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                  <text>Information
und
Dokumentation
United States Information Service

3 1 . August 1977

24

INHALT

DOKUMENTATION
Carter bekräftigt Unterstützung der NATO-Vorneverteidigung
- Wortlaut des Schreibens an die ATA Carter/Vance: Chinareise ein guter Anfang
- Erklärung des Weissen Hauses zur Asienreise des Außenministers

HINTERGRUNDMATERIAL
US-Regierungsvertreter fordert internationale Flüchtlingskonferenz

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Druck von Kohlendioxid presst Dl aus der Tiefe
Mikroelektronik als nationales Forschungsprojekt
Kontrolle der Schilddrüse nach Röntgenbestrahlungen

Um Übei/endung von
Belegexemplaren wird
gebeten

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I

Dokumentation
United States Information Service

31. August 1977

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CARTER BEKRÄFTIGT UNTERSTÜTZUNG DER NATO-VORNEVERTEIDIGUNG
- Wortlaut des Schreibens an die ATA -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Jimmy Carter hat am 27. August 1977 noch
einmal mit Nachdruck die Unterstützung der NATO-Strategie der Vorneverteidigung
Europa bekräftigt. Diese Versicherung ist in einer Botschaft enthalten, die
Carter an den Präsidenten der gegenwärtig in Reykjavik tagenden Vereinigung
der Atlantischen Gesellschaften (ATA),Karl Mommer,richtete. Die USA, so heißt
es 1n dem Schreiben, blieben dieser Strategie "kategorisch verpflichtet."
Das Schreiben Präsident Carters hat folgenden Wortlaut:
Ich ersuche Sie, der Vereinigung meine herzlichsten Grüße zu übermitteln,
wo Sie sich anschicken, erneut die gegenwärtige Situation unseres Bündnisses
zu erörtern. Wir erwarten von Ihnen, den führenden Politikern in der Nordatlantischen Gemeinschaft, Gedanken und Vorstellungen, welche Schritte wir ergreifen sollten, um die Sicherheit noch mehr zu stärken, von der die Atlantische
Gemeinschaft so entscheidend abhängt.
Ihre Beratungen waren niemals zeitgerechter.

Wir sehen uns einer mili-

tärischen Herausforderung von Seiten des Warschauer Paktes gegenüber.

Während

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�J

Während der letzten zehn Jahre hat der Warschauer Pakt beständig und nachhaltig seine gegen Westeuropa dislozierten Streitkräfte verstärkt.
Auf der NATO-Gipfelkonferenz im Mai dieses Jahres haben meine Bündniskollegen und ich eine eingehende Überprüfung dieser Herausforderung vorgenommen.

Unsere Reaktion war sorgfältig abgewogen: ein wichtiges Programm

für die Verbesserung der Verteidigung - sowohl kurzfristig als auch langfristig - auf konventionellem wie auf nuklearem Gebiet.

Meine Regierung ist

diesen Anstrengungen fest verpflichtet, die unserer Auffassung nach die Glaubwürdigkeit der bestehenden NATO-Strategie bis in die achtziger Jahre und darüber hinaus aufrechterhalten werden.

In Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten

sind wir mit Nachdruck bemüht, in Verfolgung dieses Zieles konkrete Streitkräfteverbesserungen aufzuzeigen.
Ich möchte ferner noch einmal wiederholen, daß die Vereinigten Staaten
der NATO-Strategie der Vorneverteidigung und der flexiblen Antwort kategorisch
verpflichtet bleiben. Dies ist meine feste Oberzeugung, und dies wird die
Politik der Vereinigten Staaten bleiben, solange ich Präsident bin. Da dies
auch die feste Oberzeugung des Kongresses und des amerikanischen Volkes ist,
besteht überhaupt kein Zweifel, daß auch meine Amtsnachfolger diese Verpflichtung aufrechterhalten werden.
Wir sind weiterhin der Überzeugung, daß diese Strategie - glaubwürdig
gehalten durch zeitgemäße Streitkräfteverbesserungen - die territoriale Integrität aller Bündnismitglieder bewahren kann.
Die Verpflichtung meines Landes für die Verteidigung Westeuropas ist das
Kernstück unserer Außen- und Sicherheitspolitik.

Die Sicherheit der Nordat-

lantischen Gemeinschaft bleibt weiterhin von lebenswichtiger Bedeutung für die
Sicherheit der Vereinigten Staaten selbst.

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�Dokumentation
United States Information Service

31. August 1977

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CARTER/VANCE: CHINAREISE EIN GUTER ANFANG
- Erklärung des Weissen Hauses zur Asienreise des Außenministers

WASHINGTON - (AD) - In einer gemeinsamen Erklärung haben Präsident
Carter und Außenminister Vance den Besuch des amerikanischen Außenministers
vom 22. bis 26. August 1977 in der Volksrepublik China als einen "guten Anfang" bezeichnet.

Nachdem Vance den Präsidenten eingehend über seine Reise

unterrichtet hatte, gab das Weiße Haus am 28. August folgende Erklärung dazu
heraus:
Außenminister Vance traf heute nachmittag mit dem Präsidenten zusammen,
um ihm über seine Reise nach Peking zu berichten, wo der Außenminister vom
22. bis 26. August Gespräche mit führenden Vertretern der Volksrepublik China
führte. Der Außenminister berichtete auch über sein Treffen mit unseren Verbündeten in Japan auf der Heimreise von Peking. An dem Gespräch (im Weißen
Haus) nahmen auch Vizepräsident Mondale, Verteidigungsminister Brown und
Dr. Brezinski teil.
Außenminister Vance berichtete dem Präsidenten, daß seine Sondierungsgespräche in der Volksrepublik China durchgehend in einer ernsthaften und

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�und konstruktiven Atmosphäre stattfanden.

Während seines Aufenthaltes in

Peking traf er mit dem Partei Vorsitzenden und Ministerpräsidenten der Volksrepublik China Hua Kuo-Feng, dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten Teng
Hsiao-Ping und Außenminister Huang Hua zusammen.

Nach Feststellung der

Chinesen war der Meinungsaustausch zwischen beiden Seiten "ernsthaft und bedeutsam".

Vance berichtete, daß er die Gespräche als sehr nützlich und wich-

tig für die Herstellung effektiver Verbindungen zwischen führenden Vertretern
beider Regierungen betrachte, die in Zukunft fortgesetzt werden.

Er berich-

tete ferner, daß die Gespräche "unser gegenseitiges Verständnis unserer jeweiligen Standpunkte in einem weiten Bereich von Fragen" gefördert haben.
Der Außenminister machte der chinesischen Führung deutlich, daß unser
Verhältnis zur Volksrepublik China weiterhin von dem Kommunique

von Schanghai

bestimmt wird und einen zentralen Platz in unserer globalen Politik einnimmt.
Der Außenminister erläuterte in Peking die Standpunkte der Carter-Administration
in vielen wichtigen globalen und bilateralen Fragen, einschließlich der Normalisierung (der Beziehungen). Die chinesische Seite legte ihre Auffassungen
in der gleichen Offenheit dar.
Der Präsident und der Außenminister waren sich darüber einig, daß der
Besuch in Peking ein guter Anfang war, daß es jedoch zu diesem Zeitpunkt noch
verfrüht sei, daraus feste Schlüsse zu ziehen. Der Präsident und der Außenminister rechnen mit weiteren konstruktiven Zusammenkünften mit der chinesischen
Seite in den kommenden Wochen und Monaten.
Der Besuch des Außenministers in Japan, wo er mit Ministerpräsident
Fukuda und Außenminister Hatoyama zusammentraf, stand in Übereinstimmung mit
dem Schwergewicht, das der Präsident auf eine enge Konsultation mit Japan in
allen Fragen beiderseitigen Interesses legt. In Tokio sprach der Außenminister mit japanischen Führern über die Zusammenkünfte in Peking und eine
Vielzahl anderer Fragen, einschließlich der Beziehungen zur Vereinigung der
Südostasiatischen Nationen (ASEAN), der Wiederaufbereitungsanlage von Tokai
Mura, der weltwirtschaftlichen Lage und der Veränderungen der Wirtschafts- 2 -

�Wirtschaftslage seit dem Londoner Gipfeltreffen.

Weitere Fragen, die behan-

delt wurden, waren der Nahe Osten, SALT, das südliche Afrika, Zivilluftfahrt
und der bevorstehende Besuch von Botschafter Strauss, dem Sonderbeauftragten
für Handelsverhandlungen, um über Mittel und Wege zur Beschleunigung der TokioRunde der multilateralen Handelsverhandlungen zu sprechen.

Der Präsident und

der Außenminister waren sich darüber einig, daß dieses Verfahren der engen
und ständigen Konsultationen entscheidend wichtig ist und in Zukunft fortgesetzt werden wird.

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�31. August 1977

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US-REGIERUNGSVERTRETER FORDERT INTERNATIONALE FLÜCHTLINGSKONFERENZ

WASHINGTON - (AD) - Der Unterstaatssekretä'r für ostasiatische und pazifische
Angelegenheiten im amerikanischen Außenministerium, Richard Holbrooke, hat eine
internationale Konferenz gefordert, die sich mit dem Problem der Flüchtlinge aus
Vietnam, Laos und Kambodscha befassen soll. Die Zahl der Flüchtlinge aus diesen Ländern ist in den letzten Monaten ständig gestiegen.
Vor dem Unterausschuß für Einwanderung und Staatsbürgerschaft des Repräsentantenhauses wies Holbrookeam 4. August auf Berichte hin, nach denen jeden Monat
rund 500 Flüchtlinge mit Booten an den Küsten von Ländern am Chinesischen Meer
landen und bis zu 1200 auf dem Landwege nach Thailand kommen. Viele Flüchtlinge
würden den Strapazen der Irrfahrten und Irrwege erliegen. Jetzt seien internationale Maßnahmen notwendig, um mit einem Flüchtlingsproblem fertig zu werden,
"das plötzlich akut geworden ist."
Der Unterausschuß befaßte sich mit dem inzwischen angelaufenen Programm der
Regierung Carter, 15 000 der Flüchtlinge in die USA aufzunehmen, die gegenwärtig
auf Booten oder in Flüchtlingslagern in den Vereinigten Staaten leben.
Hol brock

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�Holbrooke erinnerte daran, daß die Vereinigten Staaten in den letzten
zwei Jahren rund 140 000 Flüchtlinge aus Indochina aufgenommen haben. Er empfahl

die Aufnahme von weiteren 7000 Flüchtlingen, die auf Booten leben,

und 8000 aus Flüchtlingslagern in Thailand.
"Die Motivation ist einfach", so erklärte er, "es ist das tiefe humanitäre Mitgefühl, das seit jeher ein deutliches Kennzeichen unseres Nationalcharakters gewesen ist." Allerdings, so fügte er hinzu, müsse die internationale Gemeinschaft dazu gebracht werden, "einen größeren Teil an dieser
Bürde zu tragen.

Wir planen weitgestreute bilaterale diplomatische Sondie-

rungen in dieser Frage.

Diese Bemühungen werden die Notwendigkeit unterstrei-

chen, daß die angesprochenen Länder die Möglichkeit für eine dauerhafte Neuansiedlung (von Flüchtlingen) bieten und daß sie ihre Beiträge an den Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlingsfragen erhöhen."
Er hoffe, so erklärte Holbrooke vor dem Unterausschuß, daß das amerikanische Beispiel der Aufnahme weiterer Flüchtlinge ein schlagkräftiges Argument
in anderen Ländern sein werde.
Holbrooke teilte mit, daß er und andere Vertreter des amerikanischen
Außenministeriums Kontakt mit Vertretern anderer Regierungen aufgenommen
hätten, um diese zur Aufnahme von mehr Flüchtlingen zu bewegen. Er versprach,
diese Bemühungen "zu verdoppeln."
Die Neuansiedlung von Flüchtlingen über internationale Kanäle sei bisher
"unzureichend" gewesen. Er verwies auf Fälle, wo die Boote mit Flüchtlingen
von größeren Schiffen einfach ignoriert oder wo Boote nach der Landung wieder
auf See gebracht worden seien. "Mit Ausnahme von Frankreich und Australien
haben andere Länder, einschließlich der Vereinigten Staaten, immer weniger
Möglichkeiten für eine Neuansiedlung von Flüchtlingen geboten."
Er hoffe, so führte Holbrooke aus, daß "multilaterale Anstrengungen innerhalb der internationalen Gemeinschaft ein nützliches Forum bieten werden,
- 2 -

�werden, um einen Fortschritt bei der Lösung dieses langfristigen Problems
zu erreichen." Die Initiative für eine internationale Konferenz sollte jedoch von der internationalen Gemeinschaft und nicht von den Vereinigten
Staaten allein ausgehen .
Die Entscheidung, 15 000 weitere Flüchtlinge in die USA aufzunehmen,
wurde auch von dem amerikanischen Justizminister Griffin Bill unterstützt.
Nach amerikanischem Recht muß der Justizminister bestätigen, daß eine Ausnahmesituation herrscht oder daß es im öffentlichen Interesse der Vereinigten
Staaten liegt, wenn Flüchtlinge außerhalb der normalen Einwanderungsbestimmungen in die USA aufgenommen werden sollen.
Nach sorgfältiger Prüfung, so erklärte Bell vor dem Unterausschuß, trete
er für das Sonderverfahren zur Aufnahme der 15 000 Flüchtlinge aus Indochina
ein. Der Justizminister äußerte jedoch Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen
Aufnahmeverfahren und betonte, daß man sich mit diesem Problem langfristig
befassen müsse. Präsident Carter habe die Anweisung gegeben, daß eine Sonderarbeitsgruppe aus Bediensteten verschiedener Regierungsstellen ein langfristiges Programm zur Lösung des Problems der Indochinaflüchtlinge ausarbeitet.
Der Vorsitzende des Unterausschusses, der Abgeordnete Joshua Eilberg,
wies darauf hin, daß eine Lösung mit dem Gesetzesentwurf gefunden werden
könne, der gegenwärtig vom Justizausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses behandelt wird.

Die von Eilberg eingebrachte Vorlage würde Verfahren

für die Behandlung des Flüchtlingsproblems ermöglichen, ohne daß eine Ausnahme von den normalen Einwanderungsverfahren notwendig wäre.
Das Gesetz würde nach seiner Verabschiedung die Aufnahme von 20 000
Flüchtlingen pro Jahre unter normalen Bedingungen ermöglichen.

Im Falle

einer Ausnahmesituation könnten weitere 20 000 Flüchtlinge aufgenommen werden.

In jedem Falle wäre der Präsident gehalten, die Zusammenarbeit der

internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach einem neuen Heim für Flücht- 3 -

�Flüchtlinge zu gewinnen. Seine Vollmacht würde auch an die Konsultation
der zuständigen Kongreßausschüsse gebunden sein und könnte durch ein Votum
im Senat oder im Repräsentantenhaus aufgehoben werden.

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DRUCK VON KOHLENDIOXID PRESST ÖL AUS DER TIEFE

- (AD) - Die Verwendung von Kohlendioxid (COp) als "Spülmittel" zum Auspressen von Erdöl aus großer Tiefe wird jetzt in einem Gemeinschaftsunternehmen
der US-Bundesbehörde für Energieforschung und Entwicklung (ERDA) und der Shell
Oil Company erprobt. Von den Gesamtkosten in Höhe von 5,5 Millionen Dollar übernimmt die ERDA 2 475 000 Dollar (45 Prozent).
Mit dem Einpumpen von CO« will man erstmals die tiefliegenden, heißen Vorkommen von Kohlenwasserstoffen entlang der Golfküste für die Sekundär- und
Tertiär-Förderung erschließen.

Die Temperatur und der hohe Salzgehalt des

Wassers lassen es nicht zu, bei diesen Sanden die bisher verfügbaren chemischen
Injektionsverfahren anzuwenden, um nach Beendigung der Primärförderung das Restöl aus der Tiefe zu holen.
Testgebiet ist das "S"-Sand-Ölfeld mit 3900 m Tiefe bei 105°C Temperatur
und 364 kg/qcm Druck. Mit dem neuen Verfahren könnten bis zu 90 Prozent des in
dem Feld noch vorhandenen restlichen Öls gewonnen werden. Das Projekt soll anderen Unternehmern der Mineralölindustrie an der Golfküste einen Anreiz geben,
ebenfalls tiefliegende Vorkommen mit Hilfe der CO^-Injektion besser zu nutzen.
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Wi//en/chcift
und Technik
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3-1. August 1977

MIKROELEKTRONIK ALS NATIONALES FORSCHUNGSPROJEKT

- (AD) - Das erste nationale Laboratorium der USA für Forschung mit elektronischen Komponenten und kompletten Funktionseinheiten in der Größenordnung
von weniger als einem Tausendstel Millimeter (= 1 Mikron) sowie zum Studium
der grundlegenden Eigenschaften der dabei verwendeten Materialien wurde an der
Cornell-Universitä't in Ithaca (New York) eingerichtet. Die Nationale Wissenschaftsstiftung (NSF) stellte für das Labor, das als "National Research and
Resource Facility for Sub-Micron Structures" bezeichnet wird, 5 Millionen
Dollar zur Verfügung.
Die in diesem Institut geleistete Arbeit soll helfen, die Herstellungsverfahren für Mikroschaltkreise zu verbessern, die in elektronische Ausrüstungen
und Instrumente verschiedenster Art und Funktion eingebaut werden können. Davon
würde letztlich die Nachrichtentechnik profitieren, die Kapazität der Computer
würde erhöht, und den biologischen Wissenschaften und anderen Forschungsgebieten würde der Weg zu neuen Fortschritten geebnet.
Nach Ansicht von Dr. Joseph Ballantyne, Professor der Elektrotechnik an
der Cornell-Universitä't und Initiator des Entwicklungsprojekts, könnte die Forschung unter Nutzbarmachung der neuen Technologien, die im Elektronikinstitut
erarbeitet werden, beispielsweise auf gleichem Raum zehnmal mehr Komponenten in

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in integrierten Schaltkreisen als bisher unterbringen. Dadurch würde die Kapazität und Meßgenauigkeit einzelner Typen von Instrumenten ganz wesentlich
gesteigert.
An dem neuen Institut sollen sich vor allem graduierte junge Akademiker
und Ingenieure sowie Wissenschaftler aus der Praxis weiterbilden können.
Wissenschaftler von Universitäten, staatlichen und privatwirtschaftlichen
Forschungsanstalten bekämen Gelegenheit, hier zu arbeiten. Die gesamte Forschung im Bereich mikroskopischer Kleinststrukturen in der Physik, Chemie,
chemischen Verfahrenstechnik und verwandten Sektoren wird manche neuen Anregungen erhalten.

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�Wi//en/chaft
\md Technik
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3.1. August 1977

KONTROLLE DER SCHILDDRÜSE NACH RÖNTGENBESTRAHLUNGEN

- (AD) - "Erhielten Sie als Kind oder Jugendlicher Röntgenbestrahlung
am Kopf, Hals, Nacken oder oberen Teil des Brustkorbs? Wenn ja, ist es wichtig, daß Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen." Mit diesem Aufruf wandte
sich jetzt das amerikanische Nationale Krebsforschungsinstitut an die Öffentlichkeit, weil sich die Anzeichen dafür mehren, daß möglicherweise ein Zusammenhang zwischen Röntgenbestrahlungen, die 5 bis 30 Jahre und mehr zurückliegen können, und Geschwülsten an der Schilddrüse bestehen. Glücklicherweise
sind solche Geschwülste, wie es in einer kleinen Broschüre der Medizinischen
Bundesforschungsanstalten (NIH) der USA heißt, gewöhnlich gutartig. Sie entwickeln sich nur langsam und bleiben, selbst wenn sie krebsartig sind, lange
Zeit auf die Halsregion begrenzt. Bei rechtzeitiger Entdeckung können sie erfolgreich entfernt werden.
Seit Anfang der zwanziger Jahre wurde nicht nur bei Geschwülsten, sondern
auch bei Erkrankungen, die mit Krebs nichts zu tun hatten, über Jahrzehnte eine
Strahlentherapie als wirksame Behandlungsmethode betrachtet - beispielsweise
bei bestimmten Flechtenerkrankungen am Kopf, Vergrößerung der Thymusdrüse, Vergrößerung und Wucherungen der Rachenmandeln, Gewebewucherungen im Mittelohr und

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�und an den Eustachischen Röhren, Polypen oder bei schweren Fällen von Akne.
Erst mit der Einführung der Antibiotika Ende der vierziger Jahre und der Verbesserung der Chirurgie standen zusätzliche neue, wirksame Behandlungsmethoden
zur Verfügung.
Personen, die im Kopf- und Halsbereich Bestrahlungen erhalten haben,
sind nach Ansicht von Wissenschaftlern der NIH dem Risiko ausgesetzt, daß bei
ihnen die Wahrscheinlichkeit für eine Entwicklung von Tumoren der Schilddrüse
im Durchschnitt größer ist als bei den übrigen Bevölkerungsgruppen. Deshalb
sollten sie, auch wenn sie keine Beschwerden haben, keine anomalen Veränderungen oder Knoten bemerken, ihren Arzt auf die frühere Strahlenbehandlung aufmerksam machen und sich vorsorglich alle ein bis zwei Jahre zu einer KontrollUntersuchung einfinden.
(Zusätzliche Informationen für Ärzte sind auf Anforderung erhältlich vom
Office of Cancer Communications
Dept. T
National Cancer Institute
Bethesda, Maryland 200014, U.S.A.).

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