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Nummer
13

5. J u l i

1974

Inhalt

INFORMATION:
Nixon; Eine Reise im Dienste des Friedens
- Ansprache des Präsidenten an das amerikanische Volk DOKUMENTATION:
Gemeinsames amerikanisch-sowjetisches Kommunique zum Abschluß des
Gipfeltreffens in Moskau
- Wortlaut Rundfunk- und Fernsehansprache Präsident Nixons an die sowjetische
Bevölkerung
- Wortlaut Nixon: Es gibt keine Alterantive zum Frieden
- Ausführungen des Präsidenten in Brüssel Erklärung Präsident Nixons bei seiner Ankunft in Brüssel
- Wortlaut Erklärung Präsident Nixons vor seinem Abflug in Washington
- Wortlaut HINTERGRUNDMATERIAL:
Treffen in Brüssel demonstrierte Solidarität der NATO
- Nixon sprach vor dem Nordatlantikrat WIRTSCHAFT:
Nixon hält an monetären und fiskalischen Maßnahmen zur Eindämmung der
Inflation fest
- Auszüge aus der Erklärung des Präsidenten vom 24. Juni -

Um Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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13/1974

NIXON: EINE REISE IM DIENSTE DES FRIEDENS
- Ansprache des Präsidenten an das amerikanische Volk -

CARIBOU, MAINE - (AD) - Präsident Nixon hat am Vorabend des amerikanischen
Nationalfeiertages, dem 4. Juli,in einer Rundfunk- und Fernsehansprache der
Bevölkerung der Vereinigten Staaten über seine soeben beendete Reise nach Brüssel
und Moskau berichtet.

Diese Reise, so sagte der Präsident, habe der Sache des

Friedens in der Welt gedient.
stützpunkt

Der Präsident, der auf dem amerikanischen Luft-

Loring in der Nähe von Caribou im Staate Maine vom Vizepräsidenten

und dem Gouverneur des Staates sowie zahlreichen Bürgern begrüßt wurde, hielt
folgende Ansprache:

"Herr Vizepräsident,ich möchte nicht nur in meinem Namen, sondern auch im
Namen von Mrs. Nixon recht herzlich für Ihre freundlichen Begrüßungsworte danken.
Gouverneur Curtis und Mrs. Curtis und alle meine Freunde hier in Maine, ich
möchte Ihnen danken, daß Sie mir einen so wunderbaren Empfang nach meiner Rückkehr bereitet haben.

Wenn ich die vielen geparkten Wagen sehe, dann ist mir

bewußt, wie mühselig es ist, zu einem Luftstütztpunkt hinauszufahren.

Es hat

sicherlich viel Zeit in Anspruch genommen und wir wissen dies zu schätzen und
danken Ihnen.

An jeden von Ihnen hier gewandt und an die vielleicht Millionen, die am
Fernsehschirm oder im Radio dabei sind, kann ich Ihnen eines versichern: es ist
immer etwas wunderbares, nach Amerika heimzukehren.
-

I

-

Das gilt insbesondere, wenn

�•

?
wenn man von einer Reise zurückkehrt, die der Sache des Friedens in der Welt
gedient hat.

Wir sind heute in Moskau abgeflogen und wir konnten sehen, wie hunderte
von amerikanischen und sowjetischen Flaggen nebeneinander wehten.
daran gedacht, daß morgen Millionen von Amerikanern anläßlich

Und ich habe

des 4. Juli ihre

Häuser beflaggen werden und sie werden diese Flaggen mit Stolz zeigen, weil sie
ihnen in ihrem eigenen Leben und in unserem Leben etwas bedeuten und auch
weil unsere Flagge etwas für die Welt bedeutet. Wir dürfen heute überall auf
der Welt sehr stolz auf die amerikanische Flagge sein.
i

Ich habe auch daran gedacht, wie viel mehr diese Flagge für die Welt ob
der Rolle bedeutet, die die Vereinigten Staaten beim Aufbau eines Gebäudes des
Friedens gespielt haben, das allen Nationen zugutekommen kann - eine Rolle, die
so augenfällig durch jene Flaggen symbolisiert wurde, die in der Sowjetunion
nebeneinander wehten.

Unsere Generation,

die so viel Krieg und Zerstörung erlebt hat - vier

Kriege in diesem Jahrhundert - hat jetzt eine Chance, für die nächste Generation
ein Gebäude des Friedens zu errichten, in dem - wie wir hoffen, der Krieg niemals
Platz haben wird.

Das ist die große Aufgabe, die vor uns liegt, und das ist die größte Aufgabe, zu der jemals ein Volk aufgerufen werden kann.

In den letzten Monaten

sind Mrs. Nixon und ich über 25 000 Meilen gereist, um neun Länder in Westeuropa und im Nahen Osten und natürlich auch die Sowjetunion zu besuchen.

Der

Besuch in jedem dieser Gebiete hatte einen Zweck für sich, aber in einem größeren
Zusammenhang waren all diese Besuche auf den gleichen Zweck ausgerichtet, und
hatten eine Beziehung und eine Verbindung zueinander.

Unter den Ländern des Nahen Ostens, unter den Ländern des westlichen Bündnisses und zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion entwickeln sich
neue Verhaltensweisen - Verhaltensweisen, die der Welt die kühnsten Hoffnungen
in dieser Generation auf einen gerechten und dauerhaften Frieden versprechen,

- 2-

�versprechen dessen w i r uns a l l e e r f r e u e n können.
Im Nahen Osten weicht j e t z t e i n e Generation b i t t e r e r

Feindseligkeit,die

durch v i e r Kriege u n t e r s t r i c h e n wurde, einem neuen G e i s t , i n dem b e i d e S e i t e n
e r n s t h a f t nach den S c h l ü s s e l n für e i n e f r i e d l i c h e Beilegung i h r e r

Differenzen

suchen.
Im w e s t l i c h e n Bündnis i s t 25 J a h r e nach der Gründung der NATO d i e s e Organ i s a t i o n neu geboren, zu neuem Leben erweckt worden, wie d i e s i n der Erklärung
über d i e A t l a n t i s c h e n Beziehungen n i e d e r g e l e g t i s t , d i e w i r vor s i e b e n Tagen
auf der Tagung d e r NATO-Regierungschefs vor unserem Besuch i n Moskau i n B r ü s s e l
u n t e r z e i c h n e t haben.

In d e r Reihe a m e r i k a n i s c h - s o w j e t i s c h e r G i p f e l t r e f f e n ,

die

im J a h r e 1972 begann, haben w i r e i n neues V e r h ä l t n i s zwischen den beiden mächt i g s t e n Nationen d e r Welt e n t w i c k e l t - e i n neues V e r h ä l t n i s , das darauf

angelegt

i s t , s i c h e r z u s t e l l e n , daß d i e s e b e i d e n Nationen i n Frieden zusammenarbeiten
werden, s t a t t s i c h i n e i n e r Atmosphäre des Mißtrauens und der Spannung gegenüberzus t e h e n , d i e , wenn s i e n i c h t b e r e i n i g t w i r d , zu einem Krieg führen k ö n n t e .

Auf dem d i e s j ä h r i g e n G i p f e l t r e f f e n haben wir die Beziehung w e i t e r g e f ö r d e r t ,
d i e wir vor zwei J a h r e n i n Moskau angeknüpft und d i e wir auf dem G i p f e l t r e f f e n
i n den V e r e i n i g t e n S t a a t e n im v o r i g e n J a h r f o r t g e s e t z t haben.

In dem Kommunique,

das w i r h e u t e i n Moskau herausgegeben haben, v e r p f l i c h t e n s i c h b e i d e S e i t e n auf
das Z i e l , auf d i e zwingende Notwendigkeit, den Prozeß d e r Verbesserung der
a m e r i k a n i s c h - s o w j e t i s c h e n Beziehungen unumkehrbar zu machen.
Das i s t e i n e Zusammenfassung d e s s e n , was d e r ganze w e i t e Bereich u n s e r e r
immer z a h l r e i c h e r werdenden Abkommen e r r e i c h e n s o l l , nämlich d i e Verbesserung
n i c h t nur zu e i n e r S c h l a g z e i l e für einen Tag, n i c h t nur zu e i n e r Tagessensat i o n , sondern zu einem andauernden und unumkehrbaren Prozeß zu machen, der
s e i n e eigene i n n e r e Gesetzmäßigkeit gewinnt und s i c h zu einem b l e i b e n d e n F r i e d e n
entwickelt.

Auf dem d i e s j ä h r i g e n Treffen haben w i r e i n e Reihe w i c h t i g e r Abkommen sowohl
auf dem Gebiet der Rüstungsbegrenzung a l s auch auf dem Gebiet der

friedlichen

�»
friedlichen Zusammenarbeit erreicht. Auf dem Gebiet der Rüstungsbegrenzung
sind drei der von uns erreichten Abkommen besonders erwähnungswert: bei dem
einen geht es um die außerordentlich schwierige Frage der offensiven strategischen Nüklearwaffen und gerade dieser Stützpunkt hat - wie Sie ja wissen speziell mit dieser Art von Einsatz zu tun.

Vor zwei Jahren haben wir ein Interimsabkommen über strategische Offensivwaffen unterzeichnet, das sich auf den FünfJahresZeitraum bis 1977 erstreckt.
In diesem Jahr haben wir beschlossen, daß dieses Interimsabkommen durch ein
neues Abkommen abgelöst werden soll, das sich auf die Zeitspanne bis 1985 erstreckt.
Wir kamen überein, daß dieses Abkommen sowohl die quantitativen als auch qualitativen Aspekte strategischer Nuklearwaffen einschließen sollte.

Und wir kamen

überein, daß es noch sehr rechtzeitig vor dem Ablauf des gegenwärtigen Abkommens
geschlossen werden sollte.

Wir kamen ferner überein, daß die weitgehende Arbeit, die wir für das Zustandekommen eines solchen langfristigen Abkommens bereits geleistet haben,, in
unmittelbarer Zukunft auf der Basis von Instruktionen in Genf fortgesetzt werden *
sollte, die sich während der letzten Woche aus unseren Gesprächen auf höchster
Ebene ergeben haben.

Nun haben beide Seiten noch kein endgültiges Übereinkommen über die Bedingungen eines Abkommens erreicht.

Es handelt sich um ein schwieriges und sehr

komplexes Thema, aber wir sind einer solchen Übereinstimmung bedeutend näher
gekommen, und wir haben beide Seiten fest auf die Lösung unserer verbleibenden
Differenzen verpflichtet.

Das zweite wichtige Rüstungskontrollabkommen, das wir erreicht haben, befaßt sich mit den Raktenabwehrsystemen (ABM).

Sie werden sich erinnern, daß wir

vor zwei Jahren übereingekommen sind, daß jedes Land auf zwei ABM-Anlagen begrenzt werden sollte.

Das Abkommen, das wir heute in Moskau unterzeichnet ha-

ben, verstärkt und erweitert das Ausmaß dieser vorher getroffenen Abmachungen,
in dem jedes Land auf eine ABM-Anlage begrenzt wird.

Und
- 4 -

�Und das dritte Rüstungsbegrenzungsabkommen befaßt sich mit unterirdischen
Atomwaffenversuchen.

Es weitet die früher beschlossenen Schritte zur Begrenzung

von Versuchen, die 1963 mit dem Teststoppabkommen begannen, wesentlich aus.
Jener ursprüngliche Vertrag verwehrte den Signatarstaaten, Versuche in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser durchzuführen.

Heute haben wir einen

neuen Vertrag abgeschlossen, der zum ersten Mal auch unterirdische Versuche einschließen wird.

Er wird der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten verwehren,

nach dem 31. März 1976 jede Art unterirdischer Waffenversuche überhalb einer
bestimmten Sprengkraftschwelle durchzuführen, und er wird auch von beiden Ländern
verlangen, die Versuche mit Waffen unterhalb dieser Sprengkraftschwelle auf
einer sehr kleinen Zahl zu halten.

Das ist nicht nur ein weiterer Schritt, um das Wettrüsten unter Kontrolle
zu bringen, sondern es ist auch ein bedeutsamer weiterer Schritt zur Verringerung
der Zahl nuklearer und thermonuklearer Explosionen auf der Welt.

Rüstungsbegrenzungen sind selbstverständlich von gewaltiger und entscheidender Bedeutung, aber die Arbeit dieser Gipfeltreffen ist sehr viel breiter
angelegt, so wie auch die Art des neuen amerikanisch-sowjetischen Verhältnisses
viel breiter angelegt ist.

In diesem Jahr gehörten zu den wichtigen neuen Ab-

kommen, die wir auf dem Gebiet des friedlichen Fortschritts erreicht haben, neue
Programme der Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern auf dem Gebiet der
Energie, des Wohnungsbaus, des Gesundheitswesens, und auch ein Abkommen über langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit, das den wachsenden, beiderseits Nutzen
bringenden Handel zwischen unseren beiden Ländern erleichtern soll.

Die Bedeutung dieser Abkommen geht weit über die Vorteile hinaus, die sie
auf ihrem jeweiligen Spezialgebiet bringen werden, ebenso wie die Bedeutung
unserer Gipfeltreffen über die Bedeutung der einzelnen Abkommen selbst hinausgeht.

Mit diesem wachsenden Netz von Abkommen schaffen wir neue Formen der Zu-

sammenarbeit und neue Formen der Konsultation, und wir geben der Bevölkerung
der Sowjetunion ebenso wie unserem eigenen Volk in den Vereinigten Staaten nicht
lediglich einen negativen, sondern einen positiven Anspruch auf Frieden.

Wir
- 5 -

�1

f
I

Wir schaffen eine stabile neue Grundlage, um den Frieden darauf aufzubauen, nicht einfach durch Furcht vor einem Kriege, sondern durch Gemeinsamkeit
der Segnungen des Friedens, indem wir für ein besseres Leben für die Bevölkerung
unserer beiden Länder zusammenarbeiten.

Die amerikanisch-sowjetischen Abkommen auf dem Gipfel tragen wesentlich
zu dem Gebäude des Friedens bei, das wir in unseren beiden Ländern und in der
Welt zu errichten suchen.

Die anhaltende Stärke des westlichen Bündnisses ist

ebenfalls ein wesentliches und wichtiges Element dieses Gebäudes und das gleiche
gilt für die Entwicklung einer neuen Verhaltensweise in den Beziehungen und
eine neue Haltung zum Frieden in Spannungsgebieten wie etwa dem Nahen Osten.

Die Tatsache, daß das NATO-Treffen in Brüssel auf halbem Wege zwischen der
Reise nach dem Nahen Osten und der Reise nach der Sowjetunion stattfand, ist
smybolisch für die zentrale Rolle, die das westliche Bündnis beim Aufbau des
neuen Gebäudes des Friedens spielen muß.

Die Führer der Sowjetunion sind sich völlig darüber im klaren, daß wir

'

bei Schaffung der neuen Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und der
Sowjetunion nicht auf Kosten unserer traditionellen Verbündeten vorgehen werden.
Im Gegenteil, die anhaltende Stärke des westlichen Bündnisses ist wesentlich
für den Erfolg und für den Prozeß der Aufrechterhaltung und des Ausbaus des
neuen Verhältnisses zur Sowjetunion, in dem wir stehen.

Die Entwicklung dieses neuen Verhältnisses bietet eine Chance, die Einigkeit des westlichen Bündnisses zu vertiefen.

Wir dürfen unsere Bündnisse nicht

vernachlässigen und wir dürfen nicht davon ausgehen, daß unser neues Verhältnis
zur Sowjetunion es uns erlauben würde, unsere eigene militärische Stärke zu vernachlässigen.

Gerade weil wir stark sind, ist ein solches Verhältnis, wie wir

es gegenwärtig entwickeln, möglich.

In seiner ernsten Jahresbotschaft an den Kongreß hat George Washington erklärt, 'auf den Krieg vorbereitet zu sein, ist eines der wirksamsten Mittel,
um den Frieden zu erhalten'.

Diese Erklärung gilt heute noch ebenso wie damals

und darum dienen all jene von ihnen, die in unseren Streitkräften Dienst leisten,
- 6 -

�l e i s t e n , t a t s ä c h l i c h i n den F r i e d e n s s t r e i t k r ä f t e n Amerikas und d e r Welt.

Wir

danken Ihnen d a f ü r .
Wir i n den V e r e i n i g t e n S t a a t e n s i n d b e r e i t , unsere m i l i t ä r i s c h e

Stärke

abzubauen, aber nur im Rahmen e i n e s P r o z e s s e s , i n dem auf beiden S e i t e n e i n e
Reduzierung s t a t t f i n d e t ,
Amerika n i c h t v e r r i n g e r t .

und der d i e S i c h e r h e i t der V e r e i n i g t e n S t a a t e n von
Dafür haben wir g e a r b e i t e t .

Als vor 25 J a h r e n der NATO-Vertrag u n t e r z e i c h n e t wurde, war e r a l s

'ein

Akt des Glaubens an das S c h i c k s a l der w e s t l i c h e n K u l t u r

1

Diese Bezeichnung war ebenso p r o p h e t i s c h wie t r e f f e n d ,

und h e u t e , nach 25

b e z e i c h n e t worden.

J a h r e n , dürfen w i r r u h i g sagen, daß das neue Gebäude des F r i e d e n s , das wir i n
der Welt e r r i c h t e n , e i n Akt des Glaubens an das S c h i c k s a l der Menschheit

ist.

Wie a l l e s , was von Bestand s e i n s o l l , muß d i e s e s Gebäude S t e i n um S t e i n s o r g f ä l t i g gebaut werden.

Es muß s o l i d e gebaut werden.

Es muß e i n Gebäude s e i n ,

das d i e j e n i g e n , d i e es bewohnen, auch e r h a l t e n , w e i l s i e es h o c h s c h ä t z e n , w e i l
es i h r e n E r f o r d e r n i s s e n e n t s p r i c h t und w e i l es i h r e Hoffnungen

wiederspiegelt.

Vor zwei J a h r e n habe i c h i n meinem B e r i c h t an den Kongreß nach der Rückkehr von dem e r s t e n d e r a m e r i k a n i s c h - s o w j e t i s c h e n G i p f e l t r e f f e n

d i e Hoffnung

zum Ausdruck g e b r a c h t , daß H i s t o r i k e r e i n e s k ü n f t i g e n Z e i t a l t e r s von dem J a h r e
1972 b e r i c h t e n werden, daß d i e s n i c h t das J a h r war, i n dem Amerika auf den
G i p f e l s t i e g und dann wieder h i n u n t e r i n d i e Tiefen des T a l e s , sondern daß d i e s
das J a h r war, a l s Amerika dazu b e i t r u g , d i e Welt aus den Tiefebenen, des Krieges
h e r a u s auf d i e Hochebenen e i n e s d a u e r h a f t e n F r i e d e n s zu führen.
Und h e u t e , zwei J a h r e s p ä t e r , zwei G i p f e l t r e f f e n
lichung d i e s e r Hoffnung näher g e r ü c k t .
sich s t e t i g weiter vorwärts.

s p ä t e r , i s t d i e Verwirk-

Der Prozeß des F r i e d e n s e n t w i c k e l t

Er wird v e r s t ä r k t durch d i e neuen und s i c h e r -

w e i t e r n d e n Formen der Zusammenarbeit zwischen den V e r e i n i g t e n S t a a t e n und d e r
Sowjetunion. Er wird g e s t ä r k t durch d i e neue Lebenskraft u n s e r e s w e s t l i c h e n
Bündnisses und durch d i e Herbeiführung so ermutigender Ergebnisse wie d i e neue
Wendung zum Frieden im Nahen Osten.

Auf
-

7 -

�Auf a l l unseren Reisen, von denen der Vizepräsident gesprochen h a t , i s t
eines k l a r e r geworden als a l l e s zuvor.

Wir haben in den l e t z t e n Wochen Mil-

lionen und Millionen von Menschen gesehen, und von ihren Gesichtern wie auch aus
den

Worten jener, mit denen wir zusammengetroffen sind, und jener Tausende,

die wir in allen Teilen der Welt getroffen haben, war eines abzulesen: nämlich
daß der Wunsch, dem Krieg ein Ende zu bereiten und Frieden zu schaffen, ein
Wunsch i s t , der keine nationalen Grenzen kennt und die Menschen überall verbindet.
Und noch etwas wird ganz k l a r und deutlich:

die Menschen in den Ländern,

die wir besucht haben - und ich habe s i e , wie ich b e r e i t s andeutete, nicht
nur zu Tausenden, sondern zu Millionen gesehen - wollen Freunde des amerikanischen Volkes sein und wir umgekehrt auch.

Auch wir wollen ihre Freunde sein.

In den ersten Jahren der Geschichte unserer Nation, nachdem Amerika seine
Unabhängigkeit errungen h a t t e , e r k l ä r t e Thomas Jefferson,

'wir handeln nicht

1

nur für uns a l l e i n , sondern für die ganze Menschheit .
Wenn wir uns darauf vorbereiten, morgen den Jahrestag dieser Unabhängigk e i t , den 198. Jahrestag zu feiern, dann dürfen wir als Amerikaner s t o l z darauf
s e i n , da'wir der Version Jeffersons t r e u geblieben sind und daß als Ergebnis
der I n i t i a t i v e Amerikas dieses universale Ziel des Friedens heute näher gerückt
i s t , näher nicht nur für uns, sondern für die ganze Menschheit.

Ich danke

Ihnen."

+ + + + +
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13/1974

GEMEINSAMES AMERIKANISCH-SOWJETISCHES KOMMUNIQUE ZUM ABSCHLUSS DES

GIPFELTREFFENS IN MOSKAU
- Wortlaut -

MOSKAU —(AD)-- Zum Abschluß des Gipfeltreffens in Moskau ist von Präsident
Nixon und dem sowjetischen Parteisekretär Breschnew am 3. Juli ein gemeinsames Kommunique unterzeichnet worden, das folgenden Wortlaut hat:

Gemäß der Vereinbarung, regelmäßige amerikanisch-sowjetische Konferenzen auf höchster Ebene abzuhalten, und aufgrund der vom Generalsekretär des
Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, L.I. Breschnew,
während seines Besuches in den USA im Juni 1973 ausgesprochenen Einladung
haben der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Mrs. Richard
Nixon der Sowjetunion vom 27. Juni bis zum 3. Juli 1974 einen offiziellen Besuch abgestattet.

Während seines Aufenthaltes hat der Präsident neben Moskau noch Minsk
und die Südküste der Krim besucht.

Der Präsident der Vereinigten Staaten und die sowjetischen Führer haben
einen eingehenden und nützlichen Gedankenaustausch über die wichtigen Aspekte
der Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR sowie über die gegenwärtige
-1-

�gegenwärtige internationale Lage geführt.

Auf sowjetischer Seite wurden die Gespräche von L.I.Breschnew, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, N.
V. Podgorny, Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR,
A.N. Kossygin, Vorsitzender des Ministerrates der UdSSR, und von A.A.Gromyko,
Außenminister der UdSSR, geführt.

Den Präsidenten der USA begleitet
hat

und an den Gesprächen teilgenommen

Dr. Henry A. Kissinger, Außenminister der USA und Berater des Präsi-

denten für Nationale Sicherheitsfragen.

Bei den Gesprächen waren ferner zugegen:
Auf amerikanischer Seite Walter J. Stoessel jr., amerikanischer Botschafter in der UdSSR, General Alexander M. Haig jr., Berater des Präsidenten, Ronald L. Ziegler, Berater des Präsidenten und Pressesekretär, Generalmajor Brent Scrowcroft, Stellvertretender Berater des Präsidenten für Nationale Sicherheitsfragen, Helmut Sonnenfeldt, Berater des Außenministeriums,
und Arthur A. Hartman, Unterstaatssekretär für Europäische Angelegenheiten
im US-Außenministerium.

Auf sowjetischer Seite: A.F. Dobrynin, sowjetischer Botschafter in den
USA, A.M. Aleksandrow, Berater des Generalsekretärs des Zentralkomitees der
KPSU, L.M. Samjatin, Generaldirektor der TASS, und G.M.Kornijenko, Mitglied
des Kollegiums des Außenministeriums der UdSSR.

Die

�•»

Die Gespräche wurden in einer sehr sachlichen und konstruktiven Atmosphäre geführt und waren von dem gemeinsamen Wunsch beider Seiten gekennzeichnet,
das Verständnis, das Vertrauen und die friedliche Zusammenarbeit zwischen ihnen weiter zu stärken sowie zur Festigung der internationalen Sicherheit und
des Weltfriedens beizutragen.

I. Fortschritt bei der Verbesserung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen

Nachdem beide Seiten im Detail die Entwicklung der Beziehungen zwischen
den USA und der UdSSR seit dem amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen im Mai
1972 erörtert hatten, stellten sie mit Genugtuung fest, daß sie durch ihre
nachdrücklichen gemeinsamen Anstrengungen innerhalb einer kurzen Zeitspanne
eine grundlegende Wende hin zu friedlichen Beziehungen und einer weiten, beiden Seiten zum Vorteil gereichenden Zusammenarbeit erreicht haben, die im Interesse der Völker beider Länder wie auch der ganzen Menschheit liegt.

Sie unterstrichen die besondere Bedeutung der positiven Entwicklung, die
die Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR bei den Zusammenkünften ihrer
Führer auf höchster Ebene genommen haben, die nunmehr zu einer festen Einrichtung werden. Diese Zusammenkünfte bieten Möglichkeiten für eine wirksame und
verantwortungsvolle Erörterung, für die Lösung

grundlegender und wichtiger

bilateraler Fragen sowie für beiderseitige Beiträge zur Lösung internationaler
Probleme, die die Interessen der beiden Länder berühren.

Beide Seiten begrüßen die Herstellung offizieller Kontakte zwischen dem
Kongreß der Vereinigten Staaten und dem Obersten Sowjet der UdSSR. Sie werden

-3-

�werden eine Weiterentwicklung solcher Kontakte fördern, weil sie der Ansicht
sind, daß diese eine wichtige Rolle spielen können.

Beide Seiten haben ihre gemeinsame Entschlossenheit bekräftigt, die Neugestaltung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen auf der Basis der friedlichen Koexistenz und gleicher Sicherheit in strikter Übereinstimmung mit dem
Geist und dem Buchstaben der zwischen den beiden Ländern erreichten Abkommen
und ihren Verpflichtungen aufgrund dieser Abkommen aktiv fortzusetzen.

In diesem Zusammenhang haben Sie erneut die grundlegende Bedeutung der
gemeinsamen Dokumente hervorgehoben,die als Ergebnis der Gipfeltreffen in den
Jahren 1972 und 1973 verabschiedet wurden, vor allem die Grundsatzerklärung
für die Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR, das Abkommen über die
Verhinderung eines Nuklearkrieges, das Abkommen über die Begrenzung der ABMSysteme und das Interimsabkommen über bestimmte Maßnahmen hinsichtlich der Begrenzung von strategischen Offensivwaffen.

Beide Seiten sind zutiefst von der zwingenden Notwendigkeit überzeugt,
daß der Fortschritt bei der Verbesserung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen unumkehrbar sein muß. Sie glauben, daß aufgrund ihrer Anstrengungen
eine echte Möglichkeit zur Verwirklichung dieses Zieles geschaffen worden
ist. Dies wird neue Aussichten für eine weitgehende, beiden Seiten zum Vorteil gereichende Zusammenarbeit und für eine Stärkung der Freundschaft zwischen dem amerikanischen und dem sowjetischen Volk eröffnen und so zur Lösung zahlreicher dringender Probleme beitragen, denen sich die Welt gegenüber
sieht.
Geleitet

�Geleitet von diesen hohen Zielen haben beide Seiten beschlossen, ihre gemeinsamen Anstrengungen - in Zusammenarbeit mit den jeweiligen anderen betroffenen Ländern - in erster Linie auf folgende wichtige Gebiete zu richten:

-- Beseitigung der Gefahr von Kriegen einschließlich vor allem solcher
Kriege, in denen auch Nuklear-und andere Massenvernichtungswaffen angewandt
werden.
-- Begrenzung und letztlich Beendigung des Wettrüstens vor allem bei
strategischen Waffen, wobei das letztliche Ziel die Verwirklichung einer allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter einer entsprechenen internationalen
Kontrolle ist.
-- Beitrag zur Beseitigung der Ursachen internationaler Spannungen und
militärischer Konflikte.

— Verstärkung und Ausweitung des Prozesses der Verminderung der Spannungen überall auf der Welt.
-- Entwicklung einer breiten, beiden Seiten zum Vorteil gereichenden Zusammenarbeit auf kommerziellem und wirtschaftlichem, wissenschaftlich-technischem und kulturellem Gebiet auf der Basis der Prinzipien der Souveränität,
Gleichberechtigung und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten - mit dem
Ziel, vermehrtes Verständnis und Vertrauen zwischen den Völkern beider Länder
zu fördern.

Dementsprechend haben beide Seiten im Verlaufe dieses Gipfeltreffens es
für möglich befunden, neue konstruktive Schritte zu unternehmen,die ihrer

�ihrer Ansicht nach nicht nur die Weiterentwicklung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen fördern, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Festigung des Weltfriedens und zur Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit
leisten werden.

II. Weitere Begrenzung der strategischen Rüstungen und andere Abrüstungsfragen

Beide Seiten haben erneut sorgfältig den gesamten Bereich ihrer gegenseitigen Beziehungen analysiert, soweit sie im Zusammenhang mit der Verhinderung
eines Nuklearkrieges und der Begrenzung der strategischen Rüstungen stehen.
Sie gelangten zu der gemeinsamen Auffassung, daß die zwischen ihnen auf diesem
Gebiet abgeschlossenen grundlegenden Abkommen weiterhin wertvolle Instrumente
für die allgemeine Verbesserung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen und
der internationalen Lage insgesamt bilden. Die USA und die UdSSR werden weiterhin strikt

die in diesem Abkommen übernommenen Pflichten erfüllen.

Im Verlauf der Gespräche unterzogen beide Seiten alle Aspekte des Problems der Begrenzung der strategischen Rüstungen einer gründlichen Überprüfung. Sie gelangten zu dem Schluß, daß dem Interimsabkommen über strategische Offensivwaffen ein neues Abkommen zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten über die Begrenzung der strategischen Rüstungen folgen sollte. Sie stimmten darin überein, daß ein solches Abkommen den Zeitraum bis
1985 umfassen und sowohl quantitative als auch qualitative Begrenzungen enthalten sollte. Sie vereinbarten, daß ein solches Abkommen zum frühestmöglichen Zeitpunkt abgeschlossen werden sollte, noch bevor das Interimsabkommen
abläuft.
Sie

�Sie waren der gemeinsamen Auffassung, daß ein solches neues Abkommen
nicht nur im Interesse der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten, sondern
auch im Interesse einer weiteren Verminderung der internationalen Spannungen
sowie im Interesse des Weltfriedens liegen würde.
Ihre Delegationen werden in naher Zukunft wieder in Genf auf der Basis
der sich aus dem Gipfeltreffen ergebenden Anweisungen zusammentreten.
Unter Berücksichtigung der Wechselbeziehungen zwischen der Entwicklung
offensiver und defensiver Arten von strategischen Waffen und im Hinblick auf
die erfolgreiche Verwirklichung des zwischen ihnen im Mai 1972 abgeschlossenen Vertrages über die Begrenzung der ABM-Systeme hielten es beide Seiten für
wünschenswert, Begrenzungen für die Dislozierung solcher Systeme anzunehmen.
Zu diesem Zweck haben sie ein Protokoll abgeschlossen!, durch das jede Seite
auf nur ein Dislozierungsgebiet für ABM-Systeme beschränkt wird statt auf
zwei solche Gebiete, wie sie jeder Seite in dem Vertrag zugestanden worden
waren. Gleichzeitig wurden zwei Protokolle unterzeichnet, die die Überschrift
tragen "Verfahren für den Ersatz, die Demontage oder Zerstörung strategischer
Offensivwaffen und die Benachrichtigung hierüber" und "Verfahren für den Ersatz, die Demontage oder Zerstörung von ABM-Systemen und ihrer Komponenten
und die Benachrichtigung hierüber". Diese Protokolle waren von der Ständigen
Beratenden Kommission ausgearbeitet worden, die zur Förderung der Ziele und
zur Verwirklichung der Bestimmungen des am 26. Mai 1972 unterzeichneten Vertrages und Interimsabkommens eingesetzt worden war.

Beide Seiten betonten die große Bedeutung,die die USA und die UdSSR
ferner der Verwirklichung anderer möglicher Maßnahmen - sowohl auf bilateraler

�I
»

bilateraler als auch auf multilateraler Basis - auf dem Gebiet der Rüstungsbegrenzung und der Abrüstung beimessen.

Unter Hinweis auf die historische Bedeutung des Vertrages über Atomwaffenversuche in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser, der 1963 in
Moskau abgeschlossen wurde und zu dessen Vertragspartnern die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion gehören, haben sich beide Seiten dafür ausgesprochen,
die Einstellung der Atomwaffenversuche umfassend zu machen. Von dem Wunsche beseelt, zur Verwirklichung dieses Zieles beizutragen, haben die USA und die
UdSSR als einen wichtigen Schritt in dieser Richtung den Vertrag über die Begrenzung der unterirdischen Atomwaffenversuche abgeschlossen, der vom 31. März
1976 an die vollständige Einstellung der Versuche mit solchen Waffen über einer
bestimmten Sprengkraftschwelle vorsieht und der die übrigen unterirdischen
»

Versuche auf ein Minimum beschränkt.

Die Parteien haben die grundlegende Bedeutung des Atomsperrvertrages unterstrichen. Sie haben ihre beiderseitige Absicht bekräftigt, die von ihnen
in diesem Vertrag übernommenen Verpflichtungen einzuhalten, einschließlich
Artikel VI des Vertrages, und sich für eine Erhöhung seiner Wirksamkeit ausgesprochen.
Es wurde ferner eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der die USA
und die UdSSR die wirksamsten möglichen Maßnahmen befürworten, um die Gefahr
zu beseitigen, daß Verfahren zur Veränderung der Umwelt für militärische
Zwecke verwandt werden.
Beide

-8-

�Beide Seiten bekräftigten ihr Interesse an einem wirksamen internationalen Abkommen, das aus den Arsenalen

der Staaten so gefährliche Instrumente

der Massenvernichtung wie chemische Waffen ausschließen würde. Aus dem Wunsche heraus, zu einem baldigen Fortschritt in dieser Richtung beizutragen,
sind die Vereinigten Staaten von Amerika und die UdSSR übereingekommen, in
der Konferenz des Abrüstungsausschusses eine gemeinsame Initiative mit dem
Ziel zu erwägen, als einen ersten Schritt eine internationale Konvention abzuschließen,die sich auf die gefährlichsten tödlichen Mittel der chemischen
Kriegführung erstreckt.

Beide Seiten sind überzeugt, daß die neuen wichtigen Schritte, die sie
auf dem Gebiet der Rüstungsbegrenzung ergriffen haben und zu ergreifen beabsichtigen, wie auch weitere Anstrengungen zur Abrüstung den Abbau internationaler Spannungen erleichtern und einen greifbaren Beitrag zur Erfüllung
der historischen Aufgabe darstellen werden, den Krieg

aus dem Leben der

menschlichen Gesellschaft auszuschließen und dadurch den Weltfrieden zu garantieren. Die Vereinigten Staaten und die UdSSR bekräftigten, daß eine Weltabrüstungskonferenz zu einem geeigneten Zeitpunkt eine positive Rolle in diesem
Prozeß spielen kann.

III. Fortschritt bei der Lösung internationaler Probleme

Im Verlaufe des Treffens wurden detaillierte Gespräche über wichtige
internationale Probleme geführt.
Beide Seiten brachten ihre Befriedigung darüber zum Ausdruck, daß ein
Nachlassen der Spannungen, eine Festigung des Friedens und die Entwicklung

-9-

�T

Entwicklung einer beiderseits nutzbringenden Zusammenarbeit in steigendem Maße
die Entwicklung der internationalen Lage charakterisieren. Sie gehen von der
Annahme aus, daß ein Fortschritt in der Verbesserung der internationalen Lage
nicht spontan auftritt, sondern aktive und zielbewußte Anstrengungen erfordert, um Hindernisse zu überwinden und Schwierigkeiten beizulegen, die aus
der Vergangenheit verbleiben.

Die überragenden Ziele aller Staaten und Völker sollten darin bestehen,
einzeln und kollektiv eine dauerhafte Sicherheit in allen Teilen der Welt, die
baldige und völlige Beseitigung bestehender internationaler Konflikte und
Spannungsquellen und die Verhütung der Entstehung neuer Spannungsquellen und
Konflikte zu gewährleisten. Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion treten für die weitgehende und fruchtbare wirtschaftliche Zusammenarbeit unter
allen Staaten - ob groß oder klein - auf der Basis der vollen Gleichheit und
des gegenseitigen Nutzens ein.

Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion bekräftigen ihre Entschlossenheit, getrennt und gemeinsam zur Erfüllung all dieser Aufgaben beizutragen.

Europa
Nach einer Diskussion über die Entwicklung der Lage in Europa seit dem
letzten amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen stellten beide Seiten mit tiefer Befriedigung die weiteren merklichen Fortschritte in der Herstellung verläßlicher Beziehungen des Friedens, der guten Nachbarschaft und der Zusammenarbeit auf dem europäischen Kontinent fest.
Beide

-10-

�Beide Seiten begrüßen den wesentlichen Beitrag, den die Konferenz über
Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zu diesem nutzbringenden Prozeß
leistet. Sie sind der Auffassung, daß auf der Konferenz in vielen wichtigen
Fragen bereits ein wesentlicher Fortschritt erreicht worden ist. Sie sind der
Überzeugung, daß dieser Fortschritt erkennen läßt, daß die Konferenz in ihrem
gegenwärtigen Stadium vereinbarte Dokumente von großer internationaler Bedeutung hervorbringen wird, die die Entschlossenheit der beteiligten Staaten zum
Ausdruck bringen,ihre gegenseitigen Beziehungen auf eine solide, gemeinsam
erarbeitete Basis zu stellen. Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion
werden in Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten alle Anstrengungen unternehmen, um für alle verbleibenden Probleme akzeptable Lösungen zu finden.

Beide Seiten brachten ihre Überzeugung zum Ausdruck, daß der erfolgreiche Abschluß der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ein
herausragendes Ereignis im Interesse der Herstellung eines dauerhaften Friedens wäre. Von dieser Auffassung ausgehend haben sich die USA und die UdSSR
dafür ausgesprochen, daß die Abschlußphase der Konferenz zu einem baldigen
Zeitpunkt stattfindet. Beide Seiten gehen ferner von der Voraussetzung aus,
daß die Ergebnisse der Verhandlungen einen Abschluß der Konferenz auf höchster
Ebene gestatten werden, was der historischen Bedeutung der Konferenz für die
Zukunft Europas entsprechen und der Bedeutung der Entscheidungen der Konferenz größeres Gewicht beimessen würde.

Beide Seiten bekräftigen die dauerhafte Bedeutung der Verträge und Abkommen, die in den letzten Jahren zwischen europäischen Staaten mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen abgeschlossen worden sind, für

-11-

�r

für eine günstige Entwicklung der Lage in Europa.

Sie brachten ihre Befriedigung über die Aufnahme der Bundesrepublik
Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik in die Vereinten Nationen zum Ausdruck.

. .

Beide Seiten unterstrichen ferner, daß das Viermächte-Abkommen vom 3.
September 1971 weiterhin eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung von Stabilität und Entspannung in Europa spielen muß. Die Vereinigten Staaten und die
UdSSR sind der Auffassung, daß die strikte und konsequente Einhaltung dieses
Abkommens durch alle Beteiligten eine entscheidende Bedingung für die Aufrechterhaltung und Stärkung des gegenseitigen Vertrauens und der Stabilität im Herzen Europas ist.

Die USA und die UdSSR sind der Überzeugung, daß der Abbau der politischen
Spannung auf diesem Kontinent durch Maßnahmen zur Verringerung militärischer
Spannungen begleitet sein sollte, um Stabilität und Sicherheit in Europa zu
festigen. Sie messen daher den gegenwärtigen Verhandlungen über die beiderseitige Verringerung von Streitkräften und Rüstungen und zugehörigen Maßnahmen
in Mitteleuropa, an denen sie teilnehmen, Bedeutung bei. Beide Seiten brachten die Hoffnung zum Ausdruck, daß diese Verhandlungen zu konkreten Entscheidungen führen werden, die die unverminderte Sicherheit aller Beteiligten gewährleisten und einseitige militärische Vorteile verhindern werden.

Naher

-12-

�Naher Osten

Beide Seiten sind der Auffassung, daß die Beseitigung der Gefahr des
Krieges und der Spannung im Nahen Osten eine Aufgabe von überragender Bedeutung und Dringlichkeit ist, und daß daher die einzige Alternative die Erreichung einer gerechten und dauerhaften Friedenslösung auf der Basis der Resolution 338 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen ist - eine Friedensregelung, bei der die legitimen Interessen aller Völker des Nahen Ostens einschließlich des palästinensischen Volkes und das Existenzrecht aller Staaten
in diesem Gebiet in Rechnung gestellt werden sollten.

Als Ko-Vorsitzende der Genfer Friedenskonferenz für den Nahen Osten erachten es die USA und die UdSSR für wichtig, daß die Konferenz ihre Arbeit
sobald wie möglich wieder aufnimmt, wobei die Frage der Beteiligung anderer
aus dem Gebiet des Nahen Ostens auf der Konferenz erörtert werden soll. Beide Seiten betrachten die Herstellung eines gerechten und stabilen Friedens im
Nahen Osten als die Hauptaufgabe der Genfer Friedenskonferenz, zu deren Lösung sie auf jede Weise beitragen werden.

Sie vereinbarten, daß die USA und die UdSSR hinsichtlich der Koordinierung der Anstrengungen beider Länder für eine friedliche Lösung im Nahen Osten
weiterhin in engem Kontakt bleiben werden.

Beide Seiten stellten bestimmte weitere Verbesserungen in der Lage in
Indochina fest. Im Verlaufe des Meinungsaustausches über die Lage in Vietnam
unterstrichen beide Seiten, daß Frieden und Stabilität in der Region nur auf
der Basis der strikten Einhaltung der Bestimmungen des Pariser Abkommens
-13-

�Abkommens vom 27. Januar 1973 und des Aktes der internationalen Vietnamkonferenz vom 2. März 1973 durch alle Beteiligten erhalten und gestärkt werden kann.

Was Laos anbetrifft so stellten sie einen Fortschritt in der Normalisierung der Lage als Ergebnis der dortigen Bildung von Koalitionsregierungs-Gremien fest. Beide Seiten sprachen sich ferner für die strikte Erfüllung der
einschlägigen Abkommen aus.

Beide Seiten unterstrichen auch die Notwendigkeit einer baldigen und gerechten Loesung des Kambodscha-Problems auf der Basis der Achtung der souveränen Rechte des kambodschanischen Volkes auf eine freie und unabhängige Entwicklung ohne jede Einmischung von außen.

Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen
Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion messen den Vereinten Nationen als einem Instrument zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit und der Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit große Bedeutung
bei.
Sie bekräftigten erneut ihre Absicht, ihre Anstrengungen zur Erhöhung der
Wirksamkeit der Vereinten Nationen auf jede mögliche Weise fortzusetzen, einschließlich der Erhaltung des Friedens auf der Basis der strikten Einhaltung
der Charta der Vereinten Nationen.

IV.

-14-

�•

IV. Handels-und Wirtschaftsbeziehungen

Im Verlauf des Treffens wurde einer Überprüfung des Status und der Aussichten der Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR auf kommerziellem und
wirtschaftlichem Gebiet große Aufmerksamkeit geschenkt. Beide Seiten bekräftigten, daß sie die Ausbreitung und Vertiefung beiderseits vorteilhafter Bindungen auf diesem Gebiet

auf der Basis der Gleichheit und der Nicht-Diskri-

minierung als einen wichtigen Bestandteil der Grundlage betrachten, auf der
das gesamte Gebäude der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen aufgebaut ist.
Eine Erhöhung des Umfangs der Handels-und Wirtschaftsbindungen entsprechend den
Potentialen beider Länder wird diese Grundlage festigen und dem amerikanischen
und sowjetischen Volk zum Wohle dienen.

Dies kam insbesondere in einem wesentlichen Anwachsen des Güteraustauches zwischen beiden Ländern zum Ausdruck, der sich im Jahre 1973 auf schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar belief. Es wurde festgestellt, daß die Aussichten günstig seien, das in dem gemeinsamer» amerikanisch-sowjetischen Kommunique1 vom 24.Juni 1973 verkündete Ziel zu übertreffen, in der Dreijahresspanne 1973 bis 1975 einen totalen bilateralen Handelsumsatz von 2,3 Milliarden Dollar zu erreichen. Die Gemeinsame Amerikanisch-Sowjetische Handelskommission stellt weiterhin einen wirksamen Mechanismus dar, um das Wachstum der
Wirtschaftsbeziehung in breitem Umfang zu fördern.

Beide Seiten stellten einen gewissen Fortschritt in der Entwicklung einer
langfristigen Kooperation zwischen amerikanischen Firmen und sowjetischen Organisationen bei der Durchführung großangelegter Projekte, einschließlich sol-

-15-

�solcher auf Kompensationsbasis, fest. Sie sind überzeugt, daß eine solche Kooperation

ein wichtiges Element für die Entwicklung kommerzieller und wirt-

schaftlicher Bindungen zwischen beiden Ländern ist. Beide Seiten kamen überein, den Abschluß und die Durchführung geeigneter Abkommen zwischen amerikanischen und sowjetischen Organisationen und Firmen zu ermutigen. Unter Berücksichtigung des Fortschritts, der bei einer Reihe spezifischer Projekte
wie die Herstellung von Lastwagen, das Handelszentrum und bei chemischen Düngemitteln erzielt worden ist, stellten beide Seiten die Möglichkeit fest, geeignete Kontrakte auf anderen Gebieten abzuschließen, wie etwa bei Zellulose
und Papier, Holz, Eisen und Nicht-Eisen Metallen, Erdgas, in der Bauindustrie
und beim Abbau und der Verarbeitung von hochenergieverbrauchenden Mineralien.

Beide Seiten stellten ferner die Entstehung produktiver Kontakte und Verbindungen zwischen Geschäftskreisen

beider Länder fest, bei denen die wäh-

rend des vorangegangenen Gipfeltreffens getroffenen Entscheidungen über die
Eröffnung eines amerikanischen Handelsbüros in Moskau und einer sowjetischen
Handelsvertretung in Washington wie auch die Einrichtung eines amerikanischsowjetischen Handels-und Wirtschaftsrates eine wichtige Rolle spielten. Sie
brachten ihren Wunsch zum Ausdruck, weiterhin günstige Bedingungen für die
erfolgreiche Entwicklung kommerzieller und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR zu schaffen.

Beide Seiten bekräftigten ihr Interesse an der frühestmöglichen Inkraftsetzung des amerikanisch-sowjetischen Handelsabkommens vom Oktober 1972.
Aus

-16-

�•

Aus dem Wunsche heraus, die weitere Ausweitung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern zu fördern, unterzeichneten beide Seiten ein langfristiges Abkommen über die Erleichterung wirtschaftlicher, industrieller und
technischer Zusammenarbeit zwischen den USA und der UdSSR. Sie sind der Überzeugung, daß eine konsequente Durchführung der in den Abkommen über einen Zeitraum von 10 Jahren festgelegten Zusammenarbeit ein wichtiger Faktor zur Stärkung der bilateralen Beziehungen im allgemeinen sei und den Völkern beider Länder zum Nutzen sein wird.

Nach einem Überblick über den Fortschritt bei der Durchführung des Abkommens über bestimmte maritime Fragen, das im Oktober 1972 für einen Zeitraum von
drei Jahren abgeschlossen wurde und auf der Basis der bisher gesammelten Erfahrungen haben sich beide Seiten dafür ausgesprochen, vor Erlöschen dieses Abkommens ein neues Abkommen auf diesem Gebiet zu schließen. Die Verhandlungen
über ein solches Abkommen werden dieses Jahr beginnen.

V. Fortschritt auf anderen Gebieten der bilateralen Beziehungen

Nach einem Überblick über den Fortschritt in der Verwirklichung der kooperativen Abkommen, die in den Jahren 1972 bis 1973 geschlossen worden sind,
stellten beide Seiten fest, daß die gemeinsamen amerikanisch-sowjetischen Ausschüsse und Arbeitsgruppen, die im Rahmen dieser Abkommen eingesetzt wurden,
nützliche Arbeit bei der Entwicklung regulärer Kontakte und der Zusammenarbeit
zwischen wissenschaftlichen und technischen

Organisationen, Wissenschaftlern,

Spezialisten und Kulturträgern beider Länder geleistet haben.
Beide

-17-

�Beide Seiten stellten mit Befriedigung fest, daß die gemeinsamen Anstrengungen der USA und der UdSSR auf solchen Gebieten der Zusammenarbeit wie Medizin und öffentliche Gesundheit, Schutz und Verbesserung der Umwelt des Menschen, Wissenschaft und Technologie, Erforschung des Weltraums und der Ozeane,
friedliche Nutzung der Atomenergie, Landwirtschaft und Verkehr Bedingungen für
eine beschleunigte Lösung einiger dringender und komplizierter Probleme geschaffen haben, vor denen die Menschheit steht. Eine solche Zusammenarbeit
stellt einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Gebäudes amerikanischsowjetischer Beziehungen dar

und füllt es mit einem konkreten, positiven In-

halt aus.

Beide Seiten werden bestrebt sein, ihre Zusammenarbeit in Wissenschaft und
Technologie wie auch beim kulturellen Austausch auf der Basis der zwischen ihnen abgeschlossenen Abkommen auszuweiten und zu vertiefen.

Auf der Basis der in ihrer wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit gewonnenen positiven Erfahrung und geleitet von dem Wunsche,einen weiteren Fortschritt in dieser wichtigen Sphäre ihrer gegenseitigen Beziehungen zu
gewährleisten, beschlossen beide Seiten, diese Zusammenarbeit auf folgende neue
Gebiete auszudehnen:

Energie
Unter Berücksichtigung des wachsenden Energiebedarfs in Industrie, Verkehr
und anderen Wirtschaftszweigen beider Länder und der daraus resultierenden Notwendigkeit, die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit in der Entwicklung optimaler Methoden zur Nutzung traditioneller und neuer Energiequellen

-18-

�I

Energiequellen zu verstärken sowie der Notwendigkeit, das Verständnis für Energieprogramme und Energieprobleme beider Länder zu verbessern, schlössen beide
Seiten ein Abkommen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Energie. Die
Verantwortung für die Durchführung des Abkommens ist einem Gemeinsamen Amerikanisch-Sowjetischen Ausschuß für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Energie übertragen worden, der zu diesem Zweck ins Leben gerufen wird.

Wohnungsbau und andere Bauvorhaben

Beide Seiten unterzeichneten ein Abkommen auf dem Gebiet des Wohnungsbaus
und anderer Bauvorhaben.

Das Ziel dieses Abkommens besteht darin, durch gemein-

same Anstrengungen die Lösung von Problemen fördern, sie mit modernen Techniken
des Wohnungsbaus und anderer Bauvorhaben voranzutreiben, und zwar im Sinne der
Verbesserung der Zuverlässigkeit und Qualität von Bauten und Baumaterialien,
der Planung und des Baues neuer Städte, des Bauens in Erdbebengebieten und Gebieten mit extremen klimatischen Bedingungen.

Für die Durchführung dieses Ab-

kommens wird ein Gemeinsamer Sowjetisch-Amerikanischer Ausschuß für die Zusammenarbeit im Wohnungsbau und anderen Bauvorhaben eingesetzt werden, der
spezifische Arbeitsprogramme festlegen wird.

Um die Sicherheit ihrer Bevölkerung zu erhöhen, die in erdbebengefährdeten
Gebieten leben, sind beide Seiten übereingekommen, auf Vorrangbasis ein gemeinsames Forschungsprojekt durchzuführen, um die Sicherheit von Gebäuden und anderen Baulichkeiten in diesen Gebieten zu erhöhen, und vor allem das Verhalten
von vorgefertigten Wohngebäuden während Erdbeben zu studieren.
Forschung
- 19 -

�i

Forschung mit künstlichen Herzen

Im Zuge der Durchführung gemeinsamer Programme auf dem Gebiet der Medizin
und der öffentlichen Gesundheit, sind Wissenschaftler und Spezialisten beider
Länder zu dem Schluß gekommen, daß eine Notwendigkeit besteht, ihre Anstrengungen
auf die Lösung eines der wichtigsten und menschlichsten Probleme der modernen
Medizin zu konzentrieren, nämlich die Entwicklung eines künstlichen Herzens.
Angesichts der großen theoretischen und technischen Kompliziertheit der damit
verbundenen Arbeit haben beide Seiten ein Spezialabkommen auf diesem Gebiet
getroffen.

Die Verantwortung für dieses Projekt wird der Gemeinsame Amerika-

nisch-Sowjetische Ausschuß für die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen übernehmen.

Zusammenarbeit im Weltraum
Beide Seiten haben ihrer Genugtuung Ausdruck gegeben über die erfolgreichen
Vorbereitungen für den ersten bemannten Flug amerikanischer und sowjetischer
Weltraumfahrzeuge - Apollo und Sojus -, der für 1975 vorgesehen ist und der ein
Andocken sowie gegenseitige Besuche der Astronauten in dem jeweiligen anderen
Raumfahrzeug vorsieht. Aufgrund der bestehenden Abkommen wird eine fruchtbare
Zusammenarbeit auf zahlreichen anderen Gebieten durchgeführt, die mit der Erforschung des Weltraumes in Zusammenhang stehen.

Angesichts der großen Bedeutung, die beide Seiten der Förderung der amerikanisch-sowjetischen Zusammenarbeit bei der Erforschung und Nutzung des Weltraumes für friedliche Zwecke beimessen und im Hinblick auf die Tatsache, daß
sie die Konsolidierung der Erfahrungen auf diesem Gebiet für wünschenswert erachten, haben die beiden Seiten vereinbart, Möglichkeiten für weitere gernein-20-

�gemeinsame Weltraumprojekte im Anschluß an den jetzt für Juli 1975 angesetzten
amerikanisch-sowjetischen Raumflug zu prüfen.

Verkehrsmittel der Zukunft

Beide Seiten sind sich der Bedeutung bewußt, die der Entwicklung moderner Verkehrsformen zukommt, und stimmen darin überein,daß hohe Geschwindigkeiten erreichende Bodensysteme der Zukunft, wie ein magnetischer Luftkissenzug, die ein wirtschaftliches, wirksames und zuverlässiges Verkehrsmittel
sein können, ein erwünschtes und neues Gebiet für gemeinsame Aktivitäten
bilden würden. Eine Arbeitsgruppe, die aufgrund des Abkommens über eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Verkehrswesens von 1973 ein gemeinsames ForschungsKooperationsprogramm auf diesem Gebiet ausarbeiten soll, wird auf der Herbstsitzung des Gemeinsamen Amerikanisch-Sowjetischen Verkehrsausschusses eingesetzt werden.

Beide Seiten wünschen eine Erweiterung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet
des Umweltschutzes, der aufgrund des am 23. Mai 1972 unterzeichneten amerikanisch-sowjetischen Abkommens erfolgreich durchgeführt wird, und wollen zur
Verwirklichung des vom Erziehungs-, Wissenschafts- und Kulturrates der Vereinten Nationen (UNESCO) durchgeführten internationalen Programms •Der Mensch
und die Biosphäre' beitragen. Sie haben vereinbart, im Bereich ihrer jeweiligen Territorien bestimmte Naturschutzgebiete als Reservate für die Biosphäre
auszuweisen, um bei Pflanzen und Tieren wertvolle genetische Arten und ökologische Systeme zu schützen und um wissenschaftliche Forschung zu betreiben,
die für wirksamere Maßnahmen eines globalen Schutzes der Umwelt notwendig

ist

Geeignete
-21-

-

�Geeignete Schritte zur Verwirklichung dieses Vorhabens werden im Einklang
mit den Zielen des UNESCO-Programms und unter Leitung des zuvor eingesetzten
Gemeinsamen Amerikanisch-Sowjetischen Ausschusses für eine Zusammenarbeit auf
dem Gebiet des Umweltschutzes erfolgen.

Kulturaustausch

Beide Seiten sind sich der Bedeutung eines Kulturaustausches als Mittel
zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses bewußt und geben ihrer Genugtuung über das zwischen dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem
Kultusministerium der UdSSR geschlossenen Abkommens Ausdruck, das zu einem
größeren Austausch von Kunstwerken führen wird.

Ein solcher Austausch würde

dem Allgemeinen Abkommen über Kontakte, Austausch und Zusammenarbeit entsprechen, das am 19. Juli 1973 unterzeichnet wurde und in dem die Parteien vereinbaren, den Austausch von Ausstellungen zwischen den Museen der beiden Länder zu unterstützen.

Errichtung neuer Konsulate
Angesichts der raschen Entwicklung von Bindungen zwischen den USA und
der UdSSR und der Bedeutung einer noch stärkeren Ausweitung der konsularischen
Beziehungen auf der Basis der amerikanisch-sowjetischen Konsularkonvention
sowie aus dem Wunsche heraus, den Handel, den Fremdenverkehr und die Zusammenarbeit zwischen ihnen auf den verschiedenen Gebieten zu fördern, haben beide
Seiten vereinbart, weitere Generalkonsulate in zwei oder drei Städten jeden
Landes zu eröffnen.
Als
-22-

�Als einem ersten Schritt stimmten sie im Prinzip der gleichzeitigen Errichtung eines amerikanischen Generalkonsulates in Kiew und eines sowjetischen Generalkonsulates in New York zu. Verhandlungen über die Verwirklichung dieser Vereinbarung werden zu einem baldigen Zeitpunkt aufgenommen werden.

Beide Seiten begrüßen zutiefst die offene und konstruktive Atmosphäre
und die fruchtbaren Ergebnisse der Gespräche, die zwischen ihnen im Verlaufe
des gegenwärtigen Treffens geführt wurden. Sie sind überzeugt, daß die Ergebnisse einen neuen und wichtigen Meilenstein auf dem Wege zur Verbesserung
der Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR zum Wohle der Völker beider
Länder darstellen und einen bedeutenden Beitrag zu ihren Bemühungen um eine
Stärkung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit leisten.

Beide Seiten haben in diesem Zusammenhang erneut die sehr große Bedeutung sowie den großen praktischen Wert der amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffen festgestellt und erneut ihre Übereinstimmung bekräftigt, solche Treffen regelmäßig und wenn zur Erörterung und Lösung dringender Fragen für notwendig erachtet abzuhalten. Beide Seiten bekundeten ferner ihre Bereitschaft,
ihre aktiven und engen Kontakte und Konsultationen fortzusetzen.

Der Präsident lud den Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU,
L.I.Breschnew, ein, den Vereinigten Staaten 1975 einen offiziellen Besuch abzustatten. Diese Einladung wurde gerne angenommen.
Der Präsident
der Vereinigten Staaten von
Amerika
gez.: Richard Nixon

Der Generalsekretär
des Zentralkomitees der KPdSU
gez.: L.I. Breschnew

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- 23 -

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Dokumentation

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T e l e x : 08 - 8 5 4 3 2
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—

13/1974
RUNDFUNK-UND FERNSEHANSPRACHE PRÄSIDENT NIXONS AN DIE SOWJETISCHE BEVÖLKERUNG

- Wortlaut -

MOSKAU --(AD)— Präsident Nixon hat am 2. Juli in einer Rundfunk-und Fernsehansprache an die sowjetische Bevölkerung auf die bedeutenden Fortschritte in
den Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR verwiesen und die Notwendigkeit
-

•

einer Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern unterstrichen. Die Ansprache des
amerikanischen Präsidenten, die aus dem Grünen Saal des Kreml übertragen wurde, hat folgenden Wortlaut:
!
Auf dem ersten dieser Gipfeltreffen vor zwei Jahren hat mir Ihre Regierung die Möglichkeit geboten, direkt zu Ihnen, der Bevölkerung der Sowjetunion,
zu sprechen. Im vorigen Jahr, während unseres zweiten Zusammentreffens sprach
Generalsekretär Breschnew über Rundfunk und Fernsehen zum amerikanischen Volk.
Heute begrüße ich die Möglichkeit, das, was bereits als Bestandteil unserer
jährlichen Zusammenkünfte zur Tradition geworden ist, fortsetzen zu dürfen.
In diesen letzten beiden Jahren hat eine dramatische Veränderung in der
Art der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern stattgefunden. Nach einer
langen Zeit der Konfrontation sind wir in eine Ära der Verhandlungen eingetre-

-1-

�•'.

•

eingetreten; jetzt lernen wir zusammenzuarbeiten. Wir lernen zusammenzuarbeiten, nicht nur, um die Gefahr eines Krieges zu verringern, sondern auch, um
die Arbeit für den Frieden zu fördern.

Damit tragen wir dazu bei, nicht nur ein sichereres, sondern auch ein
besseres Leben für die Bevölkerung unserer beiden Länder zu schaffen. Wenn wir
uns jetzt vor Augen halten, wie weit wir voran gekommen sind, können wir noch
besser erkennen, wie fest die Grundlage ist, die wir für einen noch größeren
Fortschritt in der Zukunft geschaffen haben.

Auf unserem ersten Gipfeltreffen vor zwei Jahren haben wir das erste jemals ausgehandelte Abkommen über die Begrenzung der strategischen Nuklearwaffen unterzeichnet. Dies war ein historischer Meilenstein auf dem Wege zu einem
dauerhaften Frieden - um der Menschheit die Kontrolle über die Kräfte zu ihrer
eigenen Vernichtung in die Hand zu geben.

Wir müssen noch viele Schwierigkeiten überwinden, bis wir eine volle Kontrolle über die strategischen Nuklearwaffen erreicht haben. Aber jeder einzelne Schritt bringt uns dem näher und stärkt das Vertrauen in den Prozeß der
Verhandlungen selbst.

Unser Fortschritt bei der Begrenzung der Rüstungen war von entscheidender
Bedeutung. Aber er war nicht das einzige Ergebnis unserer Arbeit auf dem
Gipfel. Wir haben ebenso ständig an der Schaffung eines neuen Verhältnisses
gearbeitet, das im Laufe der Zeit die Ursachen des Konfliktes vermindern wird.
Mit der Grundsatzerklärung über unsere gegenseitigen Beziehungen, die 1972
vereinbart worden war, und in dem Abkommen zur Verhinderung eines Nuklearkrie-

-2-

�Nuklearkrieges, das im vorigen Jahr unterzeichnet worden ist, haben wir Normen
geschaffen, die richtungweisend für unsere Handlungen in internationalen Fragen gegenüber dem anderen sind, so daß die Gefahr eines Krieges verringert
wird und die Möglichkeit gefährlicher Konfrontationen abgenommen hat.
Von besonderer Bedeutung ist, daß unsere Verhandlungen noch weit über den
Abbau der Rüstungen und die Verhinderung von Kriegen und Krisen hinausgingen.
Die Art der von uns erreichten Abkommen hat neue Wege der Zusammenarbeit auf
dem weiten Bereich friedlicher Beziehungen eröffnet.

Zum Beispiel arbeiten wir gemeinsam an Programmen, die uns eine bessere
ärztliche Betreuung, bessere Wohnungen und eine bessere Umwelt bringen werden,
und wir arbeiten noch auf zahlreichen anderen Gebieten zusammen. Der Handel
zwischen unseren beiden Ländern erreichte 1973 einen Rekordstand von wertmäßig
1,4 Milliarden Dollar - das ist mehr als das doppelte des Vorjahresergebnisses
und bedeutet mehr Ware und ein größeres Angebot für die Bevölkerung unserer
beiden Länder.

Im nächsten Monat sind es genau 15 Jahre her, daß ich als Vizepräsident
hier in Moskau war und das erste Mal über Rundfunk und Fernsehen zu der Bevölkerung der Sowjetunion sprach. In jener Rede erklärte ich damals: "Unser Ziel
soll nicht der Sieg über andere Völker sein, sondern der Sieg der gesamten
Menschheit über Hunger, Armut, Elend und Seuchen, wo immer sie auf der Welt
vorkommen."

Die von uns auf diesen Gipfeltreffen erreichten Abkommen - zum Beispiel
auf dem Gebiet des Gesundheitswesens - einschließlich des dieses Jahr erzielten

-3-

�1
•

erzielten Abkommens über Forschungsarbeiten mit künstlichen

Herzen - werden

dazu beitragen, uns diesem großen Sieg näher zu bringen. Gleichzeitig werden
sie bei der Bevölkerung unserer beiden Länder ein positives Interesse am
Frieden wecken.

Das ist entscheidend wichtig.

Wenn man in der Vergangenheit vom Frieden sprach, dann gewöhnlich in
erster Linie aus Furcht vor einem Krieg heraus. Die Unterhändler waren in ihren
Anstrengungen entweder durch den Wunsch beflügelt worden, einen Krieg zu beenden, oder durch die Furcht, ihr Fehlschlag würde einen Krieg entfachen.

Der Friede, den wir jetzt zu schaffen trachten, ist ein dauerhafter Friede. Und auf Furcht allein kann nichts Dauerhaftes begründet werden. Indem wir
in unseren beiden Völkern ein positives Interesse am Frieden wecken - indem wir
unseren beiden Völkern Hoffnung geben

- indem wir ihnen etwas geben, auf das

sie als Ergebnis des Friedens blicken können - schaffen wir eine solide Grundlage, auf der ein dauerhaftes Gebäude des Friedens errichtet werden kann und
die auf viele Jahre hält.
Der Friede, den wir zu errichten trachten, ist weit mehr als nur ein Zustand ohne Krieg. Wir streben einen Frieden an, in dem jeder Mann, jede Frau
und jedes Kind auf ein reicheres und erfüllteres Leben blicken können. Das ist
es, was sich die Bevölkerung der Sowjetunion wünscht. Das ist es, was sich das
amerikanische Volk wünscht. Das ist es, was sich die Völker aller Länder wünschen.
Unsere

-4-

&gt;

�Unsere beiden Völker sind große Nationen. Sie sind starke Nationen - die
beiden stärksten Nationen der Welt. Zu oft in der Vergangenheit ist die Größe
einer Nation in erster Linie nach ihren Erfolgen im Kriege bemessen worden.
Es ist jetzt an der Zeit, eine neue Norm zu setzen, nach der die Größe einer
Nation gemessen wird. Wir dürfen unsere Größe nicht danach messen, wie wir
unsere Stärke für Krieg und Zerstörung einsetzen, sondern danach, wie wir gemeinsam für Frieden und Fortschritt für uns und für die ganze Menschheit arbeiten.

Wir sollten uns dessen bewußt werden, daß eine große, eine starke Nation
ihren Willen nicht schwächeren Nationen aufzwingen darf. Eine große Nation
wird sich ihren Platz in der Geschichte durch das Beispiel schaffen, das sie
gibt, für welchen Zweck ihre Macht eingesetzt wird, durch die Achtung, die sie
vor den Rechten anderer zeigt, durch den Beitrag, den sie zum Aufbau einer
neuen Welt leistet, in der die Schwachen genauso sicher sind wie die Starken.

Auf diesen Treffen haben wir uns darum bemüht, sicherzustellen, daß die
Stärke unserer beiden Länder nicht für Krieg und Zerstörung,sondern vielmehr
für Frieden und Fortschritt eingesetzt wird. Unsere beiden Länder werden weiterhin Meinungsverschiedenheiten haben. Wir haben unterschiedliche Systeme.
Und in vieler Hinsicht haben wir unterschiedliche Werte. Es ist ganz unvermeidlich, daß unsere Interessen nicht immer übereinstimmen werden.

Das Wichtigste jedoch ist, daß wir lernen, zu verhandeln, wo wir Meinungsverschiedenheiten haben, um diese,wo immer möglich, einzuengen, und gemeinsam auf einem sich ausweitenden Gebiet gemeinsamer Interessen voranzuschreiten.
Einer
-5-

�Einer der wohl wichtigsten Aspekte unserer sich anbahnenden neuen Beziehungenjläßt sich vielleicht wie folgt umreißen: So wie das Tuch stärker ist
als der Faden, aus dem es gewebt ist, so ist auch das Netz der Abkommen, das
wir gewoben haben, stärker als jedes seiner Teile. Mit diesen Abkommen haben
wir ein System von gegenseitigen Beziehungen, Formen der Zusammenarbeit und
Abmachungen für eine Konsultation geschaffen - die alle ineinandergreifen,um
das Gebäude der neuen Beziehungen zu stärken. So ist jedes neue Abkommen
nicht nur in sich selbst wichtig, sondern auch wichtig im Sinne der zusätzlichen Stärke und Stabilität, die es für unsere Beziehungen insgesamt bringt.

Wir haben dieses Netz der Zusammenarbeit gewoben, nicht nur weil wir
Idealisten in bezug auf den Frieden sind - das sind wir - , sondern weil wir
auch Realisten in bezug auf den Frieden sind. Die Buchstaben der Abkommen
sind wichtig, aber noch wichtiger ist, wie wir sie in der Praxis verwirklichen - wie wir das Ideal der friedlichen Zusammenarbeit in die Praxis der
friedlichen Zusammenarbeit umsetzen. Mit diesem sich ausweitenden Netz von Abkommen, von Austauschprojekten, von Formen der Zusammenarbeit demonstrieren
wir nicht nur das Ideal eines Friedens, sondern den Frieden in der Praxis.

Im Laufe der vielen Jahre habe ich in zahlreichen Ländern die Gedenkstätten für die Gefallenen vieler Kriege besucht. Gestern habe ich einen Kranz
an einer der erschütterndsten Gedenkstätten niedergelegt, die ich jemals gesehen habe, die Kathyn-Gedenkstätte bei Minsk. Eine große bronzene Statue von
Joseph Kaminsky, dem Schmied des Dorfes, der seinen fünfzehnjährigen toten
Sohn in seinen Armen hält, steht heute hoch über den Gräbern dort, wo einst
das Dorf Kathy war.
Wo

�Wo früher Häuser waren, stehen heute die Schornsteine, und in jedem
Schornstein hängt eine Gedenkglocke, die für die Toten nicht nur in Kathyn,
sondern auch in den hunderten von anderen Dörfern läuten, die zerstört worden
waren, und für die Millionen anderen, die starben - eine nachdrückliche Erinnerung für alle Völker und für alle Zeiten, wie furchtbar die Verluste eines
Krieges sind.
Als ich den Kranz niederlegte, dachte ich an die Menschen von Kathyn und
ich dachte besonders an die Kinder von Kathyn. Ich dachte über die Tatsache
nach, daß unsere Anstrengungen heute sich nicht gegen irgend ein Volk oder
irgend eine Gruppe von Völkern richten dürfen, sondern daß sie sich gegen den
Krieg selbst richten müssen.

Ich dachte auch an das lebendige Denkmal, das wir heute errichten müssen
- das immer lebende Denkmal eines dauerhaften Friedens, damit die Kinder derer, die ihr Leben im Kriege gaben, und ihre Enkelkinder vor einer Tragödie
wie in Kathyn bewahrt bleiben und stattdessen die Sicherheit der menschlichen
Brüderschaft kennen lernen, die über die Grenzen aller Völker hinwegreicht.

Als wir zum ersten Male vor zwei Jahren auf dem Gipfel zusammentrafen,
hatten sich beide Seiten in noch unerforschte neue Gewässer gewagt. Und wir
waren vielleicht etwas unsicher und besorgt darüber, wohin dies führen könne.
Aber jetzt haben wir und die Führer der Sowjetunion einander kennengelernt.
Jeder von uns hat ein wesentlich besseres Verständnis für die Politik des anderen Landes, selbst dort, wo es Unterschiede in der Politik gibt.

So

-7-

�i

So wie wir dieses Jahr zusammengekommen sind, so werden wir auch erneut
im kommenden Jahr in den Vereinigten Staaten zusammentreffen, nicht in einer
Atmosphäre der Krisen, sondern in einer Atmosphäre des Vertrauens - Vertrauen
darauf, daß die Arbeit, die wir begonnen haben, voranschreitet, Das Bemerkenswerteste an diesem Gipfeltreffen, das darf man sagen, ist, daß es so routinemäßig, so familiär stattfindet - als Teil eines ständigen Prozesses, der
noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.

Frieden ist nicht nur eine Gegebenheit. Wenn er von Bestand sein soll,
so muß er auch ein fortdauernder Prozeß sein. Und diese Treffen sind

ein Bei-

spiel dafür, daß dieser Prozeß voranschreitet.

Als Verbündete haben wir im zweiten Weltkrieg Seite an Seite in dem
furchtbarsten Krieg in der gesamten Geschichte der Menschheit gekämpft und
gemeinsam mit unseren Verbündeten haben wir den Sieg errungen. Mit diesem Sieg
haben die Bevölkerung der Sowjetunion und die Bevölkerung der Vereinigten Staaten auch eine gemeinsame Hoffnung verbunden, daß wir damit auch einen dauerhaften Frieden gewonnen hätten. Diese Hoffnung wurde enttäuscht; aber jetzt
haben wir eine neue Chance.

Den Sieg in einem Krieg zu erringen ist schwer. Das erfordert von jedem
einzelnen Bürger im Lande außergewöhnlichen Mut, Ausdauer und Hingabe. Aber in
gewisser Hinsicht ist die Schaffung eines dauerhaften Friedens noch schwerer
als das Führen eines Krieges, weil es eine komplexe Aufgabe ist. Wir müssen
für die Aufgabe, einen Frieden zu schaffen, den gleichen Mut, die gleiche Ausdauer und die gleiche Hingabe aufbringen, die uns im Krieg bei unserem Kampf

�*
I
•

Kampf für den Sieg angespornt haben.

Die Tatsache, daß unsere Aufgabe, einen Frieden aufzubauen, weitaus komplexer ist, besagt nicht, daß wir sie nicht erfolgreich lösen können. Lassen
Sie mich ein typisches Beispiel anführen, das diesen Punkt unterstreicht. Auf
dem gesamten Gebiet der modernen Technologie ist keine Aufgabe komplexer als
die Aufgabe, einen Menschen in den Weltraum zu entsenden. Die für das nächste
Jahr geplante gemeinsame sowjetisch-amerikanische Weltraummission - die gemeinsame Sojus-Apollo-Mission - ist in vieler Hinsicht symbolisch für die
neuen Beziehungen,die wir jetzt zwischen unseren beiden Völkern schaffen. Sie
ist symbolisch aus mehreren Gründen - Gründen, die eine wichtige Lehre über
diese neue Beziehung in sich bergen.

Zum einen wird die für den Krieg entwickelte Raketentechnik jetzt für den
Frieden eingesetzt.

Zum anderen starten sowjetische und amerikanische Weltraumfahrer von ihren
jeweiligen Ländern aus. Sie werden ihren Weg zueinander finden und miteinander
zusammentreffen - genau das, was wir tun und weiter tun müssen auf dem gesamten
Gebiet unserer Beziehungen.

Durch Normierung ihrer Docking-Techniken werden sie internationale Rettungsmissionen möglich machen, falls künftige Raumfahrzeuge im Weltraum in
Schwierigkeiten geraten sollten. Dadurch werden sie den Weltraum für die
Astronauten und Kosmonauten aus unseren beiden Ländern sicherer machen - genauso wie unsere neuen Beziehungen das Leben auf der Erde für die Bevölkerung
unserer beiden Länder sicherer machen werden.
Schließlich
-9-

�1

i
Schließlich, und das ist vielleicht noch wichtiger, ist diese gemeinsame
Mission - für die unsere Astronauten jetzt hier in der Sowjetunion zusammen
mit Ihren Kosmonauten üben - möglich gemacht worden durch sorgfältiges Planen,
präzises Steuern und einen Prozeß der gemeinsamen Arbeit und des gemeinsamen
Aufbaus, Schritt für Schritt, um ein Ziel zu erreichen, das wir bei der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes miteinander teilen.
Das ist der Weg, auf dem wir zusammen einen Frieden schaffen können,der
von Bestand sein wird.

Einer der größten Ihrer Schriftsteller, Leo Tolstoi, hat einmal folgende
Geschichte erzählt: Ein sehr alter Mann pflanzte einst Apfelbäume. Er wurde
gefragt: "Warum pflanzt Du Apfelbäume? Es wird lange dauern, bis sie Früchte
tragen, und Du wirst nicht so lange leben, daß Du nur einen einzigen Apfel
davon essen kannst." Der alte Mann antwortete: "Ich werde sie niemals essen,
aber andere werden es, und sie werden mir danken."

Unsere beiden Völker tragen vor der gesamten Welt eine gemeinsame Verantwortung. Und wir müssen ebenfalls jetzt pflanzen, damit künftigenGenerationen
eine Ernte des Friedens heranreift - ein Friede, in dem unsere Kinder zusammenleben können als Brüder und Schwestern,die ihre Hände über den Ozean hinweg
in Freundschaft vereinen und die in eine neue Ära eintreten, in der der Krieg
hinter uns liegt,und die in Frieden für ein besseres Leben für unser Volk
und für alle Völker arbeiten können.

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13/1974

NIXON: ES GIBT KEINE ALTERNATIVE ZUM FRIEDEN
-Ausführungen des Präsidenten

in Brüssel-

BRÜSSEL -»(AD)-- Präsident Nixon hat erneut unterstrichen, daß es keine Alternative zum Frieden und keine Alternative zu Verhandlungen gibt. Gleichzeitig
versicherte der amerikanische Präsident, daß die NATO-Verbündeten voll über
den Fortschritt bei den Gesprächen mit der Sowjetunion unterrichtet werden.
In einem Trinkspruch auf König Baudouin erklärte Nixon am 26. Juni unter anderem:

"In den kurzen Gesprächen, die ich heute mit einigen meiner Kollegen in
der Atlantischen Gemeinschaft geführt habe, und ebenso auf der Konferenz heute
morgen, der Vollsitzung, habe ich gehört, wie von den Industriestaaten, den
wirtschaftlich fortgeschrittenen Ländern der heutigen Welt, sehr zu Recht das
Inflationsproblem, das Energieproblem, das Problem der internationalen Währungsfragen, der Zahlungsbilanzen, wie ganz allgemein Wirtschaftsprobleme angeschnitten wurden. Und natürlich haben alle von uns festgestellt und erkannt,

�erkannt, daß es in den einzelnen Ländern neben den wirtschaftlichen Problemen
auch weiterhin politische Probleme gibt, wie es sie in freien Gesellschaftssystemen immer geben wird.

Wenn wir auf die Probleme blicken, denen wir uns zur Zeit gegenübersehen,
die an sich und für den Augenblick überwältigend zu sein scheinen, so können
wir, die wir an diesem Tisch sitzen, dankbar sein, daß es sich bei den heutigen Problemen, im Gegensatz zu denen vor fünf Jahren, in erster Linie um
Probleme des Friedens und nicht um Probleme des Krieges handelt. Und das ist
ein Fortschritt.

Das ist ein Fortschritt, obwohl es nicht bedeutet, daß die Aufgabe, der
wir als Staatsmänner gegenüberstehen, leichter ist. Denn in Wirklichkeit ist
sie weit schwerer - schwerer, weil Friede nicht etwas ist, was zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht und dann in einem Vertrag unterzeichnet und besiegelt wird und somit zustandekommt.

Frieden ist ein Prozeß, bei dem laufend Abkommen, Verträge und Vereinbarungen getroffen werden und die ständig bekräftigt werden müssen. Im Falle
eines Krieges dagegen beginnt, sobald dieser endet, mit der Unterzeichnung eines Dokumentes oder irgendeiner anderen Form von Abkommen der Friede,insoweit
nämlich, als kein Krieg mehr herrscht. Und so sind, dessen bin ich mir genauso wie Sie alle bewußt, für uns alle, die wir uns hier aus diesem historischen
Anlaß versammelt haben, die Aufgaben, denen wir uns heute bei der Errichtung
eines Gebäudes des Friedens gegenübersehen, in ihrer Art genauso groß und in
mancher Hinsicht sogar noch größer, denn sie sind umfassender als die Aufgabe,

-2-

�Aufgabe, Völker in einen Krieg zu führen.

Dies ist ein Jubiläum, ein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum,und gewöhnlich betrachten wir einen Jahrestag als Ende einer Ära. Dieses große Bündnis
wurde vor 25 Jahren geschlossen und erwies sich in dieser Zeit als unerläßlich, um in Europa die Freiheit zu erhalten und den Frieden zu wahren. Dieses
Bündnis wird in den kommenden 25 Jahren ein noch größeres und umfassenderes
Ziel haben, nämlich die Freiheit, wo immer sie existiert, zu erhalten. Sie
hat aber auch die Aufgabe, ein Gebäude des Friedens nicht nur für Europa und
für die Atlantische Gemeinschaft, sondern für die gesamte Welt zu errichten.

Das ist ein großes Ziel für ein Bündnis und ein Ziel, dem sich verschrieben zu haben wir als Staatsmänner alle stolz sein können.... Wir leben in e i ner Welt, in der es immer noch tiefe und grundlegende Unterschiede in den Weltanschauungen gibt. Wir leben jedoch in einer Welt, in der die Staatsmänner,
gleichgültig welcher Art diese Unterschiede sind, Wege zu ihrer Überwindung
finden müssen, ohne zur Anwendung von Gewalt Zuflucht zu nehmen, die die Zivilisation, wie wir sie kennen, vernichten würde...

Das will nicht besagen, daß diejenigen, mit denen wir verhandeln, nicht
mit der gleichen Entschlossenheit zu ihren Weltanschauungen und Prinzipien
stehen, wie wir zu den unsrigen.

Das soll lediglich besagen, daß es in der Welt, in der wir leben, mit
den sie drohend überschattenden Nuklearwaffen keine Alternative zum Frieden
und keine Alternative zu Verhandlungen gibt.
Und

3-

�Und Sie können sicher sein, daß wir, was uns anbetrifft, unsere Verbündeten in diesem großen Bündnis nicht nur vorher, sondern auch hinterher konsultieren werden, um sicherzustellen, daß unsere Verhandlungen nicht nur der
Sache des Friedens, sondern auch der Sache der Freiheit und all den Dingen
dienen, die denen etwas bedeuten, die das Vorrecht genießen, Mitglieder dieses großen Bündnisses sein zu dürfen...".

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ERKLÄRUNG PRÄSIDENT NIXONS BEI SEINER ANKUNFT IN BRÜSSEL
- Wortlaut -

BRÜSSEL --(AD)— Präsident Nixon wurde bei seiner Ankunft in Brüssel am
25. Juni von König Baudouin auf dem Flughafen begrüßt. Die Erklärungen des
Königs und des Präsidenten haben folgenden Wortlaut:
"Herr Präsident, da Belgien schon seit einigen Jahren das Hauptquartier
der Organisation des Nordatlantikvertrages beherbergt - und seit dieser Zeit
auch Sitz der Europäischen Gemeinschaft ist - ist es mir eine Pflicht und ein
Vergnügen, Sie heute abend wieder auf dem Boden meines Landes zu begrüßen.

Sie haben gerade eine Reise durch den Nahen Osten beendet, in deren Verlauf die glücklichen Ergebnisse unermüdlicher Diplomatie bestätigt worden
sind. Wir alle hoffen, daß die unternommenen Bemühungen der Vorläufer eines
endgültigen Friedens in jener Region sein werden.

In zwei Tagen werden Sie in Moskau sein, wo Sie Gespräche führen werden,
deren Ergebnis für uns alle wichtig sein wird. Vor Beginn dieser Getpräche

-1-

�}

&gt;
Gespräche haben Sie den Wunsch geäußert, hierher zu kommen, um nicht nur die
Deklaration von Ottawa über die atlantischen Beziehungen zu unterzeichnen, die
erneut unsere gleichlaufenden Ziele genau feststellt, sondern auch vertrauensvolle Kontakte mit den Regierungschefs befreundeter und verbündeter Nationen
herzustellen, um Ihre Auffassungen darzulegen und deren Meinungen zu hören.
Wir sind über Ihr Handeln sehr beglückt. Es zeigt erneut, daß, so sehr sich
die Zeiten auch ändern mögen, zwischen unseren Völkern noch immer das gleiche
fundamentale Verständnis herrscht, das auf so vielen gemeinsamen Erinnerungen
und so vielen friedlichen Wettkämpfen oder beklagenswerten Schlachten beruht,
die Seite an Seite und im Glauben an die gleichen wesentliche Werte gefochten
worden sind.
Herr Präsident, in der ganzen Welt fühlen sich alle Menschen in zunehmendem
Maße durch das gleiche Schicksal verbunden. Wir wissen, daß sie alle von Herzen wünschen, daß"die Feindseligkeiten aufhören, die Spannungen abgebaut werden und ein gerechter und dauerhafter Frieden hergestellt wird.

Wir heißen Sie und Mrs. Nixon von Herzen willkommen und bringen unsere
Hoffnung auf den E folg der Arbeit zum Ausdruck, .die wir zusammen leisten werden."

Die Erklärung des Präsidenten hat folgenden Wortlaut:

"Eure Majestät, Herr Generalsekretär, verehrte Gäste:

. Eure Majestät, ich möchte Ihnen meine außerordentliche Dankbarkeit für
den freundlichen Empfang zum Ausdruck bringen und auch für Ihre so beredten

-2-

�beredten Worte hinsichtlich der Hoffnungen, die wir alle für den Aufbau
eines Gebäudes des Friedens in der Welt hegen.
Und es ist in der Tat eine Ehre für mich, morgen mit meinen Kollegen im
Atlantischen Bündnis zusammen unsere Hingabe an die großen Prinzipien des
Bündnisses zu bekräftigen. Was wir alle erkennen müssen, ist, daß das Atlantische Bündnis für die Erhaltung des Friedens in Europa während der letzten
25 Jahre unerläßlich war.

Wie Sie festgestellt haben, kommt dieser Besuch in Brüssel auf halbem
Wege zwischen zwei anderen Besuchen - der erste im Nahen Osten, der zweite in
der Sowjetunion. Daß dem so ist, hat seine Bedeutung, denn es symbolisiert
die zentrale Rolle, die das Atlantische Bündnis in der Verfolgung unseres
Zieles eines dauerhaften Friedens in der Welt spielt. Ohne das Bündnis wäre
es fraglich gewesen, ob die Entspannung begonnen hätte, und es ist fraglich, ob ohne den Fortbestand des Bündnisses die Entspannung weitergehen würde.

Und es ist auch von großer Bedeutung, daß dieses Treffen in Brüssel,
heute die Hauptstadt Europas, und in Belgien stattfindet - ein Land,das in
zwei Weltkriegen so viel gelitten hat. Und ich bin sicher, daß alle, die an
dem morgigen Treffen teilnehmen, in ihren Herzen die gleichen Gefühle hegen
werden, nämlich den Wunsch, daß das, was wir dort tun, und welche Entscheidungen wir auch treffen, und was immer wir sagen, zu dem Ziel beitragen möge,
nach dem wir streben - nicht nur für jedes unserer Länder, sondern für alle
Nationen der Welt - ein Frieden, der von Dauer sein wird."
+-H-3-

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13/1974

ERKLÄRUNG PRÄSIDENT NIXONS VOR SEINEM ABFLUG IN WASHINGTON

- Wortlaut -

WASHINGTON — ( A D ) — Präsident Nixon hat am 25. Juni vor seinem Abflug zu
dem NATO-Gipfel in Brüssel und seinem anschließenden Besuch in der Sowjetunion auf dem Washingtoner Flughafen folgende Erklärung abgegeben:
"Mitglieder des Kabinetts, Mitglieder des Diplomatischen Korps, meine
Damen und Herren:
Ich möchte Ihnen allen zunächst meinen Dank aussprechen, daß Sie sich
die Zeit genommen haben, uns zu verabschieden, wenn wir jetzt eine neue
•Reise des Friedens* antreten. Dieses Mal gehen wir, wie Sie wissen, zuerst
nach Brüssel und dann nach Moskau.
Wir beabsichtigen in Brüssel mit alten Freunden zusammenzutreffen und
unsere Unterstützung des großen NATO-Bündnisses erneut zu bekräftigen, dem

-1-

�dem es zuzuschreiben ist, daß 25 Jahre lang der Friede in Europa gewahrt wurde, und das unentbehrlich ist. Wir wollen diesem Bündnis bei unserem Treffen
mit den Regierungschefs der meisten NATO-Länder ein neues Ziel und eine neue
Richtung geben.

Von Brüssel aus gehen wir nach Moskau. Dort werden wir Gelegenheit haben,
erneut mit Generalsekretär Breschnew und seinen Mitarbeitern zusammenzutreffen. Dieses Gipfeltreffen hat, wie die beiden anderen - das erste vor zwei
Jahren in Moskau und das im letzten Jahr in Washington sowie in anderen Teilen der Vereinigten Staaten • einen dreifachen Zweck:

Erstens rechnen wir mit einer Stärkung der bilateralen Beziehungen zwi«
sehen den beiden stärksten Ländern der Welt; zweitens hoffen wir, Gebiete der
Zusammenarbeit zu entwickeln, die an die Stelle von Konfrontation in anderen
kritischen Gebieten der Welt treten, an denen es eventuell zu einem Konflikt
zwischen den beiden großen Mächten kommen könnte; und drittens hoffen wir auf
weiteren Fortschritt bei einem Ziel, das wir 1972 zu verwirklichen begonnen
haben und auf das wir uns hinbewegen, nämlich die Bürde und die Gefahr einer
nuklearen Rüstung für unsere beiden Länder und für die Welt ganz allgemein zu
begrenzen.

Das sind sehr hoch gesteckte Ziele und gleich allen großen Zielen sind
sie sehr schwer zu verwirklichen, so wie dies auch bei den Zielen der Fall
war, die wir auf unserer ersten Reise in den Nahen Osten zu verwirklichen gesucht haben. Aber wir sind Zuversicht lieh,daß wir, wenn wir auf diese Ziele
blicken, sie nicht nur zu verwirklichen trachten müssen, sondern daß wir sie

-2-

�sie unserer Ansicht nach auch verwirklichen können. Denn wenn wir von den
beiden stärksten Ländern, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten, sprechen, dann ist eine Zusammenarbeit zwischen diesen beiden großen Völkern
unerläßlich, wenn wir ein Gebäude des Friedens in der Welt errichten wollen,
das von Bestand ist.
Wir wissen, daß wir mit der Stärke Amerikas, der Entschlossenheit Amerikas und der Festigkeit und Hingabe Amerikas Fortschritte auf dieser langen,
aber entscheidend wichtigen »Reise des Friedens* nicht nur für Amerika, sondern für die gesamte Menschheit, erzielen können. Und wir haben besonders die
Botschaften begrüßt, die wir vor jeder dieser Reisen von Menschen überall in
Amerika erhalten haben, denn ihre Gebete, ihre Wünsche für einen Erfolg bedeuten, daß das amerikanische Volk in seiner großen Mehrheit geschlossen hinter den Bemühungen steht, die wir jetzt unternehmen, wenn wir Meinungsverschiedenheiten beizulegen suchen, die sonst zu einem ungezügelten Wettrüsten
führen würden, die sonst zu einer Konfrontation nicht nur zwischen den beiden
Großmächten, sondern überall auf der Welt führen würden, die sonst alle Hoffnungen und Ideale vernichten würden, die die Amerikaner von Anbeginn dieses
Jahrhunderts an hegten ~ das Ideal einer Welt des Friedens, so daß wir die
ganze Kraft aller großen Völker für Werke des Friedens statt zur Vorbereitung
eines Krieges einsetzen können. Ich danke Ihnen."

+++

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13/1974

TREFFEN IN BRÜSSEL DEMONSTRIERTE SOLIDARITÄT DER NATO
- Nixon sprach vor dem Nordatlantikrat BRÜSSEL —(AD)-- Das Treffen der führenden Staatsmänner des Atlantischen
Bündnisses am 26. Juni ist nach Auffassung Präsident Nixons ein bedeutsamer
Beweis für die Solidarität des Westens und eine wichtige Vorstufe für seine
Zusammenkünfte mit den sowjetischen Führern in Moskau gewesen.

Der Präsident hielt eine 25minütige Ansprache vor einer Plenarsitzung
des Nordatlantikrates, die zwar für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war,
über die jedoch der Pressesekretär des Weißen Hauses, Ronald Ziegler, anschließend vor der Presse berichtete.

Nixon hat nach den Ausführungen Zieglers die Einigkeit der Zielsetzung
des Bündnisses unterstrichen und auf die anhaltende Stärke wie auch auf die
Notwendigkeit der Konsultation im Bündnis hingewiesen. Er versicherte, daß
die Unterzeichnung der Atlantischen Erklärung die Basis für ein weiteres Vierteljahrhundert der Solidarität und Sicherheit und für eine bessere Zukunft

-1-

�Zukunft schaffen werde. So w rde hervorgehoben, daß das Bündnis bei seinem
Eintritt in das zweite Viertel Jahrhundert stärker und geeinter sei als je zuvor.

Der Erfolg der NATO, so führte der Präsident aus, böte seinen Mitgliedern die Sicherheit, ihre nationalen, regionalen und globalen Interessen verfolgen zu können. So wie aber die Notwendigkeit für Sicherheit heute nicht geringer geworden sei, so sei auch die Einheit der gemeinsamen Zielsetzung
weiter notwendig.- Wenn Mitglieder des Bündnisses ihre individuellen Interessen erfolgreich verfolgen wollen, so müsse dies in einem Geiste der Harmonie mit den Zielsetzungen des Bündnisses geschehen.

Nixon bekräftigte die Zusicherung der Vereinigten Staaten, ihre Streitkräfte in Europa aufrechtzuerhalten und sie bei einer entsprechenden Anstrengung der anderen Bündnismitglieder weiter zu verbessern. Er erklärte erneut,
daß die Vereinigten Staaten ihre Streitkräfte nicht ohne entsprechende Maßnahme des Sowjetblocks verringern würden. Ein einseitiger Truppenabbau würde
nach seiner Auffassung Auswirkungen in der ganzen Welt haben, die in keinem
Verhältnis zu der Zahl der entlassenen Soldaten oder der eingesparten Mittel
stehen würden.

Der Präsident betonte, daß Verteidigung und Entspannung mit der Sowjetunion in einem unauflöslichen Zusammenhang stünden. Nur durch eine Stärkung
der Bewegung zu einer Entspannung hin könnten die Nationen des Bündnisses ihre
Verteidigungskosten verringern.
Nixon

-2-

�&lt;&gt;!;*.; -I Nixon zeigte sich ermutigt über die Zielstrebigkeit und das Tempo der
. !

jüngsten Anstrengungen, der Partnerschaft in der NATO neue Impulse zu verlei-

i,, \ • hen, vor allem durch echte Konsultation. Die Vereinigten Staaten, so ließ er
eEkei\nen, seienabsolut bereit, sich mit ihren Verbündeten über alle Fragen
von Interesse für das Bündnis zu konsultieren.

Der Präsident wiederholte die Erklärung von Außenminister Kissinger ,
daß die Deklaration und die darin vorgesehenen Konsultationen nicht als juristisch bindende Verpflichtung betrachtet würden, sondern den Geist der Zusammenarbeit im Bündnis symbolisierten,, von dem die Vereinigten Staaten hoff»
\ • ten, daß er zu der Erkenntnis unter, den Mitgliedern führen werde, daß sie
s, i 'j
,,

keine Maßnahmen ins Auge fassen, ohne sich vorher der Unterstützung und des
Einverständnisses anderer Mitglieder zu versichern.

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'-,

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Nixon wies darauf hin, daß zwar die rechtlichen Verpflichtungen des Bünd-

'

:

-

'•

•

••

nisses geographisch begrenzt seien, daß jedoch Ereignisse außerhalb des Bündnisgebietes Auswirkungen auf alle Mitglieder haben können. Die Vereinigten
Staaten, so erklärte der Präsident, seien sich dieser Realität bewußt und
beabsichtigten, die Mitglieder in allen Fragen zu konsultieren, die das Bünd,•

nis berühren. Ebenso wies der Präsident darauf hin, daß die gemeinsame Erklärung durch kooperative und konstruktive wirtschaftliche Beziehungen unter-

J(J

mau,ert werden müsse, und er betonte in diesem Zusammenhang, daß die Vereinigten. Staaten wirtschaftliche Fragen in einem Geiste der Freundschaft und aus
der.Überzeugung heraus behandeln würden, daß es im gemeinsamen Interesse

. u.r

liegt, .wenn alle. Völker, einschließlich der Entwicklungsländer, davon profitieren.
Bezüglich
-3-

�Bezüglich seines Moskau-Besuches hob Nixon hervor, daß der westliche Zusammenhalt die Grundlage für die Entspannungsbemühungen im gemeinsamen Interesse darstelle. Die Entspannung, so erklärte Nixon, biete der Welt eine Chance, das Wettrüsten unter Kontrolle zu bringen und eine Atmosphäre zu schaffen,
in der Probleme ohne eine bipolare Konfrontation angepackt werden können. Die
Entspannung biete weiter die Möglichkeit, ein Netz kooperativer Abkommen zu
schaffen, die der Zurückhaltung in'den internationalen Beziehungen dienlich
seien.

Nixon wies darauf hin, daß neben einem Meinungsaustausch über wichtige
internationale Fragen, einer gründlichen Aussprache über bilaterale Beziehungen und den Abkommen über eine Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten die
Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) und die beider*,
seitigen ausgewogenen Truppenreduzierungen in Mitteleuropa (MBFR) zu seinen
wichtigen Moskauer Themen gehören. Er bekräftigte erneut, daß die Vereinigten
Staaten niemals die Interessen ihrer Verbündeten aufs Spiel setzen werden, um
mit Moskau zu einem Abkommen zu gelangen.

Im Zusammenhang mit dem Nahen Osten erklärte der Präsident vor dem Rat,
daß die dortige Krise und die ersten Schritte zu ihrer Beilegung eine eindeutige Demonstration darstellen können,und daß alle ein Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens außerhalb der Grenzen des Bündnisses haben. Die
Vereinigten Staaten würden auch weiterhin eine zentrale Rolle im Nahen Osten
spielen, um eine diplomatische Alternative zum Krieg zu finden. Die USA hätten
nicht die Absicht, irgendeine Nation von diesem Gebiet auszuschließen, und

-4-,

�und die europäischen Nationen hätten ein lebenswichtiges Interesse am Nahen
Osten und wünschten,eine wesentliche eigene Rolle dort zu spielen. Er gab
seiner Hoffnung Ausdruck, daß das Bündnis diese Aktivitäten koordinieren und
gemeinsam für den Frieden arbeiten werde.

• 5-

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13/1974

NIXON HÄLT AN MONETÄREN UND FISKALISCHEN MASSNAHMEN ZUR EINDÄMMUNG
DER INFLATION FEST

- Auszüge aus der Erklärung des Präsidenten vom 24.Juni -

WASHINGTON --(AD)-- Präsident Nixon hat eine Politik der fiskalischen und
monetären Zurückhaltung als sicherstes Mittel zur Eindämmung der Inflation
empfohlen.

In einer am 24. Juni vom Weißen Haus veröffentlichten Erklärung betonte der Präsident, daß das Haushaltsdefizit in dem am 30. Juni auslaufenden
Finanzjahr 1973/74 nur 3 Milliarden Dollar betragen wird gegenüber 5 Milliarden Dollar, die in dem ursprünglichen Haushaltsvoranschlag ausgewiesen worden waren. Mit einem baldigen Ende des Preisauftriebs,so stellte Nixon fest,
sei zwar nicht zu rechnen, doch werde die Inflationsrate zum Jahresende erheblich niedriger liegen. Die wesentlichen Teile der Erklärung des Präsidenten haben folgenden Wortlaut:
"Die

-1-

�1
"Die wirksamste Waffe im Kampf gegen die Inflation ist, wie ich dies wiederholt betont habe, eine Politik der fiskalischen und monetären Zurückhaltung seitens der Bundesregierung. Der Anstieg der Verbraucherpreise in der
letzten Zeit,so enttäuschend er auch war, hat nur erneut unterstrichen, wie
wichtig es ist, mit Nachdruck und Geduld an diesem Kurs festzuhalten.

Zur Verwirklichung dieses Zieles habe ich mit meinen wichtigsten Wirtschaftsberatern eine Überprüfung unserer Haushaltspolitik durchgeführt. Es
hat nunmehr den Anschein, daß das Defizit in dem am Sonntag zu Ende gehenden
Finanzjahr weit niedriger sein wird, als es Anfang dieses Jahres vorausgesagt worden war. Das Gesamtdefizit in diesem Jahr dürfte bei 3 Milliarden Dollar liegen und damit um 2 Milliarden Dollar hinter den Ansätzen zurückbleiben. #

Mein Wirtschaftsberater Kenneth Rush, der Direktor des Budgetamtes und
meine übrigen maßgebenden Berater legen auf meine Anweisung hin Maßnahmen fest,
wie die Bundesausgaben in den beiden kommenden Haushaltsjahren niedrig gehalten werden können. Wir tun alles in unseren Kräften stehende, damit die Ausgaben auf der Basis bestehender Gesetze im Finanzjahr 1974/75 nicht über 300
Milliarden Dollar ansteigen. Diese Zahl würde um 5 Milliarden Dollar hinter
unseren letzten Ansätzen zurückbleiben, und falls uns dies gelingt, würde
sich das voraussichtliche Defizit in dem genannten Finanzjahr von etwa 11 auf
6 Milliarden Dollar verringern.

Für das Finanzjahr 1975/76 haben wir uns einen Ausgleich des Haushalts als
Ziel gesetzt. Anfang Juli wird der Direktor des Budgetamtes den einzelnen
Ministerien und selbständigen Regierungsbehörden die neuen Richtlinien zur

-2-

,

�zur Verwirklichung dieses Zieles übersenden...

Wir hoffen, daß der Kongreß diese Anstrengungen voll unterstützt, kostspielige und inflationistische Vorschläge zurückweist und allen Anträgen
auf eine Steuersenkung widersteht...

Meine kürzliche Reise nach dem Nahen Osten hat gezeigt, daß die Nemesis
der Inflation vielfältige Gestalt annimmt und ihr die Hauptsorge aller
Staatsmänner der Welt gilt. Die Zunahme der Gütererzeugung hält einfach
nicht Schritt mit dem raschen Wachstum der Nachfrage auf der Welt. Im Rahmen
unserer Bemühungen zur Ausweitung des Warenangebots haben auf meine Anweisung hin Wirtschaftsberater Rush und der Wirtschaftsbeirat auf hoher Ebene
eine Arbeitsgruppe eingesetzt,die die gegenwärtigen Verknappungen untersuchen
soll.

Aber so wie die Probleme des Friedens keine sofortigen Lösungen anbieten,
so sind auch die Probleme der Weltwirtschaft schwierig zu lösen. Wir sehen
kein rasches Ende der Inflation. Die neuesten statistischen Zahlen für die
Verbraucherpreise deuten darauf hin, daß es immer noch zahlreiche Risiken
gibt

und daß auch die von uns für das Ende des Kalenderjahres vorausgesagte

niedrigere Inflationsrate höher sein wird, als wir dies gerne hätten.

Trotz allem steht fest, daß die gegenwärtige Politik einer fiskalischen
und monetären Zurückhaltung der sicherste

Weg zur Eindämmung der Inflation

ist. Es wird eine gewisse Zeit dauern, aber sie wird wirken, wenn wir Geduld
und Disziplin aufbringen, damit sie wirken kann.
H I r
-3-

�</text>
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          <name>Creator</name>
          <description>An entity primarily responsible for making the resource</description>
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              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
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          <name>Title</name>
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              <text>Amerikadienst 05.07.1974</text>
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          <name>Description</name>
          <description>An account of the resource</description>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Information&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nixon: Eine Reise im Dienste des Friedens&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Ansprache des Präsidenten vor dem amerikanischen Volk -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsames amerikanisch-sowjetisches Kommunique zum Abschluss des Gipfeltreffens in Moskau&lt;br /&gt;- Wortlaut -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rundfunk- und Fernsehansprache Präsident Nixons an die sowjetische Bevölkerung&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Wortlaut -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nixon: Es gibt keine Alternative zum Frieden&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Ausführungen des Präsidenten in Brüssel -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erklärung des Präsidenten Nixons bei seiner Ankunft in Brüssel&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Wortlaut -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erklärung Präsident Nixons vor seinem Abflug in Washington&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Wortlaut -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Treffen in Brüssel demonstrierte Solidarität der NATO&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Nixon sprach vor dem Nordatlantikrat -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nixon hält an monetären und fiskalischen Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation fest&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Auszüge aus der Erklärung des Präsidenten vom 24. Juni -&lt;/em&gt;</text>
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