<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<item xmlns="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5" itemId="1800" public="1" featured="0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5 http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5/omeka-xml-5-0.xsd" uri="https://www.amerikahaus-archiv.de/items/show/1800?output=omeka-xml" accessDate="2026-11-04T01:24:19+00:00">
  <fileContainer>
    <file fileId="1811">
      <src>https://www.amerikahaus-archiv.de/files/original/489393876afa74091fbb2015384ad78d.pdf</src>
      <authentication>afe7f6c591212a55d79b2b6f6ef8984c</authentication>
      <elementSetContainer>
        <elementSet elementSetId="4">
          <name>PDF Text</name>
          <description/>
          <elementContainer>
            <element elementId="52">
              <name>Text</name>
              <description/>
              <elementTextContainer>
                <elementText elementTextId="9133">
                  <text>23. März 1983

13

INHALT

DOKUMENTATION
Reagan fordert Moskau zur Beendigung des Blutvergießens in
Afghanistan auf
- USA begingen "Afghanistan-Tag" Wirtschaftsgipfel soll Wachstum in den Mittelpunkt stellen
- Rede des Stellvertretenden US-Außenministers in Genf -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Arbeitsmarkt für Naturwissenschaftler und Ingenieure
- Berufliche Weiterbildung für bestimmte Berufsgruppen immer
wichtiger Hämodialyse bei Erythematodes-Fällen mit Nierenkomplikation

Um Uber/endung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00
D 5300 Bonn 2

Tel.: 0228-339 22 40
Telex: 8-85432

�Dokumentation

i

United States Information Service
Embassy of the United States of America

13

23. März 1983

REAGAN FORDERT MOSKAU ZUR BEENDIGUNG DES BLUTVERGIESSENS IN
AFGHANISTAN AUF
- USA begingen "Afghanistan-Tag" -

WASHINGTON - (AD) •• Präsident Ronald Reagan hat die Sowjetunion aufgefordert, das Blutvergießen in Afghanistan zu beenden, damit ein unabhängiges
Land endlich wieder seinen Platz in der Völkergemeinschaft einnehmen könne.
Der Appell des amerikanischen Präsidenten ist in einer Erklärung zum
"Afghanistan-Tag" enthalten, der am 21. März 1983 mit Kundgebungen und Protestmärschen zur Unterstützung des afghanischen Volkes in allen Teilen der
Vereinigten Staaten und der freien Welt begangen wurde.
Die Erklärung Reagans hat folgenden Wortlaut:
"Heute, am 21. März 1983, wird in vielen Teilen der moslemischen Welt
der Neujahrstag begangen.

Neujahr sollte natürlich eine Gelegenheit zum

Feiern sein. Aber für die moslemischen Menschen in Afghanistan, das von
der sowjetischen Armee angegriffen und besetzt wurde, ist dieser Tag eine
bittere Erinnerung an ein nationales Unglück, das vor mehr als drei Jahren
über dieses Volk hereinbrach.

Um die Aufmerksamkeit der Welt auf dieses Ver-

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�dieses Verbrechen gegen ein unschuldiges und tapferes Volk zu lenken, begehen wir heute zum zweitenmal

ien 'Afghanistan-Tag'.

In Afghanistan sind Zehntausende getötet worden, Millionen Menschen
haben ihr Heim und ihren Unterhalt verloren.
anderen Grausamkeiten unterworfen.

Andere waren Folterungen und

Und viele andere mehr wurden Opfer der

schrecklichen chemischen und biologischen Waffen, einschließlich des 'gelben
Regens' - Waffen, die die Sowjets unter Verletzung internationaler Abkommen
eingesetzt haben.

Die Folgen und Auswirkungen dieses Unglücks erstrecken

sich auch auf Pakistan, das die Last der Unterbringung und Versorgung von
nahezu drei Millionen Flüchtlingen auf sich genommen hat.
Doch während wir die Ereignisse in Afghanistan mit allem Nachdruck verurteilen, sind wir nicht ohne Hoffnung.

Wenn man sieht, wie die mutigen

afghanischen Freiheitskämpfer mit einfachen Handfeuerwaffen gegen moderne Arsenale ankämpfen, dann ist dies ein Ansporn für alle, die die Freiheit lieben.

Der Mut dieser Menschen lehrt uns etwas Großes:

Daß es Dinge auf die-

ser Welt gibt, die es wert sind, verteidigt zu werden.
Dem afghanischen Volke rufe ich im Namen aller Amerikaner zu, daß wir
sein Heldentum, seinen Einsatz für die Freiheit und seinen unermüdlichen
Kampf gegen seine Unterdrücker bewundern.
Das sowjetische Volk hat große Leiden erfahren. Mehr als jedes andere
Volk sollte es in der Lage sein, angesichts des schrecklichen Leids des
afghanischen Volkes Mitgefühl zu empfinden. Im Namen der Humanität appelliere ich an die sowjetischen Führer: Beendet das Blutvergießen, damit ein
unabhängiges Afghanistan seinen Platz in der Völkergemeinschaft wieder einnehmen kann. Wir führen gegen Afghanistan nichts im Schilde. Wir bedrohen
Euch weder dort noch irgendwo anders auf der Erde. Alles, was wir wollen,
ist die Wiederherstellung des Friedens und der Freiheit für ein edles und
tapferes Volk, dem unsere Gedanken heute gewidmet sind."
In einer

�In einer gesonderten Botschaft an die Teilnehmer einer Kundgebung anläßlich des "Afghanistan-Tages" in Washington betonte der amerikanische Präsident, solche öffentlichen Proteste bekräftigten die Unterstützung des
amerikanischen Volkes für die afghanische Freiheitsbewegung.

Diese Botschaft Reagans hat folgenden Wortlaut:

"Ich freue mich, den Organisatoren und Teilnehmern dieser Kundgebung aus
Anlaß des zweiten 'Afghanistan-Tages' meine herzlichen Grüße übermitteln zu
können.

Dieser Tag, der mit dem afghanischen Neujahrstag zusammenfällt, ist

ein überaus angemessener Zeitpunkt, um die tapferen Menschen zu ehren, die
gegen eine überwältigende Übermacht ankämpfen, um ihre Freiheit wiederzuerlangen.

Ich glaube, dieser Anstrengung, die Sie sowie andere Organisationen in
allen Teilen der Vereinigten Staaten anläßlich dieses Tages unternehmen,
kommt eine sehr große Bedeutung zu.

Sie zeigt die breite öffentliche Unter-

stützung in diesem Lande für die afghanische Widerstandsbewegung in ihrem
Kampf gegen die sowjetische Aggression auf.

Sie zeigt den tapferen Freiheits-

kämpfern, daß sie in ihrer Verteidigung der Freiheit nicht alleinstehen
und daß das amerikanische Volk weder ihre Opfer vergessen, noch ihre Sache
im Stich lassen wird.

Der Sowjetunion ist es nicht gelungen, Afghanistan zu unterwerfen,
weil das afghanische Volk einen so unglaublichen Geist, Mut und eine solche
Harträckigkeit bewiesen hat.

Diesen Freiheitskämpfern und allen, die sie

unterstützen, übermittle ich meine besten Wünsche für das neue Jahr.

Es

ist meine eindringliche Hoffnung, daß das neue Jahr dem,Afghanistan von der
Sowjetunion auferlegten Leiden ein Ende setzen und die Wiederherstellung der
Freiheit und der Unabhängigkeit des Landes bringen wird.

Ich spreche Ihnen meine Glückwünsche und meinen Dank aus, die Sie heute
hier versammelt sind, um Ihre Solidarität mit der großen Mehrheit des

- 3 -

�Mehrheit des afghanischen Volkes zu bekräftigen, das um seine Freiheit
kämpft; und meine Glückwünsche und mein Dank gelten auch dem Komitee für
ein freies Afghanistan, das diese Kundgebung organisiert hat."

Abrams fordert internationale Unterstützung für Afghanistan
Für eine internationale Unterstützung des afghanischen Freiheitskampfes
setzte sich auf der Kundgebung der Unterstaatssekretär für Menschenrechte und
humanitäre Fragen im State Department, Elliott Abrams, ein.
Seine Ausführungen haben folgenden Wortlaut:
"Wir sind heute hier, um uns daran zu erinnern, daß dieses Land und
sein Volk niemanden bedroht. Wir sind heute hier, um uns daran zu erinnern,
daß seine nationale Unabhängigkeit von der Sowjetunion in brutaler Weise vernichtet wurde.

Wir sind heute hier, um uns ins Gedächtnis zurückzurufen, daß

ein Fünftel seiner Bevölkerung aus dem Land vertrieben wurde, um im Exil und
meist in Not leben zu müssen.

Wir sind heute hier, um unsere Besorgnis für

jene Flüchtlinge zum Ausdruck zu bringen sowie unsere anhaltende Verpflichtung, sie mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Unterkunft zu versorgen.

Ihre

Tapferkeit ist erstaunlich, genauso erstaunlich wie die Tapferkeit der
Mujahedin, die für Afghanistan kämpfen.
Seit drei Jahren haben über 100 000 Soldaten auf Männer und Frauen, auf
Kinder, ja, auf Säuglinge geschossen, sie bombardiert und niedergemetzelt,
wobei jedes Element der sowjetischen Kriegsmaschinerie eingesetzt wurde,
einschließlich chemischer Waffen, die die gesamte Zivilisation geächtet hat.
Zu Tausenden sind Unschuldige gestorben - Kinder an der Hand ihrer Mütter,
Mütter, die sich in ihren Häusern aufhielten - die jüngsten Opfer des sowjetischen Imperialismus und der sowjetischen Brutalität. Noch vor zwei Wochen
hat unser Präsident das sowjetische System als Sammelpunkt des Bösen in der
Welt bezeichnet. Niemand, der sich an Afghanistan erinnert, kann daran zweifeln, daß er recht hat.
. f Greuel

�Auf Greuel folgen Greuel; Mord zieht Mord nach sich; auf Angriffe folgen Gegenangriffe.

Afghanistan wurde niedergebrannt, seine Dörfer wurden

dem Erdboden gleichgemacht, seine Bevölkerung wurde vertrieben oder getötet,
Es ist ein Abbild sowjetischer Unmenschlichkeit und sowjetischen Verbrechens,
das jeden von uns in die Verzweiflung treiben könnte.

Aber dies muß nicht sein - nicht, wenn wir dem Mut des afghanischen
Volkes Achtung zollen.
lung.

Denn, an was dieses Volk zuletzt denkt, ist Verzweif-

Es denkt ans überleben, an den Widerstand und an eine Zukunft, die

seine nationale Eigenständigkeit wiederherstellt.
nicht gewonnen.

Denn die Sowjets haben

Die Afghanen haben einen sowjetischen Sieg nicht zugelassen.

Sie werden sich nicht unterwerfen, und sie werden nicht kapitulieren.

Von ihnen können wir nur lernen.
gend

Die sowjetische Macht ist furchterre-

- aber man kann ihr widerstehen, wie dies die Afghanen tun - im Namen

der Unabhängigkeit und Gottes.
Sie kämpfen für einen Abzug der sowjetischen Truppen, für eine Rückkehr der Flüchtlinge, für ein unabhängiges Land.

Sie müssen wissen, daß zivilisierte Männer und Frauen überall auf der
Welt auf ihrer Seite stehen - bei den Vereinten Nationen, auf der Konferenz
über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, in der Bewegung der Blockfreien, auf der islamischen Konferenz und natürlich hier in Washington heute.
Wir sehnen die Zeit herbei, da der 'Afghanistan-Tag1 nicht darauf abzielt, Flüchtlingen und Kriegern zu helfen, sondern begangen wird als eine
Erinnerung an ein tapferes Volk, das Widerstand leistete und Erfolg hatte.
Wir wissen nicht, ob der Tag des Friedens nahe ist, aber wollen wir doch entschlossen sein, ihn durch unsere Unterstützung Afghanistans näherzubringen.
Denn ihr Kampf gegen den sowjetischen Imperialismus, gegen schändliche Brutalität, gegen unmenschliche Waffen, ihr Kampf für die nationale Unabhängigkeit,
für eine Rückkehr in ihre Heimat und für den Frieden ist genauso auch unsere
Sache."
+ + + + +
- 5 -

�13

23. März 1983

WIRTSCHAFTSGIPFEL SOLL WACHSTUM IN DEN MITTELPUNKT STELLEN
- Rede des Stellvertretenden US-Außenministers in Genf -

GENF - (AD) - Der Stellvertretende amerikanische Außenminister Kenneth
Dam erklärte in Genf, die Vereinigten Staaten erwarteten von dem Wirtschaftsgipfel im Mai in Williamsburg, daß die Führer der westlichen Industrienationen ein geordnetes und nichtinflationäres Wachstum als oberstes Ziel setzen
werden. In einer Rede am 21. März 1983 vor dem Institut für fortgeschrittene
internationale Studien vertrat Dam die Auffassung, ein solches Wachstum sei
die "einzige dauerhafte Lösung" für die wirtschaftlichen Probleme der westlichen Welt. Der nächste Wirtschaftsgipfel findet vom 28. bis 30. Mai auf
Einladung der amerikanischen Regierung in Williamsburg im Staate Virginia
statt.
Dam befindet sich derzeit auf einer Europareise - vom 18. bis 27. März -,
deren Stationen Genf, Oslo, Kopenhagen, Bonn, Berlin und Budapest sind.
Seine Rede in Genf hat folgenden Wortlaut:
In Erwartung

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�In Erwartung von Williamsburg:

Die internationale Wirtschaftspolitik der USA

Die Schweiz ist die erste Station auf einer Reise, die mich noch nach
Norwegen, Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland und Ungarn führen wird.
Der Zweck meiner Reise nach Westeuropa ist es, mit unseren Partnern in den
demokratischen Industriestaaten über die vor uns stehenden Herausforderungen
zu sprechen.

Diese Herausforderungen sind militärischer, politischer und

wirtschaftlicher Natur:
- Wir müssen auf die sowjetische Aufrüstung wo notwendig durch die Modernisierung unserer Abschreckung reagieren und wo möglich eine wirksame
Rüstungskontrolle erreichen.
- Wir müssen unsere demokratischen Werte im eigenen Lande bewahren und im
Ausland unterstützen.
- Und wir müssen ein nichtinflationäres Wachstum fördern und das offene
Handelssystem erhalten, von dem dieses abhängt.
Der letzte dieser Punkte, die Notwendigkeit eines weltweiten Wachstums,
ist heute mein Thema.
Wir kommen aus einer Rezession heraus, die 17 Monate dauerte. Diese
Rezession war die längste seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Wirtschaftstätigkeit in Nordamerika und Europa ging zurück; Japans industrielle Produktion flachte ab; das Wachstum in mehreren Entwicklungsländern stagnierte unter
dem Gewicht von 700 Milliarden Dollar internationaler Schulden. Die Arbeitslosigkeit ging steil in die Höhe - in den 24 Industrieländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind 32 Millionen Menschen ohne Arbeit.
Wir wissen alle, daß die Rezession nicht nur materielle Belastungen
gebracht hat. Sie hat in einigen Ländern die Demokratie belastet und in
- 2 -

�und in anderen politischen Umsturz hervorgerufen.

Die Beziehungen unter

alten Verbündeten wurden durch Handelsstreitigkeiten belastet.

Die Rezes-

sion hat die Fähigkeit des Westens in Frage gestellt, mit der sowjetischen
Aufrüstung gleichzuziehen, und die Abhängigkeit vom Handel mit Osteuropa
und der Sowjetunion gefördert.
Wir wurden während dieser Rezession von dem Grundprinzip alliierter
Zusammenarbeit geleitet: Wenn einer von uns versuchen sollte, seine Probleme zu umgehen, indem er sie seinen Partnern aufbürdet, dann werden wir alle
Schiffbruch erleiden.
In einigen Industrieländern gibt es heute Anzeichen einer Neubelebung
der Wirtschaft. Diese Anzeichen dürften Ende Mai noch deutlicher sein. Zu
jenem Zeitpunkt werden die Staats- und Regierungschefs der sieben größten
Industrienationen und der Präsident der EG-Kommission in dem historischen
Williamsburg in Virginia zusammenkommen.
Ich möchte heute darüber sprechen, daß der Gipfel in Williamsburg in
Ton und Inhalt eine Abkehr von den bisherigen Wirtschaftsgipfeln darstellen wird. Die früheren Gipfeltreffen waren durchstrukturiert und formell.
Williamsburg soll flexibel und informell werden. Auf früheren Gipfeltreffen
standen antiinflationäre Politiken im Mittelpunkt. In Williamsburg wird
sich der Nachdruck auf Politiken verlagern, die Wachstum fördern - ohne die
Inflation neu anzufachen.
Bei der Erörterung der Fragen, mit denen sich die Partner auf dem
Gipfeltreffen zu befassen haben werden, möchte ich meine Ausführungen in
drei Kapitel unterteilen: Erstens, eine Analyse der Ursachen der weltweiten
Rezession; zweitens, eine Beschreibung ihrer Heilung - weltweites Wirtschaftswachstum; und drittens, einen überblick über die Fragen, die wir nicht außer
acht lassen dürfen, wenn wir den Wiederaufschwung festhalten wollen, der in
unserer Reichweite liegt.
Die Rezession

- 3 -

�Die Rezession
Der gegenwärtige Zustand der Weltwirtschaft hat seine Wurzeln in den
sechziger und siebziger Jahren.

Steigende Inflation Ende der sechziger

Jahre änderte die Wettbewerbslage der Industrien in Europa, Japan und den
Vereinigten Staaten und untergruben das System der festen Wechselkurse.
Dem Schritt zu floatenden Wechselkursen im Jahr 1973 folgten innerhalb
eines Jahres eine Vervierfachung der Weltölpreise und eine Verlagerung der
Verteilung des Reichtums der Welt.
Nach 1973 erreichte die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC)
einen Oberschuß in der Leistungsbilanz, und die öl importierenden Länder hatten ein entsprechendes Defizit.

Von 1974 bis 1980 standen die Industrie-

staaten vor Leistungsbilanzdefiziten, die im Schnitt 20 Milliarden Dollar
pro Jahr betrugen.

Die kein öl besitzenden Entwicklungsländer verzeichneten

jährliche Defizite von 47 Milliarden Dollar.

Diese Defizite stellten unge-

heure Kapitalanforderungen an die Geldmärkte.

Handelsbanken wurden die das

Risiko tragenden Vermittler zwischen der OPEC und den Kreditnehmerländern.
Als Ergebnis stieg der Stand der internationalen Verschuldung der heute bei
700 Milliarden Dollar liegt - von 1972 bis 1982 um das Siebenfache.

In den

gleichen zehn Jahren stieg die Verschuldung an private Kreditgeber von 40
auf 60 Prozent der Verschuldung der Entwicklungsländer (LDC).
Es wäre jedoch falsch, das Erbe der Jahre des ölschocks als ein Schuldenproblem zu bezeichnen. Wir stehen heute vor einem Einkommensproblem.
Sicherlich haben die Entwicklungsländer in den siebziger Jahren viel Geld
geborgt, aber auch Privatfirmen borgen viel. Der Unterschied besteht darin,
daß Unternehmen in Produktivkapazität investieren, um Einkommen zu schaffen,
mit dem sie ihre Schulden zurückzahlen. Einige Entwicklungsländer neigten
jedoch dazu, in Konsum statt in Produktion zu investieren, d.h., sie pumpten,
um interne Einkommensverlagerungen zu finanzieren. Diese fragwürdige Strategie konnte so lange toleriert werden, wie die Exporterlöse rasch genug
stiegen, um für den Schuldendienst aufzukommen. Das war von 1975 bis 1979

- 4 -

�bis 1979 der Fall, als die Exporte der Entwicklungsländer jährlich um
22 Prozent stiegen und damit in etwa mit dem Wachstum der Verschuldung
dieser Länder um jährlich 25 Prozent Schritt hielten.
Nach dem zweiten ülschock 1979/80 führten jedoch die wichtigsten Industriestaaten eine restriktivere Währungspolitik ein. Diese Politik
bremste die Inflation, steigerte die Realzinsen und setzte eine Abkehr
von den wirtschaftlichen Exzessen der siebziger Jahre in Gang. Der Durchschnittspreis für ein Barrel OPEC-Öl stieg von 13 Dollar Ende 1978 auf 35
Dollar 1981. Diese Erhöhung fraß drei Prozent oder 200 Milliarden Dollar
vom Nationaleinkommen der OECD-Länder auf. Die entsprechende Verringerung
der realen Nachfrage im Westen verringerte die Exporterlöse der Entwicklungsländer und drückte auf die Preise ihrer Rohstoffe. Gleichzeitig erhöhten
steigende Zinssätze und ein starker Dollar die Kosten der Entwicklungsländer für den Schuldendienst von 18 Prozent ihrer Gesamtexporte von 1980
auf 24 Prozent ihrer Exporte 1982.
Das Problem, vor dem die hochverschuldigen Entwicklungsländer stehen,
ist ernst. Steigende Kosten des Schuldendienstes verbrauchen einen wachsenden Anteil an rückläufigen Exporterlösen. Viele Entwicklungsländer
kämpfen heute darum, ihre Exporte zu steigern und ihre Importe zu senken.
Um mit ihren Schuldenproblemen fertig werden zu können, brauchen sie den
Zugang zu unseren Märkten. Das kommt zu einer Zeit, in der wir im Westen
Rekordhöhen der Arbeitslosigkeit, schlechtere Handelsbilanzen und ein geringeres Realeinkommen erleben. Als Ergebnis stehen die internationalen
Finanz-, Handels- und Währungssysteme unter schwerer Belastung.

Das Heilmittel: Weltweites Wirtschaftswachstum
Aber wenn man das Schuldenproblem lösen wollte, ohne das Weltwirtschaftsproblem zu lösen, dann wäre das, als ob man die Glut im Aschenbecker
löschen und das Zimmer in Flammen stehen lassen würde. Die einzige dauer-

- 5 -

�einzige dauerhafte Lösung für das Einkommensproblem der Entwicklungsländer
wie auch für die ernsten wirtschaftlichen Probleme der Industriestaaten ist
anhaltendes weltweites Wachstum.

Ein solches Wachstum wird eine vernünftige

Binnenwirtschaftspolitik erfordern, die die Inflation niedrig hält und Produktion und Investitionen anregt.
Mehrere große Industrieländer sind im Begriff, mit einer Expansion
der Weltwirtschaft voranzugehen.

So ist beispielsweise in den Vereinigten

Staaten die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - von 12,4
Prozent 1980 auf nur noch 3,8 Prozent in den diesen Januar abgelaufenen 12
Monaten zurückgegangen.

Die Primarate liegt jetzt bei 10,5 Prozent - der

Hälfte des kürzlichen Höchststandes von 21,5 Prozent.

Im Februar stieg die

Industrieproduktion im dritten Monat hintereinander auf einen Stand von
1,8 Prozent über dem Tiefstand vom November 1981. Und schließlich hat der
Aktienindex von Dow-Jones zum erstenmal in der Geschichte die 1100-Grenze
überschritten.

Der Chef der Volkswirtschaftsabteilung in unserem Handels-

ministerium bezeichnete das als "erstaunlich gute Nachrichten."
Der kürzliche Rückgang der öl preise ist eine weitere gute Nachricht.
So wie die öl Preiserhöhungen in den siebziger Jahren deflationär wirkten,
so dürfte der Preisrückgang expansiv wirken. Man hat geschätzt, daß ein
Rückgang um fünf Dollar pro Barrel das Bruttoinlandsprodukt im OECD-Gebiet
in diesem Jahr um ein halbes Prozent steigern und die Inflationsrate um
einen Prozentpunkt senken und auch zu einer Senkung der Zinsen führen
wird. Niedrigere öl preise mögen einigen öl Produzenten, wie Mexiko, Venezuela
und Nigeria, schaden. Aber der Nutzen aus niedrigeren Zinssätzen und stärkerem wirtschaftlichem Wachstum dürfte weltweit sehr viel größer sein.
Wir stehen jetzt an einem Neubeginn.

Inflation und Energiepreise, die

beiden Hemmschuhe des Wachstums seit Anfang der siebziger Jahre, drücken
nicht mehr so sehr.

In Ottawa und Versailles lag der Nachdruck auf Anti-

inflationspolitik.

In Williamsburg wird sich der Nachdruck verlagern, aber

deutlicher werden.

Die demokratischen Industriestaaten in Nordamerika,

- 6 -

�in Nordamerika, Europa und Asien müssen eine Wirtschaftsstrategie für ein
anhaltendes Wachstum entwickeln, das die Gewinne nicht gefährdet, die wir
in den letzten Jahren errungen haben.

Eine solche Strategie müßte sich

auf vier Gebiete konzentrieren:
Erstens, Stärkung des offenen Handelssystems;
zweitens, Unterstützung des internationalen Finanzsystems;
drittens, Verbesserung des Währungssystems; und
viertens, Entwicklung eines gemeinsames Ansatzes des Bündnisses für die
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West.

Stärkung des offenen Handelssystems
Der Ministertagung des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT)
im November vorigen Jahres ist es nicht gelungen, alles zu schaffen, was
wir uns vorgenommen hatten.

Aber sie hat das GATT-System zusammengehalten

und es in eine, wenn auch noch so langsame, Bewegung in positive Richtung
versetzt.

Die Minister verpflichteten sich, davon Abstand zu nehmen, irgend-

welche Maßnahmen zu ergreifen oder beizubehalten, die mit dem GATT unvereinbar sind.

Diese Verpflichtung, den offenen Handel von Worten in konkretes

Handeln zu übersetzen, ist heute schwieriger und wichtiger denn je.
Das Wirtschaftswachstum stockte Mitte der siebziger Jahre und hat sich
seit 1980 drastisch verlangsamt. In den Jahren 1980 bis 1982 stieg das Realprodukt im OECD-Gebiet nur um zwei Prozent. Entsprechend dieser Verlangsamung des Wachstums ging der Welthandel - der 1981 in seinem Volumen stagnierte - im Jahr 1982 um schätzungsweise zwei Prozent zurück.
Der Schlüssel zum Wiederaufschwung ist verstärkter Handel, nicht weniger Handel.

Doch haben die Rezession und die hohen Arbeitslosenzahlen im

Westen verständlicherweise den protektionistisehen Druck verstärkt. So wird
z. B. in den Vereinigten Staaten der 98. Kongreß auf eine Gesetzgebung
- 7 -

�eine Gesetzgebung drängen, die den einheimischen Anteil an Erzeugnissen zufriedenstellend regelt, wird landwirtschaftliche Subventionen sowie protektionistische Maßnahmen fordern, die die am härtesten getroffenen Sektoren
wie Stahl und Autos betreffen. Auch Europa sündigt. Aufgrund von existierenden freiwilligen Beschränkungsabkommen können jährlich nur 11 von 100
britischen Autokäufern (und nur 3 von 100 französischen) ein neues japanisches Auto wählen.
Diese protektionistischen Maßnahmen drohen, den Prozeß der Wiedergesundung abzuwürgen.

Quoten, Zölle und andere Handelsbarrieren bringen uns

höhere Kosten und verwehren den Kreditnehmerstaaten die Einnahmen in harter
Währung, die sie benötigen, um ihrem Schuldendienst nachzukommen und unsere
Exporte zu kaufen. Umgekehrt bewirkt das offene Handelssystem, daß die
Ressourcen auf produktivste Weise eingesetzt und dadurch mehr Arbeitsstellen
geschaffen als zerstört werden. Folgerichtig hat Präsident Peagan versichert,
daß die Vereinigten Staaten sich nicht von den Prinzipien eines offenen Handelssystems abwenden werden.
Dies bedeutet jedoch nicht, daß wir den handelsverzerrenden Praktiken
anderer Staaten gewissermaßen die andere Wange hinhalten - vor allem bei jenen, die auf Sektoren - wie Landwirtschaft und Dienstleistungen - zu finden
sind, bei denen wir uns vergleichsweise gewisser Vorteile erfreuen. Die
Vereinigten Staaten erkennen keinen Unterschied zwischen Handel auf diesen
Sektoren und Handel mit anderen Gütern.
Die gegen den Wettbewerb gerichteten Praktiken - wie etwa die Exportsubventionen der Europäischen Gemeinschaft - dauern jedoch unvermindert an.
Während die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse in den Vereinigten
Staaten real seit ihrem Höhepunkt im Jahr 1973 stetig zurückgegangen sind,
hat die Landwirtschaftspolitik der Europäischen Gemeinschaft die Preise von
einigen wesentlichen Erzeugnissen künstlich auf einen Preis hochgetrieben,
der um das Doppelte über dem in den Vereinigten Staaten liegt, und dadurch
zu einer hohen Produktion angereizt. Die sich dadurch ergebenden Überschüsse

- 8 -

�ergebenden Überschüsse werden dann mit Hilfe umfangreicher Subventionen
exportiert.

Diese Praxis hat dazu beigetragen, daß die europäischen Bauern

ihren Anteil an Märkten von Drittländern auf Kosten der amerikanischen
Farmer ausgeweitet haben.

Die Vereinigten Staaten sind sich der Probleme bewußt, vor denen die
Führungen in Europa bei der Ausformulierung ihrer Landwirtschaftspolitik
stehen.

Wir haben auf EG-Subventionen mit ernsthaften Verhandlungen und

mit selektiven Maßnahmen geantwortet - so haben wir kürzlich subventioniertes Weizenmehl an Ägypten verkauft.

Das Problem des Protektionismus ist ein wirtschaftliches Problem.

Aber

es ist eine politische Forderung, es zu lösen, bevor es grundlegendere gemeinsame Interessen bedroht.

Außenminister Shultz formulierte es bei einer

Anhörung vor dem amerikanischen Kongreß so:

"Temporäre...

Maßnahmen wie die des Weizenmehl Verkaufs können mit dem

Argument gerechtfertigt werden, daß 'es dumm wäre, vernünftig zu sein, wenn
die ganze Welt verrückt ist'.

Aber die Geschichte hat uns gelehrt, daß tem-

poräre Maßnahmen dahin tendieren, dauerhaft zu werden - und der Vergeltung
wohnt eine Tendenz zur Eskalation inne.

Konstruktive Verhandlungen, bei

der der Unvernunft die Vernunft gegenübergestellt wird, bieten die einzige
dauerhafte Lösung für die Probleme des Protektionismus."
in dem meine Regierung an diese Probleme herangeht.

Dies ist der Geist,

Wir hoffen, daß unsere

Partner ein Gleiches tun.

Unterstützung des internationalen Finanzsystems
Ein starkes offenes Handelssystem wird mehr tun als lediglich die Arbeitslosenproblesnatik der Industriestaaten zu entschärfen.
die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer verringern.

Es würde außerdem

Einfuhrbeschränkun-

gen bei den Schuldnerstaaten können nur eine gewisse Menge an harter Währung

- 9-

�harter Währung freistellen; es ist der Zuwachs an Ausfuhren, der den Weg hin
zu ihrer wirtschaftlichen Wiedergesundung weist.
Die Fälle Brasilien, Mexiko und Argentinien haben gezeigt, daß die
Schuldenlast in den Griff zu bekommen ist.

Eine erfolgreiche Strategie um-

faßt eine Kombination kurzfristiger überbrückungsfinanzierung sowie Anpassungsprogramme, die in Verbindung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF)
und den Handelsbanken durchgeführt werden.
Allerdings verringern die Privatbanken nunmehr ihren Anteil an Neukrediten für die Entwicklungswelt.

Neue Bankkredite stiegen zwischen dem ersten

Halbjahr 1981 und dem ersten Halbjahr 1982 nicht mehr an; und Schätzungen
für die zweite Hälfte des Jahres 1982 zeigen einen starken Rückgang neuer
Kreditgewährung.
Ein abrupter Rückgang neuer Kreditvergabe würde die Wiedergesundung
der Schuldnerländer gefährden.

Weniger Kredite würden auch die Erholung in

Amerika und Europa verzögern, da dann die Einfuhren der Entwicklungsländer
aus dem Westen zurückgehen würden.

Die Morgan Guaranty Trust Company schätzt,

daß das Wachstum der OECD im Jahr 1983 nur 1,8 Prozent betragen würde, wenn
die Kapitalströme in die Entwicklungsländer um 25 Milliarden Dollar beschnitten würden - wobei bereits ein Unterschied von einem halben Prozentpunkt ein
beträchtlicher Rückgang wäre.
Die Studie der Morgan Guaranty hat zwar hypothetischen Charakter; aber
Einfuhrrückgänge sind bereits Wirklichkeit.
von Mexiko.

Ein dramatischer Fall ist der

Im Jahr 1982 gingen die mexikanischen Importe aus den Vereinig-

ten Staaten gegenüber 1981 um 37 Prozent zurück.

Infolgedessen ging in einem

einzigen Jahr der amerikanische Warenhandel mit Mexiko von einem 3,7 Milliarden Dollar-Überschuß in ein 4,5 Milliarden Dollar-Defizit über.

Dieser

Umschwung hat nachteilige Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und auf unsere
Beschäftigungslage.
Die Weltwirtschaft
- 10 -

�Die Weltwirtschaft ist gegenüber einem Rückgang viel zu anfällig, als
daß man eine fortdauernde Verringerung der Kreditvergabe an die Dritte Welt
zulassen dürfte.

Die Privatbanken in den Vereinigten Staaten, Europa und

Japan haben ein gemeinsames Interesse daran, genug neue Geldmittel zur Verfügung zu stellen, damit die Entwicklungsländer in die Lage versetzt werden,
ihrem Schuldendienst nachzukommen.

Die westlichen Regierungen haben des-

gleichen ein Interesse daran, daß die Entwicklungsländer über das Kapital
verfügen, um für ihre Einfuhren zu bezahlen, die wiederum die Produktivität
in ihren Ländern erhöhen und zum weltwirtschaftlichen Wachstum beitragen.
Die Vereinigten Staaten sind bereit, ihren Teil zu tun. Die ReaganAdministration unterstützt mit Nachdruck die vorgeschlagene Erhöhung der IWFQuoten um 47,5 Prozent. Wir unterstützen gleichfalls die Aufstockung der
Allgemeinen Kreditvereinbarungen (General Arrangements to borrow - GAB) von
7 Milliarden Dollar auf 19 Milliarden Dollar. Die Vereinigten Staaten drängen
darauf, daß der Quotenanstieg 1983 - anstatt 1985 - in Kraft treten soll.
Diese Mittel sind nicht erforderlich, um die Entwicklungsländer in die Lage
zu versetzen, alte Schulden abzutragen. Diese Mittel sind notwendig, um
zu einer soliden Politik zu ermutigen - um die Inflation einzudämmen, die
öffentlichen Ausgaben zu kürzen und die Mittel vom Konsum hin zu den Investitionen zu verlagern. Durch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel zur Erleichterung dieses Anpassungsprozesses trägt der IWF zur Aufrechterhaltung
der wirtschaftlichen und politischen Stabilität in der Entwicklungswelt bei.
Ich bin zuversichtlich, daß der amerikanische Kongreß sich der engen Verbindung zwischen unserem eigenen Wohlergehen und dem Wachstum der Entwicklungsländer bewußt ist und rasch reagieren wird, damit dem Quotenanstieg
zugestimmt wird.

Verbesserung des Währungssystems
Hilfe für die wirtschaftliche Expansion, die für die Wiederbelebung des
Westens und für die Verringerung der Schuldenlast der Entwicklungsländer not-

- 11 -

�Entwicklungsländer notwendig ist, könnte von einer Stabilität der Devisenmärkte kommen - etwas, was wir in den vergangenen Jahren nicht mehr gehabt
haben.
Finanzströme haben z. B. gewaltige Auswirkungen auf die Bewegungen bei
den Wechselkursen.
Schwierigkeiten.

Dies bedeutet -

vom Standpunkt des Handels aus gesehen -

Im Jahr 1982 führten die Geldströme in die Vereinigten Staa-

ten zur größten Aufwertung des Dollar seit dem Beginn des Floatens bei den
Wechselkursen.

Der starke Dollar erhöhte den Preis amerikanischer Exporte

und verringerte die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Industrie im
Kostenbereich.

Die Wirkung der Aufwertung des Dollar in den anderen Industrie-

staaten bestand in einem Rückgang des Wechselkurses ihrer Währungen und höherer Inflation.

Der starke follar dürfte auch 1983 das amerikanische Han-

delsdefizit erhöhen.
Ein weiteres Problem, vor dem wir beim internationalen Währungssystem
stehen, ist die große Unbeständigkeit der Wechselkurse. So wurde z. B. zwischen Mai und November 1982 der Yen gegenüber dem Dollar von 230 Yen auf
276 Yen abgewertet. Diese Abwertung erhöhte den Preis amerikanischer Ausfuhren nach Japan und auf die Märkte von Drittländern und verringerte den
Preis japanischer Güter für Importe in der ganzen Welt. Zum Jahresende jedoch war der Yen auf sein früheres Niveau von 230 zurückgestiegen.
Die Ursachen für diese Unbeständigkeit von Wechselkursen sind vielgestaltig und komplex. Das Problem geht zu einem großen Teil auf die unterschiedliche Inflation, die unterschiedlichen Kreditzinsen und Zinsen für Spareinlagen in den wichtigsten Industrieländern zurück. Die Vereinigten Staaten
sind der Überzeugung, daß eine Konvergenz der zugrundeliegenden Wirtschaftspolitiken notwendig ist, um eine größere Stabilität bei den Wechselkursen zu
erreichen. Glücklicherweise könnte die auf dem Wirtschaftsgipfel von Versailles vereinbarte multilaterale Überwachungsinitiative dazu beitragen, im
Verlauf der Gesundung enge Konsultationen über die Wirtschaftspolitiken
sicherzustellen.
Wirtschaftsbeziehungen zwischen
- 12 -

�Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West
Ich habe diese Diskussion damit begonnen, die grundlegenden wirtschaftlichen, militärischen und politischen Ziele zu erwähnen, vor denen die westlichen Demokratien stehen.

Diese Ziele sind nicht voneinander getrennt, son-

dern stehen miteinander in Beziehung.

Eine Sicherstellung der wirtschaft-

lichen Expansion verstärkt zugleich unsere anderen Ziele - die Sicherung des
Friedens und die Unterstützung demokratischer Wertvorstellungen sowie die
Tatsache, daß die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten sich über die Notwendigkeit einig geworden sind, eine gemeinsame Haltung bei den Ost-West-Beziehungen einzunehmen.
Am 13. November 1982 kündigte Präsident Reagan an, daß die wichtigsten
Industriestaaten des Westens sich "der Notwendigkeit bewußt sind, ihre Beziehungen zur UdSSR und zu Osteuropa auf der Grundlage einer globalen und umfassenden Politik zu gestalten, die dazu entworfen ist, ihren gemeinsamen,
grundlegenden Interessen zu dienen". Als ein Ergebnis wurde mit unseren Verbündeten Konsens darüber erzielt,
- in keine Handelsvereinbarungen einzutreten, die zum militärischen oder
strategischen Vorteil der Sowjetunion beitragen könnten;
- der gewaltig militarisierten Sowjetunion keine Präferenzhilfe zu gewähren; und
- keine neuen Erdgasverträge mit der Sowjetunion zu unterzeichnen, bis
eine neue Studie des Bündnisses über Energiealternativen vorliegt.
Auf der anderen Seite kamen wir überein, die bestehenden Kontrollen
über den Transfer von strategischen Gütern in die Sowjetunion zu verstärken
und zu untersuchen, ob unsere gemeinsame Sicherheit nicht auch neue Kontrollen in bestimmten Bereichen der Hochtechnologie - einschließlich Erdöl- und
Erdgasausrüstung - erforderlich macht.

Wir erzielten auch Einigkeit darüber,

- 13 -

�Einigkeit darüber, auf eine Harmonisierung unserer Exportkreditpolitiken
hinzuarbeiten.
Es ist jedoch wichtig, festzustellen, daß die Vereinigten Staaten nicht
einer Wirtschaftskriegführung das Wort reden.

Wir sind vielmehr ganz ein-

fach der Ansicht, daß Handel mit der Sowjetunion innerhalb eines gemeinsamen
Rahmens betrieben werden sollte, der in Einklang mit unseren politischen und
sicherheitspolitischen Zielvorstellungen steht.

Als Folge dessen hegen die

Vereinigten Staaten den Wunsch nach Aufrechterhaltung eines gegenseitig vorteilhaften Ost-West-Handels auf soliden kommerziellen Grundlagen, während
gleichzeitig strategische Exporte und andere Handelsvereinbarungen begrenzt
werden, die die militärischen Kapazitäten der Sowjetunion erhöhen würden.
Die Studien, die die Verbündeten vereinbart haben, werden vorangetrieben. Wir hoffen, daß erste Ergebnisse rechtzeitig für das Gipfeltreffen
von Williamsburg zur Verfügung stehen werden. Es herrscht zunehmender Konsens über die grundlegenden Prinzipien, die die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West leiten sollten. Die westlichen Regierungen sollten nunmehr die Politik entwickeln, die diesem Konsens konkret Ausdruck verleiht.

Schlußfolgerung
Williamsburg in Virginia spielt in unserer Geschichte eine einzigartige
Rolle. Die Erklärung der Menschenrechte von Virginia (Virginia Bill of Rights)
wurde 1776 in Williamsburg unterzeichnet. Diese Erklärung leitet sich aus
der britischen Magna Charta her; sie fand ihren Widerhall in der französischen
Erklärung der Menschenrechte; und sie hält jene Ideale hoch, die wir im Westen
gemeinsam haben:
"daß alle Menschen von Natur aus gleichermaßen frei und unabhängig sind";
"daß alle Macht im Volke ruht und sich von ihm ableitet";
"daß die
- 14 -

�"daß die Regierung eingesetzt ist oder eingesetzt werden soll

um

des gemeinsamen Wohles, Schutzes und der Sicherheit des Volkes willen".
Wenn sich die Partner des Gipfeltreffens in Williamsburg im Mai einfinden werden, werden wir Gelegenheit haben, diese Ideale erneut zu bekräftigen.

Wir haben die ölschocks, die Inflation und die Rezession überstanden.

Ich bin zuversichtlich, daß wir auch die neuen Herausforderungen meistern
werden,
- das Prinzip eines offenen Handelssystems zu unterstützen;
- die internationalen Währungs- und Finanzsysteme zu stärken; und
- einen neuen Konsens bei den Ost-West-Beziehungen zu entwickeln.
Unsere Aufgabe wird es sein, eine Strategie für nichtinflationäres
Wachstum zu entwerfen. Unser Triumph wird darin bestehen, die Fähigkeit
unserer freien Märkte und demokratischen Regierungen dabei zu demonstrieren,
für das gemeinsame Wohl, den Schutz und die Sicherheit zu sorgen.

- 15 -

�Wi//cn/chaft
und Technik
United States Information Service
Embassy of the United States of Arnerica

13

23. März 1983

ARBEITSMARKT FÜR NATURWISSENSCHAFTLER UND INGENIEURE
Berufliche Weiterbildung für bestimmte Berufsgruppen immer wichtiger

- (AD) - Computerspezialisten bleiben in den USA auch künftig gesuchte
Leute.

Für die Angehörigen aller übrigen naturwissenschaftlich-technischen

Berufe dagegen pendelt sich seit dem vergangenen Jahr ein Gleichgewicht zwischen Stellenangeboten und Stellennachfrage weitgehend ein.

Dies geht aus

der jüngsten Übersicht der Nationalen Forschungsstiftung (NSF) der Vereinigten Staaten hervor, die im Februar 1P83 veröffentlicht wurde.

Sie basiert

auf einer Reihe von Befragungen und statistischen Erhebungen bei Industrie,
Universitäten, Regierungsbehörden und Berufsverbä'nden, wie sie seit 1984
regelmäßig durchgeführt werden.
Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Beschäftigungsanstieg um fünf
Prozent pro Jahr in der Zeit zwischen 1976 und 1980 lagen die Zahlen für 1981
um acht Prozent höher, wobei fünf Prozent auf Ingenieurberufe, aber 11 Prozent auf naturwissenschaftliche Berufe entfielen. Hier wiederum ergab sich
für Computerspezialisten die größte Steigerungsrate, nämlich mehr als 20 Prozent. Auch der Anstieg bei Mathematikern und Ökologie-Spezialisten lag über
dem Durchschnitt, wofür vor allem der Bedarf an Statistikern unf Fachleuten
auf dem Gebiet der Atmosphärenforschung verantwortlich war. Statistiker wurden

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Statistiker wurden dringend gebraucht, weil die Privatwirtschaft immer größeren Wert auf Qualitätskontrolle und Trendbeobachtung sowie auf die Straffung von Management-Techniken legt.

Der Grund für den wachsenden Bedarf an

Meteorologen und Spezialisten verwandter Fachrichtungen hatte zum Teil mit
einer intensiveren Suche nach Umweltschutzmaßnahmen und alternativen einheimischen Energiequellen zu tun.

Im Gegensatz dazu lag der Bedarf an Kräften

der Fachgebiete physikalische Wissenschaften und Psychologie weit unter dem
Durchschnitt.

Auch bei den Fachgruppen aus den Ingenieurwissenschaften waren

große Unterschiede erkennbar:

Auf Chemie- und Elektroingenieure - sie mach-

ten etwa ein Viertel aller Ingenieure aus - entfielen zwei Fünftel der Wachstumsrate für die Beschäftigung in diesen Berufszwei gen.
Alles in allem waren im Jahr 1981 von 2,8 Millionen Angehörigen naturund ingenieurwissenschaftlicher Berufe 47 Prozent (1,3 Millionen) im Ingenieurfach, 14 Prozent (400 000) als Computerspezialisten und 39 Prozent
(1,1 Millionen) in natur- und sozialwissenschaftlichen Berufen tätig.

Der

Anteil derjenigen, die außerhalb ihres Fachgebietes beschäftigt waren, blieb
mit 11 Prozent stabil.

Für Arbeitslosigkeit unter Natur- und Ingenieur-

wissenschaftlern wurde ein Prozent (1976: zwei Prozent) ermittelt, d.h. der
Anteil lag weit unter den Zahlen für andere Arbeitnehmer mit beruflicher
Spezialisierung und generell für die amerikanische Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter.

Allgemein sei festzustellen, so der Bericht, daß jeder

Natur- und Ingenieurwissenschaftler, der arbeiten wollte, dies auch konnte,
obgleich nicht ausnahmslos in seinem jeweiligen Fachgebiet von Naturwissenschaft oder Technik.
In einer Tabelle schlüsselt die NSF die prozentuale Verteilung von
Arbeitsplätzen folgendermaßen auf:

- 2 -

�Fachgebiet

Wirtschaft u.
industrie

Ausbildungsinstitutionen

insgesamt

60

18

Ingenieure
insgesamt

77

Naturwiss.
insgesamt

44

29

10

17

53
36
75
50
29
15
24

25
43
10
19
40
40
36

9
11
6
16
14
2
13

13
10
9
15
17
43
28

physik. Wiss.
mathem. Wiss.
Comput. Spez.
Umwelt
Biomed. Wiss.
Psychologen
Sozialwiss.

Bundesbehörden

Andere

13

11

Etwa 28 Prozent aller unselbständig beschäftigten Naturwissenschaftler
und Ingenieure waren 1981 in erster Linie in Forschung und Entwicklung (R?.E),
weitere sieben Prozent für PM-Management tätig. Getrennt betrachtet ergaben
sich jedoch erhebliche Unterschiede: Von der erstgenannten Gruppe waren
17 Prozent in der Forschung, sieben Prozent in der Entwicklung, sechs Prozent
für R&amp;E-Management, 11 Prozent im Management, 15 Prozent als Lehrer, neun Prozent in Produktion und Inspektion eingesetzt. Bei den Ingenieuren dagegen
betrugen die entsprechenden Anteile fünf Prozent, 27 Prozent, neun Prozent,
18 Prozent, zwei Prozent und 19 Prozent.
Seit Mitte 1982 gehen die Stellenangebote der Industrie für Hochschulabsolventen in Natur- und Ingenieurwissenschaften aller akademischen Grade
zurück.

Ausgenommen sind diplomierte Elektroingenieure ("master's degree").

Für den einzelnen bedeutet allerdings der gegewnärtige Trend keine Dauergarantie auf Beschäftigung.

Die

einschlägigen Probleme wurden Ende vergan-

genen Jahres am Massachusetts Institute of Technology (MIT) von ca. 800 Ver- 3 -

�800 Vertreter aus Industrie, Regierungsbehörden und Universitäten erörtert.
Schon für die 35- bis 40jährigen bedeuten die nachrückenden Hochschulabgänger
wegen ihrer auf neueste Entwicklungen abgestellte Fachkenntnisse eine ernste
Konkurrenz. Gegenwärtig wechselten jährlich bereits fünf Prozent der Elektroingenieure ihr Arbeitsgebiet,weil sie sich den Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlten.

Dennoch sei ab 1985 speziell in dieser Berufssparte ein

großer Arbeitskräftemangel zu erwarten.

Da die Hochschulen ihre Aufnahme-

kapazität bereits voll ausschöpften, erhalte die regelmäßige berufliche Weiterbildung der Elektroingenieure immer größeres Gewicht.

Es wurde empfohlen,

dafür jährlich mehrwöchige Kurse vorzusehen, die von Hochschullehrern, sofern
nur irgend möglich, in den Betrieben abgehalten werden sollten.

+ + + + +

- 4 -

�Wi//en/chcift
und Technik
United States Information Service
Embassy of the United States of America

13

23. März 1983

HÄMODIALYSE BEI EP.YTHEMATODES-FÄLLEN MIT NIERENKOMPLIKATION

- (AD) - Mit mehrwöchiger Hämodialyse, d.h. Blutwäsche über die künstliche Niere, vermochten Pr. Robert S. Swenson und Dr. Norman S. Coplon vom
Klinikum der Stanford-I.'niversität, (Standord, Kalifornien) Patienten zu helfen, die an Erythematodes nit bestimmten nefährlichen Komplikationen leiden.
Erythematodes ist eine chronische Hauterkrankung unterschiedlicher Schweregrade. In ihrem Verlauf kommt es bei manchen Patienten nicht nur zu Schwellungen und Schmerzen an Gelenken und in der Muskulatur, sondern auch zu Schädigungen innerer Organe vne T'ieren, Herz und Leber. Die herkömmliche
Therapie besteht in der Verabreichung von Steroidhormonen wie Prednison,
die je nach dem Zustand des Patienten oft in sehr hohen Dosen gegeben werden
müssen. Bei Daueranwendung können diese Präparate jedoch eine Anzahl unerwünschter, ja gefährlicher Nebenwirkungen haben.
Die meisten Arzte lehnen bei schweren Erythematodes-Fällen mit einer
Nieren-Komplikation angesichts der Kosten und des ohnehin geschwächten Zustandes der Patienten, der zusätzliche physische und psychische Belastungen
nicht ratsam erscheinen läßt, die Anwendung der Dialyse ab.

Die beiden

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Die beiden Mediziner der Standord-Universität beobachteten damit jedoch,
wie sie im "New England Journal

of Medicine" (Ausgabe 27. Januar 1983)

berichten, im Verlauf von nunmehr 13 Jahren auffallend günstige Ergebnisse.
Bei insgesamt 28 Fällen, in denen - was allerdings relativ selten vorkommt die Nierenfunktion aufs schwerste beeinträchtigt war und die Steroid-Dosis
noch hätte angesetzt werden müssen, wurden die Patienten über einige Monate
regelmäßig an die künstliche Niere angeschlossen.

Mit Beginn der Dialyse-

Therapie wurden die Steroide abgesetzt.
Im Verlauf dieser Behandlung verbesserten sich die Nierenfunktionen
bei acht der Patienten soweit, daß sie z. T. für lange Zeitabschnitte von
der künstlichen Niere völlig unabhängig wurden.

Und bei 25 der 28 Patienten

waren nach der Dialyse die typischen Erythematodes-Symptome an der Haut verschwunden.

Weshalb, sei noch ein Rätsel, erklärte Swenson, denn die Dialyse

beseitige nur giftige Produkte als Folge des Nierenversagens, nicht aber
Erythematodes-Toxine. Möglicherweise habe der Mechanismus weniger direkt
mit der Dialyse als mit dem Abbau chemischer Nebenprodukte des schweren
Nierenversagens etwas zu tun.
Die beiden Wissenschaftler hoffen, wie sie erklären, Kollegen für
diese Therapie zu interessieren, wenn bei Erythematodes-Patienten die Nierenfunktionsstörungen einen bestimmten Grad erreicht haben. Prednison-Therapie
sollte in der dann erforderlichen überaus hohen Dosierung schon deshalb nicht
angewandt werden, weil sie die Patienten sehr anfällig für Infektionen mache,
von anderen Nebenwirkungen wie Ödembildung und Knochenentkalkung einmal ganz
abgesehen.
In den Vereinigten Staaten leiden etwa 110 000 Menschen an Erythematodes,
einer wahrscheinlich genetisch bedingten chronischen Erkrankung.

Besonders

häufig sind Frauen im dritten und vierten Lebensjahrzehnt betroffen.

Aber

nur bei einem kleinen Prozentsatz trete die Komplikation des Nierenversagens
auf, erklärte Swenson, und nur in solchen Fällen sei eine Dialyse-Therapie
angezeigt.
+ + + + +

- 2 -

�</text>
                </elementText>
              </elementTextContainer>
            </element>
          </elementContainer>
        </elementSet>
      </elementSetContainer>
    </file>
  </fileContainer>
  <collection collectionId="4">
    <elementSetContainer>
      <elementSet elementSetId="1">
        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
        <elementContainer>
          <element elementId="50">
            <name>Title</name>
            <description>A name given to the resource</description>
            <elementTextContainer>
              <elementText elementTextId="6534">
                <text>Dokumente</text>
              </elementText>
            </elementTextContainer>
          </element>
        </elementContainer>
      </elementSet>
    </elementSetContainer>
  </collection>
  <itemType itemTypeId="19">
    <name>Digitalisat</name>
    <description>Umwandlung eines physischen Dokumentes in ein digitales Medium.</description>
  </itemType>
  <elementSetContainer>
    <elementSet elementSetId="1">
      <name>Dublin Core</name>
      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
      <elementContainer>
        <element elementId="40">
          <name>Date</name>
          <description>A point or period of time associated with an event in the lifecycle of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9130">
              <text>23.03.1983</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="51">
          <name>Type</name>
          <description>The nature or genre of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9131">
              <text>Digitalisat</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="39">
          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="9132">
              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="50">
          <name>Title</name>
          <description>A name given to the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13815">
              <text>Amerikadienst 23.03.1983</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="41">
          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13816">
              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Reagan fordert Moskau zur Beendigung des Blutvergießens in Afghanistan auf&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- USA begingen "Afghanistan-Tag" -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wirtschaftsgipfel soll Wachstum in den Mittelpunkt stellen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Rede des Stellvertretenden US-Außenministers in Genf -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Arbeitsmarkt für Naturwissenschaftler und Ingenieure&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Berufliche Weiterbildung für bestimmte Berufsgruppen immer wichtiger -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hämodialyse bei Erythematodes-Fällen mit Nierenkomplikation</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
      </elementContainer>
    </elementSet>
  </elementSetContainer>
</item>
