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                  <text>VERHÜTUNG EINES ATOMKRIEGS BLEIBT GRUNDLAGE DER
AMERIKANISCHEN POLITIK

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 08-85432

�WASHINGTON - (AD) - Das amerikanische Außenministerium hat einen Artikel
der "Los Angeles Times" vom 15. August 1982 dementiert, in dem behauptet wird,
die Reagan-Administration habe sich als eine neue Variante der amerikanischen
Nuklearstrategie die Ziel Vorstellung zu eigen gemacht, "einen Atomkrieg zu
gewinnen".
Ein Pressesprecher des Außenministeriums stelltehierzu fest: "Der Präsident hat erklärt, daß es in einem Atomkrieg keine Sieger geben kann. Um zu
verhindern, daß es je zu einem solchen Krieg kommt, will unsere Politik die
Sowjets und jeden anderen potentiellen Gegner davon überzeugen, daß ihre nationalen Zielsetzungen nicht durch Waffengewalt gefördert werden können und
daß ihr Einsatz von Kernwaffen nicht zu einem Sieg führen kann - wie immer
sie einen solchen auch definieren mögen."
Verteidigungsminister Caspar Weinberger erklärte am 17. August 1982:
"Wir Amerikaner wissen, daß es in einem Atomkrieg keine Sieger geben würde."
Im Verlauf einer Anhörung vor einem Unterausschuß des Repräsentantenhauses
sagte Weinberger, "die Sowjets lassen zudem Anzeichen erkennen, daß sie an
einen gewinnbaren Atomkrieg glauben. Sie haben die Silos ihrer ballistischen
Interkontinentalraketen sowie die entscheidenden Kommando- und Kontrollanlagen verstärkt und sie dadurch für unsere Minuteman-Raketen weit weniger verwundbar gemacht. Sie haben außerdem eine Zweitschußkapazität entwickelt und
gewaltige Summen für den Zivil schütz aufgewendet. Zudem beinhaltet ihre

�beinhaltet ihre Doktrin für Kriegszeiten einen Erstschlag gegen die strategischen Streitkräfte der Vereinigten Staaten bei gleichzeitiger Begrenzung
der Schäden für die Sowjetunion. Dies sind in der Tat beunruhigende Entwicklungen."
Verteidigungsminister Weinberger legte die Fortschritte und Entwicklungen der Sowjetunion der letzten Zeit dar, die Beweise dafür bieten, daß die
Sowjetunion darauf vorbereitet ist, einen Atomkrieg zu gewinnen. "Wir haben
Beweise für eine beträchtliche Zunahme des sowjetischen Inventars und haben
mehrere neue sowjetische Waffen eindeutig identifiziert. Es wurden weitere
65 SS-20 Raketen gebaut und dadurch deren Gesamtzahl auf 315 Raketen mit
945 nuklearen Gefechtsköpfen erhöht. Drei Viertel dieser Raketen, die eine
Reichweite von 5000 Kilometern haben, sind auf Städte in Westeuropa ausgerichtet.
Die Sowjets werden ihre strategische Kapazität mit einem neuen interkontinentalen Langstreckenbomber weiter vergrößern, mit dem 'Blackjack A', den
wir gerade identifiziert haben. Wir haben ferner festgestellt, daß die Sowjets
während der vergangenen fünf Monate 60 zusätzliche Backfire-Bomber in einsatzbereiten Einheiten disloziert haben. Außerdem haben sie in Osteuropa Flugzeuge
mit gesteigerter Luftüberlegenheit stationiert und sind möglicherweise dabei,
ihrer Streitkräftestruktur ein neues spezialisiertes Kampfflugzeug für die
direkte Bodenunterstützung hinzuzufügen."
Verteidigungsminister Weinberger unterstrich ferner die Notwendigkeit für
die Vereinigten Staaten, ihr strategisches Modernisierungsprogramm fortzuführen, "um die Stärke wiederherzustellen, die zur Aufrechterhaltung einer glaubwürdigen Abschreckung notwendig ist.Die Abschreckung hat nun 37 Jahre lang
funktioniert; wir dürfen sie jetzt nicht aufgeben. Denn wir Amerikaner wissen,
daß es in einem Atomkrieg keine Sieger geben würde; wir wissen, daß ein Atomkrieg ungewinnbar ist."
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