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30. Mai 1984

INHALT

WIRTSCHAFT
US-Handelsminister weist auf starke wirtschaftliche Bindungen
zwischen Amerika und Europa hin
- Rede von Baldrige vor der amerikanischen Handelskammer in London

HINTERGRUNDMATERIAL
Die XXIII. Olympischen Spiele in Los Angeles
- (4) - "Drogendetektive" im Kampf gegen chemisch aufgeputschte
Athleten -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Saturn-Ringe überraschend dünn
Nukleare Phasenanalyse
- Kostengünstiges Verfahren zur exakten Diagnose von
Herzfunktionsstörungen -

Um Uber/enduno von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
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Tel.: 0228-339 2035
Telex: 8-85432

�30. Mai 1984

22

US-HANDELSMINISTER WEIST AUF STARKE WIRTSCHAFTLICHE BINDUNGEN
ZWISCHEN AMERIKA UND EUROPA HIN

- Rede von Baldrige vor der amerikanischen Handelskammer in London -

LONDON - (AD) - Der Handelsminister der Vereinigten Staaten, Malcolm
Baldrige, hat in einer Rede vor der Amerikanischen Handelskammer in London am
21. Mai 1984 die starken wirtschaftlichen Bindungen zwischen den Vereinigten
Staaten und Europa hervorgehoben.

Die Exporte der Europäischen Gemeinschaft

nach Amerika lägen heute um 40 Prozent höher als im Vorjahr und trügen wesentlich zum Aufschwung in Europa bei. Nur fünf Prozent dieses Handels seien umstritten und man habe bisher protektionistischen Tendenzen erfolgreich widerstanden.

Die Rede des amerikanischen Handelsministers hat folgenden Wortlaut:

Ich bin gerade von der Ministertagung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zurückgekehrt, wo wir über eine
Reihe von politischen Maßnahmen gesprochen haben, um das internationale Handels- und Finanzsystem mittelfristig zu stärken. Wir haben jenen politischen

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 2035
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�jenen politischen Maßnahmen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die den
wirtschaftlichen Aufschwung verlängern werden, der heute in all unseren
Ländern stattfindet - und zwar auf eine Weise, die dazu beiträgt, ein dauerhaftes Wachstum der Arbeitsplätze zu schaffen.

Ich bin überzeugt, daß

diese Maßnahmen eine wichtige Rolle in der Neubelebung des Verhältnisses
zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Gemeinschaft spielen
werden.
Es ist in den letzten Monaten viel über die wirtschaftlichen Beziehungen
zwischen den USA und der EG gesagt worden, und wenn wir all den Presseberichten Glauben schenken wollten, dann haben wir nicht nur unter der Drohung
eines amerikanisch-europäischen Handelskrieges gelebt, sondern die Vereinigten Staaten haben sich auch entschlossen, Europa zugunsten Asiens aufzugeben.
Das sind völlig übertriebene Vorstellungen, und ich möchte heute dazu
etwas sagen.
Erstens, wovon man in jedem Falle ausgehen sollte, ist die absolute Bedeutung der amerikanisch-europäischen Beziehungen. Viele Europäer scheinen
zu glauben, die Vereinigten Staaten seien zu dem Schluß gekommen,daß ihre
Zukunft in Japan und den Ländern des Pazifischen Beckens liege - nicht in
Europa. Und sie folgern daraus, daß die Vereinigten Staaten bereit seien,
ohne Rücksicht auf die Belange Europas zu handeln.
Sicherlich hat das Wachstum der asiatischen Wirtschaft im letzten Jahrzehnt amerikanische Handelsinteressen berührt und einen großen Teil unserer
Aufmerksamkeit in Anspruch genommen - und damit tritt eine Veränderung der
Perspektive ein. Dies bewirkt jedoch keine Verschlechterung der amerikanischeuropäischen Wirtschaftsbeziehungen, sondern wir müssen härter daran arbeiten, unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu verbessern und die Vorteile aus
unserer starken wirtschaftlichen Interdependenz zu vergrößern.
Unsere globalen Wirtschaftsinteressen sind kein "Nullsummen-Spiel".

So

einfach läßt sich das nicht ausdrücken. Die wachsende Bedeutung Asiens verringert nicht die gegenseitige Bedeutung Europas und der Vereinigten Staaten.

Die Vereinigten Staaten sehen ihre Zukunft in Asien und in Europa - wie

auch in anderen Teilen der Welt. Wir geben niemanden auf, welche Meinungs- 2 -

�welche Meinungsverschiedenheiten wir auch haben mögen. Niemand in Europa
sollte daran zweifeln, wie ernst die Reagan-Administration diese Tatsache
nimmt.

Unser Verhältnis zur EG stellt die größte wirtschaftliche Partnerschaft
in der Welt dar. Zusammen schaffen wir A3 Prozent des Bruttosozialprodukts
der ganzen Welt. Jene, die darauf hinweisen, daß unser zweiseitiger Handel
im Werte von 90 Milliarden Dollar geringer sei als der amerikanisch-asiatische Handel, haben vergessen, das amerikanisch-europäische Investitionsverhältnis in Rechnung zu stellen. Und heute kann man nicht von Handel reden, ohne von Investitionen zu reden.

Zum Jahresende 1982 beliefen sich die amerikanischen Direktinvestitionen
in Europa auf rund 100 Milliarden Dollar - oder fast die Hälfte der amerikanischen Auslandsinvestitionen, und die europäischen Investitionen in den Vereinigten Staaten in Höhe von 68 Milliarden Dollar stellen zwei Drittel der gesamten ausländischen Investitionen in den Vereinigten Staaten dar.

Diese wirtschaftlichen Bindungen werden auf dem Hochtechnologie-Sektor
besonders deutlich.

Die Europäer ziehen Vorteile aus amerikanischen Tech-

nologien - wie Mikroelektronik, Software und Digitalschaltung - und amerikanische Firmen profitieren von der europäischen Führung auf solchen Gebieten
wie schnelle Landverkehrsmittel, elektronische Kontenführung und Videotext.

Handels- und Wirtschaftsprobleme zwischen USA und EG

Einige unserer Handelsprobleme sind ziemlich ernsthafter Natur. Sie
werden sich nicht leicht lösen lassen. So sind die Vereinigten Staaten
beispielsweise sehr besorgt über Absichten der EG, den Marktzugang amerikanischer Erzeuger von Nichtgetreide-Futtermitteln zu begrenzen. Wir haben
seit langem - und haben heute noch - große Sorgen über die landwirtschaftlichen Subventionen auf Märkten von Drittländern.

Darüber hinaus geben

jüngste Schritte der EG, den Marktzugang auf Gebieten der Hochtechnologie
zu verringern, ebenfalls Anlaß zu ernster Besorgnis.

Die Europäische Gemeinschaft wiederum ist besorgt über protektionistische
- 3 -

�über protektionistische Gesetzesvorlagen, die im amerikanischen Kongreß
eingebracht wurden, vor allem jene, die die Einfuhr von Wein und Stahl
beschränken würden. Auch die Anträge auf Anwendung der Befreiungsklausel der
Hersteller von unlegiertem Stahl und der Schuhindustrie sind Anlaß zur Sorge
in der EG. Und die EG macht sich auch Sorgen, daß das jetzt dem amerikanischen Kongreß vorliegende Gesetz über einheimische Anteile an Automobilen
den Protektionismus stärken würde, wenn es verabschiedet würde.
Unsere Aufgabe ist es, diese Probleme in befriedigender Weise zu lösen.
Wenn die Aufgabe auch schwer sein wird, so bin ich doch überzeugt, daß wir
über die Intelligenz und den Willen verfügen, sie zu lösen. Wir müssen uns
auch eine richtige Perspektive bewahren. Tatsache ist, daß nur etwa fünf
Prozent unseres Handels aktiv umstritten sind - nur fünf Milliarden Dollar
von 90 Milliarden Dollar. Unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, daß diese
fünf Prozent nicht überquellen und sich auf die restlichen 95 Prozent auswirken, und das Aufkommen von protektionistischen Gefühlen zu unterdrücken.
Im großen und ganzen ist der transatlantische Handel recht offen und frei
von Schranken. Trotz unserer derzeitigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten
haben wir bisher den Forderungen nach Protektionismus auf beiden Seiten des
Atlantik erfolgreich widerstanden. Das müssen wir auch weiterhin tun.
Trotz des soliden wirtschaftlichen Aufschwungs in den Vereinigten Staaten
stehen wir in einigen Schlüsselindustrien noch immer vor ernsten strukturellen Problemen. Die wirtschaftlichen Probleme in der Europäischen Gemeinschaft sind sogar noch ernster. Während sich in Europa ein ermutigender Aufschwung abzuzeichnen beginnt, sind in der Gemeinschaft wenig Anzeichen für
einen Rückgang der Arbeitslosigkeit - von oft zweistelligen Zahlen - zu erkennen, und das ist Anlaß zu großer Sorge.
Wir haben einige wirtschaftliche Probleme gemeinsam. Wir leiden beide
unter strukturellen Problemen in unseren traditionellen Schwerindustrien.
Wir haben beide große Haushaltsdefizite. Und wir haben beide hohe Zinssätze.
Wir können diese Probleme nicht lösen, indem wir uns nach innen kehren
und unsere Märkte schützen wollen. Mehrere amerikanische Industriezweige

�amerikanische Industriezweige streben Schutz vor Importen an - und versuchen
den politischen Druck eines Wahljahres zu ihren Gunsten auszunutzen. Die
Gesetzesvorlagen für weltweite Stahlquoten und für die Forderung nach einheimischen Anteilen (bei Fahrzeugen) gehören zu den schlimmsten, die ich je
erlebt habe. Die Administration wird in ihrer Opposition gegen diese protektionistischen Forderungen nicht wankend werden - ob Wahljahr oder nicht. Protektionistische Maßnahmen würden nur zu höheren Preisen führen, Unzulänglichkeiten verewigen und unsere Handelspartner zwingen, ebenfalls zu protektionistischen Maßnahmen zu greifen.

Ich bin daher immer wieder überrascht, wenn ich höre, daß Europäer die
Vereinigten Staaten als protektionistisch bezeichnen - vor allem wenn ich Be
hauptungen höre, die Vereinigten Staaten würden Exportkontrollen als Mittel
benutzen, um amerikanischen Firmen einen Handelsvorteil zu verschaffen, indem
sie Westeuropa den Zugang zur Technologie verwehrten.

Exportkontrollen betreffen unsere eigenen Firmen und Exporte ebenso wie
europäische Firmen. Die Vereinigten Staaten sind der Überzeugung, daß diese
Kontrollen notwendig sind - nicht nur für unsere Sicherheit, sondern auch für
die Sicherheit Europas.

Ich möchte hier klarstellen, daß wir nicht versuchen, den Technologietransfer zu unseren Verbündeten zu stoppen. Was wir versuchen ist, unsere
nationalen Sicherheitsanliegen mit der unbedingten Notwendigkeit offener
Märkte ins Gleichgewicht zu bringen. Und ich kann Ihnen versichern, die Vereinigten Staaten werden keine Maßnahmen ergreifen, die mit unseren Verpflichtungen im Rahmen unseres Koordinationskomitees (COCOM) nicht vereinbar wären.

Trotzdem sind einige europäische Beobachter der Ansicht, die Vereinigten
Staaten würden eine

Wirtschaftspolitik betreiben, die auf die Auswirkungen

keine Rücksicht nimmt- die diese auf Europa und die übrige Welt hätte, wobei
sie unterstellen, die hohen amerikanischen Zinsen würden Europa dazu zwingen,
gleichfalls die Zinsen hoch zu halten und die amerikanischen Zinsen würden
zur Folge haben, daß das Kapital Europa verläßt und in die Vereinigten Staaten abwandert. Dies sei ihrer Ansicht nach der Grund dafür, daß die europäischen Volkswirtschaften nicht rascher expandieren.

- 5-

Sicher erschweren

�Sicher erschweren die amerikanischen Zinssätze die wirtschaftlichen Probleme in Europa, aber auch wenn es politisch gelegen kommt, so ist es doch
unrichtig, zu behaupten, das amerikanische Haushaltsdefizit und die amerikanischen Zinsen seien der Hauptgrund für das langsame Wachstum in Europa.
Eine ganze Menge europäischer Wirtschaftsprobleme sind eindeutig hausgemacht
und sollten auch als solche angesehen werden, einschließlich natürlich mancher umfangreicher Defizite der öffentlichen Haushalte.

Lassen Sie mich darauf hinweisen, daß jüngste Erklärungen über Kapitalabflüsse aus Europa in die Vereinigten Staaten sich auf die relativ großen und ungewöhnlichen - Kapitalströme des zweiten und dritten Quartals 1983 beziehen. Die jüngsten Daten zeigen keine signifikanten Abflüsse aus Europa
zum Jahresende.

In Wirklichkeit ist die Stärke der amerikanischen Volkswirtschaft einer
der Hauptfaktoren hinter der derzeitigen wirtschaftlichen Erholung in Europa.

Die diesjährigen Exporte der Gemeinschaft in die Vereinigten Staaten

liegen um erstaunliche 40 Prozent über dem Niveau vom vergangenen Jahr. Dieser Exportaufschwung stellt 0,5 Prozent des zweiprozentigen Zuwachses des
Bruttosozialproduktes dar, den die EG für 1984 erwartet - mit anderen Worten,
etwa ein Viertel des für dieses Jahr erwarteten Gesamtzuwachses der Gemeinschaft.

Und ich meine, man sollte darauf hinweisen, daß die amerikanische Regierung bereit ist, dieses Jahr ein noch nie dagewesenes Gesamthandelsdefizit
von 115 Milliarden Dollar zu akzeptieren, ohne in größerem Maß zu protektionistischen Maßnahmen zu greifen. Dies hat den Entwicklungsländern mit ihrem
so überaus ernsten Schuldenproblem weit mehr geholfen, als dies durch irgendeine direkte Hilfsmaßnahme hätte geschehen können.

Daher sind die Unterstellungen, die Vereinigten Staaen würden die europäische Volkswirtschaft ernsthaft schwächen, unglücklich, schaffen sie doch
eine Atmosphäre der Enttäuschung in unseren Beziehungen.

Zudem stellen sie

nicht das in Rechnung, was die Vereinigten Staaten zum Vorteil Europas tun.

Ich bin der Überzeugung, daß das wichtigste, was wir für Europa tun kön-

�tun können, die Fortsetzung einer soliden, nichtinflationären Konjunkturbelebung in den Vereinigten Staaten ist. Dies aber bewirkt die Politik des
Präsidenten.

Die Vereinigten Staaten befinden sich in einer Periode der starken Expansion.

Unser Bruttosozialprodukt stieg im vergangenen Jahr um über sechs Pro-

zent, dürfte dieses Jahr um fünf Prozent und im nächsten Jahr um vier Prozent
steigen. Der Grund hierfür sind harte Entscheidungen, die der Präsident getroffen hat und zu denen er auch steht. Es liegt aber auch daran, daß die
Produktionskosten gesenkt werden konnten und die Arbeitnehmer ihre Forderungen zurückgeschraubt haben.

Das Hauptproblem ist natürlich das Haushaltsdefizit sowie die Befürchtung, daß es die Zinsen in die Höhe treiben und die Wirtschaft schädigen
könnte.
Aus mehreren Gründen heraus kann ich nicht sehen, warum das Defizit und
die Zinssätze die amerikanische Volkswirtschaft dieses Jahr bedrohen sollten.

Erstens deuten jüngste Daten darauf hin, daß sich unser Wachstum abzuschwächen beginnt, wie dies in diesem "tadium der wirtschaftlichen Expansion
typisch ist. Wir erwarten keine überhitzte Volkswirtschaft, die die Inflation und die Zinsen nach oben treiben würde.

Zweitens haben Steuergesetzänderungen sowie vermehrte Unternehmensgewinne
die Notwendigkeit für die Wirtschaft verringert, sich Gelder auf dem Kapitalmarkt zu beschaffen.

Drittens verzeichneten die einzelnen Bundesstaaten sowie die Kommunen
insgesamt ein Plus, was bedeutet, daß für den Privatsektor mehr Mittel für
Kredite bereitstehen.

Mittel- und langfristig gesehen müssen wir jedoch daran arbeiten, das
Defizit zu senken. Wir haben mit dieser Arbeit begonnen, indem wir uns mit
dem Kongreß um ein Abkommen bemühen, nunmehr eine erste Tranche von 1,4 Milliarden Dollar von dem Defizit zu begleichen. Und die erste Aufgabe der nächsten Administration - die, wie ich meine, der Anfang von Präsident Reagans
- 7 -

�Präsident Reagansweiter Amtsperiode sein wird - wird darin bestehen, dieses
Defizit noch weiter zu verringern. Das Defizit wird diesen Herbst im Wahlkampf eine der wesentlichsten Fragen sein. Und die Frage ist nicht- ob man
das Defizit auf einen Weg nach unten bringen soll oder nicht - denn jeder ist
natürlich dafür. Die Frage ist, wie man es stärker verringern kann: Durch
Kürzung der öffentlichen Ausgaben oder durch Erhöhung der Steuern. Aber ich
bin zuversichtlich, daß wir es schaffen werden.
Der Präsident steht zu seinem Wirtschaftsprogramm des stabilen Wachstums,
das sich darauf gründet, unproduktive Regelungen und Vorschriften zu beseitigen, die Steuern und die Ausgaben im Zaum zu halten und den Geldumlauf nur
moderat ansteigen zu lassen. Dies ist seit vielen Jahrzehnten seine Wirtschaftsphilosophie - und das ist der Grund, warum er als Präsident so beständig ist. Diese Beständigkeit der Zielsetzung ist für die Vereinigten Staaten
gut - und ich glaube, sie ist auch für Europa gut.
Nächsten Monat, wenn der Präsident nach London zum Wirtschaftsgipfel
kommt, wird er erneut die engen Bande der Vereinigten Staaten mit Europa
bekräftigen.

•

�30. Mai 1984

22

DIE XXIII. OLYMPISCHEN SPIELE IN LOS ANGELES
- (4) "Drogendetektive" im Kampf gegen chemisch aufgeputschte Athleten -

-(AD)- Die Olympischen Spiele in Los Angeles werden die drogenfreieste Veranstaltung dieser Art seit Jahrzehnten sein. Mittels des
ausgefeiltesten Drogentestverfahrens in den Annalen der Olympischen
Spiele wird es möglich sein, jeden Athleten ausfindig zu machen, zu
überführen und zu disqualifizieren, in dessen Organismus sich auch nur
die geringste Spur einer verbotenen Droge findet.

"Die Überprüfungen werden so gut wie unfehlbar sein," warnt Dr. Kenneth Clarke, der Leiter der Abteilung Sportmedizin des Olympischen Komitees der Vereinigten Staaten.

Könnte dies bei der Absage der Teilnahme der sowjetischen und ostdeutschen Mannschaften eine Rolle gespielt haben ?

Daß im Ostblock Drogen verwendet werden, "wird allgemein angenommen,"
sagt Clarke, obwohl ein Beweis nicht geführt werden kann. Aber "jedes
Land, dessen Sportlern es in der Vergangenheit gelungen ist, die Kontroll-

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�die Kontrollverfahren zu überlisten, sollte sich eindeutig vorsehen, wenn
es sie nach Los Angeles reisen läßt," meint Clarke.

Wie er darlegt, sind die Osteuropäer nicht die einzigen, die man im
Verdacht hat. "Jedes Land weiß, daß seine Sportler jetzt getestet werden
können. Es ist allgemein bekannt, daß die Verwendung von Drogen nicht zu
verbergen ist," sagt er.

Laut Clarke hat bereits die Drohung, daß sie getestet werden könnten,
viele Sportler vom Drogengebrauch abgehalten.

Bei der Olympiade wird jeder Medaillengewinner nach jedem Wettkampf
überprüft werden - und ebenso eine Reihe von Athleten, die man in einem
Zufallsverfahren herausgreifen wird. Wenn ein solcher Test positiv ausfällt, wird man dem oder der Betreffenden die gewonnene Medaille aberkennen - und ebenso der ganzen Mannschaft, falls es um eine Mannschaftsdisziplin geht.

Die amerikanischen Sportler werden eine doppelte Hürde zu nehmen
haben. Bei den Ausscheidungswettkämpfen für die amerikanische Olympiamannschaft wird jeder rigoros getestet werden, noch bevor er bei den
Spielen eintrifft. Jeder, der den Test nicht besteht, wird ausgeschlossen
werden.

Jeder Mannschaftsführer, Arzt oder Trainer, der dabei ertappt wird,
daß er einem Sportler beim Drogengebrauch behilflich ist oder daß er ihn
dazu ermutigt hat "zumindest" die gleichen Strafen zu gewärtigen, warnt
das Olympische Komitee der Vereinigten Staaten.

"Wie lange ein Athlet gesperrt bleibt, mag von Sportart zu Sportart
verschieden sein," meint Clarke. "Wir sagen nur: Die Mannschaftsuniform
bei den Olympischen Spielen darfst du nicht tragen."
Obwohl Clarke nur einem kleinen Teil der amerikanischen OlympiaAnwärter den Gebrauch verbotener Drogen zutraut, meint er, daß "innerhalb
dieser kleinen Gruppe wohl die meisten begriffen haben, wie die Dinge

- 2 -

�die Dinge liegen." Die, die es nicht begriffen haben, "werden es dann
eben bei der Überprüfung auf die harte Tour beigebracht bekommen," fügt
er hinzu.

Die große Mehrheit der amerikanischen Sportler befürwortet das Testverfahren. Hürdenläufer Edwin Moses drückt es so aus: "Ich meine, daß ich
von vornherein im Nachteil bin, wenn ich gegen Leute antreten muß, die
Steroide oder sonst etwas gebrauchen."
Bei Lauf- und Schwimmwettkämpfen und bei den Ausscheidungswettkämpfen
für die Winterolympiade haben sich bereits 300 amerikanische Sportler formellen Drogentests unterzogen.

"Es ist schon eine sehr positive Sache," meint Clarke. "Sie hatten es
satt, sich Anschuldigungen wegen Drogengebrauch anzuhören, nur weil sie
gewonnen hatten. Jetzt können sie den Kopf hoch tragen; niemand kann ihnen mehr vorwerfen, daß sie Drogen nehmen."

Die ersten olympischen Drogentests wurden im Jahre 1968 bei den
Spielen in Mexico City angeordnet - ein primitiver Test auf Aufputschmittel wie z.B. Amphetamine und Kokain.

In München im Jahre 1972 kamen dann anabolische Steroide hinzu. Bei
den Weltmeisterschaften in Helsinki im Sommer letzten Jahres wurden Tests
auf Steroide und Testosteron durchgeführt, aber das Laborverfahren war
noch unvollkommen. Obwohl sich Berichten in der europäischen Presse zufolge herausgestellt hatte, daß der Organismus einiger Sportler einen hohen
Testosteronspiegel aufwies, wurde offiziell keiner namhaft gemacht, weil
er den Bedingungen des Tests nicht genügt habe.

Zwei Wochen später bei den panamerikanischen Spielen in Caracas,
Venezuela, wandelte sich das Bild bei den Drogentests dann von Grund auf.

Diesmal wurden die Tests von Dr. Manfred Donike aus Köln durchgeführt. Seine von der amerikanischen Firma Hewlett-Packard hergestellten
Gaschromatographen und Massenspektrometer, die von einer eingespielten

- 3 -

�einer eingespielten Mannschaft bedient wurden, konnten noch Spuren von
Drogen in einer Größenordnung von nur einem Teil auf eine Milliarde
nachweisen.

Insgesamt wurden 15 Sportler aus zehn Ländern ertappt - und viele
andere zogen es vor, die Stadt unvermittelt zu verlassen anstatt sich dem
Test zu stellen. Einigen, darunter dem amerikanischen Gewichtheber Jeff
Michels, wurden die gewonnenen Medaillen aberkannt.

Michels wurde von den olympischen Ausscheidungswettkämpfen ausgeschlossen, obwohl er behauptete, daß die Testergebnisse falsch gewesen
seien. Es gelang ihm, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, die es ihm
gestattete, sich an den Qualifikationswettbewerben für die amerikanische
Olympiamannschaft zu beteiligen, und er konnte sich für einen Platz als
Ersatzmann qualifizieren, den er so lange innehaben wird, bis das Gericht
zu einem endgültigen Urteil kommt. Vor den Ausscheidungswettbewerben
mußte er sich natürlich einem Test unterziehen; die Laborergebnisse liegen noch nicht vor.

"Bis zu dem Zeitpunkt war die Haltung aller Länder immer zynischer
geworden," meint Clarke. "Ganz gleich, was wir auch sagten, unsere Sportler nahmen an, daß die Haltung unserer Gesellschaft nichts als Heuchelei
sei und daß sie sie in Wirklichkeit passive ermutige."

"Nach Caracas merkten sie dann aber, daß es uns um den Schutz ihrer
Gesundheit ging," fügt Clarke hinzu.
Im November letzten Jahres wurde dann offiziell bestätigt, daß das
Labor der Universität von Kalifornien in Los Angeles den gleichen Leistungsstandard erreicht habe, wie das in Köln. "Wir fingen sofort mit
unserem Programm an," sagt Clarke.

Das Labor der Universität von Kalifornien wird alle Tests für die
amerikanischen Ausscheidungswettkämpfen für die olympischen Spiele und
auch für die olympischen Spiele selbst durchführen; Köln wird nötigenfalls Hilfestellung leisten.
Dr. Don Catlin

�Dr. Don Catlin ist der Leiter des neuen, mit einem Kostenaufwand von
zwei Millionen Dollar errichteten Labors, dessen Mitarbeitern vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell die Rolle von "Doping-Detektiven" bei den Sommerspielen zugewiesen worden ist.
F. Don Miller, der geschäftsführende Direktor des amerikanischen Olympischen Komitees, sagt: "Wir müssen diese Gefahr ein für allemal beseitigen und das Image des "chemisch aufgeputschten Athleten" aus der Welt
schaffen. Wir wollen die beste Olympiamannschaft der Geschichte aufstellen, eine Mannschaft, die über alle Zweifel erhaben ist." Er hat "dem Drogengebrauch den Krieg erklärt" und allein für das erste Jahr des Programms Mittel in Höhe von 250 000 Dollar bereitgestellt.

Eine der ersten Entscheidungen, die getroffen wurden, war, jedes Mitglied der amerikanischen Mannschaft für die Winterolympiade zu testen,
und zwar bevor er oder sie auch nur das Flugzeug nach Sarajevo besteigen
konnte.
"Wir haben vollkommen freie Hand," sagt Clarke. "Wir haben die modernste Ausrüstung der Welt. Das Labor der Universität von Kalifornien bekommt seine Gelder vom Organisationskomitee für die olympischen Spiele in
Los Angeles. Wir sind im Vorteil weil die Spiele in unserem Land stattfinden."
Die meisten anderen Labors haben ihren Sitz in Europa. Wie Clarke
sagt, gibt es in Skandinavien zwar modern eingerichtete Labors, denen
aber die gewaltigen Geldmittel fehlen, die für das amerikanische Programm
zur Verfügung stehen.

"Wir würden anderen Labors in jeder erdenklichen Weise helfen, ihre
Leistungsfähigkeit zu steigern," beteuert Clarke. Die Vereinigten Staaten
seien ganz besonders bemüht, Afrika und Lateinamerika bei der Entwicklung
eigener wirksamer Testprogramme behilflich zu sein. "Wir hoffen, daß das
Internationale Olympische Komitee den Labors überall auf der Welt Geldmittel zukommen lassen wird, so daß alle Sportler getestet werden können,"
erklärt Clarke.
Das Gefährliche

�Das Gefährliche an den Drogen ist nicht einfach nur der Vorteil, den
sie denen, die sie gebrauchen, im Wettkampf verschaffen - oder auch
nicht. Das eigentliche Problem liegt in der Gefährdung der Gesundheit der
Sportler.

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind dies alles jedoch ziemlich akademische Fragen," sagt Clarke. "Diejenigen, deren Organismus jetzt nicht sauber ist, werden ihn bis zu den olympischen Ausscheidungswettkämpfen oder
bis zu den eigentlichen Spielen auch nicht mehr sauber bekommen."

Wie Clarke meint, gibt es nur einen Weg, das Testsystem zu überlisten: Er besteht darin, ganz einfach keine der Drogen zu nehmen, die auf
der schwarzen Liste stehen.

+ ++ ++

- 6-

�22

30. Mai 1984

SATURN-RINGE ÜBERRASCHEND DÜNN

- (AD) - Für die Signale, die die Raumsonde VOYAGER 1 aus einer Position 200 000 km jenseits des Planeten Saturn zur Erde schickte, war das
Ringsystem ein Störfaktor. Diesen Funkschatten nutzten Prof. G. Leonard
Tyler und Howard A. Zebker, beide vom Department für Elektrotechnik der
Stanford-Universität, für ein neues Verfahren zur Dickenmessung der Saturn-Ringe. Die Physiker kamen zu dem Ergebnis, daß zum Beispiel der Außenring A höchstens 45 m, der planetennahe Ring C sogar nur 9 m dick sein
könne.

Entgegen früheren Meßergebnissen mit stationären Fernrohren, die

Dicken bis zu 1260 m vermuten ließen, hatten die von den beiden VOYAGERSonden übermittelten Daten schon bald vermuten lassen, daß diese Werte
viel zu hoch angesetzt waren.

Der Außenring hat 274 000 km Durchmesser, was dem Zehnmillionenfachen
seiner Dicke entspricht. Die mehr oder weniger deutlich voneinander abgesetzten Ringe - zwölf, in Tausende von Segmenten unterteilt, wurden bisher ausgemacht - scheinen aus Milliarden von Eisbrocken zu bestehen, deren Größe von der eines kleinen Kieselsteins bis zu neun Meter großen
Blöcken reicht. Die meisten dürften zwischen drei und sieben Zentimeter

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�sieben Zentimeter Durchmesser haben. Obgleich die Partikel deutlich eingegrenzt sind, befinden sie sich nicht alle in derselben Ebene. Zebker
nimmt als Ursache einen Kopplungseffekt mit einer äußeren Kraft an. Die
Störungen könnten sich durch Satelliten des Saturn, das Innere oder das
Magnetfeld des Planeten, vielleicht auch durch das Eindringen von
Meteoriten in den Ringbereich ergeben.

Es sei anzunehmen, so Prof. Tyler, daß die Dicke der Ringe um den Planeten ziemlich konstant sei. Man habe Dickengrenzen an einer Anzahl von
Punkten ausgemacht; der Bereich liege überall unter der Grenze von 150
bis 180 m.

Andere Wissenschaftler errechneten, daß die einzelnen Parti-

kel auf ihrer Bahn um den Saturn eine "Lebensdauer" von 100 000 bis eine
Million Jahren haben. Sie schmelzen nicht, kollidieren aber ständig mit
anderen Partikeln und werden dadurch aufgebrochen oder allmählich zermahlen.

Aber zu einem späteren Zeitpunkt können Partikel auch wieder zusam-

menkommen, sich an andere anlagern und wachsen - ein ständiger Zyklus des
Ab- und Aufbaus.
Für die Farbunterschiede gibt es noch keine zufriedenstellende Erklärung.

Zebker vermutet unterschiedliche Spurenelemente innerhalb eines,

jeden Ringes, andere Forscher nehmen das Vorhandensein mehrerer verschiedener chemischer Verbindungen an. Auch könnten die leichten Farbunterschiede nur oberflächlicher Natur sein und vielleicht nur für die äußerste Schicht der Partikel gelten. Als interessant wird die Feststellung gewertet, daß die offenbar zwischen den Ringen vorhandenen Bänder
mit den gleichen Partikeln angefüllt sind, diese jedoch eine ganz andere
Verteilung haben. Die Partikel, die das Ringsystem bilden, rotieren
nicht als Masse, sondern einzeln um den Planeten; die Umlaufgeschwindigkeit ist im inneren Bereich höher als bei größerem Abstand vom Saturn.
Da das Ringsystem zur Ebene des Sonnensystems geneigt ist, wird je nach
"Jahreszeit" einmal die eine und dann die andere Oberfläche von der Sonne
angestrahlt. Ein Saturnjahr dauert ca. 29,5 Erdenjahre.

Die von VOYAGER übermittelten, auf ihrem Weg zur Erde von den
Ringpartikeln gestörten Funksignale wurden in Madrid empfangen und dort
auf Magnetbändern aufgezeichnet.

Im Jet Propulsion Laboratory (Pasadena,
- 2 -

�Laboratory (Pasadena, Kalifornien) wurden die Magnetbandaufnahmen zunächst für die Computerauswertung aufbereitet. Seit Mitte 1981 befassen
sich die Wissenschaftler an der Stanford-Universität mit der Analyse.
Wenn VOYAGER 2 im Januar 1986 am Planeten Uranus eintrifft, sollen Messungen zur Untersuchung des Uranus-Ringsystems nach dem gleichen Verfahren
wie bei Saturn durchgeführt werden.

*

�22

30. Mai 1984

NUKLEARE PHASENANALYSE

Kostengünstiges Verfahren zur exakten Diagnose von
Herzfunktionsstörungen -

- (AD) - Eine genaue Diagnostik bei bestimmten Funktionsstörungen in einzelnen Herzabschnitten, die bisher nur durch Einführen eines Katheders über
eine Vene ins Herz, eventuell kombiniert mit Kontrastmitteldarstellungen, möglich war, erlaubt das nicht-invasive Verfahren der sogenannten nuklearen Phasenanalyse. Zunächst für Forschungszwecke entwickelt, wurde es unter der Leitung von Dr. Michael W. Dae am Klinikum der Universität von Kalifornien in San
Francisco und an einigen Zentren in den Vereinigten Staaten erprobt. Angesichts der guten Ergebnisse wird jetzt in San Francisco mit der klinischen Anwendung begonnen.

Die Technik ist in zwei Abhandlungen beschrieben, die Mitarbeiter Dr. Daes
zur Tagung der American Federation for Clinical Research" in Carmel, Kalifornien, einreichten.

Die schwache Strahlung eines in ein Blutgefäß einge-

spritzten radioaktiven Isotops, das in die Herz- und Lungenregion gelangt,
wird von einer Spezialkamera erfaßt. Aufgrund der Verteilung bzw. Anreiche-

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�bzw. Anreiche ung des Indikators im schlagenden Herzen lassen sich beispielsweise anomale Kontraktionsvorgänge mit zu raschem oder unregelmäßigem Herzschlag (hervorgerufen durch elektrische Überleitungsstörungen) beobachten.
Ebenso ist der Grad von Herzfunktionsstörungen besser zu erkennen, die durch
geschädigte und undichte Herzklappen verursacht werden. Wie Dr. Dae erklärte,
existierten keine anderen nicht-invasiven Diagnoseverfahren, die die visuelle
Beobachtung und Analyse erlauben.

+ + + + +

- 2-

�</text>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;US-Handelsminister weist auf starke wirtschaftliche Bindungen zwischen Amerika und Europa hin&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Rede von Baldrige vor der amerikanischen Handelskammer in London -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die XXXIII. Olympischen Spiele in Los Angeles&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- (4) - "Drogendetektive" im Kampf gegen chemisch aufgeputschte Athleten -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Saturn-Ringe überraschend dünn&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nukleare Phasenanalyse&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Kostengünstiges Verfahren zur exakten Diagnose von Herzfunktionsstörungen -&lt;/em&gt;</text>
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