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                  <text>Information
und
Dokumentation

alla
i 3

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

8. August 1979

32

INHALT

DOKUMENTATION
Präsident Carter würdigt Bedeutung der Schlußakte von Helsinki
HINTERGRUNDMATERIAL
Amerikas Macht in einer s"»ch wandelnden Welt
- von Dr. .Zbigniew Brzezinski Man fährt gut mit Biosprit
- Amerikanische Autofahrer haben GASOHOL angenommen WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Leiseres Kleinflugzeug
- NASA erprobt neue Motoren Eine Bank für Knochenmark ;n Texas
- Patienten spenden für den Eigenbedarf -

Um Übcr/cncJung von
Belegexemplaren wird
gebeten

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�Dokumentation

I 3

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8. August 1979

32

PRÄSIDENT CARTER WÜRDIGT BEDEUTUNG DER SCHLUSSAKTE VON HELSINKI

WASHINGTON - (AD) - Präsident Carter hat am 1. August 1979 in einer Erklärung auf die Bedeutung der am 1. 8. 1975 in Helsinki unterzeichneten Schlußakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) hingewiesen und die anderen Länder aufgefordert, gemeinsam die dort eingegangenen
Verpflichtungen zu erfüllen. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:
An diesem Tag im Jahr 1975 versammelten sich die Staats- und Regierungschefs von 35 Staaten in Helsinki, um die Schlußakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zu unterzeichnen. Sie verpflichteten sich,
in Europa eine Zukunft des Friedens und der Stabilität zu schaffen auf der
festen Grundlage des gegenseitigen Verständnisses und der Achtung der elementarsten Menschenrechte.
Im Verlauf der Jahre nach Helsinki sind wir Zeugen gewissenhafter Anstrengungen vieler Signatarstaaten geworden, um ihre Verpflichtungen gemäß der Schlußakte voll und ganz zu erfüllen. Wir haben Fortschritte gemacht bei der Sicherung eines freizügigeren Austausches von Menschen und Ideen. Flagranter Mißbrauch der Menschenrechte wird nicht mehr unbemerkt und unbeanstandet getrieben.
Die Klausel der Schlußakte, die die Ankündigung großangelegter Manöver vor-

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�V

vorsieht, funktioniert gut.
deutliche Rückschläge.

4

Der Geist von Helsinki lebt. Aber es gab auch

Zum Beispiel treten heute, am Jahrestag von Helsinki,

in der Deutschen Demokratischen Republik harte neue Gesetze in Kraft, die den
Kontakt mit Ausländern einschränken sollen.

In der Tschechoslowakei werden

weiterhin Mitglieder der Bewegung "Charta 77" im Gefängnis festgehalten und sehen einem Prozeß entgegen wegen ihres Eintretens für die grundlegenden menschlichen Freiheiten.

In der Sowjetunion werden Organisationen, die eingerich-

tet wurden, um die Erfüllung des Abkommens von Helsinki zu überwachen, in
ihrer Tätigkeit behindert und ihre Mitglieder ins Gefängnis geworfen.

Solche

Handlungen stehen völlig im Widerspruch zu den in Helsinki eingegangenen Verpflichtungen.
Am Jahrestag der Abkommen von Helsinki widme ich erneut diese Administration und diese Nation dem unermüdlichen Kampf um eine umfassende Durchführung
der Schlußakte.

Wir werden auch weiterhin unsere eigene Bilanz in Vorberei-

tung für das Treffen der KSZE-Staaten in Madrid im Jahr 1980 überprüfen.
Und wir rufen die anderen Signatarstaaten auf, mit uns zusammenzuarbeiten, um gegenseitig die Verpflichtung erfüllen zu können, die wir in Helsinki
für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte eingegangen sind.

+ + + + +

�afj W\

Hintergrund
materiell
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8. August 1979

AMERIKAS MACHT IN EINER SICH WANDELNDEN WELT
von Dr. Zbigniew Brzezinski

Der Sicherheitsberater Präsident Carters,
Dr. Zbigniew Brzezinski, hat am 2. August
1979 in einem Vortrag vor der fast 150
Jahre alten "International Platform
Association" (einer privaten Vereinigung
öffentlicher Redner) die Führungsrolle
der Vereinigten Staaten in einer sich
wandelnden Welt deutlich gemacht. Es
habe keinen Sinn, so führte er aus, den
Wandel aufhalten zu wollen, sondern man
müsse ihn in die richtige Richtung lenken,
Die Ausführungen haben folgenden Wortlaut:
Ich möchte heute abend über ein zentrales Anliegen unserer Regierung
und unserer Nation sprechen: Die Rolle der amerikanischen Macht in einer
Zeit des globalen Wandels.
Die Wechselwirkung zwischen der Macht Amerikas und dem globalen Wandel
stellt den Rahmen für die amerikanische Außenpolitik in unserer Zeit her.
Während der letzten dreißig Monate hat diese Wechselwirkung auch den Rahmen

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�k

Rahmen für mein tägliches Arbeitsleben hergegeben.

Ich möchte Ihnen etwas

von diesen Erfahrungen mitteilen.
Inmitten des Trubels der Ereignisse ist es ebenso notwendig wie
schwierig, einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen:
unsere Zeiten wirklich?
wir stehen, wirklich?

"Wie sind

Welche Bedeutung haben die Probleme, vor denen
Sind die scheinbar zufälligen und in keinem Zusammen-

hang stehenden Veränderungen um uns herum Teil eines geistig zusammenhängenden
Systems?

Wenn wir uns nicht immer wieder diese Fragen stellen, dann riskieren

wir, unser Richtungsgefühl zu verlieren.

Dann riskieren wir, zum Spielball

der Kräfte der Geschichte zu werden - ohne in der Lage zu sein, diese Kräfte
zu lenken.

Unser Bewußtsein als Staatsmann und Bürger verpflichtet uns,

die Bedeutung der sich wandelnden Wirklichkeit zu erkennen und dann aus
dieser Erkenntnis heraus Maßnahmen zu ergreifen, die die Wirklichkeit
kongenial zu unseren Werten und vereinbar mit unseren Interessen gestalten.

Die wahre Natur unserer Zeit
Lassen Sie mich eine einfache Vorstellung von einer komplexen Welt
entwickeln:

Wir leben in einer Zeit der weitreichendsten und tiefgreifendster

politischen Veränderungen in der Geschichte der Menschheit.

Niemals zuvor

waren zu einer Zeit so viele Länder und Völker so vielen politischen Umwälzungen ausgesetzt, so vielen konkurrierenden Ideologien, einem so raschen
Wachstum des politischen Massenbewußtseins.
Unsere Generation erlebt wahrhaft eine Zeit des echten weltweiten
politischen Erwachens.

Noch vor 40 Jahren schlief der größte Teil der

Menschheit politisch - kontrolliert von Weltreichen oder traditionellen
und überholten gesellschaftlichen und politischen Strukturen.

Der Westen -

die Länder Nordamerikas und der Kolonialreiche Europas - besaßen praktisch

�praktisch ein Monopol der politischen und wirtschaftlichen Macht.

Aber in den Nachwehen des Zweiten Weltkrieges begann eine massive
Neuorganisation der Welt.

Die Isolation Amerikas von den Strömungen fand

ein für allemal ein Ende - zum Teil gerade wegen des Erfolges unserer
Bemühungen, eine Weltwirtschaft aufzubauen, die die produktive Energie
von zahllosen Millionen von Menschen in der ganzen Welt freisetzen würde.

Die wirtschaftliche Macht ist heute unter den Ländern der Welt
breiter verteilt als jemals zuvor.

Und dieser Prozeß ist noch keineswegs

abgeschlossen.

Gleichzeitig hat die Welt in weniger als einem halben Menschenalter
die Geburt von über 100 neuen Staaten erlebt - von denen jeder nach seiner
eigenen politischen Identität strebt, von denen jeder auf wirtschaftliche
Forderungen pocht, von denen jeder mit einem immer rascheren sozialen Wandel
zu tun hat.

Während auf der einen Seite das militärische Kräfteverhältnis

in der Welt bemerkenswert stabil geblieben ist, so ist sein Rahmen durch
den Wandel vom konventionellen Konflikt - meist über nationale Grenzen hinweg zum unkonventionellen Konflikt
komplizierter geworden.

- meist innerhalb der nationalen Grenzen -

Als trgebnis dieser Entwicklung stellen diese

internen Konflikte Möglichkeiten und Versuchungen für Interventionen von
außen dar.

Und auch dieser Prozeß ist noch keineswegs abgeschlossen.

Wir erleben also ein weltweites Muster der Neuverteilung der Macht.
Die Zeit, da sich in der Geschichte der Menschheit alles um Europa drehte
oder der Westen die politische Herrschaft ausübte, geht zu Ende.

In den

kommenden Jahren werden die Entwicklungsländer, wie wir sie nennen, ihren
Anteil an den Gütern der Welt vergrößern.

Die Industrieländer werden mehr

und mehr von Rohstoffen abhängen, die fernab ihrer Küsten gewonnen werden.
Und bis Ende dieses Jahrhunderts werden 80 Prozent der Menschen in den
Entwicklungsländern leben.

Das ist eine eindrucksvolle Statistik.

- 3 -

Und die

�»

*

die Menschen, von denen hier die Rede ist, werden zunehmend lesen und
schreiben können, zunehmend informiert sein und zunehmend ihren politischen
Willen zum Ausdruck bringen. Sie werden weltweite politische und wirtschaftliche Vereinbarungen fordern, die diesen neuen Realitäten entsprechen. Ein
Phänomen wie OPEC ist nur ein äußeres Symbol für eine tiefere Machtverlagerung
in der Welt - eine Verlagerung, die wir klar erkennen und auf die wir
vernünftig reagieren müssen.

Die Rolle der USA
Im Licht dieser sich wandelnden Welt muß die künftige weltweite Rolle
der Vereinigten Staaten sorgfältig durchdacht und klug entwickelt und ihr
eine sinnvolle Richtung gegeben werden. Der Versuch, das Unaufhaltsame
aufzuhalten, der Versuch, die unerbittlichen politischen, wirtschaftlichen
und sozialen Veränderungen aufzuhalten, würde die Vereinigten Staaten zu
politischer Isolation und Leere verdammen. Stattdessen muß unsere zentrale
Strategie darin bestehen, bei der Umformung dieser unvermeidlichen globalen
Veränderung in konstruktiver und wirklich fairer Weise mitzuhelfen, wie es
Präsident Carter im Mai 1977 an der Universität von Notre Dame formulierte:
"Es ist eine neue Welt - aber Amerika sollte sie nicht fürchten. Es ist
eine neue Welt - und wir sollten dazu beitragen, sie zu formen. Es ist
eine neue Welt, die eine neue amerikanische Außenpolitik erfordert - eine
Politik, die sich auf eine Haltung des Anstands in ihren Werten und auf
Optimismus in ihrem historischen Ausblick gründet."
Von diesem Geist getragen, begann Präsident Carter eine umfangreiche
Liste grundlegender Ziele durchzuarbeiten - und er hat in zweieinhalb Jahren
geleistet, worauf jede andere Administration sogar nach einer ganzen
Legislaturperiode stolz sein würde:
Die

- 4 -

�-

Die Panamakanal-Verträge, die die Basis gelegt haben für eine wohldurchdachte Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und den
Ländern von Lateinamerika;

-

das langfristige Verteidigungsprogramm der NATO, das dem Bündnis
größeres Vertrauen gibt in einer Zeit erhöhter Gefahren und Ungewißheiten;

-

die Vereinbarungen von Camp David, die zu dem Friedensvertrag zwischen
Israel und Ägypten geführt haben, zu den Verhandlungen über die
Zukunft des Westufers und des Ghaza-Streifens und zu konkreten
Aussichten auf Frieden, rasche Entwicklung und Unabhängigkeit für
die Länder des Nahen Ostens;

-

die Normalisierung der Beziehungen zu China, was zu einem beschleunigten
produktiven Engagement dieses Landes mit der Welt führte, in dem nahezu
1 Milliarde Menschen leben;

-

ein Rahmen für den Gemeinsamen Fonds, der den Entwicklungsländern
größere wirtschaftliche Aussichten bietet;

-

die SALT II-Verhandlungen, die zur Stabilisierung des zentralen
nuklearen Gleichgewichts beitragen und die den Weg für künftige
Verringerungen der Nuklearwaffen ebnen;

-

und schließlich

das Multilaterale Handelsabkommen, das den Rahmen schafft für einen
freizügigeren Handel und aus dem Arbeiter, Bauern, Geschäftsleute
und Verbraucher sowohl hier als auch im Ausland Nutzen ziehen werden.

Dies sind echte und konkrete Leistungen. Und jede steht in einer
direkten Beziehung zu den anderen: jede ist Teil des umfassenden Entwurfs,
den Vereinigten Staaten in konstruktiver Weise Bedeutung für eine sich

- 5 -

�*

sich stürmisch verändernde Welt zu verleihen.

All dem zugrunde aber liegen

unsere Verpflichtungen den Menschenrechten gegenüber und das wachsende
internationale Bewußtsein, das sie hervorgebracht haben.

Militärische Macht
Die militärische Macht der Vereinigten Staaten ist eindeutig ein
überaus wichtiger Faktor in einer solchen Welt.

Denn wir müssen ent-

sprechende militärische Macht haben, um dabei zu helfen, die Veränderungen
in eine positive Richtung zu lenken.

Militärische Schwäche seitens der

Vereinigten Staaten kann Öffnungen und Versuchungen für unsere ideologischen
Gegner schaffen, um stürmische Situationen für ihre eigenen Zwecke auszunutzen.

Kurz gesagt:

eine starke Verteidigung erlaubt es uns, angesichts

von Entwicklungen geduldig zu bleiben, die ansonsten eine unannehmbare
Bedrohung darstellen könnten.
Einige Leute haben behauptet, daß unsere Erfahrung in Vietnam die
Wertlosigkeit, ja, die Bösartigkeit der amerikanischen Militärmacht gezeigt
hätten. Aber eine solche vereinfachte Sicht vergeht angesichts unserer
Geschichte. Wir haben unsere Unabhängigkeit mit der Waffe errungen und mit
ihr unsere Einheit bewahrt. Wir haben im Verlauf zweier Weltkriege das
Gleichgewicht zugunsten der Demokratie verändert. Und seit Beginn des
nuklearen Zeitalters hat unsere militärische Macht den Frieden - einen unruhigen Frieden, aber eben dennoch einen Frieden - zwischen den Supermächten
in Ost und West erhalten.
Um eins klarzustellen: Vietnam war eine Tragödie - strategisch und
politisch. Aber wir können es uns nicht leisten, uns durch irgendeinen
Vergleich mit der Vergangenheit die Sicht versperren zu lassen - egal, ob
dieser Vergleich Vietnam ist oder München. Die historische Perspektive, aus

- 6 -

�aus der heraus wir die Gegenwart und die Zukunft sehen, muß breit sein.
Ich denke, wir sind aus der Erfahrung von Vietnam mit einer neuen Reife
hervorgegangen, einem neuen Verständnis für die Bedeutung von nationaler
Stärke - in militärischer, politischer und moralischer Hinsicht - und mit
einem praktischen und neubelebten Sinn für strategische Prioritäten.
Der Grundstein unserer nationalen Sicherheit ist die strategische
Abschreckung. Einige Kritiker behaupten, wir würden nicht genug tun. Aber
ich kann Ihnen versichern, daß wir bisher und auch weiterhin strategische
Nuklearwaffen sowie eine konventionelle Streitmacht unterhalten, die
ausreichend sind, um vor jedem möglichen Angriff auf uns oder unsere
Verbündeten abzuschrecken oder zurückzuweisen.
Dies ist eine andauernde Herausforderung. Der anhaltende Ausbau
der sowjetischen strategischen Nuklearwaffen über mehr als 15 Jahre hinweg
geht weit über jede vernünftige Notwendigkeit der UdSSR hinaus, vor einem
Angriff auf sich selbst abzuschrecken. Wir waren gezwungen, als Antwort
darauf angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Zu Beginn seiner Amtszeit
entschied sich Präsident Carter, rasch mit der Dislozierung der Marschflugkörper voranzugehen - eine bedeutende technologische Initiative. Wir
haben das TRIDENT-U-Bootprogramm und andere Raketenprogramme fortgesetzt,
die die Schlagkraft des überlebensfähigsten Teils unserer strategischen
Abschreckungskraft vergrößern. Und kürzlich entschloß sich Präsident Carter,
mit der umfassenden Entwicklung und Dislozierung der mobilen M-X-Interkontinentalrakete voranzugehen. Dies wurde durch die potentielle Bedrohung
der Überlebensfähigkeit unserer MINUTEMAN-Raketen notwendig, die von den
sowjetischen Waffenverbesserungen ausgeht.
Die amerikanische Militärmacht muß in der Lage sein, unsere wesentlichen
Interessen im Ausland zu schützen, darin eingeschlossen die drei lebenswichtigen strategischen Zonen außerhalb unserer Hemisphäre:
der Nahe Osten und der Ferne Osten.

Westeuropa,

Dies bedeutet, daß wir Reichweite und

- 7 -

�und Mittel sicherstellen müssen, um unsere Macht dorthin zu werfen, wo
sie gebraucht wird, und daß wir dies in angemessener Form und in angemessenem
Ausmaß tun.

Bei dieser Aufgabe konsultieren wir die Verbündeten und Freunde

in jedem Bereich, arbeiten mit ihnen zusammen und reagieren auf ihre Wünsche.
Aber wir bleiben Führer und müssen die Last dieser Rolle tragen.
Demzufolge erweitern wir die konventionellen Kapazitäten des NATOBündnisses in Europa und konsultieren unsere Verbündeten im Zusammenhang
mit der Modernisierung der europabezogenen Nuklearwaffen (Theater Nuclear
Forces).

Wir erhöhen unsere militärischen Fähigkeiten und - im Einklang

mit den Wünschen unserer Freunde in diesem Gebiet - unsere in der Nähe
liegende militärische Präsenz, um die Sicherheit unserer Interessen im
Nahen Osten zu garantieren.

Und wir arbeiten auch eng mit Japan und Süd-

korea zusammen, um die Sicherheit im Fernen Osten zu erhalten.

Darüber

hinaus hat die Normalisierung der Beziehungen zu China die Stabilität im
Fernen Osten vergrößert, und wir werden auch weiterhin diese Beziehungen
ausbauen.
Während wir die strategische Stabilität unterhalten, erkennen wir
dennoch die wachsende Gefahr einer Eskalation interner Konflikte zu
internationaler Konfrontation. Aus diesem Grund wenden wir uns strikt
gegen jede direkte oder indirekte Ausnutzung solcher Konflikte, und
unsere eigene Respektierung der Empfindlichkeit anderer Parteien wird
beeinflußt durch ihre Respektierung unserer Anliegen. Die Vereinigten
Staaten verfolgten in letzter Zeit eine vorsichtige Politik bei einigen
Umwälzungen, deren Auswirkungen uns nicht gleichgültig waren, und wir
erwarten in gleicher Weise von anderen, sich mit Interventionen und
anderen Anstrengungen zurückzuhalten, um tiefreligiösen und nationalbewußten Völkern fremde Doktrinen aufzuoktroyieren.

Waffenkontrolle

�Waffenkontrolle
Eine starke Militärmacht ist ein lebenswichtiger Bestandteil der
nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten. Betreibung der Waffenkontrolle
ist ebenfalls ein lebenswichtiger Teil unserer Sicherheit. Die wirtschaftliche Last eines unkontrollierten Wettrüstens für alle betroffenen
Länder und die mögliche Gefahr der Krise und des Konflikts, die ein solches
Wettrüsten beinhaltet, zwingen uns dazu, durch Vereinbarungen mit den
anderen Wege zur Rüstungskontrolle zu suchen. Vernünftige, verifizierbare
Rüstungskontroll Vereinbarungen sind ein direkter Beitrag zur nationalen
Sicherheit. Das SALT II-Abkommen, über das gegenwärtig der Senat debattiert,
ist eine solche Vereinbarung.
SALT II ermöglicht eine gesteigerte Stabilität und größere Verhersagbarkeit in einer Welt der Ungewißheit. Der Vertrag fordert gleiche Höchstgrenzen für Waffen. Er fordert von der sowjetischen Seite eine Verringerung
um etwa 250 strategische Startanlagen. Er setzt bedeutsame Grenzen für
die qualitativen Verbesserungen, die auf dem Gebiet der strategischen Offensivflugkörper erlaubt sind. Er beginnt den Prozeß der Begrenzung der
Gesamtzahl von abschußbereiten Gefechtsköpfen, die potentiell jeder Seite
zur Verfügung stehen. Und über diese konkreten Begrenzungen hinaus schafft
er ein psychologisches und politisches Klima, das eine nukleare Auseinandersetzung weniger wahrscheinlich macht.
Diese Maßnahmen beenden nicht den Wettbewerb hinsichtlich strategischer
Waffen. Auch machen sie die UdSSR nicht zu etwas anderem, als sie ist,
nämlich einem furchtbaren militärischen Herausforderer,, Aber SALT II beschränkt diesen Wettstreit und macht die Herausforderung leichter zu bewältigen und voraussagbar. Gleichzeitig läßt er uns die Freiheit, das
Notwendige zu tun, um uns der sehr deutlichen strategischen Herausforderung
zu stellen, die noch bleibt. Und er läßt den politischen Weg zu zukünftigen
SALT-Vereinbarungen hin offen. Zusammen mit notwendigen Schritten bei unseren

�unseren Verteidigungsprogrammen macht uns SALT II sicherer

als wir ohne

den Vertrag sein würden.
Wir sehen in der Tat einer schweren militärischen und politischen
Herausforderung durch die UdSSR entgegen. Wir erkennen diese Herausforderung
und unternehmen konkrete Schritte, um ihr vorzubeugen. Die Gesamtnachfrage
nach unseren militärischen Mitteln zur Verteidigung unserer lebenswichtigen
Interessen rund um die Welt ist gestiegen und hat nicht abgenommen seit den
Tagen, als wir uns einer nuklearstrategischen Überlegenheit erfreuten. Aber
für den Großteil der letzten zehn Jahre sind unsere Realausgaben für Verteidigung zurückgegangen, wenn man die Inflation berücksichtigt. Präsident
Carter hat begonnen, diesen Trend umzukehren, indem er einen realen Zuwachs
bei den militärischen Gesamtausgaben erstrebt und die Verteidigungsinitiativen ergreift, von denen ich vorhin sprach. Aber Sie wissen so gut
wie er, daß andere wichtige fiskalische Prioritäten in Wettstreit mit den
Militärausgaben stehen. Unsere nationale Sicherheit kommt zuerst. Aber
auf lange Sicht können wir Sicherheit nicht mit einer Wirtschaft erkaufen,
deren Kennzeichen hohe Inflation, niedrige Produktivität und niedriges
Wachstum sind. Besonders gefährlich ist unsere Energielage. Allein von
dem Standpunkt der nationalen Sicherheit aus - sogar wenn man die wirtschaftlichen Folgen einmal außer Acht läßt - ist eine exzessive Abhängigkeit
von ausländischem öl gefährlich. Gegen diese Verwundbarkeit müssen wir
angehen, und ich glaube, daß die Warnungen des Präsidenten hinsichtlich
Energie nun endlich gehört werden. Wir müssen unsere Wirtschaft wieder
heilen und die Bedürfnisse der wirtschaftlichen und sozialen Gerechtigkeit
befriedigen und gleichzeitig die Errichtung einer festen Grundlage für die
Erhaltung des Friedens sichern.
Das kommende Jahrzehnt wird ein Jahrzehnt der Probe und der Herausforderung sein, aber auch eins der großen Hoffnung im Innern und im Ausland.
Es wird uns die schöpferischsten Talente abverlangen. Vielleicht wird es
uns sogar dazu zwingen, in unserem nationalen Leben die Qualitäten der

- 10 -

�der Einfachheit und Disziplin neu zu beleben. Aber im Herzen werden wir
Athener bleiben, dem öffentlichen Wohl verpflichtet in einer freien
Gesellschaft und einer friedlichen Welt. Was Perikles vor 2 500 Jahren
über seine Landsleute sagte, können wir auch von uns selbst sagen:
"Obgleich sehr wohl bekannt mit Schmerzen und Genuß des Lebens, so schrecken
wir dennoch vor den Gefahren nicht zurück".

+ + + + +

- 11 -

�8. August 1979

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MAN FÄHRT GUT MIT BIOSPRIT
Amerikanische Autofahrer haben GASOHOL angenommen -

- (AD) - Obgleich GASOHOL, ein Mischkraftstoff aus 90 Prozent Benzin
und 10 Prozent Alkohol, etwas teurer ist als Benzin, scheinen viele Amerikaner bereit zu sein, den höheren Preis dafür zu zahlen.

Der akute Benzin-

mangel, der den Autofahrern noch vor wenigen Wochen so große Schwierigkeiten
bereitete, ist jetzt vorbei.

Dennoch bleiben viele Kraftfahrer offenbar dem

GASOHOL treu, mit dem ihnen an einer Reihe von Tankstellen aus der Patsche geholfen werden konnte.
Als Reaktion auf dieses Verbraucherverhalten haben jetzt mehrere große
Firmen den Biosprit in ihr Angebot aufgenommen.

Zwei amerikanische Bundes-

staaten haben bereits Gesetze verabschiedet, mit denen die Benutzung von
GASOHOL von offizieller Seite unterstützt wird.

Die American Oil Company be-

gann im Juli 1979 mit dem versuchsweisen Verkauf von GASOHOL an Tankstellen im
Bundesstaat Iowa; auch in Kansas wird der Mischkraftstoff inzwischen abgesetzt.

Wie die "National GASOHOL Commission, Inc." in Lincoln (Nebraska) be-

richtet, geben z.Zt. über 1000 Tankstellen in 20 amerikanischen Bundesstaaten
GASOHOL ab.
Um

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�Um dem wachsenden Bedarf an Alkohol gerecht werden zu können, will die
Archer-Daniels-Midland Company, ein bekannter Alkohol Produzent im Mittelwesten,
die Gewinnung von Alkohol aus Maisabfä'llen bis Ende 1979 verdreifachen.

Sol-

che Aktionen sind geeignet, den Preis für GASOHOL mit der Zeit zu drücken.
Das Weiße Haus unterstützt ohnehin eine Umstellung auf Biosprit.

In seiner

Rede vom 15. Juli 1979 forderte Präsident Carter die Ausweitung der Produktion von GASOHOL.

Und das amerikanische Energieministerium verwies in einem

Bericht darauf, daß die Verwendung von Biosprit wie z.B. GASOHOL den Vereinigten Staaten gegenwärtig und in wachsendem Umfang während der achtziger Jahre
helfen könne, die Mineral ölreserven zu strecken.

Zwar sei, landesweit gesehen,

in den kommenden fünf Jahren nur ein bescheidener Beitrag seitens der AlkoholKraftstoffe zur Versorgung auf dem Gebiet der Mineralölprodukte zu erwarten.
Denn die industrielle Kapazität für die Umwandlung von Agrarprodukten und Abfall Stoffen in Alkohol reiche einfach noch nicht aus.

Regional gesehen, vor

allem in den Bundesstaaten mit landwirtschaftlicher Orientierung, könnte Biosprit jedoch schon bald große Bedeutung erlangen.
Tendenz allgemein spürbar werden.

Nach 1985 dürfte diese

Denn dann können die großen neuen Produk-

tionsanlagen, die in den nächsten Jahren gebaut werden sollen, ihre Lieferungen aufnehmen.

Das Energieministerium der USA verfolgt sein Ziel, Alkoholkraftstoffe
einer maximalen Nutzung zuzuführen, auf zwei Wegen: 1) durch die Kommerzialisierung von Biosprit, wobei die Bundesregierung die Privatwirtschaft bei der
Durchführung eines raschen Aufbaus massiv unterstützt&gt;und 2) durch Forschung
und Entwicklung, wobei sich die Bundesbehörden darauf konzentrieren, die Kosten
der Alkoholtreibstoffe zu senken, den Rohstoffbereich, aus dem sie zu gewinnen
sind, auszuweiten, und ihre Nutzung zu verbessern.
Bereits während der letzten Monate unternahm die amerikanische Regierung
eine Anzahl von Schritten, um dies zu fördern. Dazu zählen u.a. eine Empfehlung Präsident Carters, GASOHOL auf Dauer von der Benzinbesteuerung durch den
Bund (ca. 1 Cent pro Liter) auszunehmen, ferner Mischkraftstoff in Regierungsfahrzeugen zu verwenden, wann und wo immer dies möglich ist, und schließlich

- 2 -

�schließlich die Bereitstellung von Bundesmitteln in Höhe von insgesamt 11 Millionen Dollar als finanzielle Hilfen für den Aufbau von 100 Kleinbetrieben,
die Alkoholtreibstoffe herstellen.

Das Energieministerium rechnet damit, daß

aufgrund der Anreize die Biosprit-Produktion von gegenwärtig 230 Millionen
Litern im Jahr auf etwa 1,2 Milliarden Liter im Jahr 1982 und auf 1,9 bis 2,4
Milliarden Liter im Jahr 1985 ansteigt.

Und das würde bedeuten, daß dadurch

jeden Tag 30 000 bis 40 000 Barrel Erdöl (1 Barrel = 159 Liter) eingespart
werden könnten.

Einige GASOHOL-Kritiker behaupten, daß man mit der Verwendung des Biosprits der Energieversorgung einen Bärendienst erweise, weil zur Herstellung
mehr Energie verbraucht würde,als das Produkt liefere.

Dazu vermerkt ein Be-

richt des amerikanischen Energieministeriums, daß nur einige ältere Alkoholbrennereien, die unter Verwendung von öl oder Erdgas alkoholische Getränke
aus Getreide brennen, unwirtschaftlich arbeiteten.

Neue Betriebe dagegen, die

mit weniger knappen Energieträgern wie Kohle, Holz, landwirtschaftlichen Rückständen oder Sonnenenergie arbeiten, tragen dazu bei, den Bedarf an Importöl
zu verringern.

In Kalifornien wurden bereits Gesetze verabschiedet, denen zufolge von
1982 an in diesem Staat alle Motorfahrzeuge mit GAS0H0L fahren müssen.

Nach

dem 1, Januar 1982 muß alles Benzin, das dort an Tankstellen abgegeben wird,
mit einem Prozent Methanol oder Äthanol versetzt sein.
teil des Zusatzes auf fünf Prozent steigen.

Bis 1985 soll der An-

Außerdem sind die Kraftwerke

verpflichtet, bei Kapazitäten von 1000 Megawatt oder mehr dem Heizöl Methanol
zuzusetzen oder dieses als primären Heizkraftstoff zu verwenden.

Der Bundes-

staat Nebraska erhebt bei reinem Benzin eine Sondersteuer von 1 Cent pro
Gallone (knapp 4 Liter), um damit den Bau von Biosprit-Anlagen finanzieren
zu helfen.
Die amerikanischen Autofahrer scheinen GAS0H0L aus verschiedenen Gründen
jetzt dem Benzin vorzuziehen - einmal deshalb, weil es sich um einheimischen

- 3 -

�einheimischen Kraftstoff handelt, dann wegen seiner höheren Oktanzahl gegenüber bleifreiem Normalbenzin, und nicht zuletzt aus dem Grunde, weil sie
einer neuen Entwicklung gegenüber aufgeschlossen sind.

- 4 -

�1

3

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8. August 1979

LEISERES KLEINFLUGZEUG
- NASA erprobt neue Motoren -

- (AD) - Das amerikanische Amt für Luft- und Raumfahrt (NASA) erprobt
gegenwärtig im Rahmen einer Vielzahl neuer Projekte, die keineswegs nur der
Raumfahrt dienen, zwei Versuchsmotoren für private Kleinflugzeuge.

Im Ver-

gleich zu den heute üblichen Motoren zeichnen sie sich durch geringere Lärmentwicklung und niedrigere Abgaswerte aus. Bei dem einen Motor wurden hinsichtlich des Geräuschpegels 10 Decibel, beim zweiten 14 Decibel weniger als
bei Motoren der gegenwärtig "leisesten" Privatjets gemessen.

Das bedeutet

beim überfliegen eines Gebiets eine Verringerung des am Boden wahrgenommenen
Lärms um etwa 50 bis 60 Prozent.

In den Vereinigten Staaten entfallen auf Kleinflugzeuge etwa 38 Prozent
des Intercity-Passagierverkehrs; in einer Reihe anderer Industrieländer dürfte
der Anteil ähnlich hoch sein.

Die Anwohner der Flugschneisen, über die im

Flughafenbereich die Maschinen ein- und abfliegen, haben besonders unter dem
von den Motoren entwickelten Lärm zu leiden.

Die Ingenieure der NASA vom

Lewis-Forschungszentrum in Cleveland (Ohio), die die neuen Motoren testen,
sind der Ansicht, daß diese im An- und Abflugbereich um ein Zehntel leiser
sein werden als die der leisesten Privatmaschinen heutiger Bauart.
Die

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�Die neuen Flugmotoren sind Entwicklungen der "Garrett Airesearch
Manufacturing Company" in Phoenix (Arizona) und der "AVCO Lycoming Division"
in Stratford (Connecticut).

Sie wurden von der NASA in ein Programm einbe-

zogen, bei dem es darum geht, die Technologie der großen Turbofan-Motoren auf
kleinere Motoren zur Verwendung in der allgemeinen Luftfahrt zu übertragen.
Lärmentwicklung brauche nicht, so ein NASA-Sprecher, eine Barriere für die umfassendere Verwendung von Turbofan-Triebwerken in der allgemeinen Luftfahrt
zu sein.

Eine Möglichkeit zur Verringerung des Lärmpegels bestehe darin,

die Ausströmgeschwindigkeit der Abgase zu reduzieren.

Außerdem werde der von

Kompressor und Turbine entwickelte Lärm durch Berücksichtigung akustischer
Gesichtspunkte bei der Konstruktion der inneren Motorteile und die Verwendung
schallabsorbierender Materialien verringert.
Die Umweltbelastung ist bei den neuen Motoren ebenfalls geringer:

Das

eine der beiden Triebwerke dürfte im Vergleich zu herkömmlichen Motoren 55 Prozent weniger Kohlenmonoxid und sogar 76 Prozent weniger unverbrannte Kohlenwasserstoffe abgeben.

Und es ist zu erwarten, daß die Abgasemissionen beim

zweiten Triebwerk sogar noch niedriger sind.

+ + + + +

- 2 -

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8. August 1979

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EINE BANK FÜR KNOCHENMARK IN TEXAS
- Patienten spenden für den Eigenbedarf

- (AD) - Mehr als 200 Krebspatienten haben in Houston (Texas) Knochenmark in einer Bank besonderer Art deponiert.

Sie wird vom Krebszentrum der

Universität Texas unterhalten - und vom Patienten in Anspruch genommen, sobald
sich sein Zustand verschlimmert.

Das Knochenmark stammt von Patienten, die

mit Erfolg gegen Leukämie behandelt wurden.
gefroren und aufbewahrt.

Die Zellen werden sorgfältig ein-

Falls der Patient einen Rückfall erleidet, ist die

Injektion eigener Knochenmarkszellen ein wichtiger Teil der Therapie.
Leukämiepatienten werden mit massiven Dosen chemotherapeutischer Präparate behandelt.

Leider können diese jedoch auch gesundes Gewebe, nicht nur

die entarteten Blutzellen, zerstören.
samte Immunsystem.

Dies aber beeinträchtigt u.a. das ge-

Die Abwehrkräfte gegen Infektionen werden in gefährlicher

Weise geschwächt.
Das Knochenmark spielt eine wichtige Rolle für die Produktion von Substanzen, die dem Körper helfen, Krankheitserreger abzuwehren. Hauptsächlich aus
diesem Grund, nämlich zur Mobilisierung körpereigener Abwehrkräfte, erhalten
Leukämie-Patienten Knochenmarkübertragungen. Häufig verursachen jedoch die

Postfach 20 03 00
D5300 Bonn2

Tel: 02221-89 3240
Telex:08-85432

�9

die Transplantate von Spendern Komplikationen.

"

Bekommt jedoch der Patient

eigenes Knochenmark übertragen, hat der Organismus eine Chance, von sich aus
wieder gesunde Blutzellen zu produzieren.
Von den 200 Leukämie-Patienten mit einem "Guthaben" auf der KnochenmarkBank von Houston haben bisher 27 dieses Konto in Anspruch genommen.

Viele von

ihnen haben bisher den zweiten und sogar dritten Rückfall mit Erfolg überwunden.

Dr. Karel Dicke, der für die Knochenmark-Bank verantwortlich zeichnet,

ist überzeugt, daß die Zusatztherapie zahlreichen Patienten nach einem Rückfall helfen kann, der Krankheit erfolgreich Widerstand zu leisten.

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