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Information
und
Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

22. Juni 1983

25
I
*

INHALT

INFORMATION
PhiTadelphiade - Krefeld 1983
- Auszüge aus dem Festprogramm: 300 Jahre Krefelder in Amerika

HINTERGRUNDMATERIAL
Seit drei Jahrhunderten: Deutsche in Amerika
- Von Prof. Dr. Frederick C. Luebke - Universität von Nebraska

Um Uber/endung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 22 40
Telex: 8-85432

�22. Juni 1983

25

PHILADELPHIALE - KREFELP 1983
Auszüge aus dem Festprogramm: 300 Jahre Krefelder in Amerika

Freitag, 24. Juni 1983
18.00 Uhr
Theaterplatz

Das Fest beginnt
Es sprechen Oberbürgermeister Dieter Pützhofen
und Hans Kockers.
Krefelder Fanfarenkorps / Blasorchester und
Spielmannszug TV Jahn Bockum.

18.15 - 21.00

american sound

Theaterplatz

Die Chorgruppen Darktown-Singers, Mikel Singers,
Singing Aspiration und Songs Today eröffnen die
Philadelphiade mit amerikanischen Songs. Mit
Dixie-Band.

19.00 - 22.00

Deutsch-amerikanische Musikschau

Grotenburg-

Mit der 33. US-Army Band Heidelberg, der US-Air

Stadion

Force Band Ramstein, dem Luftwaffenmusikkorps 3
Münster, dem Heeresmusikkorps 2 Kassel, dem Bergmannsorchester von Rheinbraun und einem großen

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�einem großen Musikzug der Polizei Orchester Essen
und Wuppertal. Außerdem: Spezial-Fallschirmspringer der Bundeswehr und der US-Army und die Landesturnriege der nordrhein-westfälisehen Polizei.
Samstag, 25. Juni 1983
10.00 - 13.00

Buntes Programm

Theaterplatz

Armeekorps der 33. US-Army Band Heidelberg, Krefelder Fanfarenkorps, flusikzug des TV Jahn Bockum,
Oberschlesische Volkstanzgruppe, Bläserkorps des
Jagd-Verbandes.

11.00 - 13.00

Festakt

Seidenweberhaus

Mit US-Vizepräsident George Bush, Bundespräsident
Professor Dr. Karl Carstens und Bundeskanzler
Dr. Helmut Kohl.

11.00 - 13.00
Theaterplatz

Konzert
Combo und Trio der US-Air Force Band Ramstein.

11.00 - 13.00
Innenstadt

Street-Parade
Fahnenschv/enker, Disneyland-Figuren, Planwagen,
New Yorker Feuerwehrwagen, Straßenkreuzer.
Veranstalter: Westdeutsche Zeitung Krefeld.

13.00 - 13.30

I like to be in America

Theaterplatz

Theaterballett-

13.00 - 15.00

Rock Jazz

Theaterplatz

Gruppe Rosewood.
13.30 - 14.00

�13.30 - 14.00

Cowboy-Show

Theaterplatz

1. Majoretten-Corps Krefeld,

14.00 - 15.00

Amerikanische Lieder

Theaterplatz

Girls Chorus San Francisco.

15.00 - 19.00

Jugenddisco
Square Dance, Rock and Roll

16.00 - 17.00

Konzert

Theaterplatz

Combo und Trio der US-Air Force Band Ramstein.

19.30 - 23.30

River-Boat-Shuffle

Uerdingen,

Veranstalter: Rheinische Post Krefeld.

Luwen-Steiger

20.00 - 22.00

Konzert

Theaterplatz

Combo der US-Air Force Band Ramstein,

Sonntag, 26. Juni 1983
10.00 - 12.00

Platzkonzert

Theaterplatz

33. US-Army Band Heidelberg, US-Air Force
Band Ramstein.

12.00 - 13.00

Deutsch-Amerikanische Folklore.

Theaterplatz

12.00 - 14.00

Kutschenkorso

Innenstadt,

70 Kutschen, historische Kostüme.

Stadtwald
15.30 - 18.00

- 3-

�15.30 - 18.00

Seniorenmittag

Seidenweberhaus

Volkstümliches Konzert unter Mitwirkung vieler Krefelder Künstler.

16.00

Hofkonzert

Haus Sollbrüggen,

Girls Chorus San Francisco, Schüler der Musik-

Uerdinger Straße 500

schule Krefeld.

Montag, 27. Juni 1983

KINDER-PHILADELPHIADE

10.00 - 18.00

Auf dem Theaterplatz:
Werkstattecke, Burgspiele, Pfadfinderlager, Kutschenfahrten, Indianerarbeiten, historisches Rol'
lenspiel, Square Dance.

10.00 - 18.00

Im Seidenweberhaus:
Deutsch-Amerikanisches Museum, Filme, Schattenspiel , Talkshow.

18.00 - 19.00

Mini-Steuben-Parade:
Theaterplatz - Königstraße - Gartenstraße Schneiderstraße - Rathaus - Carl-Wilhelm-Straße
- Theaterplatz.

19.00 - 21.00

Jugend-Disco im Seidenweberhaus.

+ + + + +

�25

22. Juni 1983

SEIT DREI JAHRHUNDERTEN: DEUTSCHE IN AMERIKA
- Von Prof. Dr. Frederick C. Luebke Universität von Nebraska

Das Jahr 1983 brachte den drei hundertsten Jahrestag der Einwanderung
von 13 Quäker- und Mennoniten-Familien aus Krefeld nach Pennsylvanien
und die Gründung ihrer Siedlung Germantown, eines ehemals ländlichen Ortes, der heute Teil der Großstadt Philadelphia ist. Zwar gab es auch andere Deutschstämmige, die in dem vorangegangenen halben Jahrhundert in
der einen oder anderen amerikanischen Kolonie lebten, aber sie kamen als
Einzelpersonen und bildeten keine geschlossene Siedlung, wie dies die Krefeider des Jahres 1683 taten.
Während des darauffolgenden Jahrhunderts - bis zur amerikanischen
Revolution - emigrierten annähernd 75 000 Deutsche nach Amerika. Die
große Mehrheit kam aus dem Rheintal und wurde in Amerika gewöhnlich "Palatines" (Pfälzer) genannt. Die Pfalz war in der Tat ein wichtiger Ausgangspunkt, aber viele Menschen kamen auch aus Hessen, Baden und Württemberg. Wieder andere emigrierten aus dem Elsaß und der Schweiz, ebenso wie aus den Gegenden des Niederrheins, einschließlich der Niederlande.
Die deutschen

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Telex: 8-85432

�Die deutschen Siedler lebten hauptsächlich in Pennsylvanien sowie
in den benachbarten Bundesstaaten New York, Maryland und Virginia. Einige zogen weiter nach Süden und gründeten dort in North Carolina erste
bedeutendere Siedlungen. Obgleich die Mehrheit - wie die meisten Amerikaner jener Zeit - Bauern waren, lebten einige auch in den Städten, wo
sie sich oft als Ladenbesitzer und Handwerker niederließen.
Die religiöse Überzeugung war für diese frühen Deutsch-Amerikaner
von großer Bedeutung. Die meisten waren Lutheraner oder Reformierte,
aber die Mennoniten, die Böhmischen Brüder, die Tunker oder Brüder und
andere religiöse Gruppierungen zogen aufgrund ihrer besonderen Eigenarten und Überzeugungen viel Aufmerksamkeit auf sich. Obgleich keine dieser Gruppen mit Absicht versuchte, die deutsche Sprache und die deutschen
Gepflogenheiten um ihrer selbst willen zu erhalten, so hielten sie diese
doch für die Bewahrung ihres Glaubens für wichtig. Da sie in so großer
Zahl eingewandert waren, und weil sie natürlich die Tendenz hatten, eng
beieinander zu leben, waren ihre Siedlungen nahezu unvermeidlicherweise
Inseln in einem Meer Englisch sprechender Menschen.
Dennoch paßten sich die meisten deutschen Einwanderer rasch der Kolonialgesellschaft an. Sie lernten Englisch zu sprechen, genug zumindest,
um sich durchzuschlagen, und übernahmen viele englische Wörter in ihren
rheinischen Dialekt, der sich in Amerika schließlich zum "Pennsylvania
Dutch" entwickelte. Auch Namen wurden schnell anglisiert oder übersetzt.
Aus Schmidt wurde Smith, aus Zimmermann wurde Carpenter, auch wenn die
Träger dieser Namen nicht unbedingt sprachlich oder kulturell besonders
assimiliert waren. Gegen Ende der Besiedlungsperiode stellten die Deutschen etwa acht oder neun Prozent der Gesamtbevölkerung.
Nach der amerikanischen Revolution hörte die Einwanderung aus Europa
50 Jahre lang fast völlig auf. Erst in den Jahren nach 1830 stieg die
Zahl der Neuankömmlinge wieder erkennbar an. Wieder kamen die meisten

�die meisten aus den deutschen Staaten des Rheintals, zusätzlich aber
noch eine große Anzahl aus Bayern, Sachsen und Hannover. Im Gegensatz
zu der früheren Bewegung umfaßte diese Emigration auch einen großen
Teil Katholiken.
Die traditionellen Einschiffungsplätze wie Rotterdam und Le Havre
behielten zwar ihre Bedeutung bei, aber mit der Ausweitung der Auswanderungstendenzen nach Norden und Osten zogen die großen deutschen Häfen
Hamburg und Bremen einen immer größeren Anteil dieses "Geschäftes" an
sich. Die meisten deutschen Einwanderer erreichten die Vereinigten Staaten in New York, Philadelphia und Baltimore, aber auch New Orleans entwickelte sich zu einem wichtigen Ankunftshafen, da viele Neuankömmlinge
den Mississippi hinauffuhren, um sich in den gerade erst organisierten
Bundesstaaten Missouri, Illinois, Ohio und Wisconsin niederzulassen.
Wieder andere zogen westwärts nach Texas. Obgleich New York niemals seine Position als

d i e

Stadt mit der größten Anzahl deutschstämmiger

Einwanderer verlor, wurden Städte in dem Mittleren Westen wie Chicago,
St. Louis, Cincinnati und Milwaukee Zentren großer deutsch-amerikanischer Bevölkerungsgruppen.
Während des 19. Jahrhunderts wanderten annähernd fünf Millionen
Deutsche in die Vereinigten Staaten aus. Höhepunkte waren hierbei die
Jahre 1854 und 1882, als in einem einzigen Jahr zwischen 200 000 und
250 000 Deutsche dort ankamen. Wegen der Gefahren, die eine Reise über
den Atlantik zu einer Zeit mit sich brachte, als noch Segelschiffe verwendet wurden, kamen nur wenige Auswanderer jemals wieder nach Europa
zurück; als aber nach 1860 die Dampfschiffe auftauchten, stieg auch die
Zahl der Rückkehrer und anteilmäßig ging auch die Zahl der Familien zurück, die aus Deutschland emigrierten.
Im 19. Jahrhundert hing die Emigration eng mit den wirtschaftlichen
Bedingungen in Europa und den Vereinigten Staaten zusammen. Wegen der

- 3 -

�Wegen der technischen Fortschritte bei Transport und Landwirtschaft war
Deutschland 1875 zu einem Weizen-Einfuhrland geworden, und andere Staaten
bemühten sich erfolgreich um den deutschen Markt. Diese Entwicklung hatte
verheerende Konsequenzen für die deutschen Bauern wie für die Ladeninhaber und Handwerker der Dörfer, die von dieser Kundschaft abhingen.
Die Folge war in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Auswanderungsflut nach Amerika von noch nie dagewesenen Ausmaßen - besonders
aus den nördlichen und östlichen Gebieten wie Mecklenburg, Pommern und
Ostpreußen. In den neunziger Jahren jedoch ging die Auswanderung drastisch auf durchschnittlich nur 30 000 Personen pro Jahr zurück, da die
industrielle Entwicklung in Deutschland den Bauern und landwirtschaftlichen Arbeitern Beschäftigung bot.
Ende des 19. Jahrhunderts gab es ungefähr 8 Millionen Deutsche der
ersten und zweiten Generation in den Vereinigten Staaten. Das waren rund
zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Zwei Drittel davon lebten in Gemeinden mit 2 500 oder mehr Einwohnern, die übrigen auf Farmen oder in Dörfern.
Hinsichtlich ihrer beruflichen Tätigkeit wurden die Deutsch-Amerikaner besonders vom Molkereiwesen und in den Städten von den verschiedensten Nahrungsmittelindustrien und dem Brauereiwesen angezogen. Auch als Händler
und Facharbeiter waren viele tätig. Andere wiederum fanden im Dienstleistungsgewerbe ihren Platz, viele aber gehörten auch zu der Kategorie
der ungelernten Arbeiter. Es blieb nicht aus, daß die Deutschen in Berufen unterrepresentiert waren, die eine gute Beherrschung des Englischen
erforderten. Am bedeutsamsten war jedoch, daß die Deutschen genau so vielfältig waren wie die amerikanische Gesellschaft selbst - mit Reichen und
Armen, Gebildeten und Ungebildeten, mit Stadt- und Landbewohnern und mit
einer Vielzahl religiöser Überzeugungen. In dieser Hinsicht hatten die
Deutschen einen eindeutigen Vorteil gegenüber anderen ethnischen Gruppen,
die weit deutlicher auf die unteren Berufs- und Einkommensgruppen konzentriert waren.
Mit dem

�Mit dem Ersten Weltkrieg kam eine Zeit der Schwierigkeiten für die
Deutsch-Amerikaner. Es war eine Zeit, als Eürger deutscher Abstammung
belästigt und verfolgt wurden, als das amerikanische Volk von einer Welle antideutscher Gefühle überschwemmt wurde. Tatsächlich gab es für kurze Zeit in den Vereinigten Staaten einen Krieg gegen die deutsche Sprache und Kultur, Dieses Phänomen läßt sich zumindest teilweise durch das
Verhalten deutsch-amerikanischer Kulturchauvinisten erklären - besonders
der Herausgeber und Redakteure deutschsprachiger Zeitungen -, die in der
Zeit der amerikanischen Neutralität von 1914 - 1917 eine überspannte prodeutsche Haltung einnahmen. Im Jahr 1916 opponierten sie nachdrücklich
gegen die Wiederwahl Präsident Wilsons, der ihrer Meinung nach den Alliierten gegenüber große Sympathien zeigte. Als dann die Vereinigten
Staaten 1917 Deutschland den Krieg erklärten, fanden sich viele Amerikaner deutscher Geburt, oder Abstammung dem Verdacht ausgesetzt, unloyal
zu sein. Hunderte deutschsprachiger Zeitungen stellten ihr Erscheinen ein,
zahllose soziale und kulturelle Vereine lösten sich auf und viele deutschamerikanische Schulen gingen rasch zur Verwendung der englischen Sprache
über.
Nach dem Krieg machten einige Deutsch-Amerikaner Anstrengungen, um
das deutsche ethnische Leben in den Vereinigten Staaten wiederzubeleben,
waren jedoch dabei nicht sehr erfolgreich, auch wenn es zu Beginn der
zwanziger Jahre zu einem gewaltigen Wiederaufschwung der deutschen Einwanderung kam. Erfüllt mit Bitterkeit und Groll nach dem Trauma des
Ersten Weltkriegs versuchten manche, durch vereinte politische Aktionen
die Achtung zurückzugewinnen. Nachdem diese Strategie in den zwanziger
Jahren mehrmals zu keine: Ergebnis führte, wurde die Betonung auf das
Kulturelle verlegt. Aber auch diese Anstrengung schlug fehl, weil sich
die Programme auf elitäre Werte gründeten, die im Widerspruch zu jenen
standen, die der deutsche Durchschnittseinwanderer jener Zeit vertrat.
Während der Großen Depression der dreißiger Jahre trat diese Kulturidee
immer mehr in den Hintergrund, zumal deutsch-amerikanische Nazis mit
ihrer Strategie des Blutes die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich

- 5 -

�auf sich zogen. Dieses rassistische Streben nach ethnischer Einheit
war für die große Mehrheit der Deutsch-Amerikaner unannehmbar. Als die
Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eintraten, vermieden sie
sorgfältig die Fehler des früheren Konfliktes. Diesmal wurden nicht wieder deutsch-amerikanische Ressentiments geschürt und auch die Unterdrückung wie zur Zeit des Ersten Weltkriegs wiederholte sich nicht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine weitere große Welle deutscher Einwanderung nach Amerika. Nahezu 1 Million Menschen kamen an vor allem in den fünfziger Jahren. Sie hofften, den mit dem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wiederaufbau in Europa verbundenen Problemen zu entkommen und in Amerika ein besseres Leben zu finden. Wie
bei der großen deutsch-jüdischen Emigration der dreißiger Jahre umfaßte
diese Nachkriegsbewegung einen unverhältnismäßig hohen Anteil von Wissenschaftlern, Technikern und anderen gut ausgebildeten Personen. Dann
gab es die Bräute amerikanischer Soldaten in Deutschland, wieder andere
waren Vertriebene - Flüchtlinge deutscher Abstammung aus Osteuropa, die
1945 vor den Sowjetarmeen in den Westen geflohen waren.
Wie den Einwanderern der zwanziger Jahre war auch diesen Emigranten aus Deutschland sehr daran gelegen, sich so rasch wie möglich der
amerikanischen Gesellschaft und Kultur anzupassen. Nur wenige wollten
die deutsche Sprache und Kultur in Amerika beibehalten. Daher kam es
auch nicht wie vor dem Ersten Weltkrieg zu einem organisierten Deutschtum. Stattdessen hält sich deutsches Volkstum in örtlichen Vereinen, die
es noch immer in den großen Zentren deutsch-amerikanischer Bevölkerung
- wie New York, Chicago, Cleveland sowie Kalifornien und Florida - gibt.
Solche Organisationen in den Vereinigten Staaten finden die Beteiligung
nur eines kleinen Teils in Deutschland geborener Personen. Gruppierungen
dieser Art bringen Menschen zusammen, deren Bezug zur deutschen Sprache
und Kultur mehr gefühls- als verstandesmäßig ist, mehr gesellschaftlich
als politisch. Sie bieten eine Atmosphäre, in der Deutsch-Amerikaner

�Deutsch-Amerikaner miteinander reden, essen, spielen, singen und tanzen
können, die gleiche Werte und gleiche Einstellungen vertreten.
Die Wirkung von 300 Jahren deutscher Einwanderung in die Vereinigten Staaten ist insgesamt gesehen gewaltig. Der Volkszählung von 1980
zufolge stammen ungefähr 52 Millionen der insgesamt 226 Millionen Menschen zählenden amerikanischen Bevölkerung von deutschen Einwanderern
ab. Sie sind sicher die größte Einzelgruppe und übertreffen hierbei sowohl die Iren als auch die Engländer. Kein Wunder, daß Amerikaner deutscher Abstammung Männer und Frauen von gewaltiger Bedeutung für das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben hervorgebracht
haben - zu denen berühmte Staatsmänner, Militärs, Wissenschaftler, Bankiers, Industrielle, Musiker, Maler, Schriftsteller und viele andere gehören. Ihr Gesamtbeitrag zum Leben und zur Kultur Amerikas ist unschätzbar.

+ + + + +

- 7 -

�</text>
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