<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<item xmlns="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5" itemId="1711" public="1" featured="0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xsi:schemaLocation="http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5 http://omeka.org/schemas/omeka-xml/v5/omeka-xml-5-0.xsd" uri="https://www.amerikahaus-archiv.de/items/show/1711?output=omeka-xml" accessDate="2026-11-03T23:11:09+00:00">
  <fileContainer>
    <file fileId="1722">
      <src>https://www.amerikahaus-archiv.de/files/original/f01a3697a407f3f154031d9a0ce814b2.pdf</src>
      <authentication>3453b6c1f2e07d358f2e3ec4a7b9f89e</authentication>
      <elementSetContainer>
        <elementSet elementSetId="4">
          <name>PDF Text</name>
          <description/>
          <elementContainer>
            <element elementId="52">
              <name>Text</name>
              <description/>
              <elementTextContainer>
                <elementText elementTextId="8760">
                  <text>Information
und
Dokumentation

1

1
I a

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

44

1. Oktober 1980

I N H A L T

DOKUMENTATION
Carter: Konflikt zwischen Iran und Irak muß unverzüglich beendet werden
- USA fordern freie Schiffahrt im Persischen Golf -

HINTERGRUNDMATERIAL
Neuer Boom auf Amerikas öl fei d e m
- Fast 20 Prozent weniger Importöl -

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Mini-Defibrillator zur Implantation
Computer verbessert Schädlingsbekämpfung
Maishalme als Eiweißquelle

Um Ubei/endung von
Belegexemplaren wird
gebeten

Postfach 20 03 00 Tel: 0228-89 32 40
D5300 Bonn 2
Telex: 08-85432

�i

Dokumentation
»

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

1. Oktober 1980

44

CARTER: KONFLIKT ZWISCHEN IRAN UND IRAK MUSS UNVERZÜGLICH BEENDET WERDEN
- USA fordern freie Schiffahrt im Persischen Golf -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Carter hat am 24. September 1980 in einer
Erklärung auf die "sehr gefährliche Situation" hingewiesen, die durch den
iranisch-irakischen Konflikt hervorgerufen wurde, und betont, daß dieser Konflikt unverzüglich beendet werden müsse.

Gleichzeitig unterstrich er vor den

im Weißen Haus akkreditierten Journalisten, daß die USA mit allem Nachdruck
die internationalen Bemühungen zur Erreichung dieses Zieles unterstützten,
und sagte, die freie Schiffahrt im Persischen Golf sei von oberster Bedeutung
für die gesamte Völkergemeinschaft.
Die Erklärung des amerikanischen Präsidenten hat folgenden Wortlaut:
Ich bin heute vormittag mit meinen wichtigsten Beratern zusammengetroffen,
um die sehr gefährliche Situation zu erörtern, die durch den Konflikt zwischen
dem Iran und dem Irak geschaffen worden ist. Obwohl die Vereinigten Staaten
in keiner Weise in diesen Streitfall verwickelt sind - und Behauptungen, die
das Gegenteil besagen, sind ganz offensichtlich und offenkundig falsch -, ist
es wichtig, unsere Haltung in dieser Angelegenheit klar zu machen.
Die

Postfach 20 03 00
Bonn 2

0 5 3 0 0

Tel: 0228-89 32 40
Telex: 08-85432

�Die Kämpfe zwischen dem Iran und dem Irak rufen unnötige Härten und unnötiges Leid unter den betroffenen Menschen hervor.

Sie Stellen eine Gefahr

für den Frieden und die Stabilität dieser Region dar.

Es sollte in gar keiner

Weise eine Einmischung in diesen Konflikt seitens irgendeines anderen Landes
geben.
Die Kämpfe sollten unverzüglich beendet werden.

Alle Beschwerden und

Streitigkeiten zwischen dem Iran und dem Irak sollten am Verhandlungstisch
und nicht auf dem Schlachtfeld geregelt werden.
Wir unterstützen mit allem Nachdruck internationale Bemühungen - sowohl
die Erklärung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen als auch des Präsidenten des Sicherheitsrates -, um die Kämpfe zu einem baldigen Ende zu bringen
und eine ausgehandelte Lösung zu erreichen.
Außenminister Muskie hat während der vergangenen Tage mit einer Reihe von
Außenministern in New York Konsultationen geführt.

Und er setzt diese Kontak-

te am. heutigen Nachmittag und heute abend fort, über unsere Botschaften im
Ausland sowie direkt mit den führenden Staatsmännern einiger dieser Länder
stehe ich ebenfalls in Kontakt mit anderen Staaten.

Wir werden auch weiterhin

nachdrücklich mit soviel Ländern wie möglich sowie mit internationalen Institutionen

zusammenarbeiten, die wie wir ein baldiges Ende des Konfliktes

anstreben.
Ich weiß, daß der Konflikt beträchtliche Besorgnisse ausgelöst hat, daß
die öl Vorräte der Welt stark reduziert werden könnten und daß dadurch die 01preise steigen und die wirtschaftliche Sicherheit der Verbrauchernationen
gefährdet würden. Diese Besorgnisse sind durch die gegenwärtige Situation
nicht gerechtfertigt. Es stimmt, daß... direkte Lieferungen aus dem Iran
und aus dem Irak während des Ausbruchs der Feindseligkeiten unterbrochen oder
ausgesetzt worden sind. Aber selbst wenn diese Aussetzung der Lieferungen
aus dem Iran und dem Irak längere Zeit anhalten sollte, dann können die Verbrauchernationen diesen Ausfall kompensieren.
Die
- 2 -

«

�Die Lagerbestä'nde an öl innerhalb der wichtigen ölverbrauchenden Länder
der Welt haben gegenwärtig einen absoluten Höchststand erreicht.

Der Sicher-

heitsspielraum der Ölversorgung der Welt ist heute viel größer als im Winter
1978 und 1979, als die iranische Revolution die öllieferungen zu einem Zeitpunkt verknappten, als die öl lagerbestände sehr niedrig waren.

Unsere größere Sicherheit ist heute zum Teil auf die Energieeinsparung
sowie auf den Rückgriff auf andere Brennstoffe als Ersatz für öl zurückzuführen - und zwar sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in anderen Verbraucherländern.

Dies hat die Anlage von Reservevorräten bis zu einer Höhe erleichtert,
die weitaus zufriedenstellender ist als im Jahre 1979.

Deshalb gibt es keinen

Grund für eine Wiederholung der Verknappungen oder der Preiseskalation, die
1979 erfolgten.

Natürlich würde eine totale Aussetzung der ölexporte aus den

anderen Ländern, die öl durch das Gebiet des Persischen Golfs liefern, eine
ernsthafte Bedrohung der öl Vorräte der Welt schaffen und entsprechend eine
Bedrohung der wirtschaftlichen Gesundheit aller Länder darstellen.

Deshalb ist es wichtig, daß ich und unser Land nachdrücklich die Erklärung unterstützen, die die neun Länder der Europäischen Gemeinschaft gestern
abgegeben haben.

Die Freiheit der Schiffahrt im Persischen Golf ist von

oberster Bedeutung für die gesamte Völkergemeinschaft.

Es ist dringend er-

forderlich, daß es keine Beeinträchtigung dieser Freiheit der Schiffahrt
nach und von der Region des Persischen Golfes gibt.

Lassen Sie mich wiederholen, daß wir in den Konflikt zwischen dem Iran
und dem Irak nicht verwickelt waren und auch nicht verwickelt werden.

Ein letzter Punkt, der überaus wichtig für die Amerikaner ist

und der

in unserer Besorgnis über die gefährliche, durch diesen Konflikt geschaffene
Situation, inbegriffen ist - und wir haben ihn auch nicht für einen einzigen
Augenblick vergessen - sind die amerikanischen Geiseln, die immer noch im

- 3 -

�im Iran gefangengehalten werden.

Wir setzen unser Bestreben nach ihrer bal

digen und sicheren Freilassung fort, und wir halten auch weiterhin die Regierung des Iran verantwortlich für die Sicherheit und das Wohlergehen der
• l

•

r.

i

•

i

amerikanischen Geiseln.
Ich danke Ihnen.

+ + + + +

—

•

•

*

-

"

r

�1. Oktober 1980

44

NEUER BOOM AUF AMERIKAS ÖLFELDERN
Fast 20 Prozent weniger Importöl

WASHINGTON - (AD) - Energieeinsparung und verstärkte Erschließung
einheimischer Energiequellen stehen an erster Stelle der energiepolitischen
Maßnahmen in den Vereinigten Staaten» Ermutigende Erfolge der inzwischen
angelaufenen Programme beginnen sich einzustellen: Der Nettoimport an
Erdöl lag in den mit dem 5, September 1980 endenden vier Wochen um 19,4
Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Pro Tag werden
mindestens 1,5 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) Erdöl weniger eingeführt. Dagegen weise die Produktion von Rohöl aus einheimischen Vorkommen,
wie Präsident Carter am 22. September 1980 in Springfield (Illinois)
erklärte, eine stark steigende Tendenz auf. Im laufenden Jahr würden mehr
neue Suchbohrungen durchgeführt als je zuvor in der amerikanischen Geschichte.
Energieminister Charles Duncan zitierte eine Angabe des "American
Petroleum Institute", derzufolge man im Jahr 1980 mit mehr als 59 000
Bohrungen rechne.

Damit werde die Zahl des Rekordjahres 1956 mit etwas

über 58 000 neuen Bohrungen übertroffen.

Gegenwärtig seien 3 051 Fördertürme

Postfach 20 03 00 Tel: 0228-89 32 40
Bonn 2
Telex: 08-85432

0 5 3 0 0

�*

Fördertürme in Betrieb, die höchste Zahl seit 25 Jahren.

Die amerikanischen

Mineral öl firmen reagieren auf die Aufhebung der Preisbindung für amerikanisches
Erdöl und Erdgas mit bemerkenswerter Steigerung der Produktion.

Sie dürfte

bei öl in diesem Jahr 2 Prozent betragen. Allerdings scheut sich die
Industrie offenbar noch, mit intensiver Prospektion und Suchbohrungen in
andere als die bisher bekannten Gebiete mit öl- und Gasvorkommen vorzustoßen.
Vielfach werden die neuen Bohrungen in 5 000 Meter Tiefe und mehr vorgetrieben.
Die Gewinnung von Synthesebrennstoffen aus Kohle, Ölschiefer und anderen
Rohstoffen wird noch durch Demonstrationsprogramme vorbereitet. Nach
Aussage Präsident Carters übertrifft der ölgehalt der amerikanischen ölschiefervorkommen den ölreichtum Saudi-Arabiens um das Dreifache. Diese
reiche Quelle werde nunmehr von der im Aufbau begriffenen Synthesebrennstoff-Industrie angezapft. Die Kohleförderung wurde bereits intensiviert.
Wie Energieminister Duncan berichtet, erwarte man für das Jahr 1980 eine
Fördermenge von 825 Millionen Tonnen - verglichen mit 679 Millionen Tonnen
im Jahr 1976 und 775 Millionen Tonnen im Jahr 1979.
Vom US-Energieministerium durchgeführte Untersuchungen über das
Sparverhalten der amerikanischen Bürger im Verlauf der letzten sieben
Jahre, d.h. seit dem ersten ölschock von 1973, erbrachten laut Dr. Jeffrey
S. Mi Istein "ermutigende Ergebnisse". Sie demonstrierten, wie Mi Istein
erklärt, ein immer stärker sich durchsetzendes Energiebewußtsein in der
Bevölkerung: Die Hälfte der befragten Familien habe die Wärmedämmung
ihrer Häuser verbessert, in neun von zehn Haushaltungen verfüge man über
bessere Isolierungen in der einen oder anderen Form, Die Fahrgewohnheiten
hätten sich, so Milstein, wesentlich geändert. Die meisten Bürger halten
sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen. Viele bilden Fahrgemeinschaften
für den Weg zur Arbeit und überlegen sich einmal mehr, ob sie für das eine
oder andere Vorhaben nicht ganz auf ihr Auto verzichten sollten. Jeder
Zehnte der befragten Personen benutzt nunmehr öffentliche Verkehrsmittel, W£

- 2 -

�wo immer sich dies einrichten läßt.

Im Haushalt wird mehr Energie gespart -

ob es sich nun um Stromverbrauch für Licht, Geräte und Klimaanlagen oder
um den Betrieb der Ölheizung handelt.
Der Trend zur Anschaffung kleinerer Wagen setzt sich immer stärker
durch.

Dies könne, wie das Mellon Institute (Arlington, Virginia) errechnete,

in Verbindung mit der Verwendung synthetischer Kraftstoffe und der höheren
Fahrleistung neuer Wagen den Erdölverbrauch bis 1990 um fast 3 Millionen
Barrel pro Tag einschränken.

+ + + + +

- 3 -

�31
I 31

Wi//cn/choft
w\d Technik
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

44

1. Oktober 1980

MINI-DEFIBRILLATOR ZUR IMPLANTATION

- (AD) - Herzflimmern, ausgelöst durch Störungen im Reizleitungssystem
des Herzens, führt meist in kurzer Zeit zum Tode, wenn dem Patienten nicht
innerhalb sehr kurzer Zeit durch eine Injektion oder Anschluß an einen Defibrillator Hilfe gebracht werden kann.

Letzteres ist ein elektrisches Gerät,

das Stromstöße bestimmter Stärke abgibt.

Der Herzmuskel wird dadurch in einer

Weise beeinflußt, daß das natürliche Reizbildungssystem wieder in Gang kommen kann und eine geordnete Herzkammerfunktion möglich wird.

Allerdings stehen

derartige Geräte nur im Krankenhaus, in Notarztwagen oder in speziell ausgerüsteten Arztpraxen zur Verfügung.
Wissenschaftler der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA sind gemeinsam
mit Medizinern z.Zt. dabei, einen Miniatur-Defibrillator zu entwickeln, der
gefährdeten Patienten implantiert werden kann.

In gewisser Weise ähnelt er

dem Herzschrittmacher, hat aber eine andere Funktion.
Der automatische Defibrillator ist in einem kleinen Kästchen untergebracht, das im Oberbauch direkt unter die Haut implantiert und über zwei
Elektroden mit dem Herzen verbunden wird.

Das Gerät überwacht fortlaufend

die Herztätigkeit auf jede Änderung des regelmäßigen Herzschlags.

Postfach 20 03 0 0
D5300 Bonn 2

Sobald

Tel: 0228-89 32 40
Telex: 08-85432

�Sobald das Herz unkontrolliert zu schlagen und zu "flimmern" beginnt, wartet
der Defibrillator 15 Sekunden,

Kommt in dieser Zeit keine Normalisierung

der Herztätigkeit zustande, sendet er einen Stomstoß aus. Bringt dieser
nicht die gewünschte Wirkung, folgen bis zu drei weitere Stomstöße von wachsender Stärke.
Die für das Gerät entwickelte Spezialbatterien bleiben drei Jahre funktionsfähig und sind leistungsstark genug, um insgesamt bis zu 100 Stromstöße
zur Regulierung der Herztätigkeit auszulösen.
Die Arbeitsweise des Geräts wird durch eine zweite, außen am Körper getragene Einheit kontrolliert.
korder.

Es handelt sich um ein Kästchen mit einem Re-

Dieser wird durch die Herzkontraktion aktiviert, die dem Kammer-

flimmern vorausgeht.

Er zeichnet automatisch die elektrische Herzaktivität

vor und nach dem vom Defibrillator abgegebenen Stromstoß auf. Außerdem registriert er, wann, wie oft und in welchen Abständen es zu ungeordneter Herztätigkeit kommt, so daß der Arzt die Störungen im Reizleitungssystem des Herzens zu analysieren vermag.

Nach Angaben der NASA-Wissenschaftler sind die

Entwicklungen noch nicht abgeschlossen, so daß das Gerät vorläufig noch nicht
auf dem Markt zu erwarten ist.

- 2 -

�3

I 3

iul

Wi//en/chaft
wui Technik
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

44

1. Oktober 1980

COMPUTER VERBESSERT SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG

- (AD) - Millionen Tonnen von Reis gehen in Asien jedes Jahr durch
Pilzbefall verloren. In Südkorea beispielsweise betrug vor zwei Jahren der
Verlust elf Prozent. Der Schädling ist sehr hartnäckig, widersteht offenbar chemischen wie biologischen Bekämpfungsmethoden. In Teilen Südamerikas
und Asiens, wo Reis gut gedeihen würde, wird wegen dieser Situation die Kultivierung eingeschränkt.
Dr. David MacKenzie, Pflanzenphysiologe an der Staatsuniversität
Pennsylvanien (University Park, Pennsylvania), schlägt nun ein computergestütztes Verfahren zur Schädlingsbekämpfung vor, das er vor einigen Jahren
für den Schutz von Kartoffelkulturen entwickelte und mit wachsendem Erfolg
einsetzte.

Schlüssel des Verfahrens ist der präzise gewählte Termin für die

Anwendung des Pestizids.

Das erhöht dessen Wirksamkeit, hält die Kosten

niedrig und verringert Umweltschäden auf ein Minimum.
MacKenzie verwendet einen Minicomputer in einem 5 mal 15 Zentimeter
großen Kästchen, der auf dem Feld verbleibt.

Alle siebeneinhalb Minuten

mißt er Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Blattnässe, um sie mit

Postfach 20 03 00
D5300 Bonn 2

Tel: 0228-89 32 40
Telex: 08-85432

�mit gespeicherten Daten über das zu verwendende Pestizid und die Bedingungen,
die das Wachstum des Schädlings begünstigen, zu vergleichen.

Auf einen Knopf-

druck hin gibt der Computer dem Farmer Auskunft, wann der beste Zeitpunkt
zum Sprühen ist. Außerdem kommt vom Gerät eine Warnung, falls der Schädlingsbefall eine kritische Marke erreicht.
Im kommenden Frühjahr beginnen Versuche mit MacKenzies Verfahren auf
Feldkulturen des Internationalen Reisforschungsinstituts in der Nähe von
Manila (Philippinen) sowie in bestimmten Reisanbaugebieten von Südkorea.
Der Forscher ist überzeugt, daß mit Hilfe seines Verfahrens der Reisertrag
in zweifacher Hinsicht gesteigert werden könnte:

Es verringert erstens das

Ausmaß der Zerstörung von Reiskulturen durch Pilzbefall und es ermutigt Bauern
in vielen anderen Teilen der Welt, mehr Reis anzubauen.

Der Wissenschaftler

verweist darauf, daß beispielsweise Bauern im brasilianischen Hochland aus
Angst vor dem Befall der Reispflanzen nur einen Bruchteil des Landes kultivieren, das mit Reis bepflanzt werden könnte.

m
+ + + + +

�I

31

UUi//cn/choft
und Technik
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

44

1. Oktober 1980

MAISHALME ALS EIWEISSQUELLE

- (AD) - Maishalme sind eine ergiebige Quelle für Vitamine und
könnten sogar eine wichtige Rolle für die menschliche Ernährung spielen.
Auf einer Chemikertagung in Las Vegas im August 1980 berichtete Prof.
Bruce Dale von der Staatsuniversität Colorado, daß das in Maishalmen
ebenso wie in Sorghum-Blättern enthaltene Eiweiß etwa den gleichen Nährwert
habe wie Eiweiß aus Milch und Eiern und leicht zu extrahieren sei.

Seinen

Berechnungen zufolge könnte die Weltproduktion an Eiweiß merklich gesteigert
werden, wenn wenigstens ein Teil des Eiweißgehalts der rund 200 Millionen
Tonnen Maisrückstände genutzt würde, die jährlich in den Peinigten Staaten
anfallen.

Die Hälfte der Proteine in Maishalmen und Sorghum-Blättern

ließen sich durch einfaches Auswaschen mit Wasser bei Raumtemperatur gewinnen.
In stark konzentrierter Form könnten sie dann menschlicher Nahrung oder
Tierfutter zugesetzt werden.
Aber auch das, was dann noch übrig bleibe, lasse sich, so Prof. Dale,
weiterverwerten, und zwar für die Produktion von Alkohol als Zusatz zu
Benzin. Ernterückstände von Mais, Weizen, dem hirseähnlichen Sorghumgetreide

Postfach 20 03 00
D5300 Bonn 2

Tel: 0228-89 32 40
Telex: 08-85432

�Sorghumgetreide und Zuckerrohr würden - vor allem aus wirtschaftlichen
Gründen - noch viel zu wenig zur Alkohol gewinnung genutzt. Mit der gleichzeitigen Nutzung als Eiweißquelle jedoch dürften sich die Kosten für die
Produktion von technischem Alkohol merklich ausgleichen lassen. Außerdem
sei dann auch das Argument, daß durch die Brennstoff-Produktion aus sogenannten
Biomassen Nahrungsmittel dem Konsum entzogen würden, leichter zu widerlegen.

+ + + + +

- 2 -

�</text>
                </elementText>
              </elementTextContainer>
            </element>
          </elementContainer>
        </elementSet>
      </elementSetContainer>
    </file>
  </fileContainer>
  <collection collectionId="4">
    <elementSetContainer>
      <elementSet elementSetId="1">
        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
        <elementContainer>
          <element elementId="50">
            <name>Title</name>
            <description>A name given to the resource</description>
            <elementTextContainer>
              <elementText elementTextId="6534">
                <text>Dokumente</text>
              </elementText>
            </elementTextContainer>
          </element>
        </elementContainer>
      </elementSet>
    </elementSetContainer>
  </collection>
  <itemType itemTypeId="19">
    <name>Digitalisat</name>
    <description>Umwandlung eines physischen Dokumentes in ein digitales Medium.</description>
  </itemType>
  <elementSetContainer>
    <elementSet elementSetId="1">
      <name>Dublin Core</name>
      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
      <elementContainer>
        <element elementId="40">
          <name>Date</name>
          <description>A point or period of time associated with an event in the lifecycle of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="8757">
              <text>01.10.1980</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="51">
          <name>Type</name>
          <description>The nature or genre of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="8758">
              <text>Digitalisat</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="39">
          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="8759">
              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="50">
          <name>Title</name>
          <description>A name given to the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13976">
              <text>Amerikadienst 01.10.1980</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
        <element elementId="41">
          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
          <elementTextContainer>
            <elementText elementTextId="13977">
              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Carter: Konflikt zwischen Iran und Irak muss unverzüglich beendet werden&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- USA fordern freie Schiffahrt im Persischen Golf -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Neuer Boom auf Amerikas Ölfeldern&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Fast 20 Prozent weniger Importöl -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mini-Defibrillator zur Implantation&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Computer verbessert Schädlingsbekämpfung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maishalme als Eiweißquelle</text>
            </elementText>
          </elementTextContainer>
        </element>
      </elementContainer>
    </elementSet>
  </elementSetContainer>
</item>
