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                  <text>nrormouon
und
Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

48

8. Dezember 1982

-

INHALT

DOKUMENTATION
Chemische Kriegsf'dhrimg in Afghanistan, Laos und Kampuchea
dauert an
- Bericht des US-Außenministeriums über Beweise für
"Gelben Regen" -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
US-Privatwirtschaft investiert mehr in Forschung und Entwicklung

«p

Um Über/endung von
Belegexemplaren
wird gebeten

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Dokumentation
United States Information Service
Embassy of the United States of America

48

8. Dezember 1982

CHEMISCHE KRIEGSFÜHRUNG IN AFGHANISTAN, LAOS UND KAMPUCHEA DAUERT AN
- Bericht des US-Außenministeriums über Beweise für "Gelben Regen" -

WASHINGTON - (AD) - Das amerikanische Außenministerium hat am 29. November 1982 einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, daß die chemische Kriegführung in Laos, Kampuchea und Afghanistan andauert. Ein erster
Bericht zu diesem Thema war vom State Department bereits im März 1982 vorgelegt worden.
Außenminister Shultz, der den neuen Bericht dem amerikanischen Kongreß
unterbreitete, erklärte in diesem Zusammenhang, daß die Bemühung der Vereinigten Staaten, die öffentliche Meinung der Welt bezüglich des Einsatzes
chemischer Waffen zu mobilisieren und alarmieren, vor deren Anwendung nicht
abgeschreckt habe. Statt dessen versuchten die Sowjets sowie die von ihnen
gestützten Regime, die Wahrheit zu verschleiern. Die Welt, so unterstrich
der amerikanische Außenminister, dürfe angesichts solcher menschlicher Leiden
und einer solchen zynischen Mißachtung des Völkerrechts und internationaler
Abkommen nicht schweigsam bleiben.
Die wichtigsten Auszüge aus dem jüngsten Bericht des State Department
haben folgenden Wortlaut:
Einleitung
Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 8-85432

�Einleitung
Unsere März-Studie machte deutlich, daß Krankheits- und Todesfälle in
Südostasien und in Afghanistan auf chemische Angriffe zurückzuführen waren
und daß sowohl in Laos als auch in Kampuchea Gifte der Trichothecen-Gruppe
verwendet wurden.

Die jüngsten Beweise zeigen, daß diese Angriffe in allen

drei Ländern fortgesetzt werden; auch in Afghanistan wurden dabei TrichothecenGifte eingesetzt.
Bei der Analyse wurden dieselben rigorosen Maßstäbe angelegt wie bei
unserer März-Studie - sie sind dort im einzelnen beschrieben -, um zu dem
Urteil zu gelangen, wie es die auf den neuesten Stand gebrachte Untersuchung
enthält.

Angesichts der großen Wirkung, die der März-Bericht in der Öffent-

lichkeit hatte, unternahmen die Analytiker der amerikanischen Regierung besondere Anstrengungen, um zu verhindern, daß sie durch möglicherweise falsche
Berichte irregeleitet werden könnten, die aus propagandistischen oder anderen Gründen in Umlauf gesetzt worden sein mögen, und um die Möglichkeit auszuschließen, daß es aufgrund falscher oder unsachgemäßer Behandlung zu Fehlurteilen über die chemischen oder toxischen Agenzien kommt.

Alle Berichte

wurden einer sorgfältigen Prüfung unterzogen.
Die Beweisführung der März-Studie gründete sich auf eine große Bandbreite von Daten, einschließlich der Zeugenaussage von Ärzten, Flüchtlingshelfern und Journalisten. Auch wenn einige der neuen Berichte lediglich auf
eine Quelle zurückgehen, konnten doch die meisten davon durch andere Quellen
und Parallelinformationen erhärtet werden. Zudem verleiht gerade das Persönliche der Aussage auch den anderen Berichten Glaubwürdigkeit, formt sich
aus allem ein kohärentes Bild. Das in diesem Bericht präsentierte Material
stellt nur einen verhältnismäßig kleinen Ausschnitt des gesamten Beweismaterials dar. Diese zusätzlichen Informationen werden im Annex im Detail dargelegt. Verbesserte Verfahrensweisen zur Beweisfindung, bessere Qualität der
Krankengeschichten und der Untersuchung der Kranken, Dokumentation mit Hilfe
von Fotos der Verstümmelungen und Krankenhauspapiere aus Südostasien sowie

�Südostasien sowie Interviews mit Fachpersonal haben unsere früheren Schlußfolgerungen bestätigt und zu neuen Erkenntnissen geführt.
Mit wachsender internationaler Beunruhigung über dieses Thema aufgrund
immer neuer Beweise aus vielen Ländern wurden weitere unabhängige Analysen
auch von Ärzten, Journalisten, unabhängigen Wissenschaftlern und Laboratorien
anderer Länder erstellt.

Für die in den Vereinigten Staaten erstellte Analyse

waren diese Nachforschungen sowohl zur Unterstützung der eigenen Beweisführung
als auch - noch wichtiger - für die Ausweitung dieser Untersuchungen von großer
Hilfe.

Neuere Ergebnisse
Gestützt auf die sorgfältigste Analyse neuester Informationen sind wir
zu folgendem gelangt:
- Berichte über chemische Angriffe von Februar bis Oktober 1982 weisen
darauf hin, daß die sowjetischen Streitkräfte

mit dem selektiven Ein-

satz chemischer und giftiger Kampfstoffe gegen die Widerstandsbewegung
in Afghanistan fortfahren.

Zudem verstärken neue Beweise - im Jahr 1982

über die Verwendung von chemischen Waffen durch die sowjetischen und
afghanischen Regierungsstreitkräfte von 1979 bis 1981 gesammelt - unsere
bisherige Beurteilung, daß tödliche chemische Mittel gegen die afghanische
Widerstandsbewegung eingesetzt wurden.

Ärztliche Beweise aus Afghanistan

belegen auch den erneuten Einsatz von Mykotoxinen.
- Vietnamesische und laotische Truppen haben unter direkter sowjetischer
Oberaufsicht auch weiterhin tödliche und kampfunfähig machende chemische
Stoffe und Gifte gegen die

Hmong-Widerstandsbewegung in Laos einge-

setzt - mindestens bis in den Juni 1982 hinein.
- Die vietnamesischen Streitkräfte haben tödliche und kampfunfähig machende
chemische Kampfstoffe und Toxine mindestens bis zum Juni 1982 gegen Wider- 3 -

�gegen Widerstandskräfte in Kampuchea eingesetzt.
Trichothecen-Gifte wurden im Urin, im Blut und im Gewebe von Opfern
von Angriffen mittels "Gelbem Regen" in Laos und Kampuchea sowie in
Niederschiags-Testmengen gefunden, die nach solchen Angriffen eingesammelt wurden.
Auch weiterhin zeigt sich als gemeinsamer Faktor der Beweise eine
sowjetische Verstrickung in den Einsatz dieser Waffen in allen drei
Ländern. Erneute Analyse älterer Daten und neugewonnene Informationen
über die sowjetische Mykotoxinforschung und -entwicklung, über Ausbildung in chemischer Kriegsfiihrung in Vietnam, über die Anwesenheit sowjegischer Berater in chemischer Kriegsführung in Laos und Vietnam sowie
die Präsenz derselben ungewöhnlichen Trichothecen-Gifte in Proben, die
aus allen drei Ländern stammen, verstärken unsere frühere Schlußfolgerung über die Komplizenschaft der Sowjetunion sowie über deren Ausmaße.

Beweise - Zusammenfassung
Afghanistan:
Die Beweise belegen, daß die Sowjets den selektiven Einsatz ihrer Kampfstoffe in Afghanistan bis in den Oktober 1982 hinein fortgesetzt haben. Zum
erstenmal haben wir eindeutige Beweise über den Einsatz von Mykotoxinen durch
die sowjetischen Streitkräfte aufgrund zweier verseuchter sowjetischer Gasmasken erhalten, die aus Afghanistan stammen. Die Analyse und die Quantifizierung des Materials, das von der äußeren Oberfläche einer der Masken genommen wurde, zeigt das Vorhandensein von Trichothecen-Mykotoxin; die Analyse
eines Schlauches an der zweiten sowjetischen Gasmaske ergab das Vorhandensein
weiterer, verschiedener Mykotoxine. Zudem zeigte eine Vegetationsprobe aus
Afgahnistan erste Beweise für das Vorhandensein von Mykotoxinen.
Unser Verdacht hinsichtlich der Verwendung von Mykotoxinen in Afghanistan
wurde nunmehr erhärtet. Berichte aus den Jahren 1980 und 1981 sprachen von

�sprachen von einem gelb-braunen Nebel, der sich bei Angriffen bildete und
der Blasen, Gefühle der Übelkeit, Erbrechen und andere Symptome ähnlich
jenen hervorrief, die von Opfern des "Gelben Regens" in Sü'dostasien beschrieben wurden.

Aufgrund des eingeschränkten Zugangs zu überlebenden, die noch

diese Symptome zeigten, sowie aufgrund der großen Schwierigkeiten, Bodenund andere physikalische Proben vom Ort der Angriffe zu erhalten, waren wir
nicht in der Lage, in dem Bericht vom 22. März mit Sicherheit zu der Schlußfolgerung zu gelangen, daß in Afghanistan Mykotoxine verwendet werden.

Wir

sind nunmehr zu dem Schluß gekommen, daß die sowjetischen Streitkräfte in
Afghanistan zumindest seit 1980 Trichothecen-Mykotoxine einsetzen.
Eine ganze Anzahl von Berichten läßt darauf schließen, daß die chemischen
Angriffe auch 1982 fortgesetzt werden.

Wenn wir dies auch nicht in allen Ein-

zelheiten nachweisen können, so addieren sich die einzelnen Beweisstücke in
diesen Berichten doch zu einem übereinstimmenden Bild.

So berichtete z. B.

ein Arzt, der Verwundete unter den Widerstandskämpfern behandelte, daß darunter 15 Männer mit Hautverletzungen waren, die seiner Aussage nach von chemischen Angriffen der Sowjets in der Provinz von Kandahar im Mai und Juni 1982
stammten.

Drei der Freiheitskämpfer starben innerhalb von 12 Stunden nach

einem Angriff im Gebiet Maharijat südlich von Kandahar.

Die Widerstands-

kämpfer erklärten, die sowjetischen Hubschrauber hätten Raketen abgefeuert,
die beim Auftreffen schwarze, gelbe und weiße Gase freisetzten.

Der Arzt be-

richtete, die überlebenden Opfer hätten auf herkömmliche medizinische Behandlung nicht reagiert.
Wir erhielten Berichte, denen zufolge sowjetische Soldaten am 20. September 1982 Grundwasser in der Lowgar-Provinz südlich von Kabul vergifteten,
wo sich Freiheitskämpfer versteckt hielten.
in Pakistan zufolge
1982;

Einem Kommandeur der Majahedin

geschah Ähnliches in derselben Provinz am 13. September

60 Erwachsene und 13 Kinder starben dabei.

Die beiden, voneinander

unabhängigen Berichte erwähnten ein sowjetisches Panzerfahrzeug, das durch
einen Schlauch gelbes Gas in die Wasserleitungen pumpte.
Den Berichten
- 5 -

�Den Berichten über die Angriffe vom September 1982 zufolge zersetzten
sich die Körper der Opfer rasch, wobei sich das Fleisch von den Knochen löste,
sobald der Versuch unternommen wurde, die Leichen wegzutragen.

Seit 1979 be-

richten Führer der Widerstandsbewegung, Flüchtlinge, Journalisten und afghanische Überläufer von chemischen Angriffen, bei denen fast identische Symptome
aufgetreten waren.

Die meisten Berichte sprechen davon, daß die Haut der

Toten blauschwarz war.

Und auch wenn solche Symptome grotesk scheinen mögen,

so zwingt doch die große Zahl der Berichte aus unterschiedlichen Quellen seit
1979 dazu, nicht einfach über sie hinwegzugehen.
1982 berichtete ein sowjetischer Soldat, der zu den Freiheitskämpfern
überlief, im Gespräch mit einem britischen Journalisten von einem sowjetischen
Giftstoff, der "100 Prozent tödlich" sei, indem er das Fleisch aufweicht.
Der sowjetische Überläufer erklärte, die Sowjets unterhielten Lager mit "Pikrinsäure" (wahrscheinlich Chlorpikrin, ein potentiell tödliches Tränengas);
außerdem berichtete er, daß
- nichtidentifizierte Giftstoffe im Juni 1982 auf der Landstraße zwischen
Termez und dem Salang-Paß nördlich von Kabul eingesetzt wurden;
- das "100 Prozent tödliche" Mittel mit Raketen verteilt wurde;und
- "Pikrinsäure" sowie eine kampfunfähig machende Substanz aus Behältern
kamen, die von Flugzeugen aus abgeworfen wurden.
Der Überläufer sagte aus, die Sowjets seien vor allem mit dem Schutz
der Landstraßen beschäftigt und versprühten daher aus Flugzeugen chemische
Substanzen auf das Land entlang dieser Wege. Berichten zufolge wurden auch
chemische Granaten eingesetzt, doch sind die entsprechenden Daten zu ungenau,
um Hypothesen über den Inhalt zuzulassen, auch wenn einige der Symptome mit
denen identisch sind, die von Mykotoxinen verursacht werden.
Wir sind auch weiterhin in tiefer Sorge über Berichte von Menschen,
deren Haut sich innerhalb von nur ein bis drei Stunden nach ihrem Tod auf- 6 -

�Tode auflöst.

Wir kennen keine chemischen oder biologischen Giftstoffe,

die den Körper in dieser Weise verändern.

Stellt man gelegentliche Ungenauig-

keit in den Berichten der Journalisten und der überlebenden solcher Angriffe
in Rechnung, so ist doch möglich, daß Phosgene oder Phosgenoxime nach drei
bis sechs Stunden ähnliche Wirkungen zeigen - allerdings mit einer weit geringeren Aufweichung des Gewebes, als dies aus den Berichten hervorgeht, wonach "die Finger durch die Haut hindurchgehen können und Gliedmaßen abfallen".
Die Wirkung anderer Angriffe mit Giftstoffen, von denen berichtet wird, ist
dieselbe, wie sie der Einsatz des Nervengases Tabun zeigt.

Wir verfügen über

Informationen, nach denen sowohl Phosgenoxime als auch Tabun von den Sowjets
in Afghanistan gelagert wird.
Der britische Journalist, der mit dem sowjetischen Überläufer sprach,
berichtete außerdem von zwei Angriffen, von denen afghanische Freiheitskämpfer
ihm erzählten, die jedoch noch nicht bestätigt wurden. Der eine war ein Angriff auf Kaiba im Frühjahr 1982, als sowjetische Soldaten Berichten zufolge
Opfer niederschössen, die bereits durch ein Gas bewußtlos geworden waren;
der andere fand im Sommer 1982 in der Nähe von Herat statt, wo sowjetische
Truppen den Berichten zufolge die Opfer eines Gasangriffs auf einen Lastwagen
luden und davonfuhren. Verläßlichen Berichten zufolge setzten die Sowjets
auch chemische Bomben gegen die Majahedin Ende September 1982 und Anfang Oktober 1982 in der Baghlan-Provinz ein.
Unsere ersten Ergebnisse werden verstärkt durch einige Berichte, die
wir in diesem Jahr über frühere Angriffe erhalten haben und auf die unser
März-Bericht noch nicht eingeht:
- Einem früheren Offizier der afghanischen Armee zufolge versprühte ein
sowjetischer Hubschrauber im September 1981 in der Paktia-Provinz
(Sheikn Amir) einen gelben Nebel und verursachte 16 Todesfälle.

Die

überlebenden bluteten aus der Nase, und die Augen tränten; bei den Toten
wurden starke innere Blutungen festgestellt.
Der afghanische
- 7 -

�Der afghanische Offizier beschrieb einen ähnlichen Angriff in der Provinz Nangarhar während des gleichen Monats, bei dem vier Menschen getötet
wurden.
- Anfang Dezember 1981 wurden - nach dem Bericht von überlebenden - 15
Flüchtlinge, die nach Pakistan zu entkommen versuchten, von einem Hubschrauber angegriffen, der Gas einsetzte.

Vier oder fünf Personen

wurden getötet - die jüngsten und die ältesten - während die übrigen
fünf bis sechs Stunden bewußtlos liegen blieben.

Der Angriff erfolgte

etwa 60 km nordwestlich von Jalalabad.
- Nach dem Bericht eines sowjetischen Soldaten, der 1980 in Afghanistan
stationiert war und persönlich den Einsatz chemischer Kampfmittel erlebte, versprühten die Sowjets Chemikalien von Kampfflugzeugen und Angriffshubschraubern aus.

Er sagte, daß ein Flugzeug oder ein Hub-

schrauber zunächst einen Behälter abwarf und dann im zweiten Anflug
eine Bombe, was zu einer Mischung zweier verschiedener Chemikalien
führte, die innerhalb des verseuchten Gebietes alles Leben vernichtete.
Wir sind überzeugt, daß der Soldat den Einsatz von zwei getrennten chemischen Kampfmitteln beschrieben hat.
- Ein afghanischer Veterinär hat kürzlich einen Vorfall vom Mai 1979 beschrieben, bei dem in der Nähe von Kandahar 20 Menschen und eine Anzahl Schafe getötet wurden. Sowjetische Labormitarbeiter erklärten,
daß der Fall auf Milzbrand zurückzuführen sei. Der Tierarzt wußte jedoch, daß diese Erklärung nicht den von ihm beobachteten Symptomen entsprach. Ortsansässige Afghanen teilten dem Arzt mit, daß vor dem Zwischenfall sowjetische Fahrzeuge in der Gegend gewesen waren und ein
gelblich-weißes Pulver verstreut hätten.
- Im Juni 1980 berichtete ein Angestellter des Flugplatzes in Kandahar,
daß er 200 bis 300 mit Tarnfarben gestrichene Gasbehälter gesehen habe.
Die Behälter waren 90 bis 100 cm hoch und hatten einen Durchmesser von
65 bis 75 cm.

Ein Untergebener berichtete, daß sich in den Behältern
- 8 -

�den Behältern drei Arten von Gas befanden:

eines, das Brennen und

Würgen in der Kehle und Erstickungserscheinungen verursache; eines,
das einen Hautausschlag hervorrufe, wie bei Pocken; und eines, das
die Opfer schläfrig und müde und unfähig mache zu kämpfen.

Der Mann

teilte weiter mit, daß die Behälter in Spezialhüllen verpackt würden,
die von Flugzeugen abgeworfen werden und beim Aufschlag explodieren
und eine große, gewöhnlich gelbe aber auch in anderen Farben schillernde Rauchwolke verbreiten.

Er habe, so sagte er, Freiheitskämpfer

von solchen Gasangriffen sprechen hören und selbst Tiere gesehen, die
durch die Gase umgekommen waren.

Wir halten diesen Bericht für glaub-

würdig, denn es ist uns aus anderen Beweisen bekannt, daß auf dem Flugplatz Kandahar, einem wichtigen Einsatzort für sowjetische Militäroperationen, Chemikalien

lagern.

Und schließlich haben die in diesem Jahr eingegangenen Informationen
ergeben, daß ein sowjetischer Berater, der schon vor der Invasion
Afghanistans Unterbringungsmöglichkeiten für sowjetische Truppen inspizierte, andeutete, daß sowjetische Entgiftungstrupps, die nach Afghanistan
kämen, große Vorräte toxischen Materials mitbringen würden.

Der Bera-

ter ließ durchblicken, daß eine vorgeschlagene Kaserne für diese Entgiftungstrupps der sowjetischen Armee in Kabul selbst nicht geeignet sei,
da das mitgeführte Material bei einem Unglücksfall die ganze Stadt
verwüsten könnte.

Laos:
Flüchtlinge des Hmong-Stammes kamen jeden Monat von Januar bis Juli
1982 nach Thailand und erzählten Einzelheiten über Angriffe mit toxischen
Kampfmitteln; sie zeigten schwere medizinische Symptome durch die Einwirkung
der Kampfmittel.

Sie brachten weitere durch einen gelben, klebrigen Stoff,

der als "Gelber Regen" bezeichnet wird, vergiftete Proben mit; dieser wurde
von Flugzeugen und Hubschraubern auf ihre Dörfer und Felder verstreut.

- 9 -

F^

�Es liegen uns erste Berichte vor, daß diese Angriffe noch bis Oktober 1982
andauerten.

Wir wissen, daß der "Gelbe Regen" Trychothecen-Toxine und an-

dere Substanzen enthält, die bei den Opfern Erbrechen, Blutungen, Hautreizungen und schwere Hautschä'den sowie andere schleichende Anzeichen und Symptome
verursachen, die von Fachärzten festgestellt wurden.

Die Experten sind sich

einig, daß diese Menschen einem toxischen Kampfmittel ausgesetzt waren und daß
keine einheimische Krankheit, Pflanze oder chemische Substanz solche Symptome
hervorrufen könnte.
Laboranalysen von Blutproben dieser Opfer und Tierversuche haben gezeigt, daß Trichothecen-Gifte sehr viel länger im Körper gespeichert werden,
als man ursprünglich angenommen hatte. Wir sind der Überzeugung, daß die von
Ärzten bei den Opfern festgestellten Hautschädigungen eine wichtige Rolle
spielen.

Opfer, deren Blut bei der Analyse einen hohen Grad an Trychothecen-

Toxinen aufwies, zeigten solche Hautschädigungen.
Die Beschreibungen von Angriffen im Jahr 1982 unterscheiden sich nicht
wesentlich von den Beschreibungen früherer Angriffe. Die Angehörigen des
Hmong-Stammes berichten gewöhnlich, daß Flugzeuge und Hubschrauber eine gelbe
Substanz über ihre Dörfer und Felder abregnen. In einigen Fällen sind die
Symptome ähnlich, wie sie in unserer Studie vom 22. März beschrieben werden,
und wir schreiben sie daher dem Einsatz von Trychothecen-Giften zu. In vielen
Fällen traten jedoch keine Blutungen, sondern nur Schmerzen im Unterleib und
längere Krankheit auf. Diese schon in früheren Jahren beschriebenen Symptome
deuten darauf hin, daß noch immer ein weiteres Kampfmittel oder ein« weitere Kombination von Kampfmitteln benutzt wird. Die Erklärung ist sehr kompliziert,
denn bei Männern, Frauen, Kindern und Tieren werden unterschiedliche Symptome
beschrieben. Es ist möglich, daß unterschiedliche Kampfstoffe oder geringere
Konzentrationen der gleichen Kampfstoffe eingesetzt werden oder daß klimatische Verhältnisse die Wirkung der Kampfmittel beeinflußt haben.
Das medizinische Personal der Lager für laotische Flüchtlinge in Thailand
war 1982 besser ausgerüstet, die Opfer zu untersuchen, als in früheren Jahren.
Die Ärzte benutzen heute routinemäßig umfangreiche Fragebogen und führen eingehendere medizinische Untersuchungen durch, einschließlich sofortiger Blut- 10 -

�sofortiger Blutuntersuchungen noch an Ort und Stelle.

Ausgebildetes medizi-

nisches Hilfspersonal überwacht die Blutabnahme und die Blutproben bei der
Vorbereitung und dem sachgemäßen Abtransport nach den Vereinigten Staaten
oder anderen Ländern zur chemischen Analyse.

Einige Patienten mit akuten

Symptomen werden jetzt über längere Zeit beobachtet.
Eine Reihe von Blutproben aus Laos ist zur Analyse in den Vereinigten
Staaten gesammelt worden.

Alle biologischen Spezies wurden von qualifiziertem

medizinischen Personal gesammelt, und die Proben wurden bis zu ihrer Analyse
in den Vereinigten Staaten eingefroren.

Analysen dieser Proben haben ergeben,

daß weiterhin Trychothecen-Mykotoxine gegen Dörfer der Hmong eingesetzt werden,

über die Blut- und Urinproben von Opfern chemischer Kriegsführung hinaus

haben wir in diesem Jahr zusätzliche physikalische Proben gesammelt.

Diese

Proben bestehen aus mehr Oberresten des Gelben Regens, die Mykotoxine aus
den gleichen Angriffen enthalten, die bei menschlichen biologischen Spezies
positive Reaktionen auf diese gleichen Toxine ergeben haben.
Eine Reihe der Angriffe in Laos, über die berichtet wurde, hat sich
nicht wesentlich von den häufig berichteten Angriffen in vergleichbaren Zeiträumen der Jahre 1977 bis 1981 unterschieden.

Die tödlichen Verluste pro

Angriff in den Jahren 1981 und 1982 scheinen offensichtlich niedriger zu liegen, was darauf schließen läßt, daß weniger tödliche: Kampfmittel oder geringere Konzentrationen dieser Kampfmittel benutzt werden.

Der offensichtliche

Rückgang war jedoch statistisch nicht sehr bedeutsam und könnte auch durch
andere Ursachen hervorgerufen werden, wie etwa:
- Durch Abwanderung und die hohe Zahl der Todesfälle bis mindestens 1976
leben die Hmong in kleineren, zerstreuteren Gemeinschaften;
- überlebende Hmong, die sich noch in Laos befinden, sind Krieger, die
rascher Deckung suchen können und beim ersten Anzeichen eines Angriffs
rudimentäre Schutzmaßnahmen ergreifen;
- die Hmong
- 11 -

�- die Hmong nahmen sich nicht die Zeit, die Toten zu zählen - was durch
die Tatsache untermauert wird, daß nur sehr wenige Berichte die genaue
Zahl der von einem Angriff mit toxischen Kampfmitteln betroffenen Opfer
angeben.
Wie in dem Bericht im März festgestellt, unterhält die Sowjetunion in
Laos eine beachtliche Anzahl von Beratern, die Hilfe, technische Unterstützung
und Ausbildung in konventioneller und chemischer Kriegsführung leisten.

Ein

früherer laotischer Pilot, der Transportmaschinen flog und Anfang dieses Sommers übergelaufen ist, hat Lufttransporte von toxischen Kampfstoffen innerhalb
von Laos unter sowjetischer Aufsicht beschrieben.

Kampuchea:
Die meisten Berichte über Angriffe mit toxischen Kampfmitteln in
Kampuchea für den Zeitraum von 1978 bis Juni 1982 stammen aus Quellen des
Demokratischen Kampuchea (DK), darunter Interviews mit DK-Soldaten. Beweise
aus anderen Quellen bestätigen die meisten dieser Berichte. Nach Berichten
fanden 1982 die meisten Angriffe in der Nähe der thailändischen Grenze statt,
was das Sammeln von Proben und anderen direkten Beweisen des Einsatzes
toxischer Kampfmittel erleichterte.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 1982 lag die Zahl der berichteten Angriffe mit toxischen Kampfmitteln in Kampuchea etwa um die Hälfte
niedriger als im gleichen Zeitraum 1980 und 1981. Auch die Zahl der angegebenen Todesopfer pro Angriff nahm ab, aber die Angaben waren zu unvollständig,
um festzustellen, ob diese Abnahme statistisch relevant war. Uns liegen ferner erste Berichte über Angriffe bis Anfang November 1982 vor.
Im Februar und März 1982 fanden einige Angriffe nahe der Grenze zu
Kampuchea noch auf thailändischem Boden statt. Analysen von Proben, die nach
diesen Angriffen gesammelt wurden, wurden in Kanada, Thailand und in den Ver-

- 12 -

�den Vereinigten Staaten durchgeführt.

Obwohl unterschiedliche Techniken

bei der Entnahme von Proben beträchtliche Probenfehler verursachen und zu
etwas unterschiedlichen Analyseergebnissen führen können, haben die mit der
Analyse betrauten Wissenschaftler sowohl in den Vereinigten Staaten als auch
in Thailand bei Anwendung unterschiedlicher Analysetechniken in ihren Proben
Trychothecen-Toxine festgestellt.

Das kanadische Team, das diese Angriffe

untersuchte, hat einen medizinischen Bericht veröffentlicht, in dem eine detaillierte medizinische Beurteilung der Symptome der Opfer enthalten ist:
Er kommt zu dem Schluß, daß tatsächlich Erkrankungen auftraten, die durch ein
toxisches Kampfmittel verursacht wurden, obwohl erste Untersuchungen nach
Trychothecen noch keinen schlüssigen Beweis ergaben.
Blut- und Urinproben von aus Kampuchea stammenden Opfern eines Artillerieangriffs mit toxischen Kampfmitteln am 13. Februar 1982 enthielten Trychothecen-Toxine.

Darüber hinaus enthielten nach dem Tode entnommene Gewebe-

proben von Opfern dieses gleichen Angriffs ebenfalls Trychothecen-Toxine.
Die Vietnamesen haben in diesem Jahr gegen eine weitere Widerstandsgruppe, die Volksbefreiunsstreitkräfte Kampucheas, Angriffe mit toxischen
Kampfmitteln durchgeführt. Bei mehreren Gelegenheiten von März bis Mai 1982
wurde das Lager der Widerstandskämpfer in Sokh Sann mit Artilleriefeuer und
Bomben mit toxischen Kampfstoffen belegt. Proben von verseuchten Pflanzen
und Reste des Gelben Regens aus diesen Angriffen werden derzeit analysiert.
Im Juni 1982 stattgefundene Angriffe in Kampuchea haben neue Proben ergeben.
Qualitative Untersuchungen deuten darauf hin, daß das Vorhandensein von Trychothecen wahrscheinlich ist. Die Ergebnisse der endgültigen Analysen stehen
noch aus.
Mehrere vietnamesische Überläufer aus Kampuchea haben 1981 und 1982
wertvolle Informationen über den Einsatz chemischer Waffen im vietnamesischen
Programm der chemischen Kriegsführung geliefert und mitgeteilt, daß einige
Arten dieser Kampfmittel aus der Sowjetunion geliefert werden.

Informationen

aus anderen Quellen bestätigen ebenfalls unsere Auffassung, daß die Vietnamesen
Munition mit toxischen Kampfmitteln besitzen und ihre Truppen mit zusätzlichem
Schutz ausstatten.
+ + + + +
- 13 -

�!

ainIERlIK H
Dl El1!ST3

Uli/zcn/chcifl
und Technik
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8. Dezember 1982

48

US-PRIVATWIRTSCHAFT INVESTIERT MEHR IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

- (AD) - Mindestens 40,2 Milliarden Dollar beabsichtigen amerikanische
Firmen im Jahr 1983 für Forschung und Entwicklung zu investieren.
acht Prozent (inflationsbereinigt: zwei Prozent) mehr als 1982.

Das sind
Die Bundes-

regierung in Washington hat für diese Gebiete Aufwendungen in Höhe von 43,2
Milliarden Dollar vorgesehen.

Die Industrie bringt somit fast die Hälfte der

"F &amp; E"-Felder auf, wobei in der von der Nationalen Forschungsstiftung (NSF)
vorgenommenen Untersuchung nur Projekte der Wirtschaft berücksichtigt sind,
für die keine staatlichen Mittel eingesetzt werden.
Die Zuwachsrate liegt gegenüber jener bei den Aufwendungen für 1982 um
zwei Prozent niedriger. Dies sei, wie Firmensprecher erklärten, auf die unsichere Wirtschaftssituation, niedrigeren Gewinn und die im Sommer 1982 noch
sehr hohen Zinssätze zurückzuführen. Dennoch werde jetzt in der Wirtschaft
das Gebiet Forschung und Entwicklung stärker berücksichtigt als andere Sparten,
weil die Firmen die Bedeutung technischer Verbesserungen höher als in den
letzten Jahren bewerten und die dafür vorgesehenen Steuervergünstigungen
nutzen wollen.
Chemische Industrie

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
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Telex: 8-85432

�Chemische Industrie
Spitzenreiter ist mit einer 17prozentigen Steigerung der Aufwendungen
auf ca. 5,7 Milliarden Dollar im Jahr 1982 - und vermutlich weiteren 14 Prozent im Jahr 1983 - die chemische Industrie.

Bedeutsame Problemlösungen in

der biologischen und biochemischen Forschung in jüngster Zeit sowie die Marktchancen, die sich aus diesem "Durchbruch" für neue und bald absehbare Technologien ergeben, wirken sich auf die gesamte Industrie aus. Dieser Trend
spornte in Verbindung mit den von der Bundesbehörde für Lebensmittel und
pharmazeutische Produkte (FDA) getroffenen Maßnahmen zur Abkürzung der Zeitspanne für die Zulassung eines neuen Präparats die "F &amp; E"-Aktivi täten deutlich an.

Auf dem Arzneimittelsektor verzeichnen Forschung und Entwicklung

jetzt eine jährliche Zuwachsrate von fast 20 Prozent.

Aber auch die in- und

ausländische Konkurrenz ist für die einzelnen Firmen ein wichtiger Faktor,
eigene Leistungen zu verbessern.

Und die Tatsache, daß die pharmazeutische

Industrie auch für den Bau neuer Anlagen und die Erweiterung bestehender Betriebe mehr als bisher investiert, wird als Anzeichen für ein rasches weiteres
Anwachsen von Forschung und Entwicklung in naher Zukunft gedeutet.

Wi ssenschaftlich-techni sehe Instrumente
Auf diesem Gebiet dürfte Schätzungen der NSF zufolge mit einer fortlaufenden hohen Zuwachsrate bei Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zu
rechnen sein - mit 15 Prozent im Jahr 1982 und weiteren 14 Prozent auf ca.
3,3 Milliarden Dollar im Jahr 1983. Für die Ausweitung werden mehrere Gründe
genannt: 1) Die z. Zt. verwendeten Geräte veralten immer rascher, der Marktbereich wird größer. 2) Jeder Forscher benötigt immer mehr und empfindlichere
Ausrüstungen. 3) Auch der wachsende Bedarf im Gesundheitswesen, insbesondere
an diagnostischen und chirurgischen Instrumenten, trägt zum Boom auf diesem
Gebiet bei. 4) Angesichts der ausländischen Konkurrenz sind beträchtliche
Investitionen für Entwicklung und Vervollkommnung erforderlich, aber auch im
Interesse der Kalkulation, damit die amerikanischen Erzeugnisse sowohl auf

- 2 -

�sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem Weltmarkt erschwinglich und konkurrenzfähig sind.

Elektronik und Elektroausrüstungen
Experten für Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor nennen kürzere Lebensdauer der Produkte, Ausweitung der Technologien und wachsende
Konkurrenz als Schlü'sselfaktoren für die Anhebung der "F &amp; E"-Mittel um 12
Prozent im Jahr 1982. Für 1983 wird eine Steigerung um neun Prozent (auf
7,7 Milliarden Dollar) erwartet. Technische Fortschritte in jüngster Zeit
zur Datenintegration bei Großsystemen und Herstellung integrierter Schaltkreise mit sehr hoher Arbeitsgeschwindigkeit bedeuten zwar große Möglichkeiten für die Schaffung verbesserter Systeme, brachten aber gleichzeitig neue
Kosten- und Produktionsprobleme, für die von Forschung und Entwicklung Lösungen erhofft werden. Weitere Impulse für "F &amp; E"-Aktivi täten sowohl bei
Elektronik als auch Maschinenbau ergeben sich aus dem wachsenden Interesse
an Robotern für die Fabrikation.

Maschinenbau
An Hand der Stellungnahmen aus Sektionen mit den verschiedensten Tätigkeitsbereichen im Maschinenbau (einschließlich der Unternehmen, die Büround Buchungsmaschinen sowie Computer herstellen) wird die Zuwachsrate der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Jahr 1983 auf acht Prozent geschätzt. Damit würden 6,9 Milliarden Dollar erreicht. Die gegenwärtig schwächere Absatzlage habe auch Forschung und Entwicklung beeinträchtigt. Die ComputerIndustrie bemüht sich jedoch sehr, mit technologischen Erfordernissen, insbesondere in der Halbleiterforschung Schritt zu halten. Die raschen Fortschritte
und Veränderungen, dazu die große Konkurrenz vor allem auf dem Gebiet der
Mikro- und Mini-Computer, zwingen die Computer-Industrie, auf dem Forschungssektor immer mehr zu investieren. Ein weiterer Impuls ergibt sich aus der

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�aus der ständig wachsenden Notwendigkeit einer Verbesserung der Fabrikationsprozesse in der gesamten Industrie - z. B. die Weiterentwicklung computer-gestützter Konstruktion (CAD), computer-gestützter Fabrikation (CAM), der Informationsverarbeitung und der Programmier-Systeme.

t

Fahrzeugbau

*

Rezession und hohes Zinsniveau halten Forschungsinvestitionen in bescheidenerem Rahmen. Die Zuwachsrate beträgt nur vier bis fünf Prozent, wobei die meisten anderen Betriebssparten wesentlich kürzer gehalten werden.
Immerhin geben General Motors mehr als zwei Milliarden Dollar, die Ford Motor
Company ca. 1,7 Milliarden Dollar für Forschung und Entwicklung aus. Die hohen Importe ausländischer Kraftfahrzeuge schaffen neben der gegenwärtigen
Rezession zusätzliche Probleme. Das Schwergewicht der Forschung liegt auf
technischen Verbesserungen einschließlich Kostenreduzierung, Treibstoffökonomie und Qualitätsverbesserungen.

Luft- und Raumfahrtindustrie
Die Situation unternehmenseigener Forschungs- und Entwicklungsprojekte
ist weiterhin nicht gerade rosig. Seit 1981 gibt es keine nennenswerte Zuwachsrate mehr für deren Finanzierung. Angesichts der schlechten Absatzlage,
der Mitte 1982 noch immer hohen Zinsen sowie der Beendigung einiger wichtiger
Entwicklungsaufgaben leiden "F &amp; E" auf diesem Sektor auch in der nächsten
Zukunft unter Geldmangel. Erst nach 1983 könnten aufgrund der jetzt absehbaren technologischen Fortschritte, insbesondere in der Fluggeräteelektronik,
im Zellenbau und bei Antrieben, die Aussichten günstiger werden. Während 1982
noch mit einem Zuwachs der "F &amp; E"-Aufwendungen von fünf Prozent zu rechnen ist,
dürften diese 1983 um zwei Prozent zurückgehen. Mehr als 3,2 Milliarden Dollar
Forschungsausgaben sind dann auf diesem Industriesektor kaum zu erwarten.
+ + + + +

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