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                  <text>und
Dokumentation

I

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

11. Juli 1979

25
INHALT
DOKUMENTATION

Präsident Carters Erklärung zum Abschluß des Tokioter Gipfeltreffens
Erklärung Carters zur OPEC-Dlpreiserhöhung
WIRTSCHAFT
Die Ergebnisse des Tokioter Wirtschaftsgipfels aus amerikanischer Sicht
- Interview mit Sam Burks HINTERGRUNDMATERIAL
Kohleumwandlung vor Ort
US-Energieministerium erörtert Möglichkeiten unterirdischer Kohlevergasung mit der Industrie
WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Voyager 2: Rendezvous mit Jupiter
Auf dem Weg in die Außenbereiche unseres Sonnensystems
Pionier U-Besuch beim Planeten Saturn
Künftige Krisen:

sind sie zu verhindern?

Versuch zur Entwicklung eines Frühwarnsystems für schwerwiegende
gesellschaftliche Probleme

Um Über/endung von
Belegexemplaren wird
gebeten

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Tel: 02221-89 32 40
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Dokumcnlcilion

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International Communication Agency
Embassy of the United States of America

11. Juli 1979

25

PRÄSIDENT CARTERS ERKLÄRUNG ZUM ABSCHLUSS DES TOKIOTER GIPFELTREFFENS

TOKIO - (AD) - Auf einer Pressekonferenz, die von den Staats- und
Regierungschefs der sieben wichtigsten westlichen Industrieländer zum
Abschluß des Gipfeltreffens in Tokio abgehalten wurde, erklärte Präsident
Jimmy Carter am 29. Juni 1979:
Zunächst möchte ich ein paar Worte des Dankes richten an Ministerpräsident Ohira, an die Verantwortlichen in Japan, an seine Majestät, den
Kaiser, an das japanische Volk, an alle, die diese Konferenz ermöglicht
haben und die uns darüber hinaus zu einem offiziellen Staatsbesuch willkommen
geheißen haben.
Meiner eigenen Meinung nach wird die Geschichte zeigen, daß diese
Wirtschaftsgipfelkonferenz für die meisten Menschen auf der Erde historische
Bedeutung hatte. Wachsende Energieknappheit und rasch steigende Energiepreise, auf die wir uns zubewegen, stürzen uns in Schwierigkeiten. Aber wir
haben uns jeder für sich und alle zusammen entschieden, nicht zu verzweifeln,
sondern überlegt zu handeln und dadurch vielleicht andere zu ermutigen, uns

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Telex:08-85432

�uns in den Entscheidungen nachzueifern, die wir selbst getroffen haben.
Wir sind uns über den Ernst der Energiefrage im klaren,und wir sind
entschlossen, sowohl als einzelne Nationen als auch als Gruppe von Nationen
zu versuchen, diese Schwierigkeiten zu meistern - mit so wenig Nachteilen
wie möglich für die Völker, die wir vertreten.
Eine der schwierigsten Entscheidungen, die wir schließlich trafen,
war die Annahme individueller, nationaler Zielsetzungen zur Begrenzung der
öl einfuhren für die Jahre 1979, 1980 und bis ins Jahr 1985 hinein.
Diese Zielsetzungen ergehen sich nicht in Allgemeinplätzen. Sie
werden vielmehr eine präzise Sprache sprechen. Es handelt sich um recht
beträchtliche Verpflichtungen, fühlbare und einschränkende Verpflichtungen.
Zusätzlich haben wir uns einzeln und gemeinsam zu einer raschen Entwicklung
alternativer Energieversorgung verpflichtet; außerdem zu einer erhöhten
eigenen öl- und Erdgasförderung, soweit diese zur Verfügung stehen; zur
erhöhten Förderung und Verwendung von Kohle unter Beachtung des Umweltschutzes; zur Betonung der Entwicklung synthetischer Brennstoffe, wobei
öl aus Ölschiefer und Teersand gewonnen werden soll; zur Sonnenenergie
sowie zur Atomkraft mit besonderer Betonung der Sicherheit. Diese Art
von Verpflichtungen ist sorgfältig besprochen worden und in Zukunft für
uns bindend.
Wir behandelten darüber hinaus ein schwieriges Problem des Marktverfahrens, so daß nunmehr nach Festlegung des ölpreises an der Quelle
nur noch ein Mindestmaß an unnötigen öl Preiserhöhungen im Verlauf des Vermarktungs-und Verteilungsprozesses eintreten wird.
Ich glaube, daß zum ersten Mal eine Gruppe führender Vertreter der
Industrienationen öffentlich eindringlich ihre Meinung und Bedenken über
die jüngsten Schritte der OPEC-Länder zum Ausdruck gebracht hat.

Ich

zitiere nur einige wenige Worte aus dem Kommunique, die, wie ich denke,

�denke, bezeichnend sind:

"Wir bedauern die Entscheidungen, die auf der

jüngsten OPEC-Konferenz getroffen wurden".

Wir bezogen uns auf die unge-

rechtfertigten ülPreiserhöhungen und wiesen auf die ernsten wirtschaftlichen
und sozialen Folgen dieser Entscheidungen hin.

Wir betonten, daß dies

eine weltweite Inflation, weniger Wachstum, mehr Arbeitslosigkeit zur Folge
haben wird, daß es die Stabilität des Weltwirtscahftssystems gefährdet,
und betonten im besonderen, wie es der französische Präsident bereits
getan hat,die lachteilige Wirkung auf die Entwicklungsländer der Welt, die
den Reichtum mancher von uns nicht teilen.

Die Flüchtlingsfrage wurde aufmerksam diskutiert, mit Anteilnahme
und Mitleid für die Leidenden.

Gemeinsam haben wir Vietnam und die anderen

Länder, die die Ursache des Flüchtlingsproblems bilden, zum Versuch aufgerufen, bei der humanen und wirkungsvollen Behandlung dieses Problems mitzuhelfen.

Und wir alle haben besprochen, was wir als einzelne Länder tun

könnten,um dieses Problem zu

lindern.

Unser Land hat 220 000 Flüchtlinge aus Südostasien aufgenommen.
nehmen jetzt etwa 7 000 Menschen pro Monat auf.

Wir

Gestern habe ich mein Land

dazu verpflichtet, diese Rate zu verdoppeln und 14 000 pro Monat aufzunehmen.
In nahezu jeder Debatte haben wir uns auch - ziemlich im Gegensatz
zu meiner eigenen bisherigen Erfahrung bei anderen Konferenzen - auf die
mutigste Position, die konstruktive Position, die bestimmteste Position
und die greifbarste Position zubewegt.

Wir sind nicht in einen Kompromiß

ausgewichen, indem wir uns in AIIgemeinplätzen ergangen hätten.

Ich glaube, wenn man das Kommunique liest, wird man feststellen, daß
richtig ist, was ich gesagt habe. Aus diesen und anderen Gründen, betrachte
ich diese Gipfelkonferenz als erfolgreich.
+ + + + +

- 3 -

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71TFEi
I 3

Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

25

11. Juli 1979

ERKLÄRUNG CARTERS ZUR OPEC-ÖLPREISERHÖHUNG

TOKIO - (AD) - Präsident Jimmy Carter hat am 29. Juni 1979 in
Tokio, wo er sich zum Weltwirtschaftsgipfel aufhielt, eine Erklärung zur
Erhöhung des ölpreises durch die Organisation der erdölfördernden Staaten
(OPEC) abgegeben, die folgenden Wortlaut hat:
Die OPEC-Staaten haben soeben ihren Preis wiederum um einen außergewöhnlichen Betrag erhöht. Der kumulative Effekt dieser Erhöhungen ist
ein sechzigprozentiger Anstieg des ölpreises seit dem vergangenen September.
Dies verursacht einen wirtschaftlichen Umbruch für die Vereinigten Staaten
und auch für die übrige Welt. Niemand auf der Welt wird nicht unter diesen
außergewöhnlichen öl Preiserhöhungen zu leiden haben.
Bislang haben wir in den Vereinigten Staaten es versäumt, uns auf
diese Aktionen von Seiten der OPEC vorzubereiten. Zwischen 1973 und 1977
haben die Vereinigten Staaten keine Maßnahme getroffen, um mit diesen unausweichlichen ölpreiserhöhungen und dem unausweichlichen Rückgang der
öl lieferungen fertig zu werden. Im Jahre 1977 habe ich dem Kongreß einen

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�einen umfassenden Energieplan vorgeschlagen.

Bis zum heutigen Zeitpunkt

hat der Kongreß keine Gesetzesmaßnahme bezüglich des Öls verabschiedet.
Es ist ein unbedingtes Erfordernis, daß der Kongreß unverzüglich handelt,
um die Konjunkturgewinnsteuer zu verabschieden und den Energiesicherungsfonds einzurichten.
Ich habe mich entschlossen, meinen eigenen Besuch ausländischer Staaten
abzukürzen und nach Hause zurückzukehren, wo ich am Sonntagabend eintreffen
werde, um den Kongreß aufzufordern, in bezug auf die Gesetzesvorlage, die ich
soeben genannt habe, rascher zu handeln und auch das Gesetz zur Ermächtigung
der Produktion synthetischer Treibstoffe und anderer Energiequellen zu
verabschieden, um unser Land autarker und immuner gegen die schädigenden
Einflüsse auswärtiger Entscheidungen durch die OPEC und andere zu machen.
Außerdem will ich mit meinen eigenen Beratern zusammenkommen, um zu
sehen, was innerhalb der kommenden Monate unternommen werden kann, um unser
Land vor künftigen Aktionen der Art,wie ich sie soeben beschrieben habe,
zu schützen.
Die Energieerzeugung im eigenen Land muß verstärkt werden - öl, Erdgas, Kohle, synthetische Treibstoffe, Kohlenverflüssigung und -Vergasung und
Sonnenenergie.
weiteren Verzug.

Diese Maßnahmen müssen getroffen werden, und zwar ohne
Wir müssen buchstäblich Milliarden Dollar in diese

technologischen Fortentwicklungen stecken, und das Geld steht uns mit der
Konjunkturgewinnsteuer und der Einrichtung des Energiesicherungsfonds zur
VerfugungNach bisherigen Schätzungen werden die von der OPEC in den letzten
sechs Monaten vorgenommenen Preiserhöhungen unser Land bis Ende 1980
mit einem Inflationsanstieg von mindestens zwei Prozent und einer Abnahme
der Wachstumsrate der Wirtschaft der Vereinigten Staaten von wenigstens
zwei Prozent belasten.
Unser

�Unser Land ist in der Lage, autark zu sein. Wir besitzen die
technischen Fähigkeiten, wir verfügen über die finanziellen Mittel,und wir
haben die Ressourcen.
Es ist unbedingt geboten, daß wir rasch handeln.

Und es ist genau

so unbedingt notwendig, daß wir miteinander zusammenarbeiten.

Wir müssen

entschlossen, kühn, zupackend und auch kreativ sein und als Amerikaner
die ungeheuren Ressourcen unseres Landes in der wirksamsten, effizientesten
und kooperativsten Weise mobilisieren.
Es gibt keine andere Bedrohung für unser Leben in Amerika, die so
ernst zu nehmen ist wie diese wirtschaftlichen Bedrohungen, die nicht nur
die Struktur unserer Nation, sondern auch unsere eigene
die Zukunft gefährden.

Sicherheit für

Ich bin überzeugt, daß das amerikanische Volk und

auch der Kongreß jetzt aufgebracht genug sind, um ohne Verzug zu handeln.
Dies wird mein Hauptziel sein, wenn ich in wenigen
zurückkehre.

+ + + + +

- 3 -

Tagen nach Amerika

�I

1
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Wift/chaft
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Embassy of the United States of America

11. Juli 1979

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DIE ERGEBNISSE DES TOKIOTER WIRTSCHAFTSGIPFELS AUS AMERIKANISCHER SICHT
- Interview mit Sam Burks -

WASHINGTON - (AD) - Der kürzlich beendete Wirtschaftsgipfel in
Tokio, an dem die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten
Industriestaaten des Westens teilnahmen, hat nach amerikanischer Auffassung
zu einem besseren Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage
nach Erdöl beigetragen. In einem USICA-Interview betonte ein leitender
Mitarbeiter der Carter-Administration, Sam Burks, das Gipfeltreffen habe
einmal zu individuellen Höchstgrenzen der ölimporte für jedes Land und
zum anderen zu einer gemeinsamen internationalen Anstrengung geführt, um
die Mittel für die Entwicklung alternativer Energietechnologien bereitzustellen. Kein Land, so unterstrich Burks, habe "Sondervorteile" für sich
errungen, sondern "alle haben durch die Vereinbarung strikterer Importhöchstgrenzen gewonnen." Nachfolgend das Interview mit Sam Burks im
Wortlaut:
FRAGE:

Was waren die wichtigsten Ergebnisse des Gipfeltreffens in

Tokio?
Antwort

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�ANTWORT:

Das war einmal ein Übereinkommen über Einfuhrbeschränkungen

und zum andern ein Übereinkommen, die Produktion von alternativen Energiequellen zu erhöhen.
Die Teilnehmerländer kamen überein, ihre Einfuhren bis 1985 auf dem
gegenwärtigen Stand einzufrieren;

mit "gegenwärtigem Stand" meine ich das

reduzierte Niveau, das sie 1979 als Ergebnis der gegenüber der Internationalen
Energieagentur (IEA) eingegangenen Verpflichtungen erreichen werden, nämlich
den geplanten Verbrauch um 5 Prozent zu senken.

Alle teilnehmenden Länder

kamen außerdem überein, das Niveau des Jahres 1979 auch 1980 konstant zu
halten, die meisten kamen sogar überein, dies bis 1985 zu tun.

Das bedeutet,

daß das Wirtschaftswachstum zwischen heute und 1985 ohne erhöhte öl einfuhren
erreicht werden muß.

Dies ist eine wesentliche Verminderung gegenüber dem,

was sonst hinsichtlich Verbrauch und Einfuhren stattgefunden hätte.
Der zweite Hauptpunkt war die Verpflichtung der Staats- und Regierungschefs, erhöhte Mittel für die Erzeugung alternativer Energien bereitzustellen synthetische Energien, Sonnenenergie usw. Sie errichteten eine Internationale
Energietechnologie-Gruppe, um (a) zu beobachten, was die verschiedenen Länder
zu Hause tun, um dieser Verpflichtung nachzukommen und um (b) zu sehen, was
zusätzlich im Rahmen der internationalen Finanzierung getan werden kann, um
diese Verpflichtung zu erfüllen. Sowohl kurzfristig in der Importbeschränkung als auch langfristig in der erweiterten Erschließung anderer
Energiequellen half das Gipfel treffen,für die nächste Zukunft ein besseres
Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage bei Erdöl herbeizuführen.
FRAGE: Eine Reihe europäischer Kommentatoren glaubt, daß die Vereinigten
Staaten sich ihren Gipfel partnern gegenüber durchsetzen werden, indem sie
sicherstellen, daß sie auch weiterhin Zugang zu den internationalen ölmärkten haben, um ihre hohe Nachfrage nach Brennstoff zu befriedigen, Ist
dies eine genaue Beschreibung dessen, was sich auf dem Gipfeltreffen zugetragen hat?
Antwort

�ANTWORT: Nein, das ist es nicht. Die Importbeschränkungen, die auf
dem Treffen vereinbart wurden, waren für beide Seiten, die europäischen
Länder und die Vereinigten Staaten strikt, denn sowohl die europäischen
Länder als auch die Vereinigten Staaten kamen Liberein, die Importniveaus
beizubehalten, zu denen sie sich 1979 für die Zukunft verpflichtet hatten.
Deshalb besteht kein großer Unterschied zwischen den europäischen und den
amerikanischen Verpflichtungen hinsichtlich der zukünftigen öleinfuhren.
Der wirkliche Unterschied zwischen den europäischen Ländern und den Vereinigten
Staaten bei diesem Treffen betraf eine andere Frage: Ob die europäischen
Verpflichtungen hinsichtlich der Importhöchstgrenzen eine gemeinsame
Verpflichtung für die Europäische Gemeinschaft als ganzes sein sollten oder
nationale Einfuhrgrenzen. Die Vereinigten Staaten waren darauf bedacht,
daß es nationale Einfuhrgrenzen sein sollten, denn nur bei einer klaren
Verpflichtung zu nationalen Einfuhrgrenzen kann man einzelne Länder mit
der Verantwortung zur Erzielung solcher Begrenzungen belasten. Das war
der Punkt, der bei dem Treffen die größte Uneinigkeit schuf und der schließlich
auf eine Weise gelöst wurde, die meiner Meinung nach beide Seiten zufriedenstellte. Die Länder der Europäischen Gemeinschaft kamen überein, daß die
Gemeinschaft nationale Einfuhrgrenzen angeben und überwachen würde und die
Vereinigten Staaten stimmten zu, daß die Beschränkung bei nationalen Einfuhrgrenzen nicht nur für die nächsten Jahre gelten soll, sondern bis 1985,
wie die europäischen Länder wünschten.

So wurde ein Kompromiß erreicht, bei dem beide Seiten mit ihren Vorschlägen zu strikterer Beschränkung den Sieg davontrugen.

Wir erhielten

die nationalen Einfuhrgrenzen und die europäischen Länder erhielten die
Verpflichtung bis 1985.
FRAGE:

War der Endplan fair für alle Teilnehmer des Gipfeltreffens

oder erreichten einige Länder mehr als andere?
Antwort

�ANTWORT:

Die einzigen Länder, die gemäß dem Gipfel abkommen höhere

Einfuhren haben dürfen, sind Kanada und Japan.
ständen gegenüber.
Produktionsrückgang.

Sie stehen besonderen Um-

Japan hat keine Inlandsproduktion;

Kanada hat einen

Daher würde ich nicht einmal diese beiden Länder als

besondere Gewinner betrachten.

Aber wenn man über die restlichen Teilnehmer-

länder spricht, vor allem die Europäische Gemeinschaft und die Vereinigten
Staaten, so würde ich sagen, daß es für kein einziges Land einen Sondervorteil
gab, sondern alle haben durch die Vereinbarung strikterer Importhöchstgrenzen
gewonnen, und es ist jetzt die Frage, ob diese Höchstgrenzen eingehalten
werden.
FRAGE:

Warum stimmten die Vereinigten Staaten dem EG-Plan von Straßburg

nicht zu, zukünftige öleinfuhren auf das Niveau zu begrenzen, das im Basisjahr 1978 erreicht wurde?
ANTWORT: Das Jahr 1978 war für uns ein außergewöhnliches Jahr. Es
war das Jahr, in dem die Produktion aus Alaska hereinströmte, was zum Ergebnis
hatte, daß unsere Einfuhren in diesem Jahr auf ein ungewöhnlich niedriges
Niveau sanken. Im Jahre 1977 betrugen unsere Einfuhren 8,6 Millionen
Barrel pro Tag; 1978 waren es 7,9 Millionen Barrel pro Tag; 1979 sind es
wieder 8,5 Millionen Barrel pro Tag. Deshalb also war 1978 für uns ein
Ausnahmejahr. Im Gegensatz dazu war es für die europäischen Länder ein sehr
normales Jahr. Wenn man Frankreich, Italien, Großbritannien und die Bundesrepublik Deutschland betrachtet, so war 1978 ein Jahr, in dem sie grob gesprochen die gleichen Einfuhrmengen wie in den anderen Jahren erreichten.
FRAGE: Wie war die Entstehung des abschließenden Übereinkommens auf dem
Tokioter Gipfeltreffen, und wie unterscheidet es sich im Vergleich zum
Straßburger Plan?
ANTWORT:

Es unterschied sich von dem Straßburger Plan hauptsächlich

dadurch, daß es klare nationale Importhöchstgrenzen beinhaltete, während

- 4 -

�während der Straßburger Plan lediglich eine Begrenzung für die Europäische
Gemeinschaft als ganzes vorsah - was wir als eine weniger strikte Verpflichtung
ansahen.

Die Entstehung des Abkommens beruhte auf der Bereitwilligkeit der

europäischen Länder, nationale Importhöchstgrenzen festzusetzen, solange dies
im Kontext der Gemeinschaftspolitik geschah, sowie auf der Bereitschaft der
Vereinigten Staaten, nationalen Importhöchstgrenzen zuzustimmen, die bis
1985 reichten, anstatt früher wegzufallen, wie wir es vorgeschlagen hatten.
So war dies, wie ich glaube, ein fairer Kompromiß.

Übereinstimmung gab es

auch hinsichtlich einer wirkungsvollen Beobachtung der europäischen Länder
innerhalb der Europäischen Gemeinschaft, sodann innerhalb der Internationalen
Energieagentur für alle Länder außer Frankreich und schließlich innerhalb einer
besonderen neuen Gruppe von Vertretern der sieben Gipfel Staaten, die sich im
Rahmen der OECD organisieren wird.

Ich glaube deshalb, daß uns Aufsicht bald

"aus den Ohren kommen" wird.
FRAGE: Waren die Vereinigten Staaten in der Lage, ihre Partner davon
zu überzeugen, daß sie deutliche Fortschritte auf dem Gebiet des Energieverbrauchs machen?
ANTWORT: Zu Beginn des Treffens herrschte unter den europäischen
Ländern weitverbreitete Skepsis hinsichtlich dieses Punktes. Am Ende des
Treffens war diese Skepsis meiner Meinung nach weitgehend verschwunden.
Wir konnten ihnen zeigen, daß wir damit rechnen, unser Ziel einer fünfprozentigen Einschränkung des geplanten Verbrauchs im Jahr 1979 zu erreichen.
Wir konnten ihnen weiterhin zeigen, daß in den ersten vier Monaten des Jahres
1979 unsere öleinfuhren nur um 5 Prozent angestiegen waren, während die
Einfuhren der Bundesrepublik Deutschland, um nur ein Beispiel zu nehmen,
um 20 Prozent gestiegen waren. Deshalb glaube ich, daß die europäischen
Länder gegen Ende des Treffens damit zufrieden waren, daß der Präsident das
Ziel eines verminderten amerikanischen Ölverbrauchs und -imports nachdrücklicher angeht als sie bisher festgestellt hatten.
Ich

- 5 -

�Ich denke, die europäischen Länder glauben noch immer, und zu Recht,
daß wir, die Amerikaner, von einem höheren Niveau des Pro-Kopf-Energieverbrauchs ausgehen als sie. Das ist eine Tatsache. Was sie nunmehr erkennen
ist, daß wir unseren Verbrauch nachdrücklich und wirkungsvoll herabsetzen,
obwohl wir von einem höheren Niveau des Pro-Kopf-Energieverbrauchs ausgehen
als sie.
FRAGE: Welche Vorschläge machen die Vereinigten Staaten, um ihre
Verpflichtungen beim Gipfeltreffen zur Begrenzung künftiger öl einfuhren
einzulösen?
ANTWORT: Durch Inlandsmaßnahmen zur Dämpfung der Nachfrage und durch
Ihlandsmaßnahmen zur Produktionserhöhung - wie etwa Kohleförderung. Für
1979 sind diese Maßnahmen bereits im Gange und wir schätzen, daß diese
bereits ergriffenen Maßnahmen die Verminderung der öl einfuhren um 5 Prozent
mit sich bringen wird, die die IEA für 1979 fordert. Für 1980 werden wir
zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen.
FRAGE: Erwarten Sie von den anderen europäischen Ländern, daß sie
ihren Verpflichtungen nachkommen?
ANTWORT: Natürlich. Diese Verpflichtungen wurden von den Staatsund Regierungschefs im vollen Licht der Öffentlichkeit eingegangen. Es
wird einen wirkungsvollen monatlichen Beobachtungsmechanismus geben. Es
gibt genug Gründe, um anzunehmen, daß die europäischen Länder ihren Verpflichtungen nachkommen werden.
FRAGE:

Wie trägt all dies zu der Einheit der Gipfelländer bei?

ANTWORT: Es trägt dadurch zur Einheit der Teilnehmer an diesem
Gipfeltreffen bei, daß sie aus dem Treffen mit dem Gefühl kommen, daß es
ihnen gemeinsam gelungen ist, ein wichtiges Problem anzugehen. Wenn d_as

- 6

�das Gipfeltreffen in Meinungsverschiedenheit geendet hätte, d.h. wenn
der Gegensatz zwischen den nationale

Importhöchstgrenzen fordernden

Vereinigten Staaten und den sie ablehnenden europäischen Ländern nicht
überbrückt worden wäre, und die Teilnehmer aus diesem Treffen mit dem
Gefühl heimgegangen

wären, daß sie nicht in der Lage waren, gemeinsam

ein so dringendes wichtiges Problem wie die Energiekrise anzupacken, dann
hätte dies meiner Meinung nach die Beziehungen zwischen den wichtigsten
Industrieländern untergraben.

Statt dessen gingen sie mit dem Gefühl, daß

sie trotz Meinungsverschiedenheiten zu einem Konsens hinsichtlich der geforderten Aktion gekommen waren und dies wird in meinen Augen die Beziehungen
zwischen den wichtigsten Gipfelländern stärken.
FRAGE:

Welche Entscheidungen wurden auf dem Gipfel getroffen, die den

Energieverbrauch in den Entwicklungsländern beeinflussen?
ANTWORT: Ich hoffe, daß wir durch eingeschränkten Energieverbrauch,
durch eingeschränkte öleinfuhren in die Gipfelländer sicherstellen, daß die
Entwicklungsländer bei der Jagd nach den begrenzten ölvorräten nicht völlig
zur Seite gestoßen werden. Aber auf dem Gipfeltreffen wurde auch Übereinstimmung darüber erzielt, den Entwicklungsländern bei der Erhöhung ihrer
Energieproduktion zu helfen und zwar aus zwei Gründen: Einmal, weil wir
diesen Ländern helfen wollen, ihre Politik auf eine breitere Grundlage zu
stellen und zum anderen, weil ihre erhöhte Energieproduktion zu einem
besseren weltweiten Gleichgewicht zwischen Energieangebot und -nachfrage
beitragen wird. So behielten die Staats- und Regierungschefs in Tokio
auch die Auswirkung der Energiekrise auf die Entwicklungsländer genau im
Auge.
FRAGE: Welche Wirkung wird die kürzliche öl Preiserhöhung der OPECLänder auf die Entwicklungsländer haben?
ANTWORT:

Die Wirkung auf die Entwicklungsländer ist äußerst schwerwiegend.

Diese Länder werden für Energie mehr bezahlen müssen und sie werden auch

- 7 -

�auch für andere Einfuhren von ihren Handelspartnern mehr zu zahlen haben,
denn der Preis für diese Güter wird in dem Maße steigen, wie der Preis für
Energie steigt.

Da die höheren öl preise die wirtschaftliche Tätigkeit in

der industrialisierten Welt drücken werden, wird es dort weniger Nachfrage
nach Exporten aus den Entwicklungsländern geben. Daher werden teuere Einfuhren und weniger Ausfuhren die Entwicklungsländer in eine äußerst unangenehme
Lage bringen. Die Auswirkung auf die Industriestaaten wird, wenn auch etwas
weniger stark, immer noch ernst genug sein.

Das bedeutet weniger Wachstum

und höhere Inflation für alle in Tokio vertretenen Industrieländer,d.h.,
eine deutliche Verschlechterung der Wirtschaftslage.

+ + + + +

- 8-

�11. Juli 1979

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KOHLEUMWANDLUNG VOR ORT
US-Energieministerium erörtert Möglichkeiten unterirdischer
Kohlevergasung mit der Industrie

- (AD) - Mitarbeiter des amerikanischen Energieministeriums erörterten
in einem viertägigen Seminar in Washington mit Vertretern der Industrie
die Aussichten und Möglichkeiten einer Kohleumwandlung unter Tage. Das
Verfahren der unterirdischen Gasproduktion - dort also, wo die Kohle liegt erscheint auf den ersten Blick plausibel und gar nicht so schwierig: Zwei
Schächte werden in die kohleführende Schicht niedergebracht, die nahe der
Basis durch künstliche Rißbildung durchlässig gemacht wird, damit sich eine
Verbindung von Schacht zu Schacht ergibt. Unter Luft- oder Sauerstoffzufuhr über den einen Schacht wird die Kohle an der Basis entzündet. Dadurch
geraten etwa 15 Prozent der Kohle in Brand. Diese erzeugt genug Wärme, um
die restlichen 85 Prozent zu vergasen. Das Gas entweicht durch den zweiten
Schacht und wird zur Weiterverwendung gesammelt.
Bei Anwendung dieses Verfahrens ließe sich vor allem solche Kohle verwerten, deren Abbau mit den herkömmlichen Verfahren z.Zt. unwirtschaftlich

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�unwirtschaftlich wäre.

Nach Ansicht von Cyril W. Draffin (Abteilung

Gasproduktion im US-Energieministerium)

bestünde mittels "unterirdischer

Kohleumwandlung" (UCC = Underground coal conversion) die Möglichkeit, auch
jene Kohle zu nutzen, die zu viele Beimengungen enthält, zu tief liegt und
zu naß ist, bei der die kohleführende Schicht zu schräg verläuft oder deren
Abbau mit herkömmlichen Verfahren auf grund der Beschaffenheit des Deckgebirges zu gefährlich wäre.
Theoretisch könnte ein "unterirdisches Gaswerk" auch Gas für Veredelungsprozesse zur Methanol- und Benzingewinnung liefern.
fällt als Nebenprodukt synthetisches Erdgas (SNG) an.

Bei Methanolproduktion
Der Transport von

Methanol und Bezin per Bahn zu den Verbrauchermärkten wäre wesentlich wirtschaftlicher als der Transport von Rohkohle. Außerdem könnte das Synthesegas
in Fernleitungen eingespeist werden, um die Versorgung mit einem Brennstoff
zu ergänzen, der heute als der sauberste und am einfachsten zu handhabende
gilt.
Erhebungen des US-Energieministeriums zeigen, daß in den Vereinigten
Staaten die Kohle 90 Prozent der Brennstoffreserven ausmacht, Erdgas ca.
vier Prozent, öl und nukleare Brennstoffe jeweils drei Prozent.

Aber der

amerikanische Energiebedarf wird jöchstens nur zu 19 Prozent mit Kohle gedeckt.

Bisher hielt man die unterirdische Kohlevergasung mangels praktischer

Erfahrungen technisch für zu schwierig, um sie in nennenswertem Umfang in
Angriff zu nehmen.
Es gab in den USA nur vereinzelte Forschungsprojekte in dieser Richtung.
Wade Watkins, stellvertretender Direktor der Abteilung für die Gewinnung
fossiler Brennstoffe (US-Energieministerium), verwies jedoch darauf, daß
die Sowjetunion auf diesem Gebiet bereits recht erfolgreich arbeite.

Für

die Kohlevergasung hätten in den Vereinigten Staaten bisher weder der
Kohlebergbau noch die Gewerkschaften oder die Politiker nennenswertes
Interesse gezeigt.

(Die Idee wurde in Amerika schon 1868 zum ersten Mal

�Mal erörtert, Versuche auf Kohlefeldern gibt es seit 1912. Die UdSSR
dagegen hat seit ca. 40 Jahren Feldprogramme laufen und betreibt seit
etwa 20 Jahren die unterirdische Vergasung auf halbkommerzieller Basis.)
Das Seminar vom 18. - 21. Juni 1979 sollte der US-Industrie Anregungen
geben, mehr für Forschung und Entwicklung auf diesem speziellen Sektor zu
investieren. Außerdem sollen durch die jetzt geschaffenen Kontakte die Wege
für die Anwendung einer Technologie geebnet werden, die die unterirdische
Kohlevergasung auf kommerzieller Basis Mitte bis Ende der achtziger Jahre
möglich macht. Wie Cyril Draffin erklärte, müsse sich das Programm zunächst auf minderwertige Kohle konzentrieren. Vermutlich wird es zwei
parallel laufende Projekte geben, um sowohl Erfahrungen in der UntertageVergasung mit Luftzufuhr (Gewinnung von Gas geringen Heizwertes, insbesondere
für Elektrizitätswerke geeignet) als auch unter Sauerstoffzufuhr (für die
Erzeugung von Gas mittleren Heizwertes) zu sammeln. Letzteres wird von
Mineralöl-, Gas- und Chemieunternehmen benötigt, die an der Weiterverarbeitung
des Gases für die Synthesegasgewinnung oder für die Herstellung von
chemischen Produkten interessiert sind.
Nach den Untersuchungen des US-Energieministeriums machen die
amerikanischen Kohlereserven bis in 1800 m Tiefe (was heute als maximale
Tiefe für den Abbau gilt) rund 6,3 Billionen Tonnen aus. Davon seien, so
Draffin, ca. 430 Milliarden Tonnen für den Abbau nach herkömmlichen Verfahren
zugänglich. Mittels einer unterirdischen Kohleumwandlung ließen sich jedoch zusätzliche 1,8 Billionen Tonnen erschließen. "Tatsächlich sind die
in Frage kommenden Reserven so umfangreich", meint der Bergbaufachmann
Paul R. Wieber vom Energieministerium, "daß man Kohle praktisch als unerschöpflichen Energierohstoff ansehen kann."
Große Bedeutung kommt laut Wieber auch dem Umstand zu, daß bei einer
Untertage-Vergasung mit angeschlossenem Veredelungsbetrieb alle Umweltprobleme auf einen begrenzten Bereich konzentriert seien. Umweltschutz-

- 3 -

�Umweltschutzmaßnahmen könnten daher effektiver durchgeführt werden.

Das

Produkt sei ein sauberer gasförmiger oder flüssiger Brennstoff, der so gut
wie keine Kontrolltechnologie benötige.
Als möglichen Standort für einen künftigen "Energiepark" in Verbindung
mit der Kohlevergasung unter Tage nannte Wieber ein Gebiet im Norden des
Bundesstaates Wyoming, wo im doden bis 660 m Tiefe nicht weniger als 12
kohleführende Schichten ausgemacht wurden.

Würde dort ein Feld von fünf

mal acht Kilometern Ausdehnung erschlossen (was für die Untertagevergasung
praktikabel ist), so enthielte dieses etwa 4,5 Milliarden Tonnen Kohle d.h. das Sechsfache der gegenwärtigen Jahresförderung der Vereinigten Staaten
(750 Millionen Tonnen).

Mit der Kohle des Energieparks könnten, so Wieber,

insgesamt 29 Kraftwerke von 1 000 Megawatt Leistung 20 Jahre lang betrieben
werden;

ebenso sei über einen Zeitraum von 20 Jahren die Produktion von

Synthesegas im Umfang von 50,4 Milliarden cbm pro Jahr denkbar - Möglichkeiten,
deren Verwirklichung man ernsthaft angehen sollte.
Einer Untersuchung der "Energy Information Administration" zufolge
wird
.

1) die Kohleproduktion bis zum Jahr 1990 auf 1,3 bis 1,6 Milliarden
Tonnen pro Jahr (1977:

695 Millionen Tonnen) ansteigen;

2) die Zuwachsrate für den Gesamtenergieverbrauch in den USA sich
in der Zeitspanne von 1977 bis 1990 zwischen 1,6 und 2,8 Prozent
bewegen (im Vergleich zu 2,6 Prozent Durchschnittswert für die
Zeit von 1962 - 1977);
•

3) die Kraftwerksmarktpreise für
gesetzes wieder
Bis 1990 dürfte

und übrige
öl und der
mehr Kohle
der Anteil

Industrie infolge der steigenden WeltBestimmungen des Nationalen Energiestatt öl und Erdgas in Anspruch nehmen.
der Kohle am industriellen Energiever-

- 4 -

�Energieverbrauch bis 23 Prozent ansteigen (1977:

17 Prozent)

Bei den Kraftwerken ist eine Steigerung des Kohleanteils auf
52 - 58 Prozent im Jahr 1990 zu erwarten (1977:

+ + + + +

45 Prozent).

�Uli//cn/choft
w\d Technik
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11. Juli 1979

25

VOYAGER 2: RENDEZVOUS MIT JUPITER
Auf dem Weg in die Außenbereiche unseres Sonnensystems

- (AD) - Die amerikanische Raumsonde VOYAGER 2, schon seit den
letzten Junitagen im Griff des gigantischen Magnetfeldes des Planeten
Jupiter, erreichte in der Nacht zum 10. Juli 1979 mit 640 000 km die
größte Annäherung an den Riesenplaneten.

Am 20. August 1977 am Kap

Canaveral gestartet, wird sie nach Abschluß der Messungen und Fernsehbeobachtungen am Jupiter Kurs zum Planeten Saturn nehmen.

Sie folgt

damit den Spuren ihrer Schwestersonde VOYAGER 1, die durch ihre Sondierungen
der Jupiterwelt während der Monate Februar, März und April 1979 - mit
Annäherung an den Riesenplaneten bis auf 277 000 km am 5. März - der
Forschung sensationelle neue Ergebnisse und Arbeitsmaterial für viele
Jahre lieferte.

VOYAGER 1 wird im November 1980, VOYAGER 2 im August 1981

den Saturn erreichen.

Nach Abschluß der Beobachtungen wird VOYAGER 2 dann

weiterfliegen zum Planeten Uranus, den die Sonde im Januar 1986 passiert,
Der Weg von VOYAGER 2 durch das "Jupiter System" - die Wissenschaftler
neigen immer mehr dazu, den größten Planeten unseres Sonnensystems als

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�als Zentrum einer eigenen Planetenwelt zu betrachten - verlief anders als
der von VOYAGER 1.

Die Sonde hatte u.a. die Aufgabe, bisher unbekannte

Regionen auf den für Beobachtungen zugänglichen Monden des Jupiter zu untersuchen sowie spezielle Untersuchungen vorzunehmen, um Erkenntnisse zu den
aufsehenerregenden Entdeckungen von VOYAGER 1 zu vertiefen.

So waren dieses

Mal die Instrumente auf die andere Hälfte der Oberflächen der Monde Ganymed
und Kallisto gerichtet, um auch von dort Aufnahmen mit hoher Bildauflösung
zu bekommen. Außerdem passierte VOYAGER 2 den Satelliten Europa, den mittleren
der inneren fünf Jupiter-Monde, in sehr viel geringerer Entfernung als
VOYAGER 1 (732 245 km). Dadurch ist dieses Mal die Bildauflösung etwa zehnmal
größer. Mit Spannung wird nun die Auswertung der Fotos samt Meßdaten erwartet.
VOYAGER 2 nahm den von VOYAGER 1 erstmals bestätigten, ca. 30 km dicken
Ring um den Planeten Jupter von verschiedenen Sichtwinkeln aus unter Beobachtung.

Frühere Untersuchungen hatten die Vermutung aufkommen lassen,

daß der Jupiter ein Ringsystem haben könne - bestehend aus Partikeln fester
und aus gasförmiger Materie. Aber dieser ist von Erdobservatorien aus nicht
wahrnehmbar.

So war die erste Bestätigung seiner Existenz als schwach

leuchtendes Band auf einem der VOYAGER 1-Bilder eine Sensation. Der Ring
umgibt den Planeten in ca. 130 000 km Abstand vom Jupiter-Zentrum.

Er

wird von manchen Wissenschaftlern als eine Art Statussymbol und Merkmal
einer eigenen Planetenwelt betrachtet.
Die Sonde VOYAGER 2 wurde so "nachprogrammiert", daß sie Vulkanausbrüche auf dem Monde Io, dem zweiten Satelliten des Jupiter-Systems, in
Zeitlupe aufnehmen konnte. Die völlig unerwarteten Eruptionen, die
VOYAGER 1 erfaßte, dauerten teilweise zwei Stunden und länger. Io umkreist
den Jupiter in 360 000 km Abstand und hat etwa die Größe oes Erdmondes. Er
ist übrigens der einzige bisher bekannte Körper im Sonnensystem, der, wie
die Erde, aktive Vulkane besitzt. Die Wissenschaftler vermuten, daß seine
Vulkane durch enorme Gezeitenkräfte sowohl vom "Mutterplaneten" Jupiter als

- 2 -

�als auch von den größeren Galilei sehen Monden, Ganymed und Kallisto, "aufgepumpt" werden.
Von der Erde aus hatte man bereits Natrium- und Schwefelwolken um den
Satelliten Io beobachtet, der ebenso wie sein Nachbar Amalthea
eine Gesteinsoberfläche besitzt. (Im Gegensatz dazu besteht bei Ganymed
und Kallisto die Oberfläche hauptsächlich aus Eis, in das Felsbrocken eingelagert sind.) Der orange, leuchtend rot und an manchen Stellen weiß gefärbte
Io besitzt eine junge Oberfläche. Sie scheint aus Natrium- Kalium- und
Schwefel salzen zu bestehen. Bei den "heißen Zentren" könnte es sich um
Lavaseen handeln. Einschlagkrater von Meteoriten, wie sie für "alte"
Oberflächen aus einer früheren Periode unseres Sonnensystems kennzeichnet
sind, findet man nicht auf Io. Das deute darauf hin, meint Projektwissenschaftler Dr. Edward Stone, daß die Oberfläche nur etwa 10 bis 100 Millionen
Jahre alt sein könne.
Io besitzt ein heißes Innere. Seine heftige vulkanische Aktivität aufgrund der Beobachtungen von VOYAGER 1 wurden Auswurfgeschwindigkeiten
von 1 000 m pro Sekunde errechnet - erklärt auch zum Teil die torusähnliche
Wolke magnetischer Partikel um den Jupiter. "Diese Wolke war viel dichter,
als wir vermuteten, und viel heißer", erklärte Stone. Es sei eine Wolke mit
Partikelbewegungen, die a'ner Temperatur von etwa 100 000 Grad Celsius entsprächen. Sie sei so heiß und dicht, daß sie oszilliert. Und in der Tat
konnte bereits VOYAGER 1 lange vor der Ankunft beim Jupiter die IonenVibration in Radiofrequenzbereichen zwischen 10 000 und 1 000 000 Hertz
"hören".
Der dritte Satellit, Europa, den VOYAGER 2 jetzt aus großer Nähe
unter die Lupe nahm, hat ein völlig anderes Gesicht.

Viele der kreuz und

quer laufenden langen sich vielfach überschneidenden dunklen Linien
reichen weit um den Mond herum.

Dabei könnte es sich um Verwerfungen

handeln, die die Oberfläche mit ihren hellen und dunklen Regionen aufgerissen haben.

Die Wissenschaftler nehmen an, daß dieser Mond zu 20 Prozent

�Prozent aus Wasser besteht und eine etwa 100 km dicke Eiskruste besitzt.
Von völlig anderer Beschaffenheit scheinen dagegen die äußeren zwei
Galileischen Monde zu sein.

Die Oberfläche des Ganymed sieht aus wie ein

gepflügtes Feld, bei dem sich gruppenweise parallel laufende Furchen überlagern oder mit anderen solchen "Gruppen" überschneiden.

Die kleinsten

Merkmale, die auf den Aufnahmen von VOYAGER 1 noch auszumachen waren, haben
in Wirklichkeit 3 000 m Durchmesser.

Auf den Fotos findet sich ein

Grabensystem, das bis etwa 50 km weit auseinandergerissen ist - so, als
hätten Bodenbewegungen das ursprüngliche Muster zerstört.

Es finden sich

Krater, Gestein und Anzeichen für - längst erstarrte - Driftbewegungen
entlang von Verwerfungslinien.

Dies läßt auf Kräfte schließen, die jenen

ähnlich sind, welche die Kontinentaldrift hier auf unserer Erde bewirken.
Kallisto

ist mit 1,8 Millionen Kilometern Abstand vom Jupiter der

äußerste der vier Galileischen Monde.

Er präsentiert die älteste Oberfläche -

übersät und zerpflügt von AufSturzkratern, die mehr als eine Milliarde Jahre
alt sein dürften.

Ein auffälliges Merkmal ist ein riesiges,von konzentrischen

Ringen umgebenes Becken - vergleichbar mit der erstarrten Oberfläche von
Wasser, in das man einen Stein geworfen hat.
In den letzten Tagen vor dem Rendezvous mit Jupiter funkte VOYAGER 2
u.a. zahlreiche Fotos von den Wolkenstrukturen in verschiedenen Regionen
des Riesenplaneten zur Erde. Während noch auf den VOYAGER 1-Bildern
Turbulenzzentren und auffällige kleinere Formationen an dem schon seit
mindestens 400 Jahren bekannten "Roten Fleck" zu erkennen waren, haben
sich einige dieser Wolkensysteme in der Zwischenzeit vom Roten Fleck entfernt.
Auch dieser selbst, ein gigantischer Wirbel, hat sich seit März dieses
Jahres verlagert.
Die Luftmassen dieses Wirbels bewegen sich, dem Urzeigersinn entgegengesetzt, mit einer Geschwindigkeit, bei der sie für eine komplette Rotation

�Rotation sechs Tage benötigen.

Die Temperaturen über dem Wirbel sind

entschieden niedriger als in den Nachbarregionen.

Und wie jetzt bestätigt

wurde, existiert auf der nördlichen Hemisphäre ein Jetstrom hoher Geschwindigkeit, der sich gleichlaufend zur Planetenrotation bewegt und offenbar auf bestimmte Breitengrade fixiert ist.

+ + + + +

- 5 -

�I

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und Technik
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25

11. Juli 1979

PIONIER-11-BESUCH BEIM PLANETEN SATURN

- (AD) - Die ersten Nahaufnahmen von Saturn und seinem Ringsystem
sind von der amerikanischen Raumsonde PIONIER 11 zu erwarten, wenn sie
am 1. September 1979 den Planeten passiert. Die im April 1973 am Kap
Canaveral gestartete Sonde erreichte im Dezember 1974 den Planeten Jupiter,
von dem sie seinerzeit Hunderte von Farbfotos und eine Flut von Meßdaten
zur Erde übermittelte.,
Unter Ausnutzung der Gravitationswirkung dieses größten Planeten
unseres Sonnensystems wurde PIONIER 11 damals auf eine Bahn katapultiert,
die - bei nur geringen zusätzlichen Kurskorrekturen durch kleine Bordtriebwerke - das Rendezvous mit Saturn ermöglicht. Die wichtigsten der
12 Instrumente sind noch intakt- Ein Photopolarimeter, das seit dem
Looping am Jupiter vor viereinhalb Jahren wegen Störungen bei den Navigationssensoren für die Kurskontrolle benutzt wurde, wird ca„ 100 Aufnahmen hoher
Bildauflösung übermitteln. Ein Infrarot-Radiometer (beide Instrumente
sind Entwicklungen einer Tochtergesellschaft der Hughes Aircraft Comp.)
nimmt Wärmebilder vom Planeten Saturn auf und untersucht die chemische

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�chemische Zusammensetzung seiner Atmosphäre.
Der Saturn ist mit 120 800 km Äquatordurchmesser (die,Polachse ist infolge
der hohen Rotationsgeschwindigkeii von nur 10 Stunden 14 Minuten um ca.
10 Prozent kleiner) der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems.

Sein

mittlerer Abstand zur Sonne beträgt 1,438 Milliarden Kilometer, seine Umlaufzeit 29,5 Jahre.

Die Entfernung zur Erde variiert zwischen 1,2 und

1,65 Milliarden Kilometern, so daß Funkbotschaften von Forschungssonden in
Saturn-Nähe von 67 bis 92 Minuten bis zu uns brauchen.
Ende 1973 war es den amerikanischen Astronomen Richard Goldstein und
George Morris (Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien) zum
ersten Mal gelungen, Saturn samt Ringsystem mit Radarstrahlen zu sondieren.
Vom Planeten selbst bekamen die Forscher nur schwache, von den flachen
"Scheiben" seiner Ringe um den Äquator dagegen sehr kräftige Echos. Die
zurückkommenden Signale wurden so interpretiert, daß das Ringsystem zum
größten Teil aus Brocken fester Materie mit rauher, stark unebener Oberfläche
bestehen müsse.
Die Helligkeit des Saturn, den, soweit man bisher weiß, zehn Monde
begleiten, ist größer als die des Planeten Jupiter. Da er noch stärker
leuchtet als z.B. weiße Wolken, wird angenommen, daß nicht nur Reflektion
von Sonnenlicht, sondern auch Vorgänge, die Eigenlicht erzeugen, dem
Leuchtphänomen zugrundeliegen. Es wird heute ähnlich wie Jupiter als eine
Art Mini-Sonnensystem betrachtet. Nach Berechnungen von John S. Lewis,
Professor der Geochemie und Chemie am MIT (Massachusetts Institute of
Technology in Boston),dürften bei Jupiter und Saturn wegen ihrer Größe
und ihrer Entfernung zur Sonne die Gase des Urnebels, aus dem unser Sonnensystem entstand, erhalten geblieben und die beiden Himmelskörper in Zusammensetzung der Sonnenmaterie recht ähnlich sein.
Weniger deutlich als bei Jupiter scheinen die Farbbänder der dichten

�dichten Wolkenhülle des Planeten Saturn gegeneinander abgegrenzt zu sein,
wobei der breite, sehr helle Äquatorgürtel einen starken Kontrast zu den
dunkelgrünen Polgebieten bildet.

Die Ergebnisse spektrographischer Unter-

suchungen deuten auf eine sehr tiefe Atmosphäre mit großen Anteilen von
Ammoniakgas und Methan, wobei - im Gegensatz zu Jupiter - Methan überwiegt.
Die enorme Beschleunigung, die PIONIER 11 im Schwerefeld des Jupiter
erfuhr, erzwangen bei der Sonde eine Kursänderung,die einem halben Looping
um die Jupiter-Pole vergleichbar ist. Die neue Bahn führte in die Heliosphäre
zurück. PIONIER 11 passierte nie zuvor erforschten Raum weit über der Ebene
der Ekliptik. In hohem Bogen führte ihn der durch die Swingby-Beschleunigung
eingeschlagene Kurs über Erdbahn und Sonne hinweg bis zur Umlaufbahn des
Saturn. Die Forschungssonde schneidet diese Bahn just zu dem Zeitpunkt, an
dem sich der Planet auf seinem Lauf um die Sonne in diesem Bereich befindet.
Schon 15 Monate später, im November 1980, wird VOYAGER 1 nach seinem spektakulären Vorbeiflug am Jupiter im März 1979 ebenfalls den Saturn erreichen
und dort erneut der Forschung als Ferninstrument dienen. Swingby-Manöver
machen es möglich, Anflugzeiten zu Zielen in den Außenbereichen unseres
Sonnensystems um Jahre zu verkürzen.

+ + + + +

- 3 -

�I

Uli//en/chofl
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11. Juli 1979

KÜNFTIGE KRISEN: SIND SIE ZU VERHINDERN?
Versuch zur Entwicklung eines Frlihwarnsystems für schwerwiegende
gesellschaftliche Probleme

- (AD) - In einer über zwei Jahre laufenden Studie, die im Auftrag
des Wissenschaftsberaters von Präsident Carter durchgeführt wurde, hat
das "Stanford Research Institute (SRI) International" (Menlo Park, Kalifornien) den Versuch unternommen, ein "Frühwarnsystem" zur Identifizierung
schwerwiegender Probleme der Gesellschaft zu entwickeln. Die Forschergruppe
vom SRI-Zentrum für Gesell Schaftspolitik unter der Leitung von Peter Schwartz
befaßte sich in erster Linie damit, Probleme von nationaler oder internationaler Bedeutung zu identifizieren und zu analysieren, die heute schon
existieren, aber nicht genügend Beachtung finden und sich in den nächsten
Jahrzehnten zu schweren Krisen auswachsen könnten.
Komplexe wie Umweltverschmutzung, Beseitigung nuklearer Abfälle oder
Energieverknappung wurden nicht behandelt, weil sich Wissenschaftler,
Wirtschaftler und Politiker dieser Probleme bereits ausreichend annehmen.
Aus der Fülle des ausgewerteten Materials, das Veröffentlichungen zahl-

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�zahlreicher internationaler Organisationen, Meinungsumfragen unter Wissenschaftlern und Experten der verschiedensten Fachgebiete, Analysen technologischer
und gesellschaftlicher Neuentwicklungen, Studien zu gegenwärtigen Problemtrends und selbst Voraussagen in der Science-Fiction-Literatur umfaßte,
kristallisierten sich 41 mögliche Krisenherde heraus.

Schwartz verweist vor

allem auf folgende Probleme:
-

Wachsender Konflikt zwischen zentraler Kontrolle und individueller
Freiheit;

-

Unterernährung als primäre Ursache einer Beeinträchtigung der geistigen
Entwicklung, durch die das soziale Gleichgewicht gestört werden könnte;

-

Ausschluß der älteren Generation von kulturellen Aktivitäten;

-

Chronische Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung;

-

Nachteilige Auswirkungen der Technologie (z.B. von Fernsehen und
zunehmender Mechanisierung) auf die Psyche;

-

Katastrophenträchtige Experimente in Physik und Biologie;

-

Die Gefahren der Computer-Abhängigkeit.

"Die Probleme der Zukunft werden von jenen Problemen»mit denen wir
uns bisher erfolgreich auseinandersetzten, grundlegend verschieden sein",
meint Schwartz. "Früher konzentrierte der Mensch seine Energien auf die
Lösung von Problemen der Welt, wie er sie vorfand. Die kritischen Probleme
der Zukunft sind die Probleme einer Welt, wie wir sie gemacht haben."
Nach Meinung der SRI-Forschergruppe gibt es keine Patentlösungen für die
so vielschichtigen Komplexe.

Um so wichtiger sei es deshalb, Lösungsversuche

- 2 -

�Lösungsversuche seitens der Politiker, der Wirtschaft und der Wissenschaft
laufend zu überprüfen, anzupassen und beharrlich weiterzuverfolgen.

Mit

Gesetzen und neuen Technologien allein seien nur Teillösungen zu erhoffen.

+ + + + +

- 3 -

�</text>
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