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18. August 1976

15

Inhalt

HINTERGRUNDMATERIAL
Walter F. Mondale: Der Vizepräsidentschaftskandidat der
DemokraterT
- Ein Liberaler mit sozialer Verantwortung US-Abhängigkeit von Importöl
- Stellungnahme des Chefs der Bundesenergiebehörde -

INFORMATION
Mikrocomputer im US-Handelszentrum Frankfurt
- Letzte Veranstaltung vor Verlegung nach Köln

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Neuartige "Akustische Kamera"

Um

Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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15/1976

WALTER F. MONDALE: DER VIZEPRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER DEMOKRATEN
- Ein Liberaler mit sozialer Verantwortung -

WASHINGTON - (AD) - Senator Walter Frederick Mondale verlor bisher nur
einmal in der Öffentlichkeit seine Beherrschung, als er 1970 einen Vertreter
der Großfarmer aus Florida anhörte und dieser nur von den Sorgen der Farmer
und nicht vom Elend der landwirtschaftlichen Wanderarbeiter sprach, um die
es ging. "Ich möchte einmal von Ihnen hören, daß Sie das persönlich bewegt",
so schrie Mondale und schlug mit der Faust auf den Tisch.
Der Senator aus dem Staate Minnesota spricht sonst leise und gemessen
und gilt bei all seinem sozialen Engagement als einer der liberalsten Vertreter der Demokraten.

Daß der demokratische Präsidentschaftskandidat Jimmy

Carter ihn am 15. Juli zu seinem Mitstreiter erkor - was durch den Parteikonvent gebilligt wurde - geht nicht nur auf wahltaktische Überlegungen zurück.
Natürlich sprechen der eher konservative Kandidat Carter und der Liberale
Mondale ein breites Spektrum der Bevölkerung an, und der Südstaatler Carter
und der Mann aus dem Norden, Mondale, geben sozusagen ein gutes Gespann ab,
aber Carter suchte, wie er selbst sagte, einen Mann, mit dem ein Gleichklang
herrscht.

Carter wählte den Mann mit der 'großen Verträglichkeit" und dem

"tiefen Verständnis und Mitgefühl für diejenigen, die die Leistungen der Regierung am meisten brauchen".
Mondale

�*

Mondale war einer unter sechs "Finalisten", die zur Wahl standen.

Die

anderen waren die Senatoren Edmund Muskie aus Maine, Frank Church aus Idaho,
Adlai Stevenson III aus Illinois, John Glenn aus Ohio und Henry Jackson aus
dem Staate Washington»
Carter hat seine Wahl wohlerwogen und seinen Beschluß nicht auf Anhieb
gefaßt:

"Aber ich habe absolut keinen Zweifel, daß dies die richtige Ent-

scheidung ist!"
Walter Frederick Mondale hat sich seinen Platz in der amerikanischen
Politik durch Tüchtigkeit, harte Arbeit und Fleiß erkämpft - und er war
sicherlich auch immer zur rechten Zeit am richtigen Ort.

Er sieht in der Vize-

präsidentschaft keinen "zeremoniellen Posten", sondern nahm die Kandidatur erst
an, als Carter ihm versicherte, daß er "seinen Vizepräsidenten in einem sehr
weiten Aufgabenbereich in der Innen- wie der Außenpolitik heranziehen" werde.
Die erste Aufgabe sei, die Wahl zu gewinnen.
Mondale wurde am 5. Januar 1928 als eines von sieben Kindern des Methodistenpfarrers Theodore Sigvaard Mondale in dem kleinen Städtchen Ceylon im
südlichen Minnesota geboren. Seine Familie ist norwegischer Herkunft und hieß
eigentlich Mundal; der heutige Name geht auf einen Schreibfehler der Einwanderungsbehörden zurück. Was aus Namen werden kann, zeigt sich auch daran, daß
aus Frederick der Spitzname "Fritz" wurde, der dem Senator heute noch anhängt.
Er besuchte die öffentliche Schule seines Heimatortes und von 1946 bis 1949
das Macalester College in St. Paul, Minnesota. Im letzten Studienjahr wechselte er an die Staatsuniversität von Minnesota, wo er 1951 den akademischen
Grad eines Bachelor of Arts erwarb. Sein Studium finanzierte er durch Arbeit
in einer Lebensmittelfabrik.
Schon 1948 war er in der Politik zu finden. Damals war er als Wahl kämpfleiter im Zweiten Kongreßwahlbezirk des Staates für den - erfolgreichen - Senatskandidaten Hubert H. Humphrey, damals Bürgermeister von Minneapolis, tätig.
Mondale trug wesentlich dazu bei, daß Humphrey in dem vorher stark republikanischen Wahlbezirk als demokratischer Senator mit beachtlicher Mehrheit ge- 2 -

&gt;

�gewann.

Seit dieser Zeit datiert die politische Freundschaft der beiden.

Im Jahre 1951 wurde Mondale Soldat und diente in Korea. Nach seiner
Entlassung mit dem Rang eines Korporals im Jahre 1953 studierte er Jura an
der Universität von Minnesota.
Er heiratete 1955 Joan Adams, die Tochter eines Geistlichen. Das Paar
hat drei Kinder - zwei Söhne, Theodore und William, und eine Tochter, Eleanor
Jane.
Nach seiner Zulassung bei der Anwaltskammer von Minnesota im Jahre 1956
arbeitete Mondale vier Jahre in dem großen Anwaltsbüro von Larson, Loevinger,
Lindquist, Freeman und Fräser.

Einer der Partner dieses Büros, Orville L.

Freeman, der spätere Landwirtschaftsminister unter Kennedy und Johnson, kandidierte für den Posten des Staatsgouverneurs von Minnesota. Mondale führte
für ihn den Wahlkampf und war wiederum erfolgreich.
Nachdem er zwei Jahre als Sonderberater des General Staatsanwalts seines
Heimatstaats gearbeitet hatte, wurde er 1960 von Gouverneur Freeman auf den
Posten des Generalstaatsanwalts berufen, der mit dem Rücktritt seines bisherigen Inhabers vakant geworden war.

Im November 1962 wurde er mit einer über-

zeugenden Mehrheit von 59,6 Prozent erneut für dieses Amt gewählt.
Unter den Delegierten Minnesotas nahm Mondale 1964 am Nationalkonvent
der Demokraten teil, auf dem der damalige Präsident Lyndon B. Johnson Senator
Humphrey zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten auswählte.

Am 17. November

- nach dem überwältigenden Wahlsieg der Gespanns Johnson-Humphrey - wurde
Mondale von Gouverneur Roolvag mit dem Senatssitz Humphreys betraut, der nach
dessen Ausscheiden noch für zwei Jahre vakant war.

Seither hat Mondale zwei-

mal - 1966 und 1972 - selbst als Senator kandidiert und wurde beide Male mit
überzeugender Mehrheit gewählt.
Mondale gehört dem einflußreichen Budget-Ausschuß des Senats, dem FinanzAusschuß, der mit der Abfassung der Steuer- und Handelsgesetze betraut ist,
- 3 -

�V
ist, und dem Ausschuß für Arbeit und öffentliche Wohlfahrt an. Außerdem arbeitete Mondale in dem Sonderausschuß mit, der unter Vorsitz von Senator
Frank Church aus Idaho mit der Untersuchung

der Verbindungen zwischen Re-

gierung und Geheimdiensttätigkeiten betraut war.
Bei seinen Kollegen im Senat gilt Mondale als Vertreter gemäßigter bis
liberaler Anschauungen.
Mondale tritt für Steuerreformen ein, die vor allem der breiten Masse
der Amerikaner Steuererleichterungen bringen sollen, und hat in diesem Zusammenhang auch die Forderung nach einer Straffung der Verteidigungsausgaben
gestellt, um der "Durchschnittsfamilie" finanziell zu helfen.
Er sei für Entspannung, so sagte er, aber auch für eine gesicherte Verteidigung.

Sein Kampf richte sich gegen jede Vergeudung von Mitteln und eine

einseitige Eskalation des Wettrüstens.

Wenn man in der Rüstung eine Milli-

arde Dollar einsparen könne, so stünden diese für andere vordringliche Aufgaben zur Verfügung, beispielsweise für das Erziehungswesen und die Programme
der Kinderbetreuung.
Im Jahre 1975 stimmte er für die Bereitstellung von Mitteln zur Fortsetzung der Forschungs- und Entwicklungsprogramme für den umstrittenen B-1-Bomber,
in dem er eine "nichtbedrohliche amerikanische Abschreckung" gegen die weiterentwickelten sowjetischen Nuklearwaffen sah.

Im Mai dieses Jahres jedoch er-

klärte er im Senat, daß er "ernste Zweifel" habe, ob es geraten sei, mit der
Produktion der Modelle dieses Bombertyps fortzufahren, und schlug vor, die
Entscheidung darüber dem nächsten Präsidenten zu überlassen.

(Der Senat schloß

sich diesem Vorschlag an, doch weigerte sich das Repräsentantenhaus diesen
"Aufschub" zu akzeptieren, worauf der Senat nachgab, so daß mit dem Bau der
ersten drei Prototypen des neuen Bombertyps begonnen werden konnte.)
Außer Einsparungen im Verteidigungshaushalt hat Mondale auch Kürzungen
der Auslandshilfe vorgeschlagen.

Nach seiner Auffassung könnten die Mittel
- 4 -

�Mittel für aufwendige Weltraumprogramme wie "SKYLAB" und "SPACE SHUTTLE"
ebenfalls besser für innenpolitische Aufgaben verwendet werden.
In seinem kürzlich veröffentlichten Buch "The Accountability of Power"
(Die Verantwortlichkeit der Macht) tritt Mondale für eine Ausgewogenheit der
Macht des Präsidenten und eine stärkere Verantwortlichkeit der Exekutive gegenüber dem Kongreß und dem Volk ein. Im übrigen hat er das gegenwärtig
praktizierte System der Vorwahlen in 30 Einzelstaaten und der Nominierungsversammlungen in den übrigen 20 Staaten nach unterschiedlichem Modus als
"chaotisch" bezeichnet. Er hat sich für regionale Vorwahlen in allen 50
Staaten der Union - nach geographischen Gesichtspunkten geordnet - ausgesprochen, denn die Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten einer Partei
sei "eine nationale Angelegenheit, die auf nationaler Ebene stattfinden
sollte."

- 5 -

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15/1976

US-ABHÄNGIGKEIT VON IMPORTÖL
Stellungnahme des Chefs der Bundesenergiebehörde

- (AD) - An der wachsenden Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von
Importöl, die durch die Erholung der Wirtschaft im vergangenen Jahr noch
verstärkt wurde, wird sich nach Ansicht der Bundesenergiebehörde FEA
vorläufig nichts ändern. Frank Zarb, der Leiter der FEA, verwies anläßlich eines Pressegesprächs darauf, daß im Frühjahr 1976 die amerikanische Rohölförderung mit 1,15 Millionen Tonnen pro Tag auf den
niedrigsten Stand seit mehr als 10 Jahren abgesunken sei. Gleichzeitig
habe der Verbrauch, auf den Jahresdurchschnitt umgerechnet, nach einem
bemerkenswerten Rückgang in den Jahren 1974 und 1975 wieder um 4,1 Prozent
zugenommen. Die Importe stiegen von 850 000 Tonnen/Tag im Jahr 1975
(das entspricht 37 Prozent des gesamten Inlandsverbrauchs) auf mehr als
1 Million Tonnen/Tag (ca. 41 Prozent des für 1976 geschäetzten Verbrauchs).
Die Kosten für Erdölimporte dürften sich von 27 Milliarden Dollar im Jahr
1975 auf 3^ Milliarden im laufenden Jahr erhöhen. 37 Prozent der Importe
werden von den arabischen Mitgliedstaaten, 45 Prozent von den übrigen
Partnern der OPEC bezogen.

In dem neuen Halbjahresbericht der FEA heißt es, eine Änderung des
gegenwärtigen Trends sei erst dann zu erwarten, wenn Ende 1977 öl aus
Alaska verfügbar werde, wenn außerdem die Preiskontrolle für inländisches
Erdöl und Erdgas aufgehoben, diezusätzliche Förderung aus den bisher der
US-Marine
- 1 -

�US-Marine vorbehaltenen Ölvorkommen aufgenommen und weitere Einsparungsmaßnahmen wirksam seien.

In Vercindui;g mit der Anlage einer strategischen

ölreserve von rund 215 Millionen Tonnen könnte diese Entwicklung dazu
beitragen, die Vereinigten Staaten gagen ein weiteres ölembargo immun zu
machen.

Allerdings habe in einigen unkten, insbesondere auf dem Gebiet

der Einsparung von Energie, der US-Kongress noch keine Entscheidung getroffen.
Die Situation in bezug auf bestimmte Energie-Sektoren skizzierte Frank
Zarb folgendermaßen:
- Die Förderung von einheimischem Erdgas wird in den nächsten Jahren
wahrscheinlich den Stand von 1975 (562,8 Milliarden Kubikmeter) noch
unterschreiten, könnte jedoch bei einer Freigabe der Preise bis 1985 auf
616 Milliarden Kubikmeter/Jahr ansteigen.

Wird die jetzt gültige einge-

schränkte Preiskontrolle beibehalten, dürfte bis 1985 ein Anstieg der
Förderung auf ca. 588 Milliarden cbm zu erwarten sein.
- Die Kohleförderung wird sich im laufenden Jahr (1976) vermutlich
auf 612,2 Millionen Tonnen stellen (1975: 580,5 Millionen Tonnen).
- Das Ziel der Regierung, bis Ende 1976 so viele Kernkraftwerke in
Betrieb zu haben, daß auf diese 26 Prozent der Gesamtstromerzeugung
entfallen, wurde nicht erreicht. Die Gründe dafür sind in erster Linie
höhere Kosten und längere Anlaufzeiten bis zum Baubeginn.
- Die bisher erlassenen Verfügungen zur Umstellung konventioneller
Kraftwerke von öl bzw. Erdgas auf Kohlefeuerung bis Ende 1976 könnte zu
einer Einsparung von 43 Millionen Tonnen öl pro Jahr beitragen.
- Die Begrenzung der Einfuhr von verflüssigtem Erdgas auf zunächst 56
Milliarden cbm pro Jahr, die vom Präsidial bei rat für Energie-Rohstoffe
kürzlich genehmigt wurde, könnte einen Anreiz zur Steigerung der einheimischen Erdgasförderung schaffen.

Die Einfuhr aus einem einzelnen

Lieferland ist auf 20,4 Milliarden cbm/Jahr begrenzt.
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MIKROCOMPUTER IM US-HANDELSZENTRUM FRANKFURT
- Letzte Veranstaltung vor Verlegung nach Köln -

- (AD) - Noch einmal - bevor das US-Handelszentrum in Frankfurt seine
Tore schließt - findet vom 12. bis 15. Oktober 1976 eine Ausstellung und
Fachtagung statt, zu der eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Besuchern erwartet wird. Das Thema lautet "Mikrocomputer/Prozessoren und Zubehör". Etwa
40 amerikanische Hersteller, darunter viele wohlbekannte Namen, aber auch
eine Reihe von Firmen, die neu auf dem europäischen Markt sind, präsentieren
hier ihre neuesten Entwicklungen.
Die besondere Aktualität des Themas wird durch die gleichzeitig stattfindende Fachtagung unterstrichen, auf der deutsche und amerikanische Experten aus Industrie und Forschung zu einschlägigen Fragen Stellung nehmen werden.
Die Ausstellungspalette überdeckt praktisch alle Bereiche der Mikrocomputertechnik; sie ist sowohl für Endkunden als auch für OEM-Anwender gleichermaßen interessant.

Neben kompletten Computersystemen werden Datenspeicher

und Ausgabegeräte aller Art, "intelligente" Fernmeldeprozessoren, Datenmodems,
Zeitmultiplexer, Magnetbandformatierer sowie Hilfsgeräte (Locher usw.) gezeigt.
Besonders

�Besonders erwähnenswert ist ein "Baukasten"-Mikrocomputersystem das
durch außerordentliche Preiswürdigkeit neue, bisher aus Kostengründen verschlossene, Anwendungsgebiete eröffnet.
Weitere Informationen und komplette Programme durch:
US-Handelszentrum
Bockenheimer Landstr. 2 - 4
6000 Frankfurt a.M.
Tel.: (0611) 72 08 01

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NEUARTIGE "AKUSTISCHE KAMERA"

- (AD) - Ein elektronisches System zur Fokussierung von Ultraschallwellen in einer "akustischen Kamera" wurde anläßlich der gemeinsamen Tagung
des Amerikanischen Instituts für Ultraschall in der Medizin und der Weltorganisation für Ultraschall in Medizin und Biologie Anfang August 1976
in San Francisco (Kalifornien) zum ersten Mal öffentlich demonstriert.
Das neue System, das von Prof. Gordon S. Kino (Mikrowellenlaboratorium
des Department für Elektrotechnik), Dr. James Havlice und Prof. Calvin
Quate (Department für angewandte Physik) an der Stanford-Universität
entwickelt wurde, wird nunmehr von der Fa. Unirad Corp. 'Denver, Colorado)
in Lizenz gebaut. Es macht akustische Linsensysteme überflüssig.
Das Ultraschall-Fokussierungssystem "verarbeitet" Schallimpulse, die
von piezoelektrischen Detektoren oder Energiewandlern aufgenommen wurden.
Die Detektoren wandeln die Schallwellen, nachdem diese das zu untersuchende Objekt passiert haben, in elektrische Signale um. Die Signalstärke ist davon abhängig, welche Veränderungen die Schallwellen beim
Durchgang durch das Material erfahren haben. In der Praxis bedeutet dies,
daß man mit Hilfe von Ultraschall-Aufnahmen Körpergewebe verschiedener
Dichte, bis hin zu Gefäßen, Fett- und Muskelgewebe, voneinander unterscheiden kann. Im Gegensatz zu dieser Technik ist weiches Gewebe auf
Röntgenaufnahmen nahezu unsichtbar, sofern es nicht durch Kontrastmittel
besonders hervorgehoben wird. Das Scniucken oder die Injektion bestimmter
Kontrastmittel ist jedoch für den Patienten oft recht unangenehm.
Außerdem

�Außerdem bedeutet jede Röntgenaufnahme eine zusätzliche Strahlenbelastung,
eine Ultraschall-Aufnahme dagegen nicht.
Die Detektoren der "akustischen Kamera" sind flache, in bestimmter
Reihenordnung plattenförmig montierte Keramiksegmente.

Die Rückseite

jedes Segments ist an einen "Mixer" angeschlossen, der seinerseits vom
sog. SAW-System (SAW = "rurface acoustic wave delay 1 ine") gesteuert wird.
Auf diese Weise wird über die einzelnen Segmente ein elektronisches
"Raster" vom Objekt erzeugt und gleichzeitig die Fokussierung auf die
für die Untersuchung wichtige Ebene erreicht.
Tiefenzone im Körper möglich.

Sie ist optimal für jede

Das "Schallbild" erscheint auf einem

Bildschirm und erlaubt z. B. die Beobachtung des Ablaufs bestimmter
Prozesse im Organismus.
Da es sich bei dem neuen Stanford-Verfahren um ein elektronisches
System handelt, ist eine mechanische Fokussierung überflüssig. Der
elektronische Brennpunkt ändert sich automatisch mit der Entfernung,
so daß ein Bild produziert wird, das in allen Tiefen scharf erscheint.
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GERALD R. FORD: PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER REPUBLIKANER

Washington - (AD) - Gerald R. Ford hatte bereits vor Übernahme des
höchsten Staatsamtes der Vereinigten Staaten als Vizepräsident Gelegenheit,
sich mit allen Aspekten der Regierungsarbeit vertraut zu machen. Und aufgrund seiner 25jährigen Zugehörigkeit zum Repräsentantenhaus verfügte er
über besonders enge Verbindungen zum Kongreß. Als Fraktionsführer der
republikanischen Minderheit im Repräsentantenhaus seit 1965 war es seine
Aufgabe in den Tagen der Regierung Johnson, die Politik der Opposition und
nach der Wahl Nixons zum Präsidenten die der Administration dort zu
vertreten.
Vor seiner Wahl zum Vizepräsidenten durch den Kongreß nach dem Rücktritt
seines Vorgängers Spiro T. Agnew mußte sich Ford vielen und kritischen
Fragen in den Ausschüssen stellen,

Er bezeichnete sich als "konservativ in

fiskalischen Dingen, gemäßigt in innenpolitischen Angelegenheiten und liberal
in der Außenpolitik".

Und er erklärte schon damals, daß es ihm nicht um

persönliche Macht oder Größe gehe, sondern daß er seine Aufgabe übernehmen
wolle "einfach weil ich glaube, daß es wichtig für die Innen- und Außenpolitik unseres Landes ist."

Er errang im Kongreß die Achtung und Aner-

kennung seiner politischen Freunde wie auch Gegner.

In seinem Wahlkreis

in Michigan hat er bei se'ner ersten Wahl zum Abgeordneten in das Repräsentantenhaus und bei seinen 12 Wiederwahlen niemals weniger als 60 Prozent
der Stimmen gewonnen.
Seine

- 1-

�Seine politische Laufbahn begann er 1948 mit der erfolgreichen Kandidatur
für einen Sitz im Repräsentantenhaus, dem er bis zur Vereidigung als Vizepra'sidentder USA angehörte.

Ford, der nicht mit der gleichnamigen Auto-

Dynastie verwandt ist, hatte sich vor allem in Fragen der nationalen Sicherheit stets mit größtem Nachdruck hinter die Politik seiner Vorgänger gestellt und hält die Aufrechterhaltung der militärischen Stärke der USA nach
wie vor für unerläßlich.

Auf zahlreichen Auslandsreisen, die ihn bis in

die Volksrepublik China führten, und vor allem in seinen Verhandlungen mit
den Sowjets gewann er aus eigener Anschauung eine klare Vorstellung von
den Notwendigkeiten der amerikanischen Außenpolitik im heutigen Zeitalter
des Wandels.
In der Republikanischen Partei gilt Ford als Gemäßigter, der überzeugend
zu argumentieren und zielbewußt zu handeln versteht.

Er hat wiederholt

die Fähigkeit bewiesen, die Fraktion und darüber hinaus die Partei in der
Diskussion selbst schwieriger Fragen zu einen.
Gerald R. Ford wurde am 14. Juli 1913 in Omaha im Staate Nebraska als
Leslie King geboren. Nach Scheidung der Eltern und Wiederverheiratung der
Mutter wurde er von seinem Stiefvater, Gerald R. Ford, Sr., adoptiert,
einem Farben- und Lackfabrikanten aus Grand Rapids im Staate Michigan und
führenden Mitglied der örtlichen Parteiorganisation. Nach Absolvierung
der Oberschule in Grand Rapids bezog Ford die Universität von Michigan in
Ann Arbor, an der er 1935 den Grad eines Bachelor of Arts erwarb. Er trieb
in seiner Freizeit eifrig Sport - er schwimmt übrigens noch heute täglich,
um sich körperlich in Form zu halten - und gehörte zu den Stars der FootballMannschaft seiner Universität. Während der Depressionsjahre verdiente er
sich sein Studium mit allerlei Nebenbeschäftigungen - unter anderem als
Tellerwäscher. Und auch später, als er das Jurastudium an der Yale-Universität aufnahm, mußte er als Football- und Boxtrainer Geld verdienen und
deshalb mit fünf bis sechs Stunden Schlaf auskommen. Nach dem Studienabschluß als Bachelor of Laws 1941 und der kurz darauf erfolgten Zulassung zu
den Gerichten von Michigan und zum Obersten Bundesgericht wurde er Teilhaber
einer

�einer Rechtsanwaltskanzlei, der er bis 1949 angehörte.

Im zweiten Welt-

krieg diente er bei der US-Marine und wurde auf einem Flugzeugträger im
Pazifik eingesetzt, zuletzt im Range eines Korvettenkapitäns.
Aus dem Militärdienst entlassen, nahm er 1946 seine Anwaltstätigkeit
wieder auf und begann sich aktiv in einer Reformgruppe der Republikanischen
Partei zu betätigen, mit der er schon vor dem Krieg in engem Koniakt gestanden hatte.

Zwei Jahre später stellte ihn die Partei als Kandidaten

für das US-Repräsentantenhaus auf, in das er nach dem Sieg in den Novemberwahlen 1948 im Januar 1949 einzog.
Gerald R. Ford ist mit Elizabeth Bloomer verheiratet und hat drei Söhne
und eine Tochter.
Seine Familie gibt Ford sehr viel Kraft, und sie kann als beispielhaft angesehen werden.

Sie ist typisch amerikanisch und hat auch in der Zeit im

Weißen Haus keinen Wert auf Extravaganz gelegt.

Die familiären und

politischen Gespräche am großen runden Küchentisch in dem wohnlichen Haus
des Fraktionsführers der republikanischen Minderheit im Repräsentantenhaus
brachten viel Anregung.

Die Gastlichkeit ohne übertriebene Etikette wurde

nicht zuletzt von Diplomaten in Washington geschätzt.
Als Gerald Ford am 6. Dezember 1973 auf sein Amt als Vizepräsident der
Vereinigten Staaten vereidigt wurde, übernahm er eine Pflicht, die ihm
der Kongreß mit 92 gegen drei Stimmen im Senat und mit 387 gegen 35 Stimmen
im Repräsentantenhaus übertragen hatte. Jetzt kämpft er als der Kandidat
seiner Partei um die Präsidentschaft als gewählter Präsident.
+ + + + + +

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GERALD R. FORD: PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER REPUBLIKANER

Washington - (AD) - Gerald R, Ford hatte bereits vor Übernahme des
höchsten Staatsamtes der Vereinigten Staaten als Vizepräsident Gelegenheit,
sich mit allen Aspekten der Regierungsarbeit vertraut zu machen.

Und auf-

grund seiner 25jährigen Zugehörigkeit zum Repräsentantenhaus verfügte er
über besonders enge Verbindungen zum Kongreß.

Als Fraktionsführer der

republikanischen Minderheit im Repräsentantenhaus seit 1965 war es seine
Aufgabe in den Tagen der Regierung Johnson, die Politik der Opposition und
nach der Wahl Nixons zum Präsidenten die der Administration dort zu
vertreten.
Vor seiner Wahl zum Vizepräsidenten durch den Kongreß nach dem Rücktritt
seines Vorgängers Spiro T. Agnew mußte sich Ford vielen und kritischen
Fragen in den Ausschüssen stellen.

Er bezeichnete sich als "konservativ in

fiskalischen Dingen, gemäßigt in innenpolitischen Angelegenheiten und liberal
in der Außenpolitik".

Und er erklärte schon damals, daß es ihm nicht um

persönliche Macht oder Größe gehe, sondern daß er seine Aufgabe übernehmen
wolle "einfach weil ich glaube, daß es wichtig für die Innen- und Außenpolitik unseres Landes ist."

Er errang im Kongreß die Achtung und Aner-

kennung seiner politischen Freunde wie auch Gegner.

In seinem Wahlkreis

in Michigan hat er bei seiner ersten Wahl zum Abgeordneten in das Repräsentantenhaus und bei seinen 12 Wiederwahlen niemals weniger als 60 Prozent
der Stimmen gewonnen.
Seine

- 1 -

�Seine politische Laufbahn begann er 1948 mit der erfolgreichen Kandidatur
für einen Sitz im Repräsentantenhaus, dem er bis zur Vereidigung als Vizepräsidentder USA angehörte.

Ford, der nicht mit der gleichnamigen Auto-

Dynastie verwandt ist, hatte sich vor allem in Fragen der nationalen Sicherheit stets mit größtem Nachdruck hinter die Politik seiner Vorgänger gestellt und hält die Aufrechterhaltung der militärischen Stärke der USA nach
wie vor für unerläßlich. Auf zahlreichen Auslandsreisen, die ihn bis in
die Volksrepublik China führten, und vor allem in seinen Verhandlungen mit
den Sowjets gewann er aus eigener Anschauung eine klare Vorstellung von
den Notwendigkeiten der amerikanischen Außenpolitik im heutigen Zeitalter
des Wandels.
In der Republikanischen Partei gilt Ford als Gemäßigter, der überzeugend
zu argumentieren und zielbewußt zu handeln versteht.

Er hat wiederholt

die Fähigkeit bewiesen, die Fraktion und darüber hinaus die Partei in der
Diskussion selbst schwieriger Fragen zu einen.
Gerald R. Ford wurde am 14. Juli 1913 in Omaha im Staate Nebraska als
Leslie King geboren. Nach Scheidung der Eltern und Wiederverheiratung der
Mutter wurde er von seinem Stiefvater, Gerald R. Ford, Sr., adoptiert,
einem Farben- und Lackfabrikanten aus Grand Rapids im Staate Michigan und
führenden Mitglied der örtlichen Parteiorganisation. Nach Absolvierung
der Oberschule in Grand Rapids bezog Ford die Universität von Michigan in
Ann Arbor, an der er 1935 den Grad eines Bachelor of Arts erwarb. Er trieb
in seiner Freizeit eifrig Sport - er schwimmt übrigens noch heute täglich,
um sich körperlich in Form zu halten - und gehörte zu den Stars der FootballMannschaft seiner Universität. Währpnd der Depressionsjähre verdiente er
sich sein Studium mit allerlei Nebenbeschäftigungen - unter anderem als
Tellerwäscher. Und auch später, als er das Jurastudium an der Yale-Universität aufnahm, mußte er als Football- und Boxtrainer Geld verdienen und
deshalb mit fünf bis sechs Stunden Schlaf auskommen. Nach dem Studienabschluß als Bachelor of Laws 1941 und der kurz darauf erfolgten Zulassung zu
den Gerichten von Michigan und zum Obersten Bundesgericht wurde er Teilhaber
einer

�einer Rechtsanwaltskanzlei, der er bis 1949 angehörte.

Im zweiten Welt-

krieg diente er bei der US-Marine und wurde auf einem Flugzeugträger im
Pazifik eingesetzt, zuletzt im Range eines Korvettenkapitäns.
Aus dem Militärdienst entlassen, nahm er 1946 seine Anwaltstätigkeit
wieder auf und begann sich aktiv in einer Reformgruppe der Republikanischen
Partei zu betätigen, mit der er schon vor dem Krieg in engem Kontakt gestanden hatte.

Zwei Jahre später stellte ihn die Partei als Kandidaten

für das US-Repräsentantenhaus auf, in das er nach dem Sieg in den Novemberwahlen 1948 im Januar 1949 einzog.
Gerald R. Ford ist mit Elizabeth Bloomer verheiratet und hat drei Söhne
und eine Tochter.
Seine Familie gibt Ford sehr viel Kraft, und sie kann als beispielhaft angesehen werden.

Sie ist typisch amerikanisch und hat auch in der Zeit im

Weißen Haus keinen Wert auf Extravaganz gelegt.

Die familiären und

politischen Gespräche am großen runden Küchentisch in dem wohnlichen Haus
des Fraktionsführers der republikanischen Minderheit im Repräsentantenhaus
brachten viel Anregung.

Die Gastlichkeit ohne übertriebene Etikette wurde

nicht zuletzt von Diplomaten in Washington geschätzt.
Als Gerald Ford am 6. Dezember 1973 auf sein Amt als Vizepräsident der
Vereinigten Staaten vereidigt wurde, übernahm er eine Pflicht, die ihm
der Kongreß mit 92 gegen drei Stimmen im Senat und mit 387 gegen 35 Stimmen
im Repräsentantenhaus übertragen hatte.

Jetzt kämpft er als der Kandidat

seiner Partei um die Präsidentschaft als gewählter Präsident.
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16/1976

SENATOR ROBERT J. DOLE; VIZEPRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER REPUBLIKANER
- Der Mann aus dem Mittelwesten -

Washington - (AD) - Als Präsident Ford am 19. August 1976 - kurz nach
seiner Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten seiner Partei für die
Wahlen am 2. November - den außerhalb der USA relativ unbekannten Senator
Robert Dole aus Kansas zu seinem Mitstreiter als Vizepräsidentschaftskandidat auswählte, hatte er nicht zuletzt die Einigung seiner Partei im
Sinne. Obwohl Präsident Ford im ersten Wahlgang mit 1187 Stimmen gegen
seinen Konkurrenten Gouverneur Ronald Reagan - auf den 1070 Stimmen fielen siegte, galt es jetzt, die Partei für den Wahlkampf wieder möglichst geschlossen ins Feld zu führen. Und so stellte Ford den Mann seiner Wahl
flankiert von Vertretern der Flügel der Republikanischen Partei vor - zu
seiner Linken Vizepräsident Nelson Rockefeller und zu seiner Rechten den
Wahlkampfmanager seines Gegenspielers Ronald Reagan, Senator Paul Laxalt
aus Nevada. Und Ford betonte, daß die Wahl von Senator Dole die Zustimmung
von Reagan gefunden habe.
Senator Dole hat seinen Ruf als erfolgreicher W a M kämpf er und harter
Arbeiter. Mit Ford und Dole hat sich die Republikanische Partei auf das
amerikanische Kernland konzentriert: beide kommen aus dem Mitteiwesten.
Was die Anschauungen der beiden angeht, so besteht weitgehende Übereinstimmung zwischen Ford und Dole, Beide sind alte Kollegen aus dem
amerikanischen Repräsentantenhaus, wo sie acht Jahre gemeinsam Politik machten.
Beide kündigten einen harten Wahlkampf gegen die demokratischen Kandidaten
Carter und Mondale an
,

Die

�I

•
Die Wahl von Senator Dole beendet einen zweijährigen Streit in den
Reihen der Republikaner um die Vizepräsidentschaft, nachdem der jetzige
Vizepräsident Nelson Rockefeller nie den Beifall des konservativen Flügels
gefunden hatte
zu rechnen-

Dole braucht kaum mit Widerstand in den eigenen Reihen

Er ist ein ausgezeichneter und präziser Redner und besitzt

trotz gelegentlicher scharfer Formulierungen viel Humor.

Er könnte sich

als idealer Partner für Ford erweisen. Schließlich fiel die Entscheidung
Fords nach reiflicher Überlegung und Beratung mit den führenden Vertretern der Republikanischen Partei in Washington und in den Einzel Staaten.
Robert Joseph Dole kommt vom geographischen Mittelpunkt der Vereinigten
Staaten,und

sein politischer Standort ist im Mittelpunkt der republi-

kanischen Anschauungen und Überzeugungen.
Am 22. Juli 1923 in Russell im Staate Kansas geboren, wuchs e&gt;- ganz
in der Nähe des Ortes auf, an dem ihn der Parteikonvent der Republikaner
jetzt zum Vizepräsidentschaftskandidaten erkor.

Er verbrachte die letzten

16 Jahre in Washington, zunächst als Abgeordneter im Repräsentantenhaus
und dann als Senator. Auf dem Parteikonvent hatte er temporär den Vorsitz inne.
Aus einem Agrarstaat kommend, gilt Doles Hauptinteresse begreiflicherweise der Landwirtschaft,

Er ist führendes Mitglied der republikanischen

Minderheit im Senatsausschuß für Landwirtschaft und Forsten und hat sich
für die Unterstützung der Farmer eingesetzt.
Er gehörte als Berater der amerikanischen Delegation auf der Konferenz
der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen 1965
in Rom an, war 1966 Mitglied der Kongressdelegation, die die Ernährungskrise in Indien prüfte, sowie 1967 Mitglied einer ähnlichen Delegation
zur Prüfung des Flüchtlingsproblems im Nahen Osten.
Im Jahre 1971 wurde er von Präsident Nixon zum Vorsitzenden der
Republikanischen Partei berufen, schied jedoch schon 1972 trotz des
überwältigenden

�überwälticenden Wahlsieges Nixons wieder aus diesem Amt,

Der Senator schrieb

dies nicht dem Präsidenten, sondern Intrigen im Weißer Haus zu.

Dole

sprach sich - als einer der ganz wenigen in seiner Partei - gegen einen
Rücktritt Nixons aus und für das Durchstehen des Impeachment-Verfahrens.
Seine persönliche Integrität wurde jedoch niemals angetastet.

Der Republikaner Dole wurde im Jahre 1960 - als John F. Kennedy die
Präsidentschaft für die Demokraten gewann - zum erstenmal in das amerikanische Repräsentantenhaus gewählt und dann dreimal hintereinander wiedergewählt.

Im Jahre 1968 - als Nixon das Weiße Haus für die Republikaner

eroberte - gewann er einen Sitz im Senat für seinen Heimatstaat Kansas
und wurde 1974 nach einem harten Wahlkampf knapp wiedergewählt.

Seinen

Wahlsieg damals schreibt er vor allem der Wahlhilfe von Präsident Ford zu.

Während er im Repräsentantenhaus noch als "Hinterbänkler" galt - wenn
auch als tüchtiger - trat er im Senat wiederholt mit seiner Unterstützung
der Nixon-Administration und seinen Angriffen gegen die Demokröten hervor.
Er hat, wie berichtet, Präsident Ford wiederholt geraten, feste Positionen
zu beziehen, um seine Wahl als Präsident zu gewinnen.
Im Zweiten Weltkrieg kämpfte Dole in einer Gebirgsdivision in Ttalien
und wurde schwer verwundet.

Er lag drei Jahre im Lazarett und leidet noch

heute an einer Lähmung seiner rechten Hand.

Er wurde als Hauptmann ent-

lassen und gehört zahlreichen Veteranen- und Bürgervereinigungen an.

Im Dezember 1975 heiratete Senator Dole zum zweitenmal - Mary
Elisabeth Hanford, Mitglied der Bundeshandelskommission - nachdem er 1972
von Phyllis Helden geschieden wurde, mit der er seit 1948 verheiratet war
und mit der er eine 22jährige Tochter, Robin, hat.

Dole hat an der Universität von Arizona studiert und dort den akademischen Grad eines Bachelor of Arts und an der Washburn Municipal University
in Topeka, der Hauptstadt des Staates Kansas, den akademischen Grid eines
Bachelor
- 3 -

�Bachelor of Laws (Rechtswissenschaften) erworben. Vor seiner Wahl in
das Repräsentantenhaus in Washington war Dole Abgeordneter im Parlament
seines Heimatstaates. Sein Hobby ist die Politik.

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�amerika dienst
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16/1976

FORD PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER REPUBLIKANER
- Wortlaut seiner Rede vor dem Parteikonvent am 19. August 1976 -

Kansas City - (AD) - Präsident Ford hat am 19. August die ihm angetragene
Nominierung seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner
angenommen und in seiner "Acceptance Address" - der traditionellen Einwilligungsansprache - sein politisches Konzept in großen Zügen umrissen.
Die Rede hat folgenden Wortlaut:
Delegierte und Stellvertreter dieses Republikanischen Parteikonvents:
Ich fühle mich durch Ihre Nominierung geehrt - und ich nehme sie an.
Ich nehme sie an mit Stolz, mit Dankbarkeit und mit dem festen Willen, für
das amerikanische Volk einen großen Sieg zu erringen. Wir werden in allen
Teilen unseres Landes einen erfolgreichen Wahl kämpf führen - von den
schneereichen Gefilden Minnesotas bis zu den sandigen Ebenen Georgias. Wir
werden keinen Staat auslassen. Wir werden auf keine einzige Stimme verzichten. Heute abend stehe ich voll Stolz vor diesem Parteikonvent als der
erste amtierende Präsident seit Dwight Do Eisenhower, der vor dem amerikanischen Volk sagen kann: Amerika hat Frieden. Heute abend kann ich Ihnen
ganz ehrlich sagen: Unser Land ist gesund. Unser Land ist sicher. Unser
Land befindet sich auf dem Weg zu einem vollen wirtschaftlichen Aufschwung
und einer besseren Lebensqualität für alle Amerikaner. Und ich werde Ihnen
noch etwas sagen. Ich bin bereit, ich brenne sogar darauf, vor das amerikanische Volk zu treten und von Angesicht zu Angesicht mit Jimmy Carter eine
Debatte über die wirklichen Probleme zu führen. Das amerikanische Volk
hat
- 1 -

�hat ein Recht darauf, aus erster Hand zu erfahren, wo genau wir beide stehen.
Ich bin denen zutiefst dankbar, die mir zur Seite gestanden haben, um die
Nominierung durch die Partei zu gewinnen, deren Sache ich mein ganzes Leben,
seit ich volljährig bin, vertreten habe.

Ich respektiere die Auffassung

derer, die einen Wechsel in Washington wollen.
Wechsel.

Ich möchte ebenfalls einen

Nach 22 langen Jahren der Mißwirtschaft einer Mehrheit sollten

wir den amerikanischen Kongress verändern.
Meine Dankbarkeit geht weit über diesen Saal hinaus; sie gilt auch den
zahllosen Freunden, deren Vertrauen, harte Arbeit und selbstlose Unterstützung mich an diese Stelle gebracht haben.
jemanden herauszustellen.

Es wäre unfair, irgend

Aber ich möchte eine Ausnahme bei meiner wunder-

vollen Familie machen - Mike, Jack, Steve und Susan und vor allem meiner
lieben Betty.

Wir Republikaner erlebten einen harten Wettstreit.

predigen nicht nur den Wettstreit, wir praktizieren ihn auch.

Wir

Heute abend

jedoch kommen wir zusammen, nicht um auf eineiji Schlachtfeld eine Waffenruhe
zu vereinbaren, sondern um uns sozusagen nach dem Training zusammenzuschließen, das uns alle für den vor uns liegenden harten Wahl kämpf fit gemacht hat.
Ich möchte Ihnen aus tiefstem Herzen folgendes sagen: Nach all dem
Hin und Her der letzten Monate ist es wirklich ein gutes Gefühl, zu wissen,
daß Ron Reagan auf der gleichen Seite der Linie steht. Zur Stärkung unseres
Führungsteams hat der Parteikonvent den klugen Beschluß gefaßt, einen der
befähigsten Amerikaner, Senator Bob Dole aus dem großen Staate Kansas, zu
unserem nächsten Vizepräsidenten zu wählen. Mit seiner Hilfe, mit Ihrer
Hilfe, mit der Hilfe der Millionen Amerikaner - die für den Frieden einstehen, die wollen, daß in Amerika die Freiheit erhalten bleibt, der Wohlstand allen zu Gute kommt und wir stolz auf Amerika sein können - werden
wir diese Wahl gewinnen. Ich spreche nicht von einem Sieg der Republikaner,
sondern von einem Sieg für das amerikanische Volk. Sie, die heute abend
in ihren Wohnungen zuhören - Sie sind das Volk, das die Steuern entrichtet und
die

�die Gesetze einhält. Sie sind diejenigen, die unser System mit Leben erfüllen. Sie sind diejenigen, die Amerika zu dem gemacht haben, was es
heute ist. Ich komme aus Ihren Reihen und stehe an Ihrer Seite.
Etwas, was beinahe an ein Wunder grenzt, ist unserem Lande in den beiden
letzten Jahren widerfahren.

Uns allen wurde es am 4. Juli bewußt.

Nach all den Jahren der Wirren und Tragödien, der Kriege und Unruhen,
der Morde und der Vergehen in höchsten Ämtern haben die Amerikaner sich
wieder zu dem Geist von 1776 bekannt. Wir erblickten vor uns wieder die
Vision der Pioniere, wie sie unsere revolutionären Gründerväter und unsere
eingewanderten Vorfahren hatten.
Ihre Vision waren freie Männer und freie Frauen mit einer eingegrenzten
Regierung und unbegrenzten Möglichkeiten.
Das Mandat, das ich 1976 anstrebe, ist, diese Vision zu einer Realität
zu machen.

Aber es wird der Stimmen zahlreicher anderer Amerikaner be-

dürfen, die nicht Republikaner sind, um dieses Mandat bindend und meine
Mission möglich zu machen.
Ich bin ein nicht gewählter Präsident und ein Zufallspräsident genannt
worden.

Wir werden das von der anderen Partei immer wieder hören - trotz

der Tatsache, daß deren gewählte Vertreter im Kongress meine Eignung für
unser höchstes Amt bestätigt haben.

Sie stimmten im Repräsentantenhaus mit

387 gegen 35 Stimmen und im Senat mit 92 gegen 3 Stimmen für mich.
Nachdem ich Vizepräsident und dann Präsident geworden bin, ohne damit
zu rechnen oder eines dieser Ämter anzustreben, habe ich eine besondere
Einstellung zu diesen hohen Ämtern gewonnen.
Für mich waren das Präsidentenamt und das Amt des Vizepräsidenten keine
Preise
- 3 -

�Preise, die zu gewinnen waren, sondern eine Pflicht, die übernommen werden
mußte.

So sind es heute nicht die Macht und der Glanz des Prä'sidentenamtes,

die mich veranlassen, Sie um weitere vier Jahre zu bitten.

Es ist vielmehr

etwas, was jeder hart arbeitende Amerikaner verstehen wird - die Herausforderung einer Aufgabe, die einen guten Anfang hatte, aber bei weitem noch
nicht zu Ende geführt ist.
Vor zwei Jahren, am 9. August 1974, legte ich meine Hand auf die Bibel,
die Betty hielt, und legte den gleichen Eid auf die Verfassung ab, den
einst George Washington abgelegt hat.

Ich vertraute auf unser Volk, auf

unsere Institutionen und auf mich selbst.
"Meine amerikanischen Mitbürger", so sagte ich damals, "unser langer
nationaler Alptraum ist jetzt vorbei".
Es war eine Stunde unserer Geschichte, die unsere Sinne beunruhigte und
unsere Herzen aufwühlte. Zorn und Haß hatten gefährliche Ausmaße erreicht, Freunde und Familien wurden auseinandergebracht. Die Polarisierung
unserer politischen Gesellschaft hatte so unwürdige Leidenschaften wie Vergeltung und Rache geschürt.
Unser Regierungssystem war dem Stillstand näher als zu irgendeinem
Zeitpunkt, seit Abraham Lincoln den gleichen Amtseid abgelegt hat.
/

Unsere Wirtschaft wurde von einer galoppierenden Inflation erschüttert,
die uns Hals über Kopf in die schwerste Rezession stürzte, seit Franklin
D. Roosevelt den gleichen Eid ablegte.
An diesem Tage sagte ich zu meinen Mitbürgern: "Ich bin mir voll bewußt, daß Sie mich nicht mit Ihren Stimmen zu Ihrem Präsidenten gewählt
haben, daher bitte ich Sie.mich mit Ihren Gebeten als Ihren Präsidenten
zu bestätigen".
An

�An einem Marmorkamn des Weißen Hauses ist ein Gebet eingraviert, das
John Adams geschrieben hat.

Es schließt mit den Worten: "Mögen nur ehrliche

und weise Männer unter diesem Dach herrschen".
Seit ich in diesem historischen Gebäude wohne, habe ich versucht, diesem
Gebet nachzuleben.
Ich habe vor zahlreichen schweren Probienen gestanden.
vielleicht manchen Fehler begangen.

Ich habe

Aber insgesamt haben Amerika und die

Amerikaner seit dem August 1974 einen unglaublichen Wiederaufschwung erlebt.
Niemand kann ehrlicherweise etwas anderes behaupten.
Und die volle Wahrheit ist, daß der große Fortschritt, den wir - im
Inland und im Ausland - erzielt haben, trotz der Mehrheit erreicht worden
ist, die den Kongress regiert.

Zwei Jahre lang habe ich für das ganze

Volk gegen die stimmenhungrige, ausgabenfreudige Mehrheit im Kongress gestanden.
Fünfundf'ünfzigmal habe ich mein Veto gegen ausgefallene und unkluge
Gesetzesentwürfe eingelegt.
durchgesetzt worden.

Vierundvierzigmal ist dieses Veto durch mich

Durch diese Vetos sind dem amerikanischen Steuer-

zahler Milliarden und Abermilliarden an Dollar erspart geblieben.
Ich bin gegen den großen Steuerausgeber und für den kleinen Steuerzahler.
Ich habe mich für eine permanente Steuersenkung verbunden mit Ausgabereduzierungen eingesetzt, um die Wirtschaft zu fördern und dem hartbedrängten Steuerzahler mittleren Einkommens Erleichterungen zu verschaffen.

Ihre

persönliche Steuerfreiheit muß von 750 Dollar auf 1000 Dollar erhöht werden.
In dem Programm der anderen Partei ist von Steuerreformen die Rede,
aber es gibt dabei ein großes Problem: deren eigener Kongress wird sie nicht
verabschieden.

.,

�Ich habe mich für vernünftige, verfassungmäßige Beschränkungen des vom
Gerichtshof angeordneten Transports von Schulkindern mit Bussen (busing)
ausgesprochen.
Das Programm der anderen Partei räumt ein, daß dieser Bustransport ein
"letztes Mittel" sein sollte; aber auch hier gibt es dasselbe Problem:
deren eigener Kongress wird dem nicht zustimmen.
Ich habe mich für eine wesentliche Überarbeitung unseres Strafrechtes
ausgesprochen, um das Verbrechen und den illegalen Drogenhandel einzudämmen .
Das Programm der anderen Partei bedauert, daß das Verbrechen Amerika
90 Milliarden Dollar kostet; und auch hier ist das Problem: deren eigener
Kongress wird nicht handeln.
Das Programm der anderen Partei spricht von einer starken Verteidigung und hier ist nun die andere Seite des Problems: deren eigener Kongress hat
tatsächlich gehandelt. Er nahm während der vergangenen zehn Jahre Abstriche von 50 Milliarden Dollar an unseren nationalen Verteidigungsausgaben
vor.
Meine Freunde: Das Problem heißt nicht Washington, der Kongress ist das
Problem. Sie alle wissen, daß der Präsident der Vereinigten Staaten kein
Zauberer ist, der eine Wand bewegen oder ein Dokument unterzeichnen kann,
durch das ein Krieg sofort beendet wird, oder der eine Rezession beseitigen
oder eine Bürokratie verschwinden lassen kann. Ein Präsident hat aufgrund
der Verfassung gewaltige Vollmachten, aber sie alle rühren letztlich vom
amerikanischen Volk und desssen Mandat her.
Deshalb wende ich mich heute abend an das amerikanische Volk und bitte
nicht nur um Ihre Gebete, sondern auch um Ihre Kraft und Ihre Unterstützung
um Ihren Zuspruch und um Ihre Stimme.
Ich

-6-

i
j

�Ich trete vor Sie hin mit einem zweijährigen Nachweis von Tätigkeiten
und Leistungen - ohne Ihr Mandat.

Ich biete Ihnen feierlich vier Jahre noch

größerer Leistungen an - mit Ihrem Mandat.
Wie Gouverneur AI Smith zu sagen pflegte: "Wollen wir uns die Tatsachen
betrachten".
Vor zwei Jahren betrug die Inflationsrate 12 Prozent.
Der Absatz ging zurück, Fabriken wurden stillgelegt, jede Woche wurden
Tausende arbeitslos.
Die Furcht vor der Zukunft beeinträchtigte unsere Wirtschaft und bedrohte
Millionen von Familien.
Lassen Sie uns das seit August 1974 Erreichte betrachten.
Die Inflation ist um die Hälfte reduziert.
Die Gehälter steigen, die Gewinne steigen, die Produktion steigt und die
Käufe steigen.
Seit die Rezession in ihr Gegenteil verkehrt wurde, haben fast vier
Millionen unserer Mitbürger neue Arbeitsplätze gefunden oder ihre alten
zurückerhalten. In diesem Jahr haben mehr Männer und Frauen Arbeit als
jemals zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Das Vertrauen ist zurückgekehrt. Wir befinden uns in vollem Tempo auf
dem Wege zu einem gesunden Wiederaufschwung zur Prosperität.
Vor zwei Jahren steckte Amerika in dem Sumpf des Rückzuges aus Südostasien.

Ein Jahrzehnt lang hatte der Kongress unsere globale Verteidigung

gekürzt und unsere strategische Position in Frage gestellt.

Die wachsende
Spannung

- 7 -

�Spannung zwischen Israel und den arabischen Ländern ließ einen weiteren Krieg
unausweichlich erscheinen.
Die ganze Welt beobachtete dies und fragte sich, welchen Weg Amerika
gehen würde.

Würden wir mit unserem innenpolitischen Durcheinander den

Willen, die Ausdauer und die Einigkeit aufbringen, für die Freiheit aufzustehen?
Betrachten wir, was wir seit August vor zwei Jahren geleistet haben.
Heute lebt Amerika in Frieden und erstrebt den Frieden für alle Nationen.
Heute abend kämpft kein einziger Amerikaner irgendwo auf dem Antlitz dieser
Erde.
Unsere wirtschaftlichen wie militärischen Bindungen mit Westeuropa und
Japan varen niemals stärker.

Unsere Beziehungen mit Osteuropa, der Sowjet-

union und Festland-China sind fest, wachsam und auf die Zukunft gerichtet.
Von mir eingeleitete Politiken bieten einen gesunden Fortschritt für die
Völker des Pazifik, Afrikas und Lateinamerikas.
Israel und Krypten haben im Vertrauen auf die Vereinigten Staaten einen
historischen ersten Schritt getan, der mit der Zeit eine gerechte Regelung
für den gesamten Nahen Osten verspricht.
Die Welt achtet heute Amerikas Politik des Friedens durch Stärke.
Vereinigten Staaten sind wieder der vertrauensvolle Führer
Niemand stellt unsere Hingabe an

Jie

der freien Welt.

den Frieden in Frage, aber niemand

bezweifelt auch unsere Entschlossenheit, unsere Stärke einzusetzen, wenn es
um lebenswichtige Interessen geht.
Ich habe eine moderne, mächtige Armee, Marine und Luftwaffe und ein ebensolches Marinekorps verlangt, die die Sicherheit Amerikas auf Jahrzehnte gewährleisten werden.

Eine starke militärische Position ist immer der beste

Garant des Friedens.
Aber
- 8 -

�Aber die Stärke Amerikas ruhte nicnals auf den Waffen allein.

Sip hat

ihre Wurzeln in der gegenseitigen Verpflichtung von Bürgern und Führern,
an den höchsten Normen der Ethik und der Moral festzuhalten.
Vor zwei Jahren ist das Vertrauen des Volkes in seine höchsten Vertrete» denen sie mit überwältigender Mehrheit die Macht übertragen hatte - zweimal
erschüttert worden.

Mit dem Verlust des Vertrauens in das Wort ihrer ge-

wühlten Führer verloren die Amerikaner von ihrem Vertrauen in sich selbst.
Und wieder dürfen wir auf das blicken, was wir seit August 1974 geleistet
haben.
Meine Administration ist von Anfang an offen und ehrlich gewesen.
Als mein gesamtes öffentliches und privates Leben einer eingehenden
Untersuchung unterzogen wurde, als es um meine Stellung als Vizepräsident ging,
da bekräftigte ich meine lebenslange Oberzeugung, dal3 Wahrheit der Kitt ist,
der die Regierung zusammenhält •- nicht nur die Regierung, sondern die Zivilisation überhaupt.
In den 24 Jahren im Dienste meiner Nachbarn in Michigan lernte ich, ihnen
zuzuhören und sie zu verstehen.

Als Ihr Präsident bin ich mit Tausenden von

Bürgern aus allen Lebensbereichen und aus allen 50 Staaten der Union zusammengekommen.

Ich habe mir andere Meinungen und Kritik arjehört.

Ich habe alle

Fragen beantwortet und der Nation meine Standpunkte frei und umfassend dargelegt.
Ich habe von jedem in der Exekutive Ehrlichkeit, Anständigkeit und persönliche Integrität verlangt.
gleiche Pflicht.

Das Repräsentantenhaus und der Senat haben die

Das amerikanische Volk wird im Kongress der Vereinigten

Staaten keine doppelte Moral akzeptieren.
Diejenigen, die heute unsere Gesetze beschließen, dürfen den Ruf unserer
großen gesetzgebenden Körperschaften nicht ruinieren, die so große Männer
_ g .

hervorgebracht
*

�hervorgebracht haben wie Daniel Webster, Henry Clay, Sam Rayburn und Robert
A

Taft. Ob in der Hauptstadt der Nation oder in der Hauptstadt eines

Einzel Staates oder im Rathaus einer Stadt müssen private Untadeligkeit und
öffentliches Vertrauen Hand in Hand gehen.
Die Entwicklung von August 1974 bis August 1976 zeigt einen stetigen
Fortschritt nach oben zu Prosperität, Frieden und öffentlichem Vertrauen.
Was ich aufzuweisen habe, sind Fortschritte und keine Allgemeinplätze.
Was ich aufzuweisen habe, sind spezifische Dinge und kein Lächeln.
Was ich aufzuweisen habe, ist Handeln und keine Versprechungen.
Mit dem, was ich aufzuweisen habe, kann ich mit Stolz kandidieren.
Das, was ich aufzuweisen habe, wird das amerikanische Volk - Demokraten
Unabhängige ebenso wie Republikaner - am 2. November unterstützen.
Ich verspreche Ihnen, daß ich in den nächsten vier Jahren an dem festen
Kurs festhalten werde, mit dem wir begonnen haben.
Aber ich habe nicht die Absicht, mich auf meinen Lorbeeren auszuruhen.
Wir werden weiterhin den Kampf gegen die Inflation siegreich führen.
Wir werden weiterhin den Ballast und die Übergriffe der Bürokratie
abbauen
Wir werden bis 1978 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen» ,
Wir werden am Arbeitsplatz, in der Freizeit und in unseren Heimen und i
unserer Nachbarschaft die Qualität des Lebens weiter verbessern.
Wir
- 10 -

�Wir werden die Städte nicht im Stich lassen.

Wir werden die Sanierungs-

programme für die Städte fördern, die Sicherheit auf den Straßen gewährleisten,
eine gesunde Umwelt schaffen und die bevorzugte Stellung der Gemeinden wiederherstellen.
Wir werden Eltern und örtlichen Schulbehörden wieder die Aufsicht über
die Erziehung und Ausbildung der Kinder übertragen.
Wir werden sicherstellen, daß die Partei Lincolns die Partei der Gleichberechtigung bleibt.
Wir werden ein Steuersystem schaffen, das für alle unsere Bürger fair ist,
das die Kontinuität der Familienheime, der Familienfarmen und der Familenunternehmen schützt.
Wir werden die Integrität des Sozialversicherungssystems gewährleisten
und den Gesundheitsdienst (Medicare) weiter verbessern, so daß die älteren
Bürger sich eines gesunden und glücklichen Lebensabends erfreuen können, den
sie sich durch ihre Arbeit verdient haben.

Es gibt keinen Grund, warum es

ihnen schlecht statt gut gehen sollte.
Wir werden sicherstellen, daß unser reiches Land nicht die Bürger vernachlässigt, die weniger vom Glück begünstigt waren, sondern ihnen mit Anteilnahme und Würde das gibt, was sie brauchen.
Wir werden die Ausweitung und die Kosten des Regierungsapparates abbauen
und es allen Arbeitnehmern und Unternehmen ermöglichen, mehr von ihrem verdienten Geld für sich zu behalten.
Wir werden ein Klima schaffen, in dem die Wirtschaft jedem, der arbeiten
will, einen zusagenden Arbeitsplatz anbieten und allen Amerikanern einer,
angemessenen Lebensstandard geben kann.
Wir

- 11 -

�Wir werden sicherstellen, daß alle unsere jungen Leute in ihrem Leben
bessere Chancen haben, als wir sie hatten - eine Ausbildung, die sie im Leben
gebrauchen können, und einen Aufstieg im Beruf, auf den sie stolz sein können.
Wir werden eine Agrarpolitik verfolgen, die dem Farmer einen fairen Marktpreis garantiert, die zur Vollproduktion anspornt, zu Rekordexporten führt
und den Hunger der Menschheit lindern hilft.
Wir werden niemals den Überfluß der amerikanischen Landwirtschaft als
Druckmittel in der internationalen Diplomatie benutzen.

Keine Embargos!

Wir werden unsere führende Stellung weiterhin dazu nutzen, überall dort,
wo Unruhe herrscht, vor allem im Nahen Osten, für Frieden, Gerechtigkeit und
wirtschaftlichen Fortschritt einzutreten.
Wir werden eine sicherere und gesündere Welt schaffen, durch geduldiges
Verhandeln und zuverlässige Rüstungsabkommen, die die Gefahr eines Konflikts
verringern und die Schrecken eines thermonuklearen Krieges ausschalten.

So-

lange ich Präsident bin, werde ich nicht auf einen Kollisionskurs zurückkehren,
der die Zivilisation zu Asche

werden

lassen könnte.

Wir werden ein Amerika errichten, in dem die Menschen reich an geistigen
wie auch weltlichen Gütern sein werden.

Wir werden ein Amerika schaffen,

in dem die Menschen stolz auf sich und auf ihr Land sein werden.
Wir werden auf Leistung, nicht auf Versprechungen; auf Erfahrung, nicht auf
selbstsüchtige Berechnung; auf echten Fortschritt, nicht auf mysteriöse
Pläne, die verschwommen In einer weit entfernten Zukunft aufgezeigt werden,
bauen.
Das amerikanische Volk ist klug, klüger als unsere Gegner glauben.
weiß, wer die Zeche für Wahl Versprechungen bezahlen muß.
die Wahrheit zu hören.

Es hat keine Angst,

Wir werden ihm die Wahrheit sagen.
Vom
- 12 -

Es

�Vom ersten bis zum letzten Tag wird unser Wahl kämpf glaubwürdig sein.
Er wird verantwortungsbewußt geführt werden.

Wir werden kämpfen.

Und wir

werden siegen.
Wir kennen alle die Meinungsumfragen und die weisen Sprüche, in denen
es heißt, unsere Partei sei tot.

Ich habe das schon früher gehört.

Und

genauso war es bei Harry Truman.
Ich werdp Ihnen sagen, was meine Meinung ist:

Die einzigen Meinungsum-

fragen, die zählen, sind die Wahlurnen, an die das amerikanische Volk am
2. November tritt.
Und ich sage Ihnen jetzt schon, das amerikanische Volk wird an diesem
Abend sagen: Jerry, du hast gute Arbeit geleistet; mache weiter so.
Und wenn ich mir so vorzustellen versuche, wie es in all den Wohnungen
aussieht, in denen Familien den Ausgang dieses Parteikonvents beobachten,
so kann ich von den Gesichtern her nicht sagen, wo Republikaner, wo Demokraten und wo Unabhängige sind.

Ich kann ihre Hautfarbe nicht sehen und

weiß nicht, welchen Glaubens sie sind.

Ich sehe nur Amerikaner.

Ich sehe Amerikaner, die ihre Männer, ihre Frauen und ihre Kinder lieben.
Ich sehe Amerikaner, die ihr Land lieben für das, was es war und was es
werden muß.
Ich sehe Amerikaner, die hart arbeiten, die aber auch bereit sind, alles,
was sie sich erarbeitet haben, zu opfern, damit ihre Kinder und ihr Land
weiterhin frei bleiben.
Ich sehe Amerikaner, die auf ihre Weise im Stillen für den Frieden urter
den Völkern und für den Frieden unter sich selbst beten. Sie lieben ihre
Nachbarn und sie vergeben denen, die gegen sie gesündigt haben.

Ich
- 13 -

�Ich sehe eine neue Generation, die weiß, was recht ist, und die sich
kennt - eine Generation, die entschlossen ist, ihre Ideale, ihre Umwelt,
unser Land und unsere Welt zu bewahren.
Meine amerikanischen Mitbürger, ich freue mich über das, was ich sehe.
Ich fürchte nicht um die Zukunft unseres großen Landes.

Und wenn wir jetzt

gemeinsam weiter voranschreiten, verspreche ich Ihnen erneut, was ich Ihnen
schon einmal versprochen hatte: die Verfassung zu verteidigen;

das zu tun,

was recht ist, so wie Gott mich das Rechte erkennen läßt; und das Beste, wie
es in meinen Kräften steht, für Amerika zu tun.
Mit Gottes Hilfe werde ich Sie nicht im Stich lassen.
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16/1976

WASSERBEHANDLUNG - GENERALTHEM." DER AUSSTELLUNG "AQUATECH1
- Umfangreiche Beiträge aus den Vereinigten Staaten -

- (AD) - Mit mehr als 100 Ausstellern werden die Vereinigten Staaten auf
der internationalen Messe AQUATECH 76 vertreten sein, die vom 14. - 18. September 1976 in Amsterdam stattfindet.
AQUATECH ist eine der größten Ausstellungen der Welt, die dem Thema
"Wasser" gewidmet sind. Zum ersten Mal wird sie in diesem Jahr in Verbindung mit dem internationalen Kongreß über Wasserversorgung abgehalten.
Auf der Ausstellung werden mehr als 400 000 Besucher aus aller Welt erwartet.
Der amerikanische Ausstellungsbeitrag präsentiert in mannigfaltiger
Weise die neuesten technologischen Entwicklungen und Fortschritte auf den
zahlreichen Gebieten von Wassernutzung und Wasserbehandlung, die für die
verschiedensten Industrien von Bedeutung sind. Nur die wichtigsten seien
hier genannt: Stahl- und Automobilindustrie, chemische und petrochemische
Industrie samt Ölraffinerien, Hersteller pharmazeutischer und kosmetischer
Produkte, Meerestechnik, Hersteller und Benutzer von Bohrausrüstungen für
die Verwendung zu Lande und auf See, Bergbauunternehmen, Lebensmittelindustrie,
Brauereien und Brennereien, Baufirmen, Wasserwerke und Klärwerke bis hin zu
Krankenhäusern und Forschungslaboratorien.
Das

- 1 -

�Das Angebot läßt erkennen, in welch hohem Maße sich die einschlägige
Industrie in den Vereinigten Staaten um die Lösung ökologischer Probleme und
die Verminderung der Umweltbelastung bemüht.

Nach Auskunft des US-Handels-

ministeriums ist vorgesehen, alle Arten von Ausrüstungen und Konstruktionstechniken zu demonstrieren, die bei der Einsparung, Reinigung, Behandlung und
Entsalzung von Wasser, bei der Beseitigung von Abwässern, beim Transport und
der Speicherung von Wasser, im Zusammenhang mit dem Betrieb von Wasserkraftwerken und selbst beim Damm- und Talsperrenbau in den USA angewandt werden.
Im einzelnen werden u. a. Ausrüstungen für die Behandlung und Qualitätseinstellung von Wasser, Meßuhren aller Art, Ventile, Röhren und Ausrüstungen
für Leitungsreparaturen, Kompressionsverbindungen, Bohrausrüstungen und
Speichersysteme, Pumpen, Filter, Ausrüstungen und Materialien zur Abscheidung
von öl, verschiedene Typen von Separatoren, Analyseninstrumente sowie
Apparaturen für die Wasserentsalzung nach dem Verfahren der Umkehrosmose gezeigt.

Außerdem können sich die Messebesucher bei den Ausstellern aus den

USA über das Angebot an Spezialkameras für die Überwachung von Wasserbrunnen,
Bohrungen, Leitungen, Ölquellen, über ein komplettes System fiberglas-verstärkter Druckkessel und über eine neuartige Vorrichtung informieren, mit
der der Wasserverbrauch bei WCs um 30 Prozent verringert werden kann.

Die

amerikanischen Aussteller sind an Kontakten mit führenden Vertretern der
einschlägigen Industrie anderer Länder sowie der zuständigen Ressorts von Ministerien und kommunalen Verwaltungen interessiert.

Zwanzig der US-Firmen be-

absichtigen, in Europa, Nordafrika und in Mittelostländern Vertretungen
einzurichten.
Im Zusammenhang mit der Ausstellung AQUATECH verdient ein Verfahren Erwähnung, das gegewärtig von Wissenschaftlern der Stanford-Universität in
Kalifornien zur Wasser-Rückgewinnung aus Kanalisationsabwässern und Auffüllung des Grundwasserreservoirs im Raum südlich von San Francisco mit
Frischwasser entwickelt wird. Durch Anwendung einer Technik, die Erdölingenieuren längst vertraut ist, will die Forschergruppe (ihr gehören u. a. die
Professoren Perry L. McCarty, Henry J. Ramey, Robert C. Cooper, James 0.
Leckie
- 2 -

�Leckie und Paul V. Roberts an) Frischwasser in Grundwasserschichten pumpen,
in die bereits Salzwasser aus der Bucht von San Francisco eingedrungen ist.
Dadurch soll nach und nach das Salzwasser wieder ausgeschwemmt werden.
Als "Arbeitsmedium" dienen täglich ca. 7,5 Tonnen behandelte Abwässer
aus dem Klärwerk Palo Alto, die auf nahezu Trinkwasserqualität gereinigt
und zum größten Teil in den Untergrund gepumpt werden, D I P Qualität und
unterirdische Verteilung dieses Wassers wird durch Bohrungen, die an
"strategischen" Punkten niedergebracht werden, ständig überwacht. Durch
kontinuierliche Injektion und Extraktion von Wasser an neun Doppel bohrungen
hoffen die Wissenschaftler, den Salzgehalt allmählich soweit zu verringern,
daß schließlich Trinkwasserqualität erreicht wird.
Mit Oberflächen- und Grundwasser werden ca. 60 Prozent des Wasserbedarfs
von Landwirtschaft, Industrie und Stadtregionen in diesem Raum gedeckt. Jedoch hat die übermäßige Inanspruchnahme des Grundwassers dazu geführt, daß
stellenweise das Oberflächenniveau abgesunken und Salzwasser aus der Bucht
in Grundwasserschichten eingesickert ist. Deshalb muß jetzt Frischwasser
"importiert" werden, um das Grundwasser aufzufüllen. Die Zuführung aus
weiter entfernten Gegenden wird jedoch zunehmend schwieriger, so daß die
Wasserbehörde des Bezirks in Zusammenarbeit mit der Stanford-Universität
nach neuen Wegen der Wasserversorgung sucht. Das Projekt zur Nutzbarmachung von Abwässern für diesen Zweck wird von der Umweltschutzbehörde der
USA (EPA) und anderen staatlichen Stellen mit Zuschüssen in Höhe von mehr
als fünf Millionen Dollar gefördert.
++++++

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16/1976

ANPASSUNGSPROZESS DER US-FORSCHUNGSPOLITIK
Schwerpunkte: Verteidigung, Energie, angewandte Forschung und Entwicklung -

- (AD) - Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen des letzten
Jahrzehnts haben zwangsläufig auch die Forschungspolitik der Industriestaaten
beeinflußt. In den Vereinigten Staaten waren es vor allem die Aufgaben und
Probleme der Rohstoffversorgung, die überhandnehmende Umweltbelastung als
Folge der massiven industriellen Expansion in Verbindung mit einem nicht
minder massiven Einsatz neuer Errungenschaften der Technik und nicht zuletzt
die Energiekrise, die dazu zwangen, die Forschungspolitik zu überdenken und
der neuen Situation anzupassen,
Die "National Science Foundation" (NSF - Nationale Wissenschaftsstiftung),
die für ein leistungsfähiges Forschungswesen und ein ebenso leistungsfähiges
Bildungswesen im Interesse von Wissenschaft und Wirtschaft in den Vereinigten
Staaten zu sorgen hat, analysiert periodisch die laufenden Forschungs- und
Entwicklungsprogramme und gibt der Bundesregierung Empfehlungen über die
Weiterführung und Neuaufnahme von Projekten auf den verschiedensten Gebieten.
Sie unterstützt experimentelle Forschung, um zu erhöhten Investitionen auch
durch Kreise außerhalb der Bundesregierung in Forschung und Entwicklung anzuregen und den Umsetzungsprozeß in die praktische Anwendung von Forschungsergebnissen durch Industrie, Regierung und andere Stellen zu beschleunigen.
Besondere Beachtung finden Programme, die die Förderung von Wirtschaftswachstum
und Produktivität erwarten lassen, die zu einer Verbesserung der Umweltqualität führen können und die helfen, Lösungen für soziale Fragen zu finden.
Regierung

�k
Regierung und Öffentlichkeit werden durch Berichte der Nationalen Wissenschaftsstiftung, die z„ B, auch Anhaltspunkte zum gegenwärtigen und künftigen
Personalbedarf der wissenschaftlichen und technischen Berufe gibt, über Ergebnisse periodisch vorgenommener Erhebungen informiert.
Die Tatsache, daß der Anteil der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in den USA am Bruttosoyialprodukt seit 1964 von knapp 3 Prozent
auf 2,3 Prozent im Jahr 1975 zurückging (für 1976 wird eine weitere Reduzierung auf 2,2 Prozent erwartet), ist vor allem auf verminderte Beiträge
seitens der Regierung zu den Gesamtaufwendungen zurückzuführen.

Aus den

NSF-Statistiken geht hervor, daß der Regierungsanteil von 2 auf 1,2 Prozent
sank, während der Anteil der übrigen Finanzierungsquellen (Industrie, Universpäten und Colleges sowie anderer gemeinnütziger Institutionen) nahezu
konstant bei 1,1 Prozent des Bruttosozialprodukts geblieben ist.

Im Jahr

1976 entfallen von 38,1 Milliarden Dollar Gesamtaufwendungen 21,6 Milliarden
(53 %) auf die Regierung, 16,6 Milliarden (43 t) auf die Industrie, 800
Millionen (2 %) auf Universitäten und Colleges, die 55 Prozent der Grundlagenforschung durchführen, und der Rest auf andere gemeinnützige Institutionen.
In der Praxis sieht es jedoch so aus, daß in der Form von Auftragsforschung der größte Teil der staatlichen Mittel der Industrie zufließt.
Denn nur 15 Prozent der derzeitigen Projekte von Forschung und Entwicklung
werden von Regierungsinstitutionen, dagegen 69 Prozent von der Industrie,
10 Prozent in Universitäten und Colleges, 3 Prozent in den von der Bundesregierung geförderten Forschungszentren der Universitäten und 3 Prozent in
anderen gemeinnützigen Instituten durchgeführt. Auf den Sektor "Entwicklung"
entfallen 24,4 Milliarden, auf "Angewandte Forschung" 8,9 Milliarden und
auf "Grundlagenforschung" 4,8 Milliarden Dollar. Etwa zwei Drittel der ca.
530 000 in Forschung und Entwicklung voll beruflich tätigen Wissenschaftler
und Ingenieure sind bei der Industrie, 16 Prozent an Universitäten und
Colleges und 12 Prozent in regierungseigenen Institutionen beschäftigt.
In dem
- 2 -

*

�In dem für 1977 vorgesehenen Haushaltsplan wird der Forschungs- und
Entwicklungsetat für "Verteidigung" um 1,3 Milliarden auf 11,2 Milliarden
Dollar steigen.

Der nächstgrößte Posten - nämlich 476 Millionen Dollar

mehr als im Jahr 1976 - ist für die Energie-Forschungs- und Entwicklungsbehörde ERDA vorgesehen.

Deren neues Budget liegt mit 3,3 Milliarden

Dollar nur geringfügig unter dem des Bundesamtes für Luft- und Raumfahrt
(NASA), das 3,5 Milliarden Dollar erhalten soll. Auf den Gebieten Gesundheits-,
Erziehungs- und Sozialwesen werden über das zuständige Bundesministerium
und die ihm angeschlossenen Forschungsinstitute 2,54 Milliarden Dollar investiert.
Von den NASA-Programmen kann heute die Mehrzahl der wichtigen Projekte
in der Kategorie "Entwicklung" geführt werden - Projekte, die in früheren
Jahren als Grundlagen- oder angewandte Forschung zu klassifizieren waren.
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16/1976

NACHRICHTENSATELLIT FÜR ÖFFENTLICHES US-FERNSEHNETZ

- (AD) - Die 165 Stationen des "öffentlichen Fernsehens" der USA werden
ab 1979 ihre Programme über einen geostationären Satelliten der "Western
Union" ausstrahlen. Mit einem Kostenaufwand von 39,5 Millionen Dollar
werden für diesen Zweck eine Haupt-Erdefunkstelle, fünf regionale Empfangsund Sendestationen sowie 150 kleine Antennenanlagen gebaut, die nur
empfangen, aber nicht senden können. Dieses System kommt alles in allem
billiger als die bisher benutzten - und nur begrenzt verfügbaren Leitungen über Land.
Wie Henry Loomis, der Präsident der "Corporation for Public Broadcasting" (CPB - Gesellschaft für öffentliche Sendestationen) kürzlich
auf einer Pressekonferenz in Washington erklärte, werden über das künftige
Satelliten-Fernsehnetz mindestens drei, wahrscheinlich sogar vier Programme
gleichzeitig angeboten, aus denen die Stationen auswählen können. Dies
bedeute mehr Abwechslung und vor allem größere Flexibilität in der Programmgestaltung.
Die öffentlichen Fernsehstationen sind unabhängig, jedoch gehören alle
dem "Public Broadcasting System" (PBS) an, das auch den öffentlichen Hörfunk
unterstützt.

Die Finanzierung erfolgt durch Mittel, die der US-Kongress

bewilligt, und durch freiwillige Beiträge von privater Seite.

Im Gegensatz

zu den kommerziellen Anstalten bringen die öffentlichen Stationen keine
Werbesendungen.

Das Hörfunk- und Fernsehpublikum braucht dennoch keine

Gebühren zu entrichten.
Von
- 1 -

�Von der in der Nähe der Bundeshauptstadt Washington stationierten
Haupt-Erdefunkstelle aus können über den "Heimsatelliten" alle £0 Bundesstaaten der USA sowie Puerto Rico und die amerikanischen Jungferninseln
erreicht werden. Im Interesse der spanisch-sprechenden Bevölkerung in
Puerto Rico und in den südwestlichen US-Bundesstaaten sind umfangreiche
Sendungen in spanischer Sprache vorgesehen.
++++++

�</text>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Walter F. Mondale: Der Vizepräsidentschaftskandidat der Demokraten&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Ein Liberaler mit sozialer Verantwortung -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;US-Abhängigkeit von Importöl&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Stellungnahme des Chefs der Bundesenergiebehörde -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Information&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mikrocomputer im US-Handelszentrum Frankfurt&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Letzte Veranstaltung vor Verlegung nach Köln -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Neuartige "Akustische Kamera"</text>
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