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12. Juli 1972

Inhalt
DOKUMENTATION:

Erklärungen von Außenminister Rogers in Athen, Bukarest, Budapest
und Belgrad
Neuner-Ausschuß erörtert Beziehungen USA-EWG
-Wortlaut der Abschlußerklärung der Londoner Tagung-

INFORMATION:
Nationale Verifizierung im Rahmen der SALT-Vereinbarungen
Von W.A.Swartworth
Die amerikanischen Hochschulen sind gesund
-Eine Untersuchung der Carnegie-KommissionVon Howard Young

WIRTSCHAFT:
Die amerikanisch-sowjetischen Handelsgespräche
Von Eugene Brake

WISSENSCHAFT UND TECHNIK:
Abfallschäden in Küstengewässern
Von G.Weiss
Herzfunktionen im Computermodell
Lezithin gegen Gallensteine

Um Übersendung von Belegexemplaren wird gebeten.

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28/1972

ANKUNFTSERKLÄRUNG VON AUSSENMINISTER ROGERS IN ATHEN
-Wortlaut-

ATHEN - - (AD)— Bei seiner Ankunft in der griechischen Hauptstadt hat der
amerikanische Außenminister William P. Rogers am 4.

Juli eine Erklärung

abgegeben, die folgenden Wortlaut hat:
Ich bin sehr erfreut, daß ich Ihre großartige Hauptstadt zum ersten
Male besuchen kann, und insbesondere darüber, daß ich an einem Tag hier eintreffe, da die Amerikaner ihre Unabhängigkeit feiern. Ich erinnere, mich, daß
in klassischen Zeiten der freie Stadtstaat Athen als die Schule Griechenlands bekannt war. In der Geschichte der westlichen Kultur war Athen die
Schule der persönlichen Freiheit und der Demokratie, und sein Beispiel
hat die Männer zutiefst beeinflußt, die heute vor 196 Jahren unsere Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet haben.
Es kann also gesagt werden, daß die Bindungen zwischen Griechen und
Amerikanern 2 000 Jahre alt sind. Diese Verbundenheit ist durch die engen
Bindungen zwischen unseren Völkern verstärkt worden, die bis zu Ihrem eigenen

-1-

�eigenen Unabhängigkeitskampf vor 150 Jahren zurückreichen. Sie wurden ferner
verstärkt durch unsere gemeinsamen Bemühungen während des zweiten Weltkrieges
und im Zuge der Truman-Doktrin, Griechenland von fremder Herrschaft frei zu
halten, und sie ist in unseren Bindungen in der NATO vorhanden, der Griechenland
seit 21 Jahren als Mitglied angehört.
Heute spielt Griechenland eine wichtige Sicherheitsrolle an der südlichen
Flanke der NATO. Wir fördern und unterstützen diese Rolle, und wir messen der
kooperativen Sicherheitsbeziehung Griechenlands mit den Vereinigten Staaten
und der NATO große Bedeutung bei. Wir begrüßen ferner die Bemühungen Griechenlands um die Stärkung friedlicher Beziehungen mit der Türkei und mit seinen
Nachbarn auf dem Balkan.
Es gibt natürlich einige unterschiedliche Ansichten zwischen uns und der
griechischen Regierung. Hierzu ist die Haltung der Vereinigten Staaten wohl
bekannt. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Gebiete, auf denen wir übereinstimmen.
Ich sehe erwartungsvoll den Gesprächen mit den griechischen Führern entgegen, die, dessen bin ich sicher, nützlich und offen sein werden. Wie es langjährigen Verbündeten zukommt, müssen wir alles in unseren Kräften stehende tun,
um die Bande zwischen unseren Ländern zu stärken, Das ist der Zweck meines Besuches.

Hi IM-i-H-

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28/1972

TRINKSPRUCH VON AUSSENMINISTER ROGERS IN ATHEN
-Wortlaut-

ATHEN--(^D)-- Der Trinkspruch von Außenminister William P. Rogers auf
einem Essen, das der griechische Ministerpräsident Georgios Papadopoulos
zu Ehren des amerikanischen Gastes am 5. Juli gab, hat folgenden Wortlaut:
Herr Ministerpräsident, meine Damen und Herrn,
ich möchte Ihnen, Herr Ministerpräsident, danken für die herzlichen Worte, mit denen Sie die Freundschaft zwischen dem griechischen und dem amerikanischen Volk beschrieben haben.
Ihre Vorfahren im alten Griechenland sind in geistiger Hinsicht auch
unsere Vorfahren, weil sich unsere politischen Traditionen in einer direkten
Linie von dem Athen des Perikles ableiten. Als junge Republik unterstützten
wir den griechischen Unabhängigkeitskampf, und im zweiten Weltkrieg kämpften
wir Seite an Seite mit Griechenland gegen die ausländische Aggression.
Die Truman-Doktrin und der Marshallplan, die unserer Außenpolitik eine
Generation lang ihren Stempel aufdrückten, haben zu einem großen Teil ihren
Ursprung in den heldenhaften Anstrengungen Griechenlands zur Wahrung seiner
Unabhängigkeit. Auch Blutsbande verbinden uns. Über zwei Millionen Amerikaner
Sind griechischer Abstammung. Im Jahre 1947, als Präsident Truman seinen

�seinen P l a n zur Unterstützung G r i e c h e n l a n d s und der T ü r k e i b e k a n n t g a b , e r k a n n t e n die USA die g e m e i n s a m e n S i c h e r h e i t s i n t e r e s s e n mit Griechenland a n . Das
ist auch heute noch der Fall. Unsere Bindungen auf dem G e b i e t e der S i c h e r heit w e r d e n durch unsere Z u s a m m e n a r b e i t m i t der NATO b e s t ä t i g t , die seit ihrer
G r ü n d u n g v o n a l l e n g r i e c h i s c h e n R e g i e r u n g e n unterstützt w o r d e n ist.
W ä h r e n d dieser Reise habe ich sechs Länder in O s t a s i e n , auf dem südasiat i s c h e n Subkontinent und der a r a b i s c h e n Halbinsel b e s u c h t . Ich h a b e e r k l ä r t ,
d a ß diese Besuche Teil des Bemühens sind, zur F ö r d e r u n g einer W e l t

beizutragen,

in der alle L ä n d e r , die g r o ß e n w i e die k l e i n e n , in F r i e d e n leben k ö n n e n .
Ihre R e g i e r u n g , Herr M i n i s t e r p r ä s i d e n t , hat sich um bessere

Beziehungen

m i t Ihren k o m m u n i s t i s c h e n Nachbarn J u g o s l a w i e n , B u l g a r i e n und A l b a n i e n bemüht
und sie auch e r r e i c h t . Dies alles sind p o s i t i v e Schritte in R i c h t u n g auf d e n
F r i e d e n . W i r b e g r ü ß e n die h e r z l i c h e n B e z i e h u n g e n , die g e g e n w ä r t i g

zwischen

u n s e r e n b e i d e n N A T O - V e r b ü n d e t e n in diesem Teil der Welt b e s t e h e n . Wir b e *
g r ü ß e n ferner den Beginn substantieller G e s p r ä c h e über Z y p e r n . W i r sind der
Ü b e r z e u g u n g , daß F o r t s c h r i t t e erreicht w e r d e n k ö n n e n , w e n n sich G e s p r ä c h s p a r t ner z u s a m m e n s e t z e n und v e r n ü n f t i g und gründlich m i t e i n a n d e r r e d e n . E i n solcher
D i a l o g bewährt sich in D e u t s c h l a n d , er bewährt sich in K o r e a und er hat sich
in Indien im H i n b l i c k auf die S i t u a t i o n z w i s c h e n Indien und P a k i s t a n b e w ä h r t .
W i r h o f f e n , daß er sich auch in V i e t n a m bewähren w i r d . Wir h o f f e n f e r n e r , daß
er im Nahen Osten versucht w i r d , w e i l w i r g l a u b e n , daß dies die e i n z i g e M ö g lichkeit i s t , jenen K o n f l i k t zu einem E n d e zu b r i n g e n .
G r i e c h e n l a n d und die V e r e i n i g t e n S t a a t e n h a b e n ein g e m e i n s a m e s
a n dem F o r t s c h r i t t zum F r i e d e n , den alle diese D i a l o g e auf der W e l t

Interesse
bringen

k ö n n e n . Wir b e m ü h e n u n s innerhalb der NATO und in u n s e r e n b i l a t e r a l e n Bezieh u n g e n , einen solchen Fortschritt zu f ö r d e r n . In diesem G e i s t e , Herr M i n i s t e r p r ä s i d e n t , m ö c h t e ich auf Ihre G e s u n d h e i t und im Interesse des Friedens auf
eine anhaltende Z u s a m m e n a r b e i t z w i s c h e n Griechenland und den V e r e i n i g t e n
Staaten trinken.
•H H t i I I'

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ERKLÄRUNG VON AUSSENMINISTER ROGERS BEI SEINER ANKUNFT IN
BUKAREST
-WortlautBUKAREST --(AD)-- Der amerikanische Außenminister William P. Rogers hat am
5. Juli bei seiner Ankunft in Bukarest folgende Erklärung abgegeben:
Es ist mir eine große Ehre, zum ersten Male hier in Rumänien sein zu
dürfen. Obwohl ich der erste amerikanische Außenminister bin, der dieses
Land besucht, ist die Feststellung, daß mir im vergangenen Jahr bereits drei
amerikanische Kabinettsmitglieder vorausgegangen sind, Zeugnis unserer wachsenden bilateralen Beziehungen.
Kurz nach seinem historischen Besuch in Rumänien im August 1969 hat Präsident Nixon seinem Wunsch Ausdruck gegeben, daß dieser Besuch greifbare Ergebnisse in Form einer Reihe kooperativer Programme zeitigen möge. Seit diesem Zeitpunkt haben sich unsere bilateralen Beziehungen in einem noch nie dagewesenen Maße entwickelt.
Wir haben unseren kulturellen und wissenschaftlichen Austausch wesentlich
erweitert. Unser Besucheraustauschprogramm mit Rumänien wächst am schnellsten
von allen derartigen amerikanischen Programmen mit Osteuropa.
Unser bilateraler Handel hat ebenfalls zugenommen. Präsident Nixon hat
im letzten Jahr die Kreditmöglichkeiten erweitert, um amerikanische Firmen £ii

-1-

�zu ermutigen, mit Rumänien Handel zu treiben. In jüngerer Zeit hat er ein Gesetz angestrebt, das uns Verhandlungen über ein Handelsabkommen,das auch den
Meistbegünstigtenstatus für rumänische Exporte nach den Vereinigten Staaten
einschließt, ermöglichen würde, Wir werden im Kongreß weiterhin auf Verabschiedung unseres Gesetzes drängen.
Unsere beiden Regierungen haben soeben ein Abkommen über eine KonsularKonvention erzielt, das Außenminister Manescu und ich heute noch unterzeichnen
werden,Wir hoffen, daß diese Konvention zur Ausweitung der normalen Reise-und
Handelskontakte zwischen unseren Ländern beitragen wird.
Die Vereinigten Staaten möchten solche spezifischen Gebiete der Zusammenarbeit mit Rumänien entwickeln und ausweiten. Wir begrüßen ferner eine ständige Ausweitung unserer bilateralen politischen Beziehungen. Wir hatten dieses
Jahr wichtige Treffen sowohl mit der Volksrepublik China wie auch mit der Sowje
union. Wir sind uns jedoch durchaus bewußt, daß der Weltfriede und die internationale Zusammenarbeit von der Beteiligung aller Länder, ungeachtet ihrer
Größe, abhängen.
Die Sozialistische Republik Rumänien - mit ihrer Verpflichtung zu einer unabhängigen Politik und ihren engen Bindungen zu zahlreichen Ländern - spielt
bei der Suche nach einem dauerhaften Frieden auf der Welt eine wichtige Rolle.
Aus diesem Grunde mißt Präsident Nixon seinen Konsultationen mit Präsident
Ceausescu große Bedeutung bei, und ich sehe meinen Gesprächen hier mit dem
Präsidenten erwartungsvoll entgegen.
Die Vereinigten Staaten und Rumänien werden zweifellos weiterhin in einer
Reihe von Fragen verschiedener Meinung sein, aber in einer der grundlegendsten
Fragen stimmen wir überein,, Wir glauben beide, daß Nationen - im Geiste der
UN-Charta - ihre Handlungen nach den Prinzipien der Achtung der nationalen
Souveränität, der gleichen Rechte aller Staaten und der Nichteinmischung in

�in die Angelegenheiten der anderen ausrichten müssen. Und wir glauben beide,
daß diese Prinzipien auf alle Länder, ungeachtet ihrer Größe, ihrer Stärke,
der Gleichartigkeit oder der Unterschiedlichkeit ihrer Gesellschaftssysteme,
angewandt werden müssen.
Im Rahmen dieser gemeinsamen Überzeugungen werde ich meine Gespräche
hier in Rumänien führen.

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PRESSEERKLÄRUNG ZUR UNTERZEICHNUNG DER AMERIKANISCH-RUMÄNISCHEN
KONS ULAR-KONVENTION
-Wortlaut-

BUKAREST --(AD)-- Anläßlich der Unterzeichnung der amerikanisch-rumänischen
Konsular-Konvention am 5. Juli 1972 ist in Bukarest folgende gemeinsame
Presseerklärung herausgegeben worden:
Die Regierung der Vereinigten Staaten und die Sozialistische Republik
Rumänien haben am 5. Juli in Bukarest eine Konsular-Konvention abgeschlossen.
Außenminister William P. Rogers, der Rumänien einen offiziellen Besuch abstattet, hat die Konvention für die Vereinigten Staaten unterzeichnet. Außenminister Corneliu Manescu unterschrieb für Rumänien.
Der Vertrag, der dem amerikanischen Senat zur Bestätigung vorgelegt werden muß, ist ein wichtiger Schritt bei der ständigen Verbesserung und Ausweitung der amerikanisch-rumänischen Beziehungen.
Die Konsular-Konvention wird in beiden Ländern einen verbesserten konsularischen Dienst ermöglichen. Sie wird ungehinderte Kommunikationen zwischen
einem Bürger und seinem Konsul sowie sofortige Besuche bei Bürgern, die sich
in Haft befinden, durch den Konsul gewährleisten. Die Konvention erstreckt

�erstreckt sich auf die konsularischen Aufgaben und Funktionen wie die Ausgabe
von Visen und Pässen, die Durchführung notarieller Dienstleistungen und die
Unverletzbarkeit der konsularischen Kommunikationen, Dokumente und Archive.
Aufgrund dieser Konvention werden amerikanische Staatsbürger in einem
größeren umfang als jemals zuvor konsularische Hilfe und konsularischen
Schutz erhalten. Amerikanische Geschäftsleute und Schiffahrtslinien können
sich an amerikanische Konsularbeamte mit der Bitte um Hilfe bei der Wahrnehmung ihrer Interessen wenden, und die Mittel für die Behandlung eines weiten
Bereichs rechtlicher Fragen werden beträchtlich vergrößert.

II l l i &gt; l

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TRINKSPRUCH VON AUSSENMINISTER ROGERS IN BUKAREST
-Wortlaut-

BUKAREST --(AD)-- Der amerikanische Außenminister William P.Rogers hat am
6. Juli auf einem von dem rumänischen Präsidenten Ceausescu ihm zu Ehren
gegebenen Essen folgenden Trinkspruch auf seine rumänischen Gastgeber ausgebracht :
Herr Präsident, Madame Ceausescu, meine Damen und Herren,
wir haben soeben einen Vormittag sehr erfolgreicher Gespräche beendet.
Sie bestätigten,daß die Beziehungen zwischen unseren beiden Regierungen gut
sind und daß sie sich noch mehr ausweiten werden.
Vor drei Jahren waren diese Beziehungen noch begrenzt. Aber der Besuch
von Präsident Nixon in Rumänien im August 1969 und Ihr Besuch in den Vereinigten Staaten im Oktober 19 70 haben eine neue und bedeutsame Ära eröffnet.
Mit unseren Gesprächen gestern und heute haben wir bewiesen, daß diese
neue Ära der Zusammenarbeit unseren Völkern Vorteile sowie engere Beziehungen
zwischen unseren Regierungen bringen wird:
--Wir

�--Wir haben die erste Konsular-Konvention zwischen Rumänien und den Vereinigten Staaten seit 1881 unterzeichnet. Diese Konvention wird zur Ausweitung des normalen Reiseverkehrs und normaler kommerzieller Kontakte zwischen
unseren beiden Regierungen beitragen.
—Die Vereinigten Staaten haben Schritte ergriffen, um den Zeitbedarf
für das Anlaufen amerikanischer Häfen durch rumänische Schiffe und Besatzungen um über die Hälfte zu senken - die erste derartige Maßnahme, die wir in
Bezug auf Länder in diesem Teile Europas ergriffen haben. Wir hoffen, daß
dieser Fortschritt zu vermehrtem Handel führen wird und daß amerikanische
Schiffe jetzt ebenfalls bald rumänische Häfen besuchen werden.
--Wir haben beschlossen,Rumänien die Einrichtungen der amerikanischen
Export-Importbank für den Erwerb amerikanischer Ausrüstungen, Materialien
und technologischen Wissens verfügbar zu machen.
--Wir haben die Reisebeschränkungen für rumänische Diplomaten in den
Vereinigten Staaten aufgehoben, die Überbleibsel einer vergangenen Zeit beiderseitiger Beschränkungen waren.
Diese Fortschritte bauten sich auf anderen bisher in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern erzielten Fortschritten auf.
--Unser Kulturaustausch und unsere kulturellen Beziehungen sind intensiv
und weiten sich schnell aus. Die Eröffnung einer rumänischen Bücherei in
New York im vergangenen Dezember und einer amerikanischen Bücherei in Bukarest im Januar wird dazu beitragen, die Verständigung zwischen unseren Völkern zu verbessern.
--Unsere Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem und technologischem Gebiet
hat in gleicher Weise zugenommen. In den letzten drei Jahren haben mehr als
4o rumänische Wissenschaftler die Vereinigten Staaten besucht. Und erst in
der letzten Woche wurden sieben neue Gebiete der Zusammenarbeit genehmigt,
darunter auch Arbeiten zur Kontrolle der Abgasverschmutzung durch Kraftfahrzeugmotoren - ein wichtiges Anliegen in den Vereinigten Staaten.
Herr
-2-

�Herr Präsident, diese spezifischen Fortschritte in unseren bilateralen
Beziehungen sind eindrucksvoll. Aber dies ist noch nicht alles. Unser bilateraler Handel hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdreifacht. Damit er weiter zunimmt, haben wir unseren Kongreß gedrängt, und wir werden
dies weiter tun, daß die Gesetze verabschiedet werden, die den rumänischen
Exporten Zugang nach den Vereinigten Staaten auf einer Meistbegünstigungsbasis
ermöglichen werden.
Unsere politischen Beziehungen sind ebenfalls aufgeblüht. Äußerst wichtig ist, daß Rumänien und die Vereinigten Staaten gemeinsame Interessen in
Europa und der Welt im großen haben.
Gestern abend sprach Außenminister Manescu davon, Europa zu "einer Zone
des Friedens, der Zusammenarbeit und der guten Nachbarschaft zwischen souveränen Ländern zu machen, die gleiche Rechte haben". Wir unterstützen dieses Ziel
ebenfalls. In der Tat, wir möchten den Tag gerne anbrechen sehen, an dem Europa
nicht länger mehr geteilt ist. Es wird nicht einfach sein, dies zu erreichen,
aber das Berlin-Abkommen zeigt, daß deutliche Fortschritte möglich sind. Die
Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa im nächsten Jahr kann,
sofern sie konkrete Schritte zur Vermehrung der Kontakte zwischen den Europäern
ergreift, ebenfalls den Prozeß in Richtung auf eine Aussöhnung in Europa fördern.
Die Vereinigten Staaten und die Sozialistische Republik Rumänien verfolgen eine Außenpolitik, die auf die gleichen Ziele ausgerichtet ist - die friedliche Beilegung von Streitigkeiten, die Unterstützung der Vereinten Nationen,
die Förderung guter Beziehungen zwischen allen Ländern. Wir haben ferner eine
grundlegende Überzeugung gemein, daß alle Länder - ungeachtet ihrer Größe,
ihrer geographischen Lage und der Art ihrer Gesellschaftssysteme - gleich
souverän und in gleicher Weise unabhängig sind und ein gleiches Recht haben,
ihre eigenen Angelegenheiten ohne ausländische Einmischung zu regeln. Mein Besuch hier unterstreicht, mit welcher Hingabe die Vereinigten Staaten zu diesem

-3-

�diesem grundlegenden Prinzip der Beziehungen zwischen Ländern stehen.
Herr Präsident, Präsident Nixon hat mich gebeten, Ihnen und dem rumänischen Volk folgende Botschaft zu überbringen: daß die Vereinigten Staaten auf
ihre Beziehungen zu Ihrem Lande großen Wert legen und daß sie alles in ihren
Kräften stehende tun werden, damit diese Beziehungen in den kommenden Jahren
aufblühen mögen.
Ich bitte Sie, zusammen mit mir anzustoßen:
--auf Präsident CeausescuJ
--auf die Verstärkung der Bande zwischen den Vereinigten Staaten und der
Sozialistischen Republik Rumänien;
--auf die Freundschaft zwischen dem amerikanischen und dem rumänischen
Volk.

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ERKLÄRUNG VON AUSSENMINISTER ROGERS BEI SEINER ANKUNFT IN
BUDAPEST
-Wortlaut-

BUDAPEST — ( A D ) — Der amerikanische Außenminister William P. Rogers hat
am 6. Juli bei seiner Ankunft in Budapest folgende Erklärung abgegeben:
Es ist mir eine große Ehre, hier in der schönen Hauptstadt dieses
Landes zu sein, das so viel zu der Geschichte und Kultur Europas beigetragen
hat. Mein Besuch in Ungarn ist der erste, der auf dieser Ebene zwischen unseren beiden Regierungen stattfindet. Wir hoffen, daß es bald weitere ähnliche
Besuche zwischen Ungarn und den Vereinigten Staaten geben wird.
Die starken Bande, die zwischen Ungarn und Amerikanern bestehen, werden
noch durch die Tatsache bekräftigt, daß zahlreiche amerikanische Staatsbürger
ungarischer Abstammung sind und daß rund 60 000 amerikanische Touristen jährlich Ungarn besuchen. Wir wollen diese Bande zwischen unsern Völkern in umfassendere Beziehungen zwischen unseren beiden Regierungen übertragen.
Die Außenpolitik Präsident Nixons zielt auf die Schaffung einer Ära der
Verhandlungen und der Zusammenarbeit zwischen allen Ländern ab. Wir sind erfreut darüber, daß Ungarn zu den Ländern gehört, mit denen wir Fortschritte
erzielt haben. Wir sind bereit, in unseren Beziehungen zu Ungarn im Rahmen

-1-

�Rahmen unserer beiderseitigen Interessen weiter voranzugehen. Und in diesem
Geiste bin ich nach Budapest gekommen.
Mein Besuch unterstreicht die Bedeutung, die wir allen europäischen Ländern, kleinen wie großen, beimessen. Das Berlin-Abkommen, die Fortschritte in
den Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu seinen

Nachbarn im Osten

und die Verbesserungen in unseren eigenen Beziehungen zur Sowjetunion haben
die Aussichten vergrößert, daß Spaltungen und Spannungen nicht mehr so große
Narben in Europa hinterlassen. Die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa im kommenden Jahr kann - sofern sie konkret zu einem freieren
Reiseverkehr und Ideenfluß beiträgt - helfen, den Prozeß in Richtung auf einen
Ausgleich zu beschleunigen.
Wir haben ferner die Absicht, auf der Basis der Anerkennung der souveränen Gleichberechtigung aller Länder weitere Fortschritte bei der Förderung
solcher Bedingungen zu erzielen, unter denen alle Länder in Frieden und Sicherheit leben können und unter denen sie nicht einer ausländischen Einmischung in
ihre inneren Angelegenheiten ausgesetzt sind.
In dem neuen Europa, das jetzt entsteht, haben kleinere Länder wie Ungarn
eine wichtige Rolle zu spielen. Die Vereinigten Staaten begrüßen diese Rolle.
Daher sehe ich besonders erwartungsvoll meinen Gesprächen mit den ungarischen
Führern entgegen. Mein Besuch in Ungarn unterstreicht unseren Wunsch nach einer
deutlichen Verbesserung der ungarisch-amerikanischen

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Beziehungen.

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28/1972

ERKLÄRUNG VON AUSSENMINISTER ROGERS BEI DER UNTERZEICHNUNG
DES KONSULARABKOMMENS MIT UNGARN

-Wortlaut-

BUDAPEST --(AD)-- Der amerikanische Außenminister William P. Rogers hat am
7. Juli 1972 anläßlich der Unterzeichnung der Konsular-Konvention mit Ungarn
folgende Erklärung abgegeben:
Bei der Suche nach Frieden messen die Vereinigten Staaten der Verständigung zwischen den Völkern grundlegende Bedeutung bei. Daher treten wir auch
für eine offenere Welt ein - offen für Handel, für vermehrte Kontakte zwischen den Völkern und für einen stärkeren Fluß von Ideen. Die heute unterzeichneten Abkommen sind beide wenn auch nur bescheidene, so doch wichtige
Schritte.
Die Konsular-Konvention, die Außenminister Peter und ich unterzeichnet
haben,ist eine Folge der vermehrten Kontakte zwischen Ungarn und den Vereinigten Staaten und soll diese fördern. In dem Maße wie der amerikanische Reiseverkehr mit Ungarn steigt und wie immer mehr Ungarn die Vereinigten Staaten
besuchen, nimmt auch die Inanspruchnahme konsularischer Dienste zu. Wir haben
daher ein beiderseitiges Interesse, bessere Voraussetzungen hierfür zu
schaffen.
Ich
-l-

�Ich freue mich, bei der Unterzeichnung des Abkommens über wissenschaftlichen und technischen Austausch zwischen dem Institut für kulturelle

Beziehungen

und der Nationalen Stiftung der Wissenschaften zugegen sein zu dürfen. Dieses
Rahmenabkommen wird es den Wissenschaftlern beider Länder ermöglichen, ihr
Wissen und ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen und persönliche Kontakte
anzubahnen, die so wichtig für den wissenschaftlichen Fortschritt

sind.

Namens der amerikanischen Regierung begrübe ich diese beiden Abkommen
nicht nur ob ihrer Vorteile sondern auch, weil sie den beiderseitigen Wunsch
sowie die Fähigkeit unserer beiden Länder zeigen, eine Verbesserung unserer
bilateralen Beziehungen in einer aufrichtigen und realistischen Weise anzustreben.

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ERKLÄRUNG VON AUSSENMINISTER ROGERS BEI SEINER ANKUNFT
IN BELGRAD
-Wortlaut-

BELGRAD --(AD)-- Der amerikanische Außenminister William P. Rogers hat bei
seiner Ankunft in Belgrad am 7. Juli folgende Erklärung abgegeben:
Es ist mir eine Ehre, erneut in Belgrad weilen und die außerordentlich
herzlichen Bande bekräftigen zu dürfen, die zwischen Jugoslawien und den
Vereinigten Staaten bestehen. Wenn diese Bande so eng sind, so beweist dies,
daß unterschiedliche Gesellschaftssysteme keineswegs ein Hindernis für kooperative und produktive bilaterale Beziehungen sein müssen. Mit unseren
Initiativen gegenüber der Sowjetunion und der Volksrepublik China suchten
wir dieses Prinzip in der Praxis zu verwirklichen. Was Jugoslawien betrifft,
so bildete dieses Prinzip bereits seit über zwei Jahrzehnten den Kern unserer
bilateralen Beziehungen.
Im Laufe der Jahre haben unsere beiden Länder bei zahlreichen Problemen,
denen sich die Welt bei der Leitung ihrer Geschicke gegenübersieht, gemeinsame
Perspektiven entwickelt. Meines Erachtens kommt dreien dieser Perspektiven
heute eine besondere Bedeutung zu:
Erstens

�Erstens haben wir mit Ihnen auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen
eine Hingabe gemein zu den Prinzipien der Unabhängigkeit, der gegenseitigen
Achtung, der vollen Gleichberechtigung sowie der Nichteinmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten, ob nun ihre Gesellschaftssysteme gleich oder
unterschiedlich sind.
Zweitens sind wir, was Europa anbetrifft, genauso wie Sie der Ansicht, daß
echte Sicherheit nur erreicht werden kann, wenn sie den gesamten Kontinent und
nicht lediglich einen Teil umfaßt, und daß ein Ausgleich zwischen allen Völkern
Europas angestrebt werden sollte. Diese Einstellung bildet die Grundlage für
die amerikanische Politik in Bezug auf eine Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Unseres Erachtens muß eine solche Konferenz die Einheit
Europas fördern; sie darf seine Spaltung

nicht bestätigen und muß zu einem

freieren Fluß von Menschen und Ideen auf dem gesamten europäischen Kontinent
ermutigen.
Drittens legt jeder von uns in seiner Innenpolitik großen Wert auf eine
Verbesserung der Lebensbedingungen unserer Völker. Um Ihnen bei Ihren Bemühungen
zu helfen, werden wir weiterhin Jugoslawiens Wirtschaftsreform unterstützen*
Wir freuen uns, daß wir während des letzten Jahres verschiedene konkrete Schritte
tun konnten. Hierzu gehörten neue Regelungen, wonach die amerikanische Regierung
Garantien für amerikanische Privatinvestitionen in Jugoslawien übernehmen
wird,eine Umschuldung sowie die Einräumung vermehrter Kredite der US-ExportImport-Bank und beträchtliche Kredite für Agrarerzeugnisse.
Die Wege,die jeder von uns mit seinem Gesellschaftssystem beschreitet, sind
Wege, die jeder von uns selbständig gewählt hat; es handelt sich jedoch um Wege
mit dem gleichen Ziel, die ein besseres Leben für Jugoslawen wie auch für Amerikaner erreichen wollen.
Im

-2-

�Im Geiste dieser gemeinsamen Ziele sehe ich meinen Gesprächen in Jugoslawien entgegen. Außenminister Tepavac und ich haben bei zahlreichen Anlässen
zusammen Besprechungen geführt, und ich habe unsere Gespräche stets als sehr
nützlich empfunden. Ich bringe ein Schreiben Präsident Nixons an Präsident Tito
mit, das die Bedeutung bekräftigt, die wir engen Konsultationen beimessen. Wir
schätzen die Ansichten Jugoslawiens, als Führer der Blockfreien, zu den großen,
den Frieden in Europa und auf der Welt betreffenden Fragen besonders hoch.
Ich bin zuversichtlich, daß mein Besuch hier unsere bilateralen Beziehungen vertiefen wird. Präsident Tito und Präsident Nixon stimmten im vergangenen
Oktober darin

überein, daß diese Beziehungen "einen wichtigen Faktor für Frie-

den und Stabilität in Europa und auf der Welt im allgemeinen darstellen und
den Zielen einer umfassenden internationalen Verständigung dienen."

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28/1972

PRESSEERKLÄRUNG ZUM JUGOSLAWIEN-BESUCH VON AUSSENMINISTER ROGERS
-Wortlaut-

BELGRAD --(AD)-- Zum Abschluß des offiziellen Besuches, den der amerikanische
Außenminister William P. Rogers Jugoslawien vom 7. bis 9. Juli abgestattet hat,
ist am 9. Juli in Belgrad folgende gemeinsame Presseerklärung herausgegeben
worden:
Auf Einladung des Außenministers der Föderativen Sozialistischen Republik
Jugoslawien, Mirko Tepavac,hat der amerikanische Außenminister William P.Rogers,
der von Mrs. Rogers begleitet wurde, Jugoslawien vom 7. bis 9. Juli einen offiziellen Besuch abgestattet.
Der Präsident der Föderativen Sozialistischen Republik Jugoslawien, Josip
Broz Tito, hat den Außenminister am 9. Juli 1972 auf Brioni empfangen. Außenminister Rogers wurde ferner von dem Präsidenten des Föderativen Exekutivrates,
Bijedic, empfangen.
Im Verlaufe des Besuches wurden Gespräche über die internationale Lage und
über die bilaterale Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern geführt. Die
beiden Außenminister stellten mit Genugtuung fest, daß die Beziehungen zwischen
Jugoslawien udd den Vereinigten Staaten traditionell gut und für beide Seiten

-1-

�Seiten nützlich waren und sich im Augenblick außerordentlich gut entwickeln. Sie
unterstrichen die Bedeutung des Treffens zwischen Präsident Tito und Präsident
Nixon und deren gemeinsamer Erklärung vom 30. Oktober 1971, die auf lange Zeit
hinaus eine Basis für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern abgibt. Sie
gaben ihrer Befriedigung darüber Ausdruck, daß auf der Basis dieses Dokuments
eine weitere Entwicklung der engen beiderseitigen Beziehungen zwischen Jugoslawien und den Vereinigten Staaten auf allen Gebieten festzustellen war.
In den Gesprächen wurden internationale Fragen und Entwicklungen erörtert,
darunter die kürzlichen, von den führenden Staatsmännern beider Länder gemachten Besuche, die europäische Zusammenarbeit und Sicherheit sowie die Lage im
Nahen Osten und in Südostasien. Die Tätigkeit der Blockfreien - und der Entwicklungsländer kam ebenfalls zur Sprache.
Im Verlaufe des Gedankenaustausches über internationale Fragen legten beide
Seiten ihre jeweiligen Standpunkte in offener und freundschaftlicher Form dar.
Sie stimmten darin überein, daß Lösungen für die Probleme gefunden werden können,
die gegenwärtig die Welt belasten, und zwar auf der Basis der Respektierung von
Unabhängigkeit, Souveränität, Gleichberechtigung und Nichteinmischung aller
Staaten, gleichgültig ob sie die gleichen oder unterschiedliche soziale, wirtschaftliche und politische Systeme haben.
Die Außenminister betonten, daß sich die bilateralen Beziehungen auf allen
Gebieten günstig entwickelt haben.und vereinbarten, die beiden zum Vorteil gereichende Zusammenarbeit zwischen Jugoslawien und den Vereinigten Staaten weiter
zu entwickeln und zu fördern. Besondere Aufmerksamkeit soll den wirtschaftlichen Beziehungen gewidmet werden, die in jüngster Zeit neuen Auftrieb erhalten
haben. Beide Länder bekundeten ferner ihre Absicht, weiterhin wissenschaftliche,
technische und kulturelle Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln und diese zu
erweitern. Sie vertraten die Ansicht, daß von den amerikanischen Staatsbürgern
jugoslawischer Abstammung ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der bilateralen
Beziehungen geleistet werde.
Die
-2-

�Die beiden Außenminister bekräftigten die Wichtigkeit regelmäßiger Kontakte und Gedankenaustausche auf den verschiedenen Gebieten zwischen Vertretern
der beiden Länder und wiesen darauf hin, daß diese beiden Ländern in der Vergangenheit zum Vorteil gereichten und auch künftig im Interesse einer Weiterentwicklung der Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen der Föderativen
Sozialistischen Republik Jugoslawien und den Vereinigten Staaten sowie im
Interesse des Weltfriedens fortgesetzt werden sollten.

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NEUNER-AUSSCHUSS ERÖRTERT BEZIEHUNGEN USA-EWG
-Wortlaut der Abschlußerklärung der Londoner Tagung-

LONDON --(AD)-- Der von der Nordatlantischen Versammlung zur Überprüfung
der politischen, militärischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme sowie
der Zukunft des Nordatlantischen Bündnisses eingesetzte Neuner-^Ausschuß hat
zum Abschluß seiner Londoner Tagung folgende Erklärung veröffentlicht:
Der Neuner-Ausschuß der Nordatlantischen Versammlung hat am 1. und
2. Juli in London seine zweite Sitzung abgehalten. Zugegen waren der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Jacob Javits (USA), Senator Manlio Brosio
(Italien), Professor Walter Hallstein (Deutschland), Lord Harlech (Großbritannien), der Abgeordnete Wayne L. Hays (USA), Halfdan Hegtun (Norwegen), Lester
Pearson (Kanada) und Max van der Stoel (Holland). Ferner nahmen an der Sitzung
als Berater des Ausschusses Senator Ihsan Sabri Caglayangil (Türkei), Dr. Karl
Mommer (Deutschland) und Botschafter Alberto Franco Nogueira (Portugal) sowie
der Präsident der Nordatlantischen Versammlung Terrence Murphy (Kanada) und
deren Generalsekretär Philippe Deshormes (Belgien) teil.
Auf

-1-

�Auf dieser Sitzung erörterte der Ausschuß alternative Richtungen der
politischen, der sicherheitsbezogenen, der sozialen und der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Westeuropa und Nordamerika in den kommenden zehn Jahren. Es
bestand Übereinstimmung darüber, daß die Konzeption einer atlantischen Partnerschaft für die siebziger Jahre wichtig ist, und der Ausschuß diskutierte darüber,
wie diese Konzeption gefördert werden kann, sei es durch Ausnutzung der bestehenden internationalen Organisationen zur Entwicklung besserer Beziehungen zwischen
der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten und Kanada oder durch
Schaffung anderer Institutionen. Die Möglichkeit einer Reform des Atlantischen
Bündnisses wurde erörtert und auch die Möglichkeit einer Ausweitung der Bereiche
der atlantischen Zusammenarbeit.
Der Ausschuß ist der Ansicht, daß die Entwicklung einer größeren Übereinstimmung in Europa ein positiver Schritt für die Schaffung enger transatlantischer Bindungen sein sollte.
Der Ausschuß vertritt die Auffassung, daß Solidarität auf seiten der NATORegierungen von entscheidender Bedeutung für eine Konferenz über Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europa ist und daß hierzu besondere Treffen auf hoher Ebene abgehalten werden sollten.
Der Ausschuß wird der 18. Vollsitzung der Nordatlantischen Versammlung, die
vom 20. bis 25. November 1972 in Bonn, Deutschland, stattfindet, einen Zwischenbericht vorlegen. Auf der Sitzung nahm der Ausschuß Berichte von Philip Trezise
(USA), Brookings Institution, und von Peter Dobell (Kanada) über Fortschritte
bei den Forschungsarbeiten entgegen, die sie im Auftrage des Ausschusses durchführen. Darnell Whitt (Vereinigte Staaten) und Anthony Hartley (Großbritannien)
sind Exekutivdirektoren für die Arbeiten des Ausschusses.
Weiter

�Weiter waren auf der zweiten Sitzung des Ausschusses anwesend: John
Peel, der erste Vizepräsident der Nordatlantischen Versammlung (London),
Dr. Curt Gasteyger, stellvertretender Generaldirektor des Atlantischen Instituts
(Paris), Brigadegeneral Kenneth Hunt, stellvertretender Direktor des Internationalen Instituts für Strategische Studien (London), und Michael Plamer,
Direktor für Ausschüsse und Studien des Internationalen Sekretariats der Nordatlantischen Versammlung (Brüssel).
Die dritte Sitzung des Neuner-Ausschusses wird in Rand House, dem NiagaraInstitut für internationale Studien, Niagara-On-The-Lake, Ontario (Kanada) am
Samstag und Sonntag den 9. und 10. September 1972 stattfinden.

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NATIONALE VERIFIZIERUNG IM RAHMEN DER SALT-VEREINBARUNGEN
Von W. A. Swartworth

WASHINGTON --(AD)«- Ein Schlüsselelement der amerikanisch-sowjetischen Vereinbarungen über Nuklearwaffen - noch dazu eines, das leicht übersehen wird ist die beiderseitige Verpflichtung, nicht in die "nationalen technischen Mittel der Verifizierung" des Vertragspartners einzugreifen. Im wesentlichen bedeutet dies, daß sich beide Seiten verpflichtet haben, nichts gegen die Überwachungssatelliten des anderen zu unternehmen.
Selbstverständlich ist es die Satellitentechnik, durch die im Hinblick
auf das Problem der Verifizierung endlich Abstand zu der Sackgasse der
"Inspektion" gewonnen werden konnte. Die Vereinigten Staaten hatten darauf
bestanden, daß direkter Zugang zu sowjetischem Territorium Kernpunkt jeder
Vereinbarung über Rüstungskontrolle sei. Die Sowjetunion widersetzte sich
dem beharrlich.
Die Verifizierungsbestimmungen in den Moskauer Verträgen zeigen also,
wie technologische Veränderungen durch Wechselwirkung mit der politischen Willensbildung politische Abmachungen beeinflussen können.
Gerard

�Gerard C. Smith, Direktor des US-Amtes für Rüstungskontrolle und Abrüstung und Chefunterhändler der Vereinigten Staaten bei. den bilateralen Gesprächen über die Begrenzung der Strategischen Rüstung, bezeichnet das Versprechen der Nichteinmischung als eine "markante Verpflichtung ". Er verweist
ferner auf die "Verpflichtung, keine Verschleierungsmaßnahmen zu ergreifen",
um eine Verifizierung der Einhaltung der vertraglichen Abmachungen zu verhindern, und fügt hinzu: "Die Welt dürfte als Folge dieser eingegangenen Verpflichtungen offener geworden sein."
Die Beseitigung der Abgeschlossenheit ist in der Tat von wesentlicher
Bedeutung für die Durchsetzung der Abkommen über die Begrenzung strategischer
Waffen, die darauf abgestellt sind, defensive und offensive Nuklearraketen
zahlenmäßig zu beschränken. Offenbar ist keines der beiden Länder bereit
(bezw. könnte man von keinem der beiden Länder erwarten), sich in einer für das
Überleben der Nation so wichtigen Angelegenheit ausschließlich auf den vom andern zum Ausdruck gebrachten guten Willen zu verlassen.
In seiner Stellungnahme vor dem Militärausschuß des Senats Ende Juni hob
Gerard Smith besonders die Bedeutung hervor, die dem Problem der Verifizierung
zukomme. "Wir haben nicht zuvor Begrenzungen ausgearbeitet und dann geprüft,
ob die nationalen technischen Mittel für die Verifizierung ausreichen", erklärte er. "Wir orientierten die Begrenzungen an den Möglichkeiten der nationalen
technischen Mittel zur Verifizierung."
Dem technischen Fortschritt, der zunächst das Gespenst der nuklearen Vernichtung heraufbeschworen hatte, erkennt man heute eine zentrale Rolle in der
Förderung der Sache des Weltfriedens zu. Die Abkommen zur Rüstungskontrolle
bedeuten

eine zeitgemäße, vorteilhafte Verbindung von technischem Sachver-

stand und politischem Willen.
US-

-2-

�US-Verteidigungsminister Laird, der im vergangenen Monat vor dem Militärausschuß des Senats aussagte, bemerkte, daß "angemessene und wirksame Möglichkeiten der Verifizierung eine zwingende Notwendigkeit sind", und fuhr fort:
"Wir verfügen jetzt über derartige Möglichkeiten und schlagen eine mäßige Erhöhung der finanziellen Aufwendungen vor, um sicherzustellen, daß die Verifizierung mit nationalen Mitteln auch in Zukunft angemessen bleibt....".
Smith erklärte in seiner Stellungnahme vor dem Ausschuß, daß die Vereinbarungen die Schaffung einer gemeinsamen Beratungskommission vorsehen,die sich
mit der praktischen Ausführung der Übereinkünfte befaßt und auch Fragen der
Vertragserfüllung behandelt. "In den sowjetisch-amerikanischen Maßnahmen zur
Rüstungskontrolle stellt dies eine bemerkenswerte neue Entwicklung dar", erklärte er.
Charles Bray gab als Sprecher des Außenministeriums auf einer Pressekonferenz bekannt, daß eine Nachrichten-Sonderabteilung geschaffen worden sei, die
die Einhaltung der Vereinbarungen auf sowjetischer Seite zu überwachen habe.
Auf die Frage eines Journalisten antwortete er: "...Angesichts der Bedeutung
dieser Angelegenheit wäre die Regierung sehr darauf bedacht, sicherzustellen,
daß die Ergebnisse der Verifizierung mit technischen Mitteln in angemessener
Weise koordiniert und berücksichtigt werden."
Die Vereinbarungen bedeuten in Wahrheit die Anerkennung einer Konzeption,
die als "beiderseitige Verwundbarkeit" bezeichnet werden könnte. Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion akzeptieren den Gedanken, daß garantierte
Selbstzerstörung im Falle eines Angriffes der anderen Seite die beste Abschreckung
gegen einen solchen Angriff darstellt. Somit ist garantiertes Spionieren eine
logische Folge und Begleiterscheinung.
Dies

-3-

�Dies alles liege im Interesse beider S u p e r m ä c h t e , sagt D r . Henry A.
K i s s i n g e r , der Berater Präsident Nixons in nationalen S i c h e r h e i t s f r a g e n . " E i n
einseitiger Versuch, sich auf strategischem Gebiet einen Vorteil zu v e r s c h a f f e n ,
w ä r e gleichbedeutend mit Selbstvernichtung", erklärte er vor
auf einer Sondersitzung.Die Regierung N i x o n befürworte "diese

Kongreßmitgliedern
Vereinbarungen

nicht auf einer Basis des V e r t r a u e n s , sondern auf der Basis eines w o h l v e r s t a n d e n e n Eigeninteresses beider S e i t e n . Dieses E i g e n i n t e r e s s e " , so fügte Kissinger
h i n z u , "wird durch die sorgfältig ausgearbeiteten Verifizierungsbestimmungen
A b k o m m e n noch bestärkt. Über die rechtlichen Verpflichtungen hinaus steht

im

für

beide S e i t e n bei allen (in M o s k a u ) unterzeichneten A b k o m m e n eine M e n g e auf dem
S p i e l , und beide haben großes Interesse an dem in Gang gesetzten breit

angeleg-

ten Prozeß einer Verbesserung der B e z i e h u n g e n . "
Präsident Nixon betonte in einem kürzlich in einer Zeitschrift v e r ö f f e n t lichten Artikel das in den Rüstungsvereinbarungen m a n i f e s t i e r t e

Eigeninteresse

mit folgenden W o r t e n : "In Wirklichkeit standen beide Seiten vor der W a h l , entw e d e r die R ü s t u n g zu begrenzen oder dem nuklearen W e t t r ü s t e n freien Lauf zu
lassen - und in einem solchen W e t t r e n n e n gäbe es k e i n e S i e g e r , sondern nur
Verlierer."

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28/1972

DIE AMERIKANISCHEN HOCHSCHULEN SIND GESUND
-Eine Untersuchung der Carnegie-Kommission-

Von Howard Young

WASHINGTON --(AD)-- Die Universitäten und Colleges in den Vereinigten Staaten sind gesund und voller Leben. Nach Ansicht ihrer Studenten und Lehrkörper sind sie keinesfalls Hochburgen irrelevanter Wissensfächer, die unter
Belagerungsdruck stehen, sondern werden den Bedürfnissen der an ihnen Lernenden wie der an ihnen Lehrenden voll und ganz gerecht.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine umfassende Studie, die von der Carnegie-Kommission für Hochschulfragen durchgeführt und Ende Juni veröffentlicht wurde.
Die Kommission hat für ihre Untersuchungen die Interviews mit rund
170 000 Studenten niederer und höherer Semester sowie mit Mitgliedern der
Lehrkörper an über 300 akademischen Institutionen in den Vereinigten Staaten
herangezogen. Der Vorsitzende der Kommission, Clark Kerr, bezeichnete die
Studie als "den umfassendsten Überblick über die Meinung der Akademiker,
der bisher erarbeitet wurde."
Die

-1-

�Die Studie wurde in den Jahren 1969 und 1970 durchgeführt, zu einer Zeit
also, in der an den amerikanischen Hochschulen Symptome von Unruhe und Span,nungen zu beobachten waren. An der Untersuchung wirkten die Abteilung Erziehungswesen im HEW (Bundesministerium für Gesundheits-, Erziehungs-und Sozialwesen) und der Amerikanische Rat für Erziehungsfragen mit.
Die Untersuchung, so erklärte die Kommission, "erbrachte einige überraschende Resultate - überraschend zumindest für diejenigen, die in den amerikanischen Hochschulen etwas wie Hexenkessel der Unzufriedenheit sehen."
Wie die Analysen der Kommission zeigten, waren die Unruhen an den Universitäten vielmehr eine Reaktion auf bestimmte inneramerikanische und internationale Ereignisse, nicht aber Ausdruck der Unzufriedenheit mit den
Hochschulinstitutionen als solchen. "Wir bestreiten das weitverbreitete Märchen, wonach das akademische Leben in den USA heute voll allgemeiner Unzufriedenheit ist und immer mehr Studenten und akademische Lehrer dies nicht länger
zu akzeptieren vermögen", so heißt es in dem Bericht.
"Wir würden mit ganz ähnlichen Resultaten rechnen können", so fährt der
Bericht fort, "wenn die Untersuchung heute durchgeführt würde... Das akademische Leben ist im wesentlichen gesund."
Der Bericht, der 175 Seiten umfaßt, ist der vierzehnte, den die Kommissio
seit ihrer Gründung im Jahre 1967 erstellt hat. Sein Titel lautet: "Reformen
an den Hochschulen: Andere Studenten, andere akademische Programme."
Um die allgemeine Einstellung der Studenten in den ersten Semestern herauszufinden, wurden 70 772 von ihnen gefragt: "Wie ist die Gesamtbewertung
Ihres Colleges?". Zwei von drei Befragten erklärten, sie wären "sehr zufrieden' oder"zufrieden". Rund 22 Prozent äußerten sich unentschieden, und nur
12 Prozent bekundeten Unzufriedenheit.
Eine

�Eine fast gleiche Mehrheit gab ihren Colleges diese ausgezeichneten Noten, als sie von dem unabhängigen, bekannten Gallup-Institut für Öffentliche
Meinungsforschung entsprechend befragt wurden. Bei einer Meinungsumfrage bei
1 092 Studenten an 57 amerikanischen Hochschulen, die das Gallup-Institut
1969 für die amerikanische Zeitschrift "Newsweek" durchgeführt hatte, gaben
68 Prozent der befragten Studenten den amerikanischen Universitäten die
Noten "gut" bis "ausgezeichnet".
Die Carnegie-Kommission stellte 39 963 Studenten in höheren Semestern
die Frage, ob sie der folgenden Erklärung zustimmen würden: "Ich bin im Grund
mit der Ausbildung,die ich erhalte, zufrieden". Darauf antworteten 77 Prozent
der Befragten mit voller Zustimmung, während 23 Prozent erklärten, sie könnten keinesfalls oder nur mit Vorbehalten zustimmen.
Um herauszufinden, welche Befriedigung die akademischen Lehrer in ihrem
Beruf finden, stellte die Kommission 60 028 Mitgliedern der Lehrkörper die
folgenden beiden Fragen: "Wenn Sie noch einmal ihre Berufswahl treffen könnten, würden Sie sich dann wieder für den Weg eines Universitätslehrers entscheiden?" und "Wie denken Sie ganz allgemein über diese Hochschule?". Auf
die erste Frage erklärten nur neun Prozent, daß sie sich "wahrscheinlich
nicht" oder "in keinem Falle" wieder für ihren Beruf entscheiden würden. Auch
auf die zweite Frage lautete die Antwort nur bei neun Prozent negativ, indem
sie erklärten, daß"die Hochschule kein Platz für mich ist".
Der Bericht der Carnegie-Kommission legte 20 Empfehlungen für Änderungen
in der Hochschulbildung vor, darunter Vorschläge zur Förderung einer größeren
Mannigfaltigkeit der Institutionen, stärkere Beteiligung der Studenten am
Hochschulbetrieb, bessere Möglichkeiten für Mitarbeit in der Gemeinschaft und
für die Arbeitspraxis der Studenten sowie eine erneut stärkere Betonung der
Lehre gegenüber der Forschung.
"Vor

�"Vor einem Jahrhundert", so heißt es in dem Bericht, "wurde die Hochschulausbildung 'modernisiert', um der neuen Rolle der Naturwissenschaften,dem
raschen industriellen Fortschritt der Nation und der rasch an Boden gewinnenden
Idee des Populismus Ausdruck zu geben. Nunmehr muß sie weitgehender und vollständiger 'humanisiert' werden im Sinne einer stärkeren Öffnung für immer
mehr junge Menschen und einer weitergehenden Anpassung an die individuellen
Besonderheiten und Talente ihrer Studenten."
Die Kommission hebt ferner in ihrem Bericht hervor, daß 95 Prozent der
Studenten in den ersten Semestern und 89 Prozent der Studenten höherer Semester
sowie 78 Prozent der Professoren dahingehend übereinstimmen, daß die Lehrbefähigung und nicht die Forschungstätigkeit das Hauptkriterium für den Aufstieg
der Hochschullehrer sein müsse. Die Mehrzahl der Studenten vertrat darüberhinaus die Auffassung, daß die Studenten bei der Beurteilung des Lehrkörpers
mitbeteiligt sein müßten , was - und das überrascht nicht - von der Mehrzahl
der Hochschullehrer abgelehnt wurde.
Ein großer Teil der Studenten und des Lehrkörpers war übereinstimmend der
Ansicht, daß die Vorlesungen und Übungen "relevanter, dem heutigen Leben und
seinen Problemen näher sein müßten". Sie stimmten auch darin überein, daß der
"emotionellen Entwicklung der Studenten" größere Beachtung geschenkt werden
müsse.
In zwei Fragen jedoch gingen die Ansichten der Studenten und der Mitglieder des Lehrkörpers weit auseinander. Von den Studenten in den ersten Semestern
erklärten 59 Prozent, daß das Stufensystem abgeschafft werden müßte, und
51 Prozent vertraten die Ansicht, daß sie das Recht haben müßten, alle ihre
Vorlesungen und Kurse selbst auszuwählen. Nur 33 Prozent der Professoren und
Dozenten sprachen sich für eine Abschaffung des Stufensystems und 19 Prozent
für Wahlfreiheit der Vorlesungen und Übungen aus.
"Wir fordern eine neue Periode beschleunigter Reformen", so heißt es in
dem Carnegie-Bericht abschließend, "selbst wenn die Mehrzahl der Studenten
erklärt, daß sie mit ihrer Ausbildung am College zufrieden sind oder sie doch
zumindest akzeptieren."
Es
-4-

�Es bestehe keine Notwendigkeit "zu revolutionären Umgestaltungen im akademischen Leben in den Vereinigten Staaten", so wird in dem Bericht weiter
betont, vielmehr "sehen wir dieses Jahrzehnt als eine Periode der Erneuerungen
an - als einen Zeitabschnitt, der ungewöhnliche Chancen bietet, um die Qualität
des akademischen Lebens zu verbessern, als eine Periode, in der die für Reformen freigewordene Energie mit dem ganzen Spektrum zur Verfügung stehender
Neuerungen kombiniert werden kann, um so lebendigere geistige Gemeinschaften
zu schaffen."

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28/1972

DIE AMERIKANISCH-SOWJETISCHEN HANDELSGESPRÄCHE
Von Eugene Brake
WASHINGTON --(AD)— Von den amerikanisch-sowjetischen Handelsgesprächen
- die erste Sitzung der auf dem Moskauer Gipfeltreffen zwischen Präsident
Nixon und den sowjetischen Führern eingesetzten amerikanisch-sowjetischen
Handelskommission beginnt am 20. Juli in Moskau - erhofft sich die amerikanische Seite, daß noch vor Jahresende solider Fortschritt bei einer Reihe von
Fragen erzielt werden kann.
Allerdings ist es unwahrscheinlich, wie auch der amerikanische Handelsminister Peter G. Peterson am 10. Juli anläßlich der Bekanntgabe der Namen
der amerikanischen Mitglieder der Kommission betont hat, daß alle Fragen bereits auf einer Sitzung gelöst werden können. Vielmehr rechnet der amerikanische Handelsminister mit einer Reihe von Sitzungen, deren erste vom 20. Juli
bis etwa um den 1. August in der sowjetischen Hauptstadt stattfinden wird.
Peterson, der persönlich die amerikanische Delegation auf dieser Sitzung
führen wird, betrachtet die Arbeit der Kommission als einen fortdauernden Prozeß oder Mechanismus und nicht als einmalige Verhandlungen. Verläuft dieser
Prozeß erfolgreich, dann werden die Ergebnisse nicht auf einmal, sondern vielmehr in einer Reihe von Bekanntgaben veröffentlicht werden. Trotzdem ist
Peterson hoffnungsvoll, daß bis zum Jahresende ein Abkommen mit der Sowjetunion

-1-

�Sowjetunion über eine Begleichung der Pacht-und Leihschulden aus dem zweiten
Weltkrieg und ein allgemeines Handelsabkommen erreicht und daß von jedem der
beiden Länder Kredite zur Finanzierung der Exporte des anderen bereit gestellt
werden können. Auch Abkommen über beiderseitige Geschäftseinrichtungen, Schlichtung kommerzieller Streitigkeiten und Lizenzvereinbarungen sind nach Ansicht
von Peterson in diesem Jahre möglich, allerdings nicht sehr wahrscheinlich.
Weiter in der Zukunft liegen dagegen die so häufig erwähnten gemeinsamen Projekte zur Erschließung von Rohstoffen und anderen sowjetischen Produkten, die
für eine Weiterverarbeitung in den Vereinigten Staaten in Frage kommen. Dabei
wird auf die enorme Komplexität derartiger gemeinsamer Vorhaben amerikanischer
Privatunternehmen und der sowjetischen Regierung verwiesen.
Entscheidend für den Abschluß eines umfassenderen Handelsabkommens noch
in diesem Jahr ist allerdings eine Regelung der Pacht-und Leihschulden. Bisher
lagen die Auffassungen beider Seiten über die Höhe der anzusetzenden Schuldsumme
weit auseinander. Auch in seinem Gespräch mit der Presse am 10. Juli hat es
Peterson abgelehnt, irgendwelche Zahlen hinsichtlich der amerikanischen Vor Stellungen zu nennen.
Bisher haben die Vereinigten Staaten stets den Standpunkt vertreten, daß
diese alte Schuld geregelt sein muß, bevor neue Kreditvereinbarungen ausgehandelt werden können. Die Sowjetunion ihrerseits hat zu verstehen gegeben, daß
die Frage der Einräumung der Meistbegünstigungsklausel geregelt sein muß, ehe
an eine Bereinigung der Pacht-und Leihschulden gegangen werden kann. Zur Zeit
unterliegen amerikanische Importe aus der Sowjetunion noch den Zöllen,die der
amerikanische Kongreß im Jahre 1930 beschlossen hatte, und die später von den
Vereinigten Staaten in Verhandlungen mit anderen Ländern vereinbarten Zollsenkungen finden auf diese Einfuhren keine Anwendung.
Für die Einräumung der Meistbegünstigungsklausel an die Sowjetunion bedarf
es jedoch der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes durch den US-Kongreß. Und Präsident Nixon hat erklärt, daß er dem Kongreß erst ein zufrieden-

-2-

�zufriedenstellendes Paket kommerzieller Abkommen mit der Sowjetunion vorweisen
müsse,bevor ein solches Gesetz eingebracht werden könne.
Bereits zwei Tage vor dem Pressegespräch des amerikanischen Handelsministeriums war in Washington bekanntgegeben worden, daß die Sowjetunion in den
nächsten drei Jahren in den USA Getreide im Wert von wenigstens 750 Millionen
Dollar ankaufen wird. Kredite zur Finanzierung dieses Geschäfts sollen von einer
amerikanischen Regierungsstelle eingeräumt werden, wobei die Verzinsung mit
6,5 Prozent die gleiche wie bei entsprechenden Geschäften mit anderen Ländern
sein wird und die Rückzahlung innerhalb von drei Jahren erfolgen soll.
Ein Thema, das bei den abwechselnd in Moskau und in Washington geführten
amerikanisch-sowjetischen Handelsgesprächen nicht erörtert werden wird, sind die
amerikanischen Exportkontrollen bei strategisch wichtigen Materialien. Die Liste
dieser Güter, die nicht nach der Sowjetunion ausgeführt werden dürfen, ist in den
letzten Jahren ohnehin schon ständig kleiner geworden, und diese Entwicklung
dürfte auch weiter anhalten. Handelsminister Peterson hat jedoch klar zu verstehen gegeben, daß es sich hier um einseitige Entscheidungen der USA - umgekehrt
auch der Sowjetunion - handele und solche Entscheidungen nicht Gegenstand eines
Handelsgeschäftes sein könnten.

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ABFALLSCHÄDEN IN KÜSTENGEWÄSSERN
Bewohner des Meeresbodens besonders gefährdet

Von G.Weiss

--(AD)-- Eine erhebliche Dezimierung pflanzlicher und tierischer Organismen,die den Meeresboden bewohnen, stellte eine amerikanische Wissenschaftlergruppe in den Küstengewässern und im Schelfmeer zwischen New York und
Atlantic City fest. Im Auftrag des "Nationalen Dienstes für die Hochseefischerei" (Sandy Hook, New Jersey) führte sie zwei Jahre lang Untersuchungen
in diesem Gebiet des Westatlantik durch. In einem jetzt veröffentlichten
Bericht weisen die Forscher darauf hin, daß die Bodenflora und -fauna nicht
nur in bezug auf Populationsdichte, sondern auch auf die Vielfalt der Arten
reduziert sei. Der Grund: Die Bodenorganismen sind in weiten Gebieten unter
Halden von ausgebaggertem Material und Abwasserschlamm begraben, erhalten
zu wenig Sauerstoff und werden durch Schwermetalle aus Abwässern und Abfällen vergiftet.
Noch ist nicht ganz geklärt, welche Bedeutung die in dem genannten Gebiet lebenden Bodenbewohner für die Fischerei haben. Aber man weiß, daß

-l-

�daß z.B. wirbellose Tiere wie Muscheln, Krebse und Würmer wichtigen Nutzfischen,
vor allem Flundern, Schellfisch und Seebarsch, zur Nahrung dienen.
Gründliche Untersuchungen auf See wurden mit zahlreichen Experimenten im
Laboratorium kombiniert, um die Auswirkung der Meeresverschmutzung, speziell
der Abfallbeseitigung im Meer, auf Mikroorganismen und höher entwickelte Lebewesen bis zu den Nutzfischen zu erforschen. Außerdem versuchte man Schätzwerte
für die Konzentrationen von Kolibakterien, die gewöhnlich mit Fäkalien ins Meer
gelangen,und für die Verteilung von Schwermetallen wie Chrom, Kupfer, Blei,
Nickel und Zink im Schelfgebiet vor einem Teil der amerikanischen Atlantikküste
zu bekommen,und schließlich sollte die Frage der Bewegungsrichtungen von
Wassermassen näher untersucht werden.
Bei frei im Wasser treibenden Organismen (Zooplankton) und bei Fischen
fanden die Wissenschaftler Schäden nur in geringem Ausmaß und von kurzfristiger
Dauer. Die Bodenbewohner dagegen - auch große Krustentiere wie Langusten, Hummer
und Krabben, von denen man zahlreiche kranke Exemplare fand - sind eindeutig
gefährdet. An Stellen, wo Abwässer eingeleitet und Abfälle beseitigt werden,
wurden auffallend hohe Konzentrationen von Kolibakterien gefunden. Aus dem
Verteilungsschema solcher Mikroorganismen wie auch von Schwermetallen im oberen
Teil des unter Wasser weit in den Atlantik hinaus verlaufenden Hudson-Tales
kann geschlossen werden, daß die Abfallstoffe entlang der Achse dieser Unterwasserschlucht in immer größere Tiefe transportiert werden.
Dagegen zeigten Untersuchungen an Wasserproben von der Oberfläche und aus
oberflächennahen Schichten, daß sich unter bestimmten Wetterbedingungen große
Wassermengen auf Long Island und die Bucht von New York vom Meer her zubewegen.
Dies ist für die Wahl neuer Abfallplätze im Meer von Bedeutung. Allerdings liegen noch zu wenig Untersuchungsergebnisse vor, um endgültig sagen zu können,
daß es ratsamer sei, Abfälle außerhalb des Schelfmeeres in der Tiefsee zu

-2-

�zu versenken. Denn man weiß über die Ökologie und über langfristige Austauschund Mischungsvorgänge in diesen tiefen Gewässern einfach noch zu wenig.
Deshalb werden in dem Bericht - auch im Hinblick darauf, innerhalb der
Schelfzone besser geeignete "Abraumhalden"ausfindig au machen - weitere
Studien über lange Zeiträume und unter Einbeziehung größerer Gebiete empfohlen. Diese Projekte umfassen neue Untersuchungen mit bemannten Tauchbooten
wie ALVIN und DEEP STAR, die in Tiefen von 300 m bis 2 000 m abtauchen sollen.
Dr. Georg Keller von den "Atlantic Oceanographic and Meteorological
Laboratories" (AOML in Miami, Florida) will mit Hilfe des Forschungs-U-Boots
ALVIN klären, ob Unterwasserschluchten (z.B. der Hudson-Canyon) wie eine
Art Saugleitung für den Transport von Sedimenten und sinkfähigen Schmutzstoffen vom Kontinentalschelf zur Tief see wirken, und wie groß in einem solchen
Fall ihre Transportkapazität ist.
Im Rahmen dieser neuen Projekte wird auch Dr. Donald Swift (ebenfalls
AOML), der bei verschiedenen Tauchversuchen im Herbst 1971 zwischen zwei
großen Unterwasserschluchten im Westatlantik einschneidende Veränderungen der
Bodentopographie durch Sedimentverlagerungen unter der Einwirkung von Wind
und Stürmen an der Oberfläche festgestellt hatte, seine Untersuchungen fortsetzen. Durch weitere Expeditionen im Herbst 1972 und im nächsten Jahr sollen
die Transportgeschwindigkeit von Sedimenten am Meeresboden im Schelfgebiet
und die Ausbildung typischer, sanddünenähnlicher Rippelstrukturen ermittelt
werden. Für die geologische Forschung dürften Stellen von besonderem Interesse
seinwo am Meeresboden durch Wassererosion der nackte Fels zum Vorschein gekommen ist.
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HERZFUNKTIONEN IM COMPUTERMODELL

—(AD)-- Die Funktionen des menschlichen Herzens in mathematischer Sicht
demonstrierte kürzlich Dr. Reinhardt M. Rosenberg, Professor für angewandte
Mechanik an der Universität Kalifornien, vor Herzspezialisten auf dem
Interamerikanischen Kongreß für Kardiologie in Berkeley. Mit einer Gruppe
von Mitarbeitern hatte er ein Computermodell entwickelt, in dem alle nur
erdenklichen Vorgänge und Funktionen im Zusammenhang mit der Herztätigkeit
erfaßt sind. Mit Hilfe dieser Technik soll versucht werden, dem Arzt die
Diagnose von Herzerkrankungen und die Kontrolle bezw. die Beurteilung der
Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen zu erleichtern.
Sowohl die Herzströme als auch die Funktionen eines Elektrokardiographen,
mit dem Herzströme erfaßt und in der Form von

Meßkurven niedergeschrieben

werden, lassen sich mit dem Modell simulieren. Gegenwärtig ist die Anlage
so programmiert, daß bereits zahlreiche bekannte Fehl funktionen des Herzens
mit dem jeweils entsprechenden EKG "mit erstaunlicher Genauigkeit und im
Detail" dargestellt werden können. Aber das Experiment ist ausbaufähig und
soll sukzessive ausgeweitet werden. Prof. Rosenberg schätzt, daß in zwei
bis drei Jahren ein ausführlicher Katalog anomaler Elektrokardiogramme als

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als Handbuch veröffentlicht werden kann, das mit Hilfe des Computermodells
auch unter Einbeziehung überaus komplexer Herz-Fehlfunktionen ausgearbeitet
wird. Der Katalog soll den Ärzten bei der Auswertung von Elektrokardiogrammen,
die von Herzkranken aufgenommen werden, als Orientierungshilfe dienen. Später
könnten, so hofft Rosenberg, sämtliche Modell-Daten in eine nationale Datenbank einspeist werden, an die die Ärzte in diagnostisch schwierigen Fällen
EKG-Daten zur Auswertung weitergeben.
Das Modell Rosenbergs zeigt viele Aspekte der Herzstromtätigkeit auf,
die bisher noch nicht analysiert worden sind. Somit sei auch zu hoffen, daß
in einer Reihe von Fällen ein Kurvenverlauf beim EKG, der dem Arzt nicht bis
ins einzelne verständlich ist, doch interpretiert und mit bestimmten Funktionsstörungen in ursächlichen Zusammenhang gebracht werden könne.

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28/1972

LEZITHIN GEGEN GALLENSTEINE

--(AD)-- Eine an Cholesterol und Fett arme, jedoch an phosphorhaltigen
Lipoiden reiche Diät scheint zur erfolgreichen Behandlung von Gallensteinleiden geeignet zu sein. Dies berichtete Dr. Ronald K. Torapkins, Professor
der Chirurgie an der "School of Medicine" der Universität Kalifornien in
Los Angeles, der ein von der John A. Hartford-Stiftung (New York) mit
fast 100 000 Dollar dotiertes Projekt zur Erforschung neuer therapeutischer Möglichkeiten für Gallensteinleiden leitet.
In den Vereinigten Staaten sind schätzungsweise 15 bis 20 Millionen
Menschen von Gallensteinen geplagt. Durch Tierversuche konnte Dr. Tompkins
nachweisen, daß beispielsweise in der Gallenblase von Hunden,wo es nicht
zur Steinbildung kommt, ein hoher Anteil von Phosphatiden gegenüber
Cholesterol zu finden ist. Da beim Menschen die meisten Gallensteine aus
Cholesterol als Folge von biochemischen Veränderungen in der Galle gebildet werden, unternahm er den Versuch, das Verhältnis von Cholesterol zu
Phosphatiden durch entsprechende Nahrungszusätze zu verändern. Wichtigster
Faktor dieser Diät ist das Phosphatid Lezithin.
Auch

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�Auch die Wirkung bestimmter Bakterien und Sexualhormone sowie die Auswirkung einer Unterbrechung einzelner Leitungsbahnen des Vagus-Nervs

auf

den Gallestoffwechsel werden untersucht. Damit hofft man wissenschaftlich
exaktes Beweismaterial zu Berichten zu erhalten, denen zufolge alle diese
Faktoren zu erhöhter Gallensteinbildung führen sollen.
Erkrankungen der Gallenblase rangieren in den USA an fünfter Stelle
bei stationärer Behandlung, die operative Entfernung von Gallensteinen an
dritter Stelle bei chirurgischen Eingriffen. Obgleich diese gewöhnlich erfolgreich verlaufen, wäre es bei Patienten bestimmter Altersgruppen oder
bei Komplikationen infolge zusätzlicher Erkrankungen und Stoffwechselstörungen oft wünschenswert, eine diätetische Therapie zur Verfügung zu haben
und auf die Operation verzichten zu können.

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              <text>&lt;strong&gt;1. Dokumentation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Erklärungen von Außenminister Rogers in Athen, Bukarest, Budapest und Belgrad &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neuner-Ausschuß erörtert Beziehungen USA-EWG &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wortlaut der Abschlußerklärung der Londoner-Tagung&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Information&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nationale Verifizierung im Rahmen der SALT-Vereinbarungen &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von W.A. Swartworth&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die amerikanischen Hochschulen sind gesund &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eine Untersuchung der Carnegie-Kommission - Von Howard Young&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Wirtschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die amerikanisch-sowjetischen Handelsgespräche&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von Eugene Brake&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;4. Wissenschaft und Technik&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Abfallschäden in Küstengewässern &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von G. Weiss&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzfunktionen im Computermodell &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lezithin gegen Gallensteine</text>
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