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                  <text>Information
und
Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

28

29. November 1978

INHALT

DOKUMENTATION
Präsident Carter legt seine außen- und innenpolitischen Ziele dar
- Fernsehinterview mit Bill Moyers HINTERGRUNDMATERIAL
Die Endergebnisse der US-Wahlen vom 7. November 1978
- Liste der Gouverneure der 50 Einzel Staaten der USA - Der neue Senat der Vereinigten Staaten - Das neue Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten WIRTSCHAFT
Schwerpunkt Kohle im US-Energieprogramm
- Energieminister Schlesinger äußert sich zum neuen Gesetz WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Atomkraftnutzung mit mehr politischer Sicherheit
- INFCE-Konferenz hält Jahrestagung in Wien Doppelrendezvous mit dem Planeten Venus
- Zwei amerikanische PIONIER-Sonden kurz vor dem Ziel

Um Über/endung von
Belegexemplaren wird
gebeten

Postfach 20 03 0 0
D5300 Bonn 2

Tel: 02221-89 32 40
Telex:08-85432

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ST 4itt

Dokumentation
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

29. November 1978

28

PRÄSIDENT CARTER LEGT SEINE AUSSEN- UND INNENPOLITISCHEN ZIELE DAR
Fernsehinterview mit Bill Moyers

WASHINGTON - (AD) - Präsident Jimmy Carter hat am 13. November in
einem längeren Interview im öffentlichen (d.h. nicht von Privatgesellschaften, sondern von der öffentlichen Hand getragenen) Fernsehen der
Vereinigten Staaten seine außen- und innenpolitischen Ziele dargelegt.
Das Interview mit dem bekannten amerikanischen Journalisten Bill Moyers,
der früher selbst als Pressereferent im Weißen Haus tätig gewesen war, ist
als "Halbzeitstand" in der Amtszeit Präsident Carters von besonderer
Bedeutung.

Wir geben im folgenden den vollen Wortlaut des Interviews

wieder.

Frage: Herr Präsident, Sören Kierkegaard, ein Philosoph, den Sie
gelesen und auch zitiert haben, hat einmal einen Essay geschrieben, in
dem er zur Selbstprüfung auffordert. Bekenntnisse und Prüfung sind in
Ihrer Kirche seit langem Brauch - wennschon für gewöhnlich nicht m

Postfach 20 03 0 0
D5300 Bonn 2

Tel: 02221-89 32 40
Telex:08-85432

�im Fernsehen.
Mit Ihrer Erlaubnis möchte ich einige Fragen zur Selbstprüfung stellen.
Wenn es unter Ihren Anhängern eine einhellige beherrschende Kritik der
Carter-Administration gibt, so lautet sie, daß es während der ersten achtzehn Monate kein beherrschendes Thema, keine Vision von dem, was Sie zu tun
beabsichtigen, gegeben hat.

Werden Sie in den nächsten zwei Jahren versuchen,

eine Carter-Vision des Landes zu gestalten?
Antwort:

Ich glaube, es war ebenfalls Kierkegaard, der gesagt hat,

daß jeder Mensch ein Einzelner, eine Ausnahme, ist, und die Vielfalt der
Aufgaben und Verantwortungen, die ein Präsident hat, die gleichen Probleme,
denen sich unsere Nation stellen muß, führen meiner Ansicht nach dazu,
daß recht oft ein gewisser zentraler Brennpunkt fehlt.
Wir befassen uns mit dem Problem einer starken nationalen Verteidigung,
machen uns einige Sorgen über die Absichten potentieller Gegner, wie etwa
der Sowjetunion,und sind zu gleicher Zeit mit aller Kraft darum bemüht,
eine geraeinsame Grundlage zu finden, die die Gewähr für den Frieden
zwischen uns sowie für eine bessere Freundschaft und einen Abbau des
Mißtrauens bieten kann.
Zur gleichen Zeit befassen wir uns mit SALT (Verhandlungen über eine
Begrenzung der strategischen Rüstungen), versuchen Frieden zu schaffen im
Nahen Osten, auf Zypern, in Namibia, Rhodesien und Nicaragua, sind bemüht,
in unserem Lande die Führungsrolle zu übernehmen, wie sie die übrige Welt
immer wieder erwartet, und dann natürlich auf dem Gebiet der innenpolitischen
Probleme in ihrem ganzen Umfang - der Versuch, die Landwirtschaft stark zu
erhalten, die Exporte zu steigern, die Preise durch ein Anti-Inflationsprogramm zu stabilisieren, den notwendigen Forderungen vieler Interessengruppen in unserem Land, die durchaus guten Willens sind, gerecht zu
werden.
'••&lt;•"'+

Diese weitumfassenden
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- 2 -

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'

�Diese weitumfassenden und höchst unterschiedlichen Verantwortlichkeiten auf einen kleinen Nenner zu bringen, ist somit nahezu unmöglich.
Ich glaube, daß in einigen Fällen auch bei früheren Präsidenten die von
ihnen ausgehenden Anstöße erst in der Retrospektive in ein einfaches
Schlagwort zusammengefaßt wurden.

Ich weiß, daß Roosevelts "New Deal"

mit seiner Amtszeit identifiziert wird, als er aber den Ausdruck in einer
Rede brauchte, hatte er keine Ahnung, daß er damit den exakten Begriff
für das schaffen würde, was er seinem Land brachte.
Ich glaube also, daß nur dann, wenn man eine Administration unter
einem, wenn auch nur geringen historischen Abstand sieht, ein zentrales
Thema in den Blick gelangen kann. Wir sind bemüht, das Vertrauen in die
Regierung wiederherzustellen. Wir bemühen uns um eine Stärkung des Weltfriedens, lenken die Aufmerksamkeit auf die Menschenrechte und wollen
beispielhaft zeigen, was ich in meinem Wahl kämpf und auch seitdem ich in
meinem Amt bin, zum Ausdruck zu bringen versuchte, daß meine Partei und das,
wofür ich stehe, eine Verbindung von Mitgefühl und Kompetenz in der
richtigen Form sind.
Bisher waren wir nicht in der Lage, diese Kluft in adäquater Weise
zu überbrücken. Ich glaube, daß wir einen Schritt in der richtigen
Richtung getan haben, aber ein oder zwei Sätze oder ein kurzes, geschicktes
Schlagwort zu finden, um eine Administration in ihrem formativen oder auch
selbst in ihrem produktiven Stadium zu identifizieren, das ist nahezu
unmöglich.
Frage:

Wenn ich es Ihnen in einer anderen Weise darstellen darf, es

ist einmal gesagt worden, daß jede große neue Gestalt in der Literatur
unsere Vorstellung von Literatur verwandelt.

Ich glaube, das gleiche

gilt wahrscheinlich auch für die Präsidentschaft.
von dem, was das Land überhaupt ist.

Sie repräsentiert etwas

Sie sind der jüngste Repräsentant

dieser Tradition und ich wüßte gern, ob Sie jetzt nach zwei Jahren in
der Administration wissen, was Sie gern hinterlassen würden.
Antwort:
- 3 -

�Antwort:

Ich glaube nicht, daß sich meine Ziele sehr verändert

haben, seit ich daran dachte, mich für die Präsidentschaft zu bewerben,
also vier Jahre, bevor ich gewählt wurde, und in den letzten beiden Jahren.
Es gibt keinen Zweifel, daß unsere Nation schweren Schaden genommen
hat durch den Vietnamkrieg und durch die Watergate-Skandale und die CIAEnthüllungen,und ich glaube, daß die Menschen in unserem Lande auch
mißtrauisch wurden und anzunehmen begannen, daß viele in entscheidenden
Positionen stehenden Vertreter der Öffentlichkeit unehrlich seien, nicht
geradeheraus mit der Wahrheit hervortreten und daß unser Land bei der
großen Mehrheit der Nationen der übrigen Welt keinen Respekt mehr fand.
Es gab bei unseren eigenen Verbündeten und Freunden Bedenken, daß
wir für solche einträten, die die Personifizierung der Menschenrechtsverletzungen waren, und ich denke, daß wir in all dieser Hinsicht, wie
die Leute unsere Regierung beurteilen, sei es vom Standpunkt des
amerikanischen Bürgers oder der führenden Vertreter und Bürger ausländischer
Staaten, einen guten Fortschritt in der Richtung auf das Ziel hin gemacht
haben, das rechte Bild einer guten Nation mit Integrität und Zielsetzung
und Offenheit und auch mit einem Präsidenten, der wirklich für das Volk
selbst spricht, wiederhergestellt haben.
Ein Problem ergab sich, daß bei der Offenheit, die ich zu schaffen
versuchte, in. der Debatte über komplizierte Dinge die Klarheit ausblieb.
M e einfachsten Entscheidungen, die ich zu treffen habe, sind - wie ich
in vergangener Woche vor dem FFA-Konvent in Kansas City sagte - diejenigen
über die ich am wenigsten weiß, und daß, je mehr man über das Thema weiß,
über all die Komplexitäten auf beiden Seiten, die detai 11 ief.ten;:urid.verwickelten Argumente es um so schwieriger ist, eine Entscheidung zu treffen.
Wenn man über eine Sache nicht viel weiß, dann kann man eine sehr
rasche und leichte Entscheidung fällen. Aber ich denke, daß wir bei der
Korrektur einiger der Mängel, die in unserer Regierung bestanden, gute

- 4 -

�gute Fortschritte gemacht haben, und ich glaube, die Geschichte wird uns
nun mit Wohlwollen betrachten.
Frage:

Während Sie reden, fällt mir ein, daß seit 1960 kein Präsident

mehr zwei Amtsperioden im Weißen Haus bis zum Ende durchgestanden hat.
Kennedy wurde gewählt und ermordet, Johnson wurde gewählt und verlor
das Vertrauen, Nixon wurde gewählt und endete in Schimpf und Schande,
Ford wurde ernannt und verlor die Wahl. Möchten Sie der erste Präsidnet
sein, der seit 1960 zwei Amtsperioden zu Ende bringt?
Antwort: Darüber habe ich noch nicht entschieden. Ich möchte dieser
Ehre wert sein und wenn ich mich entschließe, mich 1980 zur Wiederwahl zu
stellen, dann beabsichtige ich auch zu gewinnen. Aber in kann verstehen,
warum es für einen Präsidenten schwierig ist, zwei Amtsperioden durchzustehen.
Man ist die Personifizierung der Probleme, und selbst wenn man ein Problem
erfolgreich angeht, wird man mit ihm identifiziert. Und das ist es, was
die Verantwortung der Präsidentschaft ausmacht.
Frage:

Herr Präsident, ist das der Grund warum sich das gestörte

Verhältnis zur Präsidentschaft in immer stärkerem Maße ausgebreitet hat?
Seit etwa fünfzehn Jahren hat man fast den Eindruck, als ob das amerikanische
Volk oder wesentliche Vertreter des amerikanischen Volkes sich in aller
Stille immer mehr von der Präsidentschaft distanziert haben und in ihr
nicht mehr das Symbol der Nation als Ganzes sehen.
Antwort:

Das mag wohl stimmen, aber es gibt da besondere Umstände

hinsichtlich der Präsidenten, die Sie erwähnten.

Kennedy wurde ermordet.

Ich glaube nicht, daß das irgendeine direkte Beziehung zur Präsidentschaft
als solcher hatte. Das war einfach ein tragisches Ereignis, das - so hoffe
ich - sich nicht wiederholen wird.
In Johnson

- 5 -

�In Johnson sah das Land meiner Ansicht nach denjenigen, der in erster
Linie verantwortlich war für die Fortsetzung des Vietnam-Krieges und dieser
Krieg lag wie eine Zentnerlast auf seinem Nacken und zog ihn nieder.
Ich denke, er hat das beste, was er konnte, getan, um den Krieg
zu beenden und ich weiß, daß er persönlich wegen der Verluste amerikanischer
Menschenleben in Vietnam sehr gelitten hat.
Nixon, sein Nachfolger hatte allerdings das besondere Problem mit Watergate und Ford wurde mit der Begnadigung Nixons identifiziert und hatte nicht
genug Zeit, wie ich meine, um sich selbst zu etablieren

und im Amt zu

bleiben.
Das waren also besondere Umstände, aber ich glaube nicht, daß es im
Amt selbst liegt, daß man aus ihm wegen irgendwelcher widriger Ereignisse
herausgedrängt wird.
Frage:

Sie stimmen also nicht einem Ihrer Vorgänger zu, der sagte,

daß es ein glänzendes Elend sei?
Antwort: Nein, ich glaube, es war Präsident Nixon, der sagte, es
sei ein glänzendes Elend, nein ich habe mich nicht elend gefühlt in diesem
Amt. Ich möchte auch darauf hinweisen, daß es freiwillig ist. Niemand
ist meines Wissens bisher gezwungen worden, Präsident zu sein, und in der
Tat, trotz der schwierigen Aufgaben und Probleme und der gelegentlichen
Enttäuschungen und Kritiken, mir gefällt es.
Frage:
Antwort:

Was ist das schwerste daran?
Ich glaube das schwerste daran ist der Versuch, in hartem

Widerstreit miteinander stehende Ideen höchst ehrenwerter Menschen in das
richtige Verhältnis zueinander zu bringen.
gar nicht bis auf meinen Tisch.

Die leichten Probleme kommen

Wie Sie wissen, werden die leichten

- 6 -

�leichten Probleme im Leben von jedem Einzelnen oder innerhalb der Familie
oder vielleicht im Rathaus oder einem Amtsgebä'ude oder dem Parlament eines
Bundesstaates gelöst. Die aber, die sich nach allen intensiven Anstrengungen nicht lösen lassen, die kommen hierher ins Weiße Haus zur
Lösung, und das sind dann ganz andere Probleme.
Und ich glaube, der Versuch, diese miteinander in Konflikt stehenden
Ideen zueinander in ein Verhältnis zu bringen, ist vielleicht die schwerste
Aufgabe für einen Präsidenten.

- Das amerikanisch-sowjetische Verhältnis Frage: Sie haben vor nicht allzulanger Zeit gesagt: "Ich empfinde
mein Leben jetzt, als befände ich mich in einer schweren Prüfung mit Fragen,
die vielfache Möglichkeiten der Beantwortung bieten, bei der man mir Dinge
vorlegt, und ich habe die schwierige Entscheidung zu treffen."
Können Sie dafür ein Beispiel geben?
Antwort:

Ich habe nichts gefunden, was leicht ist an diesem Amt.

Aber ich habe auch nicht erwartet, daß es leicht sein würde, als ich hierher
kam.

Ich erwähnte ein Beispiel bereits früher:

Die Tatsache, daß wir sehr

besorgt um den Schutz der Sicherheit unserer Nation sein und jede Eventualität
bedenken müssen, wenn wir mit der Sowjetunion zu keinem Fortschritt in
Richtung auf den Frieden gelangen.
Zur gleichen Zeit aber müssen wir jede Möglichkeit erkunden, um ein
friedliches Verhältnis zur Sowjetunion zu haben, um Spannungen abzubauen und
um eine gemeinsame Grundlage zu finden, auf der wir in der Zukunft tatsächlich
eine Freundschaft aufbauen können.

Und dies beides, die beiden Seiten dieser

Möglichkeit, sind nicht nur außerordentlich schwierig, sondern stehen allem

- 7 -

�allem Anschein nach in Widerstreit miteinander.
Frage:

Worauf zielen die Sowjets Ihrer Meinung nach ab?

Sehen Sie

in der Sowjetunion eine in erster Linie defensive Macht, die ihre eigene
Position in der Welt zu festigen sucht, oder sehen Sie in ihr eine aggressive
Macht, die bemüht ist, ihre Position in der Welt auszuweiten?
Antwort:

Um einmal überaus großmütig zu sein - aber auch nicht zu

weit vom Punkte abzukommen - ich glaube, daß die Sowjets vor allem Frieden
und Sicherheit für ihr eiqenes Volk wollen, und sie übertreiben zweifellos
jede scheinbare Drohung gegen sie und müssen es, um sicher zu sein, daß
sie in der Lage sind, sich selbst zu schützen.

Gleichzeitig, wie es mit

uns der Fall ist, möchten sie gern ihren Einfluß bei anderen Völkern
in der Welt ausweiten, im Glauben, daß ihr Regierungssystem, ihre Weltanschauung

das Beste seien.

Das heißt, wir müssen für die Zukunft bei bestehendem Frieden zwischen
uns planen, mit ihnen in Konkurrenz zu stehen und in der Lage zu sein,
zugleich aggressiv und erfolgreich zu konkurrieren.
Aber ich möchte sagen, daß dieses ihre beiden Grundmotive sind,
so wie auch bei uns, Sicherheit für sich selbst und den eigenen Einfluß
in der übrigen Welt soweit wie möglich zum Tragen zu bringen.
Frage:

Nun gibt es Leute, die der Meinung sind, daß es das Ziel

der Sowjets sei, uns gegenüber sowohl in bezug auf herkömmliche als auch
auf strategische Waffen eine Überlegenheit zu erlangen, und daß wir uns
daher nicht damit zufriedengeben

sollten, ein Gleichgewicht zu erzielen,

sondern daß wir ihnen gegenüber überlegen sein sollten.
die Alternativen, über die man spricht.
Antwort:

Das sind praktisch

Was haben Sie dazu zu sagen?

Sie werden uns weder in nationaler noch in der gesamten

militärischen Stärke überlegen sein.

Wir sind wirtschaftlich gesehen bei

- 8 -

�bei weitem die stärkere Nation.

Unsere Produktivitätskapazität ist

der sowjetischen überlegen und wird es meiner Meinung nach immer sein.
Wir stützen uns auf ein lebendiges, dynamisches gesellschaftliches
und politisches System, das auf Freiheit und Individualität basiert, sowie
auf eine gemeinsame Zielsetzung, die von unserem Volk getragen wird und
ihm nicht durch eine autokratische Regierung auferlegt wurde.

Ich meine,

daß die Tatsache, daß wir keine Kontrolle über irgendein Volk in der Welt
wünschen, uns einen Wettbewerbsvorteil gibt, wann immer irgendwo eine neue
Regierung entsteht

oder wann immer wir nach Freunden suchen.

uns mehr als der Sowjetunion.

Man vertraut

Die Sowjets geben mehr als doppelt so viel

ihres Bruttosozialprodukts für militärische Dinge aus, aber wir sind
dennoch weitaus stärker, und wir werden zumindest zu unseren Lebzeiten immer
stärker sein als sie.
Wir sind von Freunden und Verbündeten umgeben;

Kanada im Norden,

Mexiko im Süden, zwei offene und zugängliche Ozeane im Osten und Westen.
Wenn wir die Dinge aus der Perspektive des Kreml betrachten, dann sehen
sich die Sowjets fast einer Milliarde Chinesen gegenüber, die eine starke
Animosität und ein starkes Mißtrauen gegenüber den Sowjets und gegenüber
dem Westen haben.

In Osteuropa können sich die Sowjets auf ihre Verbündeten

und Freunde nicht annähernd so verlassen, wie das bei unseren Verbündeten
der Fall ist.

Moskau hat auch Schwierigkeiten hinsichtlich eines unge-

hinderten Zugangs zu den Ozeanen, das Klima bei ihnen ist nicht so gut
wie bei uns, ihr Land ist nicht so produktiv wie unseres.
Wenn es also in der Gegenwart oder in der Zukunft um eine Herausforderung
seitens der Sowjetunion geht, dann meine ich, daß unser Land gut dabei
wegkommt, und dafür danke ich Gott.
Frage:

Aber sind Sie denn der Meinung, daß die Einstellung, daß wir

die Nummer eins seien, die jetzt viele Leute geräuschvoll zum Ausdruck

�Ausdruck bringen, eine gesunde Einstellung ist?
Kann denn dieses ganze Problem, daß man Nummer eins sein müsse,
jemals zu etwas anderem führen

als zu einer zunehmenden Eskalation der

Spannungen und zu zunehmenden Ausgaben für die Rüstung?
Antwort:

Was den Bereich der Kernwaffen angeht - und hier ist, wie

Sie wissen, unser Wettstreit mit den Sowjets am direktesten - so haben
beide Seiten die Konzeption eines ungefähren Gleichgewichts akzeptiert wir sind in etwa gleichwertig.
wir haben mehr davon.

Die Sowjets haben größere Gefechtsköpfe,

Wir haben drei unterschiedliche Trägersysteme für

die Gefechtsköpfe, die sich gegenseitig ergänzen - wenn es jemals soweit
kommen sollte, aber ich glaube nicht, daß es jemals soweit kommen wird.
Wir haben eine weitaus höher entwickelte elektronische Technologie,und
unsere Überwachungssysteme sind vermutlich genauso gut, wenn nicht besser
als die sowjetischen.
Unsere Unterseeboote laufen leiser als die ihren.

Wir verfügen über

den Vorteil des gewaltigen Reservoirs eines freien Unternehmertums, das
voller Innovation ist und uns voranbringt.

Bei uns ist das Zusammenspiel

zwischen der Produktion ziviler oder friedlicher Güter auf der einen Seite
und militärischer Güter auf der anderen Seite weitaus enger.
Ich meine also, daß im Falle der Nuklearwaffen ein Gleichgewicht
besteht, und die Sowjets erkennen das an und wir auch.
Beide Seiten sind sich darüber im klaren, daß keiner den anderen
angreifen kann, ohne ungestraft davonzukommen. Wir können - sollte das
sein müssen - einen Angriff seitens der Sowjetunion verkraften und könnten
dann immer noch ihr Land zerstören, und die Sowjets wissen das ebenso wie
wir.
Ich bin also der Meinung, daß diese schreckliche Gewißheit der gegen-

- 10 -

�gegenseitigen Zerstörung einen Angriff verhindern wird.

Wir haben nicht

die Absicht - und auch nicht die Sowjets -, die Fähigkeit zu entwickeln,
das andere Land zu zerstören, ohne selbst durch nukleare Kräfte zerstört
zu werden.
Was nun die Frage der landgestützten Waffen angeht, so haben die
Sowjets - wie ich bereits vorher sagte - verletzliche Grenzen. Sie haben
Nachbarn, denen sie nicht so gut vertrauen können, wie es bei uns der Fall
ist, und auf dem nuklearen Felde sehen sie sich sogar drei weiteren
Nuklearmächten gegenüber, die im Falle einer Krise potentielle Gegner
sein könnten: den Chinesen, den Briten und den Franzosen - und dann
noch uns. Uns steht keiner von diesen als potentieller Gegner gegenüber.
Aber ich glaube, daß eine Nation, die sich übertrieben stark gibt, die
behauptet, sie sei so mächtig, daß sie das andere Land beherrschen oder
zerstören könnte, sich in das eigene Fleisch schneiden würde, und ich
glaube auch nicht, daß wir oder die Sowjets eine solche Kapazität entwickeln
könnten, selbst wenn wir dies wollten.

- Iran Frage: Lassen Sie mich noch einmal auf die Gleichung zurückkommen,
daß es mehrere Lösungen für schwierige Fragen gibt, und sie auf andere
derzeitige und sehr brennende Fragen anwenden. Die eine davon ist der
Iran. Welche Möglichkeiten sehen Sie da?
Antwort:

Wir sehen, wie Sie wissen, in dem Schah einen Freund,

einen loyalen Verbündeten, und das gute Verhältnis, das der Iran heute
zu den anderen Demokratien der Welt, den westlichen Mächten hat,ist
überaus konstruktiv und wertvoll.

Wenn es also einen starken und unabhängigen

Iran in diesem Raum gibt, dann ist dies ein sehr stabilisierender Faktor,
und wir würden es sehr, sehr ungern sehen, wenn dieses Land durch Gewalt

- 11 -

�Gewalt zerstört und die Regierung mit all den unabsehbaren Folgen gestürzt
würde.

Der Schah ist in erster Linie innerhalb des Iran kritisiert worden,

weil er versucht hat, das Land zu demokratisieren und weil er in rascher
Folge soziale Reformen eingeführt hat.
Einige seiner innenpolitischen Gegner sind nicht mit der Art und Weise
einverstanden, in der dies geschah, oder sie sind der Meinung, daß dies
nicht schnell genug - oder gar zu schnell - geschah, und sie beklagen, daß
der Schah im Zuge der Modernisierung des Iran mit hergebrachten religiösen
und sozialen Sitten und Gebräuchen gebrochen habe.
Frage:

Er wird aber auch kritisiert, weil er die Politik eines

Polizei Staates führe?
Antwort:

Das ist absolut richtig.

Ich glaube, diese Kritik gegenüber

dem Schah war zu hören, manchmal vielleicht gerechtfertigt.
Einzelheiten nicht.

Ich kenne die

Aber ich meine, es kann kein Zweifel daran bestehen,

daß der Iran große soziale Fortschritte erreicht hat und auch Fortschritte
hinsichtlich der freien Meinungsäußerung.

So hat der Schah noch in den

letzten Monaten das Parlament ermächtigt oder angewiesen, seine Erörterungen
in aller Öffentlichkeit und auch im Fernsehen durchzuführen - etwas, was
selbst wir in unserem Lande nicht tun.
Frage:

Glauben Sie, dies alles kommt zu spät?

Antwort: Ich hoffe nicht. Ich weiß nicht, was letztlich eintreten
wird. Ich möchte hoffen, daß bald eine Koalitionsregierung gebildet werden
kann. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es dort eine quasi Militärregierung.
Der Schah hat erneut seine Verpflichtung bekräftigt, offene und demokratische
Wahlen durchzuführen - vielleicht in sechs oder acht Monaten. Ich hoffe,
daß dies möglich sein wird.
Wir möchten, daß das iranische Volk seine Ansichten klar zum Ausdruck

- 12 -

�Ausdruck bringen kann und daß es eine Regierung hat, die intakt ist und
die Ansichten der Mehrheit klar zum Ausdruck bringen kann.
Frage: Aber können wir irgend etwas tun, um eine solche Entwicklung
zu fördern, oder sind unsere Hände gebunden?
Antwort:

Nein, wir werden nicht versuchen, uns in die inneren Angelegen-

heiten des Iran einzumischen.
Frage: Wir haben aber doch dazu beigetragen, daß er an die Macht kam.
Meinen Sie jetzt, daß wir nichts tun können, um ihn an der Macht zu halten?
Antwort:
Frage:

Ich glaube, diese Entscheidung muß das iranische Volk treffen.
Schmerzt es manchmal, wenn Sie sich zurückhalten müssen und

nichts tun können, wo Sie doch genau wissen, daß in einem Teil der Welt,
der jenseits Ihrer Einflußnahme steht, große Dinge auf dem Spiele stehen?
Antwort: Wir haben in gar keiner Weise die Absicht, uns in die inneren
Angelegenheiten eines anderen Landes hineinziehen zu lassen, es sei denn,
unsere eigene Sicherheit wäre direkt bedroht, und das ist eine Denkweise,
die ich zum Ausdruck gebracht habe, seit ich mich im nationalen politischen
Bereich betätige.
Ich bin der Meinung, daß wir harte Lektionen lernen mußten, und zwar
in Vietnam und anderswo. Und wir haben uns immer bemüht, unseren Verbündeten und Freunden gegenüber loyal zu sein; die Mehrheitsherrschaft
auf der Basis eine Person eine Stimme; die demokratischen Verfahren und
den Schutz der Menschenrechte zu fördern.
Ohne Zweifel waren wir nicht immer erfolgreich bei dem Versuch, andere
Völker zu ermutigen, es unseren Normen und Leitsätzen gleich zu tun, aber
ich bin doch der Meinung, daß wir bei diesem Bemühen Beharrlichkeit bewiesen

- 13 -

�bewiesen haben.
Frage:

Aber das ist genau der Punkt, wo in manchen Kreisen dieses

Landes Kritik laut wird dahingehend, daß die Sowjets beispielsweise ein
Interesse daran hätten, was im Iran passiert, und daß sie in ihrer Bewegungsfreiheit - heimlich oder offen - unbehindert seien, während wir wenn wir die von Ihnen vertretene Haltung verfolgen - gebunden seien und
nichts tun könnten, obwohl wir doch - heimlich oder öffentlich - in dieser
Angelegenheit eine harte Position beziehen und erklären sollten, daß wir
zwar den Schah nicht besonders lieben, aber ihn doch an der Macht haben
wollen.

Sie sagen, dieser Zeitpunkt sei vorüber und daß wir das nicht tun

könnten?
Antwort: Nein. Wir haben durch meine eigenen öffentlichen Erklärungen
sowie durch die von Außenminister Vance klargestellt, daß wir den Schah
und die gegenwärtige Regierung unterstützen, wobei wir uns darüber im klaren
sind, daß wir keinerlei Kontrolle über die Entscheidungen haben, die
letztlich das iranische Volk treffen muß, und auch nicht auf die Stabilität
in diesem Gebiet; wenn der Terrorismus, die Gewalt und die Anarchie im
Gefolge eines völligen Sturzes der iranischen Regierung Erfolg hätten, dann
wäre dies eine Bedrohung für den Frieden.
Uns liegen beispielsweise keinerlei Beweise dafür vor, daß die Sowjets
versuchten, die bestehende Regierungsstruktur im Iran zu zerstören, oder
daß sie eine Quelle der Gewalt in diesem Lande darstellten. Ich meine,
sie sind sich darüber im klaren, daß sie eine sehr lange Grenze mit dem
Iran haben und daß eine stabile Regierung - wer auch immer deren führende
Politiker sein mögen - für sie nur von Wert sein könnte.
Das kann sich durchaus ändern.

Sollte es sich herausstellen, daß

der Schah sehr schwach ist und daß andere Kräfte vielleicht an die Macht
kommen könnten, dann ist es durchaus möglich, daß die Sowjets diese ihre

- 14 -

�ihre Haltung ändern.

Aber das sind die Dinge, wie sie jetzt stehen.

- Der Nahe Osten und Camp David Frage:

Was haben Sie denn zum Nahen Osten zu sagen, Herr Präsident?

Antwort: Ich habe hunderte von Stunden für die Vorbereitung sowie für
die direkten Verhandlungen mit den Führern des Nahen Ostens, insbesondere
Ägyptens und Israels,verwandt,und auch Außenminister Vance hat unter Aufgabe
eines Teils seiner anderen Verpflichtungen für die Außenpolitik versucht,
einen erfolgreichen Abschluß der Verhandlungen über einen Friedensvertrag
herbeizuführen.
Und auch hier haben wir keinerlei Machtbefugnisse über jemand anderen.
Wir können keinen Druck ausüben, um die Israelis und die Ägypter zu einer
friedlichen Regelung der Streitfälle zu veranlassen, die sie trennen.
Der Rahmen von Camp David, fast ein Wunder, was einen Abschluß angeht,
- und es scheint jetzt im Rückblick ein größeres Wunder zu sein, als zur
Zeit seines

Zustandekommens - bildet eine vernünftige Basis zwischen Ägypten

und Israel.

Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß beide Länder aus einem

Frieden den größten Nutzen ziehen würden.
Frage: Und dennoch scheinen sich die Gespräche heute in einer Sackgasse
zu befinden?
Antwort: Die gegenwärtigen Meinungsverschiedenheiten sind - verglichen mit den Vorteilen die erzielt werden können - relativ unbedeutsam.
Die Vorteile sind im Vergleich mit den Meinungsverschiedenheiten so überwältigend, daß ich hoffe, daß die Ägypter und die Israelis Fortschritte in
Richtung auf den Frieden machen werden.
Frage:
- 15 -

�Frage:

Was steht denn diesen Fortschritten heute entgegen?

Antwort:

In Camp David haben wir einen Rahmen geschaffen.

Dieser

enthielt eine ganze Menge an Substanz, aber er erforderte dennoch Verhandlungen über Details und spezifische Fragen, und es gibt eben keine
Möglichkeit, einen Friedensvertrag mit all den Einzelheiten und den detaillierten Absprachen, mit den vereinbarten Landkarten, skizzierten Linien
und Zeitplan abzuschließen, ohne weit über das hinaus zu gehen, was der
Rahmen von Camp David darlegte.
Es haben also beide Seiten voneinander zusätzliche Sicherheiten gefordert, die über das hinausgehen, was speziell in Camp David vereinbart
wurde.

Und ich denke doch, daß die beiden Regierungen in einigen Fällen

- ja in manchen Fällen - eine ziemlich gute Übereinkunft erreicht haben.
Was nun weiterhin geschehen wird, weiß ich nicht, wir hoffen daß
beide Seiten weiterhin auf die Erreichung eines Abkommens hinarbeiten
werden, daß sie darauf hinarbeiten werden, einander zu verstehen,und die
Konsequenzen eines Fehl Schlages gegen die Vorteile eines Erfolges abwägen,
und daß beide flexibel sind.
Es handelt sich um uralte Argumente, um historisches Mißtrauen, das
nicht leicht zu überwinden ist, und was daran so frustrierend ist, ist
die Tatsache, daß wir an diesen Verhandlungen teilhaben, daß wir jedoch
Israel nicht veranlassen können, die ägyptischen Forderungen anzunehmen oder umgekehrt. Wir müssen danach trachten, einige dieser Forderungen
abzuschwächen und unseren Einfluß geltend zu machen. Ich weiß wirklich
nicht, was hier geschehen wird. Wir beten darum,daß diese Abkommen zustande kommen.
Frage:

Ersuchen Sie beide Seiten darum, weitere Konzessionen zu

machen?
Antwort:

- 16 -

�Antwort:

Ja, Tag und Nacht.

Wir ersuchen beide Seiten, doch auf jeden Fall konstruktiv zu handeln,
nicht auf einer festgefahrenen Position zu beharren, die Verhandlung fortzusetzen, auf unseren Vorschlag einzugehen und diesen Kompromissen zuzustimmen.
Das waren und sind unsere Bemühungen, die auf einer konstanten Basis
forgesetzt werden.

Ich glaube, es wäre einfach schrecklich, wenn wir kein

friedliches Abkommen zwischen Israel und Ägypten erreichen könnten.
Frage:

Und was würde dann geschehen?

Antwort: Dann würden unsere Kinder, unsere Enkelkinder, zukünftige
Generationen auf diese Zeit zurückblicken und sagen, daß kleine, winzige
technische Dinge, Sätze, die Formulierung von Vorstellungen, legalistische
Einzelheiten, die zu jener Zeit angesichts eines Abkommens zwischen Ägypten
und den Israelis von überragender Wichtigkeit schienen, absolut keinerlei
geschichtliche Bedeutung haben. So stehen im Grunde die Probleme.
Frage:

Wollen Sie damit sagen, daß der Engpaß von heute aufgrund von

technischen Dingen und nicht aufgrund von wesentlichen Grundsatzfragen
entstanden ist?
Antwort:

Ja!

Verglichen mit den Prinzipien, über die bereits Einigung

erzielt worden ist, sowie mit dem Gesamtbereich der Dinge sind die Meinungsverschiedenheiten jetzt relativ unbedeutsam.
Frage: Ägypten möchte die gegenwärtigen Verhandlungen, so wie ich
es sehe, mit der zukünftigen Lösung der Probleme des Gazastreifens und
des Westufers verbunden wissen. Wer ist nun eigentlich eigensinniger?
Antwort:

Ich möchte nicht damit anfangen, zu sagen, wer nun eigentlich

- 17 -

�eigentlich eigensinniger ist.

Ich meine, beiden Seiten muß eine ent-

sprechende Eigensinnigkeit zugeschrieben werden.
Frage: Sie sprachen von Enkelkindern; und nach Camp David haben Sie
gesagt, daß ein kritischer Augenblick dadurch überwunden werden konnte,
daß jemand an gerade diese Enkelkinder gedacht habe. Könnten Sie sich dazu
näher äußern?
Antwort:
zuzumessen;

Es ist vielleicht ein Fehler, dieser Sache zuviel Bedeutung
aber während der letzten Verhandlungsstunden in Camp David,

als es den Anschein hatte, daß alles zusammenbrechen würde, schickte mir
Ministerpräsident Begin einige Fotografien von sich und mir und Präsident
Sadat hinüber mit der Bitte, sie zu signieren.
Zu dieser Zeit ging es gerade um Jerusalem, das sich als ein fast
unüberwindbäres Hindernis erwies und worüber wir später übereinkamen, es
nicht in das Rahmenwerk einzuschließen. Und statt meiner Unterschrift
unter diese Fotos zu setzen, wie es Präsident Sadat getan hatte, schickte
ich meine Sekretärin, Susan Clough hinüber und erhielt von einem seiner
Berater die Namen all seiner Enkel. Ich widmete diese Fotos dann persönlich
all seinen Enkeltöchtern und Enkelsöhnen, unterzeichnete und trug sie dann
zu ihm hinüber - und zwar in einem der angespanntesten Augenblicke -, ich
überreichte ihm die Fotos, und er begann, über den Zusammenbruch der Verhandlungen zu sprechen. Dann blickte er auf die Fotos und sah, daß ich
alle Namen seiner Enkelkinder darauf geschrieben und sie signiert hatte;
und dann begann er mir von seinem Lieblingsenkel zu erzählen sowie über die
Eigenheiten der verschiedenen anderen Enkelkinder und wir hatten ein ziemlich
gefühlsbetontes Gespräch über die Vorteile, die sich für meine beiden
Enkel sowie seine Enkelkinder ergeben könnten, wenn wir den Frieden erreichten.
Ich glaube, das löste die bestehende Spannung, die zu dem damaligen Zeitpunkt zu einem Hindernis für jede Art von Lösung hätte werden können.

Frage:

Welche Schlüsse ziehen Sie nun daraus hinsichtlich der Natur

- 18 -

�Natur dieser Probleme und ihrer Lösung?
Antwort: Sehen Sie, wenn Sie die Probleme unter dem Gesichtspunkt
betrachten, welche Wirkung sie auf die Menschen haben, auf kleine Kinder,
auf Familien, ja auf den Verlust des Lebens, dann erlangen Abkommen, die
Notwendigkeit für Abkommen, eine alles überragende Bedeutung. Wenn die
internationalen Anwälte nun die Dinge in die Hand nehmen und sich mit den
technischen Einzelheiten befassen - mit der Frage beispielsweise, ob ein
bestimmtes Ereignis sich in neun Monaten oder achteinhalb Monaten oder zehn
Monaten vollziehen soll oder noch früher, ob beispielsweise diese Demarkationslinie um einen bestimmten Hügel herumgeführt oder über ihn hinweggehen soll,
oder ob die Beobachtungstürme 150 Fuß hoch, 200 Fuß hoch, oder 125 Fuß hoch
sein sollen, dann erlangt die menschliche Dimension offensichtlich überragende Bedeutung, aber wenn dann wiederum die Verhandlungsführer sich an
einen Tisch setzen und mit ihren Gesprächen beginnen, besteht die Tendenz,
daß die menschliche Dimension immer geringer wird und daß man sich an den
legal istischen Einzelheiten, an dem Vertragstext sowie exakten Zeitplänen
festbeißt und historische Perspektiven keine Bedeutung mehr haben.

Ein weiteres Problem - und zwar eines der ernsthaftesten - war, daß
es in Camp David keine täglichen Presseunterrichtungen gab; und von dieser
Absprache gingen wir auch hier in Washington aus, als die Gespräche begannen,
daß nämlich keine Seite direkte Erklärungen gegenüber der Presse abgeben würde.
Wie Sie wissen, ist diese Absprache nicht eingehalten worden, und das hat
für uns weitere gewaltige und unnötige Probleme geschaffen.
Frage:

Sie meinen, daß es auf beiden Seiten undichte Stellen gab?

Antwort: Nicht nur undichte Stellen, sondern fast jeden Tag sehe
ich im Fernsehen Interviews von zumindest einer der beiden beteiligten
Seiten. In Camp David arbeitete ich ferner direkt mit den Staatschefs zusammen.
Hier in Washington arbeiten wir mit den Verhandlungsführern zusammen, und
diese wiederum berichten ihre Entscheidungen zurück an ihren Staatschef oder

- 19 -

�oder an das Kabinett, das Kabinett stößt sie wieder um, veranlaßt die
Verhandlungsführer zu einer Änderung des Textes oder auch nur eines Wortes,
und praktisch sind es dann die radikalsten Mitglieder der Regierungen, die
den Haupteinfluß auf den Verhandlungsprozeß ausüben - statt daß man die
Staatschefs in einer Entfernung von etwa 100 Metern hat (wie in Camp David)
und sie ein für alle mal diese Fragen lösen können.
Ich bin also der Meinung, daß die Nachfolgekonferenz von Camp David
viel mehr Zeit in Anspruch nimmt und weitaus frustrierender ist, als dies
in Camp David der Fall war, wo wir drei in erster Linie die Verhandlungen
geführt haben.
Frage:

Wenn ich das Logbuch von Camp David lese, dann ergibt sich

daraus, daß sie insgesamt 27 1/2 Stunden mit Sadat und 29 Stunden mit Begin
sowie 9 Stunden mit Sadat alleine und 6 Stunden mit Begin alleine verbracht
haben, wobei sonst niemand im Raum war - so wie es bei Roosevelt und
Churchill der Fall war.
Glauben Sie, daß Sie die meisten dieser größeren Fragen, denen wir uns
gegenüber sehen, lösen könnten, wenn Sie die Leute in einen Raum bekämen
und mit ihnen sprechen könnten? Man hat gesagt, daß Lyndon Johnson weitaus
mehr hätte erreichen können, hätte er nur die Leute einen nach dem anderen
überzeugen können, statt zum Fernsehen und zu öffentlichen Reden Zuflucht
zu nehmen.
Glauben Sie, daß andere Probleme, vor denen Sie stehen, gelöst werden
könnten, wenn Sie sich sozusagen Auge in Auge mit dem Gegner aussprechen
könnten?
Antwort:

Ich könnte keinen Erfolg garantieren, aber ich meine doch,

daß die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges ohne Frage größer wäre.

- 20 -

�- Die Amtseinführung Frage:

Das führt uns auf etwas zurück, was Sie auch schon vorhin

sagten, daß nämlich alles, was Sie tun, niemals in einem Sinne gesehen wird,
wie Sie es zu tun versuchen, daß Sie für viele Menschen in vielerlei Weise
erscheinen.

Wie lösen Sie diese Widersprüche?

Antwort: Das kann nicht ausbleiben. Das schwierigste Problem, mit
dem ich fertig werden muß, besteht darin, daß ich mich für die Menschen in
aller Welt nicht als einschichtigen oder ganz einfachen Charakter oder
Person darstelle.
Die Tagesordnung eines durchschnittlichen Arbeitstages für mich ist
unglaublich vielschichtig, und ich muß von einem Thema zum anderen übergehen, von innenpolitischen zu außenpolitischen Fragen, von einem Land zum
anderen, von einem Problem zum anderen.

Und es ist mir einfach nicht

möglich, in wenigen Worten zu sagen, was ich an diesem oder jenem Tag getan
habe, sodaß dieser vielschichtige Eindruck unausweichlich eintritt.
Das einzige, was ich nach meinem eigenen Wissen und Gewissen tun
kann, ist, jedes Problem um seiner selbst willen zu bedenken und eine
Entscheidung zu treffen, die nach meiner Überzeugung zu dem gegebenen
Zeitpunkt die beste für mein Land und für mein Volk ist.
Es ist natürlich ein Vorteil, gute Berater zu haben, und ich habe
gute Berater.
Ich bin kritisiert worden, weil ich mich zu sehr in die Einzelheiten
eines Problems einließe, aber das ist nun einmal meine Art, und ich glaube,
das zahlt sich gelegentlich sehr gut aus, da ich dadurch in der Lage bin,
die Vielschichtigkeit eines Problems zu verstehen, wenn die endgültige
Entscheidung getroffen werden muß. Ich brauche mich dann nicht ausschließlich
auf meine Berater zu verlassen, die nicht über das Wissen verfügen, das ich

- 21 -

�ich als Präsident allein haben kann.
Aber das ist wohl eine unerfüllbare Hoffnung eines jeden Politikers,
wie ich vermute, von allen bewundert zu werden, allein

eine klare Vor-

stellung von allen Themen zu haben, alles fein verpackt und verschnürt
zu haben, so daß es ohne jeden Zweifel von allen Seiten geprüft werden
kann, seinen Charakter von allen klar erkannt und die universelle Billigung
aller Menschen zu haben, die man vertritt.

All das sind unerfüllbare

Träume.
Frage:

Pat Cadell - er ist einer Ihrer Mitarbeiter - hielt vor kurzem

eine Rede, in der er erklärte, ein Präsident könne Erfolg haben, auch
wenn er wenig leiste, weil die Menschen draußen davon ausgingen, daß er
nicht viel leisten könne. Glauben Sie, daß das stimmt?
Antwort:
Frage:

Ich hoffe, daß ich den Beweis dafür nicht anzutreten brauche!
Wie ich hörte, wurden Sie, da wir von Details sprechen,

kritisiert, weil Sie die Liste geführt hätten, wer wann die Tennisplätze des Weißen Hauses benutzen darf.
Antwort:
Frage:
Antwort:

Tun Sie das noch?

Nein, und ich habe das übrigens auch niemals getan.
Das war also eine Falschmeldung?
Ja, ganz sicherlich.

Frage: Ernsthaft gesprochen, ist der Job zu groß? Ist die amerikanische
Regierung, die heute ein 500 Milliarden Dollar-Unternehmen ist, zu groß,
als daß sie von einem einzigen Chef gemanaged werden könnte?
Antwort: Nein, ich möchte nicht tauschen - ich sage das in dem
Bewußtsein, daß natürlich nicht eine Person alles tun kann. Aber der

- 22 -

�der Aufbau der amerikanischen Regierung ist noch immer der beste, den ich
mir vorstellen kann.

Es besteht eine gewaltige Aufteilung der Verantwortung

unter den verschiedenen Zweigen der Bundesregierung, eine angemessene Aufteilung der Verantwortung zwischen mir und den Gouverneuren der Einzelstaaten und den Bürgermeistern und den Kreisverwaltungen auf der kommunalen
Ebene, zwischen der Regierung und den einzelnen Bürgern.
Dieses Kräfteverhältnis hat sich historisch entwickelt, und es hat
sich, wie ich meine, zu dem gegenwärtigen Stand der Dinge entwickelt,
weil man in jedem Falle, in dem eine Änderung eingetreten ist, die Dinge
erprobt und sich die beste Lösung durchgesetzt hat. Aber es wäre ein
schwerer Fehler, eine solche Regierung, sagen wir mit Hilfe eines Ausschusses,
leiten zu wollen. Und ich bin sehr dankbar, daß ich die Mitglieder meines
Kabinetts selbst einstellen und entlassen kann. Ich berate mich mit meinem
Kabinett, und ich höre den Mitgliedern meines Kabinetts zu, aber die
Entscheidung treffe ich alleine. Ich brauche nicht abstimmen zu lassen
und mich nach einer Mehrheit in meinem eigenen Kabinett zu richten, und
wenn man sich vorstellen würde, daß es eine Dreipersonen-Präsidentschaft
gäbe, eine Person, die sich vielleicht um die Außenpolitik kümmert, eine
um die innenpolitischen Fragen und eine, die an der Spitze der Verwaltung
selbst stünde, dann wäre das sicherlich sehr viel schlechter als der
jetzige Zustand.

Ich finde unsere verfassungsmäßige Regelung gut. Wir haben eine
Exekutive mit verfassungsmäßig begrenzter Macht und eine Stimme, mit der
wir die Erwartungen und Hoffnungen unseres Landes richtig und genau, wie
ich glaube, unserem Volk zu Ausdruck bringen können.
Frage:
Antwort:

War Camp David der bisherige Höhepunkt Ihrer Regierungszeit?
Ich möchte sagen, die ersten zwölfeinhalb Tage waren

wahrscheinlich der Tiefpunkt meiner Regierungszeit, der letzte halbe
Tag in Camp David war einer der Höhepunkte.

- 23 -

Das ist alles schwer zu

�zu sagen.
Frage:

Was war für Sie der Tiefpunkt?

Waren Sie sich beispielsweise

in diesem Sommer der zunehmenden Zweifel an Ihrer Fähigkeit als Präsident
bewußt?
Antwort:

Es gab eine Flut von Nachrichten und Aufhängern in den

Wochenblättern und Leitartikeln überall im Lande, die eine Besorgnis
über meine Fähigkeit zum Ausdruck brachten, die Regierung zu leiten.
Ich weiß nicht, ob sie mehr verurteilend oder kritisch waren als
über frühere Präsidenten bis zurück zu Abraham Lincoln und noch weiter
zurück.

Jeder Präsident ist als unfähig und sogar als miserabel kritisiert

und abgetan worden.
Frage: Die Meinungsumfragen über Sie sind in diesem Sommer auch
sehr tief gesunken.
Antwort: Sie sind nicht so tief gefallen wie beispielsweise bei
Harry S. Truman während dessen Regierungszeit, aber sicherlich tiefer,
als ich es gerne gehabt hätte. Ich habe mir jedoch darüber niemals ausgesprochene Sorgen gemacht, denn ich konnte in dem Entwicklungsstadium
beispielsweise feststellen, daß in meinem Umgang mit dem Kongress Fortschritte in bezug auf Entschlüsse eintraten, die schließlich zu Entscheidungen führten, die zeigten, daß der 95. Kongreß auf eine sehr gute
Leistungsbilanz zurückblicken kann.
Und ich glaube, in den Konfrontationen mit dem Kongreß - als wir
uns über zwei oder drei Fragen stritten - habe ich mich durchgesetzt,
weil ich glaube, daß ich recht hatte und Prinzipien aufgestellt habe,
die für die Zukunft gut sein werden.
Aber ich habe auch niemals an meiner eigenen Entschlossenheit

- 24 -

�Entschlossenheit gezweifelt. Ich erkenne durchaus meine eigenen Grenzen
und Fehler. Ich bin nicht allwissend, und ich bin sicherlich nicht
allmächtig. Ich habe eine begrenzte Macht, begrenzte Vollmachten, und ich
versuche, die dem Amt selbst innewohnenden Mängel zu überwinden, so gut
ich kann.
Frage: In Kreisen, in denen ich mich umgehört habe, gibt es Leute,
die gesagt haben, daß Jimmy Carter ein Energiegesetz akzeptiert habe, das
nicht seinen Wünschen entsprach, daß Jimmy Carter sich mit einem Steuergesetz zufriedengegeben habe, das seinen Überzeugungen zuwiderlief, daß
Jimmy Carter einem aggressiven Kampf um eine Reform des Wohlfahrtsprogramms
ausgewichen sei, daß er beim Krankenhauskostendämpfungsgesetz verloren
habe, daß er im Bildungswesen nicht vorankomme. In gewisser Weise sagten
die Leute, daß Jimmy Carter, der versprochen habe, Befähigung und Leistungsfähigkeit in die Regierung zu bringen, an jeder Front gescheitert sei und
sich mit Kompromissen zufriedengebe, die er vorher nicht wollte. Und daraus
ist, wie ich glaube, die Vorstellung von einem schwachen Präsidenten entstanden - von einem Präsidenten, der an einer Front nach der anderen
Niederlagen erleidet.
Antwort:

Das endgültige gesetzgeberische Pensum, wie es verabschiedet

wurde, ist, wie ich meine, ein großes Verdienst des Kongresses und zeigt
eine gute Verträglichkeit zwischen den Parlamentariern und mir und darf
uns alle mit Stolz erfüllen.
Die Tatsache, daß nur sehr wenige Mitglieder des Kongresses bei der
letzten Wahl unterlagen - im Vergleich zu früheren "Zwischenwahlen" ist gut. Wir haben noch immer mehr als 60 Prozent Demokraten im Repräsentantenhaus, über 60 Prozent im Senat und, wie ich glaube, auch rund
60 Prozent bei den Gouverneuren. Das ist doch eine Bestätigung für die
Leistungen der Demokratischen Partei.
•

•

Aber ich glaube, ich muß fairerweise sagen, daß es Zeiten gab, jijn

- 25 -

�in denen ich Kompromisse unterhalb der Schwelle dessen abschließen mußte,
was ich vom Kongreß gefordert hatte.
Energiegesetzes

Wir haben etwa 65 Prozent des

erreicht, das wir dem Kongreß ursprünglich unterbreitet

hatten, vor allem was die Einsparung von Importöl angeht - d.h. etwa
2,5 Millionen Barrel pro Tag statt der 4,5 Millionen Barrel wie vorgesehen.
Ich hätte gerne alles erreicht.
werde

Aber ich bin ja noch im Amt, und ich

später versuchen, noch einiges mehr zu erreichen.

- Die Steuergesetzgebung Frage: Nehmen wir einmal das Steuergesetz; während des Wahl kämpfes
haben Sie erklärt, unser Steuersystem sei eine Schande für die Menschheit.
Das Steuergesetz, das Sie jetzt unterschrieben haben, ist ein Gesetz, das
den großen Steuerzahlern den größten und den kleineren Steuerzahlern den
kleineren Abschlag gewährt. Haben Sie dieses Gesetz mit ruhigem Gewissen
unterzeichnet?
Antwort:

Das ist nicht ganz fair, denn obwohl das Gesetz hinter den

Reformen zurückgeblieben ist, für die ich eingetreten bin, bringt es doch
wesentliche Steuererleichterungen für alle Steuerzahler, und es ist ein
einigermaßen ausgewogenes Gesetz, soweit das möglich ist.
Es war notwendig, daß ein Gesetz verabschiedet wurde - und verglichen
mit der Version, die das Repräsentantenhaus verabschiedet hat, oder
verglichen mit der Version, die der Senat verabschiedet hat, ist der
Kompromiß, der erreicht wurde, besser als jede der beiden vorigen Versionen.
Wenn ich mein Veto gegen das Gesetz eingelegt hätte, nachdem der
Kongreß es mir zugeleitet hatte, dann hätte das mit Wirkung vom 1.1. des
neuen Jahres ein gewaltiges Mehr an Steuern für das amerikanische Volk

- 26 -

�Volk bedeutet - nicht nur ein Verlust einer Steuersenkung von rund
20 Milliarden Dollar, die wir erreicht haben, sondern auch den Verlust
von rund 13 Milliarden Dollar an Steuersenkungen, die im vorigen Jahr
beschlossen worden sind.
Das war also ein Fall, bei dem die Entscheidung schwierig war.

Als

ich wenige Tage vor der Vertagung des Kongresses mit den führenden
Vertretern des Repräsentantenhauses und des Senats zusammentraf - AI Ullman
im Haus und Russell im Senat - habe ich ihnen erklärt:
akzeptieren, und das werde ich nicht akzeptieren".
meinen Vorstellungen gefolgt.

"Das werde ich

Sie sind im wesentlichen

Wenn es auch hinter dem zurückgeblieben ist,

was ich gerne gehabt hätte, so wäre doch mein Veto gegen das Gesetz ein
ganz schwerer Fehler gewesen.

- Die Demokratische Partei Frage:

Die Erläuterung, die rationelle Erklärung, die in Washington

für eine ganze Reihe von Kompromissen notwendig ist, bringt mich zu der
Frage, welchen Weg die Demokratische Partei nach Ihrer Auffassung einschlagen wird.

Wie Sie wissen, haben die Demokraten eine Tradition, die

Macht der Regierung zu benutzen, um die Unausgewogenheiten und die Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Wirtschaft zu korrigieren, Neuland
zu betreten, auszugleichen und Risiken zu übernehmen.

Republikaner werden

im allgemeinen gewählt, um zu managen, zu stabilisieren, die Zügel nur
leicht anzuziehen.
Howard Baker - der Fraktionsführer der republikanischen Minderheit
im Senat - erzählt in der ganzen Stadt herum: "Die Demokraten singen
unser Lied, ein republikanisches Lied". Und viele Leute sagen, was da
in Washington neugeboren worden ist, sei eine konservative Administration
mit einem demokratischen Präsidenten und republikanischen Institutionen.

- 27 -

�Institutionen.

Glauben Sie, das könne man so sagen?

übernimmt die

Demokratische Partei tatsächlich das Gedankengut der Republikaner?
Antwort:

Nein, das glaube ich nicht.

Die Demokratische Partei war

immer eine Partei des Mitgefühls und der Sorge um die Bevölkerung unseres
Landes.

Wir waren schon immer darauf aus, jemandem eine helfende Hand zu

reichen, der keine ausreichende Chance im Leben hatte, auf eigenen Füßen
zu stehen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, sein eigenes Schicksal
zu meistern, eine Bildung zu erhalten, wo sie fehlt, eine bessere Gesundheitsfürsorge, eine bessere Ernährung, eine gesicherte Altersversorgung,
bessere Straßen zu erhalten.

Das sind die Dinge, die die Demokratische

Partei schon immer auf ihre Fahnen geschrieben und für die sie sich immer
eingesetzt hat.
Ich habe das schon sehr früh in meiner Regierungstätigkeit als
Gouverneur von Georgia erkannt, daß wir als Demokraten einen unverdienten
Ruf hatten, in Geldsachen nicht verantwortungsbewußt und in der Verwaltung
nicht kompetent zu sein.

Eine meiner großen Kampagnen während meiner

Zeit als Gouverneur war eine Reorganisation der Regierung, eine Einschränkung
der Bürokratie, eine Senkung der Steuern, eine saubere Haushaltsführung,
und meinen Wahl kämpf um die Präsidentschaft habe ich mit diesem Programm
bestritten.

Und wir haben bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen, seit ich

hier in Washington bin.
Wir werden das Haushaltsdefizit um über die Hälfte dessen gesenkt
haben, was der republikanischen Administration zur Verfügung stand,
als sie aus dem Amt ging.
Wir werden eine Reform des öffentlichen Dienstes (Civil Service)
verabschiedet haben, um zur Abwechslung einmal die Bürokratie in den
Griff zu bekommen. Wir haben 28 bis 30 Milliarden Dollar an Steuersenkungen erreicht. Gleichzeitig hatten wir die größte Anweisung er-

- 28 -

�erhöhter Mittel für ein besseres Bildungswesen, das das Land je gebabt hat.
Wir haben in fast beispielloser Weise Städten und Gemeinden Hilfe
zuteil werden lassen. Wir haben ein Wohnungsbauprogramm von über zwei
Millionen Einheiten pro Jahr aufrechterhalten, Es ist uns durch eine
straffe Verwaltung der finanziellen Mittel gelungen, eine Versorgung unseres
Volkes mit guten Dienstleistungen mit einem sparsamen Haushalt, einer
Senkung der Defizite und einer Senkung der Steuern zu kombinieren. Und
es ist meiner Ansicht nach nicht unvereinbar, diese beiden Dinge miteinander
zu kombinieren.
Man kann ein Kind nicht mit Unfähigkeit, Verschwendung
und Korruption ausbilden. Man kann einen Hungrigen nicht mit Unfähigkeit,
Verschwendung oder Korruption speisen. Und ich glaube, daß die Demokraten
jetzt zurecht einen Ruf der kompetenten Verwaltung gewonnen haben, dessen
sie sich früher nicht erfreuten.
Ich kann durchaus verstehen, daß sich die Republikaner jetzt beklagen,
denn sie können nicht mehr erfolgreich behaupten, daß die Demokraten nicht
gleichzeitig mitfühlend, besorgt und kompetent sein könnten.
Frage: Wenn Sie ein schwarzer Teenager in einem Getto wären, wenn
Sie einer der Millionen von Menschen wären, die in unserer Wirtschaft
überzählig sind, die in unserer Wirtschaft, in unserer Gesellschaft keine
positive Rolle haben, hätten Sie dann aus den Ergebnissen der Wahl am
7. November großen Mut geschöpft?
Antwort: Das ist schwer zu sagen, wenn man die Ergebnisse analysiert.
Die Republikaner haben einige Sitze im Repräsentantenhaus dazugewonnen ich glaube etwa ein Dutzend - und einige wenige Sitze im Senat. Natürlich
dürfte es niemanden ermutigen, daß die Republikaner mehr Sitze haben.

- 29 -

�- Die wirtschaftlichen Aussichten Frage:

Ich meine jetzt mehr das Vokabular, das viele Demokraten be-

nutzen - das fast jeder benutzte - da wird von Einschränkungen, Auffanglinien, Steuersenkungen usw. gesprochen, was alles zusammen eine völlig
andere Einstellung zur Regierungsmacht bedeuten würde, als es die traditionelle demokratische Einstellung war.
Antwort:

Ich weiß jetzt, was Sie meinen.

Das ist natürlich schwer

zu sagen, denn für eine bestimmte Person, die keine Arbeit hat, ist das
wichtigste, einen Arbeitsplatz zu finden.
In den letzten 20 Monaten etwa haben wir in der amerikanischen Wirtschaft
netto fast sieben Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Wir haben die
Arbeitslosenrate um rund 25 Prozent gesenkt.
Was die Landwirtschaft angeht, so haben wir deren Einkommen gesteigert das Nettoeinkommen um rund 25 Prozent - und wir halten zusätzliche Verpflichtungen für eine bessere Bildung, bessere

Wohnungen usw. aufrecht.

Nun herrscht allerdings allgemein die Ansicht unter jenen, die zu den
ganz untersten Einkommensgruppen gehören, und unter jenen im Ruhestand
lebenden Personen, deren Einkommen festliegt, daß die größte Bedrohung
unseres Landes die Inflation sei. Ich glaube, die Kandidaten für den
Kongreß und die Anwärter auf Gouverneursposten hatten sehr wohl erkannt,
daß der Bekämpfung der Inflation eine sehr hohe Priorität eingeräumt
werden mußte.
Damit verbunden ist eine sehr knappe Haushaltsführung, ein Abbau
der Defizite und eine Demonstration unserer Wirtschaft gegenüber der
Regierung und gegenüber dem Privatsektor, daß wir eine verantwortungsbewußte Geldpolitik betreiben.
Ich glaube,

- 30 -

�Ich glaube, auf lange Sicht ist es im Leben eines Menschen ebenso
wichtig, die Inflationslast zu erleichtern wie die Löhne zu erhöhen oder
den Preis für verkaufte Erzeugnisse.
Auf der Kontrolle der Inflation liegt wohl ein neuer Schwerpunkt, was
aber nicht heißt, daß wir das Streben nach neuen Arbeitsplätzen, nach
einem besseren Leben für die Menschen, die in unserem Lande wohnen, aufgegeben hätten.
Frage: Aber es ist doch wahrscheinlich so, daß bei einem Erfolg
Ihres Kampfes gegen die Inflation einige Menschen ihren Arbeitsplatz
verlieren, oder nicht?
Antwort: Ich glaube nicht, daß dies der Fall sein wird. Auf jeden
Fall ist so etwas nicht vorgesehen. Ich glaube, daß die Zahl der Arbeitsplätze in jedem Jahr, in dem ich im Amt bin, zunehmen wird. Das Tempo
der Zunahme mag vielleicht nachlassen und sich einpendeln, aber ich glaube
nicht, daß es einen Nettoverlust in der Zahl der Arbeitsplätze in unserem
Lande geben wird.
Frage:

Eine ganze Reihe privater Wirtschaftsexperten sagt für 1980

eine Abwärtsbewegung voraus. Wie können Sie das vermeiden, wenn Sie
wirklich den Druck auf Zinssätze und auf den Wohnungsbau und den Druck
zur Beendigung des Wachstums der Inflationsrate aufrechterhalten?

Haben

Sie da einen neuen Trick auf Lager?
Antwort:

Nein, hier gibt es keine Tricks, und auch hier wiederum

handelt es sich um eine schwierige Entscheidung, die wohl ausgewogen sein
muß.

Aber ob wir es uns leisten können, die gewaltigen Defizite zu er-

höhen, indem wir Geld ausgeben, das wir gar nicht haben, und meinen, dem
amerikanischen Volk damit etwas Gutes zu tun, ist eine schwierige Frage.
Ich glaube nicht, daß wir das können.
Ich meine,
- 31 -

�Ich meine, wir brauchen sorgfältige Haushaltsführung, genauer gezielte Dienstleistungen der Regierung, um den Ansprüchen jener gerecht
zu werden, die sie am dringendsten brauchen - kombiniert mit einer Wiederherstellung des Vertrauens in die Fähigkeit unserer Regierung, mit
fiskalischen, währungspolitischen und administrativen Aufgaben fertig
zu werden.
Und es gibt Zeiten, in denen diese Dinge in einem Gegensatz zueinander stehen, aber wir haben jetzt zehn Jahre lang eine Inflation erlebt, die im Schnitt etwa 6,5 Prozent betrug, und ich glaube, daß fast
alle Wirtschaftler - selbst jene, die meinen, wir könnten im nächsten Jahr
eine Rezession erleben - sich darüber einig sind, daß wir etwas tun müssen,
um die Inflationsrate zu senken.
Frage:

Einige Ihrer Mitarbeiter, mit denen ich heute Vormittag ge-

sprochen habe, erklärten mir, daß sie eine neue Haltung Ihrerseits spürten,
einen neuen Geist des Vertrauens, und sie schreiben das der Tatsache zu,
daß Sie in Ihrem Geist einige sehr harte Entscheidungen an der Inflationsfront getroffen haben und bei diesen Entscheidungen bleiben werden.
das richtig?

Ist

Stimmen die Vorstellungen dieser Leute?

Antwort: Ich habe nicht das Gefühl, daß ich heute kompetenter oder
aggressiver oder meiner selbst sicherer wäre als früher. Seit ich im
Amte bin, haben wir einige sehr schwierige Entscheidungen treffen müssen.
Ich habe den Eindruck, daß jeden Tag schwierige Entscheidungen getroffen werden mußten.
Aber je länger ich im Amt bin, desto eher weiß ich natürlich, was
notwendig ist. Ich begreife den Aufbau der Regierung besser. Ich kenne
die führenden Persönlichkeiten in Washington und außerhalb Washingtons
besser, die mithelfen, die Politik unseres Landes und die Zukunft unseres
Landes zu gestalten.
Der 95. Kongreß
- 32 -

�Der 95. Kongreß hat seine Arbeit abgeschlossen.

Er hat, glaube ich,

600 oder 700 Gesetze verabschiedet, die meine eigenen Programme klären
helfen.

Wir versuchen, das Beste aus den Entscheidungen des Kongresses

zu machen, und ich bin mir sicherlich über die Möglichkeiten und die
Grenzen des Präsidentenamtes besser im klaren.

- Kritik an der Presse Frage:

Was haben Sie von Washington gelernt?

Antwort: Ich mag Washington sehr gerne. Wir waren, das ist wohl das
Geringste, was man sagen kann, Neulinge hier. Ich kannte die führenden
Mitglieder des Kongresses nicht. Ich kannte die Vertreter der Massenmedien
nicht - außer denen, die mich im Wahl kämpf begleiteten. Und sie kannten
mich nicht. Ich mußte viel lernen, was die bürokratische Struktur der
Regierung angeht. Ich hatte natürlich keinen Zugang zu den Geheimnissen
der nationalen Verteidigung oder der internationalen Beziehungen, und
ich habe etwa 18 Monate nicht nur als Präsidnet, sondern auch als Schüler
gebraucht, um zu erfahren, was ich vorher nicht wußte.
Es hat meinerseits keine großen Enttäuschungen gegeben. Ich habe
gestern einigen Journalisten beim Essen erzählt, daß es zwei Dinge
gab, die für mich eine unangenehme Überraschung waren. Eines war die
Untätigkeit des Kongresses, daß es so lange dauert, bis eine komplizierte
Vorlage durch den Kongreß gegangen ist, und das andere war die Verantwortungslosigkeit der Presse.
Frage:
Antwort:

Verantwortungslosigkeit?
Ja!

- 33 -

�Frage:
Antwort:

Was meinen Sie damit?
Sehr oft waren Berichte unrichtig.

Wenn ich daran denke,

daß oft eine einfache Recherche der Tatsachen durch einen Anruf oder eine
persönliche Nachfrage eine schwere Verzerrung des Berichts hätte verhindern
können.

Und es herrscht auch ein Gefühl des Zweifels oder sogar des

Zynismus hinsichtlich der Regierung und hinsichtlich ihrer Programme und
Vorschläge, was sicherlich durch die Erfahrungen von Vietnam hervorgerufen
wurde, durch die Tatsache, daß die Öffentlichkeit während Watergale getäuscht
wurde, und vielleicht sogar vom CIA, wie ich vorhin andeutete.
Viel davon wurde sicherlich auch durch meine Unzugänglichkeit verursacht und dadurch, daß ich die Presse nicht kannte und die Presse mich
nicht kannte.

In den letzten Monaten haben wir Schritte getan, um sicher-

zustellen, daß wir einander besser verstehen, damit ich die Möglichkeit
habe und meine Kabinettsmitglieder die Möglichkeit haben, dem amerikanischen
Volk die Fakten durch die Presse klar zu vermitteln und umgekehrt.
Frage:

Ist das das Werk Ihres Medienzars, Mr. Rafshoon?

Was hat er Ihnen geraten, wie Sie richtig ankommen?
Antwort: Wir waren alle gemeinsam der Überzeugung, daß wir einen
klaren Zugang zur Öffentlichkeit durch die Presse brauchten - unverzerrt,
wahr. Nicht, daß wir versuchen wollten, Fehler zu vertuschen; sondern
daß alle jene, die berichten, wirklich wissen, daß sie Zugang zu mir oder
zu Jody Powell, zu Hamilton Jordan, zu Mitgliedern meines Kabinetts oder
anderen haben, daß sie anrufen und fragen können, ob das oder jenes stimmt
oder nicht.
Wir sind uns alle darüber im klaren, was für verheerende Folgen eine
irreführende Erklärung oder eine falsche Erklärung hätte, denn dadurch
würde unsere Glaubwürdigkeit erschüttert, und wir haben alles in unseren

- 34 -

�unseren Kräften stehende getan, um das zu verhindern.
Aber ich glaube, wir haben in dieser Hinsicht einige Fortschritte
erzielt, und ich verstehe heute den Kongreß sehr viel besser.

Ich kenne

das Tempo, mit dem man bei der Behandlung einer Vorlage im Kongreß rechnen
muß.

Ich verstehe die Kompliziertheit des Ausschuß-Systems, das gegenseitige

Verhältnis zwischen Repräsentantenhaus und Senat.
Und ich glaube, daß es uns auch sehr viel besser gelingt, der Presse
Zugang zu den Fakten zu verschaffen.
Frage:

Die Stunde ist um, sollen wir aufhören?

Antwort:
Frage:

Ich glaube, wir hören besser auf, wenn die Stunde um ist.
Im Namen des öffentlichen Fernsehens danke ich Ihnen, daß Sie

sich diese Zeit genommen haben.
Antwort:

Ich danke Ihnen, Bill.

+ + + ++

- 35 -

�29. November 1978

28

DIE ENDERGEBNISSE DER US-WAHLEN VOM 7. NOVEMBER 1978

LISTE DER GOUVERNEURE DER 50 EINZELSTAATEN DER USA
DER NEUE SENAT DER VEREINIGTEN STAATEN
DAS NEUE REPRÄSENTANTENHAUS DER VEREINIGTEN STAATEN

WASHINGTON - (AD) - Im folgenden bringen wir nach Staaten geordnet
eine Aufstellung der Namen der Gouverneure der 50 Einzelstaaten der
Vereinigten Staaten von Amerika (18 wurden neu gewählt), eine Liste der
Senatoren (ein Drittel wurde neu gewählt) und eine Liste der Mitglieder
des Repräsentantenhauses.
(D) bedeutet Mitglied der Demokratischen Partei
(R) bedeutet Mitglied der Republikanischen Partei
(N) bedeutet neugewählt.
(Da alle Mitglieder des Repräsentantenhauses zur Wahl standen sind alle
nicht mit (N) gezeichneten wiedergewählt worden)

Postfach 20 03 00
D5300 Bonn 2

Tel: 02221-89 32 40
Telex:08-85432

�LISTE DER GOUVERNEURE DER 50 EINZELSTAATEN der USA
32 Demokraten, 18 Republikaner

STAATEN

NAMEN

Alabama

Forrest James (D) (N)

Alaska

Jay Hammond (R)

Arizona

Bruce Babbitt (D)

Arkansas

Bill Clinton (D) (N)

California

Edmund G. Brown, Jr. (D)

Colorado

Richard D. Lamm (D)

Connecticut

Ella T. Grasso (D)

Delaware

Pierre S. Du Pont (R)

Florida

Robert Graham (D) (N)

Georgia

George Bushbee (D)

Hawaii

George R. Ariyoshi (D)

Idaho
Illinois
Indiana
Iowa
Kansas

John V. Evans (D)
James R. Thompson (R)
Otis R. Bowen (R)
•

Robert D. Ray (R)
John Carlin (D) (N)

Kentucky
Louisiana
Maine
Maryland
Massachusetts
Michigan

Julian Carroll (D)

Minnesota

Albert Quie (R) (N)

Mississippi

Charles C. Finch (D)

Missouri

Joseph P. Teasdale (D)

Edwin W. Edwards (D)
Joseph Brennan (D) (N)
Harry R. Hughes (D) (N)
Edward King (D) (N)
William G. Milliken (R)

�STAATEN

NAMEN

Montana

Thomas L. Judge (D)

Nebraska

Charles Thone (R) (N)

Nevada

Robert List (R) (N)

New Hampshire

Hugh Gallen (D) (N)

New Jersey

Brendan T. Byrne (D)

New Mexiko

Bruce King (D) (N)

New York

Hugh L. Garey (D)

North Carolina

James B. Hunt, Jr. (D)

North Dakota

Arthur A. Link (D)

Ohio

James A. Rhodes (R)

Oklahoma

George Nigh (D) (N)

Oregon

Victor Atiyeh (R) (N)

Pennsylvania

Richard Thornburgh (R) (N)

Rhode Island

J. Joseph Garrahy (D)

South Carolina

Richard Riley (D) (N)

South Dakota

William Janklow (R) (N)

Tennessee

Lamar Alexander (R) (N)

Texas

William P. Clements (R) (N)

Utah

Scott M. Matheson (D)

Vermont

Richard A. Snelling (R)

Virginia

John Dal ton (R)

Washington

Dixy Lee Ray (D)

West V i r g i n i a

John D. Rockefeller 4th (D)

Wisconsin

Lee Sherman Dreyfus (R) (N)

Wyomi ng

Ed Herschier (D)

- 3-

�DER NEUE SENAT DER VEREINIGTEN STAATEN
58 Demokraten, 41 Republikaner, 1 Unabhängiger

STAATEN

NAMEN

Alabama

Howell Heflin (D) (N); Donald Steward (D) (N)

Alaska
Arizona

Theodore Stevens (R); Mike Gravel (D)
Barry Goldwater (R); Dennis Deconcini (D)

Arkansas

Dale Bumpers (D); David Pryor (D) (N)

California
Colorado

Alan Cranston (D); S.I. Hayakawa (R)
Gary Hart (D); William L. Armstrong (R) (N)

Connecticut

Abraham A. Ribicoff (D); Lowell P. Weicker, Jr., (R)

Delaware

William V. Roth Jr. (R); Joseph R. Biden, Jr. (D)

Florida

Lawton Chiles (D); Richard Stone (D)

Georgia
Idaho

Herman E. Talmadge (D); Sam Nunn (D)
Daniel K. Inouye (D); Spark M. Matsunaga (D)
Frank Church (D); James A. McClure (R)

Illinois

Charles H. Percy (R); Adlai E. Stevenson (D)

Indiana

Birch Bayh (D); Richard C. Lugar (R)

Iowa

John C. Culver (D); Roger Jepsen (R) (N)

Kansas
Kentucky
Louisiana
Maine
Maryland
Massachusetts
Michigan

Bob Dole (R); Nancy Kassebaum (R) (N)
Walter Huddieston (D); Wendel 1 H. Ford (D)
Russell B. Long (D); J. Bennet Johnston (D)
Edmund S. Muskie (D); William S Cohen (R) (N)
Charles MCC. Mathias (R); Paul S. Sarbanes (D)
Edward M. Kennedy (D); Paul E. Tsongas (D) (N)

Minnesota
Mississippi

Rudy Boschwitz (R) (N); David Durenberger (R) (N)
John C. Stennis (D); Thad Cochran (R) (N)

Missouri

Thomas F. Eagleton (D); John C. Danforth (R)

Hawaii

Donald W. Riegle, Jr. (D); Carl Levin (D) (N)

- 4 -

�STAATEN

NAMEN

Montana

John Melcher (D); Max Baucus (D) (N)

Nebraska

Edward Zorinsky (D); J.J. Exon (D) (N)

Nevada
New Hampshire

Howard W. Cannon (D); Paul Laxalt (R)
John A. Durkin (D); Gordon Humphrey (R) (N)

New Jersey

Harrison A. Williams (D); Bill Bradley (D) (N)

New Mexiko
New York

Pete V. Domenici (R); Harrison H. Schmitt (R)
Jacob K. Javits (R); Daniel P. Moynihan (D)

North Carolina

Jesse Helms (R); Robert Morgan (D)

North Dakota

Milton R. Young (R); Quentin N. Burdick (D)

Ohio
Oklahoma

John Glenn (D); Howard M. Metzenbaum (D)

Oregon
Pennsylvania

Mark 0. Hatfield (R); Bob Packwood (R)
Richard S. Schweiker (R); J. John Heinz 3rd (R)

Rhode Island
South Carolina

Claiborne Pell (D); John H. Chafee (R)
Strom Thurmond (R); Ernest F. Hollings (D)

South Dakota
Tennessee
Texas

George S. McGovern (D); Larry Pressler (R) (N)

Utah
Vermont
Virginia
Washington
West Virginia
Wisconsin

Jake Garn (R); Orrin G. Hatch (R)
Robert T. Stafford (R); Patrick J. Leahy (D)
Harry F. Byrd, Jr. (U); John Warner (R) (N)
Warren G. Magnuson (D); Henry M. Jackson (D)
Jennings Randolph (D); Robert C. Byrd (D)
William Proxmire (D); Caylord Nelson (D)

Wyoming

Malcolm Wallop (R); Alan K. Simpson (R) (N)

Henry Bellmon (R); David Boren (D) (N)

Howard H. Baker, Jr. (R); James R. Sasser (D)
John G. Tower (R); Lloyd M. Bentsen (D)

- 5 -

�DAS NEUE REPRÄSENTANTENHAUS DER VEREINIGTEN STAATEN
276 Demokraten, 159 Republikaner

ALABAMA
Jack Edwards (R)
William Dickinson (R)
Bill Nichols (D)
Tom Bevill (D)
Ronnie Flippo (D)
John Buchanan (R)
Richard Shelby (D) (N)
ALASKA
Don Young (R)
ARIZONA
John Rhodes (R)
Morris K. Udall (D)
Bob Stump (D)
Eldon Rudd (R)
ARKANSAS
Bill Alexander (D)
Edwin R. Bethune, Jr. (R) (N)
John P. Hammerschmidt (R)
Beryl Anthony (D) (N)

- 6 -

�CALIFORNIA
Harold T, Johnson (D)
Don H. Clausen (R)
Robert T. Matsui (D) (N)
Vic Fazio (D) (N)
John L. Burton (D)
Phillip Burton (D)
George Miller (D)
Ronald V. Dellums (D)
Fortney H. Stark (D)
Don Edwards (D)
Leo J, Ryan (D)
Paul McCloskey (R)
Norman Y. Mineta (D)
Norman Shumway (R) (N)
Tony Coelho (D) (N)
Leon Panetta (D)
Charles Pashayan (R) (N)
Bill Thomas (R) (N)
Robert J. Lagomarsino (R)
Barry M. Goldwater Jr. (R)
James C. Corman (D)
Carlos J. Moorhead (R)
Anthony Beilenson (D)
Henry A. Waxman (D)
Edward R. Roybai (D)
John H. Rousselot (R)
Robert K. Dornan (R)
Julian Dixon (D) (N)
Augustus F. Hawkins (D)
George E. Danielson (D)
Charles H. Wilson (D)
Glenn M, Anderson (D)

Wayne Grisham (R) (N)
Dan Lungren (R) (N)
Jim Lloyd (D)
George E. Brown Jr. (D)
Jerry Lewis (R) (N)
Jerry M. Patterson (D)
William Dannemeyer (R) (N)
Robert E. Badham (R)
Bob Wilson (R)
Lionel Van Deerlin (D)
Clair Burgener (R)

- 7 -

�COLORADO
Patricia Schroeder (D)
Timothy Wirth (D)
Ray Kogovsek (D) (N)
James Johnson (R)
Ken Kramer (R) (N)
CONNECTICUT
William R. Cotter (D)
Christopher J. Dodd (D)
Robert N. Giaimo (D)
Stewart B. McKinney (R)
William Ratchford (D) (N)
Anthony Moffett (D)
DELAWARE
Thomas Evans (R)
FLORIDA
Earl Hutto (D) (N)
Don Fuqua (D)
Charles Bennett (D)
Bill Chappell (D)
Richard Kelly (R)
C.W. Young (R)
Sam Gibbons (D)
Andy Ireland (D)
Bill Nelson (D) (N)
L.A. Barans (R)
Dan Mica (D) (N)
Ed Stack (D) (N)
William Lehman (D)
Claude Pepper (D)
Dante Fascell (D)
- 8 -

�GEORGIA
Bo Ginn (D)
Dawson Mathis (D)
Jack Brinkley (D)
Elliott Levitas (D)
Wyche Fowler (D)
Newt Gingrich (R) (N)
Larry McDonald (D)
Billy Lee Evans (D)
Ed Jenkins (D)
Doug Barnard (D)
HAWAII
Cecil Heftel (D)
Daniel Akaka (D)
IDAHO
Steven D. Symms (R)
George V. Hansen (R)
ILLINOIS
Bennett Stewart (D) (N)
Morgan F. Murphy (D)
Martin Russo (D)
Edward J. Derwinski (R)
John G. Fary (D)
Henry J. Hyde (R)
Cardiss Collins (D)
Dan Rostenkowski (D)
Sidney R. Yates (D)
Abner Mikva (D)
Frank Annuzio (D)
Phillip M. Crane (R)

Robert McClory (R)
John N. Erlenborn (R)
Tom Corcoran (R)
John B. Anderson (R)
George M. 0"Brian (R)
Robert H. Michel (R)
Tom Railsback (R)
Paul Findley (R)
Edward Madigan (R)
Daniel B. Crane (R) (N)
Melvin Price (D)
Paul Simon (D)

- 9 -

�INDIANA
Adam Benjamin Jr. (D)
Floyd J. Fithian (D)
John Brademas (D)
J. Danforth Quayle (R)
Elwood Hillis (R)
David Evans (D)
John R. Myers (R)
H. Joel Deckard (R) (N)
Lee H. Hamilton (D)
Philip R. Sharp (D)
Andrew Jacobs Jr. (D)
IOWA
James A.S. Leach (R)
Tom Tauke (R) (N)
Charles E. Grassley (R)
Neal Smith (D)
Tom Harkin (D)
Berkley Bedell (D)
KANSAS
Keith G. Sebelius (R)
Jim Jeffries (R) (N)
Larry Winn Jr. (R)
Dan Glickman (D)
Robert Whittaker (R) (N)

- 10 -

�KENTUCKY
Carroll Hubbard Jr. (D)
William H. Natcher (D)
Romano L. Mazzoli (D)
Gene Synder (R)
Tim Lee Carter (R)
Larry Hopkins (R) (N)
Carl D. Perkins (D)
LOUISIANA
Bob Livingston (R)
Lindy Boggs (D)
David Treen (R)
Claude Leach (D) (N)
Jerry Huckaby (D)
W. Henson Moore (R)
John Breaux (D)
Gillis Long (D)
MAINE
David F. Emery (R)
Olympia Snowe (R) (N)
MARYLAND
Robert Bauman (R)
Clarence Long (D)
Barbara Mikulski (D)
Majorie Holt (R)
Gladys Spellman (D)
Beverly Byron (D)
Parren Mitchell (D)
Michael Barnes (D) (N)

- 11 -

�MASSACHUSETTS
Silvio 0. Conte (R)
Edward Boland (D)
Joseph Early (D)
Robert Drinan (D)
James Shannon (D) (N)
Nicholas Mavroules (D) (N)
Edward Markey (D)
Thomas P. O'Neill Jr. (D)
Joe Moakley (D)
Margaret Heckler (R)
Brian Donnelly (D) (N)
Gerry Studds (D)
MICHIGAN
John Conyers (D)
Carl Pursei 1 (R)
Howard Wolpe (D) (N)
David Stockman (R)
Harold Sawyer (R)
Bob Carr (D)
Dale Kildee (D)
Bob Traxler (D)
Guy Vander Jagt (R)
Don Albosta (D) (N)
Robert Davis (R) (N)
David Bonior (D)
Charles Diggs (D)
Lucien Nedzi (D)
William Ford (D)
John Dingell (D)
William Brodhead (D)
James Blanchard (D)
William Broomfield (R)
- 12 -

�MINNESOTA
Arien Erdahl (R) (N)
Tom Hagedorn (R)
Bill Frenzel (R)
Bruce Vento (D)
Martin Sabo (D) (N)
Richard Nolan (D)
Arlan Stangeland (R)
James Oberstar (D)
MISSISSIPPI
Jamie L. Whitten (D)
David R. Bowen (D)
G.V. Sonny Montgomery (D)
Jon Hinson (R) (N)
Trent Lott (R)
MISSOURI
William Clay (D)
Robert A. Young (D)
Richard A. Gephardt (D)
Ike Skelton (D)
Richard Bolling (D)
E. Thomas Coleman (R)
Gene Taylor (R)
Richard H. Ichord (D)
Harold L. Volkmer (D)
Bill D. Burlison (D)
MONTANA
Pat Williams (D) (N)
Ron Marlenee (R)

- 13 -

�NEBRASKA
Douglas Befeuter (R) (N)
John Cavanaugh (D)
Virginia Smith (R)
NEVADA
Jim Santini (D)
NEW HAMPSHIRE
Norman D'Amours (D)
James Cleveland (R)
NEW JERSEY
James J. Florio (D)
William J. Hughes (D)
James J. Howard (D)
Frank Thompson Jr. (D)
Millicent Fenwick (R)
Edwin B. Forsythe (R)
Andrew Maguirel (D)
Robert A. Roe (D)
Harold C. Hollenbeck (R)
Peter W. Rodino Jr. (D)
Joseph G. Minish (D)
Matthew J. Rinaldo (R)
Jim Courter (R) (N)
Frank J. Guarini (D) (N)
Edward J. Patten (D)
NEW MEXIKO
Manuel Lujan Jr. (R)
Harold Runnels (D)

- 14 -

�NEW YORK
William Carney (R) (N)

Frank Horton (R)

Thomas Downey (D)

Barper Conable (R)

Jerome Ambro (D)

John Lafalce (D)

Norman Lent (R)

Henry Nowak (D)

John Wydler (R)

Jack Kemp (R)

Lester Wolff (D)

Stanley Lundine (D)

Joseph Addabbo (D)
Benjamin Rosenthal (D)
Geraldine Ferraro (D) (N)
Mario Biaggi (D)
James Scheuer (D)
Shirley Chisholm (D)
Stephen Solarz (D)
Frederick Richmond (D)
Leo Zeferetti (D)
Elizabeth Holtzman (D)
John Murphy (D)
S. William Green (R)
Charles Rangel (D)
Theodore Weiss (D)
Robert Garcia (D)
Jonathan Bingham (D)
Peter Peyser (D) (N)
Richard Ottinger (D)
Hamilton Fish (R)
Benjamin Gilman (R)
Matthew McHugh (D)
Samuel Stratton (D)
Gerald Solomon (R) (N)
Robert McEwen (R)
Donald Mitchell (R)
James Hanley (D)
Gary Lee (R) (N)
15 -

�NORTH CAROLINA
Walter B. Jones (D)
L.H. Fountain (D)
Charles Whitley (D)
Ike Andrews (D)
Stephen L. Neal (D)
Richardson Preyer (D)
Charles Rose (D)
W.G. Hefner (D)
James G. Martin (R)
James T. Broyhill (R)
Lamar Gudger (D)
NORTH DAKOTA
Mark Andrews (R)
OHIO
Willis D. Gradison (R)
Thomas A. Luken (D)
Tony P. Hall (D) (N)
Tennyson Guyer (R)
Delbert L. Latta (R)
William H. Harsha (R)
Clarence J. Brown (R)
Thomas N. Kindness (R)
Thomas L. Ashley (D)
Clarence E. Miller (R)
J. William Stanton (R)
Samuel L. Devine (R)
Donald J. Pease (D)
John F. Sieberling (D)
Chalmers P. Wylie (R)

Ralph Regula (R)
John M. Ashbrook (R)
Douglas Applegate (D)
Lyle Williams (R) (N)
Mary Rose Oakar (D)
Louis Stokes (D)
Charles A. Vanik (D)
Ronald Mottl (D)

16

�OKLAHOMA
James R. Jones (D)
Mike Symar (D) (N)
Wes Watkins (D)
Tom Steed (D)
Mickey Edwards (R)
Glenn English (D)
OREGON
Les Aucoin (D)
AI Ullman (D)
Robert Duncan (D)
James Weaver (D)
PENNLYLVANIA
Michael Meyers (D)

Joseph Gaydos (D)

William H. Gray III (D) (N)

Don Bailey (D) (N)

Raymond F. Lederer (D)

Austin J. Murphy (D)

Charles F. Dougherty (R) (N)

William F. Clinger (R) (N)

Richard T. Schulze (R)

Marc L. Marks (R)

Gus Yatron (D)

Eugene Atkinson (D) (N)

Robert W. Edgar (D)
Peter H. Kostmayer (D)
Bud Shuster (R)
Joseph M. McDade (R)
Daniel J. Flood (D)
John P. Murtha (D)
Lawrence Coughlin (R)
William S. Moorhead (D)
Donald L. Ritter (R) (N)
Robert S. Walker (R)
Allen E. Ertel (D)
Dough Walgren (D)
William Goodling (R)
- 17

�RHODE ISLAND
Fernand J. St Germain (D)
Edward P. Beard (D)
SOUTH CAROLINA
Mendel J. David (D)
Floyd Spence (R)
Butler Derrick (D)
Carroll A Campbell Jr. (R) (N)
Ken Holland (D)
John Jenrette Jr. (D)
SOUTH DAKOTA
Leo K. Thorsness (R)
James Abnor (R)
TENNESSEE
James H. Quillen (R)
John Duncan (R)
Marilyn Lloyd (D)
Albert Gore (D)
Bill Boner (D) (N)
Robin Beard (R)
Ed Jones (D)
Harold Ford (D)

- 18 -

�TEXAS
Sam Hall Jr. (D)
Charles Wilson (D)
James M. Collins (R)
Ray Roberts (D)
James Mattox (D)
Phil Gramm (D) (N)
Bill Archer (R)
Bob Eckhardt (D)
Jack Brooks (D)
J.J. Pickle (D)
Jim Wright (D)
Jack Hightower (D)
Joe Wyatt (D) (N)
E. Kika De La Garza (D)
Richard White (D)
Charles Stenholm (D) (N)
Mickey Leland (D) (N)
Ken Hance (D) (N)
Henry Gonzales (D)
Tom Loeffler (R) (N)
Ron Paul (R) (N)
Abraham Kazen (D)
Martin Frost (D) (N)

UTAH
Gunn McKay (D)
Dan Marriott (R)
VERMONT
James Jeffords (R)

- 19 -

�VIRGINIA
Paul THble (R)
6. William Whitehurst (R)
David E. Satterfield (D)
Robert H. Daniel Jr. (R)
W.Co Dan Daniel (D)
M„ Caldwell Butler (R)
Jo Kenneth Robinson (R)
Herbert E. Harris (D)
William C„ Wampler (R)
Joseph Fisher (D)
WASHINGTON
Joel Pritchard (R)
AI Swift (D) (N)
Don Bonker (D)
Mike McCormack (D)
Thomas Foley (D)
Norman Dicks (D)
Mike Lowry (D) (N)
WEST VIRGINIA
Robert H. Mollohan (D)
Harley 0, Staggers (D)
John M„ Slack (D)
Nick Joe Rahall III (D)

- 20 -

�WISCONSIN
Les Aspin (D)
Robert Kastenmeier (D)
Alvin Baldus (D)
Clement Zablocki (D)
Henry Reuss (D)
William Steiger (R)
David Obey (D)
Tobias Roth (R) (N)
F. James Sensenbrenner (R) (N)
WYOMING
Dick Cheney (R) (N)

+ + + + +

- 21 -

�Wirt/choft
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

28

29. November 1978

SCHWERPUNKT KOHLE IM US-ENERGIEPROGRAMM
Energieminister Schlesinger äußert sich zum neuen Gesetz -

- (AD) - "Energisch, aber fair" werden laut Energieminister James R.
Schlesinger die neuen Verordnungen durchgesetzt, die helfen sollen, die Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von Importöl zu verringern. Sie sind
darauf abgestellt, die Industrie und die Versorgungsbetriebe zu veranlassen,
weniger öl und Erdgas und dafür mehr Kohle aus den riesigen Naturvorräten der
USA einzusetzen. Sofern z.B. keine Ausnahmegenehmigung des Energieministeriums vorliegt, dürfen den Bestimmungen zufolge neue Kraftwerke und neue Betriebe der Großindustrie weder Gas noch öl als Primärenergie verwenden. Und
Ausnahmen sollen nur dann zugelassen werden, wenn die Nutzung von Alternativbrennstoffen um mehr als 50 Prozent teurer käme als die Verwendung von Dl
oder Gas. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 10 Dollar pro
Barrel öl (159 Liter) und bis zu drei Dollar pro 1000 Kubikfuß (ca. 28,3 cbm),
die widerrechtlich verbraucht wurden, geahndet. Nach diesen Anordnungen für
völlig neu errichtete Betriebe werden in Kürze auch die ähnlich gearteten
Bestimmungen für in der Umstellung begriffenen Anlagen sowie für die bestehenden Betriebe veröffentlicht.

Minister

Postfach 20 03 OO
D5300 Bonn 2

Tel: 02221-89 32 40
Telex:08-85432

�Minister Schlesinger erwartet seitens der Industrie "eine weitgehende
Einhaltung der Vorschriften".

Seinen Schätzungen zufolge könnten auf diese

Weise bis zum Jahr 1985 ca. 400 000 Barrels Importöl pro Tag eingespart werden; wichtige Faktoren dafür seien jedenfalls das Verhalten der Industrie,
die wirtschaftliche Wachstumsrate der USA und das Ausmaß der Schaffung neuer
Betriebskapazitäten bis zu dem genannten Zeitpunkt.

Die Regierung Carter

strebe an, daß das verfügbare Gas (ca. 28 Milliarden cbm aus einheimischen
Quellen

in diesem Jahr) so rasch wie möglich mit besserem Nutzeffekt einge-

setzt werde; dabei bleibe allerdings das langfristige Ziel, nämlich die Verlagerung auf Kohle und andere ausreichend vorhandene Energiequellen, unangetastet.

Bis es soweit sei, könnten Industrie- und Versorgungsbetriebe, die

noch auf Erdgas-Verbrauch eingerichtet seien, diese Energiequelle weiterhin
nutzen, solange die gegenwärtigen Vorräte dies zuließen.

Der "gespaltene

Erdgas-Markt" bis zum Inkrafttreten des neuen Energiegesetzes mit unterschiedlichen Preisen und Versorgungslagen innerhalb einzelner Bundesstaaten
im Gegensatz zum Erdgas-Handel zwischen den Bundesstaaten habe überaus ungünstige Auswirkungen auf die Situation im Erdgas-Bereich gehabt, ebenso wie
das Gas-Spargesetz von 1974, das viele Firmen gezwungen habe, von Gas auf
Importöl überzugehen.

+ + + + +

�Wi//en/choft
und Technik

I

International Communication Agency
Embassy of the United States of America

28

29. November 1978

ATOMKRAFTNUTZUNG MIT MEHR POLITISCHER SICHERHEIT
- INFCE-Konferenz hält Jahrestagung in Wien -

- (AD) - Eine erste umfassende Bilanz zieht nach mehr als 100 Sitzungen
ihrer acht technischen Arbeitsgruppen die "Internationale Konferenz über die
Bewertung von Kernbrennstoffzyklen" (INFCE - International Nuclear Fuel Cycle
Evaluation) seit dem 27. November 1978 in Wien.

Das Gremium, auf Initiative

Präsident Carters im Jahr 1977 ins Leben gerufen, hat die Aufgabe, in zunächst
auf zwei Jahre befristeten Bemühungen Mittel und Wege zu suchen, um die nukleare Proliferation, d.h. die Ausbreitung von Kernwaffen, unter Kontrolle zu
bringen.
Am Sitz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien erörtern z.Zt. die Delegierten der 53 INFCE-Mitgliedstaaten aus Ost und West,
Nord und Süd die bisher definierten diffizilen

politischen und technischen

Probleme, die sich aus der genannten Zielsetzung ergeben und für die Lösungen
gesucht werden sollen.

Albert Carnesale, Mitglied der amerikanischen Delegation,

umriß kürzlich auf einer Tagung des amerikanischen "Atomic Industrial Forum"
in Washington die wichtigsten Fragen, die nach Ansicht der amerikanischen Regierung geklärt werden müssen, über die aber bei den Mitgliedstaaten die Meinungen geteilt sind.

Zu ihnen zählen z.B.
- die

Postfach 20 03 0 0
|iMci«I«l:5TiTiW

Tel: 02221-89 32 40
Telex: 0 8 - 8 5 4 3 2

�- die Wachstunisrate für die Kernkraft;
- die Notwendigkeit für zusätzliche Staaten, eigene Urananreicherungsbetriebe zu errichten;
- die Bedingungen, die von Lieferländern von Kernbrennstoffen gestellt

.

werden;
- die Vorteile und Kosten der Wiederverwendung von Kernbrennstoff in
Leichtwasser-Reaktoren (gegenwärtig arbeiten alle nach dem System der
Einmal-Verwendung);
- Sicherheits- und Proliferationsrisiken einer langfristigen Lagerung
verbrauchter Brennstoffelemente;
- Vor- und Nachteile des Atommüll-Managements im Fall einer Wiederaufarbeitung;
- notwendige Anlaufzeiten für die kommerzielle Anwendung von Reaktorsystemen modernster Konstruktion; und
- Zeitplan für die Kommerzialisierung des Brutreaktors.
Carnesale hob hervor, daß die Vereinigten Staaten ungeachtet ihrer Vorbehalte gegenüber Brutreaktoren nicht beabsichtigen, die INFCE-Konferenz dazu
zu bewegen, die Weiterentwicklung dieses Typs zu blockieren. "Vielmehr ergeben sich Differenzen in erster Linie darüber, wie eine spätere Realisierung
des Brüterreaktor-Programms aussehen, in welchem Tempo der neue Reaktortyp
in weiteren Ländern eingeführt und nach welchen Richtlinien die Brutreaktorökonomie gehandhabt werden soll." Keinesfalls sei INFCE dazu da, den Brüter
zu stoppen. Denn wenn dem so wäre, hätte die INFCE-Konferenz nicht 53 Mitgliedstaaten, unter ihnen die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und die
Sowjetunion.
Die Frage, ob die USA eine INFCE—Empfehlung für die Schaffung multinationaler Wiederaufbereitungszentren unterstützen würden, beantwortete Carnesale
damit, daß dies trotz der gegenwärtig von den USA an den Tag gelegten Zurückhaltung hinsichtlich jeder Art von Wiederaufbereitung von nuklearem Abbrandmaterial von den bestehenden Alternativen abhänge. "Wenn man die Wahl hat
zwischen Wiederaufbereitungsanlagen unter nationaler Kontrolle", so Carnesale,

�Carnesale, "die in immer mehr Ländern errichtet werden, und der Schaffung
multinationaler Anlagen, so braucht man kein politisches Genie zu sein, um
zu dem Schluß zu kommen, daß ein Betrieb unter wirksamer multinationaler
Kontrolle besser wäre.

Und wenn wir Brütertechnologien anstreben, die eine

umfassende Wiederaufbereitungs-Industrie erfordern, so würden selbstverständlich multinationale Wiederaufbereitungsanlagen ernsthaft in Erwägung gezogen."

Carnesale, amerikanischer Delegationsleiter bei dem aus 22 Nationen bestehenden Technischen Koordinierungsausschuß für die acht Arbeitsgruppen der
INFCE, erinnerte daran, daß Begriffe wie "waffenfähiges Material", "Widerstand gegen Proliferation" und "Möglichkeiten zur Aufdeckung" längst Eingang
in die Verhandlungssprache gefunden haben.

So sei es auch nicht verwunderlich,

daß auf der letzten Sitzung des Koordinierungsausschusses im Oktober 78 die
ausführlichste Diskussion dem Thema gilt, wie das Risiko einer Proliferation
zu bewerten sei.

Dennoch sollte man sich im klaren sein, daß es weder Aufgabe der INFCE
ist, sich nur mit der friedlichen Anwendung der Atomenergie zu befassen, noch
sich ausschließlich um die Gefahr der Weiterverbreitung von Kernwaffen zu
kümmern.

Statt dessen habe INFCE Mittel und Wege zu erkunden, wie die Atom-

energie eingesetzt werden könne, um den Energiebedarf der Welt zu decken, und
wie gleichzeitig Vorsorge zu treffen sei, die damit zwangsläufig verbundene
Gefahr einer Proliferation nuklearer Waffen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Es hieße jedoch zu viel erwarten, nähme man an, daß INFCE das Problem des möglichen Mißbrauchs von Einrichtungen, die für den nuklearen Brennstoffzyklus
bestimmt sind, aus der Welt schaffen könne.

Denn kein Mitgliedstaat sei ver-

pflichtet, sich z.B. bei abweichender Meinung gegenüber den von der Mehrzahl
geäußerten Ansichten diesen zu beugen.

Er könne frei entscheiden, welchen Weg

er gehen wolle, da INFCE in erster Linie für Studien technischer und analytischer
Natur, jedoch nicht als Verhandlungsforum zuständig sei.

+ + + + +

- 3 -

�1
»

3

Wi//cn/choft
vt\d Technik
International Communication Agency
Embassy of the United States of America

29. November 1978

28

DOPPELRENDEZVOUS MIT DEM PLANETEN VENUS
Zwei amerikanische PIONIER-Sonden kurz vor dem Ziel -

(AD) - Die beiden interplanetaren US-Sonden PIONIER-VENUS I und
PIONIER-VENUS II, die am 20. Mai und 8. August 1978 am Kap Canaveral
gestartet wurden, werden Anfang Dezember ihr Ziel erreichen. PIONIERVENUS I, über eine halbe Tonne schwer und mit Instrumenten für 12 Experimente an Bord, soll am 4. Dezember 1978 in eine stark exzentrische Umlaufbahn um den Planeten Venus eintreten. Der tiefste Punkt wird nur 150 km
über der Oberfläche, der höchste dagegen 66 000 km weit draußen im Weltraum liegen. Bei einer um 15 Grad zur Planetenachse geneigten Bahnebene
durchläuft der Satellit auch alle jene Zonen, wo mögliche Wechselwirkungen
von Sonnenwind und solaren Partikelwolken mit der Planeten-Umwelt, insbesondere der Ionosphäre, zu erfassen sind. Seine wichtigsten Aufgaben
werden sein, die Hochatmosphäre zu analysieren, die Bewölkung samt ihren
Veränderungen fortlaufend zu beobachten, mittels Radar die dichte
Wolkenhülle zu durchdringen, um die Planetenoberfläche zu sondieren, und
schließlich das Gravitationsfeld des Planeten zu vermessen, woraus sich
Hinweise auf Massenanomalien und damit bis zu einem gewissen Grad auf

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auf den Aufbau des Planetenkörpers ergeben könnten.

Einen ganzen "Venustag"

lang (ihm entsprechen 243 Erdentage, die die Venus für eine einzige Umdrehung um ihre Achse braucht) soll der PIONIER-Orbiter die Venus beobachten.

Die Konstrukteure von Hughes Aircraft Co. in El Segundo

(Kalifornien), die im Auftrag der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA
das Satellitenpaar entwickelten und bauten, sind jedoch überzeugt, daß
die "aktive Lebensdauer" wesentlich größer sein wird.
Im Vergleich dazu kurzlebig, für die Wissenschaft aber kaum weniger
bedeutsam,wird PIONIER-VENUS II mit vier Abstiegssonden sein, die an
weit auseinanderliegenden Stellen der Planetenoberfläche niedergehen.
Der Sonenträger, "Bus" genannt, stieß bereits am 15. November in ca.
11 Millionen km Entfernung von der Venus das erste, 318 kg schwere
Forschungsgerät aus.

Seine sieben Instrumente sammeln Daten über Zu-

sammensetzung und Struktur der Atmosphäre, Zusammensetzung und Art der
Wolken und die Wärmebilanz des Planeten.

Am 19. November lösten sich bei

einem Abstand von 9,3 Millionen km von der Venus auch die drei identischen
kleineren, je 91 kg schweren Abstiegssonden vom "Bus" ab, die mit den
Bezeichnungen "Tag", "Nacht" und "Norden" unterschieden werden.

Sie

dienen der Durchführung von jeweils drei Experimenten, um bestimmte
Meßdaten über Lufthülle und Wolken einschließlich ihrer Struktur zu bekommen.
Der "Bus" schließlich soll mit seinen Instrumenten Auskunft über die
Zusammensetzung der Ionosphäre, die Dichte der Hochatmosphäre und die
Verteilung ihrer Bestandteile geben.
Für die vier "Töchter" ist der 9. Dezember 1978 der kritische Tag,
an dem sie innerhalb vom 11 Minuten nacheinander in die Atmosphäre der
Venus eintauchen.

Während die drei kleinen Sonden ungebremst zu Boden

stürzen, entfaltet die große Sonde ca. 67 km über der Oberfläche einen
Fallschirm, der die Meßdauer verlängern soll. Jede Sonde dürfte ca.
57 Minuten lang Meßdaten übermitteln, bis Hitze (ca. 470°C) und Druck
(ca. 90 mal höher als auf der Erde) an der Oberfläche und die Wucht des
Aufpralls sie zerstören.

Ob der "Bus" ebenfalls zu Boden stürzt oder

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oder aber nach Passieren der oberen Luftschichten wieder in den Weltraum
geschleudert wird, hängt vom Winkel seines Eintritts in die VenusAtmosphäre ab.

Er wird ca. 90 Minuten nach seinen vier Tochtersonden

die Lufthülle der Venus erreichen. An Bord von Orbiter und "Bus" befindet sich auch je ein Instrument deutscher Wissenschaftler, das in Freiburg bzw. an der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit dem Max-PlanckInstitut für Kernphysik in Heidelberg entwickelt wurde.
Mit dem PIONIER-VENUS-Projekt wollen die Forscher der NASA versuchen, Antworten auf zahlreiche Fragen zu finden. Weshalb sind Erde
und Venus, enge Nachbarn im Weltraum und von ähnlicher Größe und Masse,
so verschiedener Natur? Weshalb ist die Venusatmosphäre, die vermutlich
zu 95 Prozent aus Kohlendioxid besteht, so anders als die Lufthülle der
Erde? Welches sind neben Wasserdampf und Kohlendioxid, die von sowjetischen
Sonden gemessen wurden, ihre Bestandteile in den oberen und unteren Luftschichten, und wie sind sie verteilt? Man weiß bereits, daß es auch Stickstoff und Argon, Salzsäure, Sauerstoff, Kohlenmonoxid und Fluorwasserstoffsäure gibt. Enthalten bestimmte Wolken schweflige Säure, wie es
den Anschein hat? Gibt es mehrere, verschieden geartete Schichten von
Wolken? Wie steht es mit Luftzirkulation und Turbulenzen?
Aus den MARINER 10-Untersuchungen vom Jahr 1974 ist z.B. bekannt,
daß die Venus ein sehr stürmischer Planet ist, auf dem heiße Winde aus
der Äquatorzone spiralähnlich mit hoher Geschwindigkeit zu den kühleren
pol nahen Breiten strömen. Die Wissenschaftler haben noch keine Erklärung
dafür, weshalb es auf der Erde so viel, auf der Venus so wenig Wasser
gibt. Und sie wollen u.a. wissen, ob der hohe Druck und die hohe Temperatur
in oberflächennahen Luftschichten womöglich die Folge eines "Gewächshauseffektes" sind,den Meteorologen der Erde prophezeien, falls die Erdatmosphäre weiterhin und in ständig steigendem Maße mit Kohlendioxid
angereichert wird.
Aufgrund von Radaruntersuchungen amerkikanischer Radioteleskope und

- 3 -

�und von einem Foto, das eine sowjetische Landesonde zur Erde funkte, wissen
wir, daß auf der Venus hohe Gebirge und mit Felsbrocken übersäte Gebiete
zu finden sind - ganz ähnlich wie auf dem Mars.
zu erkennen.

Auf dem Foto sind Schatten

Sie lassen vermuten, daß die Wolkenhülle Lücken hat, die das

Sonnenlicht durchdringen kann.

Und die "Radarkarte" von weiten Teilen

der Venus-Nordhalbkugel gibt mehrere Gebiete an, deren Beschaffenheit auf
vulkanische Aktivität schließen läßt.

Der neue Vorstoß zur Venus mit den

amerikanischen PIONIER-Sonden könnte helfen, manche Geheimnisse zu entschlüsseln, die dem Schwestergestirn der Erde eigen sind.
der Menschen beschäftigt es schon seit Jahrtausenden.

+ + + + +

Die Phantasie

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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Präsident Carter legt seine außen- und innenpolitischen Ziele dar&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Fernsehinterview mit Bill Moyers -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Endergebnisse der US-Wahlen vom 7. November 1978&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Liste der Gouverneure der 50 Einzelstaaten der USA -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Der neue Senat der Vereinigten Staaten -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Das neue Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schwerpunkt Kohle im US-Energieprogramm&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Energieminister Schlesinger äußert sich zum neuen Gesetz -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Atomkraftnutzung mit mehr politischer Sicherheit&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- INFCE-Konferenz hält Jahrestagung in Wien -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doppelrendevous mit Planeten Venus&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Zwei amerikanische PIONIER-Sonden kurz vor dem Ziel -&lt;/em&gt;</text>
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