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und
Dokumentation

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Nummer

3. Januar 1973

Inhalt
DOKUMENTATION:
Erste SALT Il-Verhandlungsrunde abgeschlossen
-Wortlaut des Kommuniques und des Memorandums-

HINTERGRUNDMATERIAL:
US-Energiebedarf wird sich bis zum Jahre 2000 verdoppeln
-Ein Bericht des US-Innenministeriums-

WIRTSCHAFT:

1972 erfüllte wirtschaftliche Erwartungen der Regierung
-US-Wirtschaftsbeirat gibt Jahresrückblick.-

Um Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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1/1973

ERSTE SALT II-VERHANDLUNGSRUNDE ABGESCHLOSSEN
-Wortlaut des Kommuniques und des Memorandums-

GENF --(AD)— Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion haben während
der am 21. Dezember zu Ende gegangenen ersten Verhandlungsrunde von SALT II
über den allgemeinen Rahmen der die Offensivwaffen betreffenden Fragen
Übereinstimmung erzielt, die nach Wiederaufnahme der Gespräche am 27, Februar erörtert werden sollen.
Das am 21. Dezember von den beiden Verhandlungsführern unterzeichnete
Kommunique hat folgenden Wortlaut:
"Die amerikanisch-sowjetischen Verhandlungen über eine Begrenzung der
strategischen Rüstungen wurden vom 21.November 1972 bis zum 21. Dezember
1972 fortgesetzt.
Die amerikanische Delegation wurde von dem Leiter der US-Abrüstungsbehörde, Gerard Smith, angeführt. Mitglieder der Delegation, die an den Verhandlungen teilnahmen, waren Philip J.Farley, Paul Nitze, Harold Brown und
Royal Allison.
Die

i

�Die sowjetische Delegation wurde von dem stellvertretenden Außenminister
der UdSSR, V.S.Semenow, angeführt.Mitglieder der Delegation, die an den Verhandlungen teilnahmen, waren K..S. Trusow, P.S. Pleschakow, A..N.Schukin und
0. A. Grinewsky.
Den Delegationen waren Berater und Experten beigegeben.
Gemäß dem im Mai 1972 erzielten Abkommen, die aktiven amerikanisch-sowjetischen Verhandlungen über die Begrenzung der strategischen Offensivwaffen
fortzusetzen, haben die Delegationen sich mit der weiteren Erörterung von Fragen befaßt, die sich auf die Erzielung eines Abkommens über umfassendere Maßnahmen zur Begrenzung der strategischen Offensivwaffen beziehen.
Im Verlaufe dieser ersten Erörterungen wurde ein weiter Bereich von Fragen, die hiermit im Zusammenhang stehen, geprüft. Die Gespräche waren zur Vorbereitung weiterer Verhandlungen im kommenden Jahr für beide Seiten nützlich.
Es wurde eine Übereinstimmung über den allgemeinen Rahmen von Fragen erreicht,
die Gegenstand weiterer amerikanisch-sowjetischer Gespräche sein werden.
Im Verlaufe der Verhandlungen wurde ein Memorandum über die erzielte Übereinstimmung ausgearbeitet und unterzeichnet, das die Einsetzung einer ständigen
beratenden Kommission gemäß Artikel 13 des Vertrages zwischen den USA und der
Sowjetunion über die Begrenzung der ABM-Systeme vorsieht.
Beide Seiten dankten der schweizerischen Regierung für die Schaffung so
günstiger Bedingungen für die Abhaltung der Verhandlungen sowie für die ihnen
gewährte Gastfreundschaft.
Es wurde vereinbart, daß die Verhandlungen zwischen der amerikanischen und
der sowjetischen Delegation am 27. Februar 1973 in Genf wieder aufgenommen werden sollen."
Wortlaut

�Wortlaut des Memorandums:
"Erstens: Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und die Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken setzen hiermit eine
ständige beratende Kommission ein.
Zweitens: Die ständige beratende Kommission soll die Zielsetzungen und
die Durchführung der Bestimmungen des Vertrages zwischen den USA und der
UdSSR über die Begrenzung der ABM-Systeme vom 26. Mai 1972, des amerikanischsowjetischen Interi»sabkommensüber die Begrenzung bestimmter strategischer
Offensivwaffen vom 26. Mai 1972 und des Abkommens über Maßnahmen zur Verringerung der Gefahr des Ausbruches eines Atomkrieges zwischen den USA und der
UdSSR vom 30. September 1971 fördern und ihre Befugnisse im Einklang mit den
Bestimmungen des Artikels 13 des besagten Vertrages, des Artikels 6 des besagten Interimsabkommens

un

d des Artikels 7 des besagten Abkommens ausüben.

Drittens: Jede Regierung soll in der ständigen beratenden Kommission durch
einen Beauftragten und einen stellvertretenden Beauftragten vertreten sein,
denen der erforderliche Arbeitsstab beigegeben ist.
Viertens: Die ständige beratende Kommission wird periodische Sitzungen
zu beiderseits über die Beauftragten vereinbarten Zeitpunkten, doch wenigstens
zweimal im Jahr, abhalten. Auf Antrag eines der beiden Beauftragten sollen
Sitzungen ebenfalls sobald wie möglich und nach entsprechender Benachrichtigung
anberaumt werden.
Fünftens: Die ständige beratende Kommission wird in Genf zusammentreten.
Sie kann auch an anderen vereinbarten Orten zusammenkommen.
Ausgefertigt in Genf am 21. Dezember 1972 in zwei Kopien, jeweils in englischer und in russicher Sprache, von denen beide Texte in gleicher Weise authentisch sein sollen."
Das

�Das Memorandum wurde

für die Vereinigten Staaten von Botschafter

Gerard Smith und für die Sowjetunion von dem stellvertretenden Außenminister
Wladimir S. Semenow unterzeichnet.

-4-

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Hintergrundmaterial

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1/1973

US-ENERGIEBEDARF WIRD SICH BIS ZUM JAHRE 2000 VERDOPPELN

-Ein Bericht des US-Innenministeriums-

WASHINGT0N --(AD)-- Der Energiebedarf der Vereinigten Staaten wird sich
bis zum Jahre 2000 mehr als verdoppeln. Dies geht aus einem Bericht des amerikanischen Innenministeriums hervor, der zum Jahresende veröffentlicht wurde. Der amerikanische Innenminister Rogers Morton hat im Zusammenhang mit dem
Bericht darauf hingewiesen, daß die USA mit Versorgungsschwierigkeiten rechnen müssen, wenn sie nicht alle nur möglichen Anstrengungen zur Sicherung
ihres Energiebedarfs machen.
Nach Angaben des Berichtes ist mit einer Zunahme des Energiebedarfs
in den Vereinigten Staaten um 3,6 Prozent jährlich zu rechnen. Man geht dabei
von einer Zunahme des amerikanischen Bruttosozialproduktes von 739,5 Milliarden Dollar im Jahre 1971 auf 2 438 Milliarden Dollar im Jahre 2000 aus. Die
industrielle Produktion in den USA dürfte sich in diesem Zeitraum vervierfachen - mit dem entsprechenden Bedarf an Brennstoff und Energie.
Ein entscheidender Faktor wird die Umstellung auf Atomstrom sein. Hier
werden vor allem die sogenannten "Brutreaktoren" eine wichtige Rolle spielen, die mehr Nuklearbrennstoff produzieren als sie verbrauchen. Gegenwärtig

-1-

�Gegenwärtig macht der Atomstrom 2,4 Prozent der gesamten amerikanischen Stromerzeugung aus, jedoch dürfte um die Jahrhundertwende der Anteil auf 51 Prozent
gestiegen sein.
Zu dem etwas schwierigeren Problem der Erdölversorgung heißt es in dem
Bericht, daß gegenwärtig rund 74 Prozent des Bedarfs aus eigener Förderung gedeckt werden können, daß jedoch bis zum Jahre 2000 die Eigenversorgung nur noch
etwa 30 Prozent ausmachen werde. Dabei ist eingerechnet, daß die neuen Vorkommen
in Alaska rund 10 Prozent des Bedarfs decken werden, Innenminister Morton räumt
jedoch die Möglichkeit ein, daß das Öl aus Alaska sogar 15 Prozent des Gesamtbedarfs erbringen wird.
Nach Ansicht der Experten wird es bis 1980 möglich sein, das Defizit in der
Ölversorgung durch Importe zu decken. Über diesen Zeitpunkt hinaus wird jedoch
die Gewinnung von Rohöl aus Ölschiefer und durch die Verflüssigung von Kohle
- aus eigenen Vorkommen - an Bedeutung gewinnen.
Wie es in dem Bericht heißt, wird auch die Erschließung neuer Ölquellen im
Festlandsockel an der Atlantikküste verstärkt vorangetrieben werden. Der Anteil
des Öls an der Gesamtenergieversorgung wird voraussichtlich von 44 Prozent im
Jahre 1971 auf 37 Prozent im Jahre 2000 zurückgehen.
Was die Versorgung mit Gas angeht, so werden bisher 96 Prozent durch Erdgas und künstliches Gas gedeckt. Hier wird bis zum Jahre 2000 ein Rückgang auf
72 Prozent erwartet, wobei etwa 20 Prozent Erdgas über Rohrleitungen aus Kanada
eingeführt werden, und die restlichen acht Prozent durch die Einfuhr von Gas in
flüssigem Zustand gedeckt werden sollen.
Die Kohleversorgung der USA aus eigener Förderung ist nach dem Bericht mehr
als ausreichend gedeckt. Man rechnet damit, daß bis 1980 das Problem des Schwefeloxyds bei der Kohleverbrennung gelöst sein und die Kohle als umweltfreundlicher Brennstoff akzeptiert wird. Obwohl sich der Kohlebedarf bis zum Jahre
2000 verdreifachen wird, werden die amerikanischen Bergleute diesen Bedarf decken
können. Dabei dürften sich die Kohleexporte der USA von 58 Millionen Tonnen im

-2-

�im Jahre 1971 auf 108 Millionen Tonnen im Jahre 2000 fast vcr ' A.peln.
Nach den Erwartungen der Experten wird sich die Bevölkerung der Vereinigten Staaten von gegenwärtig 210 Millionen bis zum Jahre 2000 auf nahezu 280
Millionen erhöhen; dabei dürften jedoch wirtschaftlichere Methoden der Nutzung
der Energiequellen . vor allem durch öffentliche Verkehrsmittel statt Privatwagen - den Energiebedarf relativ verringern. Flugzeuge werden verstärkt für den
Frachtdienst eingesetzt werden, während Eisenbahnen und Lastkähne in ihrer Bedeutung zurückgehen werden.
Wie Innenminister Morton betonte, wird in Zukunft ein Unterstaatssekretär
in seinem Ministerium verstärkt mit Energiefragen betraut werden, und Präsident
Nixon wird Anfang 1973 eine "Energiebotschaft" an den Kongreß richten.

-3-

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1/1973

1972 ERFÜLLTE WIRTSCHAFTLICHE ERWARTUNGEN DER REGIERUNG
-US-Wirtschaftsbeirat gibt Jahresrückblick-

WASHINGTON — ( A D ) » Der Wirtschaftsbeirat Präsident Nixons hat in einer
Erklärung zum Jahresschluß die wirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten während der letzten 12 Monate analysiert, die die Erwartungen
der Regierung erfüllt hätten. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:
1972 war ein Jahr einer starken wirtschaftlichen Expansion; es brachte einen starken Anstieg der Beschäftigtenzahl, eine wesentliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit und eine geringere Preisauftriebsrate. Die im Dezember veröffentlichten statistischen Zahlen für Gütererzeugung, Beschäftigtenstand, Umsätze und Preise, die sich vorwiegend auf den November beziehen,
bestätigen diese Lageeinschätzung. Obwohl die endgültigen Zahlen noch nicht
vorliegen, deuten die jüngsten Berichte darauf hin, daß dieses Jahr das von
der Regierung gesetzte Ziel, eine Steigerung des Bruttosozialproduktes um
100 Milliarden Dollar - bei sechsprozentiger Zunahme der realen Güterererzeugung und 3 1/4 Prozent Preissteigerungen (wie dies der Deflator des
Bruttosozialproduktes

zeigt) - erfüllt hat.
Die

-1-

�Die Arbeitslosenrate im November von 5,2 Prozent lag im Bereich der
Voraussagen der Regierung, daß nämlich die Arbeitslosenrate gegen Ende des Jahres 1972 bei etwa 5 Prozent liegen werde
In den neun Monaten von Ende Februar bis Anfang November 1972, nachdem
der kurze Preisanstieg nach Ablauf des totalen Lohnend Preisstopps überwunden
war, ist der index der Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 3,1 Prozent
gestiegen. Dies liegt noch geringfügig
Ziel, den

über dem von der Regierung gesetzten

Preisauftrieb auf 2 bis 3 Prozent herabzudrücken; allerdings ist

die Preisauftriebsrate nur noch etwa halb so groß wie 1969, Andere wichtige
I idikatoren für die Preisentwicklung sind, wie dies der Deflator des Bruttosozialprodukts und des privaten Verbrauchs zeigt, in den letzten Quartalen
weniger als 3 Prozent angestiegen.
Es gibt zahlreiche Hinweise,die für ein Anhalten des wirtschaftlichen Aufschwungs 1973 sprechen. Die Höhe der Verbrauchsgüterumsätze, die anhaltend
hohen Raten des Baubeginns von Wohnungen und der Auftragseingänge in der Fertigungsindustrie, die Berichte über die Investitionspläne der Wirtschaft, der
stimulierende Einfluß des Bundeshaushaltes und die stetige Zunahme der Geldversorgung - sie alle weisen darauf hin, daß die Auftriebskräfte auf der Nachfrageseite der Wirtschaft ungebrochen sind. Dies sollte zu einer Steigerung von
Gütererzeugung und Beschäftigung führen und die Arbeitslosigkeit weiter abbauen.
Was den Preisauftrieb anbetrifft, so werden die Preis-und Lohnentscheidungen in
einem Klima getroffen werden, das von mehr Vertrauen in das Preisniveau und
einer geringeren Notwendigkeit für größere Lol lerhöhungen, um frühere, jahrelang bestandene Rückstände auszugleichen, gekennzeichnet ist. Somit sind die
Aussichten auf ein weiteres Jahr, das eine schnelle Expansion mit einer rückläufigen Preisauftriebsrate verbindet, gut.
Wenn auch diese Aussichten gut sind, so sind sie jedoch noch keineswegs
gesichert, und das endgültige Ergebnis wird wesentlich davon beeinflußt werden,

-2-

�werden, wie wir als Nation einige schwierige Aufgaben lösen. Zurückhaltung in
der Haushaltspolitik des Bundes wird notwendig sein, um zu verhindern, daß die
gegenwärtige gesunde Expansion sich wieder zu einem inflationistischen Boom
auswächst. Die Entschlossenheit der Regierung in dieser Beziehung ist wohl bekannt; es wird der Zusammenarbeit mit dem Kongreß und der Öffentlichkeit bedürfen, um das Ziel zu erreichen. Das System zur Kontrolle von Preisen und Löhnen
wird modifiziert werden müssen, um eine optimale Wirksamkeit zu erlangen, ohne
daß Effizienz und Dynamik der Wirtschaft im Laufe des Jahres 1973 beeinträchtigt werden. Die Regierung hat eingehende Konsultationen mit allen Sektoren der
Wirtschaft über die erforderlichen Änderungen geführt. Die Empfehlungen der Regierung hierzu werden gegenwärtig noch ausgearbeitet; es ist klar, daß in diesem
Bereich ebenfalls eine Zusammenarbeit mit dem Kongreß und der Öffentlichkeit
notwendig sein wird. Zweifellos werden sich auch noch andere, im Augenblick
noch nicht vorauszusehende Probleme ergeben. Aber die durch die gemeinsamen Anstrengungen allr.r Amerikaner innerhalb und außerhalb der Regierung im Jahre 1972
erzielten ausgezeichneten Ergebnisse geben Grund zu der Zuversicht

daß die

Probleme des Jahres 1973 ebenfalls gelöst werden.
Wirtsc.haftsi ndikatoren für November
Gütererzeugung und Umsätze
Alle wichtigen Wirtschaftsstatistiken für November zeigen, daß die auf einer
breiten Basis aufbauende Wirtschaftsexpansion weitergeht. Der Index der industriellen Produktion stieg im November um 1,1 Prozent und hat damit in den
letzten drei Monaten eine Jahreszuwachsrate von 12,7 Prozer.t erreicht. Der private Wohnungsbau hatte ebenfalls einen weiteren guten Monat zu verzeichnen mit
Bau! eginnen - auf Jahresbasis - von 2,45 Millionen Wohneinheiten, etwa genauso
viel wie im Oktober. In den ersten 11 Monaten des Jahres 1972

lag die Zahl der

neu begonnenen Wohneinheiten im Durchschnitt um 19 Prozent höher als im gleichen

-3-

�gleichen Zeitraum des Jahres 1971. Die Auftragseingänge in der Dauergüterindustrie zeigten im November mit 2,9 Prozent eine ungewöhnlich starke Zunahme
und lagen damit um 21 Prozent höher als vor einem Jahr. Der Absatz von Dauergütern war um 2 Prozent höher,und die Auftragsbestände nahmen im November im
vierzehnten aufeinanderfolgenden Monat zu. Ein

geringfügiger Rückgang der

Einzelhandelsumsätze im November folgte auf einen ungewöhnlich großen Zuwachs
um 3,6 Prozent im Oktober« Die beiden Monate zusammen zeigen, daß die Verbraucherausgaben auch im vierten Quartal dieses Jahres hoch sein dürften,

Beschäftigtenstand
Der Wirtschaftsaufschwung war von einem starken Anwachsen der Zahl der
Arbeitsplätze begleitet. Die Zahl der in der Wirtschaft Beschäftigten lag im
November um 2,2 Millionen höher als vor einem Jahr. Für die ersten 11 Monate
dieses Jahres ergibt sich eine Zunahme der Beschäftigtenzahl gegenüber dem
gleichen Zeitraum des Jahres 1971 um 2,3 Millionen.
Die Arbeitslosenrate verzeichnete im November einen scharfen Rückgang
auf 5,2 Prozent gegenüber der seit Juni verzeichneten Rate von 5,5 Prozent.
Zwar sollte man den Statistiken für einen einzelnen Monat nicht zu große Bedeutung beimessen, aber die beträchtliche Zunahme von Beschäftigtenzahl und
Gütererzeugung, die dieses Jahr festzustellen war, hatte bereits einen Rückgang von der 5,5 Prozentmarke angekündigt.

Löhne und Einkommen
Eine weitere ungewöhnlich starke Zunahme des Personaleinkommens wurde
für November gemeldet, die zum Teil auf die Beschleunigung von Zahlungen an
die Kriegsteilnehmer zurückzuführen ist. Die wichtigste Komponente des Personaleinkommens - die Löhne und Gehälter - erhöhte sich um 4,6 Milliarden Dollar,
was etwa dem durchschnittlichen monatlichen Zuwachs der letzten sechs Monate

-4-

�Monate entspricht. Verglichen mit dem Vorjahr war das Personaleinkommen um
10,6 Prozent und die Komponente Löhne und Gehälter um 11 Prozent höher.
Die Stundenlohnsätze waren im November unverändert, und die Bruttowochenlöhne der Industriearbeiter gingen aufgrund einer etwas geringeren Arbeitszeit leicht zurück. Die Stunden-und die Bruttowochenlöhne im November lagen beide um jeweils 6,9 Prozent höher als vor einem Jahr. Angesichts eines
weit langsameren Anstiegs des Verbraucherpreisindexes nahmen die Stunden-und
die Bruttowochenlöhne -nach Ausschaltung des Preisauftriebs-in den 12 Monaten bis Ende November um 2,9 respektive um 3,2 Prozent zu.

Preise
Die Preisentwicklung war im November, wie auch zuvor im Oktober, unterschiedlich. Die Großhandelspreise zogen nach einem relativ geringen Anstieg
in den beiden vorangegangenen Monaten um 0,6 Prozent an. Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel standen im November - wie in den
vorangegangenen 12 Monaten - an der Spitze des Preisanstiegs. Der Verbraucherpreisindex zog im November um 0,3 Punkte an. Dieser mäßige Anstieg ist zu
einem großen Teil auf ein starkes Anziehen der Lebensmittelpreise (1,1 Prozent) zurückzuführen; bei den übrigen Erzeugnissen betrug der Preisanstieg
lediglich 0,1 Prozent und bei Dienstleistungen 0,2 Prozent.

Entwicklung auf Jahresbasis

Für den größten Teil des Jahres 1972 liegen nunmehr Statistiken über die
wirtschaftliche Entwicklung vor. Es ist daher nur angebracht, die verfügbaren
Informationen einer Prüfung zu unterziehen, wenn wir uns jetzt dem Ende des
Jahres 1972 nähern. Die Tabellen 1 und 2 geben die bis jetzt verfügbaren Jah-

-5-

�Jahresstatistiken auf zwei verschiedene Weisen wieder.
Tabelle 1 zeigt die jährlichen Veränderungen für den größten Teil des
Berichtszeitraumes, wobei entweder das dritte Quartal mit dem dritten Quartal 1971 oder der November 1972 mit dem gleichen Vorjahresmonat verglichen
werden. Tabelle 1 zeigt weiter diese jährlichen Veränderungen zurückgehend b
1968, so daß die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre mit 1972 verglichen werden kann.
Die in Tabelle 2 aufgezeigten Veränderungen umfassen die ersten drei
vollen Quartale (oder die ersten 11 Monate) 1972 verglichen mit den gleichen
Vorjahreszeitraum. . Sobald die Statistiken für das vierte Quartal und für
den Dezember eingearbeitet werden können, wird ein Vergleich zwischen der
wirtschaftlichen Entwicklung im Jahre 1972 insgesamt mit 1971 möglich sein.
Tabelle 2 zeigt ferner die jährlichen Veränderungen zurückgehend bis 1968
sowie die Durchschnittsrate der Veränderungen zwischen den Jahren 1960 und
1970.

Wirtschaftsindikatoren

�WIRTSCHAFTSINDIKATOREN
(auf der Basis saisonbereinigter Zahlen)
Tabelle 1: Jährliche prozentuale Veränderungen ausgewählter Wirtschaftsindikatoren, 1968 bis 1972

Vierteljahreszahlen(Änderungen jeweils auf der
Basis des dritten Quartals jedes einzelnen Jahres) 1972

1971

1970

1969

1968

Bruttosozialprodukt

0,1

7,2

4,7

7,6

9,3

Bruttosozialprodukt - real

7,2

2,2

-0,3

2,4

4,9

Bruttosozialprodukt

2,7

4,9

5,1

5,1

4,1

6,1

6,6

7,8

6,7

7,4

2,9

2,2

1,9

1,1

2,9

5,4

2,4

2,0

-0,4

2,5

Beschäftigtenzahl in der Wirtschaft

2,8

1,9

0

2,8

1,8

Verbraucherpreis index

3,5

3,5

5,6

5,7

4,7

Verbraucherpreisindex t hne Lebensmittel

2,9

3,4

6,3

5,6

4,8

Index der Großhandelspreise

5,4

3,2

2,6

4,6

3,2

Index der Großhandelspreise - Industrieerzeugnisse
4)
Freier Wochenlohn - real
Beschäftigtenzahl in der Wirtschaft (Zunahme in
Millionen)

3,7
3,7

3,2

3,6

3,9

2,6

4,0

3,9

-1,3

-0,5

-0,2

2,21

1,47

0,01

2,13

1,37

5,2

6,0

5,8

3,5

3,4

Deflator
Lohn pro Arbeitsstunde 2)
2)
Reallohn pro Arbeitsstunde
3)
Produktivität

'

Monatszahlen (Änderungen jeweils auf der
Basis des Novembers jedes einzelnen Jahres)

Arbeitslosenrate (tatsächlicher Stand)

Tabelle 2:

�Tabelle 2: Prozentuale Veränderungen des Jahresdurchschnitts ausgewählter Wirtschaftsindikatoren 1968 bis 1972 und die Durchschnittsrate der Veränderungen zwischen den Jahren i960 und 1970
Viertel Jahreszahlen

1972

1971

1970

1969

1968

1960/70

Bruttosozialprodukt

9,3

7,6

5,0

7,6

8,9

6,8

BruttoSozialprodukt-real

6,1

2,7

-0,5

2,7

4,7

4,0

Bruttosozialprodukt-Deflator
2)
Lohn pro Arbeitsstunde
2)
Reallohn pro Arbeitsstunde
3)
Produktivität '

3,0

4,7

5,5

4,8

4,0

2,7

6,2

7,1

7,2

6,7

7,5

5,2

2,9

2,7

1,2

1,3

3,2

2,3

4,5

3,6

0,6

-0,1

2,9

2,6

Monatszahlen
Beschäftigtenzahl in der Wirtschaft

2,9

0,6

0,9

2,6

2,1

1,8

Verbraucherpreisindex

3,3

4,3

5,9

5,4

4,2

2,7

Verbraucherpreisindex ohne
Lebensmittel

3,0

4,6

6,0

5,5

4,4

2,8

Index der Großhandelspreise

4,3

3,2

3,7

3,9

2,5

1,5

Index der Großhandelspreise Industrierzeugnisse

3,4

3,6

3,8

3,4

2,5

1,4

4,2

2,8

-1,2 -0,4

0,6

0,9

Beschäftigtenzahl in der Wirtschaft (Zunahme in Millionen?

2,28

0,49

0 , 7 3 1,98

1,55

1,29

Arbeitslosenrate (tatsächlicher Stand)

5,6

5,9

4,9

3,6

4,7

Freier Wochenlohn -real 4)

3,5

5

&gt;

Fußnoten:

�Fußnoten:

1) Die ersten 3 Quartale (oder 11 Monate) 1972 verglichen mit dem
gleichen Zeitraum 1971
2) Alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft - ohne Landwirtschaft
3) Gesamtwirtschaft - ohne Landwirtschaft
4) Arbeiter in der Wirtschaft - ohne Landwirtschaft - mit drei
Familienangehörigen
5) Durchschnitt der zehn Jahresraten

�</text>
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          <name>Creator</name>
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              <text>Herausgeben U.S. Information &lt;br /&gt;Service Embassy of the United States of America</text>
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          <name>Title</name>
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              <text>Amerikadienst 03.01.1973</text>
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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Erste SALT II-Verhandlungsrunde abgeschlossen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Wortlaut des Kommuniqués und des Memorandums -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Hintergrundmaterial&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;US-Energiebedarf wird sich bis zum Jahre 2000 verdoppeln&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- Ein Bericht des US-Innenministeriums -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;1972 erfüllte wirtschaftliche Erwartungen der Regierung&lt;br /&gt;&lt;em&gt;- US-Wirtschaftsbeirat gibt Jahresrückblick -&lt;/em&gt;</text>
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