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41

11. Oktober 1972

Inhalt

DOKUMENTATION:
Pressekonferenz Präsident Nixons am 5, Oktober 1972
-Auszüge-

*

WIRTSCHAFT:
Peterson erläutert Stand der amerikanisch-sowjetischen Handelsbez iehungen
-Wortlaut der Rede des Ministers vor der Handelskammer in KalifornienAussichten auf Reform des internationalen Währungssystems haben sich
gebessert
Von Eugene Brake
Günstigere Aussichten für die amerikanische Handelsbilanz
Von Marina Whitman, Mitglied des US-Wirtschaftsbeirates

Um Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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41/1972

PRESSEKONFERENZ PRÄSIDENT NIXONS AM 5. OKTOBER 1972
- Auszüge -

WASHINGTON - (AD) - Präsident Nixon hat am 5. Oktober auf einer kursfristig
einberufenen Pressekonferenz, die vorwiegend innenpolitischen Themen gewidmet
war, auch zur Frage einer Friedensregelung für Vietnam Stellung genommen. Die
Vietnam betreffenden Fragen und Antworten haben folgenden Wortlaut:

Frage: Herr Präsident, sehen Sie eine Möglichkeit für eine ausgehandelte
Vietnam-Regelung noch vor den Wahlen?

Antwort: Die Regelung wird so bald kommen, wie wir eine Regelung erreichen
können, die gerecht ist - gerecht für die Südvietnamesen, für die Nordvietnamesen
und für uns. Es wird eine Regelung sein, die unser Ziel berücksichtigt, nämlich
die gewaltsame Einsetzung einer kommunistischen Regierung in Südvietnam zu verhindern, und natürlich ein Ziel, das uns besonders am Herzen liegt - in humanitärem
Sinne - nämlich die Rückkehr unserer Kriegsgefangenen.

Ich möchte jedoch betonen, daß unter keinen Umständen der Zeitpunkt einer
Regelung, zum Beispiel das mögliche Aushandeln einer Waffenruhe, das mögliche
Aushandeln einer Einstellung der Bombenangriffe oder diesbezügliche einseitige
Maßnahmen - daß unter keinen Umständen solche Maßnahmen durch die Tatsache beeinflußt werden, daß hier in den USA am 7. November eine Wahl stattfindet.
Wenn

�Wenn wir eine richtige Regelung vor der Wahl erreichen können, so werden
wir das tun. Wenn nicht, so werden wir nicht eine falsche Regelung vor der Wahl
eingehen. Wir befanden uns in einer ähnlichen Lage im Jahre 1968, als Politiker
mit den besten Absichten einen sehr, sehr großen Fehler begingen, indem sie die
Bombenangriffe ohne ausreichende Zusagen der anderen Seiten einstellten.

Ich übe hier natürlich keine Kritik, was ihre Motive anbetrifft. Ich erkläre
lediglich, daß wir diesen Fehler nicht noch einmal machen, nachdem wir erlebt
haben, was dann geschah.

Die Wahl, und ich wiederhole dies, wird in keiner Weise das beeinflussen,
was wir am Verhandlungstische tun.

Zweitens ..., die Verhandlungen sind, wie Sie wissen, sehr eingehend über
private Kanäle geführt worden. Wir haben vereinbart, daß keine Seite über den Inhalt dieser Verhandlungen sprechen wird. Ich werde weder in der einen noch in der
anderen Weise darüber sprechen. Ich möchte nur sagen,daß sich die Verhandlungen
in einem sensitiven Stadium befinden. Ich kann nicht voraussagen, und ich werde
dies auch nicht tun, daß sie Erfolg oder keinen Erfolg haben werden. Ich kann
und werde nicht voraussagen, wann sie Erfolg haben werden.

Ich möchte jedoch betonen, daß jeder Kommentar meinerseits zu der Frage, wie
der Verlauf der Verhandlungen ist, nur abträgliche Auswirkungen auf das von uns
angestrebte Ziel haben kann - und dieses Ziel ist eine möglichst baldige Regelung
dieses langen und schwierigen Krieges auf dem Verhandlungswege.

Frage.: Herr Präsident, es ist gesagt worden, daß Hanoi vielleicht mit einer
Regelung bis nach der Wahl wartet, weil es von der Theorie ausgeht, daß es, wenn
ein Demokrat gewählt wird, bessere Bedingungen für sich herausholen kann. Was
können Sie uns darauf antworten?

Antwort: Dies könnte ihr Motiv sein. Es gibt Leute, die der Ansicht sind,
daß sie auch 1968 bis zu einem gewissen Ausmaß von politischen Erwägungen ge- 2-

�r

geleitet wurden, als sie einer Einstellung der Bombardierungen vor der Wahl zustimmten aus dem Gedanken heraus, daß meine Niederlage mehr in ihrem Interesse
liege als die Wahl meines Gegners.

Ich behaupte nicht, daß dies so war. Ich muß sagen, daß sowohl Senator
Humphrey als auch ich uns meines Erachtens recht verantwortungsbewußt im Wahlfeldzug verhielten, indem wir uns jeder Stellungnahme zu dem enthielten, was
damals lediglich vorbereitende Verhandlungen waren, und zwar aus dem Bewußtsein
heraus, daß jede Stellungnahme durch jemand, der Präsident werden könnte, den
Erfolg der Verhandlungen gefährden könnte.

Wenn nun Hanoi alles auf diese Karte setzt, dann besagt dies nur, daß niemand
über das politische Bild in den USA eine Voraussage machen kann. Trotz allem, was
die Meinungsumfragen ergeben haben, und trozt mancher Hinweise auf unserer Seite,
daß wir glauben, gute Siegeschancen zu haben, gibt es viele in den USA und auch
im Ausland, die glauben, daß auch die andere Seite eine Siegeschance hat.

Unter diesen Umständen könnten sie mit einer gewissen Berechtigung zu dem
Schluß gelangen, daß mein Festhalten an dem Vorsatz, niemals einer Regelung zuzustimmen, durch die dem südvietnamesischen Volk direkt oder indirekt eine
kommunistische Regierung aufgezwungen würde, verglichen mit den gegenteiligen
Erklärungen unserer (politischen) Gegner zu diesem besonderen Punkt, eventuell
von Einfluß auf sie sein würde.

Auf der anderen Seite sprechen wir miteinander. Wenn wir die Möglichkeit
dazu haben, werden wir die Gespräche vor dieser Wahl fortsetzen, und wir werden
Hanoi zu überzeugen suchen, daß ein Warten bis nach der Wahl keine gute Taktik
wäre.

Frage: Herr Präsident, unter Ihren Kritikern sind einige, die erklären, die
Bombenangriffe dienten wirklich keinem guten Zweck und seien unnötig.

Welchem

Zweck dienen die Bombenangriffe jetzt angesichts der Tatsache, daß die Verhandlungen nicht zu einer Regelung geführt haben, und angesichts der Tatsache, daß
- 3-

�daß es immer noch ein beträchtliches Maß an militärischer Aktivität im Süden
gibt?

Antwort: Ich glaube, Sie könnten noch weiter gehen. Da gibt es Leute, die
erklären, Bombenangriffe und Verminung dienten überhaupt keinem nützlichen Zweck,
und so sei es auch in diesem Fall. Diese gleichen Kritiker ... waren auch zu
dem Schluß gekommen, daß Südvietnam am Ende sei. Time, Newsweek, die New York
Times, die Washington Post, die Kommentatoren der drei großen Rundfunk- und
Fernsehgesellschaften - ich beziehe mich nicht auf Sie meine Damen und Herren,
die Sie Reporter sind - sie alle haben in unterschiedlicher Lautstärke von dem
Gespenst einer Niederlage sowie von der Hoffnungslosigkeit der südvietnamesischen
Sache geschrieben und gesprochen.

Am 8. Mai handelte ich, um eine solche kommunistische Machtübernahme zu verhindern, die die gleichen Kritiker damals alle voraussagten. Nachdem ich diese
Verminung und Bombardierung angeordnet hatte, sagten die gleichen Kritiker voraus, das (Moskauer) Gipfeltreffen würde dadurch torpediert werden. Einige gingen
sogar so weit, zu erklären, wir riskierten einen dritten Weltkrieg.

Diese Vorhersagen haben sich als falsch erwiesen. Nun erklären diese
gleichen Kritiker, die Bombenangriffe und die Verminung wären nicht notwendig,
sie hätten nichts erreicht und seien künftig nicht mehr nötig. Unter Berücksichtigung ihrer Vorhersagen möchte ich meinen, daß ich dem, was die Kritiker erklärt
haben, nicht viel Glauben schenken würde.

Ich möchte nur sagen, daß die Bombenangriffe und die Verminung notwendig
waren, um eine potentiell verheerende Situation in Südvietnam grundlegend zu
ändern. Das Rückgrat der gegnerischen Offensive ist gebrochen worden. Die Nordvietnamesen halten jetzt überhaupt keine Provinzhauptstädte mehr.

Dies alles hätte nicht erreicht werden können ohne die Bombenangriffe und
die Verminung - und die Verminung und die Bombenangriffe werden fortgesetzt
werden, bis wir auf dem Verhandlungswege irgendwelche Abkommen erreicht haben.
+ + + + +
- 4 -

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41/1972

PETERSON ERLÄUTERT STAND DER AMERIKANISCH-SOWJETISCHEN HANDELSBEZIEHUNGEN
- Wortlaut der Rede des Ministers vor der Handelskammer von Kalifornien -

SAN FRAN«';iSi:o - (AD) - Der amerikanische Handelsminister Peter G. Peterson
hat am 3. Oktober vor der Handelskammer von Kalifornien zu dem Thema "Der
amerikanisch-sowjetische Handel - Was bringt er für uns" gesprochen. Die Rede
des Ministers hat folgenden Wortlaut:

"Sie alle wissen sicher, daß die Regierung in den letzten sechs Monaten
fast ständig in Verhandlungen mit der Sowjetunion gestanden hat - Verhandlungen,
von denen wir erwarten, daß sie bald zu Abkommen führen werden, die unseren
beiden Ländern die Wiederaufnahme der vor fast 30 Jahren ausgesetzten normalen
Handelsbeziehungen ermöglichen.

Als Handelsminister und als Leiter der amerikanischen Delegation bei der
amerikanisch-sowjetischen Handelskommission habe ich in den letzten Monaten einen
beträchtlichen Teil meiner Kraft auf diese Verhandlungen verwandt.

Wir machen äußerst ermutigende Fortschritte. Gegenwärtig treffen sich amerikanisch-sowjetische Arbeitsgruppen auf der Ebene der Ministerstellvertreter in
Washington, um die gegenwärtig noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten über
ein Seefahrtsabkommen, in der Frage der Pacht- und Leihschulden sowie in Kreditfragen und in bezug auf Handelskonditionen zu beseitigen.
Sofern

- 1 -

�Sofern es zu keinen unvorhergesehenen Ereignissen kommt, möchte ich annehmen,
daß noch vor dem von uns ursprünglich für das Jahresende gesetzten Termin ein
Abkommen erreicht wird. Das soll jedoch nicht bedeuten, daß wir nun unbedingt
nach dem Kalender gehen müssen. Das Hauptziel des Präsidenten bleibt weiterhin,
ein umfassendes Abkommen sicherzustellen, das von vornherein jedem nur denkbaren
Problem Rechnung trägt - und eine Lösung aufzeigt -, das sich im Zusammenhang
mit der Wiederaufnahme von Handelsbeziehungen mit der Sowjetunion ergeben könnte,.
Sollte das einen Monat oder ein Jahr länger dauern, so wäre dies die dafür aufgewandte Zeit durchaus wert.
Es wäre in höchstem Maße unverantwortlich, der politischen Versuchung zu
erliegen, rasch ein Abkommen zu erreichen, das Meinungsverschiedenheiten ignoriert
oder über sie hinweggeht, die sich später als politische Probleme von internationaler Tragweite erweisen könnten. Zur Wiederherstellung normaler Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt bedarf es einer
festen, technisch gut durchkonstruierten Brücke. Was wir nicht gebrauchen können,
ist ein Laufsteg.

Bei einer Reihe von Anlässen und vor den verschiedensten Gremien habe a.ah
darzulegen versucht, was wir uns vom Handel mit den Sowjets erhoffen und warum
gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt für einen Abbau der Schranken ist, die uns
seit Ende des zweiten Weltkrieges getrennt haben.

Das Auditorium hört meist höflich zu, aber nach fünf oder zehn Minuten setzt
eine vorhersehbare Reaktion ein. Die Augen werden schwer und ein merkliches Desinteresse macht sich breit.

Das kommt einfach daher, daß für den Durchschnittsamerikaner und selbst für
den amerikanischen Durchschnittsgeschäftsmann die Aussicht, aus der Erschließung
eines so weit entfernten und so unbekannten Marktes, wie dies die Sowjetunion ist,
große Vorteile ziehen zu können, wenig überzeugend ist. Verstandesmäßig wird der
Gedanke zwar akzeptiert, aber nur zu oft verbindet sich damit die apathische
Frage: 'Was bringt mir das ein'.
Gerade

�Gerade das ist es, worüber ich heute zu Ihnen sprechen möchte - nicht nur,
was es Ihnen einbringt, sondern was für jeden einzelnen Amerikaner dabei herauskommt.
Lassen Sie mich zuerst auf zwei Befürchtungen eingehen, die gelegentlich geäußert worden sind. Die eine ist die offensichtliche Furcht auf Seiten einiger
amerikanischer Arbeiter, für sie könnte dies zu einem Verlust von Arbeitsplätzen,
ausgelöst durch eine Flut billiger sowjetischer Importwaren, führen.
Dafür besteht jedoch nicht die geringste Wahrscheinlichkeit. Als ich im
Juli in der Sowjetunion war, tat ich das, was jeder neugierige Geschäftsmann tun
würde: ich machte einen Bummel durch mehrere sowjetische Läden und Warenhäuser,
um zu sehen, was an Waren angeboten wurde. Wer das gesehen hat, was ich sah, kann
kaum glauben, daß die Sowjetunion eine große Gefahr für amerikanische Produzenten
sein kann, zumindest was den Verbrauchsgütersektor anbetrifft. Charakteristisch
für die in Moskau zum Verkauf angebotenen Waren, waren die geringe Wettbewerbsfähigkeit und die extrem hohen Preise.

Angesichts meiner eigenen Erfahrungen in der Fotoartikelbranche interessierte
ich mich besonders für die zum Verkauf ausgestellten Kameras. Sie waren nicht nur
groß und unhandlich, sondern sie glichen auch den Kameras, wie sie in den USA vor
zehn oder mehr Jahren angeboten wurden. Ich kann Ihnen mit voller Überzeugung versichern, daß sie in den Vereinigten Staaten nicht einmal für einen Bruchteil des
in Moskau geforderten Preises verkauft werden könnten.

Unser Problem wird meines Erachtens nach höchstwahrscheinlich keineswegs
eine Flut von Importen sein, sondern im Gegenteil ein Mangel an sowjetischen
Importen. Ich meine es nicht scherzhaft, wenn ich das als ein Problem bezeichne,
denn es ist wichtig für die Sowjets, daß sie in der Lage sind, nach den Vereinigten
Staaten zu exportieren, damit sie die notwendigen Devisen verdienen, um bei uns
kaufen zu können.

Im Handel mit der Sowjetunion werden für den amerikanischen Arbeiter Vorteile liegen, die über jene hinausgehen, die dem Verbraucher aus der unbehinderten
- 3-

�unbehinderten Anwendung der Gesetze des Wettbewerbsvorteils zufließen. Die Produkte, die die Vereinigten Staaten aller Wahrscheinlichkeit nach an die Sowjets
verkaufen werden - Werkzeugmaschinen, Maschinen und Ausrüstungen sowie Getreide haben einen beträchtlich höheren Arbeitsanteil als die Rohstoffe, die den Großteil unserer Importe aus der Sowjetunion ausmachen werden. Selbst wenn unser
Handel mit der Sowjetunion ausgeglichen sein wird, dann werden die Vereinigten
Staaten in ganz echtem Sinne Arbeitsplätze importieren. In den ersten Jahren, in
denen wir mit einem beträchtlichen Handelsüberschuß mit den Sowjets rechnen,
werden die günstigen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze des amerikanischen Arbeiters selbstverständlich noch größer sein. Wir werden also nicht nur einen
Handelsüberschuß haben, sondern auch einen Arbeitsplatzüberschuß.

Eine berechtigte Befürchtung der amerikanischen Arbeiter ist die, daß der
Handel mit der Sowjetunion zu Verzerrungen auf den einheimischen Märkten für
gewisse Erzeugnisse führen könnte, wenn nicht vorher entsprechende Lösungen
ausgearbeitet würden.

Kommerzielle Beziehungen zu einem staatlichen Handelsmonopol werfen einige
schwierige Fragen auf, wie beispielsweise die Anwendung unserer AntidumpingGesetze. In der Sowjetunion steht der Verkaufspreis einer Ware nicht unbedingt
in derselben Beziehung zu den Produktionskosten wie in unserem Lande. Die Möglichkeit des Staates, Preise willkürlich festzusetzen, macht den Test bezüglich
des 'fairen Wertes' bedeutungslos. Die gleichen Faktoren komplizieren die Anwendung unserer Zollausgleichsgesetze, die normalerweise unsere einheimische
Industrie gegen subventionierte ausländische Exporte schützen.

Es sind gerade solche Probleme, die ich meine, wenn ich davon spreche,
daß der Präsident auf einem umfassenden Abkommen besteht.

Die zweite Befürchtung, die ich gelegentlich höre, ist die, daß unser Land
durch die Wiedereröffnung von Handelsbeziehungen mit der Sowjetunion seine
nationale Sicherheit untergraben könnte. Auch diese Befürchtung ist grundlos.
Strategisch wichtige Industriezweige und durch Importe gefährdete Industriezweige werden weiterhin den gleichen Schutz erhalten wie bisher. Wir haben ferner
- 4-

�ferner gegenüber der Sowjetunion deutlich erklärt, daß wir nicht bereit sind,
über eine Beseitigung unserer Exportbeschränkungen für Güter zu sprechen, die
als militärisch wichtig angesehen werden. Kurz gesagt, die Sicherheit unserer
Nation ist nie Gegenstand von Verhandlungen gewesen und wird es auch nie sein.

Es i$t

meiner Meinung nach sogar so, daß einer der größten Gewinne, die

dem Durchschnittsamerikaner aus der Wiedereröffnung des Handels mit der Sowjetunion erwachsen, darin bestehen wird, daß seine Sicherheit größer sein wird,
Länder, die sich einer für beide Seiten gewinnbringenden kommerziellen Beziehung
erfreuen, haben ein begründetes Interesse daran, Maßnahmen zu vermeiden, die
diese Gewinne in Frage stellen könnten. Handelspartner messen die Kosten von
Feindseligkeiten nämlich nicht nur in militärischen Ausgaben, sondern auch in
ausgefallenen kommerziellen Gewinnen.

Diese begründeten Interessen sind darüber hinaus nicht nur nationaler,

sondern auch persönlicher Natur. Die Bürokratie, die für die verschiedenen Gebiete der gewinnbringenden

Beziehungen verantwortlich sind, haben ein echtes

Interesse daran, daß sie nicht abreißen. Das gilt in unserem System, und das
gilt in noch höherem Maße in der Sowjetunion, wo die Macht und damit die direkte
Verantwortung der amtlichen Stellen noch größer ist. Wenn Sie der Minister für
Schiffahrtsangelegenheiten, für Landwirtschaft, für Technologie, für die Gasversorgung oder für sonst etwas sind und verantwortlich für Erfolg oder Mißerfolg
bei der Erreichung eines verkündeten Zieles, dann werden Sie es sich zweimal
überlegen, bevor Sie etwas tun, was eine Beziehung bedrohen könnte, die Ihnen
bei der Erreichung des Zieles hilft.

Die Welten der internationalen Politik und des internationalen Handels
stehen somit in engem Zusammenhang zueinander. Die Minderung der politischen
und der kommerziellen Spannungen liegt im Sinne beider und wirkt sich auf die
beiderseitigen Beziehungen aus. In dem Maße, wie sich die politischen Beziehungen
verbessern, weiten sich auch die kommerziellen Beziehungen aus. Und in dem Maße,
wie sich die kommerziellen Beziehungen ausweiten, nimmt auch der Anreiz zur Beilegung politischer Meinungsverschiedenheiten zu.
Verbesserte

�Verbesserte Handelsbeziehungen mit der Sowjetunion werden somit dem Durchschnittsamerikaner auf dreifache Weise Vorteile bringen. Sie werden ihn zum
Nutznießer eines Arbeitsplatzüberangebots machen. Sie werden seine Sicherheit
erhöhen. Und dadurch wird es der amerikanischen Regierung möglich sein, den Prozentsatz öffentlicher Gelder für die Verteidigung zu verringern und die eingesparten Mittel

anderen Aufgaben zuzuführen, die den Lebensstandard des Arbeiters

verbessern.

Während die sowjetischen Verbrauchsgüter für den amerikanischen Arbeiter
kaum eine Gefahr bedeuten, kann dieser wesentlichen Nutzen aus dem Import sowjetischer Rohstoffe ziehen.

Wie Sie wissen, müssen die USA im nächsten Jahrzehnt mit einer ernsten
Energieverknappung rechnen. Aufgrund der jüngsten Maßnahmen steigt der Energiebedarf in den USA so rasch, daß die zur Deckung des Bedarfs erforderlichen Hilfsquellen alle 15 Jahre um das Doppelte steigen. Bei Berücksichtigung unserer gesamten verfügbaren Energiequellen stellte sich unser Energieverbrauch 1970 auf
ungefähr 68 Billiarden BTU's (1 Britisch-Thermal-Unit = 252 Kalorien). Im Jahre
1985 wird sich der Bedarf wahrscheinlich auf fast 125 Billiarden BTU's stellen.

Während die Kapazitäten unserer Industrie wesentlich über denen der Sowjetischen liegen, sind die Rohstoffvorkommen und vor allem die Energiequellen der
Sowjetunion weitaus größer als die unsrigen. Es ist bedauerlich, aber - wie ich
befürchte - wohl unvermeidlich, daß der Bedarf an Energie und Rohstoffen in den
USA im nächsten Jahrzehnt weitaus schneller steigen wird als unsere derzeitigen
Versorgungsquellen. Dieses Ungleichgewicht kann zumindest teilweise ausgeglichen
werden, wenn wir Zugang zu diesen riesigen sowjetischen Vorkommen erhalten.

Die Sowjetunion wird, wenn die jetzt im Stadium der Erörterung befindlichen
Projekte zum Tragen kommen, den Nahen Osten und Venezuela als Lieferquelle für
Erdgasimporte übertreffen. Selbst wenn man Algerien zu diesen beiden Ländern als
Erdgaslieferant hinzunimmt, wird die Sowjetunion immer noch an der Spitze liegen.
Aber noch auf absehbare Zeit hinaus werden wahrscheinlich nicht mehr als 5 oder

- 6-

�oder 7 Prozent unseres Bedarfs, der sich geographisch über ganz Amerika verteilt, von der Sowjetunion gedeckt werden - einfach um die Möglichkeit einer
zu starken Abhängigkeit von der Sowjetunion oder irgendeinem anderen ausländischen
Lieferanten auf ein Minimum zu beschränken.

Die Kosten des Energieverbrauchs treffen vielleicht alle Bürger der USA
gleichmäßiger als die Kosten für andere Güter und Dienstleistungen. Sie treffen
Reiche und Arme in gleicher Weise. Der Durchschnittsbürger kann seinen Energieverbrauch weit weniger einschränken als den Verbrauch anderer Güter. Es liegt
daher ganz eindeutig im Interesse aller, daß der Anstieg der Energiepreise auf
ein Minimum beschränkt bleibt und daß natürlich die Versorgung unseren Bedarf
deckt.

Der Zugang zu den sowjetischen Energiequellen ist auch aus zwei anderen
Gründen ratsam. Er wird unsere Abhängigkeit von den immer unsicherer werdenden
Versorgungsquellen in den OPEC-Ländern verringern. Wenn wir von der Sowjetunion
im Rahmen gemeinsamer Handelsabkommen und nicht in den OPEC-Ländern kaufen, so
wird dies ferner unsere Zahlungsbilanz verhältnismäßig günstig beeinflussen,
denn in diesen Abkommen könnte festgelegt werden, daß die sowjetischen Kredite
in den Vereinigten Staaten auszugeben sind.

Neben diesen Vorteilen für die Bevölkerung im allgemeinen gibt es verschiedene Teile der amerikanischen Bevölkerung, die besonders von einem Handel
mit der Sowjetunion profitieren werden.
Einmal ist dies ganz offensichtlich die Landwirtschaft. Wie die jüngsten
sowjetischen Getreidekäufe zeigen, kaufen die Sowjets, wenn sie das tun, gleich
große Mengen. Angesichts der sowjetischen Getreidekäufe erzielen die Farmer im
Mittleren Westen jetzt Rekordeinkünfte für ihre Ernte.

Aufgrund dieser neuen Auslandsverkäufe wird das Nettofarmeinkommen in den
Vereinigten Staaten dieses Jahr eine Rekordhöhe von 18,4 Milliarden Dollar erreichen. Das sind 14 Prozent mehr als im vergangenen Jahr und über eine Milliarde
Dollar mehr als im bisherigen Rekordjahr 1947.
Ich
- 7-

�Ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, daß die Farmer nicht die einzigen
Nutznießer dieser Ausweitung des Handels sind. Das Geld fließt wieder in die
Läden und Ausrüstungsbetriebe in unseren Landgemeinden und bringt neues Leben
in manche bisher wirtschaftlich darniederliegende Stadt.

Auswirkungen lassen sich aber auch in verwandten Wirtschaftssektoren feststellen. Die Verkäufe von Traktoren liegen um 31 Prozent höher als vor einem
Jahr, und bei Mähdreschern und Heupressen sind sie um 15 Prozent gestiegen.
Nehmen wir ein anderes Glied in der Kette von Transaktionen, so lassen sich
ebenfalls Auswirkungen erhöhter Gewinne in der Landwirtschaft auf andere Wirtschaftszweige feststellen. Auf die Farmer, die nur einen verhältnismäßig kleinen
Prozentsatz der Gesamtbevölkerung ausmachen, entfällt bei Stahl, Kautschuk und
Erdöl ein unverhältnismäßig großer Prozentsatz des Binnenmarktes. Und diese Industrien beginnen ebenfalls die neue Prosperität der Landwirtschaft zu spüren.

Wenn auch die Feststellung nur fair ist, daß die derzeitig

ungewöhnlich

hohe sowjetische Weizennachfrage auf eine schlechte Ernte zurückzuführen ist, so
möchte ich doch damit rechnen, daß die Verkäufe von Futtergetreide an die Sowjetunion auch künftig anhalten.werden, wenn diese ihr Versprechen wahrzumachen
sucht, den Fleischkonsum ihrer Bevölkerung zu steigern.

Ein anderer Grund, warum ich mit weiteren Exporten rechne, ist der starke
Kontrast zwischen der Produktivität in der sowjetischen und der amerikanischen
Landwirtschaft. Im Jahre 1971 betrug die durchschnittliche Erzeugung eines
sowjetischen Bauern nur ein Neuntel dessen, was ein amerikanischer Farmer produzierte. Dies war trotz der Tatsache so, daß die Sowjetunion beträchtliche Kapitalinvestitionen während der letzten Jahre in ihrer Landwirtschaft vorgenommen
hat.

Ein weiterer spezifischer Sektor, auf dem wir uns gerade von einem Handel
mit den Sowjets Vorteile erhoffen, ist der Maschinenbau und die Produktion von
Ausrüstungsgütern. Wenn die Sowjets Maschinen und Ausrüstungen kaufen, so kaufen
sie gleichzeitig auch Dienstleistungen wie technisches Wissen, Installation und
Wartung. Hier handelt es sich für die Vereinigten Staaten um zu 100 Prozent
arbeitsintensive Exporte.
DG IT

- 8-

�Der Export von Maschinen und Ausrüstungen in die Sowjetunion dürfte wesentlich zunehmen. Amerikanische Firmen haben Exportlizenzen für Ausrüstungen
im Werte von über einer Milliarde Dollar beantragt in der Erwartung, daß sie
bei den Ausschreibungen im Zusammenhang mit dem Bau des großen Lastwagenwerkes
an der Kama erfolgreich sein werden. Informierte Geschäftsleute schätzen, daß
amerikanische Gesellschaften bei diesem Projekt Aufträge für Ausrüstungen im
Werte zwischen 250 und 500 Millionen Dollar - je nachdem ob eine Exportfinanzierung zur Verfügung steht - hereinbringen können.

Gegenwärtig sind die Exporte von elektrischen und anderen Maschinen in
die Sowjetunion mit 60 Millionen Dollar oder 37 Prozent unseres Gesamtexports
im Jahre 1971 dorthin nur sehr gering. Die gesamten amerikanischen Maschinenexporte nach allen Ländern stellten sich 1971 auf 11,6 Milliarden Dollar„ Verschiedene große Gemeinschaftsprojekte sind gegenwärtig im Gespräch oder es
wird darüber verhandelt. Hierzu gehören Industrieanlagen für die Produktion von
Polystren, Autogetrieben, Düngemitteln, für die Metallgewinnung und - geht man
etwas in die Zukunft - die Gewinnung und Weiterleitung von Naturgar.

Insgesamt bestehen glänzende Aussichten für unseren Maschinenexport nach
der Sowjetunion in der nächsten Zeit. Wenn wir die Verhandlungen über ein Handelsabkommen erfolgreich abschließen und in der Lage sind, Exportkredite zu gewähren,
können wir wesentlich mehr Maschinen und Ausrüstungen exportieren.

Eine der Fragen, die häufig an mich gerichtet werden, ist, warum wir, wenn
beide Seiten wirklich den Willen haben und die Vorteile für beide so offensichtlich sind, nicht schon viel früher ein Abkommen erreicht haben. Die Antwort
lautet, Bereitschaft und Wissen um die Vorteile machen noch lange kein Abkommen
aus.

Es wäre für den Präsidenten und Herrn Breschnew relativ einfach, ein allgemeines Abkommen über das Prinzip zu erreichen, daß zwischen den Vereinigten
Staaten und der Sowjetunion wieder normale Handelsbeziehungen hergestellt werden.
Ich möchte annehmen, wir könnten ein solches Abkommen schon morgen haben. Es
wäre vielleicht sogar politisch nützlich. Aber es wäre nur dann politisch nütz- 9 -

�nützlich, wenn wir, wie ich bereits gesagt habe, eine Vielzahl spezifischer
Fragen einfach ignorieren, die gelöst werden müssen, wenn das Abkommen von wirklicher und dauerhafter Bedeutung sein soll.

Wenn nicht diese Einzelheiten im Rahmen eines Abkommens gelöst sind, würde
die erste Begeisterung über normale Handelsbeziehungen bald Unsicherheit, Enttäuschung und vielleicht noch Schlimmerem weichen.
Ich habe bereits gesagt, daß in einer Welt, in der Wirtschaft und Politik
eng miteinander verbunden sind, verbesserte Handelsbeziehungen zu besseren
politischen Beziehungen führen können. Leider ist es umgekehrt auch so. Handelsprobleme, sofern sie nicht vorhergesehen und abgewendet werden, können zu
politischen Problemen führen.
Daher ist der Präsident der Auffassung, daß im Falle der Sowjetunion nur
ein umfassendes Handelsabkommen angebracht ist, das die Rechte der Partner und
die grundlegenden Rechtsnormen genau definiert und ganz allgemein solche Probleme
ausschließt, die, falls sie nicht jetzt gelöst werden, in ein oder zwei Jahren
zu immer stärkeren Meinungsverschiedenheiten führen könnten.

Lassen Sie mich einige Beispiele dafür geben, was unseres Erachtens vorher
geregelt sein muß.

Da ist einmal die Frage der Kreditbedingungen. Es wäre eine grausame
Täuschung, wenn wir dem amerikanischen Exporteur sagen würden, es stehe ihm
frei, Geschäfte mit der Sowjetunion abzuschließen, und wenn er dann feststellen
würde, daß seine Auffassung von angemessenen Kreditbedingungen und die der
Sowjetunion so weit auseinanderliegen, daß tatsächliche Verkäufe unmöglich
sind. Die Sowjetunion hat, wenn das Gespräch auf Zinssätze und Kreditbedingungen kommt, eine bestimmte Zahl im Auge. Sie wünscht 2 Prozent und 10
Jahre. Mir gefallen diese Zahlen auch. Noch besser wären 1 Prozent und 20 Jahre.

Betrachtet man die ideologische Basis ihres Wirtschaftssystems, so ist
es leicht verständlich, warum sie nicht gerne viel für Kapital zahlen wollen. Es
- 10 -

�Es ist weiter richtig, daß 2 Prozent der Zins sind, den sowjetische Bürger
bei zahlreichen Verbrauchsgütern zahlen müssen. Aber das ist weder ein Zinssatz, der einen Anreiz für eine private Exportfinanzierung in dieses Land
bietet, noch kann die amerikanische Regierung Kredite zu einem solchen Satz
gewähren, ohne daß dies diskriminierend für unsere Verbündeten - und praktisch
auch für unsere Steuerzahlen - wäre.

Exportfinanzierung ist äußerst wichtig, wenn unser Abkommen mit der Sowjetunion mehr als nur ein Stück Papier sein soll. Der Rubel ist eine weiche
Währung, und die sowjetischen Reserven an konvertierbaren Währungen sind äußerst
begrenzt. Außerdem deuten unsere Pläne darauf hin, daß die Vereinigten Staaten
in der nächsten Zeit im Handel mit der Sowjetunion einen beträchtlichen Handelsüberschuß haben werden. Wenn das der Fall ist, werden die Vereinigten Staaten
natürlich auf absehbare Zeit hinaus die Aufgabe übernehmen werden, einen großen
Teil ihrer Exporte zu finanzieren.

Die Kreditfrage ist auch für die voraussichtlichen amerikanischen Importe
an sowjetischen Rohstoffen von besonderer Bedeutung. Einige der hier angeschnittenen
Energieabkommen würden enorme Kredite erfordern. Ich denke nur an zwei Projekte,
die zusammen einen Kapitalbetrag von weit über 5 Milliarden Dollar erfordern
würden. Um Ihnen einen Vergleich zu geben: 5 Milliarden Dollar sind fast ein
Drittel der gegenwärtigen Gesamtausleihungen der Export-Importbank. Das ist
mehr als die Hälfte des gegenwärtigen Betrages für Direktkredite. Und es ist
fast das Vierfache der Verbindlichkeiten, die die Export-Importbank gegenüber
einem einzelnen Lande eingegangen ist.

Die Kreditfrage wird aber noch durch einen anderen Faktor kompliziert.
Die Sowjetunion ist immer noch das einzige große Land, das seine Pacht- und Leihschulden an die Vereinigten Staaten noch nicht zurückgezahlt hat.

Der Präsident hat den Standpunkt eingenommen, daß die Vereinigten Staaten
der Sowjetunion keine neuen Kredite gewähren werden, bevor die alten Kredite zurückgezahlt sind. Die Pacht- und Leihfrage ist für die Sowjetunion in hohem
Grade emotionell. Sie hat im zweiten Weltkrieg über 20 Millionen Menschen ver-

- 11 -

�verloren und nimmt den Standpunkt ein, daß sie mit Blut bezahlt hat, wofür
wir mit Kriegsmaterial bezahlt haben. Wir verstehen diesen Standpunkt und
stehen ihm mitfühlend entgegen. Aber hier geht es um ein wichtiges Prinzip
der Außenpolitik. Wir können die Bücher über ihre Pacht- und Leihschulden
nicht abschließen, ohne andere Empfänger von Pacht- und Leihilfe zu diskriminieren, von denen viele ebenfalls riesige Verluste erlitten und die alle ihre
Kredite zurückgezahlt haben.

Hier in San Franzisko brauche ich Ihnen nicht zu sagen, daß es ohne Öffnung
der Schiffahrtswege kaum Handel geben kann. Wir führen gegenwärtig intensive
Verhandlungen über ein Schiffahrtsabkommen, in denen wir die wenigen noch verbliebenen Probleme zu lösen suchen. Wenn wir Erfolg haben, wird der wichtige
Hafen von San Franzasko natürlich großen Nutzen daraus ziehen.

Eine andere Frage,die jetzt geregelt werden muß, wenn ein Handelsabkommen
wirklich Bedeutung haben soll, ist die Bereitstellung von Geschäftseinrichtungen.
Wir erhalten häufig von amerikanischen Geschäftsleuten, die mit der Sowjetunion
Handel treiben wollen, Klagen. Sie sind enttäuscht, nicht nur über das ihnen
fremde System als Ganzes, sondern auch über die für sie verfügbaren kärglichen
und unsicheren Einrichtungen. Unzureichender Büroräume, schlechter Telefondienst,
die Unmöglichkeit, Kontakte zu Kunden aufzunehmen, und ungünstige Geschäftslagen
sind einige der Punkte, über die am häufigsten geklagt wird. Selbst wenn man alle
rechtlichen Beschränkungen beseitigt, so bedeutet dies für den amerikanischen
Geschäftsmann nicht viel, solange diese Hindernisse für wirkliche Geschäfte bestehen bleiben.

Ein von uns unterbreiteter Vorschlag ist, in irgendeiner Form neue Einrichtungen zu schaffen, die dem amerikanischen Geschäftsmann den Zugang zu
sowjetischen Handelsbüros, die Benutzung von Telefoneinrichtungen, Büros, Ausstellungsräumen und Hotels erleichtern. Wir wollen ganz bestimmte allgemeine
Regeln, die sicherstellen, daß dem amerikanischen Geschäftsmann auch bei Geschäftseinrichtungen eine entsprechende Meistbegünstigtenbehandlung zuteil wird.
Schließlich gibt es noch eine Reihe rechtlicher Probleme, die im Rahmen eines
umfassenden Abkommens gelöst werden müssen. Die Sowjetunion gehört keiner der
- 12 -

�der Welthandelsorganxsationen an, denen wir angehören. Daher bestehen hier viele
der konventionellen rechtlichen Einschränkungen für den Handel nicht. Nehmen wir
zum Beispiel die Frage der Schlichtung. Wir halten uns traditionell an eine internationale Schlichtung durch eine dritte Partei. Die Sowjets hingegen haben ihre
eigenen Schiedsgerichte. Hier muß irgendeine beiderseits akzeptable Regelung
ausgearbeitet werden, oder wir könnten uns leicht in einem Jahr in einem unerfreulichen und möglicherweise politisch gefährlichen Streit befinden. Genauso
gibt es Meinungsverschiedenheiten in bezug auf Patente, Besteuerung, Lizenzen
und Abdruckrechte.

Dies sind noch längst nicht alle Probleme, die gelöst werden müssen, bevor
ein Abkommen mit der Sowjetunion unterzeichnet werden kann, aber ich glaube, sie
vermitteln Ihnen einen Eindruck von dem, was ich meine, wenn ich von einem umfassenden Abkommen spreche.
Dies sind notwendige Schritte, wenn wir unseren Erfolg sichern wollen. Und
es liegt im Interesse aller unserer Bürger, daß er gesichert ist. Denn wenn Sie
die Auswirkungen eines Abkommens mit der Sowjetunion in ihrer Gesamtheit betrachten, dann wird klar, daß es hier um mehr als begrenzte Interessen, um mehr
als einfache Geschäftsfragen geht. Hier geht es um einen Vorschlag, der die Arbeitsplätze, das Wohlergehen und die Sicherheit aller Amerikaner berührt."

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41/1972

AUSSICHTEN AUF REFORM DES INTERNATIONALEN WÄHRUNGSSYSTEMS
HABEN SICH GEBESSERT

Von Eugene Brake

WASHINGTON - (AD) - Der Optimismus, mit dem die diesjährige Jahrestagung
des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank schloß, beruhte zu
einem guten Teil auf der echten und bedeutsamen Annäherung in den Meinungsverschiedenheiten darüber, wie bei einer Reform des internationalen WährungsSystems
vorgegangen werden sollte.

Natürlich bleiben immer noch zahlreiche schwierige Fragen ungelöst - wegen
ihrer Komplexität, weil es hier um wichtige nationale Interessen geht und weil
die Auffassungen in einigen Fällen doch noch recht weit auseinandergehen. Niemand
bestreitet, daß in dem neu gebildeten Zwanziger-Ausschuß des IWF noch hart verhandelt werden muß, wenn das Ziel erreicht werden soll, in den nächsten 18 Monaten
oder zwei Jahren ein neues internationales Währungssystem zu schaffen.

Die Hoffnungen auf allseits akzeptable Lösungen, so läßt sich feststellen,
sind größer geworden, was allein schon die Tatsache zeigt, daß die Regierungen
bereits ein weites Stück voran in Richtung auf die Beilegung einiger besonders
großer Schwierigkeiten gekommen sind.

Noch zu Beginn der fünftägigen Konferenz am 25. September hatte es den Anschein, als ob das Beharren der USA darauf, daß die Verhandlungen über ein neues
internationales Währungssystem mit den Verhandlungen über einen Abbau der Handels-

�Handelsschranken verbunden sein müßten, sich als eine besonders umstrittene
Frage erweisen würde. Zahlreiche Länder widersetzten sich dem nachdrücklich.

Bei der Vorlage der amerikanischen Vorschläge für eine Reform des internationalen WährungsSystems am 26. September jedoch regte der amerikanische Finanzminister Shultz ein Vorgehen an, das für die meisten übrigen Länder akzeptabel
erschien.

Shultz begrüßte die von den großen Ländern bereits eingegangene
tung zur Aufnahme

Verpflich-

detaillierter HandelsVerhandlungen im kommenden Jahr, die im

Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens(GATT) geführt werden sollen.
Aber er fügte hinzu, daß diese Verhandlungen, die sich mit bestimmten Erzeugnissen und bestimmten Beschränkungen befassen, nicht bis zu einer Reform des
internationalen WährungsSystems zu warten brauchten, genauso wie eine solche
Währungsreform nicht auf die Ergebnisse solcher spezifischen Handelsverhandlungen
warten müsse.

Der amerikanische

Finanzminister wies darauf hin, daß einige Handelsfragen

- wie Bestimmungen über die Anwendung von Importzuschlägen bei temporären Zahlungsbilanzungleichgewichten - in einem so engen Zusammenhang mit den monetären
Fragen stehen, daß sie direkt von dem Zwanziger-Ausschuß behandelt werden müssen.

Bestimmte andere, Handel und Investitionen berührende Praktiken stehen nicht
in einem so engen Zusammenhang mit den Währungsverhandlungen und werden wahrscheinlich auch nicht in den bevorstehenden GATT-Verhandlungen behandelt werden, auch
wenn sie bei Handel und Investitionen genauso zu Verzerrungen führen, wie dies
Handelsschranken und Währungsungleichgewichte tun. Shultz schlug vor, daß der
Zwanziger-Ausschuß sich zwar nicht direkt mit diesen Fragen befassen sollte, aber
als Katalysator dienen könnte, um Bestrebungen in anderen Gremien, sich damit
zu befassen, zu fördern.

Und mit einem Blick in die Zukunft schlug Shultz eine "Harmonisierung" der
Statuten des Internationalen Währungsfonds und des GATT vor, so daß enge Arbeitsbeziehungen zwischen den beiden internationalen Organisationen geschaffen werden.
Ein
- 2-

�Ein anderer Punkt der amerikanischen Erklärung, der zahlreiche Tagungsteilnehmer beruhigte, war die Zusage, daß die Vereinigten Staaten bei einer
Einigung über ein annehmbares internationales Währungssystem den Dollar wieder
in andere Reserveguthaben konvertierbar machen würden. Dies bedeutet, daß die
Vereinigten Staaten Sonderziehungsrechte des IWF oder andere international
akzeptierbare Guthaben gegen bei ausländischen Zentralbanken liegende Dollarguthaben eintauschen würden.

Die Rückkehr zur Konvertierbarkeit des Dollar würde jedoch nur nach einer
entsprechenden Übergangsperiode erfolgen, in der die amerikanische Zahlungsbilanzposition und die amerikanischen Währungsreserven gestärkt worden wären. Die
anderen Länder verstehen und akzeptieren die Notwendigkeit einer solchen Übergangsperiode. Noch vor der Rede des amerikanischen Finanzministers war keineswegs klar, ob die Vereinigten Staaten jemals wieder zu einer Rückkehr zu dem
System bereit sein würden, das eine volle Konvertierbarkeit des Dollar beinhaltet.

Die Vereinigten Staaten waren keineswegs das einzige Land, das bedeutsame
Schritte in Richtung auf eine Anpassung unternommen hat. Die auf der diesjährigen
IWF-Tagung gehaltenen Reden zeigen, daß die meisten Länder jetzt das Prinzip
akzeptieren, daß die Wiederherstellung des Gleichgewichts der internationalen
Zahlungsbilanzen ein zweiseitiger Prozeß sein muß und daß Länder mit einem
ständigen Zahlungsbilanzüberschuß Maßnahmen zum Abbau dieses Überschusses ergreifen müssen, genauso wie Länder mit ständigen Zahlungsbilanzdefiziten diese
Defizite korrigieren müssen. Selbst Länder mit solchen Zahlungsbilanzüberschüssen
wie Japan akzeptieren jetzt die Tatsache, daß zu hohe Überschüsse irgendwie eingeengt werden müssen.

Aber es bestehen natürlich auch noch Meinungsverschiedenheiten, zum Beispiel
über die Anwendung von Indikatoren, die automatisch anzeigen, wann ein Überschußland zu handeln verpflichtet ist und die Verhängung von Sanktionen das letzte
Mittel gegen Überschuß- wie auch Defizitländer

wäre, die sich den vereinbarten

Bestimmungen zu beugen weigern.

Trotzdem

�Trotzdem ist es ein großer Fortschritt, wenn das Prinzip akzeptiert
worden ist, daß Überschußlander in gewissem Maße verpflichtet sind, zur
Wiederherstellung des internationalen Wirtschaftsgleichgewichts beizutragen.
In der Vergangenheit haben einige Länder darauf bestanden, daß die gesamte
Last der Anpassung dem Land auferlegt werden soll, das ein Zahlungsbilanzdefizit hat.

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41/1972

GÜNSTIGERE AUSSICHTEN FÜR DIE AMERIKANISCHE HANDELSBILANZ
-Von Marina Whitman, Mitglied des US-Wirtschaftsbeirates-

WASHINGTON — ( A D ) — Bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge hängt die Stabilität der internationalen Devisenmärkte noch immer in sehr großem Maße von
der Stärke des US-Dollar und den dieser Stärke zu Grunde liegenden Entwicklungen ab, obwohl allgemeine Übereinstimmung herrscht, daß der Dollar in
Zukunft nicht mehr die herausragende Rolle spielen soll wie in der Vergangenheit. Aus diesem Grunde sind die Aussichten für die amerikanische Handelsbilanz ein entscheidend wichtiger Bestandteil der Stabilität der internationalen
Devisenmärkte und der künftigen Gestaltung des Weltwährungssystems.
Das Smithsonian-Abkommen bot die Grundlage für eine Verbesserung der
amerikanischen Wettbewerbsposition und eine Wende in der amerikanischen Zahlungsbilanz. Aber obwohl Wirtschaftsgeschichte und politische Realität Anlaß
genug zu der Annahme boten, daß die Wende erst mit beträchtlicher Verzögerung
eintreten werde, sind viele Leute enttäuscht gewesen, wie langsam sich dieser
Umschwung zu verwirklichen scheint. Einige wenige bringen sogar laut ihre Verwunderung zum Ausdruck, ob er je überhaupt eintreten wird oder ob die Regeln
der Wirtschaft durch Entwicklungen in der modernen Welt außer Kraft gesetzt

-1-

�gesetzt worden sind.
Auf kurze Sicht gesehen mußte man natürlich damit rechnen,daß die Abwertung
des Dollar zu einer weiteren Verschlechterung der amerikanischen Handelsbilanz
führen würde. Das kommt daher, daß eine Abwertung unmittelbar die Erhöhung der
Dollarpreise für importierte Waren zur Folge hat und damit den Dollarwert eines
unveränderten Volumens von Importen erhöht. Erst später beginnt der echte Handelsfluß auf die relativen Preisveränderungen zu reagieren. Dieser negative
Effekt auf die Handelsbilanz ist offensichtlich eingetreten. Im ersten Halbjahr
1972 stiegen die amerikanischen Importpreise -in Dollar- um 7,0 Prozent, während unsere Exportpreise nur um 2,3 Prozent anstiegen.
Abweichende zyklische Trends in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern haben ebenfalls zur Verschlechterung unserer Handelsbilanz beigetragen.
In den Vereinigten Staaten sind die Einkommen weiter rasch gestiegen, da die
Regierung eine Politik verfolgte, die auf einen Anreiz des echten Wachstums
und der Beschäftigung ausgerichtet war. Das Anwachsen der persönlichen Verbraucherausgaben mit einer Jahresrate von 8,6 Prozent vom ersten Quartal 1971 bis
zum zweiten Quartal 1972 schuf eine verstärkte Nachfrage nach importierten Verbrauchsgütern, während die beschleunigte Wiederbelebung auch die Nachfrage nach
importierten Rohstoffen und Maschinen für die einheimische Produktion anregte.
Auf der anderen Seite ist die Nachfrage nach amerikanischen Exporten im Ausland
zögernd gewesen, da Bemühungen zur Dämpfung des inflatorischen Drucks in einer
Reihe anderer Industriestaaten zu einer wirtschaftlichen Stagnation geführt haben. Diese zyklischen Einflüsse auf die amerikanische Handelsbilanz sind einer
Entwicklung aufgesetzt worden, die sich offensichtlich in einem spektakulären
Anwachsen des Wunsches der Amerikaner ausdrückte, importierte Waren zu konsu
mieren.
Aufgrund

-2-

�Aufgrund dieser verschiedenen Belastungen stieg das Defizit in der Warenbilanz mit einer Jahresrate von 7,7 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 1972,
verglichen mit einem Defizit von 2,7 Milliarden Dollar im Jahre 1.971, und das
amerikanische Defizit in Gütern und Dienstleistungen stieg entsprechend. Diese
Verschlechterung war, wie bereits erwähnt, zu einem Teil ohne Frage auf den negativen Preiseffekt der Veränderung des Wechselkurses des Dollar zurückzuführen.
Ein erster Überblick deutet darauf hin, daß sich das Handelsdefizit zwischen dem
erstenund zweiten Quartal 1972 zwar wertmäßig steigerte, daß jedoch real eine
gewisse Einengung eintrat.
In den letzten Monaten hat sich jedoch das Handelsdefizit auch wertmäßig
zumindest auf seinem Stand gehalten. Das August-Defizit war sogar das kleinste,
das die Vereinigten Staaten seit Januar zu verzeichnen hatten. Und es gibt eine
Reihe von Gründen für die Annahme, daß im zweiten Halbjahr 1972 eine gewisse
Verbesserung eintritt. Die Veränderung der relativen Preise von ausländischen
und einheimischen Waren, die die Smithsonian-Anpassung herbeigeführt hat,wird
durch das hervorragende Verhalten der amerikanischen Wirtschaft auf dem Sektor
der Preisstabilität verstärkt, wenn man es mit dem Verhalten der meisten der
wichtigen Handelspartner Amerikas vergleicht. Da Erzeuger und Verbraucher voll
auf diesen relativen Anstieg der Preise ausländischer Güter im Vergleich zu amerikanischen Gütern reagieren, dürfte sich das rasche Anwachsen der Importe verlangsamen, während sich der Zuwachs der Exporte beschleunigen dürfte. Und schließlich gibt es Hinweise für eine Neubelebung der Nachfrage in einer Reihe von
Amerikas Partnerländern, vor allem in Deutschland und in Japan, was zu einem
weiteren Aufschwung für die amerikanischen Exporte führen dürfte.
Man darf also, alles in allem,

im Laufe des Jahres eine gewisse Verbes-

serung der amerikanischen Handelsbilanz erwarten. Aber selbst dann werden die
Vereinigten Staaten mit ziemlicher Sicherheit dieses Jahr mit einem Handelsdefizit abschließen, das das Defizit von 2,7 Milliarden Dollar im Jahre 1971 über-

�übertrifft„ Nicht zuletzt wegen des Standes der amerikanischen Warenbilanz wird
auch wahrscheinlich die amerikanische Position der laufenden Kosten - Regierungszuwendungen ausgeschlossen - in diesem Jahr weniger günstig sein als
1971, als das Defizit weniger als eine Milliarde Dollar betrug.
Die Auswirkungen der Abwertung dürften zusammen mit den Investitionschancen,
die das rasche reale Wachstum der amerikanischen Wirtschaft im Jahre 1972 bietet, das Klima für eine Verringerung des Nettoabflusses langfristiger Gelder
aus den Vereinigten Staaten begünstigen. Es gibt Hinweise dafür, daß dies tatsächlich der Fall ist, obwohl schwer vorauszusehen ist, in welchem Umfang sich
das in einer Verbesserung der amerikanischen Kapitalkonten-Bilanz niederschlagen wird.
Es besteht ferner wahrscheinlich ein Zusammenhang zwischen Verbesserungen
der Handelsbilanz und der Verbesserung der Kapitalkonten-Bilanz.Wenn die Handelsbilanz definitive Anzeichen bietet, daß man aus der Klemme heraus ist, dann
werden sich ausländische Investoren sicherer fühlen, in den Vereinigten Staaten
Anlagewerte zu kaufen. Jede Verbesserung der Zahlungsbilanz dürfte daher eine
vervielfachende Wirkung auf die grundlegende Zahlungsbilanzposition haben, die
sowohl laufende als auch langfristige Kapitaltransaktionen einschließt.
Die ermutigendste Entwicklung in der amerikanischen Zahlungsbilanz ist die
verbesserte Gesamtzahlungsposition gewesen, vor allem im zweiten Quartal.
Während die grundlegende Zahlungsbilanz-Position weiterhin ein beträchtliches
Defizit aufwies, hat ein bedeutender Rückfluß von kurzfristigen Geldern aus
dem Ausland stattgefunden. Wirtschaftler betrachten solche Rückflüsse gewöhnlich als ein Vertrauensvotum der internationalen Geldmanager in die Stärke des
Dollar.

Über

�Über diesen Punkt hinaus läßt sich eine klare Voraussage nicht machen.
Ohne Frage haben wir noch einen weiten Weg zu gehen, bevor wir uns sicher fühlen
können, daß der Dollar keinem weiteren spekulativen Druck mehr ausgesetzt sein
wird. Wenn der Dollar auf den ausländischen Devisenmärkten

einen ausgewogenen

Stand erreichen soll, wird es für die Vereinigten Staaten nötig sein, nicht
nur einen Ausgleich ihrer Position der laufenden Konten zu erzielen, sondern
einen Überschuß zu erreichen, der groß genug ist, um den Abfluß von Zuwendungshilfe und langfristigem Kapital sowie die Rückzahlung von Schulden bei ausländischen Geldinstituten abzudecken.

I i-H 1-

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