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                  <text>nrormciuon
und
Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

10. Dezember 1980

54
4

INHALT

INFORMATION
Mehr Nachdruck auf Umweltschutz in CCMS-Gremien
DOKUMENTATION
Brzezinski:

USA brauchen Unterstützung der Verbündeten

- Rede des US-Sicherheitsberaters in Montreal Amerikanische Erklärung zum Thema "Vertrauensbildende Maßnahmen"
auf der KSZE-Folgekonferenz in Madrid
HINTERGRUNDMATERIAL
Reagan fordert mehr Verständnis für Wissenschaft und Technik
- Angewandte Forschung soll gefördert werden -

Um Über/endung von
Belegexemplaren
wird gebeten

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Tel.: 0228-339 22 40
Telex: 08-85432

�10. Dezember 1980

54

MEHR NACHDRUCK AUF UMWELTSCHUTZ IN CCMS-GREMIEN

- (AD) - Umweltbehörden von 15 Ländern des Atlantischen Bündnisses
vereinbarten auf der jüngsten Tagung des Umweltausschusses der NATO (CCMS Committee on the Challenges of Modern Society) Ende November 1980 in
Brüssel eine verstärkte internationale Zusammenarbeit, um "der Herausforderung
der nächsten Generation von Technologie in den kommenden 30 oder 40 Jahren
gerecht zu werden". So formulierte es Douglas M. Costle, der Leiter des
amerikanischen Bundesamtes für Umweltschutz (EPA).

In einem umfassenden

informellen Bericht über die in den Vereinigten Staaten vorherrschenden
Meinungen führte Costle den Delegierten vor Augen, daß sich die Welt nicht
nur technischen, sondern auch "gesellschaftlichen Herausforderungen"
bei ihren Versuchen gegenübersehe, Ersatzenergien für Erdöl zu finden.
Er rechnet künftig mit ausgedehnter Anwendung von Kohle und Kernkraft Entwicklungen, die mit Sicherheit neue Umweltgefahren mit sich bringen,
welche "unsere Fähigkeiten auf die Probe stellen werden".
John Roberts, der kanadische Umweltminister, hob hervor, daß erst
jetzt, da man sich eingehend mit Umweltproblemen befasse, klar werde,
wie schwer ihnen innerhalb nationaler Grenzen beizukommen sei.

"Wir schaffen

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Telex: 08-85432

�schaffen diese Probleme gemeinsam - und wir werden sie nur lösen, wenn
wir gemeinsam handeln".

Die Delegierten sahen in den informell geführten

Diskussionen eine überaus nützliche Chance zum Informations- und Meinungsaustausch über den Schutz von Gesundheit und Umwelt in den von ihnen
vertretenen Ländern.
Im Oktober 1981 sind zwei wichtige CCMS-Konferenzen vorgesehen, deren
eine (in Washington) der Überprüfung der Fortschritte auf dem Gebiet der
Beseitigung gefährlicher Abfälle, und deren zweite (in der Bundesrepublik
Deutschland) der Bewertung des Einflusses der Technologie auf Prozesse
der Entscheidungsfindung gewidmet ist.

Auf dem letztgenannten Symposium

soll auch erörtert werden, welchen Einfluß die Öffentlichkeit, wie etwa
die Medien, öffentliche Einrichtungen und Universitäten, auf Entscheidungen
anderer gesellschaftlicher Gruppen hat.
Auf der Brüsseler Konferenz (24.-25. November) berichtete ein
französischer Delegierter über französisch-britische Tests für ein
"verheißungsvolles Verfahren", um Schiffe zu ermitteln, die in Küstengewässern öl ablassen.

Während sich die gegenwärtigen Überwachungstechniken

auf fotographische Aufnahmen bei Tage konzentrieren, mit deren Hilfe
derartige "ölsünder" ausgemacht werden können, deuten in Großbritannien
angestellte Versuche darauf hin, daß elektronische Sensoren das Ablassen
von öl auch bei Nacht aufzuspüren vermögen.

Das Verfahren wird gegenwärtig

noch verbessert; 1981 sind endgültige Resultate zu erwarten.
Ein weiteres wichtiges Tagungsthema war die Frage, ob die Erörterung
von möglichen Umweltschäden durch militärische Aktivitäten in Friedenszeiten weiterhin in den CCMS-Gremien, die ja nichtmilitärische Probleme
behandeln und denen auch Länder außerhalb des NATO-Bündisses angehören,
erfolgen soll.

Auf einem kürzlich in München abgehaltenen Seminar, auf dem

man sich speziell mit dieser Frage befaßte, hatte sich eine Reihe von
Ländern dafür ausgesprochen, den Informationsaustausch auf multinationaler

�multinationaler Ebene fortzuführen.
Ferner kamen die Delegierten in Brüssel überein, die CCMS-Stipendienprogramme zu stärken und künftig enger mit den laufenden Leitstudien zu
verknüpfen.

Von den seit 1959 in Angriff genommenen 29 Leitstudien, die

die Lebensqualität in den westlichen Ländern verbessern helfen sollen,
wurden 10 abgeschlossen.

Die restlichen 19 Projekte befinden sich entweder

im aktiven Stadium oder werden durch Folgeprogramme weitergeführt - u.a.
Maßnahmen zur Kontrolle von Luftverschmutzung unter Federführung der
Bundesrepublik Deutschland und die sog. integrierte Schädlingsbekämfpung
unter Federführung der USA.

Dies ist eine interdisziplinär Methode mit

koordinierter Anwendung vielfältiger Verfahren zur Schädlingsbekämpfung,
wobei sowohl die Notwendigkeit als auch die Gefährlichkeit von Pestiziden
voll berücksichtigt, chemische Verfahren auf ein Mindestmaß beschränkt und
natürliche Prozesse voll ausgeschöpft werden sollen.

+ + + + +

- 3 -

�10. Dezember 1980

54

BRZEZINSKI: USA BRAUCHEN UNTERSTÜTZUNG DER VERBÜNDETEN
- Rede des US-Sicherheitsberaters in Montreal -

MONTREAL - (AD) - Der Sicherheitsberater Präsident Carters, Zbigniew
Brzezinski, hat am 5. Dezember 1980 in einer Rede vor dem Kanadischen Club
in Montreal erklärt, die Vereinigten Staaten brauchten die Unterstützung
ihrer Verbündeten in Europa und Asien, um einen Sicherheitsrahmen im Persischen Golf aufbauen zu können.

Die Interessen dieser Verbündeten seien

in diesem Gebiet noch mehr berührt als die der USA.
Die Rede Brzezinskis hat folgenden Wortlaut:
Ich möchte heute zu Ihnen über den jüngsten - und einen der herausragendsten - Aspekte des 35jährigen Strebens Amerikas nach Frieden und globaler Stabilität sprechen.

Ich möchte die Anstrengungen der Carter-Administra-

tion erörtern, einen Rahmen für die regionale Sicherheit in dem lebenswichtigen und turbulenten Gebiet Südwestasiens zu errichten, das den Persischen
Golf und den Mittleren Osten einschließt.
Diese Anstrengungen befinden sich im Anfangsstadium.

Sie sind jedoch

Teil einer wesentlichen und dauerhaften amerikanischen Verpflichtung zur För-

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
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Telex: 08-85432

�Förderung eines Klimas der Stabilität in der Welt, in dessen Rahmen der
Wandel sich zu positiven statt zu zerstörerischen Zielen hin auswirken kann.
Der rasche und alles aus dem Gleichgewicht bringende Wandel ist eine
der Realitäten unserer Zeit.
könnten.

Er ist keine Entwicklung, die wir umkehren

Er kann nicht durch bekannte aber vereinfachte Theorien wegdisku-

tiert werden, daß aller Protest kommunistisch inspiriert oder daß aller Umsturz einer angeblichen amerikanischen Schwäche oder westlichen Uneinigkeit
zuzuschreiben sei.
Der politische Wandel ist seiner Natur nach verschiedenen Ursprungs
und in seinen praktischen Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen
vielfältig.

Die Veränderungen, mit denen sich die Macht und Zielsetzung

des Westens befassen muß, schließen demographische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Veränderungen ein.

Sie entstehen größtenteils

aus dem dramatischen Erwachen von Völkern, die einst passive Subjekte waren,
aber heute aktive und unruhige Teilnehmer an einem politischen Prozeß sind,
der zwar weltweit, aber noch nicht in geordneten Bahnen eingesetzt hat.
Wenn es ein Einzelereignis gibt, das den Beginn dieses umfassenden Prozesses des Wandels kennzeichnet, dann ist es das Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Krieg zerstörte nicht nur europäische Großmächte, sondern auch die
eurozentrische Weltordnung, die den Rahmen für internationale Rivalität aber
auch Entwicklung abgegeben hatte. Aus diesem Zusammenbruch gingen die Vereinigten Staaten als die vorherrschende, aber nicht einzige Weltmacht hervor. •
Wir hatten es damals - wie heute - mit einem Rivalen zu tun: der Sowjet- '
union. Und dieser Rivale schien damals in einer Lage zu sein, die Kontrolle
über Europa und Asien zu gewinnen, -deren Verteidigung und Wirtschaft in
Trümmern lag.
•

Aus diesem Zusammenhang heraus nahmen die Vereinigten Staaten und ihre
Verbündeten die Aufgabe auf sich, die sowjetische Macht einzudämmen.

- 2 -

Der

�Der sowjetische Druck auf Berlin rief amerikanische Befürchtungen hervor,
die Kommunisten könnten bis zum Atlantik vordringen.

Der Sieg der Roten

Armee in China im gleichen Zeitraum ließ die Möglichkeit einer kommunistischen
Beherrschung selbst Japans erwarten.

Als Antwort auf diese klar erkannten Herausforderungen unternahm Amerika
von 1945 bis 1955 die erste große Phase seines Engagements in der Welt. Wir
verpflichteten uns, Westeuropa wieder aufzubauen und seine Sicherheit zu gewährleisten.

Aus diesem Engagement heraus entstanden der Nordatlantikvertrag

und der Marshall-Plan.

Zusammen ermöglichten sie den Wiederaufbau Europas

als lebendige Macht in der Weltpolitik.

Etwa zum gleichen Zeitpunkt - nur von längerer Dauer - begann Amerika
sein zweites großes Unternehmen:
Osten.

die Herstellung der Stabilität im Fernen

Ausgelöst durch den Koreakrieg fand dieses Streben Mitte der fünf-

ziger Jahre seinen Ausdruck auch in dem amerikanisch-japanischen Friedensvertrag und der daraus resultierenden Beziehung auf dem Gebiet der Verteidigung.

Die Bemühungen um Stabilität im Fernen Osten zogen sich jedoch sehr

viel länger hin und waren viel komplexer.

Später zogen uns diese Bemühungen in den schmerzlichen, uns schwächenden Vietnam-Konflikt hinein.

Trotzdem konnte man Ende der siebziger Jahre

mit der Normalisierung der amerikanisch-chinesischen Beziehungen davon sprechen, daß ein lebensfähiges System der Abschreckung - zu dem eine Sicherheitsbeziehung zu Japan und zu Südkorea sowie eine bessere Verständigung
mit China gehört - entstand, das in ähnlicher Weise eine Abschreckung vor
sowjetischen Ambitionen bot.

Weltfriede und internationale Stabilität beruhten somit auf der amerikanischen Verpflichtung für die Unabhängigkeit und Sicherheit zweier zentraler
strategischer Zonen:

Westeuropa und Fernost.

Eine Bedrohung einer dieser

beiden zentralen strategischen Zonen wurde automatisch als eine Berührung
amerikanischer Interessen betrachtet.

- 3 -

Die amerikanische Macht wurde als

�als bereit angesehen, der Bedrohung eines (sowjetischen) Expansionismus entweder nach Westen oder nach Osten zu begegnen.
Zum Teil auch um diese beiden strategischen Zonen zu überwinden oder
sie in der Flanke zu umfassen, unternahm die Sowjetunion unter Chruschtschow
und dann später unter Breschnew eine Reihe von Manövern - vor allem in der
Dritten Welt.

In der Ausweitung des sowjetischen Einflusses auf Kuba und

auf bestimmte Gebiete in Afrika fand diese Strategie zum Teil ihren Ausdruck;
aber die sowjetischen Erfolge lagen weitgehend an der Peripherie, wurden gelegentlich auch wieder zurückgedrängt und reichten niemals aus, um die eine
oder die andere der beiden zentralen strategischen Zonen zu bedrohen.
In den jüngsten Jahren nun - was von einigen schon weitaus früher erkannt worden war - gewann eine dritte strategische Zone eine entscheidend
wichtige Bedeutung für die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten: die Region, die wir heute als Südwestasien bezeichnen, einschließlich des Persischen
Golfs und des Mittleren Ostens.

Der wirtschaftliche Wohlstand Westeuropas

und des Fernen Ostens sind von dieser Region abhängig.

Ihre Beziehung zu

diesem Gebiet und seinen Ölquellen macht es zur dritten zentralen strategischen Zone, die von lebenswichtigem Interesse für uns wie für unsere wichtigsten Verbündeten ist.
Eine Reihe von Jahren hindurch war diese Region von sowjetischem Einfluß durch einen Staatengürtel abgeschirmt, der sich von der Türkei über das
Kaspische Meer und über Afghanistan erstreckte und der als eine Pufferzone
das im wesentlichen prowestliche Pakistan schützte. Iran nahm eine Schlüsselstellung in diesem Staatengürtel ein. Es bildete sozusagen das Scharnier
für ein Sicherheitssystem, das den Persischen Golf von der Sowjetunion absperrte.
In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre kam dieses Gebiet unter wachsenden Druck von außen.

Bis zu einem gewissen Ausmaß wurde es in den Flanken

umgangen durch die plötzliche militärische Präsenz der Sowjets in SüdJemen

- 4 -

�Südjemen und durch Helfershelfer der Sowjets in Äthiopien.

Der Taraki-

Coup in Afghanistan im März 1978 öffnete dann das Tor für ein direktes sowjetisches Engagement und die anschließende militärische Besetzung dieses Landes Ende des Jahres 1979 und Anfang 1980.
Gleichzeitig aber sind die Länder dieses Gebiets ein Beispiel für die
Realität des Wandels, von der ich vorhin gesprochen habe.

Diese Länder sehen

sich einer wachsenden Gefahr von innen gegenüber - der Hinfälligkeit der lokalen Regime unter dem Druck der Modernisierung und dem wachsenden Einfluß
der islamischen Renaissance.
spiel.

Der Sturz des Schah ist das überzeugendste Bei-

Der Krieg zwischen dem Iran und dem Irak hat Weiter zu der Möglich-

keit regionaler Wirren und Unruhen beigetragen, die auf eine ganze Reihe von
Staaten entlang des Persischen Golfs übergreifen und dadurch ein Viertel der
Weltölproduktion ausfallen lassen könnten.

Und natürlich werden durch diese

unstabilen Verhältnisse neue Möglichkeiten für ein politisches und militärisches Eingreifen der Sowjets geschaffen.
Als Reaktion auf diese strategische Realität hat dann Präsident Carter
bereits im Januar 1980 in der Carter-Doktrin, wie man sie später genannt
hat, proklamiert:

Jeder Versuch einer äußeren Macht, die Kontrolle über die

Region am Persischen Golf zu erlangen, wird als ein Angriff auf die lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika angesehen werden,
und ein solcher Angriff wird mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich
militärischer Gewalt, zurückgewiesen werden.

Das Ergebnis dieser Erklärung

in aller Kürze war eine neue und historisch bedeutsame Verpflichtung der Vereinigten Staaten - eine Verpflichtung, die langfristige Implikationen für
das achte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts hat.

In ihr spiegelt sich die Er-

kenntnis wider, daß die zentrale Herausforderung dieses Jahrzehnts wahrscheinlich genau so massiv und anhaltend sein wird, wie die, der sich die
amerikanische Führung in den ersten Jahrzehnten nach Ende des Zweiten Weltkrieges gegenübersah.
Damals mußten wir für die Sicherheit und den Wiederaufbau Westeuropas
sorgen und gleichzeitig vor einer sowjetischen Invasion abschrecken.
- 5 -

Heute

�Heute müssen wir die richtige Mischung militärischer und diplomatischer
Initiativen finden, um die Sicherheit einer Region zu gewährleisten, die
für uns absolut lebenswichtig ist, wo wir aber nicht einfach die Erfahrungen aus der Gestaltung des Atlantischen Bündnisses kopieren können.
Wir werden vor sowjetischem Expansionismus abschrecken müssen.
werden einen Sicherheitsrahmen schaffen müssen.

Wir

Wir werden in aller Stille

zu Lösungen regionaler Streitigkeiten beitragen müssen.

Und wir werden eine

Vielzahl formeller und informeller Beziehungen in einer Region herstellen
müssen, die gegenüber ausländischer Präsenz empfindlich ist; wo stolze und
argwöhnische Völker sich erst kürzlich von kolonialem Einfluß befreit haben.
Dementsprechend können wir in der Region des Persischen Golfes nicht
einfach ein Abbild der NATO schaffen.

Das lassen die politischen und wirt-

schaftlichen Verhältnisse dieser Region nicht zu.
Werte würden das nicht dulden.

Die dortigen Kulturen und

Die Notwendigkeit, den positiven Wandel

zu fördern, statt wieder eine Sicherheit im Rahmen bekannter Muster aufzubauen, macht eine Wiederholung alter Formeln unmöglich.
Ebenso wenig können wir dort allein einen Sicherheitsrahmen aufbauen.
Andere müssen uns helfen - nicht nur befreundete Staaten in der Region
selbst, sondern auch unsere europäischen und asiatischen Verbündeten. Ihre
lebenswichtigen Interessen werden noch unmittelbarer berührt als unsere.
Die Amerikaner müssen jedoch die Führung übernehmen, denn einer potentiellen
sowjetischen Bedrohung kann nur wirksam begegnet werden, wenn wir bei ihrer
Beantwortung vorangehen.
Ein Sicherheitsrahmen für die Region kann nicht nur oder nicht in
erster Linie ein militärischer Rahmen sein, obwohl die militärische Komponente von entscheidender Bedeutung ist. Er muß auch diplomatische und wirtschaftliche Komponenten in der Region und - gegen die Sowjetunion gerichtet außerhalb der Region enthalten. Die Carter-Administration hat eine Reihe
militärischer Initiativen und Schritte ergriffen, die das Fundament für

- 6 -

�für eine entstehende Struktur legen, um sowohl die Unabhängigkeit als auch
die Friedensaussichten zu stärken.

Es ist ein Anfang, aber unser Fortschritt

ist ermutigend, und ich möchte Ihnen kurz berichten, was geleistet worden
ist.
Auf dem militärischen Felde sind wir mit zwei großen, sich ergänzenden
Anstrengungen vorgegangen.
Erstens, um über die Fähigkeit zu verfügen, die Sowjetunion mit einer
glaubwürdigen Abschreckung zu konfrontieren und unsere Verbündeten in dem
Gebiet zu bestärken, müssen wir in der Lage sein, amerikanische Streitkräfte
in der Region zur Geltung zu bringen. Ich unterstreiche die Zurgeltungbringung amerikanischer Streitkräfte, da es nicht unsere Absicht ist, dort amerikanische Landstreitkräfte zu stationieren oder große amerikanische Stützpunkte zu bauen. Wir müssen jedoch in der Lage sein, unseren Freunden zu
Hilfe zu kommen, wenn sie bedroht werden und um unsere Hilfe bitten.
Der Präsident hat den Nationalen Sicherheitsrat während des letzten
Jahres mehrere Male einberufen, um diese Anstrengungen zu verfolgen, und
der Sonderkoordinierungsausschuß des Rates, dem ich Vorsitze, hat mehr als
20 Sitzungen abgehalten, um über unsere Programme und deren Fortschritte bei
der Entwicklung der Konzeption des regionalen Sicherheitsrahmens sowie über
die Förderung unserer Fähigkeit zu beraten, unsere Streitkräfte schnell zu
dislozieren, sollte die Notwendigkeit dafür eintreten.
Bis heute haben wir folgendes erreicht:
- Eine Schnelle Eingreiftruppe ist ins Leben gerufen worden.
- Sieben Vorausbereitstellungsschiffe mit motorisiertem Gerät, Munition,
Brennstoff, und anderen Vorräten sind im Indischen Ozean disloziert worden.
- 300 Düsentransporter und 500 Turboprop-Transporter stehen für Luftbrückenaufgaben zur Verfügung.
- Der

�- Der Kongreß prüft ein Ersuchen der Regierung, acht schnelle Ro-RoTransportschiffe für Fracht und Truppen zu kaufen, die den Suezkanal von
unserer Ostküste aus in 11 bis 12 Tagen erreichen könnten.
- Dislozierungen kleiner Teile unserer Streitmacht im Rahmen von Manövern in diese Region fanden in diesem Herbst statt, erst vor kurzem noch
nach Ägypten.
- Der Zeitaufwand für die Dislozierung wurde wesentlich reduziert.
Unsere

taktischen Luftstreitkräfte können innerhalb von Stunden in diesem

Gebiet sein, ein Bataillon innerhalb von 48 Stunden und eine Division innerhalb von zwei Wochen.
- Und schließlich haben wir mit vier Ländern in dieser Region Vorkehrungen für die Benutzung von Einrichtungen getroffen, um die amerikanische
Präsenz zu unterstützen.
Ich glaube, diese Liste beweist, daß wir seit Dezember vorigen Jahres,
als der Präsident den Entschluß faßte, sich um Einrichtungen in diesem Bereich zu bemühen, einiges getan haben, um die Fähigkeit zu erlangen, amerikanische Streitkräfte rasch zur Geltung zu bringen, falls diese Regionen
bedroht werden.
Gleichzeitig muß jedoch erneut unterstrichen werden, daß die politischen Verhältnisse dieser Region sich sehr von denen Europas unterscheiden.

Wir müssen ständig an die nationalen und politischen Empfindlichkeiten

der betroffenen Länder denken.

Es wäre der Sache nicht dienlich, im Hin-

blick auf permanente Stützpunkte übereilt vorzugehen und die Stationierung
amerikanischer Landstreitkräfte in einer Region anzustreben, die im Hinblick
auf ihre kolonialen Erfahrungen noch so empfindlich ist.

Aber wenn wir die-

se wichtigen Realitäten in Rechnung stellen, dann liegt es auf der Hand,
daß wir in den vergangenen 11 Monaten hinsichtlich der Entwicklung unserer
Fähigkeit, amerikanische Streitkräfte in diesem Gebiet zur Geltung zu bringen, echte Fortschritte gemacht haben.
Ich

�Ich möchte jedoch sofort hinzufügen, daß dies alles nur ein Anfang ist.
Die betroffene Region muß sich mit tiefgehenden Konflikten auseinandersetzen.
Diese Konflikte sind größtenteils lokalen Charakters, sie können jedoch durch
einen ausländischen Gegner zu dessen eigenen Zielsetzungen ausgenutzt werden.
Wir müssen dieser Realität gegenüber wachsam bleiben, und wir müssen uns
darüber im klaren sein, daß es hier keine raschen oder leichten Lösungen geben wird.
Parallel zu unseren militärischen Anstrengungen waren wir bereit, Hilfe
zu leisten, um die Verteidigungskapazität der Länder in dieser Region zu verbessern.

Wir fahren mit unserer seit langem bestehenden Unterstützung für

die Sicherheit Israels fort. Ja, unsere gesamte wirtschaftliche und militärische Hilfe für Israel während der letzten vier Jahre beläuft sich auf
fast die Hälfte all der Hilfe der USA für Israel seit dessen Gründung.

Darüber

hinaus haben wir Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien und dem Nordjemen Waffen
zur Verfügung gestellt. Wir bilden militärisches Personal aus mehreren Staaten dieser Region aus. Soweit dies möglich ist, ziehen wir es vor, den Ländern in dieser Region zu helfen, sich selbst zu verteidigen.

Das ist auch

das, was sie selbst vorziehen, und wir ermutigen diese Bestrebung.
Beide dieser militärischen Anstrengungen berühren unsere NATO-Kapazität.
Wir haben daher damit begonnen, eine Formel für eine generelle Arbeitsteilung
mit unseren NATO-Verbündeten auszuarbeiten, um konkurrierende Ansprüche an
knappe militärische Ressourcen zu vermindern.

Hier geht es natürlich darum,

sicherzustellen, daß in einem Bündnis mit begrenzten Ressourcen unsere europäischen Partner bereit sind, die Lücke im europäisch-nordatlantischen Bereich zu schließen, die dort durch die Abzweigung militärischer Kräfte der
USA in die neue strategische Zone geschaffen worden ist.

Ich glaube, ich

sollte meine Zuhörer daran erinnern, daß die nordamerikanische Komponente
der NATO - Kanada und die Vereinigten Staaten - sehr wohl ein Teil dieses
traditionellen europäisch-nordatlantischen Bereiches ist - eine Tatsache, die
unsere Zusammenarbeit bei so wichtigen Bemühungen, wie sie NORAD und Interoperabilität von Flugzeugen darstellen, in erhöhtem Maße erforderlich machen.
Es ist eine Tatsache, die in gleicher Weise die anhaltende Bedeutung für alle
- 9 -

�alle NATO-Mitgliedstaaten einschließlich Kanadas und der Vereinigten Staaten
aufzeigt, daß sie die Verpflichtung für die Erhöhung ihrer realen Verteidigungsausgaben um jährlich 3 Prozent eingegangen sind.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Komponente unseres Sicherheitsrahmens
ist öl das Schlüsselwort.

Unsere Politik hier in den USA sowie die unserer

Verbündeten hat den Verbrauch reduziert, die Preiserhöhungen verlangsamt und
die Vorräte ausgebaut.

Deshalb sind wir selbst nach dem Produktionsausfall

des Iran und des Irak überzeugt, daß wir vor keiner unmittelbaren Versorgungskrise stehen.
Wir haben ferner die reicheren Staaten in diesem Gebiet ermutigt, den
ärmeren Ländern sowohl wirtschaftliche als auch militärische Unterstützung
zur Verfügung zu stellen, um ihnen dabei zu helfen, sich auf politische Unsicherheit gerichteten Anstrengungen von außen zu widersetzen.

Wir haben

unsere Verbündeten in Europa gebeten, diesen gleichen Staaten wirtschaftliche
Hilfe zu leisten.

So hat beispielsweise die Bundesrepublik Deutschland eine

wichtige Rolle übernommen, um sowohl der Türkei als auch Pakistan solche
Hilfe zu gewähren.
Somit bilden die Energieeinsparungen und die geförderte Energieproduktion,
die Wirtschaftshilfe für Staaten der Region seitens Staaten der Region sowie
die westliche Wirtschaftshilfe gemeinsam eine Drei-Punkte-Wirtschaftsstrategie
innerhalb des Sicherheitsrahmens.
Die Arbeit, die in diesem Jahr zur Entwicklung einer glaubwürdigen Struktur regionaler Sicherheit in Südwestasien geleistet worden ist, hat eine Bedeutung, die weit über diesen Raum hinausreicht.

Auf dieser Ebene reflek-

tiert sie natürlich eine wichtige amerikanische Verpflichtung - eine Verpflichtung, von der wir annehmen können, daß sie sich als fortdauernd erweisen wird, wie dies gegenüber Europa und dem Fernen Osten der Fall war.
Aber über diese Region hinaus bleibt das Streben nach Sicherheit ein globales
Engagement.
Indem
- 10 -

�Indem wir diese Schritte unternehmen, um einen möglichen sowjetischen
Vorstoß nach Südwestasien einzudämmen, beziehen wir aber auch Position, um
mit der Sowjetunion selbst in Richtung auf eine konstruktivere und positivere Beziehung hinzuarbeiten.

Es war die westliche - und insbesondere die

amerikanische - Entschlossenheit in Europa und im Fernen Osten, die die Basis
darstellte, von der aus die Entspannung begann.

In gleicher Weise bietet

uns unsere Fähigkeit, vor sowjetischem Druck gegenüber diesem dritten Gebiet
lebenswichtiger westlicher Interessen abzuschrecken, die Grundlage für einen
stabilen Dialog mit Moskau.
Wir wollen den Kalten Krieg nicht wieder entfachen, indem wir den Streit
in eine neue Region verlegen.

Wir bemühen uns um einen echten Abbau der

Spannungen, der sich auf Gegenseitigkeit und Zurückhaltung gründet.
Unsere weiterreichende Zielsetzung, um dies kurz und abschließend zu
sagen, ist die Schaffung eines stabilen Rahmens der Abschreckung, so daß
der Friede nicht nur gewagt werden, sondern auch in einer aktiven Zusammenarbeit zwischen den wichtigen Mächten der Welt umgesetzt werden kann. Innerhalb dieses Rahmens können wir uns den Veränderungen anpassen, die unvermeidlich sind.
Wir können mithelfen, den Prozeß der globalen Veränderung in Richtung
auf institutionelle Vorkehrungen zu leiten, die wir im Augenblick nur vage
erkennen und uns nur unvollständig vorstellen können. Wir können das Gleichgewicht der Macht einsetzen, um zu einer Korrektur der Ungleichgewichte beizutragen - des Reichtums, der Technologie, der Erziehung, der Gesundheit die sonst unsere Lebensart und unser überleben gefährden würden.
Aber wir können in bezug auf diese Herausforderungen nur konstruktiv
vorgehen, wenn wir entschlossen und wirksam uns mit der Herausforderung in
Südwestasien befassen.

Sollten wir dort versagen, dann könnte das Gleichge-

wicht der Macht, von dem aus wir Stabilität aufbauen müssen, unwiderruflich
verloren sein.
Die
- 11 -

�Die Abhängigkeit sowohl Westeuropas als auch des Fernen Ostens vom Gebiet des Persischen Golfes ist dergestalt, daß wir uns nicht leisten können,
zu versagen.

Die dritte zentrale strategische Zone ist von entscheidender

Bedeutung für das Oberleben der anderen beiden und damit für unsere eigene
Fähigkeit, den Weltfrieden zu erhalten.
Die Herausforderung ist klar:
worden.

Eine konzertierte Antwort ist ausgearbeitet

Mit der Unterstützung Kanadas und aller unserer Verbündeten, wird

Amerika, dessen bin ich sicher, sich dieser Bewährungsprobe als gewachsen erweisen.

+ + + + +

12

�10. Dezember 1980

54

AMERIKANISCHE ERKLÄRUNG ZUM THEMA "VERTRAUENSBILDENDE MASSNAHMEN"
AUF DER KSZE-FOLGEKONFERENZ IN MADRID

MADRID

- (AD) - Warren Zimmerman, amerikanischer Delegierter

auf dem Folgetreffen der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in
Europa (KSZE) in Madrid, nahm in seiner Erklärung am 2. Dezember 1980
im Rahmen der Arbeitsgruppe, die sich mit Korb 1 der in der Schlußakte
von Helsinki eingegangenen Verpflichtungen und deren Verwirklichung auseinandersetzt, zu den militärischen Aspekten Stellung.
Seine Erklärung hat folgenden Wortlaut:
Herr Vorsitzender, in den vergangenen drei Wochen haben unsere
Beratungen hier in Madrid im Rahmen der Überprüfungsphase der Umsetzung
in die Praxis nur sehr wenig Übereinstimmung hervorgebracht. Allerdings
gibt es einen Bereich, in dem erstaunliche Übereinstimmung herrscht.
Wir alle sind nämlich der Meinung, daß während der vergangenen vier Jahre
ein jäher Schwund an internationalem Vertrauen und wechselseitigem Treu
und Glauben stattgefunden hat. Eine Delegation nach der andern hat sich

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�sich in diesem Forum zu Wort gemeldet, um das Offenkundige festzustellen.
Die Erwartungen und das Streben, von uns allen in Helsinki geteilt, haben
sich nicht verwirklicht.

Frieden und Sicherheit scheinen heute spärlicher

zu sein als im August 1975. Wir alle können eine augenfällige Schlußfolgerung aus dem derzeitigen Charakter des internationalen Klimas ziehen.
Die Vertrauensbildenden Maßnahmen (Confidence-building Measures - CBM)
der Schlußakte haben sich nicht in der Lage erwiesen, mit den Ursachen der
Spannung fertigzuwerden, die derzeit das internationale Umfeld bedrängen.
Natürlich waren unsere Erwartungen in diese Vertrauensbildenden
Maßnahmen der Schlußakte von vornherein bescheiden.

Sie waren nicht dazu

entworfen,mit so gewaltigen Schlägen gegen das internationale Vertrauen
fertigzuwerden, wie dies etwa die sowjetische Invasion Afghanistans darstellt.

Wenn die Prinzipien der Schlußakte selbst verletzt werden, wird

es schwierig, über eine umfassende Wiederherstellung des Vertrauens nachzudenken.

Dies scheint nur durch die Wiederherstellung des Respektes

gegenüber den Prinzipien selbst möglich zu sein.

Wenn wir die Vertrauens-

bildenden Maßnahmen besprechen, dann dürfen wir nicht nur ihren Wert im
Rahmen der Schlußakte bewerten; wir müssen zugleich die umfassenderen
Entwicklungen im internationalen Umfeld mit einbeziehen, die den Zustand
des internationalen Vertrauens beeinflussen.
In diesem Zusammenhang hat eine kleine Minderheit von Delegationen
versucht, die Aufmerksamkeit von den Folgen des Afghanistanproblems
abzulenken.

Ein solcher Versuch wurde gerade von meinem Vorredner, dem

Delegierten der Sowjetunion,unternommen.

Diese Delegationen haben versucht,

die Verantwortung für die Verschlechterung der Ost-West-Beziehungen dem
NATO-Bündnis im allgemeinen und den Vereinigten Staaten im besonderen
anzulasten.

Unter anderem haben sie in ungenauer Sprache und mit irre-

führender Logik auf die Entscheidungen abgehoben, weitreichende nukleare
Mittel Streckensysteme (LRTNF) in Europa zu stationieren und die amerikanischen
Militärausgaben zu erhöhen.

Mein sowjetischer Kollege meinte, er wolle

- 2 -

�wolle sich nicht auf konkrete Tatsachen beziehen.

Herr Vorsitzender,

ich werde mich auf konkrete Tatsachen beziehen.
Es ist wahr, daß solche Entscheidungen getroffen wurden. Daß jedoch
diesen Entscheidungen die Schuld für den derzeitigen Zustand der internationalen Beziehungen zukommen soll, wird durch einige schlichte Tatsachen
entkräftet. Erstens haben wir unsere Bereitschaft erklärt, Begrenzungen
über TNF-Waffen zu diskutieren; dies taten wir bereits unmittelbar nach
der NATO-Entscheidung über die Dislozierung dieser Systeme. In der Tat
begannen diese Gespräche diesen Herbst in Genf, nachdem die Sowjetunion
ihre Vorbedingungen für diese Gespräche hatte fallen lassen. Wir hoffen
auf konstruktive Fortschritte in diesem Forum,und wir verpflichten uns,
zu solchem Fortschritt beizutragen. Zweitens wurde die Entscheidung der
NATO über die TNF-Systeme erst getroffen, nachdem die Sowjetunion mit
der Dislozierung einer neuen Generation ihrer eigenen TNF-Systeme, den
SS-20, voranging, die eine Reichweite besitzen, die einen Angriff auf
Westeuropa möglich macht. Die praktische sowjetische Dislozierung dieses
Raketensystems geht weiter. Bei den östlichen Einlassungen bezüglich
des Wettrüstens können wir auch nicht die geringste Erwähnung dieser
Entwicklung erkennen. Und dennoch bedeutet eine Nichtbeachtung der
SS-20, die Hauptursache für die Gefahren und Instabilitäten der Lage
im Kernwaffenbereich auf dem europäischen Kontinent zu ignorieren.

Darüber hinaus gehen alle Hinweise auf vorgesehene Erhöhungen der
amerikanischen Militärausgaben an der eigentlichen Sache vorbei. Mitte
der siebziger Jahre sind die militärischen Ausgaben der USA real zurückgegangen. In gleicher Weise nahm der für militärische Zwecke aufgewandte
Anteil am amerikanischen Bruttosozialprodukt ab.
Genau das Gegenteil aber geschah in der Sowjetunion.

Der jährliche

sowjetische Zuwachs an Militärausgaben beschleunigte sich Mitte der
siebziger Jahre, wobei immer größere Anteile des sowjetischen Brutto-

- 3 -

�Bruttosozialproduktes für potentiell kriegerische Zwecke abgezweigt
wurden.

Wir müssen daher erneut in aller Offenheit erklären, daß die

Sowjetunion für die Eskalation der Militärausgaben verantwortlich ist.
Meine Delegation hat keinesfalls den Wunsch, sich hier in einen längeren
Dialog über diese Fragen einzulassen.

Wir treten voll und ganz für

Verhandlungen über Rüstungsbegrenzung in den ihnen angemessenen Foren ein,
seien dies nwS\i_T oder die TNF-Verhandlungen in Genf oder die MBFR-Verhandlungen in Wien.

Hier in Madrid halten wir es für unsere Hauptaufgabe,

die Aufmerksamkeit auf die Überprüfung der Verwirklichung der in der
Schlußakte vorgesehenen Vertrauensbildenden Maßnahmen zu lenken und die
sich daraus ergebenden Schlüsse zu ziehen.
Die Schlußakte enthält eine Vertrauensbildende Maßnahme von bindender
Art: Die Vorausunterrichtung über größere militärische Manöver. Wir
heben hervor, daß alle Unterzeichnerstaaten ihrer Verpflichtung nachgekommen
sind, Manöver, die unter diese Kategorie fallen, anzukündigen. Die in
diesen Bekanntgaben enthaltenen Informationen sind jedoch nicht immer
so präzise gewesen, wie sie der einschlägige Paragraph in der Schlußakte
vorschreibt. So zum Beispiel wurde in der Mitteilung über die Übung in
der Deutschen Demokratischen Republik vom 10. bis 16. Juli dieses Jahres
die Lage und das Gebiet des Manövers spezifiziert. Die Mitteilung gab
jedoch nur eine äußerst knappe Beschreibung des Zwecks dieses Manövers
und unterließ jeden ausdrücklichen Hinweis auf die teilnehmenden Einheiten,
die lediglich als "Elemente der Land- und Luftstreitkräfte" bezeichnet
wurden. Dieses Schema wurde allgemein bei den Benachrichtigungen von
seiten der UdSSR wie auch von anderen östlichen Teilnehmern angewandt.
Im Gegensatz dazu wird in den Ankündigungen von Seiten der NATO-Länder,
wie sie beispielsweise von den USA erfolgten, um das Manöver CERTAIN
RAMPART im September 1980 anzukündigen, nicht nur der spezifische Zweck
des Manövers angegeben, sondern auch die exakten Daten genannt, die
Kommandostrukturen und die teilnehmenden Einheiten angegeben und die
Gesamtzahl der Truppen aufgeführt.
Zu
- 4 -

�Zu den Problemen, die sich aus der Ankündigung größerer militärischer
Manöver ergeben, kommt als wichtigste Tatsache in unserer Erfahrung mit
dieser Vertrauensbildenden Maßnahme hinzu, daß sie nur einen kleinen Teil
der militärisch bedeutsamen Tätigkeiten wiedergibt. Sie hat daher auch
wenig dazu bei getragen,Treu und Glauben und Vertrauen aufzubauen.

So

ist zum Beispiel die Division die bedeutsamste kombinierte Kampfeinheit
1n den meisten europäischen Streitkräftegliederungen und die Einheit, die
höchstwahrscheinlich in einer Krise disloziert wird.

Aber die große

Mehrzahl der Divisionsaktivitäten außerhalb der Garnisonen werden mit
der derzeitigen Maßnahme gar nicht erfaßt.

Die für Vorausbenachrichtigungen

angesetzte 25 OOO-Mann-Grenze läßt bedeutsame militärische Aktivitäten
unberücksichtigt, die mit zahlenmäßig darunter liegenden Einheiten stattfinden, vor allem auf Divisionsebene.

Obgleich sich also die Liste der

nach vorheriger Information erfolgten größeren militärischen Manöver durchaus sehen lassen kann, haben die Unzulänglichkeiten bei den Vertrauensbildenden Maßnahmen selbst die Vorteile begrenzt, die sich eigentlich aus
ihrer Anwendung ergeben könnten.

Es ist daher offensichtlich, daß wir

Vertrauensbildende Maßnahmen brauchen, die so ausgearbeitet sind, daß
sie einen umfassenderen Teil der militärisch bedeutsamen Aktivitäten abdecken.
Die anderen Vertrauensbildenden Maßnahmen der Schlußakte sind in
geringerem Maß bindend und daher von freiwilligerer Natur.

So sind die

Signatarstaaten dazu aufgefordert, auch Manöver kleineren Umfangs anzuzeigen, etwa Manöver, die weniger als 25 000 Mann benötigen.

Seit Belgrad

haben die zum Warschauer Pakt gehörenden Staaten nur ein einziges solches
Manöver angezeigt; die NATO-Länder hingegen haben acht gemeldet.

Ja,

während der fünf Jahre seit Helsinki haben die Staaten des Warschauer
Paktes nur drei Manöver kleineren Umfangs angezeigt, wohingegen die NATOStaaten 20 angaben.

Es ist doch enthüllend, daß trotz der gewaltigen

Stärke der Streitkräfte des Warschauer Paktes in Europa sogar die neutralen
und blockfreien Teilnehmer der KSZE-Konferenz eine größere Anzahl kleinerer

- 5 -

�kleinerer Manöver gemeldet haben als die Staaten des Warschauer Paktes.
Ein ähnliches Verhalten bei der Durchführung läßt sich hinsichtlich
derjenigen Vertrauensbildenden Maßnahmen feststellen, die die freiweillige
Einladung von Beobachtern zu Militärmanövern fordern.

In dem Zeitraum

seit Belgrad haben die Staaten des Warschauer Paktes nur bei zwei Gelegenheiten zu umfangreicheren Militärmanövern eingeladen, während die NATOStaaten dies neunmal getan haben.

In den fünf Jahren seit Helsinki haben

die Staaten des Warschauer Paktes kein einziges Mal Beobachter zu kleineren
Manövern eingeladen; die NATO-Länder haben dies achtmal getan.

Mehr

Tatsachen in dieser Richtung könnten angeführt werden; aber das Wesentliche
ist bereits klargeworden.

Die Schlußakte forderte die Signatarstaaten

dazu auf, sich freiwillig an der Anzahl Vertrauensbildender Maßnahmen zu
halten.

Die Staaten der NATO habendies gewissenhafter getan als die

Mitglieder des Warschauer Paktes. Aber keiner der Signatarstaaten kann
sich wirklich angesichts der Durchführungsergebnisse dieser freiwilligen
Vertrauensbildenden Maßnahmen wohlfühlen.
lernen:

Eine Lektion läßt sich daraus

Damit diesen Maßnahmen entsprochen wird, müssen sie einer höheren

politischen Verbindlichkeit unterliegen,als dies bei den freiwilligen
Vertrauensbildenden Maßnahmen der Schlußakte der Fall ist.

Kurz:

sie

müssen bindend sein, sollen sie die Transparenz erleichtern und ein voraussagbares militärisches Verhalten schaffen - und hierdurch das Vertrauen
mehren.
Ich habe die Einladung an Beobachter zu Militärmanövern angesprochen.
Seit Helsinki haben die Staaten des Ostens lediglich zu 7 von 13 großen
Manövern Beobachter eingeladen, während die NATO-Verbündeten Beobachter
zu insgesamt 22 großen und kleinen Manövern eingeladen haben. In den
meisten Fällen gehen die westlichen Einladungen an alle KSZE-Teilnehmer.
Im Gegensatz hierzu beschränken die Länder des Warschauer Paktes oft
ihre Einladungen auf eine kleine Gruppe von Beobachtern aus Nachbarstaaten.
Und selbst wenn westliche Beobachter zu Ostmanövern eingeladen werden,

- 6 -

�werden, stehen sie meist vor handfesten Schwierigkeiten.

Häufig wurden

sie unzureichend ausgerüstet, wodurch eine wirkungsvolle Beobachtung
schwierig, wenn nicht gar unmöglich gemacht wurde.

Bei anderen Gelegen-

heiten durften Beobachter nur das ansehen, was eher den Eindruck vorbereiteter
Scheinmanöver erweckte als echte Aktivitäten in einer Übung.

Bei wiederum

anderen Gelegenheiten - zum Beispiel während der sowjetischen NemanManöver - hatten westliche Beobachter weniger als vier Stunden Zeit zur
Beobachtung.

Solche Erfahrungen verringern zusammen mit den unregel-

mäßigen Einladungen an Beobachter die Nützlichkeit der gegenwärtigen
Vertrauensbildenden Maßnahmen für diese Beobachter.

Und es reicht nicht

aus, solche Unzulänglichkeiten dadurch zu rechtfertigen, daß man behauptet,
es gäbe sie nicht - wie dies General Michailou gerade getan hat -, oder
indem man auf nationale Traditionen oder nationale Eigenarten anspielt.
So wird deutlich, daß zusätzliche verbindliche Maßnahmen notwendig
sind, um die Verifizierung angekündigter militärischer Aktivitäten zu
erleichtern und um den Austausch militärischer Informationen zu
institutionalisieren - was die Transparenz erhöhen, Vertrauen schaffen
und Mißverständnisse in Krisenlagen abbauen würde.
Meine Delegation, Herr Vorsitzender, vertritt,kurz gesagt,die
Ansicht, daß die Erfahrung mit den Vertrauensbildenden Maßnahmen der
Schlußakte uns einige wertvolle Erkenntnisse gebracht hat.

Als die

Signatarstaaten die Abkommen von Helsinki unterzeichneten, war vorgesehen,
den entsprechenden Erkenntnissen Beachtung zu schenken und die Maßnahmen
der Schlußakte weiterzuentwickeln und auszubauen.

Ohne die Grundlage

der Vertrauensbildenden Maßnahmen in der Schlußakte zu verunglimpfen,
ist doch offenkundig, daß wir ein völlig neues Rahmenwerk an Vertrauensbildenden Maßnahmen schaffen müssen, um die Ziele zu erreichen, die in
der Schlußakte selbst niedergelegt wurden.
Erstens

�Erstens muß das neue System Vertrauensbildender Maßnahmen ein hohes
Maß an politischer Verpflichtung enthalten.

Die Staaten müssen wissen,

daß sie alle Aspekte dieses Systems zu erfüllen haben.

Solange sie sich

aus den verschiedenen Maßnahmen einfach etwas auswählen können, wird es
unmöglich sein, genügend Vertrauen in die Voraussagbarkeit und die Transparenz militärischen Verhaltens und militärischer Aktivitäten zu schaffen.
Zweitens müssen diese Vertrauensbildenden Maßnahmen militärisch
bedeutsam und verifizierbar sein.

Die Parameter und Schwellen müssen

militärisch bedeutsame Aktivitäten umfassen, die in Europa stattfinden
und die europäische Sicherheit berühren.

Zudem müssen diese Parameter

und Schwellen eindeutig und leicht überwachbar sein.
Drittens müssen diese Vertrauensbildenden Maßnahmen gleichermaßen
für alle europäischen Staaten gelten.

Das neue System Vertrauensbildender

Maßnahmen muß für alle in Europa, einschließlich der in den europäischen Teilen
der Sowjetunion stationierten Streitkräfte,gelten.
Viertens müssen diese Vertrauensbildenden Maßnahmen konkreter Natur
sein.

Sie missen sich auf Austausch ganz spezifischer militärischer

Informationen oder auf die Ankündigung, Stabilisierung und Verifizierung
von routinemäßigen militärischen Aktivitäten beziehen.
Die Anstrengungen in diesen Bereichen müssen von einem ausgewogenen
Fortschritt in den anderen Bereichen der Schlußakte begleitet sein.
Sobald die Konferenz ihre Aufmerksamkeit auf neue Vorschläge lenken wird,
werden wir zu diesem Themenkreis mehr zu sagen haben. Lassen Sie mich
jetzt lediglich betonen, daß wir praktische Schritte zur Wiederherstellung
des Vertrauens und zur Erhöhung der Sicherheit in Europa tun, sobald wir
fähig sind, eine weitere Serie Vertrauensbildender Maßnahmen auf der
Grundlage von Helsinki zu erreichen.
+ + + + +

- 8 -

�10. Dezember 1980

54

REAGAN FORDERT MEHR VERSTÄNDNIS FÜR WISSENSCHAFT UND TECHNIK
- Angewandte Forschung soll gefördert werden -

- (AD) - Für eine verstärkte finanzielle Förderung von Forschung
und Entwicklung sprach sich der künftige amerikanische Präsident Ronald
Reagan in einem den Fachzeitschriften "Physics Today" und "Chemical and
Engineering News" gegebenen Interview aus.

Bei dieser Politik sei der

Grundsatz wichtig: "Je weniger staatliche Intervention, desto besser."
Ronald Reagan möchte auch die Wissenschaftler und Ingenieure an der
Festsetzung der wissenschaftlich-technischen Prioritäten beteiligt sehen.
Außerdem soll bei der breiten Öffentlichkeit mehr Interesse für wissenschaftliche und technische Dinge geweckt und der allgemeine Wissensstand
auf diesen Gebieten gefördert werden.
Diese Auffassung vertritt auch ein im Oktober 1980 veröffentlichter
Bericht, den die Nationale Wissenschaftsstiftung der USA (NSF) gemeinsam
mit Experten aus dem amerikanischen Unterrichtsministerium erarbeitete.
Er trägt den Titel "Science and Engineering Education for the 1980s
and Beyond" (Bildungspolitik in Wissenschaft und Technik für die achtziger
Jahre und danach).

Der Bericht hebt hervor, daß wirtschaftliches Wohlergehen,

Postfach 20 03 00 Tel.: 0228-339 22 40
D 5300 Bonn 2
Telex: 08-85432

�Wohlergehen, Gesundheit und Sicherheit des amerikanischen Volkes in zunehmendem Maße vom Verständnis vieler Berufsgruppen für wissenschaftliche
und technische Dinge und von der Fähigkeit aller Amerikaner abhänge,
ihren Platz in einer von Wissenschaft und Technik veränderten Gesellschaft
auszufüllen.
Ausführlich werden zwei grundlegende Probleme behandelt:

1)

Quantität

und Qualität der Angehörigen naturwissenschaftlicher und technischer Berufe
auf allen Ebenen - vom jetzigen Zeitpunkt bis hin zu den neunziger Jahren,
und 2) das Leistungsvermögen des Schul- und Ausbildungssystems, um allen
Amerikanern angemessene Kenntnisse auf wissenschaftlich-technischem Gebiet
zu vermitteln.
Mangel an hochqualifizierten Spezialisten bestehe gegenwärtig,
wie in dem Bericht hervorgehoben wird, in der Computertechnik, auf bestimmten ingenieurwissenschaftlichen Gebieten und auf einigen Gebieten
von Physik, Biologie und verwandten Fachrichtungen.

Das amerikanische

Bildungswesen verfüge über die Kapazität, um Abhilfe zu schaffen, wenn
auch bei einigen Spezialgebieten wie z.B. in den Computer-Berufen der
Bedarf an Fachleuten mit abgeschlossenem Studium wahrscheinlich bis 1990
größer sein werde als das Angebot.
Ein akutes Problem bestehe darin, hochqualifizierte Lehrer für
technische Fach- und Hochschulen und für Universitäten zu finden, die
Informatiker und Computerspezialisten ausbilden. Dieses Problem werde
durch eine Reihe von Faktoren verschärft - u.a. zu wenig Lehrer angesichts
der stark anwachsenden Studentenzahlen, der ständig größer werdenden
Unterschied in den Gehältern, die Universitäten einerseits und Industrieunternehmen andererseits zahlen, was zur Abwanderung potentieller guter
Lehrkräfte in die Industrie führt, und die veralteten Ausrüstungen und
technischen Hilfsmittel an den meisten Technischen Hochschulen.

Die

�Die Erreichung der langfristigen Ziele und Erfordernisse für die
Vereinigten Staaten hänge, so besagt der Bericht, nicht nur von der
Verfügbarkeit gut ausgebildeter Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker
ab,sondern auch von Art und Umfang des Verständnisses für Wissenschaft
und Technik bei denjenigen, die mit den einschlägigen Berufen selbst gar
nichts zu tun haben.

Die Fähigkeit der Nation, Wissenschaft und Technik

die ihnen gebührende Bedeutung zuzuerkennen, sei seit Anfang der sechziger
Jahre immer mehr geschwunden - das komme u.a. darin zum Ausdruck, daß an
den höheren Schulen auf Naturwissenschaften und Mathematik immer weniger
Wert gelegt werde.

Nur diejenigen Schulabsolventen, die ein Studium in

diesen Fächern aufnehmen wollen, verfügten noch über die entsprechenden
Kenntnisse und Qualifikationen - die übrigen jedoch vielfach nicht.
Dieser Zustand sei nicht allein über Reformen des Schulsystems zu ändern;
auch in der gesamten Öffentlichkeit müsse mehr Verständnis und Anerkennung
für die Bedeutung dieser Gebiete bei der Bewältigung künftiger Lebensfragen geweckt werden.

Wi ssenschaftspoli ti k
Nach Ansicht Ronald Reagans soll die Grundlagenforschung weiterhin
gefördert werden. Dafür setzten sich auch bekannte amerikanische Wissenschaftler vor dem Ausschuß für Wissenschaft und Technik des amerikanischen
Repräsentantenhauses ein (u.a. Dr. Christian Anfinsen, Nobelpreisträger 1972
für Chemie, Dr. James Cronin und Dr. Val Fitch, beide Nobelpreisträger 1980
für Physik, Dr. Hamilton Smith und Dr. Baruj Benacerraf, Nobelpreisträger
1978 und 1980 für Medizin). Nach den Vorstellungen des künftigen Präsidenten
verlange jedoch die angewandte Forschung, die einen bisher nie dagewesenen
Rückgang an Produktivität aufweise, ganz besondere Unterstützung. Man habe
ihr zu wenig Gewicht beigemessen - aber "gerade die Betonung angewandter
Forschung kann zu einer Frage des Überlebens werden", so meinte Reagan.
Von
- 3 -

�Von grundlegender Bedeutung für das überleben sei die Energieforschung.
Alle Energiequellen müßten sondiert werden, um die Energiekrise lösen zu
helfen. Allerdings solle bei der Entwicklung fossiler Energiequellen wie
Kohle und öl eine "übermäßige und belastende" Einmischung des Staates
unterbleiben. Reagan beabsichtigt, Verfahren zu beschleunigen, durch die
die Sicherheit neu installierter Kernreaktoren gewährleistet wird. Und
er möchte zur Wiederaufarbeitung von nuklearen Abfällen ermutigen,"solange
diese sicher ist". Die günstigste Verwendung für Sonnenenergie sieht
er in Anwendungen für den Alltag. Energieeinsparungen durch die Industrie
könnten einen enormen Beitrag auf vielen Wegen bedeuten - Aktionen, die am
besten von der Privatwirtschaft durchgeführt werden und bei denen die Rolle
der Regierung "auf die Bereitstellung wichtiger Forschungshilfe" beschränkt
bleibt.

+ + + + +

- 4 -

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