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September

1972

Inhalt
INFORMATION:
Nixon: Kampf gegen Drogenmißbrauch hat höchste Priorität
Wortlaut der Ansprache vor der Konferenz über internationale Drogenbekämpfung
Kann die NATO die Liebe zum Auto kurieren?
- Verkehrsexperten tagten in Den Haag
Von Hubert G. Collins
HINTERGRUNDMATERIAL:
USA treten weiterhin für weltweite Maßnahmen gegen jeden Terror ein
Von unserem Sonderkorrespondenten
WIRTSCHAFT:
Ermutigende Fortschritte bei den amerikanisch-sowjetischen Handelsgesprächen
Von unserem Wirtschaftskorrespondenten
Burns erläutert Zweck der US-Interventionen auf den Devisenmärkten
Von Eugene Brake
US-Zahlungsbilanzdefizit im zweiten Quartal 1972 zurückgegangen
- Wortlaut einer Erklärung des Handelsministeriums Osteuropahandel der USA stieg im ersten Quartal 1972 an
WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Drogenkrieg bis zur bedingungslosen Kapitulation
Vereinigte Staaten ziehen erste Bilanz
Monitor für Stickstoffoxid in der Luft
Erdbeben verändern Magnetfeld
Wichtige Erkenntnisse für Erdbebenforschung aus dem Amchitka-Test

Um Übersendung v o n Belegexemplaren w i r d gebeten.

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38/1972

NIXON: KAMPF GEGEN DROGENMISSBRAUCH HAT HÖCHSTE PRIORITÄT
Wortlaut der Ansprache vor der
Konferenz über internationale Drogenbekämpfung

WASHINGTON - (AD) - Präsident Nixon hat in einer Ansprache zu Beginn einer
dreitägigen Konferenz über internationale Rauschgiftbekämpfung am 18, September
den Maßnahmen gegen die Drogenseuche höchste nationale Priorität eingeräumt.
An der Konferenz, die im amerikanischen Außenministerium stattfindet, nehmen
die Sonderbeauftragten für Rauschgiftbekämpfung an 55 Botschaften der Vereinigten Staaten in aller Welt teil.
Die Ansprache des Präsidenten hat folgenden Wortlaut:
"Herr Außenminister, meine Damen und Herren!
Wenn ich die Liste der Teilnehmer an dieser Konferenz betrachte, dann
bin ich mir durchaus darüber im klaren, daß die meisten von Ihnen im Laufe
Ihrer Tätigkeit an vielen Konferenzen teilgenommen haben. Ich nehme an, daß
Sie sich wohl gefragt haben, warum gerade diese Konferenz etwas anderes sein
sollte und warum sie wohl wichtiger wäre als all die früheren Konferenzen.
Ich möchte gleich zu Anfang betonen, daß diese Konferenz mindestens so
wichtig ist, wie all die Konferenzen, an denen Sie je mitgewirkt haben- Ich
betrachte sie auf jeden Fall so wichtig wie jede andere Konferenz, an der ich
in meiner öffentlichen Tätigkeit je teilgenommen habe, weil der Sieg im Kampf
gegen den Drogenmißbrauch zu den wichtigsten Aufgaben - zu den höchsten na- 1 -

�nationalen Prioritäten - gehört, die den Vereinigten Staaten heute gestellt
sind.
Als Präsident der Vereinigten Staaten fühle ich keine größere Verpflichtung, als zum Sieg in diesem Kampfe beizutragen, und Sie alle hier in diesem
Raum, die Sie dieses Land in aller Welt vertreten, könnten keiner besseren
humanitären Sache dienen als dem Sieg in diesem Kampf gegen den Drogenmißbrauch.
Wie wir alle wissen, ist das globale Drogenproblem ungeheuer schwierig.
Hier bieten sich keine Sofort- oder Patentlösungen an. Wenn wir jedoch auf
die letzten drei Jahre zurückblicken, seit ich den totalen Krieg gegen den
Drogenmißbrauch erklärt und das Rauschgift als öffentlichen Feind Nummer eins
Amerikas bezeichnet habe, dann, so meine ich, wird das ganze Ausmaß unserer
nationalen Verpflichtung deutlich. Die Gesamtausgaben des Bundes für diesen
Kampf haben sich gegenüber 1969 um das elffache gesteigert. Sie machen gegenwärtig rund dreiviertel Milliarden Dollar in dem Haushalt aus, der dem Kongreß
jetzt vorliegt.
Was die organisatorische Seite anbetrifft, so haben wir alle Kräfte mobilisiert, um das Problem an allen Fronten anzupacken. Wir haben ein Sonderaktionsamt zur Verhütung von Drogenmißbrauch unter der Leitung von Dr.Jaffe
eingerichtet, das sich mit Therapie und Rehabilitation befaßt. Wir haben auch
im Justizministerium ein neues Amt für den Vollzug der Rauschgiftgesetze eingerichtet, das sich gegen die Verteilung und gegen die Händler im eigenen Lande
richtet. Und ich habe einen Kabinettsausschuß für Internationale Rauschgiftkontrolle

eingesetzt, der unseren weltweiten Kampf zur Unterbindung des Nach-

schubs koordiniert.
Wir packen das Problem also durch unsere verschiedenen Regierungsbehörden
an allen Fronten so wirksam wie nur möglich an.
Ich habe auch persönlich einige Verpflichtungen übernommen. Ich habe, wie
viele von Ihnen hier in diesem Raum wissen, bei meiner persönlichen Aufsicht
über dieses Programm immer wieder ausdrücklich mit der Peitsche geknallt. Und
ich muß zugeben, daß wir einige bürokratische Köpfe zusammengestoßen haben, als
ich im Ostraum (des Weißen Hauses) vor zwei Jahren die Anweisung gegeben habe,

�habe, daß die verschiedenen Regierungsbehörden endlich aufhören sollten, sich
gegenseitig über dieses Problem zu streiten, und endlich anfangen sollten das
Problem selbst zu bekämpfen.
Ich wollte endlich solide Ergebnisse sehen, und zwar in Form der Rettung
des Lebens Tausender junger Menschen, die sonst hoffnungslos dem Rauschgift
verfallen würden. Und heute liegen uns einige dieser Ergebnisse vor. Wir dürfen
sie nicht mit Selbstgefälligkeit betrachten, aber mit einigem Stolz und auch
mit der Entschlossenheit, weiterzumachen, um in Zukunft zu noch besseren Ergebnissen zu gelangen.
Dr. Jaffe berichtet aus seinem Gebiet, daß wir im letzten Jahr mehr mit
Bundesmitteln finanzierte Kapazität zur Behandlung einer Viertelmillion Menschen brauchen, läßt das gewaltige Ausmaß des Problems und die Notwendigkeit
erkennen, es in den Griff zu bekommen - nicht nur was die Behandlung angeht,
sondern auch besonders hinsichtlich der Lieferquellen und des Rechtsvollzugs.
Was den Rechtsvollzug angeht, so hat sich die Zahl der Festnahmen von
Rauschgifthändlern im letzten Haushaltsjahr gegenüber 1969 verdoppelt. Die Beschlagnahme von Heroin und anderen ungesetzlichen Drogen ist auf einem Höchststand angelangt. Aber wie ich denen, die mir erst im letzten Monat darüber Bericht erstattet haben, erklärt habe, ist das noch nicht genug. Wir müssen die
Zahlen verdoppeln und verdreifachen und von da aus zu einem völligen Sieg über
jene gelangen, die diesen Handel betreiben.
Ein sehr starker Preisanstieg bei Heroin im ganzen Osten der Vereinigten
Staaten läßt erkennen, daß der Nachschub austrocknet und daß der kriminelle
Drogenhandel unter Druck geraten ist. Ich darf Ihnen allen, und vor allem all
jenen, die es angeht, versichern, daß wir weiterhin mit allem Nachdruck vorgehen werden, bis die erbärmlichen Profitgeier des menschlichen Elends aus
ihren Schlupfwinkeln vertrieben und in die Gefängnisse gesteckt worden sind,
wo sie hingehören. Diese Anstrengung wird auch nicht an den Grenzen unseres
Landes haltmachen.
Die

�Die Männer und Frauen, die den weltweiten Heroinhandel betreiben, bedeuten
nicht nur eine Gefahr für die amerikanische Nation, sondern für die ganze
Menschheit. Diese Menschen sind im wahrsten Dinne des Wortes die Sklavenhändler
unserer Zeit. Sie handeln mit dem lebendigen Tod. Sie müssen bis an die Grenzen
unserer Erde gejagt werden. Ihnen darf keine Operationsbasis in irgend einem
Land bleiben. Ihnen darf nirgendwo in der Welt auch nur ein einziger Unterschlupf oder ein Refugium vor der Gerechtigkeit eingeräumt werden. Darum habe
ich, in Zusammenarbeit mit den Regierungen von über 50 Ländern in der ganzen
Welt, ein aggressives internationales Rauschgift-Kontrollprogramm eingerichtet.
Darum habe ich schon bald nach meinem Amtsantritt das Zentralamt für Nachrichten und Abwehr (CIA) angewiesen, alle seine Mittel für den Kampf gegen
den internationalen Rauschgifthandel zu mobilisieren - eine Aufgabe übrigens,
in der es sich hervorragend bewährt hat.
Lassen Sie mich hier ein Wort über diese vielgeschmähte Einrichtung einflechten. Wie ich oft erklärt habe, stellen wir auf dem Gebiet des Nachrichtendienstes immer wieder fest, daß nur die Versager publiziert werden. Die Erfolge
müssen, schon aus der Natur der Sache heraus, immer geheim bleiben, und auf
diesem Gebiet gibt es viele Erfolge, und vor allem Erfolge, auf die dieses
Amt sehr stolz sein darf.
Die höchste Priorität hat hier die Ausschaltung der Händler, wo immer sie
sich befinden mögen - sie durch unsere Rechtsvollzugs- und Nachrichtenorgane
auszuschalten und unschädlich zu machen. Und ich darf Ihnen allen für die ersten
Fortschritte, die wir in diesen Programmen erzielt haben, meine Anerkennung aussprechen.
Frankreich, Paraguay, Laos, Thailand und die Türkei sind nur einige Beispiele für die vielen Länder, wo die Arbeit amerikanischer Regierungsbediensteter
vom Botschafter abwärts in allen Botschaften im Ausland in Partnerschaft mit
örtlichen Regierungsvertretern wichtige Durchbrüche erzielt hat - wie beispielsweise die Beschlagnahme großer Heroinbestände, die Festnahme wichtiger Personen
und, im Falle der Türkei, die mutige Entscheidung, den Opiumanbau selbst ganz
einzustellen. Diese Maßnahme stellt übrigens nicht nur ein großes Verdienst
für die türkische Regierung dar, sondern auch für unsere eigene Regierung und
- 4-

�und vor allem für jene im Außenministerium und in der türkischen Botschaft, die
an diesem Problem gearbeitet haben.
Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten und vor allem die jungen Menschen
schulden Ihnen, Ihnen allen hier in diesem Raum, großen Dank. Leider werde ich
keine Gelegenheit haben, mit den meisten von Ihnen persönlich zusammenzukommen,
um Ihnen für das zu danken, was Sie hier geleistet haben. Aber wie Sie alle
wissen, bleibt uns noch sehr viel mehr zu tun, um diesen Krieg zu gewinnen und
wir müssen mit einer noch sehr viel größeren Dringlichkeit als bisher an diese
Aufgabe herangehen.
Ich möchte Sie, die Sie in der ganzen Welt an der Rauschgiftkontrolle arbeiten, bitten, diese persönliche Botschaft von mir an die ausländischen Regierungsvertreter zu übermitteln, mit denen "ie zusammenkommen. Alle Regierungen,
deren Führer an den Tätigkeiten jener beteiligt sind oder sie schützen, die unser
Drogenproblem mit verursachen, sollen wissen, daß der Präsident der Vereinigten
Staaten gesetzlich verpflichtet ist, jede amerikanische Wirtschafts- und Militärhilfe an ein solches Regime einzustellen, und ich werde nicht zögern, diesem
Gesetz entsprechend zu verfahren, wenn irgendwelche Übertretungen vorkommen.
Ich betrachte die Aufgabe, gefährliche Drogen von den Vereinigten Staaten
fernzuhalten, für ebenso wichtig wie die Verhinderung der Landung gegnerischer
Streitkräfte in den Vereinigten Staaten. Gefährliche Drogen, die in die Vereinigten Staaten hereinkommen, können das Leben junger Amerikaner ebenso gefährden, wie eine Invasionsarmee, die in den USA landet. Jede Regierung die
gegen Rauschgift vorgehen will, soll wissen, daß sie seitens unseres Landes
auf unsere volle und nachhaltige Unterstützung dabpi rechnen kann.
Vor drei Jahren watete die globale Heroinseuche in der ganzen Welt praktisch
ohne jede Kontrolle. Für eine ganze Generation unserer Kinder, die potenziellen
Rauschgiftopfer der nächsten Jahre, drohte die Zeit abzulaufen.
Aber dann starteten wir unseren Kreuzzug zur Rettung unserer Kinder, und
heute können wir feststellen, daß dieser Kreuzzug aus der Defensive heraus zur
Offensive übergeht und in einem Land nach dem anderen in der ganzen Welt und
in den Vereinigten Staaten selbst Siege zu zeitigen beginnt.
Was

�Was ist heute unser Ziel? Wir leben heute, wie wir alle wissen, im Zeitalter der Diplomatie, in dem es Zeiten gibt, da eine große Nation sich auf
etwas einlassen muß, was als begrenzter Krieg bezeichnet wird. Ich habe dieses
Prinzip abgelehnt und den totalen Krieg gegen die gefährlichen Drogen erklärt.
Unser Ziel ist die bedingungslose Kapitulation der Schleichhändler des Todes,
die mit Heroin Geschäfte machen. Unser Ziel ist die totale Verbannung des
Drogenmißbrauchs in Amerika. Es geht um Leben und Zukunft unserer Kinder deshalb muß uns dies gelingen.
Wir werden dieses Übel mit jeder verfügbaren Waffe bekämpfen, und mit
Ihrer Hilfe und mit der Unterstützung durch Millionen engagierter Amerikaner
werden wir siegen."

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KANN DIE NATO DIE LIEBE ZUM AUTO KURIEREN?
- Verkehrsexperten tagten in Den Haag -

Von Hubert G. Collins

DEN HAAG - (AD) - Wenn der NATO-Ausschuß für Aufgaben der Modernen Gesellschaft (CCMS) im November in Brüssel zu seiner Plenarsitzung zusammentritt,
wird er sich mit der wenig dankbaren Aufgabe beschäftigen müssen, Wege zur
Behebung der Verkehrsmisere in den Städten der westlichen Welt zu finden. Verkehrsexperten aus neun NATO-Ländern - Niederlande, Belgien, Kanada, Dänemark,
Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Italien, Großbritannien und Vereinigte
Staaten - kamen vom 14. bis 16. September in Den Haag zusammen, um eines der
Übel des 20. Jahrhunderts, das Verkehrschaos in den Großstädten, anzupacken.
Das Projekt im Rahmen des CCMS steht seit längerem an, und in Nordamerika
wie in Europa haben sich die Fachleute ihre Gedanken gemacht, wie der moderne
Massenverkehr bewältigt werden könnte. Der Leiter der Expertenkonferenz in der
niederländischen Hauptstadt, der Direktor der Planungsabteilung im amerikanischen
Verkehrsministerium Dr. Lee Huff, hat wohl den Kern des Problems berührt, als er
sagte, es gehe letztlich darum, "die Liebe zum Auto" zu kurieren.
In Den Haag ging es nicht um neue

Technologien, sondern um institutionelle

und wirtschaftliche Veränderungen zur Lösung des Verkehrsproblems. Die Vereinigten Staaten hatten bereits im Frühjahr angeregt, ein CCMS-Musterprojekt unter amerikanischer Federführung - einzurichten, um in einem Erfahrungsaustausch über den Atlantik hinweg, neue Wege zum Transport von Personen und Gütern

- 1 -

�Gütern zu finden, die einmal wirtschaftlich und durchführbar und zum anderen
auch umweltgerecht sind. Die Probleme in Amerika und Europa sind mehr oder
weniger die gleichen. Wie kann der Einzelne dazu bewegt werden, öffentliche
Verkehrsmittel zu benutzen und sein Auto zuhause zu lassen?
Die Erfahrungen in Amerika haben gezeigt, daß die "Entmutigung" der Privatfahrer allein - beispielsweise durch drastische Erhöhung der Parkgebühren nicht ausreicht. Vielmehr bedarf es auch einer entsprechenden Ausweitung der
Kapazität der öffentlichen Verkehrsmittel. Auch in Brüssel hat sich herausgestellt, daß die Autofahrer dem Appell der Behörden zunächst folgten, daß sie
jedoch bei einem mangelnden Angebot von Bussen und Bahnen bald wieder zum
Privatwagen zurückkehrten.
In diesem Zusammenhang ist ein amerikanischer Vorschlag interessant: Autobusse sollen eigene Strai3en erhalten - auf denen keine Privatautos zugelassen
sind. Dadurch wäre es möglich, stündlich rund 1200 Busse verkehren zu lassen,
die über 60 000 Menschen befördern könnten. Die Zahl der Privatwagen, um eine
solche Menge Menschen zu transportieren ist riesig, und der entsprechende Aufwand für Straßen und Einrichtungen noch gewaltiger. In Amerika sind bereits
Versuche in dieser Richtung gemacht worden, so beispielsweise mit der "Shirly
Highway Bus Lane" in Nordvirginia. Auf dieser Strecke, die ausschließlich von
Bussen befahren werden darf, werden die Menschen zur Arbeit nach Washington gebracht. Sobald die Busse jedoch das normale Washingtoner Straßennetz erreichen,
bleiben sie - wie die Privatwagen - im Berufsverkehr iiängen. Die Bus-Straßen
müssen also auch innerhalb der Städte nach bestimmten Brennpunkten durchgeführt
werden.
Ähnliche Probleme ergeben sich auci für den Güterverkehr. Das wirtschaftlich rationellste System ist nicht immer das umweltfreundlichste. Es ist und
bleibt die Frage, wie die Waren zu ihrem Empfänger kommen, vor allem wenn beispielsweise die Geschäfte in einer Fußgängerzone liegen. Sicherlich verfolgen
die Amerikaner die europäischen Versuche, in den Stadtkernen solche Fußgängerzonen einzurichten, mit großem Interesse.
Eine

�»

Eine wesentliche Rolle bei den Expertengesprächen in Den Haag hat auch
die Voraussage der Verkehrsbedürfnisse und der Verkehrsdichte in den Städten
gespielt. Solche Untersuchungen und Berechnungen sind für die einzelnen Städte
sehr kostspielig, und wenn es dem CCMS gelingt, hier durch Standardisierung der
Methoden sowie durch Vereinfachungen Kosten und Aufwand wesentlich zu senken,
dann dürfte dies ein weiterer echter Fortschritt sein.
Man kann nur hoffen, daß der internationale Erfahrungsaustausch im Rahmen
des NATO-AusSchusses für Aufgaben der Modernen Gesellschaft (CCMS) und ein neues
Musterprojekt eine wirtschaftlich tragbare und umweit- und menschenfreundliche
Lösung näher bringen.

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USA TRETEN WEITERHIN FÜR WELTWEITE MASSNAHMEN GEGEN JEDEN TERROR EIN
Von unserem Sonderkorrespondenten

WASHINGTON - (AD) - Die Vereinigten Staaten werden weiterhin für eine
weltweite Solidarität gegen Terrorakte jeder Art eintreten und sich für internationale Maßnahmen einsetzen. Präsident Nixon und Außenminister Rogers sowie
andere amerikanische Regierungsvertreter haben unmißverständlich zu verstehen
gegeben, daß sie dieses Problem in nationalen und internationalen Gremien
weiterverfolgen werden.
Präsident Nixon hat in einer Botschaft an den Senat der Vereinigten Staaten
diesen dringend um die Ratifizierung der vor einem Jahr in Montreal unterzeichneten Konvention gegen kriminelle Akte gegen die Zivilluftfahrt ersucht. Nach
der Konvention gegen Luftpiraterie, die im Dezember 1970 in Den Haag verabschiedet und inzwischen von den USA und 39 weiteren Ländern ratifiziert wurde,
soll die zweite Konvention vor Sabotage, Terrorangriffen und sonstigen kriminellen Akten gegen die Zivilluftfahrt schützen.
Die Konvention, so heißt es in der Botschaft Nixons an den Senat, "dient
dazu, die Strafverfolgung von Saboteuren und anderen Terroristen, die Flugzeuge
angreifen, zu sichern, und sie kann dazu beitragen, dieses wachsende Problem
für die weltweite Zivilluftfahrt zu beheben."
Die Vereinigten Staaten haben auch den Entwurf für eine neue Konvention
gegen Luftpiraterie begrüßt, den ein Unterausschuß des Rechtsausschusses der
Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) ausgearbeitet hat. Der Ent-

�Entwurf, der jetzt in Montreal dem Rechtsausschuß

der ICAO vorgelegt wird,

sieht unter anderem den Flug-Boykott gegen Länder vor, die Luftpiraten beherbergen. Der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, Charles Bray, erklärte dazu, "endlich haben wir eine Formulierung für eine Konvention, die, wenn
sie von der Völkergemeinschaft angenommen, endlich unseren Anstrengungen zur Bekämpfung der Luftpiraterie in all ihren Formen eine echte Handhabe gibt." Der
Leiter der amerikanischen Delegation, Charles Brower, wies darauf hin, daß es
noch zwei Jahre dauern könne, ehe die Konvention abgeschlossen sei, räumte jedoch ein, daß der Fortschritt in den letzten beiden Wochen - gegenüber zwei
Jahren der Untätigkeit - Anlaß zur Hoffnung gebe.
Nicht zuletzt aufgrund der grauenhaften Ereignisse in München wird sich
auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit dem Problem des Terrors
und der Terroristen befassen müssen. Auch hier haben sich die Vereinigten Staaten
mit an die Spitze der Bemühungen gestellt, eine weltweite Zusammenarbeit zu
erreichen, ohne die eine wirkungsvolle Verhütung und Bekämpfung von Terrorakten
kaum möglich ist. Außenminister Rogers, der, wie gesagt, ausdrückliche Anstrengungen in dieser Richtung ankündigte, hält sich zu Beginn der neuen Vollversammlung in New York auf. Er wird sicherlich bei seinen Gesprächen am Rande der
Vollversammlung die amerikanische Initiative gegen den Terror mit den Vertretern
anderer Länder erörtern.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Waldheim, hat einen ungewöhnlichen Schritt getan und das Thema Terror persönlich auf die Tagesordnung der
Vollversammlung gesetzt sowie Maßnahmen zur Verhütung künftiger Terrorakte gefordert. Die Vereinigten Staaten werden diese Forderungen mit allem Nachdruck
unterstützen.

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ERMUTIGENDE FORTSCHRITTE BEI DEN AFRIKANISCH-SOWJETISCHEN
HANDELSGESPRÄCHEN
Von unserem Wirtschaftskorrespondenten

WASHINGTON - (AD) - Bei den amerikanisch-sowjetischen Handelsgesprächen
sind "sehr wesentliche Fortschritte" erzielt worden, so daß noch bis zum Jahresende mit einem Paket von wichtigen wirtschaftlichen Vereinbarungen zwischen den
beiden Ländern zu rechnen ist.
Dies haben sowohl der amerikanische Handelsminister Peter G. Peterson, wie
auch der Sonderberater Präsident Nixons für Nationale Sicherheitsfragen, Henry
Kissinger, in den letzten Tagen mitgeteilt. Peterson betonte vor der Handelskammer von Baltimore, er sei mehr denn je ermutigt, daß das angestrebte Ziel
des Präsidenten, ein umfassender Handelsvertrag, noch bis zum Jahresende, vielleicht sogar schon früher, erreicht werden kann. Gleichzeitig kündigte der
Minister an, daß Arbeitsgruppen der Gemeinsamen Handelskommission noch in diesem
Monat detaillierte Verhandlungen über einige der offenen Fragen aufnehmen würden.
Kissinger, der auf einer Pressekonferenz über seine Handelsgespräche in
Moskau berichtete, gab der festen Zuversicht Ausdruck, daß "eine befriedigende
Lösung" erzielt w rden wird. Die drei Arbeitsgruppen würden die Themen Handel,
Schiffahrtsabkommen sowie Pacht- und Leihschulden erörtern, die alle drei Bestandteil des großen Gesamtpaketes seien.
Den Schlüssel zu diesem Gesamtpaket dürften die Pacht- und Leihgespräche
bilden. Von einer befriedigenden Lösung auf diesem Gebiet wird es nämlich ab- 1 -

�abhängen, ob der amerikanische Kongreß Regierungskre iten an die Sowjetunion
sowie der Einräumung der Meistbegünstigungsklausel für sowjetische Erzeugnisse
zustimmt. Bei den Pacht- und Leihge prächen geht es um die nichtmilitärische
Hilfe, die die Vereinigten Staaten der Sowjetunion während des zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach gewährt haben (für die während des letzten
Krieges gewährte Militärhilfe haben die Vereinigten Staaten nie eine Rückzahlung gefordert). Die endgültige Regelung dieser Schulden wird wahrscheinlich
nur die Rückzahlung eines Bruchteils des unsprünglichen Wertes der Hilfsgüter
vorsehen. Wie Dr. Kissinger auf seiner Pressekonferenz erklärte, hätten beide
Seiten nunme ir einer Formel für die Bewertung der Hilfsgüter zugestimmt. Einzelheiten der Zahlungsmodalitäten, wie Höhe der Raten und Rückzahlungszeitraum,
müssen aber noch ausgehandelt werden.
Weitere Punkte des angestrebten Handelsabkommens sind ein von den USA gewünschter Mechanismus für eine internationale Schlichtung von Streitigkeiten;
die Sowjetunion hat sich bisher stets an ihre eigenen Schiedsgerichte gehalten. Ferner wünschen die USA bessere Arbeitsmöglichkeiten für amerikanische
Geschäftsleute in der So jetunion; unter diesen Punkt fallen Fragen wie Bereitstellung von Büror. um und Telefonanschlüssen, aber auch Kontaktmöglichkeiten
mit potentiellen Kunden. Und schließlich wünscht die Sowjetunion Regierungskredite zur Finanzierung ihrer Käufe in den USA; die USA bestehen darauf, daß
jedes Abkommen auf Gegenseitigkeit beruhen muß und die Sowjetunion nicht besser
als andere amerikanische Handelspartner gestellt sein darf.
Auch in der Frage der Einräumung der Meistbegünstigungsklausel besteht
noch keine Einigung. Hier geht es unter anderem um den Schutz der amerikanischen
Wirtschaft vor einem Sowjet sehen Dumping, denn beide Länder gehören unterschiedlichen Handelsblöcken an und angesichts des Regierungsmonopols in der
Sowjetunion gibt es dort keine absolute Bez ehung zwischen Kosten und Preisen.
Auch die von den USA seit langem ausgeübte Kontrolle über den Export strategisch wichtiger Güter wirft gewisse Probleme auf. Und letztlich muß jedes Abkommen

' die Einräumung der Meistbegünstigtenklausel vom amerikanischen Kongre

gebilligt werden.
Im

�t

Im Kongreß sind bereits Stimmen laut geworden, die sich gegen die von der
Sowjetunion geübte Praxis wenden, von sowjetischen Juden, die nach Israel auswandern wollen, eine Ausreisegebühr zu fordern. Senator Ribicoff hat dies als
"Kopfgeld" bezeichnet und gleich anderen Abgeordneten und Senatoren damit gedroht, den Handelsvertrag als Druckmittel zu benutzen, um durchzusetzen, daß
die Sowjetunion auf diese Abgabe verzichtet.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Verhandlungen ist ein Schiffahrtsabkommen,
bei dem jedoch, wie Handelsminister Peterson betonte, eine Einigung unmittelbar
bevorsteht. Mit diesem Abkommen soll eine Reihe von Fragen gelöst werden, die
sich im Gefolge des zu erwartenden verstärkten Warenverkehrs zwischen beiden
Ländern ergeben dürften. Unter anderem muß geklärt werden, welcher Warenanteil
auf amerikanischen und welcher auf sowjetischen Schiffen befördert werden soll
und in welchem Ausmaß Schiffe dritter Länder eingeschaltet werden können. Im
Augenblick sind Schiffe dritter Länder zu 20 bis 25 Prozent am an,^rikanisch••
sowjetischen Handel beteiligt. Da die Betriebskosten amerikanischer Frachter aufgrund höherer Löhne und besserer Sicherheitseinrichtungen höher liegen, als bei
Schiffen anderer Länder, müßten Subventionen gezahlt werden, um sie wettbewerbsfähig zu machen. Von Seiten des amerikanischen Handelsministeriums wurde bereits
betont, daß recht beträchtliche Regierungssubventionen direkt an die Schiffseigner gezahlt werden müßten, wenn ein Engpaß wie bei den Getreideverkäufen des
Jahres 1963 vermieden werden soll.
Ferner muß festgelegt werden, welche Häfen in beiden Ländern für Schiffe
des anderen Landes offen sein sollen und welchen Schiffen ein Anlaufen gestattet
werden soll. Sofern es hier nicht zu unvorhergesehenen Schwierigkeiten kommt,
dürfte, wie Handelsminister Peterson betonte, eine Einigung in all diesen Fragen
innerhalb weniger Jochen nöglich sein.

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BURNS ERLÄUTERT ZWECK DER US-INTERVENTIONEN AUF DEN DEVISENMÄRKTEN
Von Eugene Brake

WASHINGTON - (AD) - Die Verein igten Staaten werden auch in Zukunft nicht
versuchen, durch massive Interventionen auf den Devisenmärkten einen unrealistischen Wechselkurs des US-Dollar zu stützen.
Das ist das Fazit der öffentlichen Anhörungen, die der Unterausschuß für
Devisen und internationalen Zahlungsverkehr des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses des amerikanischen Kongresses in der letzten Woche durchgeführt hat.
Nicht nur der Vorsitzende des Federal Reserve Boards, Notenbankpräsident Arthur
Burns, sondern auch der Staatssekretär im amerikanischen Finanzministerium, Paul
Volker, gaben vor dem Ausschuß entsprechende Zusicherungen ab. Burns betonte,
daß Interventionen auf den Devisenmärkten ausschließlich auf Initiative des
Federal Reserve Boards (Bundesbank) und nicht etwa auf Initiative anderer Länder
nin unternommen würden. Sie v;ürden auch nur erfolgen, um Auswüchse auf den Märkten
zu verhindern oder ihnen entgegenzuwirken, und dann in einem Umfang vorgenommen,
der ein positives Ergebnis sicherstellte. Auch Swap-Vereinbarungen würden niemals dazu mißbraucht werden, um amerikanische Zahlungsbilanzdefizite mitteloder langfristig zu finanzieren. Genau so wenig stellten sie einen Ersatz für
eine erforderliche Anpassung der grundlegenden Wirtschaftspolitik dar.
Volker wies vor dem Ausschuß darauf hin, daß das Finanzministerium sich
nicht an Interventionen auf den Devisenmärkten beteilige, um bei Zahlungsbilanzungleichgewichten einen bestimmten Wechselkurs zu verteidigen. Allerdings gab

- 1 -

�gab der Staatssekretär zu bedenken, daß nicht immer im Voraus leicht zu erkennen sei, ob ein Wechselkurs nur vorübergehend unter Druck geraten sei, oder
ob es sich hier um die ersten Anzeichen eines fundamentalen Ungleichgewichts
handele, das früher oder später durch eine Auf- oder Abwertung korrigiert
werden müsse.
Burns wie auch Volcker wandten sich damit gegen Bedenken, die der Ausschußvorsitzende

Henry Reuss, zugleich im Namen verschiedener Zeugen geäußert hatte,

daß nämlich die reaktivierten Swap-Vereinbarungen zur Stützung des Dollarkurses
benutzt werden könnte, solange noch ein grundlegendes Zahlungsbilanzungleichgewicht bestünde. Wörtlich erklärte Burns, "ich kann Ihnen uneingeschränkt versichern, daß dies nicht der Fall sein wird".
Allerdings, so führte Burns weiter aus, mehrten sich jetzt die Anzeichen,
daß die bescheidenen amerikanischen Investitionen auf den Devisenmärkten vom
Juli ihren Zweck erreicht haben. Zusammen mit Maßnahmen anderer Länder, so sagte
Burns, hätten sie dazu beigetragen, der Spekulation Einhalt zu gebieten und
das Vertrauen in den Markt wieder herzustellen. Bei den insgesamt neun seit dem
19. Juli von amerikanischer Seite durchgeführten Interventionen seien ausländische
Devisen - belgische Francs und DM - im Werte von 32 Millionen Dollar abgegeben
und diese Beträge seien durch spätere Käufe wieder voll abgedeckt worden. Die
Tatsache, daß die Vereinigten Staaten diese Swap-Vereinbarungen ausnutzen können,
und dies sei noch nicht einmal in vollem Umfang der Fall gewesen, habe allein
schon genügt, um der Spekulation Einhalt zu gebieten und die Spekulanten zum
Nachdenken zu zwingen.
Auf die amerikanische Zahlungsbilanz eingehend, betonte Burns, es sei völlig
verfrüht, etwa pessimistische Schlußfolgerungen hinsichtlich ihrer langfristigen
Entwicklung ziehen zu wollen. Allerdings, so gab der Notenbankchef zu, vollzögen
sich die erforderlichen Anpassungen zur Korrektur der Ungleichgewichte nicht so
rasch wie erhofft oder angenommen worden sei. Dies gelte im besonderen auch für
die amerikanische Zahlungsbilanz. Man brauche jedoch kein großer Optimist zu
sein, um feststellen zu können, daß zumindest eine Reihe von Faktoren in die
richtige Richtung weisen, um eine wesentliche Verbesserung der US-Zahlungsbilanz zu bewirken. In diesem Zusammenhang verwies Burns vor allem auf die Ent- 2-

�Entwicklung von Kosten und Preisen in den USA, die gegenüber den anderen
Ländern hier weitaus besser abgeschnitten hätten. Auch die Neufestsetzung der
Wechselkurse im Dezember vorigen Jahres, so sagte Burns, werde sich jetzt auszuwirken beginnen und mit der Zeit zu einer Ausweitung des amerikanischen Exports sowie einer Verlangsamung der Zunahme der Importe führen. Ferner werde
sich die in Japan und in Europa im Gange befindliche zyklische wirtschaftliche
Wiedererholung in einer Steigerung der Nachfrage nach amerikanischen Exporterzeugnissen auswirken. Und schließlich werde die starke Expansion der amerikanischen Wirtschaft selbst dazu führen, daß amerikanische Investoren wieder eher
geneigt sind, ihr Geld im eigenen Land statt im Ausland anzulegen.

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38/1972

US-ZAHLUNGSBILANZDEFIZIT IM ZWEITEN QUARTAL 1972 ZURÜCKGEGANGEN
- Wortlaut einer Erklärung des Handelsministeriums -

WASHINGTON - (AD) - Das Zahlungsbilanzdefizit der USA ist im zweiten
Quartal dieses Jahres beträchtlich zurückgegangen. Dies stellt das amerikanische Handelsministerium in einer am 13. September veröffentlichten Presseverlautbarung fest, die folgenden Wortlaut hat:
"Die Bilanz der laufenden Konten und die langfristige

Kapitalbilanz

wiesen im zweiten Quartal ein Defizit von 1,9 Milliarden Dollar aus, wie das
Büro für Wirtschaftsanalysen, eine Unterabteilung des Amtes für Sozial- und
Wirtschaftsstatistik des Handelsministeriums heute bekannt gegeben hat. Das
Defizit war damit nur etwa halb so groß wie das (revidierte) Defizit von 3,6
Milliarden Dollar im ersten Quartal. (Alle Zahlen saisonbereinigt).
Nachdem das Handelsdefizit im zweiten Quartal zugenommen hat und der Überschuß bei den Dienstleistungen einen geringfügigen Nettorückgang aufwies, erbrachte die Bilanz der Güter- und Dienstleistungen ein Defizit von 1,5 Milliarden Dollar (revidiert) und die Bilanz der Güter, Dienstleistungen und Remittenten ein Defizit von 1,9 Milliarden Dollar, so daß beide sich gegenüber
dem ersten Quartal um jeweils etwa 350 Millionen Dollar verschlechterten. Die
Bilanz der laufenden Konten allein verschlechterte sich ebenfalls und wies ein
Defizit von 2,4 Milliarden Dollar - gegenüber 2,2 Milliarden Dollar im ersten
Quartal - aus.
Der

�Der Nettofluß langfristigen Privatkapitals verzeichnete im zweiten Quartal
einen Nettozufluß von 660 Millionen Dollar, nach einem Abfluß von 1,1 Milliarden
Dollar im ersten Quartal. Auf der Basis der jetzt verfügbaren, vorläufigen Zahlen
über die direkten amerikanischen Auslandsinvestitionen erfolgte im zweiten
Quartal ein Nettoabfluß von nur 200 Millionen Dollar gegenüber einem Nettoabfluß
von 1,3 Milliarden Dollar (revidiert) im ersten Quartal. Verschiedene besondere
Faktoren, darunter einige sich nicht wiederholende Nettozuflüsse haben wahrscheinlich zu den niedrigen Nettoabflüssen im zweiten Quartal beigetragen. Die Direktinvestitionen des Auslandes in den Vereinigten Staaten nahmen um über 700 Millionen Dollar zu und wiesen damit einen Nettozufluß von 345 Millionen Dollar auf.
Ein guter Teil dieses Zuflusses ist auf den Rückfluß von Geldern zurückzuführen,
die von japanischen Handelsgesellschaften in den USA zuvor aus den Vereinigten
Staaten an ihre Muttergesellschaften transferiert worden waren. Veränderungen
bei anderen privaten langfristigen Kapitalflüssen hoben sich meistens gegeneinander auf.
Die Nettoliquiditätsbilanz verzeichnete im zweiten Quartal ein Defizit von
(revidiert) 2,4 Milliarden Dollar und die Bilanz der offiziellen Reservetransaktionen erbrachte ein Defizit von (revidiert) 865 Millionen Dollar. Die entsprechenden Defizite im ersten Quartal betrugen jeweils 3,1 und 3,3 Milliarden
Dollar."

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38/1972

OSTEUROPAHANDEL DER USA STIEG IM ERSTEN QUARTAL 1972 AN

WASHINGTON - (AD) - Der Handel zwischen den Vereinigten Staaten und Osteuropa stellte sich nach Angaben des amerikanischen Handelsministeriums im ersten Quartal 1972 auf wertmäßig 230,3 Millionen Dollar. Von dem Gesamtbetrag
entfielen 158,8 Millionen Dollar auf amerikanische Exporte nach Osteuropa und
71,5 Millionen Dollar auf Importe aus diesem Raum. Im vierten Quartal 1971
hatte sich der gesamte Warenaustausch zwischen den USA und Osteuropa auf 137,7
Millionen Dollar und im ersten Quartal 1971 auf 170,9 Millionen Dollar gestellt.
Der vom amerikanischen Handelsministerium veröffentlichte lOO. Quartalbericht über die Durchführung der amerikanischen Exportkontrollen zeigt weiter,
daß im zweiten Quartal 1972 Lizenzanträgen für Warenexporte nach Osteuropa im
Werte von 119,4 Millionen Dollar stattgegeben wurde

gegenüber Anträgen im Werte

von 432,5 Millionen Dollar im ersten Quartal 1972 und von 119 Millionen Dollar
im zweiten Quartal 1971.
Der höchste Dollarbetrag bei den genehmigten Exportlizenzen entfiel mit
99,1 Millionen Dollar auf die Sowjetunion. Davon waren 77,6 Millionen Dollar
für die Ausfuhr von Ausrüstungen für die sowjetische Autoindustrie bestimmt.
Weiter wurden Lizenzen für die Ausfuhr nach Rumänien in Höhe von 8,9 Millionen
Dollar - meistens Walzwerksausrüstungen -, nach Polen in Höhe von 3,2 Millionen
Dollar - darunter ebenfalls Walzwerkausrüstungen - nach Ostdeutschland in Höhe
von 2,8 Millionen Dollar, nach der Tschechoslowakei in Höhe von 2,3 Millionen

�Millionen Dollar und nach Ungarn in Höhe von 2,1 Millionen Dollar ausgestellt.
Unter anderem haben die USA im ersten Quartal 1972 dem Bericht zufolge,
Mais im Werte von 53,3 Millionen Dollar nach der Sowjetunion, Baumwolle im
Werte von 6,5 Millionen Dollar und Sojabohnen im Werte von 6 Millionen Dollar
nach Polen, Mais im Werte von 7,5 Millionen Dollar nach Ostdeutschland, Baumwolle im Werte von 7,5 Millionen Dollar nach Rumänien, Sojabohnenölkuchen und
Mehl im Werte von 3 Millionen Dollar nach Ungarn sowie Hopfen im Werte von
1,8 Millionen Dollar und Sojabohnenölkuchen und Mehl im Werte von 2 Millionen
Dollar nach der Tschechoslowakei ausgeführt.
Nach den Angaben des Handelsministeriums wurden von den USA im Berichtszeitraum unter anderem Büchsenschinken im Werte von 8,2 Millionen Dollar aus
Polen, Diamanten, Palladium, Platin und Chromerz im Werte von 10,1 Millionen
Dollar aus der Sowjetunion, Raffinerieprodukte im Wert von 3,3 Millionen Dollar
aus Rumänien und Büchsenschinken im Werte von 1,4 Millionen Dollar aus Ungarn
eingeführt.

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38/1': 72

DROGENKRIEG BIS ZUR BEDINGUNGSLOSEN KAPITULATION
Vereinigte Staaten ziehen erste Bilanz

- (AD) - Mehr als 2300 kg Heroin, 306 kg Kokain, 70 192 kg Marihuana,
3756 kg Haschisch und 207 Millionen Dosen gefährlicher anderer Drogen haben
in den letzten zwölf Monaten die amerikanischen Rauschgiftfahnder in Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen und Behörden beschlagnahmt. Im gleichen Zeitraum kam es zu 7771 Verhaftungen im Zusammenhang mit Rauschgiftdelikten. Diese
Angaben enthält ein Bericht, der am 17. September 1972 in Washington von der
Rauschgiftzentrale des amerikanischen Justizministeriums veröffentlicht wurde.
John E. Ingersoll, der Leiter der US-Bundesbehörde für Narkotika und gefährliche Dragen (BNDD), nahm ebenso wie Außenminister Rogers, CIA-Chef Richard
Helms und andere führende Vertreter von Regierung und Behörden an der dreitägigen Konferenz im US-Außenministerium teil, zu 3er die Sonderbeauftragten
für Rauschgiftbekämpfung an amerikanischen Botschaften in 55 Ländern nach
Washington gerufen wurden. Die US-Botschaft in Bonn wurde durch Gesandten Frank
Cash vertreten.
Die Konferenz zog eine Bilanz der bisherigen Ergebnisse der Aktionen, die,
wie Präsident Nixon darlegte, vor allem den internationalen Heroinhändlern gilt,
"die eine Gefahr nicht nur für die amerikanische Nation, sondern für die ganze
Menschheit bedeuten ... Unser Ziel ist die bedingungslose Kapitulation der
Schleichhändler des Todes, die mit Heroin Geschäfte machen ..., die totale
Verbannung des Drogenmißbrauchs aus dem Leben in Amerika. Wir werben sie mit

�mit jeder verfügbaren Waffe bekämpfen. Es geht um Leben und Zukunft unserer
Kinder - deshalb muß uns dies gelingen."
Präsident Nixon machte auch kein Hehl aus seiner Entschlossenheit, von
seinem Recht Gebrauch zu machen, Wirtschafts- und Militärhilfe für Regierungen
zu sperren, in denen führende Männer "sich an den Aktionen jener beteiligen
oder sie schützen, die zu unserem Drogenproblem beitragen". Der Versuch, den
Rauschgifthandel allmählich "auszutrocknen", zeitigt in den Vereinigten Staaten
erste Früchte. In New York schnellte in den letzten paar Monaten der Preis für
ein Gramm Heroin von 418 Dollar auf 785 Dollar in die Höhe, die Qualität des
Stoffs Hat sich erheblich verschlechtert. Ähnliches gilt für andere Großstädte
wie Boston und Baltimore. Aber noch bleibt viel zu tun, um wenigstens den Nachschub so weit wie nur irgend möglich zu unterbinden. An den dabei ergriffenen
Maßnahmen beteiligen sich mehr als 50 Länder in aller Welt.
Der Rauschgiftkrieg in Amerika dauert nun fast vier Jahre. In dieser Zeit
wurde, wie Eugene T. Rossides, Unterstaatssekretär im US-Finanzministerium, erklärte, an der internationalen Front mehr gegen die Seuche Rauschgift getan als
in den vorangegangenen 35 Jahren. Dank der Initiative des Präsidenten wurden
die Maßnahmen erheblich ausgeweitet und auf eine andere Ebene angehoben - aus
interministeriellen Aktionen gegen den Mißbrauch von Narkotika, Marihuana und
gefährliche!Drogen entwickelten sich internationale Aktionen auf breiter Basis.
Zur besseren Koordinierung der Maßnahmen im In- und Island wurde im vergangenen
Jahr unter dem Vorsitz von Außenminister Rogers der Kabinettsausschuß für internationale Narkotika- und Rauschgiftbekämpfung geschaffen.
Den intensiven Bemühungen ist es u.a. zu verdanken, daß beispielsweise
Frankreich zum ersten Mal die Rauschgiftbekämpfung als Schwerpunktprogramm behandelt und dabei in letzter Zeit auch beachtliche Erfolge erzielte. Der Opiumnachschub aus der Türkei, aus der 70 Prozent des in die Vereinigten Staaten gelangten Rauschgifts kamen, dürfte bald versiegen. Die türkische Regierung hat
nunmehr den Anbau von Mohn zur Opiumgewinnung verboten. Umso mehr wird dann
allerdings der südostasiatische Raum als Zuliefergebiet zu beobachten sein.
Die

- 2-

�Die Erfassung, Behandlung und Rehabilitation Rauschgiftsüchtiger ist eine
besonders wichtige und gleichzeitig sehr schwierige Aufgabe. Die 16 Behandlungsprogramme, die die US-Regierung um die Jahreswende 1968/69 finanzierte, wurden
inzwischen auf 321 erweitert. Für die medizinische, soziale und berufliche Rehabilitation vor allem der jugendlichen Drogenabhängigen werden alle nur erdenklichen Möglichkeiten sondiert und erprobt. Für diese Zwecke allein sind im
Finanzjahr 197:./73

485,2 Millionen Dollar vorgesehen, der zehnfache Betrag

gegenüber den Ausgaben von 1969. Im Gesetz von 1971 zur Rauschgiftbekämpfung und
gegen Drogenmj.3brauch sind Bestimmungen verankert, die mehr Flexibilität r.'ei
der gerichtlichen Verfolgung von Ersttätern und eine Differenzierung bei Strafen
für Rauschgift-Delikte

insofern vorsehen, als Mißbrauch von Marihuana weniger

streng behandelt wird als von Heroin.
Die Zusammenarbeit der Bundesstaaten mit der Regierung in Washington bei
der Drogenbekämpfung ist selbstverständlich geworden. Sie bekommen von der
Bundesregierung beträchtliche Mittel zur Verfügung gestellt, um an allen Fronten
dagegen vorgehen zu können. Der sich jetzt abzeichnende Erfolg läßt erkennen,
daß dies der richtige Wej ist.

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MONITOR FÜR STICKSTOFFOXID IN DER LUFT

- (AD) - Am "National Bureau of Standards", dem US-Bundesamt für Materialprüfung und Technische Normen, wurde eine neue Methode zur quantitativen Bestimmung von Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) in Autoabgasen
und Emissionen von Industriebetrieben, insbesondere Kraftwerken, entwickelt.
Das Verfahren ist einfacher und wirtschaftlicher als die bisher angewandten
Methoden und wird hinsichtlich der Meßergebnisse durch andere Beimengungen wie
Schwefeldioxid oder Wasserdampf nicht gestört. Die Empfindlichkeit für Stickstoffmonoxid beträgt 3 ppm (d.h. Die Verunreinigung wird bei Vorhandensein von
nur drei Anteilen in 1 Million Anteilen Luft erfaßt, also bei einer Konzentration von 0,0003 % ) . Durch eine weitere Verbesserung der Komponenten des
Instruments - insbesondere der Lichtquelle, eines Infrarotlicht abstrahlenden
Kohlenmonoxid-Lasers, und des Infrarot-Detektors- dürfte die Empfindlichkeit
des Geräts sogar auf 0,1 ppm bzw. 0,00001 % zu steigern sein. Dann ließen sich
bereits Milliardstel Anteile von Stickstoffoxid in Luftproben ermitteln.
Das Arbeitsprinzip für das von A. Kaldor, W.B. Olson und A.G. Maki (alle
von der Abteilung Optische Physik des "National Bureau of Standards") entwickelte
Instrument ist die Verschiebung und Aufspaltung von Spektrallinien im Magnetfeld , der sog. Zeeman-Effekt. Als "Richtwert" bei der Ermittlung der NO-Konzentration dient das mit einheitlicher Wellenlänge abgegebene Infrarotlicht
des Kohlenmonoxid (CO)-Lasers, das beim Durchgang durch die zu analysierende
Luftprobe (Absorptionszelle) einen Teil seiner Energie verliert. Dadurch ergibt sich je nach den Bestandteilen der Luftprobe ein Absorptionsspektrum mit
Spektrallinien bei ganz bestimmten Wellenlängen. Die Beimengungen schlucken an
-

1 -

�I

an diesen "Stationen" entsprechend ihrer Konzentration Energie des Infrarotstrahls. Das bewirkt, daß der hinter der Absorptionszelle angebrachte Infrarotdetektor einen plötzlichen Abfall des Meßwertes für das Licht des CO-Lasers
anzeigt.
Die Absorptionszelle befindet sich zwischen den Polen eines Elektromagneten,
der ein Magnetfeld von 750 Gauss Stärke erzeugt. In diesem Magnetfeld erfahren
die •• relativ weit auseinanderliegenden und deshalb voneinander gut unterscheidbaren - Absorptionslinien für NO (Stickstoffmonoxid) und N0 2 (Stickstoffdioxid)
eine Aufspaltung in Zee an-Linien. Durch Anlegen eines zweiten, variablen Magnetfeldes von lO bis 100 Gauss läßt sich die Position der Zeeman-Linie z.B. für
NO im Spektrum verschieben, bis es zu deren stärkster Annäherung an die Spektrallinie für den CO-Las r bzw. zu einer Überlagerung mit ihr

kommt. Aus der dabei

vom Detektor gemessenen Intensität des infraroten Lichts ist durch Extrapolation
die Menge von Stickstoffoxid zu errechnen, die in der Luftprobe vorhanden ist.

+ + + + +

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ERDBEBEN VERÄNDERN MAGNETFELD
Wichtige Erkenntnisse für Erdbebenforschung aus dem Amchitka-Test

- (AD) - Durch die unterirdische Kernexplosion "Cannikin" vom 6. November
1971 auf der Aleuten-Insel Amchitka wurden nicht nur die Spannungsverhältnisse
im Untergrund, sondern auch die erdmagnetischen Feldstärken verändert. Wie die
Ergebnisse der regelmäßigen Beobachtungen in den letzten zehn Monaten zeigten,
handelt es sich dabei nicht um einan vorübergehenden, sondern um einen bleibenden
Effekt.
Zwar sind die Veränderungen minimal - es wurde z.B. ein Anstieg der Feldstärke um 13 Gamma diesseits einer Gesteinsversetzung, die sich in ca. 1600 m
Abstand vom Explosionsort befindet, dagegen ein Abfall bis zu 11 Gamma jenseits der Versetzung und außerdem ein markanter Abfall um 15 Gamma im Umkreis
von 15 Metern zu beiden Seiten der Versetzungslinie g "sssen. Im Vergleich zu
den je nach geographische

Breite unterschiedlichen Werten für das erdmagnetische

Feld, das im Bereich der Pole eine Feldstärke von ca. 50 000 Gamma (0,5 Gauss)
am Äquator von ca. 30 OOO Gamma aufweist, ist dies gewiß nicht viel. Aber die
Tatsache, daß Spannungsveränderungen im Untergrund das örtliche Magnetfeld meßbar beeinflussen können, gibt der Wissenschaft wahrscheinlich eine Chance, auf
Grund solcher Messungen die Erdbebenvorhersage merklich zu verbessern.
Dem Effekt liegt das Phänomen des Geo-Piezomagnetismus zugrunde, d.h. Veränderungen der magnetischen Eigenschaften von Gestein unter der Einwirkung von
Druck. Es wird schon seit langer Zeit als mögliches Anzeichen für ein bevor-

-

I

-

�bevorstehendes

Erdbeben diskutiert, jedoch gibt es bisher nur ganz wenige

Messungen magnetischer Feldveränderungen im Zusammenhang mit Spannungsveränderungen in der Erdrin ;e. Die Daten vom Cannikin-Experiment jedoch, über
die Dr. W. '. Hasbrouck vom Institut für Erdwissenschaften und J.H. Allen vom
Nationalen Datenzentrum für Geophysik und Solarforschung in Boulder (Colorado)
jetzt berichteten, liefern den Beweis für das Auftreten solcher Magnetfeldveränderungen und bilden eine wichtige Grundlage, um festzustellen, inwieweit
sie als Vorboten von Erdbeben gewertet werden können. Der nächste Schritt bestünde dann in dem Versuch, die Zusammenhänge zwischen Spannungen im Gestein
bzw. der Erdrinde und regionalen oder örtlichen geomagnetischen Effekten
quantitativ zu erfassen. Für die Auswertung des unter bekannten Bedingungen
durchgeführten Versuchs auf der Insel Amchitka bedeutete dies, sagen zu können,
welche nach der Explosion aufgetretenen Spannungswerte den einzelnen Magnetfeldveränderungen zuzuordnen sind.
Im Laboratorium werden entsprechende Versuche mit meßbaren Effekten bereits seit geraumer Zeit durchgeführt. Aber in der Natur waren sie vor
"Cannikin" nur äußerst selten zu beobachten und nicht mit Sicherheit nachzuweisen. Hasbrouck und Allen werden das Ergebnis ihrer Untersuchungen auf
Amchitka gegen Ende des Jahres im "Bulletin of the Seismological Society of
America" veröffentlichen. Sie benutzten Protonen-Präzessionsmagnetometer, die
noch Feldstärkenveränderungen von 1/8 Gamma registrieren.

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�</text>
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