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                  <text>13. Juni 1984

24

I N H A L T

DOKUMENTATION
Der Westen ist auf dem richtigen Weg
- Pressekonferenz des US-Außenministers nach dem Wirtschaftsgipfel in London
Regan zufrieden mit Wirtschaftsgipfel
- Pressekonferenz am 9. Juni 1984 WIRTSCHAFT
USA streben seit 1934 Liberalisierung des Handels an
HINTERGRUNDMATERIAL
Mykotoxine: Streitfrage unter Wissenschaftlern
- Von William Kucenicz WISSENSCHAFT UND TECHNIK
"DISCOVERY" startet zum Jungfernflug
- Drittes Fluggerät für die Raumtransporterflotte der USA

Um Übei/endung von
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wird gebeten

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D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

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Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

13. Juni 1984

24

DER WESTEN IST AUF DEM RICHTIGEN WEG
- Pressekonferenz des US-Außenministers nach dem Wirtschaftsgipfel
in London -

LONDON - (AD) - Der Westen sei "grundsätzlich auf dem richtigen Weg",
indem er einen konstruktiven Dialog mit der Sowjetunion anstrebe und
gleichzeitig die Stärke aufrechterhält, die notwendig ist, um vor einer
Aggression abzuschrecken. Dies erklärte der amerikanische Außenminister
George Shultz auf einer Pressekonferenz am 9. Juni 1984 in London nach
Abschluß des zehnten Wirtschaftsgipfels der sieben wichtigsten Industriestaaten der westlichen Welt.

Der amerikanische Außenminister nahm auf seiner Pressekonferenz vor
allem zu den außenpolitischen Aspekten des Treffens der Staats- und
Regierungschefs Großbritanniens, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas und der Vereinigten Staaten Stellung.
Die Pressekonferenz hat folgenden Wortlaut:

Außenminister Schultz: Die erste von dieser Gipfelkonferenz herausgegebene Erklärung ist eine Erklärung über die demokratischen Werte. Und

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Werte. Und ich glaube, man kann ohne weiteres sagen, daß die folgenden
Erklärungen und die allgemeine Diskussion, die zum heutigen Zeitpunkt
notwendig ist, diese Werte maximal unterstützen.

Natürlich ist der wirtschaftliche Wiederaufschwung mit kontrollierter
Inflation ein Schlüsselelement. Und natürlich

sind die Beziehungen der

verschiedenen, hier auf dem Gipfel vertretenen Volkswirtschaften untereinander und zu den Entwicklungsländern ein Schlüsselelement. Wenn wir
schließlich die Sicherheitsdimension betrachten, dann haben ebenso natürlich unsere Rüstungskontrollverhandlungen und die Notwendigkeit ganz
allgemein, wie es in der Ost-West-Erklärung zum Ausdruck kommt, für den
Westen, für die freien Länder, ihre Stärke und ihre Entschlossenheit
aufrechtzuerhalten und ständig zu einem vernünftigen Dialog mit der
Sowjetunion und ihren Verbündeten bereit zu sein, großen Nachdruck und
viel Aufmerksamkeit erhalten.

Und schließlich verlangt in unserer heutigen Zeit ganz besonders das
Problem des Terrorismus verstärkte Aufmerksamkeit und wurde daher auf
diesem Gipfeltreffen ausführlich behandelt.
Sie können sich also, wie ich meine, vorstellen, wie dieses Gipfeltreffen verlaufen ist, nachdem es zunächst mit den Werten begann und sich
dann sozusagen auf der ganzen Bandbreite den Schlüsselaspekten der Unterstützung dieser Werte im Jahre 1984 zuwandte.
FRAGE: Hatte jemand der Führer irgenwelche Ideen, wie man die Sowjets
an den Verhandlungstisch zurückbringen könne?

ANTWORT: Der Schlüssel ist natürlich, da zu sein, an diesem Punkt
festzuhalten - Entschlossenheit, Festigkeit und auch Vernunft zu bewahren.

Ich darf darauf hinweisen, daß die herausgegebene Erklärung die
Tatsache feststellt, daß es eine Menge Orte gibt, wo Gespräche stattfinden.

Sie meinen natürlich die Verhandlungen über Kernwaffen, aber es

gibt eine ganze Menge Verhandlungstische, an denen beträchtliche Aktivität herrscht. Und es gibt viele bilaterale Verhandlungstische, wie man

- 2 -

�wie man sie nennen könnte - Staatspräsident Mitterrand wird nach Moskau
reisen, drei der hier anwesenden Außenminister haben mit ihrem Kollegen
(dem sowjetischen Außenminister) gesprochen oder werden in Kürze mit ihm
sprechen. Es werden also viele Gespräche geführt.

FRAGE: Besteht irgend eine Absicht, daß Präsident Mitterrand etwas
von dieser Gruppe hier mitbringt, wenn er in die Sowjetunion reist irgend eine Äußerung dieser Gruppe?

ANTWORT: Es liegt mir absolut fern, für Präsident Mitterrand zu
sprechen. Er spricht für sich selbst. Aber ich habe keinen Zweifel an
der Tatsache, daß das, was hier besprochen wurde und die Entschlossenheit
- sowie der Wunsch nach einem Dialog - sehr wahrscheinlich von ihm hervorgehoben werden dürften.

FRAGE: Hat jemand versucht, den Präsidenten zu einem neuen Anlauf zu
ermutigen, um die Sowjets an den Konferenztisch zurückzubekommen?

ANTWORT: Ich kann nur immer wieder die Tatsache unterstreichen, daß
es vielerlei Kontakte in vielerlei Foren gibt - manche bilateral, manche
multilaterial.

Es wurde nicht darüber gesprochen, irgend etwas ganz besonderes zu
tun über die Erklärung hinaus irgend welche Konzessionen zu machen, um
den anderen zurückzuholen und daß es ein Fehler ist, wenn jemand seine
Tasche nimmt und den Verhandlungssaal verläßt. Tatsache ist, daß die von
den Vereinigten Staaten bei den INF- und den START-Verhandlungen eingenommenen Positionen vernünftige Positionen sind. Vor allem im Falle der
INF-Verhandlungen wurden sie in ausführlichen Konsultationen mit unseren
Verbündeten erarbeitet. In beiden Fällen sind diese Positionen so angelegt, daß sie sich für ein "Geben und Nehmen,, anbieten; und das ist der
Geist, in dem unsere Vertreter bereit sind, an diese Verhandlungstische
zu gehen - wie es in der Erklärung heißt "überall, jederzeit und ohne
Vorbedingungen".

FRAGE: Können Sie uns erläutern, warum die Erklärung nicht so weit

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�so weit geht, die Sowjets zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufzufordern, sondern lediglich erklärt, wir hofften, daß die Sowjetunion in
konstruktiver und positiver Weise handeln werde?

ANTWORT: Wir laden zu einer Antwort der Sowjetunion ein, was sie
davon hält, und die Rückkehr an den Verhandlungstisch ist natürlich das
letztliche Ziel. Und das ist genau das, was wir wollen. Der Präsident
hat das erklärt. Und ich glaube, alle die Führer haben das auf die eine
oder andere Weise gesagt.

FRAGE: Aber würde es die Gefühle nicht richtiger ausdrücken, die
Sowjets zu einer Rückkehr aufzufordern?

ANIWORT: Das ist eine Formulierung, die schon gebraucht wurde. Und
ich glaube, die Leute haben gedacht, wir sollten es einmal mit einer
etwas anderen Formulierung probieren. Aber die Idee ist grundsätzlich
die gleiche.

FRAGE: Glauben Sie, daß die Führer Lateinamerikas die in dieser
Deklaration enthaltene Forderung nach einer Umschuldung auf mehrere Jahre
als ausreichende westliche Antwort auf den Ernst der Probleme ihrer
Schuldenrückzahlung betrachten werden?

ANTWORT: Sie werden für sich selbst sprechen müssen. Ich meine, daß
Ausgezeichnetes geleistet worden ist, wie wir uns durch das internationale Schuldenproblem durchgewunden haben. Es bleibt noch immer viel zu
tun. Der Gedanke einer Umschuldung auf mehrere Jahre, d.h. der Versuch,
einen großen Teil der Schulden aus dem laufenden und dem kurzfristigen
Bereich herauszunehmen und in längerfristige Verpflichtungen umzuwandeln,
gibt mehr Stabilität. Und ich halte es im Grunde auch für die richtige
Idee.

Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, daß es

eine lange Liste von Dingen ist, die in dieser Erklärung vorgeschlagen
wurden - die einen breiten Aktionsplan und ein Bewußtsein der Probleme
sowie Fähigkeit und Bereitschaft, mit ihnen fertig zu werden, erkennen
lassen.
Die wichtigsten

- 4 -

�Die wichtigsten Dinge, die bei der Bewältigung des Schuldenproblems
sicherlich getan werden müssen, haben nicht unbedingt direkt etwas mit
den Schulden selbst zu tun. Das Wichtigste ist, daß die Weltwirtschaft
Fortschritte macht. Und je stärker die Bewegung ist, desto besser geht
es den Völkern, weil es der Prozeß des Handels und der Entwicklung ist,
der etwas mit ihrem Schuldenproblem zu tun hat. Und das gleiche gilt für
die anderen Vorschläge, die gemacht wurden.

FRAGE: Zur Frage des Terrorismus ist uns diese Woche gesagt worden,
daß es wichtiger sei, vertrauliche Abmachungen zu erreichen statt öffentlicher Erklärungen. Eine zweiteilige Frage: Was glauben Sie, daß die
öffentliche Erklärung zum Terrorismus bewirkt?

Und zweitens, die Sprache ist, was konkrete Maßnahmen anbetrifft, so
schwach - es wird nur von Vorschlägen gesprochen, die Unterstützung
fanden. Sind die Staaten übereingekommen - ohne in Details zu gehen -,
konkrete Maßnahmen gegen den Terrorismus zu ergreifen?

ANTWORT: Natürlich ist ein vertrauliches Vorgehen in solchen Dingen
entscheidend wichtig. Aber große Bedeutung kommt auch der öffentlichen
Identifizierung dieses Problems zu, damit die Menschen sehen können, daß
die hier versammelten Staats- und Regierungschefs es für wichtig genug
befanden, so viel Zeit darauf zu verwenden und im Detail auszuarbeiten,
wie dies hier auch geschehen ist. Das Thema ist in größerer Einzelheit zumindest breiter angelegt - behandelt worden als je in der Vergangenheit.

Es wird Folgemaßnahmen im Sinne verschiedener nationaler Gesetze
geben. Und ich möchte sagen, daß die aufgeführten Dinge Beispiele für
die Maßnahmen sind, die getroffen werden. Aber all die aufgeführten
Dinge können nach meiner Auffassung hilfreich sein. In gewissem Umfang
werden sie bereits durchgeführt, aber sie können fester gestaltet werden,
und dieses Thema wird weiter behandelt werden.

FRAGE: Zum gleichen Thema: Handelt es sich hier um ein richtiges
Abkommen? Reicht es so weit wie ein Abkommen? Und was sind die
Vereinigten Staaten bereit von dem zu tun, was auf der Liste steht? Mit

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�steht? Mit welchen Ausführungsbestimmungen wird die Administration folgen?

ANTWORT: In der Erklärung ist das niedergelegt, worauf man sich
geeinigt hat. Ich glaube nicht, daß irgendwelche dieser Dinge Abkommen
im eigentlichen Sinn, im Sinne eines Vertrages sind. Aber die Vereinigten Staaten werden ohne Frage so verfahren, wie hier niedergelegt.
Wir haben beispielsweise Gesetzesentwürfe eingebracht, die dazu dienen
sollen, die Lücken zu schließen, wie es in dem Dokument heißt. Wir arbeiten heute und in Zukunft beim Austausch von Informationen und Geheimdiensterkenntnissen zusammen, und wir werden das in noch stärkerem
Umfange tun.

Es wird ohne Frage nützlich sein, wenn bekannte Terroristen noch
genauer identifiziert werden. Und wenn jemand von Land A ausgewiesen
wird, dann ist es interessant, die Gründe zu kennen. Und wenn sie etwas
mit Terrorismus zu tun haben, dann kann man, wenn sich die gleiche Person
um Einwanderung in Ihr Land B bewirbt, die Sache noch einmal überlegen;
und man kann sich fragen, ob man diese Person im Lande haben möchte oder
nicht. All diese Dinge sind also Beispiele für Maßnahmen, die
wahrscheinlich alle treffen werden.

FRAGE: Wurden Präventivschläge als geeignete Politik auf dem
Gipfeltreffen oder auf Ministerebene erörtert?

ANTWORT: Worüber auf der Ministerkonferenz gesprochen wurde, kann ich
sagen; die Gespräche der Staats- und Regierungschefs habe ich nicht alle
gehört, aber sicherlich das meiste, was zu diesem Thema gesagt wurde.
Auf der Konferenz der Außenminister haben wir eingehend über dieses Thema
gesprochen, aber ich möchte hier nicht ins Detail gehen; ich glaube jedoch, das verzweigt sich in Dinge hinein, die über rein defensive Maßnahmen hinausgehen.

FRAGE: Bedeutet das, daß wir Präventivschläge in Erwägung ziehen
könnten?
ANTWORT: Ich möchte Sie ganz einfach auf die Antwort verweisen, die

- 6 -

�verweisen, die ich gerade sehr gewissenhaft zu diesem Thema gegeben habe.

FRAGE: Die Vereinigten Staaten haben mehrmals an die Sowjets
appelliert, nach Genf zurückzukommen. Erst gestern haben Sie wieder
einen Vorschlag aufgegriffen, für den sie sich vorher in Stockholm stark
gemacht hatten, und doch scheint es seitens der Sowjets keinerlei zustimmende Reaktion zu geben. Gab es bei der Diskussion der Ost-West-Erklärung oder bei den anderen Gesprächen ein Gefühl des Pessimismus hinsichtlich der Beziehungen zu den Sowjets, da es auf nichts eine positive Reaktion ihrerseits gibt, was immer man auch unternimmt?

ANTWORT: Nein, ganz im Gegenteil. Ich glaube, die allgemeine Einstellung - genau wie beim Treffen der NATO-Außenminister vor gerade einer
Woche - ist von Vertrauen, ruhigem Vertrauen gekennzeichnet sowie von der
Überzeugung, daß wir grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind und daß es
für uns wichtig ist, unsere Fähigkeit und unseren Willen beizubehalten,
unsere Interessen zu verteidigen und bereit zu sein, in einen Dialog einzutreten, wenn sie dazu bereit sind. Ich glaube, überall in der Welt
ziehen die Menschen die Haltung der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeten derjenigen der Sowjets vor, die - aus Gründen, die sie besser
kennen als ich - zu sagen scheinen, es sei besser für sie, über all diese
Fragen nicht zu sprechen. Wir hoffen jedoch, daß sie ihre Einstellung
ändern, denn wir sind der Ansicht, wie es die Erklärung sagt, daß es auch
in ihrem Interesse liegt, diese Frage zu besprechen. Nicht wenige, die
mit den Sowjets über diese Themen sprachen, berichteten später, daß die
Sowjetunion ihnen sehr rasch versicherte, daß die amerikanischen Wahlen
natürlich nichts mit ihrer Haltung zu tun hätten .. Ich glaube, wir sind
in einer sehr guten Position.

FRAGE: Wenn wir beim Thema Terrorismus noch einmal auf den Punkt
zurückkommen, wonach es kein echtes Abkommen über einige der Prinzipien
gibt, die unter Punkt 6 genannt sind: Ist es denn nicht schädlicher, eine
Erklärung abzugeben, über die es keine Übereinstimmung gibt hinsichtlich
gemeinsamer nachrichtendienstlicher Ergebnisse...?

ANTWORT: Oh, es herrscht Übereinstimmung.

Ich weiß nicht, warum Sie

�warum Sie der Meinung sind, diese Erklärung zeige keine Übereinstimmung.
Sie zeigt in ruhiger, gewissermaßen britisch-zurückhaltender Sprache mit
leichter Tendenz zur Untertreibung, daß wir diese Probleme diskutiert
haben, daß es Dinge gibt, die wir auf individueller Basis tun können und
Dinge, die gemeinsam getan werden können. Wir hoffen, daß all dies sich
entwickeln wird gemäß unserer Vorstellung.

FRAGE: Wäre es dann richtig zu sagen, daß alle sieben Staaten übereingekommen sind, sich nachrichtendienstliche Informationen und technisches Wissen zu teilen?

ANTWORT: Die Formulierung "fand Unterstützung" ist, wie ich sagte,
ein sehr guter Ausdruck, den die Briten zu dem Entwurf beitrugen. Ich
glaube, er wird beidem gerecht: Der Tatsache, daß alle dieser Liste
zustimmten und daß bei der Umsetzung in die Realitäst jedes Land dies
seinen eigenen Bedingungen anpassen muß, die bisweilen erheblich voneinander verschieden sind. Dies also ist zu erwarten. Aber ich bin wirklich erfreut, daß bei diesem Treffen dem Thema so viel Aufmerksamkeit
zuteil wurde und die Erklärung so umfassend und so weitsichtig war.
Zudem kam es ohne alle Schwierigkeiten dazu: Jedermann ist besorgt und
möchte hier Fortschritte sehen, wobei wir gleichzeitig auch nicht überreagieren und zu viel reden wollen.

FRAGE: Erwarten Sie auch von Frankreich Mitarbeit?
ANTWORT: Sicherlich.

FRAGE: Es ist zu einem großen Teil der Administration zuzuschreiben,
daß es dadurch zu einer Annäherung der Wirtschaftspolitiken kam, daß die
Europäer auf die Haltung des Präsidenten hinsichtlich der Wirtschaftspolitik eingingen. Stellt man bei den Ost-West-Beziehungen das frühere
"Reich des Bösen" mit der derzeitigen Betonung des Dialogs gegenüber:
Könnte man dann sagen, daß die Vereinigten Staaten sich auf die europäische Position zubewegen?

ANTWORT: Was die Ost-West-Beziehungen anbelangt, so haben die

- 8 -

�haben die Vereinigten Staaten immer wieder gesagt, daß die erste Voraussetzung Stärke sei. Die zweite Voraussetzung ist Realismus hinsichtlich
dessen, was sich abspielt. Man sollte nicht davor zurückschrecken, die
Dinge beim Namen zu nennen. Die dritte Voraussetzung ist die Bereitschaft, in einen Dialog mit der Sowjetunion einzutreten und den Versuch
zu machen, die Probleme aus der Welt zu schaffen.

Und wenn sie sich die früheren Erklärungen der Regierung ansehen,
dann werden sie überall die Früchte dieser Politk erkennen. So haben wir
zum Beispiel bei dem umfassenden Thema der Rüstungskontrolle die konsistente Verwirklichung des Gedankens, daß wir Verringerungen wollen - keine
Kontrolle, kein Einfrieren, sondern Verringerungen. Und dies wurde immer
und immer wieder betont.

FRAGE: Hinsichtlich der Gefahr eines Überraschungsangriffes: Spiegelt
sich in diesem Teil der Erklärung die Sorge unter Ihren Kollegen in bezug
auf die sowjetischen Befürchtungen über die PERSHING II wider?

ANTWDRT: Nein, ich glaube, dieser letzte Paragraph ist eine Bemühung,
ihnen, ja der ganzen Welt zu sagen, daß es Dinge gibt, die wir als etwas
ansehen sollten, was wir gemeinsam haben. Gemeinsam aber ist uns die
Bedeutung des Friedens; was die Einzelheiten angeht, die Sie erwähnen,
wie die vertrauensbildenden Maßnahmen, die mit der Vermeidung eines
Überraschungsangriffs und dergleichen zu tun haben, so ergibt sich dies
aus den Vereinbarungen von Helsinki. Darüber wurde auf der KSZE-Folgekonferenz in Madrid gesprochen und dies ist auch ein wesentlicher Teil
der NATO-Position, die wir in Stockholm vertreten und über die wir mit
der Sowjetunion und anderen dort anwesenden Staaten reden wollen. Jetzt
geht es darum, dem Gedanken, der den Sowjets wichtig ist, konkrete
Gestalt zu verleihen, nämlich dem Gedanken des Gewaltverzichtes.

FRAGE: Können Sie sagen, warum es eine Erklärung von Frau Thatcher
zum Iran-Irak-Konflikt gab, nicht aber eine Deklaration hinsichtlich der
anderen Punkte?
ANTWORT: Nun, es ergab sich einfach so. Ohne Ihnen hierauf letztlich

�hierauf letztlich eine Antwort geben zu können, würde ich sagen, daß es
wichtig schien, in einer Wirtschaftserklärung auch der Lage bei der Ölver
sorgung Aufmerksamkeit zu schenken. Wie auch wir in den Vereinigten
Staaten gelangte man zu der Schlußfolgerung, daß die Lage weit besser als
früher ist. Selbst eine Unterbrechung wäre also in den Griff zu bekommen.

Im Verlauf der Diskussion nun kamen wir zu der Überzeugung, daß es

nicht ausreiche, dies zu sagen, denn wir sind über die umfassenderen
Aspekte besorgt - wie etwa über den Blutzoll, den dieser Krieg fordert
und andere Aspekte dieses Krieges. Ausgehend von der Wirtschaftserklärung hatten wir daher den Eindruck, die Vorsitzende sollte - auch wenn es
keiner speziellen Erklärung hierzu bedurfte - zeigen, daß wir Sorge hinsichtlich dieser umfassenderen Aspekte haben. Auf diese Weise kam das
denn zustande.

FRAGE: Zum Iran-Irak-Konflikt: Die Erklärung sagt, der Grundsatz der
Freiheit der Seefahrt im Golf müsse respektiert werden.

ANTWORT: Nein, überall würde ich sagen - das bezieht sich nicht nur
auf den Golf. Aber sicherlich ist der Golf derzeit das Operationsgebiet.
FRAGE: Gab es Gespräche darüber, welche Schritte, einzeln oder
kollektiv, ergriffen werden könnten, sollte dieser Grundsatz nicht
respektiert werden? Wir sprechen dabei jetzt vom Golf...?

ANTWORT: Natürlich prüften wir die Positionen der verschiedenen
Länder und beschrieben und analysierten die Situation, wobei es eine
ganze Menge Konsultation gab. Aber ich will es dabei belassen.

FRAGE: Zum Terrorismus: Gab es einen Versuch, eine Liste von Ländern
zu erstellen, die man für staatlich unterstützten Terrorismus verantwortlich macht? Und wurde über die Beziehungen diskutiert, die einige der
Partner zu einigen Ländern unterhalten, von denen die Vereinigten Staaten
der Ansicht sind, sie seien in staatlich unterstützten Terrorismus
verwickelt?
ANTWORT: Nein, man bemühte sich um keine Liste. Aber man war sich

- 10 -

�war sich der besonderen Dimension des staatlich unterstützten Terrorismus
bewußt.

FRAGE: Man sagte uns, das Thema Sacharow sei diskutiert worden. In
welchem Umfang sah man diese Frage als für die Ost-West-Agenda wichtig an?

ANTWORT: Nun, sie ist Teil der Sorge, die wir uns alle um die Rechte
und das Wohlergehen aller Menschen, umso mehr um die einer so herausragenden Person - und Frau Bonners - machen. Darüber wurde natürlich gesprochen. Ich glaube aber, daß es unter diesen Umständen nicht unbedingt sehr
produktiv wäre, an diesem Punkt der Entwicklung eine öffentliche Erklärung hierüber abzugeben.

FRAGE: Können Sie uns sagen, was der Präsident von den Demonstranten
hielt? Und können Sie uns sagen, ob es Momente während der Sitzung gab,
da es laut zuging?
ANTWORT: ...Ich habe auf diese Frage in einem unmittelbaren Sinn
keine Antwort: Als der Präsident die Halle betrat, hatten wir kaum Zeit,
da Frau Thatcher mit ihrer Erklärung begann; und auch danach konnte ich
kaum mit dem Präsidenten reden, da die Staats- und Regierungschefs vor
den Ministern den Raum verließen.

Zur zweiten Frage: Natürlich schreit

man sich bei derlei Gelegenheiten nicht an, aber ich würde sagen, die
Gespräche waren geistreiche Gespräche. Es handelt sich ja hier um Probleme, über die wir uns alle Sorgen machen. Und selbst wenn man gleicher
Ansicht ist, so gibt es Unterschiede darüber, wie man etwas formuliert,
wie man die richtige Nuance findet. Bei diesen Gesprächen - Williamsburg
und diesen hier, bei denen ich selbst dabei war und andere, über die man
berichtet hat - kümmern sich die Staats- und Regierungschefs um die
Sache. Der Großteil der Diskussionen war ihre Diskussion und die Resultate sind von ihnen erarbeitet worden. Natürlich helfen andere mit Entwürfen usw., aber es ist doch ihr Gipfel. Und alle sind ja überaus erfahrene Leute, die diese Fragen kennen und die es gewohnt sind, daß man
ihnen zuhört. Ich meine also, daß es sehr wichtig ist, daß diese Art von
Gesprächen stattfindet und daß es als Ergebnis dieser Gespräche zu umfassenden und wichtigen Resultaten kommt.
+ + + + +
- 11 -

�Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

13. Juni 1984

24

REGAN ZUFRIEDEN MIT WIRTSCHAFTSGIPFEL
- Pressekonferenz am 9. Juni 1984 -

London -(AD)- In einer Pressekonferenz am 9. Juni 1984 in London
äußerte sich der amerikanische Finanzminister Donald Regan zufrieden mit
den Ergebnissen des vorausgegangenen Weltwirtschaftsgipfels in der britischen Hauptstadt.

Die Pressekonferenz hatte folgenden Wortlaut:
REGAN; Wie Sie wissen, haben wir das Gipfeltreffen soeben abgeschlossen. Es gab drei Deklarationen, von denen die wirtschaftspolitische natürlich die wichtigste ist. In den anderen geht es um den internationalen
Terrorismus und um die Ost-West-Beziehungen und die Rüstungskontrolle.
Ferner gab es eine Erklärung zum Krieg Iran-Irak.
In wirtschaftspolitischer Hinsicht haben wir, so meine ich, das meiste von dem, was wir angestrebt haben, erreicht. Ich glaube, im Mittelpunkt stand wohl die Tatsache, daß der Wirtschaftsaufschwung in allen
Teilnehmerstaaten des Gipfels begonnen hat und weitgehend auch in allen

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�in allen anderen Industriestaaten. Wir sind übereingekonmen, diesen
Wirtschaftsaufschwung weiter voranzutreiben, wobei wir darauf achten
werden, daß dabei nicht die Inflation angeheizt wird.

Die Bereiche, denen wir uns am intensivsten gewidmet haben, waren,
abgesehen von der wirtschaftlichen Situation unserer Länder, die internationale Verschuldung und die Lage, in der sich viele der Entwicklungsländer und unterentwickelten Staaten befinden. Ein großer Teil des Schlußprotokolls ist den Hilfsmaßnahmen gewidmet, auf die wir uns geeinigt haben, d.h., auf Maßnahmen zur Bewältigung der internationalen Verschuldung
und auf Hilfsmaßnahmen und zusätzliche Mittel für die Entwicklungsländer.

Wir waren einhellig der Meinung, daß ein einzelfallweiser Ansatz, bei
dem man jedes Land für sich betrachtet, der angemessene sei. Die gute
Arbeit, die der IWF (Internationale Währungsfond) auf diesem Gebiet bis
heute geleistet hat, haben wir vermerkt.

Ferner stimmten wir darin überein, daß sowohl den Schuldnerländern
als auch anderen Entwicklungsländern am besten durch eine Ausweitung des
Handels zu helfen sei. In diesem Zusammenhang haben wir auch erklärt, daß
unseres Erachtens viele dieser Länder zur Schaffung neuer Arbeitsplätze
nicht nur Kredite, sondern mehr Kapitalanlagen brauchen. In dem Schlußprotokoll wird eine ganze Menge ausgesagt über Mittel und Wege zur Verringerung der Arbeitslosigkeit und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze für die
Menschen in unseren Ländern, insbesondere in den europäischen Ländern.

Weiterhin stimmten wir überein, daß, soweit es den Handel anbelangt,
offene Grenzen notwendig sind und daß der Protektionismus bekämpft werden
sollte.

Wir haben auch erklärt, daß allen internationalen Finanzinstitutionen
nach Möglichkeit größere Mittel zur Verfügung gestellt werden sollten,
und daß alle Länder aufgerufen sind, bei der Vergabe multilateraler wie
bilateraler Hilfe großzügiger zu sein.

Im Hinblick auf die internationale Verschuldung waren wir der Mei-

- 2 -

�der Meinung, daß man mit betroffenen Ländern, die sich selbst erfolgreich
bemühen, zu korrigieren, was mit ihrer Wirtschaft nicht stimmt, über eine
mehrjährige Umschuldung verhandeln solle.

Das Schlußprotokoll enthält auch einen Absatz über den Umweltschutz,
in dem es heißt, daß alle Maßnahmen sorgsam geprüft werden sollten, bevor
sie tatsächlich getroffen werden, weil die wissenschaftliche Lehrmeinung
bei vielen dieser Probleme immer noch geteilt ist.

Ferner enthält das Schlußprotokoll eine Erklärung über die Ölversorgung und die Notwendigkeit, sich in das Vorhandene zu teilen.
Schließlich enthält es noch eine Einladung der Vereinigten Staaten an
die übrigen Länder, bei den amerikanischen Projekten im Bereich der bemannten Raumfahrt mitzuarbeiten.

Wenn ich den Verlauf der Sitzungen in einem Satz beschreiben soll, so
würde ich sagen: es gab lebhafte Diskussionen, aber am Ende konnten wir
Übereinstimmung erzielen.

FRAGE; Sie sagten, Sie hätten das meiste von dem, was Sie angestrebt
hatten, erreicht. Was haben Sie nicht erreicht ?

REGAN; Zu den Dingen, die wir ursprünglich wollten, gehört ein Termin
für eine neue GATT-Runde. Wir hatten gehofft, daß noch 1985 Gespräche
stattfinden und dann 1986 zu einer Verhandlungsrunde überleiten würden.
Die meisten Teilnehmerstaaten wollten aber keinen festgelegten Termin,
weil sie fürchteten, daß sie dann im Wettlauf mit der Zeit liegen und gar
nicht dazu kommen würden, sich wirklich eingehend Gedanken darüber zu
machen, worüber sie bei den Verhandlungen eigentlich sprechen wollten.
Deshalb ist jetzt nur von "so bald wie möglich" die Rede und nicht mehr
konkret von 1985.

FRAGE: Gibt es noch etwas, das ...

REGAN: Nun ja, es heißt hier, daß einige Länder den Gemeinsamen

- 3 -

�den Gemeinsamen Rohstoff-Fond wieder eröffnen wollen. Wir sehen das mit
gemischten Gefühlen. Wir haben das Abkommen über den Fond nicht ratifiziert, und wir glauben, daß es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ratsam
wäre, ihn zu aktivieren. Wir glauben, er würde eher wie ein Mechanismus
zum Festschreiben der Preise wirken. Wir sind nicht der Meinung, daß das
sehr produktiv wäre, aber die bewußte Aussage steht nun eben doch im
Schlußprotokoll.

FRAGE; Es gibt da noch einen Abschnitt, den Frau Thatcher in ihrer
Erklärung ausgelassen hat. Es geht darin um die Neuverhandlung des
Verschuldungsproblems der armen Länder auf Regierungsebene. Heißt das,
daß Sie sich darauf nicht festlegen wollen ?

REGAN; Aber nein. Frau Thatcher hat in der Kürze der Zeit lediglich
versucht, einige der wichtigsten Aspekte hervorzuheben. Ich nehme an, daß
sie die Dinge in ihrer Pressekonferenz ausführlicher darlegen wird. Sie
hat bestimmt nicht versucht, sich aus dieser Sache wieder herauszumogeln.

FRAGE; Wenn Sie sagen, die Teilnehmer haben vereinbart, daß den
internationalen Organisationen mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden
sollen, heißt das dann, daß sie über eine Erhöhung der Quoten für den IWF
oder über die Zuteilung von Sonderziehungsrechten gesprochen haben ? Wenn
ja, wieviel ?

REGAN; Das ist nicht genau das, worüber wir gesprochen haben. Während
der Gespräche wurde, wie Sie wissen, darauf hingewiesen, daß die Gesamtsumme für IDA VII, d.h., für die siebente Quotenerhöhung für die Internationale Entwicklungsgesellschaft (International Development Association,
eine Unterorganisation der Weltbank, die zinsgünstige Kredite an die ärmsten Länder vergibt, Anm. der Redaktion), in den entsprechenden Verhandlungen bereits auf 9 Milliarden Dollar festgesetzt worden ist. Viele Länder haben angedeutet, daß sie bereit seien, darüber hinaus Zuwendungen zu
machen. Nun, wenn andere Länder der IDA mehr Mittel zuwenden wollen, dann
ist das ihre Sache. Wir Amerikaner haben dagegen darauf hingewiesen, daß
wir unsere bilaterale Hilfe erheblich erhöht haben, z.B. im Rahmen unserer Initiative für das Karibische Becken und unserer Bemühungen für

- 4 -

�Bemühungen für Mittelamerika sowie durch den Afrika-Fond, den wir eingerichtet haben. Tatsächlich haben die meisten anderen Teilnehmer dann ja
auch gesagt, daß jedes Land, das es sich leisten könne, seine bilaterale
Hilfe zu erhöhen, dies tun solle.

FRAGE; Worum ging es bei den "lebhaften Diskussionen" ? Um die
Zinssätze und Haushaltsdefizite ?

REGAN; Nein. Es ging ein bißchen lebhaft zu. Ich würde sagen, es war
eine recht gute Diskussion.

FRAGE; Haben die Vereinigten Staaten in irgendeiner Frage nachgeben
müssen ?

HOCHRANGIGER REGIERUNGSBEAMTER; Nein. Wir waren uns darin einig, daß
alle Teilnehmerstaaten Defizite haben und daher versuchen sollten, sie zu
beseitigen. Wir, wie auch die anderen, bedauern die hohen Zinssätze. Und
wir waren alle der Meinung, daß es großartig wäre, wenn sie gesenkt werden könnten.

FRAGE; Hat einer der anderen Staatschefs der amerikanischen Auffassung beigepflichtet, daß Defizite keinen Einfluß auf die Zinssätze haben ?

HOCHRANGIGER REGIERUNGSBEAMTER; Nun, sie haben das diskutiert und
gesagt, daß sie schon einen Zusammenhang sehen. Wie Sie wissen, fanden
die Gespräche getrennt statt - die Staats- und Regierungschefs in einem
Saal, die Außenminister in einem anderen, die Finanzminister wieder in
einem anderen. Der größte Teil der Diskussion über Zinssätze fand in der
Sitzung der Finanzminister statt und nur in geringerem Umfang auch im
Plenum, wo sich dann alle drei Gruppen wieder trafen.

Wir haben die anderen darauf hingewiesen, daß es keine Studie gibt,
die diesen Zusammenhang belegt. Die Leute sagen das zwar immerzu, aber
wir haben nun schon auf den letzten vier Gipfeltreffen um einen Beweis
gebeten, aber bis jetzt hat noch niemand einen vorgelegt.
Andererseits gibt

- 5 -

�Andererseits gibt es aber mindestens 20 Studien von Professoren, Wirtschaftswissenschaftlern usw., in denen es heißt, daß unsere Auffassung
die richtige sei. Angesichts dieser Indizien meinten die anderen zwar,
sie glaubten weiterhin, daß es einen Zusammenhang gebe, aber sie wissen
wohl nicht genau, was für einen.

FRAGE; Um daran anzuknüpfen: Sie sagten, daß die anderen Länder alle
der Meinung gewesen seien, daß ein Zusammenhang bestehe, daß Ihnen aber
bislang noch keine entsprechende Studie vorgelegt worden sei. Wenn nun
aber all die anderen Industriestaaten meinen, daß ein Zusammenhang bestehe, könnte es dann nicht sein, daß die amerikanische Auffassung falsch
ist ?

REGAN; Nein. Ich meine, die anderen haben keinen Beweis für ihre
Behauptungen. Wir dagegen können beweisen, was wir sagen. Deshalb meinen
wir, daß unsere Auffassung richtig ist. Das soll natürlich nicht heißen,
daß wir für Defizite sind. Mißverstehen Sie uns nicht. Wir haben den
anderen eindeutig gesagt - und stimmen darin mit ihnen überein - daß wir
die Defizite gern abbauen möchten. Aber unser hauptsächlicher Beweggrund
dafür liegt darin, daß wir glauben, daß die Ausgaben der amerikanischen
Bundesregierung zu hoch sind. Daher möchten wir die Ausgaben kürzen,
womit wir auch die Defizite verringern würden.

FRAGE: Fand die "lebhafte Diskussion" zwischen den Ministern,
zwischen den Staats- und Regierungschefs oder zwischen allen statt ?
REGAN: Zwischen allen. Sehen wir es doch einmal, wie es ist. Da waren
vierundzwanzig Personen versammelt, die alle daran gewöhnt sind, vor Publikum zu sprechen, die meisten davon Mitglieder von Parlamenten und Volksvertretungen oder was es auch immer gibt. D.h., keiner der Teilnehmer war
besonders schüchtern oder hatte Hemmungen, seinen oder ihren Standpunkt
darzulegen.

FRAGE: Sie haben in der Vergangenheit gesagt, daß hohe Zinssätze die
konjunkturelle Erholung in den Vereinigten Staaten bislang nicht behindert haben. Im vierten Absatz des Schlußprotokolls heißt es nun aber, daß

- 6 -

�aber, daß der konjunkturelle Aufschwung in Gefahr geraten könne, wenn die
Zinsen hoch bleiben und wenn man es versäumt, die Inflation weiter zu
vermindern und die Inflationserwartungen zu dämpfen. Stellt das einen
Meinungswandel oder eine leichte Veränderung des gegenwärtigen Standpunkts der Vereinigten Staaten dar ?

REGAN: Nein. Es ist richtig, daß der weltweite Aufschwung in Gefahr
geraten könnte, wenn die Zinsen auf dem gegenwärtigen Stand blieben oder
sogar stiegen. Aber die Mahnung in Absatz Vier, wo es heißt, daß der
konjunkturelle Aufschwung in Gefahr geraten könne, wenn die Zinsen hoch
blieben und wenn man es versäume, die Inflation weiter zu vermindern,
richtet sich ebenso an die Schuldnerländer wie an die Teilnehmerstaaten
des Gipfels.

FRAGE; Wurde beim Treffen der Finanzminister oder beim Gipfeltreffen
angedeutet, daß die Zinsen in der Tat wahrscheinlich noch weiter steigen
werden ?
REGAN; Über das Thema wurde viel gesprochen. Präsident Reagan setzte
einen Fixpunkt, indem er sagte, er glaube, die Zinsen würden sinken. Ich
weiß, daß sich Außenminister Shultz dieser Meinung angeschlossen hat, und
ich selbst habe nie daran gezweifelt.

FRAGE; Enthält das Kommunique irgend etwas, was Sie entweder als neue
Initiative oder als Abweichung von der gegenwärtigen amerikanischen Politik einstufen würden ?

REGAN; Nichts, was mir gegenwärtig wäre. Ich weiß von keiner neuen
Initiative, d.h., von etwas, was wir nicht schon vorher besprochen hätten
und was jetzt erst neu ins Gespräch gebracht worden wäre.

FRAGE; Und etwas, was von der gegenwärtigen amerikanischen Politik
abweicht oder sie revidiert ?

REGAN; Nein, nichts außer der einen Stelle über den Agrarfond, die
ich schon erwähnt habe ...
FRAGE: Und

�FRAGE: Und die mehrjährige Umschuldung ?

REGAN: Nein, das Thema der Umschuldung ist daheim in den Vereinigten
Staaten schon lange bevor wir hierher kamen diskutiert worden. Erst letzte Woche wurde es in Philadelphia bei einer Zusammenkunft von Bankiers
erörtert. Das ist keine neue Idee.

FRAGE: In einem früheren Entwurf war eine Erklärung enthalten, in der
die Verringerung des amerikanischen Defizits um eine erste Tranche begrüßt wurde. In der Endfassung wurde diese Erklärung fallengelassen. Gehört sie zu den Dingen, die die Vereinigten Staaten eigentlich gern realisiert gesehen hätten ?

REGAN: Nun, die anderen haben den amerikanischen Schritt zur Verringerung des Defizits in der Tat begrüßt. Nur entspräche es nicht den Gepflogenheiten bei der Abfassung von Kommuniques, hervorzuheben, daß wir in
der Frage der Defizite aktiv geworden sind, aber unerwähnt zu lassen, was
die anderen zum Abbau ihrer Defizite unternommen haben. Deshalb wurde diese Erklärung fallengelassen.

FRAGE: Die Administration will zwar das Defizit abbauen, aber sie
sagt ja, daß das keinen Einfluß auf die Zinsen habe. Wie wollen Sie denn
nun die Zinsen senken ?

REGAN: Indem wir das Geldmengenwachstum und die Bundesausgaben im
Griff behalten. Man muß schließlich zugeben, daß die Währungspolitik die
Zinssätze beeinflußt. Deshalb achten wir darauf. Und dann sind da noch
unsere Bestrebungen zur Beseitigung der staatlichen Reglementierung der
Wirtschaftstätigkeit, einer Praxis also, die ihrer Natur nach zur inflationären Verteuerung von Produkten beiträgt. In dieser Beziehung haben
wir eine Menge unternommen.

FRAGE: Wird die Administration erhöhten Druck auf die Notenbank
ausüben ?

REGAN: Die Administration übt auf die Notenbank keinen Druck aus.

�Druck aus. Gelegentlich haben wir uns zu den Maßnahmen der Notenbank
ziemlich freimütig geäußert, aber wir üben keinen Druck aus.

FRAGE: In diesem Zusammenhang heißt es in dem Schlußprotokoll, die
Teilnehmer an dem Gipfel seien übereingekommen, "das Geldmengenwachstum
zu regulieren und Haushaltsdefizite zu verringern, wo dies notwendig
ist." Gibt es denn Fälle, in denen die Verringerung von Haushaltsdefiziten unnötig ist ?

REGAN: Einige der teilnehmenden Staaten waren der Meinung, daß sie
ihre Defizite bereits so weit abgebaut hätten, wie es in Hinblick auf
ihre hohe Arbeitslosigkeit möglich sei. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt waren
sie daher nicht bereit, sich auf eine weitergehende Verringerung ihrer
Defizite festzulegen. Sie glaubten, daß der Stand, auf den sie ihre Defizite heruntergeschraubt haben, angesichts der wirtschaftlichen Lage, in
der sie sich befinden, ein nicht mehr weiter reduzierbares Minimum darstellt.

FRAGE: Haben die Vereinigten Staaten gesagt, welches Niveau ihnen für
ihre Defizite akzeptabel erscheinen würde ?

REGAN: Nein, über so etwas ist nicht gesprochen worden.

FRAGE: Sie sagten, Ihnen lägen keine Studien vor, die einen Zusammenhang zwischen Defiziten und Zinssätzen belegen. Was ist denn mit dem Bericht der Wirtschaftsberater des Präsidenten ? Haben Sie den schon einmal
aufmerksam gelesen, oder glauben Sie immer noch, dieses Dokument sei gegenstandslos ?

REGAN: Dabei handelte es sich nicht um eine Studie. Das Dokument
enthielt zwar Aussagen, aber keine Beweise oder Belege; es war keine
Studie im eigentlichen, klassischen Sinne.

FRAGE: Es gibt aber eine ganze Menge anderer Studien ...

REGAN: Wenn das so ist, würde es Ihnen dann etwas ausmachen, sie zu

�sie zu meinen Händen ins Finanzministerium zu senden ? Ich habe sie
bisher nicht zu sehen bekommen.

FRAGE; Für wie hoch halten Sie die Wahrscheinlichkeit, daß es 1986
eine neue GATT-Runde geben wird ?

RBGAN; Ich glaube, die Chancen sind gut, weil wir versuchen werden,
den Vorbereitungsprozeß nach Möglichkeit zu beschleunigen. Zuerst müssen
wir die Runde in Tokio abschließen und dann mit dieser Sache beginnen.
Botschafter Brock, der Beauftragte des Präsidenten für Handelsverhandlungen, wird mit seinen ausländischen Kollegen sprechen, um die Dinge voranzutreiben. Immerhin sind bis 1986 noch 18 Monate Zeit, und in 18 Monaten
kann man eine Menge Gespräche führen, und genau das beabsichtigen wir zu
tun.

FRAGE: Können Sie erläutern, worauf man sich hinsichtlich der Sicherheit der Weltölversorgung geeinigt hat ? Hat man entschieden, daß die Notfallpläne der Internationalen Energieagentur hinreichend sind oder wurde
der japanische Vorschlag einer ergänzenden Notfallplanung angenommen ?

RBGAN: Abschnitt 11 wurde gemeinsam ausgearbeitet. Wir sind dabei
keinem besonderen Plan gefolgt. Jeder Teilnehmerstaat legte dar, über
welche Ölreserven er verfügt, und alle stimmten überein, daß sie, wenn
sie an ihrer Bevorratungspolitik festhielten, wahrscheinlich mit eventuellen Problemen fertigwerden würden.

+ + + + +

- 10 -

�24

13. Juni 1984

USA STREBEN SEIT 1934 LIBERALISIERUNG DES HANDELS AN

WASHINGTON - (AD) - In einer am 12. Juni 1984 vom amerikanischen Außenministerium veröffentlichten Erklärung wird des 50. Jahrestags eines 1934 vom
amerikanischen Kongreß verabschiedeten Gesetzes über Gegenseitigen Handel gedacht,
das seither durch einen Abbau von Handelsschranken und einen verstärkten Warenaustausch allen Ländern zum Vorteil gereichte.
Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:
Heute ist der 50. Jahrestag des Gesetzes über Gegenseitigen Handel von 1934,
zu dem das Außenministerium ein besonderes Verhältnis hat. Dieses Gesetz bedeutete
den Beginn von 50 Jahren amerikanischer Handelsliberalisierung. Bezeichnenderweise
kam es zu diesem Gesetz nur vier Jahre nach dem Smoot-Hawley-Zollgesetz von 1930,
aufgrund dessen die durchschnittlichen amerikanischen Zölle auf 55 Prozent angehoben wurden und demzufolge nach Ansicht vieler Wirtschaftswissenschaftler aus
einer kleineren Rezession die Weltwirtschaftskrise wurde. In Erkenntnis des Schadens, der dadurch sowohl unserer Volkswirtschaft als auch unseren internationalen
Beziehungen zugefügt wurde, überzeugte Außenminister Cordell Hüll Präsident Franklin
Roosevelt, seinen Kurs zu ändern.
Die mit

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�Die mit dem Gesetz über Gegenseitigen Handel einsetzende Handelsliberalisierung ermöglichte es dem Welthandel, zwischen 1948 und 1973 um nahezu 50 Prozent
schneller zu wachsen als die Weltproduktion, brachte die weltweiten Exporte auf
das neutige Niveau von 2 Billionen Dollar und wird bis 1987 zu einer Verringerung
der Durchschnittszölle eines Industrielandes auf drei bis vier Prozent führen.
Angesichts der Tatsache, daß die moderne Technik die Welt - sowohl im Positiven
wie im Negativen - immer kleiner werden läßt, werden Handelsbeziehungen immer
wichtiger.

Wenn wir Güter und Dienstleistungen austauschen, dann tauschen wir auch

Ideen aus.

Wenn jemand eine bessere Mausefalle baut, dann kommen die Leute nicht

nur zu ihm, um diese neue Mausefalle zu kaufen, sondern auch, um auf das Geheimnis
seines Erfolgs zu kommen.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung des amerikanischen

Handels für unsere Volkswirtschaft haben auch andere erkannt, daß es in Bereichen
denen der
der
wie etwa/Landwirtschaft und/fortgeschrittenen Technologie hinter unserem gewaltigen Produktionsausstoß vieles gibt, das eine Nachahmung lohnt. Und mit der Herausforderung, vor der die traditionellen amerikanischen Industriezweige angesichts der
Importe stehen, lernen auch wir, daß es in so unterschiedlichen Bereichen wie
Lagerhaltung, Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder Qualitätsmaßstäben im Ausland vieles gibt, was wir zu unserem eigenen Vorteil übernehmen
können. In dieser Hinsicht nützt ein Abbau der Handelsschranken zwischen den einzelnen Staaten uns allen.
In den 50 Jahren seit Verabschiedung des Gesetzes über Gegenseitigen Handel
von 1934 sind wir ein großes Stück vorangekommen. Aber noch immer liegt ein weiter
Weg vor uns. Zölle und andere Handelsschranken begrenzen noch immer den Welthandel
und es gilt, Herausforderungen wie etwa im Handel von Dienstleistungen und fortgeschrittener Technologie zu bestehen. Wir hoffen, auf dem Erreichten der letzten
50 Jahre aufbauen zu können, damit nach weiteren 50 Jahren die nach uns Kommenden
auf die achtziger Jahre als eine Zeit zurückblicken können, in der es zu einem
gleichermaßen bedeutsamen Neubeginn der Liberalisierung des Welthandels kam.
+ + + + +

- 2 -

�24

13. Juni 1984

MYKOTOXINE: STREITFRAGE UNTER WISSENSCHAFTLERN
- Von William Kucenicz -

Der Verfasser ist Kolumnist des "Wall Street
Journal". Nachdruck nur ungekürzt mit Nennung des Autors und dem Vermerk "Mit Genehmigung von 'The Wall Street Journal', Copyright by Dow Jones &amp; Company, INC., 1984"
gestattet.

- (AD) - Die Säle eines ehemaligen Klosters aus dem 14. Jahrhundert in Gent
in Belgien schienen zunächst ein etwas seltsamer Rahmen für eine internationale
wissenschaftliche Konferenz über "Gelben Regen" zu sein.

Drei Tage lang tobte der

Streit, und für Reputationen gab es auf beiden Seiten manche Blessur.

Aber diese

Universitätsstadt mit ihrer an religiösem, politischem und geistigen Umbruch so
reichen Vergangenheit war genau der richtige Ort für die bisher am klarsten umrissene wissenschaftliche Konferenz über die Anwendung von chemischen Kampfstoffen und Toxinen in Südostasien, Afghanistan und im Iran.
Die Konferenz mit Dutzenden von Wissenschaftler, Ärzten und Journalisten aus
28 Ländern beim "Ersten Weltkongreß über neue Verbindungen in der biologischen
und chemischen Kriegführung" war von Aubin Heyndrickx, dem Leiter des Departments
für Toxikologie der Universität Gent einberufen worden.

In den letzten paar

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�letzten paar Monaten hatte Heyndrickx weltweit Schlagzeilen gemacht, nachdem er
behauptet hatte, daß er Mykotoxine - dieselben Pilzgifte, die im Gelben Regen
von Südostasien identifiziert worden waren - in Körperflüssigkeiten mehrerer
iranischer Soldaten gefunden habe, die zur Behandlung von Verletzungen nach
Angriffen des Irak mit chemischen Waffen nach Europa gebracht worden waren.
Neben der Überprüfung der von Prof. Heyndrickx gefundenen Ergebnisse wollte
die Konferenz u.a. auch die These des Biologen Matthew Meselson der HarvardUniversität erörtern, daß es sich um Bienen-Fäkalien handle. Seit der CarterAdministration sammeln die Vereinigten Staaten zunehmend Beweise, daß chemische
Waffen gegen Hmong-Volksangehörige und Soldaten in Kambodscha eingesetzt wurden.
Im September ]981 warf die Reagan-Administration der Sowjetunion vor, durch die
Anwendung und Lieferung von tödlichen Toxinwaffen in Südostasien und Afghanistan
Verträge zu verletzen - insbesondere von Waffen mit Trichothecen-Mykotoxinen aus
dem Fusarium-Pilz. Wiederholt, aber nicht immer bestätigten Labortests an Umweltproben von Gelbem Regen sowie an Blut-, Urin- und Gewebeproben von Opfern aus
Südostasien das Vorhandensein von Mykotoxinen.
Von Anfang an war Meselson skeptisch hinsichtlich der Gültigkeit der amerikanischen Beweise und entwickelte eine Gegentheorie zur Erklärung des Gelbem
Regens und des Vorhandenseins von Toxinen.
Wie er vor Konferenzteilnehmern in
Gent erklärte, sei Gelber Regen nichts anderes als von Bienen bei ihren Reinigungsflügen ausgeschiedene Pollen, und bei den Trichothecen-Komponenten handle
es sich wahrscheinlich um eine Nahrungsmittelinfektion infolge eines natürlichen
Vorkommens in Südostasien. Im März begaben sich er und andere amerikanische
Wissenschaftler nach Thailand, wo sie Bienen fanden, die regelrechte "Schauer"
gelblicher Fäkalien produzierten. Meselson sammelte Proben dieser Bienenfakalien
und zeigte sie Hmong-Flüchtlingen in thailändischen Lagern. Eine Anzahl von ihnen
bezeichnete die Proben als "Chemi" oder Gelber Regen'.
Nachdem Meselson seine Gegenthese dargelegt h a U e , gingen mehrere amerikanische und kanadische Wissenschaftler, die sich seit geraumer Zeit mit den mit

�mit den mit Gelbem Regen zusammenhängenden Daten befassen, zum Angriff über.
Huguette Cohen, Wissenschaftlerin im kanadischen Landwirtschaftsministerium,
stellte die Erklärung mit Bienenfäkalien total in Frage und erklärte:"Wir haben
uns an die Tatsachen und an das zu halten, was geschehen ist.

Es gibt Opfer.

Es gibt Menschen, die daran gestorben sind". Meselson unterbrach: "Wir wissen das
nicht .. wir wissen nur, daß es sich bei dem, was uns als 'Gelber Regen' präsentiert wird, um Bienenexkremente handelt".
Frau Cohen legte erdrückende Beweise gegen die Meselsonsche Hypothese mit
einer Arbeit über Experimente mit Pollen von Bienen und Pilzen der Gattung Fusarium
vor. Die in Südostasien gesammelten Fusarien produzierten selbst unter idealen
Laborbedingungen keinerlei Trichothecene in Verbindung mit Bienenpollen. Frau
Cohen erklärte, die Beweislast liege nun bei jenen, die behaupten, bei den im
Gelben Regen gefundenen Mykotoxinen handle es sich um ein natürliches Phänomen jenem nämlich, daß in Südostasien Pollenexkremente von Bienen mit Trichothecenen
verseucht seien.
Das sei ihrer Ansicht nach unwahrscheinlich, weil eine Mykotoxinverseuchung der Nahrungskette in Südostasien "ein langsam fortschreitendes
Phänomen mit sehr weit verbreiteter Krankheit wäre". Die gesamte Bevölkerung in
diesem Raum würde erkranken, und man würde Anzeichen für die Verseuchung im Blut
und im Gewebe der gesamten Bevölkerung finden. "Dem ist aber nicht so", sagte sie.
"Einige erkranken ganz plötzlich nach einem Angriff, und Personen in einem benachbarten Gebiet, die dem Angriff nicht ausgesetzt waren, zeigen keinerlei Symptome
oder Beweise für die Vergiftung. Auch gibt es keinen Beweis dafür, daß Fusarien
spontan den Verdauungskanal von Bienen besiedeln und das Toxin produzieren, das
angeblich beim Reinigungsflug ausgeschieden wird. Würde die Biene verseuchte
Pollen mit hoher Konzentration an Trichothecenen aufnehmen, würde sie nicht überleben".

Außerdem experimentierte der kanadische Toxikologe Bruno Schiefer, der früher
für die kanadische Regierung Studien an Gelbem Regen durchführte, mit 13 aus südostasiatischem Material isolierten Fusarienarten, um unter idealen Laborbedingungen
Trichothecene zu produzieren.

Nur mit einer der Proben gelang es, ein Toxin zu

gewinnen, und das nur mit sehr geringer Ausbeute.

- 3 -

"Unter natürlichen Bedingungen",

�natürlichen Bedingungen", sagte er, "wären niemals genügend Trichothecene erzeugt
worden, und eine Erkrankung auszulösen". Er erklärte außerdem, daß es in Südostasien keinerlei Anzeichen für natürlich auftretende Erkrankungen gebe, die durch
Trichothecene hervorgerufen würden.
In einer weiteren Abhandlung räumte Schiefer mit der Vorstellung einiger
Wissenschaftler auf, daß Trichothecene nicht toxisch genug seien, um die schwerwiegenden Symptome und auch zum Tode führenden Schädigungen zu verursachen, wie
sie von überlebenden von Angriffen mit Waffen, die Gelben Regen freisetzen, beschrieben werden. Unter Verwendung einer Mischung von drei verschiedenen Trichothecen-Typen (T-2, DAS und DON), ähnlich der in Proben von Gelbem Regen tatsächlich
gefundenen Mischung, kam er bei seinen Untersuchungen zu dem Ergebnis, daß "der
Cocktail innerhalb von 24 bis 48 Stunden für jedes Versuchstier der Gruppe (Mäuse
und Ratten) absolut tödlich war". Die Mischung der Mykotoxinen, so erklärte er,
"wirkte schneller als jeder einzelne Typ für sich". Er entdeckte außerdem, daß
die Trichothecene über die Haut eine toxischere Wirkung hatten, als wenn sie den
Tieren oral verabreicht wurden. Bei früheren agrarwissenschatlichen Studien zu
den Auswirkungen von Trichothecenen, bei denen es um mögliche Gefahren durch eine
Verseuchung von Lebensmitteln ging, hatte man nur mit dem Zusatz der Gifte zum
Futter experimentiert und dabei außerdem nur jeweils ein Toxin verwendet. Schiefers
Ergebnisse bestätigten die Berichte von Hmong-Leuten über die überaus raschen Auswirkungen von Gelbem Regen nach Kontakt mit der Haut und infolge Einatmen des Gifts.
Bei einer weiteren kontroversen Frage, die von den am Gelben Regen zweifelnden
Konferenzteilnehmern angeschnitten wurde, ging es darum, ob die Trichothecene noch
längere Zeit nach einer Exposition im Körper verbleiben oder rasch ausgeschieden
werden. Die Kritiker behaupteten, die Befunde von Trichothecenen und ihren Stoffwechsel Produkten in Körperflüssigkeiten und Geweben bei Hmong-Leuten und Opfern
aus Kambodscha seien irreführend, ehester Mirocha, ein Trichothecen-Experte von
der Universität Minnesota, der viele der amerikanischen Proben von Gelbem Regen
untersuchte, führte eigene Tierversuche durch und zeigte, daß die Mykotoxine tatsächlich nach einer Exposition in ähnlichen Anteilen im Körper verbleiben, wie

- 4 -

�verbleiben, wie man sie bei Opfern von Gelbem Regen findet.
Eine Abgrenzung gegen das natürliche Auftreten von Mykotoxinvergiftungen in
Südostasien machte Joseph Rosen, Professor für Ernährungswissenschaften am Cook
College der Rutgers-Universität. Er bestätigte erneut, daß er in einer Probe von
Gelbem Regen, die er im Jahr 1981 für "ABC NEWS" untersuchte, eine nicht in der
Natur vorkommende Substanz gefunden habe.

Es handelte sich um Polyäthylen-Glykol,

das möglicherweise als Träger zum Verbreiten der Toxine diente.

Diese Substanz habe

nicht, wie einige behaupteten, von einer zufälligen Verseuchung der Probe stammen
können, erklärte er.
Außer in seinem eigenen Bericht wurde in keiner der auf der Genter Konferenz
vorgelegten Abhandlungen Meselsons Behauptung unterstützt, daß Gelber Regen nichts
anderes sei als Exkremente von Bienen, und daß Trichothecene ein natürliches
Produkt seien, das in Südostasien in die Nahrungskette gelange. Aber auch die Ergebnisse
Prof. Heyndrickx bei seinen Untersuchungen an iranischen Soldaten waren wenig überzeugend.
Niemand bezweifelte, daß gegen iranische Soldaten Senfgas und wahrscheinlich
auch das Nervengas Tabun eingesetzt worden war. Analysen des Inhalts von Blindgängern, klinische Untersuchungen iranischer Opfer in europäischen Krankenhäusern
und Aufnahmen von den eigenartigen Hautverletzungen und Verfärbungen der Körper
überzeugten jeden, daß chemische Waffen gegen den Iran eingesetzt worden waren.
Hinsichtlich der Mykotoxine kam es jedoch nicht zu einer derartigen Obereinstimmung.
Heyndrickx und Mitarbeiter von der Universität Gent berichteten, in 16 biologischen Proben von 10 verschiedenen Opfern aus dem Iran Trichothecene gefunden
zu haben.
worden.

Aber in keinem der untersuchten Blindgänger waren Mykotoxine gefunden
Dr. Herbert Mandl und Dr. Gernot Pauser, zwei österreichische Ärzte,

erklärten, die klinischen Daten bei den von ihnen behandelten Opfern aus dem Iran
hätten die Trichothecen-Exposition bestätigt.

- 5 -

Dr. Pauser hob noch hervor, daß

�hervor, daß vor allem die Enzymaktivität in der Lunge von zwei der drei Opfer ihn
überzeugt hätten, daß man es mit Mykotoxinen zu tun habe.
Mehrere andere Wissenschaftler und Ärzte standen diesen Ergebnissen kritisch
gegenüber.

Was die chemische Analyse betreffe, so habe Prof. Heyndrickx versäumt,

an seine zu Beginn positiven Befunde mittels der Gaschromatographie eine massenspektroskopische Analyse anzuhängen.

Es sei möglich, so sagten die Wissenschaftler,

mit dem zuerst und ausschließlich angewandten Verfahren "falsche Positiv-Befunde"
zu bekommen.

"Es gab eine Anzahl von Unvereinbarkeiten in den von Prof. Heyndrickx

gefundenen Resultaten von Mykotoxinen bei den iranischen Proben", meinte Prof. Rosen.
Auch der Arzt Dr. Arnos Townsend, der während der letzten Jahre in Thailand
Opfer von Gelbem Regen behandelte, äußerte "Vorbehalte" gegenüber den klinischen
Daten der Patienten und fragte, ob denn die Symptome überhaupt einer MykotoxinExposition entsprachen.
herzustellen", meinte er.

"Für mich wäre es schwierig, hier eine direkte Beziehung
"Ich weiß nicht genug davon; in Bezug auf den Bericht

über Mykotoxine im Iran habe ich noch zu wenig gehört ... Das Ganze ist noch ein
bißchen dünn".
Jan Willems, der ärztliche Leiter des belgischen Armee-Departments zum Schutz
gegen nukleare, biologische und chemische Waffen, äußerte sich ähnlich kritisch.
Nach seiner Meinung konnten die bei den iranischen Soldaten gesehenen Auswirkungen
auch von Senfgas und Nervengas stammen. Er machte darauf aufmerksam, daß Opfer
von Angriffen mit Senfgas von Ärzten zum letzten Mal während des ersten Weltkrieges
gesehen wurden. Und damals sei der Medizin über die Aktivität von Enzymen in der
Lunge nichts bekannt gewesen. Zum klinischen Nachweis des Einsatzes von Mykotoxinen im Iran sagte er: "Es kann zutreffen, aber man kann es nicht beweisen".
Prof. Heyndrickx hielt in einem späteren Interview daran fest, daß seine
Laboranalysen mittels Gaschromatographie ausreichten, um Mykotoxine zu finden,
überdies habe das Chemiedepartment der Universität Gent, so sagte er, an "vier
oder fünf" seiner Proben, bei denen er zu einem positiven Ergebnis gekommen war,
eine massenspektroskopische Analyse durchgeführt und die My&lt;otoxin-Befunde

- 6 -

�Mykotoxin-Befunde bestätigt.
Konferenz vorzulegen.

Jedoch versäumte er, diese Befunde während der

In der Zwischenzeit konnte "The Wall Street Journal" in

Erfahrung bringen, daß in zwei oder drei amerikanischen Laboratorien iranische
Blut- und Urinproben, in denen laut Heyndrickx der Nachweis für Trichothecene
positiv ausgefallen war, untersucht worden sind.

Die amerikanischen Laboratorien,

die in Toxintests sehr viel mehr Erfahrung haben, vermochten keine Trichothecene
zu finden.
Es spricht für sich, daß es sich bei den Wissenschaftlern, die Meselsons
Bienentheorie und Heyndrickx' Iran-Ergebnisse anzweifeln, um jene Personen handelt,
die Trichothecene in Proben von Gelbem Regen aus Südostasien gefunden haben.

Nur

wenige Wissenschaftler zweifeln noch daran, daß in Südostasien in Verletzung internationaler Verträge Toxin-Waffen eingesetzt wurden.

Während der Beweis für eine

Toxin-Anwendung in Afghanistan weniger zwingend ist - ihm liegen Tests an einer
verseuchten sowjetischen Gasmaske zugrunde -, berichtete ein afghanischer Vertreter
auf der Konferenz, daß sowjetische Truppen weiterhin chemische Waffen einsetzten.
Und der Nachweis von Senfgas im Iran steht außer Frage.

Die Gruppe in Gent kam

zu dem Schluß, daß heutzutage chemische und biologische Kriegführung ein ernstes
internationales-Problem darstelle - wenigstens darüber war man sich einig.

- 7 -

i

�13. Juni 1984

24

"DISCOVERY" STARTET ZUM JUNGFERNFLUG
- Drittes Fluggerä't für die Raumtransporterflotte der USA

- (AD) - Der Jungfernflug der DISCOVERY, des dritten Raumtransporters der
Vereinigten Staaten, wird voraussichtlich am 22. Juni 1984 beginnen und sieben
Tage dauern.

Die Landung wird

in Kalifornien erwartet.

im Gebiet der Edwards Air Force Base

Kommandant des 12. Raumfähren-Unternehmens ist

Astronaut Henry Hartsfield, der beim vierten COLUMBIA-Flug vor fast zwei Jahren
als Kopilot dabei war.

Diese Funktion hat dieses Mal Astronaut Mike Coats.

Als Missionsspezialisten wurden Steve Hawley, Judy Resnik, Mike Mullane und
Charles Walker ausgewählt.

Dr. Judith Resnik ist Ingenieurin für Elektro-

technik, Walker Ingenieur bei dem Privatunternehmen McDonnell-Douglas.
Wichtigste Fracht an Bord sind ein neuartiger, sieben Tonnen schwerer Nachrichtensatellit, ein großer, entfaltbarer Sonnenenergiekollektor, eine Apparatur
für die Produktion einer pharmazeutischen Substanz nach dem Elektrophoreseprinzip (zum ersten Mal im kommerziellen Maßstab) und eine neue GroßformatKamera für kartographische Erdaufnahmen. Mit der Namensgebung DISCOVERY wollte
die NASA (US-Amt für Luft- und Raumfahrt) bekunden, daß man sich mit Hilfe der
heute verfügbaren Mittel der Technik bemüht, die jahrhundertealte Tradition der
Entdeckungen fortzusetzen. Fünf Schiffe trugen diesen Namen. Eines davon war

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�davon war das Schiff von Henry Hudson, der im siebzehnten Jahrhundert von der
Mündung aufwärts den nach ihm benannten Hudson-Fluß erkundete.

Wie Hartsfield

in einer Pressekonferenz erwähnte, waren auch drei britische Schiffe "DISCOVERY"
getauft, mit denen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Forscher in
antarktische Gewässer vordrangen.
Der zylinderförmige Nachrichtensatellit SYNCOM (Abkürzung für "Synchronous
Communications Satellite") soll am zweiten Flugtag im Orbit abgesetzt werden,
um dann mit eigenem Antrieb in eine erdsynchrone Bahn (ca. 36 000 km über dem
Äquator) aufzusteigen.

Die Energie dafür liefert ein

Flüssigkeitstriebwerk,

das 45 Minuten nach dem mit Federkraft bewerkstelligten Absetzen aus dem
DISCOVERY-Laderaum gezündet wird.

SYNCOM wurde eigens nach den Maßen des Raum-

fähren-Frachtraums konstruiert und kann nur von einem Raumtransporter aus gestartet werden.

Das erste Gerät dieses Typs wird nach seiner Stationierung auf

der 36 000 km-Bahn an die US-Marine vermietet (Jahresgebühr: 16,75 Millionen
Dollar).
Ken Renshaw, Programmdirektor für Nachrichtensatelliten und Kommunikationstechnik bei de, Firma Hughes Aircraft Company, betonte, daß das jetzt verwendete
Antriebsaggregat seit 20 Jahren in zahllosen Tests erprobt worden sei.

Es unter-

scheide sich grundsätzlich vom PAM-Feststoffraketen-Triebwerk, mit dem die beiden
Nachrichtensatelliten PALAPA B-2 und WESTAR 6 ausgerüstet waren.

Der Einschuß

dieser Satelliten in die vorgesehenen Umlaufbahnen nach dem Absetzen aus der
CHALLENGER beim letzten Raumflug mißlang.

Die in der Zwischenzeit vorgenommene

intensive Fehlersuche brachte Fehlstellen in der Materialdichte des Verbundwerkstoffs zutage, der für Teile der zweiten Antriebsstufe verwendet wird.

Möglicher-

weise sind diese mitverantwortlich für das Versagen. (PAM ist die Abkürzung für
"payload assist module" - Zusatztriebwerk zur Weiterbeförderung von Nutzlasten
aus einem Erdorbit.)
Dr. Judy Resnik ist für das Solarenergie-Experiment verantwortlich.

Voll

entfaltet hat die Kollektorflache eine Ausdehnung von 32 Metern, verpackt ist

- 2 -

�verpackt ist sie jedoch nur 18 cm hoch.
befestigt.

Die Struktur bleibt an

der Raumfähre

Sie trägt die Bezeichnung OAST-1 (OAST = Abteilung für "Aeronautics

and Space Technology" der NASA) und ist das erste Exemplar eines großflächigen,
leichten Solarkollektors, der nach Gebrauch im Weltraum zusammengefaltet und
zurückgebracht werden kann.
zeugen.

Mit dieser Struktur lassen sich 12,5 kW Strom er-

Sie wird als Stromlieferant für künftige Raumstationen erprobt, kann

aber ebenso als Zusatz-Stromquelle für Raumfähren bei längeren Weltraumflügen
dienen, wie sie später vorgesehen sind.
Die Elektrophorese-Apparatur betreut Charles Walker von der Konstruktionsabteilung der "McDonnell-Douglas Astronautics Company".

Das Verfahren zur Ab-

trennung bestimmter Komponenten aus biologischen Substanzen wurde bereits bei vier
früheren Raumtransportereinsätzen erprobt.

Jedoch handelte es sich nur um Experi-

mentierausrüstungen, und die dabei gewonnenen Mengen waren entsprechend gering.
"Der bevorstehende Flug ist wichtig", so Walker, "weil wir von dem Material,
einem gereinigten Hormon, eine so große Menge erhoffen, daß wir damit klinische

Tests auf der Erde beginnen können.

peutische Zwecke zu verwenden".
Walker nicht.

Wir haben vor, es ab 1987 für thera-

Nähere Angaben zur Art des Hormons machte

Er verwies nur darauf, daß McDonnell-Douglas mit der Ortho

Pharmaceuticals Corporation, einem Tochterunternehmen von Johnson &amp; Johnson,
zusammenarbeite, um Verfahren zur Produktion besserer oder neuartiger pharmazeutischer Präparate unter Schwerelosigkeit bis zur technischen Reife zu ententwickeln.

+ + + + +

- 3 -

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      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Westen ist auf dem richtigen Weg&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Pressekonferenz des US-Außenministers nach dem Wirtschaftsgipfel in London -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reagan zufrieden mit Wirtschaftgipfel&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Pressekonferenz am 09. Juni 1984 -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;USA streben seit 1934 Liberalisierung des Handels an&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mykotoxine: Streitfrage unter Wissenschaftlern&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Von William Kucenicz -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;"DISCOVERY" startet zum Jungfernflug&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Drittes Fluggerät für die Raumtransporterflotte der USA -&lt;/em&gt;</text>
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