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37

2 7 . September 1973

Inhalt
DOKUMENTATION
Rede von A u ß e n m i n i s t e r K i s s i n g e r v o r d e r UN-Vollversammlung
- Wortlaut -

Kissinger und Europa
- Fragen und Antworten vor dem Außenpolitischen Senatsausschuß

HINTERGRUNDMATERIAL
Die neue Zusammenarbeit in der Außenpolitik der USA
- Außenminister und Kongreß kamen sich näher Von Marie H. Koenig
Die wachsende Energiekrise und der Mittlere Osten
Staatssekretär William J. Casey fordert mehr Zusammenarbeit der ErdölVerbraucherländer

WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Pioniere an der Weltraumfront
Unternehmen SKYLAB II nach 59 Tagen glücklich beendet
Von G. Weiss
V e r b e s s e r t e Technik f ü r den Hochseefunk
Abwasserkodex f ü r e i n z e l n e I n d u s t r i e b r a n c h e n
US-Umweltschutzbehörde g i b t e x a k t e R i c h t l i n i e n f ü r den Gewässerschutz

Um Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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37/1973

REDE VON AUSSENMINISTER KISSINGER VOR DER UN-VOLLVERSAMMLUNG
- Wortlaut -

VEREINTE NATIONEN, NEW YORK - (AD) - Der neue Außenminister der Vereinigten
Staaten, Dr. Henry Kissinger, hat am 24. September vor der Vollversammlung der
Vereinten Nationen eine Rede gehalten, in der er den politischen Kurs seines
Landes absteckte. Die Ansprache hat folgenden Wortlaut

"Herr Präsident, Herr Generalsekretär, sehr geehrte Delegierte, meine
Damen und Herren:

Als erstes möchte ich mich mit meinen Glückwünschen denen anschließen,
die bereits dem Botschafter von Ecuador, Leopold Benites, zu seiner Wahl zum
Präsidenten der Vollversammlung gratuliert haben. Seine langjährigen Erfahrungen
in den Vereinten Nationen, seine zahlreichen Beiträge zum Völkerrecht und dem
interamerikanischen System sind eine Gewähr dafür, daß diese 28. Vollversammlung
von einer überragenden Persönlichkeit geleitet wird.

Ich trete - nachdem ich erst vor zwei Tagen in meinem Art bestätigt worden
bin - hier vor Sie als der wahrscheinlich jüngste Außenminister der Welt hin.
Daß Präsident Nixon mich beauftragte, als meine erste Amtshandlung hier vor
den Vereinten Nationen zu sprechen, bekräftigt erneut die große Bedeutung, die
die Vereinigten Staaten den Werten und Idealen der Weltorganisation beimessen.
Es
- 1-

�»

Es wäre töricht, hier zu bestreiten, daß das amerikanische Volk, gleich
vielen anderen Völkern, oftmals enttäuscht war, weil diese Organisation nicht
mehr Erfolg dabei hatte, die Hoffnungen ihrer Gründer auf einen weltweiten
Frieden zu konkretisieren.

Aber trotz unserer Enttäuschungen stehen die Vereinigten Staaten weiterhin
zu dem Ziel einer Weltgemeinschaft. Wir werden fortfahren, in diesem Parlament
der Menschheit darauf hinzuarbeiten, dieses Ziel zu verwirklichen.

Vor zwei Jahrhunderten sagte der Philosoph Kant voraus, daß es eines
Tages zu einem ewigen Frieden kommen werde - entweder als Folge des moralischen
Strebens der Menschen oder als Folge einer physischen Notwendigkeit. Was damals
utopisch erschien, dürfte morgen zur Realität werden; bald wird es keine Alternative mehr geben. Uns bleibt nur die Wahl, ob durch unseren Weitblick die
Welt geschaffen wird, wie sie der Charta vorschwebt, oder ob es aufgrund unserer
Kurzsichtigkeit zur Katastrophe kommen wird.

Die Vereinigten Staaten haben sich entschieden. Mein Land strebt einen
echten Frieden, nicht nur einen Waffenstillstand an. Wir wollen eine Welt, in
der die Herrschaft des Rechts regiert und in der die grundlegenden Menschenrechte allen an der Wiege mitgegeben werden. Unabhängig von der bilateralen
Diplomatie, den pragmatischen Abkommen und den dramatischen Schritten der
letzten Jahre schwebt uns ein umfassender, institutionalisierter Friede vor ein Friede, für dessen Förderung und Verankerung in den Herzen der Menschen
diese Organisation einzigartige Voraussetzungen mit sich bringt.

Von diesem Geiste wird die amerikanische Außenpolitik geleitet sein.

Diese Haltung wird unsere Arbeit in dieser Organisation bestimmen.

Wir können auf der Grundlage solider Fortschritte aufbauen. Viele der
Krisen, die frühere Vollversammlungen belasteten, liegen hinter uns. Es wurden
Abkommen über Berlin geschlossen; es herrscht Waffenruhe im Nahen Osten; der
Vietnam-Krieg ist beendet worden. Die starre Konfrontation, die ein Viertel-

�•

ViertelJahrhundert lang das Leben der Völker bestimmt und diese Organisation
geschwächt hat, ist gemildert worden.

Zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion besteht jetzt ein
gemeinsames Interesse daran, eine nukleare Katastrophe zu verhindern und ein
weitgespanntes Netz konstruktiver Beziehungen zu schaffen. Die Gespräche über
eine Begrenzung der strategischen Rüstungen haben bereits zu historischen Abkommen geführt, die auf eine Verlangsamung des Wettrüstens und die Gewährleistung
einer strategischen Stabilität abzielen; wir haben heute die Verhandlungen über
dieses Thema wieder aufgenommen. Die positiven Ergebnisse, die wir uns erhoffen,
werden die Sicherheit der gesamten Menschheit stärken.

Nach zwei Jahrzehnten der Entfremdung zwischen den Vereinigten Staaten
und der Volksrepublik China ist es zu einem konstruktiven Dialog und einem produktiven Austausch gekommen. Präsident Nixon ist mit den führenden Männern jenes
Landes zusammengetroffen; wir haben einem historischen Kommunique zugestimmt,
das ehrlich unsere Meinungsverschiedenheiten und unsere gemeinsamen Prinzipien
aufzeigt; und jeder hat ein Verbindungsbüro in der Hauptstadt des anderen errichtet.

Viele andere Länder haben die Initiative ergriffen und - in der Substanz
wie im Geist - zur Milderung der Spannungen beigetragen. Die Länder Europas
und Nordamerikas nehmen gegenwärtig an einer Konferenz zur Förderung von Sicherheit und Zusammenarbeit teil. Die beiden deutschen Staaten haben ihren Platz
in dieser Vollversammlung eingenommen.

Indien, Pakistan und Bangladesch haben damit begonnen, Fortschritte in
Richtung auf eine begrüßenswerte Aussöhnung zu machen. Nord- und Südkorea stehen
endlich in einem Dialog, von dem wir hoffen, daß er zu einer neuen Ära des
Friedens und der Sicherheit unter uns führen wird.

So solide diese Erfolge auch sein mögen, so haben sie doch die Gefahren
und Spaltungen, das Erbe der Nachkriegszeit, lediglich etwas entschärft. Wir

- 3-

�Wir haben zahlreiche Konfrontationen des kalten Krieges beendet; doch selbst
in diesem Raum ist das Vokubular des Argwohns noch vorhanden. Die Milderung
der Spannungen wird von manchen lediglich als ein taktisches Zwischenspiel
vor einem erneuten Kampf betrachtet. Andere argwöhnen, daß.ein ZweimächteKondomini um im Anbruch sei.

Und nachdem die Spannungen zwischen den beiden

ursprünglichen Blöcken nachgelassen haben, nimmt eine dritte Gruppe immer
stärker die Züge eines eigenen Blocks ah - der Block der Blockfreien.

So befindet sich die Welt in einem unsicheren Schwebezustand zwischen
alten Schlagworten und neuen Realitäten - zwischen der Auffassung, daß der
Friede nichts als eine Pause in einem endlosen Kampf sei, und der Vision von
einem Frieden, die eine weltweite Zusammenarbeit verheißt.

Im Jahre 1946 hat James Byrnes - der erste amerikanische Außenminister,
der vor dieser Vollversammlung eine Rede hielt - darüber gesprochen, wie die
Vereinten Nationen dazu beitragen könnten, das übliche Denken in Begriffen
nationaler Isolierung zu überwinden und Fortschritte in Richtung auf 'eine
weltweite Verständigung und Toleranz zwischen allen Völkern' zu machen.

Die Vereinigten Staaten werden sich niemals mit einer unsicheren Waffenruhe gegenseitig aufwiegender Blöcke und einer Anpassung je nach Lage zufrieden
geben. Wir wissen, daß Stärke unterwürfige Passivität erzwingen, aber nur
Gerechtigkeitssinn Übereinstimmung erreichen kann. Wir sind überzeugt, daß
ein Bau, der die menschlichen Werte ignoriert, sich als kalt und leer erweisen
und den meisten Menschen keine Erfüllung bringen wird.

Die Vereinigten Staaten sind der festen Auffassung:

- daß Gerechtigkeit nicht durch nationale Grenzen eingeengt werden darf;
- daß Wahrheit universal und nicht ausschließliches Eigentum eines Volkes,
einer Gruppe oder einer Ideologie ist;
- daß Mitgefühl und Menschlichkeit all unserer Unternehmungen beflügeln
muß.
In

�In diesem Geiste rufen wir die Vollversammlung auf, gemeinsam mit uns
von Entspannung zur Zusammenarbeit, von Koexistenz zur Gemeinschaft weiterzuschreiten.

Wir müssen auf unserem Weg mit der Welt, wie sie jetzt ist, und mit den
Fragen, die heute vor uns liegen, beginnen. Die Vereinigten Staaten werden
keine Anstrengungen scheuen, um die Spannungen weiter abzubauen und zu einer
größeren Stabilität zu kommen.

- Wir werden im Geiste des Kommuniques von Shanghai mit unserer Suche nach
einer neuen Beziehung zur Volksrepublik China fortfahren.

- Wir werden uns um die Förderung positiver Entwicklungen in anderen
Teilen Asiens bemühen.

Der unsichere Friede in Indochina muß gestärkt werden; die Völkergemeinschaft der Welt kann sich keinen Rückfall in einen Krieg in diesem Raum leisten
und ihn auch nicht zulassen.

- Wir werden weiterhin nachdrücklich den Aufbau konstruktiver Beziehungen
zur Sowjetunion betreiben.

- Wir werden uns um die Förderung der Aussöhnung in Europa bemühen. Bei
den im nächsten Monat beginnenden Verhandlungen werden wir eine Reduzierung
der Streitkräfte anstreben, die in diesem geteilten Kontinent einander so lange
gegenüber gestanden haben.

- Wir werden unserer Politik der Partnerschaft auf der westlichen Hemisphäre neue Dynamik verleihen.

- Wir werden unser Versprechen einlösen, die Selbstbestimmung, die wirtschaftliche Entwicklung und die Menschenwürde überall auf dem afrikanischen
Kontinent zu fördern.

- 5-

- Wir

�- Wir werden die Gespräche über eine Begrenzung der strategischen Rüstungen
mit Nachdruck vorantreiben. Wir erachten diese Gespräche als von entscheidender
Bedeutung für die Sicherheit und die Stabilität in dieser Epoche.

- Wir werden nach Lösungen für das weltweite Problem der konventionellen
Waffen suchen, das an unseren Hilfsguellen zehrt und die Feuer lokaler Konflikte
schürt.

Diese Anstrengungen seitens der Vereinigten Staaten werden von folgenden
Grundprinzipien geleitet sein:

- Wir haben nicht den Wunsch zu beherrschen. Wir werden - so wie wir dies
in diesem Jahrhundert immer getan haben - jedem Land entgegentreten, das sich
für einen solchen Weg entscheidet. Wir sind nicht aufgefordert worden,uns an
einem Kondominium zu beteiligen; wir würden eine solche Aufforderung zurückweisen, falls sie an uns gerichtet werden sollte.

- Wir werden niemals unsere Verbündeten oder unsere Freunde im Stich
lassen. Die Stärkung unserer traditionellen Bindungen bildet die unerläßliche
Voraussetzung für die Entwicklung neuer Beziehungen zu früheren Gegnern.

- Wir werden durch die Vereinten Nationen wie auch durch bilaterale
Beziehungen für den Frieden arbeiten.

Wir sind uns unserer besonderen Verpflichtung als ständiges Mitglied
des Weltsicherheitsrates bewußt, die Suche nach gerechten Lösungen in den
Teilen der Welt zu unterstützen, die wie gegenwärtig der Nahe Osten von Zank
und Streit heimgesucht werden. Auch wenn wir die Anstrengungen der direkt Betroffenen nicht ersetzen können, so sind wir doch bereit, unseren Einfluß
geltend zu machen, um einen Geist des Ausgleiches zu schaffen und die Beteiligten
zu praktischem Fortschritt zu ermutigen.

Aber Fortschritte in den traditionellen Tagesordnungspunkten sind nicht
genug. Je mehr Erfolg wir bei der Lösung politischer Probleme haben, umso

�umso mehr andere und vielleicht größere Aufgaben ergeben sich. So wie die Welt
stabiler wird, müssen wir uns der Frage der Ziele der Entspannung zuwenden.
So wie die Gefahr des Krieges zurückgeht, so erhält das Problem der Lebensqualität noch mehr Dringlichkeit und Bedeutung.

Wir sind Mitglieder einer Weltgemeinschaft, die durch die moderne Wissenschaft, die moderne Technologie und die neuen Kommunikationsformen tatsächlich
so eng zusammengerückt ist, daß wir dafür politisch noch nicht vorbereitet sind.
Die Technologie übersteigt tagtäglich die Fähigkeit unserer Institutionen, mit
ihren Ergebnissen fertig zu werden. Unser politischer Einfallsreichtum muß
mit unseren wissenschaftlichen Visionen Schritt halten. Das ist gleichzeitig
die größte Aufgabe und die größte Chance dieser Organisation:

Die Verschmutzung von Luft, Wasser und Erde ist ein weltweites Problem.

Der gestiegene Getreideverbrauch hat zu einem Abbau der Lebensmittelreserven der Welt auf einen gefährlich niedrigen Stand geführt.

Die Nachfrage nach Energie übersteigt das Angebot und die Notwendigkeit
technologischer Neuerungen ist vordringlich.

Die Expansion der Weltwirtschaft wird durch restriktive Handelsblöcke
und ein internationales WährungsSystem behindert, das nicht flexibel genug
ist.
Die Ausbeutung der Hilfsquellen des Meeresbettes, die zur Deckung des
Bedarfs der schnell wachsenden Bevölkerungszahl notwendig ist, erfordert eine
weltweite Zusammenarbeit und darf nicht in weltweiten Streit ausarten.

Aufgaben einer solchen Größenordnung können nicht von einer Welt gelöst
werden, die in sich selbst abschließende Nationalstaaten oder in starre Blöcke
aufgespalten ist.

Ich
- 7-

�/

Ich habe nicht die Absicht, heute auf das gesamte Gebiet der internationalen
Zusammenarbeit einzugehen. Vielmehr werde ich kurz einige besonders anschauliche
Gebiete gemeinsamen Handelns streifen. Ich versichere, daß die Vereinigten Staaten
bereit sind, diese Probleme gemeinsam zu lösen und Vorschläge zu ihrer Lösung
vorzulegen:

1. Eine Weltgemeinschaft verlangt die Eindämmung von Konflikten.

Die Vereinten Nationen sind in ihrer 28jährigen Geschichte auf diesem
Gebiet nicht immer müßig gewesen. In Indochina, auf dem indischen Subkontinent,
im Nahen Osten, im Kongo und auf Zypern haben sie bewiesen, daß sie wirksame
Ermittlungs-, Schlichtungs- und Friedensmissionen durchführen können. Dieser
zentrale Aspekt der Arbeit der Vereinten Nationen muß gestärkt werden. Auf
einem kleinen Planeten, der technologisch so miteinander verbunden und wirtschaftlich so interdependent ist, können wir uns den ständigen Ausbruch von Konflikten
und die Gefahr ihrer Ausbreitung nicht länger leisten,
4

Trotzdem haben wir es in den letzten Jahren erlebt, daß wir uns in nutzlosen Debatten über die Durchführung von Friedensmissionen und das Maß der Kontrolle verstrickt haben, die der Weltsicherheitsrat über den Friedensapparat
ausüben sollte - ein toter Punkt, der lediglich sicherstellte, daß ein ständiger
Friedensapparat nicht zustande kam. Jede Einheit zur Erhaltung des Friedens,
diewir aufgestellt haben, um eine Krise zu meistern, war eine Improvisation,
Argument und Kontroverse entstand.

Wir dürfen nicht länger zögern. Es ist an der Zeit, daß wir uns auf Richtlinien für die Erhaltung des Friedens einigen, damit diese Organisation bei
künftigen Krisen rasch, zuverlässig und wirksam handeln kann. Zur Überwindung
des toten Punktes sind die Vereinigten Staaten bereit, sich zu überlegen, wie
der Weltsicherheitsrat bei der Durchführung von Friedensmissionen eine zentralere
Rolle übernehmen kann. Wenn alle Länder, die es angeht, an das Problem mit dem
Wunsche herantreten, eine gemeinsame Lösung zu erreichen, dann können die Vereinten Nationen auf dieser Sitzung einen wichtigen Schritt vorwärts tun.

2. Eine

�2. Eine Weltgemeinschaft muß die größtmögliche Zahl von Mitgliedern haben.

Der Ausschluß eines qualifizierten Staates verwehrt nicht nur Regierungen,
sondern auch Völkern eine Vertretung. Die Mitgliedschaft in diesem Gremium
sollte ein Schritt in Richtung auf eine Aussöhnung sein und nicht eine Quelle
des Konflikts. Es ist an der Zeit, daß Nord- und Südkorea ihre ihnen hier zustehenden Plätze angeboten werden, ohne daß dadurch eine künftige Entwicklung
in Richtung auf einen Zusammenschluß präjudiziert wird.

In diesem Geist unterstützen wir auch die ständige Mitgliedschaft Japans
im Weltsicherheitsrat.

3. Eine Weltgemeinschaft muß sicherstellen, daß alle ihre Völker ausreichend ernährt werden.
Die zunehmende Gefährdung der Lebensmittelversorgung der Welt erfordert,
daß sich diese Vollversammlung vordringlich damit befaßt. Seit 1969 ist der
weltweite Getreideverbrauch rascher gestiegen als der Ernteertrag. Die Vorräte
sind auf dem niedrigsten Stand seit Jahren angelangt. Wir stehen heute vor der
Aussicht, daß die Welt - selbst bei Rekordernten - ihre stark zurückgegangenen
Vorräte in diesem Jahrzehnt nicht wieder auffüllen kann.

Kein Land

kann dieses Problem allein meistern. Die Vereinigten Staaten

schlagen daher vor:
- daß 1974 unter den Auspizien der Vereinten Nationen eine Welternährungskonferenz einberufen wird, um Mittel und Wege zur Gewährleistung einer ausreichenden Lebensmittelversorgung zu erörtern und die Anstrengungen aller Länder
nutzbar zu machen, um Hunger und Unterernährung als Folge von Naturkatastrophen
zu bekämpfen;

- daß Länder, die dazu in der Lage sind, technische Hilfe zur Konservierung
von Lebensmitteln anbieten. Die Vereinigten Staaten sind bereit, gemeinsam mit
anderen solche Hilfe zu gewähren.
4. Eine
- g-

�f

4. Eine Weltgemeinschaft darf nicht in ewig reiche und ewig arme Länder
aufgespalten bleiben.

Lassen Sie uns daher auf dieser Vollversammlung beschließen, in diesem
Jahr die Suche nach neuen und großzügigen Lösungen für die Entwicklungsprobleme aufzunehmen - und dabei die besten Köpfe der Welt einzuschalten. Unsere
Suche muß ehrlich und realistisch sein, aber sie muß auch ebenso frei von
zwingenden Forderungen, antagonistischen Vorschlägen, ideologischen Konfrontationen oder propagandistischer Rhetorik sein - oder wir werden mit Sicherheit
einen Fehlschlag erleiden.

Die Vereinigten Staaten sind bereit, sich an dieser neuen Suche zu beteiligen und großzügig die in zwei Jahrzehnten gewonnenen Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Wir haben gelernt, daß wir mit unserer Fähigkeit, Länder umzuformen, nicht zu weit gehen dürfen - aber wir haben auch gelernt, wie viel
Fortschritt möglich ist.

,

Wir werden uns ohne Vorbedingungen, in einer versöhnlichen Haltung und
mit dem Versprechen zur Zusammenarbeit beteiligen. Wir fordern nur, daß die
anderen das gleiche akzeptieren.

In diesem Geiste sind die Vereinigten Staaten bereit, ernsthaft den Vorschlag des hochverehrten Präsidenten von Mexiko für eine Charta der wirtschaftlichen Rechte und Pflichten von Staaten zu prüfen. Ein solches Dokument wird
einen bedeutenden und historischen Beitrag leisten, wenn es das wahre Streben
aller Nationen widerspiegelt; wenn daraus lediglich eine Verurteilung einer
Gruppe von Ländern durch eine andere wird, dann wird gar nichts erreicht werden.
Um allgemeine Unterstützung zu finden - und verwirklicht werden zu können müssen die vorgeschlagenen Rechte und Pflichten fair abgesteckt werden und
müssen wir den Anliegen der Industriestaaten wie auch der Entwicklungsländer
Rechnung tragen. Die Vereinigten Staaten sind bereit, ihre Pflichten in einem
humanen und kooperativen Geist festzulegen.

5. Schließlich
- 10 -

�5. Schließlich muß eine Weltgemeinschaft Wissenschaft und Technologie
zum Wohle aller einspannen.
Wir müssen damit beginnen, unsere beachtlichen technologischen Kenntnisse
unseren beachtlichen technologischen Erfordernissen anzupassen. Wir müssen
Mittel und Wege für die gemeinsame und einsichtsvolle Erschließung unserer
Energieguellen finden. Wir müssen verantwortungsbewußt die Probleme des Bevölkerungswachstums anpacken, das die Weltbevölkerung rasch an die Grenzen
dessen treibt, was unsere Erde ernähren kann. Wir müssen eine neue wissenschaftliche Revolution in Angriff nehmen, um die Produktivität der Landwirtschaft
aller Länder zu steigern. Kein Gebiet menschlicher Unternehmung ist, was seinen
Fortschritt anbetrifft, so abhängig von einer offenen Welt; kein Gebiet bedarf
so dringend einer internationalen Zusammenarbeit, um seinen potentiellen Gefahren begegnen zu können.

Herr Präsident, meine Mitdelegierten:

Sind wir bereit, die Imperative einer globalen Gesellschaft zu akzeptieren und unsere Arbeit mit einer neuen Vision zu erfüllen? Oder sollen wir
uns mit einer temporären Pause der Unruhe zufrieden geben, die unser Jahrhundert
erschüttert hat? Sollen wir mit einseitigen Forderungen und sterilen Konfrontationen fortfahren? Oder sollen wir in einem Geiste des Kompromisses, der durch
das Bewußtsein eines gemeinsamen Schicksals bestimmt wird, voranschreiten?
Nach unserer Überzeugung müssen wir von einer zögernden,aus der Notwendigkeit
geborenen Zusammenarbeit weg zu einer echten, auf gemeinsamen Zielsetzungen
beruhenden kollektiven Anstrengung kommen.

Das ist eine Entscheidung, die kein Land allein treffen kann. Wir können
alte Schlagworte wiederholen, oder um neue Hoffnung ringen. Wir können die
Protokolle unseres Tuns mit Bitterkeit füllen oder wir können uns der Beseitigung der größten Nöte der Menschheit widmen. Das Ideal einer Weltgemeinschaft
mag als unrealistisch abgetan werden - aber große Werke waren stets Ideale,

�Ideale, bevor sie zur Realität wurden. Wollen wir uns diesem vornehmsten
aller möglichen Ziele weihen und schließlich das erreichen, was uns so lange
versagt blieb: echte Verständigung und Toleranz unter den Menschen.

Ich danke Ihnen, Herr Präsident."

- 12 -

�• a m e r i k a dienst
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37/1973

KISSINGER UND EUROPA
- Fragen und Antworten vor dem Außenpolitischen Senatsaussehuß ~

WASHINGTON - (AD) - Als designierter Außenminister hat Dr. Henry Kissinger
vor seiner Bestätigung vor dem Außenpolitischen Ausschuß des Senats zu zahllosen Fragen Stellung genommen. Von besonderem Interesse hier sind seine Ausführungen im Zusammenhang mit Europa:
(7. September 1973)
Senator Pell (Demokrat, Rhode Island): "Wie Sie wissen, wird im Zusammenhang mit Europa die Frage eines Truppenabzugs und der (Verringerung der) Truppenstärke diskutiert und ich frage mich, ob wir nicht unsere militärische Verpflichtung aufrechterhalten und doch die Aufwendungen für unsere Coca Cola-Truppen
und ihren Familienanhang entsprechend der Empfehlung Präsident Eisenhowers verringern könnten, um damit in der Lage zu sein, unsere finanziellen Verpflichtungen zu verringern und doch unsere tatsächliche militärische Präsenz in der
Weise, wie es sein sollte, beizubehalten. Glauben Sie, daß das geht?

Kissinger: Senator, erlauben Sie mir, daß ich diese Frage zuerst in einem
mehr allgemeineren Sinne beantworte. Unsere Truppen in Europa haben eine Reihe
von Funktionen. Die eine besteht darin, unsere Bündnisverpflichtung zum Ausdruck zu bringen. Dazu bedarf es keiner abstrakten Zahlengröße.

Zweitens haben sie eine besondere strategische Funktion, im Falle die
Abschreckung aus irgendeinem Grund versagen sollte.
Nun,
- 1-

�Nun, exnes der Ziele, das wir in dem Dialog zu erreichen versuchten, den
wir mit Europa begannen, besteht darin, irgendwie zu einer Definition der
Sicherheitsziele, die wir in Europa haben, zu gelangen, und es '..at auf Seiten
einiger Europäer hier doch eine ziemlich ambivalente Haltung gegeben, insofern sie einerseits unsere Truppen in Europa aus symbolischen Gründen zu halten
wünschen, andererseits aber, zumindest seit einiger Zeit, sich dem Versuch
widersetzen, diesen Truppen ihre volle Funktion einzuräumen, weil sie fürchteten, dies könnte die Abschreckung schwächen.
Wir glauben nun, daß es notwendig ist, eine rationale Strategie für alle
in der NATO zu entwickeln, in deren Sinne wir dann die Debatte über die Stärke
der Truppen in Europa führen könnten ...

(10. September 1973)
t

Senator Javits (Republikaner, New York): "Dr. Kissinger, Ihnen lastet
man die Erklärung an, und ich sage dies nicht gehässig, daß dies das Jahr
Europas sei. Ist es denn immer noch das Jahr Europas?

Kissinger: Ja, Senator, es ist noch das Jahr Europas.

Senator Javits: Hat sich bei uns im eigenen Land oder im Ausland irgendetwas ereignet, wodurch sich Ihre ursprünglich, wie ich glaube, im April 1973
zum Ausdruck gebrachte

Ansicht geändert hätte, daß dies die Konzentration von

höchster Priorität für die Administration sein würde?

Kissinger: Das sogenannte Jahr Europas ist der Konzentrationspunkt und
eine Aufgabe sehr hoher Priorität, ja sogar der höchsten Priorität für die
Administration geblieben.

Um den Fortschritt zu begreifen, der in dieser Hinsicht gemacht werden
kann, muß man verstehen, daß es hier verschiedene Prozesse gibt, die gleichzeitig ablaufen.
Da

�Da ist einmal die Veränderung in den strategischen Beziehungen, die durch
das Anwachsen des strategischen Arsenals der Sowjets hervorgerufen wurde. Da
ist ferner die Veränderung in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa
und den Vereinigten Staaten, aus einer Position der Vorherrschaft seitens der
Vereinigten Staaten zu einer Position, in der die Europäer sich enger zusammenschließen und selbstsicherer werden.

Da ist der Prozeß der europäischen Integration, der dazu führt, daß die
Europäer zu ein und derselben Zeit mit uns als einzelne Nationen in Beziehunge
treten und doch versuchen eine einheitliche europäische Identität zu gewinnen,
die mit einer Stimme für sich sprechen kann.

Und schließlich gibt es auch noch das Problem, wie wir die jeweiligen
Gespräche, die wir mit den Europäern führen, mit den Gesprächen in Beziehung
bringen, die mit den Japanern geführt werden mögen.

Nun, alle diese Prozesse werden zu gleicher Zeit gehandhabt und das erfordert eine ziemlich komplizierte Partitur. Nachdem die Europäer anfänglich
auf einer bilateralen Basis mit uns verhandelten, entschieden sie plötzlich,
daß sie die Gelegenheit unserer Initiative wahrnehmen wollten, um nunmehr auch
ihre eigene einheitliche Ansicht über die politische Zukunft der atlantischen
Gemeinschaft Gestalt werden zu lassen,und daher haben wir sie seit etwas zwei
Monaten nicht öffentlich gedrängt, um ihnen Gelegenheit zur Gestaltung dieser
Ansichten zu geben.

Die europäischen Außenminister der Europäischen Gemeinschaft kommen
heute und morgen in Kopenhagen zusammen und ich glaube, Senator Javits, Sie
werden sehen, daß der Prozeß des sogenannten Jahres Europas nach dieser Tagung beginnen wird, Gestalt anzunehmen.

Senator Javits: Ich nehme an, daß dies für Sie persönlich von höchster
Priorität sein wird angesichts Ihres beachtlichen Erfolges in China und der
Sowjetunion.
Kissinger:
- 3-

�I
Kissinger: Sie haben Recht, Senator Javits, das wird für mich von höchster
Priorität sein ... Ich glaube die Beziehung muß wirklich trilateral sein, sie
muß Japan, die Vereinigten Staaten und Europa in sich schließen.

Senator Javits: Genau! Ich stimme voll und ganz damit überein. Es heißt,
daß unsere Politik darauf aus ist, die Sicherheits-, Wirtschafts- und Sozialprobleme unter einem großen Thema, einer sogenannten Charta - der AtlantikCharta - zusammenzufassen, und daß die europäische Politik nicht von einer
Charta, sondern von einer Deklaration ausgeht, die die Wirtschafts- und Sozialprobleme getrennt von den Sicherheitsfragen behandeln will.

Hat sich nun die Politik der Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht geändert oder sollte sie sich nach Ihrer Ansicht ändern, oder aber sollten wir
fest zu der These stehen, daß alle Übereinkommen, die wir mit Europa auch eingehen mögen, immer die Form eines Gesamtkomplexes, eines Pakets, haben sollten.

Kissinger: Unser Interesse, Senator, richtet sich auf die gültige Ordnung
nicht auf das Verfahren oder auf den Namen, den Sie dem Dokument geben, ob man
es nun eine Charta oder eine Deklaration nennen mag, und für uns besteht da
kein besonderer Vorrang.

Außerdem hat sich, als wir das Problem eingehender mit den Europäern
untersucht haben gezeigt, daß einige der Probleme die Sache einer bestimmten
Gruppe von Institutionen sind, und andere Probleme wieder von anderen Institutionen behandelt werden, was es noch schwieriger macht, mit einem allumfassenden
Dokument herauszukommen.

Zum zweiten kann sich Japan bestimmten Aspekten dieser Erörterung anschließen, aber es würde doch in Schwierigkeiten kommen, wenn es sich beispielsweise einem Dokument anschließen sollte, sich an ein Dokument halten
sollte, das verschiedene Verteidigungserwägungen einschließen würde. Und daher wird die Richtung, in die wir wohl gehen werden, ein Dokument sein, das
sich mit den wirtschaftlichen und politischen Fragen befaßt, die die Neun
angehen - ein Dokument, das die Verteidigung angeht, schließt die NATO-Länder
- 4-

�NATO-Länder ein. Dabei werden sich die Japaner vielleicht dem politischen und
wirtschaftlichen Dokument anschließen. Und schließlich könnte es eine kurze/
allumfassende Deklaration geben, die all diese Dokumente in einen Zusammenhang
zueinander stellt. Das ist die allgemeine Richtung, in die wir heute zu gehen
scheinen.
Senator Javits: Dr. Kissinger, würden Sie nicht sagen, daß dies eine
ausgesprochene Konzession an die europäische Auffassung darstellt, wie sie von
den Neun, und vor allem von Frankreich, zum Ausdruck gebracht worden ist?

Kissinger: Es stellt keine Konzession an die französische Auffassung dar,
da die Franzosen sich zunächst jeder Verhandlung mit der Neun als Einheit sehr
stark widersetzt hatten. Da diese Dokumente aber nur einen Sinn haben, wenn
sie auf beiden Seiten des Atlantik die Überzeugung hervorrufen, daß sie die
Realitäten einer neuen Ära widerspiegeln, ist es notwendig, daß beide Seiten
Konzessionen machen, und es ist vor allem von entscheidender Bedeutung, daß
man auf beiden Seiten des Atlantik an diese Dinge nicht in einem Geist der
Konfrontation herangeht.

Senator Javits: Ein Element der Verhandlungen sind die beiderseitigen
Truppenreduzierungen, wie die Russen es nennen, oder die beiderseitigen, ausgewogenen Truppenreduzierungen, wie wir es nennen. Sehen Sie innerhalb des
nächsten Jahres eine wesentliche Verringerung der Stärke der amerikanischen
Truppen in Europa kommen, es sei denn es kommt zu einem Abkommen?

Kissinger: Die Verhandlungen über beiderseitige Truppenreduzierungen
werden am 30. Oktober beginnen, und wir hoffen, daß im Laufe des kommenden
Jahres sehr beträchtliche Fortschritte erzielt werden können, die dann zu
einer gewissen Verringerung der amerikanischen Truppen führen. Wir wären gegen
eine einseitige Verringerung der amerikanischen Truppen, solange kein solches
Abkommen besteht.

(11. September 1973)
- 5-

�1
(11. September 1973)

Senator Aiken (Republikaner, Vermont): Es ist bereits die Frage angeschnitten und gestellt worden, welche weiteren (militärischen) Reduzierungen
bis 1976 zu erwarten seien. Sehen Sie irgendwelche bedeutsamen Verringerungen
unserer militärischen Stärke zwischen heute und dem genannten Zeitpunkt?

Kissinger: Senator Aiken, wir werden jetzt am 30. Oktober mit Verhandlungen
beginnen, die zu einer beiderseitigen Verringerung der Streitkräfte in Europa
führen. Wir befinden uns gegenwärtig in der Exekutive in einem Prozeß der Überprüfung unserer gesamten strategischen Position und unserer nationalen Interessen in vielen Teilen der Welt angesichts neuer Bedingungen, und unser ständiges
Bemühen geht darauf aus, unsere militärische Position an die Realitäten der
Situation anzupassen - ich möchte also meinen, daß einige weitere Verringerungen
möglich sind, aber ich kann einfach nicht sagen, welche Form sie annehmen werden.
I

Senator Aiken: Und die Kosten für Ausrüstung und Versorgung sind entsprechend gestiegen.

Kissinger: Was die Ausgaben für unsere Streitkräfte, vor allem in Europa,
angeht, so stehen wir gegenwärtig in Verhandlungen mit den Europäern, um die
Belastung unserer Zahlungsbilanz, die durch diese Streitkräfte hervorgerufen
wird, zu reduzieren, ja zu beseitigen."

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37/1973

DIE NEUE ZUSAMMENARBEIT IN DER AUSSENPOLITIK DER USA
- Außenminister und Kongreß kamen sich näher Von Marxe H. Koenig

WASHINGTON - (AD) - Wenn die Anhörungen von Dr. Henry Kissinger vor dem
Außenpolitischen Ausschuß des Senats etwas zustande gebracht haben, dann sicherlich die Aussicht auf eine neue stärkere und vor allem vertrauensvollere
Zusammenarbeit zwischen dem Außenminister und dem Kongreß. Aus der 305 seitigen
Niederschrift der öffentlichen Hearings wird deutlich, daß die Senatoren viele
Fragen an den designierten Außenminister hatten - und sicherlich auch manche
Vorbehalte - aber auch daß es Kissinger gelungen ist, seinen Mann zu stehen.

Dr. Henry Kissinger hat seit fünf Jahren entscheidenden Anteil an dramatischen Erfolgen der amerikanischen Außenpolitik, die die politische Landschaft in der Welt tiefgreifend verändert haben. Seine geheime Reise nach
Peking, die den Weg für ein neues Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten
und der Volksrepublik China bereitete, war ein Beispiel für Ein-Mann-Diplomatie
im besten Sinne. Und doch hat derselbe Diplomat, der in langen zähen Geheimverhandlungen mit den Nordvietnamesen den Durchbruch zum Frieden in Indochina
schaffte, vor dem Außenpolitischen Ausschuß erklärt, daß er als Professor
mehrere Abhandlungen über die Gefahr "virtuoser" Alleingänge geschrieben habe.
Und dieser Auffassung sei er heute noch.

"Ich

�"Ich bin imbedingt überzeugt ...", so erklärte er am 7. September in
dem überfüllten Saal des Ausschusses unter den grellen Jupiterlampen des
Fernsehens, "daß die Notwendigkeit für eine Institutionalisierung der Durchführung unserer Außenpolitik besteht." Als Außenminister habe er eine ganz
andere Rolle als er sie als Berater des Präsidenten habe. Kissinger versicherte,
daß er eng mit dem Ausschuß zusammenarbeiten werde, um diesen stärker an der
Gestaltung der Außenpolitik zu beteiligen.

Der einflußreiche Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses, Senator
J.W. Fulbright, bescheinigte Kissinger einen "brillanten Geist" und beglückwünschte ihn zu seinen historischen Erfolgen in Peking und Moskau. Gleichzeitig
aber stand er nicht an zu erklären, daß die bisherige "sporadische" Unterrichtung von Mitgliedern des Ausschusses in Zukunft als unzureichend betrachtet
werden würde. Wenn Kissinger den Verlust des nationalen Konsens in der Außenpolitik bedauere, dann müsse eine stärkere Gemeinsamkeit mit dem Kongreß geschaffen werden. Der neue Außenminister ließ in diesem Zusammenhang keinen
Zweifel daran, daß er den Konsens für außerordentlich wichtig hält und verwies in diesem Zusammenhang darauf, daß Präsident Nixon ihm in dieser Hinsicht
einen klaren Auftrag erteilt habe.

Kissinger legte dar, daß in den letzten vier Jahren Initiativen ergriffen
wurden, die ein äußerst delikates Vorgehen und größte Geheimhaltung erforderten,
wenn sie Erfolg haben sollten. Nun aber gelte es auf diesen Grundlagen ein
"dauerhafteres Gebäude aufzubauen, das kommenden Administrationen übergeben
werden kann."

Seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bewies Kissinger, indem er dem Ausschuß hinter verschlossenen Türen einen Einblick in seine Arbeit gewährte und
versicherte, daß er auch weiterhin die Mitglieder an dem Entscheidungsprozeß
beteiligen wolle. Er hoffe, so sagte er, mit ihnen eine Methode ausarbeiten
zu können, mit deren Hilfe sie über Pläne der Administration unterrichtet werden
können, "bevor etwas geschieht" und der Ausschuß über den Verlauf von Konferenzen
und Ereignissen ins Bild gesetzt werden kann.
Die

�Die "Entspannung" zwischen der Exekutive und dem Außenpolitischen Ausschuß
- der sich oft übergangen fühlte - wird keine leichte Aufgabe für den neuen
Außenminister werden. Aber er hat mit beredten Worten seine Absichtserklärung
abgegeben, und es bleibt jetzt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln.

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37/1973

DIE WACHSENDE ENERGIEKRISE UND DER MITTLERE OSTEN
Staatssekretär William J. Casey fordert mehr Zusammenarbeit
der Erdöl-Verbraucherländer

- (AD) - William J. Casey, Staatssekretär für Wirtschaftsfragen im USAußenministerium, behandelte in einer Rede vor führenden Vertretern der amerikanischen Wirtschaft das Thema "Die wachsende Energiekrise und der Mittlere Osten".
Im Folgenden geben wir die Ansprache auszugsweise wieder.

"Auf dem Energiesektor ist die internationale Zusammenarbeit weniger gut
strukturiert als beispielsweise in Handels- und Währungsfragen. Aber die meisten
Nationen haben erkannt, daß sie sowohl im Interesse der Verbraucher als auch der
Produzenten notwendig ist. So suchen sie nach Möglichkeiten, durch internationale
Zusammenarbeit die Gefahr eines Zusammenbruchs der Energieversorgung zu vermindern und die Grundlage für eine Ausweitung der Energierohstoffe nach Menge
und Art zu schaffen.

Jedes Land hat dabei eine andersgeartete Ausgangssituation, die durch natürliche Hilfsquellen, Technologie, Finanzkraft und Organisationformen bestimmt
wird. Zentrale Aufgabe

der Zusammenarbeit wird es sein, diese jweiligen Fak-

toren wirksam zu kombinieren, um speziellen und gemeinsamen Bedürfnissen gerecht
zu werden.
Das

�Das könnte z.B. durch eine Zuteilung von Öl in Krisenzeiten geschehen.

y

Die USA und die europäischen Nationen praktizierten es in improvisierten Aktionen im Jahr 1956, als der Suezkanal geschlossen wurde, und 1967 nach dem
arabisch-israelischen Sechstagekrieg. Die internationalen Mineralölsgesellschaften, die den größten Teil ihres Öls aus dem Mittleren Osten, Afrika und
Südamerika beziehen, sind verpflichtet, ihre Abnehmer gerecht und gleich zu
behandeln. Die Volkswirtschaften der wichtigsten Energieverbraucher, nämlich
der europäischen Länder, der USA und Japans, sind so voneinander abhängig, daß
eine krasse Reduzierung der Energieversorgung bei einem von ihnen automatisch
nachteilige Auswirkungen auf die anderen hätte. Deshalb bildet ein gerechter
Zuteilungsschlüssel für die Energiewirtschaft eine Sicherheit,durch die Vertrauen aufgebaut und auch eine Zusammenarbeit auf anderen Gebieten gefördert
werden kann. Übrigens existiert innerhalb Europas bereits seit 17 Jahren ein
Erdöl-Zuteilungsplan, der jedoch bisher noch nicht in Aktion getreten ist. Gegenwärtig untersuchen die USA zusammen mit den europäischen Ländern und mit
Japan, Kanada und Australien die Möglichkeiten zu seiner Ausweitung auf andere
Mitglieder der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) .

Dieser Plan könnte als ein kleiner Schritt in Richtung auf eine Lösung
des Problems von Versorgung und Preisinstabilität in einer Welt betrachtet
werden, die erkennen muß, in welchem Ausmaß ihr wirtschaftliches Wachstum von
flüssigen und gasförmigen Kohlenwasserstoffen abhängt, die nur in begrenzter
Menge - noch dazu mit schwindenden Reserven - vorhanden sind. Alle Verbraucher
sind äußerst besorgt über die in einigen Ländern herrschende Tendenz, entgegen
eingegangener Verpflichtungen und ohne angemessene Entschädigung Ölfelder und
Produktionsanlagen,die private Mineralölunternehmen entdeckten und erschlossen,
zu enteignen und den Preis, zu dem dieses Öl an den Verbraucher weitergegeben
werden kann, stark zu erhöhen. Diese Politik mag kurzfristig Vorteile einbringen.
Erfahrene Politiker der erdölproduzierenden Ländern sehen jedoch ein, daß ein
solches Verhalten die Produktionsfähigkeit beeinträchtigt und wahrscheinlich
sogar die Möglichkeiten der Regierungen untergräbt, für ihre Völker eine lebensfähige Wirtschaft mit ausreichenden Variationsmöglichkeiten aufzubauen.
Wenn
- 2-

�Wenn auch bis zum Ende dieses Jahrhunderts die Welt auf die reichen Ölvorkommen am Persischen Golf weitgehend angewiesen sein wird, steht doch bereits fest, daß keine Zeit mehr verloren werden darf, für sie Ersatz zu suchen.
Die Vereinigten Staaten können nach und nach ihren Energiebedarf aus eigenen Beständen decken. Und je kräftiger die ölproduzierenden Staaten die Preise erhöhen, desto schneller werden neue Energiequellen konkurrenzfähig, desto intensiver wird man in den USA und vor der amerikanischen Küste nach öl- und Gasfeldern suchen, und desto energischer wird man gegen die Verschwendung von
Energie vorgehen.

Was feste Energierohstoffe wie Kohle anlangt, so befinden sich hier die
Vereinigten Staaten in der gleichen Position wie der Mittlere Osten in bezug
auf Öl. Fast die Hälfte aller Kohlevorkommen der Erde liegen auf dem Territorium der USA. Und aus den Ölschieferlagern in Colorado, Utah und Wyoming mit
einem Ölgehalt von rund 285 Milliarden Tonnen müßten sich, wie ein kürzlich
veröffentlichter Bericht des Nationalen Erdölrates besagt, 14 Milliarden Tonnen
Rohöl zum Preis von 42 Dollar pro netr. Tonne gewinnen lassen. Auf dieser Basis ist es durchaus möglich, synthetisches Gas und Öl aus Kohle mit Verfahren
zu erzeugen, die jenen weit überlegen sind, welche während des zweitens Weltkrieges in Deutschland angewandt wurden. Die amerikanischen Kraftfahrer könnten
das so gewonnene Benzin zu niedrigeren Preisen tanken, als die europäischen
und japanischen Kraftfahrer heute in ihren Ländern bezahlen müssen. Gleichzeitig würde diese Entwicklung zu technischen Neuerungen führen und Gewohnheiten
so verändern, daß die Wachstumsrate des Verbrauchs weniger steil ansteigen
würde als bisher.

Aber noch ehe es soweit ist, tragen sicherlich auch die soeben aus den
Hauptstädten der ölproduzierenden Länder

bekannt gewordenen Preise im Verein

mit den Steuer- und Explorationserleichterungen, die Präsident Nixon forderte,
dazu bei, daß man zu Lande und vor den Küsten in den USA und andernorts in
der Welt nach neuen Öl- und Gasvorkommen sucht.

Das

- 3-

�Das von der amerikanischen Bundesregierung mit 10 Milliarden Dollar aus-

i

gestattete Energieforschungs- und Entwicklungsprogramm wird zusammen mit den
Anstrengungen der Privatindustrie und den in Versuchsbetrieben erzielten Ergebnissen ein übriges tun, um Energie aus Kohle rentabler und für die Praxis auch
unter den Aspekten des Umweltschutzes akzeptabel zu machen. Gleichzeitig hilft
es, das Reservoir der Atom- und Sonnenenergie besser auszuloten und schließlich
die Energieproduktion aus Kohlenwasserstoffen durch diese neuen Quellen zu ersetzen. In mancherlei Hinsicht können wir dabei auf schon bekannter Technologie
aufbauen. Und was den Rest angeht, so verlassen wir uns auf die Kräfte, mit
denen es schon einmal möglich war, die Kernspaltung in vier Jahren zur technischen Reife zu bringen, synthetischen Kautschuk sogar in noch kürzerer Zeit
zu erzeugen und die Landung von Menschen auf dem Mond in neun Jahren zu bewerkstelligen.
Das viele Reden und Jammern über die Energiekrise hat uns vergessen lassen,
daß wir selbst daran etwas ändern könnten. Der Nationale Erdölrat untersuchte
im vergangenen Jahr die Bedarfsentwicklung bis zum Jahr 1985 und sondierte Mittel
und Wege, wie man ihr gerecht werden könnte. Er kam zu dem Schluß, daß in den
Vereinigten Staaten der Bedarf um jährlich 4,2 Prozent steigen werde ... Bliebe
der gegenwärtige Trend der Preisentwicklung, der Wachstumsbeschränkungen für
die Produktion auf Grund von Umweltschutzmaßnahmen und in der Explorationsaktivität für Gas und Öl bestehen, so müßte Amerika im Jahr 1985 rund 38 Prozent
seines Energiebedarfs durch Öl- und Gasimporte decken.

Ein günstigeres Bild ergäbe sich jedoch, wenn die wegen befürchteter Um••/eltschäden geäußerten Bedenken gegen den Bau der Alaska-Pipeline, gegen mehr
Kernenergie und synthetische Brennstoffe, gegen zusätzliche Exploration

im

Schelfgebiet und auf regierungseigenem Land aufgegeben würden und mehr wirtschaftliche Anreize für die Auffindung neuer Öl- und Gasfelder aeschaffen würden ...
Dann würden wir nämlich 1985 nur 11 Prozent unserer Energierohstoffe in Form
von Öl und Gas importieren müssen. Und noch eine Tatsache hebt hervor, wie
sehr wir selbst die Kontrolle über unser Energiegeschick in Händen haben: Wir
könnten außerdem den Bedarf für Importöl wesentlich verringern und das Zahlungsbilanzdefizit sowie jeglichu Versorgungsabhängigkeit wegen unseres Energiebe- 4 -

�Energiebedarfs sogar völlig beseitigen, wenn wir die Wachstumsrate und den
Verbrauch für Energie auf 3,4 Prozent herabdrücken, also geringfügig unter
die Wachstumsrate von 3,6 Prozent, wie wir sie von 1955 bis 1970 hatten ...

Würde die Jahresproduktion von Kraftwagen mit günstigerem Benzinverbrauch
(12 Liter auf 100 km oder weniger) nur um 10 Prozent erhöht, so bedeutete das,
daß in zehn Jahren diese Wagen 50 Prozent des Kraftfahrzeugbestands ausmachen.
Dadurch würde die für die nächsten zehn Jahre errechnete jährliche Wachstumsrate des Energieverbrauchs in den USA nicht mehr mit 4,2 Prozent, sondern mit
3,2 anzusetzen sein ... Und wenn wir im Verlauf der kommenden zehn bis zwölf
Jahre die Hälfte der Frachtgüter nicht mehr von Lastwagen, sondern mit der Bahn
transportieren ließen, würden wir bis 1985 etwa 129 OOO Tonnen Öl pro Tag
sparen ... Die amerikanische Bundesregierung hat Maßnahmen in die Wege geleitet,
um einer Erschließung der auf bundeseigenem Boden vermutlich vorhandenen neuen
Vorkommen von öl, Gas und Kohle den Weg zu ebnen, ".her es wäre auch ratsam,
mehr Atomkraftwerke in die Stromversorgung einzubeziehen ...

Die US-Regierung machte bereits Bestandsaufnahme auf jenen Gebieten, wo
verstärkte Anstrengungen in Forschung und Entwicklung erwarten lassen, zusätzliche Versorgungsguellen für Erdöl, Gas und Kraftstrom zu erschließen, Energieguellen sicherer und umweltfreundlicher zu machen und zur Einsparung von Energie
bei höherem Nutzeffekt beizutragen. Im Rahmen der OECD sondieren die USA derzeit, mi t anderen Staaten die in den einzelnen Ländern eventuell gegebenen Möglichkeiten für nutzbringende Weiterentwicklung. Zusammen mit anderen Regierungen
würde dann geprüft, welche Projekte sich für gemeinsame Forschung und Entwicklung eigneten ...

Enorme Investitionen

Investitionen in der Größenordnung von mehr als 300 Milliarden Dollar
werden in den nächsten 10 bis 12 Jahren erforderlich sein, um unseren Energiebedarf zu decken und in der Versorgung unabhängiger zu werden. Diese Anstrengungen werden sich auf unsere Kapitalmärkte auswirken. Eine unserer Hauptaufgaben wird darin bestehen, die Projekte und unsere Kapitalmärkte so zu ent- 5-

�entwickeln, daß sie für ölproduzierende Staaten für eine langfristige Anlage
der Reichtümer attraktiv sind, die sie aus dem Boden holen. Sie haben weitblickende Politiker, die den Wunsch der jungen Generation erkennen, in einer
Welt zu. leben, in der Öl neben den anderen Energiequellen zur Deckung des Weltbedarfs beiträgt. Sie wollen arbeitsteilige Wirtschaftsformen, und sie wollen
ihre Völker bis zu einem gewissen Grade an dem weitgespannten Weltenergiesystem,
wie es die Zukunft verlangt, teilhaben lassen.

Viele Firmen und Unternehmer analysieren gegenwärtig die im Mittleren
Osten verfügbaren billigen Brennstoffe, Gasfelder und andere Rohstoffvorkommen,
um herauszufinden, inwieweit mit dem Einsatz von Kapital und technischem Knowhow
Düngemittel, petrochemische Stoffe und verschiedene energieintensive Produkte
auf die Weltmärkte gebracht werden könnten. Es ist die Politik der Vereinigten
Staaten, diesen Prozeß im Rahmen weltweiter Aktivitäten zu fördern und zu erleichtern, mit denen wir alle für mehr und bessere Energie arbeiten und gemeinsam eine mannigfaltigere Beteiligung an einer sich ausweitenden und besser
strukturierten Weltwirtschaft anstreben."

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37/1973

PIONIERE AN DER WELTRAUMFRONT
Unternehmen SKYLAB II nach 59 Tagen glücklich beendet
Von G. Weiss

- (AD) - Genau 59 Tage, 10 Stunden und 9 Minuten nach ihrem Start zur
SKYLAB-Station am 28. Juli 1973 kehrten Alan L. Bean (41), Dr. Owen K. Garriott
(42) und Jack R. Lousma (37) am 25. September zur Erde zurück. Der Hubschrauberträger USS NEW ORLEANS erwartete das zweite Team, das im "Himmelslabor" gearbeitet hatte, ca. 2 30 Seemeilen südwestlich von San Diego, der amerikanischen
Hafenstand am Pazifik im Süden Kaliforniens.

In Sichtweite des Bergungsschiffs schwebte die APOLLO-Kapsel mit den drei
Astronauten und kostbarer wissenschaftlicher Fracht an Bord aufs Meer. Die
letzte Hürde, eine ungewöhnlich rauhe See mit fast drei Meter hohen Wellen,
wurde durch die Umsicht

und Erfahrung der Bergungstaucher bei der Sicherung

der Kapsel und durch das vorsichtige Manövrieren des riesigen Schiffes, das
sie sofort an Bord nahm, gut überwunden. Ein Raumfahrtunternehmen war beendet,
das nach Aussage von Dr. James Fletcher, des Leiters der US-Behörde für Luftund Raumfahrt (NASA), die Wissenschaftler mindestens fünf Jahre lang beschäftigen
wird.

SKYLAB II brach alle bisherigen Rekorde. Die Astronauten haben ihren
Heimatplaneten 859 Mal umrundet, u.a. mehr als 77 000 Aufnahmen von der Sonne
und fast 17 000 Aufnahmen von der Erde gemacht und dazu von ihr auf ca. 30 OOO

�t

ca. 30 000 m Magnetband zahllose Meßdaten aufgezeichnet. Kommandant Bean,

'

der schon bei APOLLO 12 dabei war und mit Charles Conrad im November 1969
auf dem Mond im "Meer der Stürme" landete, steigerte seine "Weltraumzeit"
auf mehr als 69 Tage. Wissenschaftlerastronaut Garriott verbrachte in drei
Außenbordmanövern 13 Stunden und 43 Minuten im freien Raum. Auf die 93 Minuten
Umlaufzeit im Erdorbit umgerechnet bedeutet dies, daß er dabei insgesamt neun
Mal um unseren Planeten "spazierte".

Aber mit Spazierengehen hatten die damit verbundenen, z.T. recht schwierigen
Aufgaben und Manöver wahrlich nichts zu tun. Es galt z.B. Störungen am Sonnenobservatorium zu beheben, nach möglichen Leckstellen in Kühlflüssigkeitssystemen
zu suchen, Filmmagazine von Teleskopkameras zu bergen, einen zusätzlichen Sonnenschutz aufzuziehen, Experimentierausrüstungen an der Außenwand anzubringen oder
Wartungsarbeiten zu verrichten. Zwei der Astronauten stiegen jeweils aus, der
dritte blieb auf Wache in der Kommandozentrale. Wegen des regelmäßigen Durchgangs durch die Schattenzone auf der Nachtseite der Erde mußten sie in dieser
Zeit die Arbeit mehrmals für gut 30 Minuten unterbrechen und dort, wo sie
sich draußen gerade befanden, den nächsten "Sonnenaufgang" beim Wiedereintritt
in die Tagzone abwarten.

Kleinarbeit für kommende Jahrzehnte

Gelegentlich erinnerten sich die Menschen auf der Erde doch noch der
fast vergessenen Männer der SKYLAB-Raumstation - vor allem dann, wenn sie in
der Abenddämmerung oder kurz nach Einbruch der Dunkelheit zufällig den leuchtenden "Stern" entdeckten, der im letzten Glanz der untergehenden Sonne ziemlich schnell über den Himmel zog.
Seit dem 14. Mai umkreist die Station 435 km über der Erde unseren Planeten.
Ihre Bahn führt über Länder und Meere zwischen dem 50. Grad nördlicher und südlicher Breite, über alle Gebiete in Höhe der amerikanisch-kanadischen Grenze
oder der Linie Paris-Frankfurt-Kiew-Baikalsee auf der Nordhalbkugel bis hinunter
zu den Falklandsinseln

und dem antarktischen Meer südlich von Australien auf

der Südhalbkugel. Die Tatsache, daß dadurch fast alle besiedelten Gebiete und
- 2-

�und die für die Rohstoffversorgung der Menschheit wichtigen Regionen erfa"*
werden, nutzten auf Einladung der NASA die Wissenschaftler zahlreicher Länder
dazu, die verschiedensten Beobachtungen in Auftrag zu geben.

Neuland für die Medizin

Dieser zweite SKYLAB-Einsatz - das 29. bemannte Raumf ahrtunterrehmen ier
USA - war, soweit sich dies so kurze Zeit nach der Landung beurteilen läßt,
das bisher größte Ereignis und das wichtigste Experiment für die Zukunft der
Raumfahrt. Die drei Männer an Bord wußten sehr wohl, daß sie nicht nur technische Pionierarbeit in vieler Hinsicht zu leisten hatten, sondern daß auch
von ihrer Rolle als Versuchsperson der Medizin vieles für die künftige Entwicklung der Raumfahrt abhing. Nie zuvor hatten Menschen so lange Zeit im Zustand der Schwerelosigkeit gelebt und gearbeitet, isoliert von der Familie,
den Freunden, Mitmenschen - und von dem irdischen Milieu, das in einem jahrmillionenlangen Prozeß die Funktionen des menschlichen Organismus geprägt hat.
Nur über die Mittel der Elektronik gab es Verbindung zur Mutter Erde. Daß
den Dreien gegen Ende der Mission die Isolierung doch manchmal etwas zu schaffen
machte, gaben sie ein paar Tage vor der Landung offen zu. Aber es ist der besondere Gewinn aus dem Unternehmen SKYLAB II, eine Vorstellung davon bekommen
zu haben, wie groß die - wohl noch immer nicht ausgeschöpften - Fähigkeit ••.
des Menschen tatsächlich sind, physische und psychische Belastungen

als Folge

der völlig anderen Lebensbedingungen in der Raumstation zu ertragen und Anpassungsreaktionen zu entwickeln. Für die aufgrund früherer Beobachtungen aufgestellten Hypothese, daß diese Reaktionen in Intervallen ablaufen und einen
Rhythmus von ca. 12 Tagen haben könnten, gibt es jetzt gewisse Bestätigungen»

Das Flugunternehmen begann mit mancherlei Schwierigkeiten. Technische
Pannen wie der Ausfall einiger Lagesteuerungsdüsen an dem als Fähre zwischen
Erde und Raumstation benutzten APOLLO-Raumschiff veranlaßten anfangs die NASA
sogar, den Noteinsatz eines zweiten APOLLO-Geräts als Rettungsfahrzeug zu erwägen. Die beruhigenden Ergebnisse der Inspektionen durch die Astronauten an
Bord und die gründlichen Bodentests in Houston rechtfertigten jedoch den Ent- 3-

�• *%

Entschluß, darauf zu verzichten. Wie dann bei der Rückkehr der Verlauf von
Wiedereintritt in die Atmosphäre und Abstieg zur Landestelle zeigte, leistete
das SKYLAB II-Team auch mit dem leicht lädierten Fahrzeug präzise Arbeit.
Besorgnis verursachten in den ersten eineinhalb Wochen die massiven
Symptome von Bewegungskrankheit bei allen drei Astronauten. In dieser Form
hatte man sie bei amerikanischen Raumfahrern noch nicht erlebt. Auch für die
Mediziner kamen diese Erscheinungen zunächst überraschend, weil sich, obgleich
man sie vor Beginn des SKYLAB-Programms wegen der ungewohnten Geräumigkeit des
Himmelslabors im Vergleich zur kleinen APOLLO-Kapsel eigentlich erwartet hatte,
bei der ersten SKYLAB-Gruppe nichts davon zeigte. Heute wird dieser Reaktionsunterschied damit erklärt, daß die Gruppe I wegen der Beschädigungen der Raumstation beim Start nach dem Andocken noch drei Tage in ihrer APOLLO-Kapsel
verblieb und Zeit hatte, sich umzugewöhnen, die Gruppe II dagegen sofort nach
der Ankunft in das Zwei-Etagen-"Haus" umstieg.

Anfänglich konnten die Drei wegen der ständig auftretenden Übelkeit und
der anderen Begleiterscheinungen ihr Arbeitsprogramm nur teilweise oder überhaupt nicht erfüllen. Sie hielten die Mahlzeiten nicht ein und verloren immer
mehr an Gewicht. Nach ca. 10 Tagen waren die akuten Störungen jedoch überwunden,
der Organismus paßte sich an. Mit immer härterem Fitness-Training taten die
Astronauten ein übriges, um Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Herztätigkeit und Kreislaufsystem, auf Stoffwechsel (z.B. Verlust von Calcium und
Phosphor) und Muskelmasse soweit wie möglich zu kompensieren. Und das scheint
ihnen ausgezeichnet gelungen zu sein: Vor der Rückkehr lag ihr Körpergewicht
nur noch wenige Pfund unter dem vor dem Start. In den letzten vier Flugwochen
zeigten sie sich in einem Maße aktiv - z.B. mit 7 oder gar 9 Stunden Sonnenbeobachtung an vielen Tagen, Einbeziehung immer neuer Experimente in das
laufende Programm -, daß dies der Flugkontrolle in Houston schon nicht mehr
ganz geheuer erschien. Aber die handfeste Bestätigung des Trainingseffekts
brachten auch die ersten Schritte, die sie nach dem Aussteigen aus der APOLLOKapsel auf der USS NEW ORLEANS wieder auf irdischem Boden machten. Die ausgiebig erörterten Erfahrungen der ersten Gruppe - Conrad, Dr. Kerwin und Weitz kamen ihnen für den eigenen "Lernprozeß" im Weltraum sehr zustatten. Allerdings

- 4-

�Allerdings dürfte jetzt die Rückgewöhnung mit allen ihren Begleitumständen
doch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Die Sonne spielte mit
Die Sonnen- und Erdbeobachtung für spezielle astro - und geophysikalische,
geologische, hydrologische und viele andere Forschungsprogramme waren neben
den medizinischen und biologischen Experimenten Hauptpunkte auf dem Programm.
Und die Sonne spielte mit. Sie hielt sich nicht an die ihr nach der Statistik
zukommende Ruheperiode, sondern lieferte Strahlungsausbrüche und Eruptionen im
Bilderbuchstil. An Bord der SKYLAB-Station wurde jede Phase - soweit dies möglich war, in enger Zusammenarbeit mit Sonnenobservatorien rund um die Erde und
ergänzt durch Synchronbeobachtungen von Forschungssatelliten wie OSO - gründlich studiert. Nach Ansicht der Astrophysiker stellt das zurückgebrachte Filmund Meßmaterial, das jetzt ausgewertet werden kann, das Wertvollste dar, was
der Wissenschaft bisher überhaupt zur Verfügung steht.

Fieberkarten von der Erde
In der zweiten Augusthälfte wurde das Erderkundungsprogramm gelegentlich
durch Wolkendecken über manchen gerade zur Beobachtung vorgesehenen Gebieten
behindert, so z.B. über der Lagune Rodrigo de Freitas bei Rio de Janeiro, wo
tote Fische tonnenweise an der Oberfläche treiben. In insgesamt 26 Aufnahmeserien mit den optischen und elektronischen Augen der SKYLAB-Station und mit
den Handkameras der Astronauten gelang es jedoch - häufig synchron mit dem
Arbeitsprogramm des unbemannten Satelliten ERTS 1 - diese weitgesteckte Aufgabe immer besser in den Griff zu bekommen.

Die vom SKYLAB II-Team gesammelten Daten vermitteln Wissenschaftlern der
verschiedensten Fachrichtungen, Ingenieuren

und Politikern neue Einsichten

und Maßstäbe für manche ihrer Probleme - von Dürrekatastrophen bis zu Vulkan-

- 5 -

�Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Waldbränden, umfassender Kartierung unzulänglich erfaßter Regionen»bestmöglicher Trassenführung für Pipelinen und
Straßen, bis zur massiven Verschmutzung von Küstengewässern.

Zu den interessantesten Beobachtungen zählen Infrarotaufnahmen von aktiven
Vulkanen auf den Galapagos-Inseln, vulkanischen Gebieten in Südostasien und von
einem unterseeischen Vulkan

im Räume Japan. Sie könnten dazu beitragen, durch

"Fieberkarten" von der Erdoberfläche, die anomal hohe Temperaturen anzeigen,
vor Vulkanausbrüchen und z.T. auch Erdbeben rechtzeitig zu warnen.

Ein Schweizer Wissenschaftler will mit Hilfe von SKYLAB-Aufnahmen im
Alpengebiet versuchen, eine Bestandsaufnahme von Schneeverhältnissen und
Gletschern zu machen und die Vorhersagemöglichkeiten für Lawinengefahr zu verbessern. Meereskundler aus Brasilien koordinieren ihre Arbeit mit den aus der
SKYLAB-Station gemachten Beobachtungen, um Meeresströmungen und Wassertemperaturen zu kartieren und so Hinweise auf fischreiche Regionen und andere
ozeanische Hilfsquellen zu bekommen.

Der SKYLAB-Projektleiter der iranischen Regierung sucht an Hand der SKYLABund ERTS-Aufnahmen nach möglichen Mineralvorkommen und Wasservorräten in seinem
Land. Ein Fachmann für Ökologie in Israel benutzt SKYLAB-Bilder als wichtige
Arbeitsgrundlage in einer Studie, bei der Wüsten und Trockengebiete daraufhin
geprüft werden, ob sie sich für eine Kultivierung eignen. Dies alles sind
nur ein paar Beispiele von vielen, die zeigen, in welcher Form das Unternehmen
SKYLAB reale irdische Probleme lösen zu helfen und einzelne Projekte voranzubringen vermag.

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VERBESSERTE TECHNIK FÜR DEN HOCHSEEFUNK

- (AD) - Wissenschaftler der US-Behörde für Meeres- und Atmosphärenforschung (NOAA) fanden nach jahrelangem Experimentieren eine Möglichkeit,
Schiffsantennen so zu präparieren, daß sie auch bei heftigen Stürmen und
Regen funktionsfähig bleiben. Bisher war es stets ein Problem, auf See Funkkontakte aufrechtzuerhalten, wenn bei länger dauernden Stürmen und schwerem
Seegang Gischt und Salzwasser die Isolatoren der Funkantenne immer wieder
überspülten und schließlich Kurzschlüsse herbeiführten. In solchen Fällen
kann ein Schiff keine Funkverbindung mehr mit anderen Schiffen oder Küstenstationen unterhalten.

Die Funkantennen für die Übermittlung und den Empfang von Nachrichten
über Funktelefon oder Fernschreiber sind durch Porzellan-Isolatoren vom Stahlrumpf isoliert. Solanne Isolatoren sauber, trocken und hochpoliert sind, verhindern sie, daß elektrischer Strom in den Antennen mit dem Schiffskörper
kurzgeschlossen wird. Sobald die Isolierkörper jedoch mit Salzkristallen aus
dem Meerwassergischt oder einer Regenwasserschicht bedeckt sind, sickert
elektrischer Strom aus. Die Leistung der Antenne wird dadurch stark verringert
und fällt bei längerdauernden Schlechtwetterperioden ganz aus.

William F. Seibold (NOAA-Amt für die Schiffahrt) entwickelte ein Verfahren,
bei dem die Porzellan-Isolatoren mit einem silikonhaltigen Schmiermittel überzogen werden, an dem Wasser nicht haften bleibt. Um die Silikonschicht ihrerseits gegen andere Verunreinigungen wie Staub oder Rußteilchen aus verbranntem

- I -

�verbranntem Heizöl zu schützen, wird sie wiederum von einer Fiberglasschicht
abgedeckt. Drei Schiffe der NOAA-Flotte - MT MITCHELL, RESEARCHER und RAINIER haben in den letzten zwei Jahren das von Seibold mit einem Kostenaufwand von
2200 Dollar entwickelte Verfahren mit großem Erfolg erprobt. Nach Ansicht
des Erfinders könnte es auch für Funk- und Fernsehstationen an Land von Bedeutung sein, um beispielsweise Ansammlungen von Eis und Schnee auf Isolatoren
zu verhindern. Solche Ansammlungen führen gelegentlich auch zu kurzschlußartigen
Erscheinungen und zu unangenehmen Frequenzveränderungen für die Ausstrahlung
von Funkwellen über Richtantennen.

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ABWASSERKODEX FÜR EINZELNE INDUSTRIEBRANCHEN
US-Umweltschutzbehörde gibt exakte Richtlinien für den Gewässerschutz

- (AD) - Für die ersten zwei von insgesamt 28 verschiedenen Industriebranchen, deren Abwässer künftig besonderer Kontrolle unterliegen sollen, gab
jetzt die US-Behörde für Umweltschutz (EPA) Richtlinien heraus. Es handelt
sich um Fabrikationsanlagen, in denen Zuckerrüben verarbeitet werden und
Fiberglas für Isolierzwecke hergestellt wird.
Zuckerfabriken dürfen ab 1. Juli 1977 nicht mehr Abwässer durch Einleiten in offene Gewässer beseitigen, sofern sie selbst Grund und Boden besitzen, um dort geeignete Anlagen zur Abwasserbehandlung zu errichten. Ist
dies nicht der Fall, darf je nach der Situation und den Umweltbedingungen des
betreffenden Betriebs Kühlwasser aus dem Raffinationsprozeß unter bestimmten
Auflagen in begrenzter Menge auch noch nach diesem Zeitpunkt, jedoch nicht
länger als bis 1983, durch Einleiten beseitigt werden. Im Gegensatz dazu gelten
für die Rückstände vom Rübenwaschprozeß ab sofort und ohne Berücksichtigung
lokaler Gegebenheiten die gleichen strengen Kontroll-Bestimmungen.

Mitentscheidend für das ab 1983 gültige Verbot, nicht oder unzureichend
behandelte Abwässer überhaupt noch einzuleiten, war die Tatsache, daß schon
heute 11 von 52 Zuckerfabriken abwasserfrei arbeiten, d.h. auf eigenem Gelände ihre Abwässer so weiterbehandeln, daß sie beim Einleiten in offene Ge-

�Gewässer als "sauberes Wasser" gelten können. Die Investitionen für die Erfüllung der Umweltschutz-Auflagen für die gesamte Branche werden auf 9 bis
16 Millionen Dollar, der damit verbundene Mehrverbrauch an Strom auf jährlich
46 Millionen Kilowatt geschätzt.

Auf dem Sektor "Fiberglas für Isolierzwecke" arbeiten bereits sechs
von 19 Fabriken abwasserfrei. Hier betragen die notwendigen Investitionen
6 bis 7 Millionen Dollar für die gesamte Industrie. Um den EPA-Bestimmungen
nachzukommen, wären 38,6 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr zusätzlich erforderlich. In beiden Fällen muß bei neuen Fabrikanlagen bereits von vornherein
dafür gesorgt werden, das Abwässer auf eigenem Gelände behandelt und nicht
einfach durch Ableiten in offene Gewässer beseitigt werden.

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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Rede von Außenminister Kissinger vor der UN-Vollversammlung&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Wortlaut -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kissinger und Europa&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Fragen und Antworten vor dem Außenpolitischen Senatsausschuss -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die neue Zusammenarbeit in der Außenpolitik der USA&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Außenminister und Kongress kamen sich näher -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von Marie H. Koenig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wachsende Energiekrise und der Mittlere Osten&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Staatssekretär William J. Casey fordert mehr Zusammenarbeit der Erdöl-Verbraucherländer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wissenschaft und Technik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Pioniere an der Weltraumfront&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unternehmen SKYLAB II nach 59 Tagen glücklich beendet&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von G. Weiss&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verbesserte Technik für den Hochseefunk&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abwasserkodex für einzelne Industriebranchen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;US-Umweltschutzbehörde gibt exakte Richtlinien für den Gewässerschutz&lt;/em&gt;</text>
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