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                  <text>Information
und
Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

41

17. September 1980
INHALT

DOKUMENTATION
USA: Amerikanisch-iranische Probleme sollten neu überdacht werden
- Schreiben Muskies an den neuen iranischen Ministerpräsidenten Vest erläutert Anstrengungen zur Bewältigung bevorstehender Herausforderungen
- Erklärung des Unterstaatssekretärs für europäische Angelegenheiten
Die Vereinigten Staaten und die Arabische Halbinsel
- Unterstaatssekretär Saunders nimmt vor Repräsentantenhaus Stellung

INFORMATION
Staatssekretär John C. Sawhill leitet "Synthetic FuelsCorporation"

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
100 Millionen Dollar für Windenergie-Forschung

Um Übcr/cndung von
ßclcgcxcmplorcn wird
gebeten

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Tel: 02221-89 3240
Telex:08-85432

�Berichtigung:
In dem Artikel "Vorläufiger Abschied vom Mars" von G. Weiss in
Nr. 39 des Amerika Dienstes vom 3. September 1980 muß es auf Seite 2,
dritte Zeile, richtig heißen:
"... 19. Juni 1976, Absetzen des Landegeräts einen Monat später..."

�Dokumentation

1

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

17. September 1980

41

USA: AMERIKANISCH-IRANISCHE PROBLEME SOLLTEN NEU ÜBERDACHT WERDEN
- Schreiben Muskies an den neuen iranischen Ministerpräsidenten -

WASHINGTON - (AD) - Das State Department hat am 9. September 1980
das Schreiben des amerikanischen Außenministers Edmund Muskie an den neuen
iranischen Ministerpräsidenten Mohammad Ali Rajai veröffentlicht, das
vom 20. August datiert und in dem Muskie die Hoffnung äußert, daß die USA
und der Iran gemeinsam an konstruktiven Lösungen für die zwischen beiden
Ländern bestehenden Schwierigkeiten arbeiten werden.
Das Schreiben Muskies hat folgenden Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
ich schreibe Ihnen als jemand, der in seiner Position als Außenminister
erst vor kurzem mit den Problemen konfrontiert worden ist, die gegenwärtig
die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern belasten. Ich weiß, daß
diese Probleme nur einen Aspekt der schweren neuen Verantwortlichkeiten
darstellen, die Sie als der erste Ministerpräsident des Iran unter der

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�der Verfassung der Islamischen Republik auf sich nehmen.

Es ist meine

aufrichtige Hoffnung, daß wir - zusammen mit dem Außenminister, den Sie
ernennen werden - in der Lage sein werden, in Richtung auf konstruktive
Lösungen für die Schwierigkeiten zwischen unseren Ländern hinzuarbeiten.
Mit dem Tode des früheren Schahs ist ein Kapitel der iranischen
Geschichte nunmehr endgültig abgeschlossen.

Mit der Etablierung Ihrer

Regierung ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden.

Ich bin der Meinung,

daß dies der Augenblick ist, wo wir die Probleme zwischen dem Iran und
den Vereinigten Staaten neu überdenken sollten.
Die Vereinigten Staaten anerkennen die Realität der iranischen
Revolution und die Legitimität der islamischen Republik. Das iranische
Volk hatte in einer Reihe aufeinander folgender Schritte die Chance gehabt,
sich an dem Prozeß der Schaffung neuer Institutionen zu beteiligen.
Ich versichere Ihnen, daß die Vereinigten Staaten nicht den Wunsch gehabt
haben, in diesen Prozeß einzugreifen. Wir sind überzeugt, daß keine äußere
Macht sich in die Rechte des iranischen Volkes, seine eigenen politischen
Entscheidungen zu treffen, einmischen sollte.
Zweiundfünfzig meiner amerikanischen Landsleute werden weiterhin im
Iran nach neun Monaten Gefangenschaft festgehalten. Ich bin mit ihren
Familien zusammengekommen. Ich kann das tiefe und verzweifelte Leid, das
diese Menschen erfahren haben, Ihnen gegenüber nicht in der angemessenen
Form zum Ausdruck bringen. Amerikaner aller politischen Richtungen und
Gesellschaftsschichten stehen vereint in der Sorge um ihre baldige Freilassung. Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, daß es nunmehr an der Zeit ist,
das Leid dieser Menschen in ehrenhafter Weise zu beenden und die Geiseln
zu ihren Familien heimzusenden.
Ich bin mir bewußt, daß auch die Iraner gelitten haben.

Das weitere

Verharren in dieser Sackgasse kann nur zu weiterer Bitterkeit und weiterem

- 2 -

�weiterem Leid auf beiden Seiten führen.
voll.

Die Kelche des Leids sind nunmehr

Wir sollten sie leeren und neu beginnen.

Ich versichere Ihnen, daß

wir den vollsten Respekt für Ihre Unabhängigkeit» Ih^e territoriale
Integrität und für das Prinzip der Nichteinmischung bekunden werden.
Wir wissen, daß das iranische Parlament als Vertretung des iranischen
Volkes mit der Behandlung der Geiselkrise betraut worden ist. Wir wissen
auch, daß es im Iran, wie in den Vereinigten Staaten, tiefgehende Emotionen
aufgrund von in der Vergangenheit erlebten Kümmernissen gibt.

Es gibt,

viele schwierige Fragen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten.
Wir sind unsererseits gewillt, in fairer Weise vorzugehen und uns mit jeder
dieser Fragen auf der Basis gegenseitiger Achtung und Gleichberechtigung
zu befassen.
Um mit dem Prozeß eines besseren gegenseitigen Verstehens zu beginnen,
wäre es, wie ich glaube, nützlich, einen regulären Kommunikationsweg
einzurichten.

Ich persönlich würde es vorziehen, daß dies in direkter -

und wenn Sie es wünschen - sehr diskreter Weise zwischen Vertretern unserer
beiden Regierungen geschieht.

Ein offenes und direktes Gespräch ist der

beste Weg, um Feindseligkeit und Mißtrauen aus dem Weg zu räumen.

Wenn

sie es jedoch vorziehen, wären wir auch gern bereit, durch dritte Parteien
miteinander in Verkehr zu treten, die Botschaften zwischen uns auf einer
regulären Basis übermitteln könnten.

Die Botschaften der Schweiz und Algeriens

könnten diese Rolle übernehmen, da sie ja bereits die Schutzmächte sind.
Andere Personen könnten, entweder als offizielle oder private Vermittler, die
gleiche Funktion ausüben.
Ich möchte hoffen, daß Sie sich bereit finden, uns Ihre Gedanken
über Punkte, die bei einem solchen Austausch in nützlicher Weise erörtert
werden könnten, mitzuteilen.
Ich sehe Ihrer Antwort

im Interesse unserer beiden Völker erwartungsvoll

entgegen.
+ + + + +

- 3 -

�Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

17. September 1980

41

VEST ERLÄUTERT ANSTRENGUNGEN ZUR BEWÄLTIGUNG
BEVORSTEHENDER HERAUSFORDERUNGEN
Erklärung des Unterstaatssekretärs für europäische Angelegenheiten

WASHINGTON

-

(AD) - Der Unterstaatssekretär für europäische

Angelegenheiten im amerikanischen Außenministerium, George S. Vest, gab
am 15. September 1980 vor dem Unterausschuß für Europa des Außenpolitischen
Ausschusses des Repräsentantenhauses die folgende Erklärung ab:
Ich freue mich über die Gelegenheit, gerade jetzt vor Ihnen zu
erscheinen. Es ist jetzt fast neun Monate her, daß die Sowjets in
Afghanistan einmarschiert sind, und noch länger, daß der Iran ins Chaos
abglitt. Wir treten nunmehr in eine neue Periode diplomatischer Aktivität
ein - im Rahmen der Vollversammlung der Vereinten Nationen und der intensiven
Runde von Konsultationen, die sich am Rande abspielen. Während wir uns
dieser Periode nähern, freue ich mich darüber, hier kurz auszuführen,
wie die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten darangehen, mit den
Herausforderungen fertigzuwerden, vor denen wir stehen, um weiter auf der
Einheit und der schöpferischen Kraft aufzubauen, die wesentlicher Bestandteil

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�Bestandteil unserer Gesellschaften sind.
Es kann keinen Zweifel darüber geben, daß wir in den kommenden
Jahren vor einer komplexeren Welt stehen werden.

Eine rasche Aufzählung

der jüngsten Entwicklungen zeigt, daß wir einen Zeitraum hinter uns
gelassen haben, der durch Entspannung charakterisiert war - oder durch
ein Nachlassen der Spannungen zwischen Ost und West - und in einen Zeitraum eintreten, in dem es mehr Frost und mehr Wettstreit bei den OstWest-Beziehungen geben wird - zugleich ein Zeitraum, der unsicherer und
schwieriger zu behandeln sein wird.
Denken Sie an folgendes:
-

Die gewaltige Zunahme der sowjetischen Militärmacht über rein
defensive Erfordernisse hinaus, wie wir sie erkennen können;

-

ihre bewiesene Bereitschaft, diese Macht jenseits der sowjetischen
Grenzen in Afghanistan einzusetzen, die anhaltende Besetzung
dieses bislang blockfreien Landes und die Unterstützung eines
unrechtmäßigen Regimes in Kabul;

-

die jüngste Krise unter der Arbeiterschaft in Polen, die ungewisse
Zukunft dort, die unkalkulierbare Auswirkung, die deren Lösung
auf das übrige Osteuropa haben kann, sowie ihr Einfluß auf die
Beziehungen zwischen der Sowjetunion und ihren Nachbarn;

-

die anhaltenden Wirtschaftsprobleme im Westen:
sowie die Kostenschraube beim Importöl.

Inflation, Rezession

Alle diese Ereignisse und Probleme sind Grund genug, zu überlegen,
wie wir auf das reagieren sollen, was auf uns zukommt.
Innerhalb

�Innerhalb des NATO-Bündnisses haben diese und andere Entwicklungen
eine beispiellose Serie von Konsultationen sowohl auf multilateraler als
auch auf bilateraler Ebene in Gang gebracht.

Darin aber liegt die elementare

Stärke des Nordatlantischen Bündnisses - in der Gelegenheit, die sie für
den freimütigen Austausch der Ansichten über die gesamte Bandbreite derjenigen
Probleme bietet, welche die Sicherheit aller Verbündeten berühren.

Dies

hat im wesentlichen zu einer gemeinsamen Beurteilung der Probleme geführt,
vor denen wir stehen.

Es herrscht auch weiterhin die klare Erkenntnis,

daß es notwendig ist, zusammenzustehen, um all die wesentlichen politischen
Zielsetzungen zu verwirklichen, in denen wir übereinstimmen.

Daher haben

sich die Verbündeten verpflichtet, eine rationale und ausgewogene Arbeitsteilung auszuarbeiten und durchzuführen, die die besonderen Möglichkeiten
jedes Verbündeten respektiert.
Während wir an der Verwirklichung dieser Ziele arbeiten, müssen wir
an die demokratische Vielfalt denken, die dieses Bündnis kennzeichnet und
die oft unterschiedliche Standpunkte zur Folge hat, die bei entscheidenden
Fragen ins Spiel kommen. Man kann die Realitäten des europäischen Lebens,
der europäischen Politik und Wirtschaft nicht umgehen.

Die Nähe der

Sowjetunion, einer kontinentalen Supermacht, zu unseren europäischen
Verbündeten, die größere Rolle marxistischer Sozialtheorie in der Geistesgeschichte der meisten dieser Länder und das Vorhandensein kommunistischer
Parteien in vielen europäischen Staaten, die noch immer frische Erinnerung
an zwei Weltkriege, die auf europäischem Boden ausgetragen wurden - alle diese
Faktoren wirken zusammen und schaffen einen starken Glauben an die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung eines Dialogs mit der Sowjetunion und
einen starken Drang nach Rüstungskontrolle und Abrüstung.

Vermehrte

Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit den Staaten des Ostens, einschließlich
einer wachsenden Rolle der sowjetischen Energieversorgung in den letzten
Jahren sind Faktoren von unbestreitbarer Bedeutung für Westeuropa, die
es abzuwägen gilt, wenn Maßnahmen überlegt werden, um sich einer, sogar
von allen erkannten, sowjetischen Bedrohung zu stellen.

- 3 -

Letztlich aber •

�aber ••• und weit wichtiger - legen die Europäer,im Bewußtsein der sowjetischen
Militärmacht an ihrer östlichen Grenze, die Hauptbetonung darauf, militärisch
gerüstet zu sein, um potentiellen direkten Vorstößen der sowjetischen Streitmacht zu begegnen.
Wenn sie Überlegungen zu der notwendigen Arbeitsteilung anstellen,
so ist es für sie nur natürlich, daß sie von der globalen Supermacht
Amerika erwarten, daß diese die Hauptrolle beim Schutz der lebenswichtigen
Interessen des Westens etwa in Bereichen wie Südwestasien tragen,

über-

flüssig zu sagen, daß es nie eine leichte Aufgabe war, keine ist und nie
eine sein wird, konkrete Schritte zur Abwendung dieser Bedrohungen auszuarbeiten und gleichzeitig die Bedürfnisse von fünfzehn verbündeten
Demokratien zu befriedigen.

Dies erfordert amerikanische Führung - aber

zugleich geduldige, wirksame Konsultation und ebensolchen Dialog.
Stellt man diese verschiedenen Perspektiven in Rechnung, so haben
die Verbündeten bei einer Reihe von Reaktionen im Verteidigungsbereich
auf die sowjetische Herausforderung in Afghanistan und auf den umfangreichen
Ausbau der Streitkräfte des Warschauer Paktes große Übereinstimmung erzielt:
-

sie haben in den meisten Fällen die schwierige wirtschaftliche
und politische Entscheidung eines jährlichen Real Zuwachses der
Verteidigungsausgaben in Höhe von 3 Prozent getroffen;

-

sie haben sich auf das Langfristige Verteidigungsprogramm und den
ständigen Fortschritt bei der Zusammenarbeit, Rationalisierung,
Standardisierung der Ausrüstung sowie der Interoperabilität
der Ausrüstung des Bündnisses geeinigt;

-

sie einigten sich letzten Dezember auf ein Programm der Modernisierung
der TNF-Waffen großer Reichweite, verbunden mit Rüstungskontroll-

- 4 -

�R'üstungskontroll verhandl ungen;
-

sie arbeiten mit den Vereinigten Staaten auf mehreren Sektoren zusammen, um die westliche Sicherheit am Persischen Golf und im
Bereich Südwestasiens zu erhöhen; und

-

sie sind übereingekommen, die Modernisierung der konventionellen
Streitkräfte der NATO in Europa zu beschleunigen und die Schwächung
besser auszugleichen, die durch die Redislozierung amerikanischer
Streitkräfte in andere Bereiche hervorgerufen wurde.

Während wir beabsichtigen, das militärische Gleichgewicht wiederherzustellen, bringen wir und unsere Verbündeten gleichzeitig auch weiterhin
unsere Bereitschaft zum Ausdruck, mit den Sowjets Verhandlungen über
Rüstungsbegrenzung zu führen, dienen solche Verhandlungen doch den höchsten
Sicherheitsinteressen des Bündnisses und tragen sie zu Weltfrieden und
Stabiltät bei. Afghanistan hat die Rüstungskontrolle erschwert; es hat
die Ratifizierung von SALT II verzögert.

Wir haben unseren Verbündeten

klargemacht, daß wir auch weiterhin seiner Ratifizierung sowie der Aufrechterhai tung des Verhandlungsprozesses zur Rüstungskontrolle verpflichtet
sind.

Durch die Richtung unserer Reaktion auf die sowjetische Militär-

intervention haben wir Freund und Feind gleichermaßen verdeutlicht, daß der
Zweck einer standhaften, maßvollen westlichen Antwort darin bestand, die
Chancen auf eine schließliche Rückkehr zu korrekten Beziehungen zu wahren,
wenn die Sowjetunion ihre Bereitschaft demonstriert, mit Zurückhaltung
zu handeln.

Dies wird von uns allen Geduld erfordern.

Wir erkennen, daß die Struktur der Ost-West-Beziehungen, die unter
vielen Schwierigkeiten über die letzten Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde,
langsam aber sicher dazu geführt hat, den Menschen in Europa im täglichen
Leben Vorteile zu bringen. Wir sind der Wahrung dieser Struktur verpflichtet.
So befindet sich gegenwärtig die von Botschafter Max Kampelman geleitete

- 5 -

�geleitete amerikanische Delegation in Madrid und nimmt an einer Konferenz
teil, die das Folgetreffen der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit
in Europa (KSZE) vorbereitet, das in Madrid stattfinden wird. Auf dieser
bedeutenden Konferenz im November sind wir gleichfalls bereit, unseren
Teil beizutragen, um auf ein konstruktives Ergebnis hinzuarbeiten - ein
Ergebnis, das Maßnahmen hervorbringen soll in der Absicht, die Verwirklichung
der Schlußakte von Helsinki zu verbessern und dadurch die reale Sicherheit
und Zusammenarbeit in Europa zu erhöhen. Unserer Ansicht nach kann dies
auf dem Treffen von Madrid nur durch Aufrechterhaltung eines angemessenen
Gleichgewichts zwischen der Behandlung der Menschenrechtsfrage und der
Sicherheitsthemen erzielt werden.
Schlußfolgerung: Durch diese und andere Anstrengungen überbringen
wir den Sowjets eine Botschaft, daß nämlich das Bündnis geeint bleibt
angesichts der durch die Schritte in Afghanistan und an anderen Orten
geschaffenen Bedrohung, während es gleichzeitig jene Struktur der Ost-WestBeziehungen aufrechterhält, die unserer Meinung nach von Nutzen ist, um
eine Rückkehr zu besseren Beziehungen zu erleichtern. Eine solche Rückkehr
ist für uns alle von lebenswichtiger Bedeutung.

+ + + + +

�IS

(TO

I 3
41

CO

Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

17. September 1980

DIE VEREINIGTEN STAATEN UND DIE ARABISCHE HALBINSEL
- Unterstaatssekretär Saunders nimmt vor Repräsentantenhaus Stellung

WASHINGTON - (AD) - Am 3. September 1980 legte Harold H. Sanders, der
Unterstaatssekretär für Nahost und Südasien im amerikanischen Außenministerium,
in einer Erklärung vor dem Unterausschuß für Europa und den Mittleren Osten
des Repräsentantenhauses das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und
den Staaten der Arabischen Halbinsel dar.
Dabei war seine Absicht, dem Unterausschuß die amerikanischen Interessen
in diesem Gebiet zu verdeutlichen, wie sie sich im Lauf der letzten Jahre
herausgebildet haben. Der Bericht analysiert die Bewegkräfte, die im Bereich
des Persischen Golfs am Werke sind, stellt die Entwicklungen in diesem
Gebiet im Verlauf der letzten zehn Jahre dar, geht auf die kommenden Herausforderungen ein und erläutert die amerikanische Politik gegenüber den
Ländern des Persischen Golfs. Die schriftliche Erklärung von Saunders
hat folgenden Wortlaut:

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Telex: 08-85432

�Das amerikanische Verhältnis zu den Staaten der Arabischen Halbinsel am
Persischen Golf
In den beiden vergangenen Jahren wurde ich jeweils zu dieser Zeit
von diesem Unterausschuß darum ersucht, einen überblick über die Entwicklungen
im Mittleren Osten und in Südwestasien vorzulegen.

Auch wenn das heutige

"Hearing" nicht eigens für eine solche Darlegung vorgesehen ist, so ist
es doch angebracht, in diesem Zusammenhang mit dem Unterausschuß über
das Verhältnis zu diskutieren, wie es sich zwischen den Vereinigten Staaten
und den Staaten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf - Saudi-Arabien,
Kuwait, Bahrein, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman entwickelt hat.

Die Entwicklungen in der umliegenden Region und die Be-

deutung des Golfs selbst rechtfertigen es, daß wir diese Region zunzentralen
Teil einer bedeutsamen politischen Überprüfung gemacht haben.
Ziel und Zweck dieser Erklärung ist es:
-

Darzulegen wie sich unsere Interessen an diesen Staaten in den
letzten Jahren verstärkt haben;

-

unsere Vorstellung von der Dynamik dieses Gebietes aufzuzeigen,
wie es sich im vergangenen Jahrzehnt entwickelt hat und welche
Aufgaben vor uns liegen; und

-

zu erörtern, wie die von uns in bezug auf dieses Gebiet verfolgte
Politik unseren sich erweiternden Interessen und den sich verändernden Verhältnissen dort entspricht.

•

•

.

Die Interessen der Vereinigten Staaten in dieser Region
Unsere Interessen an diesem Gebiet bestehen seit langem, sie sind

- 2 -

�sind bedeutend und miteinander verbunden.
-

Sie stellen in Rechnung:

die strategische Lage des Gebietes und seine Bedeutung für die
Aufrechterhaltung eines globalen strategischen Gleichgewichts;

-

die Bedeutung, die wir der Souveränität und Unabhängigkeit dieser
Länder als ein Faktor für eine stabilere Welt beimessen;

-

den für die Welt lebenswichtigen Bedarf an öl aus diesem Gebiet

und

-

die Bedeutung dieser Staaten für die internationalen Geldmärkte und
für die Entwicklung sowie als Märkte für unsere Waren und unsere
Technologie.

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich unsere Interessen an dieser Region
ihrem Wesen nach wenig verändert, sie haben jedoch an Bedeutung gewonnen:
-

Wir sprachen damals von dem lebenswichtigen Fluß des GolfÖls zu
unseren NATO-Verbündeten und unseren Freunden östlich von Suez.
Jetzt sind wir selbst in höchstem Maße abhängig vom Golföl.

-

In dem Maße wie die Länder am Golf reich geworden sind, haben sie
eine bedeutendere Rolle sowohl in regionalen Angelegenheiten
wie auch in der Weltpolitik übernommen.

-

Unser Handel mit diesem Gebiet hat sich ungeheuer erweitert, das
gleiche gilt für die Präsenz von Amerikanern in diesen Ländern.

-

Unsere kulturellen Beziehungen haben sich wesentlich verstärkt,
dazu gehört auch die Ausbildung einer großen Zahl von Studenten
aus diesen Ländern an amerikanischen Universitäten.
- Ereignisse

- 3 -

�-

Ereignisse in den umliegenden Ländern haben die Besorgnis über
einen sowjetischen Druck auf diese äußerst empfindliche Region
verstärkt.

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich unsere Beziehungen zu den sechs
Golfstaaten 1n solider Weise auf einer Basis entwickelt, zu der gehört:
- die strategische Bedeutung dieses Gebietes flir die westliche
Welt und die Bedeutung, die die Golfstaaten unserer Fähigkeit
beimessen, ein globales strategisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, durch das jede Intervention von außen 1n dieses Gebiet
entmutigt wird;
- die Priorität, die diese Staaten einer gerechten und dauerhaften
Lösung des arabisch-israelischen Konflikts beimessen, und ihre
Erkenntnis, daß unter den ausländischen Mächten die Vereinigten
Staaten in einzigartiger Weise in der Lage sind, eine wirksame
Rolle bei der Bemühung um das Zustandekommen eines umfassenden
Friedens in Nahost zu spielen;
- die allgemeine Anerkennung der gemeinsamen Verantwortung der
großen ölförderlander und der ölverbraucher zur Aufrechterhaltung
geordneter Märkte, die für das internationale wirtschaftliche
Wohlergehen Voraussetzung sind;
- ein sich erweiterndes gemeinsames Interesse an wirtschaftlicher
Zusammenarbeit, wozu gehört: Wachstum des Handels, TechnologieTransfer für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung der Golfstaaten; Aufrechterhaltung der internationalen finanziellen
Ordnung; Erleichterung der Entwicklung der ärmeren Staaten und
- der

- 4 -

�-

der Wunsch dieser Staaten nach amerikanischer Hilfe bei der
Entwicklung einer angemessenen Verteidigungskapazität

-

sowie

unsere Bereitschaft, sich unseren Verbündeten bei der Erfüllung
dieser Erfordernisse anzuschließen.

Ein Jahrzehnt des Fortschritts
Vor acht Jahren legte das Außenministerium vor diesem Unterausschuß
die amerikanische Politik hinsichtlich des Persischen Golfs dar, nachdem
es lang und intensiv die amerikanische Politik gegenüber dieser Region
angesichts der zu Ende gehenden vertraglichen Schutzverpflichtungen
Großbritanniens überprüft hatte, die es in der Vergangenheit mit den kleineren
Staaten auf der arabischen Seite des Golfs eingegangen war. Dann richteten wir
den Blick nach vorn, um formelle Beziehungen mit drei Staaten zu entwickeln,
die ihre volle Unabhängigkeit gewonnen hatten, während wir unsere historische
Beziehung zu Oman aufrechterhielten und weiter auf unseren seit langem
bestehenden Beziehungen zu Saudi-Arabien und Kuwait aufbauten.
Die internationale Gemeinschaft blickte jedoch mit verständlicher
Sorge auf den britischen Rückzug aus dem Golfgebiet, denn
-

revolutionäre Ideologien hatten schon des längeren die herrschende
Ordnung am Golf angegriffen;

-

territoriale Streitfragen erschwerten noch die Suche nach regionaler
Zusammenarbeit;

-

ein von kommunistischer Seite unterstützter Aufstand in der
Dhofar-Provinz von Oman bewies die destabilisierende Wirkung
äußerer Intervention;
- 5 -

die

�-

die Welt fragte sich, ob so kleine und dünnbesiedelte Staaten
überhaupt die Institutionen und den National Charakter entwickeln
konnten, die erforderlich sind, um in einer unruhigen Welt allein
bestehen zu können.

Es zeigte sich, daß die kleineren GolfStaaten bei ihrer Entwicklung
zum Staatsaufbau von einem relativ ruhigen Umfeld gefördert wurden.

Ihr

großer Nachbar, Saudi-Arabien, befand sich und befindet sich weiterhin 1n
einer Periode gewaltigen nationalen Fortschritts.

Das Konzept einer engen

Zusammenarbeit zwischen den Staaten der arabischen Halbinsel entlang des
Persischen Golfs entwickelte sich ständig.

Das harmonische Verhältnis,

das die beiden größten Länder des Mittleren Ostens, der Iran und Ägypten,
zueinander sowie zu Saudi-Arabien und den anderen Golfstaaten entwickelten,
brachte eine für geordnete Entwicklung günstige Atmosphäre.
Im Rahmen dieses Umfeldes war der Fortschritt auf der arabischen
Seite des Golfs eindrucksvoll:
-

Die sieben sogenannten "Waffenstillstands-Staaten" taten sich
zusammen und formten die Vereinigten Arabischen Emirate.

Bahrein

und Katar gestalteten gemeinsam ihre nationale Identität.

Alle

kleineren GolfStaaten entwickelten eine Grundlage der Zusammenarbeit auf einer ganzen Bandbreite wirtschaftlicher, politischer
und sicherheitspolitischer Fragen sowohl untereinander als auch
mit Kuwait und Saudi-Arabien.
-

Viele der problematischen Grenzstreitigkeiten am Golf wurden
beigelegt.

-

Der Aufstand in der Dhofar-Provinz von Oman, der durch das
radikale Regime in Südjemen unterstützt wurde, fiel angesichts
des überzeugten Widerstands und des Fortschritts zur nationalen

- 6 -

�nationalen Einheit in Oman in sich zusammen.

Dabei erhielt Oman

beträchtliche Unterstützung durch seine Nachbarn.
-

Saudi-Arabien und seine Nachbarn am Golf erzielten Fortschritte
bei der Entwicklung öffentlicher Verwaltungseinrichtungen und
paßten die traditionellen Gesellschaftsstrukturen an die Erfordernisse
moderner Regierung an. In den Vereinigten Arabischen Emiraten
hat sich die Bundesversammlung zu einem konstruktiven Ausdruck
öffentlicher Meinung entwickelt. Kuwait und Bahrein haben Versuche
mit vom Volk gewählten Nationalversammlungen angestellt und haben
im Verlauf dieses Prozesses wertvolle Erfahrungen dabei gesammelt,
wie man die öffentliche Meinung konstruktiv in die Ausformulierung
nationaler Politik mit einbezieht. Kuwaits Herrscher hat soeben
ein Dekret erlassen, das den Wiederzusammentritt einer gewählten
Nationalversammlung noch vor Ende Februar fordert. Saudi-Arabien
hat die baldige Errichtung eines Konsultativrats angekündigt.

Ausnahmslos haben diese sechs Regierungen bedeutsame Schritte unternommen, um die Vorteile des ölreichtums zu nützen und das Leben ihrer
Völker zu verbessern, indem sie die elementaren menschlichen Ansprüche
befriedigen und gleichzeitig das menschliche Potential entwickeln und
die materiellen Merkmale moderner Gesellschaften ausbauen.

Das äußere Umfeld
Derzeit und künftig muß diese eindrucksvolle Liste des Fortschritts
in diesen sechs GolfStaaten jedoch abgewogen werden gegen Ereignisse in
den umliegenden Ländern, die gewaltige Auswirkungen auf diese Staaten
haben.
Dazu gehören:
- die

�- die Revolution und der Niedergang der zentralen Gewalt im Iran,
die das strategische Umfeld der anderen GolfStaaten grundlegend
verändert haben;
- die sowjetische Invasion des blockfreien Afghanistan, die die
Sicherheit ganz SUdwestasiens bedroht;
-

eine regionale Atmosphäre, In der die sowjetische, kubanische und
ostdeutsche Präsenz am Hörn von Afrika und 1m SUdjemen alte
Sorgen Über sowjetischen Druck mittels Unterstützung radikaler
Kräfte verstärkt; und

- eine Atmosphäre deutlicher Instabilität, die Innerhalb der weiteren
Region herrscht.
Die Zurückweisung langgeschätzter Traditionen zivilen Verhaltens
wird immer deutlicher. Typische Beispiele dafür sind:
- die Verletzung des Völkerrechts und der Maßstäbe zivilisierten
Verhaltens unter Staaten durch das weitere Festhalten von Diplomaten
als Geiseln im Iran;
-

die beispiellose Terrorkampagne der libyschen Führung gegenüber
Landsleuten im Ausland;

- die Gewalt im Libanon und die Schwierigkeiten beim Wiederaufbau
einer zivilen Ordnung;
-

das Erbe der Unterstützung des Irak für radikale Terrorismusgruppen;

-

die Komplexität der Suche des Irak nach nationaler Existenz,
nach seinem zukünftigen Verhältnis mit den Nachbarn am Golf sowie

�sowie seine internationale Rolle als reiches Mitglied einer Welt,
die wirtschaftlich unter Druck steht - all das hat deutlich
Auswirkungen auf die Region zur Folge;
der historische Prozeß der Friedensschließung zwischen Ägypten
und Israel, der in seiner derzeitigen Ausgestaltung Spannungen
zwischen Ägypten und anderen arabischen Staaten hervorgerufen
hat; die momentane Isolierung Ägyptens von der arabischen Welt
hat Ägypten daran gehindert, seine Rolle als stabilisierende
Kraft in anderen Teilen des Nahen und Mittleren Ostens zu spielen.
Gleichzeitig nährt unsere Verpflichtung, uns mit allen Aspekten
des Palä'stinenserproblems auseinanderzusetzen - während wir Israels
Sicherheit schützen -, Hoffnungen auf die Ruhe, die ein Friede
dem ganzen Gebiet bringen kann. Aber diese Suche ist eine Herausforderung für die Führer im Golfgebiet und auch in anderen Bereichen
des Nahen und Mittleren Ostens zur Anhebung des Niveaus an Visionen
und an Mut, die erforderlich sind, um auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden vorwärts zu kommen.

Der Golf heute und in Zukunft:

Bedenken, Möglichkeiten und wie wir reagieren

können.
Die Golfstaaten betrachten sich und die Welt betrachtet die Golfstaaten
mit einer bemerkenswerten Mischung aus Angst und Hoffnung.

Spannungen in

angrenzenden Gebieten haben die Sorge um die Sicherheit des Golfs vermehrt,
während der Fortschritt selbst internen Druck in der Region hervorgerufen
hat.

Die ungeheuren Rohstoffe der Region und die von ihren Führern zur

Schau gestellte Bereitschaft, sich den neuen Herausforderungen im Innern und
im Ausland zu stellen, lassen vermuten, daß diese Staaten die Fähigkeit
besitzen, ihr eignes Haus in Ordnung zu halten und gleichzeitig eine immer

�immer konstruktivere und wichtigere Rolle bei regionalen und weltweiten
Angelegenheiten zu spielen.
Wir selbst können unsere Interessen in der Region in Einklang mit den
Wünschen und Sorgen der Menschen dort verfolgen. Zu diesem Zweck müssen
wir uns ständig daran erinnern, wie unsere verschiedenen Interessen und
ihre verschiedenen Bedürfnisse sich zueinander verhalten. Es besteht zum
Beispiel eine offenkundige Beziehung zwischen der Sicherheit der Region
und ihrer Verläßlichkeit als öl versorger. Der Umfang unserer wirtschaftlichen
Beziehungen wird Einfluß auf Tempo und Qualität der Entwicklung der Golfstaaten nehmen - und dies wiederum wird die Aussicht auf Stabilität beeinflussen. Unsere Fähigkeit zur Unterstützung der Sicherheit der Region
wird sowohl durch Faktoren der Internationalen Wirtschaft als auch der
regionalen Politik beeinflußt, und die regionale Sicherheit ihrerseits
wiederum wird die Aussicht auf geordnete Entwicklung und Stabilität
erhöhen. Die Fortschritte, die wir in Richtung auf einen umfassenden
Nahostfrieden machen können, werden nicht nur die Qualität unserer Beziehung
zu diesen Staaten sta***' beeinflussen, sondern werden auch eine tiefe Wirkung
auf ihre Hoffnungen nach geordnetem Fortschritt haben.

Sicherheit und geregelter Fortschritt
Aufgrund unseres starken Interesses an der Sicherheit der Region
und der Wachsamkeit der GolfStaaten gegenüber externem und internem Druck
auf ihre Stabilität könnten wir mögliche Bedrohungen der Region als ein
Rahmenwerk für die Diskussion eines Teil der politischen Reaktion der
Vereinigten Staaten definieren und klarstellen, daß unsere Haltung
Verteidigungscharakter hat und genau auf die Empfindlichkeit und die
Souveränität der Staaten in diesem Gebiet abgestimmt ist.

- 10 -

�Direkte sowjetische Aggression
Angesichts der historischen russischen Zielsetzungen und des Expansionismus
in Richtung auf Zentralasien haben die Golfstaaten guten Grund, hinsichtlich
der Möglichkeit einer direkten sowjetischen Militärintervention besorgt zu
sein. Die sowjetische Invasion Afghanistans verleiht dieser alten Sorge
eine neue, konkrete Qualität. Die Umwälzungen im revolutionären Iran
lassen auf eine weitere, unmittelbare Möglichkeit für die Sowjets schließen,
einen direkten Zugang zum Persischen Golf und sein öl sowie einen zusätzlichen
Hebel zu erhalten, mit dessen Hilfe die innere Stabilität der Golfregion
untergraben werden kann. Die dünnbesiedelten Golfstaaten erkennen, daß
sie keine Möglichkeit zum Aufbau einer militärischen Kapazität haben, um
diesen Bedrohungen zu begegnen. Sie richten ihre Blicke auf uns, um
jenen Einhalt zu gebieten - allerdings ziehen sie es vor, daß wir dies mit
Hilfe von Schritten außerhalb der Region sowie auf eine Weise tun, die
sie selbst nur so wenig wie möglich mit einbezieht. Sie hegen die tiefe
Furcht, daß das Gebiet die Arena für eine Konfrontation zwischen den
Supermächten werden könnte.

Unsere Antwort auf die sowjetische Bedrohung muß daher eine Vielfalt
von militärischen, wirtschaftlichen und politischen Schritten beinhalten
sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten, unseren Freunden am
Golf sowie den Schlüsselstaaten im weiteren Umfeld der Region.
-

Wir und unsere Verbündeten haben wirtschaftliche und politische
Maßnahmen ergriffen, um den Sowjets klarzumachen, daß ihre Kosten
für die Intervention in Afghanistan Teil dieser unserer Reaktion
sind. Die Golfstaaten haben im Rahmen des Islam die internationalen
Anstrengungen angeführt, um einen sowjetischen Abzug aus Afghanistan
zu erreichen.
- Andere

- 11 -

�-

Andere Industriestaaten haben sich uns in den verstärkten Anstrengungen angeschlossen, zwei der wichtigsten angrenzenden
Staaten, nämlich die Türkei und Pakistan, zu unterstützen, die
sich größte Sorgen um die sowjetischen Absichten in der Region
machen.

-

Wir sind zudem bestrebt, den Staaten der Region eine verbesserte
eigene Verteidigungskapazität zu ermöglichen.

-

Wir haben große Opfer gebracht, um knappe Mittel in eine verstärkte,
weltweite Militärkapazität zu lenken und um auch weiterhin mit
unseren Verbündeten bei der gemeinsamen Aufgabe zusammenzuarbeiten,
ein militärisches Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das die Sowjets
vor einer Intervention am Golf oder an anderen Stellen abschreckt.

-

Wir und unsere NATO-Verbündeten fahren mit den Maßnahmen in Europa
fort, um die westliche Stärke gegenüber den Sowjets zu erhöhen
während wir gleichzeitig Mittel und militärische Kapazitäten in
das Gebiet des Persischen Golfs lenken, um auch dort eine Abschreckungskapazität aufzubauen.

-

Wegen seiner strategischen Lage und seiner entscheidenden Rohstoffe
ist der Golf unvermeidbar ein Faktor im weltweiten Gleichgewicht.
Unsere Fähigkeit zur Aufrechterhaltung dieses Gleichgewichts
erfordert die Möglichkeit, wirkungsvoll Macht in dieser Region
darzustellen mit dem Zweck, uns Aggressoren entgegenzustellen und
die Integrität der dortigen Staaten zu gewährleisten.

-

Wir sind zu einer Sicherung des Golfs vor äußerer Einmischung
entschlossen. In seiner Botschaft über die Lage der Nation
machte dies der Präsident klar, als er sagte: "Ein Versuch durch
eine Macht von außen, die Kontrolle über die Region des Persischen

- 12 -

�Persischen Golfes zu erlangen, wird als ein Angriff auf die
lebenswichtigen Interessen der Vereingten Staaten betrachtet
werden.

Und solch ein Angriff wird durch den Einsatz aller

notwendigen Mittel, einschließlich militärischer Macht, zurückgewiesen werden."
-

Die Logistik zur Aufrechterhaltung dieser Abschreckungskapazität
erfordert die Zusammenarbeit mit den befreundeten Staaten in der
Region,

über dreißig Jahre lang haben wir am Golf Militärpräsenz

aufrechterhalten und unsere dislozierten Streitkräfte hatten
Zugang zu den logistischen Versorgungseinrichtungen.

Unsere

weitere Fähigkeit, zur Sicherheit der Region beizutragen, hängt
in hohem Maß von solchem Zugang ab.
Um diese Politik in der Region zu verwirklichen, haben wir mehrere
Initiativen ergriffen:
-

Als Reaktion auf die destabilisierende Lage und den sowjetischen
Druck in der Region allgemein haben wir unsere Flottenpräsenz im
Indischen Ozean deutlich ausgeweitet.

-

Außerdem verbessern wir unsere Möglichkeiten zum Einsatz von
Streitkräften in diesem Gebiet, indem wir die Schnellen Eingreiftruppen (RDF-Rapid Deployment Forces) organisieren und unsere
Luft- und Seetransportkapazitäten verbessern, um die RDF rascher
zu verlegen.

-

Zusätzlich haben wir begrenzten Zugang zu Luft- und Seestützpunkten in dem Gebiet erstrebt und tun dies auch jetzt noch - wie
etwa in Oman, in Kenia und in Somalia.

Auch verbessern wir Anlagen

in diesem Gebiet - wie etwa Diego Garcia.
- Diese

- 13 -

�- Diese Anlagen dienen zur Unterstützung unserer Präsenz in Friedenszeiten, zu gelegentlichen Übungen und Dislozierungen sowie dazu,
es uns zu ermöglichen, umfangreichere Streitkräfte im Bedarfsfall
in das Gebiet zu verlegen.
- Wir wollen keine Stutzpunkte. Unsere kooperativen Vereinbarungen
respektieren völlig die Souveränität der zusammenarbeitenden
Staaten und Ihrer Nachbarn. Eine solche Zusammenarbeit reflektiert
den Realismus und das strategische Verständnis der Regierungen,
die entschlossen sind, Ihre eigene Unabhängigkeit zu bewahren
und ein sicheres regionales Umfeld zu fördern.

Aggression mit sowjetischer Unterstützung
Im Laufe der Jahre verbreitete sich unter den Regierungen der Golfstaaten Sorge über die militärische Unterstützung und den politischen
Einfluß der Sowjetunion 1n radikalen Nachbarstaaten, die eine aggressive
Politik verfolgen. In den vergangenen zehn Jahren hat das marxistische
Regime im Südjemen, das von den Sowjets stark unterstützt und schwer
bewaffnet wird, Grenzgefechte mit Saudi-Arabien ausgetragen, den Aufstand
in der Dhofar-Provinz von Oman unterstützt und ist im vorigen Jahr in den
NordJemen eingedrungen. Die sowjetische Position in Äthiopien erhöht
im Zusammenhang mit der bedeutenden Rolle der Sowjets im Südjemen die
Verwundbarkeit des Zugangs über Bab-el-Mandeb und das Rote Meer und hat
die Bedenken der GolfStaaten noch vermehrt. Kubaner und Ostdeutsche bieten
den sowjetischen Bemühungen in diesem Gebiet aktive Unterstützung.
Alle sechs Staaten der Arabischen Halbinsel, die am Persischen Golf
liegen, erstreben harmonische Beziehungen zu allen ihren Nachbarn, Es
ist ihre grundlegende Politik gewesen, zwischen den arabischen und islamischen
Staaten einen Sinn für gemeinsame Zielsetzungen zu entwickeln, der keinen

- 14 -

�keinen Raum für sowjetische Intervention lä'3t.
Diese Politik unterstützt unser eigenes Bestreben, das dahin geht,
Frieden und Ruhe für die Völker am Golf zu bewahren.

Wir werden durch

Anzeichen ermutigt, daß der Irak größere Harmonie mit seinen arabischen
Nachbarn am Golf entwickelt.

Wir sind Zeuge des Auftretens einer neuen

Führung im Südjemen geworden, und wir werden mit Sorgfalt nach greifbaren
Hinweisen dafür Ausschau halten, daß er bald in Frieden, vielleicht sogar
in Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn lebt.
Genauso wie an anderen Stellen im Mittleren Osten, so sind wir auch
hier bereit, mit anderen in dieser Region zusammenzuarbeiten, um Spannungen
zu vermindern, solange unsere Hilfe von Nutzen ist. Unsere Anstrengungen
zur politischen und militärischen Unterstützung sowie unsere Dislozierungen
in Reaktion auf den Krieg im Jemen im letzten Jahr waren ein Beweis für
diese Absicht.
Aber wenn Saudi-Arabien und seine Nachbarn am Golf vor einer von
den Sowjets unterstützten militärischen Bedrohung oder dem politischen
Druck, den eine solche Bedrohung hervorrufen kann, frei sein wollen,
brauchen sie eine moderne Verteidigungskapazität.

Unser Sicherheits-

beistand für diese Länder ist ein bedeutender Faktor für die Schaffung
dieser Kapazität und ein entscheidendes Element unserer Beziehungen zu
ihnen.

Unsere Militärpräsenz in Friedenszeiten in dieser Region ist ein

zusätzliches Element der Sicherheitsgarantie für das Gebiet.
In der Vergangenheit haben wir eine wichtige Rolle dabei gespielt,
Saudi-Arabien bei der Entwicklung einer modernen Verteidigungskapazität
behilflich zu sein.

Im Laufe der letzten zehn Jahre haben wir eine wesentliche

Rolle im Verteidigungsprogramm von Kuwait gespielt.

In den vergangener,

Jahren haben wir unsere Bereitschaft gezeigt, bei den Verteidigungserfordernissen der anderen Golfstaaten Unterstützung zu leisten.
Unsere
- 15 -

�Unsere Waffenpolitik gegenüber dieser Region steht in Einklang mit
unserer weltweiten
bereitzustellen.

Einstellung, militärische Ausrüstung und Ausbildung
Unsere Waffenverkäufe an alle sechs Staaten haben nicht

das Ziel, uns kurzfristige politische oder kommerzielle Vorteile zu
verschaffen, indem wir sie mit unpassender oder mit zu viel Ausrüstung
überhäufen, sondern haben das Ziel, ihnen bei der Erstellung einer angemessenen und wirkungsvollen nationalen Verteidigung zu helfen.

Bei dieser

Anstrengung erstreben wir keine Einzel rolle und begrüßen Beiträge unserer
industrialisierten Verbündeten und der Regierungen der Region, wie etwa
Jordaniens, die auf vielfältige Weise Beiträge leisten können.

Regionaler Konflikt
Die Atmosphäre, in der die Golfstaaten ihre Zukunft gestalten,
wird beeinflußt durch Rivalitäten, Spannungen und Gewalt im weiteren
Umfeld der Region - durch den arabisch-israelischen Konflikt, im Libanon,
in teilen Afrikas sowie, ganz in der Nähe der Region selbst, durch die
gegenwärtigen Spannungen zwischen dem Irak und dem Iran, und durch den
Druck, den der Südjemen auf seine Nachbarn ausübt.

Die Golfstaaten

erkennen deutlich die Notwendigkeit, diese Spannungen abzubauen.
eigene Politik bleibt auch weiterhin diesem Ziel verbunden.

Unsere

In manchen

Fällen können wir eine wesentliche Rolle spielen, wobei wir zeitweilig
mit den Golfstaaten zusammenarbeiten.

In anderen wiederum - wie etwa

bei den Spannungen zwischen dem Irak und dem Iran, übersteigt unsere
Sorge unsere Fähigkeit zur Beeinflussung der Ereignisse.

Wir begrüßen

jedmöglichen Einfluß, den die Golfstaaten ausüben können, um die Wurzeln
regionaler Spannungen zu beseitigen.

Von außen

- 16 -

�Von außen unterstützte Subversion und innere Bedrohungen
Kein Katalog möglicher Bedrohungen für die Golfstaaten würde ohne
die Erkenntnis vollständig sein, daß es weithin bekannte Besorgnisse
hinsichtlich der Bedrohungen von innen gibt. Daß Kräfte von außen sich
um eine Unterwanderung dieser Staaten bemühen, weiß die Öffentlichkeit.
Die Golfstaaten sehen sich aber auch einer Anzahl von Herausforderungen
gegenüber, die zum Teil gerade aus dem von ihnen erzielten Fortschritt
resultieren.
-

Der Modernisierungsprozeß als solcher bringt Veränderungen der
traditionellen Gesellschaftsformen mit sich.

-

Der große Strom ausländischer Arbeitskräfte, die für die Verwirklichung der nationalen Entwicklungsprogramme dieser Staaten
so notwendig sind, hat den Golfstaaten eine Arbeiterschaft
beschert, die sich aus mehr Ausländern denn aus "Einheimischen"
zusammensetzt. Dies hat ein langfristiges Problem von Ansprüchen
ausländischer Einwohner gegenüber der Gesellschaft zur Folge.

-

Die Führungsschicht in diesen Ländern hat hinsichtlich der
Verwendung des ölreichtums Klugheit und Anteilnahme an der menschlichen
Entwicklung gezeigt.

In den vor uns liegenden Jahren wird sie

sich jedoch wahrscheinlich einem anhaltenden inneren Druck
gegenübersehen, um den verschiedenen Teilen der Gesellschaft
einen fairen Anteil und eine bedeutungsvolle Rolle zu garantieren.
Gerade die Sicherung einer bedeutungsvollen Rolle für den ungewöhnlich großen Prozentsatz junger Menschen in diesen Gesellschaften,
von denen jeder Zugang zur Bildung hat, ist eine besonders große
Herausforderung.
-

Nachdem sie Fortschritte bei der Schaffung von Regierungsinstitutionen

- 17 -

�Regierungsinstitutionen gemacht haben, sehen sich diese Staaten
der großen Aufgabe gegenüber, einen feinfühligen Kontakt mit ihren
Völkern aufrechtzuerhalten und Einrichtungen zu entwickeln, die
die traditionelle soziale Harmonie in das moderne Zeitalter hinübertragen.
-

Seit der Revolution im Iran gab die Haltung der schiitischen
Minderheitsgruppen in vielen Gesellschaften der Golfstaaten Anlaß
zur Besorgnis.

In der Propaganda aus Teheran werden die ansässigen

Schiiten aufgefordert, gegen die monarchischen Regime in den Golfstaaten und gegen deren westliche Bindungen zu opponieren.

Die

GolfStaaten wollen annehmbare Beziehungen zu Teheran aufrechterhalten,. Sie wünschen eine Verminderung der Spannungen zwischen
den USA und dem Iran als Mittel zur Förderung der Ruhe in diesem
Gebiet.
Wir werden uns nicht in die inneren Angelegenheiten irgendeines
Landes einmischen. Wir haben jedoch - sowohl durch offizielle als auch durch
private Kanäle - eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen und sozialen
Entwicklung dieser Region gespielt, und wir sind bemüht, diesen Beitrag
fortzusetzen, wo immer dies gewünscht wird. Wir teilen die Ansicht dieser
Regierungen, daß ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung gesund sein
und in einem vernünftigen Tempo voranschreiten muß. Die Regierungen der
Golfstaaten sind sich darüber im klaren, daß wir ihre Anstrengungen zur
Schaffung politischer Institutionen begrüßen, die in wirksamer Weise dem
Wunsch ihrer Völker entsprechen, an der Gestaltung einer nationalen Politik
in einer Zeit des raschen wirtschaftlichen und sozialen Wandels teilzuhaben. Diese Regierungen verstehen, daß wir keine besondere Doktrin und
kein besonderes politisches System für sie befürworten, sondern daß wir
ihr Interesse an der Entwicklung lebensfähiger Regierungsinstitutionen
unterstützen, die zur Gewährung des Schutzes der grundlegenden Menschenrechte beitragen.

18

�Der Frieden in Nahost - Sorgen und Chancen
Das Palästinenserproblem liegt als eine schwere Last auf allen
Regierungen der Golfstaaten und auf unseren Beziehungen zu ihnen. Die
Regierungen der Staaten am Golf suchen nach einem umfassenden Frieden im
Nahen Osten auf der Basis der Resolution 242 des Sicherheitsrates der
Vereinten Nationen.

Sie alle versichern mit Nachdruck, daß es keinerlei

Friedensregelung geben könne, wenn die Rechte des palästinensischen Volkes
darin nicht verwirklicht würden, und Saudi-Arabien vor allem fühlt sich
in besonderem Maße für den künftigen Status von Jerusalem verantwortlich.
Die Regierungen dieser Staaten sind einhellig der Auffassung, daß die
Hauptgefahr für die Sicherheit des Nahen Ostens und auch für die Stabilität
der Golfregion darin liegt, daß es keinen Frieden im Nahen Osten gibt.
Sie sehen in den Spannungen und Entfremdungen, wie sie durch den dreißigjährigen Konflikt zwischen den Arabern und Israelis geschaffen wurden, die
Hauptursache für den sowjetischen Einfluß in diesem Gebiet, durch den es
zu Revolutionen und radikalen politischen Strömungen im Nahen Osten
kommt und der das Haupthindernis für die Entwicklung von festen Beziehungen
zu den Vereinigten Staaten bildet, deren Entwicklung ihre nationalen
Interessen sonst fordern würden.
In den vergangenen beiden Jahren haben die Golfstaaten mit Ausnahme
Omans die von uns gegenüber den Friedensverhandlungen eingenommene Haltung
abgelehnt.

Selbst Oman hat vor kurzem öffentlich erklärt, daß die weiteren

Verhandlungen über die Autonomie der Palästinenser "eingestellt" werden
sollten, wenn Israel sich weigert, seine Bemühungen um die Konsolidierung
seiner Kontrolle über den im Juni 1967 besetzten Ostteil Jerusalems
einzustellen.

Die Golfstaaten sind ganz allgemein skeptisch, daß die

gemäß den Übereinkommen von Camp David geführten Verhandlungen zu einem
umfassenden Frieden führen könnten. Wir beabsichtigen mit ihnen in
engem Kontakt zu bleiben. Alle diese Staaten verstehen den unbedingten

- 19 -

�unbedingten Einsatz der Vereinigten Staaten für eine entschlossene Fortsetzung des Friedensprozesses und unsere einzigartige Befähigung unter
den ausländischen Mächten, einen Einfluß auf die Ereignisse zu nehmen.
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Das arabisch-israelische Problem ist das eindringlichste Beispiel
für die innere Verflechtung von Sorge und Hoffnung in den GolfStaaten.
Aber wenn es uns gelingt, auf dem Weg des Friedens recht bald in Zusammenarbeit mit den GolfStaaten weiter voranzuschreiten, dann können wir dabei
aus einer Gefahr eine Chance werden lassen. Denn der Fortschritt zum
Frieden wird die Sicherheit und die innere Ruhe am Golf stärken.

Er wird

die Qualität unserer gesamten Beziehungen zu dem Gebiet verbessern.

Und

durch ihn können enorme Ressourcen am Golf freigesetzt werden, um die
internationalen Anstrengungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen für
alle Menschen im Nahen Osten und in den Gebieten darüber hinaus zu fördern,
Als letzten Punkt möchte ich hervorheben, daß eine Lösung des arabischisraelischen Problems zwar vielleicht nicht zur Bereinigung aller Probleme
am Persischen Golf führen wird, daß sie aber als ein sichtbarer Fortschritt
in dem Bemühen um eine solche Lösung doch erheblich zur Verfolgung unserer
Golfpolitik in aktiver Harmonie mit den Staaten dieser Region beitragen
würde.

Die wirtschaftlichen Probleme
Unsere Politik und unsere Beziehungen sind ausgerichtet auf den
Gesamtkomplex dieser Ländern, die eine wichtige Rolle bei einigen der
drängendsten Wirtschaftsprobleme, denen sich die Weltgemeinschaft gegenübersieht, spielen und weiterhin spielen werden.

Energie

- 20 -

�Energie
Diese sechs Golfstaaten liefern zur Zeit fast die Hälfte des Öls, das
die freie Welt importiert,, Da ihre Aufnahmekapazität, zumindest kurzfristig, begrenzt ist im Verhältnis zu ihren gewaltigen ölreserven, verfügen sie in ihrer Produktionspolitik über eine beachtliche Flexibilität. Da
das öl fast ausschließlich der Grundquell für ihre Volkswirtschaften ist,
sehen sie sich im eigenen Lande einem immer stärker werdenden Druck
gegenüber, dieses kostbare nationale Erbe sparsam zu verwalten„ Gerade
diese Länder standen im allgemeinen auf der Seite der Gemäßigten bei
den Preisdebatten der OPEC, und sie zeigten sich geneigt, mehr zu produzieren
als sie für Ausgaben im eigenen Lande brauchten, um dem internationalen
Bedarf entsprechend einen Beitrag zu leisten.
Vor allem Saudi-Arabien, der bei weitem größte Produzent, ist durch
sein Verantwortungsbewußtsein hervorgetreten, das es der Weltwirtschaft
gegenüber sowohl in seiner Preis- wie Produktionspolitik gezeigt hat.
Es ist für die Vereinigten Staaten und die Welt ganz allgemein eine
Frage von entscheidender Bedeutung in diesem Jahrzehnt, wie eng oder weit
diese öl produzierenden Länder den Begriff ihrer wirtschaftlichen Interessen
bei ihren Überlegungen über Produktions- und Preisentscheidungen fassen.
Angesichts der angespannten Energieversorgungslage, die wir für dieses
Jahrzehnt erwarten, wird weiterhin die Notwendigkeit bestehen, Mittel und
Wege zu finden, um diese Förderländer zur Beibehaltung ihrer Produktion
zu ermutigen. Wir haben mit ihnen in den letzten Jahren in stetigem
Meinungsaustausch über die Energiefragen und ihre Auswirkungen auf die
Beziehungen zur Weltwirtschaft gestanden. Wir bemühen uns, diesen Dialog
zu vertiefen, um ein stärkeres Gefühl für die gemeinsame Verantwortung
der wichtigsten Erzeuger- und Verbraucherländer für einen geordneten
Übergang zu einer weniger auf öl als Energiequelle angewiesenen Welt zu
entwickeln. So wie sich dieser Dialog im Verlauf des vergangenen Jahres

- 21 -

�Jahres gestaltet hat, muß man hervorheben, daß die ölstaaten am Persischen
Golf die Anstrengungen sehr begrüßt haben, die wir unternehmen, um unsere
Abhängigkeit vom Importöl zu verringern und daß sie uns gedrängt haben,
in dieser Hinsicht noch erheblich mehr zu tun.

Internationale Finanzen
Die amtlichen Auslandsguthaben dieser Golfstaaten betragen heute
insgesamt über 140 Milliarden Dollar und wachsen so rasch, wie diese
Staaten mehr öl fördern als sie für die Deckung Ihrer laufenden Ausgaben
im eigenen Lande brauchen.
Die Golfstaaten haben bei der Investition ihrer überschüssigen
Guthaben verantwortungsbewußt gehandelt, aber so gewaltige Summen bringen
eine Reihe von Problemen für die internationale Wirtschaft mit sich:
- die Schwierigkeit der Aufrechterhaltung des Wachstums der Weltwirtschaft mit finanzieller Stabilität angesichts des massiven
Transfers von Ressourcen aus demokratischen Industrieländern
und der Entwicklungswelt in die öl erzeugenden Länder;
- die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung ausreichender Chancen für
die Investitionen der GolfStaaten in den Vereinigten Staaten und
in anderen Ländern;
- die Notwendigkeit der Stabilität des internationalen Finanzsystems
und der Aufrechterhaltung des Vertrauens seitens der Investoren; und
- das Problem der Befriedigung der Ansprüche jener Entwicklungsländer, die in zunehmendem Maße überfordert sind, ihre ölrechnung
zu bezahlen.
Wir
- 22

�Wir konsultieren uns in einer Vielfalt von Gremien mit den wichtigsten
Golfländern über diese Probleme und andere finanzielle Fragen.

Sie sind

zu wichtigen und konstruktiven Mitgliedern der internationalen Hnanzgemeinschaft geworden.

Wir versuchen, sie zu stärkerer Beteiligung zu

ermutigen, einschließlich einer größeren Anerkennung der Notwendigkeit
für die reichen ölerzeuger, einen größeren Anteil an der Aufgabe zu übernehmen, den ärmeren Ländern dabei zu helfen, ihre großen Zahlungsbilanzdefizite durch Vorzugshilfe und direkte Kredite zu finanzieren.

Internationale Entwicklung
Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar
haben gemeinsam über 20 Milliarden Dollar an Wirtschaftshilfe für Entwicklungsländer in der arabischen Welt und darüber hinaus zugesagt, einschließlich
von etwa 5 Milliarden Dollar zur Unterstützung einer Vielfalt regionaler,
OPEC-bezogener und internationaler Krediteinrichtungen.

Sie wenden rund

fünf Prozent ihres Bruttosozialprodukts für Anleihen für die wirtschaftliche
Entwicklung auf.

Wir versuchen, eng mit ihnen zusammenzuarbeiten in einer

gemeinsamen Anstrengung, Drittländern zu helfen.

Im kommenden Jahrzehnt

bietet sich ein weiter Bereich für eine noch engere Zusammenarbeit, in
einigen Fällen in der Kombination amerikanischer und anderer westlicher
Technologie mit der Finanzkraft der Golfstaaten im Verfolg konstruktiver
Entwicklungsprojekte in bedürftigen Ländern, einschließlich derer Unterstützung beim Ausbau von Energiequellen.

Handel
Die amerikanischen Exporte nach diesen sechs GolfStaaten übersteigen
heute 7 Milliarden Dollar pro Jahr und stellen die Hälfte unserer Lieferungen
nach dem Mittleren Osten dar.

Unsere Verkäufe an diese Länder schaffen

- 23 -

�schaffen Arbeitsplätze für etwa eine Viertelmillion Amerikaner.

Jedoch

wegen unserer Abhängigkeit vom Golföl und dem raschen Anstieg der öl preise
sind wir im vorigen Jahr in ein Handelsdefizit von 4 Milliarden Dollar mit
diesen Ländern geraten und rechnen damit, daß dieses Defizit in diesem Jahr
noch höher sein wird.
Amerikanische Exporteure halten derzeit über ein Sechstel des
Marktes in diesen Ländern und in Saudi-Arabien sogar ein Fünftel.

Aber

wir müssen weiterhin mit außerordentlich harter Konkurrenz seitens anderer
demokratischer Industriestaaten undaniger Entwicklungsländer rechnen, wenn
wir uns anstrengen, unsere Verkäufe zu halten und zu steigern»

Es gibt

eine Reihe wichtiger politischer Fragen unter der allgemeinen Überschrift
"Export-Abschreckungen", mit der sich die Administration und der Kongreß
weiterhin befassen müssen, wenn wir unser nationales Interesse an der
Ausweitung der kommerziellen Bindungen in dieser Region weiterverfolgen
wollen.

Technologie Transfer
Wir können Befriedigung aus der Rolle amerikanischer Privatleute
bei der Entwicklung der Ölindustrie der Golfregion ziehen, wurde dadurch
doch das Nötigste für die bemerkenswerte Verbesserung der Lebensbedingungen
der Menschen am Golf bereitgestellt. Amerikanische Technologie trägt auch
weiterhin auf einer großen Bandbreite von Aktivitäten zur Entwicklung bei.
Derzeit arbeiten rund 30 000 amerikanische Privatpersonen in Saudi-Arabien
und den anderen GolfStaaten und tragen dadurch zur geordneten Entwicklung
dieser Gesellschaften bei. Es liegt in unserem Interesse und steht in
Einklang mit anderen nationalen Politiken, zu noch stärkerer amerikanischer
Beteiligung zu ermuntern.
Seit

- 24 -

�Seit langem schon gibt es eine offizielle amerikanische Beteiligung
an der Entwicklung von Saudi-Arabien durch die Tätigkeiten des ame^'kanisehen
Vermessungsamtes und des US-Pionierkorps,

In den vergangenen Jahren haben

wir unsere offizielle Beteiligung im Rahmen der Gemeinsamen amerikanischsaudiarabischen Wirtschaftskommission beträchtlich ausgeweitet, die der
Regierung von Saudi-Arabien auf der Basis umfassender Entschädigung ihre
Erfahrungen zur Verfügung stellt.

Es gibt derzeit 20 Projekte dieser

Gemeinsamen Kommission in solchen Bereichen wie Planung von Wasserreservoiren,
Sonnenenergie, Berufsausbildung, Straßenbau, Meerwasserentsalzung, Datenverarbeitung und Informationsdienste im Finanzbereich.
Wir haben kürzlich eine Gemeinsame amerikanisch-omanische Wirtschaftskommission ins Leben gerufen, die sich ebenfalls auf technische Hilfe für
Entwicklungsprojekte konzentrieren wird. Die Vereinigten Staaten beabsichtigen,
gemeinsam mit dem Oman zur Finanzierung der Aktivitäten dieser Kommission
beizutragen, die wir als wichtigsten Teil der expandierenden wirtschaftlichen
Zusammenarbeit ansehen.
Seit einigen Jahren ist unser Friedenskorps in Oman tätig - genau wie
bis vor kurzem in Bahrein, Auch dort haben wir eine Anzahl von Experten auf
der Grundlage der Kostenteilung zur Verfügung gestellt.
In anderen Golfstaaten haben wir über eine Vielfalt von Wegen auf
die Bitte der Gastregierungen hin amerikanische Regierungsfachleute zur
Verfügung gestellt„ In den letzten Jahren war das Handels- und Entwicklungsprogramm des Internationalen Amtes für Entwicklung und Zusammenarbeit
(IDCA^ ein wirkungsvoller Mechanismus zur Förderung dieses Technologietransfers.
Es ist unsere Politik, immer dort behilflich zu sein, wo Gastregierungen
wünschen, daß offizielle amerikanische Erfahrung für ihre Entwicklungsprogramme
verfügbar gemacht wird.

Es ist jedoch unsere klare Erkenntnis, daß in Zukunft

- 25 -

�Zukunft wie in der Vergangenheit unser Privatsektor die führende amerikanische
Rolle dabei spielen wird, den Gesellschaften am Golf dabei behilflich zu
sein, ihre Hoffnungen auf Entwicklung zu erfüllen.

Beziehungen in Bildung und Kultur
Im vergangenen Jahrzehnt haben sich sowohl die offiziellen als auch
die privaten amerikanischen kulturellen und bildungsbezogenen Bande mit
den Ländern am Golf stark vertieft. Heute gibt es an den amerikanischen
höheren Bildungsstätten über 15 000 Studenten aus dem Bereich der Arabischen
Halbinsel.

Der Besucheraustausch öffentlicher und privater Fachleute aus

den Bereichen Bildung und Kultur hat deutlich zugenommen.

In unserer

Politik gegenüber der Golfregion erkennen wir deutlich die Notwendigkeit
nach fortgesetzter Förderung dieser Beziehungen. Unsere anhaltenden
Anstrengungen zur Entwicklung verstärkter Beziehungen zu den GolfStaaten
werden großen Nutzen aus dem Verständnis und den Bindungen ziehen, die
sich aus der Erfahrung der Studenten aus diesen Ländern an unseren
Universitäten herausbilden.

Die Bedeutung dieser Region für die Vereinigten

Staaten heute und in Zukunft macht in unserer Gesellschaft ein besseres
Verständnis für die Kultur und für die Wünsche der Menschen am Golf
erforderlich.

Das sich entwickelnde Verhältnis
Während wir bestrebt sind, unsere Beziehungen zu Saudi-Arabien
und dessen arabischen Nachbarn am Golf in einer Weise auszubauen, die
für alle Seiten von Nutzen sind, sind wir uns zugleich der Tatsache
bewußt, daß der Verfolg jeder unserer Interessen - Sicherheit, Frieden,
Energie, wirtschaftliche Entwicklung, Zusammenarbeit im Finanzbereich,
Handel und Kultur - Auswirkungen auf Aussichten der jeweils anderen

- 26 -

�anderen Interessen hat. Deshalb werden wir auch weiterhin in unseren
Beziehungen ein Gleichgewicht anstreben, das die Gesamtheit unserer
eigenen Interessen und die umfassenden Charakteristika der GolfStaaten
widerspiegelt.
Weder wir noch unsere Freunde in den GolfStaaten unterschätzen die
Probleme, die vor uns liegen und die Schwierigkeit der Fragen, die unsere
sich ausweitenden Beziehungen angehen müssen. Im Gegenteil: wir erkennen,
daß wir uns um Sicherheit und Stabilität angesichts komplexer und sich
überschneidender Problemstellungen in einer Region bemühen, deren weitere
Unabhängigkeit und geordneter Fortschritt in unserem ureigensten Interesse
liegen. Auf der Grundlage des bisher erzielten Fortschritts glauben wir
jedoch, auch weiterhin mit jedem dieser Länder eine gefestigte und enge
Beziehung knüpfen zu können und zwar auf eine Weise, die in zunehmendem
Maß den Interessen unseres Volkes und auch denen der Weltgemeinschaft
insgesamt dienen werden.

+ + + + +

- 27 -

�Information
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

41

17. September 1980

STAATSSEKRETÄR JOHN C. SAWHILL LEITET "SYNTHETIC FUELS CORPORATION"

- (AD) - Präsident Carter hat John C. Sawhill, seit 1979 Staatssekretär
für Energie im US-Energieministerium, zum Vorsitzenden der mit dem Energiesicherungsgesetz 1980 neu geschaffenen "Synthetic Fuels Corporation" (SFC)
nominiert. Auch die sechs anderen Mitglieder des Direktoriums der unabhängigen staatlichen Gesellschaft, die den Aufbau einer privatwirtschaftlichen
Industrie zur Erzeugung von Synthese-Brennstoffen beschleunigt in Gang setzen
und qualifizierte Projekte fördern soll, wurden inzwischen nominiert. Sie
müssen nun vom Kongreß bestätigt werden.
Die SFC hat die Aufgabe, die großtechnische Produktion von Brennstoffen
aus Kohle, Ölschiefer, Teersand, Biomasse und anderen Energiequellen zur
Substitution von Erdöl zu finanzieren.

Dies geschieht vor allem durch Kredite,

Kreditbürgschaften, Abnahme- und Preisgarantien an die Privatwirtschaft. Der
US-Kongreß bewilligte bereits 20 Milliarden von insgesamt 88 Milliarden Dollar,
die Präsident Carter für das in den nächsten 12 Jahren in mehreren Stufen zu
realisierende Programm vorgesehen hat.

Die "Synthetic Fuels Corporation" soll,

wie der Präsident erklärte, "einen Grundpfeiler der nationalen Energiepolitik"
und "unser wichtigstes Instrument" zur Verringerung der Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von Importöl bilden.
+ + + + +

Postfach 20 03 00
D5300 Bonn 2

Tel: 0228-89 32 40
Telex: 08-85432

�Wi//en/ch&lt;ift
und Technik

I a

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

41

17. September 1980

100 MILLIONEN DOLLAR FÜR WINDENERGIE-FORSCHUNG

- (AD) - Ein Gesetz über die Bereitstellung von 100 Millionen Dollar im
Haushaltjahr 1980/81 für ein neues Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprogramm "zur beschleunigten Nutzbarmachung von Windenergie" wurde von
Präsident Carter unterzeichnet.

(Im Jahr 1979/80 lagen die Regierungsaufwen-

dungen für solche Projekte bei 60 Millionen Dollar.)

Damit soll erreicht

werden, daß schon im Jahr 1988 Windkraftwerke mit einer Kapazität von insgesamt 800 Megawatt verfügbar sind.

Ca. 700 Megawatt sollen aus großen Genera-

toranlagen mit Kapazitäten von jeweils mehr als 100 Kilowatt, die restlichen
100 Megawatt von kleinen Windkraftwerken kommen.

Mit Hilfe des Programms will

man außerdem die Stromkosten von Windenergie soweit senken, daß sie mit den
Stromkosten bei der Anwendung konventioneller Produktionsverfahren konkurrieren können.

Gleichzeitig sollen der Privatwirtschaft Anreize gegeben werden,

sich stärker auf dem Sektor "Windenergie" zu engagieren.
Windkraft ist nur eine von verschiedenen Formen der Sonnenenergie, die
nach dem Nationalen Energieprogramm der USA im Jahr 2000 etwa 20 Prozent des
amerikanischen Energiebedarfs decken soll. Gegenwärtig liegt in den Vereinigten Staaten der Anteil der Windkraft an der gesamten Energieproduktion bei knapp
einem Prozent.

Er könnte sich nach Ansicht von Regierungsvertretern noch inner-

halb dieses Jahrzehnts verdoppeln und bis Ende des Jahrhunderts auf acht bis

Postfach 20 03 0 0
D5300 Bonn 2

Tel: 0228-89 32 40
Telex: 08-85432

�bis zehn Prozent anwachsen.
"für

Die Bereitschaft von Bürgern, Windkraftanlagen

den Hausgebrauch" zu installieren, unterstützt der Staat mit Steuerver-

günstigungen, wodurch die Anschaffungskosten bis zu 40 Prozent reduziert werden.

Die elektrische Leistung der modernen Windmühlen liegt im Durchschnitt

bei 1,5 Kilowatt.

Hausbesitzer und Farmer machen, sofern sie in windreichen

Gegenden oder am Rande oder außerhalb großer Ortschaften leben, in zunehmendem Maße von den vorhandenen Angeboten Gebrauch.

Das Problem der Gerä'usch-

belä'stigung durch den Windmühlenpropeller ist allerdings noch nicht gelöst.
Und viele Bürger wehren sich dagegen, daß das Landschaftsbild durch die Errichtung von zu vielen Windkraftwerken verdorben wird.

+ + + + +

�</text>
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      <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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              <text>Amerikadienst 17.09.1980</text>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;USA: Amerikanisch-iranische Probleme sollten neu überdacht werden&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Schreiben Muskies an den neuen iranischen Ministerpräsidenten -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vest erläutert Anstrengungen zur Bewältigung bevorstehender Herausforderungen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Erklärung des Unterstaatssekretärs für europäische Angelegenheiten -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vereinigten Staaten und die Arabische Halbinsel&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Unterstaatssekretär Saunders nimmt vor Repräsentantenhaus Stellung -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Information&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Staatssekretär John C. Sawhill leitet "Synthetic Fuels Corporation"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;100 Millionen Dollar für Windenergie-Forschung</text>
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