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21. J u l i 1976

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Inhalt

DOKUMENTATION:
Jimmy Carter Präsidentschaftskandidat der Demokraten
- Wortlaut seiner Rede vor dem Parteikonvent am 15. Juli 1976

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Das Universum ist noch älter
Genauere "Meßuhr" für kosmologische Berechnungen
Photosynthese in der Bakterienzelle
Biologische Ionenpumpe arbeitet mit Sonnenlicht

Um

Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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13/1976

JIMMY CARTER PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT DER DEMOKRATEN
- Wortlaut seiner Rede vor dem Parteikonvent am 15. Juli 1976 -

NEW YORK - (AD) - Jimmy Carter, ehemaliger Gouverneur des Staates
Georgia, Marineoffizier a.D. und Erdnußfarmer, hat am 15. Juli die Nominierung seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten angenommen. Am gleichen
Tag gab er bekannt, daß er Senator Walter F. Mondale aus dem Staate Minnesota zum Vizepräsidentschaftskandidaten gewählt habe. Diese Wahl wurde durch
den Parteikonvent bestätigt. Der Präsidentschaftskandidat und der Vizepräsidentschaftskandidat der Republikaner werden auf dem Parteikonvent dieser Partei vom 16. bis 18. August in Kansas City, Missouri, nominiert werden.
Jimmy Carter hat in der traditionellen "Acceptance Address" - der Einwilligungsansprache - sein politisches Konzept in großen Zügen umrissen.
Die Rede hat folgenden Wortlaut:
Mein Name ist Jimmy Carter, und ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten.
Es ist lange her, seit ich diese Worte zum erstenmal aussprach, und
heute stehe ich hier, nachdem unser großes Land mit Ihrer Nominierung einverstanden war. Ich nehme die Nominierung mit den Worten von John F. Kennedy
"aus ganzem und dankbarem Herzen - und mit der einen einzigen Verpflichtung
- 1 -

�Verpflichtung - an, mich mit allen Fasern meines Körpers, meines Herzens
und meines Geistes dafür einzusetzen, unsere Partei wieder zum Sieg und unsere Nation wieder zur Größe zu führen."
Es ist mir eine Freude,hier bei Ihnen als Demokraten zu sein und sagen
zu können, daß unsere Zweihundertjahrfeiern und unser Parteikonvent im 200.
Jahr des Bestehens unserer Nation ein Parteikonvent des Glanzes und der Ordnung ohne alle Kämpfe oder Zügellosigkeit war.
was nur alle zweihundert Jahre vorkommen.

Unter Demokraten kann so et-

Aber mit einer so einigen Demo-

kratischen Partei sind wir bereit und erwartungsvoll, im November gegen jeden
Kandidaten anzutreten, den die Republikanische Partei nominieren mag.
1976 wird kein Jahr der Politik im üblichen Sinne werden.
einem Jahr der Inspiration und Hoffnung werden.

Es kann zu

Und es wird ein Jahr der Teil-

nahme und der ruhigen und nüchternen Besinnung auf den Charakter und die Zielsetzung unserer Nation werden - ein Jahr in dem bereits jetzt die Wähler die
Experten einigermaßen ratlos dastehen ließen.
Und ich garantiere Ihnen, es wird das Jahr sein, in dem wir die Regierung
dieses Landes dem Volk dieses Landes zurückgeben werden.
In Amerika herrscht eine neue Stimmung.
Wir sind durch einen tragischen Krieg in Übersee und durch Skandale und

gebrochene Versprechungen im eigenen Lande erschüttert worden.

Unser Volk

sucht nach neuen Stimmen und neuen Ideen und neuen Führern.
Auch wenn jede Regierung ihre Grenzen hat und nicht alle unsere Probleme
lösen kann, so lehnen wir Amerikaner doch die Auffassung ab, wir müßten uns
mit Versagen und Mittelmäßigkeit oder einer geringeren Lebensqualität zufrieden geben.
Ich

�Ich bin der Überzeugung, daß wir aus dieser Zeit der Unruhe stärker
denn je hervorgehen werden.

Wie Soldaten, die in der Schlacht waren, sind

wir im Feuer gehärtet worden - wir wurden diszipliniert und erzogen.

Von be-

ständigen und einfachen moralischen Werten geleitet,sind wir hervorgegangen
als Idealisten ohne Illusionen, als Realisten, die die alten Träume von Gerechtigkeit und Freiheit nicht vergessen haben - von unserm Land und von der
Gemeinschaft.
In diesem Jahr haben wir 30 einzelstaatliche Vorwahlen abgehalten - mehr
als jemals zuvor - die es uns ermöglichten, unseren Wahl feidzug dem amerikanischen Volk direkt nahe zu bringen - in die Wohnungen und Einkaufszentren,
zum Schichtwechsel in die Fabriken, an die Hochschulen, in die Friseursalons,
an die landwirtschaftlichen Erzeugermärkte und in die Gewerkschaftsversammlungen „
Es war ein langer und persönlicher Wahlfeldzug - eine Erfahrung, die
demütig machte und uns daran erinnerte, daß politischer Einfluß letztlich
nicht bei den Managern der Macht, sondern beim Volke liegt. Es war eine Zeit
des Lernens und des Gedankenaustauschs, eine Zeit harter Debatten über die
wichtigen Fragen unseres Landes» Diese Art von Debatte gehört zu unserer Tradition, und als Demokraten sind wir Erben einer großen Tradition.
Ich bin nie mit einem demokratischen Präsidenten zusammengekommen, aber
ich bin immer Demokrat gewesen. Ich erinnere mich, wie ich vor Jahren als
Bauernjunge mit meiner Familie mitten in der Nacht draußen vor dem Haus saß
- alles eng um ein Batterieradio herum, das an unsere Autobatterie angeschlossen war, um Berichte über demokratische Parteikonvente in fernen Städten zu
hören.
Es war ein langer Weg von dem Auswahlprozeß hierher, und ich fühle mich
heute abend meiner Sache viel näher»

Unsere Partei ist die Partei jenes

Mannes, der damals auf diesen weit entfernten Konventen gewählt wurde und der
unsere Nation in ihren dunkelsten Stunden inspirierte und wieder aufrichtete
- 3 -

�aufrichtete - Franklin D. Roosevelt.
Unsere Partei ist die Partei eines kämpferischen Demokraten, der bewies, daß ein gewöhnlicher Mann ein ungewöhnlicher Führer sein kann - Harry
So Truman.
Unsere Partei ist die Partei eines tapferen jungen Präsidenten, der jene aufrief, die - ohne Rücksicht auf ihr Alter - im Herzen jung sind, um zu
neuen Grenzen nationaler Größe aufzubrechen - John F. Kennedy.
Unsere Partei ist auch die Partei eines großherzigen Texaners, der in
einer tragischen Stunde sein Amt übernahm und der dann mehr als jeder andere
Präsident in diesem Jahrhundert tat, um die Sache der Menschenrechte voranzutreiben - Lyndon EL Johnson.
Unsere Partei entstand aus den Knochenmühlen der alten Lower East Side,
den dunklen Hügeln von New Hampshire, den glühenden Hochöfen von Illinois,
den Kohlengruben von Pennsylvania, den kargen Farmen der südlichen Küstenebenen und aus den grenzenlosen Grenzen Amerikas.
Unsere Partei ist die Partei, die Generationen von Einwanderern willkommen hieß - die Juden, die Iren, die Italiener, die Polen und all die anderen - die sie in ihre Reihen aufnahm und die politischen Kämpfe ausfocht,
die ihnen halfen, sich in den großen Strom der Amerikaner einzufügen - und
sie haben den Charakter unserer Partei bestimmt.
Das ist unser Erbe. Unsere Partei ist niemals vollkommen gewesen, wir
haben Fehler gemacht,und wir haben dafür bezahlt. Aber wir haben eine Tradition der Führerschaft und des Mitgefühls und des Fortschritts, Unsere Führer
haben für jedes Stück progressiver Gesetzgebung von den ersten Anfängen bis
zur Sozialversicherung und den Bürgerrechten gekämpft. Wenn es darauf ankam,
waren die Demokraten da.

In

�•'

In den letzten Jahren hat unsere Nation jedoch ein Versagen de»- Führung
erlebt.

Wir sind verletzt worden,und wir sind desi^lusioniert worden.

W:r

haben eine Maue&lt;- hochgehen sehen, die uns von unsere»* eigenen Regierung trennt
Wir haben einige kostbare Dinge verloren, die unser Volk und unsere Regierung
historisch miteinander verbunden haben.
Wir spüren, daß ein moralischer Verfall unser Land geschwächt hat, daß es
du^ch einen Mangel an Zielen und Werten beeinträchtigt ist,und wir spüren, daß
unsere Diener der Öffentlichkeit den Glauben an uns verloren haben. Wir sind
eine Nat.on, die zu lange dahingetrieben ist. Wir sind zu 'ange ohne Führung gewesen. Wi^ haben zu lange eine gespaltene, aktionsunfähige Regierung gehabt.
Wir sind zu 'ange durch das Veto regiert worden. Wir haben zu U n g e unter den
Händen einer müden abgekämpften Administration ohne neue Ideen, ohne Jugend
oder Lebenskraft,ohne Weitblick und ohne das Vertrauen des amerikanischen Volkes gelitten.
Es besteht die Angst, daß unsere besten Jahre hinter uns lägen, und ich
sage Ihnen, daß die besten Jahre unserer Nation noch vor uns liegen. Unser
Land hat eine Zeit der Erschütterung durchlebt. Jetzt ist die Zeit zur Heilung gekommen
Wir wollen wieder Glauben haben.
Wir wollen wieder stolz sein.
Wir wollen einfach wieder Wahrheit haben.
Es ist an der Zeit, daß die Regierung vom Volke ausgeht und nicht umgekehrt
Es ist an der Zeit, unsere Familien, unsere Nachbarschaft und unsere
verschiedenartigen Kulturen und Gepflogenheiten zu ehren und zu stärken.
Wir brauchen einen demokratischen Präsidenten und einen Kongreß, um auf
einen Wandel hinzuarbeiten, - in Harmonie, unter gegenseitiger Achtung und
offen auf einen Wandel hinzuarbeiten.

Im kommenden Jahr werden wir diese neue

Führung haben.
Es
- 5 -

�Es ist an der Zeit für Amerika, voranzuschreiten und zu reden - nicht
mit großen Worten und feindseliger Haltung, sondern mit ruhiger Stärke - um
in der Weltpolitik nicht lediglich von der Größe eines Waffenarsenals, sondern von der Nobilität der Ideen abzuhängen - und im eigenen Lande nicht durch
Konfusion und Krise, sondern mit Anstand und Einfallsreichtum und Vernunft
zu regieren.
Zu viele Menschen mußten unter den Händen einer politischen und wirtschaftlichen Elite leiden, die die Entscheidungen gestaltet haben und sich
niemals für Fehler rechtfertigen oder unter Ungerechtigkeit leiden mußten.
Wenn überall Arbeitslosigkeit herrscht, sie stehen niemals an, um einen Arbeitsplatz zu suchen.

Wenn Benachteiligung und Not aus einem konfusen und

verwirrenden Wohlfahrtssystem entstehen, ihnen fehlt es niemals an Nahrung
oder Kleidung oder an einem Platz zum Schlafen.

Wenn die öffentlichen Schulen

unzulänglich oder durch Streit zerrissen sind, dann gehen ihre Kinder auf exklusive Privatschulen.

Und wenn die Bürokratie nicht mehr aus und ein weiß,

dann wird es den Mächtigen immer gelingen, Nischen des besonderen Einflusses
und der besonderen Privilegien zu finden und zu besetzen.
system dient ihren Zwecken.

Ein unfaires Steuer-

Und enge Geheimhaltung scheint immer die Reform

zu verhindern.
Wir müssen alle aufpassen, daß wir uns nicht gegenseitig betrügen. Zu
oft sind unheilige, sich selbst fortzeugende Bündnisse zwischen Geld und Politik geschlossen worden,und der durchschnittliche amerikanische Bürger ist
auf Distanz gehalten worden.
Jedes Mal, wenn unsere Nation einen ernsthaften Fehler machte, ist das
amerikanische Volk vom Prozeß ausgeschlossen worden.

Die Tragödie von

Vietnam und Kambodscha wie die Schande von Watergate und der Ärger über die
CIA-Enthüllungen hätten vermieden werden können, wenn unsere Regierung dem
vernünftigen Urteil, dem guten gesunden Menschenverstand und dem hohen moralischen Charakter des amerikanischen Volkes entsprochen hätte.

Es

�Es ist an der Zeit, daß wir unsere eigene Regierung mit neuen Augen betrachten; die Geheimnistuerei abstreifen, den unberechtigten Druck von Interessengruppen an den Tag bringen, Verschwendung beseitigen, unsere öffentlichen Bediensteten von bürokratischem Chaos befreien, um ein festes Management
einzusetzen und immer daran zu denken, daß in jeder Stadt und in jedem Dorf
der Bürgermeister, der Gouverneur und der Präsident alle genau die gleichen
Wähler vertreten.
Als Gouverneur mußte ich mich jeden Tag mit der komplizierten, verwirrten,
sich überschneidenden und verschwenderischen Bürokratie der Bundesregierung
auseinandersetzen. Als Präsident möchte ich, daß Sie mir helfen, eine leistungsfähige, wirtschaftliche,zielstrebige und verwaltbare Regierung für unsere Nation zu entwickeln. Ich weiß, wie schwierig das ist, aber wenn ich gewählt
werde, wird es getan werden.
Wir müssen die Regierung stärken, die am engsten mit dem Volk verbunden
ist.

Unternehmen, Gewerkschaften, Landwirtschaft, Bildungswesen, Wissenschaft

und Regierung sollten nicht isoliert voneinander kämpfen, sondern sollten in
der Lage sein, nach gemeinsamen Zielen und nach gemeinsamen Chancen zu streben.

Wir sollten unsere Hauptinvestitionen in das Volk machen und nicht in

Gebäude und Waffen.

Die Armen, die Schwachen, die Alten und die vom Schicksal

betroffenen müssen mit Achtung und Mitgefühl und mit Liebe behandelt werden.
Ich habe in diesem Jahr viel von Liebe gesprochen, aber Liebe muß aktiv
in einfache Gerechtigkeit übersetzt werden. Die Bewährungsprobe für jede Regierung ist nicht, wie populär sie bei den Mächtigen ist, sondern wie ehrlich
und fair sie jene behandelt, die von ihr abhängen.
Es ist an der Zeit, für eine völlige Renovierung unseres Einkommenssteuersystems.

Es ist eine Schande für die Menschheit.

Mein ganzes Leben

lang habe ich Versprechungen für eine Steuerreform gehört, aber sie ist niemals richtig gekommen.

Mit Ihrer Hilfe wird sie endlich kommen.
Es
- 7 -

�Es ist an der Zeit

für eine umfassende Wählerregistrierung.

Es ist an der Zeit

für ein nationales umfassendes Gesundheitsprogramm

für unser ganzes Volk.
Es ist an der Zeit, die Beendigung der Diskriminierung auf Grund von Rasse
oder Geschlecht zu gewährleisten, indem jene, die wissen, was es heißt, unter
dieser Diskriminierung zu leiden, voll in die EntScheidungsprozesse unserer
Regierung einbezogen werden.
Es ist an der Zeit, daß dem Recht zum Durchbruch verholfen wird.

Wir

können nicht unsere Kinder erziehen, Harmonie unter unserer Bevölkerung schaffen
oder die grundlegenden menschlichen Freiheiten erhalten, wenn wir keine geordnete Gesellschaft haben.

Verbrechen und Mangel an Gerechtigkeit sind besonders

für jene grausam, die am wenigsten in der Lage sind, sich selbst zu schützen.
Rasche Verhaftung und rascher Prozeß und faire und einheitliche Strafen sollten
all jene erwarten, die unsere Gesetze brechen.
Es ist an der Zeit, daß die Verantwortlichen in unserer Regierung das Gesetz nicht weniger respektieren als der einfachste Bürger, damit der doppelte
Standard der Gerechtigkeit in Amerika beendet werden kann. Ich sehe keinen
Grund, warum die großen Übeltäter frei ausgehen sollten, während die armen
ins Gefängnis kommen.
Ein richtiges Funktionieren der Regierung bedeutet, daß es leicht ist,
Gutes und schwierig Böses zu tun. Als Ingenieur, Planer und Geschäftsmann erkenne ich ganz klar den Wert eines starken Systems des freien Unternehmertums,
das auf einer verstärkten Produktivität und angemessenen Löhnen basiert. Wir
Demokraten glauben, daß der Wettbewerb der Lenkung vorzuziehen ist, und wir
haben die Absicht, starke Sicherheiten für die Verbraucher mit einer Mindesteinmischung der Regierung in unser freies Wirtschaftssystem zu verbinden.

Ich

�Ich glaube, daß jeder, der in der Lage ist zu arbeiten, auch arbe^ten
sollte - und die Chance zu arbeiten haben sollte. Wir werden die Inflat'onsspirale niemals beenden können, wenn wir nicht ein ausgewogenes Budget haben - und ich bin entschlossen, das zu erreichen, solange es acht oder neun
Millionen Amerikaner gibt, die keine Arbeit finden können.
Jedes Wirtschaftssystem ist bankrott, das meint, aus der Arbeitslosigkeit Nutzen ziehen zu können. Wir können einfach nicht der Inflation Einhalt
gebieten, wenn wir unsere Menschen von der Arbeit abhalten.
Die oberste Verantwortung eines jeden Präsidenten ist es, die Sicherheit
unserer Nation zu garantieren - das heißt, die Garantie der Freiheit vor der
Drohung eines erfolgreichen Angriffs oder der Erpressung und die Garantie der
Fähigkeit, gemeinsam mit unseren Verbündeten den Frieden zu wahren.
Aber der Friede ist nicht nur einfach das Fehlen von Krieg. Friede bedeutet Maßnahmen zur Beseitigung des internationalen Terrorismus, Friede bedeutet die unaufhörlichen Bemühungen zur Wahrung de" Menschenrechte
Frede
ist die zusammengefaßte Demonstration der Stärke und des guten Willens. Wir
werden für den Frieden beten und arbeiten, bis wir alle Nationen von der Gefahr einer atomaren Zerstörung befreit haben»
Mit der Geburt Amerikas wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der
Menschheit aufgeschlagen. Unser Land war das erste, das sich so klar der
grundlegenden Moral und den folgenden Leitsätzen verpflichtet hat: daß alle
Menschen gleich geschaffen und mit dem unveräußerlichen Recht auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück ausgestattet sind und daß s^ch die Macht der
Regierung aus der Zustimmung der Regierten herleitet.
Diese nationale Verpflichtung war ein einzigartiger Akt der Klugheit und
des Mutes, und sie führte die Besten und Tapfersten an unsere Ufer.
Es war eine revolutionäre Entwicklung, die Besitz ergriff von der Vorstellungskraft der Menschheit.
Sie
- 9 -

�Sie schuf die Grundlage für eine einzigartige Rolle Amerikas in der Welt
- die eines Pioniers bei der Schaffung würdigerer und gerechterer Beziehungen
zwischen Menschen und Gesellschaftsformen.
Heute, 200 Jahre später, müssen wir dieser Rolle gerecht werden sowohl
bei unseren Handlungen im eigenen Land als auch bei unseren Taten im Ausland
- in bezug auf die Menschen in aller Welt, die politisch bewußter, sozial geschlossener geworden sind und die in zunehmendem Maße ungeduldig hinsichtlich
der weltweiten Ungerechtigkeiten werden und die nun in mehr als 150 verschiedenen Nationen zusammengefaßt sind.
Dies erfordert nichts weniger als das kontinuierliche Bemühen, einen internationalen Rahmen des Friedens zu schaffen, innerhalb dessen unsere eigenen
Ideale allmählich eine globale Realität werden können.
Unsere Nation sollte ihren Charakter direkt aus unserem Volk herleiten;
dies sollte die Stärke und das Image sein, mit denen wir uns der Welt zeigen.
Unseren Freunden und Verbündeten sage ich, daß das, was uns durch unsere
gemeinsame Hingabe an die Demokratie einigt, sehr viel wichtiger ist, als das,
was uns gelegentlich in wirtschaftlichen oder politischen Fragen trennt.
Den Nationen, die sich aus der Armut erheben wollen, sage ich, daß
Amerika ihre Hoffnungen und Wünsche teilt und ihnen seine Hand entgegenstreckt,
Jenen Nationalstaaten, die sich mit uns messen wollen, sage ich, daß wir
weder den Wettbewerb fürchten, noch ihn als Hindernis für eine stärkere Zusammenarbeit betrachten.
Allen Menschen sage ich, daß Amerika nach 200 Jahren weiterhin vertrauensvoll und jugendlich an seinen Verpflichtungen gegenüber der Freiheit und
Gleichheit festhält.

In
- 10

�In diesem Wahljahr werden wir Kandidaten Sie um Ihre Stimme bitten,
und von uns wird man fordern, daß wir unsere Ideen und Vorstellungen darlegen.
Meine Vorstellung von dieser Nation und ihrer Zukunft hat sich während
der 19 Monate, in denen ich unter Ihnen meinen Wahl kämpf um die Präsidentschaft geführt habe, vertieft,und sie ist gereift. Ich habe niemals mehr
Vertrauen in Amerika gehabt als heute.
Wir haben ein Amerika, das,wie Bob Dylan sagte, noch mit seiner Geburt
und nicht mit seinem Tod beschäftigt ist.

Wir können eine amerikanische

Regierung haben, die sich von Skandal und Korruption und amtlichem Zynismus
abwendet und unserem Volke gegenüber anständig und kompetent ist.
Wir können ein Amerika haben, das seine wirtschaftlichen Erfordernisse
mit dem Wunsch nach einer Umwelt vereinbart, die wir mit Stolz der nächsten
Generation weitergeben können.
Wir können ein Amerika haben, das für die Erziehung meines Kindes und
Ihres Kindes und jeden Kindes Ausgezeichnetes leistet.
Wir können ein Amerika haben, das stolz ist, auf unsere ethnische
Vielfalt auf unsere religiöse Vielfalt und auf unsere kulturelle Vielfalt
und sie ermutigt, in dem Wissen, daß aus unserem pluralistischen Erbe die
Stärke und Lebenskraft und Kreativität gekommen ist, die uns groß gemacht
haben und uns groß erhalten werden.
Wir können eine amerikanische Regierung haben, die ihre eigene Bevölkerung nicht unterdrückt oder ihr nachspioniert, sondern unsere Würde und
unsere private Sphäre und unser Recht, zufriedengelassen zu werden,respektiert.
Wir können ein Amerika haben, in dem sich Freiheit und Gleichheit gegenseitig unterstützen und nicht in Konflikt zueinander stehen und in dem die
- 11 -

�die Träume der ersten Führer unserer Nation in unseren Tagen voll verwirklicht werden.
Wir können ein Amerika haben, das den Idealismus der Studenten, das Mitgefühl der Krankenschwester oder des Sozialarbeiters, die Entschlossenheit
des Farmers, die Klugheit des Lehrers, die praktische Leistung des Wirtschaftsführers, die Erfahrung des älteren Bürgers und die Hoffnung des Arbeiters in
seinen Dienst stellt, um ein besseres Leben für uns alle aufzubauen.
Wie ich bereits gesagt habe, können wir einen amerikanischen Präsidenten
haben, der nicht mit einer negativen Einstellung und in Angst vor der Zukunft
regiert, sondern mit Nachdruck und Weitblick und zupackender Führung - ein
Präsident, der nicht von unserem Volk isoliert ist, sondern der Ihre
Schmerzen fühlt

und Ihre Träume mit Ihnen teilt

und seine Stärke und Viel-

falt und seinen Mut von Ihnen nimmt.
Ich sehe ein Amerika, das wieder vorwärts schreitet, geeint, eine vielfältige und lebensstarke und tolerante Nation, die mit Stolz und Vertrauen
in das dritte Jahrhundert ihres Bestehens eintritt, ein Amerika, das der Gröü-»
unserer Verfassung und dem einfachen Anstand unseres Volkes gerecht wird.
Das ist das Amerika, das wir wollen.
Das ist das Amerika, das wir haben werden.
Wir werden aus diesem Parteikonvent vielleicht mit manchen Meinungsverschiedenheiten herausgehen, aber trotzdem geeint in unserer ruhigen Entschlossenheit, unser Land wieder groß, vorwärts schreitend und hochgemut zu machen,
bereit, große nationale Taten zu vollbringen. Und wieder, Brüder und Schwestern,
werden unsere Herzen vor Stolz schwellen, wenn wir uns Amerikaner nennen.

+ + + + +

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DAS UNIVERSUM IST NOCH ÄLTER
Genauere "Meßuhr" für kosmologische Berechnungen

(AD) - Auf 20 Milliarden Jahre kommen Wissenschaftler des Lawrence
Livermore Laboratory der Universität Kalifornien in Livermore bei der
Berechnung des Alters des Universums. Sie stützen sich dabei auf eine
neue, sehr viel empfindlichere und, wie sie glauben, genauere Methode,
die auf dem radioaktiven Zerfall von Rhenium-187 beruht. Dabei wird
ein Elektron abgegeben. Es entsteht das stabile, nicht radioaktive
Isotop Osmium-187.
Eine Berechnung des Alters der Welt ist nur mit theoretischen Überlegungen möglich. Bisher legte man dafür in erster Linie den radioaktiven
Zerfall von Uran und Thorium und die Rotverschiebung der Spektral!inien
von außergalaktischen Systemen, d. h. von Sternsystemen außerhalb unserer
Milchstraße zugrunde. Je weiter diese Systeme von uns entfernt sind,
desto schneller scheinen sie sich von uns fortzubewegen. Denn umso
stärker sind die Linien ihrer Spektren nach Rot verschoben.
Bei Anwendung der Uran-Thorium-Meßmethode, bei der das gegenwärtige
Mengenverhältnis der Ausgangselemente Uran und Thorium und ihrer in
bekannten Zeitabläufen entstehenden Zerfallsprodukte bestimmt wird, reicht
die kosmische Zeitskala ca. 14 Milliarden Jahre zurück«

Legt man die

�die Expansion des Weltalls mit der daraus resultierenden Rotverschiebung
der Spektren ferner Sternsysteme zugrunde, kommt man auf 17 Milliarden
Jahre.
Die amerikanischen Physiker John C. Browne und Barry L. Berman vom
Lawrence Livermore Laboratory konnten nunmehr dank einer außerordentlichen
Verfeinerung kernphysikalischer Meßmethoden die "Rhenium-Osmium"-Uhr für
kosmologische Berechnungen einsetzen, die schon 1964 von Prof. D. D.
Clayton (Rice-Universität, Houston in Texas) vorgeschlagen worden war.
Damals war es jedoch noch nicht möglich, die oben erwähnte Umwandlungsreaktion von zwei anderen Kernreaktionen zu trennen, durch die Osmium-187
gebildet und wieder abgebaut werden kann.
Das Prinzip der neuen kosmologisehen Uhr

ist die Bestimmung der

Länge einer Epoche in der Geschichte des Weltalls - der Zeitdauer der
sog. Nukleosynthese.

Sie begann mit der Bildung unseres Sternensystems,

der Milchstraße, und endete mit der Bildung unseres Sonnensystems.
wird angenommen, daß die Sternensysteme (Galaxien) etwe

Es

zwei Milliarden

Jahre nach der Geburt des Universums entstanden; des weiteren wird angenommen, daß unsere Sonne etwa 4,6 Milliarden Jahre alt ist.

Auf der Grund-

lage dieser Zahlen versuchten Dr. Browne und Dr. Berman die dazwischenliegende Zeitspanne zu ermitteln, in der im wesentlichen alle chemischen
Elemente durch Kernreaktionen entstanden sind»
In diesem Zusammenhang interessieren vor allem zwei Kernreaktionen,
und zwar stellare Wechselwirkungen von Neutronen mit Atomkernen, die in
den Sternen aufgebaut wurden. Im einen Fall fängt Osmium-186 ein Neutron
ein und wird Osmium-187; im anderen Fall fängt Osmium-187 ein Neutron ein
und wird zu Osmium-188,, Da diese Isotope außerordentlich selten sind
und ihre Reindarstellung große Schwierigkeiten bereitet, war bislang so
gut wie nichts darüber bekannt, in welchem Umfang Osmium-187 auf diese
Weise auf- und wieder abgebaut wird. Mit dem Calutron-Isotopenseparator des Oak Ridge National Laboratory gelang es jedoch, einige
Gramm hochreiner Präparate von Osmium-186 und Osmium-187 zu erzeugen.

�Bei Experimenten mit diesen Proben am Elektron-Positron-Linearbeschleuniger im Livermore-Institut, bei denen Neutronen mit Energien
erzeugt wurden, die jenen in Sternen vergleichbar sind (und die einer
Termperatur von ca. 300 Millionen Grad Celsius entsprechen), vermochten
die beiden Physiker den Ablauf der beiden Kernreaktionen zu bestimmen:
Der Zerfall von Rhenium-187 in Osmium-187 durch die Emission eines BetaTeilchens (d. h. eines Elektrons) geht sehr langsam vor sich. Die
Halbwertszeit liegt bei etwa 44 Milliarden Jahren. Auf Grund des
Mengenverhältnisses dieser beiden in Meteoriten gefundenen Isotope und
der nunmehr berechenbaren Mengen von Osmium-187, das durch Neutroneneinfang gebildet und wieder zerstört wird, wurde errechnet, daß die Periode
der Nukleosynthese vor etwa 18 Milliarden Jahren begann. Das ergibt
ein Gesamtalter von ca. 20 Milliarden Jahren für das Universum.
+ + +

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PHOTOSYNTHESE IN DER BAKTERIENZELLE
Biologische Ionenpumpe arbeitet mit Sonnenlicht

(AD) - Jeder Gärtner weiß, daß seine Pflanzen Sonne brauchen, um zu
wachsen und zu gedeihen. Mit einem Prozess, den wir "Photosynthese"
nennen, hat die Natur einen einzigartigen Mechanismus geschaffen.
Chlorophyll, der grüne Farbstoff in Pflanzenzellen, wird vom Sonnenlicht aktiviert und setzt chemische Reaktionen in Gang, mit denen aus
Wasser und Kohlendioxid Traubenzucker synthetisiert wird. Diese Verbindung dient wiederum als Grundsubstanz für den Aufbau von Zuckern,
Stärke, Zellulose, Fetten und ölen in Pflanzenzellen. Aufspaltungsprodukte bilden in Reaktion mit Stickstoff, z. T. auch mit Phosphor und
Schwefel die Aminosäuren, die Grundbausteine für Eiweiß.
Diesen Weg der Nutzbarmachung von Sonnenenergie hielt man bisher
für ein Monopol der Pflanzen. Aber eine Gruppe von Wissenschaftlern in
den USA vermochte jetzt nachzuweisen, daß auch einfache Bakterien
(Halobacterium halobium) imstande sind, mittels Sonnenlicht chemische
Energie und physiologisch wichtige Substanzen zu produzieren. Der
Schlüssel für diese zweite Form der Photosynthese ist das Eiweißmolekül
Bakteriorhodopsin, ein Pigment, das dem Sehpurpur in der menschlichen
Netzhaut ähnlich ist.
Prof. Walther Stoeckenius, Zellbiologe an der Universität Kalifornien
in San Francisco, entdeckte die "Purpurmembran" der Halobium-Bakterien

�Halobium-Bakterien vor etwa fünf Jahren, als er noch an der Rockefell erUniversität in New York tätig war.

Er befaßte sich damals eingehend mit

dem Aufbau und den Funktionen von Zellmembranen im Zusammenhang mit Projekten der Herz- und Kreislaufforschung.

Veränderungen an Membranen können

beispielsweise zu einer Reihe von Störungen der Herztätigkeit und des
Kreislaufsystems beitragen was z. B. zu Herzversagen und Arteriosklerose
führen kann.
Am Biochemie-Department und am Institut für Herz- und Kreislaufforschungder Staatsuniversität San Francisco setzte Prof. Stoeckenius
seine Untersuchungen fort, für die sich inzwischen auch Wissenschaftler
des Ames-Instituts der NASA in Moffett Field (Kalifornien) interessierten.
Denn im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für das VIKING-Projekt,
speziell für die Aufgabenstellung und Ausrüstung des Biolabors im VIKINGLandeteil, wollte man Organismen studieren, die unter höchst ungewöhnlichen Umständen leben und auch bei extremen Bedingungen lebensfähig
sind.
Halobium-Bakterien sind solche Gesellen. Sie würden, so scheint es,
am liebsten in einer starken Salzlauge leben. Sie bevorzugen Salzwassertümpel und salzreiche Meere, beispielsweise das Mittelmeer und
die Region um San Francisco. Die Salzkonzentration kann so groß sein,
daß schon beinahe der Sättigungspunkt erreicht wird und sich in der
Flüssigkeit gar kein Salz mehr löst. Halobium-Bakterien sind die Ursache,
wenn sich Salzwasser orange verfärbt und Heringe rotfleckig werden.
Prof. Stoeckenius fand heraus, daß Halobium-Bakterien purpurrote
Membranflecke direkt unter der Zellwand bilden, wenn Sauerstoff oder
Nährstoffe im Umgebungswasser rar werden.

Die Proteine in dieser

Purpurmembran erhalten dann unter dem Einfluß von Sonnenlicht lebenswichtige Zellfunktionen solange aufrecht, bis Sauerstoff und Nährstoffe
wieder reichlicher angeboten werden.

Durch ganze Serien des Austauschs

von Protonen (elektrisch positiv geladener Atomkern des Wasserstoffs) wird

�wird in der Zelle Energie in der Form von ATP (Adenosintriphosphat)
gespeichert.
Die Forschergruppe unter der Leitung von Walther Stoeckenius (ihr
gehören Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Cornell-Universität in New York, des California Institute of Technology in Pasadena,
der Universität San Francisco, des Arnes-Forschungsinstituts der NASA,
des Weizmann-Instituts in Israel und der Universität Würzburg an) vermochte die Struktur von Bakteriorhodopsin weitgehend aufzuklären.

Dem

heutigen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse zufolge ist es das
einzige Protein in Membranen, das durch Lichtquanten aktiviert wird,
um Lebensvorgänge zu erhalten.
Die Aufgaben des Rhodopsins (Sehpurpur) in den Stäbchen der Netzhaut
des menschlichen Auges sind anderer Art. Es fungiert als Empfänger für
Lichtimpulse und als Signalwandler, der Lichtenergie in Nervenimpulse
umsetzt, die zum Gehirn weitergeleitet werden. Dort werden diese aufgenommen und interpretiert - die Endstation des Vorgangs, den wir als
"Sehen" bezeichnen. Für diesen Vorgang ist gespeicherte chemische
Energie erforderlich, die unter Lichteinwirkung freigesetzt wird. Denn
sobald Licht auf das Rhodopsin in der Zellaußenwand trifft, zerfällt
das Molekül über Retinin in Vitamin A und in Protein-Komponenten,
die später wieder zum Neuaufbau von Rhodopsin benutzt werden. Ein gewisser Anteil von Vitamin A geht jedoch verloren. Er muß über die
Nahrung ersetzt werden.
Bakteriorhodopsin dagegen setzt unter Lichteinwirkung eine Ionenpumpe in Gang, wobei elektrische Ladungen in der Form von Protonen aus
der Zelle transportiert werden.

Dadurch wird das für die Erhaltung der

Stoffwechsel Vorgänge notwendige.energieliefernde Enzym erzeugt.
Zwar ist der Nutzeffekt dieses Prozesses geringer als in Verbindung
mit Chlorophyll.

Aber das System ist einfacher und könnte der Wissen-

schaft auf vielen Gebieten weiterhelfen - z. B. allgemein in der Zell- 3 -

�Zell- und Membranforschung, vor allem bei der Aufklärung des Ionentransports durch Zellmembranen bei allen nur erdenklichen Lebewesen,
von primitiven Protozoen bis zum Menschen.

Da Bakteriorhodopsin dem

Sehpurpur der Netzhaut ähnlich ist, könnte es die überaus komplizierten
Detail Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Netzhaut-Rhodopsin
erleichtern.

Selbst die Technik könnte profitieren, indem man eines

Tages mit Hilfe künstlicher Protonenpumpen den Salzgehalt von Wasser
verändert, d. h. Salzwasser für Bewässerungszwecke entsalzt oder den
Salzgehalt in der Form von Nitrat erhöht, um Düngemittel anzureichern.
Und schließlich wäre es sogar denkbar, unter Verwendung des Halobium-Mechanismus aus Sonnenenergie Strom zu erzeugen.
+ + +

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