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                  <text>Information
und
Dokumentation

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Embassy of the United States of America

1. August 1979

31
INHALT
INFORMATION
G. William Miller: Neuer Finanzminister der USA
Paul Adolph Volcker:

Der neue Präsident des amerikanischen Zentralbank-

rates (Bundesbankpräsident)
Charles W. Duncan:

Der neue Energieminister der USA

Benjamin R. Civiletti:

Der neue Justizminister der USA

Patricia Roberts Harris:

Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialministerin

Der neue Verkehrsminister der USA:

Neil Goldschmidt

Der neue Minister für Wohnungsbau und Städteplanung:

Moon Landrieu

DOKUMENTATION
Vance und Seignious sprechen über Einstellung der NATO-Verbündeten zu
SALT II

HINTERGRUNDMATERIAL
Erneuerungsfähige Energiequellen
USA:

Selbst kleine Wasserkraftwerke wieder interessant

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Solarzellen nach neuem Herstellungsverfahren
Neue thermische Batterie zum Speichern von Wärme

Um Übef/encJung von
Belegexemplaren wird
gebeten

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�s tflttl
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1. August 1979

G. WILLIAM MILLER: NEUER FINANZMINISTER DER USA

WASHINGTON - (AD) - G. William Miller, der bisherige Präsident des
amerikanischen Zentralbankrates (Bundesbankpräsident), ist am 19. Juli 1979
von Präsident Jimmy Carter zum neuen Finanzminister - Secretary of the
Treasury - ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von W. Michael Blumenthal
an.
Wie sein Vorgänger wird Miller zu den "gemäßigten" Demokraten gerechnet,
und beide haben sich aus kleinen Verhältnissen bis in die Spitze großer
Konzerne hochgearbeitet.

Beide sind auch der Auffassung, daß die Inflation

das wirtschaftliche Problem Nummer Eins der Vereinigten Staaten ist und die
Regierungsausgaben straff gezügelt werden müssen, wenn man der Inflation
entgegenwirken will.

Und schließlich treten beide für ein gemäßigt hohes

Zinsniveau, freiwillige Lohn- und Preisbeschränkungen und einen ausgeglichenen
Staatshaushalt ein.
Bevor Miller den Posten als Bundesbankpräsident übernahm, war er
Präsident der "Textron Inc.", eines Mischkonzerns, der seinen Hauptsitz
in Providence (Rhode Island) hat und 280 Betriebe und Fabrikanlagen in den

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�den Vereinigten Staaten und im Ausland umfaßt.

"Textron" beschäftigt

65 000 Personen und hatte im Jahre einen Umsatz von 2,6 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig bekleidete Miller den Posten des Direktors der Landeszentralbank von Boston und war Vorsitzender der Nationalen Unternehmervereinigung.
Miller stammt aus Oklahoma.

Er wurde am 9. März 1925 in Sapulpa

geboren, studierte an der Akademie der amerikanischen Küstenwache und
diente als Offizier im Pazifik und in Fernost.
Im Jahre 1952 schloß er sein juristisches Studium an der Universität
von Kalifornien ab und arbeitete als Anwalt in New York.
Im Juni 1960 wurde Miller zum Präsidenten des "Textron"-Konzerns
gewählt und übernahm 1968 in diesem Konzern den Posten des Generaldirektors;
im Jahre 1974 wählte man ihn zum Aufsichtsratsvorsitzenden.
Miller war außerdem Ko-Vorsitzender im amerikanisch-sowjetischen
Handels- und Wirtschaftsrat und im polnisch-amerikanischen Wirtschaftsrat und führte seit 1977 den Vorsitz im Industrie- Beratungskomitee des
Präsidialausschusses für Chancengleichheit am Arbeitsplatz.
Er ist mit Ariadna Rogojarsky verheiratet.

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PAUL ADOLPH VOLCKER:

DER NEUE PRÄSIDENT DES AMERIKANISCHEN ZENTRALBANKRATES
(BUNDESBANKPRÄSIDENT)

WASHINGTON

- (AD) - Präsident Carter hat Paul Adolph Volcker, den

bisherigen Präsidenten der Landeszentralbank in New York, als Nachfolger von
C. William Miller, der nach der Kabinettsumbildung als Leiter des Finanzministeriums vorgeschlagen wurde, zum Präsidenten des amerikanischen Zentralbankrates (Bundesbankpräsident) ernannt.
Präsident Carter hob in einer Erklärung die Verdienste Volckers hervor:
'Er ist ein Mann mit umfassender Erfahrung im Wirtschafts- und Finanzbereich
und genießt höchstes Ansehen im Ausland.

Er teilt meine Entschlossenheit, die

Schlacht gegen die Inflation im eigenen Lande energisch fortzuführen und im
Ausland die Stärke und die Stabilität des Dollar sicherzustellen."
In das vielfältige positive Echo auf die Ernennung stimmten so bekannte
Persönlichkeiten wie George Shultz, ehemaliger Finanzminister, Arthur F.
Burns, einer der Amtsvorgänger Volckers und David Rockefeller, der Vorsitzende
der Chase Manhattan Bank, ein sowie Senator William Proxmire, der Vorsitzende
des Bankenausschusses des Senats, der bemerkte: "Der Präsident hat eine

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�eine hervorragende Wahl getroffen.

Paul Volcker ist ein Mann von hoher

Intelligenz und bewiesenen Führungseigenschaften."
Die größte Gefahr für die amerikanische Wirtschaft geht nach Volcker
noch immer von der Inflation aus.

In einer Rede am 6. März 1979 erklärte er:

"Die Hauptrisiken für die grundlegenden Aussichten unserer Wirtschaft - und
ich denke nicht nur an 1979, sondern darüber hinaus - rühren von der Unsicherheit her, die durch die Inflation und den schwachen Dollar verbreitet
wird."
Der neue Bundesbankpräsident bringt einen reichen Erfahrungsschatz ins
Amt: Am 5. September 1927 geboren, studierte Volcker an den Universitäten
Princeton,Harvard und an der London School of Economics. Im Jahre 1952 kam
er als Wirtschaftswissenschaftler zur New Yorker Landeszentralbank und ging
fünf Jahre später als Finanzwirtschaftler zur Chase Manhattan Bank in New
York. Im Jahre 1962 wurde er Direktor für Finanzanalyse im Finanzministerium
und stieg ein Jahr später zum Stellvertretenden Staatssekretär für Monetäre
Angelegenheiten auf. Von 1965 bis 1969 war er Vizepräsident der Chase
Manhattan Bank und kehrte dann wieder ins Finanzministerium zurück, bis er
1975 Präsident der New Yorker Landeszentralbank wurde.
*

Der Zwei-Meter-Mann wurde in seinen Jahren als Staatssekretär im Finanzministerium auch mit der internationalen Szene wohlvertraut, als er in der
turbulenten Zeit, als das alte Bretton-Woods-System zusammenbrach und die
Aera der frei fluktuierenden Wechselkurse begann, im Zentrum des Geschehens
stand.
Paul A. Volcker ist verheiratet mit der ehemaligen Barbara Marie
Bahnson, hat zwei erwachsene Kinder, Janice und James, und zu seinen Hobbies
gehören die Gartenarbeit, das Fischen und Weinmachen, sowie eine gute
Zigarre.
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CHARLES W. DUNCAN:

DER NEUE ENERGIEMINISTER DER USA

WASHINGTON - (AD) - Charles W. Duncan, der neue Energieminister, beschäftigte sich bereits vor 32 Jahren mit Energie: In seinem Heimatstaat Texas hob
er Gräben für die Verlegung einer Erdgasleitung aus, nachdem er als Chemieingenieur von der Universität abgegangen war. Seither war er Präsident von Coca
Cola, Chef einer großen Investmentfirma und schließlich zweiter Mann im Verteidigungsministerium. Schon seine Ernennung zum Stellvertretenden Verteidigungsminister war von einem langjährigen Berater Präsident Carters, Charles
Kirbo, plausibel erklärt worden: "Jimmy wollte einen guten Geschäftsmann im
Verteidigungsministerium". Und als ihn Carter am 20. Juli auswählte, an die
Spitze des schwierigen Energieministeriums zu treten, war auch hier seine Antwort die eines Geschäftsmannes: Reportern teilte er mit, er werde versuchen,
das Ministerium "im besten unternehmerischen Stil" zu führen,und sehe in der
Reorganisation und in einer straffen Führung der Energiebehörde seine erste
Aufgabe.
"Fair und praktisch" wurde er auch vom derzeitigen Chef der Firma Coca
Cola eingestuft und TIME nannte ihn "einen zähen Geschäftsmann mit wenig Geduld für die Art von Bürokraten:

Geben Sie mir eine klare Antwort - ja oder

nein", verlangt er von seinen Mitarbeitern.
Duncan

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Tel: 0 2 2 2 1 - 8 9 32 4 0
Telex:08-85432

�Duncan wurde am 9. September 1926 in Houston, Texas, geboren, erwarb
an der Rice-Universität den akademischen Grad eines Bachelor of Arts und
studierte an der Universität Texas weiter.
Er arbeitete zunächst ein Jahr bei der Humble Oil and Refining Company
und trat dann in den väterlichen Lebensmittel betrieb, Duncan Foods Company,
ein, deren Präsident er wurde.

Im Jahre 1958 wurde seine Firma von Coca Cola

übernommen, und er selbst trat ebenfalls in den Dienst der weltweiten Getränkefirma, deren Präsident in der Zentrale in Atlanta er 1971 wurde und wo er
auch den damaligen Gouverneur Jimmy Carter traf.
Er ist in zweiter Ehe mit Anne Smith verheiratet; das Ehepaar hat einen
Sohn und eine Tochter.

Auf seiner Farm in Wyoming geht er dem Angeln und der

Jagd nach und spielt Tennis.

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BENJAMIN R. CIVILETTI:

DER NEUE JUSTIZMINISTER DER USA

WASHINGTON - (AD) - "Ben Civiletti war ein Bollwerk der Unterstützung",
sagte der bisherige Justizminister Griffin B. Bell über seinen Stellvertreter
- den Mann, den Präsident Carter zu dessen Nachfolger ernannt hat.
Der 44jährige Benjamin Richard Civiletti kam zum erstenmal im März 1977
ins Justizministerium als Unterstaatssekretär, zuständig für die Kriminalabteilung.

Zu jener Zeit war er Partner im Anwaltsbüro Venable, Beatier und

Howard in Baltimore, nachdem er vorher in derselben Stadt als Stellvertretender
Staatsanwalt tätig gewesen war.
Er fungierte als Mitglied verschiedener Spezialabteilungen und Ausschüsse an Bundesgerichten und einzelstaatlichen Gerichten.

An der Universität

von Maryland hielt er Vorlesungen zum Thema Verfahrenspraktiken und Prozeßtechniken.
Im August 1977 wurde er Mitglied der Amerikanischen Vereinigung der
Strafverteidiger. Als Anwalt und als Verwaltungsmann ist Civiletti

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�Civiletti als "Technokrat" mit scharfem Rechtsverstand bekannt.

Als

Carter ihn am 19. Juli an die Spitze des Justizministeriums berief,
beschrieb er sich selbst vor der Presse als eine Person "mit wenig
Humor und Brillanz".
Für das Justizministerium wurde er zum erstenmal vor zwei Jahren
von Charles Kirbo vorgeschlagen, einem engen Berater Präsident Carters,
der vorher Teilhaber des Anwaltsbüros Bell in Atlanta gewesen war.
Im Verlauf eines halbstündigen Treffens am 19. Juli im Weißen Haus
bat ihn der Präsident ausdrücklich - so Civiletti -, die Politik seines
Vorgängers fortzuführen und das Justizministerium von parteipolitischem
Einfluß freizuhalten.
Als Stellvertretender Justizminister war er unmittelbar für die Überwachung des Bundeskriminalamtes (FBI) zuständig, sowie für die Drogenabteilung, die Strafvollzugsbehörde, die Abteilung für Gefängnisse und
viele andere Abteilungen.
Civiletti absolvierte die Johns Hopkins Universität und schloß im
Jahre 1961 seine Studien an der Juristischen Fakultät der Universität von
Maryland ab. Er wurde in Peekskill im Staate New York geboren und ist
mit der beborenen Gaile Lundgren aus Baltimore verheiratet. Das Ehepaar
hat drei Kinder.

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1. August 1979

PATRICIA ROBERTS HARRIS: GESUNDHEITS-, ERZIEHUNGS- UND SOZIALMINISTERIN

WASHINGTON - (AD) - Zur neuen Gesundheits-, Erziehungs- und
Sozialministerin der Vereinigten Staaten hat Präsident Carter am 19. Juli 1979
die bisherige Wohnungsbauministerin seines Kabinetts, Patricia Roberts
Harris, ernannt. Mrs. Harris, die die erste schwarze Botschafterin der
Vereinigten Staaten war, tritt die Nachfolge von Joseph A. Califano an.
Sie hat sich als Juristin seit langem für soziale Belange der Bevölkerung
eingesetzt.
Patricia Harris wurde am 3. Mai 1924 in Mattoon, Illinois, als
Tochter eines Speisewagenkellners geboren. Sie wuchs in Chicago auf und
besuchte dort eine höhere Schule. Beim Schulabgang wurden ihr fünf
Universitätsstipendien angeboten; sie entschied sich für die HowardUniversität in Washington, die vorwiegend von Schwarzen besucht wird.
Nach Beendiguno ihres Studiums, das sie als Bachelor of Arts mit summa
cum laude abschloß, kehrte sie für zwei Jahre nach Illinois zurück, wo
sie an der Universität von Chicago tätig war. Washington lockte jedoch
wieder; 1949 ging sie an die dortige American University. Gleichzeitig
hatte sie den Posten eines Stellvertretenden Direktors des Amerikanischen

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�Amerikanischen Rates für die Menschenrechte inne.

Von 1953 - 1959 war

Mrs. Harris als Exekutivsekretär einer Negerstudentinnen-Verbindung
tätig.

Im Jahre 1955 heiratete sie einen Washingtoner Juristen, William

Bealey Harris, der damals zum Lehrkörper der Howard-Universität gehörte.
Zum Teil auf Drängen ihres Ehemannes und zum Teil aufgrund ihres
wachsenden Interesses an der Jurisprudenz schrieb sie sich an der
juristischen Fakultät der .George Washington-Universität ein.

Im Jahre

1960 schloß sie ihr Jurastudium als Beste in einer Klasse von 94 ab.
Nach einjähriger Tätigkeit als Staatsanwältin im amerikanischen
Justizministerium schloß sie sich dem Lehrkörper der Howard-Universität an
und erhielt eine Professur für Rechtswissenschaften.
Unter den Administrationen Kennedy und Johnson gehörte Mrs. Harris
verschiedenen Kommissionen an, die für die Förderung der Frauenrechte eintraten. Im Jahre 1965 ernannte sie Präsident Johnson dann zur amerikanischen
Botschaft«rin im Großherzogtum Luxemburg; damit wurde Mrs. Harris die erste
schwarze Botschafterin der USA. Nach zwei erfolgreichen Jahren in
Luxemburg, wo auch ihr Ehemann als Rechtsberater des State Department
tätig war, kehrte das Paar nach Washington zurück. Mrs. Harris nahm
ihre Lehrtätigkeit wieder auf, die allerdings nach kurzer Zeit schon
wieder unterbrochen wurde, als Präsident Johnson sie zum Mitglied der
amerikanischen Delegation bei den Vereinten Nationen ernannte.
An die Howard-Universität zurückgekehrt, wurde sie 1969 Dekan der
juristischen Fakultät, trat von diesem Posten jedoch schon nach einem
Monat zurück, weil sie sich den Forderungen schwarzer Studenten nach einer
größeren Mitspracherolle nicht beugen wollte.
Mrs. Harris war Mitglied der Washingtoner Anwaltsfirma Fried, Frank,
Harris, Shriver und Kampelmann.

Sie ist Inhaberin von 30 Auszeichnungen.
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1. August 1979

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DER NEUE VERKEHRSMINISTER DER USA:

NEIL GOLDSCHMIDT

WASHINGTON - (AD) - Präsident Jimmy Carter hat den Bürgermeister
der Stadt Portland im Staate Oregon, Neil Goldschmidt, im Rahmen seiner
Kabinettsumbildung zum neuen Verkehrsminister der Vereinigten Staaten
ernannt.
Neil Goldschmidt ist seit 1972 Bürgermeister von Portland.
Er war Delegierter der USA auf der Konferenz über "öffentliches
Transportwesen und Umwelt", die im Rahmen der Organisation für Wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) abgehalten wurde.
Er ist einer der Vorsitzenden des Arbeitsstabs für Energie des
amerikanischen Städtetages und war vorher Vorsitzender des Verkehrsausschusses der amerikanischen Bürgermeisterkonferenz. Außerdem ist er
Mitglied des Beirats für Probleme der einzelstaatlichen und kommunalen
Verwaltung an der John F. Kennedy School of Government der HarvardUniversität.
Nach

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�Nach seiner Bestätigung durch den Senat wird Goldschmidt Brock Adams
ablösen.

Der Pressesprecher des Weißen Hauses, Jody Powell, teilte Reportern

mit, Präsident Carter betrachte Goldschmidt als "einen streitbaren Bürgermeister mit Gespür für Neuerungen und hervorragenden Verwaltungsfähigkeiten".
Auch verstehe er "aus eigener Erfahrung die Verkehrsprobleme" der Nation.
Goldschmidt wurde am 16. Juni 1940 in Eugene, Oregon geboren.

Seine

Ausbildung schloß ein Studium der Politischen Wissenschaften an der Universität
von Oregon sowie an der Universität von Kalifornien in Berkeley ein.
1965 Ist er mit der ehemaligen Margaret Wood verheiratet.
Kinder.

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Seit

Sie haben zwei

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1. August 1979

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DER NEUE MINISTER FÜR WOHNUNGSBAU UND STÄDTEPLANUNG: MOON LANDRIEU

WASHINGTON - (AD) - Als Präsident Carter Moon Landrieu zum Minister
für Wohnungsbau und Städteplanung ernannte, stellten Beobachter fest, daß
er einen tatendurstigen und ungemein populären Großstadt-Bürgermeister ausgesucht hatte.
Landrieu, 49 Jahre alt, war von 1970 bis 1978 Bürgermeister von New
Orleans und zeichnete verantwortlich für die Errichtung der gigantischen
"Superdome" Sportarena, belebte das Zentrum der Stadt neu, erneuerte das
historische französische "Quartier" und nahm Farbige in hohe Positionen
der Stadtverwaltung auf.
Bei der Ernennung sagte Präsident Carter:

"Bürgermeister Landrieu

genießt landesweite Achtung als fortschrittlicher Bürgermeister und
starker Verwaltungsmann sowie als respektierter und wirkungsvoller Sprecher
für die Kommunal Verwaltung."
Landrieu wurde auch hohes Lob von seiner Vorgängerin, Frau Patricia
Roberts Harris, zuteil, die von Carter als Gesundheitsministerin eingesetzt

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�eingesetzt wurde und die ihn als "einen ideenreichen Führer und begabten
Verwaltungsmann" bea'chnete und fortfuhr: "Er ist dem Dienst an denjenigen
verpflichtet, die nur wenig haben,und den großen und kleinen Kommunen im
ganzen Land, die Not leiden".
Als Sohn eines Ladenbesitzers hat Landrieu fast sein ganzes Leben der
Politik verschrieben.

Im Jahre 1960 wurde er zum erstenmal in das Abge-

ordnetenhaus von Louisiana gewählt und 1964 wiedergewählt.

Seiner Zeit oft

voraus, stimmte Landrieu einmal als Verfechter der Rassengleichheit als
einziger gegen die Rassentrennung, während 99 seiner Kollegen sich anders
entschieden.
Im Jahre 1966 wurde Landrieu zum Stadtratsmitglied von New Orleans
gewählt, vier Jahre später zum Bürgermeister. Außerdem war er Präsident
der amerikanischen Konferenz der Bürgermeister, M-tglied des Beirats der
Nationalen Städteliga und Mitglied des Aufsichtsr&lt;its der Nationalen
Städtekoalition, einer überparteilichen Organisation mit dem Ziel der
Verbesserung des Schicksals der Schwarzen und anderer Minderheiten in
den Vereinigten Staaten.
Am 23. Juli 1930 in New Orleans geboren, studierte er Verwaltung und
Recht an der Loyola-Universität von New Orleans und diente nach Abschluß
seiner Studien drei Jahre lang in der Armee, bevor er in einer Anwaltsfirma
in New Orleans tätig wurde und danach einen Platz im Abgeordnetenhaus von
Louisiana errang.
Er ist mit der ehemaligen Verna M. Satterlee verheiratet. Sie haben
5 Töchter und 4 Söhne, deren Vornamen alle mit "M' anfangen. Ursprünglich
hieß Landrieu mit Vornamen Maurice, jedoch ließ er ihn amtlich in "Moon"
abändern.

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1. August 1979

VANCE UND SEIGNIOUS SPRECHEN ÜBER EINSTELLUNG DER NATO-VERBÜNDETEN
ZU SALT II

WASHINGTON - (AD) - Der amerikanische Außenminister Cyrus R. Vance und
der Direktor des Amtes für Rüstungskontrolle und Abrüstung (ACDA), General
George M. Seignious, äußerten sich am 30. Juli 1979 vor dem Militärausschuß
des Senats über die Einstellung der NATO-Verbündeten zum SALT II-Vertrag.
Die Ausführungen von Außenminister Vance zu diesem Thema haben folgenden
Wortlaut:
SALT II ist auch eine Angelegenheit von großer Bedeutung für unsere Verbündeten in der NATO und anderswo. Sie unterstützen den Vertrag nachdrücklich,
Denn er erhöht ihre Sicherheit zusammen mit der unsrigen.
- Der Vertrag trägt dazu bei, das strategische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das für die Glaubwürdigkeit unserer gemeinsamen Verteidigung lebenswichtig ist.

Der

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Telex:08-85432

�- Der Vertrag trägt zur Stabilisierung der Ost-West-Beziehungen in
Europa und anderswo bei.
- Der Vertrag erleichtert unsere kollektive Anstrengung, die konventionellen Streitkräfte und die nuklearen Gefechtsfe'ldstreitkräfte des Bündnisses
zu stärken.
- Der Vertrag entspricht ihren (der Verbündoten) seit langem bestehenden
Interessen, eine starke Verteidigung durch wirksame Rüstungskontrollmaßnahmen
zu ergänzen.
Unsere Verbündeten sind befriedigt, daß diese Vorzüge verwirklicht werden
können, ohne in die bestehenden Verfahren der nuklearen und konventionellen
Zusammenarbeit im Bündnis einzugreifen.
Um klarzustellen, daß nichts in dem Vertrag die weitere Zusammenarbeit
in Waffentechnologie und Waffensystemen verhindern würde, haben wir am 29.
Juni im Nordatlantikrat eine detaillierte Erklärung abgegeben - eine Erklärung, über die wir uns im voraus eng konsultiert hatten. Wir unterstrichen,
daß wir keine Verpflichtung bezüglich der NichturTgehung über die grundlegenden
Lehrsätze des internationalen Rechts hinaus eingegangen sind und daß der Vertrag die bestehenden Verfahren der Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten
nicht berühren wird. Ebensowenig wird er die Zusammenarbeit auf dem Gebiet
der Modernisierung verhindern.
Und um klarzustellen, daß SALT II künftige Optionen sowohl hinsichtlich
der Rüstungskontrolle als auch der Modernisierung von nuklearen Gefechtsfeldwaffen nicht ausschließt, haben wir erklärt, daß alle künftigen Begrenzungen
für amerikanische Systeme, die hauptsächlich für Sefechtsfeidaufgaben vorgesehen sind, von angemessenen Begrenzungen sowjetischer Gefechtsfeldsysteme
begleitet sein müssen.
Auf

- 2 -

�Auf der gleichen Sitzung des Nordatlantikrates gaben unsere NATO-Verbündeten eine formelle Erklärung ab, in der sie sich hinter den Vertrag stellen
und sein baldiges Inkrafttreten fordern.
Während unsere Verbündeten den Vertrag als eine positive Entwicklung begrüßt haben, haben sie auch ihre tiefe Besorgnis über die Folgen zum Ausdruck
gebracht, wenn der Vertrag abgelehnt würde.

So wie die Abkühlung der amerika-

nisch-sowjetischen Beziehungen in der Vergangenheit zu einer Verschärfung der
Spannungen in Europa geführt hat, so würde eine neue Runde des strategischen
Wettstreits einen Frosteinbruch in Europa bringen.
Wenn also SALT fehlschlagen sollte, wäre unseren Verbündeten und unseren
Bündnissen in der ganzen Welt schlecht gedient. Unsere Verbündeten erwarten
von uns militärische Stärke. Sie erwarten von uns, daß wir in dem Streben nach
größerer Stabilität und Frieden die Führung übernehmen. Eine Ablehnung dieses
Vertrages wäre ein Schock für das Gefühl der gemeinsamen Zielsetzung, das uns
zusammenhält.
Die Ausführungen des Direktors des Amtes für Rüstungskontrolle und Abrüstung, George Seignious, haben folgenden Wortlaut:
Das NATO-Bündnis erwartet von den Vereinigten Staaten grundsätzlich die
Erfüllung der folgenden zwei Aufgaben:
- die Aufrechterhaltung einer starken Abschreckung und einer starken Verteidigung sowie
- die Führungsrolle in den Ost-West-Beziehungen, um einen Krieg zu vermeiden, der die Länder Europas genauso vernichten würde wie unser eigenes.
SALT II trägt zu beidem bei.
Im

- 3 -

�Im Jahre 1944 setzte ich zum erstenmal meinen Fuß auf europäischen Boden als Angehöriger der 10. Panzerdivision.

Während der Krise im Zusammenhang

mit dem Bau der Berliner Mauer in den Jahren 1961-63 befehligte ich ein Kavallerieregiment am Eisernen Vorhang.

Im Jahre 1969 befehligte ich die 3. In-

fanteriedivision, und 1970 war ich US-Oberbefehlshaber in Berlin.

Ich bin der

Überzeugung, daß die grundlegenden Sicherheitsinteressen der NATO sich nicht
von den unsrigen unterscheiden:

Stabilität, Verhinderung eines Nuklearkriegs

und Erhaltung des strategischen und konventionellen militärischen Gleichgewichts.

Das 20. Jahrhundert hat Europa, genauso wie jede

andere

Region der

Erde die zerstörerische Gewalt des Krieges, die Vorteile der Stabilität und die
Notwendigkeit einer starken Verteidigung gelehrt.
Stabilität ist besonders wichtig für Europa, wo starke militärische Kräfte
in geringer Entfernung voneinander konzentriert sind, wo Tausende von Nuklearwaffen disloziert sind und wo ein Schauplatz der historischen Konfrontation
auch heute noch von höchstem Sicherheitsinteresse für jede der Supermächte ist.
Das Risiko eines Nuklearkriegs ist für Europäer genauso groß wie für Amerikaner,
und Stabilität ist ein Grunderfordernis und kein Luxus.
Für die europäische Sicherheit ist die Bewahrung des amerikanisch-sowjetischen nuklearstrategischen Gleichgewichts von grundlegender Bedeutung.
SALT II wird es uns im Zusammenhang mit unseren eigeien Verteidigungsprogrammen
ermöglichen, dieses Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Ebenso grundlegend ist die, Aufrechterhaltung des Gleichgewichts auf dem
Gefechtsfeld in Europa. Die NATO hat gegenwärtig mit einem ehrgeizigen und
teuren Programm zur Verbesserung ihrer Streitkräfte Degonnen. Ich bin der Ansicht, daß dieses Programm, das so wichtig für die ejropäische Sicherheit ist,
viel schwieriger durchzuführen wäre, wenn unsere Aufmerksamkeit und unsere
Mittel sich stattdessen auf ein ungehemmtes strategisch-nukleares Wettrüsten
konzentrieren würden.
SALT II

�SALT II engt in keiner Weise unsere Zusammenarbeit mit der NATO ein und
ist kein Ausverkauf der Interessen unserer Verbündeten:
- Wir haben unsere Verbündeten ausführlich konsultiert.

Zum Beispiel hatten

wir etwa 40 Zusammenkünfte mit dem Nordatlantikrat, um über SALT II zu sprechen; die Hälfte davon fand innerhalb der letzten zwei Jahre statt.
- Wir haben bei unseren Verhandlungepositionen die Sicherheitsbedenken
unserer Verbündeten mit in Rechnung gezogen. Zum Beispiel sieht SALT II keinerlei Beschränkungen der in Europa dislozierten Kernwaffensysteme vor.
- SALT II behindert nicht die traditionellen Verfahren der Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten, einschließlich der Weitergabe von Waffensystemen und anderer fortschrittlicher Technologie.

Die Sowjets schlugen zu Be-

ginn von SALT II qine strikte Klausel gegen den Transfer vor.
se und ähnliche sowjetische Vorschläge zurück.

Wir wiesen die-

Es gibt in SALT II keine Be-

stimmung gegen den Transfer.
- Und wie ich bereits sagte werden die Beschränkungen im Protokoll hinsichtlich land- und seegestützter Marschflugkörper auslaufen, bevor wie soweit sind, sie dislozieren zu können. Wir werden genügend Zeit haben, um sorgfältig und in Einklang mit unseren europäischen Verbündeten zu planen, wie wir
unsere Gefechtsfeld-Nuklearstreitkräfte in der NATO am besten modernisieren
können. Und dieser Prozeß hat bereits begonnen.
Nach dem Gipfeltreffen in Wien kehrte ich über den Nordatlantikrat in
Brüssel nach Hause zurück, nachdem ich auch in Genf und in London Station gemacht hatte. Jedesmal informierte ich die Verbündeten.

Ich kann sagen, daß

alle ohne jede Ausnahme SALT II ihre äußerste Unterstützung zusagten.
In diesem Punkt sagen Worte von Europäern jedoch mehr als die Zusicherungen, die ich geben kann.

Im Juni sagte es Bundeskanzler Helmut Schmidt

klar und deutlich: (7. Juni, Harvard)
"SALT II

�"SALT II ist natürlich nicht nur eine innenpolitische Angelegenheit der
Amerikaner.

Deshalb informierte die amerikanische Regierung ihre Verbündeten

über den Fortschritt der Gespräche und konsultierte s,ie auch.
ist ein Stück Weltgeschichte.

Dieser Vertrag

Er ist auch ein Stück Weltsicherheit und ein

Stück der Sicherheit meines eigenen Landes.
punkt kooperativer Rüstungsbegrenzung.

Im Augenblick ist es ein Höhe-

Die Bundesrepublik Deutschland unter-

stützt den SALT Il-Vertrag und hofft, daß er bald durch Washington und Moskau
ratifiziert werden wird."

- 6 -

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1. August 1979

ERNEUERUNGSFÄHIGE ENERGIEQUELLEN
USA:

Selbst kleine Wasserkraftwerke wieder interessant

- (AD) - Amerika ist entschlossen, erneuerungsfähige Energiequellen in
einer Weise zu erschließen und weiterzuentwickeln, daß sie im Jahr 2000 etwa
20 Prozent des Energiebedarfs decken.

Gegenwärtig sind diese nur zu fünf Pro-

zent an der Energieproduktion beteiligt, wobei der Hauptanteil auf Wasserkraft entfällt.

Regierungsbeamte sind überzeugt, daß man heute vorhandene

technische und finanzielle Probleme werde lösen können, um z.B. ein Drittel
der erwähnten 20 Prozent aus der direkten Nutzung von Sonnenenergie zu gewinnen.

Für den Rest kommen Wasserkraft, Umwandlung von Biomassen, Windkraft,

Methan aus Kohlefeldern und weitere unkonventionelle Quellen in Frage.

Der "Verband der solartechnischen Industrie" (SEIA = Solar Energy Industries
Association) ist optimistisch hinsichtlich der Möglichkeiten, das gesteckte
Ziel zu erreichen.

Die 1974 gegründete Vereinigung, die mit sechs Mitgliedern

begann und inzwischen mehr als 1000 zählt, hat viel dazu beigetragen, daß in
den Vereinigten Staaten bereits über 20 000 Solaranlagen aller Größenordnungen
in Betrieb sind.

Diese Zahl soll, sobald im Oktober 1980 die von Präsident

Carter vorgeschlagene "Sonnenbank" ihre Tätigkeit aufnimmt, im Verlauf eines
Jahres schon auf etwa 100 000 anwachsen.
Mehr

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�Mehr als 150 amerikanische Firmen, die sich mit der Entwicklung von
Solaranlagen befassen, sind an der Börse vertreten.

Einige von ihnen bezie-

hen die Hälfte ihrer Einkünfte aus dem Absatz von solartechnischen Ausrüstungen, während bei Großfirmen wie EXXON, IBM oder Xerox dieses Geschäft mit erst
knapp einem Prozent zu Buche schlägt. Aber auch sehr kleine Unternehmen - man
schätzt ihre Zahl auf 150 bis 200, die zu klein sind, um z.B. Aktien auszugeben - sind maßgeblich in der solartechnischen Forschung und auf dem Verkaufssektor engagiert.

Und neben diesen Firmen gibt es noch eine Anzahl von Orga-

nisationen wie die "Zentrale für erneuerungsfähige Ressourcen" und die "SolarLobby" zur Förderung der Sonnenenergie-Technik in Washington, die in Fragen
der Sonnenenergie vor allem mit den Kommunen zusammenarbeiten.

Sie setzen

sich mit Ausdauer für geeignete Maßnahmen auf allen Ebenen ein und bemühen sich
darum, finanzielle Mittel zu mobilisieren und die öffentliche Aufmerksamkeit
auf Solarprogramme zu lenken.
Das amerikanische Energpeministerium hat, analog zu dem bewährten
"Extension Service" des Landwirtschaftsministeriums, einen Förder- und Beraterdienst für den Energiesektor eingerichtet. Er so'1 die einzelnen Bundesstaaten bei Sparmaßnahmen unterstützen und gemeinsam mit Ihnen Energieprogramme
entwickeln, die den jeweiligen regionalen und örtlichen Gegebenheiten angepaßt sind. Nicht nur für Großverbraucher, sondern ebenso für Kleinverbraucher
wie Hauseigentümer, Krankenhäuser und Schulen gibt es besondere Beratungsteams.
Andere Abteilungen des Ministeriums verfolgen langfristige Entwicklungen in
der Solar- und Erdwärmetechnik sowie auf dem Gebiet der Fusions- und Brüterreaktoren. Die US-Regierung wünscht, daß auf allen Gebieten sondiert wird und
so viele Erfahrungen und Informationen wie nur irgend möglich gesammelt werden,
damit später notwendige Entscheidungen leichter und ohne Verzögerung gefällt
werden können.
Kürzlich veröffentlichte die Zeitschrift TIME eine Obersicht über aussichtsreiche Alternativquellen für Energie.

Neben Ölschiefer, Teersanden und

Kohle für Umwandlungsprozesse sind als regenerative llnergiequellen besonders
hervorgehoben:
1) Sonnenenergie
- 2 -

�1) Sonnenenergie - Mit Hilfe der Solartechnik wird heute noch nicht einmal ein Prozent des Energiebedarfs der USA gedeckt.

Bei den meisten Anlagen,

die 95 Prozent des Umsatzes ausmachen, handelt es sich um flache solarthermische
Ausrüstungen, die auf Hausdä'chern installiert werden, um Wasser aufzuheizen.
Als für die Zukunft besonders verheißungsvoll werden jedoch die photovoltaischen
Zellen zur direkten Umwandlung von Licht in elektrischen Strom durch Siliziumkristallscheibchen angesehen, die auf Sammlerplatten montiert sind.

Die gegen-

wärtig noch viel zu hohen Kosten sollen, wie aus dem Energieministerium verlautet, bis 1990 so stark gesenkt werden, daß dieses Verfahren zur Stromgewinnung
mit anderen Methoden ohne weiteres konkurrieren könnte.

2) Biomasse - Hausbesitzer, kommunale Versorgungsunternehmen, Fabrikanten
und Stadtverwaltungen experimentieren mit den verschiedenen Naturprodukten
wie Abfällen aus der Landwirtschaft, insbesondere dem Maisanbau, mit Sägemehl,
organischem Dünger oder Stadtmüll, um daraus Energie zu gewinnen.

Nach Be-

rechnungen des Energieministeriums decken sie z. Zt. damit ca. ein Prozent des
Bedarfs.

Als Rohstoff spielt vorläufig Holz die wichtigste Rolle.

Der Ver-

brauch ist in den letzten neun Jahren um das Sechsfache gestiegen, vor allem
in den Neuenglandstaaten, wo etwa ein Fünftel aller Eigenheime mit Holz beheizt wird.

Ungefähr 150 Papier- und Zellstoffwerke verbrennen Holzabfälle

und Ablaugen für die Stromerzeugung.

Sie geben sogar Strom an die lokale In-

cjustrifl ab. was z.Zt. Erdöleinsparungen von fünf Millionen Barrel jährlich ermöglicht.

Und die Mehrzahl der Müllkraftwerke in Großstädten wie New York,

Chicago und New Orleans ist so ausgerüstet, daß Rohstoffe wie Glas und Nichteisenmetalle zurückgewonnen werden können.

3) Erdwärme - Untersuchungen des amerikanischen Energieministeriums zufolge könnten viele Weststaaten der USA dem Beispiel Islands folgen und einen
großen Teil ihres Energiebedarfs aus Erdwärme decken.

Sie läßt sich nutzen,

wenn man Bohrungen in durchschnittlich 700 m tief liegende Heißwasser- und
Dampfschichten im Gestein vortreibt.
relativ hoch in der Erdkruste liegen.

Die Wärme liefern Magmataschen, die dort
Daß mit dem Dampf aus solchen Quellen

Kraftwerksturbinen angetrieben werden können, demonstriert die Union Oil Company

- 3 -

�Company (Kalifornien) schon seit einigen Jahren.

Ihr geothermisches Kraft-

werk in der Nähe von San Francisco deckt zwei Prozent des Strombedarfs von
Kalifornien.
4) Wasserkraft - Vor einem halben Jahrhundert wurde in den Vereinigten
Staaten ein Drittel des Kraftstroms an Talsperren erzeugt.

In der Ära des

billigen Öls hat man eine Anzahl von Wasserkraftwerken stillgelegt oder abgerissen.

Aber jetzt kommt Wasserkraft wieder in Mode.

Die günstigsten Stand-

orte - Talsperren mit hohen Dämmen oder Flußläufe irit starker Strömung und
viel Wasser - sind natürlich längst besetzt und wurden auch nicht aufgegeben.
Heute besinnt man sich jedoch auf die Möglichkeiten, die kleine Dammbauwerke
- m i t Dammkronen von 22 m Höhe und darunter - für die Stromversorgung der unmittelbaren Umgebung bieten können.
5) Wind - Analysen zufolge könnten Windkraftwerke bis zum Jahr 1990 zwei
Prozent zur Deckung des Strombedarfs in den USA beitragen.

Ihr Nachteil, nur

bei Wind Strom zu erzeugen, würde vor allem in abgelegenen ländlichen Gebieten,
wo Energie besonders teuer ist, durch die geringen Produktionskosten mehr als
aufgewogen.

Die größte Windturbine für Demonstrationszwecke wurde kürzlich in

Boone (Nordkarolina) in Betrieb genommen.

Bei Windgeschwindigkeiten von 40 km/

Stunde und mehr erzeugt sie 2000 kW Strom.
6) Meeresenergie - Strömungen, Gezeiten, Wellen und Temperaturunterschiede
bilden die Hauptquellen,die zu nutzen wären. Mit einem Zuschuß des Energieministeriums wird gegenwärtig die Nutzbarmachung vcn Strömungsenergie vor den
Küsten Floridas untersucht. Mit der Umsetzung von Wärmeenergie der Ozeane befaßt man sich schon seit den dreißiger Jahren. Entsprechende Versuchsapparaturen nutzen das starke Gefälle zwischen dem warmen Cberflächenwasser und dem
kalten Tiefwasser in tropischen Meeren. Daß die Icee richtig ist, wurde bereits demonstriert. Aber das Verfahren ist noch nicht soweit entwickelt, daß
an eine kommerzielle Anwendung zu denken wäre.

Die

�Die Experten sind in der Frage, welche Alternativenergien die besten
Zukunftschancen haben, verschiedener Meinung. Im Rahmen des neuen Energieplans der Regierung sind jedoch bessere Möglichkeiten gegeben, Kosten, Technologien und Anwendung gründlich genug zu sondieren, um aufgrund erfolgversprechender Resultate die Privatwirtschaft auch für längerfristige Entwicklungen zu interessieren. Die meisten Befürworter findet gegenwärtig - auch
in der Presse - die Sonnenenergie. Eine Reihe von Firmen hat die Chancen im
Zusammenhang mit ihrer Erschließung erkannt und schon in kurzer Zeit gut genutzt. So ist heute, nur fünf Jahre nach ihrer Gründung, die Solarex Company
in Rockville (Maryland) der Welt größter Produzent für Solarzellen. Ihr Umsatz lag im Jahr 1978 bei über 10 Millionen Dollar; mehr als die Hälfte der
Produktion ging in den Export. In Kooperationsvereinbarungen mit Firmen in
Frankreich und Italien liefert Solarex die Solarzellen, der ausländische
Partner die Anwendungstechnik. Die Produkte reichen von Solarelektropumpen
für abgelegene Dörfer in Afrika bis zu Relais- und Verstärkerstationen der
Nachrichtentechnik für Abnehmer in vielen Teilen der Welt.

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SOLARZELLEN NACH NEUEM HERSTELLUNGSVERFAHREN

- (AD) - Ein neues Verfahren, das die Herstellung von integrierten
Schaltkreisen und Solarzellen revolutionieren könnte, wurde von Wissenschaftlern
des "Massachusetts Institute of Technology" (MIT) in Boston entwickelt. Die
dabei angewandte Technik, Graphoepitaxie genannt, ermöglicht bei erheblichen
Kosteneinsparungen gegenüber herkömmlichen Verfahren das "Züchten" ausgerichteter Siliziumkristalle in einer dünnen Schicht auf der Oberfläche eines nichtkristallinen Trägers. Gegenwärtig werden Siliziumkristalle, mit bestimmten Zusatzstoffen "dotiert", in einem teuren und energieintensiven Verfahren hergestellt, um dann ihre Funktion in Solarzellen und den zahlreichen Instrumenten
und Ausrüstungen der Mikroelektronik erfüllen zu können. Aus einer Schmelzmasse werden große Einkristalle gezogen und anschließend in dünne Plättchen
gespalten.
Für das Graphoepitaxie-Verfahren dagegen sind eine Platte aus Quarzglas,
in die feine, parallel laufende Rillen eingeätzt sind, dazu ein dünner Film
nichtkristallinen Siliziums und Laser-Licht erforderlich, mit dem aus den
Siliziummolekülen Kristalle in der Orientierung der Rillen "geformt" werden.
Der Erfinder des Verfahrens, Prof. Henry I. Smith, ist überzeugt, daß auf diese Weise eine billige Massenproduktion von Solarzellen ermöglicht wird. Die
Idee dazu verdankt er einem Zufall: Vor etwa zehn Jahren entdeckte er an der

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�der Windschutzscheibe seines Autos, daß sich bei starker Winterkälte Eiskristalle stets entlang feiner Kratzer ausbildeten, die man mit bloßem Auge
bei Wärme gar nicht zu erkennen vermochte.

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NEUE THERMISCHE BATTERIE ZUM SPEICHERN VON WÄRME

- (AD) - Eine neuartige Batterie für das Speichern von Wärme aus Sonnenenergie oder anderen Quellen wurde jetzt von den beiden amerikanischen Firmen
"Dow Chemical Company" und "Pipe Systems Inc." (beide St. Louis, Missouri)
vorgestellt. Sie eigne sich, wie Ingenieure der Unternehmen erklären, sowohl
für Wohn- und Geschäftshäuser als auch für industrielle Zwecke. Ihr besonderer Vorteil liege darin, daß sie im Gegensatz zu den heute üblichen Wärmespeichern - in erster Linie Tanks mit Wasser oder Kieseln - viel weniger Platz
beanspruchen.
Bei dem neuen System werden mit bestimmten Chemikalien gefüllte Hohl Stäbe
benutzt. Die darin gespeicherte Wärmeenergie reicht aus, um z.B. mit einer
100-Stäbe-Batterie in der Größe einer Tiefkühltruhe ein Einfamilienhaus zu versorgen. Jeder Speicherstab ist 2 m lang und hat 8,75 cm Durchmesser. Die
Hülle besteht aus Polyäthylen hoher Dichte, die hermetisch versiegelte Füllung
aus Chlorcalciumhexadydrat. Die von der Firma Dow Chemicals mit finanzieller
Unterstützung des US-Energieministeriums entwickelte Chlorcalcium-Verbindung
speichert Wärme bzw. gibt sie wieder ab, indem sie sich verflüssigt und dann
wieder in den festen Zustand übergeht. Die Stäbe nehmen Wärme aus jeder Quelle
auf und geben Wärme ab, sobald die Verbindung mit der Quelle unterbrochen wird.
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- (AD) - Eine neuartige Batterie für das Speichern von Wärme aus Sonnenenergie oder anderen Quellen wurde jetzt von den beiden amerikanischen Firmen
"Dow Chemical Company" und "Pipe Systems Inc." (beide St. Louis, Missouri)
vorgestellt. Sie eigne sich, wie Ingenieure der Unternehmen erklären, sowohl
für Wohn- und Geschäftshäuser als auch für industrielle Zwecke. Ihr besonderer Vorteil liege darin, daß sie im Gegensatz zu den heute üblichen Wärmespeichern - in erster Linie Tanks mit Wasser oder Kieseln - viel weniger Platz
beanspruchen.
Bei dem neuen System werden mit bestimmten Chemikalien gefüllte Hohlstäbe
benutzt. Die darin gespeicherte Wärmeenergie reicht aus, um z.B. mit einer
100-Stäbe-Batterie in der Größe einer Tiefkühltruhe ein Einfamilienhaus zu versorgen. Jeder Speicherstab ist 2 m lang und hat 8,75 cm Durchmesser. Die
Hülle besteht aus Polyäthylen hoher Dichte, die hermetisch versiegelte Füllung
aus Chlorcalciumhexadydrat. Die von der Firma Dow Chemicals mit finanzieller
Unterstützung des US-Energieministeriums entwickelte Chlorcalcium-Verbindung
speichert Wärme bzw. gibt sie wieder ab, indem sie sich verflüssigt und dann
wieder in den festen Zustand übergeht. Die Stäbe nehmen Wärme aus jeder Quelle
auf und geben Wärme ab, sobald die Verbindung mit der Quelle unterbrochen wird.
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- (AD) - Eine neuartige Batterie für das Speichern von Wärme aus Sonnenenergie oder anderen Quellen wurde jetzt von den beiden amerikanischen Firmen
"Dow Chemical Company" und "Pipe Systems Inc." (beide St. Louis, Missouri)
vorgestellt. Sie eigne sich, wie Ingenieure der Unternehmen erklären, sowohl
für Wohn- und Geschäftshäuser als auch für industrielle Zwecke. Ihr besonderer Vorteil liege darin, daß sie im Gegensatz zu den heute üblichen Wärmespeichern - in erster Linie Tanks mit Wasser oder Kieseln - viel weniger Platz
beanspruchen.
Bei dem neuen System werden mit bestimmten Chemikalien gefüllte Hohl Stäbe
benutzt. Die darin gespeicherte Wärmeenergie reicht aus, um z.B. mit einer
100-Stäbe-Batterie in der Größe einer Tiefkühltruhe ein Einfamilienhaus zu versorgen. Jeder Speicherstab ist 2 m lang und hat 8,75 cm Durchmesser. Die
Hülle besteht aus Polyäthylen hoher Dichte, die hermetisch versiegelte Füllung
aus Chlorcalciumhexadydrat. Die von der Firma Dow Chemicals mit finanzieller
Unterstützung des US-Energieministeriums entwickelte Chlorcalcium-Verbindung
speichert Wärme bzw. gibt sie wieder ab, indem sie sich verflüssigt und dann
wieder in den festen Zustand übergeht. Die Stäbe nehmen Wärme aus jeder Quelle
auf und geben Wärme ab, sobald die Verbindung mit der Quelle unterbrochen wird.
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benutzt.

Die darin gespeicherte Wärmeenergie reicht aus, um z.B. mit einer

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Jeder Speicherstab ist 2 m lang und hat 8,75 cm Durchmesser. Die

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aus Chlorcalciumhexadydrat.

Die von der Firma Dow Chemicals mit finanzieller

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wieder in den festen Zustand übergeht.

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