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                  <text>nrormouon
und
Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

28

17. J u l i 1985
INHALT

INFORMATION
USA von sowjetischer Haltung i n Genf enttäuscht
- Erklärung des Pressesprechers des VfeiQen Hauses Erklärung Kampelmans zum Abschluß der zweiten Verhandlungsrunde i n
Genf

HINTERGRUNDMATERIAL
SDI aus der Sicht eines Unterhändlers
- Von Max M. Kampelman Chronologie der Ereignisse i n Afghanistan
- 2. Quartal 1985 -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Helfer unter Wasser
- Roboter für Arbeiten i n großer Meerestiefe * * * * *

Um Übersendung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�17. J u l i 1985

28

USA VON SOWJETISCHER HALTUNG IN GENF ENTTÄUSCHT
- Erklärung des Pressesprechers des Weißen Hauses -

WASHINGTON -

(AD) - Larry Speakes, Pressesprecher des Weißen Hauses,

brachte i n einer Erklärung, die am 16. J u l i 1985 im Anschluß an die Beendigung der

zweiten Verhandlungsrunde

der Genfer

Rüstungskontrollver-

handlungen abgegeben wurde, seine Enttäuschung über die Sowjetunion zum
Ausdruck, die

"sich a l s unfähig erwies, konkret zu verhandeln und sich

mit klaren Fakten auseinanderzusetzen."
Die Erklärung von Speakes hat folgenden Wortlaut:
Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion haben heute die
Runde

der

Hauptziel

Nuklear-

und

Waltraumverhandlungen

in

Genf

zweite

abgeschlossen.

der

Vereinigten Staaten bleiben wesentliche, ausgewogene und

verifizierbare

Verringerungen beim Umfang der bestehenden Nukleararsena-

l e . Die Vereinigten Staaten t r a t e n i n die zweite Runde der Nkjklear- und

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�Nuklear- und Vfeltraumverhandlungen mit konkreten, d e t a i l l i e r t e n Vorschlägen e i n , um eben dieses Z i e l zu erreichen und waren b e r e i t , i n jedem der
d r e i Verhandlungsbereiche zu F o r t s c h r i t t e n mit der Sowjetunion zu gelangen.
Im Bereich der strategisch-nuklearen Offensivwaffen i s t die amerikanische Delegation f l e x i b e l , um zu den wesentlichen Verringerungen zu gelangen , die wir anstreben und sie i s t
scher a l t e r n a t i v e r

b e r e i t , über eine Reihe s p e z i f i -

Vfege zu verhandeln, die zu d e r l e i Verringerungen f ü h -

ren könnten.
H i n s i c h t l i c h der Nuklearen Mittelstreckensysteme

(INF)

besteht unser

oberstes Z i e l auch weiterhin i n der Beseitigung der gesamten Klasse von
Kernwaffen,

die

von landgestützten

INF-Flugkörper

getragen werden. Zu

diesem Zweck verfügt die amerikanische Delegation über die Beweglichkeit
und über den Ermessensspielraum, auf

e i n Zwischenabkommen hinzuwirken,

dessen Z i e l gleiche amerikanische und sowjetische Begrenzungen i n

welt-

weitem Rahmen auf dem niedrigstmöglichen Niveau wären.
Desgleichen waren und sind wir noch immer zu einem d e t a i l l i e r t e m Meinungsaustausch im Bereich der Verteidigung und des Weltraums b e r e i t .
Während der

zweiten Runde b l i e b

die

sowjetische

Position

bedauer-

licherweise v e r b a r r i k a d i e r t , es gab k e i n e r l e i Bewegung bei i h r e n formalen
Positionen. Die sowjetische Delegation wiederholte i h r e Vorschläge eines
Moratoriums und machte auch w e i t e r h i n F o r t s c h r i t t e - j a , sogar eine Erörterung der Einzelheiten - bei der Verringerung der offensiven Nuklearwaffen -

von der Annahme i h r e r Forderungen nach e i n s e i t i g e n amerikanischen

Konzessionen abhängig, zu denen u n r e a l i s t i s c h e und nicht
Beschränkungen bei

der Forschung

im Verteidigungs- und

verifizierbare
Vfeltraumbereich

gehören würden.
Gegen Ende dieser Runde brachten die Sowjets einige Konzepte v o r , die
mögliche Verringerungen bei den vorhandenen strategisch-offensiven Nukleararsenalen beinhalten könnten. A l l e r d i n g s scheint die bei diesen Konzep-

�diesen Konzepten vorgeschlagene Zählmethode darauf angelegt zu sein, die
Beibehaltung des Hauptbereichs des sowjetischen Vorteils zu begünstigen d.h. ihrer Kapazität zur raschen Zerstörung gehärteter Ziele, also des
besorgniserregendsten Elementes der derzeitigen strategischen Gleichung.
Die Bemühungen der amerikanischen Delegation, auf unsere Fragen über diese Konzepte hinsichtlich der Problemkreise wie Anzahl, Obergrenzen und
Quoten bei möglichen Verringerungen von den Sowjets eine Antwort zu erhalten, blieben bislang im wesentlichen erfolglos. In dieser Hinsicht
sind wir enttäuscht darüber, daß die Sowjetunion sich als unfähig erwies,
konkret zu verhandeln und sich mit klaren Fakten auseinanderzusetzen, sogar dann, wenn diese nur als grobe Verhandlungsziele abgesteckt waren,
lehrend die Vereinigten Staaten sofort darangingen, die sowjetischen Konzepte zu analysieren, weigerten sich die Sowjets leider, über die amerikanischen Vorschläge zu diskutieren.

Zusammengefaßt: Wir sind in etwa dort, wo wir unseren Erwartungen zufolge sein würden - angesichts der Tatsache, daß wir erst am Ende der
zweiten Runde von Verhandlungen solcher Komplexität und Bedeutung stehen.
Wir hoffen, daß die Sowjetunion im Verlauf der nächsten Verhandlungsrunde
entgegenkommender sein wird.

- 3-

�17. J u l i 1985

23

ERKLÄRUNG KAMPELMANS ZUM ABSChLUSS DER Z E I T E N VERHANDLUNGSRUNDE
I N GENF

GENF - (AD) - Der amerikanische Chefdelegierte bei den amerikanischsowjetischen

Rüstungskontrollverhandlungen

in

Genf,

Botschafter

Max

Kampelman, versicherte zum Abschluß der zweiten Runde dieser Verhandlungen am 16. Juli 1985, daß die Vereinigten Staaten entschlossen seien,
nach Wiederaufnahme der Verhandlungen am 19. September ein Rüstungskontrollabkommen zu erreichen. Man werde weder leicht noch rasch ein Abkommen erzielen können, aber es sei ein größerer Nachdruck auf Dialog statt
auf Polemik zu verzeichnen.

Der Leiter der sowjetischen Delegation, Bot-

schafter Viktor Karpow, hatte zum Abschluß der Verhandlungsrunde erklärt,
er sei unzufrieden, da es keinen Fortschritt gegeben habe.

Die erste Runde der Genfer Verhandlungen dauerte vom 12. März bis 23.
April; die zweite begann am 30. Mai
Die Erklärung Kampelmans zum Abschluß der zweiten Verhandlungsrunde
hat folgenden Wortlaut:
Die

amerikanische

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�Die amerikanische und die sowjetische Delegation haben heute ihre
zweite Verhandlungsrunde abgeschlossen.

Die amerikanische Delegation hat von Anfang an erkannt, daß bei Verhandlungen so komplexer Natur ein Abkommen nicht leicht oder rasch erreicht werden kann. Aber wir stellen einen größeren Nachdruck auf Dialog
und weniger Nachdruck auf Polemik fest.

Kenn unsere beiden Delegationen am 19. September zurückkehren, werden
sich unsere Außenminister getroffen haben.

Die amerikanische Delegation

wird im September ihre Arbeit mit der weiteren Entschlossenheit wieder
aufnehmen, ein wirksames, gerechtes und verifizierbares Abkommen zu erreichen.

Botschafter Tower, Botschafter Glitman und ich werden morgen nach
Brüssel fliegen, um den Nordatlantikrat über die Ergebnisse der zweiten
Verhandlungsrunde zu unterrichten.

Wir werden am Donnerstag zu weiteren

Konsultationen nach Washington zurückkehren und dem Präsidenten und dem
Außenminister unseren Bericht unterbreiten.

* * * * *

�17. J u l i 1985

28

SDI AUS DER SICHT EINES UNTERHÄNDLERS
- Von Max. M. Kampelman -

Der Autor des nachstehenden A r t i k e l s ,
Max M. Kampelman, i s t Chef der amerikanischen Delegation, die i n Genf mit der
Sowjetunion über Nuklearund Vfeltraumwaffen verhandelt. Der A r t i k e l b a s i e r t
auf einer Rede Kampelmans i n Florenz.

Einer der ersten Vorschläge , den die Vereinigten Staaten der sowjetischen Delegation u n t e r b r e i t e t e n , a l s im März 1985 die Verhandlungen über
Nuklear- und Weltraumwaffen begannen, war, sich auf die
der Verhandlungen zu einigen.

Vertraulichkeit

Dieses Übereinkommen untersagt

den M i t -

g l i e d e r n beider Delegationen, sich ö f f e n t l i c h zum I n h a l t der Verhandlungen zu äußern.

Das s o l l dem Zweck dienen, daß beide Seiten i n ihrem Be-

streben, einen F o r t s c h r i t t

zu e r r e i c h e n , o f f e n sprechen und a l t e r n a t i v e

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�und alternative Vorschläge unterbreiten können, ohne fürchten zu müssen,
daß dies am nächsten Tag in der "New York Times", der "Prawda" oder dem
"Oorriere della Sera" erscheint.

Wir von der amerikanischen Seite woll-

ten damit natürlich die Sowjetunion davon überzeugen, daß wir es ernst
meinten mit den Verhandlungen und es als unsere Aufgabe betrachteten, zu
den sowjetischen Unterhändlern zu reden und nicht zur Öffentlichkeit, um
damit um öffentliche Anerkennung und Unterstützung zu buhlen.

Ich kann

also nichts darüber sagen, was in Genf passiert. Vorüber ich jedoch sprechen möchte, ist meine Einstellung als Unterhändler zur Strategischen
Verteidigungsinitiative (SDI) und darübe::, wie SDI mit Rüstungskontrolle
zusammenhängt.

Gestatten Sie mir, mit einem Zitat zu beginnen, dessen Urheberschaft
dem Leser nicht gleich bekannt sein dürfte. Es lautet:

"Wenn die Sicherheit eines Staates nur auf der gegenseitigen Abschreckung mit Hilfe mächtiger Nuklearraketen beruht, ist sie direkt von
dem guten Willen und den Plänen der anderen Seite abhängig, also von einem höchst subjektiven und unbestimmten Faktor...

Die Schaffung eines wirksamen Raketenabwehrsystems versetzt den Staat
in die Lage, seine Verteidigung in erster Linie von seinen eigenen Möglichkeiten und nicht nur von der gegenseitigen Abschreckung abhängig zu
machen..."

Das ist tatsächlich kein Zitat von Präsident Reagan, Verteidigungsminister Weinberger oder Außenminister Shultz, noch von irgend einem anderen Sprecher der amerikanischen Regierung.

Dieses Zitat stammt von dem

sowjetischen Generalmajor Talenskij, der diese Gedanken in einem Artikel
der sowjetischen Zeitschrift "Internationale Angelegenheiten" im Oktober
1964 äußerte.

Ich möchte meinen, General Talenskij hat uns einen guten

Weg gewiesen, um über die Zwecke und Ziele der Strategischen Verteidigungsinitiative zu sprechen.

An

diesem

entscheidenden

�An diesem entscheidenden Punkt sind sich die Vereinigten Staaten und
ihre

Verbündeten e i n i g

in

der Auffassung, daß unsere Sicherheit

ganz wesentlich vom P r i n z i p der Abschreckung abhängt.

heute

Unsere Auffassung

von Abschreckung basiert notwendigerweise auf der Theorie der b e i d e r s e i tigen Verwundbarkeit bis zur Vernichtung.

Der testen i s t davon ausgegan-

gen, daß i n dem F a l l e , daß jede Seite ihre Fähigkeit bewahren kann, gegen
einen A n g r i f f

der anderen Seite eine nukleare Vergeltung anzudrohen, er

einem Aggressor einen so hohen Preis auferlegen kann, daß er i n keinem
Verhältnis zu den möglichen Gewinnen aus einer Aggression s t e h t .
Fähigkeit

Diese

zur Vergeltung, die von manchen Leuten a l s Gleichgewicht

Schreckens bezeichent

wird,

soll

des

dazu dienen, einen Krieg zwischen Ost

und Vtest zu verhüten.
Unter diesen Prämissen haben wir Begrenzungen der Raketenabwehr-Raketensysteme gefordert und zugestimmt.

Die Begrenzungen bestärkten dieses

Konzept

gewährleisten, daß selbst

der Abschreckung, indem sie

für

den

F a l l , daß eine Seite einen entwaffnenden Erstschlag f ü h r t , die überlebenden Waffensysteme der anderen Seite i n der i_age wären, zu ihren Z i e l e n
durchzudringen und massive Schäden anzurichten.
Diese Form der Abschreckung auf der Basis der beiderseitigen Verwundbarkeit

hat

sich bisher a l s e r f o l g r e i c h erwiesen, einen Krieg

Ost und Vtest zu verhindern.

zwischen

Aber es i s t auch eine unbestreitbare

Tat-

sache, daß aufgrund der raschen technologischen Entwicklungen und einer
massiven sowjetischen Aufrüstung das gegenwärtige System gewisse Schwächen aufweist - Schwächen, die i n Europa ebenso früh erkannt wurden wie
i n den Vereinigten Staaten.
tollen

wir zunächst einmal die g e i s t i g e n Grundlagen einer

Strategie

untersuchen, die auf der b e i d e r s e i t i g e n Verwundbarkeit b i s zur Vernichtung beruht.

Wie i c h b e r e i t s gesagt habe, s t ü t z t sich diese Form der Ab-

schreckung auf die v e r n ü n f t i g e , e i n s i c h t i g e Annahme, daß niemand eine bestimmte Handlung unternehmen w i r d , wenn es auf der Hand l i e g t , daß der
Preis sehr v i e l höher sein wird a l s der Nutzen, den man erwarten könnte.
Diese

Argumentation

�Diese Argumentation ist eine gute Grundlage auf den Gebieten von Handel und Finanzen.

Aber sie mag nicht die beste aller möglichen Formeln

für die internationalen Beziehungen sein, vor allem nicht für Beziehungen
zwischen Systemen, die so radikal verschieden sind wie Ost und West. Der
Banker und der Geschäftsmann arbeiten in einer vertrauten Umgebung und in
einem vertrauten Rahmen, innerhalb derer es relativ leicht ist, das Verhalten und die Absichten aller Beteiligten zu erkennen.

Aber wir müssen

uns doch fragen, wie gut wir die Denkweisen der Sowjets verstehen, und
inwieweit wir wissen, welche Risiken sie unter bestimmten Umständen einzugehen bereit sind.

Gleichzeitig müssen wir uns fragen, wie gut die So-

wjets uns und unseren Willen verstehen, Freiheiten zu verteidigen, die
ihnen völlig fremd sind.
Es gibt genug Gründe zu der Annahme, daß die Weisheit auf diesem Gebiet nicht unfehlbar ist.

Haben die Vereinigten Staaten beispielsweise

1962 mit dem kühnen Spiel Chruschtschows gerechnet, heimlich Raketen nach
Kuba zu schaffen?

Und hat Chruschtschow mit einer so kühnen Reaktion

Präsident Kennedys auf den Versuch gerechnet, das strategische Gleichgewicht zu verändern?

Die Antwort auf beiden Seiten lautet:

Nein.

So ha-

ben also beide Seiten eine Sache, bei der es um ihre internationale Sicherheit ging, falsch eingeschätzt.

Nach dem gegenwärtigen Muster der Abschreckung, vor allem in Krisenzeiten, erfordert Stabilität, daß die Sowjets die Absichten und Fähigkeiten des Westens nicht falsch einschätzen.

Stabilität setzt auch voraus,

daß wir im Westen die sowjetischen Motivationen und Fähigkeiten verstehen.

Die

augenfälligen Unterschiede

zwischen unseren konkurrierenden

Ideologien erschweren die Erfüllung dieser Voraussetzung ungemein.

Da es doch um so viel geht, sollten wir uns daher zu Recht fragen, ob
es für uns im Westen notwendig oder klug ist, sich auf ewig auf etwas zu
verlassen, was General Talenskij als einen "höchst subjektiven und unbestimmten Faktor" bezeichnet hat, d.h. auf unsere unvollkommene Erkenntnis
der Ziele und der Risikobereitschaft der anderen Seite.

Es ist sicher-

lich angebracht, ohne Aufgabe dessen, was wir haben, nach einem besseren

�einem besseren Weg zu suchen, wenn eine bessere Form der Abschreckung gefunden werden kann.

Die Abschreckung bleibt für unsere Sicherheit und für die Erhaltung
des Friedens unerläßlich.

Aber ich bin überzeugt, wir sind alle der Mei-

nung , daß es besser wäre, dem Aggressor seine Ziele zu verwehren, als uns
nur auf unsere Fähigkeit
bestrafen.

zu verlassen, ihn

für seine Aggression zu

Unsere Völker erwarten von ihren Regierungen, daß sie sie vor

einem Angriff schützen und nicht nur, daß sie in der Lage sind, zurückzuschlagen, wenn sie angegriffen werden.

Es ist genau diese Aussicht auf eine wirksamere Abschreckung, die
durch die Forschung auf dem Gebiet der strategischen Verteidigung geboten
wird.

Wir untersuchen - völlig im Rahmen bestehender Rüstungskontrollab-

kommen - die Möglichkeit, ob Verteidigungstechnologien es uns erlauben
werden, den Preis für einen Angriff auf die Vereinigten Staaten und ihre
Verbündeten so hoch zu treiben, daß kein Aggressor sich einen solchen Angriff vorstellen könnte.

Wenn unsere Forschung ergeben sollte, daß eine

wirksame Verteidigung machbar ist, dann wäre diese Verteidigung selbstverständlich gegen Offensivraketen und nicht gegen die Bevölkerung gerichtet.

Und sie würde den Hauptschwerpunkt auf nichtnukleare und nicht

auf nukleare Technologien legen.

Die Debatte über SDI, soweit sie Europa berührt, ist bis zu einem
Punkt angeschwollen, an dem die Gefahr besteht, daß einige der simplen
Wahrheiten bezüglich dieses Forschungsprogramms einfach verwischt werden.

Die Debatte in Demokratien neigt häufig dazu, zu übertreiben und

Probleme bis zur Unkenntlichkeit zu dramatisieren.

Wir alle, die demo-

kratische Institutionen hoch schätzen, sind aufgerufen, die öffentliche
Meinung niemals außer acht zu lassen und ständig mit einem Gefühl der Realität und Verantwortlichkeit an sie zu appellieren.

Lassen Sie mich

versuchen, in diesem Sinne die SDI-Debatte in eine ausgewogenere Perspektive zu rücken.

Stellen Sie sich

�S t e l l e n Sie sich b i t t e mit mir v o r , keiner von uns hätte j e etwas von
SDI gehört, sondern wir unternähmen nur eine nüchterne Analyse der s t r a tegischen Probleme, vor denen wir heute im testen aufgrund der s o w j e t i schen Militärmacht stehen.
Das erste unserer Probleme bestünde d a r i n , da(3 es deutliche Anzeichen
dafür g i b t , daß die Sowjetunion ihre m i l i t ä r i s c h e Strategie nicht auf das
gründet, was unserer Ansicht nach eine b e i d e r s e i t i g vereinbarte Prämisse
der Abschreckung

und gegenseitig

gesicherten Zerstörung war.

Im Jahr

1972 t r a t e n wir unter SALT I dem ABM-Vertrag b e i , der dem Aufbau von Verteidigungsanlagen strenge Begrenzungen aufgrund jener Theorie a u f e r l e g t e ,
wonach es den j e w e i l i g e n nuklearen Offensivwaffen möglich sein
durch ihre Fähigkeit

sollte,

zur Vergeltung vor einer Aggression abzuschrecken.

Die Lebensfähigkeit des ABM-Vertrags hing i n entscheidendem Maß von bet r ä c h t l i c h e n Verringerungen der strategisch-nuklearen Offensivwaffen a b ,
und unser SALT I-Unterhändler betonte dies damals auch.
Leider kam es zu diesen Begrenzungen bei den Offensivwaffen

nicht.

Stattdessen begann die Sowjetunion mit der größten m i l i t ä r i s c h e n A u f r ü stung der Geschichte.

Seit den frühen siebziger Jahren hat die Sowjet-

union d r e i

neue Typen von b a l l i s t i s c h e n

disloziert,

dazu acht verbesserte Versionen bestehender ICBM, fünf neue

Typen

seegestützter

ballistischer

Interkontinentalraketen

Kernwaffen

(SLBM),

fünf

(ICBM)

verbesserte

Versionen bestehender SLBM und einen neuen Interkontinentalbomber.
Gegensatz
disloziert,

hierzu

haben die

Vereinigten

Staaten keine

Im

neuen ICBM-Typen

nur einen neuen Typ von Atomunterseebooten, nur einen neuen

Typ unterseebootgestützter

Raketen und keine neuen Typen eines schweren

Bombers.
Das zweite Problem bestünde i n der Tatsache, daß die Sowjetunion sich
nicht an den ABM-Vertrag gehalten hat.

Die Sowjets haben - i n e i n d e u t i -

ger Vertragsverletzung - eine r i e s i g e Radaranlage bei Krasnojarsk i n S i b i r i e n gebaut.

Und sie haben eine Reihe weiterer Maßnahmen e r g r i f f e n ,

die uns Anlaß zur Sorge geben, daß sie womöglich dabei s i n d , eine landesweite

Verteidigung

gegen

Interkontinentalraketen
- 6 -

vorzubereiten

-

dies

�vorzubereiten - dies trotz ihrer Verpflichtung aus dem Jahr 1972 zum Gegenteil.

Das dritte Problem unserer Analyse besteht darin, daß die Sowjetunion
beim Ausbau ihrer Defensivkapazitäten äußerste Aktivität zeigt.

Sie be-

sitzt das einzige einsatzbereite ABM-System der Welt und hat es gerade
modernisiert.
stem der
Welt.

Sie besitzt das einzige einsatzbereite Antisatellitensy-

Vtelt.

Sie hat das umfassendste Luftverteidigungssystem der

Und sie hat gewaltige Mittel auf die passive Verteidigung zum

Schutz ihrer Führung, ihres Befehlsund Leitsystems, ihrer Industrie und
ihrer Bevölkerung verwandt.

Im Lauf der letzten 20 Jahre hat die So-

wjetunion in etwa so viel für die Defensive wie für die Offensive ausgegeben - ein klarer Hinweis darauf, daß die Gedanken von Generalmajor
Talenskij in seinem Land fortleben.

Das vierte Problem ist das noch intensivierte Forschungsprogramm der
Sowjets auf dem Gebiet der strategischen Verteidigung.

In vielen Fällen

geht diese Forschung von einer fortgeschrittenen technologischen Basis
aus.

So ist zum Beispiel die Laser-Forschung schon sehr weit vorangekom-

men; so teilten sich ein amerikanischer und zwei sowjetische Wissenschaftler einen Nobelpreis für die Erfindung des Laser.

Es ist daher

ironisch - und natürlich für uns unannehmbar -, daß die Sowjetunion oberste Priorität darin sieht, unser SDI-Programm zu verbieten, während es
der sowjetischen Forschung möglich sein soll, ungehindert fortzufahren.

Diese vier Probleme liegen der Entscheidung von Präsident Reagan zugrunde , die Forschung auf dem Gebiet der strategischen Verteidigung zu
intensivieren.

Ich benutze das Wbrt "intensivieren", weil wir bereits

ein Forschungsprogramm hatten, als Präsident Reagan sein Amt antrat. Angesichts der vier von mir genannten Probleme wäre es in der Tat für jeden
amerikanischen Präsidenten unklug gewesen, diese Forschung nicht fortzuführen.

Das bringt mich zu dem Hinweis, daß wir ein Forschungsprogramm durchführen.

Eine Entscheidung über eine Fortführung der strategischen Ver- 7 -

�strategischen Verteidigung steht e r s t nach Jahren an; sie wird v i e l l e i c h t
von Präsident Reagans Nachfolger g e t r o f f e n werden, aber sie wird s i c h e r l i c h noch nicht unter Präsident Reagan selbst entscheidungsreif s e i n . Und
ich muß auch betonen, daß die Entscheidung i n keinster
stimmt i s t .

Es g i b t eine Menge Beispiele

für

Heise vorherbe-

Waffensysteme, bei denen

die Forschung abgeschlossen wurde, die aber n i c h t d i s l o z i e r t oder beibehalten wurden.

Der B-70-Bomber und unser eigenes ABM-Systgem sind h i e r -

für gute B e i s p i e l e .

Es wird auch keine Entscheidungen über SDI ohne gründliche Gespräche
und Konsultationen mit unseren Verbündeten geben.

Es gab b e r e i t s

inner-

halb der NATO eine ganze Reihe e r n s t h a f t e r Diskussionen über SDI.

Wir

haben b e r e i t s unsere Verbündeten zur Teilnahme an der wissenschaftlichen
Forschung eingeladen.

Wir begrüßen Vorschläge, Ratschläge und auch Be-

denken unserer Verbündeten.

Wir glauben f e s t an die strategische Einheit

des westlichen Bündnisses; g l e i c h , wie sie sich e n t w i c k e l t , muß SDI e i n
Faktor der Stärkung dieser Einheit s e i n .

Stärkt SDI diese Einheit

nicht,

wird sie nicht w e i t e r v e r f o l g t .
Lassen Sie mich auch dies betonen:

Wir setzen eine Forschung

fort,

die i n vollem Einklang mit dem ABM-Vertrag steht - wie auch mit a l l e n anderen Rüstungskontroll-Verpflichtungen,

die

wir

eingegangen sind -

und

dies wird auf Anordnung von Präsident Reagan auch so bleiben.
In einem A r t i k e l i n der Prawda i n diesem Jahr e r k l ä r t e der
ische Marschall Akromejew, daß SDI "nicht mit den P r i n z i p i e n
i s t , die die Grundlage des ABM-Vertrages b i l d e n . "
ne Behauptung, die i n hohem Maß ambivalent i s t .

sowjet-

vereinbar

Dies i s t n a t ü r l i c h e i Aber lassen Sie mich dem

die klare und unzweideutige Erklärung eines Mannes s t e l l e n , f ü r den Mars c h a l l Akromejew einmal a r b e i t e t e .
minister Gretschko -

gleichfalls

Im Jahr 1972 e r k l ä r t e Verteidigungsi n der Prawda - ,

daß der ABM-Vertrag

"keine Begrenzungen f ü r Forschung und Experimente a u f e r l e g t , die darauf
abzielen,

das Problem der Verteidigung

des Landes gegen einen

Angriff

durch Atomraketen zu l ö s e n . "

Ich wiederhole, daß unsere Forschung keine

Verletzung

oder

des

ABM-Vertrages

irgendeiner

- 8 -

anderen

internationalen

�anderen internationalen Verpflichtung darstellt, die wir eingegangen sind.

Was wäre schließlich, wenn wir in einigen Jahren, nach Abschluß unserer Forschungen, nach Konsultation unserer Verbündeten und in vollem Einklang mit dem ABM-Vertrag, zu der Überzeugung kommen würden, die strategische Verteidigung könne zu einer besseren Welt führen?

Wir würden dann

in Konsultationen, wenn angemessen, Verhandlungen, mit der Sowjetunion
darüber eintreten, wie die Abschreckung für beide Seiten durch schrittweise Eingliederung der Denfensivsysteme
beider Seiten verbessert werden könnte.

in die Streitkräftestrukturen
Wir haben schon jetzt den Vor-

schlag unterbreitet, Gespräche über dieses Thema zu beginnen.

Sollten wir uns in Zukunft für SDI entscheiden, würden Abschreckung
und Stabilität das strategische Konzept sein, anhand dessen wir den Wert
der strategischen Verteidigung messen könnten.

SDI bedeutet nicht An-

griff, sondern Abschreckung; sie ist ein Versuch, einen Wag zu finden, um
die Abschreckung mit Hilfe der modernen Technologie zu verbessern.

Präsident Reagan drückt es so aus:

"Langfristig gesehen sind wir zuversichtlich, daß SDI ein entscheidendes Mittel dabei sein wird, daß die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion ohne Sorge umfassenden Verringerungen und schließlich sogar der
Beseitigung der Interkontinentalraketen und der Kernwaffen zustimmen können, über die sie derzeit verfügen."

Das Bild, das ich gezeichnet habe, ist kein revolutionäres.

Sicher,

es ist ein Bild revolutionärer Technologien, Technologien, die den Wissenschaftler wie auch den Laien faszinieren, weil sie neue Grenzen für
den menschlichen Geist eröffnen.

Aber es ist kein Bild revolutionärer

Ziele - unser Ziel ist und bleibt eine sicherere und stabilere Welt. Und
es ist auch kein Bild revolutionärer Strategien - die Strategie hinter
SDI bleibt die akzeptierte NATO-Strategie der Abschreckung.

Und es ist

auch kein Bild der revolutionären Beziehungen - unsere Partnerschaft mit
unseren Verbündeten bleibt Eckstein unserer Bemühungen bei SDI wie bei

�wie bei allen anderen Elementen unserer strategischen Politik.

Was ich gesagt habe, soll nicht bedeuten, daß SDI nicht auch eine
Herausforderung für unser Bündnis beinhaltet.

Natürlich gibt es Heraus-

forderungen für die NATO-Strategie, Herausforderungen für die europäische
Einigung, Herausforderungen für die Natur der Sicherheitsgarantien der
Vereinigten Staaten für Europa.
solchen Problemen.

Aber wir standen auch bisher schon vor

Und wir standen vor ihnen in den sechziger Jahren bei

der Debatte über die Strategie der flexiblen Antwort.

Wir standen vor

ihnen in den siebziger Jahren bei der Debatte über die nuklearen Mittelstreckensysteme.

Ich zweifle nicht daran, da wir diese neue Herausfor-

derung überwinden werden, wie wir dies auch bei den früheren Herausforderungen getan haben - mit Kreativität, mit Entschlossenheit und mit dem
aufrichtigen Wünsch nach Frieden.

* * * * *

- 10 -

�17. J u l i 1985

28

CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE: IN AFGHANISTAN
- 2 . Q u a r t a l 1985 -

9. April 1985
Afghanische

Widerstandskämpfer

g r i f f e n Ende März zwei große Versor-

gungskonvois südlich des strategisch wichtigen Salang-Straßentunnels a n ,
wobei mehrere hundert Soldaten getötet sowie 90 b i s 115 LkW, Tanklastzüge
und gepanzerte Fahrzeuge vernichtet wurden.

Dies berichteten

Diplomaten und Mujahedin-Sprecher i n Islamabad.

westliche

Aufgrund dieser Berichte

hat der Kommandeur der Mujahedin im Panjsher-Tal, Ahmad Shah Masood mit
H i l f e einer Zeitbombe i n einem Konvoi eine Reihe von Explosionen ausgelöst.

Der zweite Konvoi wurde während eines dreistündigen Kampfes am 30.

März am Eingang des Tales v e r n i c h t e t .

17. April
US-Senator Gordon Humphrey aus New Hampshire, der Kovorsitzende der
ü b e r p a r t e i l i c h e n Arbeitsgruppe f ü r Afghanistan im amerikanischen Kongreß ,

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
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Telex: 8-85432

�amerikanischen Kongreß, brachte eine Gesetzesvorlage ein, die von 17 weiteren Senatoren unterstützt und in der die Aufhebung der Meistbegünstigungsklausel für Afghanistan gefordert wird.

(Eine ähnliche Vorlage wur-

de am 15. Mai im amerikanischen Repräsentantenhaus vorgelegt).

Die af-

ghanischen Exporte nach den Vereinigten Staaten beliefen sich im Jahr
198A auf 12,9 Millionen Dollar - etwa zwei Prozent der Gesamtexporte des
Landes.

Die amerikanischen Exporte betrugen 7,3 Millionen Dollar.

23. - 25. April
Das Regime i n Kabul veranstaltete e i i e dreitägige Große Ratsversammlung -

ein traditionelles

Stammestreffen, das s e i t

dem kommunistischen

Staatsstreich von 1978 nicht mehr einberufen worden war.
Mujahedin-Sprecher

in

Pakistan

erklärten,

die

1796 Delegierten

weitgehend von dem Babrak Karmal-Regime ausgesucht
versuchen w o l l e ,

die

Unterstützung

Diplomaten und
seien

worden, das dadurch

der Außen- und I n n e n p o l i t i k

Kabuls

durch das Volk zu demonstrieren.
26. A p r i l
I n Neu Delhi gab Muhammed Yusuf Azim, eines der fünf M i t g l i e d e r des
Obersten Gerichtshofes Afghanistans, bekannt, daß er sich nach Indien abgesetzt habe.

Der Richter e r k l ä r t e , einige seiner jüngsten Entscheidun-

gen hätten ihm scharfe Warnungen eingebracht, so daß er seine Verhaftung
fürchten mußte.

Der Richter e r k l ä r t e

f e r n e r , er würde beim UN-Hochkom-

missar

für

das Flüchtlingswesen um einen Status a l s F l ü c h t l i n g nachsu-

chen.

Ihm seien zumindest 100 Todesurteile bekannt, die von speziellen

Revnlutionsgerichten i n Kabul g e b i l l i g t v/orden seien.
seien v o l l s t r e c k t

Zahlreiche U r t e i l e

worden, ohne daß zuvo:r der Oberste Gerichtshof

unter-

r i c h t e t worden s e i .
30. A p r i l
Mehrere hundert afghanische Zivilisten wurden Ende März und im April
von sowjetischen Truppen und Angehörigen der afghanischen Armee im Rahmen

�im Rahmen von Vergeltungsmaßnahmen i n der ö s t l i c h e n Provinz Laghman, sowie i n den Provinzen Kunduz und Samangan im Norden des Landes und i n der
Provinz

Herat

im

Vtesten Afghanistans

getötet.

festliche

diplomatische

Kreise i n Islamabad b e r i c h t e t e n , daß die A n g r i f f e auf die Z i v i l b e v ö l k e rung im Frühling dieses Jahres an I n t e n s i t ä t und Grausamkeit zugenommen
hätten.
2. Mai
Im Jahresbericht des Internationalen Instituts für Strategische Studien in London heißt es, der Krieg in Afghanistan werde weitergehen, wobei keine Seite den Sieg erringen werde. Die Sowjetunion, so wird in dem
Bericht weiter erklärt, weigere sich, irgend eine Änderung in der Natur
und der Zusammenstzung des Regimes in Kabul in Erwägung zu ziehen, die
möglicherweise zu einem Verlust der Kontrolle führen könne.

Die sowjet-

ischen Truppen hätten in fünf Jahren zwischen 20 000 und 25 000 Mann an
Verlusten gehabt;

die Stärke der afghanischen Armee habe sich aufgrund

von Desertionen und Einberufungsentziehungen von 90 000 auf 40 000 Mann
vermindert.

Dagegen hätten die Mujahedin ihre Kampfstärke und militär-

ische Koordination trotz der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen afghanischen politischen Parteien im Ausland vergrößert.

6. Mai
Der sowjetische Botschafter Witaliy Smirnow, erklärte vor Journalisten in Islamabad, 12 sowjetische und 12 afghanische Soldaten seien am
27. April getötet worden, als sie versuchten, aus einem Gefängnis in Zangali in der Nähe von Peschawar zu fliehen.

Pakistan wies später sowjet-

ische und afghanische Proteste zurück, '«onach Provokateure von Afghanistan aus auf afghanische Flüchtlinge in Matanni in der Nähe von Peschawar
gefeuert hätten und durch eigene Explosivstoffe umgekommen seien.

1A. Mai

�14. Mai

Westliche diplomatische Kreise erklärten in Islamabad und Neu Delhi,
eine

sowjetische Einsatzgruppe

von Panzern und gepanzerten Fahrzeugen

hätten in der Provinz Laghman über 1000 Zivilisten getötet, weil diese
die Mujahedin unterstützt hätten.

15. Mai

Nach Mitteilung

pakistanischer

Regierungsvertreter

haben sich die

Luft- und Artillerieangriffe der Sowjets und des Regimes in Kabul auf pakistanisches Gebiet entlang der nordwestlichen Grenze Afghanistans in
diesem Jahr verdoppelt.

Die "New York Times" berichtete, bis zu diesem

Zeitpunkt im Jahr 1985 sei der pakistanische Luftraum 83 mal verletzt
worden, verglichen mit 88 Luftraumverletzungen im gesamten Vorjahr.

16. Mai

Sieben afghanische politische Parteien, die zuvor in zwei Bündnisse die "Fundamentalisten" und die "Gemäßigten" geteilt waren, haben sich in
einem neuen Bündnis zusammengeschlossen.

Dies geht aus einer gemeinsamen

Erklärung hervor, die die Parteiführer auf einer Pressekonfrenz in Peschawar verlasen.

Der islamische Widerstand Afghanistans, so wurde in

der Erklärung betont, habe einen "überaus sensitiven Punkt" erreicht.
Die Parteien hätten beschlossen, "ihre Kräfte in einer vereinten Front
gegen einen gemeinsamen Feind zu mobilisieren und ihre internen Meinungsverschiedenheiten beizulegen".
Anerkennung bemühen.

Sie wollten sich ferner um internationale

Eine Exilregierung wurde jedoch nicht eingesetzt.

Drei weitere Parteien schlössen sich der neuen Organisation nicht an.

17. Mai
Der S t e l l v e r t r e t e n d e UN-Generalsekretär Diego Oordovez wird Ende Mai
einer M i t t e i l u n g der Vereinten Nationen z u f o l g e , mit V e r t r e t e r n i n I s l a mabad und Kabul über eine v i e r t e Runde i n d i r e k t e r Gespräche i n Genf mit

�Genf mit dem Z i e l einer umfassenden p o l i t i s c h e n Lösung der Afghanistanfrage beraten.
tagt worden.

Eine frühere Gesprächsrunde war i n Genf im Februar

ver-

Die Gespräche waren im Jahr 1982 gemäß einer Resolution der

UN-Vollversammlung aufgenommen worden.
28. Mai
Laut Berichten diplomatischer Kreise und Sprecher der Mujahedin haben
Tausende von sowjetischen

und afghanischen Soldaten, u n t e r s t ü t z t

durch

L u f t s t r e i t k r ä f t e und Panzer, i n der Kunar-Provinz eine großangelegte Offensive
sollte

eingeleitet.

Die

Operation, die

bisher

größte

dieses

Jahres,

sich auf das Kunar-Tal konzentrieren, das i n das C h i t r a l - T a l

Pakistan einmündet.

in

Z i e l dieser Offensive sei e s , die Mujahedin und ihre

Vorräte abzuschneiden und die i n Grenznähe gelegene Garnison Barikowt zu
entsetzen, die s e i t Herbst vergangenen Jahres eingeschlossen i s t .
3 1 . Mai
Der S t e l l v e r t r e t e n d e UN-Generalsekretär Diego Cordovez g i b t

bekannt,

daß Ende Juni die v i e r t e Runde der Gespräche über e i n Afghanistan-Abkommen i n Genf s t a t t f i n d e n s o l l .
Islamabad m i t ,

nachdem er

Oordovez t e i l t e

zuvor dort

sowie

dies vor Journalisten

in

In Kabul Konsultativbespre-

chungen geführt hat.
Pakistanische RegierungsVertreter e r k l ä r t e n , daß sowjetische und a f ghanische Flugzeuge bei v i e r Gelegenheiten i n den Luftraum über der nordwestlichen Grenzprovinz, zum T e i l bis zu 14 Kilometern eingedrungen s e i en. Diese Flugzeuge hätten die Ortschaft Swir im C h i t r a l - T a l bombardiert,
wobei e l f Personen getötet und 32 verwundet worden seien.
gegen diese Bombardierungen Protest e i n .

Pakistan legte

Das amerikanische Außenministe-

r i j m bezeichnete diese A n g r i f f e a l s einen rücksichtslosen "Akt" und f o r derte erneut die Lösung des Afghanistanproblem:; am Verhandlungstisch.

2.

Juni

�2. Juni
Die "Washington Post" t e i l t e
Regierungsvertreter
nistan s e i t

m i t , daß amerikanische und sowjetische

Ende Juni i h r erstes

d r e i Jahren führen wollen.

"Expertengespräch" über AfghaDieses Zusammentreffen fände im

Rahmen b i l a t e r a l e r Gespräche über regionale Probleme s t a t t , wie dies Präsident Reagan i n seiner Ansprache vor der UN-Vollversammlung im September
vergangenen Jahres vorgeschlagen h a t t e .
4. Juni
Der S t e l l v e r t r e t e n d e

UN-Generalsekretär

Diego

Dbrdovez e r k l ä r t e

auf

einer Presskonferenz i n New York, daß die nächste Gesprächsrunde über A f ghanistan am 19. oder 20. Juni s t a t t f i n d e n s o l l t e n .

Er betonte, daß sich

bei den mit diesem Problem befaßten Personen die Erkenntnis durchzusetzen
beginne, daß es keine m i l i t ä r i s c h e Lösung für das Afghanistanproblem gäbe.

Dieses Problem könne nur diplomatisch und p o l i t i s c h gelöst werden.

4. b i s 8. Juni
Die i n der vergangenen Ifoche begonnenen Offensive mit dem Z i e l ,
afghanischen Mujahedin

und

ihre

Gefolgsleute

in

der

Kunar-Provinz

die
im

Osten des Landes zu v e r n i c h t e n , scheint die bisher größte dieses Jahres
zu sein.

In Berichten aus Islamabad hieß e s , etwa 10 000 sowjetische

Truppen seien an dieser Operation, die von sowjetischen Spezialeinheiten
g e l e i t e t werden, eingesetzt.
die

eingeschlossene

Grenze e r r e i c h t .

Garnison

Sowjetische Panzer hätten Berichten zufolge
Barikowt

in

der

Nähe der

pakistanischen

Ein Sprecher der Mujahedin e r k l ä r t e , die Freiheitskämp-

f e r hätten schwere Verluste e r l i t t e n , große Landstriche seien verwüstet
worden und Hunderte von Flüchtlingen seien nach Pakistan geflohen.
1 1 . Juni
I n Berichten aus Islamabad heißt e s , die Kämpfe im Kunar-Teil h i e l t e n
a n , einige sowjetische S t r e i t k r ä f t e

seien jedoch dabei, sich aus der Re-

�der Region zurückzuziehen.

Eine genaue Beurteilung der seit drei Wichen

andauernden Kämpfe könne noch nicht erfolgen, doch hätten beide Seiten
schwere Verluste hinnehmen müssen.

13. Juni
Der indische Ministerpräsident
offiziellen
politische

Besuches i n

Rajiv Ghandi forderte während seines

Washington vor dem amerikanischen Kongreß

Lösung des Afghanistanproblems, und e r k l ä r t e , er

die I n i t i a t i v e des UN-Generalsekretärs zu diesem Zweck.

eine

unterstütze

Er t r e t e für e i -

ne p o l i t i s c h e Lösung e i n , so e r k l ä r t e der indische M i n i s t e r p r ä s i d e n t , die
die Souveränität, I n t e g r i t ä t und Unabhängigkeit und den b l o c k f r e i e n Status Afghanistans garantiere und den Flüchtlingen die Möglichkeit

biete,

sicher und ehrenhaft i n i h r Land zurückzukehren.
18. Juni
Nach diplomatischen Quellen i n Islamabad wurden am 12. Juni auf dem
großen Luftstützpunkt Shindand i n der Provinz Farah 20 afghanische F l u g zeuge i n die Luft gesprengt.

Es bestand -&lt;eine K l a r h e i t darüber, ob diese

Aktion das Ergebnis eines Mujahedin-Angriffes
Luftstützpunkt

auf den schwer bewachten

war oder möglicherweise Sabotage.

( I n einem späteren Be-

r i c h t wurde b e s t ä t i g t , daß es sich um Sabotage gehandelt habe.)
Die unter sowjetischer Führung stehende Streitmacht von 10 000 Soldaten i n der Kunar-Provinz b r i c h t möglicherweise ihren s e i t v i e r Wichen anhaltenden Einsatz zur Zerstörung von Stützpunkten der Mujahedin und zum
Abschneiden der I n f i l t r a t i o n s w e g e ab.

Nach diplomatischen Quellen i n I s -

lamabad e r l i t t e n die Angreifer Verluste von etwa 800 Mann; die Anzahl der
Toten i s t nicht bekannt.
18. bis 19. Juni
Amerikanische und sowjetische Regierungsvertreter t r a f e n i n Washington zu ihrem ersten o f f i z i e l l e n Afghanistangespräch s e i t d r e i Jahren z u -

�Jahren zusammen.

Das amerikanische Außenministerium bezeichnete die Er-

örterungen als offen und sachlich.

Die Washington Post zitierte einen

Vertreter des State Department mit den Werten, daß die Sowjetunion ihren
bekannten Standpunkt wiederholt und erklärt habe, Genf sei der Ort wo
Bewegungen in dieser Frage erwartet werden sollten.

20. bis 25. Juni
V e r t r e t e r Pakistans und Afghanistans werden am 27. August nach Genf
zurückkehren, um die v i e r t e Gesprächsrunde über eine umfassende Lösung
des Afghanistanproblems wieder aufzunehmen, e r k l ä r t e r der S t e l l v e r t r e t e n de UN-Generalsekretär Diego Gordovez vor der Presse, i n Genf.

Er war zu

getrennten Gesprächen mit der pakistaniscnen und der afghanischen Delegat i o n zusammengetroffen.
Stellvertretende

Die soeben beendeten Gespräche, so e r k l ä r t e der

UN-Generalsekretär,

hätten

sich

auf

Vertragsentwürfe

k o n z e n t r i e r t , mit deren H i l f e eine endgültige Lösung herbeigeführt werden
könne.

Eine Reihe schwieriger p o l i t i s c h e r Entscheidungen müsse von den

betroffenen Parteien noch g e t r o f f e n werden, doch seien F o r t s c h r i t t e

er-

z i e l t worden.
25. Juni
Diplomaten i n Islamabad sprachen davon, daß eine Gruppe verärgerter
und unzufriedener

Offiziere

der

afghanischen L u f t s t r e i t k r ä f t e

etwa

20

Flugzeuge auf dem Luftstützpunkt Shindand i n die L u f t gesprengt h ä t t e n .
Die Saboteure seien h i n g e r i c h t e t worden.

Es hieß, diese O f f i z i e r e hätten

Sabotage b e t r i e b e n , w e i l d r e i afghanische P i l o t e n , die i n Herat im Norden
des Landes s t a t i o n i e r t

waren, Anfang dieses Jahres h i n g e r i c h t e t

worden

s e i e n , weil sie i h r e Bomben auf WJ'stengebiete s t a t t auf afghanische Dörfer abgeworfen hätten.
Diplomatische

Quellen

berichteten

ferner,

daß sich

die

Kämpfe

im

Panjsher-Tal i n der l e t z t e n Zeit i n t e n s i v i e r t hätten und daß e i n a f g h a n i scher
worden

General M i t t e
sei.

Am 28.

des Monats entweder
Juni

wurde

in
- 8 -

getötet

Kabul der

oder

gefangengenommen

Tod von

Brigadegeneral

�von Brigadegeneral Ammaduddin, dem Stabschef des 1. Armeekorps, bekanntgegeben, der auf dem "Schlachtfeld" gefallen sei.
"großen Verlustes" wurden nicht bekannt.

* * * * *

- 9-

Nähere Umstände dieses

�28

17. J u l i 1985

HELFER UNTER WASSER
Roboter für Arbeiten i n großer Meerestiefe -

- (AD) - Was zunächst aussichtlos e r s c h i e n , wurde mit H i l f e eines Unterwasser-Roboters

nun doch e r r e i c h t

-

die Auffindung und Bergung von

Flugschreiber und Cockpit-Recorder des am 23. Juni 1985 vor der

irischen

Küste abgestürzten Großraumflugzeugs der F l u g l i n i e

Von den

AIR INDIA.

Aufzeichungen der Instrumente, mit denen Daten von sämtlichen Flugbewegungen und betriebstechnischen D e t a i l s sowie die Äußerungen der Besatzung
i n der Pilotenkabine auf Magnetband festgehalten werden, e r h o f f t die Untersuchungskommission Hinweise auf die mögliche Ursache der Katastrophe.
Sie kam ohne jede Vorwarnung und kostete a l l e n 329 Insassen das Leben.
Am 10. und 1 1 . J u l i holten Spezialisten an Bord eines

französischen

Kabellegeschiffes, die im Auftrag eines i n t e r n a t i o n a l e n Firmenkonsortiums
den i n den USA gebauten Roboter SCARAB normalerweise zum Aufspüren von
Schadstellen, zum Reparieren und Neuverlegen von Transatlantikkabeln benutzen, die elektronischen Dokumente vom Meeresboden i n mehr a l s 2000 m

Postfach 20 03 00 Tel.:0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�a l s 2000 m T i e f e .

Dies war das erste M a l , daß der über e i n 3000 m langes

Versorgungskabel vom S c h i f f aus ferngesteuerte Roboter i n so großer Wassertiefe operierte.

Er wird über das Kabel mit Strom gespeist, bekommt

die Kommandos für Fortbewegung, Einsatz

von Fernsehkamera und Sonarsy-

stem, f ü r die e l e k t r i s c h e Betätigung der "Arme" und die hydraulische Aktivierung ihrer Greifer.

Auf gleichem Vteg gelangen die Daten und Fern-

sehaufnahmen aus der Tiefe zurück i n die Steuerungs- und Beobachtungszentrale

an Bord des S c h i f f e s .

Der Roboter hat die Ausmaße eines K l e i n -

l a s t e r s und wiegt ca. 2,8 Tonnen.

SCARAB (Abkürzung
Burial" -

Hilfsgerät

für

"Submersible

Craft

for

Assisting

Repair

and

f ü r Unterwasserreparatur und Verlegearbeit am Mee-

resgrund) i s t einer von mehreren Robotertypen, die für bestimmte Einsatzbereiche entwickelt wurden und weiter verbessert werden.
Menschen ersetzen, wenn für
sind.

ihn die Bedingungen vor Ort

Sie s o l l e n den
zu

gefährlich

So werden beispielweise nach dem S t a r t eines Raumtransporters am

Kap Canaveral die ausgebrannten und abgesprengten Raketen mit ferngesteuerten U-Fahrzeugen aus dem A t l a n t i k geborgen.
für

Unterwasserinspektionen

Andere Roboter setzt man

bei bestimmten nuklearen Systemen e i n .

Na-

t ü r l i c h stehen auch bekannte Klein-U-Boote, etwa f ü r Aufgaben im Rahmen
meereskundlicher
Verfügung.

Forschungen oder f ü r

Inspektionen an "Ölplattformen zur

Aber deren Operationsfähigkeit i s t i n bezug auf Zeit und T i e -

fe meist r e l a t i v begrenzt.
Die Bestrebungen der Entwicklungsingenieure

gehen d a h i n , die unbe-

mannten U-Fahrzeuge s c h l i e ß l i c h von der Nabelschnur zum Versorgungsschiff
zu befreien und "autonom", d . h .
Mutterschiff,

in

der

Tiefe

mit möglichst

operieren

wenig I n s t r u k t i o n e n vom

zu lassen.

Gegenwärtig

befinden

sich i n den Vereinigten Staaten d r e i Grundtypen autonomer Unterwasserroboter (ARS - "Autonomous Robot Submersibles") i n der Entwicklung, b e r i c h t e t John Douglas i n der Z e i t s c h r i f t "High Technology".
Im Aussehen wie i n i h r e n Funktionen haben a l l e eine gewisse Ä h n l i c h k e i t mit Meereslebewesen.

Da i s t einmal der "Typ Hai" - schlank gebaut,

f ü r Vorwärtsbewegung und Schwebefähigkeit k o n s t r u i e r t , l e i s t u n g f ä h i g h i n - 2 -

�l e i s t u n g s f ä h i g h i n s i c h t l i c h Reichweite
digkeit,

i n erster Linie

( b i s etwa 1000 km) und Geschwin-

für Suche und Inspektion gedacht.

Allerdings

i s t zu wenig Raum für zusätzliche Energie; vorhanden, un den Schub zu e r höhen und um zusätzliche elektronische Ausrüstungen zu betreiben.
Gewicht
kleine

und

Widerstand

Manipulatorarme

niedrig

bleiben,

verwendbar.

Mit

sind

keine

dem Einsatz

Damit

oder

bestensfalls

für

kommerzielle

Zwecke i s t i n etwa d r e i bis fünf Jahren zu rechnen.
Für die US-Marine wurde b e r e i t s e i n " H a i " mit Schleppsystem gebaut,
der Objekte auf dem Meeresgrund noch i n 6 000 m Tiefe o r t e t und i d e n t i f i ziert.
sind.

Aus 300 m Abstand erfaßt er Objekte, die mindestens 90 cm groß
Das Fahrzeug i s t 60 m b r e i t und 4.2 m lang.

Die Automatik an Bord

des Mutterschiffes umfaßt die Signalverarbeitung, Aufzeichnung und Analyse von Daten aus der Tiefe sowie die Kontrolle des Seitensonar- und des
Schleppsystems.

Drei Transponder am Meeresgrund geben Fixpunkte für die

Navigation sowohl des M u t t e r s c h i f f s als such des Unterwasser-Hilfsgerätes
ab.
Ganz anders der "Typ Krabbe" - e i n starkes Gerät, das am Boden k r i e chen und fähig sein s o l l , schwere Lasten f ü r Bau-, Rettungs- und Reparaturarbeiten

zu

transportieren.

rückwärts bewegen.

Es würde

sich

hauptsächlich

vor-

Starke hydraulische Systeme würden einen oder

und
zwei

greiferähnliche Manipulatoren bewegen und auf 10 Zentimeter genau steuern.

Zwar käme die Energie auch h i e r über Kabel vom M u t t e r s c h i f f ,

aber

Computer im Unterwasserfahrzeug würden die meisten Operationen d i r i g i e r e n .
Die F o r t s c h r i t t e i n der Oomputergraphik könnten es sogar eines Tages
möglich machen, i n

den Speicher

des Unterwasser-Fahrzeugcomputers

eine

Zeichnung von dem gesuchten Objekt einzugeben und vor Ort die Konturen
des gefundenen Objekts mit den vom Computer gesteuerten Manipulatoren abtasten und auf diese

Weise i d e n t i f i z i e r e n zu lassen.

Dies lohnte

sich

vor allem bei starker Wassertrübung.
A l s d r i t t e n ARS-Typ nennen M i t a r b e i t e r eines Zentrums der US-Marine
die "Krake" - e i n vielarmiges, gut drehfähiges Gerät, das um Hindernisse

�um Hindernisse herummanövrieren kann. Drei oder mehr Elektromanipulatoren
mit austauschbaren Werkzeugen würden große Konstruktionssegmente unter
Wasser aufbauen oder reparieren.

Dieses Fahrzeug muß in der Lage sein,

sich um die eigene Achse zu drehen und sich sowohl horizontal als auch
vertikal zu bewegen.

Zwei oder mehr der Manipulatorarme würden es veran-

kern und stabilisieren, während die freien Arme die Arbeit verrichten und
dabei millimetergenau

operieren.

Die Schwierigkeiten zur

Verwicklung

solcher Pläne liegen gegenwärtig bei der Manipulatortechnik.

Geräte vom

"Typ Krake" dürften deshalb erst in etwa 15 Jahren, vom "Typ Krabbe" kaum
vor Ablauf von acht bis zehn Jahren einsatzfähig sein.

# * * * *

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              <text>&lt;strong&gt;1. Information&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;USA von sowjetischer Haltung in Genf enttäuscht&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Erklärung des Pressesprechers des Weißen Hauses -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erklärung Kampelmans zum Abschluss der zweiten Verhandlungsrunde in Genf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;SDI aus der Sicht eines Unterhändlers&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Von Max M. Kampelman -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chronologie der Ereignisse in Afghanistan&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- 2. Quartal 1985 -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Helfer unter Wasser&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Roboter für Arbeiten in großer Meerestiefe -&amp;nbsp;&lt;/em&gt;</text>
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