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3
I 3

1

und
Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

26. Januar 1979

INHALT

WIRTSCHAFT

DER WIRTSCHAFTSBERICHT PRÄSIDENT CARTERS
- Auszüge -

Um Ubcr/endung von
Belegexemplaren wird
gebeten

Postfach 20 03 00 Tel: 02221-89 32 40
D5300 Bonn 2
Telex:08-85432

�Wirt/choft
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

26. Januar 1979

DER WIRTSCHAFTSBERICHT PRÄSIDENT CARTERS
- Auszüge -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Carter hat dem amerikanischen Kongreß am
25. Januar 1979 seinen Wirtschaftsbericht übermittelt, in dem er zu einem
verstärkten Kampf gegen Inflation, Verschwendung und Unfähigkeit aufruft.
Wir geben nachstehend wesentliche Auszüge aus diesem Bericht im Wortlaut
wieder:
Als ich vor zwei Jahren das Präsidentenamt übernahm, hatte unsere Wirtschaft schwer zu ringen, um aus der tiefen Rezession der Jahre 1974/75 herauszukommen. Es herrschte eine weitverbreitete Arbeitslosigkeit, und ein
erheblicher Teil unserer industriellen Produktionskapazität lag brach.
Heute stehen 7 Millionen mehr Amerikaner im Erwerbsleben, und die Fabriken überall im Lande haben wieder einen hohen Güterausstoß zu verzeichnen.
Die inflationsbereinigten Einkommen der privaten Haushalte sind beträchtlich
gestiegen, das gleiche gilt auch für die Unternehmensgewinne.
Die Aufgabe, vor die wir uns jetzt gestellt sehen,ist, eine Wirtschaft
beizubehalten, die nahezu mit voller Kapazität arbeitet - die Prosperität

Postfach 20 03 00
D5300 Bonn 2

Tel: 02221-89 3240
Telex:08-85432

�t

Prosperität aufrechtzuerhalten und die Früchte unserer Leistungen gleichmäßiger auf alle Bürger zu verteilen.
Selbst unter den bestmöglichen Umständen erfordert die Ausarbeitung
einer Wirtschaftspolitik zur Lösung dieser Aufgaben Mäßigung und eine sorgfältige Auswahl der Methoden.

Die Entwicklung geeigneter Politiken wurde

durch die Beschleunigung der Inflation im vergangenen Jahr und die Verlangsamung des Produktivitätszuwachses, die teilweise für erstere verantwortlich
war, noch kompliziert.
Mein Wirtschafts- und mein Haushaltsprogramm sind direkt auf die wirtschaftlichen Realitäten zugeschnitten, mit denen wir heute konfrontiert sind.
Sie beruhen auf vier Grundsätzen:
Erstens muß die Eindämmung der Inflation unsere erste wirtschaftliche
Priorität sein.

Die Inflation gefährdet den während der letzten beiden Jahre

erzielten Beschäftigungs- und den Einkommenszuwachs.

Wir müssen tatkräftig

und wirkungsvoll handeln, um die Inflation zu bekämpfen, und wir müssen darin
solange fortfahren, bis die Schlacht gewonnen ist.
Zweitens muß die Regierung mehr leisten. Die Eindämmung der Inflation
wird Mäßigung in der Haushaltpolitik erfordern und ein bescheideneres wirtschaftliches Wachstum bedingen. Angesichts des sehr geringen Produktivitätszuwachses wird der Lebensstandard nicht mehr so rasch steigen, wie in den
vergangenen zwei Jahren. In einem solchen Wirtschaftsklima sind Verschwendung, Ineffizienz oder falsch gesetzte Prioritäten einfach untragbar. Es
ist heute wichtiger als je zuvor, daß unsere Regierung sowohl in ihren Haushaltsprogrammen als auch bei allen Eingriffen bestmöglichen Gebrauch von den
ihr zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln macht und sich besserer und
weniger kostspieliger Methoden bedient, um unsere nationalen Zielsetzungen
zu verwirklichen.
Drittens

�Drittens dürfen wir die Inflation nicht auf Kosten der am ehesten verletzlichen Mitglieder unserer Gesellschaft verringern, nämlich der Armen, der
Alten und jener, denen es schwer fällt, selbst in e^'ner Vollbeschäftigungswirtschaft e'-nen Arbeitsplatz zu fanden

Wir sind ein Volk erfüllt vom Mit-

gefühl für andere, das sich der Fairness verschrieben hat, Wir werden diejenigen, die unserer Hilfe am meisten bedürfen, nicht aus den Augen verlieren.
Viertens muß unsere Politik die Tatsache widerspiegeln, daß die Vereinigten Staaten ein sehr wichtiger Teil einer engverflochtenen Weltwirtschaft sind.
Wir werden auch weiterhin eine Innenpolitik betreiben und andere notwendige
und angemessene Maßnahmen ergreifen, um die Stärke und Stabilität des Dollar
zu wahren,und wir werden uns mit anderen Ländern in dem Bemühen zusammenschließen, eine offene und expandierende Weltwirtschaft zu fördern.
In den vor uns liegenden Monaten werden wir eng mit dem Kongreß zusammenarbeiten, um sicherzustellen, daß die von dieser Regierung betriebene Politik
im Einklang mit diesen vier Prinzipien steht. Das Budget für 1980 mußte sehr
eingeschränkt werden, und ich beabsichtige sicherzustellen, daß eine Haushalt- und Steuerpolitik der strengen und maßvollen Zurückhaltung beibehalten
wird. Das Budget muß aber die Weiterführung und Stärkung unserer wichtigsten
Programme ermöglichen, und ich trete nachdrücklich für diese Programme ein.
Um den Kampf gegen die Inflation zu verstärken, befürworte ich eine umgehende
Annahme meines Programms zur Sicherung des Reallohns und meiner Vorschläge
zur Dämpfung der Krankenhauskosten und zur Reform regulativer Bestimmungen.
Ich werde mich auch weiterhin um die Zusammenarbeit und Mithilfe des
amerikanischen Volkes im Kampf gegen die Inflation bemühen.

Im Oktober vergan-

genen Jahres schlug ich ein Programm von Preis- und Lohrnormen vor, das dem
Zweck dient, die Preis-Lohn-Spirale zu durchbrechen, die unsere Volkswirtschaft
seit über einem Jahrzehnt plagt„

Dieses Programm genießt die nachdrückliche

Unterstützung des amerikanischen Volkes, und ich werde alle möglichen Anstrengungen unternehmen, mir seine weitestmögliche Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren zu sichern.
Die

�I

Die Lohn- und Preisnormen mahnen jeden Amerikaner, Mäßigung zu üben.
Jeder Amerikaner darf deshalb von der Regierung erwarten, daß ihre eigenen
Maßnahmen die freiwilligen Anstrengungen zur Eindämmung der Inflation begünstigen und nicht unterminieren.

Die standhafte Wahrung der Disziplin

in der Haushalt-, Steuer- und Währungspolitik und die Begrenzung der inflatorischen Auswirkungen anderer staatlicher Maßnahmen sind entscheidende
Voraussetzungen für den Erfolg des Anti-Inflationsprogramms.

Gemeinsam kön-

nen die Maßnahmen der Regierung und das Verhalten der Privatwirtschaft eine
neue Grundlage für eine andauernde Prosperität schaffen.

Fortschritte und Probleme im Jahr 1978
Zu meinen ersten Maßnahmen nach dem Amtsantritt gehörten Schritte, das
wirtschaftliche Wachstum zu fördern und die Rückkehr zu einer Vollbeschäftigungswirtschaft zu beschleunigen... Im Jahr 1977 stieg unsere Wirtschaftswachstumsrate gegenüber dem Vorjahr um knapp ein Prozent, 1978 erhöhte sich
der Ausstoß unseres Landes an Waren und Dienstleistungen um den gesunden Satz
von 4,25 Prozent. Heute schöpft unser Land seine Industriekapazität weit stärker aus als vor einem Jahr.
Im Vorjahr wurden 3 Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen. Heute
steht ein größerer Prozentsatz unseres Volkes im Arbeitsprozeß als je zuvor
in unserer Geschichte. Der Beschäftigungszuwachs war in den letzten beiden
Jahren besonders stark bei Frauen und Angehörigen von Minderheitengruppen.
Die Arbeitslosigkeit verringerte sich 1978 auf weniger als 6 Prozent
des Arbeitspotentials.

Es waren im Dezember 1978 nahezu eineinhalb Millionen

Amerikaner weniger arbeitslos als zwei Jahr zuvor.

Die Arbeitslosigkeit unter

Minderheitenangehörigen ist ebenfalls rückläufig von dem hohen Stand, den sie
in der frühen Phase der wirtschaftlichen Gesundung erreicht hatte, wobei diese Bevölkerungsgruppen aber noch immer einen unverhältnismäßig hohen Anteil
an der Last der Arbeitslosigkeit tragen.
Der

�Der Beschä'ftigungs- und Produktionszuwachs bescherte den meisten Amerikanern 1978 erhebliche Einkommenssteigerungen.

Das inflationsbereinigte ver-

fügbare Personaleinkommen stieg während der vier Quartale des letzten Jahres
um über 3 Prozent.

Das Einkommen der Farmer unseres Landes, das 1976 und

1977 stark gedrückt war, verzeichnete einen spürbaren Auftrieb.

Die Unternehmensgewinne erhöhten sich 1978 um über 10 Prozent, was
wiederum die Vorbedingungen für eine anhaltende Zunahme der Investitionen
schuf, die für Produktivitätssteigerungen und eine gesunde Wirtschaftsexpansion erforderlich sind.

Auch die Investitionen der Wirtschaft in neue An-

lagen und Ausrüstungen sind 1978 gestiegen, so daß der Anteil der Gesamtproduktion des Landes, der für Zwecke der Kapitalbildung aufgewandt wird, den
höchsten Stand in vier Jahren erreichte.

Die Prosperität unseres Landes ruht, nach den meisten Indices zu urteilen, auf einer soliden Grundlage.
ende noch immer stark.

Unsere Volkswirtschaft wuchs zu Jahres-

Der expansive Schwung wird zu Anfang dieses Jahres

dank der im Einkommensteuergesetz von 1978 verfügten Senkung der Steuern
auf das Einkommen und die Unternehmensgewinne weiter anhalten.

Im vergange-

nen Jahr wie in früheren Jahren der Wiedergesundung verlief der Prozeß der
wirtschaftlichen Expansion relativ ausgewogen.

Industrieunternehmen und Fi-

nanzinstitute sind in guter finanzieller Lage.

Zu Verknappungen und Spekula-

tionskäufen kommt es so gut wie nicht.

Dennoch stellt die Inflation eine

ernste Bedrohung der anhaltenden wirtschaftlichen Gesundheit des Landes dar.
Wenn wir Fortschritte im Abbau der Inflation erzielen, sind die Aussichten
auf einen erfolgreichen Obergang von einer Periode der wirtschaftlichen Erholung
zu einer Periode eines bescheidenen aber anhaltenden Wachstums gut.

Seit über zehn Jahren sieht sich unser Land, wie viele andere Länder,
einer hartnäckigen Inflation ausgesetzt.

Im Verlauf des Jahres 1978 hat

sich das Problem der Inflation bei uns verschlimmert.

Die Verbraucherpreise

stiegen um etwa 9 Prozent - eine hohe Zunahme gegenüber der Inflationsrate
von 6,75 Prozent im Jahr 1977.

Die Lohnerhöhungen fielen ebenfalls höher aus,

und die Gestehungskosten stiegen sogar noch stärker, weil sich der Produkti-

�.

Produktivitätszuwachs stark abschwächte.
Die Bemühungen zur Eindämmung der Inflation erhielten 1978 höchste
Dringlichkeit zugesprochen.

Ich empfahl im Mai dem Kongreß, die von mir vor-

geschlagenen Steuersenkungen um 5 Milliarden Dollar zu verringern und 3 Monate aufzuschieben.

Im Oktober unterbreitete ich ein starkes und umfassendes

Programm zur Bekämpfung der Inflation.

Kurz darauf ergriff unser Land im Zu-

sammenarbeit mit anderen Ländern eine Reihe von Maßnahmen, um den Dollar im
Ausland zu stärken und darüber hinaus zur Verringerung der Inflation in unserem Land beizutragen.

Die Inflation im Jahr 1978
Der Anstieg der Inflation im vergangenen Jahr rührte aus mehreren Quellen
her.

Ein kalter Winter wirkte sich auf die Nahrungsmittel Versorgung und

-preise aus. Die Abwertung des Dollar

auf ausländischen Devisenmärkten

wirkte sich preiserhöhend auf die Einfuhren und auf die Produkte amerikanischer
Hersteller aus, die im Wettbewerb mit Einfuhrgütern stehen.

Die Preise für

Boden und Baumaterialien wurden von der starken Nachfrage nach neuen Wohnungen
hochgetrieben, und auch der Anstieg der Hypothekenzinssätze wirkte sich beim
Kauf von Wohnungen preissteigend aus.

Die kumulativen Auswirkungen von staat-

lichen Gesetzen und Bestimmungen haben während der letzten Jahre den Kostendruck noch weiter verstärkt.
Zu einem großen Teil war die Verschlimmerung der Inflation im vergangenen
Jahr aber dem geringen Zuwachs der Arbeitsproduktivität zuzuschreiben.

Im

letzten Jahrzehnt oder länger hat sich der Produktivitätszuwachs abgeflacht.
Gegen Jahresende 1977 und das ganze Jahr 1978 über nahm die Verlangsamung des
Produktivitätszuwachses ernste Formen an.

Im vergangenen Jahr erhöhte sich

die Produktivität unserer Wirtschaft nur um knapp 1 Prozent.

Die

�Die Gründe für d e Abschwächung des Produktivitätszuwachses in unserem
Lande, L id der besonders niedrige Zuwachs im vergangenen Jahr sind vielschichtiger Natur und nicht vol"1 und ganz verständlichbekannt.

Die Folgen aber sind wohl-

Angesichts eines verminderten Produktivitätszuwachses kann unser Le-

bensstandard sowohl für den einzelnen als für das Volk insgesamt nicht mehr so
rasch wie bisher steigen.

Ein geringerer Produktivitätszuwachs aber bedeutet,

daß die Mittel, die für die Durchführung von Regierungsprogrammen zur Verfügung
stehen, knapp werden..

Ei" bedeutet ferner, daß hohe Lohn- und anderweitige

Einkommenssteigerungen einen stärkeren Druck auf Kosten und Preise ausüben.
Wollten wi&gt; die Realitäten eines geringeren Produktivitätszuwachses übergehen
- und würde die Regierung unvermindert hohe Ansprüche an unsere finanziellen
Ressourcen stellen und die Bürger damit fortfahren, auf größere Erhöhungen
ihrer Geldeinkommen zu pochen - wird sich das Problem der Inflation weiter
verschärfen.

Der Kampf gegen die Inflation

Die Inflation schädigt jeden einzelnen hier im Lande.

Sie bedeutet, daß

die Lohn- und Gehaltszahlungen nicht mehr so viel wert sind wie früher.

Sie

bedeutet ferner, daß Sparguthaben, die für die Zeit des Ruhestandes oder für
die Ausbildung von Kindern angesammelt worden sind, nicht mehr ausreichen.
Viele arme und ältere Menschen müssen erleben, wie die Preise für Nahrungsmittel,
Unterkunft und Heizung rasch steigen, während ihr eigenes Einkommen nur langsam oder überhaupt nicht wächst.

Und diese Probleme sind so akut, daß sie

höchste Anstrengungen erforderlich machen, die Inflation zu vermindern.

Stei-

gende Preise und Kosten haben zudem zusätzliche und sehr ernste Auswirkungen
auch auf unsere Wirtschaft als Ganzes.
Die Inflation t&lt;"e7'bt die Zinssätze in die Höhe, sie höhlt d^e Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie und den Wert unseres Dollar im Ausland aus.

Das

Vertrauen der Wirtschaft in die Zukunft wird vermindert, und Investitionspläne
werden umgestoßen.

Das Vertrauen der Verbraucher in ihre eigene Zukunft wird

- 7 -

�wird untergraben.

Früher oder später werden diese Auswirkungen der Inflation

die Grundlage für die wirtschaftliche Expansion unterminieren und eine anhaltende Prosperität unmöglich machen.
Schließlich werden die korrodierenden Auswirkungen der Inflation an den
Banden nagen, die uns als Volk einen ... In einer Zeit der Inflation beobachtet
jeder einzelne frustriert, wie der Wert der Lohnzahlung der vergangenen Woche
oder der der höheren Sozialversicherungszahlung vom vergangenen Monat im weiteren Verlauf des Jahres aufgrund eines Porzesses schwindet, auf den er selbst
keinerlei Einfluß hat ... Die Zukunft ist ohnehin ungewiß und die Realisierung
unserer Pläne unterliegt ohnehin niemals gänzlich unserer eigenen Kontrolle.
Wenn der Wert des Maßstabes, nach dem wir uns in unserer Planung richten die Kaufkraft des Dollar

-, einem stärkeren und unvorhersagbaren Schrumpfungs-

prozeß unterliegt, dann entgleitet ein weiteres Element der Gestaltung der eigenen Zukunft unseren Händen.

Man braucht sich nicht zu wundern, daß darüber

das Vertrauen in die Regierung und in die sozialen Institutionen schwindet.
Aus allen diesen Gründen muß die Eindämmung der Inflation nunmehr wichtigstes Anliegen der Wirtschaftspolitik sein.

Politische Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung
Das erste Element in unseren Anstrengungen zur Verringerung der Inflation
muß eine feste, anhaltende und sorgfältig angewandte fiskalische und monetäre
Zurückhaltung sein. Wir sind in einen Zeitraum eingetretenen dem die hohe
Rate des wirtschaftlichen Wachstums, die wir erlebten, als der Spielraum ungenutzter Ressourcen größer war, nicht mehr zutrifft. Wir werden die notwendige
Zurückhaltung üben und daran festhalten.
Wir werden nicht versuchen, die Inflation aus unserem Wirtschaftssystem
herauszupressen, indem wir eine Politik verfolgen, die eine Rezession herbeiführen würde.

Eine solche Handlungsweise wäre unfair.

Sie würde die schwerste

Last des Kampfes gegen die Inflation jenen aufbürden, die sie am wenigsten

�wenigsten tragen können.

Und es wäre auch eine unwirksame Methode.

Schon

zweimal im zurückliegenden Jahrzehnt hat sich die Inflation beschleunigt mit
einer darauffolgenden Rezession.

Aber jede Rezession hat nur eine begrenzte

Erleichterung von der Inflation gebracht.

Der unterschwellige Druck hinter

steigenden Preisen und Kosten blieb weiterhin stark,und wenn der Wiederaufschwung begann, begann sich auch die Inflation wieder zu beschleunigen.
Politik des ständigen Bremsens und Gasgebens funktioniert nicht.

Eine

Ein erfolg-

reiches Anti-Inflationsprogramm muß einen langen Atem haben, um mit einem
langfristigen Inflationsproblem fertigzuwerden.

Unser Programm entspricht

diesen Anforderungen.

Als ich im Oktober vorigen Jahres meine Anti-Inflationsinitiativen bekanntgegeben habe, versprach ich eine zurückhaltende Haushaltspolitik für das
Finanzjahr 1980.

Ich habe dieses Versprechen gehalten.

Das zentrale Ele-

ment meines fiskalischen Programms ist die strenge Kontrolle der Ausgaben
des Bundes:
- Das Wachstum der Bundesausgaben wird eingeschränkt werden.

Wie 1979

werden die Ausgaben des Bundes im kommenden Haushaltsjahr real um beträchtlich weniger als ein Prozent steigen.

- Der Anteil des Bruttosozialprodukts, der durch Bundesausgaben bestritten wird, wird im Haushaltsjahr 1980 auf etwa 21 Prozent zurückgehen - ein
ganzes Jahr früher,als ich ursprünglich angekündigt hatte.

Ein eingeschränktes Wachstum der Bundesausgaben zusammen mit den Einkünften aus einer mäßig wachsenden Wirtschaft werden das Haushaltsdefizit
im Haushaltsjahr 1980 auf 29 Milliarden Dollar senken - weniger als die Hälfte
als in dem Jahr, bevor ich mein Amt antrat.

Dieser Kurs in der Haushaltspoli-

tik wird die maßvolle Zurückhaltung bewirken, die notwendig ist.

übertriebene

Anforderungen an die Ressourcen der Nation werden vermieden werden.

Das

Wachstum der Wirtschaftstätigkeit wird sich etwas unter den Anstieg des Wirtschaftspotentials des Landes verlangsamen.
Diese
- 9 -

�Diese Maßnahmen der Haushaltspolitik werden durch eine feste und sorgfältige Zurückhaltung in der Währungspolitik seitens der amerikanischen Bundesbank (Federal Reserve Board) ergänzt. Auf diese Weise unterstützen sich
Währungs- und Haushaltspolitik gegenseitig in der Bekämpfung des inflationistischen Druckes und in der Förderung einer gesunden und stabilen Wirtschaft.

Andere Regierungsmaßnahmen
Ich werde noch weitere Schritte unternehmen, um die inflationären Auswirkungen von Regierungsmaßnahmen zu verringern.

Ich habe die Behörden in

der Exekutive angewiesen, besonders darauf zu achten, daß gewährleistet wird,
daß die Verordnungen, die sie herausgeben, der Öffentlichkeit keine unnötigen Belastungen auferlegen, und ich werde die im Jahre 1978 in Gang gesetzten
Bemühungen fortsetzen, um den Prozeß des Erlasses von Verordnungen zu verbessern.
Im vorigen Jahr hat die Aufhebung der Verordnungen für die Luftfahrtgesellschaften dem amerikanischen Verbraucher die Vorteile wesentlich niedrigem
Preise und bessere Dienstleistungen gebracht. In diesem Jahr habe ich die
Absicht, die Billigung einer Gesetzgebung zur Erhöhung der Konkurrenz bei
den Eisenbahnlinien und den Lastwagengesellschaften durch den Kongreß anzustreben. Ich werde dem Kongreß Gesetzesvorlagen für die Reform des Prozesses
vorlegen, durch den Verordnungen von Bundesbehörden ausgearbeitet werden, um
den Nachdruck auf eine sorgfältige Abwägung von Kosten und Nutzen zu erhöhen.
Die Regierung muß im Kampf gegen die Inflation ein deutliches Beispiel
geben.

Aus diesem Grunde habe ich im vorigen Jahr angeordnet, daß die Lohn-

und Gehaltserhöhungen für Bundesbedienstete 5,5 Prozent nicht übersteigen
dürfen und daß für Neueinstellungen strenge Einschränkungen verfügt werden.
Diese

- 10 -

�Diese Maßnahmen der Regierung werden zwar für sich allein der Inflation
kein Ende setzen, aber sie sind unerläßlich.

Sie können ein Klima schaffen,

das zur freiwilligen Zusammenarbeit mit den Lohn- und Preisnormen ermutigt.
Ohne Zurückhaltung seitens der Regierung könnte der Druck einer überhitzten
Wirtschaft sehr leicht die besten Anstrengungen von Unternehmen und Arbeitern
zunichte machen, den Lohn- und Preisanstieg zu verringern.

Es wird jedoch

einer breiten Mitarbeit des Privatsektors bedürfen, wenn die freiwillige Anstrengung zur Senkung der Inflation Erfolg haben soll.

Freiwillige Lohn- und Preisnormen
Die freiwilligen Lohn- und Preisnormen fordern für dieses Jahr eine durchschnittliche Lohnzuwachsrate von sieben Prozent oder weniger. Ich habe auch
die Unternehmer ersucht, ihre durchschnittliche Preiszuwachsrate mindestens
ein halbes Prozent unter der durchschnittlichen Zuwachsrate von 1976/77 zu
halten. Wo eine solche Senkung der Preiszuwachsrate nicht möglich ist, sehen
die Normen Begrenzungen der Gewinnspannen vor.
Um diesen Normen zu entsprechen, müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Zurückhaltung üben.

Diese Normen sind jedoch fair und flexibel. Wenn sie weit-

gehend eingehalten werden, wie ich es erwarte, können wir den Schwung des
Preis-Lohn-Zyklus umkehren und die Inflationsrate langsam senken.
Ich sehe ein, daß die Zusammenarbeit mit diesem Programm für die Arbeitnehmer, die sich an die Lohnnormen halten, Unsicherheiten bringt.

Sie könnten

verlieren, wenn andere sich nicht daran halten, oder wenn Kräfte, die außerhalb jeder Kontrolle stehen, dazu führen, daß die Preise wider Erwarten steigen.

Um den Arbeitnehmern eine gewisse Gewähr dafür zu bieten, daß jene, die

mitarbeiten, deswegen keine Verluste erleiden werden - und damit eine Motivation für eine breitere Einhaltung der Normen zu geben - habe ich dem Kongreß
ein Programm für die Reallohnsicherung vorgeschlagen.

Wenn die Inflation in

diesem Jahr mehr als sieben Prozent steigen sollte, dann werden im Rahmen dieses Programms jene Arbeitnehmer, die sich an die sieben-Prozent-Norm für die
- 11 -

�die Lohnerhöhungen gehalten haben, eine Steuervergünstigung in einer Höhe
erhalte., die der Differenz zwischen der tatsächlichen Inflationsrate und
sieben Prozent entspricht.

Diese Vergütung wird das Realeinkommen des Ar-

beitnehmers bei einem Anstieg der Inflation bis zu zehn Prozent garantieren
- eine weit höhere Rate, als zu erwarten ist.
Die Elemente meines Anti-Inflationsprogramms unterstützen und ergänzen
sich gegenseitig und sind darauf angelegt, unserem langfristigen Inflationsproblem anhaltend zu Leibe zu rücken.

Die freiwillige Mitarbeit mit den Lohn-

und Preisnormen ist von wesentlicher Bedeutung für die Umkehr der Inflationsentwicklung,

Die Regierung muß nachhaltige Maßnahmen ergreifen, um zu ver-

hindern, daß sie zu dem inflationistischen Druck beiträgt, wenn sie gewährleisten will, daß die Vorteile der freiwilligen Zurückhaltung voll erkannt
uriid verwirklicht werden.

Zusammen bieten diese politischen Maßnahmen die

beste Möglichkeit, den Kampf gegen die Inflation zu gewinnen.
Mein Anti-Inflationsprogramm wird die Gesundheit der Wirtschaft im Jahre
1979 in zweierlei Hinsicht fördern. Erstens, die Inflationsrate dürfte sich
in diesem Jahr verlangsamen - auf etwa 7,5 Prozent auf das ganze Jahr bezogen und auf etwas unter sieben Prozent zu Ende des Jahres. Zweitens, die Abschwächung der Inflation wird uns helfen, eine Rezession zu vermeiden, und
die Aussichten auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum im Jahre 1980 und darüber hinaus verbessern.
Im Laufe der vier Quartale 1979 dürfte die Produktion des Landes um etwa
2,25 Prozent steigen, was etwas unter dem potentiellen Wachstum der Wirtschaft
liegt. Dies dürfte ein wirtschaftliches Klima schaffen, in dem die Lohn- und
Preisnormen gute Aussichten auf Erfolg haben. Die Zahl der Arbeitskräfte wird
nachhaltig steigen,und die meisten neuen Arbeitskräfte werden auch Arbeitsplätze finden.
Ein weiterer Fortschritt der Senkung der Inflationsrate darf für 1980
erwartet werden, wenn die Auswirkungen des Anti-Inflationsprogramms konzentriert

- 12 -

�konzentriert spürbar werden.

Ein mäßiges Wachstum in dem kommenden Jahr

wird zusammen mit einem wesentlichen Fortschritt in der Bekämpfung der Inflation die Grundlage für eine anhaltende Prosperität schaffen.
In den Jahren nach 1980 können wir, wenn es uns gelingt, das Wachstum
der Bundesausgaben einzudämmen und die Inflationsrate zu senken, mit Steuersenkungen rechnen. Steigendes Realeinkommen und Inflation, selbst bei einem
verringerten Tempo, heben den Steuerzahler in höhere Steuerklassen und heben
damit den durchschnittlichen Steuersatz an. Sowohl um das wirtschaftliche
Wachstum aufrechtzuerhalten als auch um den Bürger von ungerechtfertigten
Steuerlasten zu befreien, werden von Zeit zu Zeit Steuersenkungen höchst wünschenswert sein.
Es wäre jedoch unklug - ja sogar sehr gefährlich - uns heute schon auf
irgendeine mechanische Formel für künftige Steuersenkungen festzulegen ...

Politische Maßnahmen im Dienst der Nation
In einer Zeit, in der das gesamte Wachstum der Haushaltsmittel streng
eingeschränkt werden muß, haben Haushaltsentscheidungen eine besondere Bedeutung. Ein gewisses reales Wachstum unseres Verteidigungshaushaltes ist wesentlichem unseren nationalen Sicherheitserfordernissen gerecht zu werden
und unsere internationalen Verpflichtungen angesichts der wachsenden militärischen Stärke unserer potentiellen Gegner zu erfüllen.
Im Rahmen des innenpolitischen Bereichs des Budgets habe ich den Bedürfnissen der Armen und Benachteiligten besonderen Vorrang eingeräumt ...
Besondere Aufmerksamkeit habe ich auch auf die Notwendigkeit gerichtet,
mit der Entwicklung alternativer Energiequellen, einschließlich der Sonnenenergie,voranzukommen und die Grundlagenforschung und Entwicklung anzuregen,
die in unserem Lande vernachlässigt wurde.
Die
- 13 -

�Die internationale Wirtschaft
Die Entwicklung im vorigen Jahr erinnerte uns erneut an die Interdependenz unserer Wirtschaft und der Volkswirtschaften anderer Länder in der ganzen Welt. Unsere Handelspartner betrachten unsere Fähigkeit, mit unseren
wirtschaftlichen Problemen im eigenen Lande fertig zu werden, als einen Indikator der Stärke und Führung, die sie von den Vereinigten Staaten erwarten
können.

Wir werden sie nicht enttäuschen.

Das Jahr 1978 war ein Jahr des bedeutsamen Fortschritts für die Weltwirtschaft.

Die Real Produktion begann in den Industriestaaten - außer den

Vereinigten Staaten - wieder anzusteigen.

Wichtige Initiativen in der inter-

nationalen Arena wurden in der Handelspolitik, in der Angleichung der Zahlungsbilanzen und auf den Geldmärkten ergriffen - alles unter dem Einfluß
der auf dem Bonner Wirtschaftsgipfel gezeigten Kooperation.
Ende 1978 und Anfang 1979 brachten und bringen den Gipfelpunkt der TokioRunde der Multilateralen Handelsverhandlungen. Diese Verhandlungen - die
1975 begannen und 1977 intensivert wurden - dürften zu der ersten umfassenden
Überarbeitung der Regeln für den internationalen Handel seit den sechziger
Jahren führen.
Die Notwendigkeit einer Neugestaltung des Handelssystems liegt auf der
Hand. Unser großes Außenhandelsdefizit stammt zu einem Teil aus dem Verlust
der Vitalität Amerikas auf den Weltmärkten. Aber es ist auch das Ergebnis
der Zollschranken und nicht-tarifären Handelsschranken unserer Handelspartner.
Im Laufe des kommenden Jahres werden im Rahmen eines endgültigen multilateralen
Handelsabkommens die Schranken in den Vereinigten Staaten und in den anderen
Ländern wechselseitig abgebaut werden.
Im Jahre 1979 werde ich eng mit dem Kongreß zusammenarbeiten, um das endgültige multilaterale Handelsabkommen über die Bühne zu bringen, das zusammen
mit den Durchführungsgesetzen ein starkes Exportwachstum und einen freien und

- 14 -

�und fairen Wettbewerb im Welthandel nach Regeln fordern wird, die sowohl gerecht als auch wirtschaftlich vernünftig sind.

Diese Maßnahmen werden einen

Rahmen für den Handel schaffen, der im kommenden Jahrzehnt unseren Lebensstandard heben wird.

In den letzten Jahren verzeichneten die Vereinigten Staaten ein ernstes
Zahlungsbilanzdefizit.

Unsere Importe stiegen sprunghaft in dem Maße, in dem

unsere Wirtschaft rasch wuchs und wir stark auf importiertes Erdöl zurückgriffen.

Unsere Exporte stagnierten wegen des langsamen Wirtschaftswachstums

in den anderen Ländern.

Diese Faktoren trugen zu einem Handelsdefizit bei,

das von etwa 10 Milliarden Dollar im Jahre 1976 auf eine Jahresrate von fast
45 Milliarden Dollar Anfang 1978 anwuchs. Als Ergebnis des scharfen Anstiegs
unseres Außendefizits und der Beschleunigung der Inflation in den Vereinigten
Staaten ging der Wert des Dollar auf den ausländischen Devisenmärkten im vorigen Jahr im wesentlichen zurück.

Wir haben wichtige Schritte unternommen, um das Defizit zu bereinigen.

- Ende 1978 verabschiedete der Kongreß das nationale Energiegesetz,
das erste umfassende Gesetz für die Bewältigung unserer Energieprobleme.

Dies

wird zu dem Ergebnis führen, daß unsere öl einfuhren bis 1985 um 2,5 Millionen
Barrel pro Tag gesenkt werden.

- Im Jahre 1978 gab ich die erste Phase einer nationalen Exportpolitik
bekannt.

Dadurch, daß wir einen Rahmen zur Verstärkung der Unterstützung

der Exporte und zur Senkung der Negativanreize der Exporte schaffen, können
wir anfangen»unseren Anteil am Welthandel zu steigern.

Eine fundamentale

Verbesserung unserer Handelsposition ist von entscheidender Bedeutung für
einen gesunden Dollar.

- Ein starkes und wirksames Anti-Inflationsprogramm steht uns jetzt zur
Verfügung.

Ein integraler Bestandteil dieses Programms, ist die Währungs-

und Haushaltspolitik, die die Expansionsrate der Wirtschaft mäßigen wird.

Die-

se Maßnahmen werden dazu beitragen, unser großes Außenhandelsdefizit abzubauen.
- 15 -

�Diese politischen Entscheidungen begannen Ende 1978 Früchte zu tragen.
Unsere Exporte wachsen heute rascher als die Binnenwirtschaft.

Das Warenhan-

delsdefizit ging von einer Jahresrate von 38 Milliarden Dollar in der ersten
Hälfte des vorigen Jahres auf etwa zwei Milliarden Dollar in der zweiten
Hälfte 1978 zurück.

Die Verkleinerung des Defizits dürfte weiter anhalten,

und wir rechnen mit einer deutlichen Verbesserung der umfassenderen Position
auf den laufenden Konten.
Das Jahr 1978 war auch ein Jahr der ungewöhnlichen Instabilität auf den
internationalen Geldmärkten.

Im Herbst wurden die Kursbewegungen des Dollar

sehr unordentlich,und sein Wertverlust wurde eindeutig exzessiv.
Am 1. November gab ich eine Reihe von Maßnahmen bekannt, um die Ordnung
auf den ausländischen Devisenmärkten wieder herzustellen und den übertriebenen
Kursverfall des Dollar zu korrigieren.

Von den Vereinigten Staaten wurden

bis zu 30 Milliarden Dollar an Devisenmitteln bereitgestellt, um in Koordination mit anderen Ländern, die ihre eigenen Mittel einsetzen, dazu verwandt
zu werden, den Wert des Dollar auf den Devisenmärkten zu schützen.

Die Zins-

sätze in den Vereinigten Staaten wurden beträchtlich erhöht, um dazu beizutragen, die Inflation zu senken und den Dollar auf den Devisenmärkten zu stärken.

Und die Vereinigten Staaten unterstrichen ihre Verpflichtung, ihr In-

flationsproblem anzupacken und ihre grundlegende wirtschaftliche Position zu
stärken.
Diese Maßnahmen haben das Klima auf den Devisenmärkten verbessert und zu
einem Anstieg des Dollarkurses beigetragen. Sie haben, was auf lange Sicht
noch wichtiger ist, dazu beigetragen, stabilere Verhältnisse auf den Devisenmärkten zu schaffen, unter denen der Wert des Dollar der fundamentalen Stärke
der amerikanischen Wirtschaft besser Ausdruck verleihen kann.
Im Jahre 1978 wurde auch ein Fortschritt in einer engeren wirtschaftlichen
Zusammenarbeit der führenden Industrienationen

erzielt.

Ich traf in Bonn

mit den Führern der sechs führenden Industriestaaten zusammen, um mit ihnen

- 16 -

�ihnen über die großen wirtschaftlichen Probleme zu sprechen, vor denen wir
stehen.

Daraus resultierte ein konzertiertes Aktionsprogramm zur Wiederher-

stellung eines größeren Gleichgewichts und Vertrauens in die internationale
Wirtschaft und auf den Geldmärkten der Welt.

Zusammen haben wir die not-

wendigen Schritte unternommen, um diese Ziele zu erreichen - die Vereinigten
Staaten verpflichteten sich, die Inflation zu bekämpfen und ^hre öleinfuhren
zu verringern.

Die Bundesrepublik Deutschland und Japan verpflichteten sich

zu verstärktem Wachstum und zum Abbau der Handelsüberschüsse, andere verpflichteten sich, Maßnahmen zur Förderung des Handels oder zur Bekämpfung der Inflation zu ergreifen.

Nur durch eine anhaltende wirtschaftliche Zusammenarbeit

und gesunde Politiken können wir das Ziel der Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreichen, das unser letztliches Ziel ist.

Ausblick auf die Zukunft
Im Laufe dieses kommenden Jahres haben wir als Nation die Chance und die
Möglichkeit, unsere Wirtschaft zu stärken und die Grundlage für eine anhaltende Prosperität zu schaffen.
bemerkenswert.

Die Gewinne der beiden letzten Jahre waren

Wir haben im eigenen Lande große Fortschritte bei der Erholung

von der Rezession gemacht,und wir haben die Position der Vereinigten Staaten
in der Weltwirtschaft gestärkt.

In dem vor uns liegenden Jahr können wir die-

se Gewinne sichern und ausweiten, wenn wir zusammenarbeiten, um die Inflation
zu dämpfen.

Ich bin sicher, daß wir diese Aufgaben meistern werden.

+ + + + +

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