<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<item xmlns="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5" itemId="1914" public="1" featured="0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5 http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5/omeka-xml-5-0.xsd" uri="https://www.amerikahaus-archiv.de/items/show/1914?output=omeka-xml" accessDate="2026-11-04T03:19:19+00:00">
  <fileContainer>
    <file fileId="1925">
      <src>https://www.amerikahaus-archiv.de/files/original/9680e79013d17ad8a3ca0f6dbffb9be2.pdf</src>
      <authentication>14066556a66645680383f16b5ed5695c</authentication>
      <elementSetContainer>
        <elementSet elementSetId="4">
          <name>PDF Text</name>
          <description/>
          <elementContainer>
            <element elementId="52">
              <name>Text</name>
              <description/>
              <elementTextContainer>
                <elementText elementTextId="9605">
                  <text>und
Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

24

19. Juni 1985

INHALT
DOKUMENTATION
Reagan:

F r e i h e i t der Geiseln oberstes Z i e l der USA

- Pressekonferenz des US-Präsidenten -

INFORMATION
Richard Burt a l s neuer US-Botschafter i n Bonn vorgesehen
Rozanne L. Ridgway s o l l Nachfolgerin von Richard Burt werden
- Erklärung des Weißen Hauses -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Neues Verfahren zur kommerziellen Uran-Anreicherung
Fluoreszierende Algenpigmente a l s Markiersubstanz

* * * * *

Um Über/endung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�19. Juni 1985

24

REAGAN: FREIHEIT DER GEISELN OBERSTES ZIEL DER USA
- Pressekonferenz des US-Präsidenten -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Ronald Reagan e r k l ä r t e am 18. Juni 1985
auf einer landesweit übertragenen Pressekonferenz unter

Hinweis auf die

Geiselnahme i n B e i r u t , "die Vereinigten Staaten sind heute abend eine Nat i o n , die von i n t e r n a t i o n a l e n T e r r o r i s t e n angegriffen w i r d " .
Gleichzeitig

legte der Präsident

eine Reihe von Maßnahmen d a r ,

die Vereinigten Staaten e r g r e i f e n werden, um i n Zukunft die

die

Sicherheit

von Flugpassagieren zu erhöhen.
Der Präsident eröffnete die Pressekonferenz, die f a s t

ausschließlich

im Zeichen des G e i s e l f a l l e s stand, mit folgender Erklärung:
Vor

einer

Stunde

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 08-85432

�Vor einer Stunde kam der Leichnam eines jungen amerikanischen Helden,
des Marinetauchers Robert Dean Stethem, i n einem Sarg i n seine Heimat z u rück, nachdem er zusammengeschlagen und k a l t b l ü t i g erschossen worden war.
Seine Ermordung wie auch das Schicksal der anderen amerikanischen Geis e l n , die

noch immer i n Beirut

unumstößliche Tatsache.

festgehalten werden, u n t e r s t r e i c h t

eine

Die Vereinigten Staaten sind heute abend eine

Nation, die von i n t e r n a t i o n a l e n T e r r o r i s t e n angegriffen w i r d , die

rück-

s i c h t s l o s t ö t e n und unschuldige Bürger zu Gefangenen machen.

I n Reaktion auf diese Tatsache ordne i c h folgende Maßnahmen an:

Ich

habe den Verkehrsminister angewiesen, i n Zusammenarbeit mit dem Außenminister

sofort eine Ausweitung unseres Programms der bewaffneten B e g l e i -

tung auf i n t e r n a t i o n a l e n Flügen amerikanischer Flugzeuge zu sondieren, um
so einen besseren Schutz der Passagiere zu gewährleisten.
Ich habe den Außenminister angewiesen, s o f o r t an a l l e Amerikaner, die
durch

den Internationalen

auszuhändigen, der sie

Flughafen Athen kommen, einen

vor Gefahren warnt.

Reiseratgeber

Diese Vternung wird solange

g e l t e n , bis die griechische Regierung die dortige Sicherheitslage verbessert und b i s sie die Bereitschaft
heitsbestimmungen

des

s i g n a l i s i e r t h a t , sich an die Sicher-

amerikanisch-griechischen

Zivilluftfahrtabkommens

sowie an die Konventionen von Tokio, Montreal und Den Haag h i n s i c h t l i c h
der Verfolgung und der Bestrafung von L u f t p i r a t e n zu h a l t e n .
Ich habe eine umfassende Klärung der Ereignisse um die Entführung des
Flugzeuges i n Athen angefordert.

Ich habe über das Verkehrsministerium

und die Bundesluftfahrtbehörde a l l e amerikanischen Fluggesellschaften e r sucht, zu überprüfen, ob es klug i s t , überhaupt noch Athen a n z u f l i e g e n ,
solange sich die dortige Sicherheitslage nicht bessert.
Des weiteren habe i c h die M i n i s t e r Shultz und Dole angewiesen, mir
darüber Bericht zu e r s t a t t e n , ob wir nicht ausländische Flüge jener Staaten zur Einstellung veranlassen s o l l t e n , deren Regierungen sich n i c h t an
die

entsprechenden

internationalen

Konventionen halten oder

Flughäfen keine angemessene Sicherheit b i e t e n .
- 2-

auf

ihren

Ich rufe a l l e verbündeten

�a l l e verbündeten und befreundeten Regierungen dazu a u f , i h r e Anstrengungen zur Verbesserung der Sicherheit auf i h r e n Flughäfen zu verdoppeln und
noch weitere Maßnahmen zu e r g r e i f e n , um die Entführung von Flugzeugen zu
verhindern.
Ich werde sie außerdem ersuchen, S c h r i t t e zu unternehmen, um Reisen
an Orte unmöglich zu machen, wo Gesetzlosigkeit herrscht und wo unschuldige Passagiere schutzlos s i n d .

Und i c h dränge darauf, daß kein Amerika-

ner i n e i n Land des Nahen und M i t t l e r e n Ostens r e i s t , das nicht

öffent-

l i c h diese Schrecknisse v e r u r t e i l t , sich nicht von ihnen d i s t a n z i e r t und
nicht die s o f o r t i g e , sichere Freilassung unserer Mitbürger f o r d e r t .

Las-

sen Sie mich außerdem den Mördern i n B e i r u t und i h r e n Komplizen klarmachen -

g l e i c h , wer sie sein mögen - , daß Amerika T e r r o r i s t e n gegenüber

niemals Konzessionen machen w i r d .
Terrorismus einladen.

Dies zu t u n , würde nur noch zu mehr

Wir werden auch keine andere Regierung darum e r -

suchen oder die drängen, dies zu t u n .

Wenn wir uns e r s t einmal auf d i e -

sen Heg begeben, wird es kein Ende geben - kein Ende auch des Leidens Unschuldiger und kein Ende der b l u t i g e n Lösegelder, die a l l e
Staaten zahlen müssen.

Dieser Akt des Terrorismus i s t

f ü r den Libanon und insbesondere f ü r
geschah.

zivilisierten

e i n Schandfleck

jene Libanesen, i n deren Namen er

Diejenigen im Libanon, die das getan haben, tun ihrem Land und

i h r e r Sache Schaden a n , und w i r werden sie dafür zur Rechenschaft ziehen.

Ich fordere j e n e , die unsere Mitbürger f e s t h a l t e n , dazu a u f , sie ohne
Vorbedingung f r e i z u l a s s e n .

Ich fordere die Führung des Libanon - die po-

l i t i s c h e und die r e l i g i ö s e - dazu a u f , sich i h r e r Verantwortung zu s t e l l e n und a l l e s Notwendige zu t u n , um dieses Verbrechen j e t z t im Namen des
Gottes zu beenden, den sie verehren.

Und ich ersuche auch andere Regie-

rungen, ihre Stimme zu erheben und ihren Einfluß zu nützen.
griff

ist

ein Angriff

auf a l l e Menschen dieser

Dieser An-

Vfelt, die f r e i

Furcht und der Geissei des Terrorismus leben wollen.

von der

Meine Gedanken und

Gebete sind - wie die a l l e r Amerikaner - bei den im Libanon gefangen Gehaltenen und ihren Familien.

Lassen

Sie

mich

�Lassen Sie mich mit etwas Selbstverständlichem schließen.

Wir b e f i n -

den uns mitten i n einer gefährlichen und ungewissen S i t u a t i o n .

Bevor i c h

auf Ihre Fragen eingehe, muß i c h betonen, daß Spekulationen darüber, welche S c h r i t t e wir unter hypothetischen Umständen e r g r e i f e n oder nicht
greifen

könnten,

könnten.

die

Terroristen

nur

zu noch Schlimmerem

er-

veranlassen

Deshalb wird es v i e l e Fragen geben, auf die i c h nicht antworten

kann oder nicht antworten s o l l t e .

Ich glaube, i c h habe i n dieser E r k l ä -

rung praktisch a l l e Punkte b e r ü h r t , die i c h problemlos d i s k u t i e r e n kann,
und i c h b i n s i c h e r , Sie haben dafür Verständnis.

Die wichtigsten Fragen und Antworten der Pressekonferenz haben f o l genden Wortlaut:
FRAGE:

Die Aufmerksamkeit der Welt konzentriert sich heute abend auf

die Opfer des TW\-Fluges 847.

Aber wie Sie wissen, g i b t es noch sieben

andere Amerikaner, die schon früher e n t f ü h r t worden sind und sich im L i banon i n Gefangenschaft befinden - zwischen d r e i Monaten und einem Jahr.
Werden Sie eine Lösung der gegenwärtigen Krise i n B e i r u t akzeptieren, die
irgendwelche Amerikaner i n Gefangenschaft

belassen würde - die aus dem

Flugzeug Entführten oder j e n e , die b e r e i t s früher e n t f ü h r t wurden.
ANTWORT:

Ganz gewiß geht es i n jedem unserer Gespräche auch um jene

Entführten...

Und wir haben a l l e s unternommen, um herauszufinden, wer

sie i n i h r e r Gewalt h a t , wo sie sich befinden, ob sie zusammen sind oder
g e t r e n n t , und wo sie sich aufhalten k ö n n t e n . . .

Sie können sich

sicher-

l i c h v o r s t e l l e n , daß dies überaus schwierig i s t - i n diesem Gebiet eine
f a s t unmögliche Aufgabe bei a l l den dortigen S p l i t t e r g r u p p e n . . .

Aber wir

haben sie nicht aufgegeben, und bei a l l unseren Gesprächen über die Opfer
der gegenwärtigen Entführung denken wir auch an jene Entführten.
FRAGE:

Können Sie uns sagen, Herr Präsident, was aus der P o l i t i k der

raschen und wirksamen Vergeltung geworden i s t ,
Jahren im Zusammenhang mit

die Sie vor

viereinhalb

dem i n t e r n a t i o n a l e n Terrorismus

angekündigt

haben?
ANTWORT:

Als

ich

�ANTWORT:

Als ich damals darüber sprach, bezog ich mich auf eine Si-

tuation, in der eine Regierung auf der anderen Seite betroffen war, so
daß es eine direkte Quelle des Bösen gab...

Das Problem heute ist die

Frage, wer sind diese Übeltäter, wer sind ihre Komplizen, wo halten sie
sich auf?

Einige Leute meinen, man könnte einen Vergeltungsschlag in die

allgemeine Richtung führen, aber das Ergebnis wäre dann eine terroristische Aktion an sich und das Töten und Opfern unschuldiger Menschen...
Wir haben im Hinblick auf das Sammeln von Geheimdienstinformationen alles
in unseren Kräften Stehende getan, um diese Menschen so wie ihre Aufenthaltsorte, von denen ich sprach, zu finden, und ich kann nur sagen, daß
wir ein beträchtliches Maß an Nachweisen und Beweisen zusammengetragen
haben. Mehr kann ich dazu allerdings nicht sagen.

FRAGE:

Sind Sie der Meinung, daß die amerikanische Politik, in der

Vergangenheit sowie in der Gegenwart, zum Anwachsen des Radikalismus und
des Antiamerikanismus im Nahen Osten beigetragen hat?
ANTWORT:

Nein, ich glaube nicht, daß dies der Fall ist. Als wir und

unsere Verbündeten sowie andere Länder unsere Friedenstruppe dort hatten,
wurden wir uns darüber im klaren, daß mit dem beginnenden Erfolg dieser
Truppe bei der Wahrung einer gewissen Ordnung in diesem Unruhegebiet der
Terrorismus sich anschickte, gegen alle von uns dort vorzugehen, um unseren Auftrag unmöglich zu machen.

Deswegen zog sich schließlich auch die

internationale Friedenstruppe zurück.

Wir scheinen dort auch Angriffs-

ziel zu sein - dessen bin ich sicher -, weil wir mit Israel befreundet
sind und es unterstützen.

Und es greift dort ein Antiamerikanismus auf

Seiten jener um sich, die keinen Frieden mit Israel wollen...

FRAGE:

Manche fragen sich, warum Sie sich nicht ein wenig mehr auf

Israel stützen, da ja die Vereinigten Staaten auch erklären, daß das
Festhalten der schiitischen Gefangenen gegen das Völkerrecht sei; das ist
unsere Position.
ANTWORT: Ja.
FRAGE:

I s r a e l hat

�FRAGE:

Israel hat erklärt, daß es bereit sei; warum stoßen Sie da

nicht nach?

ANTWORT:

Keil dieses Junktim, das jetzt geschaffen worden ist, dies

für sie und für uns unmöglich macht.

Es bestand kein Zweifel, daß die

Israelis stufenweise - sie hatten ja schon damit begonnen - die Gefangenen freilassen würden.

Aber jetzt ist eine Verbindung geschaffen worden,

wo eine solche Maßnahme praktisch ein Nachgeben gegenüber den Terroristen
bedeuten würde...

Und dann würden die Terroristen wissen, daß sie Erfolg

haben und erreichen können, was sie wollen...

FRAGE:

Zahlreiche Amerikaner sind heute abend enttäuscht und fühlen

sich machtlos.

Sie meinen, irgendwie müßte ein Gegenschlag geführt wer-

den gegen diese Menschen, die unsere Bürger entführt und einige von ihnen
ermordet haben.

Was sagen Sie denen, die der Ansicht sind, irgendwie sei

Amerika durch diese Terroriakte geschwächt und wir könnten unsere Staatsbürger im Ausland nicht mehr schützen?

ANTWORT:

Ich glaube, jene Amerikaner kommen zu vorschnellen Schluß-

folgerungen und sind sich nicht darüber im klaren, wie die Situation
wirklich ist.
enttäuschend.

Ich bin jedoch genauso enttäuscht wie jedermann.

Es ist

Aber, wie ich schon gesagt habe, man muß in der Lage sein,

den Gegner genau zu lokalisieren.

Man kann nicht einfach blind darauf

los schießen, ohne jemanden im Visier zu haben.

FRAGE:

Ich habe heute mit der Ehefrau eines der Geiseln gesprochen,

die eine sehr einfache und klare Frage stellte, welche ich jetzt an Sie
weitergeben möchte.

Sie fragte:

Was würden Sie tun, Hsrr Präsident,

wenn Ihre Frau oder eines Ihrer Kinder sich an Bord dieser Maschine befunden hätten?

ANTWORT:
ken...

Ich müßte immer noch an die Sicherheit aller Geiseln den-

Ja, es wäre eine schreckliche Situation...

Aber, wie ich schon

sagte, man kann den Terroristen nicht nachgeben, ohne sich darüber im
klaren zu sein, daß man dann jemand anderen verurteilen würde, durch die-

�durch dieselben Qualen zu gehen und auch andere Menschen damit zu opfern.

FRAGE:

Ist die sichere Rückkehr der Geiseln Ihr oberstes Ziel, und

wie paßt dies in die anderen Überlegungen, die Sie als Präsident in Rechnung stellen müssen?

ANTWORT:

Die sichere Rückkehr ist das Ziel.

Dies muß jedoch in ei-

ner Waise geschehen, die die Entführer wegen ihres Verbrechens nicht auch
noch belohnt, weil diese dann in der nächsten Woche einen erneuten Versuch unternehmen würden.

Es ist ein feiges Verbrechen, bei dem sie alle

Trümpfe haben, wenn erst einmal diese Menschen in ihrer Gewalt sind. Und
wir müssen immer an deren Sicherheit denken. Man könnte in der Tat außer
sich geraten, wenn man an die eine oder andere Vergeltungsmöglichkeit
denkt; aber ich würde wahrscheinlich eine Reihe von Amerikanern zum Tode
verurteilen, wenn ich dieses täte.

FRAGE:...

Im April 1980 sagten Sie aus der Frustration heraus, die

jeder Amerikaner

angesichts

der

damaligen Geiselkrise empfand: "Dies

hätte nicht einmal sechs Tage dauern sollen, geschweige denn sechs Monate." Gibt es demnach einen Zeitpunkt, ab dem nach Ihrer Meinung das nationale Interesse gebietet, daß gehandelt wird?

ANTWORT:

Damals lagen die Dinge ganz anders als heute.

Das Verbre-

chen damals wurde von einer Regierung begangen... Es handelte sich nicht
um ein Verbrechen mit nicht identifizierbaren Tätern.

Die Situation da-

mals unterschied sich daher von der, vor der wir heute stehen, mit Autobomben und Flugzeugentführungen und dergleichen ...

FRAGE:

Vertritt Herr Berri nicht die Regierung des Libanon?

Und

entsteht dadurch nicht eine Situation, wo er für uns sehr wohl identifizierbar ist?

ANTWORT:

Nun, er hat die Geiseln jetzt vermutlich von den Luftpira-

ten übernommen.

Aber aus der Tatsache, daß er ein Amt, einen sogenannten

"Kabinettsposten" in der libanesischen Regierung innehat, zu folgern, daß
- 7-

�folgern, daß die Regierung des Libanon damit beteiligt sei, würde nach
meiner Auffassung bedeuten, dieser Regierung eine Geschlossenheit zuzuschreiben, die sie tatsächlich nicht hat.

Er handelt als Individuum und

in seiner Eigenschaft als Führer der Amal, einer der Gruppen der schiitischen Moslems im Lande... Er hat seine eigene Miliz und seine eigene Armee.

Man kann also nicht einfach sagen, daß wir es mit der Regierung des

Libanon zu tun haben....

FRAGE:

In Ihrer Rede aus dem Jahre 1981, in der Sie von schneller

und wirksamer Vergeltung sprachen, sagten Sie auch, daß unsere Geduld
Grenzen habe.

Hat unsere Geduld bezüglich des gegenwärtigen Problems

Grenzen, oder sind Sie gewillt, es durchzustehen, solange es auch dauern
mag?

ANTWORT:

Ich muß es durchstehen, solange die Geiseln noch am Leben,

aber in Gefahr sind und solange wir noch eine Möglichkeit haben, sie wieder nach Hause zu bringen...

FRAGE:

Glauben Sie, daß, wie das Außenministerium am 4. April er-

klärte, die Israelis die 700 - 800 schiitischen Gefangenen unter Verletzung des Völkerrechts festhalten? Und falls ja, haben Sie irgendwelche
Zusicherungen von den Israelis, daß sie diese Gefangenen freilassen, wenn
wir die Geiseln zurückbekommen?

ANTWORT:

Wir haben darüber nicht mit ihnen gesprochen.

Wie ich

schon sagte, haben wir uns in keiner Weise in Israel und in das, was dort
geschieht, eingemischt.

Was das Völkerrecht angeht, so bin ich der Auf-

fassung, daß die Verbringung der Gefangenen aus ihrem eigenen in ein anderes Land eine Verletzung der Genfer Vereinbarungen darstellt. ...

FRAGE:

Nabih Berri sagte heute, daß er die Geiseln wieder den Ter-

roristen überstellen werde, wenn die Vereinigten Staaten Israel nicht um
die Freilassung der schiitischen Gefangenen ersuchen.

Würden Sie ihn in

diesem Falle verantwortlich machen?
ANTWORT:
- 8-

Ja, das

�ANTWORT:
FRAGE:

Ja, das würde i c h .
Sie haben wiederholt e r k l ä r t , daß Sie gegenüber dem T e r r o r i s -

mus nicht nachgeben können.

Aber jedesmal, wenn wir einen solchen Zwi-

schenfall e r l e b t e n , wie etwa bei den Soldaten des Marinekorps, die
Beirut
nicht

umgekommen s i n d , dann hat die Administration v i e l
gehandelt.

Besteht

nicht

die

Gefahr,

die

in

geredet, aber

Terroristen

im Nahen

Osten könnten zu der Überzeugung kommen, daß die Vereinigten Staaten mehr
b e l l e n a l s beißen und daß sie diese Dinge ungestraft tun können, w e i l sie
wissen, wir üben keine Vergeltung?

ANTWORT:

Ich hoffe

nicht.

Aber lassen Sie mich darauf hinweisen,

daß bei dem damaligen Zwischenfall der Mann oder die Männer - i c h weiß
n i c h t , w i e v i e l Personen i n dem Lastwagen saßen, die das Verbrechen begangen haben - t o t waren.
ser

Das i s t das w i r k l i c h Schreckliche an einigen d i e -

Terrorakte, daß es sich um eine Gruppe von Menschen handelt,

die

glauben, daß sie d i r e k t i n den Himmel kommen, wenn sie sich und andere i n
die Luft sprengen.

Wie kann man eine
herstellen?

Verbindung

zwischen diesen Menschen und anderen

Gab es jemand, der sie auf diesen Wag schickte?

es nicht wissen.

Wir können

Es b l e i b t einem also nur eine Form der Vergeltung üb-

r i g , d . h . man z i e l t i n die allgemeine Richtung und t ö t e t Menschen.

Nun,

dann i s t man selbst e i n T e r r o r i s t . . .
FRAGE:

Sie haben j e t z t e r l e b t , daß I h r Verteidigungshaushalt im Kon-

greß gekürzt wurde, Sie haben im Kongreß hart um die Zahl der MX-Raketen
kämpfen müssen; Sie haben die Kontroverse um Bitburg e r l e b t - und j e t z t
diese Krise um die Geiseln,

hfeben Sie das Gefühl, daß Ihr

Teflon-Uberzug a l s Präsident etwa abgegangen i s t ?

(feuerfester)

Haben Sie kein Glück

mehr?
ANTWORT:
te...

Ich habe nie geglaubt, daß i c h einen Teflon-Uberzug h ä t -

Und was Bitburg angeht, so habe i c h t r o t z mancher Bemühungen der

Presse die Überzeugung gehabt, daß es moralisch r i c h t i g war, das zu t u n .

�zu tun. Und ich bin glücklich, daß ich es getan habe.

Es war eine wertvolle Erfahrung dort drüben.

Und ich wurde belohnt,

als ich vor 10 000 jungen Deutschen sprach und ich am Ende 10 000 junge
Deutsche unsere Nationalhymne singen hörte - in unserer Sprache.
glaube, das war eine Anerkennung.

Ich

Jenen, die andeuten wollten, daß ich

damit in irgendeiner Form sagen wollte, daß wir den hblocaust vergessen
sollten, kann ich sagen:

Das stimmt überhaupt nicht.

Und auch die Deut-

schen versuchen nicht, den hblocaust zu vergessen.

Ich war erstaunt - nach den 40 Jahren der Freundschaft, die auf all
den Haß und das Böse des hblocaust und des Nazismus gefolgt sind - herauszufinden, daß die Deutschen nicht nur die Schreckenslager und Museen
mit Fotos all der schrecklichsten und verachtungswürdigsten Dinge erhalten haben, die geschehen sind, sondern daß sie auch ihre Schulklassen jedes Jahr dorthin bringen und ihnen zeigen und erklären, daß dies niemals
mehr geschehen darf.

Ich habe niemals auch nur angedeutet, mein Besuch dort sollte so etwas wie ein Vergehen und Vergessen bedeuten.

Die Vergebung muß von je-

mand anders kommen - nicht von uns -, wenn es überhaupt eine Vergebung
gibt, und sicherlich dürfen wir niemals vergessen...

* * * * *

- 10-

�19. Juni 1985

24

RICHARD BURT ALS NEUER US-BOTSCHAFTER IN BONN VORGESEHEN

WASHINGTON -

(AD) -

Präsident

Ronald Reagan hat am 17. Juni

1985

seine Absicht bekanntgegeben, den Unterstaatssekretär f ü r europäische und
kanadische

Angelegenheiten

im amerikanischen

Außenministerium,

Richard

B u r t , zum Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika i n der Bundesrepublik Deutschland zu ernennen.

Burt t r i t t die Nachfolge von Botschaf-

t e r Arthur F. Burns a n , der am 1 1 . Mai i n den Ruhestand getreten

ist.

Die Ernennung von Botschafter Burt bedarf noch der Bestätigung durch den
amerikanischen Senat.

Richard Burt wurde am 3. Februar 1947 a l s Sohn eines amerikanischen
Bergbauingenieurs i n der Nähe der chilenischen Hauptstadt Santiago geboren; er s t u d i e r t e an der C o r n e l l - U n i v e r s i t ä t im Staate New York, Abschluß
B.A.

im Jahr 1969, und an der Fletcher School o f Law and Diplomacy im

Staate Massachusetts, Abschluß M.A. im Jahr 1972.
Bereits im Jahr 1971 begann Burt bei der Zeitung "Boston Globe" i n
Massachusetts

seine

publizistische

Karriere;

1972 war er

in

leitender

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�'

er i n l e i t e n d e r Stellung i n der Forschung an der amerikanischen Marineakademie t ä t i g .

Im Jahr 1973 wurde er Berater der Rand Corporation, des

Hudson-Instituts, des Stanford-Forschungsinstituts, des Europäisch-amerikanischen I n s t i t u t s
republikanischer

für Sicherheit und Forschung und einer Arbeitsgruppe

Abgeordneter

1975 war er M i t a r b e i t e r
Studien (IISS)
1975 wurde.

des

Repräsentantenhauses.

des Internationalen

Instituts

Von 1973
für

bis

Strategische

i n London, dessen S t e l l v e r t r e t e n d e r D i r e k t o r er im Jahr

Von 1977 bis 1980 war Burt a l s Korrespondent der "New York

Times" i n Washington t ä t i g .

Im Jahr 1981 übernahm Richard Burt im amerikanischen Außenministerium
das

Referat

für

politisch-militärische

wurde er zum Unterstaatssekretär

Angelegenheiten.

Im Jahr

1983

f ü r europäische und kanadische Angele-

genheiten im State Department ernannt.

In dieser Eigenschaft war er auch

Vorsitzender der Besonderen Beratungsruppe der NATO, i n der die V e r e i n i g ten Staaten i h r e Verbündeten über die Genfer Verhandlungen über nukleare
Mittelstreckensysteme (INF) u n t e r r i c h t e n .
Burt i s t mit der früheren Gahl Lee Hodges v e r h e i r a t e t .

* * # * *

- 2 -

�19. Juni 1985

24

ROZANNE L. RIDGWAY SOLL NACHFOLGERIN VON RICHARD BURT VERDEN
- Erklärung des Vteißen Hauses -

WASHINGTON sicht

(AD) - Präsident Reagan hat am 1 1 . Juni 1985 seine Ab-

bekannt gegeben, Rozanne L.

Ridgway zur Nachfolgerin von Richard

Burt a l s Unterstaatssekretär für europäische und kanadische Angelegenheiten im State Department zu ernennen.

Burt s o l l Botschafter der V e r e i n i g -

ten Staaten i n der Bundesrepublik Deutschland werden.

Frau Ridgway

ist

Berufsdiplomatin und war s e i t 1982 US-Botschafterin i n der Deutschen Demokratischen Republik.

Die Ernennung muG noch vom amerikanischen Senat

b e s t ä t i g t werden.
Die Erklärung des Waißen Hauses hat folgenden Wortlaut:
Der Präsident

hat

heute

seine Absicht

bekannt gegeben, Rozanne

L.

Ridgway zur Unterstaatssekretärin ( f ü r europäische und kanadische Angelegenheiten) zu ernennen.

Sie würde damit Nachfolgerin von Richard B u r t .
Seit

1982 diente

sie

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Seit 1982 diente sie i n Ost-Berlin a l s US-Botschafterin i n der Deutschen Demokratischen Republik.

Davor war sie von 1981 bis 1982 Sonder-

a s s i s t e n t i n des Außenministers; von 1980 bis 1981 Beraterin im Außenministerium; von 1977 bis 1980 Botschafterin i n Finnland; von 1973 b i s 1975
Stellvertretende

Unterstaatssekretärin

für

Meeres-

mit dem Rang einer Botschafterin im Außenministerium.

und

Fischereifragen

Vor dieser Z e i t

-

von 1972 bis 1973 - war sie im Außenministerium a l s S t e l l v e r t r e t e n d e r D i r e k t o r i n der Planungs- und Koordinierungsabteilung des Büros f ü r i n t e r a merikanische Angelegenheiten sowie - von 1970 bis 1972 - a l s Verantwortl i c h e f ü r ecuadorianische Angelegenheiten t ä t i g .

Zu den vorherigen Arbeitsbereichen gehörten:
- von 1967 b i s 1970 - p o l i t i s c h e Abteilung der US-Botschaft i n Oslo;
- von 196A bis 1967 - Büro für europäische Angelegenheiten des Außenministeriums für den Bereich i n t e r n a t i o n a l e Beziehungen;
- von 1962 bis 196A - Visaabteilung des US-Konsulates i n Palermo;
- von 1959 b i s 1962 - Personalabteilung der US-Botschaft i n Manila;
- von 1957 bis 1959 - Informationsabteilung des Außenministeriums.
Frau Ridgway wurde am 22. August 1935 i n S t . Paul im amerikanischen
Bundesstaat

Minnesota

geboren und schloß

University im Jahr 1957 mit einem B.A. ab.

* * * * *

- 2-

ihre

Studien an der

Hamline

�24

19. Juni 1985

NEUES VERFAHREN ZUR KOMMERZIELLEN URAN-ANREICHERUNG

- (AD) - AVLIS (Abkürzung von "Atomic: Vapor Laser Isotope Separation"
-

Isotopentrennung mit Laserenergie) g i l c i n den Vereinigten Staaten a l s

die kommende Technologie

zur

Uranbrennstoff.

amerikanische

kürzlich

vor

Wie der

Isotopentrennung

Journalisten e r k l ä r t e ,

Verfahrens j e t z t

für

die Anreicherung

Energieminister

weide die

John

von

Hterrington

Weiterentwicklung

dieses

verstärkt g e f ö r d e r t , um die Urananreicherung kostengün-

s t i g e r als bisher betreiben zu können und auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.
Obgleich die amerikanische Regierung die Entwicklung von Urananreicherung nach dem AVLIS-Verfahren bereits s e i t 13 Jahren f i n a n z i e l l u n t e r s t ü t z t , i s t nicht vor 1995 mit dem Bau der ersten GroQanreicherungsanlage
zu rechnen.

"AVLIS i s t die Technologie der Zukunft", so Herrington, "das

Urananreicherungsverfahren
wirtschaftlich

des 2 1 . Jahrhunderts.

Es i s t

technisch und

gesehen leistungsfähiger und e r f o r d e r t niedrigere Produk-

�niedrigere Produktionskosten a l s das Gasdiffusionsverfahren, das b e r e i t s
s e i t dem Zweiten Vteltkrieg angewandt w i r d . "
Die Mehrzahl der Einzelverfahren f ü r den AVLIS-ProzeQ u n t e r l i e g e n der
Geheimhaltung,

sagte

e i n Sprecher

des Energieministeriums.

Forschung,

Entwicklung und Demonstrationsprojekte würden nunmehr i n t e n s i v e r a l s b i s her

vorangetrieben, da das Gasdiffusionsverfahren

künftige technische Verbesserungen b i e t e .

keine Aussichten auf

A l l e r d i n g s könne man mit d i e -

ser Technologie dem Bedarf der Abnehmer für angereichertes Uran im I n und Ausland noch etwa bis zum Jahr 2000 gerecht werden.
Das Gasdiffusionsverfahren
um Uran mit

dem spaltbaren

erfordert

sehr v i e l e l e k t r i s c h e

Isotop U-235 anzureichern.

zeige sich im P r e i s , e r l ä u t e r t e der Sprecher.
die Kosten energiebezogen.
gieintensiv.

Angesichts

Energieministerium

Energie,

Dieser Umstand

Etwa zu 80 Prozent seien

Demgegenüber sei AVLIS weitaus weniger ener-

des Kostenproblems habe man im amerikanischen

beschlossen, eine

sionsanlagen v o r l ä u f i g s t i l l z u l e g e n .

der

drei

amerikanischen

Gasdiffu-

Und um die Kosten weiter zu senken,

werde auch die nach dem Gaszentrifugenverfahren arbeitende Anreicherungsanlage i n der Nähe von Portsmouth (Ohio) nicht weiter ausgebaut.
Energieminister

Herrington machte d e u t l i c h , daß sich die amerikani-

sche Regierung aus der Entwicklung der Zentrifugentechnologie
rückziehen werde.

ganz zu-

Angesichts der zwingenden Notwendigkeit zur Einsparung

von Kosten sei es s i n n l o s , noch weitere d r e i bis fünf M i l l i a r d e n D o l l a r
i n dieses Projekt zu stecken.

"Wir schätzen, 400 b i s 500 M i l l i o n e n D o l -

l a r i n den nächsten d r e i Jahren bei der Anreicherung einsparen zu können,
indem wir

nicht

sondern uns auf

gleichzeitig
die

beide

neuen Technologien w e i t e r v e r f o l g e n ,

eindeutig überlegenere Technologie

konzentrieren",

sagte Herrington.
•

Im Jahr 1974 beherrschten die USA lOOprozentig den Markt i n der f r e i en Walt für angereichertes Uran.
teil

weniger a l s

Heute beträgt l a u t

50 Prozent, da b i l l i g e r e r

Firmen angeboten werde.

Herrington der An-

Brennstoff

von europäischen

Die USA produzieren mit dem Isotop U-235 ange- 2 -

�U-235 angereichertes Uran für die Reaktoren von Atomkraftwerken und f ü r
bestimmte Verteidigungsprogramme der amerikanischen Regierung.
gieministerium, das gegenwärtig d r e i Gasdiffusionsanlagen

Das Ener-

betreibt,

hat

86 kommerzielle Abnehmer - 52 i n den Vereinigten Staaten, 3A im Ausland.
Es l i e f e r t außerdem hochangereichertes Uran (mit mehr a l s 90 Prozent Konz e n t r a t i o n an U-235)

an die US-Marine für Antriebszwecke

Verteidigungsministerium.

* * * * *

- 3 -

sowie an das

�Uli//en/chcift
und Technik
United States Information Service
Embassy of the United States of America

19. Juni 1985

24

FLUORESZIERENDE ALGENPIGMENTE ALS MARKIERSUBSTANZ

-

(AD) - Farbintensive Pigmente von Algen werden neuerdings a l s Mar-

kierungsstoffe

für

medizinische Diagnose- und Forschungszwecke

benutzt.

Sie können i n zahlreichen Fällen radioaktive Substanzen ersetzen, die zur
Identifizierung

bestimmter

Zellen oder Moleküle

Zellen oder

Proteine e r f o r d e r l i c h

"angehängt", wirken die

sind.

leuchtend blau b i s

An
roten

Pigmente a l s winzige Fluoreszenz-Signale, die den Wissenschaftler i n die
Lage versetzen, Substancen i n überaus geringen Konzentrationen zu erkennen.

Nach Angaben von Dr. Lubert S t r y e r , Professor f ü r Z e l l b i o l o g i e an

der S t a n f o r d - U n i v e r s i t ä t ,

wurden die

fluoreszierenden Molikule

klinisch

b e r e i t s zur Prüfung von Spenderblut auf anomale B e s t a n d t e i l e , die Hinweise auf eine AIDS-Infektion geben könnten, und zur Kontrolle des Spiegels
bestimmter Medikamente wie Digoxin im Blut e r p r o b t .

Das amerikanische

Patentamt i n Washington genehmigte Anfang Juni 1985 der Stanford-Univers i t ä t die Patentrechte für dieses neue Verfahren.
Bei den Pigmenten

Postfach 20 03 00 Tel.:0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Bei den Pigmenten handelt es sich um sogenannte Phykobiliproteine.
Sie fluoreszieren mit der zehn- bis zwanzigfachen Intensität der meisten
anderen fluoreszierenden Stoffe, die für Markierzwecke verwendet werden.
Und dieser Umstand bedeutet, daß sie mit hochempfindlichen radioaktiven
Indikatoren für bestimmte Zellen und Moleküle in Konkurrenz treten können.

Für eine diagnostische Anwendung müssen die Proteine eine Bindung

mit den Substanzen eingehen, die erfaßt werden sollen.
ihnen ein sogenanntes konjugiertes System.

Sie bilden mit

Ein solches Konjugat kann

beispielsweise mit einem Antikörper-Molekül zustande kommen - einem vom
Immunsystem des Körpers produzierten Protein, das markiert wird, um anomale Zellen oder verdächtige Substanzen aufzufinden.

Handelt es sich da-

bei z.B. um Antikörper, die Krebszellen "erkennen", könnte der Arzt an
Hand von Gewebeproben unter dem Mikroskop oder mit Hilfe eines leistungsfähigen Instruments zum Sortieren von Zellen die fluoreszierenden Einheiten ausfindig machen.

Antikörper und andere spezifische Proteine wurden inzwischen mit drei
Phykobiliproteinen erfolgreich markiert.
benen und roten Bereich.

Sie fluoreszieren im orangefar-

Heitere Markierpigmente seien in der Entwick-

lung, berichtet Prof. Stryer.

Da die Phykobiliproteine in leicht vonein-

ander abweichenden Farbschattierungen fluoreszieren, wenn ein Lichtstrahl
sie anregt, lassen sich mit ihnen mehrere unterschiedliche Arten von Molekülen oder Zellen gleichzeitig beobachten.

Die von Meeresalgen produ-

zierten Pigmente werden in der Natur beim Photosyntheseprozeß genutzt,
mit dem aus Sonnenlicht die für das Wachstum der Algenzellen benötigte
Energie gewonnen wird.

Die Pigmentproteine sind mit bestimmten Pigmenten

der Galle verwandt.

- 2 -

�</text>
                </elementText>
              </elementTextContainer>
            </element>
          </elementContainer>
        </elementSet>
      </elementSetContainer>
    </file>
  </fileContainer>
  <collection collectionId="4">
    <elementSetContainer>
      <elementSet elementSetId="1">
        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
        <elementContainer>
          <element elementId="50">
            <name>Title</name>
            <description>A name given to the resource</description>
            <elementTextContainer>
              <elementText elementTextId="6534">
                <text>Dokumente</text>
              </elementText>
            </elementTextContainer>
          </element>
        </elementContainer>
      </elementSet>
    </elementSetContainer>
  </collection>
  <itemType itemTypeId="19">
    <name>Digitalisat</name>
    <description>Umwandlung eines physischen Dokumentes in ein digitales Medium.</description>
  </itemType>
  <elementSetContainer>
    <elementSet elementSetId="1">
      <name>Dublin Core</name>
      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
      <elementContainer>
        <element elementId="40">
          <name>Date</name>
          <description>A point or period of time associated with an event in the lifecycle of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9602">
              <text>19.06.1985</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="51">
          <name>Type</name>
          <description>The nature or genre of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9603">
              <text>Digitalisat</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="39">
          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9604">
              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="50">
          <name>Title</name>
          <description>A name given to the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13603">
              <text>Amerikadienst 19.06.1985</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="41">
          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13604">
              <text>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Reagan: Freiheit der Geiseln oberstes Ziel der USA&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Pressekonferenz des US-Präsidenten -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Information&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Richard Burt als neuer US-Botschafter in Bonn vorgesehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rozanne L. Ridgway soll Nachfolgerin von Richard Burt werden&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Erklärung des Weißen Hauses -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Neues Verfahren zur kommerziellen Uran-Anreicherung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fluoreszierende Algenpigmente als Markiersubstanz&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
      </elementContainer>
    </elementSet>
  </elementSetContainer>
</item>
