem Wssen nach äußerst dynamisch.
ren wir

viele

mögliche

Startanforderungen.

Schemata

mit

Gegenwärtig a n a l y s i e -

einem b r e i t e n Spektrum

denkbarer

Diese Schemata sind noch keineswegs ausgereift

und

machen es äußerst schwierig, zum gegenwärtigen Zeitpunkt e i n genaues Missionsmodell

aufzustellen.

Um jedoch auf

Ihre Fragen zu den möglichen

SDI-Startanforderungen für eine System-Dislozierung zurückzukommen, möchte ich eine Anzahl von shuttle-äguivalenten Flügen vorschlagen, die i h r e r
Natur nach der gegenwärtigen und k ü n f t i g vorgesehenen nationalen S t a r t k a pazität entsprächen oder sie sogar d e u t l i c h überstiegen.

Es steht kaum außer Z w e i f e l , daß auf längere Sicht der Umfang der nat i o n a l e n Startanforderungen die gegenwärtigen Startkapazitäten ü b e r s t e i gen w i r d .

Aus diesem Grund gab der Präsident k ü r z l i c h Anweisung f ü r die

Fertigstellung

einer

natonalen Studie

über

Transporte

in

den

Vfeltraum

e i n s c h l i e ß l i c h der e r f o r d e r l i c h e n I n f r a s t r u k t u r , die vom Verteidigungsministerium und dem Amt für L u f t - und Raumfahrt (NASA) gemeinsam ausgearbeitet wird.
gierung

für

Die Studie wird p o t e n t i e l l e Missionserfordernisse der Renationale und z i v i l e

Aufgaben im Vteltraum für die Z e i t ab

1995 ausweisen, die verschiedenen Möglichkeiten für die T r a n s p o r t - I n f r a struktur

zur aufgabengerechten Durchführung dieser Missionen d e f i n i e r e n ,

anwendbare Technologien für die Trägergeräte angeben und s c h l i e ß l i c h die
j e w e i l i g e n Aufgabenspektren benennen.

In der Studie wird man sich mit

a l l e n Aspekten von Startmöglichkeiten befassen, e i n s c h l i e ß l i c h der j e w e i l i g e n Operationen, der
auch am Boden.

Wartung und der L o g i s t i k

sowohl im Weltraum a l s

Die Regierung vertraut darauf, daß die mit der Studie ge-

gebenen Empfehlungen die USA i n die Lage versetzen werden, fortdauernden
Zugang zum Weltraum und die führende Rolle beim Transport i n den Weltraum
zu behalten.

Der endgültige Bericht

s o l l im Mai 1986 vorgelegt werden.

- 3 -

�vorgelegt werden.

Von diesem Bericht wird ein breit angelegtes Technolo-

gie-Investitionsprogramm

für künftige nationale Erfordernisse ausgehen.

Als potentieller Anwender für eine verbesserte nationale Startkapazität
in der Zukunft wird SDI in den nächsten Jahren Forschungsinvestitionen
vornehmen um, dazu beizutragen, daß dramatisch niedrigere Kosten und erhöhte Operationsflexibilität im Bedarfsfall verfügbar sind.

Unser besonderes Interesse gilt einem breiten Spektrum modernster
Technologien.

Diese Technologien könnten sowohl einem nach dem Shuttle-

Prinzip projektiertem Startvehikel als möglicherweise auch einem völlig
neuem System dienen.

Am Anfang steht die Forderung, daß wir unsere ge-

genwärtigen arbeitsintensiven Aufgaben wesentlich reduzieren müssen.

Um

dies zu erreichen, suchen wir nach Verbesserungen in unseren gegenwärtigen Operationen am Boden und im Waltraum, bei der Missionsplanung, in Fabrikation und Produktion, in der Ausarbeitung der Software und in der Logistik.

Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt unsere künftigen Starterfordernisse
noch ziemlich unklar sind, ist Flexibilität jetzt eines unserer Hauptziele.

Ich bezweifle, daß ein einziger Typ von Startgerät diesen Anforde-

rungen gerecht werden könnte, und es ist wahrscheinlich, daß eine ganze
Familie von Trägergeräten gebraucht würde.

Meines Erachtens liegt auch

der Schlüssel zu künftigen leistungsfähigen Startoperationen für kommerzielle Zwecke in flexiblen Operationen.

Die Vereinigten Staaten und die

westliche Veit haben eine aufregende und lebendige Zukunft in Waltraumaktivitäten aller Art vor sich.

Der Schlüssel zu dieser Zukunft - seien

es Aktivitäten im Interesse der Sicherheit, der wissenschaftlichen Forschung oder der kommerziellen Nutzung - der Schlüssel also liegt in einem
flexiblen und rentablen Waltraumtransportsystem.

Die Vereinigten Staaten

müssen Menschen, Ideen, Geld und Führungskraft investieren, um diese Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen.

- 4 -

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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Präsident Reagan: Niemals wieder Einsatz von Atomwaffen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Erklärung zum 40. Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reagan bietet ständiges Moratorium für Kernwaffenversuche an&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Pressekonferenz des US-Präsidenten vom 5. August 1985 -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kostendämpfung für den Raumflug&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- SDI-Chef Abrahamson fordert "Nationale Initiative" -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;</text>
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