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12/1973

NIXON-PRESSEKONFERENZ VOM 1 5 , MÄRZ
-Auszüge-

WASHINGTON --(AD)-- Präsident Nixon hat am 15. März auf einer überraschend
einberufenen Pressekonferenz zu einer Reihe von innen- wie außenpolitischen Themen Stellung genommen. Unter anderem befaßte er sich mit der Besetzung des amerikanischen Verbindungsbüros in Peking, mit den Verletzungen
des Waffenstillstandes in Vietnam sowie mit seinen Reiseplänen für dieses
Jahr. Bevor sich der Präsident den Fragen der Journalisten stellte, gab er
eine Erklärung zu der Einrichtung des Verbindungsbüros in Peking ab. Diese
Erklärung hat folgenden Wortlaut:
"Ich habe eine Mitteilung bezüglich unseres Verbindungsbüros in Peking
zu machen. Dieses Büro wird etwa am 1 Mai eröffnet; Botschafter David
Bruce wird der Leiter des Verbindungsbüros sein. In diesem Büro werden rund
20 Leute arbeiten, von denen 10 Experten sind und die übrigen für Verwaltnngsaufgaben zur Verfügung stehen.
Die beiden Stellvertreter von Botschafter Bruce - ich nenne ihn zwar
Botschafter, aber sein offizieller Titel ist Leiter des Verbindungsbüros werden Mr. Jenkins vom State Department - den Sie alle als einen unserer

,1-

�unserer besten Experten für chinesisch-amerikanische Angelegenheiten im
Außenministerium kennen - und Mr. Holdridge vom Nationalen Sicherheitsrat
sein, der in diesem Gremium der Hauptberater in bezug auf dieses Gebiet ist.
Wir haben diese beiden Männer ausgewählt, weil sie nicht nur Chinaexperten, sondern auch zweisprachig sind und gut chinesisch sprechen. Beide
haben mir während meines China-Besuchs für Übersetzungen zur Verfügung gestanden. Aber darüberhinaus haben beide von Anfang an an den neuen Initiativen zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten teilgehabt. Sie haben mich und Dr. Kissinger auf unseren China-Reisen begleitet.
Noch ein Wort zu der Frage, warum unsere Wahl auf Botschafter Bruce
fiel. Wir haben ihn aus dem Ruhestand zurückgerufen, weil es meiner Ansicht
nach überaus wichtig war, für diese Position einen Mann von großem Format zu
ernennen. Die Chinesen selbst akzeptierten diesen Standpunkt, und wir rechnen
in Kürze damit, von ihnen zu hören, welche Persönlichkeit von ihrer Seite
hier in Washington den Gegenpart von Botschafter Bruce übernehmen wird. Ein
weiterer Grund, warum meine Wahl auf Botschafter Bruce fiel, war seine große
Erfahrung. Sie alle wissen, daß er als Botschafter in Großbritannien,
Deutschland und Frankreich tätig war und daß er ferner unsere Delegation bei
den Vietnam-Gesprächen in Paris im Jahre 1971 bis Anfang 1972 leitete. Ein
dritter Grund ist vielleicht von noch größerer Bedeutung

Viele von Ihnen

hier begleiteten mich auf meiner China-Reise, und zuweilen hat sich wohl das
Gefühl eingestellt, daß dies eine einmalige Angelegenheit ohne weitere Konsequenzen sein würde. Ich habe dies niemals so gesehen und alle von Ihnen, die
darüber berichtet haben, ebenfalls nicht. Es war der Beginn, so hoffen wir,
einer längeren Entwicklung - einer Entwicklung, bei der wir Meinungsverschiedenheiten haben werden, bei der jedoch das volksreichste Land der Welt und
die Vereinigten Staaten von Amerika dort zusammenarbeiten können, wo ihre
Interessen im Hinblick auf die Sache des Friedens sowie bessererBeziehungen
im Pazifik und in der Welt überhaupt sich treffen. Daher ist es nötig, daß

-2-

�daß diese ganze Angelegenheit überparteilich, und zwar in bestem Sinne des
Wortes, abgewickelt wird. Mr. Bruce hat sich zwar nicht in der Parteipolitik als solcher engagiert, ist jedoch, wie Sie wissen, Demokrat. Er hat
vier Präsidenten mit gleicher Hingabe gedient - demokratischen wie republikanischen Präsidenten -, und wir sind der Auffassung, daß seine Ernennung zum
Leiter der Delegation unsere Absicht aufzeigt, daß diese Initiative auch in
der Zukunft anhält, ob nun das Amt des amerikanischen Präsidenten von einem
Demokraten oder einem Republikaner ausgefüllt wird."

-VietnamFrage: Herr Präsident, können Sie uns sagen, wie sehr besorgt Sie über
Berichte sind, in denen von Verletzungen des Waffenstillstandes in Vietnam
die Rede ist?
Antwort: Ich bin über die Verletzung des Waffenstillstandes besorgt,
Wie Sie wissen, habe ich auf meinen Pressekonferenzen immer wieder darauf hingewiesen, daß wir mit Verletzungen rechnungen müßten, und zwar wegen der Art
dieses Krieges, des Guerillakrieges. Und selbst in Korea, wo es sich nicht um
einen Guerillakrieg handelte, gibt es heute noch Verletzungen des Waffenstillstandes. Sie werden zwar in jedem Jahr weniger, aber es gibt sie immer noch
- 15, 20 Jahre nach Kriegsende.
Was nun diese Verletzungen (in Vietnam) angeht, so sind wir in zweierlei Hinsicht besorgt. Erstens weil sie überhaupt stattfinden und zweitens
wegen einer speziellen Verletzung des Waffenstillstandes, die unserer Meinung
nach ziemlich ernste Konsequenzen haben könnte. Wir glauben nicht, daß diese
eintreten werden5und wir hoffen, daß sie nicht eintreten werden. Es sind die
Berichte, die Sie, meine Damen und Herren, von Ihren Kollegen aus Vietnam
erhalten, nämlich die Berichte über die Infiltration. Sie wissen, daß es
Berichte über eine Infiltration von Ausrüstung der Nordvietnamesen nach Süd»

-3-

�Südvietnam gegeben hat, die weit über die in dem Abkommen vereinbarte Menge
hinausgeht. Zwar können Ausrüstungsgegenstände nach Südvietnam gebracht werden, aber nur als Ersatz - und keine neue Ausrüstung, also nichts, was die
Kapazität der Nordvietnamesen oder des Vietcong,im Süden Krieg zu führen,
stärkt. Aufgrund des Abkommens dürfen

keine neuen Ausrüstungsgüter ins Land

gebracht werden.
Was nun diese Sorge anbetrifft, insbesondere hinsichtlich der Infiltration - denn das ist der wichtigere Punkt, nicht so sehr die Verletzungen
des Waffenstillstandes, die unserer Auffassung nach im Laufe der Zeit nachlassen werden, sondern eben die Infiltration - so möchte ich hier nicht in
aller Öffentlichkeit sagen, was wir(der anderen Seite) dazu erklärt haben.
Ich möchte nur folgendes sagen: Wir haben den Nordvietnamesen unsere Besorgnis über diese Infiltration zur Kenntnis gebracht und erklärt, worum es sich
unserer Auffassung nach dabei handelt, nämlich um eine Verletzung des Waffenstillstandes und des Friedensabkommens. Wir haben auch anderen interessierten
Parteien gegenüber unsere Besorgnis zum Ausdruck gebracht, und ich möchte
nur sagen, daß die Nordvietnamesen auf der Grundlage meiner Maßnahmen während
der vergangenen vier Jahre einen solchen Ausdruck der Besorgnis, wenn er hinsichtlich einer Verletzung erfolgt, nicht auf die leichte Schulter nehmen
sollten. Das ist alles, was ich dazu sagen will„

Frage: Herr Präsident, warum haben wir nicht die Internationale Kontroll-und Überwachungskommission eingeschaltet und uns bei ihr über diese
Infiltration beschwert?
Antwort: Die Internationale Kontroll-und Überwachungskommission ist
eingeschaltet. Aber wie Sie wissen, gibt es dort einige Probleme. Die Kanadier haben nachdrücklich unterstrichen, daß sie nicht in einer Kommission
arbeiten wollen, die nicht wirkungsvoll eingesetzt wird. Wir werden uns weiterhin an diese Kommission sowie an jedes andere Gremium wenden, an das wir

-4-

�wir appellieren können, um zu versuchen, daß dort Maßnahmen erfolgen. Mehr
kann ich zu diesem Punkt nicht sagen.

»AuslandsreisenFrage: Herr Präsident, können Sie uns etwas über Ihre Pläne für Auslandsreisen im Jahre 1973 sagen?
Antwort: Nun, ich habe bereits bei früherer Gelegenheit darauf hingewiesen, daß ich keine unmittelbaren Pläne für Auslandsreisen habe. Ich habe
vom State Department und vom Nationalen Sicherheitsrat Empfehlungen dazu
erhalten, was diese beiden Institutionen als dringende Reisen ansehen, nämlich einmal nach Europa wegen unseres Interesses an der NATO, zweitens nach
Lateinamerika, weil ich noch nicht die Gelegenheit hatte, Lateinamerika zu
besuchen, und drittens nach Afrika, weil ich auch dort noch nicht gewesen
bin. Damit will ich nicht sagen, daß eine Reise des Präsidenten in diese
Länder absolut unerläßlich für die Außenpolitik ist, aber ich glaube, daß
viele unserer außenpolitischen Experten im State Department und im Sicherheitsrat ein Interesse daran haben. Sie sind der Ansicht, daß durch das gewal
tige Interesse, das durch die Reisen nach Peking und Moskau wachgerufen
wurde, der Eindruck eines mangelnden Interesses an unseren Nachbarn in der
westlichen Hemisphäre, an unseren Freunden in Afrika und auch an unseren
Freunden in Europa entstanden sei. Übrigens: Japan ist ein weiteres Land
auf dieser Liste.
Ich weiß noch nicht, wie wir einige dieser Reisen einplanen können. Ich
möchte meinen, daß wir die Möglichkeit einer Reise irgendwann im Sommer oder
kurz vor Beginn des Sommers in Betracht ziehen; aber wir haben noch keine
Entscheidung getroffen, weil so viele andere Dinge anstehen, und dann wird
es wahrscheinlich noch eine Reise im Herbst geben, aber welche Wahl wir
treffen, habe ich noch nicht entschieden.
TTT

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12/1973

NIXON WILL MEHR AUTONOMIE FÜR DIE INDIANER
Von Mary Sherwood
WASHINGTON — ( A D ) — Die jüngsten Ereignisse in Wounded Knee haben die Indianer in den Vereinigten Staaten wieder einmal in den Mittelpunkt des
öffentlichen Interesses gerückt. Präsident Nixon hat jetzt (am 16. März)
dem amerikanischen Kongreß eine neue Gesetzesvorlage zugeleitet, in der
ein verstärktes Mitspracherecht der Indianer in den Reservaten in ihren
eigenen Angelegenheiten gefordert wird.
Dieser Gesetzesentwurf wurde keineswegs durch die demonstrativen
Schritte der Indianer ausgelöst, sondern Präsident Nixon hatte schon vor
fast drei Jahren dem damaligen Kongreß eine ähnliche Vorlage zugeleitet
und damit sein starkes Interesse am Schicksal der Indianer zum Ausdruck
gebracht. Leider blieb diese Vorlage in den einzelnen Ausschüssen hängen,
und der amerikanische Kongreß hat sie nicht verabschiedet.
Vorab muß klargestellt werden, daß diese gesetzlichen Regelungen - in
ihrer bisherigen wie auch in ihrer angestrebten neuen Form - nur für die
rund 448 000 Indianer gelten und gelten werden, die in Reservaten leben
und vom Büro für Indianische Angelegenheiten betreut werden. Fast ebenso
viele Indianer, d.h. Amerikaner mit mindestens 25 Prozent indianischem Blut

-1-

�Blut, haben sich außerhalb der Reservate ein Leben aufgebaut; sie sind
amerikanische Bürger wie jeder andere, und die Regierung hat ihnen gegenüber
nicht mehr und nicht weniger Pflichten als gegenüber jedem anderen Staatsbürger.
Die Regierung in Washington versucht nun erneut, das Problem zur Zufriedenheit der Betroffenen zu regeln. Der amerikanische Innenminister
Rogers Morton gab am 15. März eine diesbezügliche Erklärung ab, und sein
Staatssekretär, John C. Whitaker,

betonte auf einer Pressekonferenz einen

Tag später, daß die jüngsten Ereignisse in Wounded Knee vielleicht nie eingetreten wären, wenn der Kongreß die Vorlage Präsident Nixons schon vor
zwei Jahren verabschiedet hätte, Nixon habe durch seine Doktrin von Guam
über die größere Teilung der internationalen Verantwortung und mit seinem
Finanzierungsausgleichsplan für Einzelstaaten und Kommunen gezeigt, daß
die Übernahme von Eigenverantwortung, wie sie die Indianer fordern, genau
seinen Auffassungen entspricht.
Die von Präsident Nixon dem Kongreß zugeleitete Vorlage enthält folgende Punkte:
1. Das Amt des Kommissars für Indianische Angelegenheiten soll auf
den Rang eines Unterstaatssekretärs im Innenministerium angehoben werden.
2. Ein Treuhänderrat soll ins Leben gerufen werden, der als absolut
unabhängige Stelle die Stämme in allen rechtlichen Fragen, vor allem was
den Schutz der natürlichen Hilfsquellen der Reservate angeht, berät.
3. Die einzelnen Stämme sollen im Rahmen der Selbstregierung die Vollmacht erhalten, im Bereich ihrer Reservate eigene Erziehungs-, Gesundheits-und Sozialprogramme selbst durchzuführen. Diese Selbständigkeit wird
von Regierungsseite als entscheidend wichtiger Punkt angesehen.

4.

-2-

�4. Mehr Kapital für die wirtschaftliche Entwicklung, d.h. Erhöhung
der gegenwärtigen Anleihefonds von 25 Millionen auf 75 Millionen Dollar,
wodurch der Einzelne bis zu 50 000 Dollar Kredit für einen Kleinbetrieb
erhalten soll.
5. Vollmacht für die Regierung (in Washington), direkt mit einzelnen
Stämmen zu verhandeln, die eigene Sozialprogramme durchführen.
6. Die Indianer sollen selbst eine stärkere Kontrolle über die widerrechtliche Benutzung ihres Weidelandes und unfaire Handelspraktiken ausüben dürfen.
Das von Präsident Nixon vorgeschlagene Programm zielt, wie Innenminister Morton betonte, auf eine stärkere Autonomie der Indianer ab.
Morton wie auch sein Staatssekretär bedauerten die Anwendung von Gewalt,
wie sie in Wounded Knee aufgetreten sei. Whitaker wies in diesem Zusammenhang darauf hin - daß die - im übrigen keineswegs repräsentative - Gruppe
in Wounded Knee der gerechten Sache der Indianer in der Öffentlichkeit
und im Kongreß nur schade- Man müsse die Dinge realistisch sehen, und mit
Emotionen sei den Indianern selbst am wenigsten gedient. Es gelte vielmehr,
ein vernünftiges Programm auch wirklich durchzusetzen.

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US-KONGRESS BEFASST SICH MIT PARISER WÄHRUNGSABKOMMEN
-Stellungnahmen von Volcker und Mills-

WASHINGTON ««.(AD)-- Der Staatssekretär für Währungsfragen im amerikanischen Finanzministerium, Paul A. Volcker, hat am 19, März vor dem Bewilligungsausschuß des Senats zu dem Pariser Währungsabkommen Stellung
genommen. Bereits am Vortage hatte der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses, Wilbur D, Mills, das Übereinkommen zwischen
den Vereinigten Staaten und ihren Haupthandelspartnern begrüßt und erklärt, damit sei sein Vorschlag für eine Importabgabe gegenstandslos
geworden.
Die in Paris getroffenen Vereinbarungen dürften ohne Frage Auswirkungen auf die neue Handelsgesetzgebung der Vereinigten Staaten haben.
Staatssekretär Volcker gab dem Senatsausschuß einen Überblick über die wesentlichen Punkte des Abkommens. Die Vereinigten Staaten und ihre wichtigen Handelspartner, so führte er aus, seien sich generell einig, daß die
gegenwärtigen Wechselkurse durchaus realistisch sind, daß es jedoch angesichts der spekulativen Atmosphäre nicht sinnvoll wäre, diese Kurse amtlich aufzuzwingen. Dies könnte gegenteilige Effekte hervorrufen.
Volcker

�Volcker wies weiter darauf hin, daß die Kurse innerhalb der durch die
Abwertung des Dollar erzielten Bandbreiten lägen - auch ohne Intervention.
Genaue Interventionspunkte würden nur zur Spekulation anregen.
Weiter betonte der Staatssekretär, daß weder die Vereinigten Staaten noch
die Europäische Gemeinschaft eine Verpflichtung zur Intervp^tion hätten, daß
ihnen jedoch die Möglichkeit einer gelegentlichen und flexiblen Intervention
keineswegs genommen sei. Ein völlig freies Floaten würde nach Auffassung
Volckers für einige Länder zu große wirtschaftliche Verzerrungen verursachen.
Auf die Frage, wann er mit einer Verbesserung der amerikanischen Zahlungsbilanzposition rechne, erklärte Volcker vor dem Ausschuß, daß es wohl kaum
gelingen werde, schon Ende dieses Jahres zu einer ausgeglichenen Bilanz zu
kommen, aber er rechne mit wesentlichen Fortschritten und einem Ausgleich
vielleicht in zwei Jahren.
Die positive Aufnahme der Pariser Vereinbarungen vom 16. März im amerikanischen Kongreß wurde auch durch die Änderung der Haltung des einflußreichen Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses deutlich.
Der Demokrat Wilbur Mills hatte sich nachdrücklich für eine temporäre Importabgabe eingesetzt, um einen raschen Abbau des Defizits in der amerikanischen
Handelsbilanz herbeizuführen. Die getroffenen Währungsvereinbarungen ermöglichten einen Verzicht auf solche Maßnahmen, so erklärte der Abgeordnete in einem
Rundfunk-und Fernsehinterview am 18. März. Sein Vorschlag sei in erster Linie
als eine Warnung gedacht gewesen, die auch die gebührende Aufmerksamkeit gefunden habe. Er gebrauchte in diesem Zusammenhang das in Amerika geläufige
Bild des Maultiers, das man mit dem Prügel behandeln müsse, um es in Gang zu
bringen.
Mills wich jedoch detaillierten Fragen hinsichtlich seiner Auffassungen
zu Handelsfragen aus, da er diese noch ausführlich vor dem Kongreß darlegen
will. Der Abgeordnete räumte allerdings ein, daß Präsident Nixon größere

„2-

�größere Vollmachten erhalten müsse, um die amerikanische Industrie und den
amerikanischen Arbeiter vor einer Invasion ausländischer Importe schützen zu
können. Auch schloß er die temporäre Einführung von Importabgaben für bestimmte Waren - vor allem aus Japan - nicht gänzlich aus.
Der Ausschußvorsitzende deutete auch an, daß er eventuell

- vor allem

nach einem Gespräch mit Finanzminister Shultz - bereit sein könnte, die Behandlung der Vorlage für das neue Handelsgesetz der Behandlung der Steuervorlage noch vorzuziehen.

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12/1973

RADARKONTAKT MIT DEM PLANETEN SATURN
-Schwärme von Gesteinstrümmern im RingsystemVon G. Weiss

--(AD)-- Den Astronomen Dr. Richard Goldstein und George Morris vom Jet
Propulsion Laboratory (JPL), einem Forschungsinstitut der NASA in Pasadena
(Kalifornien),ist es zum ersten Mal gelungen, den Planeten Saturn samt
dessen Ringsystem mit Radarstrahlen zu sondieren. Vom Planeten selbst bekamen sie nur schwache, von den flachen Ringscheiben um den Äquator dagegen sehr kräftige Echos.
Die zurückkommenden Signale lassen den Schluß zu, daß das Ringsystem
zum großen Teil aus Brocken fester Materie mit rauher, stark unebener
Oberfläche besteht. Als Mindestgröße nimmt Dr. Goldstein etwa 1 m Durchmesse

an. In den drei konzentrischen Ringen, deren

innerer ca. 11 500 km

über dem von Wolken eingehüllten Planeten beginnt und deren äußerer
ca. 280 000 km Randdurchmesser hat, ziehen die Brocken in dichten Schwärmen
ihre Bahn. Ab und an sind jedoch offenbar die Zwischenräume groß genug, um
das Licht ferner Sterne durchscheinen zu lassen. Das zeigen die Beobachtungen mit starken optischen Geräten. Der knapp 26 000 km breite mittlere
Ring, der wahrscheinlich auch das meiste Material enthält, reflektiert am
stärksten und leuchtet hell.
Die

-l-

�Die jüngsten Beobachtungen, die mit der umgebauten 64 m-Parabolantenne
des NASA-Radioobservatoriums in der Mojava-Wüste (Kalifornien) gemacht wurden, widerlegen die Anfang der sechziger Jahre aufgestellte Theorie, die
Ringe des Saturn bestünden aus winzigen Partikeln, wahrscheinlich aus Eiskristallen, Staub und Gasen. Vielmehr gewinnt durch die

euen

Unter-

suchungen mit der "Radar-Sonde" die alte Theorie des englischen Physikers
und Astronomen Maxwell wieder an Boden, der 18 59 die Möglichkeiten der Entstehung der rätselhaften Saturn-Ringe erörterte und zu dem Schluß kam, daß
es sich dabei um reflektierende Trümmermaterie handeln müsse. Zusammenhängende feste Massen würden in dem Bereich, in dem sich die Ringe befinden, unter der Wirkung der Gravitationskräfte des Saturn regelrecht zerrissen, während sich Gasmassen - ebenfalls infolge der Gravitationseinwirkung - nur zu kleineren festen Körpern, nicht aber zu einem zusammenhängenden Gebilde kondensieren könnten. Tatsächlich liegen auch die Umlaufbahnen
für die zehn Monde des Saturn außerhalb der Ringzone.
Der ähnlich wie Jupiter von verschiedenfarbenen horizontalen Bändern
unterteilte Planet hat eine auffallend geringe Dichte. Sie beträgt nur drei
Viertel der Dichte von Wasser. Deshalb wurde von jeher bezweifelt, daß der
Planet eine feste Oberfläche haben könne. Vielmehr dürfte er sich noch im
gasförmigen, vielleicht teilweise verflüssigten Zustand befinden. Die extrem schnelle Rotation - der riesige Ball mit 120 800 km Durchmesser dreht
sich in nur 10 Stunden und 14 Minuten einmal um die eigene Achse - führte
zu einer so starken Abplattung, daß die Achse von Pol zu Pol um ein Zehntel
kürzer ist als die Achse der Äquatorebene.
Die Reflexionsfähigkeit des Saturn ist größer als die des Planeten
Jupiter. Da er jedoch noch heller leuchtet als z.B. weiße Wolken, wird angenommen, daß nicht nur Reflexion von Sonnenlicht, sondern auch Vorgänge,
die Eigenlicht erzeugen, dem Leuchtphänomen zugrundeliegen. Weniger deutlich als beim Jupiter sind die Farbbänder der Wolkenhülle gegeneinander

-2-

�gegeneinander abgesetzt. In starkem Kontrast zueinander steht der sehr helle,
breite Äquatorgürtel und die dunkelgrüne Färbung an den Polen. Aufgrund spektroskopischer Untersuchungen enthält die anscheinend sehr tiefe Atmosphäre große
Mengen von Amoniakgas und Methan, wobei im Gegensatz zu Jupiter Methan beim
Saturn überwiegt.
Es ist eine außerordentliche Leistung der Radar-Technik, einen Planeten,
der zwischen 1,2 und 1,65 Milliarden km von der Erde entfernt ist, überhaupt
zu erreichen. Zweieinviertel Stunden betrug die Laufzeit der Signale, mit denen Goldstein und Morris den Saturn bei der letzten erdnahen Position abtasteten. Da der Planet selbst 29,5 Jahre für einen einzigen Umlauf um die
Sonne braucht, kommt die Erde alle 378 Tage zwischen Sonne und Saturn zu stehen und damit in eine für Beobachtungen günstige Position.
Nach dem Mond, der Venus, dem Mars, dem Merkur und Jupiter und dem
Kleinplaneten Ikarus ist damit zum ersten Mal einer der Außenplaneten unseres
Sonnensystems für solche Beobachtungen zugänglich geworden. Ein Forschungssatellit braucht ca. vier Jahre, um überhaupt in diese Räume vorzudringen.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA beabsichtigt, 1977 eine Mariner-Sonde
in Saturn-Nähe zu entsenden. Nach Meinung Dr. Goldsteins muß dabei allerdings
das Ringsystem unbedingt gemieden werden, weil dort eine Kollision mit Brocken
wahrscheinlich ist und das Ende der Mission bedeuten würde.
Spektroskopische Untersuchungen von Titan, dem größten der zehn SaturnMonde, haben jetzt übrigens ergeben, daß die dort herrschenden atmosphärischen Bedingungen jenen auf der Erde viel ähnlicher sind als erwartet. Die
Temperaturen auf diesem von der Sonne so unendlich weit entfernten Körper
wären sogar für die Entwicklung primitiver Lebensformen geeignet. Möglicherweise könnte die Mariner-Sonde darüber mehr Informationen bringen, wenn sie
sich Titan bis ca. 160 km Abstand nähert und mit Kameras sowie Infrarot- und
Ultraviolett-Spektrometern den von einer Atmosphäre umgebenen Mond abtastet.
Dr. Carl Sagan von der Cornell-Universität ermittelte eine Oberflächentemperatur von 250 Grad Kelvin. Das entspricht minus 23 Grad Celsius.

4HH-

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INITIATIVEN FÜR BESSEREN UMWELTSCHUTZ
-EPA rückt dem Lärm zu Leibe - Industrie entwickelt Überwachungsgeräte-

--(AD)-- Vertreter von 600 Bürgergruppen waren zur jüngsten nationalen Informationstagung des US-Amtes für Umweltschutz (EPA) geladen, die Ende
Februar 1973 in Washington abgehalten wurde. Aufgabe solcher Veranstaltungen ist es, die Bürgerschaft, zuständige Beamte von Bundes-, Staats- und
Kommunalbehörden sowie Interessenten aus den verschiedensten Fachbereichen
über die Fortschritte in UmweltSchutzmaßnahmen zu informieren. Gleichzeitig
dienen sie dazu, neue Vorschriften und gesetzliche Bestimmungen für den
Umweltschutz, einschließlich der Wege zu deren praktischer Durchführung,
zu erörtern und einen Meinungsaustausch über vordringliche neue Programme
in Gang zu bringen.
William D. Ruckeishaus, der aktive Chef der EPA, muß und will in der
Tätigkeit seiner Behörde den Bedürfnissen der Öffentlichkeit so weit wie nur
irgend möglich Rechnung tragen. Wie sehr er dabei auf deren Mitarbeit angewiesen ist, zeigt z.B. sein Aufruf von Anfang Februar 1973, Lärmbelästigungen durch Flugzeuge, Schienen-und Straßenfahrzeuge zu melden und Vorschläge über die Festsetzung von maximalen Lärmpegeln zu machen. Jeder-

-l-

�Jedermann kann sich beteiligen. Jedoch ist der EPA besonders daran gelegen,
die Meinungen von Fachleuten aus Industrie und von Behörden zum Problem
der Lärmbekämpfung kennenzulernen und von ihren Erfahrungen mit einschlägigen Methoden, auch mit Apparaturen oder Vorrichtungen zur Überwachung
und Verminderung des Lärmpegels,zu profitieren.
In diesem Zusammenhang sind, wie auch bei anderen Aufgaben des Umweltschutzes, Entwicl lungen von Interesse, die kürzlich von einem unabhängigen
Wissenschaftlergremium als einige der "100 besten Erfindungen und Produkte
des Jahres" bewertet wurden.
Lärm-Dosimeter: Das sogenannte "Audio Dosimeter" der Firma E.I Du Pont
de NetiK.urs in Wilmington 'Delaware

erfaßt Schallwellen mit. einem Mikrophon

und setzt sie in elektrische Signale um

Über ein Elektroniksystem werden

diese in einer Zelle gespeichert. Eine tägliche Kontrolle der Zelle zeigt
an, bis zu welchem Prozentsatz des zulässigen Lärmpegels der Arbeiter Lärm
ausgesetzt war. Das"Noise Dosimeter" der General Radio Corporation in
Concord (Massachusetts) kann sogar in der Rocktasche getragen werden. Es
zeichnet ebenfalls den täglichen Lärmpegel an der Arbeitsstelle auf.
Auflösbarer Kunststoff: Ein Zusatz zu Kunststoffen macht es möglich,
beispielsweise Kunststoffverpackungen nach Gebrauch ohne Schwierigkeiten
zu vernichten. Sie brauchen nur ca. sechs Monate lang Sonnenlicht ausgesetzt
zu werden, wobei sie sich zersetzen und nur noch harmlose Rückstände ergeben. Hersteller: Bio-Gradable Plastics Corporation in Boise (Idaho).
Bio-Abbau altei Autoreifen: Dr. Walter J. Nickerson, Mikrobiologe
von der Futgers Universität in New Brunswick 'New Jersey), experimentierte
erfolgreich mit verschiedenen Pilz-und Hefearten, denen er alte Autoreifen
als Nährboden gab. Die Organismen entziehen der Gummimasse den Kohlenstoff
und reduzieren sie zu Pulver. Dieses Pulver wiederum ist ein ausgezeichnetes Anreicherungsmaterial für schlechte Böden Außerdem bewirkt es beim Mischen

„2-

�Jedermann kann sich beteiligen. Jedoch ist der EPA besonders daran gelegen,
die Meinungen von Fachleuten aus Industrie und von Behörden zum Problem
der Lärmbekämpfung kennenzulernen und von ihren Erfahrungen mit einschlägigen Methoden, auch mit Apparaturen oder Vorrichtungen zur Überwachung
und Verminderung des Lärmpegels,zu profitieren.
In diesem Zusammenhang sind, wie auch bei anderen Aufgaben des Umweltschutzes, Entwicl lungen von Interesse, die kürzlich von einem unabhängigen
Wissenschaftlergremium als einige der "100 besten Erfindungen und Produkte
des Jahres" bewertet wurden.
Lärm-Dosimeter: Das sogenannte "Audio Dosimeter" der Firma E.I Du Pont
de Nemours in Wilmington 'Delaware

erfaßt Schallwellen mit einem Mikrophon

und setzt sie in elektrische Signale um

Über ein Elektroniksystem werden

diese in einer Zelle gespeichert. Eine tägliche Kontrolle der Zelle zeigt
an, bis zu welchem Prozentsatz des zulässigen Lärmpegels der Arbeiter Lärm
ausgesetzt war. Das"Noise Dosimeter" der General Radio Corporation in
Concord (Massachusetts) kann sogar in der Rocktasche getragen werden. Es
zeichnet ebenfalls den täglichen Lärmpegel an der Arbeitsstelle auf.
Auflösbarer Kunststoff: Ein Zusatz zu Kunststoffen macht es möglich,
beispielsweise Kunststoffverpackungen nach Gebrauch ohne Schwierigkeiten
zu vernichten. Sie brauchen nur ca. sechs Monate lang Sonnenlicht ausgesetzt
zu werden, wobei sie sich zersetzen und nur noch harmlose Rückstände ergeben. Hersteller: Bio-Gradable Plastics Corporation in Boise fIdaho).
Bio-Abbau altei Autoreifen: Dr. Walter J. Nickerson, Mikrobiologe
von der Rutgers Universität in New Brunswick (New Jersey1, experimentierte
erfolgreich mit verschiedenen Pilz und Hefearten, denen er alte Autoreifen
als Nährboden gab. Die Organismen entziehen der Gummimasse den Kohlenstoff
und reduzieren sie zu Pulver. Dieses Pulver wiederum ist ein ausgezeichnetes Anreicherungsmaterial für schlechte Böden.Außerdem bewirkt es beim Mischen

• 2-

�Mischen mit Sand, daß dieser Feuchtigkeit hält, und beim Mischen mit Ton,
daß der Boden die Feuchtigkeit besser abgibt.
Staub: Mit Hilfe eines neuartigen Staub-Monitors der GCA Technology
Corporation in Bedford (Massachusetts) kann die Konzentration an gefährlichen Staubpartikeln in Bergwerken und Fabriken sehr exakt gemessen werden.
Der Staub sammelt sich auf einem dünnen Plastikfilm, der zwischen radioaktivem Material und einem Szintillationszähler plaziert ist. Da die Staubpartikel Strahlung absorbieren, gibt nun der Zähler die Staubdichte an, und
zwar in Milligramm pro Kubikmeter Luft. Staubpartikel in Autoabgasen werden
mit Hilfe eines Zusatzgerätes der PPG Industries in Pittsburgh (Pennsylvanien) abgefiltert. Die Konzentration an solchen Teilchen läßt sich mit dem
"Automative Exhaust Gas Particulate Filter" um 99 Prozent vermindern. Das
in zwei Filterstufen arbeitende Gerät erfaßt noch Partikel von 0,00025 mm
Größe und bleibt bis zu einer Fahrleistung von 80 000 km voll einsatzfähig.
Ölverschmutzung: "Oil Herder", ein neues chemisches Präparat, wird
als Barriere gegen das weitere Ausbreiten von Ölteppichen auf Wasser benutzt
und bringt das Öl dazu, sich zu einer kompakten Masse zu verklumpen. Es
wird mit handbetriebenen Sprühgeräten oder vom Helikopter aus gesprüht.
Hersteller: Shell Pipeline Corporation in Houston (Texas).
Küstenschutz: "CONQUIK" ist die Bezeichnung für einen Küstenschutz
aus leicht montierbaren Röhren, die als Wellenbrecher installiert werden und
die erodierende Wirkung von Wellen und Strömungen wesentlich abschwächen.
Hersteller: Gray Tech Industries in Mohnton (Pennsylvanien).
Wasserverschmutzung: Normalerweise ergibt sich aus Lichtbrechung und
Wärmeleitfähigkeit von Wasser ein bestimmter Verhältniswert, der durch verschmutzende Stoffe merklich verändert wird. Diese Zusammenhänge bilden das
Arbeitsprinzip eines neuartigen Verschmutzungs-Monitors der Environmental

-3-

�Environmental Device Corporation in Marion (Massachusetts). Außerdem haben
Geophysiker der Staatsuniversität Pennsylvanien herausgefunden, daß unterirdisch verschmutztes Wasser, beispielsweise Grubenabwasser, von der Oberfläche aus zu erkennen ist, wenn man starke Stromstöße (bei den bisherigen
Experimenten wurden Stromstöße bis zu 1200 Volt benutzt) in den Boden schickt
und den Stromfluß im Wasser mißt. Da mit Säuren angereichertes Wasser Strom
sehr viel besser leitet als sauberes Wasser, ist es durch Serienmessungen
sogar möglich, die Verschmutzungsquelle zu lokalisieren.
Qualitätskontrolle von Getreide: Auch ungelernte Arbeiter können mit
Hilfe eines neuen Gerätes den Feuchtigkeits-, Öl und Proteingehalt von Getreide beliebiger Mengen genau messen. Hersteller: Neotec Corporation
Rockville (Maryland) in Zusammenarbeit mit dem US-Landwirtschaftsministerium.
THERMADAPT ist ein Gewebe, das sich automatisch der Außentemperatur anpaßt und Kühlung oder Wärme zuführt. Es besteht aus Hohlfäden, die mit einer
Mischung von Gas und einem Lösungsmittel imprägniert sind. Sinkt die Außentemperatur, so wird das Lösungsmittel fest, setzt das Gas frei und drückt
es in die Hohlfäden, die sich nun ausdehnen. Dadurch wird das Gewebe dichter
und hält die Wärme besser. Steigt die Außentemperatur, läuft der Prozeß umgekehrt ab. Das Lösungsmittel weicht auf, absorbiert das Gas und läßt die
Hohlfäden schrumpfen. Die Gewebezwischenräume werden größer und lassen Luft
und Feuchtigkeit besser zirkulieren. Das neue Material dürfte zunächst für
Decken und Schutzvorhänge, später jedoch auch für Mäntel, Anzüge und andere
Kleidungsstücke Verwendung finden. Hersteller: J.P. Stevens and Company,
Garfield (New Jersey).
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12/1973

CCMS-PLENARSITZUNG AM 10./ll.APRIL IN OTTAWA

--(AD)-- Zur 8. Plenarsitzung des "Ausschusses für Aufgaben der modernen
Gesellschaft" (CCMS) kommen die Mitglieder der CCMS-Arbeitsgruppe der
NATO am 10. und 11. April 1973 in Ottawa (Kanada) zusammen. Gastgeber
für die Delegierten aus 15 NATO-Mitgliedsstaaten sind Außenminister
Mitchell Sharp und Umweltminister Jack Davis, Eine

der Modellaufgaben,

die Kanada auf dem Sektor Umweltschutz übernommen hat, ist das Wasserwirtschaftsprojekt "Saint John River". Mit Hilfe dieses Projektes hofft
man, optimale Methoden der Wasserwirtschaft entwickeln und demonstrieren
zu können.

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